MICHAEL MUTIG wurde in Bayern geboren und ist nun in Österreich zuhause. Pointenreich erzählt der gebürtige Münchner Beobachtungen aus seinem Leben als Stand-Up Comedian. Falls Sie sich also schon einmal gefragt haben, was bei einem Besuch eines alternativen Frisörsalons schief gehen kann oder warum es sinnvoll ist, Kinder nur auszuborgen statt zu produzieren, werden Sie hier die Antwort erhalten. Dabei treffen kabarettistische Gags auf das Tempo der neuen Comedy Generation. Michael Mutig gewann 2017 den Kabarett-Talente-Award der Casinos Austria, war im gleichen Jahr Finalist des "Salzburger Sprösslings" und wurde gerade erst für den Hamburger Comedy-Pokal 2019 nominiert. Zudem bewies er seine Fähigkeiten bereits als Voract für verschiedene Größen der Kabarett- und Comedyszene wie zum Beispiel: Martin Frank oder Monika Gruber & Viktor Gernot.

 

ISABELL PANNAGL isst leidenschaftliche gerne Punschkrapferl, deswegen hat sie beschlossen ihre nie begonnene Topmodelkarriere zu beenden, um sich vollkommen dem Kabarett und ihrer messerscharfen Beobachtung unserer Gesellschaft zu widmen. Ihre musikalischen Solokabaretts bestechen durch die Mischung aus humoristisch umgetexteten Songs, eigenen Kompositionen und Stand-up-Comedy vom Feinsten. Isabell nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und wie ihr Opa gerne sagt: „Die Kleine hat a Mundwerk - das is ma nimma Wurscht!“.

 

LORENZ ``LO´´ HINTERBERGER versucht die Neuerfindung des Musikalischen Kabaretts als Moderne Singer Songwriter Comedy. Der junge energetische Wiener verbindet dabei eingängige Melodien zum Mitsingen mit unerwarteten Pointen zum Mitlachen. Sein erstes Soloprogramm "Gelegenheit macht Liebe" wurde bereits zweimal aufgeführt und zwar in ausverkauften Theatern. Mal sehen was die Zukunft noch bereithält! – (Karin Angerer)

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INOS, die Initiative für künstlerischen In- und Output, entstand aus einer Initiative von Ines Pariente (Kuratorin und Kunstakteurin) und Markus Kircher (Bildender Künstler). Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern vereinen und präsentieren sie Werke in ausgewählten Ausstellungs-Räumen. So entstand im Büroraum des Kulturvereines Sudhaus am Oberen Markt in Hallein, durch das Engagement von INOS, eine sehenswerte PopUp Galerie, in der unter dem Titel ,,Wunderkammer der Malerei und Installation‘‘ 26 Künstlerinnen und Künstler aus Österreich, Deutschland und Senegal ihre reizvollen und vielfältigen Werke zeigen. Die sehenswerte Ausstellung, mit der die bildende Kunst erfreulicher Weise ein starkes Signal in Hallein setzt, ist noch bis 19. Juli 2020 zugänglich. Die oben stehenden Fotos zeigen einige Werke aus der faszinierenden ,,Wunderkammer der Malerei und Installation‘‘. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Unvergessliche Zeiten erlebte Multimedia-Künstlerin Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, als Artist-in-Residence, in der chinesischen Provinz Henan. Wenige Monate vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Wuhan, hatte sie die Gelegenheit, sich wichtige Eindrücke  von der chinesischen Gesellschaft zu verschaffen. Anny Wass war im Oktober 2019 zu Gast am Jigongshan Museum / International Art Park, das nur zwei Autostunden von Wuhan entfernt liegt. Während ihrer Residency setzte sich die Künstlerin mit stereotypen Bildern und ihren eigenen Vorstellungen von China sowie mit ihren Erwartungen auseinander und spürte diesen vor Ort nach. Daraus entstand die Fotoserie „me myself and I“, in der sich Eindrücke aus Architektur, Natur, Verhaltensregeln und sozialen Kontakten innerhalb und außerhalb der Residency verdichten und Fragen im Spannungsfeld zwischen Individualismus und Gemeinschaft sowie Wettbewerb und Solidarität thematisiert werden. Die Fotoserie, in der die Künstlerin sich selbst zum Bildmaterial macht und multiple Abbildungen ihrer selbst als Bildbausteine nutzt, ist Herzstück der Ausstellung. In diesen fotografischen Selbst-Inszenierungen wechselt die Künstlerin zwischen den Rollen als Objekt und Fotografin und dokumentiert diesen performativen Prozess.

 

Anny Wass erwarb das Diplom in den Bereichen Design, Skulptur und Fotografie. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute sie eine multidisziplinäre Praxis auf, die von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie reicht und sich durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Wass erkundet gerne die Beziehungen, die wir zu Objekten in unserem alltäglichen Leben eingehen, und fragt, wie sie zu kulturellen Bedeutungs-Trägern werden. Sie interessiert sich für kritische Ansätze zur Erreichung von Nachhaltigkeit in einer von Produktion und Massen-Konsum geprägten Gesellschaft. In ihrer Arbeit dreht sich alles um das Thema Konzentration und Bewusstsein. Durch Komponenten wie Größe, Farbe und grafische Elemente, transportiert ihre Kunst sichtbar die Idee eines Bewusstseins für Material, Produktions-Bedingungen, Gesellschaft und Umwelt. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Fotoserie „me myself and I“ aus Henan sowie einen Querschnitt aus Anny Wass' multimedialen Arbeiten zwischen Objekt und Design, Performance und Video.

Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, erwarb ihr Diplom im Bereich Design und Skulptur, sowie im Bereich der Fotografie. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute sie eine multidisziplinäre Praxis auf, die von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie reicht und sich durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Wass erkundet gerne die Beziehungen, die wir zu Objekten in unserem alltäglichen Leben eingehen, und fragt, wie sie zu kulturellen Bedeutungs-Trägern werden. Sie interessiert sich für kritische Ansätze zur Erreichung von Nachhaltigkeit in einer von Produktion und Massenkonsum geprägten Gesellschaft. In ihrer Arbeit dreht sich alles um das Thema Konzentration und Bewusstsein. Durch Komponenten wie Größe, Farbe und grafische Elemente transportiert ihre Kunst sichtbar die Idee eines Bewusstseins für Material, Produktions-Bedingungen, Gesellschaft und Umwelt.

Wichtige Termine rund um die Ausstellung ,,Interesting times‘‘ mit Arbeiten von Anny Wass im kunstraum pro arte: Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 16. Juli 2020, 19:30 Uhr: Ausstellungs-Gespräch mit Anny Wass. – Dauer der Ausstellung: 17. Juli bis 28. August 2020. – Samstag, 18. Juli 2020, 11:00 Uhr: Die Künstlerin führt durch die Ausstellung. (Eintritt frei). – Samstag, 8. August 2020, 10:00 Uhr: Kunst-Spaziergang vom kunstraum pro arte über Galerie 1blick, MTGAIA, atelier III und Plan B bis zum Schloss Wiespach. – Freitag, 28. August 2020, 18:00 Uhr: Finissage und Künstlerinnen-Gespräch. – Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Kurzbiographie Anny Wass: Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, hat ihr Diplom im Bereich Design und Skulptur, sowie im Bereich der Fotografie erhalten. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute Anny Wass eine multidisziplinäre Praxis auf, die sich von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Diverse Arbeiten von Anny Wass wurden in Österreich, Italien, Polen, Mexiko und China ausgestellt und lassen sich in internationalen Sammlungen wiederfinden. Ihre kuratorische Arbeit manifestiert sich in der Gründung des Atelier- und Ausstellungsraums www.thedessous.com in Zusammenarbeit mit Gert Resinger. Anny Wass lebt und arbeitet in Wien. https://annywass.com/ – (Presse-Aussendung kunstraum pro arte, Odo Stierschneider).

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Im Rahmen der Vorbereitungen für die ab Mittwoch, 1. Juli 2020 zugängliche Ausstellung für die ganze Familie ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘‘ im Keltenmuseum, hatte der SALZSCHREIBER-Fotograf ein zutiefst schockierendes und abgrundtief deprimierendes Erlebnis zu bewältigen. Er traute seinen Augen nicht, als der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, in der Ausstellungshalle lässig überschwere, mächtige Baumstamm-Abschnitte schulterte. Als der Kraftprotz die Kamera auf sich gerichtete sah, reagierte er sogleich mit einem freundlichen, entspannten Lächeln. Dazu das obenstehende 1. Foto. Schließlich stellte Florian Knopp elegant, ohne jedes Zeichen von Anstrengung, seine schwere Last auf den Boden. Noch ist ungeklärt, wo der schlanke, ranke Florian Knopp seine übermächtigen Muskel-Pakete versteckt, denn er weigerte sich standhaft, sich mit textilbefreiten Oberkörper fotografieren zu lassen. Warum? Denn in der Hitzeperiode des Sommers 2019 tat er dies sehr wohl. Doch das Foto geriet ins Internet und daraufhin war der Andrang der holden Weiblichkeit wochenlang im Keltenmuseum so enorm, dass bereits eine halbe Stunde nach Eröffnung des Museums, dieses wegen hoffnungsloser Überfüllung, keinen weiteren Zutritt mehr gestatten konnte. In einem unbeobachteten Moment versuchte der SALZSCHREIBER-Fotograf, von Ehrgeiz besessen, einen der abgestellten Holzstamm-Abschnitte in die Höhe zu heben. Fehlanzeige! Schockiert versuchte er, das hölzerne Ungetüm zumindest ein Stück zu verschieben. Fehlanzeige! So verließ er schließlich deprimiert die Stätte seiner Niederlage.

Am darauffolgenden Tag wollte sich der SALZSCHREIBER-Fotograf insgeheim nochmals einen der Holzstamm-Abschnitte  vornehmen, um seine ramponierte Selbstachtung doch noch ein wenig aufzupolieren. Die vermutlich erneute Niederlage blieb ihm jedoch glücklicher Weise erspart. Ihm kam ein fröhlich gestimmter Benjamin Huber entgegen, mit zwei Haustieren unter seinen Armen. Benjamin Huber, ein wichtiger Mitarbeiter des Keltenmuseums, ist für die Bereiche Kulturvermittlung, Presse- und Bilder-Service zuständig und ist gemeinsam mit anderen Kollegen im Stadtarchiv tätig, schließlich fungiert er auch als Schriftführer im Museumsverein Celtic Heritage. Als Benjamin Huber dem SALZSCHREIBER-Fotografen eines der Tiere in den Arm legen wollte, wich dieser entsetzt zurück. Angesichts der zumindest mehrere hundert Kilogramm schweren Baumstamm-Teile vom Vortag, mussten die unschuldig flauschig aussehenden Tiere in den Armen von Benjamin Huber zumindest das gleiche mörderische Gewicht auf die Waage bringen. Um einer unweigerlichen Blamage zu entgehen, verließ der SALZSCHREIBER-Fotograf mit der hervorgewürgten Falschbehauptung ,,Oh Gott, mein Auto steht ja im Halteverbot!‘‘ fluchtartig das Keltenmuseum.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Ursprünglich sollte diese Meldung im glorreichen SALZSCHREIBER-Ressort SATIRE erscheinen. Doch der Respekt des SALZSCHREIBER vor der großartigen und fantastischen Institution Keltenmuseum, stand diesem Vorhaben verständlicher Weise völlig entgegen. Deshalb noch einige Klarstellungen zu den oben stehenden Abbildungen. FOTO 1: Museumsleiter Florian Knopp hält zwei täuschend natürlich wirkende Baumstamm-Abschnitte, kuschelig und federleicht, in seinen Armen. Die Prachtstücke dienen als weiche und angenehme Sitzhocker. FOTO 2: Das Kälbchen und das Schaf, von Benjamin Huber unter die Arme geklemmt, präsentieren sich genauso knuddelig, weich und angenehm, so wie sie auch aussehen. Kein einziges Gramm Übergewicht! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Womit beschäftigen sich eigentlich Archäologinnen und Archäologen? Wie kamen denn die wertvollen Fundstücke aus der Keltenzeit unter die Erde? Diesen und vielen anderen Fragen geht ab 1. Juli 2020 die Ausstellung für die ganze Familie ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘‘ auf den Grund: Von archäologischen Ausgrabungen durch die Besucher bis zum Streitwagen-Rennen ist alles dabei. Spannend: In dieser Ausstellung für die ganze Familie kommt anregend aufregendes Entdecker-Feeling auf.  Dabei können  die kleinen Besucherinnen und Besucher vorsichtig  Objekte aus der Keltenzeit freilegen und wie die Archäologen es tun, eigene Befund-Zeichnungen erstellen. Dann geht es um das Sortieren und Restaurieren, um die Suche nach ähnlichen Fundobjekten in Fachbüchern und um das Verfassen von Texten. Anschließend kann bei einem Pferde- oder Streitwagen-Rennen das eigene Geschick getestet werden oder man hört sich Geschichten über die Kelten an.

STATEMENTS VON BARBARA TOBER,
MUSEUMS-LEITER FLORIAN KNOPP UND
MUSEUMS-DIREKTOR MARTIN HOCHLEITNER

Barbara Tober, Leiterin der Kultur-Vermittlung im Keltenmuseum: ,,Mit dieser Ausstellung wird der Familien-Schwerpunkt des Museums ausgebaut. Bereits in der Urgeschichte-Ausstellung begleitet ,,kURt‘‘, der Urgeschichte-Wurm die Kinder durch die Ausstellung und verweist auf Mitmach-Stationen, bei denen gebaut, sortiert, gestaltet und analysiert wird. Zukünftig soll es in allen Geschoßen des Keltenmuseums Hands-on und Minds-on-Stationen zum Entdecken geben. So wird das Museum für die ganze Familie noch attraktiver!‘‘ – Florian Knopp, Leiter des Keltenmuseums, ergänzt: ,,Haupt-Zielgruppe der Ausstellung ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘ sind Kinder von zwei bis vierzehn Jahren. Alle Ausstellungs-Inhalte werden interaktiv vermittelt. Von der großen Ausgrabungs-Fläche gleich zu Beginn, über Zeichen-, Sortier- und Restaurierungs-Stationen, bis zum keltischen Haus samt Tastboxen. Die Stationen sind auch für die erwachsenen Familien-Mitglieder einladend und bieten reichlich spannende Informationen‘‘. – Schließlich noch ein Statement von Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museum und ,,oberster Herr‘‘ des Keltenmuseums: ,,Wir freuen uns ganz besonders, dass die neue Sonder-Ausstellung im Keltenmuseum Hallein nun eröffnet werden kann. Besonders im Sommer 2020 ist diese für die ganze Familie ein tolles Kultur-Angebot, bei dem spielerisch wertvolles Wissen erworben werden kann. Wir hoffen auch, dass wir bereits ab Herbst wieder Schulklassen und Kindergarten-Gruppen begrüßen dürfen!‘‘

VON DER ARCHÄOLOGISCHEN AUSGRABUNG
ZU DEN ARBEITSINTENSIVEN BEREICHEN
DOKUMENTATION, RESTAURIERUNG, INTERPRETATION

Die Ausgrabungen sind nur ein kleiner Teil des Arbeitsbereiches Archäologie. Wesentlich arbeitsintensiver sind die Schritte Dokumentation, Restaurierung und Interpretation. Dies erfahren die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung, indem sie ihre entdeckten Funde beschriften, zählen und sortieren. Die Suche nach vergleichbaren Stücken in einem großen Bilderbuch und eine Kinder-Bibliothek bieten Einblick in die Methodik der wissenschaftlichen Recherche, die einen großen Teil der archäologischen Arbeit ausmacht und mit der Veröffentlichung eines Buches über die Ergebnisse der Ausgrabung endet. Alles in der neuen Sonder-Ausstellung für die ganze Familie lädt zum  Ausprobieren, Angreifen und Werken ein. Das Keltenmuseum Hallein will mit dieser Sonder-Ausstellung seinen Familien-Schwerpunkt weiter ausbauen. Bereits in der Urgeschichte-Ausstellung des Keltenmuseums begleitet ,,kURt‘‘ der Urgeschichte-Wurm KInder durch die Ausstellung und verweist auf Mitmach-Stationen, wo gebaut, sortiert, getestet und analysiert werden kann. Dies soll bei den geplanten Überarbeitungen im Dauer-Ausstellungsbereich ausgeweitet werden, so dass es künftig in allen Geschoßen des Museums Hands-on / Minds-on-Stationen geben wird. Die erkennbare Absicht: Das Keltenmuseum Hallein soll längerfristig für die ganze Familie attraktiver gestaltet werden. Auch wenn sich das Keltenmuseum verstärkt um die Familien bemüht, so sind dennoch auch alle Schulklassen der 1. bis 8. Schulstufe herzlich willkommen. Dabei wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten, da für Gruppen jeweils die Betreuung durch einen/eine Kulturvermittler/in vorgesehen ist.

ÜBERSICHT AUF BEVORSTEHENDE
VERANSTALTUNGEN UND
WORKSHOPS IM KELTENMUSEUM

Am Samstag, den 4. Juli 2020 werden in zwei Workshops Einblicke in die Archäologie geboten. Von 10 bis 12 Uhr wird gemeinsam mit ,,kURt‘‘ dem Urgeschichte-Wurm erforscht, wie die Fundobjekte aus der Keltenzeit unter die Erde kamen. Von 14 bis 16 Uhr wird im Klanglabor die Frage erörtert, wie Geschichte ,,klingt‘‘. Geboten werden außerdem regelmäßige Workshops mit betreutem Stationenbetrieb. Die nächsten Termine: Freitag, 10. Juli, 14 Uhr, Mittwoch  15. Juli 10 Uhr und Dienstag, 21. Juli 14 Uhr. – Veranstaltungen zum Thema Archäologie: Am Samstag, den 1. August von 10 bis 12 Uhr, im  Freien, auf der Wiese des Gartens des Museums, (bitte Decken mitbringen, Sessel stehen bereit)), steht die Arbeit der Archäologen und Archäologinnen im Mittelpunkt. Am Samstag, den 5. September von 10 bis 12 Uhr, folgen, ebenfalls im Freien, spannende Details zur Anthropologie und auch Knochenfunde können unter fachkundiger Anleitung selbst interpretiert werden. Kosten: Museums-Eintritt. – Unter dem Titel ,,Kulturdialoge‘‘ sorgen die drei Themen Urgeschichte, Kelten und Salz der Erzbischöfe etc. für Spannung und Abwechslung. Ob zuhören, mitreden, Fragen stellen oder unter fachlicher Anleitung Dinge selbst entdecken … das Museumsteam freut sich jedenfalls schon auf Ihren Besuch! Am Freitag, den 3. Juli von 14 bis 16 Uhr, stehen die Natur und Umwelt der Bronzezeit im Mittelpunkt, am Freitag, den 17. Juli von 14 bis 16 Uhr stehen das Leben und die Rolle der Frauen in der Urgeschichte im Mittelpunkt. Kosten: Museums-Eintritt. – (Presse-Aussendung des Kelten-Museums).

