Die Bezirkshauptmannschaft Hallein hatte zu einem Gespräch eingeladen, um die nächsten Schritte nach dem Unfall bei AustroCel zu besprechen (dazu die beiden Fotos oben). Es waren von der Stadtgemeinde Hallein Bürgermeister Alexander Stangassinger und seitens der Stadtpolitik Vizebürgermeister Florian Scheicher und LAbg. Stadträtin Kimbie Humer-Vogl sowie als Repräsentant der Firma AustroCel Geschäftsführer Jörg Harbring, eingeladen. Bezirkshauptmann Helmut Fürst leitete das Gespräch, an dem auch Experten des Landes und der Bezirkshauptmannschaft sowie Vertreter der Einsatz-Organisationen teilnahmen.

 

BETRIEBS-FEUERWEHR INFORMIERTE
ANRAINER MIT LAUTSPRECHER-DURCHSAGEN

,,In einer derartigen Situation hat die Information der direkt betroffenen und gefährdeten Bevölkerung im Umkreis höchste Priorität. Die Anrainer sind umgehend informiert worden. Dazu war bereits kurz nach 6 Uhr die Betriebs-Feuerwehr in den angrenzenden Wohngebieten mit Lautsprecher-Durchsagen unterwegs. Die Gefährdungslage im unmittelbaren Nahbereich war rund 20 Minuten später nicht mehr gegeben‘‘, berichteten übereinstimmend Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bezirkshauptmann Helmut Fürst und Geschäftsführer Jörg Harbring nach der Besprechung. ,,Aus diesen Gründen wäre auch ein Zivilschutzalarm im Wege der Behörde nicht mehr zielführend gewesen‘‘, ergänzte Bezirkshauptmann Fürst.

 

AUSSERHALB DES NAHBEREICHS
GESUNDHEITLICH NICHT BEDENKLICH
Darüber hinaus berichteten zahlreiche Bürger, dass sie am Weg in die Arbeit, in Wohnräumen oder auch am Schulweg einen stechenden Geruch und Hustenreiz wahrgenommen haben. ,,Diese Reaktion ist bei Schwefeldioxid und bei solchen Konzentrationen absolut nachvollziehbar. Außerhalb des Nahbereichs schätzen Medi­ziner dies jedoch nicht mehr als gesundheitlich bedenklich ein‘‘, betonte Josef Hartl, Chemiker beim Land Salzburg. Er hatte am Unfalltag auch sofort vor Ort selbst Messungen durchgeführt, hatte mit Kollegen die Daten sofort ausgewertet und keine bedenklichen Ergebnisse mehr festgestellt.

 

LEHREN AUS DEM ZWISCHENFALL WERDEN
IM SONDER-ALARMPLAN EINGEARBEITET

In der Besprechungs-Runde waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass Unternehmen, Bezirkshauptmannschaft und Stadtgemeinde die Kommunikations-Abläufe weiter verbessern werden. Neben den direkten Anrainern wird der Fokus auch auf die schnellstmögliche Information der Bürgerinnen und Bürger gerichtet. „Ziel ist es, im Zuge der Aktualisierung des Sonder-Alarmplans auch die Lehren dieses dramatischen Ereignisses einfließen zu lassen“, so übereinstimmend die Verantwortungsträger von AustroCel, Bezirkshauptmannschaft und Stadt Hallein. – (Text und Fotos: Landes-Korrespondenz).

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Die 2. Ausgabe der als Plakat gestalteten Wandzeitung ,,Klartext‘‘, tritt nun auch in Hallein in Erscheinung – dazu das obenstehende Foto. ,,Klartext‘‘ nimmt sich diesmal ein besonders heißes Thema vor. Es geht darum, dass man richtiger Weise bei den heimischen Geschäften seine Einkäufe erledigt und nicht, völlig absurd, nur die heimische Wirtschaft schädigend, beim Online-Riesen Milliardär Amazon und Konsorten. Denn: Die heimischen Geschäfte beschäftigen Mitbürger/innen aus Stadt und Bezirk Hallein. Milliardär Amazon beschäftigt keine einzige Person aus Stadt und Bezirk Hallein! Die heimischen Geschäfte erteilen Aufträge an die heimische Wirtschaft. Milliardär Amazon hat noch keinen einzigen Auftrag an die heimische Wirtschaft erteilt! Die heimischen Geschäfte sorgen durch attraktive Auslagen-Gestaltung für ein abwechslungsreiches Stadtbild. Milliardär Amazon hat bisher nicht das Geringste zum Halleiner Stadtbild beigetragen! (Oh doch! Durch die mit Amazon-Paketkartons überfüllten Altpapier-Container.) Die heimischen Geschäftsinhaber spenden bei Notfällen in Hallein. Milliardär Amazon hat bisher noch keinen einzigen Cent für einen Notfall in Hallein gespendet! Außerdem (extrem wichtig!): für alle Behinderten oder Erkrankten und alle die Anderen, die nicht persönlich einkaufen können, hat mittlerweile längst schon eine ganze Reihe von Halleiner Geschäften einen Zustelldienst organisiert!!

Noch einige wichtige Fakten zum heißen Thema. Aus den leeren Gehirnschalen der unbelehrbaren, also unverbesserlichen Amazon-Kunden, ist längst entschwunden, dass die Halleiner Geschäfte einen Haufen Steuern an die Stadt, an das Land und an den Staat entrichten, während Milliardär Amazon skandalöser Weise weder in Hallein noch in Österreich entsprechende Steuern zahlt. Deshalb müssten die Amazon-Produkte eigentlich um mindestens 40 Prozent billiger sein! Die erschreckend hohen Euro-Millionen, die Milliardär Amazon kaltblütig aus Österreich absaugt, ohne davon Steuern zu bezahlen, sie sind für immer für uns alle verloren. Während Milliardär Amazon maßlose Gewinne ohne Steuerzahlungen anhäuft (Motto: Wohin nur mit dem Haufen Geld?), sind es unsere heimischen Unternehmer und Geschäftsinhaber (und alle anderen Steuerzahler), die den Staat, das Land und die Stadt Hallein mit ihren Steuerleistungen am Laufen halten. Von den Steuern unserer heimischen Wirtschaft werden beispielsweise – wir führen nur 12 Beispiele an – Kindergärten, Schulen, Wohnungsbau, Krankenhäuser, Wasserversorgung, Stromversorgung, Polizei, Straßen, Brücken, Eisenbahnen, Kanalisation und Abfallentsorgung finanziert. Darunter befindet sich jedoch kein einziger Cent von Milliardär Amazon! Welcher vernünftig Denkende kann da noch mit gutem Gewissen seine Einkäufe bei Milliardär Amazon erledigen, nur um damit die heimische Wirtschaft, die Stadt Hallein, das Land Salzburg und damit auch Österreich zu schädigen? – (Odo Stierschneider, Foto: OST.)

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Ein markantes und äußerst erfreuliches Signal dafür, dass sich unsere Lebensverhältnisse wieder zu normalisieren beginnen, setzte der reichhaltige und sehenswerte Kunsthandwerks-Markt am Wochenende 5./6. Juni 2021 auf der Halleiner Pernerinsel. Die einzelnen Verkaufsstände waren rund um den südlichen Teil der Alten Saline aufgebaut worden. Die bunt gemischten, vielfältigen und sehenswerten Angebote, hielten wohl für jeden Geschmack ein passendes Angebot bereit. So war die allgemeine Stimmung unter den Besuchern – speziell am Samstag bei herrlichem Sonnenschein – vorzüglich und am Sonntag kam das trübe Wetter den Ausstellern besonders zugute, da sich zahlreiche Besucher, anstatt für einen Sonntags-Ausflug, für einen Besuch des Kunsthandwerks-Marktes entschieden hatten. Das 1. Foto oben zeigt den Kunsthandwerks-Markt entlang der großen Südfassade der Alten Saline in Richtung Salzach gesehen, das 2. Foto wurde in umgekehrter Richtung zur Kleinen Salzach hin aufgenommen. Die übrigen Fotos lassen die bunte Vielfalt des Gebotenen erkennen. Das letzte Foto zeigt, dass man auch heuer nicht auf die attraktive Dekoration der Grünfläche vor der Salinenkapelle vergessen hat. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Um das Halleiner Altstadtobjekt Oberhofgasse Nr. 3, gegenüber dem ehemaligen Gasthof Röck, ist nun eine heftige Diskussion entstanden. Die Stadtgemeinde Hallein will das baufällige Gebäude verkaufen, drei Interessenten meldeten sich und legten ein entsprechendes Nutzungskonzept vor. Der von ihnen angebotene Kaufpreis liegt in ähnlicher Höhe. Wie Bürgermeister Stangassinger (SPÖ) dazu in der zurückliegenden Sitzung der Gemeindevertretung Hallein betonte, erfolgte ein transparentes Verfahren. Schließlich habe man sich auf die Firma Hallinum GmbH geeinigt, die dem Landtags-Abgeordneten Roland Meisl (SPÖ) und Baumeister Michael Eder gehört. Klare Kritik kommt von Gemeindevertreter Wilfried Vogl (Grüne), der darauf verwies, dass die Vergabe keineswegs so transparent erfolgt sei, wie dies Bürgermeister Stangassinger dargestellt habe: ,,Es ist bedauerlich, dass nicht alle Fraktionen eingebunden wurden.‘‘ Außerdem kritisierte GV Vogl die schiefe Optik, dass gerade einem SPÖ-Mandatar der Zuschlag erteilt wurde.

Wie Bürgermeister Stangassinger betonte, wurde bei der Ausschreibung klargestellt, dass das Gebäude keine Spielhalle werden dürfe, dass darin keine Veranstaltungsräume geschaffen und keine touristische Nutzung erfolgen dürfen. Die bestehende Freifläche darf nicht verbaut werden. Eine eventuelle Nachverdichtung ist bei deren baulicher Genehmigung möglich – dann wird freilich eine Nachzahlung fällig. Von der Firma Hallinum GmbH wurde als Bestbieter ein Kaufpreis von 521.000 Euro angeboten. Die Firma Hallinum GmbH plante, nach durchgeführter Generalsanierung des Gebäudes, unter anderem Startwohnungen für junge Leute und einen Tante-Emma-Laden. Außerdem soll der Garten entsprechend gestaltet werden. Der Erlös aus dem Verkauf wird für die Sanierung der stadteigenen Wohnungen verwendet.

Doch auch in der Gemeindevertretung der Stadt Hallein gibt es unerwartete Überraschungen. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters, sollte der Gebäudeverkauf an die Firma Hallinum GmbH von der Gemeindevertretung beschlossen werden. Bei der Abstimmung stimmten jedoch nur SPÖ und Basis für den Verkauf, ÖVP und Grüne waren dagegen. Anita Eisenmann (Neos), Sandra Lindtner (Parteifreie) und Brigitte Mooslechner (SPÖ), enthielten sich ihrer Stimme. Somit wurde der Verkaufsantrag bezüglich des Altstadtobjektes Oberhofgasse Nr. 3 abgelehnt! Wie es jetzt weitergeht, ist derzeit völlig offen. Auf alle Fälle heißt es jetzt wieder – zurück an den Start… – (Josef Wind, Foto: OST).

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Beim Zellstoffhersteller AustroCel in Hallein explodierte in der Nacht von 1. auf 2. Juni 2021 ein Druckrohr. In weiterer Folge trat Schwefeldioxid aus. Der Zwischenfall forderte bedauerlicher Weise ein Todesopfer. Verletzt wurden drei Mitarbeiter des Unternehmens sowie zwei Mitarbeiter einer benachbarten Firma. Die fünf betroffenen Personen wurden mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht. Die Werksfeuerwehr stoppte den Austritt der gefährlichen Chemikalie. Anrainer wurden aufgefordert die Fenster zu schließen und ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Betriebsfeuerwehr und die Feuerwehr Hallein setzten zum Niederschlagen des Gases am Werksgelände Wasserfontänen aus Schlauchleitungen ein und stationierten Posten in der Nachbarschaft. Mittlerweile kann Entwarnung gegeben werden und nur noch tieferliegende Geschosse und Keller im Umfeld des Werksgeländes sollten gemieden werden, teilte die Bezirkshauptmannschaft Hallein am 2. Juni mit. Laut aktuellem Luftgütebericht haben sich die Messwerte an der B 159 Salzachtalstraße und in Hallein-Winterstall bereits am 2. Juni wieder normalisiert. Um 6.30 Uhr wurden an der Messstation an der B 159 3.631 Mikrogramm Schwefeldioxid pro Kubikmeter gemessen, um 7.00 Uhr waren es 12.108 Mikrogramm, um 8.30 schließlich 17,8.

 

Der Grenzwert für Schwefeldioxid beträgt 200 Mikrogramm pro Kubikmeter und halber Stunde. Er darf bis zu drei Mal am Tag bis zu einem Maximalwert von 350 überschritten werden. „Im Raum Hallein waren die Werte in der Zeit von 6.30 bis 7.30 Uhr weit über diesen Grenzwerten. Bereits ab 8 Uhr waren diese wieder deutlich niedriger und somit handelte es sich um eine kurze aber heftige Belastung in der lokalen Umgebung“, so stuft Alexander Kranabetter vom Referat für Immissionsschutz den Chemieunfall ein. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Messungen aus den Kellern in umliegenden Gebäuden vor. Die Bezirkshauptmannschaft meldet, dass dabei keine gesundheitsgefährdenden Werte festgestellt wurden und auch die tieferliegenden Stockwerke wieder betreten werden können. Polizei und beeidete Sachverständige begannen mit Ermittlungen für die Staatsanwaltschaft.

 

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN WIRD
VON AUSTROCEL WEITER AUSGEBAUT

Eine erfreuliche aktuelle Meldung von AustroCel vom 31. Mai 2021: Mit der Zertifizierung durch EcoVadis und der Kooperation mit BioBase setzt AustroCel Hallein weitere Schritte auf dem Weg zur Green Company. Seit kurzem ist die Halleiner BioRaffinerie beim international anerkannten Gütesiegel EcoVadis zertifiziert und Partner von BioBase, der neuen österreichischen Innovationsplattform für Bioökonomie und Kreislauf-Wirtschaft. Damit wurde das nachhaltige Wirtschaften weiter ausgebaut, schon bisher wurden die Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit von BCorp und EMAS geprüft, das verwendete Holz ist nach PEFC zertifiziert. „Wir freuen uns über diese neuerlichen Bestätigungen, denn sie zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg verbinden und so den Green Spirit auf allen Ebenen leben“, unterstreicht dazu Jörg Harbring CEO AustroCel Hallein. EcoVadis ist ein international breit anerkanntes grünes Gütesiegel. Es arbeitet mit übersichtlichen Nachhaltigkeits-Bewertungen und stellt diese auf einer Plattform zur Verfügung. Weltweit sind rund 75.000 Unternehmen aus 200 Branchen nach den strengen Kriterien gelistet. EcoVadis legt das Augenmerk auf die Wertschöpfungs-Ketten. Die Auswahl nachhaltig agierender Lieferanten ist beispielsweise ein wichtiges Thema.

Seit Mai 2021 ist AustroCel auch Partner von BioBASE, der neuen Innovationsplattform für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Damit werden neue nationale und transnationale sowie auch branchenübergreifende Kooperationen zwischen und innerhalb Wirtschaft und Wissenschaft etabliert. BioBASE ist in ein starkes Netzwerk von rund 60 Partner-Organisationen und -Institutionen eingebettet, darunter einige wesentliche österreichische Unternehmen sowie Fachvertretungen aus der chemischen-, der Papier- und Zellstoff-, der Holz-, der Lebensmittel- und der Stein- und keramischen Industrie. Von wissenschaftlicher Seite wird BioBASE von den wichtigsten Universitäten und Forschungs-Einrichtungen aus diesem Bereich unterstützt. Darüber hinaus sind Landesregierungen der Bundesländer und Standortagenturen bzw. Cluster ebenfalls Teil des BioBASE-Netzwerks. – (Presse-Meldungen von INFOZET Salzburg und Austrocel Hallein. Foto: AustroCel Hallein).

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Der derzeitige Müllplatz in Gamp ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Architekt Gerwin Kortschak von der Firma Planconsort aus Leibnitz, stellte letzte Woche der Gemeindevertretung die Pläne eines neuen Ressourcenparks vor. Dieser soll am derzeitigen Platz entstehen, ist überdacht und erhält getrennte Zufahrten für Lkw und Pkw. Im Inneren des Platzes sind Autoabstellplätze vorgesehen, wo die zahlreichen Müllinseln bzw. Container für alle nur möglichen Abfallstoffe auf kurzem Wege erreichbar sind. Außerdem entsteht ein Betriebsgebäude mit Büros, WC-Anlagen, Schulungsraum und Garagen, das Dach wird begrünt und erhält eine Photovoltaik-Anlage. Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) spricht von einem Meilenstein in der Müll- bzw. Wertstoff-Sammlung und einem Vorzeigeprojekt, das seinesgleichen sucht.

