Immer entschlossener und professioneller gehen mittlerweile die Betreiber öffentlicher Verkehrs-Unternehmen gegen Pizza, Leberkäse, Kebab, Würstel, Torten, Cremeschnitten und Co. in ihren Beförderungs-Einrichtungen auf Schiene und Straße vor. Zerquetschte Lebensmittel auf den Sitzflächen, zu Boden geworfene glitschige Speisereste, die immer wieder auch zu schweren Unfällen führen. Erbrechende Fahrgäste, die sich während der Fahrt überessen haben. Dazu die passende Luftverpestung durch extrem asiatisch gewürzte Spezialitäten. All das hat zur Folge, dass immer öfter totales Speiseverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln (auch in Wien in der U6) verhängt wird. Auch auf den lokalen Verkehrsverbindungen zwischen den beiden größten Städten des Bundeslandes Salzburg: Der Landeshauptstadt und der Stadt Hallein. Wer künftig saftige Strafen vermeiden will, muss künftig seinen Speisenplan in Bus und Bahn grundlegend umstellen.

Das ist weit weniger problematisch als gedacht. Denn ausgesuchte Spezialitäten und Nahrungs-Ergänzungsmittel wie Alkohol, Cannabis, Ecstasy, Haschisch, Heroin, Kokain, Nikotin, Marihuana und Meth bleiben, so wie bisher schon, auch in Zukunft erlaubt. In Personenzügen werden die bisherigen Speise-Waggons in Spezialitäten- Waggons umgewandelt, in denen die vorhin angeführten Warengruppen unbeschränkt konsumiert werden können. Ohne Altersbegrenzung, vom Säugling bis zum Hundertjährigen. Nur schwangeren Frauen wird empfohlen, während einer Fahrt in öffentlichen Verkehrseinrichtungen, gleichzeitig nicht mehr als fünf der vorhin aufgezählten, erlaubten neun Produkte zu konsumieren.

Nun zieht auch die Stadt Hallein die entsprechenden Konsequenzen. Speziell mit Blick auf das neue, schöne, aber permanent mit Speiseresten oder Erbrochenem verschmutzte Straßenpflaster in der Altstadt. So wie auf dem 2. Foto oben aus der Halleiner Fußgängerzone. Der gesundheitsbewusste 43-jährige Halleiner K. M. (Name ist der Redaktion bekannt) hatte den Tag mit schwarzen Ribiseln, schwarzem Holler, schwarzen Brombeeren und tiefschwarzen Kirschen begonnen. Am Vormittag trank er Fruchtsäfte aus schwarzen Ribiseln, schwarzen Brombeeren, schwarzem Holler und tiefschwarzen Kirschen. Zu Mittag vertilgte er ein Stück schwarzer Brombeer-Torte, ein Stück schwarzer Ribisel-Torte, ein Stück schwarzer Holler-Torte und ein Stück tiefschwarzer Kirschen-Torte. 38 Sekunden, nachdem er das Lokal verlassen hatte, übergab er sich mitten in der Halleiner Fußgängerzone (siehe 2. Foto oben). Konsequenz der Stadt Hallein: Das Betreten der Straßen und Plätze in der Altstadt ist ab sofort nach üppigem Essen und Trinken strengstens untersagt. Mit der schon oben erwähnten Ausnahme: Alkohol, Cannabis, Ecstasy, Haschisch, Heroin, Kokain, Marihuana und Meth können, so wie schon bisher, auch hier weiterhin in unbeschränkter Menge konsumiert werden. Nun aber meldet sich überraschend die Kirche zu Wort und legt ihren Protest ein. Sie sieht in der Erlaubnis der neun erwähnten Genussmittel eine in die Verdammnis führende Propaganda für den Islam. Denn im Koran, der Bibel aller Mohammedaner, trägt deren vierfach Gehörnte (siehe 1. Foto oben), mit neun Schwänzen gesegnete Höllenfürst, auf jedem Schwanz den Namen eines der neun hier wiederholt erwähnten Genussmittel. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST, Wikipedia).

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Wer auf einer Tennengau-Landkarte die Größe der einzelnen Gemeinden ins Visier nimmt, registriert respektvoll die übergewichtige, pausbäckige Dimension der Gemeinde Abtenau. Und ist zutiefst deprimiert angesichts des vergleichsweise unscheinbaren, ausgedünnten, wie ein Schrumpf-Objekt geformten Gemeindegebietes der Bezirkshauptstadt Hallein. Die noch dazu von allen anderen Gemeinden so sehr an die Westgrenze des Tennengaus gepresst wird, dass nahezu die Hälfte der Halleiner Gemeindegrenze unmittelbar an Bayern grenzt. Keine andere Bezirkshauptstadt im Bundesland Salzburg klebt so sehr am Rande ihres Bezirks wie Hallein. Wie kann die Stadt Hallein endlich ins Zentrum ihres Bezirkes rücken? Ganz einfach. Mit Hilfe eines Zirkels.

Die Spitze wird auf der Landkarte in Hallein fixiert, dann öffnet sich der Zirkel bis hinter die Gemeinde Annaberg-Lungötz, bis zum am weitesten von Hallein entfernten Punkt des Tennengaus. Jetzt wird ein Kreis geschlagen und Hallein bildet nun den exakten Mittelpunkt des gleichzeitig deutlich vergrößerten, kreisrunden Bezirkes. Dessen Ausdehnung hat jetzt völlig neue Dimensionen und reicht im Norden bis Oberndorf, im Osten bis Strobl, im Süden bis Bischofshofen und im Westen nahezu bis Ruhpolding. Besonders aufgewertet wird der neue Bezirk Hallein durch die Stadt Salzburg, durch den Wallersee, den Mondsee, die südliche Bucht des Attersees, durch wichtige Teile des Hochkönig-Massivs und durch das gesamte Berchtes-gadener Land. Genau im Zentrum all dieser Pracht und Herrlichkeit liegt Hallein,

Nahezu die Hälfte des neuen Halleiner Bezirkes liegt künftig auf bayrischem Gebiet – in Zeiten einer funktionierenden EU natürlich kein Problem. In der Vergangenheit waren die Kontakte zwischen der Stadt Hallein und ihren beiden bayrischen Nachbarorten Berchtesgaden und Schellenberg äußerst karg und spärlich. Das wird sich im neuen kreis- oder scheibenförmigen Bezirks Hallein aber schlagartig ändern. Den brennheißen Anlass dazu bildet die dramatische Auseinandersetzung von CDU und CSU in der quälenden Flüchtlingsfrage. In der traditionsreichen Tageszeitung ,,Berchtesgadener Anzeiger‘‘ wurde dazu ein Lösungsvorschlag unterbreitet, dessen Realisierung in Hallein ursprünglich nur wenig Gegenliebe fand. Ein Raumfahrt-Konsortium mit Sitz in Berchtesgaden plant, um dem Ärger mit möglichen Auffanglagern an der deutsch-österreichischen Grenze ein endgültiges Ende zu bereiten, ein Aufnahme-Lager im Weltraum! Eine erste Konstruktions-Zeichnung dazu veröffentlichte kürzlich der ,,Berchtesgadener Anzeiger‘‘. (Siehe Foto oben).

Diese bestechende Idee hat nur einen Haken: Diese gigantische Auffang-Raumstation soll im Weltraum punktgenau über Berchtesgaden stationiert werden. Dass Berchtesgaden dadurch nun für viele Jahre permanent im Schatten liegen wird, macht den Bewohnern nichts aus, da dadurch pro Jahr 730 Milliarden Euro in die Gemeindekasse gespült werden. Die Stadt Hallein zweifelt an der millimetergenauen Positionierung des Weltraum-Auffanglagers über Berchtesgaden und befürchtet, immer wieder in den Schatten zu geraten. Nun gab es am vergangenen Freitag ein Treffen der beiden Bürgermeister von Hallein und Berchtesgaden. Berchtesgaden ist bereit, die Schattenprämie von jährlich 730 Milliarden Euro mit Hallein zu teilen. Wird etwa Hallein künftig ein halbes Jahr vom Auffanglager im Weltraum beschattet, dann lukriert die Stadt 365,000.000 (365 Milliarden) Euro. Das bedeutet 2 Milliarden Euro Entschädigung pro Schattentag durch das Weltraum-Auffanglager. Damit besteht kein Zweifel mehr: Die Halleiner werden lernen, Sonnen-tage zu hassen. – (Odo Stierschneider. Zeichnung: ,,Berchtesgadener Anzeiger‘‘).

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Der böse, böse Wolf ist immer und überall. So auch in der Ausgabe vom Donnerstag, 24. Mai 2018 der ,,Salzburger Wolf-Nachrichten‘‘. Dort erkämpfte er sich erfolgreich die Titelseite der täglichen Salzburger-Lokal-Beilage ,,Aus Stadt und Land‘‘ und in der gleichen Ausgabe die Titelseiten der wöchentlichen Tennengau-Beilage, der Pongau-Beilage und der Pinzgau-Beilage. Einen derartigen Titelseiten-Vierklang hat es seit Bestehen der genannten Medien noch nie gegeben. Dass er diesmal stattfand, ist durchaus verwunderlich. Denn der Wolf ist auch seit dem Erscheinungstag der Wolf-Titelseiten nur ein sehr spezielles Problem lediglich für den PINZGAU und hatte mit dem benachbarten Pongau oder gar mit dem durch Tennen- und Hagengebirge abgeriegelten Tennengau bisher überhaupt nichts zu tun. Doch seit dem Märchen ,,Der Wolf und die sieben Geißlein‘‘ raubt der entsetzliche Gedanke an das fürchterliche Raubtier offenbar die Fähigkeit, die einzelnen Salzburger Gaue noch exakt voneinander zu unterscheiden. So wurde das Thema Pongau-Wolf in der SN-Tennengau-Beilage gleich in zwei Beiträgen über ein-dreiviertel Seiten hinweg abgehandelt – das war Flächen-Rekord unter allen Beiträgen in dieser TN-Ausgabe. Da müssten aber die ,,Pinzgauer Nachrichten‘‘, die mitten drin im blutigen Wolf-Gemetzel stecken, wohl mindestens sechs Wolf-Seiten produziert haben. Fehlanzeige. Sie brachten gerade mal eine Viertelseite mehr zustande als die ,,Tennengauer Nachrichten‘‘ – insgesamt also zwei Wolf-Seiten. Die ,,Bezirksblätter Tennengau‘‘ zogen eine Woche später mit einem etwa halbseitigen Wolf-Beitrag nach.