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 5:
Nur die Leser und Leserinnen des SALZSCHREIBER bekommen die kompletten keltischen Skelette zu Gesicht. Diese werden künftig mit Sand bedeckt sein, damit die jungen Wissenschaftler, wie in der archäologischen Praxis, sie vorsichtig mit Schaufel und Pinsel freilegen können. FOTO 6: Das Handwerkzeug für die jungen Archäologen steht schon bereit. FOTO 7: Zahlreiche, immer wieder gestellte Fragen, werden in der Ausstellung beantwortet. FOTO 8: Unterschiedlichste Informationen sorgen dafür, dass die Ausstellung auch für Erwachsene sehenswert ist. FOTOS 9 bis 11: Zahlreiche Informationen und Ausstellungs-Objekte machen die Ausstellung für die ganze Familie interessant. FOTOS 12 bis 14: Zwischendurch tritt immer wieder in der Ausstellung auch der kluge Druide Keltix in Erscheinung.

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Auf „Salzburg als Kulturland und Österreich als Kulturnation“ ging Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Mittwoch, 24. Juni 2020 bei der Eröffnung der Ausstellung „Abstraktion, Imagination, Konzeption“ im Schloss Wiespach ein. Zu sehen sind bis 25. Juli 2020, Werke von Reinhard Bachleitner, Christine Kaserer und Christian Steinwender. Ein starkes Zeichen, dass die Kunst- und Kulturszene auch in Hallein wieder erwacht.

 

LANDESHAUPTMANN DR. WILFRIED HASLAUER
SPRACH BEI DER ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG

 „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie sehr wir die Kunst vermissen“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Eröffnung der Ausstellung in Hallein. „Salzburg ist ein Kulturland. Wir alle sind mit der Kultur verwurzelte Menschen, finden darin nicht nur Zerstreuung und Schönheit, sondern auch Sinn, Orientierung und vielleicht sogar ein besseres Verständnis für Geschichte, Gegenwart und Orientierung für die Zukunft. Auch deshalb war es wichtig, gemeinsam mit der Bundesregierung Kultur wieder zu ermöglichen.“ Auch den Titel der Ausstellung, „Abstraktion, Imagination, Konzeption“ brachte der Landeshauptmann in Zusammenhang mit der Corona-Situation: „Das war eine abstrakte Krise, die uns voll getroffen hat. Mit Imagination und durch die Konzeption zielgerichteter Sicherheitskonzepte soll ein normales Leben ermöglicht werden. Dazu gehören ohne Zweifel auch Kulturveranstaltungen wie diese. „Derzeit sind Kultur-Veranstaltungen zwar wieder erlaubt, jedoch mit Einschränkungen. Gewisse Dinge werden nach wie vor anders sein müssen, wie zum Beispiel die Anzahl der Besucherinnen und Besucher, die Hygienemaßnahmen und weitere Sicherheitsvorkehrungen und auch die erhöhte Eigenverantwortung“, appellierte der Landeshauptmann.

 

EIN SPEZIELLES KÜNSTLER-DREIERLEI
AUS
SALZBURG
Die drei Positionen der Künstlerin und der beiden Künstler, die im Schloss Wiespach ausstellen, zeichnen sich durch eine jeweils konsequente Bildsprache und stilistische Eigenständigkeit aus. Reinhard Bachleitner widmet sich den abstrakten Strukturen und Farbformationen aus Wahrnehmungs-Erinnerungen von Meer, Licht und Wasser-Oberflächen. Christine Kaserer entwirft einen magischen Kosmos von Figuren und Szenen, die in einer imaginativen Sphäre, einem Terrain der Fantasie angesiedelt sind. Und Christian Steinwender entwickelt seine Bild- und Objekt-Entwürfe als Konzeptionen aus heterogenen Teilen, gefundenen Gegenständen und Fragmenten aus einer alltäglichen Bilderwelt. Ungewöhnlich ist der Werdegang der drei Salzburger Kunstschaffenden: ein Soziologe, eine Ärztin, ein Designer. – (Text und Foto: Salzburger Landes-Pressedienst).

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Stockdunkel und finster bleibt es während der Festspiel-Saison 2020 auf der Pernerinsel. Zum ersten Mal, seit Begründung der neuen Spielstätte der Salzburger Festspiele 1992 in Hallein durch Regisseur Peter Stein, bleiben auf der Pernerinsel Festspielbühne und Zuschauerraum während der Spielsaison 2020 leer. Schuld an dem unfassbaren Geschehen trägt ein für das menschliche Auge unsichtbares, 30 bis 50 Milliardstel-Millimeter winziges Ungeheuer – das mittlerweile rund um den Erdball verbreitete und bekämpfte Corona-Virus. Etwa 50.000 Exemplare dieser unter Umständen tödlichen Viren, finden gemütlich Platz auf der Spitze einer feinen Nähnadel. Die hohe Ansteckungsrate und massenhafte Vermehrung im Bereich der menschlichen Atemwege, die bis zum Tod führen kann, macht das Coronavirus zum großen Feind auch der Salzburger Festspiele – ausgerechnet in deren fantastischem Jubiläumsjahr des 100jährigen Bestehens. Der Not gehorchend, gibt es heuer nur in der Stadt Salzburg ein reduziertes Jubiläums-Programm der Festspiele. Es soll jedoch im nächsten Jahr zur Gänze nachgeholt werden, womit die Salzburger Festspiele ihr stolzes Jubiläum 2021 ein zweites Mal feiern dürfen – diesmal auch auf der Halleiner Pernerinsel.

Das Coronavirus stellt die Gesellschaft vor die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Noch nie zuvor wurde das Kulturleben in Friedenszeiten und in demokratischen Ländern so einschneidend eingeschränkt. Die Salzburger Festspiele wurden in einer Zeit größter Not als mutiges Projekt gegen die Krise gegründet. Max Reinhardt war davon überzeugt, dass nur die Kunst die im Krieg gegeneinander gehetzten Menschen, ja Völker, wieder versöhnen könnte – die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Lebenstreibstoff und Lebenssinn. Dieser Gründungs-Gedanke lässt die Festspiele nun in modifizierter und verkürzter Form vom 1. bis 30. August 2020, aktueller denn je erscheinen.

 

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler betont dazu: ,,Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir in diesem Sommer spielen würden. Nikolaus Harnoncourt war fest davon überzeugt: Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind. Genau dieses Erlebnis wollen wir unseren Besuchern auch dieses Jahr schenken.‘‘ Intendant Markus Hinterhäuser unterstreicht: ,,In einer Zeit, in der eine gewisse Orientierungslosigkeit herrschte, haben die Festspiele Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als hoffentlich richtig herausstellen. Dass wir mit der Entscheidung, ob es Festspiele geben kann, gewartet haben, war eine Mischung aus Hoffnung, Traum und vielleicht auch Intuition, dass sich die Fallzahlen der Pandemie doch in eine Richtung entwickeln könnten, die ein Zusammenfinden von Menschen möglich machen. Denn um nichts Anderes geht es bei Festspielen. In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die Sehnsucht nach diesem Zusammenfinden übergroß geworden ist. Auch die virtuellen Angebote und Streaming, die jede Aura der Kunst ausschließen, können diese Sehnsucht nicht ganz erfüllen. Wir werden in diesem Jahr Festspiele erleben, die anders sind. Wir werden Festspiele erleben mit deutlich weniger Veranstaltungen an weniger Veranstaltungsorten, mit einem deutlich geringeren Kartenangebot und damit auch weniger Zuschauern. Und es werden Festspiele sein, die jedem Sicherheits-Anspruch gerecht werden‘‘.

Das 100jährige Bestehen der Salzburger Festspiele, findet seinen Widerhall auch in der Salzburger Landes-Ausstellung ,,Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele.‘‘ Sie wird, in Kooperation mit den Salzburger Festspielen, im Salzburg Museum, in der Neuen Residenz, Mozartplatz 1 ausgerichtet. Termin: 25. Juli 2020 (Eröffnungstermin) bis 31. Oktober 2021. Für mehr als ein Jahr wird damit die Neue Residenz zu einem Ort der Begegnung mit der wechselvollen Geschichte der Salzburger Festspiele – hoffentlich auch mit Hinweis auf die Präsenz auf der Halleiner Pernerinsel – und ihrer Künstlerinnen und Künstler. Die Salzburger Festspiele erwecken ihr Archiv zum Leben, präsentieren künstlerische Interventionen, inszenierte Erzählungen, Filmvorführungen und vieles mehr. Die feierliche Eröffnung findet am 25. Juli 2020 statt. – (Presse-Aussendung Salzburger Festspiele, Odo Stierschneider, Bild: OST).

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In einer Gedenkfeier am Grubergrab in Hallein vor dem ,,Stille Nacht‘‘-Museum, wurde des ,,Stille Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber gedacht, der vor 157 Jahren hier verstarb – nach nahezu 30jähriger Tätigkeit als Komponist sowie als Organist und Chorregent, in der in unmittelbarer Nähe gelegenen Halleiner Stadtpfarrkirche. Auf Initiative des Leiters von Keltenmuseum und ,,Stille Nacht‘‘-Museum Hallein, Florian Knopp, nahm eine Ehrenwache der Halleiner Bürgergarde Aufstellung und wurde eine Kranz-Niederlegung vollzogen. Die Kustodin des Stille Nacht Museum, Anna Holzner, erinnerte an die Tätigkeit Franz Xaver Grubers in Hallein von 1835 bis 1863. Sie hob hervor, Gruber habe selbst vor allem seine Tätigkeit als Komponist von etwa 200 Werken gesehen, er habe das musikalische und insbesondere kirchenmusikalische Leben in Hallein geprägt. Seine zahlreichen Bearbeitungen des Stille-Nacht-Lieds seien der Beleg dafür, dass er dessen wachsende Bedeutung erkannt habe.

 

Der emeritierte Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, Michael Neureiter, der erst kürzlich seinen 70. Geburtstag im Kreise zahlreicher Gratulanten feierte, war im Gruberhaus aufgewachsen. Er betonte die Bedeutung der Organisten und Chorregenten in vergangenen Zeiten: Der letzte fix beschäftigte Organist war bis 1954 tätig und wohnte wie seine Vorgänger mit seiner Familie im 2. Stock des Mesnerhauses, das 1968 zum „Gruberhaus“ wurde. Auch Dechant Hans Schreilechner nahm an der Gedenkfeier teil. Von der Stadtpfarre wurde das Gruberhaus, das seit der Wiedereröffnung 2018 in allen Stockwerken für das ,,Stille Nacht‘‘- Museum verwendet wird, an die Stadt Hallein verpachtet. – Auf dem oben stehenden Foto das Gedenken an Franz Xaver Gruber mit der Kranzniederlegung an seinem Grabe. Im Bild von links Dechant Hans Schreilechner, Michael Neureiter und Anna Holzner mit der Ehrenwache der Halleiner Bürgergarde, die vom dienstführenden Hauptfeldwebel Martin Leitner (ganz rechts) kommandiert wurde. – (M.N., OST. Foto: Stille Nacht Gesellschaft).

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Es ist und bleibt die erfreulichste Meldung des Kultur-Jahres 2020: Helga Rabl-Stadler bekundete erfreulicher Weise ihre Bereitschaft, bis 31. Dezember 2021, Präsidentin der Salzburger Festspiele zu bleiben, verkündete Landeshauptmann Wilfried Haslauer als gesetzlicher Vertreter des Salzburger Festspielfonds, am 5. Mai 2020. Alle Mitglieder des Kuratoriums der Salzburger Festspiele begrüßen natürlich diese persönliche Entscheidung der Festspielpräsidentin. ,,Die Salzburger Festspiele sind mit Helga Rabl-Stadler als Präsidentin, Intendant Markus Hinterhäuser und dem kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz, auf besonders hervorragende Art und Weise aufgestellt. Eigentlich wollte Helga Rabl-Stadler mit Abschluss des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele, mit Ende des heurigen Jahres 2020 ihre Funktion beenden. Dass ausgerechnet 2020 eine Pandemie die Reduzierung des Jubiläums-Programmes und dessen Verschiebung zum Großteil von 2020 auf das Jahr 2021 erforderlich macht, war für niemanden vorherzusehen. Helga Rabl-Stadler hat in den vergangenen 25 Jahren als Präsidentin die Salzburger Festspiele nachhaltig geprägt, ein Jubiläumsjahr ohne sie ist für mich kaum vorstellbar“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Auch Landtags-Abgeordneter Hans Scharfetter, derzeit Vorsitzender des Festspiel-Kuratoriums, zeigt sich sehr erfreut darüber, dass Helga Rabl-Stadler auch 2021 als Präsidentin zur Verfügung stehen möchte. „Das Vertrauen des Kuratoriums und die wunderbare Zusammenarbeit mit Markus Hinterhäuser und Lukas Crepaz machen es mir leicht, meine ursprünglichen Pläne zu ändern. Ich stehe gerne bereit, um das 100-Jahr-Jubiläum auch noch nächstes Jahr zu begleiten“, so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Die Freunde der Festspielstadt Hallein mit Präsident Herbert Schallenberg an der Spitze, begrüßen natürlich den Verbleib der großartigen und fantastischen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ganz besonders. Sie hatte während ihrer Präsidentschaft, in dankenswerter Weise, eine ganze Reihe wichtiger  Aktivitäten entfaltet, um die Präsenz der Salzburger Festspiele, auch unter schwierigen Bedingungen, auf der Halleiner Pernerinsel weiterhin zu sichern. Obwohl es in Salzburg lange Zeit deutlichen Widerstand gegen den Festspielort Halleiner Pernerinsl gegeben hatte. Ab Ende 2021 weht somit eine große symbolische Trauerfahne über der Pernerinsel. -- (Salzburger Landes-Korrespondenz, Odo Stierschneider. Foto: SLK).

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Als zwei herausragende journalistische Leistungsträger der ,,Salzburger Nachrichten‘‘ agieren Hedwig Kainberger, Ressortleiterin Kultur und Hermann Fröschl, Ressortleiter Salzburg-Lokal. Die Genannten informierten in einem ausführlichen, gemeinsam verfassten Bildbericht über die geplante Sanierung von Dachstuhl und Dachboden des Keltenmuseums Hallein mit dem Ziel, mehr Platz für Sonder-Ausstellungen und für ein Museums-Café zu gewinnen. Das absolut Sensationelle daran: Sogar Landeshauptmann Dr. Wilfrid Haslauer plädierte nachdrücklich, trotz der bestehenden Finanz-Probleme durch die Corona-Krise, für die Realisierung der erforderlichen Sanierungs- und Ausbaupläne im Dachgeschoß des Keltenmuseums.

Noch bevor die Corona-Pandemie auch über das Land Salzburg hereinbrach, hatte man einen Finanzierungsplan für die erforderlichen Maßnahmen im Keltenmuseum über 4 Jahre, von 2019 bis 2022, in Höhe von  2,7 Millionen Euro fixiert. Demnach waren im Vorjahr 2019, 212.000 Euro aufzubringen, heuer 2020 sind es 550.000 Euro, im kommenden Jahr 2021 steht der größte finanzielle Brocken mit 1,7 Millionen ins Haus. Der letzte, wieder deutlich niedrigere Betrag, erfordert im übernächsten Jahr 2022 den Einsatz von 250.000 Euro. Mit Einverständnis des Landeshauptmannes ist das Land Salzburg bereit, jeweils die Hälfte dieser vier Jahresraten zu übernehmen. Schließlich geht es gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise darum, mit Bauvorhaben der angeschlagenen Wirtschaft unter die Arme zu greifen.

Es gibt einiges zu tun im Dachgeschoß des Keltenmuseums, wie Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer Sitzung mit Vertretern des Landes Salzburg, der Stadt Hallein, des Salzburg Museums und des Keltenmuseums erläuterte. Die Tragfähigkeit des historischen Dachstuhls angesichts hoher Schneelasten ist nicht mehr gegeben. Ebenso wurde die Tragfähigkeit des Dachbodens von Landeshauptmann Wilfried Haslauer sarkastisch als ,,grenzwertig‘‘ eingestuft. ,,Grenzwertig‘‘ deshalb, weil der Dachboden bereits durch ein gemischtes Lager und durch das Sammlungs-Depot des Museums erheblich belastet wird. Eigentümer des großen historischen Museumsgebäudes ist die Stadt Hallein, das Keltenmuseum wird vom Salzburg Museum geführt.

Obwohl das Land Salzburg bereits die Hälfte der insgesamt für Sanierung und Ausbau des Dachgeschoßes erforderlichen 2,7 Millionen Euro übernimmt, sieht sich Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger außerstande, die auf Hallein entfallenden Summen für 2020 und 2021 aufzubringen. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise hat sich Halleins finanzielle Lage deutlich verschlechtert. Im Bereich Kindergärten, Schulen, Brücken-Sanierungen und Hochwasser-Schutz stehen erhebliche, unbedingt erforderliche Investitionen ins Haus, so dass Hallein auch die Hälfte der jetzt anstehenden Kosten für das Keltenmuseums nicht aufbringen kann. Dazu der Halleiner Bürgermeister: ,,Wir stehen zum Keltenmuseum und wir stehen zum Ausbau. Aber ich kann nur ausgeben, was ich auch habe‘‘. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sorgte auch hier für die Lösung des Problems. Einerseits bezahlt der Bund den Gemeinden die finanziellen Ausfälle, die durch die Corona-Krise entstanden sind. Hallein erhält daraus etwa die Hälfte des hohen Betrages, der heuer und im kommenden Jahr für die Stadt zu bezahlen wäre. Andererseits streckt das Land die zweite Hälfte dieses Betrages für die Jahre 2020 und 2021 der Stadt Hallein vor. Diese Summe ist bis 2023 von Hallein an das Land zurückzuzahlen. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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In 5 Jahren kann das 100jährige Bestehen der vom Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart dem Jüngeren, 1925 geschnitzten, weltweit einzigartigen Darstellung des Gekreuzigten gewürdigt werden. (Siehe Foto oben). Die unvergleichliche Dramatik, die packende Darstellung und manch verstörte Betrachter dieses Jahrhundert-Kunstwerkes, machten das monumentale Schnitzwerk innerhalb kürzester Zeit auch international berühmt. Meister Jakob Adlhart, der in Hallein eine Künstler-Werkstätte besaß, schuf im ganzen Bundesland und weit darüber hinaus, vorwiegend kirchliche Kunstwerke von bestechender Qualität. Der Bildhauer wurde am 1. April 1818 in München geboren und starb am 12. August 1985 in Hallein.

Jakob Adlhart der Jüngere, begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstatt-Betrieb in St. Ulrich im Grödner Tal in Südtirol. Sein Vater, Jakob Adlhart der Ältere, war Vergolder und Fassmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man des jungen Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht.1908 richtete Jakob Adlhart d. Ä. im Cordon-Haus in Hallein seine ,,Werkstätte für christliche Kunst und Kunstgewerbe‘‘ ein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse an der Fachschule Hallein folgte Jakob Adlhart d. J. seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte Jakob Adlhart d. J. die breite Stilpalette historisierenden Schaffens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander.