 

ANRAINER: LÄRM UND GESTANK UNERTRÄGLICH
PROJEKTLEITER: SITUATION WIRD SICH KÜNFTIG BESSERN

Massive Kritik zum Standort kommt von Erich Hölzl als Sprecher der unmittelbaren Anrainer. Schon jetzt seien Lärm, Gestank und Abgase unerträglich: „Wir können nicht mehr vor dem Haus sitzen und leiden unter dem Lärm und der Luftbelastung. Wir sind völlig am Ende.“ Laut Projektleiter Michael Stangassinger vom Wirtschaftshof wird sich die Situation künftig verbessern. Der Lkw-Verkehr wird sich an Spitzentagen auf fünf bis sechs Autos beschränken und über den Pingitzzerkai geführt. Ebenso werden die Container weiter entfernt als bisher aufgestellt. Die Überdachung sorgt für einen reduzierten Lärmpegel und durch ein Zutrittssystem, nur für die Halleiner Bevölkerung, wird auch der Mülltourismus unterbunden. Nachdem die Gemeindevertretung den Plänen einstimmig zustimmte, wird bis Herbst die Detailplanung erfolgen, dazu werden auch die Anrainer eingebunden. Im Frühjahr 2022 ist Baubeginn, die Fertigstellung ist ein Jahr später geplant. Die Kosten können nach der Detailplanung festgelegt werden, so Bürgermeister Stangassinger. – (Josef Wind, Fotos: Stangassinger)

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Es gehört wohl zu den unangenehmsten und peinlichsten Erlebnissen im Leben eines zivilisierten Zweibeiners. Gerade hat man, von innerem Rumoren gequält, eilig über eine größere Wegstrecke hinweg, die Toilette auf der Pernerinsel angesteuert. Wie schön – endlich ist die Toilettentür zu sehen. Endlich haben die inneren Qualen ein Ende! Doch dann ein völlig unerwartetes Schockerlebnis. An der Toilettentür informiert ein Schild, (siehe Foto oben), dass die Toilette, völlig unerwartet, geschlossen ist! Jawohl geschlossen! Ortskundige Einheimische beißen die Zähne zusammen und hecheln mit zusammengepresstem Was-auch-immer über den Salinensteg und weiter zur Toilettenanlage neben dem Seniorenheim. Dort sollte möglich sein, was einem auf der Pernerinsel verwehrt wurde. Wenn man Glück hat. Denn es kam tatsächlich schon vor, dass in Hallein zwei öffentliche Toilettenanlagen gleichzeitig (!) geschlossen waren. Deshalb wäre es auch hilfreich, wenn auf dem Schreckens-Schild ein Hinweis auf die nächstgelegene, geöffnete Toilettenanlage angebracht wäre. – (Odo Stierschneider, Foto. OST).

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Bürgermeister kommen, Bürgermeister gehen – nur der Amtsdirektor bleibt bestehen. Dieser Tatbestand gilt nicht mehr für die Stadt Hallein. Denn das für jahrelange Beobachter längst gewohnte Führungs-Duo bei den Sitzungen der Stadtgemeindevertretung Hallein – Bürgermeister Stangassinger und Stadtamtsdirektor Angerer – gibt es nicht mehr. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 27. Mai 2021, war der, mittlerweile dienstfrei gestellte Amtsdirektor Erich Angerer, nicht mehr anwesend. Ein neuer, auch nach außen hin erkennbarer Markstein im zerrütteten Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Persönlichkeiten.

Erich Angerer begann vor 39 Jahren, also 1982, mit seiner Tätigkeit im Dienst der Stadtgemeinde Hallein noch unter Bürgermeister Rudolf Müller. Nachdem er im Rathaus seine Lehre absolviert hatte, war er von 1985 bis 1991 als Buchhalter in der Finanzverwaltung tätig. Anschließend war Erich Angerer bis 2002 Leiter der Stadtbuchhaltung und stellvertretender Abteilungsleiter der Finanzverwaltung des Rathauses. In den Jahren 2003 und 2004 war er als Referent in der Rechtsabteilung tätig und fungierte anschließend bis 2009 als Abteilungsleiter der Rechtsabteilung.           

Erich Angerer hatte während seiner Laufbahn, nach Rudolf Müller, mit den Bürgermeistern Franz Kurz, Franz Zambelli, Ernst Scheichl, Christian Stöckl und Gerhard Anzengruber eng zusammengearbeitet, ohne dass persönliche Konflikte zwischen dem jeweiligen Bürgermeister und ihm publik geworden wären. Als Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, Erich Angerer das Dekret zu dessen Ernennung zum Hofrat überreichte, fand er freundliche Worte für den Geehrten: ,,Ich habe Stadtamts-Direktor Erich Angerer während meiner Tätigkeit als Stadtrat und anschließend als Bürgermeister der Stadt Hallein, sehr gut kennen und schätzen gelernt. Zahlreiche Großprojekte in der Stadt Hallein hat Stadtamtsdirektor Erich Angerer stets mit viel Engagement und großer Leidenschaft begleitet.‘‘

Unter Bürgermeister Alexander Stangassinger änderte sich das Verhältnis zwischen Bürgermeister und Stadtamtsdirektor jedoch deutlich. Stangassinger legte Erich Angerer nahe, die Positionen als Konsulent der Parkgaragen-Gesellschaft und als Geschäftsführer der Zinkenlifte, zurückzulegen. Der Bürgermeister begründete dies damit, dass der Amtsdirektor ein viel zu breit angelegtes Aufgabenfeld bearbeite, so dass die Effizienz der Abläufe darunter gelitten habe. Der Amtsdirektor solle entlastet werden, um mehr Zeit für seine Kernaufgaben zu haben. Es folgten weitere Reduzierungen des Aufgaben-Bereiches von Amtsdirektor Erich Angerer. Das zu­nehmend angespannte persönliche Verhältnis zwischen Bürgermeister und Amtsdirektor erreichte schließlich vor wenigen Wochen einen neuen Höhepunkt, als Erich Angerer in der zweiten Maiwoche vom Bürgermeister dienstfrei gestellt wurde. Der kolportierte Grund: Vertrauensverlust.

Eine Kündigung des Amtsdirektor Erich Angerer ist nicht möglich, da er pragmati­sierter Gemeinde-Beamter ist. Seine Abberufung wäre nur durch die Gemeindevertretung möglich. Um diese zu verhindern, soll der Stadtamtsdirektor nun von sich aus angeboten haben, in die zweite Reihe zurückzutreten. Der Amtsleiter soll einen Antrag auf Verwendungs-Änderung gestellt haben, dem die Gemeindevertreter am Donnerstagabend, in der vertraulichen, nicht öffentlichen Sitzung am 27. Mai, zustimmten. In der Stabsstelle Bürgermeister ist eine Planstelle für Organisations-Ent­wicklung frei. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine finanzielle Aufwertung des Postens, damit Erich Angerer keine finanzielle Schlechterstellung droht. Die Gemeindeaufsicht müsste dieser Aufwertung zustimmen. Offiziell wollte Bürgermeister Stangassinger die Sache nicht kommentieren, da es sich um eine Personal-Angelegenheit handelt.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Blick in den Sitzungssaal, die Gemeindevertretung war nach Aufhebung der strengen Corona-Beschränkungen, in den angestammten Sitzungssaal am Schöndorfer-Platz zurückgekehrt. FOTO 2: An der Stirnseite des Sitzungssaals links im Bild mit Maske Bürgermeister Stangassinger. Neben ihm fehlt Amtsdirektor Erich Angerer. FOTO 3: Amtsdirektor Erich Angerer. FOTO 4: Auch der äußerst seltene Gast ORF hatte schweres Kamera-Geschütz in Stellung gebracht, in der vergeblichen Hoffnung, eine Konfrontation zwischen dem Bürgermeister und dem Amtsdirektor festhalten zu können. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die gesamte historische Salzburger Altstadt mitsamt ihrer mächtigen Festung Hohensalzburg baden auf dem obenstehenden Foto wollüstig in Salz aus Hall­ein, denn, so die ,,Salzburger Nachrichten‘‘: ,,Salzburg ist aus (Halleiner) Salz gebaut‘‘. Weiteres Zitat aus den ,,Salzburger Nachrichten‘‘ vom Freitag, 28. Mai 2021, Seite 7: Das ,,weiße Gold‘‘ (aus Hallein), das einst Stadt, Land und den Fürsterzbischöfen zu Reichtum verholfen hat, überzieht ein neues Stadtmodell, überzogen mit weißer Farbe und winzigen Glassplittern (die wie kleinste Salzkristalle glänzen), das aus digitalen Luftaufnahmen und aus 3D-Druck entstanden ist. (Zitatende, die in Klammern geführten Ergänzungen fügte der SALZSCHREIBER hinzu). Es war eine über Jahrhunderte währende Provokat­ion gegenüber Hallein, wie die Fürst-Erzbischöfe ihre Residenzstadt Salzburg mit ihrer enormen Festung mit aller Pracht ausstatteten. Denn in Hallein, wo in den Salinen die vom Salzbergwerk herabgeleitete Sole zu Salz verdampft wurde, nahmen die kirchlichen Landesherren jahrhundertelang keinen einzigen Ziegel in die Hand, um auch wenigstens ein einziges schönes Bauwerk zu errichten. Entsprechend schockiert zeigten sich historische Reisende, die sich nach Hallein verirrt hatten. Die Rauchsäulen aus den Salinen verfinsterten die schmutzige Stadt, abgemagerte Frauen und Kinder bettelten aggressiv. Franz Schubert berichtete seinem Bruder in einem Brief über Hallein: ,,Wir gelangten in die äußerst schmutzige und grausliche Stadt Hallein. Die Einwohner sehen alle aus wie Gespenster, blaß, hohläugig und mager zum Anzünden. Es ist, als ob man vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, mit dem Namen Hallein fiele.‘‘

Die auch weltlich regierenden Fürsterzbischöfe hatten per Erlass – so einfach ging das damals – das Salzbergwerk und damit den Gewinn aus dem Salzverkauf, 
an sich gezogen. Sie bezahlten den im Salzbergwerk Schuftenden nur dürftige Schandlöhne, kassierten über Jahrhunderte hinweg erhebliche Summen aus dem Salzverkauf und statteten ihre Stadt Salzburg auf fürstliche Weise aus. So trägt             Salzburg heute berechtigter Weis den Ehrentitel ,,Kulturerbe der Menschheit‘‘. In der Salzstadt Hallein, die ihnen hätte besonders am Herzen liegen müssen, oder im übrigen Land – im Gegensatz zur SN-Darlegung siehe oben – wurde in die Lebensqualität praktisch nichts investiert. Die Fürsterzbischöfe finanzierten mit ihrem Reichtum in erster Linie die Stadt Salzburg mit ihrer riesigen Festung.

Ein letztes historisches Erinnerungsobjekt an die einstige, für die Stadt Salzburg so bedeutende und unverzichtbare Salzproduktion in Hallein, stellt die historische Salzsiedepfanne in der Alten Saline auf der Halleiner Pernerinsel dar. Sie bildet den Mittelpunkt eines, auch von der Stadt Salzburg mitfinanzierten Salzmuseums, welches auf beeindruckende Weise das historische Salzwesen in Hallein nachbildet. Der letz­te Satz stellt allerdings eine faustdicke Lüge dar. Denn: die letzte noch erhaltene Salzsiedepfanne verkommt mittlerweile in einem einsturzgefährdeten (!) Gebäudesegment der Alten Saline. Um die große Katastrophe zu verhindern, wurden das Erdgeschoß und der erste Stock des Gebäudes mit der Salzsiedepfanne, durch einen Wald von Holzpfosten-Stützen abgesichert. Ein peinlicher, beschämender, jämmerlicher und deprimierender Zustand, rund um das letzte historische Symbol für die Jahrhunderte währende architektonische Aufrüstung der Landeshauptstadt durch das Salz aus Hallein.

Die Stadt Salzburg trat mittlerweile an die Stadt Hallein heran, um gemeinsam ein Konzept rund um die letzte noch bestehende historische Salzsiedepfanne, dem letzt­en historischen Symbolobjekt für die Jahrhunderte währende Aufrüstung der Landeshauptstadt durch das Halleiner Salz, zu entwickeln. Die Stimmung während der diesbezüglichen Gespräche wird von beiden Seiten als ausgezeichnet und erfolgsorientiert bezeichnet. Die museale Ausstattung rund um und in der einstigen Sudpfanne soll künftig höchsten Ansprüchen genügen – es entsteht eine, auch nach strengen internationalen Maßstäben gerechnet, anspruchsvolle und sensationelle Salzproduktions-Erlebniswelt nach historischem Vorbild. Doch zuvor muss die bauliche Sanierung des einsturzgefährdeten Gebäudes erfolgen. Angesichts des acht Jahrhunderte währenden Salzraubzuges der Salzburger Erzbischöfe in Hallein, hat sich die Stadt Salzburg bereit erklärt, die dafür erforderlichen Kosten in voller Höhe zu übernehmen. Das Verhältnis zwischen Salzburg und Hallein beginnt sich off­ensichtlich zu normalisieren. Wenn – ja wenn nur ein einziges Wort an dieser erfreulichen Meldung auch wirklich wahr wäre!
 

Die Stadt Salzburg präsentiert sich – national und international – zu Recht nach wie vor als sehens- und besuchenswerte Attraktion. Doch man vernimmt von dort kein Wort von den insgesamt acht Jahrhunderte währenden Salz-Raubzügen in Hallein, aus deren Erlösen die Stadt Hallein keinen Heller oder Pfennig erhielt während die Stadt Salzburg damit zur internationalen Attraktion hochgerüstet wurde. Vielleicht steht einst an der Spitze der Stadt Salzburg ein Bürgermeister, der nicht, so wie seine Amtskollegen zuvor, die Stadt Hallein wie die Pest meidet, der nicht, so wie seine Amtskollegen zuvor, so auftritt, als wäre die Stadt Hallein nicht vorhanden, der nicht, so wie seine Amtskollegen zuvor, mit dem Thema Hallein nichts zu tun haben will. Vielleicht ist der gegenwärtige Bürgermeister der Stadt Salzburg sogar bereit, von sich aus Kontakt mit seinem Halleiner Amtskollegen aufzunehmen, um die wichtigsten Themen freundschaftlich zu erörtern und (endlich) einer gemeinsamen und konstruktiven, beide Seiten zufriedenstellenden Lösung zuzuführen. – (Odo Stierschneider. Foto: Wolfgang Lienbacher).

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Der SALZSCHREIBER berichtete im Ressort AKTUELLES (einfach ein Stück hinunterscrollen) über das von Notar Dr. Claus Spruzina und Start-up-Spezialist Andreas Spechtler geplante Vorhaben ,,Culture Tech‘‘ auf der Halleiner Pernerinsel, welches von den Genannten auch der Halleiner Gemeindevertretung präsentiert wurde. Daraufhin wurde bekannt und im SALZSCHREIBER kritisiert, dass der Halleiner Bürgermeister, völlig unerwartet, dazu eine Bürgerbeteiligung und die erst im Jahr 2020 plant. Nun erschien am Donnerstag, 22. Mai, in den ,,Salzburger Nachrichten‘‘ ein Leserbrief der allseits bekannten Persönlichkeit Prof. Dipl.-Ing. Roman Anlanger aus Adnet, der sich ebenfalls kritisch mit der erst im nächsten Jahr geplanten Bürgerbefragung befasst und diese Hinauszögerung als große Gefahr für das wichtige ,,Culture Tech‘‘-Vorhaben sieht. Wir zitieren:

In einer früheren Ausgabe des SN-Lokalteils berichten die SN von einem Projekt ,,Culture Tech‘‘, das für Hallein einen Wandel von der Industriestadt zur Technologiestadt mit sich bringen sollte. Dieses Projekt würde laut Ausführung im SN-Lokalteil vom 22. Mai 2021, 1.000 Studenten und 1.000 hochwertige Arbeitsplätze nach Hallein bringen.

Es ist für mich völlig unverständlich, dass man dieses Projekt nicht sofort zumindest andiskutiert, sondern dass eine Bürgerbeteiligung im Frühjahr 2022 darüber entscheiden soll. Meines Erachtens wäre das Projekt eine einmalige Chance, tolles Leben mit jungen Menschen und neuen kreativen Betrieben in das vergraute Hallein zu bringen. Das genannte Projekt wäre eine enorme Bereicherung für die Wirtschaft von Hallein, die dahinsiechende Altstadt und das kulturelle Leben.

Ich denke in diesem Zusammenhang an Graz und an Leoben, die man auch als Studentenstädte bezeichnen kann. Sowohl aus Graz als auch aus Leoben wären die Studenten nicht wegzudenken. So nebenbei, es gibt in diesen Stadten auch tolle Studentenlokale, Kneipen, die es vielleicht in Hallein auch geben würde, wenn, ja wenn man bereit und offen für Nues wäre und zumindest bereit wäre, über das Angebot nachzudenken.

Die Bürgerbefragung soll im Frühjahr 2022 stattfinden. Bis dahin ist es fast ein Jahr. Dies ist ein langer Zeitraum in unserer schnelllebigen Zeit. Ich kann die Träger der Initiative ,,Culture Tech‘‘ verstehen, dass sie nicht si lange warten wollen, um dieses Projekt zu diskutieren, um es dann irgendwann starten zu können. Man muss aber verstehen, dass man derzeit in Hallein keine Zeit für neue Ideen wie ,,Culture Tech‘‘ hat, denn man hat über Nudistenverbote an der Königsseeache  und über Biber-Verkehrsschilder  zu befinden.

So wie ich die Situation derzeit, leider, sehe, wird dem Projekt von Notar Claus Spruzina und dem Start-up-Experten Andreas Spechtler dasselbe Schicksal beschieden sein wie dem Guggenheim Museum, das, von Salzburg verweigert, zu einem Besuchermagnaten in Bilbao geworden ist.

