Die Entwicklung der Corona-Pandemie in Salzburg bleibt dramatisch. In dieser so genannten zweiten Welle im Herbst waren am Donnerstag, 19. November 2020, 6.408 Personen aktiv infiziert. Das ist das Achtfache des Höchstwertes 807 am 2. April 2020. 220 Personen werden aktuell mit Covid-19 im Spital behandelt, 24 davon auf der Intensivstation. Wie von den Experten angekündigt, steigt mit den Infektionen auch die Todesrate. Zum Vergleich: Bis zu den ersten 40 Todesfällen vergingen 7,5 Monate. Weitere 52 sind in nur zwei Monaten zu beklagen. Heute stehen wir in Salzburg bei 92 Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19.

 

Die Eckdaten vom 19. November 2020, 8.30 Uhr: 6.408 aktiv infizierte Personen, 92 Todesfälle bis dato, 220 Personen mit Covid-19 im Spital, 24 davon auf der Intensivstation. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 722,3. Das ist nach wie vor der höchste Wert in Österreich! Alle 119 Gemeinden sind betroffen, in 82 Gemeinden liegt die Sieben-Tages-Inzidenz bei über 500. Der Wochenschnitt der Neuinfektionen pro Tag liegt bei 580. Der Vergleich zum Frühling, zur „ersten Welle“: Bei den aktiv infizierten Personen übertrifft der Herbst mit derzeit 6.408 Coronafällen am 19. November den Frühling mit 807 am 2. April um das Achtfache!

 

Alleine von Mittwoch auf Donnerstag sind im Bundesland Salzburg acht neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 hinzugekommen, insgesamt sind es nun 92. In den ersten acht Monaten sind 46 Personen gestorben, alleine in den vergangenen nur vier Wochen hat sich diese Zahl verdoppelt. Das hängt auch mit der Altersstruktur zusammen. Während es im Sommer hauptsächlich eher jüngere getroffen hat, steigt das Alter der Infizierten seit Anfang September wieder an.

 

Das bisherige Jahr 2020 im Rückblick. Wie sich das Corona-Virus im Bundesland entwickelt hat, das Aufflammen im Frühling – die erste bestätigte Infektion war am 29. Februar – und die dramatische Situation jetzt im Herbst zeigen folgende Zahlen aus dem Jahr 2020.

 

Todesfälle gesamt:
1. April: 10, 1. Juni: 37, 1. August: 37, 1. November: 53, 19. November: 92

 

Personen im Spital:
1. April: 87, 1. Juni: 0, 1. August: 8, 1. November: 117, 19. November: 220

 

Infizierte Personen:
1. April: 789, 1. Juni: 6, 1. August: 73, 1. November: 2.878, 19. November: 6.407

 

Betroffene Gemeinden:
1. April: 95, 1. Juni: 9, 1. August: 23, 1. November: 112, 19. November: 119


Hier noch der tägliche Zuwachs an Corona-Infektionen aus dem Bezirk Hallein
von Montag, 16. November bis Sonntag, 22. November 2020:
Montag +56
Dienstag +100
Mittwoch +76
Donnerstag +42
Freitag +45
Samstag +69
Sonntag +59
Gesamtsumme: 447 neue Fälle innerhalb einer Woche. – (Landes-Pressedienst Salzburg, Foto: medpress).

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Die neu geschaffene Kulturstelle ist die bereits dritte SPÖ-Besetzung in Folge. Beratungen und Diskussionen über die Ausschreibungs-Details werden verheimlicht oder auf externe Dritte geschoben. Auch in der Vergangenheit wurde diese Kulturarbeit erledigt – nur eben von der zuständigen Stadträtin selbst, ganz ohne Mitarbeiter. Politik braucht Herzblut und setzt selbstständiges Arbeiten voraus.

 

„Das aktuelle Vorgehen von Alexander Stangassinger kommt mir wie ein Déjà-vu vor. War es vor einem Jahr die neue Anstellung eines für die Öffentlichkeit zuständigen Mitarbeiters im Büro des Bürgermeisters, vor kurzem die Besetzung einer neu geschaffenen Stelle auf Abteilungsleiterebene durch einen ehemaligen SPÖ-Bürgermeister-Kandidaten, so ist es jetzt die Schaffung einer Kulturstelle im absoluten Naheverhältnis zur SPÖ-Vizebürgermeistern Rosa Bock im Kulturbereich. Alle drei Postenvergaben haben eines gemeinsam: Weder der Ausschreibungstext noch die Stellenbeschreibung wurden trotz Nachfrage ausgehändigt und somit verheimlicht“, zeigt sich Klubobmann Stadtrat Aschauer verärgert.

 

„Bei dieser Kulturstelle wurde die Ausschreibung sogar regelrecht durchgedrückt. Da es sich um eine neue und vor allem nicht um eine klassische hoheitliche Verwaltungsstelle handelt, haben wir angeregt, dass die Ausschreibungsdetails vorab im Kulturausschuss behandelt und diskutiert werden sollen. Wenn die Verbindungstätigkeit zwischen Gemeinde und Kulturvereinen tatsächlich ernst gemeint ist, dann wäre eine gemeinsame Beratung aller Mandatare im Kulturausschuss Gebot der Stunde gewesen. Die Antwort des Alexander Stangassingers war unmissverständlich: Wir wollen keine Zeit mehr verlieren und es wurde schon ausreichend diskutiert – die Ausschreibung mögen wir doch dann dem Protokoll entnehmen. Mit Blick auf die Ausschreibungs-Unterlagen kann man unschwer erkennen, dass keine tatsächliche Verwaltungsstelle geschaffen werden soll, sondern eine weitere Stelle im politischen Beraterstab – dieses Mal eben für Rosa Bock. Der Umstand, dass der Arbeitsplatz dieses Kulturbüros – laut der vielzitierten Kulturanalyse – sogar in den Räumlichkeiten der Kulturstadträtin selbst sein soll, zeichnet selbst sein Bild. Wir werden es auch weiterhin klar ablehnen, dass im Gegenzug für die Bereitstellung eines politischen Beraterstabes auf Kosten der Steuerzahler im Rathaus, ehrenamtliche Kulturinitiativen ausgehungert werden und zusperren müssen“, so der Klubobmann und fügt abschließend hinzu:

 

„Die Prioritäten des Alexander Stangassingers sind glasklar erkennbar. Medienwirksame, inhaltsleere Ansagen und planloses reagieren statt agieren. Das zeigt sich auch beim Budget 2021. Bis dato haben wir noch keine Unterlagen – trotz Urgenz – zum Budget bekommen, obwohl am Dienstag die Einladung zum Finanzausschuss versendet werden muss. Da wir vermutlich die bereits gedruckte Endversion erhalten werden, ist davon auszugehen, dass die inhaltliche Diskussion und die Bereitschaft Änderungen vorzunehmen überschaubar sein wird beziehungsweise unmöglich ist. Politische Sacharbeit und das viel zitierte ´Gemeinsam` sieht anders aus.“ – (Presse-Aussendung ÖVP Hallein.)

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Das Edel-Unternehmen EMCO mit seinen rund 400 Mitarbeitern in Hallein-Taxach, zählt zu den führenden Werkzeugmaschinen-Herstellern in Europa. Gegründet 1947, exportiert Emco heute 85 Prozent seiner Maschinen. Nach 177 Millionen Euro Umsatz im Vorjahr, wird das Unternehmen heuer an die 200 Umsatz-Millionen verzeichnen. Vor der Corona-Krise hatte man sogar geplant, bis zum Jahr 2023 an die 300 Millionen Euro Umsatz jährlich zu erreichen. Doch dann kam alles anders. Bis zu 100 Mitarbeiter wollte EMCO noch Ende September wegen rückläufiger Auftragslage zur Kündigung anmelden. Doch jetzt, Ende November, sieht es schon wieder deutlich besser aus. Mit Unterstützung der Gewerkschaft und angesichts einer sich im Herbst markant verbesserten Auftragslage, konnte nun doch eine Massen-Entlassung verhindert werden. Das Unternehmen ist wieder mit Aufträgen ausgelastet. Am europäischen Markt entwickelt sich die Auftragslage zwar derzeit noch unbefriedigend, doch erfreuliche Auftragseingänge aus Südost-Asien und Russland sichern die Auslastung der EMCO-Produktion. Beim Umsatzergebnis des heurigen Jahres liegt EMCO derzeit bei noch etwa 30 Prozent unter dem Vorjahr – die Geschäftsführung hofft auf ein Endergebnis um plus/minus Null. – (Odo Stierschneider. Foto: FMT-Pictures).

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Das ,,Halleiner Geschenk-Kisterl‘‘ stellt eine erfreuliche und liebenswürdige Initiative dar, welche acht Halleiner Geschäfts-Inhaber und Geschäfts-Inhaberinnen zusammenführt und diese als unsere heimischen Anbieter mit ihren Angeboten in den Vordergrund stellt. Auf Initiative von Caroline Hubble, Inhaberin der Halleiner Spezialitäten-Manufaktur, beteiligten sich der Dorfladen (mit Schweinsbraten-Gewürz), Ta Leme (Olivenöl und Tee), Guglhof (Gin), Salzzart (Spezialsalz aus der Schausaline Dürrnberg), Halleiner Spezialitäten-Manufaktur (Verhackertes), La Moda (10-Euro-Gutschein), Parfümerie Charlie (10-Euro-Gutschein) und Waltraud Haas (Gin-Gelee). Ergänzt wird diese Produktpalette noch durch zwei weitere Kelten-Euro-Gutscheine im Wert von jeweils 10 Euro. Das alles ist attraktiv verpackt in einem Holzkistchen, dessen Deckel mit einem Porträt von Franz Xaver Gruber bedruckt ist. Durch diese Vielfalt wird das ,,Halleiner Geschenk-Kisterl‘‘ zum idealen Geschenk zu jeder Zeit und für jeden Anlass.

Ob zu Weihnachten oder zum Geburtstag, ob zu Ostern, ob zur Hochzeit oder zum Namenstag, ob als freundschaftliche Geste oder als Mitbringsel zu einer Einladung – das Halleiner Geschenk-Kisterl macht überall einen vorzüglichen Eindruck und ist überall willkommen! Außerdem stellt es die freundliche Empfehlung dar, wo immer es möglich ist, den jeweiligen Bedarf in unseren ortsansässigen Geschäften zu decken und nicht bei den großen internationalen Einkaufsriesen wie Amazon, die nach wie vor – im Gegensatz zu unseren heimischen Firmen – skandalöser Weise in Österreich noch immer keine Steuern zahlen. Auf unserem 1. Fotos oben, präsentieren sich die großartigen Teilnehmer an der Geschenk-Kisterl-Aktion, sichtlich gut gelaunt auf dem Bayrhamerplatz: Christoph Vogl (Guglhof), Martin Schiefer (La Moda), Jaqueline Brabec (Buchhandlung Leseträume), Caroline Hubble (Halleiner Spezialitäten-Manufaktur), Thorsten Maas und Fanny (Ta Leme), Fabian Steinhofer (Dorfladen) und Michaela Loipold-Sieber (Parfümerie Charlie). Das 2. Foto oben zeigt einen vielversprechenden Blick in das ,,Halleiner Geschenk-Kisterl‘‘. Dieses ist entweder in der Buchhandlung ,,Leseträume‘‘ am Bayrhamerplatz oder bei der Halleiner Spezialitäten-Manufaktur von Caroline Hubble, (Mail: office@halleiner-spezialitaetenmanufaktur.com oder Mobile: +43 664 13 45 052) zum Preis von 99,90 Euro erhältlich. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Der aktuelle ärztliche Befund des Stadtkino/Stadttheater-Gebäudes unter Bruch der ärztlichen Schweigepflicht lautet: ,,Die Eingangs- und die beiden Seiten- Fassaden: Huuuiiihh! Die rückseitige Fassade mit der funktionslosen Treppe, die einzige Fassade, für die kurioser Weise sogar extra ein Beleuchtungs-Scheinwerfer montiert wurde: Pffffffuuuuiiiiiiii!!‘‘ Der Bereich zwischen der grauslichen Treppe, neben der zu allem Überfluss diverser Krempel gelagert ist und dem Nachbargebäude, fällt durch eine Ketten-Absperrung ins Auge, deren Metallstützen schief und wackelig dahingranteln. Also ein recht unerfreulicher Anblick, eine Schande für die schöne Halleiner Altstadt. Eine Sanierung dieses vergammelten Bereiches ist jedenfalls mehr als überfällig! Dazu unsere Schand-Fotos oben. FOTO 1: Die schiefen, wackeligen, reparaturbedürftigen Metallstützen der unverständlichen Kettenabsperrung. FOTO 2: Der längst überflüssig gewordene Scheinwerfer. FOTOS 3, 4 und 5: Details aus der immer mehr der Zerstörung ausgelieferten Treppe. (Der Scheinwerfer erinnert übrigens daran, dass vor Jahrzehnten bereits die ,,Halleiner Zeitung‘‘ mit mehreren Scheinwerfern in Hallein unterwegs war, um Probe-Beleuchtungen schöner Hausfassaden durchzuführen und für die Zukunft anzuregen. In weiterer Folge gab es fallweise bei festlichen Anlässen verschiedene Beleuchtungs-Initiativen, aber eine ständige Beleuchtung schöner Objekte in der Halleiner Altstadt wurde bisher nicht realisiert. Nachdem wir beim Thema Beleuchtung sind: Die ,,Halleiner Zeitung‘‘ führte auch jahrelang die Beleuchtung des Kleinen Barmsteins durch. HZ-Leser hatten die Möglichkeit, eine Beleuchtung aus besonderem Anlass wie Hochzeit, Geburtstag, Firmenjubiläum etc. zu bestellen. Eine regelmäßige Beleuchtung des Kleinen Barmsteins wurde bisher nicht realisiert.) – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Pünktlich seit 6. November 2020, kann die Heidebrücke aufgrund der umfassenden Sanierungs-Arbeiten seit Ende Juni 2020, wieder befahren werden. Unter anderem wurden der Fahrbahnbelag, die Gehsteige, die Geländer, die Fahrbahnübergänge, die Beleuchtung sowie der Korrosionsschutz erneuert. Damit ist die wichtige Verkehrs-Verbindung von Neualm über die Pernerinsel – an die 8.000 Fahrzeuge täglich befahren die Heidebrücke – sowohl Richtung Süd als auch Richtung Nord, etwa in die Landeshauptstadt Salzburg, wieder hergestellt. Im ,,Untergeschoß‘‘ der Heidebrücke laufen indessen die letzten Arbeiten noch weiter. Es geht dabei um die Verlegung wichtiger Kabel- und Rohrleitungen. Mit der Fertigstellung der Brücke gestaltet sich das Verkehrs-Geschehen in Hallein wieder deutlich flüssiger und entkrampfter – die Verkehrs-Situation in Hallein zeigt sich deutlich entschärft.

Die Endabrechnung für die Generalsanierung der Heidebrücke steht noch aus, sie dürfte die Halleiner Stadtkasse mit etwa 1,4 Millionen Euro belasten. Im kommenden Jahr steht die Sanierung der Neumayrbrücke ins Haus – Bürgermeister und Finanzreferent der Stadt Hallein, Alexander Stangassinger, steht damit vor der unerfreulichen Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit – er ist erst seit März 2019 Bürgermeister der Stadt Hallein – die Finanzierung von drei Brücken-Sanierungen sicherstellen zu müssen. Besonders mit Blick auf die vorherrschende Corona-Krise eine wahrlich herausfordernde Aufgabe. Dass die Amtsvorgänger im Rathaus von Bürgermeister Stangassinger, sich bezüglich Brücken-Instandhaltung deutlich zurückhielten, obwohl sie selbstverständlich über deren Zustand informiert waren und nur die Neuerrichtung des Salinensteges zur Pernerinsel einleiteten – auch dessen Fertigstellung erfolgte erst unter Bürgermeister Stangassinger – ist ein spezielles Kapitel für sich.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Das Erscheinungsbild der Stadt Hallein wurde durch die sanierte Heidebrücke weiter aufgewertet. Dazu unsere beiden ersten Fotos. FOTO 1: Blick auf die neue Brücke von der Pernerinsel aus Richtung Neualm. FOTO 2: Blick auf die neue Brücke von Neualm aus Richtung Pernerinsel. FOTOS 3 und 4: Seitlicher Blick auf die Heidebrücke jeweils von Neualm aus. FOTO 5: Die Nahaufnahmen in das ,,Untergeschoß‘‘ der Brücke zeigen, dass hier noch gearbeitet wird. – Nach der endgültigen Fertigstellung der Heidebrücke werden natürlich auch die weißen ,,Leintuch‘‘-Verkleidungen und das Baugerüst entfernt. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Stadt Hallein verfügt ganz überraschend über einen neuen repräsentativen, ungemein beeindruckenden Sitzungssaal für die Stadtgemeindevertretung. Die gelungene Premiere mit souverän bewältigter Bewährungs-Probe fand am Donnerstag, 5. November 2020 um 17 Uhr statt. Im optisch angenehmen Ambiente des neuen, groß dimensionierten Sitzungssaales mit holzvertäfelten Wänden, war mit großen Arbeitstischen ein beeindruckend großes Quadrat gebildet worden, an dem die Gemeindevertreter, mit genügend Corona-Abstand, Platz gefunden hatten. Der Anblick des neuen Sitzungssaales machte total vergessen, dass es sich um die altbewährte Salzberghalle handelte, in der die Gemeindevertretung mit gutem Gewissen ihre Sitzung abhalten konnte. Das neue räumliche Umfeld spornte die fleißigen Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter unter Führung von Bürgermeister Alexander Stangassinger und Stadtamtsdirektor Hofrat Erich Angerer dazu an, ein umfangreiches Programm zu bewältigen, welches aus 46 verschiedenen Sitzungs-Arbeitspunkten bestand. Dies betraf aber nur den öffentlichen Teil der Sitzung, dem noch, nachdem die Zuhörer den Sitzungssaal verlassen hatten, der vertrauliche Teil der Sitzung folgte.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die Gesamtansicht des neuen, repräsentativen Sitzungssaales in der Salzberghalle. FOTO 2: Die Stirnseite des beeindruckenden Sitzungs-Quadrates mit Bürgermeister Alexander Stangassinger und Stadtamtsdirektor Hofrat Erich Angerer in der Mitte. FOTOS 2 und 3: Die linke und rechte Seite des großen Sitzungs-Quadrates. FOTO 4: Angesichts des verheerenden Terroranschlages in Wien mit vier Todesopfern und 23 Verletzten, hatte Bürgermeister Alexander Stangassinger zu Beginn der Sitzung der Gemeindevertretung, alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Gedenken aufgerufen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Den Menschen vorzumachen, Halleins Rathaus sei im ,,Notmodus‘‘, sorgt für Panik und Unverständnis. Tatsächlich muss man sich nur registrieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Großartiges – gibt es irgendwo Engpässe, dann muss dem entgegengewirkt werden. Allerdings mit Arbeitskräften und nicht mit einer Aufstockung des parteipolitischen Bürgermeister-Beraterstabes.