Ab 1920 leitete Jakob Adlhart d. J. die ,,Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe‘‘ und studierte von 1921 bis 1923 bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbe-Schule. Er beendete sein Studium mit der Note ,,vorzüglich‘‘. Jakob Adlhart der Jüngere schuf vor allem Holzplastiken für Kirchen-Ausstattungen in Salzburg, Oberösterreich und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm im Bereich der monumentalen Arbeiten für das Erzstift St. Peter mit dem oben abgebildete Kolossal-Kruzifix 1925, sowie in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister für das Kleine Festspielhaus, mit dem berühmten Maskenblock aus weißem Marmor über dem Haupteingang 1926. Jakob Adlhart d. J. arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg (1957), Eisenstadt (1965) und Speyer, Deutschland, (1969) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Stadt und Land Salzburg rund 30 Werke, darunter auch der Zeiserlbrunnen von 1968 auf dem Halleiner Bayrhamerplatz. 1952 wurde dem Bildhauer der Professoren-Titel verliehen. – (Odo Stierschneider, Foto: Mayrhofer).

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Ab 30. Mai 2020 öffnet der Tennengauer Kunstkreis wieder den kunstraum pro arte für alle interessierten Besucherinnen und Besucher. Nach der, durch die Corona-Krise bedingten Pause, freut sich Helga Besl, Obfrau des Tennengauer Kunstkreises, nun mit einer besonders vielfältigen Ausstellung die traditionsreichen Ausstellungs-Räume wiederzueröffnen: ,,Über 50 Leihgeberinnen und Leihgeber haben jeweils ein Lieblingsstück aus ihrem Zuhause für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt. Was ein Lieblingsstück ist, hat dabei jeder und jede selbst entschieden, sodass es ganz Unterschiedliches zu entdecken gibt: vom Fundstück aus dem Wald bis hin zum Kunstwerk aus der privaten Sammlung.‘‘


Die Ausstellung ,,Lieblingsstücke und Objekte, die gefallen‘‘ versammelt sowohl Skulpturen, Malerei, Grafiken, Fotografien und filmische Beiträge, als auch Fundstücke und Erinnerungs-Objekte von Mitgliedern sowie Freundinnen und Freunden des Tennengauer Kunstkreises. Vielfältige Lieblings-Stücke aus privaten Räumen, übersiedeln für die Dauer der Ausstellung, in den kunstraum pro arte. Ein Satz zu jedem Lieblingsstück erzählt die Geschichte dahinter und lädt ein über eigene Lieblingsstücke nachzudenken.


Laila Huber, Leiterin des kunstraum pro arte, unterstreicht, warum es gerade in unruhigen Zeiten wie diesen umso wichtiger ist, Kunst und Kultur für alle zugänglich zu machen: ,,Kunsträume sind Orte der Begegnung und des Austauschs, etwas, das in den vergangenen Wochen und Monaten schmerzlich gefehlt hat. Über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen ist immer auch die Gelegenheit an einem größeren Ganzen teilzuhaben. Mit unserer Ausstellung zu den Lieblingsstücken, steht das, was jeder und jedem Einzelnen lieb ist und das Teilen dieser Geschichten, im Mittelpunkt.‘‘

 

Die Ausstellung eröffnet am 30. Mai 2020 von 10 bis 14 Uhr und ist bis 27. Juni 2020 zu den regulären Öffnungszeiten (Mittwoch – Freitag von 16 – 19 Uhr, Sa von 10 – 13 Uhr) zu sehen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen wird keine große Eröffnungs-Veranstaltung möglich sein. Es dürfen sich max. zehn Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten des kunstraum pro arte aufhalten. Besucherinnen und Besucher werden gebeten ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

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Jetzt wird die Kulturvermittlung im Keltenmuseum Hallein unter der Devise ,,Museum im Garten‘‘ nach draußen verlegt. Im angenehmen Ambiente des Museums-Gartens, mit Blick über die Salzach auf die Pernerinsel, erleben alle Interessierten Kultur auf der grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Sträuchern. Auf mitgebrachten Decken und vorhandenen Sesseln, können Sie Vorträge, Lesungen, Musik, Workshops für Familien und vieles mehr genießen. Nutzen Sie einen anschließenden Museums-Besuch, um in die Welt der Kelten und in die Geschichte der einstigen Salzstadt Hallein einzutauchen. Sie finden nachstehend 8 Termine für ,,Museum im Garten‘‘ im Zeitraum vom 6. Juni bis 19. September 2020 und ebenfalls 8 Termine für ,,Kultur-Dialoge‘‘ vom 5. Juni bis 18. September. Die darauf folgenden Termine für die Monate Oktober bis Dezember 2020 werden auf der Website www.keltenmuseum.at veröffentlicht. Alle Veranstaltungen sind auch individuell buchbar für maximal 9 Personen. Die Durchführung erfolgt angesichts der Corona-Pandemie unter Beachtung der behördlichen Vorschreibungen wie Atemschutz-Masken und Abstands-Regelung.

DIE VERANSTALTUNGEN
FÜR ,,MUSEUM IM GARTEN‘‘
Termine: Jeder 1. und 3. Samstag im Monat, jeweils von 10 bis 12 Uhr.

Wegen der beschränkten Teilnehmerzahl (9) ist Anmeldung erforderlich entweder unter Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at

Samstag, 6. Juni 2020:
Von der Pfleg zum Museum

Erfahren Sie die bewegte Geschichte des Gebäudes, in welchem seit 50 Jahren das Keltenmuseum untergebracht ist. Bereits die Salzburger Fürsterzbischöfe gingen hier ein und aus. Hier wurden Dokumente verfasst und der Salz-Reichtum des Landes aus dem Salzbergwerk Dürrnberg verwaltet.

Samstag, 20. Juni 2020:
Rätselhafte Kelten – Lesung für Kinder und Familien

Gemeinsam begeben wir uns auf die Spuren der Kelten und hören Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Anschließend gestalten große und kleine Besucher und Besucherinnen unter Anleitung einen keltischen Taschenbeutel mit einem Spiel zum Mitnehmen.

Samstag, 4. Juli 2020:
Hallein und das weisse Gold

Spannende Episoden der Halleiner Stadtgeschichte, geben Einblicke in die Geschichte der Salzproduktion von den Fürsterzbischöfen bis in die Gegenwart, als 19XX die Salzerzeugung eingestellt wurde. Entdecken Sie die Meilensteine der Halleiner Stadtentwicklung!

Samstag, 18. Juli 2020:
Kriegsende in Hallein – Lesung mit Musik

Vor 75 Jahren war in Österreich der verheerende 2. Weltkrieg zu Ende. In ihrem Buch beschreibt Autorin Helga Springer das Kriegsende in Hallein von den letzten Kriegstagen bis zur Wiedereröffnung der Schulen.

Samstag, 1. August 2020:
Archäologie – wie geht das?

Hier erfahren Sie, wie Archäologinnen und Archäologen arbeiten. Welche Techniken werden angewendet? Was passiert bei einer archäologischen Grabung?

Samstag, 15. August 2020:
Salzige Geschichten – Programm für Kinder und Familien

Kurzgeschichten und Märchen entführen in eine Zeit, in der das Salz so wertvoll war wie Gold. Danach töpfern die Familien kostbare, kleine  Salzgefäße für zu Hause!

Samstag, 5. September 2020:
Die Knochen der Kelten

Was erzählen die Knochen der Kelten über das Leben der Menschen vor 2.500 Jahren? Das erforschen Anthropologinnen und Anthropologen. Die Besucher und Besucherinnen werden über die Methodik dieser Forschungen informiert. Anschließend interpretieren sie selbst anhand von Bildmaterial keltische Skelette.

Samstag, 19. September 2020:
Klänge aus der Eisenzeit

Keltische Klänge entführen die Zuhörerinnen und Zuhörerinnen in eine längst vergangene Zeit und laden zum Träumen ein.

DIE VERANSTALTUNGEN
FÜR DIE ,,KULTUR-DIALOGE‘‘
Termine: Jeder 1. und 3. Freitag im Monat, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Wegen beschränkter Teilnehmerzahl (9) ist Anmeldung erforderlich entweder unter Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at

Freitag, 5. Juni 2020:
Ausgestorbene Berufe

Derzeit beschäftigen uns die aktuellen Veränderungen im Berufs- und Schul-Alltag. Welche Berufe gab es früher, die lange schon ausgestorben sind? Warum sind sie verschwunden? Entdecken Sie unter anderen die Kleitzer und die Salzgeherinnen!

Freitag, 19. Juni 2020:
Was hatten die Kelten mit den Griechen zu tun?

Die weit reichenden Verbindungen in der Antike brachten den Kelten neue Trinksitten und damit einhergehend neue Gefäßformen. Entdecken Sie die dazu passenden Objekte im Keltenmuseum!

Freitag, 3. Juli 2020:
Natur und Umwelt in der Bronzezeit

Das Kupfer-Bergbaugebiet am Mitterberg bei Bischofshofen war ein bronzezeitliches Industriegebiet, in dem der Kupferbergbau ein hochspezialisiertes, arbeitsteiliges Verfahren hervorbrachte, welches die Umwelt nachhaltig prägte. Aktuelle Umweltfragen im historischen Kontext!

Freitag, 17. Juli 2020:
Frauen in der Urgeschichte

Was verraten die archäologischen Funde über das Leben und die Rolle der Frauen in der Urgeschichte? Suchen und finden Sie die ,,weiblichen‘‘ Aspekte in der Ausstellung und diskutieren Sie die Interpretation dr Funde!

Freitag, 7. August 2020:
Arschleder, Gugl & Co – Bergmannssprache

In Zeiten von Corona steht viel Zeit zur Verfügung, um Sprachen zu lernen. Die Arbeiten in und um das Salzbergwerk und die Herstellung von Salz aus der Sole in den Salinen war so speziell, dass es viele Begriffe gibt, die nur von Bergwerks- und Salinenarbeitern verwendet wurden. Andere Wörter sind so alt, dass sie heute nicht mehr bekannt sind. Käppi-Pepi erklärt die Bedeutung all der rätselhaften Ausdrücke und Bezeichnungen und welche Geschichten dahinterstecken!
 

Freitag, 21. August 2020:
Protestanten-Vertreibungen vom Dürrnberg

Im Dürrnberger Salzbergbau waren zahlreiche Protestanten beschäftigt. Deren Vertreibung durch die Fürsterzbischöfe nicht nur harte persönliche Folgen für die betroffenen Familien hatte sondern auch negative wirtschaftliche Folgen im Land Salzburg. Die Besucher erfahren Einzelheiten von persönlichen Schicksalen und
über die Auswirkungen dieser brutalen Vertreibung.

Freitag, 4. September 2020:
Frauen im Salz- und Sud-Wesen

Während der Salzbergbau in Hallein bis weit ins 20. Jahrhundert eine männliche Domäne war, hatten die Frauen in Hallein und in den Sudhäusern einige Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Entdecken Sie die sehr speziellen Tätigkeiten der Frauen!

Freitag, 18. September 2020:
Keltische Gelage – Essen und Trinken einst auf dem Dürrnberg

Die Kelten waren bei den Römern bekannt für ihre ausgelassenen, feuchtfröhlichen Feiern. Doch welche Speisen und Getränke wurden von den Kelten auf dem Dürrnberg tatsächlich konsumiert? Stimmen die Vorurteile der Römer? Erforschen Sie gemeinsam die keltischen Tischsitten!

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Am Samstag, den 16. Mai 2020, öffnet das Keltenmuseum Hallein wieder den Ausstellungs-Bereich für Besucherinnen und Besucher. Die Öffnungs-Zeiten bleiben unverändert wie bisher: Montag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Unter Einhaltung der aktuell erforderlichen gesundheitlichen Sicherheits-Maßnahmen, bietet das auch international angesehene Keltenmuseum, wieder einen besonders attraktiven und anspruchsvollen Beitrag zu den in der Stadt Hallein sich bietenden Freizeit-Aktivitäten. Zusätzlich zum europaweit bekannten Bestand des Museums, wurden die neuen Veranstaltungs-Formate ,,Museum im Garten‘‘ und ,,Kultur-Dialoge‘‘ entwickelt. Sie ermöglichen Kultur-Erlebnisse und den persönlichen Austausch mit dem Museums-Team. Beachten Sie bitte: Bei allen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl auf 9 Personen beschränkt, daher wird unbedingt um rechtzeitige Anmeldung gebeten: Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at. Unter www.keltenmuseum.at ist das Museum im Internet präsent.

DREI AUSSTELLUNGS-BEREICHE
1.)  Zeitsprünge – Ursprünge. Reise in die Urgeschichte Salzburgs

Die Ausstellung im Erdgeschoß widmet sich der Urgeschichte des Landes Salzburg. Einzigartige Objekte wie der Helm vom Pass Lueg, die Funde aus den bronzezeitlichen Kupfer-Bergwerken vom Mitterberg bei Bischofshofen oder der keltische Gold-Torques von der Maschalm bei Rauris sind wieder zugänglich. Zahlreiche weitere Objekte aller urgeschichtlichen Epochen – vom Mesolithikum bis zum Ende der Eisenzeit – illustrieren eindrucksvolle die große Bedeutung, die das heutige Land Salzburg durch seine zentrale Lage und seinen Rohstoffreichtum, seit dem 9. Jahrtausend v. Chr. innehatte.

2.)  Die Kelten vom Dürrnberg
Hallein und der Dürrnberg blicken auf eine Jahrtausende alte Besiedlungs-Geschichte zurück. Das ,,weiße Gold‘‘ prägte das Leben in der Region und in den Städten Hallein und Salzburg – von der prähistorischen Salzgewinnung über den Salzabbau der Salzburger Fürsterzbischöfe bis in unsere Zeit. Schon in der Eisenzeit erschlossen keltische Bergleute das Salzvorkommen auf dem Dürrnberg. Kunstvolle Kannen, filigrane Fibeln und aufwendige Alltags-Gegenstände zeugen vom damaligen Wohlstand. Kostbarkeiten aus Bernstein, Gold. Koralle oder Glas erzählen von weitreichenden Handels-Beziehungen. Die Besucherinnen und Besucher des Keltenmuseums Hallein erleben die Highlights aus einer über 2.500 Jahre andauernden Siedlungs-Geschichte!

3.)  Hallein und die Salzburger Fürsterzbischöfe
Nachdem die keltische Salzgewinnung mit dem Einmarsch der Römer ihr Ende fand, wurden erst im 12. Jahrhundert die Salzvorkommen auf dem Dürrnberg durch die Salzburger Fürsterzbischöfe als Quelle des Reichtums wiederentdeckt. In der Blütezeit, unter Fürsterzbischof Wolf-Dietrich, wurden auf dem Dürrnberg bis zu 36.000 Tonnen Salz pro Jahr abgebaut. Die architektonische Schönheit der Stadt Salzburg, Sitz der auch weltlich regierenden Fürsterzbischöfe, ist ohne das Salz vom Dürrnberg undenkbar. Im 2. Stock des Keltenmuseums befinden sich die fürsterzbischöflichen Fürstenzimmer aus den Jahren 1756-1757. Der dort gezeigte, bekannte Bilderzyklus, stellt die älteste und umfangreichste Gemälde-Dokumentation des historischen Salzbergbaus dar. Sie dokumentiert erstmals die Arbeit unter Tage im Salzbergwerk oben auf dem Dürrnberg, aber auch die Tätigkeit in den Sudhäusern und an der Holzrechen-Anlage in Hallein. Die ausgestellten historischen Objekte verweisen auf den schwierigen Alltag in der Salzstadt und von den harten Lebensbedingungen der Salzarbeiter.

WEITERE VERANSTALTUNGEN
Halleiner Stadtführungen
am Tag der Heiligen Corona am 14. Mai

Am Donnerstag, 14. Mai 2020 um 18 Uhr, wird innerhalb von 60 Minuten in Kooperation mit den ,,Halleiner G‘schichten‘‘ eine rasante und spannende Stadtgeschichte von Hallein geboten. Am Tag der Heiligen Corona wird aus aktuellem Anlass auch die Geschichte der Pest in Hallein dargestellt. (Die Heilige Corona wurde im Alter von nur 16 [sechzehn] Jahren in der Spätantike grausam hingerichtet. Zwischen zwei niedergebogene Palmen gefesselt, erlitt sie einen grausamen Tod, als die Palmen wieder in die Höhe schnellten. Corona-Wallfahrten gibt es beispielsweise in St. Corona am Wechsel in Niederösterreich. Die Heilige Corona gilt auch als Schutzpatronin vor Seuchen.) Weitere Themen der Stadtführungen: Wie prägte die Salzproduktion die Halleiner Stadtgeschichte? Welche Frauen haben in Hallein Geschichte geschrieben? Was ereignete sich auf den Plätzen und in den Gassen der Stadt? Bei den kurzweiligen Stadtrundgängen reisen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die turbulente Vergangenheit der einstigen Salinenstadt Hallein. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.halleinergschichten.com. Treffpunkt: Keltenmuseum Hallein. Anmeldungen erforderlich unter Tel. 0664 210 38 05. 9 Personen je Führung. Mehrere Gruppen möglich. Das wird Sie besonders freuen: Die Stadtführungen am Tag der  Heiligen Corona sind kostenlos!

Wochenende zur Wieder-Eröffnung
des Keltenmuseums 16. und 17. Mai

Anlässlich der Wiedereröffnung des Halleiner Keltenmuseums wird das neue Format ,,Kultur-Dialoge‘‘ präsentiert. An ausgewählten Standorten in den Ausstellungs-Räumen des Keltenmuseums, werden interessierte Besucherinnen und Besucher in Kleingruppen bis 9 Personen über spezielle Objekte und deren Geschichte informiert. Die Veranstaltungen finden unter der Einhaltung der geltenden Sicherheits-Maßnahmen bezüglich der aktuellen Corona-Pandemie statt.

Samstag, 16. Mai 2020, 10 – 12 Uhr
KULTUR-DIALOGE: Schnabelkanne & Co – Highlights der Archäologie

Die Ausgrabungen auf dem Dürrnberg, faszinierende Funde und ausgefeilte Handwerkskunst der Kelten stehen im Mittelpunkt. Entdecken Sie anschließend Ihre persönlichen Highlights im Museum!

Sonntag, 17 Mai 2020, 14 – 16 Uhr
KULTUR-DIALOGE: Die Knochen der Kelten

Was erzählen die Knochen der Kelten über das Leben der Menschen vor 2.500 Jahren? Anhand von Abbildungen werden die Besucherinnen und Besucher selbst zu Anthropologen und erforschen die Knochen der Kelten unter fachkundiger Anleitung. – Am 5. Juni 2020 geht es weiter mit dem neuen Format ,,Kulturdialoge‘‘. Am 6. Juni startet das zweite neue Format ,,Museum im Garten‘‘. Nähere Details zu diesen beiden Veranstaltungs-Reihen folgen hier im SALZSCHREIBER-Ressort KULTUR als Teil 2 der Veröffentlichungen zur Wiedereröffnung des Keltenmuseums Hallein. –  (Presse-Aussendung: Keltenmuseum Hallein. Ergänzungen: OST. Foto: Odo Stierschneider).

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Die Halleiner Altstadt bietet seit 5. Mai 2020 und noch bis 12. Juni 2020, allen Kunst-Freunden und Kunst-Interessierten eine kleine, besonders reizvolle, jederzeit zugängliche  Gemäldegalerie – maybe the greatest artspace in austria – in der überdachten Auslagenfront am Beginn der Ruprechtgasse. Hier zeigt die deutsche kunstaffine Fotografin Anja Conrad unter dem Motto ,,Everything is always so perfekt when you are in it‘‘ zeitgenössische Kunst an drei sehr unterschiedlichen, optisch bestechenden und eindrucksvollen Beispielen.  Eine offizielle Ausstellungs-Eröffnung musste angesichts der Corona-Krise leider unterbleiben. Anja Conrad, geboren 1971, lebt und arbeitet in Oberursel. Sie erhielt ihren BFA von der School of Art Institute in Chicago und ihren MFA in Fotografie und verwandten Medien von der School of Visual Arts in Ney York City, wo sie bei Joel Sternfeld studierte. Anja Conrad ist international tätig und trat unter anderem auch in Paris und in Petersburg in Erscheinung.