                                                                         Prof. Dipl.-Ing. Roman Anlanger, Adnet

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Mit 7 großen, teils verrotteten Hallen und Gebäuden total verbaut, (siehe dazu die Luftaufnahme auf dem 1. Foto oben) wird nun, ein gigantischer Schandfleck mitten in Hallein, neben der Wirtschaftskammer, endlich beseitigt. Und es soll hier erfreulicher Weise neues Leben einkehren. Die Firma Salzburg Wohnbau und die Baufirma Russegger in Abtenau erwarben das gesamte Areal um 8 Millionen Euro und werden hier, nach Ende der umfangreichen Abrissarbeiten, 150 Wohnungen errichten. Besonders erfreulich und wichtig: Die erschreckend dichte Verbauung wird es hier künftig nicht mehr geben. Nach Abriss der bestehenden 7 Industriehallen und Gebäude, sollen etwa 30 Prozent des Areals in Grünanlagen für die Bewohner der 150 Wohnungen und für die Anrainer umgewandelt werden. Nicht umsonst trägt dieses anspruchsvolle Vorhaben den schönen Namen ,,Grüne Mitte Hallein‘‘.

 

Die Abbrucharbeiten sind bereits voll im Gange, wie unsere 11 Fotos oben es eindrucksvoll dokumentieren. Das Gesamtvolumen dieser Objekte beträgt rund 50.000 Kubikmeter. Die anfallenden etwa 700 Tonnen Ziegel, 300 Tonnen Holz und 3.000 Kubikmeter Altbeton, Stahl und Glas, werden soweit dies möglich ist, an Ort und Stelle wiederverwertet. So türmen sich nun gewaltige Berge an zerkleinertem Baumaterial überall auf dem Gelände in die Höhe. Dazu Roland Wernik, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau: ,,Beton soll wieder Beton werden. Unser Ziel ist die Kreislaufwirtschaft.‘‘ Nachdem alle Objekte beseitigt wurden, soll mit den Bauarbeiten für die 150 Wohnungen, die in unterschiedlichen Größen errichtet werden, im Jahr 2022 begonnen werden. Bereits ein Jahr später, im Jahr 2023, werden die ersten Wohnungen zu beziehen sein. Insgesamt eine massive Aufwertung dieses Areals, das seit Jahren unzugänglich war und unkontrolliert immer mehr verrottete.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Die Szenerie der großen Baustelle hat sich seit dem letzten Bericht des SALZSCHREIBER zum Thema ,,Grüne Mitte Hallein‘‘ ganz entscheidend verändert. Die Abrissarbeiten gehen zügig voran. Ältere Semester unter den SALZSCHREIBER-Leserinnen und Lesern werden beim Anblick unserer Fotos an die dramatischen Szenen nach den Bomben-Angriffen im 2. Weltkrieg erinnert. Abrißarbeiten in diesem Umfang hat es in Hallein bisher noch nicht gegeben. Ein Kompliment noch an alle, die mit den Abrissarbeiten beschäftigt sind: Zwischen dem aufgetürmten, teilweise bereits getrenntem Abrissmaterial, herrscht überall gut erkennbar Sauberkeit und Ordnung. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Für die Stadtgemeinde Hallein gilt es als Pflicht-Aufgabe, den Bewohnern der Stadt, ausreichend Testangebote für die aktuellen Covid-19-Lockerungen anzubieten. Deshalb veranlasste Bürgermeister Alexander Stangassinger (Foto oben), dass seit 17. Mai 2021 täglich (außer Sonn- und Feiertag) zwei zusätzliche Teststraßen in der Salzberghalle und in Rif angeboten werden – zusätzlich zu der bestehenden und etablierten Rot-Kreuz-Teststraße im Ziegelstadl. Nach einer ersten Auswertung ist die Nachfrage nach Corona-Selbsttests in den Teststraßen gesunken, sodass ab Montag, 31. Mai 2021, in der Stadt Hallein folgende Regelungen gelten: +++ Lediglich die Teststraße in Rif bleibt wie gewohnt geöffnet (Montag-Freitag 9-19 Uhr; Samstag 9-17 Uhr). +++ Die Teststraße in der Salzberghalle wird künftig nur mehr am Freitag von 9-19 Uhr und Samstag von 9-17 Uhr geöffnet. +++ Die vom Roten Kreuz betriebene Teststraße im Ziegelstadl wird weiterhin zu den gewohnten Zeiten betrieben (Montag, Mittwoch, Freitag von 7 bis 18 Uhr; Dienstag, Donnerstag von 9 bis 19 Uhr; Samstag von 9 bis 17 Uhr). +++ An Sonn- und Feiertagen sind die Teststraßen geschlossen.

 

STADTGEMEINDE STELLTE AUSREICHENDE
TESTKAPAZITÄTEN ZUR VERFÜGUNG

Die Anmeldung zu den assistierten Selbsttests, die für 48-Stunden gültig sind, läuft über die Gesundheitshotline 1450 oder über www.salzburg-testet.at. Für die Wohnzimmertests steht die App „Selbsttest RK Salzburg“ sowohl im Apple-Store für iPhones wie auch im Google Playstore für Android-Smartphones zum Download bereit. Bürgermeister Alexander Stangassinger betont: „Die Bevölkerung war zu Recht hinsichtlich der Frage verunsichert, ob tatsächlich ausreichend Testmöglichkeiten – etwa für Kulturveranstaltungen oder den Besuch der Gastronomie – zur Verfügung stehen würden. Vor allem die Akzeptanz der Wohnzimmertests per Smartphone-App hat zu lange gedauert. Darum war es mir wichtig, dass wir von Seiten der Gemeinde die Testkapazitäten so zur Verfügung stellen, dass jede und jeder rechtzeitig testen kann, um auf einen Kaffee, auf ein kühles Bier oder endlich mit der Familie oder Freunden essen gehen zu können.“

WOHNZIMMERTESTS IN RIF UND IM ZIEGELSTADL,
ZUSÄTZLICH AM WOCHENENDE IN DER SALZBERGHALLE

Seit Einführung der akzeptierten Wohnzimmertests ist die Nachfrage nach Tests gesunken, wodurch eine Weiterführung wie bisher nicht mehr notwendig ist. Darum werden Wohnzimmertests vorerst auf Rif und den Ziegelstadl reduziert, sowie das Angebot in der Salzberghalle auf das Wochenende hin optimiert. Bürgermeister Stangassinger unterstreicht: „Rif ist mir hier besonders wichtig, dort ist auch die Nachfrage nach wie vor höher. Und Rif ist eben etwas dezentralisiert, so dass ich das Angebot vor Ort vorerst beibehalten möchte, um längere Wege zu den Teststraßen zu vermeiden. Der Ziegelstadl reicht aus meiner Sicht für das restliche Stadtgebiet aus. Und die Salzberghalle ist ohnehin am Freitag und Samstag geöffnet, damit zu den wichtigsten Testzeiten, für das Wochenende, die Menschen noch mehr Test-Möglichkeiten im Zentrum haben.“ Die neuen Zeiten gelten vorerst für 14 Tage von Montag, 31. Mai 2021 bis 13. Juni 2021. „Auch diesmal wird nach einer Woche neu bewertet und gegebenenfalls das Angebot der Nachfrage entsprechend abgeändert“, so der Bürgermeister.

 

300 FREIWILLIGE BEWERBER
FÜR DIE TESTSTRASSEN IN HALLEIN

Die Teststraßen der Stadt Hallein werden von zahlreichen Freiwilligen betreut. Über 300 Bewerberinnen und Bewerber meldeten sich bei der Stadtgemeinde Hallein für diese freiwillige Tätigkeit. Für die Helferinnen und Helfer hat Bürgermeister Alexander Stangassinger großes Lob übrig: „Ich muss mich herzlich bei allen, die sich gemeldet haben, für ihren Einsatz bedanken. Mir war es wichtig, eine entsprechend gute Leistung für die Halleiner Bevölkerung anzubieten. Das geht nur, wenn man die Helferinnen und Helfer auch entsprechend entlohnt. Ich ersuche noch um Verständnis, dass meine Kolleginnen und Kollegen im Rathaus nicht jeder negativen Bewerbung eine persönliche Absage erteilen können, dafür fehlen uns die zeitlichen Ressourcen. Aber jede und jeder, der für die freiwillige Tätigkeit in Betracht gezogen wird, erhält rechtzeitig über die Einsatzzeiten Bescheid.“ – (Presse-Aussendung mit Foto: Stadtgemeinde Hallein).

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Hallein, die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes, sicherte sich jetzt, aufgrund einer Initiative von Bürgermeister Alexander Stangassinger, vorausblickend gegen einen durchaus möglichen, großflächigen Stromausfall ab und ließ bei einem Tankstellen-Betreiber tausende Liter Gasöl reservieren. Bei einem Blackout könnte die Infrastruktur der Stadt Hallein damit bis zu zwei Wochen aufrechterhalten werden. Mindestens 68.000 Liter Gasöl hat sich deshalb die Stadt Hallein bei einem Tankstellen-Betreiber gesichert. Das entspricht ungefähr drei großen Tankfahrzeugen. Gasöl kann erfreulicher Weise sowohl als Diesel als auch als Heizöl verwendet werden. Im Fall eines Blackouts kann in Hallein damit die kritische kommunale Infrastruktur für ein bis zwei Wochen aufrechterhalten werden, betont der Bürgermeister Alexander Stangassinger und ergänzt: „Darunter fallen zum Beispiel Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, der Stadtpolizei sowie Botenfahrzeuge. Wir können damit aber auch Notstrom-Aggregate betreiben sowie die Pumpen der Wasserversorgung.“ Außerdem will die Stadt Hallein Selbsthilfezentren einrichten, wo sich Bürgerinnen und Bürger bei einem Blackout informieren können. Der Vertrag zwischen der Stadtgemeinde Hallein und dem Tankstellen-Betreiber ist bereits unter­schrieben, ab 1. Juli 2021 tritt die Abmachung in Kraft. Die etwa 4 Wochen bis dahin, wird Hallein hoffentlich ohne Blackout überstehen. Auf unserem obenstehenden Foto ein Strommast, der vom Sturm übel zugerichtet wurde. Ein Glücksfall, wenn dann eine Gasöl-Reserve zur Verfügung steht… – (Odo Stierschneider. Foto: HZ-Archiv)

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Es war ja schon ungewöhnlich, dass Bürgermeister Alexander Stangassinger nicht sofort selbst die Entscheidung für das die Stadt Hallein und speziell die Pernerinsel aufwertende Vorhaben ,,Culture Tech auf der Pernerinsel‘‘ traf, sondern dass die Projekt-Betreiber Claus Spruzina und Andreas Spechtler ihr Vorhaben im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung präsentierten. Sie taten dies auf beeindruckende Weise. Umso verblüffender, dass der Bürgermeister nun eine, das Projekt ,,Culture Tech‘‘ deutlich verzögernde Bürgerbefragung, erst im Frühjahr des nächsten Jahres (!) 2022 plant! Offensichtlich aufwendig, zeitraubend und teuer. Denn eine professionell durchgeführte Bürgerbeteiligung erfordere einen fünfstelligen Eurobetrag (also irgendwo zwischen 10.000 und 99.999 Euro), dies sei natürlich im laufenden Jahresbudget der Stadt nicht einkalkuliert. Der Bürgermeister dazu unheilverkündend: Es müsse für die Bürgerbeteiligung überhaupt erst ein passendes Institut oder eine geeignete Agentur gefunden werden. Zusätzlich müssten zahlreiche Informations-Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Die Bürgerbeteiligung führe auch noch dazu, dass das Projekt von Claus Spruzina und Andreas Spechtler bis auf weiteres nicht (!) weiterverfolgt werde! Ein reichlich seltsamer Umgang mit einem Vorhaben, das für Hallein eine unglaubliche Chance bedeutet hätte. So müssen alle Freunde der Stadt Hallein sich wohl damit abfinden, dass auf ein Investitions-Volumen von 150 Millionen Euro verzichtet (!) wird, dass Hallein keine Universitätsstadt wird und keine 1.000 hochwertigen Arbeitsplätze bekommt! Die mit aller Gewalt hochgehaltene Bürgerbeteiligung (bei wie vielen Projekten in Hallein gab es eigentlich bisher eine Bürgerbefragung?) kostet Hallein somit nicht einen fünfstelligen, sondern einen wesentlich höherstelligen Betrag. Die hier vielzitierte Bürgerbeteiligung ist nichts anderes als eine Bürgerbefragung. Also kurz, korrekt und objektiv das Vorhaben von Andreas Spechtler und Claus Spruzina darlegen, den Text mit Möglichkeit einer Ja/Nein-Beurteilung auf 22.000 Papierbögen drucken und an alle Halleiner Haushalte senden. Nach Ablauf der festgesetzten Antwortfrist wird das Ergebnis festgestellt, und Claus Spruzina und Andreas Spechtler könnten endlich ihr fantastisches Projekt starten. – (Odo Stierschneider. Bild: Airisterio-Photo).

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Am Südost-Ende der Kleizergasse, dort wo sie aus Richtung Stadtkino in die nordwestliche Ecke des Bayrhamerplatzes mündet, wurden Rückseite an Rückseite, zwei Hinweistafeln montiert, die einige Rätsel aufgeben. Betritt man aus Richtung Stadtkino die kurze enge Gasse, so gibt es vorerst keine Hinweistafel. Erst an ihrem anderen Ende (!!) vor dem Bayrhamerplatz, anstatt an ihrem Beginn (!!) – also ein grandioser Schildbürgerstreich – erblickt man nun die Hinweistafel, die es Fußgängern (!!), Radfahrern und Pkw-Lenkern erlaubt, exakt mit 20 Stundenkilometern die Gasse Richtung Bayrhamerplatz zu benützen. Alle anderen Fahrzeuge, die nicht auf der Tafel aufscheinen, haben offenbar freie Fahrt. Das gilt also für Mopeds und Motorräder, für Lastkraftwagen, Autobusse, Schubraupen, Kran-Transportfahrzeuge und Kampfpanzer des Bundesheeres.

 

Will man jedoch die Kleizergasse vom Bayrhamerplatz aus in Richtung Stadtkino betreten oder befahren, gibt es erhebliche Probleme. Denn die zweite Hinweistafel, besser Verbotstafel, an der Rückseite der ersten Tafel montiert, verbietet alles das, was auf der ersten Hinweistafel erlaubt wird. Die zweite Tafel ist genauso wie die erste Hinweistafel gestaltet, nur eben mit einem roten Balken versehen, der von rechts oben nach links unten alles auf der Tafel durchstreicht, also außer Kraft setzt, also verbietet. Daher: Ab sofort ist das Betreten (!!!) der Kleizergasse vom Bayrhamerplatz aus in Richtung Stadtkino, für Fußgänger verboten!!! (Das füllt die Kasse der Stadtpolizei!) Auch Radfahrer dürfen die Kleizergasse in Richtung Stadtkino nicht mehr benützen!!! (Auch das füllt die Kasse der Stadtpolizei!) Aber Mopeds und Motorräder, da sie auf der Tafel nicht aufscheinen, haben offenbar freie Fahrt. Das Gleiche gilt für Lastkraftwagen, Autobusse, Schubraupen, Kran-Transportfahrzeuge und Kampfpanzer des Bundesheeres. Dafür sind die zahlreichen Pkw-Fahrer, die sich bisher vom Bayrhamerplatz Richtung Stadtkino durch die enge kurze Gasse in endlosen Kolonnen drängten, nun ausgesperrt. Eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern ist in Richtung Stadtkino nicht mehr gestattet. Korrekter Weise sind daher Geschwindigkeiten in der Kleizergasse Richtung Stadtkino nur noch von 1 bis 19 und von 21 bis 50 Stundenkilometern zulässig…

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Diese Hinweistafel gehört nicht nur im Abstand von 11,5 Zentimetern entfernt an der Rückseite ihrer Schwesterntafel montiert, sie gehört vielmehr am Beginn der Kleizergasse aus Richtung Stadtkino angebracht. FOTO 2: Die beiden Verkehrstafeln von der Seite fotografiert. Anstatt an den beiden Enden der Kleizergasse, wurden die beiden Hinweistafeln nur im Abstand von 11,5 Zentimetern angebracht. FOTO 3: Die Verbotstafel am Beginn der Kleizergasse, aus Richtung Bayrhamerplatz gesehen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Eine großartige und dankenswerte soziale Initiative, entfaltete das Team des an der Gemeindegrenze Hallein-Oberalm gelegenen BILLA PLUS Einkaufsmarktes, unter dem Titel ,,Tennengauer für Tennengauer‘‘. In der Konditorei des Einkaufs­marktes, wurden während der vergangenen Wochen immer wieder fleißig Mini-Guglhupfe gebacken, die um jeweils 2 Euro verkauft wurden. Der Erlös wanderte zur Gänze in eine Spendenbox zugunsten der Hospiz-Bewegung Tennengau. Nachdem die BILLA-PLUS-Mitarbeiterinnen sehr fleißig waren und die Kunden immer wieder den Mini-Guglhupf kauften, kam schließlich ein respektabler Betrag zusammen. Am Donnerstag, 20. Mai 2021, war es soweit. An Frau Birgitt Rettenbacher, Leiterin der Hospiz-Bewegung Tennengau, konnten respektable 1.318 Euro übergeben werden! Die obenstehenden Foto zeigen die Spenden-Übergabe vor dem BILLA PLUS Einkaufs­zentrum. Auf dem 1. FOTO von links: Konditor Thomas Padinger-Staudinger, Bereichsleiterin Backshop Gedl Yvonne, Marktmanager Gregor Welser, Vertriebsmanager Peter Lederer und schließlich die Leiterin der wichtigen Hospiz-Bewegung Tennengau, Birgit Rettenbacher. 2. FOTO: Birgit Rettenbacher zeigte sich natürlich über die Spende sichtlich erfreut. Marktmanager Gregor Welser muss jedenfalls dafür gedankt werden, dass er trotz des noch immer nicht endgültig ausgestandenen Corona-Problems, diese erfreuliche und vorbildliche Initiative zugunsten der wichtigen Hospiz-Bewegung Tennengau ermöglichte. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Darauf haben wir ein g–a–a–a–nz l–a–a–a–nges, unerfreuliches Corona-Jahr sehnlichst gewartet. Von Montag, 17. Mai, 14,30 Uhr, auf Dienstag 18. Mai, 15 Uhr, wurde erstmal im Bezirk Hallein keine einzige zusätzliche Corona-Infektion registriert! 0 bzw. Null Infektionen! Ein wichtiges Signal in diese Richtung gab es bereits von Donnerstag, 13. Mai, auf Freitag, 14 Mai, mit nur 1 Corona-Infektion im Bezirk. Diese beiden wichtigen und erfreulichen Ereignisse sollten uns jedoch nicht leichtsinnig werden lassen, speziell angesichts der beginnenden Lockerungen und Erleichterungen. Denn noch immer legen Junge und Alte, Männlein ebenso wie Weiblein, immer wieder ein leichtsinniges Verhalten an den Tag. Die Jungen drängen sich in Gruppen eng beisammen auf den Gehsteigen, die Erwachsenen denken nicht daran auszuweichen, wenn sie zu zweit nebeneinander gehen und es kommt ihnen jemand entgegen. Na klar, sie haben ja noch nie etwas vom hintereinander gehen gehört. Und die Alten sind genau so stur und unverbesserlich. Abstand halten? Brauch man net! Ausweichen, wenn jemand entgegenkommt? Dös soin da ondare duan! Und gefeiert wird überall wild und eng umschlungen wie noch nie. Dennoch: Salzburg öffnet am 19. Mai voller Zuversicht, Optimismus und Vorsicht.