,,Für die gestrigen Aussagen von Bürgermeister Alexander Stangassinger, habe ich absolut kein Verständnis. Ihm ist nicht bewusst, welche Panik und Sorgen er mit der Verkündigung eines ,,Notmodus im Rathaus‘‘ bei der Bevölkerung auslöst. Es zeigt sich schlichtweg, dass Alexander Stangassinger einen täglichen Wettlauf um die erste und beste Schlagzeile bestreitet. Für Hallein und die Bevölkerung wäre es jedoch besser und zielführender, er würde arbeiten, Probleme lösen und handeln‘‘, so Klubobmann Stadtrat Mag. Gottfried Aschauer.

,,Landesweit gibt es einen Schulterschluss – die Gemeinden helfen wo sie können, um das so wichtige Contact-tracing aufrecht erhalten zu können. Die Menschen rücken zusammen, helfen sich gegenseitig und die Bürgermeister haben sich miteinander abgestimmt. Nur bei uns in Hallein funktioniert das nicht. Das liegt wohl darin, dass die Sozialdemokratie nicht geeint ist und unterschiedliche Kurse auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene fährt. Insgesamt braucht es jetzt aber Klarheit, Hilfe und Lösungen – das alles neben  dem Tagesgeschäft. Angst und Panik zu verbreiten, was dazu führt, dass die Bürgerinnen und Bürger anfragen, ob das Rathaus überhaupt noch offen ist, ist nicht zielführend, macht die aktuelle Situation noch undurchsichtiger und verunsichert die Menschen. Mit dem Wort `Notmodus´ agiert man, wenn tatsächlich große Teile der Belegschaft ausfallen und erkranken – also dann, wenn es dazu keine Alternative gibt. Bei uns im Rathaus muss man sich lediglich registrieren und die Mitarbeiter befinden sich im Team-Splitting. Nur – so etwas führt eben zu keiner SPÖ-Schlagzeile‘‘, zeigt sich Klubobmann Aschauer verärgert und betont abschließend:

,,Wenn wir durch die Bereitstellung von Personal für das Contact-tracing, tatsächlich aus dem personellen `letzten Loch pfeifen´ und der laufende Betrieb nicht mehr sichergestellt werden kann, dann müssen wir durch Anstellungen entgegenwirken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie mit Krisen und Arbeitsspitzen gut umgehen und vor allem zum Wohle der Halleiner Bevölkerung gerne zusammenrücken und ihre Arbeit leisten. Falls zur Zeit Arbeitskräfte fehlen, dann muss man für Entlastung sorgen. Allerdings nicht durch gut bezahlte Freunde im parteipolitischen Beraterstab des Herrn Bürgermeisters, sondern in den Abteilungen, dort wo es brennt.‘‘ – (Presse-Aussendung der Halleiner Volkspartei.)

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Vor dem Halleiner Rathaus weht eine Trauerfahne. (1. Foto oben). Im Gedenken an die Opfer des sinnlosen Terroranschlages im Zentrum von Wien. (2. Foto oben). Auch die Halleiner Gemeindevertretung widmete bei ihrer Sitzung in der Salzberghalle am Donnerstag, 5. November, stehend mehrere Gedenkminuten der Anteilnahme an die Hinterbliebenen der Terror-Opfer. (3. und 4. Foto oben). – Massiv bewaffnet mit einem Sturmgewehr der Marke Kalaschnikow, einer Faustfeuerwaffe und einer Machete, sowie ausgerüstet mit zahlreichen Munitions-Schachteln, zog ein 20jähriger Österreicher, mit nordmazedonischer Staatsbürgerschaft, eine Blutspur durch die Wiener Innenstadt. Sein Terroranschlag forderte vier Todesopfer und 23 Verletzte. 9 Minuten nach dem ersten Notruf war er bereits tot – erschossen von Polizisten der Wiener Spezialeinheit WEGA. Wie das Innenministerium erklärte, hatte der Täter keine Komplizen an seiner Seite. Laut Polizei war der Täter ein völlig ungeübter Schütze, der chaotisch und planlos wild um sich schoss. Aufgrund der Wahnsinnstat erfolgten in Wien 18 Hausdurchsuchungen, wobei 14 Personen, die mit dem Attentäter in Verbindung standen, festgenommen wurden. Unter den Festgenommenen stehen mehrerer unter dem Verdacht, Mitglied einer terroristischen Verbindung zu sein. Es handelt sich durchwegs um Personen im Alter von unter 30 Jahren – zwischen 18 und 28 Jahre jung.  – (Odo Stierschneider. Fotos 1, 3 und 4: OST, Foto 2: ORF)

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Mit markanten Worten kommentiert der Haleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger unter ,,Facebook‘‘ die aktuelle Corona-Situation. Der SALZSCHREIBER zitiert die Ausführungen des Stadtoberhauptes und ergänzt sie mit aktuellen Corona-Zahlen aus Hallein, wie sie von der Stadtgemeinde bekannt gegeben wurden.

 

Zitat: ,,Wir stehen nach wie vor im Regen. So wie der Mechaniker, der nicht weiß, ob er nächste Woche aufsperren darf. So wie der Tischlerlehrling, der nicht weiß ob er in seine Tischlerei noch arbeiten gehen darf. So wie die Gastronomin, die nicht weiß, ob sie für Montag noch einkaufen soll. So wie der alte Ehemann, der nicht weiß, wie lange er seine Frau im Seniorenheim noch besuchen darf. So wie die vielen Menschen in Österreich die nicht wissen, was auf sie zukommt. Die Menschen haben aber ein Recht darauf, dass sich die Verantwortlichen auf eine vor acht Monaten (!) vorhergesagte Krise entsprechend vorbereiten und besser früh als spät mit den Menschen Klartext reden.

 

Ja, es ist keine einfache Situation, das hat jede und jeder mittlerweile kapiert. Aber anzukündigen, dass etwas angekündigt wird, dass etwas angekündigt wird, da ist die Lage zu ernst, um die Öffentlichkeit mit sinnlosen Pressekonferenzen zu verunsichern und hinzuhalten.‘‘ (Zitat-Ende).

Die aktuellen Infos zur Corona-Lage in Hallein vom 5. November 2020
(in Klammer der Wert des Vortages 4. 11.):

 

Stadt Hallein: aktuell 153 positiv Getestete (126)
7-Tages-Inzidenz Stadt Hallein: 507 (422)
Aktuell sechstschlechtester Wert im Tennengau.
Tennengau: aktuell 490 positiv Getestete (423).
7-Tages-Inzidenz Tennengau: 567 (gestern 465).
Corona-Ampel Tennengau: "ROT"
Bildungsampel Tennengau: "ORANGE".
Risikostufe für die STADT Hallein: "ROT"
(Gemeindeampel, keine Auswirkungen)
Weitere Gemeinden mit "ROT": Kuchl, Abtenau, Puch

Gsund Bleim!
Euer
Alexander Stangassinger
Bürgermeister der Stadt Hallein

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Auf dem Gehsteig entlang des südlichen Gebäudetrakts der einstigen Bezirkshauptmannschaft Hallein, entfaltete sich einst ein Vegetations-Wunder. Ein prachtvoller Blauglockenbaum begann damit, hier seine riesigen (essbaren) Blätter zu entfalten. Eine wahre Augenweide im Umfeld der grauen Gebäudewüste, die immer wieder von Passanten bewundert wurde. (Dazu das 1. Foto oben). Dieses kostenlose Geschenk der Natur hatte jedoch in dieser Stadt keine Überlebens-Chance. Ob ihm ein Sandsack auf den Kopf gefallen war, oder ob er mit dem Schädel gegen einen Lampenmast geprallt war – wie auch immer, ein geistig Angeschlagener griff eines Tages zur Säge und ging widerrechtlich auf den Blauglockenbaum los. Das Ergebnis zeigt das 2. Foto oben. Der Blauglockenbaum sammelte alle seine Kräfte und entfaltete sich ein zweites Mal auf erfreuliche Weise, dazu das 3. Foto oben. Doch unser geistig Gestörter griff wiederum zur Säge, das Ergebnis zeigen unsere Fotos 4 und 5. Welche künftige Attraktion für die Stadt Hallein hier völlig sinnlos zerstört wurde, zeigt unser prächtiges 6. Foto. Dass hier ein Geistesgestörter am Werk war, dokumentieren auch unsere Fotos 7 bis 10. Denn unmittelbar neben dem Standort des kleinen Blauglockenbaumes wuchert ungehindert wildes Grünzeug aus dem Asphalt. Der Killer des Blauglockenbaumes hätte, falls er einigermaßen bei Verstand wäre, diese Wildnis – eine Schande für Hallein – schon längst beseitigen müssen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Seit dem Jahr 2009 ist Erich Angerer Leiter des Stadtamtes Hallein, bereits 1982 begann er als Lehrling im Dienste der Stadtgemeinde. Am Freitag, 30. Oktober 2020, verlieh Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl das Dekret zur Verleihung des Berufstitels an Erich Angerer. „In meiner Zeit zunächst als Stadtrat und dann als Bürgermeister der Stadt Hallein habe ich Stadtamts-Direktor Angerer sehr gut kennen und schätzen gelernt. Er hat viele Großprojekte in der Stadt Hallein mit viel Engagement und großer Leidenschaft begleitet“, so Christian Stöckl.

 

Erich Angerer trat 1982 in den Dienst der Stadtgemeinde Hallein ein. Nachdem er dort seine Lehre absolviert hatte, war er von 1985 bis 1991 Buchhalter in der Finanzverwaltung, danach bis 2002 Leiter der Stadtbuchhaltung und stellvertretender Abteilungsleiter der Finanzverwaltung. In den Jahren 2003 und 2004 war er Referent in der Rechtsabteilung und dann bis 2009 Abteilungsleiter der Rechtsabteilung. Erich Angerer ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Auf dem Foto oben erhält Stadtamtsdirektor Erich Angerer das Dekret zur Verleihung des Berufstitels Hofrat von Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl überreicht. – (Text und Foto: Salzburger Landes-Korrespondenz).

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Es geht nun darum, die Ausbreitung des Virus und die damit verbundene dramatische Entwicklung zu stoppen. Daher ist es richtig, einen konsequenten und dafür zeitlich kürzeren Lockdown zu setzen. Damit wir möglichst rasch eine starke Reduzierung der Infektions-Zahlen erreichen. Und unser Gesundheits-System sowie die Betten-Kapazitäten in den Spitälern nicht überlastet werden“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer im Rahmen einer Pressekonferenz (siehe Foto oben), in deren Rahmen die nachfolgend aufgelisteten Beschränkungen bekannt gegeben wurden.

 

NÄCHTLICHE
AUSGANGS-BESCHRÄNKUNG
Das Verlassen des privaten Wohnbereichs zwischen 20 und 6 Uhr ist nur unter folgenden Bedingungen erlaubt:
O Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum.
O Betreuung und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten.
O Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens.
O Berufliche Zwecke und Ausbildungs-Zwecke, sofern erforderlich.
O Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung (zum Beispiel Spazieren gehen, Joggen, Gassi gehen).
Diese Beschränkungen zum Verlassen des privaten Wohnbereichs gelten vorerst von 3. November 00.00 Uhr bis 12. November, 24 Uhr.

 

MINDEST-ABSTAND IM GESCHLOSSENEN
UND ÖFFENTLICHEN RÄUMEN

An öffentlichen Orten gilt ein Mindest-Abstand von einem Meter gegenüber haushaltsfremden Personen. In öffentlichen, geschlossenen Räumen ist zudem ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) vorgeschrieben. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Mindest-Abstand einzuhalten, wenn dies möglich ist. Mund-Nasen-Schutz ist dort verpflichtend.

 

HANDEL UND GESCHÄFTE
BLEIBEN OFFEN

Der Handel wird weiter offenbleiben, allerdings wieder mit einer Obergrenze der Kundinnen und Kunden, die sich nach der Größe des Geschäftes richtet. Pro Kunde müssen 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

 

HOME OFFICE
WIRD EMPFOHLEN

Auch am Arbeitsplatz müssen Maßnahmen ergriffen werden, Home Office wird dringend empfohlen, wo immer es möglich ist. Ist dies nicht möglich, müssen am Arbeitsplatz der Abstand eingehalten und weitere Hygiene-Maßnahmen umgesetzt werden.

 

SCHULEN UND KINDERGÄRTEN
BLEIBEN GRÖSSTENTEILS OFFEN

Kindergärten, Volksschulen und Unterstufen sowie Polytechnische Schulen und Sonderschulen bleiben offen. Die Oberstufen, Fachhochschulen und Unis stellen aus derzeitiger Sicht auf Distance-Learning um. Hier werden die Details mit dem Bildungs-Ministerium noch ausgearbeitet.

 

GASTRONOMIE
UND BEHERBERGUNG

Gastronomie-Betriebe dürfen zwischen 6 und 20 Uhr nur Speisen und Getränke zur Abholung anbieten. Beherbergung ist nicht möglich, außer für berufliche Zwecke.

FREIZEIT,
SPORT UND KULTUR

Freizeit- und Kulturbetriebe bleiben geschlossen, ausgenommen sind Bibliotheken. Veranstaltungen sind untersagt, davon ausgenommen sind berufliche Zusammenkünfte und Demonstrationen wenn die Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden. Profi-Sportveranstaltungen können ohne Publikum stattfinden. – (Text und Foto: Landes-Pressezentrum).

WEITERHIN GROSSE
DISZIPLIN ERFORDERLICH

Die bis zum Erbrechen permanent wiederholten, dringend erforderlichen Maßnahmen wie genügend Abstand halten, Atemschutz-Masken tragen, Hände waschen, Desinfektionsmittel benützen, keine privaten Veranstaltungen feiern, wurden von einem unbelehrbaren und sturen Teil der Bevölkerung nicht eingehalten. Das Ergebnis ist der permanent ansteigende, alarmierende Stand an Corona-Infizierten. Ein Team von britischen und US-Wissenschaftlern hat schon Anfang September, unter Annahme immer wiederkehrender und stetig ansteigender Infektionswellen errechnet, dass die Menschheit in 5.135 Jahren ausgestorben sein wird. Nachsatz: Dieser Zeitraum könnte sich jederzeit verkürzen, wenn es zu den schon lange befürchteten Corona-Mutationen kommt, die zu wesentlich aggressiveren, sich deutlich schneller ausbreitenden und gefährlicheren Corona-Viren führen. Bleibt vorläufig nur die Hoffnung, daß irgendwo auf unserem Planeten schon bald ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht… – (OST).