 

Wenn Anja Conrad mit ihrer Mittelformat-Kamera durch die Straßen geht, fängt sie die Markierungen des Menschen in lebendigen Farben ein, in der Tradition der dokumentarischen Fotografie. Ihre großformatigen Fotografien einer Reflexion in einem Schaufenster, die eine Silhouette mit einem Roboterherz zeigt, oder das zerbrochene Leuchtkastenschild, welches sein Innenleben enthüllt, sind Dokumente der verwandelten Realität. Was passiert, wenn so etwas, so ernsthaft erfasst, als Porträt fixiert wird, und wie entfaltet es sich in dieser Größenordnung? Anja Conrad, geboren 1971, lebt und arbeitet in Oberursel. Sie erhielt ihren BFA von der School of Art Institute in Chicago und ihren MFA in Fotografie und verwandten Medien von der School of Visual Arts in New York City, wo sie bei Joel Sternfeld studierte. Ihr kürzlich erschienenes Fotobuch „Alles ist immer so perfekt, wenn man drin ist“ wurde 2019 im Kehrer Verlag veröffentlicht.

Die reizvolle Gemäldegalerie in der Ruprechtgasse, die aufgrund ihrer Überdachung auch bei Schlechtwetter ungetrübten Kunstgenuß ermöglicht, wird sich ganz bestimmt zu einem gerne besuchten Highlight des Halleiner Stadtzentrums entwickeln. Ihre Betreiber planen hier im Jahresablauf ein reges, attraktives und abwechslungsreiches Ausstellungs-Geschehen, welches die Kulturstadt Hallein auf sehr spezielle Art aufwertet. – Zu den oben stehenden Fotos: Das erste Foto zeigt die Gemäldegalerie bei abendlicher Beleuchtung, auf den Fotos 2 bis 4 sind die Werke einzeln dargestellt, das 5. und letzte Foto zeigt die Fotografin Anja Conrad. – (Odo Stierschneider unter Bezug auf MTGAIA-Veröffentlichungen. Fotos: Anja Conrad).

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Es war einmal eine bezaubernde Wasserbucht. Umgeben von einem mit Natursteinplatten belegten Gehweg. Dann folgten die Sitzreihen wie in einem historischen griechischen Theater. Bei der feierlichen Eröffnung fragte sich Festredner Kultur-Landesrat Othmar Raus noch sichtlich verärgert, wieso eine derart grandiose Attraktion ausgerechnet in Hallein und nicht in der Landeshauptstadt errichtet worden sei. Der damalige Festspiel-Intendant Gérard Mortier, als er gemeinsam mit Bürgermeister Franz Kurz und dem Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘ Odo Stierschneider, die eindrucksvolle Anlage besichtigte: ,,Meine Herren, hier wird es Aufführungen der Salzburger Festspiele geben, ich höre hier schon die Wiener Philharmoniker spielen!‘‘ Die Stadt Hallein, wohl von allen guten Geistern verlassen, wusste es natürlich besser. Sie ließ, absolut unfassbar, die schöne Wasserfläche, den rundum laufenden Gehweg sowie die ersten drei Sitzstufen einfach zuschütten. Seither ist das Desaster perfekt. Die Enden der beiden seitlich hinunter führenden Stufen verschwinden einfach im Schotter – solch einen Anblick gibt es in der gesamten zivilisierten Welt kein zweites Mal. (Siehe dazu das 1. und 2. Foto oben). In der Mitte des Sitzreigen-Halbrundes floss einst ein Bach hinunter zur Wasserfläche. Heute ist dieses Gerinne seit Jahren trockengelegt, baufällig, verwahrlost und widerwärtig verdreckt. (Dazu unser 3. Foto oben). Selbstverständlich würde der SALZSCHREIBER dieses Foto für die Titelseite von repräsentativen Werbeprospekten für die Stadt Hallein kostenlos zur Verfügung stellen. Dort, wo einst auf der Wasserfläche eine von den Salzburger Festspielen mitfinanzierte (!) Wasserbühne schwamm, herrscht heute grüner Wildwuchs. (4. und 5. Foto oben). Wenn es regnet, verwandelt sich das Ganze zur größten Schlammschüssel Österreichs. Dann rückt die Jugend mit ihren Drahteseln an und zieht tiefe Furchen durch das aufgeweichte Areal. (Dazu 6. und 7. Foto oben). Insgesamt also derzeit eine Situation, die einem den Magen umdreht. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Salzburger Festspiele als Leuchtfeuer bei der Suche nach der eigenen Identität, nach dem Sinn unseres Lebens, aber auch bei der Wiederherstellung der Identität ganzer Völker – das war der große Gedanke jener Künstler und Bürger, die die Salzburger Festspiele als ,,eines der ersten Friedenswerke‘‘ vor 100 Jahren gründeten. Allen voran der Theatermagier Max Reinhardt, der Poet Hugo von Hofmannsthal, der Komponist Richard Strauß, der Bühnenbildner Alfred Roller und der Dirigent Franz Schalk. 100 Jahre später führt ein glanzvolles Direktorium, bestehend aus Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser und Kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz, verstärkt durch Bettina Hering (Schauspiel) und Florian Wiegand (Konzert) die Salzburger Festspiele.

Wie konnte es passieren, dass die grafisch gestaltete Wortmarke ,,100 Jahre‘‘ für die Salzburger Festspiele ausgerechnet im glanzvollen Jubiläumsjahr 2020, zum bedauerlichen Fehlgriff wurde? Nachstehend ist der Begriff ,,100 Jahre‘‘ in zehn gängigen, auf jedem Computer verfügbaren Schriften wiedergegeben. Jede dieser gebräuchlichen Schriften bietet einen schöneren und eleganteren Eindruck als die unten wiedergegebene ,,grafische Lösung‘‘ des Begriffes ,,100 Jahre‘‘, so wie er bedauerlicher Weise für das Internationale Zentralgestirn der weltweiten Festspiele, zu dessen stolzem Bestands-Jubiläum vorgelegt wurde. Und mittlerweile auch in Verwendung steht.

 

Es hätte einen internationalen Gestaltungs-Wettbewerb für den Begriff ,,100 Jahre Salzburger Festspiele‘‘ geben müssen. Für jeden ernst zu nehmenden, etablierten Schrift-Grafiker eine einzigartige, traumhafte und begeisternde Herausforderung. So aber existiert derzeit – wie lange noch? – nur eine armselige, kindlich hingeschmierte, lächerliche Wortmarke, in dilettantisch-deprimierender Farbgebung Hellgrau-Schwarz. Alles andere als ein festliches, beschwingtes und stolzes Jubiläum-Symbol. Oh Gott!

100 Jahre Salzburger Festspiele ließen aus dem zarten Pflänzchen, welches vor 100 Jahren am 22. August 1920 mit dem ,,Jedermann‘‘ seine erste hinreißende Blüte öffnete, das mittlerweile größte Klassikfestival der Welt entstehen – mit mehr als 200 Vorstellungen auf 15 Spielstätten an 44 Tagen, mit Besuchern aus 80 Ländern, 40 davon außerhalb von Europa. Eine ,,Begeisterungs-Gemeinschaft‘‘ nannte Bazon Brock, Professor für Ästhetik, das Publikum der Salzburger Festspiele. Zitat: ,,Weil bei den Festspielen eine einzigartige Form des gemeinsamen Erlebens entsteht, welches Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion eint. Eine Begeisterungs-Gemeinschaft für die Kraft der Kunst!‘‘ – (Helga Rabl Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz. Wortmarken-Kritik: Odo Stierschneider).

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Es ist in der Tat beeindruckend, mit welcher Zähigkeit / Verständnislosigkeit / Sturheit / Verbohrtheit / Interesselosigkeit, seit Jahren immer wieder verhindert wird, dass das bescheidene Schaugrab von ,,Stille-Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Gruber (siehe 1. Foto oben, es entstand in der Osterwoche 2020), endlich in einen herzeigbaren Zustand versetzt wird. Man sollte glauben, dass diese wichtige und symbolträchtige, kleine Grabanlage vor dem ,,Stille-Nacht‘‘-Museum in einem Meer von Blumen versinkt und beeindruckendes Vorbild für die Gräber auf dem Städtischen Friedhof Hallein ist. Doch genau das unerfreuliche Gegenteil ist der Fall. Zahllose Gräber auf dem Friedhof verweisen die Gruber gewidmete, kleine Grabanlage, in den Bereich der Peinlichkeit und Lächerlichkeit. Warum ist die vorbildliche Pflege des Grabes nicht schon längst organisiert und liegt in festen Händen? Der Zustand des Grabes ist immer wieder bestürzend und schockierend. Man wagt gar nicht daran zu denken, wie in anderen Gemeinden ein derartiges Erinnerungsgrab aussehen würde.

EINE ZUFRIEDENSTELLENDE GESTALTUNG
DES GRUBER-PLATZES STEHT NOCH AUS

Auch das Umfeld des bescheidenen Ehrengrabes bietet Anlass zu Kritik. Der Platz rundum wurde schön gepflastert. Einige moderne Sitzobjekte wurden ziemlich planlos aufgestellt und gehen höchstens als rührende, aber vergebliche Möblierungs-Versuche durch. Und das war’s dann auch schon. Eine endgültige, zufriedenstellende Platzgestaltung fehlt noch immer. Grubers kleine Grabanlage, die eher einem Privatgrab als einer offiziell errichteten Gedenkstätte gleicht, entstand in der Notzeit der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. In der allzu langen Zeitspanne seit damals, gab es nur zwei Initiativen, um das Erscheinungsbild des Schaugrabes zu verbessern. Erstens wurde das kleine Grab mit einem Ziergitter umgeben und zweitens sorgte Odo Stierschneider, damals Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘, für die Anbringung der drei Grab-Laternen. Bis dahin konnte nicht einmal eine Kerze wettersicher an dem Grab entzündet werden! Sonst passierte in den etwa 90 Jahren seit Errichtung des allgemein als ,,Gruber-Grab‘‘ bezeichneten Schau-Grabes nichts, obwohl sich die wirtschaftlichen Verhältnisse seit den 30ern drastisch verbesserten.

VERGEBLICHE ANREGUNGEN FÜR DIE
VERBESSERUNG DES GRUBER-PLATZES

Aus der Kunstszene gab es gut gemeinte Vorschläge. In der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, präsentierte ein Architekten-Team den Vorschlag, vor Grubers Wohnhaus (in dem sich heute das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum befindet), einen Pavillion zu errichten, in dem das Leben Franz Xaver Grubers in Hallein dokumentiert werden sollte. Ein anderer Vorschlag regte die Aufstellung einer überlebensgroßen Statue Franz Xaver Grubers vor seinem Wohnhaus an. Im Rahmen der kürzlichen Neupflasterung des Gruber-Platzes war die Rede von einem Kunstobjekt, welches Grubers weltberühmte Komposition des Liedes ,,Stille Nacht‘‘, aber auch seine jahrzehntelange Tätigkeit in der Halleiner Stadtpfarrkirche würdigen sollte. Alle Vorschläge stießen bei den Verantwortlichen auf taube Ohren. So stehen wir noch immer vor dem geradezu rührend bescheidenen Gedenk-Grab aus dem vergangenen Jahrhundert, das sich auch noch den Vorwurf gefallen lassen muss, ein Lügen-Grab zu sein, da es ein reines Leer-Grab ist. Dennoch findet man hier die Aufschrift ,,Hier ruhet Franz Xaver Gruber…‘‘ Dessen tatsächliche Grabstätte ist unbekannt, sie dürfte sich aber in der Nähe des heutigen Leergrabes befinden.

MONSTRÖSE BRUTAL-STIEGE
ERSCHLÄGT GRUBERS GEDENK-GRAB

Noch ein letzter Kritikpunkt, der bei den Verantwortlichen in bewährter Weise auf taube Ohren stößt: In unmittelbarer Nähe des Schaugrabes führt vom Gruberplatz eine Treppe hinauf zur Ferchlstraße. Das Ganze ist eine perfekte Fehlkonstruktion. Die übermächtigen, geradezu martialischen Seitenmauern der Treppe wurden in völlig unpassendem, rötlichen Gestein errichtet. Das Ganze erinnert eher an eine mittelalterliche Festung als an ein Stiegengeländer. Dessen Konstruktion misslang indessen so nachhaltig, dass man gezwungen war, an der Innenseite ein eisernes Geländer zu montieren. Ein grandioser, peinlicher Schildbürgerstreich. Das alles erkennt man auf unserem 2. Foto oben und auch, dass die monströsen, funktionslosen seitlichen Stiegenmauern, Grubers Schaugrab völlig erschlagen. Daher gehören diese Brutal-Mauern endlich, endlich abgetragen und auf der zweiten Seite der Treppe gehört ebenfalls ein eisernes Geländer montiert. Damit verliert die Treppe ihren brutalen Charakter. Sie wäre deutlich zierlicher als heute und das kleine Erinnerungs-Grab Franz Xaver Grubers käme damit wesentlich besser zur Geltung als dies derzeit der Fall ist. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Angesichts der Bedrohungen durch die Corona-Krise, ist man für jede humorvolle Schandtat besonders dankbar. Wie in unserem Fall, als Unbekannte die Bronzefigur vor dem Halleiner Keltenmuseum mit einer Atemschutz-Maske ausrüsteten. (Dazu unser 1. Foto oben). Das Kunstwerk stammt bekanntlich vom angesehenen Gollinger Bildhauer-Altmeister Prof. Josef Zenzmaier. Der Künstler blickt auf ein umfangreiches Werk sowie auf zahlreiche offizielle Ehrungen und Auszeichnungen zurück. Die Bronzefigur ist noch immer der erste Beitrag zu einem geplanten Kunstwerke-Pfad durch die Halleiner Altstadt. Verschiedenste Künstlerinnen und Künstler sollten hier durch eine Arbeit vertreten sein – insgesamt ein besonders anspruchsvolles Vorhaben, um das Erscheinungsbild der Halleiner Altstadt auf niveauvolle Art und Weise aufzuwerten. Es blieb jedoch bisher beim ersten Kunstwerk. In Zeiten der Corona-Krise erscheint es geradezu frevelhaft, die Verantwortlichen daran zu erinnern, dass hier bereits seit Jahren ein dringender Handlungsbedarf besteht. Allen Hindernissen zum Trotz – der SALZSCHREIBER, dem alles am Herzen liegt, was für die Stadt Hallein von Vorteil ist, wird die säumigen Verantwortlichen nach Ende des Corona-Horrors wieder an dieses wichtige und erfreuliche Vorhaben erinnern. Abschließend noch eine wichtige Frage, die uns allen zu Herzen gehen muss: Warum trägt eigentlich das Haupt von Franz Xaver Gruber über dem Eingang zum Stille-Nacht-Museum (siehe 2. Foto oben) noch immer keine Atemschutz-Maske? – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Jetzt, im ersten Coronavirus-Halbjahr, ist es natürlich einigermaßen sinnlos, zu welchem Thema auch immer, Vorschläge, Anregungen oder Ideen zu unterbreiten. Angesichts des rundum wuchernden Coronavirus-Horrors ist das Interesse für alles andere, ohne Bezug zum heißen Dauerthema Corona, in nahezu hoffnungslose Tiefen abgestürzt. Der SALZSCHREIBER versucht es trotzdem. Es geht um die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel. Und da herrscht Hochspannung angesichts der Frage, die auch die fantastische und großartige Festspiel-Präsidentin derzeit nicht beantworten kann: Werden heuer, im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens, die Salzburger Festspiele trotz Corona-Krise stattfinden? Werden dazu in Hallein die erforderlichen Akzente gesetzt? Nicht nur der SALZSCHREIBER ist optimistisch, auch die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘. Trotz aller Unwägbarkeiten wurde von diesen, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele, vorsorglich das nachfolgende Ideen-Paket geschnürt.

FEST IN HALLEIN VOR BEGINN
DER FESTSPIELE AUF DER PERNERINSEL

Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele gilt es, nicht nur auf der Pernerinsel sondern auch in der Halleiner Altstadt (siehe Foto oben), Festspiel-Feeling zu verbreiten. Ein Fest künftig alljährlich im Vorfeld der Festspiele auf der Pernerinsel, könnte in der Altstadt auf die bevorstehende Festspiel-Saison einstimmen. Musikalische und theatralische Darbietungen, umrahmt von kulinarischen Angeboten, wären die Basis.

FESTSPIEL-FAHNEN
AUF DEN STADTPLÄTZEN

Ernst Kronreif hatte vor Jahren die glorreiche Idee, in Hallein Fahnen mit Großfotos von Halleiner Festspiel-Aufführungen zu hissen. Zur offiziellen Eröffnung dieses Fahnen-Ereignisses war auch Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler nach Hallein gekommen. Eine Wiederbelebung dieser Initiative auf Bayrhamerplatz, Kornsteinplatz und Schöndorferplatz wäre ein optisch wirksamer Beitrag für anspruchsvolles Festspiel-Feeling in der Altstadt.

ATTRAKTIVE GESTALTUNG
VON FESTSPIEL-SCHAUFENSTERN

Wenn die Corona-Krise rechtzeitig ihr Ende findet, dann haben die Halleiner Geschäfte noch vor Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel wieder geöffnet.
Mit optisch wirksamen und anspruchsvollen Gestaltungs-Elementen, könnte in die Schaufenster der Halleiner Altstadt anspruchsvolle Festspiel-Atmosphäre einziehen.

KULINARISCHES BEISAMMENSEIN
MIT DEN FESTSPIEL-SCHAUSPIELERN

Kurz vor oder kurz nach Beginn der Festspielsaison auf der Pernerinsel, sollte wieder die während zahlreicher Jahre stattgefundene, festliche Bewirtung der Festspiel-Schauspieler stattfinden, so wie dies sehr erfolgreich Hohlwegwirt Ernst Kronreif und nach ihm Caroline Hubble in der Fußgängerzone praktizierten.

GESTALTUNGS-WETTBEWERB
FÜR DIE GROSSE FESTSPIELFASSADE

Die langgezogene Grau-in-Grau-Fassade des Festspielbereiches an der Alten Saline. Sie wartet nun schon seit fast 30 Jahren vergeblich auf eine attraktive, den Festspielen und der immer attraktiver werden Halleiner Altstadt entsprechende Gestaltung. Das 100jährige Bestehen der Salzburger Festspiele wäre der passende Anlass, um heuer, noch vor Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel, durch den Halleiner Bürgermeister die Ergebnisse eines Gestaltungs-Wettbewerbes vorzulegen – als sinnvoller Beitrag der Stadt Hallein zum 100jährigen Bestand der Festspiele.

SCHAFFUNG
DES HALLEINER FESTSPIEL-PRESSEPREISES

Die Aufführungen der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel finden ein breites Echo in den Medien. Es müsste in Hallein eine Prominenten-Jury gebildet werden, die die verschiedenen Presse-Veröffentlichungen beurteilt und schließlich den besten Beitrag zum Sieger erklärt. Die gekürte Verfasserin bzw. der gekürte Verfasser müsste nach Hallein eingeladen werden, um im Halleiner Rathaus eine entsprechende Würdigung zu empfangen.