 

JEDER KANN DAZU BEITRAGEN, DASS WIR
IN UNSER NORMALES LEBEN ZURÜCKKEHREN


Salzburg impft, testet und öffnet. „Neben der fortschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung stimmt mich vor allem die zunehmend entspannte Infektionslage zuversichtlich. In Kombination mit dem umfangreichen und kostenlosen Test-Angebot sind wir gut gerüstet für die ersten vorsichtigen Öffnungsschritte in Gastronomie, Tourismus, Kultur, Sport und mehr“, zeigt sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer optimistisch und er fügt wohlweislich hinzu: ,,Jede und jeder kann dazu beitragen, dass wir Schritt für Schritt in unser normales Leben zurückkehren können.‘‘ Seit 19. Mai, werden viele Bereiche in Gastronomie, Tourismus, Kultur und Sport wieder geöffnet. Begleitet werden diese Schritte mit umfangreichen Sicherheits-Maßnahmen nach dem Prinzip: Zutritt hat jeder, der geimpft, getestet oder genesen ist. Gleichzeitig gelten noch immer strenge Corona-Regeln. „Ich will keine böse Überraschung ähnlich wie im Herbst erleben, daher gehen wir sehr behutsam vor. Außerdem denke ich, dass bis Ende Juni alle, die geimpft werden möchten, zumindest die erste Dosis erhalten haben‘‘, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 

DER LANDESHAUPTMANN: ,,BIN ZUVERSICHTLICH,
DASS WIR DAS SCHLIMMSTE HINTER UNS HABEN!‘‘


Salzburgs Gemeinden sowie das Rote Kreuz bieten Corona-Antigentests kostenlos und in der Nähe an. Die Öffnungszeiten und Standorte sind unter www.salzburg.gv.at/coronatests ersichtlich. Dazu betont der Landeshauptmann: ,,Das Schlimmste haben wir hinter uns. Durch die 7-Tage-Inzidenz von 53, dem jetzt gleichmäßigen Impffortschritt und dank der Mithilfe aller Salzburgerinnen und Salzburger, was die unbedingt notwendigen Hygienemaßnahmen betrifft, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir das Schlimmste in dieser Corona-Krise hinter uns haben‘‘, so der Landeshauptmann und fügt hinzu: ,,Nach der Öffnung werden zeitversetzt die Neuinfektionen wieder steigen, aber ich hoffe nicht zu stark. Dafür spricht: Die fortschreitende Impfung, die warme Jahreszeit und hoffentlich die Vernunft und die Eigenverantwortung der Bevölkerung.‘‘ Jedenfalls ging am 19. Mai eine sechsmonatige Phase der Corona-Lockdowns auch in Salzburg zu Ende, das Bundesland hat sich gut darauf vorbereitet. ,,Das umfangreiche, flächendeckende und kostenlose sowie ausgeklügelte Testangebot ist ein wichtiger Faktor. Ein zweiter ist die fortschreitende Impfung, außerdem ist weiter das intensive Contact Tracing ein effizientes Mittel, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu kommt, dass die Bevölkerung inzwischen das Abstand halten und das Tragen der FFP2-Maske in den Alltag eingebaut hat. Ich appelliere dennoch an alle, wirklich vorsichtig zu sein, bis noch mehr Menschen im Land ihre Impfung erhalten haben. Ruinieren wir nicht den Erfolg der vergangenen Wochen‘‘, unterstreicht Haslauer.

 

PRO PERSON WERDEN MONATLICH
10 TESTKITS MIT QR-CODES GRATIS AUSGEGEBEN

 

Das Testangebot jedenfalls wurde und wird diese Woche durch Rotes Kreuz und die Gemeinden massiv ausgeweitet, bis zu 750.000 beaufsichtigte Corona-Antigen-Selbsttests sind möglich. Das Rote Kreuz bestätigte am Dienstag, dass noch genügend Kapazitäten vorhanden sind, für Dienstag waren rund 10.000 Personen angemeldet, für Mittwoch rund 12.000, am Donnerstag sind es rund 6.000. Zu den fast 100 offiziellen Teststandorten in ganz Salzburg sowie dem Angebot in den Apotheken kommen im Lauf der Woche die „Wohnzimmertests“ als wichtige Ergänzung. „Die Anerkennung als Eintrittstest für 24 Stunden war mir besonders wichtig, ich denke diese Möglichkeit wird sehr schnell und intensiv angenommen“, so Haslauer. Im Lauf dieser Woche sollen die „Wohnzimmertests“ - als offizieller Nachweis für 24 Stunden gültig – als Ergänzung möglich sein. Die Hardware dafür ist auf dem Weg in die Apotheken. Die Testkits mit aufklebbaren QR-Codes werden derzeit geliefert. „Pro Person über 16 Jahre und Kalendermonat geben wir kostenlos zehn Testkits und QR-Codes aus. Auch bereits abgeholte Tests aus den Vormonaten können einfach mit zusätzlichen Codes – zehn Stück pro Person gratis erhältlich – verwendet werden. Bei der Abholung bitte die E-Card nicht vergessen“, so Kornelia Seiwald, Präsidentin der Salzburger Apothekerkammer.

 

HAUPTURSACHE FÜR SINKENDE INFEKTIONSZAHLEN
IST DIE WEITER VORANSCHREITENDE IMPFAKTION

 

Das Herzstück der Wohnzimmertests ist die eigens vom Roten Kreuz programmierte Smartphone-App: „Die Freigabe der App ‚Selbsttest RK Salzburg’ erwarten wir im Lauf der Woche. Damit ermöglichen wir eine schnelle und unkomplizierte Testung zu Hause und gleichzeitig eine Entlastung der beaufsichtigten Teststationen“, ist Landesrettungskommandant Anton Holzer überzeugt. Nur im Zusammenhang mit der App ist das Ergebnis der „Wohnzimmertests“ 24 Stunden als offizieller Nachweis gültig. Hauptverantwortlich für die sinkenden Infektionszahlen ist die weiter voranschreitende Impfaktion. Mit Stichzeit 9 Uhr wurden bis heute 247.482 Impfdosen in Salzburg verabreicht. Insgesamt 274.968 Personen haben sich für die Impfung vormerken lassen. Annähernd ein Drittel der Gesamtbevölkerung ist bald erstgeimpft. In der laufenden Woche sind mehr als 30.000 „Stiche“ geplant und für Juni sind noch mehr Dosen angekündigt. ,,Aber so lange wir nicht für jeden und jede eine Impfung geliefert bekommen, brauchen wir parallel dazu eine leicht zugängliche und kostenlose Testinfrastruktur. Diese wird voraussichtlich im Juli zurückgefahren werden können‘‘, betont Landeshauptmann Haslauer. Intensiv wird derzeit an einer umfassenden Lösung für die Tourismusbetriebe gearbeitet, es soll bald ein zusätzliches Angebot für die Gäste der Branche geben. ,,Bis dahin stehen die Standorte des Roten Kreuzes und der Gemeinden auch den Gästen zur Verfügung. Eine Übergangslösung, die über die Pfingstfeiertage sicher ausreichend ist‘‘, so der Landeshauptmann abschließend. – (Odo Stierschneider, Landes-Korrespondenz. Foto: SLK).

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Mit 12. Mai 2021 hat die Porr Bau GmbH, im Auftrag des Reinhalteverbands damit begonnen, die bestehenden Wasserleitungen im Bereich zwischen der Spar-Kreuzung und dem Kreuzungsbereich B159 / Kellnerstraße umfangreich um- oder neu zu bauen. Der Großteil der Arbeiten findet auf der Landesstraße statt, bei der keine größeren Verkehrs-Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Teilbereiche der Wasserleitungs-Arbeiten finden jedoch auch auf drei Halleiner Gemeindestraßen statt. Bereits seit 12. Mai und noch bis zum 09. Juni 2021, ist die Ausfahrt aus der Döttlstraße auf die B159 nicht möglich, weiters wird die Winklerstraße zwischen der Wüstenrotstraße und der Kreuzung Döttlstraße zur Einbahn umfunktioniert. Die Ausfahrt in diesem Zeitraum ist dann ausschließlich nur über die Kellnerstraße möglich. Der Busverkehr wird von diesen Arbeiten ebenfalls betroffen, aber Verzögerungen werden dadurch jedoch nicht erwartet. Im Anschluss daran, wird am Vogelwaidtweg weitergearbeitet, wobei hier die Verkehrsführung nahezu unbeeinträchtigt bleibt. Ab dem 12. 07. 2021 ist die Einfahrt aus der B159 in die Kellnerstraße nicht mehr möglich, ehe die Arbeiten mit 31. 07. 2021 abgeschlossen sein sollten.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die Ausfahrt aus der Döttlstraße auf die B159 ist bis voraussichtlich 9. Juni 2021 nicht möglich. FOTO 2: Zwecks besserer Lesbarkeit ist die Hinweistafel vergrößert dargestellt. – (Presse-Aussendung mit Fotos: Stadtgemeinde Hallein).

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An die 20 leerstehende Geschäftslokale bilden einen unerfreulichen Tatbestand in der Bezirkshauptstadt Hallein. Der Leerstand grassiert nicht nur in den Außenbezirken der Stadt, er hat vor allem das Halleiner Altstadtzentrum mit seinen Bestlagen erreicht. Angesichts des Corona-Horrors – der nun seit Montag, 17. Mai 2021, mit Ende der Ausfahrtssperre aus Hallein, wieder deutlich gemildert wird – war das Leerstands-Thema in letzter Zeit in Hallein kein Thema. Das hat sich aber nun im höchsten politischen Gremium des Landes Salzburg, der Landesregierung, erfreulicher Weise geändert. So befasste sich der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Lebensgrundlagen mit einem ÖVP-Antrag, betreffend eine ,,Potenzialstudie zur nachhaltigen Umnutzung von Leerstand in Orts- und Stadtkernen in den Gemeinden außerhalb der Landeshauptstadt‘‘ und nahm dazu mehrheitlich mit Stimmen von ÖVP, Grüne und NEOS, gegen jene der SPÖ und FPÖ, folgenden Antrag an: Die Landesregierung wird aufgefordert, gemeinsam mit der Salzburger Wirtschaftskammer, eine Potenzialstudie zur nachhaltigen Umnutzung von Leerständen in den Gemeinden zu erarbeiten und gegebenenfalls darauf aufbauend, in Orts- und Stadtkernen in den interessierten Gemeinden, Pilotprojekte zu starten. Wie wichtig diese Initiative für Hallein ist, demonstrieren unsere obenstehenden Fotos. Die abgebildeten Leerstände – durchwegs großzügige Geschäftsräume – sie befinden sich alle entlang der attraktiven ,,Hauptschlagader‘‘ der Stadt Hallein, die von der Thunstraße über den Bayrhamerplatz, den Unteren Markt und die Fußgängerzone bis zum Oberen Markt reicht.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Fünf unerfreuliche Beispiele an schönen, leerstehenden Geschäftsräumen in der wichtigen ,,Hauptschlagader‘‘ der Stadt Hallein, von der Thunstraße bis zum Oberen Markt. FOTO 1: Ein Beispiel aus der Thunstraße. FOTO 2: Ein Beispiel vom Bayrhamerplatz. FOTOS 3 und 4: Zwei Beispiele aus der Fußgängerzone. FOTO 5: Ein Beispiel vom Oberen Markt. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST)

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Angesichts des Verhaltens eines erheblichen Teiles der in Hallein unterwegs befindlichen Jung-, Frau-, Mann- und Alt-Zweibeiner, war die peinliche, über Hallein verhängte Ausgangs- und Ausfahrts-Sperre durchaus gerechtfertigt. Auf den viel zu engen Gehsteigen, den dringend erforderlichen Abstand zu fremden Personen halten? Bin i deppat? Zu Dritt Arm in Arm, einem Entgegenkommenden ausweichen? Mia spinnan do net! Mächtiger Fettleibiger stur in der Mitte des Gehsteiges: Wiaso miassn de grod do umanonda latschn, wo do i grod do bin?  Die erschütternde Erkenntnis: Auch nach über einem Jahr Corona-Horror sind in Hallein Zweibeinerinnen und Zweibeiner unterwegs, als ob für sie Corona eine unbekannte südländische Frucht, eine unbekannte seltsame Blume oder ein unbekannter bunter Schmetterling wäre. Umso mehr gilt der Dank allen, die als Vertreter der Politik oder des Gesundheitswesens, professionell und unbeirrt, den Kampf gegen das Virus und gegen die Unbelehrbarkeit der besserwissenden Zweibeiner aufnahmen. Ihnen und allen Vernünftigen, die sich korrekt und achtsam verhielten, ist zu danken, dass uns nun am Montag, 17. Mai, deutliche Erleichterungen ins Haus stehen.  

Jene Halleinerinnen und Halleiner, die durch stures, unbekümmertes und unverständliches Falschverhalten einen Rückgang der Cororona-Infektionen zu verhindern wussten, wurden erst durch die über Hallein verhängte Ausgangssperre entschärft. Dazu einige Zahlen. Am 15. April 2021 wurde im Bezirk Hallein die markante Grenze von 6.000 Corona-Infizierten überschritten. An diesem Tag wurden 15 Neuinfektionen registriert, dies ergab ein unerfreuliches Gesamtergebnis von 6.012 Infizierten. Damit waren bereits 10 Prozent (!) der Bewohner im Bezirk Hallein mit dem Corona-Virus infiziert! Die täglichen Infektionen bis zur nächsten markanten Infektionszahl lauteten für den Bezirk Hallein: +15, +15, +20, +18, +14, +19, +33, +29, +36, +12, +32, +18, +31, +45, +30, +18, +22, +18, +31, +45, +30, +18, +21, +31, +28, +19, +21. Daher wurde am 6. Mai im Bezirk Hallein eine weitere unerfreuliche Infektionszahl registriert. Mit einem Zuwachs von +24, wurde die Grenze von 6.500 Corona-Infizierten erreicht, exakt waren es 6.509 Infizierte. Die immer zahlreicheren Geimpften sowie die über die Halleiner Bevölkerung verhängte Ausgangssperre, blieben nicht ohne Folgen. Die Zahl der Corona-Infizierten ging nun doch zurück. Die täglichen Zahlen vom 7. bis zum 16. Mai: +17, +12, +11, +15, +13, +5, +20, +1 (!), +8, +8. Am 16. Mai lautete die Gesamtzahl der bisher im Bezirk Hallein mit Corona Infizierten 6.615. Damit wurde die 11-Prozent-Schwelle geknackt. Man wird sehen, wie sich die nun wieder ab Montag, 17. Mai, offenen Zugänge zu Geschäften und öffentlichen Einrichtungen, sowie die nun wieder stattfindenden Kultur- und Sport-Veranstaltungen, auswirken werden. Deshalb ist dringendst zu hoffen, dass bei Anwesenheit fremder Personen, die Atemschutzmasken und genügend Abstand, endlich allgemein akzeptierte Selbstverständlichkeit geworden sind. Wie heißt es doch so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt! – (Odo Stierschneider. Foto: Promedzina).

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Die aktuell gültigen Ausfahrts-Beschränkungen für die Gemeinden Hallein und Oberalm enden am Sonntag, 16. Mai, zu Mitternacht. Ausreisende Personen benötigen ab Montag keinen negativen Testbescheid mehr. „Die Testpflicht bei der Ausfahrt und die verschärften Kontrollen der Quarantäne haben in den beiden betroffenen Gemeinden gewirkt, die Zahlen sind klar rückläufig“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der sich bei den Verantwortlichen und der Bevölkerung für das Verständnis und die Kooperationsbereitschaft bedankte.

 

AUSFAHRTS-TESTPFLICHT HALLEIN-OBERALM
ENDET SONNTAG, 16. MAI UM MITTERNACHT

Die Testkapazitäten wurden während der Ausfahrts-Beschränkungen deutlich ausgebaut. ,,Wir konnten dabei auch wertvolle Erfahrungen für die nun landesweit zum Einsatz kommenden beaufsichtigten Selbsttests sammeln. Das hat hervorragend geklappt‘‘, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Allerdings: Das Erreichte wird abgesichert. „Es wird auch weiterhin intensiv kontrolliert, ob die Quarantäne-Bestimmungen eingehalten werden“, so Haslauer.