Innerhalb von zwei Wochen tötete der Wolf im Pongau 20 Nutztiere wie Ziegen, Schafe, Widder und Lämmer. Daraufhin wurde zu einer Krisen-Sitzung nach Bad Vigaun auf den Hof des Schafzüchters und Herdenschutz-Spezialisten Georg Höllbacher geladen. An die 40 (!) Vertreter der vom Wolf betroffenen Gruppen waren geladen und auch die Presse. So mutierten Georg Höllbacher und seine prachtvollen italienischen Herdenschutzhunde zu Medienstars, die in der SN-Lokalbeilage ,,Aus Stadt und Land‘‘, in den ,,Tennengauer Nachrichten‘‘ und ,,Pinzgauer Nachrichten‘‘, aber nicht in den ,,Pongauer Nachrichten‘‘, großflächig abgebildet wurden. Ergebnis in Vigaun: Man wird in Zukunft mit dem Wolf leben müssen, da sein Schutz in der EU nicht auszuhebeln ist. Die gefährdeten Nutztiere können nur durch Zäune und Herdenhunde geschützt werden. Alarmstufe Rot ist durchaus angesagt, denn schon ist in den ,,Bezirksblättern Tennengau‘‘ die Rede von derzeit zwei Wölfen im Pongau, zu denen angeblich noch zwei weitere Exemplare stoßen könnten.

Der böse, böse Wolf trieb jedenfalls in den vergangenen Wochen die Schaf- und Ziegenbauern, die Jäger, die Politiker und die Tierschützer gleichermaßen vor sich her. Der Mensch, der den Mond eroberte und zahllose Glanzleistungen in den Bereichen Wissenschaft und Technik vollbrachte – er kapituliert vor einem geschützten Wolf im Pongau. Geradezu erbarmungswürdig ratlos. Da gibt es nur eines: das im Zusammenhang mit dem Wolf entstandene, hinterhältige Modewort ,,entnehmen‘‘ in die Tat umzusetzen. Es bedeutet schlicht und einfach niederknallen oder umbringen. Also unakzeptabel. Aber die elegantere und moralisch einwandfreie Variante besteht darin, den Wolf tatsächlich im Pongau zu ,,entnehmen‘‘ und in einem geeigneten Gebiet wieder freizulassen. Um das Tier zuverlässig einzufangen, dazu sind tausende spezialisierte Wolf-Ranger mit ihren Wolf-Panzern und Wolf-Hubschraubern erforderlich. Das Bundesheer wäre damit einigermaßen überfordert, also hat die EU einzugreifen. Das geschieht aber nur, wenn der Wolf eine militärische Bedrohung darstellt. Also gilt es diese glaubwürdig in Brüssel zu deponieren. Etwa so: Der österreichische Geheimdienst legt der EU professionell gestaltete Infrarot-Fotos vom Pongau-Wolf vor, die zeigen, dass ihm eine russische Mini-Atombombe implantiert wurde. Das internationale EU-Treibjagd-Halali auf den Wolf, bei dem sich sicher auch US-Präsident Trump beteiligen würde, ist damit eröffnet. Freunde, schon bald wären wir die Bestie los!

Böser Wolf hin oder her. Der größte und brutalste Fresser dieses Planeten war, bleibt und wird es immer sein – der Mensch. Vor ihm ist keine tierische oder pflanzliche Lebensform sicher. Von den Großtieren frisst er sich hin zu den Wildtieren, zu den gezüchteten Schlachttieren, zu den Fischen bis hinunter zu den widerwärtigsten Würmern und Insekten. Jene, denen dieses erschreckende Blutbad zuwider ist, bringen dafür hektarweise pflanzliches Leben um. Und stets ist sich der hochintelligente, mitleidlose Fresser genau dessen bewusst, welchen Fress-Horror er anrichtet. Und dokumentiert exakt, wieviel Tier- und Pflanzenarten er schon ausgerottet hat. Dagegen ist das Verhalten des vergleichsweise ,,wilden und unintelligenten‘‘ Wolfes geradezu als gesittet und moralisch einwandfrei einzustufen. Und noch etwas: Wenn ein Mensch das Filet eines Geißleins verschlungen hat und man schneidet seinen Bauch auf, so stößt man nur auf eine breiartige Masse. Verschlingt ein Wolf sechs Geißlein und man schneidet auch ihm den Bauch auf, dann hüpfen sie alle springlebendig wieder heraus. Dieser Tatbestand wurde schon in Grimms sensationeller Märchensammlung wissenschaftlich untermauert und dokumentiert!

Insgesamt also viel Aufregung um EINEN Wolf im Pongau. Von ganz anderer Qualität ist da schon der Exklusiv-Bericht im SALZSCHREIBER über ein ganzes Wolfsrudel in der Halleiner Altstadt, das immerhin ein halbes Dutzend Wolfsfellträger zählt. Mehr dazu hier in diesem Ressort SATIRE, derzeit gleich an 3. Stelle zu finden. – Die oben stehenden Fotos zeigen einen prächtigen Wolf sowie die Titelseiten-Anrisse der SN-Beilage ;;Aus Stadt und Land‘‘, der ,,Tennengauer Nachrichten‘‘, der ,,Pongauer Nachrichten‘‘ und der ,,Pinzgauer Nachrichten‘‘. Vier Zeitungen also, die alle am gleichen Tag dem Pongau-Wolf ihre Titelseiten-Schlagzeile widmeten. – (Odo Stierschneider. Foto 1: NABU Thüringen, Fotos 2 bis 6: OST).

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Jetzt, unter dem Druck der immer stärker aufkochenden Mittags-Temperaturen, schleppt sich alles zur weitum bekannten Eisfan-Pilgerstätte Gelat-OK im Zentrum der Halleiner Altstadt am Bayrhamerplatz oder unweit davon entfernt in die Thunstraße zum dort immer wieder belagerten Eistempel. Eis-Kreationen in unübersehbarer Fülle, davon zahlreiche von geradezu unheimlicher Dimension, sie sind die einzig wirksame Waffe gegen die sengende Hitze unseres Zentralgestirns, das immerhin 150 Millionen Kilometer von Hallein entfernt, dort draußen so vor sich hinköchelt.

Nachdem wir jetzt so plötzlich mitten in der Sonnen-Astronomie gelandet sind, gleich eine glühend heiße Frage: Wie groß ist eigentlich der größte, bislang entdeckte Sonnen-Stern im Universum? Halten Sie sich erst mal fest, falls Sie jetzt wirklich noch weiter lesen wollen. Denn wir nehmen jetzt nämlich an, die Erde mit ihren 12.000 Kilometern Durchmesser sei gerade 1 Millimeter groß. Dann misst unsere Sonne, die uns derzeit so viel des Guten tut, 12 Zentimeter im Durchmesser. Der größte Stern, Cassis Majoris, ein erschreckend monströses Sonnenkugel-Monster, hätte in diesem Größenvergleich einen Durchmesser von 206 Metern! Wir rekapitulieren: Erde 1 Millimeter, Sonne 12 Zentimeter, der Allergrößte 206 Meter! Damit Sie vom Größten aller Großen eine nähere Vorstellung bekommen, setzen Sie sich jetzt in Ihr Auto und starten los, um den Stern-Giganten mit umweltfreundlichen 100 (hundert) Stundenkilometern entlang seines Durchmessers zu durchqueren. Vergessen Sie nicht die Klimaanlage einzuschalten und ein paar üppige Eiskugeln aus Hallein sollten Sie auch gebunkert haben, denn es wird einigermaßen warm dort drinnen. Sie starten also los und schon nach 2.848 (zweitausend-achthundert-achtundvierzig) Jahren (!) sind Sie drüben angelangt. Im übrigen haben wir noch mal Glück gehabt, mit unserer winzigen 12-Zentimetert-Sonne (Durchmesser rund 1,4 Millionen Kilometer), die von der Erde rund 150 Millionen Kilometer (ca. 100 Sonnenscheiben) entfernt ist. Würde der (nicht immer) liebe Gott bei seinem täglichen Sternen-Murmelspiel quer durch‘s Universum, plötzlich an die Stelle unsrer Sonne das übergroße Stern-Monster hinknallen, dann wäre unsere Erde plötzlich mitten drin im besten Filetstück der atomaren Feuerhölle des Giganten und wäre im Nu verdampft. Mit ihr alle Planeten unseres Sonnensystems, denn die Oberfläche dieses größten bisher entdeckten Stern-Ungeheuers, würde mit seinem Durchmesser von 2 Milliarden und 400 Millionen Kilometern bis hinaus zur Umlaufbahn des Saturn reichen. Einfach unfassbar!

Wir aber kehren wieder zurück ins heimelige Hallein mit seinen Eisspezialitäten und abschließend noch rasch zu unseren Fotos. Das 1. Foto zeigt die Sonne, umgeben von aufglühendem Gewölk. Die beiden nächsten Fotos sind ein etwas verfrühter Vorgriff auf den kommenden Winter, aber Sie wissen ja – der nächste Winter kommt bestimmt! Das 2. Foto zeigt keine weiße Zitroneneis-Kugel sondern ein Detail vom verschneiten Gedenkgrab des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber vor dem Halleiner ,,Stille Nacht‘‘-Museum. Auf dem 3. Foto ebenfalls keine Eisspezialität sondern das schneebeladene Halleiner Zeiserl auf dem Zeiserlbrunnen. – (Odo Stierschneider. Foto 1: Astrolook, Foto 2 und Foto 3: OST).