NUR EINIGE BÄUME
UM DEN GROSSEN PARKPLATZ OPTISCH ZU ENTSCHÄRFEN

Damit die entsetzliche Parkplatz-Blechlawine auf der Pernerinsel vor dem Festspiel-Bereich optisch etwas entschärft wird, sollten einige Bäume inmitten der Parkfläche gepflanzt werden. Wichtig: wenn sie genau auf der Trennlinie zwischen den Autoreihen gepflanzt werden, dann geht kein einziger Parkplatz verloren!

ABSCHIEDSGESCHENK
FÜR DIE FESTSPIEL-PRÄSIDENTIN

Die verdienstvolle Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, unterstützte während ihrer Amtszeit immer wieder nachhaltig den Verbleib der Salzburger Festspiel auf der Halleiner Pernerinsel. Mit Ende des heurigen Jahres, beendet sie ihre Tätigkeit als Festspiel-Präsidentin. Ein großer Anlass, sowohl für die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ als auch für die Stadt Hallein, um sich mit einem passenden Abschiedsgeschenk einzufinden. – (Odo Stierschneider, Foto: OST)

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Das allmächtige Coronavirus macht’s möglich. Es ist noch völlig unklar, ob und wie sich die Salzburger Festspiele im kommenden Sommer anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens entfalten werden. Ob das große Jubiläum wie geplant gefeiert wird oder ob es eine reduzierte Version geben wird steht noch in den Sternen, wie Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler in einem ausführlichen Fernseh-Interview bekannt gab. Zuverlässige Angaben sind derzeit angesichts der großen Verunsicherung rund um das Coronavirus nicht möglich. Der SALZSCHREIBER ist natürlich optimistisch und so sollen die beiden geplanten Jubiläums-Stücke auf der Halleiner Pernerinsel nochmals in Erinnerung gebracht werden.

RICHARD III.
VON WILLIAM SHAKESPEARE
8 Vorstellungen vom 28. Juli bis 7. August 2020
Pernerinsel Hallein

Ausgerechnet unter der stabilen Herrschaft von Elisabeth I. wählt William Shakespeare um das Jahr 1592 eines der dunkelsten Kapitel der englischen Geschichte, die Rosenkriege der Jahre 1455 bis 1485, um damit sein Publikum mit dem Verfall einer Adelsgesellschaft und den skrupellosen Machtkämpfen der Familien York und Lancaster im Kampf um den englischen Thron zu konfrontieren.
Mit Richard III., dessen Herrschaft den Endpunkt der Rosenkriege darstellt, betritt eine der vielschichtigsten Figuren der Theaterliteratur die Bühne: kaltblütig, hemmungslos, sadistisch und gleichzeitig hellsichtig, witzig und verführerisch. Er versteht es, die Menschen zu manipulieren und sich selbst zu inszenieren. Zum ersten Mal steht diese charismatische Figur von William Shakespeare bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Lina Beckmann, die als Rose Bernd 2017 bei den Salzburger Festspielen bereits einen riesigen Erfolg feierte, wird die Titelrolle übernehmen. Inszeniert wird das Stück von Karin Henkel, der Regisseurin von Gerhart Hauptmanns Rose Bernd. In weiteren Rollen sind unter anderen Kristof Van Boven, Elsie de Brauw und Kate Strong zu sehen. Die Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg feiert am 28. Juli 2020 Premiere auf der Halleiner Pernerinsel.

MARIA STUART
VON FRIEDRICH SCHILLER
8 Vorstellungen vom 16. August bis 27. August 2020
Pernerinsel Hallein

Friedrich Schillers Maria Stuart wurde in der 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele noch nie zuvor inszeniert, aber wie William Shakespeare war Friedrich Schiller ein zentraler Autor des Festspiel-Gründers Max Reinhardt. Maria Stuart ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Leben lang umtrieben: Was ist die Freiheit des Einzelnen? Was ist politische Macht und wo endet sie? Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Recht gefertigt? In der Regie von Burgtheater-Direktor Martin Kusej kommt es nun zur ersten Inszenierung von Schillers Spätwerk in der Festspielgeschichte mit den Schauspielerinnen Bibiana Beglau als Elisabeth und Birgit Minichmayr als Maria Stuart. An deren Seite spielen Itay Tiran als Robert Dudley, Graf von Leicester; Oliver Nägele in der Rolle von Georg Talbot, Graf von Shrewsbury; Norman Hacker als Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh; und Franz Pätzold in der Rolle des Mortimer. Die Neuinszenierung ist eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien, die Premiere und findet am 16. August 2020 auf der Pernerinsel in Hallein statt. – (Odo Stierschneider, Foto: Man Ray).

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Die erste Ausstellung des Tennengauer Kunstkreises im Jahr 2020, widmet sich den grafischen Positionen der beiden Künstler Bernhard Lochmann und Stefan Kreiger. In der Ausstellung „Pictocluster“ werden vor allem Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung und Collage gezeigt. Ausdrucksweisen, in denen beide Künstler in den vergangenen Jahren intensiv tätig waren, zu eigenen Formensprachen gefunden haben und die hier als Schnittstellen fungieren in der Zusammenstellung als szenischer Dialog. Die Künstler bedienen sich an den herkömmlichen wie auch absurden „Bildausstoßungen“ unserer Mediengesellschaft und werden bei verschiedenen Quellen fündig. Begleitet von der Erzählung, der Verdichtung und einem generell sehr spielerischen Zugang zeigen sich hier mehr Gemeinsamkeiten als auf den ersten Blick zu sehen sind. Die Lust, mit der hier dokumentiert, umgeformt, rekombiniert, hinterfragt, neu generiert und persifliert wird, ist ansteckend.

 

BERNHARD LOCHMANN, gebürtiger Tiroler, studierte an der Universität Mozarteum Grafik, an der er heute lehrt. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Zeichnung, Malerei und Druckgrafik. Im kunstraum pro arte zeigt Lochmann ältere und ganz neue Arbeiten – darunter Zeichnungen, die im Rahmen seines Stipendiums des Landes Salzburg in Lemberg/Ukraine im Herbst 2019 entstanden sind sowie großformatige Collagen auf Leinwand und dreidimensionale Buchobjekte. In seinen dokumentarischen Zeichnungen ist Lochmann Beobachter und Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen. In seinen Collagen und assoziativen Zeichnungen arbeitet er intuitiv und spontan. Im Zeichenfluss entwickeln formale Zusammenhänge ihr Eigenleben und Erzählfäden entspinnen sich über die Leinwand. Es ist der Rhythmus des Zeichnens selbst, der seine Formen und Figuren erschafft. Dabei geht es dem Künstler nicht um eindeutige Botschaften, sondern vielmehr um intuitive Landschaften, die Innen- und Außenwelt zu mehrdeutigen Erzählungen verflechten. (Dazu unser 1. Werkfoto oben).

 

STEFAN KREIGER, geboren in Salzburg, studierte Kunstpädagogik und Malerei an der Universität Mozarteum und ist heute freischaffender Künstler. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Kreiger mit der bildzentrierten Medienwelt, die unser Unterbewusstes und Imaginäres bevölkert und strukturiert. Mit Humor und Witz greift er gesellschaftliche Themen auf, wie bspw. die kapitalistische Bilderwelt aus Werbung und Massenmedien oder die pop-kulturelle Heldenverehrung und hinterfragt kritisch Machtverhältnisse wie bspw. gängige Geschlechterrollen. Dabei schafft Kreiger poetische Bildwelten, die oftmals eine Irritation der Sehgewohnheiten anstreben und eine Einladung in eigensinnige und mehrdeutige Wunderwelten darstellen. Die Technik der Collage ist Herzstück seiner künstlerischen Arbeitsweise – selbst im Zeichnen ist ein collagierender Zugang unübersehbar: Zitate aus Bild- und Sprachwelt fügen sich zu mehrdeutigen Kompositionen zusammen. Für den kunstraum pro arte hat Stefan Kreiger sowohl neue Arbeiten produziert als auch eine Auswahl aus bestehenden Serien von Collagen, Zeichnungen und Ready-Made-Objekte zusammengestellt. (Dazu unser 2. Werkfoto oben).

 

Die gemeinsame Ausstellung von Bernhard Lochmann und Stefan Kreiger entstand auf Initiative von Leonhard Besl vom Tennengauer Kunstkreis und Martin Gredler, Leiter der Grafischen Werkstatt im Traklhaus. Martin Gredler, sieht trotz der sehr unterschiedlichen Bildwelten, Ähnlichkeiten in der Arbeitsweise der beiden Künstler - insbesondere in ihrer Obsession und bisweilen Akribie dem Zeichenstift gegenüber: „Der abenteuerliche Alltag des Zeichners, vom Dokumentieren über das Erfinden, vom Verfremden bis zum Ausführen, vom Analysieren bis zum Fabulieren entwirft im Ausstellungskonzept ein Spektrum der Möglichkeiten. Die Linie taucht als sinnliches Element der Verführung ebenso auf, wie als kühles Medium der Prognose. Kreiger und Lochmann arbeiten an einer umfangreichen Reise durch das Medium Zeichnung und ihrer Erlebniswelten - ein spannender Versuch, die Ausstellung als zeichnerischen Raum zu verstehen.“ – Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, 20. Februar 2020, um 19:30 Uhr statt. Zur Ausstellung spricht Tina Teufel, Kuratorin am Museum der Moderne Salzburg. Dauer der Ausstellung: 21. Februar bis 28. März 2020. Finissage am Samstag, 28. März, um 11 Uhr wird bei freiem Eintritt ein Künstlergespräch mit Stefan Kreiger und Bernhard Lochmann geboten. – (Presse-Aussendung des TKK).

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Derart markante und herausragende Ereignisse, wie das 50jährige Bestands-Jubiläum des Halleiner Keltenmuseums am 17. Oktober 2020,  werfen natürlich ihre Schatten voraus. So befasste sich der Vorstand des Museumsvereins ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums Hallein‘‘ bereits im Rahmen seiner ersten Sitzung des Jahres 2020 am 13. Jänner, mit dem stolzen Museums-Jubiläum. Die Öffentlichkeit wird über den detaillierten Ablauf und die genauen Daten des großen Ereignisses, nach der Presse-Konferenz am 6. Mai 2020 umfassend durch die Medien informiert. Der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, informierte den Vereinsvorstand von ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums‘‘ jedoch bereits über fünf Schwerpunkt-Wochenenden des Jubiläumsjahres.
 

Von Freitag, 12. Juni bis Sonntag, 14. Juni 2020, dreht sich alles um die Ressource Holz, dem als Baumaterial, als Werkstoff zur Herstellung von Gebrauchs-Gegenständen und als Material für künstlerische Betätigung schon zur Keltenzeit eine dominierende Rolle zukam. Das Wochenende Freitag, 10. Juli bis Sonntag 12. Juli 2020, steht ganz im Zeichen eines bunten Folk-Music-Festivals. Mehrere Veranstaltungen werden nicht nur im Keltenmuseum, sondern auch im Ziegelstadl und im Stadtkrug-Freisitz geboten. Am Samstag, 5. September 2020, steht alles im Zeichen der Highland-Games. Der Samstag, 19. September und Sonntag, 20. September 2020, sind auf das Thema Körperspuren ausgerichtet. Es werden hochkarätige Vorträge mit drei Tattoo-Künstlern aus England und Schottland geboten, die im Vorfeld und vor Ort von Interessierten auch gebucht werden können.

Der krönende Abschluss der Veranstaltungsreihe findet natürlich am Jubliäums-Wochenende Samstag, 16. Oktober und Sonntag, 17. Oktober (Gründungsdatum!) 2020 statt. Angesagt ist ein großes, öffentlich zugängliches Fest-Kolloquium, welches bereits am Samstag beginnt und am Sonntag auch eine Exkursion (Fahrt mit mehreren Bussen) bieten wird. Neben den hier angeführten Veranstaltungs-Wochenenden werden im Jubiläumsjahr des Keltenmuseums natürlich noch zahlreiche weitere Ereignisse geboten. Der SALZSCHREIBER wird darüber, spätestens nach der Pressekonferenz am 6. Mai 2020, noch ausführlich berichten und veröffentlicht zeitgerecht auch detaillierte Informationen zu den vorhin nur kurz dargestellten fünf Veranstaltungs-Wochenenden. Abschließend seien noch die Mitglieder des Vereinsvorstandes von ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums‘‘ angeführt: Bruno Ölsböck, Präsident; Eveline Sampl-Schiestl, 1. Vize-Präsidentin; Odo Stierschneider, 2. Vize-Präsident; Benjamin Huber, Schriftführer; Elisabeth Deisl, Kassierin; Harald Deisl, Schriftführer-Stellvertreter. – (Harald Deisl, Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Premiere in der Halleiner Typografie-Szene. Zum ersten Mal schweben drei Wordclouds (Wortwolken) zu uns herein, um drei fundamentale Fragen zur Stadt Hallein zu thematisieren. Um eine Wortwolke zu einem bestimmten Thema typografisch zu gestalten, ist eine Vielzahl an passenden Ausdrücken, Begriffen und Wörtern erforderlich, die sich jeweils auf das eng begrenzte Wolken-Thema beziehen. Nun kann der SALZSCHREIBER als Hallein-Premiere drei Wordclouds zu einem fundamental wichtigen Themenkreis der Stadt Hallein präsentieren, welcher durch drei immer wieder aktuelle Fragen zum Ausdruck gebracht wird: Was gefällt Dir an Hallein? Was stört Dich an Hallein? Wovon träumt Hallein? Spätestens jetzt wird auch klar, in welchem Zusammenhang die drei auf Hallein bezogenen Wortwolken stehen. Sie wurden im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein geschaffen und von Leila Huber bei der Abschluss-Besprechung des Festivals im Kulturverein SUDHAUS präsentiert. Einen Bericht über das Festival frei_stadt_hallein finden Sie gleich unten anschließend hier im Ressort KULTUR. – (Odo Stierschneider. Wordclouds: Leila Huber).

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Im Büro des Halleiner Kulturvereines SUDHAUS hallein.kultur, präsentierte Laila Huber ein mit informativen Fotos versehenes, 19 Seiten umfassendes Schriftwerk, über die Mitte September 2019 in Hallein veranstaltete werk_stadt zum Thema frei_stadt_hallein. Die Konzeptidee zu dieser für die Stadt Hallein wertvollen Initiative, ist dem erfreulichen Zusammenwirken von Kuratorin Nikola Schellmann und Simone Seymer, Obfrau es Kulturvereines SUDHAUS hallein.kultur, zu danken. Die werk_stadt bot im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein die Möglichkeit, sich über das Leben in der Stadt Hallein Gedanken zu machen und die eigene Meinung sowie den eigenen Blick auf die Stadt, mit anderen zu teilen und ins Gespräch zu kommen.

Die werk_stadt wurde gemeinsam von SUDHAUS hallein.kultur und kunstraum pro arte als Format partizipativer Forschung erprobt, mit dem Ziel, längerfristig in Hallein Pop-up-Forschungs-Werkstätten zu initiieren, um den Dialog der Bewohner/innen über ihr Lebensumfeld als Ausgangspunkt für Prozesse der kulturellen Mitgestaltung zu nutzen. Das gemeinsame Erforschen des Lebens-Umfeldes sowie der Möglichkeiten der Mitgestaltung ist Teil einer partizipativen Kulturarbeit, die nachhaltige Prozesse kultureller Teilhabe initiieren will. Die gesammelten Daten werden (anonymisiert) in die Weiter-Entwicklung der werk_stadt Eingang finden. An verschiedenen Stationen waren die Besucher/innen eingeladen, subjektive Karten ihrer Stadt Hallein zu zeichnen, über Freiheit und Raum nachzudenken, transkulturelle Stadt-Erfahrungen sichtbar zu machen und über ihre Stadt-Wahrnehmung ins Gespräch zu kommen.
 

Anschließend folgen nun, aneinander gereiht, die bemerkenswerten und aufschlussreichen, spontan erfolgten Antworten auf insgesamt drei grundlegend wichtige Fragen, betreffend die Stadt Hallein. Sie wurden im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein beantwortet (siehe dazu die drei oben stehenden Fotos) und sind von hohem Informationswert für die Halleiner Stadtpolitik, für den Tourismusverband sowie für alle, die in Hallein etwas bewegen wollen und denen die Stadt Hallein am Herzen liegt.

 

1. WAS GEFÄLLT DIR AN HALLEIN?

Offene Menschen – Das altmodische Flair, in dem viele unterschiedliche Menschen verweilen und durch die Straßen ziehen. Der Kontrast macht das Flair aus: alt, modernder Geruch, junges, dynamisches Publikum. Kunst, Lifestyle, Natur… – Der Stadtpark – Das leckere Eis in Hallein ist schön! – Ich finde die zwei Eis-Geschäfte super! – Mein Zuhause – Vielfalt, mediterranes Flair – Die Kirchen sind schön und die Pfarre ist lebendig und offen. Ich bin auch in dieser Pfarrgemeinde daheim! – Das Freibad – Tolle Feste! – Die vielen alten Gebäude – Sauberkeit toll!!! Und luxuriös ausgebaute, schöne Alt-Geschäfte – Das Kino – Die Barmsteine, schöne alte Häuser, verwinkelte Gassen, Bahnhof, Bücherei! – Ich finde das Eis super! – Dass Hallein altmodisch und irgendwie modern ist  – Die wunderschöne Altstadt samt mittelalterlichen Gassen und großzügigen Plätzen.  – Die Fußgängerzone! – Die verkehrsberuhigte Zone – Das Kino – Die Blumen – Die Freundlichkeit eines Tennis-Lehrers und eines Fahrrad-Mechanikers – Die kleinen Gassen, die Cafés, das Reha Optima, die Jugendlichen, die mir begegnen und grüßen! – Das traditionell rege Kulturleben (von Kulturforum bis Sudhaus) die Kunstsinnigkeit auf Kunst-

geschichtsträchtigem Boden – Verwinkelte Gassen, Döner – Die Leute, die Halleiner, das Sudhaus, Plan B – Die Halleiner Altstadt, das Stadtkino, das Salz-Café, Döner-Laden – Die Bewohner (so entspannt…!!) – Kinder-Fußballclub – Das Eis – Der kleine Bach in der Stadt (Anmkg. d. SALZSCHREIBER: Wann wird die Stadt Hallein endlich ihren Kotbach in Salzbach umbenennen?) – Freibad. – Eisdielen – Gebäude die unter Denkmalschutz stehen – Es gibt hier mehr strahlende Gesichter und leuchtende Augen – In Hallein kann man Stadtarchitektur noch erleben, ohne Touristenmassen, tolle Geschäftsräume bewundern und eine behutsame Restaurierung gewachsener Strukturen wertschätzen. – Claudia (Crazy Lifestyle) und ihr kunterbuntes Lädchen – Der Forstgarten.