 

IN HALLEIN WURDE DIE
SIEBEN-TAGE-INZIDENZ HALBIERT

In Hallein hat die Dynamik einige Tage nach Beginn der Ausfahrts-Beschränkung stark nachgelassen und die Sieben-Tage-Inzidenz geht seither kontinuierlich zurück. Sie liegt mit Stand 14. Mai, 8.30 Uhr, bei 178 und hat sich damit seit Anfang Mai mehr als halbiert. ,,Es deuten alle Anzeichen darauf hin, dass sich die Situation in den kommenden Tagen weiter beruhigt und die Inzidenz weiter sinkt. Dies gilt auch für die Zahl der aktiven Fälle, wobei hier der Rückgang etwas später begonnen hat, aber der Trend nun deutlich nach unten zeigt‘‘, erläutert Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

 

AUCH IN OBERALM ZEIGT
DER INFEKTIONSTREND NACH UNTEN

In Oberalm ist die Zahl der Neuinfektionen zunächst deutlich schneller zurückgegangen als erwartet. Vier Tage in Folge wurde kein einziger Fall registriert, sodass die Sieben-Tage-Inzidenz bis auf 135 gefallen ist. ,,Es gab danach zwar wieder einige Neuinfektionen, aber es ist nicht davon auszugehen, dass es wieder zu einer völligen Trendumkehr kommen wird‘‘, so Statistiker Filipp und erklärt: ,,Der Ausblick für Hallein und Oberalm stützt sich auf eine Analyse und Prognose der Neuinfektionen. Neben der Entwicklung der Vergangenheit in der jeweiligen Region wird auch die landesweite Entwicklung berücksichtigt.‘‘ – Die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz: 29. April: Hallein 506, Oberalm 448 / 6. Mai Hallein: 412, Oberalm 448 / 14. Mai: Hallein: 178, Oberalm 179. – (Salzburger Landes-Korrespondenz. Foto: SLK).

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Kaum zu glauben – von den insgesamt 195 Staaten auf unserem Planeten, sind Angehörige aus 96 Staaten in der Stadt Hallein vertreten. Darunter die wichtigsten 5 Nationen: Österreich 17.537, Türkei 1.079, Bosnien-Herzegowina 1.066, Deutschland 975 und Kroatien 294. Ein Blick auf die personellen Daten der Stadt offenbart Interessantes. So hatte Hallein am letzten Tag des Jahres 2020, insgesamt 22.950 Einwohner. Diese teilten sich in 11.823 Frauen und nur in 11.127 Männer auf – es gibt in Hallein somit 127 mehr Frauen als Männer.  In den 9.673 Haushalten sind 3.287 Single-Haushalte, 2.905 Haushalte mit 2 Personen, 1.564 Haushalte mit 3 Personen und 1.276 Haushalte mit 4 Personen vorhanden. Im Jahr 2020 gab es in Hallein 82 Trauungen. Darunter waren 3 gleichgeschlechtlich, es wurden auch 4 Partnerschaften eingetragen. Unerfreulich: 156 (!) Ehen wurden geschieden. Es gab in der Landesklinik Hallein im vergangenen Jahr 896 Geburten, davon stammen 219 Neugeborene aus Hallein. Man erkennt, die Geburtenstation an der Landesklinik Hallein besitzt weitum einen erstklassigen Ruf. Übrigens: Die beliebtesten weiblichen Vornamen waren Marie und Anna. Bei den Buben dominierten Tobias und Felix. Leider hat im Jahr 2020 wieder eine ganze Reihe von Halleinerinnen und Halleinern das Erdendasein verlassen. So mussten insgesamt 141 Todesfälle betrauert werden. – (Stadtamt Hallein. Foto: OST)

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Nun hat die Bundesregierung die für 19. Mai 2021 geplanten Öffnungsschritte im Detail bekannt gegeben. Basis ist die sogenannte 3-G-Regel. Das heißt, der Zutritt zu den meisten dann geöffneten Einrichtungen ist nur für Personen erlaubt, die geimpft, genesen oder getestet sind. ,,Mit besonderer Vorsicht und gut vorbereitet werden wir die herausfordernde, lang ersehnte Öffnung positiv bewältigen. Ich freue mich sehr, dass unsere Verhandlungen mit dem Bund Früchte tragen und auch die heimischen Traditionsvereine wie die Musikkapellen jetzt wieder mehr Freiheiten erhalten“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 

Viele Bereiche des alltäglichen Lebens werden am 19. Mai 2021 wieder öffnen können. Mit Inzidenzzahlen deutlich unter 100, die auf dem erfreulichen Niveau von Anfang Oktober des Vorjahres liegen, sind die Voraussetzungen dafür derzeit gut. Begleitet wird die Öffnung von zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen. Salzburg setzt hier weiter auf die Säulen intensives Contact Tracing, Testen, Impfen und Hygienemaßnahmen wie Abstand halten und FFP2-Maske tragen. Das gemeinsame Ziel: Infektionsketten bestmöglich unterbrechen.

 

HERAUSFORDERUNG FÜR DIE BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT
,,Natürlich ist die neue Öffnungsverordnung sehr fordernd für die Bezirksverwaltungs-Behörden. Vor allem was Veranstaltungen betrifft. Das wird uns vor eine große, vor allem personelle Herausforderung stellen. Wir erwarten zahlreiche Anträge, da nicht nur klassische Veranstaltungen, sondern alle Zusammenkünfte von 11 bis 50 Personen einer Anzeigepflicht und ab 51 Personen einer Bewilligungspflicht unterliegen, werden das aber trotz allem bestmöglich für die Bevölkerung umsetzen‘‘, betont Bezirkshauptmann Hofrat Helmut Fürst und ergänzt: ,,Es gibt immer wieder Anfragen wegen der neuen Regeln für Zusammenkünfte. Derzeit herrscht ein wenig der Eindruck, dass Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern wieder ohne Einschränkungen erlaubt sind, das stimmt nicht. Die Regeln für Zusammenkünfte sind streng und im Sinne der Gesundheit aller genau einzuhalten.‘‘

 

WICHTIG: DIE REGELN AB 19. MAI 2021
Die aktuell positive Entwicklung bei den Covid-Zahlen ermöglicht eine vorsichtige Öffnung. Die Bundesregierung hat dafür ein umfassendes Sicherheitskonzept vorgelegt. Hier der detaillierte Überblick über die ab 19. Mai geltenden Regeln.

 

FÜR GEIMPFTE PERSONEN
Erstimpfung gilt ab dem 22. Tag nach dem ersten Stich für maximal drei Monate.
Ab dem zweiten Stich verlängert sich die Gültigkeit um sechs Monate.
Impfstoffe mit nur einer vorgesehenen Impfdosis gelten ab dem 22. Tag für neun Monate. Bei bereits Genesenen die auch einmal geimpft wurden, gilt die Impfung neun Monate lang.

 

FÜR GENESENE PERSONEN
Diese sind nach Ablauf der Infektion für sechs Monate von der Testpflicht befreit. Als Nachweise gelten ein Absonderungs-Bescheid oder eine ärztliche Bestätigung über eine molekularbiologisch bestätigte Infektion. Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper zählt für drei Monate.

 

GELTUNGSDAUER DER VERSCHIEDENEN TESTS
O  PCR-Tests 72 Stunden.
O  Antigen-Tests von befugten Stellen (Teststraße, Apotheke, Arzt) 48 Stunden.
O  Selbst-Tests, die in einem behördlichen Daten-Erfassungssystem erfasst werden: 24 Stunden (= Wohnzimmertests mit der „Selbsttest RK Salzburg“-App).
O  Point-of-Sale-Tests für das einmalige Betreten von bestimmten Einrichtungen

 

KEINE AUSGANGS-BESCHRÄNKUNGEN
ABER STRENGE SICHERHEITS-MASSNAHMEN

O  Zwei Meter Sicherheitsabstand gilt nahezu überall (ausgenommen an Tischen im Gasthaus oder bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen)
O  Covid-19-Präventions-Konzepte und –Beauftragte für alle neu geöffneten Bereiche
O  22.00 Uhr Sperrstunde für alle Betriebe, Veranstaltungen und Sportstätten
O  Von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr nur Zusammenkünfte von vier Personen mit maximal sechs Kindern erlaubt.
O  Tagsüber dürften sich in Innenbereichen maximal vier Personen mit sechs Kindern und im Freien höchstens zehn Personen mit 10 Kindern treffen.
O  Die bisherigen Regeln für FFP2-Masken gelten unverändert.
O  Registrierungspflicht für Gäste bei Gastronomie, Hotellerie, Veranstaltungen und Freizeitbetrieben innen und außen. (Ausnahme bei geringer Interaktion wie im Freibad).
O  3-G-Regel für fast alle Bereiche gültig. Genesen / Geimpft / oder Getestet – das gilt für ab 19. Mai als Eintrittsbedingung für alle Bereiche außer Handel und Museen. Hier die Regelungen im Überblick:

 

GASTRONOMIE
O  3-G-Regel: Zutritt nur für getestete, genesene oder geimpfte Personen.
O  Indoor pro Tisch maximal vier Personen mit höchstens sechs Kindern (Ausnahme: gemeinsamer Haushalt).
O  Outdoor maximal zehn Personen plus zehn Kinder
Abholung zu den regulären Öffnungszeiten (05.00-22.00 Uhr) möglich.
O  Für Imbissstände und zur Abholung ist kein Test erforderlich.
O  FFP2 Maske bis man am Tisch sitzt.
O  FFP2 Maske für Mitarbeiter (Mund-Nasen-Schutz, wenn getestet, geimpft oder genesen).

 

HOTELLERIE UND BEHERBERGUNG
3-G-Regel beim Betreten und Einchecken (Getestet/Genesen/Geimpft)
Für die Inanspruchnahme von Gastronomie, Wellness und Fitnesseinrichtungen ist ein aktueller 3-G-Nachweis erforderlich, Tests müssen dafür erneuert werden.

 

GESCHÄFTE
Kein 3-G-Nachweis erforderlich, pro Kunde muss eine Fläche von 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen.
Für körpernahe Dienstleistungen ist ein 3-G-Nachweis erforderlich, dafür sind pro Kunde nur zehn Quadratmeter nötig.
Sonstige Dienstleistungen (beispielsweise Beratung in der Bank) dürfen nur von so vielen Personen in Anspruch genommen werden, wie unbedingt nötig.

 

KULTUR
Für Museen gelten dieselben Regelungen wie im Handel: kein 3 G-Nachweis, 20-Quadratmeter-Regel

 

ZUSAMMENKÜNFTE
O  Unter zehn Personen sind Zusammenkünfte ohne Anzeige oder Bewilligung zulässig.
O  Ab elf Personen gilt die 3-G-Regel, zudem ist eine Anzeige an die lokale Gesundheitsbehörde erforderlich. Zusätzlich ist sowohl indoor als auch outdoor eine FFP2-Maske zu tragen. Kein Ausschank von Getränken und Speisen. Diese Regel bezieht sich auf Hochzeiten, Gartenpartys und ähnliche Veranstaltungen.

O  Ab 51 Personen sind nur Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen zulässig. Diese müssen von der lokalen Gesundheitsbehörde bewilligt werden. Die Höchstgrenzen sind 1.500 Personen indoor und 3.000 outdoor. 50 Prozent der Sitzplatzkapazität dürfen dabei belegt werden.

 

VERANSTALTUNGEN – MESSEN – KONGRESSE – KINOBESUCH
O  Mit zugewiesenen Sitzplätzen: Indoor maximal 1.500 Personen, Outdoor maximal 3.000.
O  Ohne zugewiesene Sitzplätze: Indoor und outdoor maximal 50 Personen.
O  Maximalauslastung darf 50 Prozent nicht überschreiten.
O  Mindestabstand zwei Meter oder Sitzplatz dazwischen freilassen.
O  Registrierungspflicht bei Aufenthalt länger als 15 Minuten.
O  Eintrittstests verpflichtend.
O  Verköstigung nur sitzend (daher keine Hochzeiten).
O  Anzeigepflicht ab elf Personen, Bewilligung ab 51 Personen.
O  Ferienlager bis zu 20 Personen möglich.
O  Für Messen gelten die gleichen Regeln, allerdings ohne Obergrenze bei Teilnehmern, dafür mindestens 20 Quadratmetern pro Gast.

 

FREIZEITBETRIEBE
O  3-G-Regel: Genesen/Getestet/Geimpft
O  Indoor muss pro Gast eine Fläche von 20 Quadratmetern im jeweiligen geschlossenen Raum zur Verfügung stehen.
O  Jeder Freizeitbetrieb muss ein Präventions-Konzept erstellen und einen Covid-19-Beauftragten ernennen.
O  Für Fahrgeschäfte gilt, dass zwischen Besuchern ein leerer Sitzplatz sein muss.
O  Die Registrierung von Kunden ist indoor vorgeschrieben.

 

CHÖRE, BLASMUSIKKAPELLEN, ALLE ANDEREN MUSIKGRUPPEN
O  Proben ist erlaubt.
O  3-G-Regel, Pro Person müssen 20 Quadratmeter Platz sein und der Mindestabstands von 2 Metern muss eingehalten werden.
O  Eine FFP2-Maske muss nicht getragen werden (wird aber empfohlen, wenn es die entsprechende Musikausübung erlaubt.)

 

ALTEN- UND PFLEGEHEIME
O  3-G-Regel für Besucher.
O  Mitarbeiter einmal pro Woche testen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.O  O  Die Besuchs-Regelungen werden gelockert: Es dürfen nun täglich bis zu drei Personen zu Besuch kommen.

 

SPORT
O  Bei Sportanlagen gilt die 3-G-Regel.
O  Alle Sportarten sind zulässig, auch Kontakt-Sportarten.
O  Während der Sportausübung besteht keine Masken- und Abstandspflicht.
O  Sport im öffentlichen Raum darf von insgesamt zehn Personen ausgeübt werden, Maskenpflicht und Abstand gelten nicht.
                                       (Salzburger Landes-Korrespondenz. Foto: Viren-Colorateur)

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An den ersten beiden, richtig warmen, schönen Frühsommertagen, 9. und 10. Mai 2021, konnte man sich auf Halleiner Gemeindegebiet, je nach Lust und Laune, noch für zwei Extreme entscheiden: Entweder eine Schneeballschlacht auf den letzten weißen Resten oben auf dem Zinkenhang. Oder angesichts der Lufttemperatur bis zu 30 Grad, für einen Besuch des Freibades – zumindest was die wohlig-warmen Temperaturen betraf. Tatsächlich aber war das Freibad, angesichts der Präsenz der derzeit noch überall dominierenden, winzigen Viren-Scheusale, vorsichtshalber geschlossen. Für die Stadt Hallein an diesen, herrlichen Frühsommertagen, ein herber finanzieller Verlust, denn der Andrang der verhinderten Freibadbesucher war immer wieder beachtlich. So mussten sie ins geöffnete Waldbad Anif ausweichen. Erst ab 16. Mai steht die Badewelt des Freibades wieder allen offen. Inzwischen sind die weißen Flecken auf dem Zinkenhang unaufhaltsam immer kleiner und kleiner geworden. Das könnte sich jedoch schnell wieder ändern. Denn die in der Regel schlecht gelaunten, unterkühlten Eisheiligen drängen nun ins Land.

 

Wie kommt es zu den Eisheiligen? Meteorologisch betrachtet kann das Phänomen damit erklärt werden, dass ab Anfang Mai die Temperaturen am europäischen Festland meistens bereits recht hoch sind. Der Kontinent erwärmt sich zu diesem Zeitpunkt in der Regel sehr schnell. Da sich das Meer allgemein langsamer erwärmt als der Kontinent, kommt es zu Temperatur-Differenzen zwischen Festland und Ozean: Es entstehen Tiefdruckgebiete. Die Luftmassen verschieben sich und die warmen Luftströmungen des Festlands ziehen nach Norden. Dadurch werden wiederum eiskalte Luftströmungen aus den nördlichen Polargebieten auf das Festland gedrückt. Sind die Nächte sternenklar, können die Temperaturen vielerorts sogar unter die Null-Grad-Marke sinken. Wann also ziehen die Eisheiligen ins Land und wie heißen sie? Mamertus: Dienstag, 11. Mai 2021. Pankratius: Mittwoch, 12. Mai 2021. Servatius: Donnerstag, 13. Mai 2021. Bonifatius: Freitag, 14. Mai 2021. Kalte Sophie: Samstag, 15. Mai 2021. Die Temperaturen sinken, zwischendurch gibt es auch Hagel und Sturm. Schon am 12. Mai herrschen nur noch 12 Grad, am Donnerstag, 20. Mai nur noch 10 Grad und der prognostizierte absolute Tiefpunkt wird für Freitag, 21. Mai mit nur noch 6 Grad (!) vorausgesagt. Da könnte sich sogar noch eine kleine Schnee- oder Rauhreif-Haube für den Zinken ausgehen. Brrrrrrrrrr. – (Text und Foto: Odo Stierschneider)

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Das Ehrenzeichen des Landes überreichte Landeshauptmann Wilfried Haslauer an seinen Stellvertreter Heinrich Schellhorn anlässlich dessen 60. Geburtstags. „Heinrich Schellhorn ist mittlerweile schon acht Jahre in durchwegs sehr fordernden Zeiten ein verlässlicher Partner in der Salzburger Landesregierung und hat sich in diesen Jahren große Verdienste um das Land erworben“, betonte Landeshauptmann Haslauer.