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Nun ist genau das eingetreten, was ursprünglich der Bezirk Hallein im peinlichen Alleingang vorexerzierte und aufgrund der steigenden Corona-Zahlen für das ganze Land Salzburg zu befürchten war. Neben anderen Gebieten in Österreich auch, wird nun das gesamte Land Salzburg in das grellrote Licht der Corona-Ampel getaucht. Markante Zahlen aus dem Oktober 2020 für den Bezirk Hallein: 1. Oktober 71 aktiv Infizierte, 15. Oktober 286, 19. Oktober 312, 29. Oktober 348. Am 1. Oktober gab es im Land Salzburg 285 Corona-Infizierte, am 29. Oktober waren es bereits 2.076. Das waren halt noch Zeiten, als das gesamte Bundesland Salzburg in der wunder-wunderschönen Ampelfarbe Grün (siehe erste Abbildung oben) erstrahlte! Doch der Großteil der nachfolgenden Infektions-Lawine war von den Betroffenen selbst verschuldet. Sie hielten den erforderlichen Abstand nicht ein, begrüßten sich mit Händedruck und Umarmungen und hatten ihre körperenge Gaudi bei unzähligen privaten Veranstaltungen. Wären die Corona-Verhaltensmaßregeln gewissenhafter eingehalten worden, dann wäre das Virus längst eingebremst und wir hätten deutlich weniger Todesopfer zu beklagen.

Doch Leichtsinn, Rücksichtslosigkeit und Dummheit viel zu Vieler unserer unbelehrbaren Mitbürger, sorgen nach wie vor für ansteigende Infektions-Zahlen. (Mit einer Ausnahme: die nach der Quarantäne in Kuchl eingebremsten Corona-Fälle. Man wird sehen, wie sich hier die Dinge weiterentwickeln.) Die immer strenger werdenden Maßnahmen der Politiker sind das Ergebnis einer sturen Vernunft-Verweigerung erheblicher Teile der Bevölkerung. Offensichtlich kann der Corona-Horror nur noch dadurch eingebremst werden, dass über alle Gemeinden nach dem Vorbild der Gemeinde Kuchl die Quarantäne verhängt wird. – Die oben stehenden Abbildungen zeigen den unfassbaren Wandel unseres Bundeslandes. Am Beginn die traumhafte Ampelfarbe Grün, an dritter Position wird der Tennengau mit Abstand als erster Bezirk Rot eingefärbt, dieses verbreitet sich immer mehr bis hin zum komplett Rot eingefärbten Bundesland.(Odo Stierschneider. Abbildungen Medienzentrum Salzburg).

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Die Quarantäne für die Gemeinde Kuchl, bislang österreichweiter Corona-Hotspot, läuft erfreulicher Weise wie geplant, am Sonntag, 1. November, um 24 Uhr aus. Dazu Landeshauptmann Wilfried Haslauer: ,,Die Entwicklung in Kuchl zeigt, dass die getroffenen Maßnahmen gewirkt haben und die Infektionszahlen reduziert werden konnten. Aufgrund der Empfehlungen der Gesundheits-Behörde wird die Quarantäne planmäßig auslaufen. Allerdings kann im gesamten Land Salzburg keine Rede von Entwarnung sein, alle Bezirke sind sehr stark betroffen. Ich schließe daher weitere Maßnahmen, auch bundesweit nicht aus‘‘.

 

„Die Corona-Situation ist und bleibt in Salzburg sehr angespannt, die Corona-Ampel des Bundes steht in den Bezirken Tennengau, Flachgau, Pongau und Pinzgau weiterhin auf Rot, in der Stadt Salzburg und im Lungau auf Orange. Eine Rot-Schaltung dieser beiden Bezirke ist zu erwarten. In diesem Fall würden wir die getroffenen Maßnahmen der bereits auf Rot gestellten Bezirke mit Wirksamkeit 2. November auch auf den Lungau und die Stadt Salzburg ausdehnen. Das bedeutet insbesondere auch ein umfassendes Veranstaltungs-Verbot“, ergänzt der Landeshauptmann.

 

Zurzeit gibt es im Bundesland 2.027 aktiv infizierte Personen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 263,6 (in Österreich bei 225,6). Derzeit (Stand 29. Oktober 2020, 8.30 Uhr) sind 104 Patienten mit Covid-19 im Spital, 13 davon werden auf der Intensivstation betreut. Zum Vergleich: Am 1. Oktober waren es 12, davon 1 Person auf der Intensivstation. Auch die Zahl der in Zusammenhang mit Covid-19 verstorbenen Personen ist im Laufe des Oktobers gestiegen, derzeit sind es 49, am 1. Oktober waren es 41. Und das Virus breitet sich in Salzburg weiter aus, was die Reproduktionszahl von rund 1,3 am besten zeigt. Das heißt: Zehn infizierte Personen stecken durchschnittlich 13 weitere an. Inzwischen sind 103 von 119 Gemeinden betroffen.

 

Dafür gibt es aus Kuchl, bisher die einzige Gemeinde, die unserem Bundesland unter Quarantäne stand, Erfreuliches zu berichten. Die Zahl der aktiv Infizierten in der Gemeinde Kuchl gehen jedenfalls derzeit zurück, das ist nach fast zwei Wochen Quarantäne ein Erfolgserlebnis. Hier die Entwicklung im Überblick:
1. Oktober 2020: 14 aktiv infizierte Personen
15. Oktober 2020: 88 aktiv infizierte Personen (kurz vor in Kraft treten der Quarantäne)
19. Oktober 2020: 131 aktiv infizierte Personen, der bisherige Höchststand.
29. Oktober 2020: 80 aktiv infizierte Personen. – (Text mit Grafik: Salzburger Landes-Korrespondenz).

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Das Nachverfolgen von Kontakten von mit Covid-19 infizierten Personen, Contact Tracing genannt, ist der Schlüssel zur Eindämmung des Corona-Virus. Mit steigenden Infektions-Zahlen wird die „Spurensuche“ aber immer aufwändiger. In den Bezirkshauptmannschaften arbeiten Dutzende Personen mit Hochdruck daran, die Infektionsketten bestmöglich zu unterbrechen, indem Infizierte und Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt werden. Dabei helfen sie nicht nur hausintern zusammen, auch das Bundesheer und Personen vermittelt vom Arbeitsmarktservice helfen mit. Dazu Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bezirkshauptmannschaften leisten Großartiges, um die bestmögliche Erfassung der Kontaktpersonen sicherzustellen. Die Unterstützung der derzeit 35 Bundesheersoldaten und von 23 Personen, die vom Arbeitsmarktservice vermittelt wurden, ist dabei eine wichtige Hilfe. Das ist ein entscheidender Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Am 1. Oktober waren es noch 285 aktiv infizierte Personen im Land Salzburg, heute, 28. Oktober, 8.30 Uhr, sind es bereits 1.873. Allein diese massive Steigerung zeigt, dass das Contact Tracing in Salzburg an seine Grenzen stößt“.

Der Bezirkshauptmann des Tennengaues Helmut Fürst, sieht sein Team ,,derzeit relativ gut aufgestellt. Wir halten schon noch durch, allerdings nur unter allergrößten Kraftanstrengungen und bei gleichzeitiger Einschränkung des Regelbetriebes.“ Derzeit gibt es im Tennengau 328 aktiv infizierte Personen, Kuchl steht noch immer unter Quarantäne. Drei Faktoren waren als schnelle Reaktion beim raschen Anstieg der Neuinfektionen im Bezirk laut Fürst entscheidend: interne Umschichtungen auf 30 Bedienstete für das Contact Tracing, die Aufstockung von Bundesheersoldaten von drei auf acht und von Assistenzkräften des AMS von drei auf sieben sowie die Unterstützung durch das Covid-Board mit der kurzfristig verfügbaren „Eingreif-Truppe“.

Mittlerweile wurde im Tennengau die 1000er-Grenze an bisher insgesamt registrieren Corona-Infektionen überschritten: am 28. Oktober waren es bereits 1.023 Fälle. Erstmals wurden nun auch Zahlen aus den einzelnen Gemeinden bekannt gegeben. Demnach bieten die Gemeinden des Tennengaues am 28. Oktober folgendes aktuelles Bild an aktiven Fällen:
ABTENAU 33
ADNET 20
ANNABERG-LUNGÖTZ 5
GOLLING 23
HALLEIN 70
KRISPL 11
KUCHL 82
OBERALM 16
PUCH 37
RUSSBACH 0
ST. KOLOMAN 9
SCHEFFAU 4
BAD VIGAUN 14

Kuchl hat seine schockierende Spitzenposition im Land Salzburg mit 82 aktuellen Corona-Fällen (vergleichsweise noch immer 60 Infektionen zu viel) erfreulicher Weise schon seit einiger Zeit verloren, liegt aber im Tennengau noch immer an der Spitze. Es folgt die Bezirkshauptstadt Hallein mit 70 aktuellen Fällen, die etwa drei Mal so groß wie Kuchl ist. Rußbach hält mit nach wie vor 0 Fällen die Siegespalme in der Hand, gefolgt von drei Gemeinden mit einstelligen Corona-Zahlen: Scheffau mit 4, Annaberg-Lungötz mit 5 und St. Koloman mit 9 Fällen. In den Salzburger Gauen leuchtet die Corona-Ampel überwiegend in der Alarmfarbe Rot, nur die Stadt Salzburg (Kompliment!) und der Lungau leuchten in Orange. – (Odo Stierschneider. Foto: pharmpress).

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,,Ich wollte immer schon international Karriere im Modebereich machen und plane deshalb gerade meine erste Berufserfahrung im Ausland‘‘, berichtet Felix, Schüler der internationalen Modeklasse an der Modeschule Hallein. Leonie möchte einen Praktikumsplatz, ,,wo es im Sommer schön warm ist und eine spannende Modeszene gibt. Ich denke an Barcelona oder Madrid, dort könnte ich mir gut vorstellen, den Sommer zu verbringen‘‘. ,,Ich möchte mein Praktikum in Mailand machen – der wohl schönsten und inspirierendsten unter den Modestädten Europas. Ich glaube, dass ich dort mein Interesse an Mode noch mehr vertiefen kann‘‘, erläutert Emily ihre Pläne für das bevorstehende Auslands-Praktikum. Die Erwartungen der Schüler*innen der internationalen Modeklasse im kommenden Jahr bezüglich ihrer Berufserfahrung im Ausland sind vielfältig. Gemeinsam verbindet sie, dass neben dem Vertiefen der praktischen Fähigkeiten in verschiedensten Fashion-Unternehmen in ganz Europa, es auch gilt, in diesen Wochen die Sprachkenntnisse zu verbessern, neue Kulturen kennenzulernen, Eindrücke zu sammeln und internationale Kontakte zu knüpfen.

Anlässlich eines gemeinsamen Projekttages rund um den europaweit gefeierten ,,Erasmus Day‘‘, erstellten die Schüler*innen des 3. Jahrgangs der internationalen Modeklasse vorab Moodboards, die zeigen sollen, wohin die Reise geht und welche Interessen bestehen. Neben Modedesign, Einkauf und Sales, standen auch Marketing, Storedesign und Visual Merchandising hoch im Kurs. ,,Ich war selbst lange Zeit in England für die Auswahl von Praktikanten und Praktikantinnen im Fashionbusiness zuständig. Ich weiß daher, worauf es ankommt und was gefragt ist und gebe deshalb auch gerne diese Erfahrungen an unsere Jungdesigner weiter‘‘, betont Fachvorstand Michael Sellinger. Direktorin Elke Austerhuber erläutert die vielseitigen Förderungs-Möglichkeiten von Aufenthalten im europäischen Ausland durch das Erasmus-Plus-Programm der Europäischen Union, damit die Finanzierung des Auslands-Aufenthaltes gesichert ist. ,,Da unsere Schüler*innen der internationalen Modeklasse bereits ab dem ersten Jahrgang in der Arbeitssprache Englisch unterrichtet werden, sind sie optimal für den internationalen Modebereich vorbereitet. Ergänzt wird dies durch spannende Praxisprojekte, die stets auch einen Blick in die internationale Fashionszene erlauben‘‘, erläutert die Direktorin die Besonderheiten der internationalen Modeklasse in Hallein.

,,Da ich selbst bereits als Schülerin die vielseitigen Ausbildungs- und Finanzierungs-Möglichkeiten der Europäischen Union kennenlernen durfte, ist es mir ein Anliegen, den ´European Spirit` noch intensiver an der Modeschule Hallein zu leben. Wie vielseitig und international die Karriereverläufe der Absolvent*innen der Modeschule Hallein sich entfalten, zeigt sich auf der Weltkarte, die im Schulgebäude angebracht wurde. An jedem Standort, wo ein Schüler oder eine Schülerin, bzw. ein Absolvent oder eine Absolventin tätig ist, wird ein Fähnchen stecken. Wir freuen uns, dass sich die Karte bereits nach kurzer Zeit gefüllt hat. Damit wird wieder einmal bewiesen, dass die Modeschule Hallein auch in Europa als DAS Kompetenz-Zentrum für Mode, Kreativität, Design und Styling wahrgenommen wird‘‘ unterstreicht Direktorin Elke Austerhuber. Der Europäische Geist rund um Erasmus Plus wurde damit in der Modeschule Hallein verankert und die Vorfreude auf das internationale Praktikum im Ausland ist bei sämtlichen Schüler*innen bereits entsprechend groß. – (MMag E.A.)

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die internationale Modeklasse startet schon in Kürze ihre Praxis in ganz Europa. FOTO 2: Masken mal anders: Vorfreude auf das Auslands-Praktikum dank Erasmus Plus, einer Initiative der Europäischen Union. FOTO 3: Der Europäische Erasmus-Plus-Day wurde auch an der Modeschule Hallein gefeiert. – (Fotos: Modeschule Hallein).

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Einer der bedeutendsten, kirchlich und weltlich regierenden Salzburger Fürsterzbischöfe war Paris Graf von Lodron. Geboren am 13. Februar 1586 in Rovereto im Trentino, starb er am 15. Dezember 1653 in Salzburg. Vor 401 Jahren, im November 1619, wurde er zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Unter seiner Regentschaft wurde unter anderem die Salzburger Universität gegründet, und mit einem Stiftungskapital von 70.000 Gulden ausgestattet. (Nebenbei: Amts-Vorgänger Markus Sittikus gab in 7 Jahren 70.000 Gulden für Damenschmuck aus!) Der Dom mit der bis dahin größten existierenden Marmorfassade, wurde fertiggestellt sowie künstlerisch ausgestaltet und Salzburg wurde aus den Wirren des 30jährigen Krieges herausgehalten. Weniger beeindruckend: Gegen ihren Willen, zwang Paris Lodron seine verwitwete Schwester, ins Kloster Nonnberg einzutreten, wo sie bis zu ihrem Tod festgehalten wurde. Wie bei seinen Amtsvorgängern und Amtsnachfolgern üblich, ließ auch Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron das Salzvorkommen des Dürrnberges plündern, in den Halleiner Salinen die Salzsole verdampfen und das Salz vorwiegend mit Schiffen auf der Salzach, aber auch mit Fuhrwerken auf dem Landweg, aus Hallein abtransportieren. Nur der Erlös aus dem Jahrhunderte währenden Salzverkauf ermöglichte es den Fürsterzbischöfen, ihre Residenz-Stadt Salzburg ungemein beeindruckend und prachtvoll, zum heutigen Welt-Kulturerbe auszugestalten.

So wie alle Fürsterzbischöfe vor und nach ihm, so nahm ebenso Paris Lodron in Hallein keinen einzigen Ziegel in die Hand, um hier irgendein repräsentatives Gebäude zu errichten. Dies geschah umso großzügiger in der Stadt Salzburg und auf der Festung Hohensalzburg. Die vernachlässigte Salinenstadt Hallein war und blieb immer ein Ort des Schreckens. So schrieb Franz Schubert in einem Brief, nachdem er Hallein besucht hatte: ,,Es war, als ob ich vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein, gefallen wäre.‘‘ Während im vom Rauch und Dampf der Salinen zugedeckten Hallein blaßgesichtige, hohlwangige Frauen und Kinder aggressiv jeden Fremden in der Stadt anbettelten, verbrachte Fürsterzbischof Paris Lodron erholsame Tage in seiner Sommerresidenz (!), dem Palazzo Lodron in Nogaredo in der Nähe des Gardasees. Das imposante Palazzo-Gebäude, von Paris Lodron fürstlich ausgestaltet (!), ist noch heute im Besitz der Nachkommen Paris Lodrons. Hätte nicht der Verkauf des Halleiner Salzes ein Vermögen eingebracht, so hätte der Fürsterzbischof seine großen Vorhaben in Salzburg und seine Sommerresidenz-Träume niemals so großzügig verwirklichen können. Bis heute hat die Stadt Salzburg nichts unternommen, um ihre historische Schuld gegenüber Hallein, zumindest mit einer symbolischen Geste, ein wenig abzumildern…

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Der kirchlich und weltlich regierende Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron in Amt und Würden. FOTO 2: Die beeindruckend – auch mit dem Erlös aus dem Halleiner Salz – gestaltete, mittlerweile zum Weltkulturerbe erkorene Salzburger Altstadt in ihrer Pracht und Herrlichkeit. FOTO 3: Dazu der krasse Gegensatz: Die total vernachlässigte Halleiner Altstadt im Bereich der Kuffergasse – Schuberts ,,Misthaufen‘‘ (siehe oben). Nur wenn ein barmherziges Hochwasser herrschte, wurde der grauenvolle Exkremente-Unrat hinweggeschwemmt. FOTOS 4 und 5: Zwei Ansichten des Palazzo Lodron in Nogardo, umgeben von Weingärten. Das weitläufige Bauwerk diente Fürsterzbischof Paris Lodron als Sommerresidenz. – (Odo Stierschneider. Fotos: Tripadvisor).