2. WAS STÖRT DICH IN HALLEIN?

Mich stört, dass am Bayrhamer-Platz die schönen Kastanienbäume weg sind! –

Die Menschen mit Kopftuch sollen sich besser integrieren – Tennisplätze vernichtet (2 Stück) für KFZ-Parkplätze: schade (Jetzt kommt Tennis zurück) – Islamophobie, Antimuslimischer Rassismus STOP IT! – Zu wenig Kanthölzer für Rollstuhl-Fahrer*innen – Der viele Schmutz! – Es gibt wenige Geschäfte – Die Wohnungen sind teuer! – Zu viele Leute im Stadtpark – Zu wenig Gasthäuser – Es gibt keinen Freizeitpark – Es gibt keine Konzerte – Es sollte mehr für die jungen Erwachsenen angeboten werden! – Mehr Bankerl und Bäume in der Altstadt wären schön! – Die

Autodurchfahrt in der Altstadt – Dass immer mehr individuelle Geschäfte mit tollen Sachen (Alfaré) schließen – Es gibt kein Einkaufscenter – Keine Imbissbuden –

Zu viele Events im Sommer in der Altstadt (Bin Altstadt-Bewohner!) – A bissal stad is es – Wir brauchen mehr Veranstaltungen in der Altstadt – Der Bürgermeister sollte im Rollstuhl durch Hallein fahren und sehen, was nicht zugänglich ist – Zu viele Tauben! – Die nicht strahlenden Gesichter und die nicht leuchtenden Augen – Fehlende Bäume, fehlende Bänke (!) in der Innenstadt. – Dass zu viele Hunde alles anpissen! – Kein Lebensmittelgeschäft in der Altstadt! (Anmkg. d. SALZSCHREIBER: Inzwischen hat die schöne ,,Greißlerei‘‘ in der Fußgängerzone neben der Café-Konditorei Braun eröffnet).  – Viele leerstehende Geschäftslokale – Gestank und Feinstaub von uralten defekten Heizungen in der Altstadt! Laubbläser!! – Mehr Pipistationen – Zu wenig Sitzmöglichkeiten – Ein Calisthenics Stangenpark ist längst fällig! – Mehr für die Jugend! – Zu wenig Pikantes!

 

3. WOVON TRÄUMT HALLEIN?

Tanzcafé – Zentrum für Begegnungen – Spiele – Skate Park – Europark –  Fitnesscenter – Freie Geschäftsflächen als Atelier nutzen – Ein Salzachufer zum Verweilen und Flanieren – Erhalt von tollen Geschäften, aber es sollen sich z. B. auch Schuster hier niederlassen – Ein Milchshake-Geschäft – Trampolin – Ein Süßigkeiten-Geschäft – Noch ein Spielplatz – Ein Shoppingcenter – Ein Café – Bessere Lehrstellen – Von strahlenden Gesichtern und leuchtenden Augen – Kunst und Kultur erhalten und weiterführen – Ein Tag im Jahr an dem eine Reinigungsaktion durchgeführt wird – Entspannungs-Raum mit vielen Pflanzen und Pool – Eine Spielhalle … Game Center, Videospielhalle – Ein zweites größeres Freibad – Eislaufbahn – Freizeitpark – Ein zweites Kino – Skate Park – Tret-Gokart-Strecke – Spielhaus – Popcornladen – Kartoffelstand – Schlittenbahn in der Fußgängerzone – Haus der Natur in Hallein – Großes Sportzentrum – Trampolinhalle.

Der Halleiner Poet Peter Kronreif brachte unter dem Titel ,,Was ich in meinem Städtchen wirklich vermisse‘‘ großzügig auf einem Din-A3-Blatt seine scharfsinnigen, scharfzüngigen, scharfwitzigen und scharfbrennenden Gedanken zu Papier. Wir zitieren: Giraffen im Park – Tänzer im Altenheim – Katzen im Schulhaus – Papagei im Gastgarten – Schampus im Stadtbrunnen – Schifferl im Fluss – Esprit im Café – Taubenschiss am Amtskappel – Applaus für Clowns – Ein Papamobil für die Lahmen – Baumhäuser für Verliebte – Sonne für alle – Sex im Pfarrhof – Leviten zum Lesen – Einen Freund zum Reden – Und eine Freundin zum … – Grätzelfest zum Feiern.

Man erkennt, der Stadt Hallein eröffnet sich eine ganze Reihe von spannenden Projekten und vielversprechenden Chancen für eine strahlende Zukunft… Der SALZSCHREIBER gratuliert abschließend den beiden rührigen, ideenreichen und engagierten Kultur-Ladies Obfrau Simone Seymer, Kuratorin Nikola Schellmann und Laila Huber zu ihrem intensiven und erfolgreichen werk_stadt-Engagement zugunsten der Stadt Hallein. Das 19 Seiten starke, illustrierte Schriftwerk über die werk_stadt zum Thema frei_stadt_hallein, müsste der Stadt Hallein unbedingt erhalten bleiben – vielleicht durch eine Überreichung an Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock. – (Laila Huber, Simone Seymer, Odo Stierschneider. Fotos: werk_stadt).

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Elementares aus dem Kulturbereich der Stadt Hallein steht bevor, denn jetzt geht es um die grundlegende Neu-Orientierung des Kulturvereines ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘. Da gilt es eine ganze Reihe entscheidender Fakten zu klären, wie die aktive und engagierte Obfrau Simone Seymer des Kulturvereines betont. Der bisherige Kulturverein ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘ wird auf eine vollkommen neue Basis gestellt. Mit Strukturen, die sowohl inhaltliche Neuerungen darstellen als auch die Weiterführung bewährter Elemente gewährleisten. Die Veränderungen werden auch zu einem neuen Vereinsnamen führen. Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten am Oberen Markt läuft heuer aus, die endgültige Entscheidung für den neuen Standort muss in wenigen Monaten fallen. Um den sich anbahnenden Wandel auch nach außen hin sichtbar zu machen, wurden am Montag, 27. Jänner 2020, die Glasfenster des Sudhaus-Vereinsraumes mit Zeitungspapier zugeklebt. Unsere beiden oben stehenden Fotos, zeigen Obfrau Simone Seymer im symbolträchtigen Arbeitseinsatz. 2020 wird also ein spannendes, aufregendes und entscheidendes Jahr – auch für die Kulturstadt Hallein.

Der Kulturverein ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘ entfaltete seit seiner Gründung im Jahr 2015 wertvolle Initiativen, um die Stadt Hallein unter Mitwirkung von aktiven Gruppierungen aus der städtischen Kultur-Szene, mit wichtigen Kultur-Ereignissen zu bereichern. Als Anlaufstelle für Kunst und Kultur in Stadt und Bezirk Hallein, war die Sichtbarmachung der regionalen Kunst- und Kultur-Schaffenden eine besonders herausragende Aufgabe. Dabei erfuhren die Halleiner erstmals, dass in ihrer Stadt über 30 (!) heimische Kultur-Institutionen ihre wichtigen Aktivitäten entfalten. Im vergangenen Jahr feierte, als besondere Attraktion im September, das Festival ,,frei–stadt–hallein‘‘ mit Kuratorin Nikola Schellmann seine  Premiere – mit zeitgenössischen Performances, Installationen, Führungen, einem Konzert und einem Rahmenprogramm zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene an ungewohnten Orten der Altstadt. In Zukunft soll ,,frei–stadt–hallein‘‘ biennal unter jeweils verschiedenen Kurator*innen und mit anderen Themen stattfinden. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST.)

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Die Salzburger Festspiele feiern im Sommer 2020 ihr 100jähriges Bestehen. Seit immerhin 28 Jahren sind die Salzburger Festspiele auch auf der Halleiner Perner-Insel präsent – hier fand am 20. August 1992 die erste Festspiel-Aufführung mit Andrei Serbans unvergessener ,,Antiken-Trilogie‘‘ statt. Das Jubiläumsjahr ,,100 Jahre Salzburger Festspiele‘‘ startete mit der ersten Festlichkeit 21 Tage nach Beginn des Jahres 2020. Im Salzburger Festspielhaus wurden die Sonder-Silbermünze und die Sonder-Briefmarke, zwei kleine Kunstwerke, zum großen Festspiel-Jubiläum präsentiert. Eine Violine und Masken als Symbol für die Musik und die darstellenden Künste, zieren die Sonder-Silbermünze und die Sonder-Briefmarke. Eine stilisierte Friedenstaube unterstreicht den Charakter der Festspiele als Friedensprojekt und rundet den Grafikentwurf aus der Feder von Helmut Andexlinger ab. Münze und Marke wurden von Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, von Generaldirektor Gerhard Starsich von der Münze Österreich AG und von Stefan Nemeth, Leiter des Produkt-Managemente und der E-Business-Filialen der Österreichischen Post AG, feierlich präsentiert.

 

„Die Salzburger Festspiele freuen sich, dass zwei große österreichische Institutionen, die Münze Österreich und die Post, mit Fantasie und Freude die Jubiläums-Objekte gestaltet haben. Die Jubiläums-Silbermünze und die Jubiläums-Sonderbriefmarke haben einen großen Erinnerungswert und wie wir hören, ist das Kaufinteresse enorm“, betonte dazu Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler. „Die Salzburger Festspiele sind Leuchttürme der Innovation, aber auch der Selbstreflexion, ganz nach dem Gedanken der Gründungsväter und es war uns ein besonderes Anliegen, den Festspielen mit einer innovativen Jubiläums-Münze unsere Aufwartung zu machen“, erklärte Generaldirektor Gerhard Starsich. „Seit 100 Jahren sind die Salzburger Festspiele der kulturelle Höhepunkt des Sommers in Österreich und in Bezug auf die internationale Resonanz auch in der ganzen Welt. die Salzburger Festspiele. Die Österreichische Post freut sich mit einer eigenen Sondermarke zu diesem Jubiläum gratulieren zu dürfen“, unterstrich Stefan Nemeth, Leitung Produkt-Management und E-Business-Filialen der Österreichische Post AG. 

 

Die Jubiläums-Sondermarke, die die Post mit einem Nennwert von je 2,70 Euro und einer Auflage von 180.000 Stück ausgibt, ist erhältlich in allen Filialen, im Online-Shop auf www.post.at/onlineshop  sowie beim Sammlerservice der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at). – Die Wertseite der Jubiläums-Sondermünze zeichnet sich durch einen konkav gewölbten Rand aus, der mit einer strahlenförmigen Struktur versehen ist. Im Innenteil sind zwei Masken zu sehen, sie repräsentieren die beiden Grundformen des Dramas:  Die Maske auf der linken Seite ist stark stilisiert und spiegelt die Tragödie wider. Die Maske auf der rechten Seite verkörpert die Komödie. Die andere Seite der Münze setzt sich aus einem konvex gewölbten Rand und einem plan angelegten Innenteil zusammen. Manche Stellen sind mit roter Farbe bedruckt. Zu sehen sind stilisierte Masken, der Ausschnitt einer Violine sowie am rechten Münzrand eine Friedenstaube mit einem Olivenzweig im Schnabel. Die Silber-Jubiläumsmünze „100 Jahre Salzburger Festspiele“ mit einem Nominalwert von 20 Euro weist einen Silbergehalt von 2/3 Unze (20,74g) auf. Es gibt sie gibt es ausschließlich in der Prägequalität Polierte Platte/Proof. Die Jubiläums-Münze ist in Geldinstituten, Postfilialen, Filialen des Dorotheums, im Musikverein und bei der Münze Österreich AG erhältlich. Die Münze gilt als Zahlungsmittel in Österreich.

In 100 Jahren, im Jahr 2120, wird es zum 200jährigen Jubiläum der ,,Begeisterungs-Gemeinschaft Salzburger Festspiele‘‘ (Zitat von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler), wieder eine Jubiläums-Münze und eine Jubiläums-Briefmarke geben, versicherten die zuständigen Persönlichkeiten bei der Festlichkeit im Festspielhaus. Da haben sie aber wohl darauf vergessen, dass es dazwischen auch das 125. Bestandsjahr, das 150. Bestandsjahr und das 175. Bestandsjahr der Salzburger Festspiele mit Jubiläums-Münzen und Jubiläums-Briefmarken zu feiern gilt. – Das oben stehende Foto zeigt Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler mit Generaldirektor Gerhard Starsich (links) von der Münze Österreich AG und mit Stefan Nemeth (rechts), Produkt-Management der Österreichischen Post AG. – (Presse-Aussendung der Salzburger Festspiele mit Foto. Ergänzungen: Odo Stierschneider).

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In der Halleiner Altstadt, an der Gebäude-Ecke Postgasse-Ruprechtgasse, tut sich offensichtlich ein erfreuliches, wichtiges, auf die Kunst gerichtetes Wunder auf. Die bisher unfreundlich und deprimierend zugeklebte, achteinhalb Meter lange Schaufenster-Front entlang der Ruprechtgasse, gibt plötzlich den Blick frei. So entstand eine großzügige, aus 5 Segmenten bestehende Schaufenster-Landschaft, hinter der sich durchgehend eine großzügige Fläche, knapp 1,5 Meter tief, und eine enorme durchgehende Rückwand, den Blicken öffnen. Eine Präsentations-Fläche, die in Hallein ohne Beispiel dasteht. Und das erfreulich-Sensationelle oder das sensationell-Erfreuliche daran: Diese grandiose Ausstellungs-Fläche ist künftig der Kunst gewidmet! Deshalb danken wir an dieser Stelle ausdrücklich dem verständnisvollen Auslagen-Vermieter, der erst durch seine Preisgestaltung dieses Wunder für Hallein ermöglichte.

HIER SOLLEN NOCH HEUER INSGESAMT
VIER KUNST-AUSSTELLUNGEN STATTFINDEN

Dieser erlesenen Schaufenster-Front, die, noch dazu vor Wetter geschützt, in einem Arkadengang verläuft, kommt auch aus Sicht der Kulturstadt Hallein, eine besonders herausragende Bedeutung zu. Hier sollen, so die beiden großartigen Initiatoren und Künstler Christian Zwerschina und Daniel Wind, künftig Kunstwerke aus den Bereichen Malerei und Fotografie gezeigt werden, wobei die großvolumige Ausstellungsfläche natürlich auch für Reliefs und Plastiken hervorragend geeignet wäre. Eine Initiative, die, bei geschickter Handhabung, diese überdachte Schaufenster-Landschaft, zu einem attraktiven, anspruchsvollen Anziehungspunkt für alle Kunst-Interessierten machen könnte.

DIE ERSTE AUSSTELLUNG IST DEM
KÜNSTLER DEJAN DUKIC GEWIDMET

Im laufenden Jahr 2020  sind hier insgesamt vier Ausstellungen unter dem erfreulich selbstbewussten Motto ,,Maybe the greatest Artspace in Austria‘‘ geplant. Die erste Ausstellung wird seit 18. Jänner 2020 gezeigt und läuft noch bis 5. April 2020. Sie ist dem Künstler Dejan Dukic (siehe 1. Foto oben) gewidmet, der zu einer sehr persönlichen künstlerischen Ausdrucksform gefunden hat: Er malt nicht auf Leinwand sondern presst von der Rückseite aus die Farbe durch die Leinwand, wodurch ein farblich und formal attraktives Relief aufgebaut wird – jedes davon ein Unikat. Es handelt sich um reizvolle Klein-Kunstwerke etwa im Format 20 x 25 Zentimeter (siehe 2. bis 6. Foto oben).

VIER WINZIGE KUNSTOBJEKTE TOTAL VERLOREN
IN DIESER GROSSVOLUMIGEN SCHAUFENSTER-FRONT

Freilich, jeder Anfang ist schwierig und riskant. Das Handling dieser eindrucksvollen Ausstellungs-Fläche will eben gelernt sein. Denn derzeit ist auf den ersten Blick diese ideale Präsentations-Möglichkeit – – vollkommen leer (siehe 7. und 8. Foto oben). Ganze vier, wir wiederholen: ganze vier der kleinformatigen Farbrelief-Objekte von Dejan Dukic, wurden auf der enorm großen Rückwand der gesamten  Auslagenfront angebracht. Sie wirken in der umgebenden, großvolumigen Leere völlig verloren und deplatziert, sie sind im Detail schwer zu erkennen und werden daher von kaum einem der vorbeikommenden Passanten wahrgenommen. Konkret: Am frequenzstarken Freitag, 24. Jänner 2020, legte sich DER SALZSCHREIBER auf die Lauer. Zwischen 10 und 10,30 Uhr passierten insgesamt 212 Personen Halleins künftige Kunst-Auslagenpassage. 184 Passanten gingen unbeeindruckt  ihres Weges und nur 28, also etwa 15 Prozent (!) schenkten den vergleichsweise winzigen 4 Ausstellungs-Objekten in der riesigen Leere (ohne jeden Begleittext!), erkennbar ratlos, kurz ihre Aufmerksamkeit. Dazu kommt, dass der Blick jedes Passanten, der von der Raiffeisenbank kommend, zum Kornsteinplatz geht, zuerst seitlich in die großzügige Schaufenster-Passage fällt. Sie wirkt aus dieser Perspektive vollkommen leer. Erschreckend leer. Deprimierend leer.

DIESER GROSSVOLUMIGE AUSLAGENRAUM
MUSS PROFESSIONELL GESTALTET WERDEN

Bei jedem Wettbewerb bezüglich wirkungsloser, nichtexistenter Auslagen-Gestaltung, ginge derzeit diese Auslagenfront als souveräner, unangefochtener Sieger hervor. Die vier kleinen Kunstwerke gehen in der Weite des zur Verfügung stehenden Ausstellungs-Raumes, hoffnungslos, auf geradezu absurde Art und Weise, verloren. Das Ganze ist schlicht und einfach lächerlich. Die Kunstobjekte gehören in der Mitte der Ausstellungsfläche konzentriert, am besten um 2 Objekte erweitert, so dass man die nun 6 kleinen Kostbarkeiten etwa als ins Auge fallendes Dreieck oder Sechseck anordnen könnte. Dazu gehört ein großes Foto des Künstlers. Dies hätte alles in der mittleren der fünf Auslagen Platz. In den jeweils beiden Auslagen links und rechts müssten Großfotos von den kleinen Kunstwerken die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ebenso sollten Fotos den Künstler bei seiner Arbeit an den gezeigten Kunstwerken darstellen. Unbedingt gehört dazu eine informative, schriftliche Information. Einen gut gemeinten Ansatz dazu gibt es bereits, freilich in völlig ungenügender Form. An der einsehbaren schmalen Stirnseite des Auslagen-Komplexes am Beginn von Postgasse bzw. Ruprechtgasse, findet der ratlos Suchende den Namen des Künstlers, den (wenig hilfreichen) Ausstellungstitel ,,Reset 2.0‘‘ und – einen QR-Code! Wer das ernst nimmt und gerätemäßig passend hochgerüstet ist, gelangt so zu einer Website und schließlich zum Webshop, wo man eines (oder auch mehrere) der Kunstwerke erwerben kann.