 

Seit 2018 ist Heinrich Schellhorn Landeshauptmann-Stellvertreter in der Landesregierung, von 2013 bis 2018 war er Landesrat. „Das Wichtigste für mich in den Jahren als Stadtrat der Stadtgemeinde Hallein und als Mitglied der Landesregierung war und ist die Möglichkeit, für die Menschen gestalterisch tätig zu sein. Besonders liegt es mir am Herzen, das Verbindende in der Gesellschaft zu stärken“, so der Geehrte.

 

Seine politische Laufbahn startete Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn 1992 als Gemeindevertreter der Stadt Hallein für die Aktion ,,Lebenswertes Hallein‘‘. Nach dem Wahlerfolg 1994 wurde er bis 1999 ressortführender Stadtrat der Stadtgemeinde Hallein für Raumordnung, von 1999 bis 2004 ressortführender Stadtrat für Kultur und Jugend. Seit 2005 ist er Vorstandsmitglied und seit 2018 Landessprecher der Grünen Salzburg. In der Landesregierung ist Heinrich Schellhorn für die Ressorts Soziales, Pflege, Kultur und Volkskultur, Energie, Umwelt- und Klimaschutz sowie Gewerbe-Angelegenheiten verantwortlich. – (Text und Foto: Landes-Korrespondenz).

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Um bei der Ausfahrt aus Hallein, während der Zeit der Ausfahrts-Beschränkungen, keine bösen Überraschungen zu erleben, so der Bürgermeister der Stadt Hallein Alexander Stangassinger, sei es wichtig, über seriöse Informationen zu verfügen. Hier vier Falsch-Aussagen, die immer wieder auftauchen, obwohl sie jeder Wahrheit entbehren.

 

Erstens: ,,Ich hatte in den letzten 6 Monaten Covid-19, mein Absonderungs-Bescheid gilt als Bescheinigung für die Ausreise.‘‘ Das ist völlig falsch! Für die Aufhebung der Testpflicht aufgrund einer Infektion mit Sars-Cov-2 gilt nur die ärztliche Bestätigung dieser Infektion in den vergangenen 6 Monaten. Zweitens: ,,Die betreuten Selbsttests in den Testlokalen gelten nur 24 Stunden.‘‘ Das ist völliger Blödsinn! Die Antigen-Tests des Roten Kreuzes, die aktuell im Ziegelstadl, auf der Pernerinsel, in der Salzberghalle und im Gemeindezentrum Rif angeboten werden gelten 48 Stunden. Drittens: ,,Die klassischen Wohnzimmertests gelten NICHT.‘‘ Führt das Rote Kreuz (oder eine andere, berechtigte Institution) die Testungen an Schulen oder in Betrieben durch, gelten auch diese Tests. Zur Vorlage bei der Ausfahrt gilt sowohl das Ergebnis in Papierform wie auch das digitale Ergebnis. Viertens: ,,Ich bin geimpft, ich muss mich für die Ausfahrt aus Hallein nicht testen lassen.‘‘ Das ist falsch! Eine Corona-Impfung befreit nicht von der Testpflicht. Es muss ein negativer Antigen-Test (48 Stunden) oder ein negativer PCR-Test (72 Stunden) vorgewiesen werden ODER ein entsprechender Antikörpertest (Nachweis von neutralisierenden Antikörpern durch einen sogenannten „Neutralisationstest“ – beim Hausarzt oder Labor) vorgewiesen werden.

 

Bürgermeister Stangassinger ergänzt: Liebe Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam stehen wir das durch. Am besten? Mit Testen! Die Situation angesichts der derzeit geltenden Ausfahrts-Beschränkungen, ist für mich als Bürgermeister mehr als nur schwierig. Am Schwierigsten ist es aber für all jene, die täglich davon betroffen sind. Wir haben unser Möglichstes getan, um alle auftauchenden Fragen zu beantworten. Wir haben versucht, uns so gut es geht auf diese Ausnahmesituation vorzubereiten und vor allem haben wir versucht, niemanden im Regen stehen zu lassen. Neue Teststationen, längere Öffnungszeiten der Testlokale und Sonntags-Tests haben wir gefordert und bekommen. Damit jede und jeder einen Test für die Ausfahrt bekommt. Eine Test-Garantie können wir nicht abgeben – aber ich bin überzeugt, dass wir den größten Teil des Bedarfs decken können.

 

Mein Dank gilt hier den vielen Helfern vom Roten Kreuz Salzburg. Sie kommen aus dem Pongau, aus dem Lungau von überall her, um uns in dieser Situation zu unterstützen. Die neuen Teststraßen mit begleiteten Selbsttests sind bestens organisiert – ich war in allen neuen Lokalen: Soweit funktioniert alles. Natürlich können wir nicht jede und jeden zufriedenstellen - wie denn auch, in so einer undankbaren Situation. Aber was wir tun können, haben wir gemacht. Sogar für die SchülerInnen, die nicht aus Hallein kommen, aber in eine unserer Höheren Schulen gehen, haben wir mit der Anerkennung der schulischen Selbsttests, eine Erleichterung erwirkt.

 

Und ich rufe nochmal alle Betroffenen auf: Egal, ob Sie einen Absonderungs-Bescheid haben; egal ob Sie geimpft sind; egal welche Gründe Sie suchen, um keinen Test zu machen – tun Sie sich selbst einen Gefallen und lassen Sie sich testen. Mir gefällt es auch nicht, das Test-Staberl in der Nase zu haben. Ich bin die ganzen Corona-Maßnahmen auch leid. Aber die Situation ist wie sie ist: Und diese Situation wird sich nicht ändern, wenn wir versuchen, über Umwege die Tests zu verhindern oder versuchen, auf Schleichwegen aus Hallein zu kommen. Und noch viel weniger hilft es, Schuldige zu suchen, die Nachbarn zu denunzieren oder aus Prinzip Dinge zu verweigern. Ob wir wollen oder nicht – wir müssen da durch. Und wir werden da gemeinsam durchkommen. Egal wie Corona-müde wir sind. Es gilt jetzt einfach das Motto: ,,Am besten? Testen!‘‘

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!
Ihr Bürgermeister Alexander Stangassinger

ZU UNSEREM OBEN
STEHENDEN FOTO

Nachdem nun bis 16. Mai 2021 Oberalm den gleichen Ausfahrts-Beschränkungen unterliegt wie Hallein, wurde die Polizei-Kontrollstation von der Gemeindegrenze Oberalm-Hallein vom Kreisverkehr an der Salzachtal-Bundesstraße neben dem Billa-Plus-Einkaufsmarkt, einfach zur Gemeindegrenze Oberalm-Puch, genau: auf Höhe des NORMA-Marktes verlegt. Über das Wochenende wurde allerdings nicht kontrolliert – es war am Samstag um 14.15 Uhr, als das obenstehende Foto entstand. Obwohl an der Kontroll-Station kein Polizist zu sehen war, blieben immer wieder Fahrzeuge vorsichtshalber stehen. Vielleicht ist es doch möglich, im Interesse des flüssigen Verkehrsablaufes, dass die nicht besetzte Kontroll-Station entsprechend gekennzeichnet wird. Etwa mit einer sichtbaren grünen Scheibe und darunter der sichtbare Text ,,Keine Kontrollen! Freie Fahrt!‘‘ – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Paukenschlag: Die geltenden Ausreise-Beschränkungen für die Stadt Hallein werden um eine Woche, vorerst bis zum 16. Mai, verlängert! Neu sind sie für das benachbarte Oberalm – hier gelten sie von Samstag, 8. Mai, bis vorerst Sonntag, 16. Mai! Die Ortsgebiete der beiden Gemeinden können nur mit einem negativen Test verlassen werden, die Einhaltung der Quarantäne wird auch weiterhin überwacht.

 

7-TAGES-INZIDENZ ÜBER LANDESSCHNITT
„Die Zahl der Neuinfektionen in Hallein und Oberalm ist eindeutig noch auf einem zu hohen Niveau“, erklärt Landeshauptmann Wilfried Haslauer den Grund für die Verlängerung in Hallein und die neuen Maßnahmen in Oberalm. Sie wurden am 6. Mai in Absprache mit den Gesundheitsbehörden beschlossen. „Die bisherigen lokalen Ausfahrts-Beschränkungen, wie unter anderen im Gasteinertal, oder in Straßwalchen, haben gewirkt. In Hallein und Oberalm wollen wir diesen Effekt auch erreichen und absichern“, so Landeshauptmann Haslauer, der am 6. Mai die Bürgermeister von Hallein und Oberalm über die Verlängerung und verschärften Maßnahmen informierte.

 

HOHE 7-TAGES-INZIDENZ
Auch wenn die Zahlen zuletzt leicht zurückgehen, die Sieben-Tages-Inzidenz ist in Hallein mit 412 und in Oberalm sogar mit 448 (Stand jeweils 6. Mai) überdurchschnittlich hoch. In Puch beträgt sie 233, in Kuchl 108. „Vor allem in Hinblick auf die bevorstehenden Öffnungsschritte ab 19. Mai müssen wir die Zahlen noch weiter senken“, betont Haslauer.

 

KUCHL, OBERALM, PUCH WEITER IM FOKUS
Die verpflichtenden Ausfahrtstests in Hallein und Oberalm enden aus derzeitiger Sicht am 16. Mai um Mitternacht. Weiter aufrecht bleiben die verschärften Corona-Maßnahmen in den vier Tennengauer Hochinzidenz-Gemeinden Hallein, Kuchl, Oberalm und Puch. Die Kontakt-Rückverfolgung von positiv Getesteten wird dabei auf 96 Stunden ausgedehnt, die Einhaltung von verhängten Quarantänen wird verstärkt kontrolliert und ein PCR-Test am Ende der 14-tägigen Absonderung von Infizierten ist Pflicht. Die Maßnahmen im Überblick:
Ausreise-Testpflicht Hallein weiter bis 16. Mai, 24 Uhr
Ausreise-Testpflicht Oberalm von 8. Mai, 7 Uhr bis 16. Mai, 24 Uhr
Weiter verschärfte Maßnahmen für Hallein, Kuchl, Oberalm, Puch:
Kontakt-Rückverfolgung bis 96 Stunden, Kontrollen Einhaltung Quarantäne, verpflichtender PCR-Test nach Absonderung

 

AUSNAHMEN VON DER TESTPFLICHT
O
  Durchreisende ohne Zwischenstopp
O  Güterverkehr
O  Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Covid-19-Infektion hatten und diese mittels ärztlicher Bestätigung nachweisen können.
O  Personen mit einem Nachweis von neutralisierenden Antikörpern durch einen sogenannten „Neutralisationstest“, der nicht älter als drei Monate ist. Dieser wird von spezialisierten Laboren angeboten. Die Kosten dafür sind selber zu tragen. – (Text und Grafik: Landes-Korrespondenz).

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Die Stadt Hallein schockierte gegen Ende April mit den schlechtesten (!) Corona-Zahlen in unserem Bundesland. Die Folge: Über die Bewohner der Stadt wurde eine Ausgangssperre verhängt. Denn das Corona-Virus sollte von Hallein aus nicht in andere Ortschaften verschleppt werden. Der Halleiner Autoverkehr rollt stadtauswärts am intensivsten über Oberalm Richtung Stadt Salzburg. Folgerichtig wurden an der Salztachtal-Bundesstraße, an der Gemeindegrenze zu Oberalm, auf Höhe des Einkaufmarktes BILLA PLUS, knapp vor dem dort vorhandenen Kreisverkehr, tagsüber alle seit 30. April aus Hallein ausfahrenden Fahrzeuge kontrolliert. Aber auch Radfahrer und Fußgänger wurden unter die Lupe genommen. Nur wer einen gültigen, negativen Antigen-Test vorwies, konnte die Kontrollstelle passieren.

Der wenig ruhmreiche Corona-Landesmeistertitel für Hallein (7-Tage-Inzidenz schockierende 506), stellt natürlich den Halleiner Stadtbewohnern ein beschämendes Zeugnis aus. In Hallein dürften, wie sonst in keiner anderen Gemeinde unseres Bundeslandes, Corona-Leichtsinn, Corona-Lässigkeit, Corona-Unbekümmertheit, Corona-Schlamperei, Corona-Desinteresse und Corona-Blindheit in unerfreulicher Rekordhöhe wuchern. Das reichlich peinliche Ergebnis: Die 14 Tage lange Ausgangsperre für Hallein vom 30. April bis 9. Mai 2021.

Unter den Straßen, auf denen Kraftfahrzuge die Stadtgrenze von Hallein passieren können, wird nur an der mit Abstand am dichtesten befahrenen Salzachtalbundesstraße im Grenzbereich zu Oberalm kontrolliert. Am Abend und über Nacht, wenn die Verkehrsfrequenz deutlich nachlässt, werden auch hier die Kontrollen eingestellt. Damit ist hier für alle Verkehrsteilnehmer freie Fahrt gegeben. Wer tagsüber die Polizeikontrolle, aus welchen Gründen auch immer scheut, kann diese, auf der Salzachtalbundesstraße Richtung Oberalm, nach der Almbrücke rechts in die Hammerstraße einbiegend, umfahren. Bei der Bogenmühlstraße wird nach links wieder zur Salzachtalstraße abgebogen. Ganztägig freie Fahrt von Hallein nach Oberalm ist beispielsweise über Wiespachstraße und Schloßstraße möglich, die direkt in den Kreisverkehr vor dem BILLA-PLUS-Einkaufsmarkt mündet, von wo aus – nur wenige Meter neben der Straßenkontrolle – freie Fahrt Richtung Salzburg gegeben ist. Oder man fährt über Neualm und die Kastenhofstraße zum Kreisverkehr im Ortszentrum Oberalm. Auch die Ausfahrt aus Hallein in die entgegengesetzte Richtung nach Bad Vigaun (und weiter) ist entlang der Salzachtalbundesstraße jederzeit möglich.

 

Angesichts der schockierenden Corona-Situation in der Bezirkshauptstadt Hallein, sind einige dringende Fragen aktuell: Wieso wird in den Schulen offensichtlich zu wenig auf die wichtige Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen? Anders ist das krasse Fehlverhalten zahlreicher Jugendlicher auf den Plätzen, Wegen und Straßen der Stadt Hallein nicht zu erklären. Außerdem: Wieso kontrolliert nicht die Stadtpolizei in der Stadt die Einhaltung der Corona-Regeln durch die Erwachsenen, unter denen immer wieder Unbelehrbare stures Fehlverhalten demonstrieren? Ermahnungen seitens uniformierter Sicherheitskräfte wären da ganz besonders wichtig. Wieso wird in den Firmen in Hallein und Umgebung die Belegschaft nicht regelmäßig auf die Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen? Wie auch immer, wenn man in Hallein unterwegs ist, hat man viel zu oft den unerfreulichen Eindruck, dass die ganzen Warnungen und Verhaltens-Empfehlungen hinsichtlich Corona, bisher bei einem Teil der Stadtbewohner noch immer nicht angekommen sind.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Blick von der Ortsgrenze Oberalm zum Kreisverkehr neben dem Einkaufsmarkt BILLA PLUS. Im Hintergrund, etwa in der Mitte, der blaue Überwachungs-Kontainer der Polizei. FOTO 2: Wir sind nun auf der anderen Seite des Kreisverkehrs, wo alle, die aus Richtung Hallein kommen, durch die Polizei kontrolliert werden. Am Abend ist damit jedoch Schluss. Als der SALZSCHREIBER hier fotografierte, herrschte bereits um 19,15 Uhr freie Fahrt. Dies wusste der Lenker des roten Lastwagens nicht und blieb höflich, aber umsonst, neben dem Polizei-Kontainer stehen. FOTO 3: Auf der schmalen Wiespachstraße neben dem Halleiner Freibad, die eigentlich nur für die Anrainer gedacht ist, ginge es ebenfalls ohne Kontrolle nach Oberalm. FOTO 4: Auch durch Neualm gibt es entlang der Kastenhofstraße freie Fahrt bis unter die Bahnstation Oberalm hindurch und weiter zum Ortszentrum. FOTO 5: Auch in Richtung Süden, nach Bad Vigaun und weiter, herrscht auf der Salzachtalstraße freie Fahrt. – Wichtiger Hinweis: Natürlich ist es jederzeit möglich, dass die Polizei ihre Strategie ändert und auch andere Straßen in ihre wichtige Kontrolltätigkeit mit einbezieht. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Trotz der grassierenden Corona-Probleme – Hallein unterliegt bekanntlich zur Zeit einer Ausfahrtssperre – gibt es auch erfreuliche Nachrichten aus Hallein. Der Bereich des Halleiner Stadtteils Burgfried, südöstlich des Halleiner Friedhofes gelegen, der von den drei Nebenstraßen Neue-Heimat-Straße im Norden, Rudolf-Winkler-Straße im Osten, Kellner-Straße im Süden und von einem verbauten Areal im Westen umschlossen wird, geht nun in mehreren Bauabschnitten einer neuen Qualität im Bereich des Wohnens entgegen. Die Bauarbeiten begannen im vergangenen Jahr 2020. Der hier einst bestehende Althäuser-Bestand ist im Vorjahr der zurzeit größten Baustelle in Hallein gewichen. Im ersten Bericht, der zu diesem Thema im SALZSCHREIBER erschien (dazu hier etwa 80 Bild-Beiträge weit zurückscrollen), wurde folgende Aussage von Bürgermeister Alexander Stangassinger wiedergegeben: ,,Die bestehenden Häuser aus den 1940er-Jahren entsprachen nicht mehr den heutigen Standards. Bald wird es dort eine neue Lebensqualität geben!‘‘