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,,Es ist bedauerlich, dass sich im Halleiner Rathaus die dafür Zuständigen keine Gedanken darüber machten, wie man politische Ausschüsse – speziell jetzt in COVID-Zeiten – ins digitale Zeitalter transferieren kann. Die neue Salzburger Gemeindeordnung macht es möglich, jedoch in Hallein wurde dies, mit mehr als 10 Gründen dagegen, nun abgelehnt. Zumindest freut es mich, dass man jetzt den Ernst der Lage erkennt und Lösungen – als ´Brainstorming` beschrieben – erarbeiten will. Dies besonders, da unser entsprechender Antrag in der Gemeindevertretung im Mai dieses Jahres als widerrechtlich abgewiesen wurde‘‘, so Vizebürgermeister Florian Scheicher zur aktuellen Entscheidung des Bürgermeisters.


,,Ausschlaggebend war eine Sitzung des Bau- und Raumordnungs-Ausschusses Anfang November. Die Sitzung abzusetzen, wie beispielsweise den Kulturausschuss, kommt für mich nicht infrage. In der Bau- und Raumordnung dauern Widmungs-Verfahren und speziell der Kontakt mit der Aufsichts-Behörde ohnehin schon lange genug, hier möchte ich nicht aktiv mit einer Zeitverschiebung weiter dazu beitragen. Mein Zugang war klar: Wenn man der Bevölkerung rät, sich nicht in größeren Gruppen zu treffen, sollte die Politik – auch auf Gemeindeebene – Vorbild sein und ebenfalls auf Distanz setzen. Hier wäre eine Ausschuss-Sitzung – ohne nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung – per Videokonferenz das Gebot der Stunde. Meines Erachtens hat der Landes-Gesetzgeber genau dafür die Rahmen-Bedingungen abgeändert. Eine Ablehnung wegen ´mangelnder Erfahrung im Bereich der Videokonferenz-Kultur` unter den Teilnehmern oder deshalb, weil die Gesetzesnovelle des Landtages nur als ´legistisch rasch behandelt, aber auf den normalen Legistikprozess verzichtet` beschrieben wird, lässt für mich keine Zuversicht erkennen, dass in Hallein die digitale Politik in naher Zukunft Einzug halten wird‘‘, erklärt der für Bau- und Raumordnung zuständige Ausschuss-Vorsitzende Gottfried Aschauer und fügt abschließend hinzu:

 

,,Die Ironie an der Sache ist ja, dass man im Halleiner Rathaus nicht davor zurückschreckt, anderen die Schuld zu geben und konkret auf COVID bezogen, anderen vorwirft, sich über den Sommer keine Gedanken gemacht zu haben, um Entwicklungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus scheint es für den Bürgermeister bei der Frage der digitalen Kommunikation via Facebook keine Hürden der Umsetzung zu geben. Ein Schelm der Böses denkt – geht es hier doch um die persönliche Schlagzeile des Bürgermeisters. Unser Vizebürgermeister Florian Scheicher hat bereits dem Bürgermeister mitgeteilt, dass es für die erste Novemberhälfte zu einem fraktionellen Austausch kommen muss, um hier endlich aufzuholen. Den diesbezüglichen Bau- und Raumordnungs-Ausschuss habe ich jetzt in der Salzberghalle anberaumt, um so für eine rasche politische Beratung, im Sinne der Projektbetreiber und Bauwerber, zu sorgen.‘‘ – (Presse-Aussendung der ÖVP Hallein).

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Mit dem Zusammenschluss von Raiffeisenbank Hallein und Raiffeisenbank Oberalm zur Raiffeisenbank Hallein-Oberalm sowie mit Blick auf die derzeit laufenden Umbauarbeiten am Standort Hallein, wird das Jahr 2020 im Tennengau zu einem historisch herausragenden Raiffeisen-Jahr. Diese weitgreifenden Maßnahmen stehen unter dem wichtigen Motto: ,,Gemeinsam stark in die Zukunft: Zum Wohl unserer Kunden und unserer Region‘‘. Die Raiffeisenbank Hallein ist seit 14. September 2020 eine markante Baustelle. Künftig wird man hier im Erdgeschoß die Kunden mit 2-Berater-Teams noch besser und intensiver bedienen können. Einerseits durch die neuen, allen zeitgemäßen Ansprüchen entsprechenden Räumlichkeiten, andererseits durch erweiterte Beratungszeiten (nach Terminvereinbarung) von Montag bis Freitag jeweils von 7.00 bis 19.00 Uhr. Im 2. Obergeschoß der Raiffeisenbank in Hallein entsteht ein Veranstaltungsraum für bis zu 60 Kunden – der moderne Weg, um wichtige Informationen kurzfristig einem breiten Kundenkreis persönlich zugänglich zu machen. Bis Mitte 2021 sollen die Bauarbeiten beendet sein.

Der ständig steigende Verwaltungsaufwand und die aktuellen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, stellen Regionalbanken vor neue Herausforderungen. Darauf reagierten die Raiffeisenbank Hallein und die Raiffeisenbank Oberalm vorausblickend mit der Verschmelzung zur größeren und noch leistungsstärkeren Raiffeisenbank Hallein-Oberalm. Damit werden Verwaltungs-Aufgaben gebündelt und Zeit gewonnen, um die entscheidende und immer wichtiger werdende persönliche Beratung weiter auszubauen. Mit dem Zusammenschluss zur neuen Raiffeisenbank Hallein-Oberalm war klar: Ein gemeinsames Leitbild soll richtungsweisend für die Zukunft und die Zusammenarbeit mit Kunden und Kollegen sein. – Die oben stehenden Fotos dokumentieren verschiedene Bauphasen im Erdgeschoß der Raiffeisenkasse in Hallein.

1. VISION:
DANACH STREBT DIE
RAIFFEISENBANK HALLEIN-OBERALM

o Gemeinsam stark
Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm arbeitet gemeinsam mit Kunden, Funktionären, Mitgliedern und Mitarbeitern hervorragend zusammen. Sie entwickelt sich stetig weiter und wird dabei kompetenter, wettbewerbsfähiger, wirtschaftlich erfolgreicher, einflussreicher und bleibt dabei dennoch traditionsbewusst.
o Zum Wohle der Bankkunden
Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm achtet auf hohe Beratungsqualität und bietet flächendeckende finanzielle Nahversorgung. Rasche, flexible Lösungen und Entscheidungen vor Ort werden für die Kunden der Raiffeisenbank Hallein-Oberalm gewährleistet. Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm beobachtet Markt-Veränderungen und -Trends, agiert auch hier flexibel und rasch – und achtet darauf, Risiken zu minimieren.
o Zum Wohle unserer Region
Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm vergibt Kredite für Wachstum in der Region und unterstützt regionale Wirtschaftstreibende/Betriebe sowie örtliche Vereine. Beiträge und Abgaben werden in der Region geleistet.

2. MISSION:
DAS IST DER AUFTRAG DER
RAIFFEISENBANK HALLEIN-OBERALM
o
Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
ist eigenständig und unabhängig in ihren Entscheidungen.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
bietet ihren Mitgliedern Möglichkeiten mitzugestalten und mitzuentscheiden.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
steht für Stabilität und stärkt die Wirtschaft in der Region seit mehr als 100 Jahren.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
ist in ihren Bankstellen Hallein und Oberalm persönlicher Ansprechpartner
und legt großen Wert auf individuelle Lösungen.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm  
bietet Beratungsqualität auf hohem Niveau – bedarfsgerecht und verlässlich.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
bietet gesicherte und attraktive Arbeitsplätze.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
ist ein wichtiger regionaler Sponsor von örtlichen Vereinen und Schulen.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
bezahlt ihre Abgaben und Steuern in ihren Standortgemeinden.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
bietet Kontinuität in Zeiten der Digitalisierung.
o Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
fühlt sich der Tradition verpflichtet.

3. WERTE:
DAFÜR STEHT DIE
RAIFFEISENBANK HALLEIN-OBERALM
o Wirtschaftlichkeit

Die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm ist ein verlässlicher Partner
für ein gesundes Wachstum.
o Vertrauen
Vertrauen ist der ständige Begleiter der Raiffeisenbank Hallein-Oberalm.
o Kundenorientierung
Kundenzufriedenheit steht für die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm
an oberster Stelle.
o Zusammenhalt
Gemeinsam mit Kunden, Funktionären, Mitgliedern und Mitarbeitern stellt die Raiffeisenbank Hallein-Oberalm die Weichen für morgen.
o Leidenschaft
Mit Freude und Begeisterung leben alle in der
Raiffeisenbank Hallein-Oberalm ihre genossenschaftliche Tradition.
                                                                                  (Odo Stierschneider. Fotos: OST)

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Das Corona-Virus breitet sich in Salzburg wieder weiter aus, inzwischen sind 95 von 119 Gemeinden betroffen, das entspricht dem Höchststand im vergangenen März. Übertroffen wurde dieser allerdings in Bezug auf die bestätigt aktiv infizierten Personen im Bundesland, hier wurde erstmals die 1000er-Marke überschritten. Die gute Nachricht: Die Hospitalisierung bleibt seit einigen Tagen stabil, allerdings rechnet die Landes-Sanitätsdirektion hier mit einer Verzögerung der Steigerung von ein paar Wochen. Die Tennengauer Gemeinde Kuchl steht, wie berichtet, seit Samstag Mitternacht unter Quarantäne, der Zugang zur Gemeinde wird, wie unser Foto dokumentiert, streng kontrolliert. Auch der gesamte Tennengau ist stark betroffen. Aber: Das Corona-Virus breitet sich nun auch im Pongau und Flachgau wieder stark aus.

 

Hier die Zahlen vom Sonntag, 18. Oktober 2020, Stand 11 Uhr: Im Bundesland Salzburg wurden 3.574 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet, es gibt 1.020 aktiv infizierte Personen im Land. Die Bezirksaufteilung: Knapp an der Spitze derzeit noch der kleinste Bezirk Tennengau mit 288, gefolgt vom Flachgau, der mit 287 nur noch eine (!) Stimme dahinter liegt, Pongau 215, Stadt Salzburg 151, Pinzgau 54 und Lungau 25. Derzeit sind 31 Covid-19-Patienten im Spital, weitere 5 werden auf der Intensivstation behandelt. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 ist auf 46 gestiegen. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,35, das bedeutet, die Verdoppelungszeit liegt bei 15 Tagen.

 

Die Zahl der aktiv infizierten Personen, hochgerechnet jeweils auf 100.000 Einwohner: Es führt nach wie vor der Tennengau mit 471,8, es folgen Pongau 262,3, Flachgau 186,3, Lungau 123,5, Stadt Salzburg 97,4 und Pinzgau 61,6. ,,Derzeit nimmt hier der Tennengau noch deutlich den ersten Platz ein, allerdings ist die Entwicklung im Pongau und Flachgau sehr dynamisch“, so Gernot Filipp, der Leiter der Salzburger Landesstatistik. Die 7-Tage-Inzidenz nach Bezirken: Tennengau 361,6, Pongau 224,1, Flachgau 150,5, Lungau 79, Stadt Salzburg 58,1 und Pinzgau 50,2. Landesweit beträgt der Wert 140,2, das bedeutet nach Tirol im Vergleich mit den Bundesländern den zweithöchsten Wert. Um die Gemeinden, die verschiedene Einwohnerzahlen haben, vergleichen zu können, nimmt man die aktiven Fälle pro 100.000 Einwohner. Hier die vier am meisten belasteten Gemeinden im Bezirk Hallein: Kuchl 1.641, Krispl 1.373, Adnet 745, und Scheffau 566. Die absoluten Zahlen der 5 derzeit vom Covidvirus am stärksten betroffenen Gemeinden im Land Salzburg: Kuchl 121 aktiv infizierte Personen, Großarl und St. Martin am Tennengebirge je 42, Adnet 27, Koppl 23. – (OST, Presse-Ausendung mit Foto: Salzburger Landes-Korrespondenz).

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Zahlreiche Corona-Neuinfektionen haben dem Tennengau in den vergangenen Tagen einen unerfreulichen Spitzenplatz in Österreich eingebracht, die „Corona-Ampel“ leuchtet nun rot. Ein positives Testergebnis – das bedeutet teilweise Dutzende zusätzliche enge Kontaktpersonen und jede Menge Arbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Hallein. „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, wir sind Montag bis Sonntag beinahe rund um die Uhr im Einsatz“, so Bezirkshauptmann Helmut Fürst.

 

„Guten Tag, Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Sie sind leider positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Darf ich kurz mit Ihnen einen Fragebogen durchgehen?“ Diesen Anruf will wohl niemand erhalten, aber schnelles und effizientes Erheben der Kontaktpersonen sowie diese rasch in häusliche Quarantäne zu schicken, das ist der Schlüssel, um weitere Ansteckungen zu vermeiden und die Ausbreitung des Corona-Virus bestmöglich zu unterbinden.

 

GROSSTEIL DER BEVÖLKERUNG
IST HILFSBEREIT UND VERSTÄNDNISVOLL

„Der Großteil der Bevölkerung macht mit, hat teilweise die Listen schon parat. Leider kommt es aber auch vor, dass aus verschiedenen Gründen bewusst Kontaktpersonen verschwiegen werden. Dabei geht es uns niemals darum, Schuldige zu suchen, sondern einfach nur darum, effektiv die Infektionskette zu unterbrechen. Es kann ja niemand etwas dafür“, betont Julian Engel. Er leitet die Gruppe Öffentliche Gesundheit, Verkehr und Sicherheits-Verwaltung in der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Hauptmission seit sieben Monaten: Organisation, Schulung und Kontakt-Erhebungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Dabei wird derzeit in Hallein nicht nur jede Hand, sondern jedes Ohr am Headset gebraucht. „Das ganze Haus hilft zusammen, Unterstützung kommt auch vom Bundesheer, dem Arbeitsmarktservice und seit einigen Tagen auch von Kollegen der Bezirkshauptmannschaft Zell am See“, so Engel. Das Bundesheer stockt hier die Unterstützung von drei auf acht Soldaten auf. Mit im Team ist auch Anna Aschauer, die sich aus Überzeugung oft Tag und Nacht für die Gesundheit anderer einsetzt. „Wir sind sehr nett, das kann ich garantieren. Und ich weiß einfach, dass es nichts nützt, Kontakte zu verschweigen, nur weil man niemanden reinreiten möchte. Ganz im Gegenteil. Falls dadurch noch mehr Infektionen passieren, weil jemand unwissend unter Leute geht, so ist das doch weitaus schlimmer“, ist Anna Aschauer überzeugt.

 

BEZIRKSHAUPTMANN LOBT GROSSARTIGE LEISTUNG
SEINER MITARBEITER UND MITARBEITERINNEN

Der Tennengauer Bezirkshauptmann Helmut Fürst spricht seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Kompliment aus. „Mittlerweile sind mehr als die Hälfte mit dem Thema Corona befasst, die meisten davon im Contact Tracing. Hier wird detektivische Arbeit geleistet, einfühlsam und gleichzeitig professionell. Und nicht nur das. Jedes positive Testergebnis muss genau eingetragen und in speziellen Programmen abgearbeitet werden“, erklärt der Bezirkshauptmann. Gleichzeitig müssen in Hallein wesentliche Aufgaben der Bezirkshauptmannschaft parallel dazu weiter erledigt werden, vom Ausstellen eines Führerscheins für Lastkraftfahrer über Maßnahmen bei Gefahr im Verzug, bis hin zu Betriebsanlagen- und Bauverhandlungen. „Es heißt, dass sich in einer Krise die besten und die schlechtesten Eigenschaften von Menschen zeigen. Ich bin einfach nur stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich gerade jetzt von ihrer besten Seite zeigen. Allein aus diesem Grunde konnten wir in dieser herausfordernden Zeit unsere Aufgaben bis dato bewältigen“, betont Bezirkshauptmann Fürst. – Auf den
obenstehenden Fotos der Gruppenleiter für den Bereich Öffentliche Gesundheit, Verkehr und Sicherheitsverwaltung Julian Engel der Bezirkshauptmannschaft Hallein und Anna Aschauer vom Contact Tracing Team. – (Presseaussendung mit Fotos: BH Hallein.)