DIE GEGENWÄRTIGE NICHT-PRÄSENTATION
IST SCHLICHT UND EINFACH UNZUMUTBAR

Die einzigartige Chance, in bester Halleiner Stadtlage eine grandiose 5-teilige Auslagenfront, im Interesse der Kunst gestalten zu können, wurde vorerst lässig und leichtfertig vertan. Auslagen sind dazu da, um mit einem reichhaltigen und vielfältigen  Angebot das Interesse möglichst vieler Käufer zu wecken. Umso unfassbarer steht man vor der 8,5 Meter langen Auslagenreihe, in der die vier kleinen, kaum erkennbaren  Kunstwerke offenbar völlig konzeptlos, lieblos und planlos angebracht wurden und den Eindruck erwecken, dass diese Auslagenfläche gerade in Arbeit ist und erst noch gestaltet werden muss. Eine derart lächerliche, armselige, erbarmungswürdige, nicht existente ,,Ausstellungs-Gestaltung‘‘ an so prominenter Stelle, sie schadet dem Künstler ebenso wie der Kulturstadt Hallein. Sie ist schlicht und einfach völlig misslungen und absolut unzumutbar. DER SALZSCHREIBER wird über jede positive Veränderung gerne und ausführlich berichten. (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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10 Vorschläge für die Stadt Hallein, das wären eigentlich 10 verschiedene Text- und Bild-Beiträge. Doch angesichts des 10jährigen Bestehens des SALZSCHREIBER, muten wir unseren Lesern die gesamte Fülle dieses Vorschläge-Paketes in einem einzigen Artikel zu. Damit entstand der längste Bildbericht der ersten 10 Jahre des SALZSCHREIBER. Versprochen: Solch ein bedrohliches schriftliches Ungetüm, servieren wir Ihnen erst wieder in 10 Jahren – zum 20-jährigen Jubiläum des SALZSCHREIBER.

HORROR SALZACHBUCHT:
VOM DERZEIT ABSTOSSENDEN ALBTRAUM
ZUR KÜNFIG HINREISSENDEN ATTRAKTION

Einst stellte die durch ihre Eleganz bestechende Salzachbucht, deren faszinierendes Erscheinungsbild an die altgriechische Theaterkultur erinnerte, eine hinreißende Sehenswürdigkeit und eine fantastische Bereicherung der Stadt Hallein dar. Doch dann kam es zum ungeheuerlichen Brachialakt, den es nirgendwo sonst in der zivilisierten und kultivierten Welt gegeben hätte. Durch die unfassbare, brutale Zuschüttung (!) der Wasserfläche und durch den brachialen Durchbruch einer Fahrwegsspur (!) hinunter zur neu geschaffenen Schotterfläche, wurde die einstige Schönheit dieses faszinierenden Bauwerkes rücksichtslos vernichtet. Nicht durch irgendwelche verrückt Gewordenen, oh nein, sondern ganz offiziell durch den Eigentümer Stadt Hallein. Es war völlig uninteressant, dass Festspiel-Intendant Gerard Mortiér die Absicht hatte, hier eine zweite Spielstätte der Salzburger Festspiele zu schaffen, es war völlig egal, dass die Festspiele bereits die schwimmende Plattform für die Aufführungen auf der Wasserfläche finanziert hatten, es war völlig egal, dass hier eine architektonische Attraktion ersten Ranges zerstört wurde. Heute zeigt sich die einst begeisternde Wasserfläche als völlig verwahrloster, verwilderter, verschlammter Albtraum. Die gesamte Anlage stellt eine einzige verheerende Anklage gegen die Kulturlosigkeit der Stadt Hallein dar. Die totale Verwahrlosung der früher strahlenden und hinreißenden Anlage, zeigt sich auch am Totalschaden der Wassertreppe in der Mitte der Anlage, über die einst auf hinreißende Weise das Wasser hinunter in die Salzachbucht plätscherte. Und jetzt? Solch einen widerwärtigen Anblick, unweit bewohnter Häuser, den kannten wir bisher nur aus den Elendsvierteln der vierten und fünften Welt. Das ganze Ausmaß der völlig unverständlichen Zuschüttung der Anlage: Drei komplette Sitzreihen rundum sind seit dem beispiellosen Zerstörungsakt begraben und zusätzlich der einst schöne, mit Platten belegte Gehweg unterhalb der letzten Stufe, der rund um die bezaubernde Wasserfläche führte. Das bedeutet aber auch, dass sechs Stufen der beiden seitlichen Treppen hier begraben liegen. Damit wurden die ganzen Proportionen der Anlage vernichtet. Zwei Möglichkeiten tun sich auf: Die komplette Zuschüttung der Anlage bis auf Höhe des umliegenden Salzachufer-Niveaus oder die Wiederherstellung des einstigen Salzachbucht-Wunders. Wofür werden sich die Stadtpolitiker entscheiden? Dazu das 1. FOTO oben: Der perfekte Wahnsinn: Dort wo einst auf einer reizvollen Wasserfläche auch die Salzburger Festspiele mit Aufführungen begeistert hätten, bietet sich heute nur noch eine widerwärtige und abstoßende Schlamm-Landschaft!

 

GESTALTUNG DER GRAUEN RIESEN-FASSADE
AUF DER PERNERINSEL
IST SEIT 50 JAHREN ÜBERFÄLLIG

Die Salzburger Festspiele rangieren weltweit in der Spitzengruppe der bedeutendsten Kultur-Veranstalter. Hallein hat das Glück, auf der Pernerinsel seit nahezu 30 Jahren einen festen Festspiel-Ort zu besitzen. Wo die Salzburger Festspiele aufgeführt werden, so sollte man meinen, wird den Besuchern ein besonders festliches Umfeld geboten. Nur in Hallein ist alles anders. Hier bietet sich als nördliche Schau-Fassade des Festspiel-Gebäude-Komplexes (siehe 2. Foto oben), eine in fantasielosem, deprimierendem Hellgrau gehaltene langgestreckte entsetzliche Fassade, die eher einem Rohbau als einem fertiggestellten Bauwerk gleicht. Als die Saline auf der Pernerinsel noch doppelt so groß war wie heute, brach am 15. November 1968, in ihrem nördlichen Gebäudeteil, ein Brand aus. Die dort untergebrachte Skifabrik Brenter hatte Feuer gefangen. Der Großbrand führte dazu, dass schließlich die gesamte Nord-Hälfte der Saline abgerissen werden musste. Auf einem Teil dieses Areals befindet sich heute der Pernerinsel-Parkplatz, (der noch immer darauf harrt, durch einfache Maßnahmen optisch erträglicher gestaltet zu werden.) Seit unfassbaren 51 Jahren (!) klafft also noch immer die große Gebäude-Wunde, die eigentlich ein Gebäude-Querschnitt ist. Dahinter finden die Salzburger Festspiele statt! Kein einziges Mal wurde in diesen 51 Jahren öffentlich darüber diskutiert, wie man diesen optischen Albtraum entschärfen konnte! Die einzige Veränderung bildete vor Jahrzehnten die grauenhafte und vergammelte Parkplatz-Überdachung am Fuß der schrecklichen Riesen-Fassade. Hier gehört endlich ein Gestaltungs-Wettbewerb her! Exakt im nächsten Jahr 2020, als Beitrag zum 100jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele! Dazu das 2. FOTO oben: Die völlig reizlose ,,Festspiel-Fassade‘‘ und an ihrem Fuß entlang die entsetzliche Parkplatz-Überdachung, sind eine Schande für die Festspielstadt Hallein.

STATUE DES ,,STILLE-NACHT‘‘-KOMPONISTEN
FRANZ XAVER GRUBER
MÜSSTE LÄNGST SCHON ERRICHTET SEIN

Alljährlich versammelt sich am Heiligen Abend eine große Menschenmenge zwischen Stadtpfarrkirche und dem ,,Stille-Nacht‘‘-Museum (Grubers einstiges Wohnhaus) vor dem enttäuschend schlichten Symbolgrab Franz Xaver Grubers. Die Liedertafel trägt weihnachtliche Lieder vor, abschließend erklingt ,,Stille Nacht‘‘. Der Komponist des weltweit gesungenen Weihnachtsliedes ,,Stille Nacht‘‘, war nahezu 30 Jahre als Organist und Chorregent in der Stadtpfarrkirche Hallein tätig. Er wurde in Hallein auch von Pfarrer Joseph Mohr besucht, dem Textdichter von ,,Stille Nacht‘‘. Franz Xaver Gruber starb hochgeachtet am 7. Juni 1863 in Hallein. Es ist erstaunlich, dass die Stadt Hallein, Standort einer angesehenen Bildhauerschule, es bisher für unnötig erachtete, für den Komponist des berühmten Liedes ,,Stille Nacht‘‘ und den überaus geachteten Halleiner Mitbürger, eine Statue zu errichten. Das 200-Jahr-Jubiläum des Liedes ,,Stille Nacht‘‘, hätte sich als besonders markantes Ereignis, für die Errichtung einer Franz-Xaver-Gruber-Statue besonders geeignet. Wird die Kulturstadt Hallein, wohl 50 Jahre bis zum 250. Jubiläum des Weihnachtliedes, auf eine Statue Franz Xaver Grubers warten müssen? Dazu das 3. FOTO oben: Eine Statue des Stille-Nacht-Komponisten Franz Xaver Gruber wäre eine wichtige Attraktion für die ,,Stille Nacht‘‘-Stadt Hallein und damit längst überfällig.

DIE STADT SALZBURG MÜSSTE SICH FINANZIELL BETEILIGEN:
DAS DENKMAL DER HALLEINER SALZPRODUKTION
STEHT IN EINSTURZGEFÄHRDETEM TEIL DER ALTEN SALINE

Die letzte historische Sole-Siedepfanne Europas steht ausgerechnet in der Alten Saline auf der Pernerinsel – im 1. Stockwerk eines einsturzgefährdeten Gebäudetraktes. Die große Siedepfanne ist von einem Wald von Holzpfosten umgeben, die bisher den Gebäude-Einsturz verhinderten. Unten im Erdgeschoß, von dem aus einst die Sole-Siedepfanne beheizt wurde, zeigt sich ebenfalls ein Wald der absurden Holzstützen. Angesichts der ungeheuren Symbolkraft, die von der letzten historischen Sole-Siedepfanne ausgeht, ist es erstaunlich, dass offensichtlich niemand in Hallein daran interessiert ist, diesen peinlichen, unerfreulichen, rufschädigenden Zustand zu ändern. Nun ist ja bekannt, dass die Stadt Hallein 600 Jahre lang, unter den Salzburger Fürsterzbischöfen, von einer Nutzung ihrer Salzvorkommen völlig ausgesperrt war. Vom Halleiner Salz wurde die Weltkulturerbe-Stadt Salzburg errichtet, während Hallein nur eine rußgeschwärzte, vom Rauch und Dampf der zahlreichen Salinen eingehüllte Salzproduktionsstätte blieb. Nachdem nicht Hallein sondern nur die Stadt Salzburg vom Halleiner Salz profitierte, müsste diese größtes Interesse daran haben, das letzte Erinnerungsobjekt an die glorreiche Salzepoche zu erhalten. Wir erinnern uns: Als Franz Schubert Hallein besuchte, stellte er danach fest: ,,Es war, als ob ich vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein gefallen wäre!‘‘ Es gilt also, Gespräche mit der Stadt Salzburg zu suchen. Sollten sie zu keinem Ergebnis führen, dann ist die historische Sudpfanne abzubauen und zu verschrotten. Einige Teile davon könnten für eine kleine Schausaline Verwendung finden. Ob sich an deren Errichtung die Stadt Salzburg, als einziger Nutznießer der Jahrhunderte währenden Halleiner Salzproduktion, beteiligen wird? Fragen kostet bekanntlich nichts. Dazu das 4. FOTO oben: Holzstützen bewahren jenen Teil der Alten Saline auf der Pernerinsel vor dem Einsturz, in dem sich Europas letzte historische Sudpfanne befindet. Die Stadt Salzburg, als einziger Nutznießer der 800 Jahre währenden Salzproduktion in Hallein, müsste sich unbedingt an der Sanierung finanziell beteiligen.

PASST DER WIDERWÄRTIGE NAME KOTBACH
NOCH ZUM SELBSTVERSTÄNDNIS DER IMMER
REIZVOLLER WERDENDEN STADT HALLEIN?

Vor Jahrzehnten, als es noch nicht das Sparkassengebäude gab, da existierte die legendäre ,,Affeninsel‘‘ am Bayrhamerplatz. Hier fanden sich Pensionisten ein und sie legten sich in den Sommermonaten auf die Lauer. Bis endlich ein Touristenpaar nach dem Weg zur Salzbergbahn fragte. Die Antwort war längst eingespielt: ,,Dort gehen Sie über den Kotbach und nach dem Kotbach… Weiter kamen die auskunftsfreudigen Pensionisten erwartungsgemäß nicht. ,,Huch, wie ekelig, ein Kotbach! Klaus-Dieter, dort gehen wir nicht hin! Wir streichen die Fahrt mit der Salzbergbahn!‘‘ Als das Paar außer Hörweite war, brach auf der Affeninsel stets ein höllisches Gelächter-Gebrüll los. Mittlerweile gibt es die Affeninsel und die Salzbergbahn längst nicht mehr. Nur der Kotbach, der existiert noch immer. Unangefochten fließt er anscheinend für immer durch den Kurort Bad Dürrnberg und durch die einstige Salzstadt Hallein. Weil in Hallein es allen völlig egal ist, ob der Kotbach eben Kotbach oder auch anders heißt. Bisher wurde das unerfreuliche Thema nur einst durch die ,,Halleiner Zeitung‘‘ und vor wenigen Jahren durch das Gratisblatt ,,Hallo Hallein‘‘ aufgegriffen. Das Echo derjenigen, welche die längst überfällige Namensänderung längst hätten durchführen könnten, war ablehnend: ,,Warum auf den schönen Namen Kotbach verzichten?‘‘ So freuen sich weiterhin die Kurgäste über den Kotbach in Bad Dürrnberg und den Halleinern ist es völlig egal, dass ihre immer reizvoller werdende Stadt von einem widerwärtigen Kotbach durchflossen wird. Trotz dieser unerfreulichen Dickfelligkeit unterbreitet der SALZSCHREIBER wieder seinen Vorschlag zur Namensänderung. Für den Kotbach, der vom Dürrnberger Salzberg herunterfließt, die einstige Salzstadt Hallein durchquert, um schließlich in die Salzach zu münden, kann es nur eine Bezeichnung geben: Salzbach und sonst gar nichts! Dazu das 5. FOTO oben: Der Kotbach ist längst ein sauberes Gewässer, keine Wildente würde hier sonst ihr Futter suchen. Was hindert also noch immer die Kotbach-Fans an einer Umbenennung zu Salzbach? Das Foto entstand an der Brücke zum Florianiplatz, unweit des Geschäftes von Fahrrad-Grundtner.

 

AUF DEN HÄNDEN VON SALZBURG NACH WIEN:
HALLEIN UNTERLIESS UNVERSTÄNDLICHER WEISE
JEDE ANERKENNUNG UND EHRUNG DIESER GROSSTAT

62 Jahre sind bereits seit der unglaublichen, weltmeisterlichen Sport-Großtat des Halleiners Siegfried Waslberger vergangen, die erhebliches internationales Aufsehen verursachte. Von der Stadt Hallein wurde sie nie durch irgendeine öffentliche Maßnahme gewürdigt. Siegfried Waslberger gelang eine weltweit einzigartige, nie wieder erreichte, sportliche Großtat. Am 15. Mai 1957 startete er von Salzburg aus, um auf seinen Händen, im Handgang also, die über 300 Kilometer bis nach Wien für einen guten Zweck zurückzulegen. Drei Monate später im August, nach exakt 327 Kilometern, erreichte Siegfried Waslberger, auf den Händen gehend, die Bundeshauptstadt Wien. Die Bevölkerung bereitete dem heldenhaften Sportler aus Hallein einen derart stürmischen Empfang, dass schon im Bereich von Schönbrunn der öffentliche Verkehr hoffnungslos zusammenbrach. Die Exekutive sah sich außerstande, Siegfried Waslberger, wie ursprünglich geplant, auf den Händen bis zum Stephansdom gehen zu lassen. So fand die Gewalt-Tour des Halleiners vor dem Schloss Schönbrunn, unter Anwesenheit höchster Politiker und unter dem Jubel der andrängenden Massen, ihr stolzes, triumphales Ende. Die ,,Halleiner Zeitung‘‘ unterbreitete den Vorschlag, Siegfried Waslbergers Großtat mit einer überlebensgroßen Statue in der Altstadt, die ihn im Handstand zeigt, für immer festzuhalten. In der Stadt Hallein des Jahres 1957 hatten jedoch solche Vorschläge keine Chance auf Verwirklichung. Und später auch nicht. Mittlerweile sind 62 Jahre vergangen. In 3 Jahren sind es also 65 Jahre her, dass Siegfried Waslberger seine weltweit einzigartige Leistung vollbrachte. Eine perfekte Chance und Gelegenheit, Siegfried Waslberger endlich, endlich mit einer Statue zu würdigen. Entweder in der Altstadt oder auf der Stadtbrücke, wo derzeit ein lächerlicher, sinnloser Ministeg, ohne jede Beziehung zu Hallein steht, der jetzt wieder für Monate gesperrt ist. Siegfried Waslberger selbst wird diese Ehrung nicht mehr erleben. Er starb im Jahr 1978. Einziges Erinnerungsstück in Hallein an den großartigen und willensstarken Sportler, ist im Keltenmuseum ein Paar seiner zahlreichen verschlissenen Handschuhe, die er zum Schutz seiner Hände während der Gewalt-Tour trug. Dazu das 6. FOTO oben: Es gibt bereits oben auf einem Dach in Hallein eine Figur, die auf ihren Händen steht – leider handelt es sich nicht um den glorreichen Siegfried Waslberger.

UNFASSBAR: DER BISHER GRÖSSTE EXISTIERENDE
GEMÄLDE-BESTAND GROSSFORMATIGER UND HINREISSENDER
SALZ-BILDER MUSSTE HALLEIN WIEDER VERLASSEN

Vom 21. Juni bis 24. August 2019, brach in der Alten Saline auf der Pernerinsel, ein noch nie dagewesenes Ausstellungs-Ereignis über die einstige Salzstadt Hallein herein. In abgedunkelten Räumlichkeiten präsentierte der chinesische, an der renommierten Central Academy of Fine Arts in Peking ausgebildete und nun in Salzburg ansässige Künstler Jixin Wang, überwältigende und begeisternde Gemälde über das einstige Halleiner Salzwesen. Die einzelnen Werke wurden randscharf ausgeleuchtet, so dass sie im Dunkeln zu schweben schienen. Auf diese Art wurde ein optisches Ereignis der Spitzenklasse zelebriert! Ein begeisternder und überwältigender Gesamteindruck, der in ganz Österreichs und weit über die Grenzen unseres Landes hinaus, bisher kein Gegenstück fand! Der traumhafte Reigen der großen Salz-Gemälde war der Alten Saline natürlich perfekt auf den Leib geschneidert. Schon während des zwei Monate dauernden Ausstellungs-Ereignisses mehrten sich die Stimmen prominenter Halleiner Persönlichkeiten, wonach diese prachtvolle, einzigartige Schau an Salzbildern, unbedingt in der Alten Saline verankert bleiben müsste. Im Interesse einer weiteren Aufwertung der Kulturstadt Hallein. Erste unverbindliche Gespräche des SALZSCHREIBER mit namhaften Persönlichkeiten in und um Hallein lassen die Hoffnung keimen, dass zumindest ein Teil der Gemälde wieder nach Hallein zurückkehren könnte. Dazu das 7. FOTO oben: Die randscharf beleuchteten Salz-Gemälde boten in den abgedunkelten Räumen der Alten Saline ein unvergessliches Kunst-Erlebnis. Es müsste unbedingt wieder hergestellt werden, als österreichweit einzigartige Kultur-Attraktion!