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Einst war der Wolf in ganz Asien und Europa verbreitet. Doch das blutrünstigste Raubtier der Welt, der Mensch, hat wie bei hunderten anderen Tierarten, auch beim Wolf für dessen weitest gehende Ausrottung gesorgt. Nach dem Motto: Ein Wolf, ein Problem – kein Wolf, kein Problem. Der Wolf existiert heute nur noch in unzugänglichen Rückzugsgebieten, nur in vereinzelten Fällen verirrt er sich in die Jagdgründe des modernen Menschen. So wie gerade jetzt. Ein Wolf hält derzeit den Pinzgau fest im Griff seiner Fangzähne. Jäger, Bauern, Behörden und Medien kommen nicht mehr zur Ruhe. Wegen eines einzigen Wolfes! Da zeigen sich die Halleiner und Halleinerinnen aber schon bedeutend Wolf-resistenter. Schon im Mittelalter hielten sie im Dietrich-Stollen des Salzbergwerkes zahlreiche Wölfe gefangen, sodass schließlich der Wolf-Dietrich-Stollen daraus wurde. Gegenwärtig, während der gesamte Pinzgau hinter einem einzigen Wolf hinterherhechelt, sind in der Stadt Hallein nicht ein Wolf, auch nicht zwei Wölfe, erst recht nicht drei Wölfe, ebenso nicht vier Wölfe, natürlich auch nicht fünf Wölfe sondern tatsächlich sechs, also ein halbes Dutzend Wölfe angesiedelt! DER SALZSCHREIBER hat sie alle in ihren Wohnhöhlen ausgeforscht und kann nun exklusiv berichten: Jeweils ein Wolf ist in der Wichtlhuberstraße, einer in der Döttlstrasse, einer am Rechenweg, einer an der Steinhauser-Promenade und zwei sind am Griesplatz angesiedelt. Wie schön und wie erotisch: Drei der Halleiner Wölfe sind männlich, die anderen drei sind weiblich – es besteht also begründete Hoffnung, dass sich die Halleiner und Halleinerinnen schon bald über reichen Wolf-Nachwuchs freuen können! – (Odo Stierschneider. Foto: Wikipedia).

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Eine Hiobsbotschaft für alle auf Nikotingenuss gepolten Eltern – seit dem ersten 1. Mai 2018 ist das Rauchen im Auto im Beisein von Minderjährigen verboten. Doch jetzt gibt es eine gute Nachricht aus Hallein. Dank des neuen Kinder-Autodach-Sitzes ,,Best Two: Beste Luft, beste Aussicht‘‘ eines Halleiner Produzenten, können nikotinsüchtige Eltern jetzt im Auto ungehindert und mit gutem Gewissen ihre Leidenschaft für Lungenkrebs ausweiten, hegen und pflegen. Wie sich der Kinder-Autodach-Sitz ,,Best Two: Beste Luft, beste Aussicht‘‘ in der Praxis bewährt, erfahren wir bei einem kettenrauchenden Ehepaar in Hallein-Burgfried. Vor der Abfahrt ins Wochenende schnallt Mutter Larissa S. (19) ihr vor zweieinhalb Jahren geborenes, uneheliches Söhnchen mitsamt dem Kinder-Autodach-Sitz ,,Best Two: Beste Luft, beste Aussicht‘‘ oben an den Dachträgern ihres Autos fest.

TOLLE IDEE: MIT DEM KIND AUF DEM
AUTODACH DURCH DIE AUTO-WASCHANLAGE

Die junge Mutter findet, während sie sich eine Zigarette anzündet, nur lobende Worte für den neuen innovativen Kinder-Autodach-Sitz aus Hallein: „Dem Klanen taugt’s pur! Kaum samma auf da Autobann, hör i eam bei 130 fast goa nimmer plärrn. Und wann ma längare Zeit hinter an Lkw oda duach an Tunnl foahn, schloft’da oiwai ganz schnö ein, wegn da guadn frischn Luft!”, zeigt sich die passionierte Raucherin begeistert. Der grauhaarige Lebenspartner und Vater (64) kommt hinzu und erläutert dem SALZSCHREIBER: „Dem Kloan wird jo immer schlecht beim Autofoahn und oft scho nach der dritten Kuavn hot er sich angspiebn. Früher hot die Larissa dann den gonzn Nochmittog Auto putzen miassn. Hiazt loss i den G‘schroppn oafoch am Doch und foahr mit eam in die Waschanlog“, freut er sich über seine geniale Idee. Mittlerweile führt der innovative Kinder-Autodach-Sitz aus Hallein sogar zu einem Umdenken in der Bundesregierung. Obwohl erst seit wenigen Tage in Kraft, will FPÖ-Gesundheits-Ministerin Hartinger-Klein das Rauchverbot im Auto wieder kippen: „Wie man am Beispiel dieses innovativen Kinder-Autodach-Sitzes aus Hallein sieht, wird ohnehin kein einziges Kind mehr im Nikotin-Raucherqualm eines PKW sitzen müssen.‘‘ Die bestechende Idee eines Kinder-Autodach-Sitzes veranlasste sogar Österreichs einzige wirklich ernstzunehmende Zeitung, die in Wien erscheinende seriöse ,,Tagespresse‘‘, ein Blatt, das immer wieder mit exklusiven und einzigartigen Meldungen für Aufsehen sorgt, sich des Themas ,,Kinder-Autodach-Sitz‘‘ ausführlich anzunehmen. – (TP, OST. Foto: TP).

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Es spricht für den soliden finanziellen Unterbau der Stadt Hallein, dass sie nun versuchsweise die Fugen zwischen den schönen Straßen-Belagsplatten in der Altstadt mit Gold ausgießen lässt. (Siehe dazu die Nahaufnahme auf unserem Foto oben). Reines Gold ist einerseits hart genug, andererseits aber auch elastisch genug, so dass auch erhebliche Belastungen, wie sie durch Schwerfahrzuge aller Art entstehen, ohne negative Folgen bleiben. Damit wird das gesamte Straßennetz der Halleiner Altstadt, einschließlich der bisherigen Fußgängerzone, für den internationalen Schwerstverkehr, ohne jede Behinderung, ohne jede Beschränkung geöffnet. Die Goldverfugungen haben sich mittlerweile so gut bewährt, dass nun auch größere Vorhaben in Gold abgewickelt werden können. Das erste Projekt steht schon fest: Der geplante neue Salzach-Steg zur Pernerinsel beim Keltenmuseum wird zur Gänze aus massivem Gold hergestellt. Gold ist absolut korrosionsbeständig, so dass der neue Steg nie wieder kontrolliert, oder repariert, oder gar erneuert werden muss. Dadurch rechnet sich im Laufe der Zeit auch der erhöhte finanzielle Anfangs-Aufwand. Während in anderen Städten Stege und Brücken längstens nach 100 Jahren erneuert werden müssen, wird Hallein durch Einsparung dieser Erneuerungs-Investitionen künftig in Geld schwimmen. Vorsorglich ließ sich die Stadt Hallein die Idee des Brückenbaues in massivem Gold patentrechtlich international schützen. Brückenbauer aus New York, Peking, Moskau, London, Paris, Madrid und Wien signalisierten bereits im Halleiner Rathaus ihr großes Interesse am Brückenbau in purem Gold. – (Odo Stierschneider, Foto: OST)

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Alarm an der Halleiner Gesundheitsfront. Bei der Halleinerin H. H. wurden von geschockten Mitbewohnern eines Wohnblocks in Hallein-Süd schreckerregende, weil völlig ungewohnte Frühlingsgefühle wie ,,extrem gute Laune und herzliches Lachen‘‘ diagnostiziert. Die Betroffene konnte, trotz intensivster Gegenwehr, von der Halleiner Stadtpolizei in Gewahrsam genommen und vom Notarzt mit Gegen-Antidepressiva-Hämmern stabilisiert werden, bevor sie in die geschlossene Abteilung des Halleiner Landeskrankenhauses eingeliefert wurde. Im Krankenhaus folgte die Schreckens-Diagnose ,,virus mulithumorensis‘‘, ein völlig neuer Krankheitserreger (1. Foto oben), dessen Existenz bisher völlig unbekannt war. Die Mitbewohner des Wohnblocks befinden sich alle auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Hallein in Quarantäne. Wie unsere geheim aufgenommenen Fotos oben zeigen, wurden sie alle von Frau H. H. angesteckt. Alle lachen unentwegt und sind bester Laune.

Dem SALZSCHREIBER gelang es, zu den infizierten Opfern vorzudringen und Gesprächs-Kontakt aufzunehmen: ,,Die Frau hat bisher völlig unauffällig ihren ständigen Grant vor sich hergetragen und hat noch nie einen Mitbewohner gegrüßt, eben ganz normal halt,‘‘ betonte eine Mitbewohnerin, die mit ihren 47 Jahren bislang noch nie einer gut gelaunten Person begegnet ist. Ungeklärt ist zur Stunde noch, wo sich Frau H. H. ihre für das familiäre Umfeld natürlich extrem belastende Erkrankung geholt hat. In der internationalen Forschung dominierte bisher die Ansicht, dass die DNA der Halleiner, aufgrund ihrer Jahrhunderte langen, salzsauren Vergangenheit, gegen freudige Frühlingsgefühle völlig immun sei. Doch den behandelnden Ärzten zufolge zeigt Frau H. H. bisher keine Anzeichen der Besserung: ,,Sie sagt immer noch, völlig unbelehrbar, erschreckende Sätze wie ,,Ich fühle mich gut‘‘ oder ,,Das Leben ist schön!‘‘ Dennoch hofften die Mediziner bis vor kurzem, Frau H.H. aus ihrer Parallelwelt zu retten und ihr wieder zu gesundem Depressions-Grant verhelfen zu können. Doch seit gestern, seit es erstmals Fotos vom Virus Mulithumorensis gibt, geben sich die Weißkittel geschlagen: ,,Gegenüber einem derartigen Virus-Ungeheuer hat auch die moderne Medizin keine Chance. Wir können Frau H. H. einfach nicht von ihrer guten Laune befreien!‘‘ Bessert sich die störende und Ärgernis erregende, gute Laune von Frau H. H. auch weiterhin nicht von selbst, werden im Krankenhaus Hallein auch brachiale Methoden angedacht: Der lachende Mund könnte mit einem Vorhängeschloss außer Gefecht gesetzt werden, siehe letztes Foto oben. – (OST, WTZ. Fotos: Wikipedia, Adobe Stock, Dreamsline).