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,,Eine dramatische Entwicklung,‘‘ ,,Die Situation läuft hier völlig aus dem Ruder,‘‘ mit diesen Feststellungen des Landeshauptmannes im Vorfeld, wurde im Bezirk Hallein die bisher weiträumig einzigartige Quarantäne der Gemeinde Kuchl von Samstag, 17. Oktober 2020 Null Uhr, bis Sonntag, 1. November 2020 angeordnet. Die kleine Gemeinde Kuchl riss aufgrund ausufernder Corona-Infektionen den gesamten Tennengau mit in die Stufe Rot (,,Sehr hohes Risiko‘‘) der Corona-Ampel. Die Neu-Ansteckungen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner sowie die Veränderung zur Vorwoche zeigen schonungslos die erschreckende Situation im Tennengau. Die Poleposition besetzt landesweit unangefochten (Werte vom Samstag, 17. Oktober) der Tennengau mit 397,4 Corona-Infizierten und 185,8 Neu-Ansteckungen während der vergangenen 7 Tage. Daher Ampelfarbe Rot. Dahinter folgen (Werte vom Freitag, 16. Oktober) der Pongau mit 152,7 /+103,4 sowie der Flachgau mit 65,1/+22,8, dies bescherte beiden Gauen die Ampelfarbe Orange. In Stadt Salzburg, Pinzgau und Lungau herrscht die Ampelfarbe Gelb – die Bestfarbe Grün hat sich aus dem gesamten Bundesland verabschiedet. In ganz Österreich gibt es derzeit 4 Regionen, in denen die Corona-Ampelfarbe Rot leuchtet: Von West nach Ost sind dies Innsbruck/Stadt, Innsbruck/Land, der Tennengau und Wels/Stadt.

KUCHL IN QUARANTÄNE VON
17. Oktober bis 1. NOVEMBER 2020

Am Donnerstag, 15. Oktober, um 10,15 Uhr, kündigte Landeshauptmann
Wilfried Haslauer an, dass über die Gemeinde Kuchl angesichts deren alarmierender Corona-Rekordwerte, die Quarantäne verhängt wird. Ab Samstag, 17. Oktober Null Uhr, ist damit Kuchl einschneidenden Maßnahmen unterworfen. Dann gilt in Kuchl ein allgemeines Einreise- und Ausreiseverbot, das von der Exekutive überwacht wird. Besonders unangenehm: Auch Pendler sind von dem Verbot betroffen. Natürlich gibt es notwendige Ausnahmen für lebenswichtige Bereiche wie etwa Einsatz-Fahrzeuge von Rotem Kreuz und Feuerwehr, Arzt-Besuche, Transporte im Lebensmittel-Bereich, Warenzulieferung oder Müllabfuhr. Eltern dürfen den Kindergarten nicht mehr betreten. Kuchler, die sich auswärts der Gemeinde eine selbständige Existenz aufgebaut haben, privat aber in Kuchl leben, müssen sich nun außerhalb von Kuchl für die Zeit der Quarantäne eine Unterkunft besorgen. Ab Montag müssen die Oberstufen-Schüler im Bezirk Hallein wieder von zu Hause aus, ihren Lernstoff bearbeiten. Dieses Distance-Learning gilt auch im Pongau und Flachgau. Betroffen sind Schüler ab der 9. Schulstufe an Gymnasien, Berufsschulen und berufsbildende mittlere und höhere Schulen. Nachdem es in den Volksschulen kaum Corona-Infektionen gibt, wird der Schulbetrieb wie gewohnt weitergeführt.

EIN HORROR: AUFRUFE ZUM BOYKOTT DER
BEHÖRDLICH VERFÜGTEN MASSNAHMEN

Die Gastronomie muss nun in den Lokalen eine Gäste-Registrierung vornehmen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Lokale bis 22 Uhr geöffnet bleiben können. Weigert sich ein Lokalbesitzer, die Registrierung vorzunehmen, dann bleibt sein Lokal geschlossen. Für die Landes-Sanitätsdirektorin Petra Juhasz besteht kein Zweifel daran, dass die Quarantäne-Maßnahmen gegenüber Kuchl gerechtfertigt sind. Auch sie bezeichnet die Situation im Tennengau als dramatisch. Sie verweist darauf, dass trotz der extremen Infektionszahlen im Bezirk Hallein, die Maßnahmen dagegen, völlig unverständlich, von Teilen der Bevölkerung nicht mitgetragen werden. Im Gegenteil: Es gibt in den sozialen Netzwerken Aufrufe zum Boykott der behördlich verfügten Maßnahmen. Während man noch über den Geisteszustand der Verweigerer spekuliert, ergänzt die Landes-Sanitätsdirektorin: ,,Wir gehen davon aus, dass Menschen, obwohl sie aufgrund der bekannten Merkmale wissen, dass sie positiv sind, dennoch keinen Test machen lassen! Wenn dadurch beispielsweise das Virus auf ein Seniorenheim übertragen wird, so wie bereits in Kuchl, dann ist dies fatal.‘‘ Auch die Kontakt-Nachverfolgung bei infizierten Personen, das sogenannte Contact Tracing, erweist sich als erhebliches Problem. Derzeit konzentrieren sich die Gesundheits-Behörden darauf, Personen nach positiven Tests und deren unmittelbare Kontakt-Personen in Quarantäne zu schicken. Wobei auch das Bundesheer, im Rahmen eines Assistenz-Einsatzes im Bereich der Kontakt-Nachverfolgung, die Bezirkshauptmannschaft Hallein unterstützt. Dazu Markus Bender, Sprecher des Militärkommandos: ,,Ich gehe davon aus, dass Hallein von drei auf acht Soldaten verstärkt wird!‘‘ Wieso es jedoch ausgerechnet in Kuchl zu einer derart extremen Ausweitung der Coronafälle kommen konnte, darüber rätselt auch Bürgermeister Thomas Freylinger: ,,Das kam sehr überraschend, da sind noch immer viele Fragen offen‘‘. – (Odo Stierschneider, Fotos: Panomedia, verfremdet durch OST).

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Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen ist im Bundesland Salzburg besorgniserregend, aber besonders im Tennengau dramatisch. Die Eckdaten zum Vergleich: Die 7-Tages-Inzidenz liegt derzeit im Bezirk Hallein bei 284,4, in Salzburg bei 93,1, in Wien bei 150,3, in Österreich bei 84,4 und in Deutschland bei 29,6. Für diese Tendenz steil nach oben (!) ist noch kein Ende in Sicht, weder für den Tennengau, noch speziell in Kuchl, wo nun auch im Seniorenwohnhaus mehr als 15 Bewohner und Mitglieder des Personals positiv getestet wurden. Der Leiter der Landesstatistik Gernot Filipp liefert einen dramatischen Überblick.

 

Die salzburgweiten Zahlen mit Stand 15. Oktober 2020, 7.20 Uhr: In Salzburg wurden bisher 3.064 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Neuinfektionen sind in den vergangenen Tagen teils auf mehr als 130 pro Tag hinaufgeschnellt. Aktuell gib es im Bundesland 670 bestätigt aktiv infizierte Personen. Die Bezirksaufteilung: Tennengau 211, Pongau 142, Flachgau 127, Stadt Salzburg 125, Pinzgau 44 und Lungau 21. 44 Personen sind bis dato in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, 31 befinden sich im Krankenhaus, zusätzlich vier auf der Intensivstation. Bisher wurden fast 98.000 Tests durchgeführt, es sind derzeit zirka 900 pro Tag. Ende März 2020, also in der bisherigen Corona-Hochphase in Salzburg, gab es in der Spitzenzeit 120 Neuinfektionen. Nun, Mitte Oktober, wurde an einzelnen Tagen die 130er-Marke überschritten, aber auch der Durchschnitt steigt markant.

 

Um die Lage und Entwicklung in Ländern und Regionen vergleichen zu können, nehmen die Experten die so genannte 7-Tages-Inzidenz. Das sind die durchschnittlichen Neuinfektionen pro Tag der vergangenen sieben Tage. Der Bezirk Hallein liegt hier bei 284,4. Zum Vergleich: Salzburg 93,1, Österreich 84,4 und Deutschland 29,6. Von den aktuell 670 aktiv infizierten Personen in Salzburg entfallen 211 auf den Tennengau (am 1. Oktober 71). Und davon wiederum 87 auf Kuchl. Insgesamt sind in Salzburg knapp 2.600 Personen als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne oder verkehrsbeschränkt, davon mehr als 500 in Kuchl. Diese Gemeinde ist nach wie vor der Hotspot im Bezirk Hallein. In Kuchl sind inzwischen 87 Personen aktiv mit dem Corona-Virus infiziert, es gab insgesamt bis dato 146 positive Tests. Die Gemeinde mit ihren 6.700 Einwohnern ist aber nicht mehr allein der ,„Hotspot“. Weitere stark betroffenen Gemeinden im Bezirk Hallein sind inzwischen auch Golling, Scheffau, St. Koloman, Krispl, Adnet und Hallein. – (Landes-Korrespondenz Salzburg, Foto: Landes-Korrespondenz Salzburg)

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Drohend schwebt eine Warnung Deutschlands vor Reisen nach Österreich im Raum. Diese wird schlagend, wenn in einer Region innerhalb von 7 Tagen pro 100.000 Einwohnern 50 Corona-Neuinfektionen auftreten. Österreichweit betrug die Zahl am 13. Oktober 80,6. Im Land Salzburg lag der Wert bereits bei 68,9. Der Tennengau mit dem Corona-Hotspot Kuchl verzeichnete unfassbare 202,2 Neuinfektionen! Der Dank gilt Deutschland, dass es bis jetzt stillgehalten hat. Der Vorwurf trifft alle, die sich trotz unzähliger Aufrufe weiterhin so leichtsinnig und verantwortungslos verhalten, als ob es das Coronavirus überhaupt nicht gebe. Die Tageszeitungen ,,Salzburger Nachrichten‘‘ und ,,Salzburg Krone‘‘ räumten am Dienstag, 13. Oktober ihre Titelseiten leer, um Platz zu schaffen für Fotos und Text betreffend den immer heißer aufflammenden Corona-Brandherd Kuchl im Bezirk Hallein. Die ,,Salzburger Nachrichten‘‘ präsentierten auf der Frontseite ihrer täglichen Lokalbeilage die Schlagzeile ,,17-Uhr-Sperrstunde regt in Kuchl auf‘‘, die ,,Salzburg-Krone‘‘ veröffentlichte auf der ersten Seite unter dem Titel ,,Das letzte Bier ist gezapft‘‘ ein Foto des Kuchlers Michael Fallnhauser, Inhaber der Bar ,,Leichtsinn‘‘ und dessen Aussage, dass er sein Lokal (aufgrund der über Kuchl verhängten Sperrstunde bereits ab 17 Uhr) vorerst schließen werde.

Im Kultur-Teil der großformatigen ,,SN‘‘ lautete am 13. Oktober die Hauptmeldung: ,,Kulturherbst zwischen Sorge und Zuversicht – wie reagieren große Kultur-Institutionen auf das Veranstaltungsverbot im Salzburger Tennengau?‘‘ Und Kultur-Chefin Hedwig Kainberger leitete in der Kolumne ,,Strandpunkt‘‘ ihre Darlegungen mit folgender Passage ein: ,,Alles absagen! Das Veranstaltungs-Verbot wie jetzt im Tennengau könnte ein Testballon dafür sein, wie wir in den nächsten Monaten auf zunehmende Corona-Infektionszahlen reagieren können und sollen. Die Lokalbeilage der ,,SN‘‘ am 13. Oktober hätte eigentlich den Zeitungstitel ,,Tennengauer Corona-Nachrichten‘‘ tragen müssen. Seite 1: Siehe oben. Seite 2 plus halbe Seite 3: ,,So wurde Kuchl zum Hotspot.‘‘ Seite 3, 2. Hälfte, mit der Titelzeile ,,Kein Hobbysport in Rif, Besuchsverbot im Spital‘‘: Kein Breitensport, kein Gruppentraining im Landessportzentrum Rif, ausgenommen sind Leistungssportler sowie der Schul- und Uni-Betrieb. Im Campus Kuchl der Fachhochschule Salzburg arbeiten die Mitarbeiter möglichst von zu Hause aus. Die HTL Kuchl, an der es noch keinen Corona-Fall gab, setzt den Schulbetrieb fort. Das Krankenhaus Hallein verhängte ein generelles Besuchsverbot. Ausnahmen gelten nur für Väter in der Geburtenstation und für Angehörige von Palliativ-Patienten. Schließlich kommt noch der Halleiner Tourismus-Geschäftsführer Rainer Candido zu Wort: ,,Wir tun alles um zu vermitteln, dass der Besuch Halleins und der Geschäfte sicher ist!‘‘ Seite 4: Ganzseitiger Beitrag ,,Kritik an Elternverbot in Kindergärten – Eltern dürfen die Kindergärten im Tennengau in den nächsten zwei Wochen nicht betreten. Eltern von Kleinkindern unter 3 Jahren sind ausgenommen.‘‘ Seite 19: ,,Lokales Fußballverbot lässt sich umgehen – Im Bezirk Hallein dürfen die Tennengauer Clubs seit Dienstag, 13. Oktober, nicht mehr trainieren und spielen. Außerhalb ist das möglich.‘‘ Da ist die Kooperation zwischen den Vereinen wichtig.

Die ,,Salzburg Krone‘‘ veröffentlichte am Dienstag, 31. Oktober, auf ihrer Titelseite unter dem Titel ,,Das letzte Bier ist gezapft‘‘ (siehe auch weiter oben) ein Foto (siehe oben) zur Schließung der Bar ,,Leichtsinn‘‘ in Kuchl. Weitere Berichte aus Kuchl, derzeit österreichweiter Corona-Hotspot, finden sich in der ,,Salzburg Krone‘‘ auf den Seiten 20 und 21 unter ,,Zum Thema des Tages – Salzburg Spezial‘‘ in einem Beitrag mit dem Titel ,,In Kuchl hat es sich ab jetzt ausgefeiert‘‘, über wütende Wirte, Corona-Gerüchte, einen Ansturm der Journalisten – denn die zahlreichen Covidfälle samt strengen Maßnahmen sorgen für Wirbel in dem sonst so beschaulichen Kuchl. Die nun in Kuchl vorverlegte Sperrstunde um 17 Uhr veranlasste, wie die ,,Krone‘‘ berichtet, die beiden Gastronomen Michael Fallnhauser (Bar ,,Leichtsinn‘‘) und Gottfried Achrainer (Bürgerkeller) ihre Gaststätten vorläufig zu schließen.
In einem Interview der ,,Salzburg Krone‘‘ mit dem Kuchler Bürgermeister auf Seite 21 hofft das Gemeindeoberhaupt, dass die strengen Maßnahmen die Kuchler aufrütteln und warnt gleichzeitig vor weiteren Verschärfungen, denn bei einem Treffen mit dem Landeshauptmann wurde auch die Möglichkeit diskutiert, ganz Kuchl unter Quarantäne zu stellen. Wieso es ausgerechnet in Kuchl zu dieser Massierung von Coronafällen kam, dafür hat auch der Bürgermeister keine Erklärung. – Der SALZSCHREIBER dazu abschließend: Die Erkenntnis aus den unerfreulichen Coronafällen wurde allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Tennengaues schon hunderte Mal vor Augen geführt: Keine ausgelassenen Parties, Feten und dergleichen sowie möglichst keinen Alkohol. Öfters Händewaschen, Mund-Atemschutz in geschlossenen Räumen tragen, für ausreichenden Abstand sorgen. Wenn sich alle im Tennengau daran gehalten hätten, dann hätte es hier und im gesamten Bezirk Hallein schon seit Monaten nur einen Bruchteil der aktuellen Coronafälle gegeben. – (Odo Stierschneider, Foto: Krone/Andreas Tröster).

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Horror oder Wahnsinn? Wie auch immer, der Tennengau, Salzburgs kleinster Bezirk, eist die meisten Coronafälle im Land Salzburg auf. Doch das war bereits gestern. Heute lässt der Tennengau auch die Bundeshauptstadt Wien bei den statistischen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern hinter sich. Also auch Österreich-Rekord an Coronafällen im Bezirk Hallein! Angesichts dieser unfassbaren Situation, zitierte Landeshauptmann Wilfried Haslauer die Tennengauer Bürgermeister zu einem Krisentreffen, um schärfere Maßnahmen für den Bezirk Hallein durchzusetzen. Ab Dienstag, 13. Oktober 2020, 0 Uhr, bis Montag (Nationalfeiertag), 26. Oktober 2020, 24 Uhr, gibt es für den Tennengau ein generelles (!) Veranstaltungs-Verbot. Betroffen sind unter anderem auch alle Sport-Veranstaltungen sowie alle privaten Feiern außerhalb des Wohnraums, (da werden jetzt die Unbelehrbaren besonders dicht und eng in ihren Wohnungen Kontakte pflegen). Das Verbot reicht bis zu den Übungen der Feuerwehren. In Kuchl mit 176 Fällen am vergangenen Montag – also der klare Hotspot des Corona-Horrors im Tennengau – müssen die Gaststätten nun schon um 17 Uhr schließen, für das Seniorenheim wurde (Ausnahme: Palliativ-Versorgung), ein Besuchsverbot verhängt.