EINE KLEINE SCHAUSALINE GEHÖRT ENDLICH
IN DIE EINST ÜBER 800 JAHRE LANG
SALZ PRODUZIERENDE SALINENSTADT HALLEIN

Die Salzherren auf dem Dürrnberg wussten – im Gegensatz zur einstigen Salinenstadt Hallein – das unerfreuliche 30jährige Jubiläum des Endes der Salzproduktion 1989 in Hallein aktiv zu nützen. Sie ergänzten nun die Publikums-Attraktionen Salzbergwerk und Keltendorf Salina um einen weiteren Anziehungspunkt: um eine großzügig errichtete Schausaline. Auf dem Dürrnberg wird damit, so wie vor etwa 2500 Jahren durch die Kelten, wieder Salz gewonnen. Noch vor dem Jahr 1200 hielt im Halleiner Salzwesen eine völlig neue Art der Salzgewinnung ihren Einzug: Die Erzeugung von gesättigter Sole im Bergesinneren und deren Verdampfung unten in der Halleiner Altstadt in bis zu 11 Salinen. Als das Ende der Halleiner Salzproduktion hereinbrach, da gab es ein Angebot der Salineneigner, auf dem Dürrnberg, als Ausgleich für die eingestellte Salzherstellung in Hallein, eine Schausaline zu errichten. Der damalige Bürgermeister Franz Kurz, obwohl ein waschechter Dürrnberger, lehnte jedoch ab. Noch nie habe es, erklärte er korrekt, auf dem Dürrnberg eine Saline gegeben, Dies sei eine Verzerrung der historischen Tatsachen. Es kam zu keiner Einigung, das Projekt Schausaline wurde schließlich schubladiert. Nun ergriffen die cleveren Dürrnberger Salzherren, 30 Jahre nach Ende der Salzproduktion, unter einem verständnisvolleren Bürgermeister Stangassinger (ebenfalls ein Original-Dürrnberger) die Gelegenheit und errichteten Im Eingangs-Bereich zum Keltendorf eine Schausaline, in der die moderne Salzgewinnung aus Sole demonstriert wird. (Der SALSCHREIBER berichtete). Für die Stadt Hallein kann und darf dies kein Hindernis sein, ebenfalls eine Schausaline, einfacher gestaltet nach historischem Vorbild, zu errichten. In diesem Zusammenhang muss darauf verwiesen werden, dass der leider viel zu früh verstorbene Direktor des Keltenmuseums Hallein, Mag. Kurt Zeller, bereits eine kleine, handwerklich betriebene Schausaline, in seinem Museum eingeplant hatte. Drei Standorte drängen sich für eine Schausaline auf: das Keltenmuseum, die Alte Saline auf der Pernerinsel und das Colloredo-Sudhaus, das letzte historische Salinengebäude in der Halleiner Altstadt. Dazu unser 8. FOTO oben: Auf dem Dürrnberg wurde bereits auf handwerklicher Art die Verdampfung von Sole zu Salz in einem mit Holz befeuerten Metallbehälter praktiziert. Jetzt steht freilich die neue großzügige Schausaline im Mittelpunkt des Interesses.

DAS THEMA SALZBURGER FESTSPIELE
IN DER STADT HALLEIN
AUF MEHRERE SÄULEN STELLEN

Obwohl die Salzburger Festspiele nun schon bald eine erfolgreiche, 30jährige Präsenz auf der Halleiner Pernerinsel feiern können, eröffnet sich in der Stadt Hallein eine Reihe von Möglichkeiten, den Festspielgedanken zu vertiefen und sich markanter als Festspielstadt zu positionieren. Der gerade 10 Jahre alt gewordene SALZSCHREIBER, präsentiert hier dazu 10 Vorschläge.

FEST ZUR FESTSPIEL-ERÖFFNUNG. Auch in Hallein sollte, unbedingt im Vorfeld der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, jeweils im Sommer ein Fest zur Festspiel-Eröffnung veranstaltet werden. Angedacht ist vorerst ein kleines, aber feines Fest, welches auch bei Schlechtwetter stattfinden müsste. Es sollte Auslöser dafür sein, dass in Hallein künftig jedes Jahr eine derartige Veranstaltung stattfindet. Eine kurze Anfrage dazu im Rahmen einer Pressekonferenz bei den Salzburger Festspielen durch Odo Stierschneider, hatte eine positive Reaktion von Festspiel-Präsidentin Dr. Rabl-Stadler zur Folge. – HALLEINER FESTSPIELPREIS. Es wäre wichtig, dass die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘, gemeinsam mit der Stadt Hallein, dem Kulturverein SUDHAUS und dem Tourismusverband, den ,,Halleiner Festspielpreis’’ begründen würden, um ihn an besonders verdienstvolle Persönlichkeiten rund um die Festspiele auf der Pernerinsel (Peter Stein? Festspielpräsidentin anlässlich ihres leider näher kommenden Rücktritts? Etc.) zu vergeben. – HALLEINER FESTSPIEL-PRESSE-PREIS. Die Festspiele auf der Pernerinsel sollten Anlass sein, einen Halleiner Kritiker-Preis zu begründen, der Kritiker auszeichnet, die sich mit Festspiel-Aufführungen in Hallein befassen. Die Preisvergabe müsste durch eine unabhängige Jury erfolgen. Der Kritiker-Preis sollte jährlich durch die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ vergeben werden, falls preiswürdige Kritiken vorliegen. – AUSLAGEN IM ZEICHEN DER FESTSPIELE. Die Halleiner Geschäfts-Inhaber könnten durch entsprechende Auslagen-Gestaltung mit Fotos, Broschüren, dem Festspielemblem etc. optisch wirksam auf die Festspiele auf der Pernerinsel verweisen. Es könnte damit während der Festspiel-Saison eine stilgerechte Stimmung in der Festspielstadt Hallein geschaffen werden. Ein Auslagen-Wettbewerb würde sicher Ansporn zu besonders attraktiven Festspiel-Auslagen ein. – GENERALPROBE FÜR GUTEN ZWECK IN HALLEIN. Falls der Ertrag der Generalproben auf der Pernerinsel einem guten Zweck gewidmet werden sollte, was schon einige Male der Fall war, müsste im Gespräch mit der Festspielleitung erreicht werden, dass dieser Betrag künftig für karitative Zwecke in Hallein verbleibt. – FESTSPIELE ALS OPEN-AIR KINO. Ähnlich wie in Salzburg müsste es möglich sein, auch in Hallein, natürlich in kleinerem Rahmen, Aufführungen der Salzburger Festspiele auf einer Filmleinwand unter freiem Himmel zu präsentieren. – PERNERINSEL MIT FESTSPIEL-SYMBOL. Längst schon hätte auf der Pernerinsel ein markanter, künstlerisch gestalteter Blickfang, mit Bezug sowohl auf die Festspiele als auch auf die große Salz- und Kelten-Tradition der Stadt Hallein, auf die Präsenz der Salzburger Festspiele verweisen müssen. Hallein müsste sich voll Stolz mit einem entsprechenden Objekt auf der Pernerinsel den Festspiel-Besuchern präsentieren. – BÄUME ODER STRÄUCHER GEGEN DIE BLECHLAWINE. Einige Bäume oder Sträucher würden den unattraktiven Anblick des Pernerinsel-Parkplatzes deutlich verbessern. Die enorme Blech-Ansammlung direkt vor dem Festspiel-Bereich ist äußerst unerfreulich und gehört durch Anpflanzung einiger Bäume oder Sträucher endlich ein wenig entschärft. – MEHR FARBE FÜR DIE ABSCHRECKENDE GRAU-FASSADE. Die riesige, in deprimierendem Grau gehaltene Nordfassade des jetzigen Festspiel- und einstigen Salinen-Objektes, direkt an der Durchzugsstraße gelegen, hätte längst schon eine anspruchsvolle Gestaltung verdient. Ein Ideen-Wettbewerb unter den Halleiner Künstlern, Architekten, Malermeister, Grafikern und allen Interessierten erbrächte sicherlich interessante Vorschläge, die auch noch abgeändert werden könnten. Jedenfalls wird mit der gegenwärtigen gigantischen Grau-Fläche direkt an der Bundesstraße nur Rufschädigung an der Festspielstadt Hallein betrieben. – WEG MIT DEN SCHRECKLICHEN ÜBERDACHTEN PARKPLÄTZEN. Die grässlichen überdachten Parkplätze entlang der Nord-Fassade des Festspiel-Objektes auf der Pernerinsel gehören, nicht nur weil sie immer wieder durch widerrechtliche Müllablagerung missbraucht werden, endlich entfernt. Die Überdachung ist optisch absolut unbefriedigend. Sie stellt eine höchst unerfreuliche, besser formuliert, eine unfassbare und schreckliche Verschandelung der großen, nach optischer Verbesserung geradezu um Hilfe schreienden Fassade des Festspiel-Objektes dar. Dazu unser 9. FOTO oben: Die Salzburger Festspiele starteten auf der Pernerinsel in einem rundum herabgekommenen Salinengebäude. Mittlerweile ist die Alte Saline an drei Seiten vorbildlich saniert. Nur noch die gegen Norden ausgerichtete Festspielfassade harrt seit Jahrzehnten ihrer Verschönerung.

DAS BESCHEIDENE SCHAUGRAB DES
,,STILLE NACHT‘‘-KOMPONISTEN FRANZ XAVER GRUBER
SCHOCKIERT IMMER WIEDER DURCH SEIN AUSSEHEN

Man sollte annehmen, dass das äußerst bescheidene Schaugrab des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber, zumindest seit dem 200-Jahre-Jubiläum seiner
weltberühmten Melodie, permanent mit überquellendem Blumenschmuck versehen ist. Gewissermaßen ein unerreichbares Vorbild für alle, die eine Grabstätte zu betreuen haben. Nun, die grausame Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus, genau das Gegenteil ist brutale Realität. Das Grab vor dem einstigen Wohnhaus des Komponisten, in dem sich heute das ,,Stille Nacht‘‘-Museum befindet, düstert das ganze Jahr mehr oder weniger vor sich hin, normaler Weise wird der Blumen-Schmuck besser, wenn sich drohend das Weihnachtsfest nähert. Franz Xaver Gruber, nahezu 30 Jahre lang Organist und Chorregent in der Halleiner Stadtpfarrkirche, schuf Kompositionen für verschiedenste Anlässe, war ein angesehener Bürger der Stadt Hallein und hatte bereits, kurz vor seiner Halleiner Zeit, das Salzbergwerk besucht. Sein Schaugrab ist während des größten Teil eines Jahres eine Schande für Hallein. Seit dessen Errichtung von 85 Jahren, kam niemand auf die Idee, eine repräsentativere Grabstätte zu errichten. (Dass das Schaugrab überhaupt mit Laternen versehen ist, verdankt Hallein noch heute dem einstigen Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘). Dazu kommt, das dieses kleine, ärmliche Schaugrab – errichtet mitten in der wirtschaftlichen Notzeit der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, – zusätzlich optisch massiv bedrängt wird. Durch die geradezu bedrohlich wirkenden, brutalen Seitenmauern der kleinen Stiege hinauf zur Ferchl-Straße. Die mächtigen Seitenmauern besitzen überhaupt keine Funktion. Sie eignen sich nicht einmal als Stütze für ältere Leute. Deshalb war man gezwungen, zusätzlich ein eisernes Stützgeländer einzubauen – das Ganze kommt schon sehr bedenklich einem Schildbürger-Streich nahe. Daher: Die mächtigen, aus ortsfremdem, rotem Steinmaterial aufgetürmten Seitenmauern, gehören endlich entfernt. Die Stiege müsste auch auf der anderen Seite mit einem gleichartigen Metall-Stützgeländer versehen werden. Damit wäre die derzeit brutale Stiegen-Konstruktion wesentlich entschärft, sie wäre deutlich unauffälliger und würde auch nicht mehr Grubers Schaugrab optisch förmlich erschlagen. Dazu unser 10. FOTO oben: Das bestürzend ärmliche Schaugrab des ,,Stille Nacht‘‘-Komponisten vor der völlig unpassenden, übermächtig erscheinenden Treppe zur Ferchlstraße. – Zum letzten FOTO oben: Alle, denen die Stadt Hallein am Herzen liegt, sollten die Daumen halten. Damit im Lauf der Zeit alle hier dargelegten Anregungen und Vorschläge, im Interesse der Stadt, auch tatsächlich verwirklicht werden! – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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In dankbarem Gedenken“ legte der langjährige ehemalige Präsident der ,,Stille Nacht‘‘- Gesellschaft, Mag. Michael Neureiter, zu ,,Stille Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Grubers Geburtstag, an dessen Gedenk-Grab vor dem Halleiner ,,Stille Nacht‘‘-Museum (vormals das Wohnhaus Franz Xaver Grubers) einen Kranz nieder. Der ,,Stille Nacht‘‘-Komponist wurde vor 232 Jahren am 25. November 1787 in Hochburg geboren. ,,Wir gedenken auch in diesem Jahr des Komponisten, der mit Joseph Mohr das Lied geschaffen hat, das heute ein Dreifaches bedeutet: Es ist Botschaft der Menschwerdung und des Ereignisses von Bethlehem; es ist ein unverzichtbarer Beitrag zur weihnachtlichen Festkultur; es ist ein weltweiter Baustein des Friedens!“ betonte Michael Neureiter, seit kurzem emeritierter Präsident der ,,Stille Nacht‘‘ Gesellschaft, der selbst im Halleiner Gruberhaus aufgewachsen ist. Neureiter: „Wo Gruber seine letzten 28 Jahre lebte, durfte ich meine ersten 24 Jahre verbringen!“ – Das oben stehende Foto zeigt Michael Neureiter an Grubers Gedenkgrab mit dem Kranz der ,,Stille Nacht‘‘- Gesellschaft „in dankbarem Gedenken“ an den Komponisten, der vor 156 Jahren 1863 im Gruberhaus verstarb. – (Foto: Stille Nacht Gesellschaft).

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Genau deshalb ist die Künstlergruppe Plan B für Hallein unverzichtbar: Ein halbes Jahrtausend war Hallein eine Wüste ohne Kunst und Kultur. Hallein war die ausgebeutete Salzkolonie der Salzburger Fürst-Erzbischöfe, die auch als weltliche Landesherren agierten. Sie plünderten die Halleiner Salz-Vorkommen und machten mit dem Erlös ihre Regierungsstadt Salzburg zu einer heute weltbekannten Attraktion. Und nahmen in Hallein keinen einzigen Ziegel in die Hand um hier wenigstens ein einziges herzeigbares Bauobjekt zu errichten. In Hallein wurde im Bergwerk und in den Salinen geschuftet, Für Kunst und Kultur war hier kein Platz. In der Stadt Salzburg wurden Kunst und Kultur gepflegt und hochgehalten. Kunst und Kultur in der historischen Salinenstadt? Absolut Null.

Franz Schubert, nach einem Besuch der Stadt Hallein, entsetzt in einem Brief an seinen Bruder: ,,Ich fiel vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein!“ Krasser konnte man den Unterschied zwischen Hallein und Salzburg nicht darlegen. Doch die Fürst-Erzbischöfe verloren schließlich ihre weltliche Macht, Hallein wurde zur Industriestadt. Die zarten Pflänzchen Kunst und Kultur fanden in Hallein lange Zeit nur karge Entfaltungs-Möglichkeiten. Erst in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts, konnten sich Kunst und Kultur immer mehr etablieren. Seit der Jahrtausend-Wende, erhält Hallein immer öfter die erfreuliche Bezeichnung Kulturstadt. Immer mehr Kunst- und Kultur-Schaffende entfalten hier ihre wichtige und unverzichtbare Arbeit. Zu den maßgeblichen Kunst-Gestaltern in Hallein zählt seit Oktober 2014 die Künstlergruppe Plan B in ihrer fantastischen Offenen Werkstätte am Kornsteinplatz.

Plan B ist eine Gruppe künstlerisch tätiger Personen, die ihre Kreativität in einem der schönsten, öffentlich zugänglichen Räumen der Stadt Hallein entfalten. Zwischen historischen Pfeilern (!) findet die Offene Werkstatt einen idealen Raum, um die Begeisterung für Kunst, sowie das erforderliche Wissen und Können, an alle Interessierten weiter zu vermitteln. Verständnisvoll versuchen die Künstlerinnen und Künstler, vorhandene Hemmschwellen vor künstlerischer Tätigkeit abzubauen. Jedem soll hier die Möglichkeit zu künstlerischem Tun geboten werden. Denn so lautet der erfreuliche und wichtige Leitspruch von Plan B: ,,Es kann gar nicht genug Kunst und Kultur in Hallein geben.‘‘

Das kreative Team von Plan B besteht aus den folgenden acht freundlichen, liebenswürdigen und sympathischen Künstler-Persönlichkeiten: Hannes Bernhofer (Drechseln, Metallskulpturen), Robert Bernhofer (Raku Keramik, Kleinskulpturen), Ulli Fritzl (Speckstein), Günther Reiter (Speckstein), Bernhard Fritzl (Monotypie, Aquarell, Raku Keramik), Raimund Weickl (Metall-Skulpturen, Polymer Clay), Gerold Pattis (Astro-Fotografie) und Eva M. Moser (Filzen). Die Genannten geben ihr Können und Wissen gerne in Form von Workshops weiter, wobei Interessierte vorerst anhand eines Rundganges durch die ausgestellten Werke, durch informative Gespräche oder gleich durch einen Selbstversuch feststellen können, auf welche Weise sie künstlerisch tätig werden wollen.

Die Künstlergruppe Plan B zeichnet sich durch verschiedenste Initiativen aus. So kann derzeit die vielseitig gestaltet Weihnachts-Ausstellung besichtigt werden. Sie bietet eine Fülle an Geschenk-Ideen und allen die Gelegenheit, ein schönes Kunstwerk für das eigene Heim zu erwerben. Ob Plastische Arbeiten aller Art, ob Gemälde oder Grafiken verschiedenster Stilrichtungen, ob aus Holz meisterhaft gefräste Kunstobjekte, ob künstlerisch gestaltete Wunschkarten für verschiedenste Anlässe – die Qualität und Vielfalt der gezeigten Werke ist beeindruckend. Auch während eines Jahresablaufes entfalten die Mitglieder von Plan B unterschiedlichste künstlerische Aktivitäten. So beispielweise das jährlich stattfindende Kunst-Symposion auf der Pernerinsel für größere Kunstaktionen oder auch eine spontane Kunst-Aktion direkt auf dem Kornsteinplatz. Das können Einzel- oder Gemeinschafts-Ausstellungen der Plan-B-Mitglieder sein oder spezielle Werkschauen. Von besonderer Bedeutung ist natürlich die Tatsache, dass die Kunst-Werkstätte von Plan B nicht irgendwo am Stadtrand in Grünen, sondern mitten im Stadtzentrum an einem der wichtigsten Halleiner Stadtplätze ihre Tätigkeit entfaltet. Ganz nach dem oben zitierten Motto: ,,Es kann gar nicht genug Kunst und Kultur in Hallein geben!“ – Die oben stehenden Fotos zeigen nur einige Beispiele aus der reichhaltigen und sehenswerten Weihnachts-Ausstellung 2019. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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