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Schockierende Erkenntnis nach dem Osterfest am 1. April 2018. Alle Geschäfte in Hallein, die mit Oster-Produkten, Oster-Waren und Oster-Erzeugnissen auf Kunden warteten, wurden bitter enttäuscht.
Denn 100 Prozent der Bevölkerung waren der Meinung, dass Ostern heuer nur ein Aprilscherz wäre. Die sicher scheinende Blamage, etwa beim Kauf eines Oster-Eies nur dröhnendes Hohngelächter zu ernten, hielt praktisch alle Kunden in Hallein davon ab, irgendetwas zu erwerben, das mit Ostern in Zusammenhang gebracht hätte werden können. Im familiären Bereich spielten sich erschütternde Tragödien ab, wenn die Kinder verzweifelt Wohnung und Garten nach Oster-Gaben durchsuchten und jeweils nur leere Oster-Nestchen oder leere Strohkörbchen (dazu unsere Fotos oben) zutage förderten. Wilden Triumph verspürten lediglich die Mütter und Väter, welche die solcherart eingesparten Euros zärtlich in ihren Geldbörsen streichelten.


Wurde also heuer das Ostergeschäft in Hallein sinnbildlich vom Kotbach in die Salzach gespült? Keineswegs. Denn die so hinterhältig um Oster-Geschenke geprellte Jugend schlägt nun beinhart zurück. Der sechsjährige Computer-Freak Hansi Schlauberger, wohnhaft am Halleiner Bayrhamerplatz, legte sich am Computer des Vaters ins Zeug und erkämpfte sich erfolgreich den Zugang zum WLAN-Router. Damit konnte der Kleine das Passwort des Computers seines Vaters verändern. Nun fordert er von seinem Vater 300 Kilo Schokolade als Lösegeld. Und der Kleinkind-Triumph geht noch weiter. Hansi machte seine Anleitung, wie man Passwörter von Computern ändern kann, in Google, Facebook und Twitter publik. Damit droht der internationale Zusammenbruch aller Computer-Systeme. Hansi, dessen Anhängerzahl im Netz bereits die Millionengrenze gesprengt hat, lässig und ungerührt zum SALZSCHREIBER: ,,Wer zuletzt lacht, lacht am besten!‘‘ Und (nicht nur) die Halleiner Geschäftswelt triumphiert. Sie kommt nun nicht mehr nach, um den Bestellungen der erpressten Väter nach Süßigkeiten, Spielsachen, Computer-Anlagen, Sportgeräten, Mopeds und Motorrädern nachzukommen. Gestern wurde sogar der erste Autokauf durch einen erpressten Vater bekannt… – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Stadtpolizei Hallein wird nachhaltig aufgerüstet. Künftig werden die Kontrollgänge durch die Stadt nicht mehr zu Fuß, sondern hoch zu Ross in Form von Kontrollritten absolviert. Was in der Bundeshauptstadt Wien noch angedacht wird, findet in Hallein bereits statt. Denn Polizeibeamte, die hoch zu Ross erscheinen, genießen automatisch mehr Autorität als ihre Kollegen, die zu Fuß unterwegs sind. Im Vorfeld gab es intensive Überlegungen, wie das schöne Halleiner Altstadtpflaster vor den Hufeisenschlägen der Vierbeiner geschützt werden könnte. (Man erinnert sich an die jahrelange, ergebnislose Diskussion zum gleichen Thema in der Stadt Salzburg und an die erheblichen Schäden an deren Altstadt-Pflasterplatten.) Schließlich wurde in Hallein die glorreiche Idee geboren, Ross und Reiter bzw. Reiterin auf einen fahrbaren Untersatz zu stellen. Erste Versuche ergaben jedoch, dass ein Pferd nicht allzu lange auf dem Räder-Podest festgehalten werden kann. So entschloss man sich im Halleiner Rathaus, in der Holzfachschule ein Holzpferd anfertigen zu lassen (Foto oben), mit dem es keinerlei Probleme gibt.

Weder zeigt es störrisches Verhalten, noch benötigt es irgendwelche Nahrung, womit auch die doch recht störende Produktion von Pferdeäpfeln beim lebenden Pferd unterbleibt. Bei wilden Schießereien geraten lebende Pferde immer wieder in Panik, während Holzpferde völlig cool bleiben. Derart positive Fakten vereinfachen die Haltung eines Holzpferdes gegenüber einem natürlichen Artgenossen ganz entscheidend. Polizei-Kontrollgänge erfolgen bei publikumsstarken Veranstaltungen in der Stadt stets zu zweit. In Zukunft wird ein Polizist das Holzpferd, auf dem ein Kollege oder eine Kollegin sitzt, mit der Zügel hinter sich herziehen. Geht es bergab, etwa vom Hohen Markt durch die Fußgängerzone hinunter zum Unteren Markt, kann der Reiter eine Bremse betätigen. Geht es umgekehrt die gleiche Strecke bergauf, dann steigt der Reiter bzw. die Reiterin ab und hilft dem Kollegen bzw. der Kollegin beim Schieben des Pferdes. So war es bisher angedacht.

Doch nun wird alles ganz anders: Aufgrund des durchschlagenden Erfolges – Ross und Reiter bzw. Reiterin wurden bei Test-Ausritten immer wieder von Passanten mit großem Applaus begrüßt – beschloss die Halleiner Gemeindevertretung in ihrer letzte Sitzung, nun für jedes Mitglied der Stadtpolizei einen hölzernen Vierbeiner der technisch extrem hochgerüsteten 2. Generation anzuschaffen. Denn: Wenn nun alle Polizisten und Polizistinnen mit ihren Holzpferden unterwegs sind, dann gibt es keine Helfer mehr beim Bergauf-Ritt. Doch dafür wurde vorgesorgt. Jedes der vier Räder wird nun durch einen umweltfreundlichen Elektromotor angetrieben. Bei dringenden Einsatzritten werden die Pferdeaugen zu blinkenden Blaulicht-Scheinwerfern. Lautsprecher in den Nüstern der Holzpferde lassen regelmäßig ein kräftiges Wiehern hören. Sollte es zur Verfolgung von Kriminellen auf der Autobahn kommen, wird ein 1.000 PS starkes Aggregat im Inneren des Holzpferdes zugeschaltet, welches Pferd und Reiter aus dem Stand innerhalb weniger Hundertstel Sekunden auf exakt 299,99 Stundenkilometer beschleunigt. Bei Gegenwind. Denn bei Rückenwind sind es sogar 301,99 Stundenkilometer. Wir sind uns also einig: Fliegen ist auch nicht viel schneller. Deshalb wird auch in Zukunft die Stadt Hallein keine Kampfhubschrauber sondern immer wieder nur Holzpferde anschaffen. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Während im benachbarten Deutschland heiß über Fahrverbote von Dieselautos in den Städten diskutiert wird, geht die Stadt Hallein einen völlig anderen, geradezu revolutionären Weg. In der nächsten öffentlichen Sitzung der Stadtgemeinde-Vertretung am Donnerstag, 22. März 2018, soll eine Verordnung beschlossen werden, die den Lokal-Besuch in der Stadt Hallein mit Dieselfahrzeugen ausdrücklich begrüßt und in allen Lokalen der Stadt Hallein erlaubt. Wie eine Umfrage des SALZSCHREIBER ergab, steht jetzt schon fest, dass die Präsenz von Dieselfahrzeugen in den Lokalen der Stadt von allen politischen Fraktionen der Stadtgemeinde-Vertretung ohne Ausnahme gutgeheißen wird.

 

,,Die widerwärtige Diskriminierung von Dieselfahrzeug-Besitzern, die bisher vor den Lokalen parken mussten, findet in Hallein schon bald ihr Ende‘‘, tönt es aus der mächtigen ÖVP-Fraktion. ,,Ab sofort werden Dieselfahrer nicht mehr vor die Lokal-Tür verbannt, wenn sie im Restaurant mal kurz ihren Motor starten wollen,‘‘ bestätigt die SPÖ-Fraktion. ,,Menschen mit Lungenproblemen oder Schwangere können ja zu Hause bleiben“, ergänzt die Fraktion der Grünen. ,,Dieselautos gehören ebenso zur österreichischen Kultur wie das Rauchen, häusliche Gewalt oder Fremdenhass,‘‘ weiß man in der FPÖ-Fraktion. Die NEOS schließlich argumentierten folgendermaßen: ,,Dieselfahrzeuge in den Lokalen unserer Stadt belasten künftig zweifellos massiv die Luftqualität für kommende Generationen. Aber: Warum sollen wir an die künftigen Generationen denken? Haben die künftigen Generationen denn schon jemals irgendetwas für uns getan?‘‘

Halleins ehemaliger Bürgermeister und jetziger Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, der schon in Hallein die auch international vielbeachteten Initiativen ,,Nichtrauchen verboten‘‘ und ,,Hallein raucht freiwillig‘‘ startete, (Bericht dazu im SALZSCHREIBER-Ressort SATIRE) zeigt sich von der Aktion ,,Dieselfahrzeuge in allen Lokalen der Stadt Hallein‘‘ sichtlich begeistert und kündigte seine ganz persönliche Unterstützung an: ,,Es geht mir darum, das, angesichts der in Deutschland angedrohten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge angeschlagene Selbstbewusstsein aller Dieselfahrer in unserem schönen Bundesland wieder herzustellen. Die Stadt Hallein ist hier auf dem richtigen Weg, ich hoffe, dass schon bald sämtliche Gemeinden unseres Bundeslandes dem vorbildlichen Beispiel Halleins folgen werden!‘‘ – Wie unser Foto zeigt, entstehen auch dann keine Probleme, wenn künftig mehrere Dieselfahrzeuge im Inneren eines kleinerem Lokals dem Servicepersonal den Weg verstellen. Dann wird eben der Weg durch das Dieselfahrzeug gewählt oder einfach aus diesem heraus serviert. – (Odo Stierschneider, Marschal, Jergitsch. Foto: DTP).