Übereinstimmung herrscht bei den Bürgermeistern des Bezirkes Hallein bezüglich  der Ansteckungsgefahr bei privaten Feierlichkeiten. Da trotz der Corona-Gefahren weiterhin stur, ungehemmt auf Biegen und Brechen, Feiern aller Art durchgezogen werden, gilt es nochmals darauf zu verweisen, dass jede Person vom Corona-Virus befallen sein kann, ohne dies zu bemerken. Frühestens 12, spätestens 48 Stunden nach der Ansteckung, werden bereits Coronaviren auf andere Personen übertragen – bis die eigene Erkrankung eintritt, können bis zu zwei Wochen vergehen.
Gerade bei den verschiedenen Feierlichkeiten, wo der Vernunftpegel entsprechend dem Alkoholkonsum rapide reduziert wird, wo immer wildere Gaudi und immer engeres Zusammenrücken die Folge sind, ist die Gefahr am größten, durch Coronaviren attackiert zu werden.

 

Der Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ), hatte schon vor Monaten kritisiert, dass nicht einmal die Bürgermeister über die genauen Corona-Zahlen in ihrer Gemeinde informiert wurden. Diese unverständliche Bestimmung wurde mittlerweile aufgehoben. Bei der Zusammenkunft der Tennengauer Bürgermeister bei Landeshauptmann Wilfried Haslauer, kritisierte das Halleiner Stadtoberhaupt, die zu geringe Einbindung der Bürgermeister des Bundeslandes. Auch wandte er sich dagegen, dass alle Gemeinden des Landes von den gleichen Einschränkungen betroffen seien, egal wie viele oder wie wenige Fälle in den einzelnen Gemeinden tatsächlich registriert wurden. – Der Corona-Rekord im Tennengau wird zunehmend zum Thema in der Presse. Am Montag, 12. Oktober, widmete die kleinformatige Lokalbeilage der ,,Salzburger Nachrichten‘‘ sowohl die Titelseite (dazu das oben stehende Foto) als auch auf den Seiten 4 und 5, sieben der insgesamt acht Textspalten diesem reichlich unerfreulichen Thema. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Es ist unfassbar und stellt uns, als Bewohner des Bezirkes Hallein, ein verheerendes Zeugnis aus. Ausgerechnet im kleinsten Bezirk des Landes Salzburg gibt es die meisten Neuansteckungen. Ausgerechnet im kleinsten Bezirk des Landes flammt die Corona-Ampel in der zweithöchsten Alarmfarbe Orange. Es waren bereits Gerüchte im Umlauf, dass dem Tennengau die schlimmste Ampelfarbe Rot verpasst würde. Der Tennengau trägt Schuld daran, dass die Schweiz für Salzburg eine Reisewarnung aussprach und auch daran, dass Deutschland diesem Beispiel folgen könnte – eine Katastrophe für die wirtschaftliche Bilanz der bevorstehenden Wintersaison. Doch noch immer agiert ein erheblicher Teil der Bewohner im Bezirk Hallein leichtsinnig und verantwortungslos. Der Landeshauptmann hatte erst kürzlich vor privaten Feiern und Treffen in größerem Kreis gewarnt – prompt wucherte in Adnet bei der Hochzeit eines Halleiner Paares ein Cluster, der an die 30 Coronafälle bei etwa 100 Kontaktpersonen zur Folge hatte. Bei einer Benefiz-Veranstaltung in Kuchl traten mehrere Coronafälle auf, die dort agierenden Musiker befinden sich in Quarantäne. Mittlerweile wurde die Sperrstunde in der Gastronomie auf 22 Uhr vorverlegt, Sportveranstaltungen im Tennengau müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Jeder unter uns kann sich gerade erst mit Corona infiziert haben und bemerkt nichts davon. Schon 12 Stunden danach verbreitet er (oder sie) jedoch bereits Corinaviren und bemerkt die Infektion selbst erst viel zu spät nach Tagen. Das ist die größte Gefahr, das ist die größte Chance der Coronaviren. Also gilt es weiterhin Abstand zu halten und auch auf Gehsteigen rechtzeitig zur Seite auszuweichen. Also nicht so, wie es auf der Almbrücke, an der Neualmer Straße geschah. Eine Mutter mit Kinderwagen und ein ungepflegter, fetter Mann kommen einander auf dem Gehsteig immer näher. Der Mann latscht ungerührt und zielsicher in der Mitte des Gehsteiges dahin. Auch als sich die Beiden schließlich gegenüberstehen, denkt der Mann nicht daran, zur Seite zu gehen. Als die Mutter schließlich mit dem Kinderwagen über die Gehsteigkante hinunter auf die Fahrbahn ausweichen will, brüllt vom gegenüber liegenden Gehsteig ein Passant herüber: ,,He Deppata! Geh auf d‘Seit’n sonst kumm i ummi und darenn di!‘‘ Diese klare Aussage verstand auch der Übergewichtige. Er drückte sich ans Brückengeländer, so dass die Mutter mit genügend Abstand zu ihm, mit ihrem Kinderwagen vorbeifahren konnte. Viel zu viele unter uns kapieren es eben nie. Und so bleibt der kleinste Bezirk des Landes weiterhin dessen größtes Corona-Problem. So gab es im Bezirk Hallein statistisch 121,6 neue Ansteckungen während der zurückliegenden Woche pro 100.000 Einwohner. In der Stadt Salzburg, wo man ein Vielfaches dieser Zahl vermuten würde, betrug diese Zahl nur 39,3. Es geht mit mehr Disziplin eben auch anders als im kleinsten Bezirk mit der größten Corona-Belastung im ganzen Land. – (Odo Stierschneider, Foto gemini-press).

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Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein startet einen offiziellen Corona-Aufruf. Personen, die sich am Montag, 5. Oktober, ab 16.07 Uhr in der S3 von Kuchl nach Taxham Europark sowie zwischen 16.50 und 19 Uhr in den Geschäften „Hervis“, „Peek & Cloppenburg“ und „Humanic“ in der Europastraße 1, 5020 Salzburg, aufgehalten haben, sollen ihren Gesundheitszustand beobachten. Die Notfallpläne des Landes Salzburg sehen bei einem großen und nicht eingrenzbaren Kreis der Kontaktpersonen, wie in diesem Fall, einen vorsorglichen offiziellen Aufruf vor.

 

Die in Frage kommenden Zeiträume und Orte im Überblick:

 

5. Oktober 2020, 16.07 bis 16.48 Uhr: Zug S3 von Kuchl nach Taxham Europark

 

5. Oktober 2020, 16.50 bis 19 Uhr: Geschäfte „Hervis“, „Peek & Cloppenburg“ und „Humanic“, Europastraße 1, 5020 Salzburg

 

Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein ruft alle Personen, die sich am besagten Tag in den aufgezählten Orten aufgehalten haben, auf, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und sich bei Covid-19-Symptomen bei der Hotline 1450 – mit dem Hinweis auf den offiziellen Aufruf – zu melden. Symptome, auf die es besonders zu achten gilt: Trockener Husten, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinnes mit und ohne Fieber. – (Text und Foto: BezHptmsch. Hallein).

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Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein startet einen offiziellen Corona-Aufruf. Personen, die sich am Samstag, 3. Oktober, zwischen 15 und 16 Uhr in den Geschäften „Zara“, „Hollister“ und „H&M“ in der Europastraße 1, 5020 Salzburg, sowie in zwei Zügen aufgehalten haben, sollen ihren Gesundheitszustand beobachten. Die Notfallpläne des Landes Salzburg sehen bei einem großen und nicht eingrenzbaren Kreis der Kontaktpersonen wie in diesem Fall einen vorsorglichen offiziellen Aufruf vor.

 

DIE IN FRAGE KOMMENDEN ZEITRÄUME
UND ORTE IM ÜBERBLICK


3. Oktober 2020, 15 bis 16 Uhr:
Geschäfte „Zara“, „Hollister“, „H&M, Europastraße 1, 5020 Salzburg

 

3. Oktober 2020, 16 bis 17 Uhr:
Zug S3 Richtung Saalfelden Bahnhof mit Abfahrt um 16.12 Uhr Station Salzburg Taxham bis Station Salzburg Hauptbahnhof. Der genannte Zug verblieb im Hauptbahnhof bis zirka 17 Uhr, die positiv getestete Person wechselte daraufhin den Zug.

 

3. Oktober 2020, 17 bis 18 Uhr:
Zug REX 1524 Richtung Saalfelden Bahnhof mit Abfahrt um 17.08 Uhr.

 

3. Oktober 2020, zwischen etwa 16.30 bis 18 Uhr:
Hauptbahnhof Salzburg

Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Hallein ruft alle Personen, die sich am besagten Tag in den aufgezählten Orten aufgehalten haben, auf, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und sich bei Covid-19-Symptomen bei der Hotline 1450 – mit dem Hinweis auf den offiziellen Aufruf – zu melden. Symptome, auf die es besonders zu achten gilt: Trockener Husten, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs- und Geschmacksinnes mit und ohne Fieber.

 

Das positive Ergebnis des Covid-19-Tests der Person lag am Abend des 5. Oktober vor und wurde der Gesundheitsbehörde im Tennengau am 6. Oktober gemeldet. Die Gesundheitsbehörde hat daraufhin sofort mit dem Contact-Tracing begonnen. – (Bez.-Hptmschft. Hallein, Foto: OST).

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Die Bauarbeiten an der Heidebrücke, welche die wichtige Verkehrsverbindung von der Pernerinsel bzw. der B 159 nach Neualm herstellt, sind voll im Gange, schließlich rückt der 6. November 2020 als festgelegtes Datum des Endes der Brücken-Sanierung unaufhörlich näher. Die Fotoarbeiten waren an der Baustelle während der letzten Wochen durch eine massive Blickbarriere (Foto 1) massiv eingeschränkt. Doch nun kam der Föhnsturm zu Hilfe und legte die Barrieren einfach um (Fotos 2 und 3). Die Baustelle selbst ändert laufend ihr Aussehen, doch man erkennt, die Erneuerung bzw. Sanierung der Brücken-Struktur wird immer deutlicher erkennbar. Der SALZSCHREIBER wird selbstverständlich auch dann die Brücken-Baustelle fotografieren, wenn die Sichtsperre wieder hergestellt sein wird. Um mögliche Spekulationen aus dem Weg zu räumen, eine Klarstellung: Der SALZSCHREIBER war nicht zugegen, als der Sturm die Barrieren umriss. Denn, als die obenstehenden Fotos von den flachgelegten Sichtbarrieren entstanden, meinte ein SALZSCHREIBER-Leser lässig, der ebenfalls die Brücken-Baustelle besichtigte: Na, da hat der SALZSCHREIBER aber ganze Arbeit geleistet… – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Vor 75 Jahren, am 26. September 1945, stürzte der von einer Brandkatastrophe massiv betroffene Turm der Stadtpfarrkirche Hallein in sich zusammen. Dazu die Augenzeugin Christine Egger aus der Pfarrgasse ,,Um 13.15 Uhr, sah ich kleinere Steine vom Turm herabfallen, dann größere Sprünge am Turm, wo Schutt herausbröselte. Die Sprünge wurden immer tiefer, der Turm fing an sich zu bewegen. Dann ein unheimliches Krachen und Getöse und eine riesige, undurchdringliche Staubwolke – der Turm war eingestürzt‘‘. Vorausgegangen war diesem dramatischen Ereignis die Brandkatastrophe am 22. 3. 1943 in Hallein. Sie hatte um 15 Uhr mit einem Brand im Gefangenenhaus neben dem Landratsgebäude (ehemaliges Augustinerkloster auf dem Georgsberg) ihren Anfang genommen. Es herrschte ungewöhnlich starker Föhnsturm aus Richtung Süd, so dass die Flammen innerhalb kurzer Zeit auf das Landratsgebäude und auf die prächtige Klosterkirche übergriffen. Der Sturm trug brennende Teile auf das Dach der Halleiner Stadtpfarrkirche. Deren großer und hoher Dachstuhl aus dem Jahr 1795 bildete schon bald ein einziges Flammenmeer, das durch den Föhnsturm auf das Chorregenten-Haus, auf mehrere Objekte des ehemaligen Klosters der Halleiner Schwestern, auf einige Häuser in der Pfarrgasse, auf das ,,Hohe Kreuz‘‘ (die 3 Kreuze) am Weg zum Dürrnberg und auf den Bannwald übergriff. Zusätzliche Brandherde entstanden durch den Föhnsturm an der Bräuerstraße und weiter in Richtung Kaltenhausen. Der Turmhelm der Stadtpfarrkirche stürzte ein, mächtige Feuergarben schossen aus dem nach oben hin offenen Turm heraus und der Dachstuhl wurde ein Raub der Flammen. Das Kircheninnere blieb von den Flammen verschont, denn die zwei großen und zwei kleinen Gewölbe der   Kirche hielten die Flammen zurück. Insgesamt 23 Feuerwehren aus der Stadt Salzburg, aus Berchtesgaden und aus den umliegenden Gemeinden sowie Pioniere aus Salzburg kämpften gegen das Flammeninferno in Hallein.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Der prächtige, unversehrte romanische Halleiner Kirchturm mit barocker Haube. FOTO 2: Der große Dachstuhl der Stadtpfarrkirche wird am 22. März 1943 ein Raub der Flammen. FOTO 3: Das blieb nach dem Einsturz des Halleiner Kirchturms von dem beeindruckenden Bauwerk übrig. FOTO 4: 1965 wurde nach Plänen von Architekt Jakob Adlhart der neue Halleiner Kirchturm errichtet. – (Odo Stierschneider. Textmaterial und Fotos wurden für diesen Beitrag von Mag. Michael Neureiter zur Verfügung gestellt).

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Zwischen Raitenaustraße  und Griesgasse, in der Metzgergasse direkt neben dem Kotbach (dessen Name hier ausnahmsweise noch passt), ist einer der letzten Albträume der Halleiner Altstadt zu finden (dazu unser 1. Foto oben). Der vergammelte Holzverschlag samt ebensolcher Eingangstür bieten einen entsetzlichen Anblick. Da kann man nur hoffen, dass der ungehinderte Grünwuchs an der Verschlagecke (2. Foto) sowie rund um diesen Albtraum (Fotos 3 und 4) in nächster Zeit ganze Arbeit leistet und den ganzen Krempel einfach überwuchert. Dazu passend gestaltet sich der Blick über die Eingangstür: Richtig deprimierend! Eigentlich müsste es einen Hilfsfonds der Stadt Hallein geben, der es den Eigentümern ermöglicht, hier die überfälligen Erneuerungen (oder besser noch die ersatzlose Beseitigung) vorzunehmen. – (Text und Fotos: OST).

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Die Corona-Temperaturen steigen im Bezirk Hallein rasant an. Verharrte der Bezirk monatelang im kältesten Bereich der Corona-Ampelfarbe Grün, so stiegen die Corona-Temperaturen unaufhaltsam, bis die Ampel auf Gelb umschaltete. Doch dabei blieb es nicht. Der kleinste Bezirk des Bundeslandes Salzburg legte immer mehr an Corona-Fällen zu, so dass nun das Unglaubliche eintrat. Der Bezirk Hallein erglüht als erster (!) Gau des Landes Salzburg in der Ampelfarbe Orange. Damit wurde im Tennengau bereits die vorletzte Stufe der insgesamt 4 Farben umfassenden Corona-Ampel erreicht – die vierte Stufe der Ampel leuchtet bekanntlich in der Alarmfarbe Rot.

Die Orange-Position ist für den Bezirk Hallein höchst unerfreulich. Und dazu durchaus peinlich, erkennen darin doch die Corona-Spezialisten ein erhebliches Fehlverhalten der Bevölkerung. Öfters Händewaschen? Offensichtlich Fehlanzeige. Korrekten Abstand halten? Offensichtlich Fehlanzeige. Desinfektionsmittel benützen? Offensichtlich Fehlanzeige. Ins Taschentuch oder in die Ellenbeuge husten? Offensichtlich Fehlanzeige. Ausreichend Abstand halten? Offensichtlich Fehlanzeige. Atemschutzmasken im Bedarfsfall tragen? Offensichtlich Fehlanzeige. Auf den Besuch von Veranstaltungen mit zahlreichen Besuchern verzichten? Offensichtlich Fehlanzeige.