Der Halleiner Stadtteil Burgfried erhält hier seit vergangenem Jahr, ein völlig neues, modernes Gesicht. In die Jahre gekommene, nach heutigen Maßstäben auch zu kleine Häuser, wurden abgerissen und werden nun durch modern gestaltete, doppelt so große Bauwerke ersetzt. Geplant sind hier 13 neue Gebäude, davon werden 9 mit 3 Geschoßen und 4 aus optischen Gründen mit vier Geschoßen errichtet. Aus bisher 62 Wohn-Einheiten, entstehen damit auf dem gleichen Bauareal künftig 130. In den abgewohnten Objekten gab es jeweils vier Wohnungen, sie werden nun durch Neubauten mit acht barrierefreien Wohnungen ersetzt. Selbstverständlich gibt es künftig in den neuen Objekten auch Liftanlagen und Tiefgaragen. Fachleute sprechen von einem Musterbeispiel an Nachverdichtung, dem keine grüne Wiese zum Opfer fiel. Gebaut wird in Etappen, die Fertigstellung des gesamten Bauvorhabens ist für 2024 geplant. Die Vergabe der neuen Wohnungen wird durch die Stadt Hallein erfolgen. – Die Fotos oben zeigen den Stand der umfangreichen Bauarbeiten Anfang Mai 2021. Teilweise wird noch an den Tiefgeschoßen gearbeitet, an anderen Stellen des Bauareals ragen bereits die ersten Baukörper in die Höhe. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Salinenkapelle auf der Pernerinsel – wie berichtet, zu Zeiten der das Halleiner Salz abräumenden Fürsterzbischöfe, das einzige Gebäude auf der Pernerinsel – wurde nun neu und stilgerecht, mit schönen Holz-Dachschindeln eingedeckt. An sie schließt sich die große Mauer an, die einst den Pfleggarten umgab. Der Pfleger war der höchste Beamte des Salzburger Fürsterzbischofs in Hallein und war Herr über dessen mit Abstand ergiebigste Einnahmequelle –  das Salz aus Hallein. Innen an der nördlichen und östlichen Mauer, hatten sich in den letzten Jahren regelmäßig die berüchtigten, sinn- und geistentleerten  Farbschmierer betätigt, deren zwecklose und blödsinnige Farbvernichtung die Mauer zum optischen Alptraum machten. Nun aber erfreuen der sanierte historische Mauerdurchgang sowie die Innenseiten der beiden Mauern das Auge – der bestehende Rest des einstigen Pfleggartens wirkt nun wesentlich heller und deutlich freundlicher. Damit ist die Pernerinsel wieder ein Stück attraktiver geworden für wichtige, ungewöhnliche und anspruchsvolle Vorhaben wie das von Claus Spruzina und Andreas Spechtler geplante ,,Kulturquartier Pernerinsel‘‘. Ein Entwicklungs-Zentrum für Technologie-Startups in den Bereichen Kultur, Kunst, digitale Medien, mit dem Herzstück Bildungseinrichtungen für den brandneuen Bereich ,,Culture Tech‘‘. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Aufgrund der stark steigenden Neuninfektionen in den vier landesweiten Tennengauer Hochinzidenz-Gemeinden Kuchl, Oberalm, Puch und Hallein, werden zusätzliche Corona-Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten umgesetzt. Die Kernpunkte: Die Kontakt-Rückverfolgung von positiv Getesteten wird auf 96 Stunden ausgedehnt, zusätzliche Kontrollen der Einhaltung von verhängten Quarantänen sowie ein verpflichtender PCR-Test am Ende der 14-tägigen Absonderung von Infizierten. Aufgrund der stark steigenden Neuinfektionen in Kuchl, Oberalm, Puch und Hallein, werden dort verstärkte Corona-Maßnahmen umgesetzt. Die dramatische Situation wird erkennbar an der 7-Tage-Inzidenz für die besonders betroffenen Gemeinden am 29. April, 8.30 Uhr:
Hallein 506
Kuchl 434
Oberalm 448
Puch 486
Bezirk Tennengau 384
Auch am Beispiel der täglichen Neuinfektionen im Bezirk Hallein lässt sich die Steigerung der Neuinfektionen ablesen. Die ersten 12 April-Tage: +10, +26, +19, +16, +10, +8, +17, +25, +14, +22, +3, +11. Dazu im Vergleich die letzten 12 April-Tage: +14, +19, +33, +29, +36, +12, +32, +18, +31, +45, +30, +18. Mit anderen Worten: Vom 1. bis 12. April 2021 gab es im Bezirk Hallein 196 Neuinfektionen, vom 19. bis 30. April 305 Neuinfektionen. Kommentar überflüssig.

 

Die verschärften Maßnahmen in den vier Hochinzidenz-Gemeinden haben zum Ziel, die Infektionsketten effektiv zu unterbrechen. Da Hallein eine Schulstadt ist, wird hier besonders Rücksicht genommen. „Mir war es wichtig, einen unkomplizierten Schulbesuch für alle Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Durch die Anerkennung der Schultests konnte eine unbürokratische Lösung gefunden werden. Die Details werden aktuell zwischen den Bürgermeistern, der Bildungsdirektion und der Exekutive abgeklärt“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Die Maßnahmen für Hochinzidenz-Gemeinden: Verdoppelung der Dauer der Kontaktrückverfolgung auf 96 Stunden / Gemeindemitarbeiter unterstützen das Contact Tracing / Polizei kontrolliert verhängte Quarantänen verstärkt. Die Teststation Hallein Zieglstadl ist zusätzlich am Sonntag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Bei Bedarf öffnet eine weitere Teststation am Sonntag, auch Kapazitäten der bestehenden können erweitert werden. Am zehnten Tag einer Quarantäne kann ein PCR-Test absolviert werden. Wenn dieser negativ ist, kann die Quarantäne am elften Tag vorzeitig beendet werden. Ist der Test positiv, findet am 14. Tag der Quarantäne ein verpflichtender Abschlusstest statt. Die Anterior-Nasal-Tests (Nasenbohrertests), die in Halleiner Schulen gemacht werden, gelten als Ausreisetest bei den Kontrollen im Ortsgebiet. – (Salzburger Landes-Korrespondenz. Foto: medreport)

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Vor dem zurückliegenden Wochenende blickte der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, mit sehr gemischten Gefühlen auf die Corona-Lage im Bezirk Hallein: „Die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland sinkt deutlich auf 184. Das sind gute Nachrichten. Allerdings gibt es auch starke regionale Unterschiede. Zum Beispiel liegt der Tennengau mit 342,7 fast doppelt so hoch wie der Landeswert. Das sind schlechte Nachrichten“, so Filipp. Im Tennengau befinden sich die Hochinzidenz-Gemeinden des Bundeslandes (!) mit Hallein, Puch, Oberalm und Kuchl. Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den Salzburger Gauen zeigt deutlich, dass im Tennengau derzeit die Infektionszahlen nach oben gehen. Die Eckdaten unseres Bundeslandes zum letzten Tag im April 2021, 14 Monate nachdem am 29. Februar 2020 die erste Corona-Infektion in Salzburg offiziell nachgewiesen wurde: Bisher wurden in Salzburg 47.916 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. 1.824 aktiv infizierte Personen halten sich im Bundesland auf. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter, liegt heute laut Landesstatistik bei 183,5. Derzeit werden 85 Covid-19-Patienten im Spital versorgt, 22 davon auf der Intensivstation, bisher sind 564 Personen verstorben.

 

BEZIRK HALLEIN IST PEINLICHER LANDESSIEGER
MIT UNERFREULICHER INZIDENZ VON 342,7
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An diesem Tag betrug hier die 7-Tage-Inzidenz um 8,30 Uhr schockierende 426. In Hallein (506!), Kuchl (379), Oberalm (471) und Puch (402) mussten die Gesundheitsbehörden ebenfalls reagieren, unter anderem wurde das Contact Tracing auf 96 Stunden ausgeweitet, die Gemeinden unterstützen die Bezirkshauptmannschaft beim Rückverfolgen der Kontakte und die Quarantäne-Bestimmungen werden umfassend kontrolliert, um die Infektionsketten bestmöglich zu unterbrechen. Das Corona-Virus beschäftigt zwar zurzeit den Tennengau am intensivsten, aber es ist nach wie vor weit verbreitet im Bundesland. „In rund 30 Prozent der Gemeinden liegt die 7-Tage-Inzidenz, die uns einen Vergleich ermöglicht, bei über 250“, so Filipp. In 21 Gemeinden liegt sie unter 50, in 40 unter 100.

 

LANDESWEIT 7-TAGE-INZIDENZ BEI
10- bis 20-JÄHRIGEN AM  HÖCHSTEN

Die Zahl der Covid-Patienten in den Spitälern geht leicht zurück, liegt heute bei 85. In den Intensivstationen sind in den vergangenen Wochen um die 20 Betten belegt, dieser Wert bleibt stabil, die Intensivpatienten sind durchschnittlich 59 Jahre alt. „Die stabile Lage in den Krankenhäusern ist eine Wirkung des Impfungs-Fortschrittes. So wie auch seit Jänner weitaus weniger Menschen sterben als noch im November und Dezember, obwohl wir uns bei den Infektionen nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau befinden“, erklärt Filipp. Und die infizierten Personen werden noch jünger. „Jetzt liegt die 7-Tage-Inzidenz auch bei den über 70-Jährigen unter 100, bei den 10- bis 20-Jährigen ist sie mit 290 am höchsten.

Angesichts der schockierenden Zahlen aus der Bezirkshauptstadt Hallein, werden einige dringende Fragen aktuell: Wieso wird in den Schulen offensichtlich zu wenig auf die wichtige Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen? Anders ist das krasse Fehlverhalten zahlreicher Jugendlicher auf den Plätzen, Wegen und Straßen der Stadt Hallein nicht zu erklären. Wieso kontrollieren nicht Stadtpolizei/Polizei in der Stadt die Einhaltung der Corona-Regeln auch durch die Erwachsenen? Ermahnungen seitens uniformierter Sicherheitskräfte wären hilfreich und wichtig. Wieso wird in den Firmen die Belegschaft nicht regelmäßig auf die Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen? Weil man dort – wie lange wohl noch – anderes zu tun hat? Wie auch immer, wenn man durch Hallein geht, hat man viel zu oft den unerfreulichen Eindruck, dass die ganzen Warnungen und Verhaltens-Empfehlungen hinsichtlich Corona bisher völlig umsonst waren.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die Ausfahrts-Kontrollen in Hallein sind seit Freitag, 30. April, voll im Gange. Unser Foto entstand am Kontrollposten vor dem Kreisverkehr auf Höhe des Supermarktes BILLA PLUS an der Ortsgrenze Hallein-Oberalm. Ein kleiner blauer Container markiert den Kontrollpunkt für alle aus Hallein kommenden Fahrzeuge auf der Fahrspur Hallein-Salzburg. FOTO 2: Auf der Gegenspur von Oberalm nach Hallein wird nicht kontrolliert. FOTO 3: Auf schmalen Nebenstraßen wird nicht kontrolliert, wie auf der Wiespachstraße, die zum Halleiner Freibad führt. Die Gemeindegrenze zwischen Oberalm und Hallein wird mit dieser Hinweistafel an der Wiespachstraße deutlich gekennzeichnet. Sie stellt das überbordende Selbstbewusstsein Oberalms gegenüber Hallein unter Beweis. Denn auch auf der anderen Seite wurde eine gleichartige Hinweistafel mit der Aufschrift Oberalm angebracht! Das bedeutet: Von welcher Seite man auch kommt, man fährt immer nur von Oberalm hinaus und sofort wieder nach Oberalm hinein. Das ist einzigartig auf unserem Planeten! – (Landes-Korrespondenz, Odo Stierschneider. Fotos: OST.)

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Sabrina Rohrmoser (siehe Foto oben), wird neue Geschäftsführerin des Universitäts- und Landessportzentrums Rif. Sie folgt damit ab 1. September 2021 dem erfolgreichen Langzeit-Chef Wolfgang Becker nach. Dies beschloss der Rif-Ausschuss am 29. April 2021 einstimmig. Der Bestellung ging ein öffentliches Auswahlverfahren voraus. „Das ULSZ Rif ist, dank dessen langjährigem Leiter Wolfgang Becker, das Aushängeschild des Salzburger Sports. Mit Sabrina Rohrmoser bekommt das Sportzentrum eine fachkundige Frau als neue Geschäftsführerin. Mit ihr können wir die erfolgreiche Arbeit weiterführen. Wir wünschen ihr viel Erfolg für diese Tätigkeit“, betonen Sport-Landesrat und Ausschuss-Vorsitzender Stefan Schnöll sowie dessen Stellvertreterin Barbara Romauer, Vizerektorin der Universität Salzburg.

 

SABRINA ROHRMOSER WAR IM LANDES-SPORTBÜRO
FEDERFÜHREND FÜR DAS SPORTZENTRUM RIF ZUSTÄNDIG

Sabrina Rohrmoser wirkte mehr als zwei Jahre im Büro von Landesrätin Martina Berthold als Referentin im Salzburger Sport mit. Danach war sie im Landessportbüro federführend für das ULSZ Rif in Hallein zuständig. Seit Herbst 2019 ist Rohrmoser im Referat Beteiligungen der Finanzabteilung und arbeitete zwischendurch mehrere Monate als Teamleiterin im Covid-19-Board des Landes. Nach dem Abschluss eines Bachelor- und Masterstudiums absolviert die gebürtige Hüttschlagerin derzeit berufsbegleitend ein MBA-Studium. Ehrenamtlich engagierte sich Rohrmoser als Fußball-Sektionsleiterin beim USV Hüttschlag. „Ich freue mich auf diese neue anspruchsvolle Aufgabe und vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Team, den Kooperationspartnern und Nutzern im ULSZ. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich bei den Mitgliedern des Ausschusses“, so die neu bestelle Geschäftsführerin.

 

BECKER GEHT NACH 35 JAHREN IN PENSION – DURCH IHN WURDE
DAS ULSZ RIF ZUM ZENTRUM DES BREITEN- UND SPITZENSPORTS

Der langjährige, hoch engagierte Direktor des ULSZ Rif, der jahrzehntelange, leidenschaftliche Kämpfer für das Sportzentrum, Wolfgang Becker, geht mit September in den wohlverdienten Ruhestand. „Wolfgang Becker hat wahre Pionierarbeit geleistet und das längst schon hoch angesehene Sportzentrum mit großem Engagement aufgebaut. In diesen 35 Jahren wurde es Schritt für Schritt strategisch weiterentwickelt und zu dem gemacht, was es heute ist. Ich bedanke mich bei Wolfgang Becker für die von ihm geleistete, ausgezeichnete Arbeit“, so Sport-Landesrat Schnöll. Das ULSZ Rif besteht bereits seit 35 Jahren und beheimatet zahlreiche Institutionen für den Salzburger Sport. Pro Jahr nutzen mehr als 470.000 (!) Athletinnen und Athleten jeden Alters die Trainingsanlagen. Mehr als 840 Veranstaltungen finden alljährlich statt – von Fortbildung bis hin zu hochkarätig besetzten internationalen Sportveranstaltungen. – (Landes-Pressezentrum, OST. Foto: LPZ. 30-4-21).

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Voluminöse Plakatschilder verschandeln auf einer Schotterinsel in der Königsseeache die Landschaft. Dort wo seit vielen Jahren ein FKK-Bereich genützt, gepflegt und in Ordnung gehalten wird, wie Anrainerin Mag. Lotte Riedlsperger freundlich bestätigt, weisen hier seit etwa 2 Wochen diese Plakatschilder (Foto oben) darauf hin, dass hier nach § 27 des Landes-Sicherheits(!)gesetzes, das Nacktbaden verboten ist. Es wird auf Plakatschildern auch darauf hingewiesen, dass Zuwiderhandelnde mit 500 (fünfhundert!) Euro zur Kasse gebeten werden. Im Falle der Uneinbringlichkeit dieser Summe droht eine Gefängnisstrafe von 1 Woche. Die genannte Anrainerin fragt sich zu Recht, in welchem Jahrhundert wir eigentlich leben und ob wir derzeit wirklich keine anderen Sorgen haben. Prof. MMag. Uwe Gutwirth bestätigt: ,,Dieser FKK-Platz ist  äußerst ruhig und absolut sauber. Die Leute dort sind extrem nett, offen und tolerant. Dieses FKK-Verbot ist eine Schande und würde eher ins Mittelalter passen als in ein modernes, aufgeklärtes Zeitalter.

Dazu Felix Steinlechner aus Rif: Mit einigem Befremden habe ich die aufgestellten Schilder bezüglich des "Nacktbadeverbots" an der Königsseeache gesehen. Mir erscheint es juristisch durchaus fragwürdig, wie aus einer seit mehr als drei Jahrzehnten an diesem Ort üblichen und in meiner Wahrnehmung problemlosen Nutzung plötzlich ein strafwürdiges Verhalten, wird, das nun mit den allgemeinen Grundsätzen der Schicklichkeit nicht mehr im Einklang steht und das angeblich einen groben Verstoß gegen die in der Öffentlichkeit zu beachtenden Pflichten darstellt. Ich persönlich finde, es steht der Salzburg AG schlicht nicht zu, über das Badeverhalten der Bevölkerung zu befinden oder es gar zu reglementieren.

Es ist jedenfalls unverständlich, wieso jetzt gegen den bisher tadellos gehandhabten Nacktbadebetrieb mit Verbot und Strafandrohung eingeschritten wird. Was drei Jahrzehnte lang tadellos funktionierte, soll nun abgewürgt werden. Auf der Schotterbank lagen auf der rechten Seite die unbekleideten Sonnenanbeter, auf der linken Seite die mit Bikini und Badehose Bekleideten. Natürlich gab es immer wieder Grantscherm und Grantdosen, die, nachdem sie mit dem Feldstecher Ausschau nach Aufregendem gehalten hatten, sich über das unbekleidete Treiben beschwerten. Doch die Freikörperkultur ist bereits rund um unseren Planeten verankert. Immer mehr Menschen verzichten unter Gleichgesinnten darauf, auch das letzte geschlechtsspezifische 10 x 10 Zentimeter große Areal ihres Körpers zu bedecken.