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Die erbitterten, monatelangen Konfrontationen um eine Raucher-Regelung in Halleiner Lokalen haben ein überraschend brutales Ende gefunden. Die Gemeindevertretung der Stadt Hallein einigte sich in ihrer jüngsten Sitzung auf ein Nichtraucher-Verbot für Gastronomie-Betriebe ab 1. Mai 2018. Damit müssen künftig alle Nichtraucher im Gemeindegebiet von Hallein jede Lokalität verlassen, in der sie nicht rauchen wollen. Damit werden nun endlich die Raucher unter den Gästen sowie die Raucher unter dem Service-Personal vor den dramatischen Gesundheits-Risiken des unfreiwilligen Passiv-Nichtrauchens geschützt. Ein entsprechender Groß-Aufkleber ,,Nichtrauchen verboten‘‘ im Format von etwa 2 Metern Länge und 1 Meter Höhe geht an alle Halleiner Lokale zu. Die Aufkleber (Foto 1 unterer Teil) sind an für alle Gäste sichtbarere Stelle anzubringen.

 

„Diese Lösung ist ein fairer Kompromiss“, freut sich der ehemalige Halleiner Bürgermeister und jetzige Gesundheitsreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. ,,Es wäre aber auch wohl nicht zu viel verlangt, dass Nichtraucher für drei Minuten vor die Tür gehen, wenn sie schnell mal keine Zigarette rauchen wollen.‘‘ Jedes Lokal in Hallein bekommt von ihm gratis den 2 Meter langen und 1 Meter hohen Aufkleber ,,Hallein raucht freiwillig!‘‘ zugesandt. (Foto 1 oberer Teil). Stöckl hofft, dass sich alle Salzburger Gemeinden dieser vorbildlichen Halleiner Initiative anschließen. Hochstimmung herrscht jetzt natürlich unter allen Rauchern, die gerade in jüngster Zeit wegen ihrer Sturheit und Uneinsichtigkeit gegenüber den Gefahren des Nikotinkonsums massiv unter Druck geraten waren. Auch die kettenrauchende Schuljugend fasst wieder neuen Lebensmut. ,,Ich wollte schon, wie Sie oben auf meinem Selfie-Foto erkennen können, deprimiert das Rauchen aufgeben‘‘ zeigt sich die frühreife Gymnasium-Erstklasslerin Blondi Schwarzhaar schockiert, ,,doch jetzt habe ich den Inhalt meiner Schultasche in die Salzach gekippt, damit mehr Platz da ist für meine Zigarettenpackungen und meine Nagellack-Fläschchen‘‘, meinte Blondi sichtlich erleichtert gegenüber dem SALZSCHREIBER. – (Odo Stierschneider, Jergitsch, Huber. Foto 1: OST, Foto 2: Salzburger Landeskorrespondenz).

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Alle vier, direkt rund um den Halleiner Bayrhamer-Platz angesiedelten Gastro-Betriebe Kelten-Restaurant, Hotel Intercontinental Hallein, Salinen-Stüberl und Hotel Sheraton Hallein, sind in der warmen Jahreszeit mit einer Schirm-Bar auf dem Bayrhamer-Platz vertreten und sorgen hier für eine gastfreundliche Atmosphäre. In den kalten Monaten, in denen eine Bewirtung im Freien unmöglich ist, werden die Gastro-Gerätschaften zusammengepackt und in einem Container, direkt vor dem jeweiligen Gastro-Betrieb auf dem Bayrhamer-Platz abgestellt. Diese vier großräumigen Behälter (Fotos oben) verhindern mittlerweile ein freies Begehen des so schön mit neuen Pflastersteinen versehenen Bayrhamer-Platzes, womit auch noch die wichtigste körperliche Bewegungsmöglichkeit der Halleiner auf alarmierende Weise eingeschränkt wurde.

Im Sommer sind es die Tische und Stühle der vier Lokale, im Winter die vier überdimensionierten Container, die das Halleiner Stadtbild im Stadtzentrum gestalten. Zusätzlich wurde (letztes Foto oben) auf dem Bayrhamer-Platz eine überdimensionale Strom-Zapfsäule (Fachausdruck: Strom-Melkkuh) hochgezogen, um die vier Container bei Niedrig-Temperaturen mit kuscheliger Wärme zu versorgen. Wo bleiben eigentlich die Proteste und das Einschreiten der Stadt Hallein, der Gemeindevertretung, des Tourismusverbandes, der Stadtpolizei, des Denkmalamtes, der Ortsbild-Schutzkommission, der lokalen Medien und der Bewohner rund um den total verstellten Bayrhamer-Platz? Gerüchte sprechen davon, dass sich weitere vier Gastro-Betriebe am Bayrhamer-Platz ansiedeln wollen. Werden sie dann ihre Container auf dem Bayrhamer-Platz übereinander stapeln? Alles ist möglich!

UNBEDINGT ERFORDERLICHE
STATEMENTS ZU UNSEREN FOTOS
FOTOS 1 bis 4:
Die vier massiven Container stellen einen schwerwiegenden Stilbruch zu den Altstadt-Gebäuden rund um den Bayrhamer-Platz dar. Sie passen zwar vor eines der mittlerweile berüchtigten, modernen Schuhschachtel-Bauwerke ohne Dachstuhl, aber nicht in die jahrhundertealte Kulisse der historischen Bauten rund um den Bayrhamer-Platz. Auf dem 4. Foto schockiert ein zu dramatischen Folgen führendes Detail: Links im Bild, neben einem der vier Container, wurden mittlerweile zusätzlich drei große Bierfässer und drei vergammelte Tische mit total verrostetem Gestell und schäbigen Holzplatten abgestellt. Wenn sich dieses Treiben fortsetzt, werden nicht nur die drei anderen Gastro-Häuser ihre unbrauchbaren Gerätschaften hier ablagern, sondern alsbald wird der Bayrhamer-Platz zum Müll-Endlager für alle Halleiner werden. Halleins neuer Werbeslogan lautet daher: ,,Kommen Sie und genießen Sie Österreichs einzigen mit Natursteinpflaster ausgelegter Abfallplatz, mitten in einem Stadtzentrum!‘‘ FOTO 5: Halleins erste Strom-Melkkuh signalisiert den – verspäteten – Aufbruch Halleins in ein neues Energie-Zeitalter. Anderswo ist man freilich schon ein deutliches Stück weiter: Paris 76,863.451 Strom-Melkkühe, New York 123,,989,502.774 Strom-Melkkühe, Peking 999,,,,,999,,,,999,,,999,,999,999.999 Strom-Melkkühe. Diese werden künftig nicht nur Container auf öffentlichen Plätzen in historischen Stadtzentren beheizen, ihnen steht mit den kommenden E-Kinderwagen, E-Autos, E-Hubschraubern und E-Weltraum-Raketen eine massenhafte Zukunft bevor. Ästheten unter den Astronomen warnen bereits: Künftig wird der Planet Erde, etwa vom Mond betrachtet, aussehen wie eine stachelige Kugel, denn auch die Meere werden künftig von massenhaft schwimmenden Strom-Melkkühen bedeckt sein. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die Situation ist klar. Da steht ein Gebäude am wichtigsten Platz der Bezirkshauptstadt Hallein. Verrottet und verwahrlost. Stellenweise richtig unappetitlich. Ein Vater brüllt seine kleine Tochter an, weil sie spielerisch ihre Hand auf die Fassade des Schreckens-Objektes legt. Zwei Halleiner sitzen auf einer nahegelegenen Sitzbank und diskutieren, wie lange es noch dauert, bis ein behördlicher Instandsetzungs-Auftrag dieser beklemmenden Schäbigkeit ein Ende setzt. Die Zeit wäre längst reif dafür. Es ist jedenfalls erstaunlich, wie lange man im Zentrum der Stadt Hallein, an so prominenter Stelle, ein renovierungsbedürftiges Gebäude verfallen lassen kann. Dass weder eine Gemeindevertreterin noch ein Gemeindevertreter, dass weder die Baubehörde noch die Polizei hier eingreifen ist absolut unverständlich. Heuer kommen im Rahmen des ,,Stille-Nacht‘‘-Jubiläums das ganze Jahr über mehr Besucher als sonst nach Hallein und berichten schließlich zu Hause über das Schreckens-Gebäude in Hallein. Solches ist sicher besonders förderlich für das Ansehen der Stadt. Ein Skandal ist absehbar, wenn nicht bald schon der Fußgängerweg entlang der beiden Eck-Fassaden gesperrt wird. Spätestens dann ist nämlich der Teufel los, wenn nur ein kleines Stück aus der Fassade oder aus einem schadhaften Fensterstock herabfällt und das Auge eines Kleinkindes in einem Kinderwagen trifft. Vielleicht lösen so beklemmende Visionen doch noch ein rechtzeitiges Einschreiten der Behörden gegen so unglaublichen Horror aus. Noch ein zweiter triftiger Grund sollte die Behörden alarmieren. Der durch Erosion erheblich abgearbeitete Sockel ist bereits stellenweise mit dichtem Grün überwachsen. Wenn darin unverhofft geschützten Pflanzen wie Kuhschelle, Edelweiß oder Frauenschuh entdeckte werden, wenn hier seltene
Tiere wie Silber-Molche, Gold-Salamander und Saphir-Quallen gesichtet werden, dann wird das stellenweise furchterregende Gebäude Schutzgebiet und für immer unantastbar. Oh Gott!