Die dritte Stufe Orange der insgesamt vier Stufen umfassenden Corona-Ampel für den Tennengau muss endlich zum Umdenken führen. Alleine folgender Umstand müsste zu deutlicher Verhaltens-Änderung führen: Personen, die vom Corona-Virus befallen wurden, merken tagelang nichts davon. Dennoch verbreiten sie bereits nach 12 Stunden der Ansteckung das Corona-Virus. Daher: Jede und Jeder in unserer Umgebung kann jederzeit, ohne es selbst zu wissen, zur Virus-Schleuder werden. Daher ist die Einhaltung der vorhin aufgezählten Vorsichts-Maßnahmen im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig. Allzu enges Aneinanderrücken gilt derzeit als sträflicher und lebensgefährlicher Leichtsinn.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Im Bezirk Hallein ist erstmals die dritte Stufe der Corona-Ampel, die Farbe Orange angesagt. FOTOS 2 bis 4: Die Grafiken des Landes Salzburg zeigen die Entwicklung im Tennengau von Grün bis Orange. FOTOS 5 und 6: Allzu gemütliches Zusammenrücken kann in Zeiten wie diesen gefährlich werden. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Als der SALZSCHREIBER den Pangraz-Durchgangsbogen im Halleiner Stadtzentrum fotografierte, wurde er von einer Dame mittleren Alters angesprochen: ,,Ich habe oftmals Besucher von auswärts bei mir. Wenn ich mit ihnen durch die schöne Stadt Hallein gehe, vermeide ich immer ganz bewusst diesen schrecklichen Pangraz-Bogen. Er ist eine unfassbare Schande für unsere Stadt!‘‘ Es ist schon sehr erstaunlich, dass weder von Politikern der Stadt, noch von Gemeindevertreterinnen oder Gemeindevertretern bisher der entsetzliche Zustand des Pangrazbogens thematisiert wurde. In keiner anderen Bezirkshauptstadt Mitteleuropas wäre ein derart wichtiger, in so prominenter Lage befindlicher Durchgang derart skandalös vernachlässigt worden. Daraus ergibt sich zwingend, dass hier so rasch wie möglich die abblätternden Farbschichten beseitigt und der Durchgangsbogen neu ausgemalt werden muss – egal, ob für diesen öffentlichen Durchgang die Stadt Hallein oder ein privater Hauseigentümer zuständig ist. Der derzeitige Zustand des Pangraz-Durchganges im Zentrum der Halleiner Altstadt ist jedenfalls völlig undiskutabel und stellt eine verheerende Peinlichkeit für die Stadt Hallein dar. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Am Samstag, 26. September 2020, setzte der bevorstehende Winter auch im Gebiet der Stadt Hallein bereits überraschend deutliche Signale. Obwohl die verschneite Bergwelt hinter dichtem Gewölk den ganzen Tag über unsichtbar blieb, so war der Dürrnberg mit dem 1.336 Meter hohen Zinkenkogel doch immer wieder für kurze Zeit sichtbar. Am Vormittag ergab sich die erste kurze Möglichkeit, den verschneiten Zinkenlift-Hang zu fotografieren – dazu unser 1. Foto oben. Der darauffolgende Sonntag bescherte bei wolkenlosem Himmel einen prachtvollen Rundblick auf das verschneite Gebirgs-Panorama. (2. Foto oben). Dass es nach einem Sommer mit neuen Hitzerekorden bereits in der letzten Septemberwoche bis zu den höchstgelegenen Häusern des Dürrnberges herunterschneien würde, ist überraschend und zeigt, dass die Temperatur-Unterschiede im Laufe des Jahres spürbar extremer werden. Die Frage ist noch offen, ob der Oktober uns einen goldenen Herbst oder doch schon einen extrem frühen Winter bescheren wird. – (Text und Foto: OST).

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Auf der Pernerinsel, zur Salzach hin ausgerichtet, steht ein Stück stromaufwärts der Colloredobrücke, eine winzige Kapelle, die vom Grünwuchs immer mehr verdeckt wird. Als noch die Salzschiffe von Hallein aus auf der Salzach stromabwärts fuhren, vermittelte sie den Schiffsleuten einen letzten Segensgruß aus Hallein. Heute hat die kleine Kapelle längst schon ihre ursprüngliche Aufgabe verloren, auf der Salzach fahren keine Schiffe mehr, der heutige Verkehr spielt sich hinter ihrer Rückfront auf der B159 ab. Logischer Weise müsste sie eigentlich um 180 Grad gedreht und dann an ihrer Vorderseite vom Gebüsch befreit werden, um von den Fußgängern  und Kraftfahrern auf der B159 gesehen zu werden. Unser 1. Foto oben zeigt, dass der Grünwuchs die kleine Kapelle immer weiter verdeckt. Nur seitlich von der Colloredobrücke und gegenüber vom anderen Salzachufer ist sie noch zu erkennen. (Dazu unser 2. und 3. Foto oben). Derzeit ist nur ihre total zugewucherte Rückseite von der B159 aus zu sehen (4. Foto oben). An der Dachspitze (5. Foto oben) befand sich einst wohl ein Kreuz, es ist freilich schon längst schon verschwunden. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die steigenden Corona-Infektionen im Bezirk Hallein in letzter Zeit werden nun auch an der Corona-Ampel sichtbar. Am 25. September 2020 um 12 Uhr, wurden 7 Neuinfektionen und damit ein Gesamtstand von 166 infizierten Personen im Bezirk Hallein gemeldet. Lag der Tennengau während der vergangenen Monate hinter dem Lungau zuverlässig an zweiter Stelle, was auch mit der grünen Corona-Ampel belohnt wurde, so muss nun der Tennengau akzeptieren, dass in seinem Bereich nun erstmals die Corona-Ampel auf Gelb geschaltet wurde. Damit ist der Tennengau im Bundesland Salzburg nicht alleine – auch im Pongau leuchtet die Corona-Ampel nun in  Gelb. Die Stadt Salzburg blieb ebenfalls bei ihrer Ampel-Farbe Gelb. Ansonsten verblieb in unserem Bundesland alles im Grünen. Dazu unsere Grafik oben.

Mit der Schaltung der Corona-Ampel im Bezirk Hallein auf Gelb gelten auch an allen elementarpädagogischen Einrichtungen und Schulen die entsprechenden Verhaltensregeln: Wenn möglich, Sport im Freien. Singen in Schulen nur im Freien oder mit Mund-Nasen-Schutz.Regelmäßig lüften. Aktivitäten so weit wie möglich ins Freie verlagern. Im Bereich der Elementarpädagogik verpflichtender Mund-Nasen-Schutz im Eingangsbereich für Eltern und Personal. Im Schulbereich für alle verpflichtend außerhalb der Klassen und generell für alle schulfremden Personen. Wie umfangreich die Liste der Einrichtungen im Bereich der Pädagogik in der Stadt Hallein ist, lässt die nachstehende Auflistung eindrucksvoll erkennen: Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Gamp
Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Neualm
Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Niedertorplatz 1
Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Pernerinsel
Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Sportheim
Krabbelgruppe Gemeinde Hallein-Rif
Krabbelgruppe HW KinderVilla Hallein
Krabbelgruppe Mobile Rif
Pfarrkindergarten Hallein-Rehhofsiedlung
Privathort San Helios
Schulkindgruppe Gemeinde Hallein-Niedertorplatz
Gemeindekindergarten Hallein-Bad Dürrnberg
Schulkindgruppe Gemeinde Hallein-Bad Dürrnberg
Alterserweiterte Gruppe Hallein-Niedertorplatz
Alterserweiterte Gruppe Gemeinde Hallein-Pernerinsel
Alterserweiterte Gruppe Gemeinde Hallein-Sportheim
Alterserweiterte Gruppe Stadtgemeinde Hallein-Neualm
Alterserweiterte Gruppen HW Kinder-Villa Hallein
Gemeindekindergarten Hallein-Burgfried
Gemeindekindergarten Hallein-Gamp
Gemeindekindergarten Hallein-Neualm
Alterserweiterte Gruppen HW KinderVilla Hallein
Gemeindekindergarten Hallein-Burgfried
Gemeindekindergarten Hallein-Gamp
Gemeindekindergarten Hallein-Neualm
Gemeindekindergarten Hallein-Rif
VS Hallein Rif-Rehhof
VS Hallein-Burgfried
VS Hallein-Neualm
VS Hallein-Stadt
Allgemeine Sonderschule Hallein
BG/BRG Hallein
BHAK/BHAS Hallein
HLM Hallein
HTBL Hallein
LBS Hallein
MS Hallein-Burgfried
MS Hallein-Neualm
MS Hallein-Stadt
PTS  Hallein

An dieser Auflistung erkennt man, wie umfangreich der Pädagogikbereich – beginnend bei den Krabbelstuben und endend bei den höheren Schulen wie Gymnasium oder Handelsakademie – in der Stadt Hallein mittlerweilen geworden ist. – (Text: LKS und OST. Grafik: LKS).

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Am 20. September 2020 verstarb der ehemalige Präsident der Arbeiterkammer Salzburg, Herbert Suko aus Hallein, im Alter von 89 Jahren. Herbert Suko war als prominenter Entscheidungsträger, in den Jahren 1983 bis 1998 erfolgreich als Präsident der Salzburger Arbeiterkammer tätig. Unter seiner Führung entwickelte sich die Arbeiterkammer zu einer modernen Einrichtung, die zahlreiche Dienstleistungen anbot. Sein Lebenswerk für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bundesland Salzburg verdient größten Respekt. Herbert Suko baute an der Arbeiterkammer die Rechtsberatung und den Konsumentenschutz aus. Unter Herbert Suko wurden in Hallein, Bischofshofen, Neumarkt und Tamsweg Bezirksstellen der Salzburger Arbeiterkammer errichtet. Sein persönliches Wirken war von entschiedener Kampfbereitschaft aber ebenso von weitsichtiger Kompromissfähigkeit geprägt. Herbert Suko war mit Gattin Regina verheiratet, der Ehe entspross eine Tochter. Am 30. September und am 1. Oktober 2020 ist seine Urne zur allgemeinen Verabschiedung in der Aussegnungshalle des Salzburger Kommunalfriedhofs aufgebahrt. Die Urnen-Beisetzung findet im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Hallein statt. – (Odo Stierschneider).

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Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl entwickelte in der Nacht auf Donnerstag Covid-19-Symptome und wurde umgehend getestet. Der Schnell-Test fiel positiv aus. Das Regierungsmitglied und die Mitarbeiter des Regierungsbüros wurden vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt, das weitere Contact-Tracing durch die Gesundheits-Behörden läuft. „Ich habe in der Nacht Fieber und Gelenks-Schmerzen bekommen und wollte sofort auf Nummer sicher gehen. Der Schnelltest in den frühen Morgenstunden ist positiv ausgefallen, ich habe mich sofort in häusliche Quarantäne begeben. Bisher habe ich nur leichte Symptome“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Das Contact-Tracing durch die Gesundheits-Behörden ist sofort angelaufen. Die Landessanitäts-Direktion richtet in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz eine Teststraße ein, um unverzüglich alle Regierungs-Mitglieder mit deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Landtags-Abgeordneten sowie die Landtagsdirektion und die von der Gesundheits-Behörde festgelegten Personen aus der Landes-Verwaltung vorsorglich zu testen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer unterzog sich am Vormittag bereits einem Labortest und wurde negativ auf Covid-19 getestet. Bis auf weiteres werden sicherheitshalber sämtliche Termine abgesagt bzw. verschoben. Der SALZSCHREIBER entbietet dem einst erfolgreichen Halleiner Bürgermeister und derzeit als Landeshauptmann-Stellvertreter beeindruckenden Christian Stöckl die allerbesten Genesungswünsche und ein aufrichtiges ,,Glück auf‘‘ aus Hallein! – (Salzburger Landeskorrespondenz. Foto: SLK).

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In Vertretung für die Geschäftsleitung der Gewerbe- und Wohnbau Ges. m. b. H. Oberalm, wandte sich Immobilen-Spezialist Markus Springer in einem Schreiben bezüglich des Hauses in Hallein, Ederstraße 8 (1. Foto oben) an die Amtsleitung der Stadtgemeinde Hallein. In dem Schreiben wird urgiert, dass zum Schutz des linken Mauerecks des Hauses (2. Foto oben) bis jetzt noch kein Rammschutz in erforderlicher Größe und Dimension aufgestellt wurde. Im Gegensatz zur Gebäudeecke des gegenüberliegenden stadteigenen Keltenmuseum, bei der sehr wohl ein entsprechender Abstandhalter aufgestellt wurde (3. Foto oben). Dazu Markus Springer: ,,Daraus kann der Schluss abgeleitet werden, dass Ihnen schutzwürdige Interessen anderer Immobilien-Eigentümer egal sind, zumindest weniger schützenswert als bei stadteigenen Objekten.‘‘

,,An der Ecke des Hauses Ederstraße 8 (4. Foto oben) wurden zwei Tafeln montiert‘‘, so Markus Springer, ,,die offenbar den Sinn haben, ungeübten oder fahruntüchtigen Fahrzeughaltern anzuzeigen, dass sich an dieser Stelle eine Hausecke befindet. Uns als Eigentümer der Erdgeschoß-Wohnung und Miteigentümer der Gesamt-Liegenschaft ist keine Vereinbarung mit der Stadtgemeinde bekannt, aus der hervorgeht, dass die Erlaubnis zur Tafel-Befestigung erteilt wurde. Bitte legen Sie uns kurzfristig eine entsprechende Vereinbarung vor. Andernfalls wollen Sie bitte ohne Verzug die Demontage vornehmen und die entstandenen Beschädigungen fachmännisch beseitigen.‘‘

,,Bei dieser Gelegenheit erinnern wir Sie, dass es trotz wiederholten Ersuchens bis jetzt unterlassen wurde, uns mitzuteilen, welche Person festgestellt hat, dass dem Sichtschutz und Raumschutz zu Gunsten unserer Mieterfamilie im Erdgeschoß aus Gründen des Lastwagenverkehrs nicht entsprochen werden kann. Von unserem freiberuflichen, erfahrenen Verkehrsexperten, haben wir eine Schleppkurve (5. Foto: Nur ein Symbolbild!) erstellen lassen. Wir sind schon gespannt, ob sich unsere Schleppkurve mit der Ihres Experten deckt. Wir sind auch schon gespannt, ob wir zumindest einige Personen vom Schöndorferplatz von den nach wie vor zahlreichen beamteten Verhinderern distanzieren können oder dürfen.‘‘ – (M.S. / Fotos: OST).

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Conny König gewann als erfolgreicher Boxer acht Mal die Österreich-Meisterschaft und stand bei den Olympischen Sommerspielen 1984 im Ring. Heute legt der zweifache Vater auf seinem Powerhof in Adnet-Spumberg seinen Fokus auf die individuelle Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die im täglichen Leben unterschiedlichste Probleme haben. Im Rahmen seines KING5 POWERHOF-Projektes, welches vom international anerkannten LAUREUS Medien Preis 2011 als BESTES SOZIALES SPORTPROJEKT ausgezeichnet wurde – es zählte bei 2.570 Einsendungen zu den 35 Finalisten – bietet Conny König mit seinem speziellen Boxtraining Verbesserung der körperlichen und geistigen Fitness, Stärkung des Selbstvertrauens, Aggressions- und Stressabbau, Erhöhung des Toleranzpegels sowie Bewegung und Gewichtsreduktion.

Conny König, der Boxer mit dem großen Herzen für benachteiligte Kinder und Jugendliche: ,,Boxen ist bei uns nicht einfach nur zuschlagen. Beim Boxen geht es unter anderem um Taktik, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Fairness und um wichtige Denkprozesse. Unser KING5 Boxprojekt hilft den Jugendlichen, die angesichts Fernseher, Computer, Handy, Gameboy etc. unter Bewegungsmangel leiden. Kraft, Ausdauer und Kondition werden verbessert. Gesteigertes Selbstvertrauen hilft, angestaute Emotionen kontrolliert abzubauen, um Konflikte gewaltfrei zu lösen. Aggression, Stress und Frustration finden ein Ventil. Es geht um Auspowern mit Freunden, um Spaß an Bewegung und darum, überschüssige Kilos abzubauen.‘‘

Das umfassend angelegte KING5 Projekt ist finanziell auch auf Spenden angewiesen. Der Lionsclub Salina Tennengau, vor mehr als 35 Jahren auch von den Halleinern Museumsdirektor Kurt Zeller,  Zeitungsherausgeber Odo Stierschneider und Kaufmann Helmut Reisinger gegründet, entschloss sich deshalb, das von Conny König überzeugend realisierte KING5 Projekt finanziell mit 1.000 Euro zu unterstützen. Der Präsident des Lionsclubs Mag. Hans Guttmann und Clubmitglied Ing. Ferdinand Guttmann überreichten die Spende am 17. September 2020 persönlich an Conny König in dessen Powerhof oben am Spumberg. – Unser 1. Fotos zeigt Conny König, ausgerüstet mit Boxhandschuhen. Auf dem 2. Foto ist Conny Königs hingebungsvolle Arbeit mit Kindern dokumentiert. – (Odo Stierschneider. Fotos: King5 Projekt).

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Bereits drei Monate nach der bestandenen Matura stellten sich die ersten Absolvent*innen der Höheren Lehranstalt für Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei der nächsten großen Prüfung, der „Friseur-Meisterprüfung“. Um „meisterliche Leistungen“ zu vollbringen, wurde zur Vorbereitung eine zweiwöchige Summerschool organisiert. Statt die verdienten Sommerferien zu genießen, hieß es für die ersten Maturanten dieser einzigartigen Ausbildung in Österreich: eindrehen, frisieren und trainieren. Die Jungstylisten kamen aus den unterschiedlichsten Bundesländern, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit Sicherheit war der klassische Teil, sprich die Dauerwelle die größte Herausforderung, da man dafür sehr schwer Modelle findet und schlichtweg die tägliche Erfahrung fehlt.