ZU UNSEREN ABBILDUNGEN
FOTO 1:
Diese total vergammelte Hinweistafel auf eine ,,Arzt-Ausfahrt‘‘ sollte von der Ärztekammer als strahlendes Vorbild für alle Medizinmänner angekauft werden. Oder doch besser als abschreckendes Beispiel? FOTO 2: Zu all den fragwürdigen Sehenswürdigkeiten rund um das ,,Frank-Haus‘‘ zählt nun auch diese Karre ohne Kennzeichen. Das lässt Schlimmes ahnen: hier ist wohl ein langzeitliches Dauer-Parkmanöver im Gange. Ein Glücksfall, dass der hier anschließende Bayrhamerplatz rundum von der Stadt Hallein neu gepflastert wurde. Da kommt das vierrädrige Trumm gleich noch viel besser zur Geltung! Besonders stilvoll und elegant wirkt natürlich die brutale Holzabsperrung. Ein Wahnsinn mitten in der Stadt! FOTO 3: Wenige Meter neben der zutiefst beeindruckenden ,,Arzt-Ausfahrt‘‘ gammelt eine vom Rost bereits durchlöcherte Eisentür vor sich hin. FOTOS 4 bis 7: Wahrlich sehenswerte Details an der Thunstraßen-Fassade des Frank-Gebäudes. FOTO 8: Sehr spezieller Bodenschmuck vor einem in die Fassade hinein versetzten Eingang. FOTO 9: Atemberaubende und wildromantische Details an der Fassade. FOTO 10: Der Gebäude-Sockel war einst verputzt. Davon sind nach jahrzehntelanger ungestörter Erosion nur noch einzelne, kleine Inseln übriggeblieben. FOTO 11: An dem verschmierten Postkasten sind die Besitzer des Frank-Hauses sicher nicht schuld. Aber es könnte sein, dass der einst neue, strahlend gelb leuchtende Postkasten von den Schmierfinken als Fremdkörper an der schäbigen Hausfassade angesehen wurde… – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Bislang war es doch immer nur das Gleiche: Wenn zwischen Weihnachten und Neujahr überfallsartig eine Sitzung der Halleiner Gemeindevertretung angeordnet wurde, dann kam dabei nichts Gutes für die Halleiner heraus. So geschah es auch diesmal. Denn niemand war bereit, den Sitzungssaal vorsorglich unter Wasser zu setzen, um jede Beschlussfassung zu verhindern. Zwangsläufig nahm das Verhängnis also seinen Lauf. Ergebnis: Hallein wird sich künftig an Schweden orientieren. Dort will man im Gefolge der weltweit hochschwappenden #yes.please.me.too#-Affären die Männer auf besonders infame Art an die Leine legen. Es soll ihnen – lebenslang! – Sex mit der Ehefrau oder Freundin nur noch dann erlaubt sein, wenn sie zuvor über eine, schriftlich von der Partnerin abgefassten und mit Unterschrift bestätigten Einverständnis-Erklärung verfügen. Die Halleiner Gemeindevertretung ging jedoch noch einen Schritt weiter. Sie verlangt, im Sinne der Gleichberechtigung, dass nun auch Frauen im Bedarfsfall bei den Männern um eine schriftliche Zustimmungs-Bestätigung vorstellig werden müssen. Merke: Sex ohne schriftliches gegenseitiges Einverständnis heißt in Hallein künftig schlicht und einfach: Vergewaltigung!

Die weltweit losbrechenden Anklagen gegen sexuelle Übergriffe haben in den nördlichen Ländern Europas hohe Wellen geschlagen. Besonders in Schweden, wo die sich explizit als ,,feministisch‘‘ bezeichnende rot-grüne Regierung die Gesetze bezüglich Sex-Delikte radikal verschärfte. So soll künftig ausdrücklich um Erlaubnis für Sex ersucht werden – und diese muss auch ausdrücklich erteilt worden sein. Juristen raten dringend, diese Einverständnis-Bezeugungen schriftlich abzufassen, um bei etwaigen späteren Beschuldigungen kein Verfahren wegen Vergewaltigung zu riskieren. ,,Die Botschaft ist einfach‘‘, erklärte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven in seiner Weihnachts-Rede: ,,Du musst Dich bei der Person, mit der Du Sex willst, erkundigen, ob sie Sex auch tatsächlich will. Denn Sex muss freiwillig sein. Ist er es nicht, dann ist er illegal.‘‘ Die Pflicht zur Erlaubnis-Einholung gilt flächendeckend: Für Heterosexuelle, für Homosexuelle, für Lesbische, für Befreundete und für Verheiratete. Dieses Einverständnis-Gesetz, hinter dem alle schwedischen Parlaments-Parteien stehen, soll im Somme 2018 beschlossen werden und wäre weltweit das erste Gesetz dieser Art.

Die Begeisterung im Halleiner Rathaus für die fortschrittliche Staatspolitik der Schweden ist allgemein bekannt. Doch man will in Hallein die schwedischen Vorgaben noch entscheidend perfektionieren. So sollen zum Schutz vor kommenden Sex-Streitfällen künftig in Hallein sexwillige Paare vorsorglich gegenseitig die schriftlichen Einverständnis-Bezeugungen austauschen müssen. Es genügt nicht nur das Einverständnis schriftlich zu überreichen, denn alle wichtigen Angaben wie Datum, Namen, Alter, Adresse, Uhrzeit, geschätzte Dauer, Art, Intensität, Ort des Sex-Ereignisses und Unterschrift sind von den Sex-Partner schon im Vorhinein gewissenhaft festzuhalten und müssen sich gegenseitig ausgehändigt werden. In der Hitze des Sex-Vorgeplänkels kann es jederzeit passieren, dass einer der oben aufgezählten und absolut notwendigen Punkte nicht angeführt wird, was sofort mit einem Verfahren wegen Vergewaltigung führen würde.

Deshalb liegen nun im Halleiner Rathaus vorsorglich amtlich vorgedruckte Formulare auf. Für einen symbolträchtigen aber gesalzenen Unkostenbeitrag von 36 (sex mal sex!) Euro gegen Altersnachweis. Ein Formulare-Paar gilt jeweils für nur eine einzige erotische Abhandlung. Wiederholungs-Täter und Wiederholungs-Täterinnen benötigen für jeden neuen Anlauf ein neues, vollständig ausgefülltes Einverständnis-Formular. Das kann unter Umständen ganz schön die Geldbörsen leeräumen. Deshalb ist es unverständlich, dass Großabnehmer bzw. Großabnehmerinnen keinen Mengenrabatt erhalten. Bei der lebhaften Diskussion in der Halleiner Gemeindevertretung wurde aber doch Skepsis hinsichtlich der erheblichen finanziellen Belastung durch das amtliche Erlaubnis-Formular geäußert. Dies gelte besonders für künftig jahrzehntelang verheiratete Ehepaare. Denn bei 1 x täglichem Sex wäre eine zusätzliche Belastung von 2 x 36 Euro (einmal für Sie, einmal für Ihn), also 76 Euro insgesamt, doch einigermaßen beträchtlich und ergibt einen Betrag von über 27.000 Euro im Jahr. Angenommen, die Hälfte der Halleiner Bevölkerung (insgesamt mehr als 20.000) agiert in einer intensiven Sex-Beziehung, so räumt die Stadtgemeinde Hallein künftig jährlich zusätzlich 270 Millionen Sex-Euros ab. Nur zum Vergleich: Derzeit beträgt das Gesamt-Budget der Stadt Hallein für 2018 75 Millionen Euro. – (André Anwar / Die Presse / SN, Odo Stierschneider. Foto: Getty Images).

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Während die international heftig angefeindete Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump den Nahen Osten in Aufruhr versetzt, (und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nun ebenfalls die Verlegung der österreichischen Botschaft nach Jerusalem fordert), sorgte der Chef des Weißen Hauses bereits für den nächsten Paukenschlag. In einer Pressekonferenz im Sportstadion von Washington, vor nahezu 80.000 Journalisten, erklärte der US-Präsident, er werde ab sofort nur noch Hallein als Hauptstadt des Bundeslandes Salzburg anerkennen. Und nicht nur das. Doch alles schön der Reihe nach.

Die Begründung des dynamischen US-Präsidenten ist klar und einleuchtend. ,,Wer hat denn die Stadt Salzburg eigentlich aufgebaut?‘‘ fragte er die atemlos zuhörenden Journalisten. ,,Ich werde es Ihnen sagen: Es waren 800 Jahre lang die Halleiner Bergleute im Salzbergwerk Dürrnberg, die Halleiner Salinenarbeiter in der Halleiner Altstadt und die Halleiner Salzschiffer auf der Salzach. Sie alle haben zu Schandlöhnen für die Salzburger Erzbischöfe geschuftet, die aus dem Erlös des Salzverkaufes einzig und allein ihre Residenzstadt Salzburg mit Pracht und Prunk ausgestattet haben. Ohne Salz aus Hallein gäbe es keine so riesige Festung Hohensalzburg, keinen so großen Dom, weder Mirabell-Schloss noch Mirabell-Garten, kein Lustschloss Hellbrunn mit seiner großzügigen Parkanlage und wesentlich weniger und nicht so schöne Kirchen in der Stadt Salzburg. Auf allen Objekten, die ich hier aufgezählt habe, müsste eigentlich Hallein draufstehen!‘‘

PRÄSIDENT TRUMP WILL VON HALLEIN AUS
UNSEREN GESAMTEN PLANETEN REGIEREN

In vertraulichen Gesprächen mit den beiden Journalisten, die ihm besonders nahestehen, ging der ehrgeizige Präsident sogar noch einen Schritt weiter. ,,Ich plane bereits, Hallein als die Österreichische Bundes-Hauptstadt anzuerkennen! Wir werden deshalb die US-Botschaft von Wien nach Hallein verlegen!‘‘ In Hallein stoßen diese Aussagen natürlich auf einhellige Begeisterung. Als Reaktion darauf werden im künftigen Bundeskanzleramt (früher Rathaus) bereits weitreichende Maßnahmen gesetzt. Die gesamte Halleiner Altstadt wird abgerissen, um Platz zu schaffen für eine Kopie des ,,Weißen Hauses‘‘, Regierungssitz der USA in Washington. Nachdem der vorausschauende US-Präsident aber künftig von Hallein aus nicht nur Österreich und die USA, sondern auch die EU, Asien und Afrika, schlussendlich sogar den gesamten Planeten Erde (künftig von den Astronomen als ,,Trump-Star‘‘ bezeichnet) regieren will, soll das ,,Weiße Haus‘‘ in Hallein doppelt so groß werden wie das Original in Washington. Details dazu zeigen unsere oben stehenden Fotos. Die Dimensionen des Objektes werden sowohl in Länge, als auch in Breite, Tiefe und Höhe doppelt so groß sein wie das international berühmte Original in Washington.