 

„Mir war es sehr wichtig den Absolvent*innen diese Chance gleich nach der Matura zu ermöglichen. Ich habe die Stylist*innen natürlich auch motiviert, denn es ist der höchste Berufsabschluss unserer Branche. Ich bin sehr stolz, vor allem wenn man die Schüler*innen fünf Jahre so intensiv begleitet, wachsen sie einem sehr ans Herz. Hut ab, dass sie sich dieser Prüfungen gestellt haben und das Ergebnis spricht für sich“ so Fachvorständin Scheiber Alexandra.

 

Drei Absolventinnen haben auf Anhieb die fachpraktische Meisterprüfung geschafft: Clara Unterkofler aus St. Johann im Pongau, Anna-Sophie Pranter aus Osttirol und Lisa Bedrava aus Niederösterreich dürfen sich somit nicht nur über die Reife- und Diplomprüfung freuen, sondern auch den „Meistertitel“ im Friseurhandwerk voller Stolz tragen. Die restlichen sechs Teilnehmer*innen werden fleißig trainieren, um sobald als möglich ihr Können erneut unter Beweis zu stellen. „Wir freuen uns, dass unsere ersten Absolventinnen der fünfjährigen Ausbildung für Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei ihr Können bei der Meisterprüfung zeigten und wir nun bereits geprüfte „Meisterinnen“ ihres Faches als Absolventinnen haben.“, erläutert Schulleiterin Elke Austerhuber.

 

Die Prüfungskommission bestand aus Isabella Gehwolf, Christine Haas und Wolfgang Eder, Bundes-Innungsmeister für Friseure. „Ich freue mich, dass bereits die ersten Maturanten die Meisterprüfung absolviert haben und sehe dies als runden Abschluss nach der fünfjährigen Ausbildung. Beeindruckend ist vor allem der Anteil der Absolvent*innen, welche tatsächlich in der Branche bleiben, dies freut mich als Bundes-Innungsmeister natürlich sehr,“ betont Wolfgang Eder.

 

Das 1. Foto oben entstand bei der Meisterprüfung an der Modeschule Hallein am 8.9.20: Die Stylist*innen mit dem erforderlichen MNS. Das 2. Foto oben entstand ebenfalls bei der Meisterprüfung an der  Modeschule Hallein und zeigt die Stylistinnen ohne MNS. – (E. A. / Fotos: Modeschule)

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Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie Markantes in der Natur im Bereich der Stadt Hallein zu seinem Namen kam. Wie kamen die Barmsteine zu ihrem Namen? Wie kam die Salzach zu ihrem Namen? Wie kam der Zinken zu seinem Namen? Wie kam die Ruine Thürndl zu ihrem Namen? Doch die wichtigste und drängendste Frage lautet wohl, wie kam der Kotbach zu seinem widerwärtigen und abstoßenden Namen? Die Antwort darauf liefert das von der Kotbach-Stadt Hallein herausgegebenen Halleiner Stadtmagazin in seiner Ausgabe Juli 2020. Unter dem Titel ,,Wie der Kotbach zu seinem Namen kam‘‘ (besser wäre gewesen: ,,Wie der Kotbach endlich zu seinem neuen Namen kommt‘‘), lautet die erste Textpassage: ,,Die Bezeichnung Kotbach stammt aus einer Zeit, als Hallein eine schäbige, ungepflegte Salzstadt war. Komponist Franz Schubert, der damals nichtsahnend Hallein besucht hatte, schrieb voll Entsetzen in einem Brief: Ich bin vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein, gefallen!‘‘

Vor Jahrzehnten, als die Salzbergbahn noch ein richtiger Anziehungspunkt war, da gab es auf dem Bayrhamerplatz eine Pensionisten-Clique, die angestrengt darauf lauerte, von auswärtigen Besuchern nach dem Weg zur Salzbergbahn gefragt zu werden. Die Antwort ,,Einfach dort über die Kotbach-Brücke und weiter!‘‘ hatte immer die gleiche Reaktion zur Folge: ,,Kotbach?! Komm, Klaus-Dieter, dort gehen wir nicht hin!‘‘ Als die Geschockten schließlich außer Hörweite waren, brach unter den Pensionisten stets brüllendes Gelächter los. Bis heute wird das abstoßende Erbstück Kotbach aus der ,,schäbigen, ungepflegten Salzstadt‘‘ von der Stadtgemeinde Hallein gnadenlos und rücksichtslos hochgehalten. Was ist nun am Kotzbach, äh am Kotbach so faszinierend und unverzichtbar? Die Worthälfte -bach kann es nicht sein. Damit verbleiben nur noch die drei Buchstaben Kot. Was zum Teufel macht diese so  kostbar, so wichtig, so unverzichtbar für Hallein?

Aus medizinischer Sicht stellt Kot das Ausscheidungs-Produkt des Darmes dar.
In der Kotbach-Stadt Hallein hoffen indessen alle, dass mit dem Begriff Kot aufgeweichte, breiige Erde oder schlammiger Schmutz gemeint sein könnte. Erotik-Spezialisten der Extraklasse finden sogar am Kot Lustgewinn und schließlich gibt es unter dem unverfänglichen, wahnsinnig gelehrt klingenden Begriff Koprohagie eine spezielle Variante: Unten hinten kommt der Kot heraus, Kenner schieben ihn sich jedoch vorne oben wieder hinein. Wie und was auch immer – die Kotbach-Stadt Hallein erscheint, aus welcher Perspektive auch immer, absolut unerträglich. Für die sturen, unbelehrbaren Befürworter einer Kotbach-Stadt Hallein wird es immer enger.

Die Kotbach-Stadt Hallein wird ihren Widerstand gegen die Umbenennung des Kotzbachs Kotbach aufgeben müssen. Natürlich tut der Abschied von solch Liebgewonnenem wie dem Kotbach fürchterlich in der Seele weh. Doch die Aussichten auf einen neuen, passenderen Namen für das Fließgewässer, das seinen Weg durch die ganze Kotbach-Stadt nimmt, sie stehen durchaus gut. Zuerst gilt es, den neuen Ersatz-Namen für den schrecklichen Namen Kotbach zu finden. Der SALZSCHREIBER, der bekanntlich nicht zum ersten Mal dieses für die Kotbach-Stadt Hallein so überaus unerfreuliche, so überaus peinliche Thema aufgreift, bietet eine überzeugende Lösung an. Der Kotbach fließt vom SALZberg herunter, durchquert die historische SALZstadt Hallein und mündet schließlich in die SALZach.
Daher der einzig logische, neue Name für das Fließgewässer: SALZBACH. – Zu unserem Foto: Außerhalb des verbauten Stadtgebietes zeigt sich der Kotbach als romantisches Gewässer mit kleinen Wasserfällen. Im  Stadtbereich musste er in ein Gerinne gezwängt werden, das zu seinem Beginn noch Grünwuchs zeigt (siehe Foto), wogegen spätestens ab dem Molnarplatz, der Kotbach in einem reinen Kanalgerinne bis zu seiner Mündung in die Salzach fließt. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Seit rund 450 Jahren fahren Besucher aus aller Welt in den Halleiner Salzberg, den Dürrnberg ein. Das Schaubergwerk ist damit das älteste Schaubergwerk der Welt. Unter den Besuchern aus Nah und Fern befanden sich bereits viele gekrönte Häupter, die Gäste der Erzbischöfe. Sie alle waren fasziniert von der geheimnisvollen Welt unter Tage. Und bis heute haben die Stollen, die teilweise keltische Bergmänner vor über 2.500 Jahren Meter um Meter in den Berg geschlagen haben, nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Das Salz vom Dürrnberg war maßgeblich mitverantwortlich für den Reichtum der Salzburger Erzbischöfe; die scheinbar unerschöpflichen Salzvorkommen galten als die Schatzkammer des Landes Salzburg. Die Erzbischöfe verwendeten die hohen Gewinne aus dem Salzhandel maßgeblich dafür, um barocke Prunkbauten in ihrer Residenzstadt Salzburg zu errichten.

Noch heute bewundern Besucher aus aller Welt die prachtvolle Salzburger Altstadt und die mächtige Festung Hohensalzburg, die nur mit dem Erlös des Halleiner Salzes zur städtebaulichen Attraktion werden konnten. In der Stadt Hallein, in deren Salinen über Jahrhunderte das Salz aus der Dürrnberger Salzsole gewonnen wurde, errichteten die Salzburger Erzbischöfe kein einziges attraktives Bauwerk. Wen wundert’s, dass einst Franz Schubert die Stadt Salzburg als ein ,,Stück des Himmels‘‘ und nach einem Besuch die Stadt Hallein als ,,Misthaufen‘‘ bezeichnete? Zweifellos hat die Stadt Salzburg gegenüber Hallein noch Erhebliches gutzumachen.
 

Seit Montag, 14. September 2020, ist Halleins berühmtes Salzbergwerk geschlossen. Unter Aufwendung von 10 Millionen Euro soll das Salzbergwerk ober und unter Tage ein verbessertes, moderneres Erscheinungsbild erhalten. Bevor es jedoch an die Neugestaltung geht, muss erst mal Platz geschaffen werden. Denn durch den Druck des Berges werden alle künstlich geschaffenen Hohlräume wie Stollen, Laugkammern und auch der unterirdische Salzsee zusammengepresst – alles wird kleiner und enger. Deshalb müssen zuerst an die 1.300 Kubikmeter Gestein herausgefräst und abtransportiert werden. Dann erst kann mit der Neugestaltung der Salzwelten begonnen werden. Auch obertags man Großes vor: Das imposante historische Magazin-Gebäude neben dem Eingangsbereich zu den Salzwelten, wurde bereits vollkommen leergeräumt, hier entsteht ein neues, attraktives Besucher-Zentrum einschließlich Gastronomie. Ab April 2021 kann man wieder die Dürrnberger Salzwelten in erneuerter Vielfalt unter und ober Tage bewundern.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 6:
Der Gebäudekomplex des alten Magazingebäudes ist schon seit längerer Zeit Schauplatz reger Bautätigkeit. Die gesamte Bausubstanz wurde leergeräumt, damit hier in den kommenden Monaten ein neues Besucherzentrum einschließlich Gastronomie errichtet werden kann. FOTOS 7 und 8: Am ersten Tag der Salzwelten-Schließung gab es zwischen Hallein und den Salzwelten noch keine entsprechenden Hinweise auf die bestehende Schließung. FOTO 9: Erst am Bauzaun des Magazingebäudes wurden mögliche Interessenten auf die Schließung der Salzwelten hingewiesen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Der Auftritt der neuen Corona-Ampel, betreffend Hallein, am Dienstag 15. 9. 2020 (siehe 1. Foto oben), erfolgte besonders spektakulär. Die erste Corona-Ampel leuchtete um 13:57 auf den Bildschirmen, 2 Minuten später, um 13:59 Uhr, war die Halleiner Corona-Ampel innerhalb einer Minute gleich zweimal präsent, um 14:00 Uhr ein weiteres Mal und von 14:01 bis 14:04 brach die Corona-Ampel im Minutentakt auf dem Bildschirm über uns herein. Zwischen 13:57 und 14:04, also im Verlauf von 1 Stunde und 7 Minuten  wurden die Daten der Corona-Ampel in Hallein insgesamt 8x übermittelt. (Dazu unser 2. Foto oben). Frage auf den ersten Blick: Wie dramatisch änderte sich denn die Corona-Präsenz innerhalb von 1 Stunde und 7 Minuten in Hallein? Die beruhigende Antwort dazu lautet: überhaupt nicht! Entweder fühlte sich der Computer des Absenders corona-update@mg.corona-ampel.org völlig unausgelastet, oder er hatte an diesem warmen Septembertag Überhitzungs-Probleme, jedenfalls jagte er innerhalb von 1 Stunde und 7 Minuten gleich 8x eine völlig identische Mitteilung hinaus. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Unter dem Titel „MiniSchmiede – Wir spielen Zukunft“, waren am 11. und 12. September 2020, elf Mädchen und Buben im Alter von 7 bis 11 Jahren aus Salzburg und dem Tennengau, in der Alten Saline auf der Pernerinsel wieder mit Feuereifer an der Herstellung von Minirobotern beschäftigt. Mit Unterstützung von Sophie Birkmayer, Tammo Claassen vom Do!Lab Saalfelden und Mini-Tutor Valens – der bereits an den vorangegangenen MiniSchmieden Erfahrung gesammelt hatte und mit seinen Robotern beim ,,Hebocon‘‘ sogar gegen Erwachsene erfolgreich gewesen war – wurde mit vom Do!Lab beigestellten Material geschnitten, gelötet, gefeilt, gesteckt und geklebt, was das Zeug hielt. Bemerkenswert, dass die Kinder überhaupt kein Problem mit den heuer vorgeschriebenen Hygiene-Maßnahmen hatten.

Den Initiatoren Sophie Birkmayer und Tammo Claassen ging es – trotz der schwierigeren Voraussetzungen – um die Freude am Tun: ,,Während der zwei Tage der MiniSchmiede stehen die Roboter aus Elektroschrott im Zentrum. Unser Ziel ist es, eine realistisch-optimistische Mentalität zu initiieren, technische Berührungs-Ängste abzubauen, Selbstständigkeit, Verständnis, Kreativität und soziale Kompetenz zu fördern.‘‘

 

Wie jedes Jahr gab es daher zum Einstieg für die Mädchen und Buben Werkzeug-, Material- und Bauteil-Kunde. Wer weiß schon, was ein Seiten-Schneider ist und wie eine Heißklebe-Pistole funktioniert? Dann durfte der vom Do!Lab mitgebrachte Elektro- und Elektronik-Schrott nach Herzenslust analysiert und zerlegt werden – denn die Roboter der Kinder sollten ja aus den Bauteilen aus Computern, Druckern, ferngesteuertem Spielzeug, Bügeleisen und Staubsaugern aber auch aus Knetmasse, Holzstäbchen, Federn und anderen Materialien entstehen. 

 

Nun standen die Entwicklung einer Idee, das Suchen der benötigten Bauteile und handfestes Tun im Vordergrund. Während der zwei Tage wurde den Kindern vom Team Birkmayer/Claassen aber auch vermittelt, wie wichtig es ist, im Arbeitsprozess miteinander zu kommunizieren und bei Material und Werkzeug Ordnung zu halten. So war es wichtig abzuklären, wer welche Teile für seinen Roboter beansprucht und wer wann den elektronischen Schrauber, den Seitenschneider, die Klebepistole oder den Lötkolben benötigt. Die Kinder waren mit Feuereifer, viel gegenseitiger Rücksichtnahme und großer Kooperations-Bereitschaft unterwegs.

 

Stolz stellten sie bereits während der Arbeit ihre Roboter vor und beschrieben ihre Gedanken dahinter. Wichtiger Teil des Kreativ-Prozesses war die Namensfindung. Da durfte die Phantasie so richtig losgaloppieren: Xaver, Thomas und Jonathan bauten am „Rolling Hurricane“, der aus Lautsprechern eines Radios entstand, deshalb gab „Hurricane“ auch unheimliche Geräusche von sich. Junas Roboterkatze „Kafka Mau“ war inspiriert vom eigenen Kater. Der siebenjährige Oskar schaffte in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit drei Roboter, den „Drehmops“, „Silberblitz“ und „Mr. Vielfalt“. Fabianna fertigte aus Knetmasse und Elektro-Bauteilen „Astronaut Robbo“ und „Schildkröte Lili“, Klara ihre „Indianer-Schildkröte“, die zum Schluss noch echte Federn für den Kopfputz bekam. Elias und Melissa entwarfen „Dinospinne 3001“, Leo den „Windsturm“.

 

Am 12. September ging es schließlich beim MiniSchmiede-,,Hebocon‘‘ heiß her. Zehn Roboter waren zum abschließenden Wettbewerb angemeldet und abgewogen worden. Am Ende hatte der jüngste Teilnehmer die Nase vorn: Oskars „Silberblitz“ war im Finale gegen Klaras „Indianer-Schildkröte“ erfolgreich. Auch diesmal stellten die Kinder wieder unter Beweis, dass erst gemeinsames Arbeiten – wie auch auf der „großen“ Schmiede – die Kreativität so richtig in Gang setzt: technische Berührungsängste wurden abgebaut, Selbständigkeit und soziale Kompetenz gefördert. Somit blicken wir mit Spannung der MiniSchmiede 2021 entgegen, die hoffentlich wieder unter einfacheren Bedingungen stattfinden kann.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Die Initiatoren der großartigen MiniSchmiede Sophie Birkmayer und Tammo Classen. FOTO 2: Rolling-Hurricane. FOTO 3: Kafka-Mau. FOTOS 4 und 5: Hands-on. FOTO 6: Mini und Robbi. FOTO 7: Indianer-Schildkröte. FOTO 8: Silberblick. – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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