ALLES IN REHHOF UND RIF WIRD ABGERISSEN,
DAFÜR KOMMT EINE GROSSE KREML-KOPIE

Natürlich war Donald Trump längst schon unter falschem Namen und mit tiefschwarzer Perücke in Hallein, um sich persönlich einen Eindruck von der Stadt zu verschaffen. Der SALZSCHREIBER informierte rechtzeitig Star-Konditor Gerd Braun und so konnten dem begeisterten Donald Trump 1 Mozart-Kugel und 1.000 Donald-Trump-Kugeln überreicht werden. Der weichherzige US-Präsident begann allerdings bitterlich zu weinen, als er vor dem reichlich dürftigen Gruber-Leergrab mit der falschen Metall-Inschrift (siehe SALZSCHREIBER-Ressort Kultur) stand. Spontan beschloss er die Errichtung einer Gruber-Statue vor seinem künftigen Regierungssitz in Hallein. Die Gruber-Statue muss, so Donald Trump, mindestens eineinhalb mal so hoch sein wie der Stephansturm in Wien. Noch eine Kleinigkeit soll nicht unerwähnt bleiben. Um Donald Trumps Intim-Freund, Russland-Chef Putin, ruhigzustellen, werden auch alle Bauwerke im Bereich von Rehhof und Rif abgerissen und eingeebnet. Auf dieser neu geschaffenen Baufläche soll eine vergrößerte Kopie des Kreml entstehen, in der Putin künftig jederzeit Urlaub machen kann. So wird Hallein künftig auch zum großen Symbol der friedlichen Ko-Existenz unterschiedlicher politischer Systeme auf unserem Planet ,,Trump-Star‘‘. – (OST. Fotos: White House).

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Die in Kupfer getriebene Inschrift auf dem schlichten Grabkreuz ist erfreulicher Weise nur noch schwer zu entziffern: ,,Hier ruhet Herr Franz X. Gruber, Stadtpfarrchorregent allhier.‘‘ (Siehe Schand-Foto oben). Das ist schlicht und einfach eine Lüge. Als der Friedhof rund um die Stadtpfarrkirche aufgelassen wurde, da wurde auch das Grab Franz Xaver Grubers eingeebnet – und auch gleich vergessen. Gerüchteweise hieß es immer wieder, das Grab des Komponisten habe sich in der Nähe seines Wohnhauses befunden – ein Beweis dafür wurde bis heute nicht erbracht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Nähe des Hauseinganges zu Grubers Wohn- und Sterbehaus eine bescheidene, von Natursteinen eingerahmte Grabstätte errichtet. Ein sogenanntes Kenotaph – denn die Grabstätte war leer.

Die Grabstätte blieb selbstverständlich auch weiterhin leer. Auch als man sich 1936 dazu entschloss, die allzu einfache Erinnerungsstätte neu zu gestalten. Denn das Weihnachtslied ,,Stille Nacht‘‘ begann, über Ländergrenzen und Meere hinweg, seinen Siegeszug anzutreten. Ein schlichtes Grabkreuz mit kleiner, sachlich völlig falscher Metallinschrift (siehe oben), eine einfache Grabeinfassung aus Konglomerat, mehr war in den wirtschaftlichen Notzeiten der 30er Jahre nicht realisierbar. Mehr war denn auch in den bald darauf folgenden Kriegs- und Nachkriegs-Jahren nicht zu erwarten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es nur einmal eine Aufwertung des Leergrabes. Odo Stierschneider, Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘, ließ an der Vorderseite der Konglomerat-Einfassung des Leergrabes zwei Laternen anbringen. Er hatte es immer als unfassbar empfunden, dass das sogenannte Gruber-Grab, nicht einmal im Advent oder zu Weihnachten Möglichkeit bot, ein wettergeschütztes Kerzenlicht zu entzünden. Die Grabanlage versank damit jahrzehntelang jeden Abend ins Dunkel der Nacht. Später, Im Rahmen von Reparaturarbeiten an dem Gedenk-Grab, erreichte Odo Stierschneider, dass eine dritte Grablaterne angebracht wurde. Er war es übrigens auch, der jahrelang die einst kahlen Grünflächen zwischen Gedenkgrab und dem Aufgang zum ,,Stille-Nacht‘‘-Bezirk auf seine Kosten mit zwei attraktiven, bunten Blumenhügeln schmücken ließ.

Im Rahmen der eben erst abgeschlossenen Neugestaltung des Gruber-Platzes zwischen Grubers Wohn- und Sterbehaus und der Stadtpfarrkirche gab es erfreulicher Weise auch ernsthafte Überlegungen, das doch recht ärmlich wirkende Gedenkgrab aus den notleidenden 30er-Jahren zu beseitigen. Statt dessen sollte, etwas verschoben in Richtung Ferchl-Straße und Stadtpfarrkirche, ein künstlerisch gestaltetes Objekt an den Komponist des weltweit verbreiteten Weihnachtsliedes ,,Stille Nacht‘‘ erinnern. Damit hätte man endlich das peinliche Lügengespinst rund um das leere Grab aus dem Jahre 1938 zerrissen und – so hofften wir jedenfalls – endlich ein, dem ,,Stille-Nacht‘‘-Komponist entsprechendes, Erinnerungs-Objekt erhalten. Aus unverständlichen Gründen kam es dazu aber bisher nicht. Der Gruberplatz ist fertig gepflastert und barrierefrei quer über den schönen, neuen Treppenaufgang erreichbar. Freilich, seine große Leere lässt das einfache, aus heutiger Sicht für die Stadt Hallein durchaus peinliche Gruber-Gedenkgrab aus den 30er Jahren, noch unbedeutender erscheinen als bisher. Der in den vergangenen Jahren nicht gerade beeindruckende Blumenschmuck wird auf der kahlen Pflasterfläche künftig noch peinlicher ins Auge fallen als bisher. Und alle Touristen, die zu Grubers dürftigem Gedenkgrab pilgern, sie werden auch in Zukunft schamlos und hemmungslos angelogen: ,,Hier ruhet Herr Franz X. Gruber, Stadtpfarrchorregent allhier.‘‘ Dennoch, Ordnung muss sein. Falls die Restaurierungs-Werkstätte des Keltenmuseums die Metallplatte mit der Lügen-Inschrift wieder in einen akzeptablen Zustand versetzt (siehe Schand-Foto oben), dann werden die entstehenden Kosten vom SALZSCHREIBER übernommen. –(Odo Stierschneider, Foto: OST).

 

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,,Dahoam‘‘, das ist die, sich selbst als ,,Wohlfühl-Magazin‘‘ bezeichnende, viermal jährlich erscheinende Beilage in den ,,Salzburger Nachrichten‘‘. Über die Seiten 28 und 29 der letzten Ausgabe des Jahres 2017 verläuft die Titelzeile ,,Christkindlmärkte in und um Salzburg‘‘. Von den insgesamt 26 angeführten Märkten werden 23 als Adventmärkte, aber nur drei als Christkindlmärkte bezeichnet. Da hätte die Titelzeile doch wohl anders lauten müssen. Aber diese Stichelei nur nebenbei. Wesentlich wichtiger: Aus Halleiner Sicht bieten die Magazin-Seiten 28 und 29 keinerlei Wohlgefühl sondern eher ein durchaus ,,frostiges Vergnügen‘‘. (Schlagzeile auf der Magazin-Titelseite). Denn unter den 26 angeführten Vorweihnachts-Märkten aus der Stadt Salzburg, aus dem Land Salzburg und aus dem benachbarten Bayern sucht man vergeblich einen Hinweis auf den Adventmarkt in der Stadt Hallein. Wohl eine grandiose Peinlichkeit.

Das Ganze mutiert freilich zur mehrfachen Peinlichkeit. Von den 23 Adventmärkten und 3 Christkindlmärkten, die im Magazin ,,Dahoam‘‘ erwähnt sind, schalteten nur vier Märkte auch ein Inserat. Eine ganze Seite buchte der Salzburger Bergadvent in Großarl auf Seite 27, eine halbe Seite der Salzburger Christkindlmarkt, eine Viertelseite der Berchtesgadener Adventmarkt und eine Achtelseite wurde vom Halleiner Adventmarkt belegt. Dass man ausgerechnet einen der raren vier Vorweihnachts-Märkte, die auch ein Inserat schalten, in der Markt-Übersicht kaltblütig unter den Tisch fallen lässt, ist zweifellos peinlich. Jetzt kommt sofort der Gegenschlag aus Salzburg: ,,Text-Redaktion und Anzeigen sind bei uns, weil wir ein seriöses Zeitungshaus sind, streng getrennt!‘‘ Natürlich. Nur wirft es kein gutes Licht auf die Kundenpflege der Anzeigenabteilung, wenn in einer Auflistung von 26 Vorweihnachts-Märkten ausgerechnet einer der vier Märkte, die auch ein Inserat schalteten, wegen eines Irrtums, oder aufgrund eines Informations-Notstandes, oder wegen eines Fehlers oder aus Versehen, nicht erwähnt wird. In kelnem Zeitungsunternehmen werden Inserenten redaktionell schlechter behandelt als Nicht-Inserenten. So gesehen ist es beinahe schon verständlich, dass – schon wieder eine Peinlichkeit – im übersichtlichen Inhaltsverzeichnis des Magazins ,,Dahoam‘‘ ausgerechnet jeder Hinweis auf die wichtige Übersicht der Adventmärkte in und um Salzburg fehlt! Die Seiten 28 und 29 sind im Inhaltsverzeichnis nicht vorhanden! Verdammt viele Peinlichkeiten also. Ob da wohl der oben abgebildete Percht von Seite 5 des Magazins ,,Dahoam‘‘ seine nicht gerade sauberen Hände im Spiel hatte? Wie auch immer, Hallein sieht sich wohl benachteiligt und allein gelassen. Ob da wohl jemand eine Wiedergutmachung versucht? Wir wünschen hoffnungsfroh sowohl der ,,Dahoam‘‘-Redaktion als auch der ,,Dahoam‘‘-Anzeigenverwaltung einen stimmungsvollen Advent und ein ebensolches Fest. Vor allem aber echt gute Besserung! – (Odo Stierschneider. Foto: Magazin ,,Dahoam‘‘).

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In ganz Europa herrscht in den Museen der Frühgeschichte höchste Alarmstufe. Überall, wo vor mehr als 2000 Jahren die Kelten grafisch verzierte Gegenstände hinterließen, wird nun hektisch geprüft und kontrolliert. Denn genaue Untersuchungen speziell von grafisch relativ einfach anmutenden Darstellungen aus der Kelten-Epoche förderten erstaunliche, vielfach sogar schockierende Ergebnisse zutage. Schlichte Zierbänder, einfach verzierte Gegenstände, geschmückte Gegenstände aus dem keltischen Alltag – überall wimmelt es von eindeutig zweideutigen Darstellungen. Ausgerechnet durch das oben stehende Foto aus Hallein wurde die bisher nicht erkannte Lawine an versteckter keltischer Erotik-Grafik zu Tage gefördert.

ERHELLENDE ERKENNTNIS
DURCH SEX MIT SEKRETÄRIN

Das oben gezeigte, auf den ersten Blick völlig harmlose Foto geht in die internationale Kelten-Forschung ein. Es zeigt einen Ausschnitt aus der jährlichen, keltisch ausgerichteten Weihnachts-Beleuchtung der Stadt Hallein. Prof. DDr. Str. MMag. Eberhard Scharfblick vom Museum für Angewandte und Vergleichende Geschichtsforschung in Berlin, in einer Medienkonferenz mit Kollegen vom Pariser Musée Scientifique Celtique: ,,Messieurs! Meine Herren! Wie wir alle wissen, sind es oft die kleinen Dinge, die der Wissenschaft den Weg zu epochalen Erkenntnissen ebnen. Sehen Sie sich das Foto aus Hallein vor Ihnen auf den Bildschirmen an. Sie erkennen vor dem Turm der Stadtpfarrkirche den Ausschnitt aus der traditionell keltisch gestalteten, städtischen Weihnachtsbeleuchtung. Ich bin bereits seit sex, Verzeihung seit sechs Jahren im Besitz dieser Aufnahme, ohne dass ich irgendetwas bemerkt hätte. Auch gestern lag das Foto den ganzen Tag über auf meinem Schreibtisch, ohne dass mir etwas aufgefallen wäre. Am Abend hatte ich noch Sex mit meiner Sekretärin. Das Foto geriet dabei zufällig in meinen Gesichtskreis und schon schlug es wie eine Granate in meinem Gehirn ein. Meine Herren, dieses Foto zeigt Sex pur! Was bisher lediglich für ein harmloses keltisches Schmuckelement angesehen wurde ist von den Kelten grafisch souverän gestaltete, realistisch vereinfachte, keltische Pornografie! Celtique Pornographique, vous comprendre Messieurs? Das ist die wichtigste und folgenschwerste wissenschaftliche Erkenntnis in der Keltenforschung dieses Jahrtausends!‘‘

SCHNABELKANNE UNTER
EROTISCHEM GENERALVERDACHT

Im Keltenmuseum Hallein gilt es nun, alle verzierten keltischen Objekte wie Gewandnadeln, Tongefäße, Waffen und Schmuck etc. peinlichst genau auf heiße Sex-Symbole zu untersuchen. Natürlich kommt auch die berühmte Schnabelkanne unter das Mikroskop, die ohnehin aufgrund ihrer aufreizenden kurvenreichen Gestalt unter erotischem Generalverdacht steht. Erste Erkenntnisse führten dazu, dass das Keltenmuseum vermutlich künftig – von speziellen Terminen für Junggebliebene abgesehen – wohl nur noch für Besucher ab sexundsexig Jahren zugänglich sein wird. Zumindest in der ersten heissen Phase. Nach Abkühlung der Aufregung auf internationaler Ebene, denkt man im Keltenmuseum an eine Lockerung der strengen Vorgaben. Konsequenzen gibt es auch für die künftige Weihnachts-Beleuchtung in Hallein. So sollen nur noch einfache Glühbirnen oder Sterne, aber auch unerotische geometrische Grundformen wie Kreise, Quadrate, Ovale, Rechtecke, Dreiecke (darüber wird noch diskutiert) und Vielecke eingesetzt werden. Sexecke, Pardon Sechsecke, werden als eindeutig erotisch gewertet. Ihnen bleibt der Zugang zur Weihnachts-Beleuchtung der Stadt Hallein versperrt. Bleibt nur noch die Frage an unsere Leserinnen und Leser: Finden Sie die Weihnachts-Beleuchtung auf unserem Foto A) Gar nicht erotisch, B) Ein wenig erotisch oder C) Sehr erotisch? – Odo Stierschneider. Foto: OST.)

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Kultur-Landesrat Dr. Othmar Raus zeigte sich einst fassungslos: ,,Eine derart prachtvolle Anlage hätte man sich in der Landeshauptstadt Salzburg erwartet, aber niemals in der Stadt Hallein!‘‘ Das Zitat stammt aus seiner Festrede anlässlich der offiziellen Eröffnung der Salzachbucht 1993 bei der Wohnanlage Griesrechenpark. Das Prachtbauwerk mutierte innerhalb kürzester Zeit zur Sehenswürdigkeit und sollte zur zweiten Spielstätte der Salzburger Festspiele in Hallein werden. Als Festspiel-Intendant Gerard Mortier, in Begleitung von Bürgermeister Franz Kurz und dem Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘, Odo Stierschneider, die Salzachbucht besichtigte, erklärte er begeistert: ,,Meine Herren, ich höre hier schon die Wiener Philharmoniker spielen!‘‘ Doch dazu kam es nicht. Von ungebändigter Kunstsinnigkeit getrieben, ließ einer der Nachfolger von Bürgermeister Franz Kurz, die Wasserfläche der Salzachbucht und gleich noch einiges mehr, einfach zuschütten. Damit verschwanden die reizvolle Wasserfläche, der sie umgebende großzügige Gehweg, drei Sitzreihen der großen Anlage sowie einige der letzten Stufen und Geländerteile der beidseitigen Treppen, die nun unkontrolliert und brutal, irgendwie im Schotter-Untergrund enden. Merke: So etwas gibt es nirgendwo in zivilisierten Gegenden unseres Planeten. Damit war aber wohl die Ordnung im Lande wieder hergestellt. Denn: ,,Eine derart geschändete Anlage kann man sich nur in Hallein, aber niemals in der Landeshauptstadt Salzburg erwarten‘‘, so würde nun Landesrat Dr. Raus die neue Situation objektiv beschreiben.

So viel Peinlichkeit reichte aber der Stadt Hallein nicht. So ruinierte man die einst sensationelle und einzigartige Anlage endgültig durch Anlage eines Weges, der durch die begrünte Böschung hinunter angelegt wurde und einen verheerenden Anblick bietet. Die einst strahlende Salzachbucht war damit endgültig zum Spottobjekt mutiert, vor allem für jene, die sie früher mit ihrem fantastischen Erscheinungsbild kannten. So viel Unvermögen und Pfuscherei blieben indessen ohne Folgen für die Schuldigen. Denn die Halleiner sind Kummer mit der Obrigkeit gewöhnt und vergeben ihr auch grobe Sünden. (Warum eigentlich?) Schon in all den Jahrhunderten, als die Salzburger Erzbischöfe die Salzlagerstätten auf dem Dürrnberg plünderten und die sagenhaften Gewinne daraus nur für die üppige Ausgestaltung ihrer Residenzstadt Salzburg verwendeten, blieb Hallein auf der Strecke. Ein Ort der Armut und des Schreckens, wie entsetzte Zeitzeugen berichteten: Abgemagerte, bettelnde Frauen und Kinder im finsteren Rauchgewölk von bis zu 11 großen Salinen in der kleinen Halleiner Altstadt. Aber den geschundenen Halleinern gab die tröstliche Gewissheit Mut, dass die fürstlichen und kirchlichen Landesherren in ihrem prachtvollen Dom, auf der machtvollen Festung, in ihren wertvoll ausgestatten Residenzen oder im luxuriösen Schloss Hellbrunn mit seiner herrlichen Parkanlage es doch ein wenig besser hatten als sie es selbst.

Zurück in die brutale Wirklichkeit der geschändeten Halleiner Salzachbucht. Dieser Schandfleck empört und verärgert offensichtlich keinen der über 20.000 Bewohner der Stadt Hallein. Das duldsame Halleiner Stadtvolk akzeptierte brav und folgsam die peinliche Zerstörung einer echten architektonischen Sensation, in der einst im Rahmen eines Halleiner Stadtfestes sogar eine original venezianische Gondel angelegt hatte. Also belassen wir es bei einem Schandobjekt, angesichts dessen die Stadt-Salzburger einander gratulieren, dass ihnen ein solches bisher erspart blieb? Ja? Natürlich Ja! 20.000mal Ja! Denn damit bleibt alles weiterhin unverändert in der peinlichen, unerträglichen, verheerenden, den Ruf der Stadt Hallein schädigenden Horror-Anlage. Dennoch ist es Pflicht des SALZSCHREIBER, darüber aufzuklären, dass sich doch noch eine unfassbare und unglaubliche, geradezu atemberaubende Variante für die Salzachbucht auftut. Einfach hinsetzen, tief einatmen, langsam bis 10 zählen und schon geht es los: Die einzige tragfähige Zukunfts-Chance für die Salzachbucht und damit für eine deutlich aufgewertete Stadt Hallein, besteht in der Wiederherstellung des Original-Zustandes dieser einst so strahlenden und begeisternden Anlage!

ZU UNSEREN FOTOS
FOTO 1: Die Gesamtansicht der einst prachtvollen und außerordentlich beeindruckenden Anlage der Salzachbucht – trotz der groben Bildrasterung ein fantastischer Anblick. FOTO 2: Die Salzachbucht in ihrer ursprünglichen Schönheit zählte zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten in Hallein. So wurde eine bestechende Detail-Ansicht aus den Sitzreihen der Salzachbucht auch im 1999 – 2009 erscheinenden ,,Halleiner Festspiel-Magazin‘‘, das von Odo Stierschneider für die Freunde der Stadt Hallein gestaltet wurde, auf einer ganzen Seite als Anreiz zur Besichtigung für die Leser außerhalb der Stadt Hallein, abgedruckt. FOTO 3: Mittlerweile wird von allen Freunden der schönen, ursprünglichen Salzachbucht, jedes Hochwasser mit Euphorie begrüßt – so wird zumindest für kurze Zeit nicht mehr sichtbar, wie grob und zerstörerisch mit der einst stolzen Anlage der Salzachbucht umgegangen wurde. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST.)

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