In Deutschland gibt es längst schon eigene FKK-Badestrände sowohl an der Nord- als auch an der Ostsee. Ebenso gibt es eigene Campingplätze für die Unbekleideten. Die Vereine für Freikörperkultur sind im Deutschen Verband für Freikörperkultur zusammengefasst. In Österreich besteht die Interessengemeinschaft des Österreichischen Freikörpersports und in der Schweiz besteht der Schweizer Lichtbund. Auf internationaler Ebene existiert die Internationale Naturisten-Förderation / Fédération Naturiste Internationale. Doch an der Königsseeache wird nun, nach 30 Jahren, Freikörperkultur mit 500 Euro bestraft. Oh Gott! – (Odo Stierschneider. Foto: OST. 29-4-21).

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Nun gelten auch, wie berichtet, für die Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein ab Freitag, 30. April, 6 Uhr, bis vorerst 9. Mai, 24 Uhr, verschärfte Maßnahmen, um die Ausbreitung von Corona-Infektionen einzudämmen. (Siehe dazu auch den 1. Bericht zu diesem Thema im SALZSCHREIBER hier im Ressort AKTUELLES). Das Gemeindegebiet kann nur noch mit einem negativen Test verlassen werden, die Einhaltung der Quarantäne wird intensiv überwacht. Zwischen 30. April und 9. Mai gilt in Hallein zur Eindämmung von Corona-Infektionen Testpflicht bei der Ausfahrt.

DIE ECKPUNKTE ZU DEN
VERSCHÄRFTEN MASSNAHMEN IN HALLEIN

O Verpflichtende Ausfahrtstests entweder mittels PCR- (nicht älter als 72 Stunden) oder mit Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) für Personen ab 15 Jahren

O Gültig für das gesamte Gemeindegebiet von Hallein von 30. April, 6 Uhr, bis vorerst 9. Mai, 24 Uhr

O Kontrolle durch Polizei und Bundesheer (zirka 15 Soldaten, Assistenzeinsatz angefordert)

O  Verschärfte Kontrollen der Quarantäne und Hygienemaßnahmen

O  Testangebot wird erweitert

Aufgrund der neuen Situation und der verpflichtenden Ausfahrtstests werden in Hallein die Testkapazitäten aufgestockt und den Bedürfnissen angepasst. Auch beaufsichtigte Selbsttests sind in Vorbereitung. Die genauen Orte und Zeiten werden morgen bekanntgegeben.

FOLGENDE AUSNAHMEN
GIBT ES VON DER TESTPFLICHT

Durchreisende ohne Zwischenstopp

O Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben und diese mittels ärztlicher Bestätigung nachweisen können

O Personen mit einem Nachweis von neutralisierenden Antikörpern durch einen sogenannten „Neutralisationstest“, der nicht älter als drei Monate ist. Dieser wird von spezialisierten Laboren angeboten. Die Kosten dafür sind selber zu tragen.

O  Güterverkehr
O  Impfung befreit nicht von Testpflicht

 

IN HALLEIN WERDEN AN 4 STATIONEN
KOSTENLOSE SCHNELLTESTS GEBOTEN

 

Hallein: Ziegelstadel, Pernerweg 1
Montag, Mittwoch, Freitag, 7 bis 18 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Samstag, 9 bis 19 Uhr

 

Hallein: Gemeindezentrum Rif-Taxach, Rifer Hauptstraße 37
Montag, Mittwoch, Freitag, 7 bis 18 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Samstag, 9 bis 19 Uhr

 

Hallein: Alte Saline Pernerinsel, Mauttorpromenade 7a
(Zugang über Pfannhauser-Steg)
Montag, Mittwoch, Freitag, 7 bis 18 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Samstag, 9 bis 19 Uhr

 

Hallein: Salzberghalle, Zatloukalstraße 1
Montag, Mittwoch, Freitag, 7 bis 18 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Samstag, 9 bis 19 Uhr

 

Ausfahrtstests auch für Geimpfte verpflichtend
Derzeit liegen noch nicht ausreichend Studienergebnisse zur Corona-Schutzimpfung vor, ob die verfügbaren Impfstoffe die Weitergabe der Infektion beeinflussen. Daher sind die Ausfahrtstests auch für geimpfte Personen verpflichtend. Die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Hallein zu den Ausfahrtsbeschränkungen ist unmittelbar nach Veröffentlichung auf www.salzburg.gv.at/corona-virus abrufbar. – (Informations-Zentrum Land Salzburg. Foto: Viren-News).

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Jugendliche und Erwachsene drängen sich in Hallein unbelehrbar, sowohl bei den engen Altstadt-Durchgängen als auch auf den durchwegs viel zu schmalen Fußgängerwegen, eng aneinander vorbei. Leichtsinnig werden Parties gefeiert und immer wieder gibt es Umarmungen. So, als ob man im Laufe des vergangenen Jahres noch nie etwas über Corona gehört hätte. Dies blieb nicht ohne Folgen. Die Infektionen mit Corona nahmen in Hallein leicht, aber unaufhaltsam zu. Dazu die Zahlen aus dem Bezirk Hallein während der letzten drei Wochen, vom 6. bis 27. April 2021: +8, +17, +25, +14, +22, +3, +1, +11, +25, +15 (insgesamt 6.012 Infizierte), +15, +20, + 21, +14, +19, +33, +29, +36, +12, +32, +18, +31. Aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen gelten für die Stadt Hallein nun erstmals Ausfahrts-Beschränkungen: Ab Freitag, 30. April bis vorerst Sonntag, 9. Mai 2021. Die wichtigsten Fragen dazu werden hier beantwortet.

Was regeln die Beschränkungs-Verordnungen?

Diese Verordnungen regeln die Voraussetzungen, unter denen es möglich ist, das Gebiet der Stadt Hallein zu verlassen.

Für wen gelten diese Bestimmungen?
Diese Bestimmungen gelten für alle Personen, die aus Hallein ausreisen.

Wann gilt die Beschränkung?
Für Hallein vom 30. April, 6.00 Uhr, bis vorerst 9. Mai, 24.00 Uhr.

Unter welchen Voraussetzungen darf Hallein verlassen werden?
Hallein darf nur verlassen werden, wenn ein Nachweis über ein negatives Ergebnis eines Antigen-Tests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 48 Stunden zurückliegen darf,
oder
ein Nachweis eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2 (PCR), dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf,
oder
eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung erfolgte und zu diesem Zeitpunkt aktuell abgelaufene Infektion
oder
ein Nachweis von neutralisierenden Antikörpern durch einen sogenannten „Neutralisationstest“, der nicht älter als drei Monate ist und mitgeführt wird.

Gilt auch ein Selbsttest?
Nein, die Tests müssen durch eine befugte Stelle erfolgt sein.
Gültig sind beaufsichtigte Selbsttests.

Wo und wann kann ich mich testen lassen?
Damit für die verpflichtenden Tests genügend Kapazitäten bereitstehen, wurde das Angebot an kostenlosen Tests mit Anmeldung erweitert. Alle Testmöglichkeiten unter www.salzburg.gv.at/corona-tets
Anmeldung unter www.salzburg-testet.at

Muss ich mich auch testen lassen, wenn ich geimpft bin?
Ja. Derzeit liegen noch nicht ausreichend Studienergebnisse zur Corona-Schutzimpfung vor, ob die verfügbaren Impfstoffe die Weitergabe der Infektion beeinflussen. Daher sind die Ausfahrtstests auch für geimpfte Personen verpflichtend.

Gibt es Ausnahmen von dieser Beschränkung?
Ja, diese Beschränkung gilt nicht:  für Personen bis zum vollendeten 15. Lebensjahr,
bei der Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
für Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes und der Gesundheitsbehörden sowie Angehörige von Rettungsorganisationen und der Feuerwehr im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit oder bei Einsätzen. Bei Durchfahrt ohne Zwischenstopp, die auch bei ausschließlich unerlässlichen Unterbrechungen vorliegt. Für Personen ohne Wohnsitz in Hallein, bei denen vor der Rückreise zum Wohnsitz ein positives Ergebnis durch einen Antigen-Test auf SARS-CoV-2 oder einen molekularbiologischen Test auf SARS-CoV-2 festgestellt worden ist, dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sie sich so schnell wie möglich – entweder allein mit einem Kraftfahrzeug oder im Rahmen eines gesicherten Transports - zum Zweck der Absonderung zu einem Wohnsitz begeben. Bei Mitreisenden ist durch entsprechende Schutzvorkehrungen (Tragen einer FFP2-Maske durch die ausreisende positiv getestete Person, entsprechende Schutzausrüstung anderer mitfahrenden Personen) dafür zu sorgen, dass sich die daran Beteiligten nicht mit SARS-CoV-2 infizieren.
Ausnahmen gibt es weiters für den Güterverkehr, die Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen, einschließlich der Teilnahme an öffentlichen Sitzungen der allgemeinen Vertretungskörper und an mündlichen Verhandlungen der Gerichte und Verwaltungsbehörden.

Wie wird das Vorliegen der Ausnahmen überprüft?
Im Fall einer behördlichen Überprüfung sind die Ausnahmegründe glaubhaft zu machen.

Brauche ich einen negativen Test, wenn ich durch die Stadt Hallein reise?
Nein. Für die Durchreise ohne Zwischenstopp durch Hallein braucht es kein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2. Unerlässliche Zwischenstopps (etwa der Aufenthalt von Zügen oder die Weiterfahrt verhindernde medizinische Notfälle) sind irrelevant und begründen nicht die Verpflichtung zur Vorlage eines negativen Testergebnisses.

Brauche ich als Lieferant (z.B. von Lebensmitteln) auch einen negativen Test für die Ausreise?
​Nein, weil der gewerbliche Güterverkehr ausgenommen ist.

Brauche ich als Arbeitnehmer/in eines Unternehmens in Hallein einen negativen Test für die Ausreise?
​Ja.

Darf ich bei einem unvorhergesehenen Ereignis die Stadt Hallein verlassen?
Zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum kann die Stadt Hallein ohne negatives ärztliches Testergebnis verlassen werden. Der Sachverhalt ist glaubhaft zu machen.

Kann ich die Stadt Hallein für Versorgungspflichten, Besuche, Sport, Schifahren und dergleichen verlassen?
Ja, mit einem negativen Testergebnis.

Darf mein Kind eine Schule außerhalb des Gemeindegebietes von Hallein besuchen?
Ja, mit einem negativen Testergebnis. Dies gilt nicht für Kinder oder Schülerinnen und Schüler bis zum vollendeten 15. Lebensjahr.

Werden Schülerbusse überprüft?
Ja, Schülerinnen und Schüler über dem vollendeten 15. Lebensjahr müssen ein negatives Testergebnis mitführen.

Darf ich mein Kind zu einer Schule außerhalb des Gemeindegebietes von Hallein bringen oder von der Schule abholen?
Ja, mit einem negativen Testergebnis. – (Pressedienst Land Salzburg. Grafik: OST).

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Ein gigantischer Schandfleck mitten in Hallein, immerhin 11.000 Quadratmeter groß und mit 7 großen, teils verrotteten Hallen und Gebäuden  total verbaut, wird nun, wie der SALZSCHREIBER in einem ausführlichen Bildbericht bereits informierte, endlich beseitigt. (Dazu einfach von hier 8 Beiträge weit zurückscrollen). Das Gelände war Tatort zuerst für die Firma Brötje und später für Helmut Reisinger, der hier seinen beliebten REI-Baumarkt führte. Seit dieser seine Tätigkeit einstellte, verrotteten in den vergangenen Jahren die ungenützten Hallen. Doch nun soll neues Leben hier einkehren. Die Firma Salzburg Wohnbau und die Baufirma Russegger in Abtenau erwarben das gesamte Areal um 8 Millionen Euro und werden hier in weiterer Folge 150 Wohnungen errichten. Besonders erfreulich und wichtig: Die erschreckend dichte Verbauung wird es hier künftig nicht mehr geben. Nach Abriss der bestehenden 7 Industriehallen und Gebäude, sollen etwa 30 Prozent des Areals in Grünanlagen für die Bewohner der 150 Wohnungen und für die Anrainer umgewandelt werden. Nicht umsonst trägt dieses anspruchsvolle Vorhaben den schönen Namen ,,Grüne Mitte Hallein‘‘.

Die Abbrucharbeiten sind im Gange, der SALZSCHREIBER berichtete bereits darüber – den entsprechenden Beitrag mit 12 Fotos im konkurrenzlos großen SALZSCHREIBER-Format, finden Sie hier im Ressort AKTUELLES, wenn Sie 8 Beiträge weit zurück scrollen. Wenn an der Baustelle alles plangemäß verläuft, sollen die Abbrucharbeiten an den knapp nebeneinander errichteten 7 Hallen und Gebäuden, bis Ende Mai 2021 beendet sein. Das Gesamtvolumen dieser Objekte beträgt rund 50.000 Kubikmeter. Völlig neu: Die anfallenden etwa 700 Tonnen Ziegel, 300 Tonnen Holz und 3.000 Kubikmeter Altbeton, Stahl und Glas werden erfreulicher Weise, soweit dies möglich ist, aber doch beinahe zur Gänze an Ort und Stelle wiederverwertet. Dazu Roland Wernik, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau: ,,Beton soll wieder Beton werden. Unser Ziel ist die Kreislaufwirtschaft.‘‘ Nachdem alle Objekte beseitigt sein werden, soll mit den Bauarbeiten für die 150 Wohnungen, die in unterschiedlichen Größen errichtet werden, im Jahr 2022 begonnen werden. Ein Jahr später, im Jahr 2023, werden die ersten Wohnungen zu beziehen sein. – Wenn Sie hier anschließend 6 Beiträge weit zurückscrollen, finden Sie einen Beitrag, verfasst von Vizebürgermeister Florian Scheicher, der sich ebenfalls mit dem erfreulichen Bauvorhaben beschäftigt.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Im Vergleich zu den Fotos, die dem ersten SALZSCHREIBER-Beitrag über das Projekt ,,Grüne Mitte Hallein‘‘ angefügt wurden, hat sich die Szenerie der großen Baustelle deutlich verändert. Die Abrissarbeiten gehen zügig voran. FOTO 1: Von einem früheren Gebäude, ist nur noch die Tragekonstruktion mit Dach und ohne Mauern übrig. FOTO 2: Am linken Ende der Tragekonstruktion auf dem 1. Foto demonstrierte ein Bagger seine respektable Kraft und riss mühelos das 1. Segment der Konstruktion zu Boden. Deutlich erkennbar die geknickte Dachrinne. FOTO 3: Die rechte Hälfte dieser Hallen-Tragekonstruktion. FOTOS 4 bis 7: Verschiedene Ansichten aus dem Verlauf der Abrissarbeiten. FOTO 8: Auch ein Gebäude neben den Hallen wird abgerissen. Es begann ganz unspektakulär mit dem Aushängen der Fensterflügel. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Marco Riebler ist Autor des Buches ,,Gespräche im Kaffeehaus‘‘. Er lebt in Salzburg, ist Unternehmer, Journalist und Fotograf. Seiner Ansicht nach ist das Interview wohl die schönste, spannendste und intimste Form der journa­listischen Darstellung. Dem regelmäßigen Besucher des Café Bazar hat es dort ein Zitat von Thomas Bernhard besonders angetan: ,,Wie andere in den Park oder in den Wald, lief ich immer ins Caféhaus, um mich abzulenken und zu be­ruhigen, ein ganzes Leben‘‘. Marco Riebler hält für die Leserinnen und Leser seines Buches, in dessen Vorwort auch eine sehr persönliche, sehr sympathi­sche Definition des Caféhauses bereit. Zitat: ,,Caféhäuser sind besondere Orte, Gelassenheit und Gediegenheit finden ihren Platz. Wer das erkennen darf, startet zufrieden in den Tag, muss es schätzen und immer wieder besuchen. Besuchen wir es nicht, verlieren wir ein kulturelles Gut.‘‘ So war es stets ein Caféhaus, in dem Marco Riedler seine insgesamt 15 prominenten Gesprächspartner/innen zum Interview bat. Unter ihnen auch Halleins promi­nenter Konditormeister und Chocolatier Gerd Braun. Dessen Interview umfasst nahezu 10 Din A5 Seiten. Marco Riedler stellte 28 Fragen, die von Gerd Braun alle beantwortet wurden. Aus Platzgründen musste der SALZSCHREIBER eine Auswahl treffen.

Was müssen Sie Ihren Gästen bieten,
um als gutes Caféhaus zu gelten, Herr Braun?

Das Caféhaus ist für mich der klassische Ort, wo man unter vielen Leuten einsam ist. Diese wohltuende Anonymität, wenn man sie wünscht, erlebt man in einer Umgebung, die Vieles bereitstellt. Von Zeitungen über Literatur bis hin zu den kulinarischen Angeboten. Im Caféhaus hat man die Chance zu sich selbst zu finden. Wichtig ist, dass die Umgebung stimmig ist. Es kann das klassische Wiener Caféhaus sein, mit Thonetstühlen und Marmortischen, es kann aber auch ein stimmiges architekto­nisches Konzept sein. Die Einrichtung sollte für mich von kultivierter Qualität sein. Das Angebot für den Gast sollte die idente Qualität haben, vom Kaffee bis zum Gebäck.

 

Ist Ihnen ein privater Caféhausbesuch
in Erinnerung geblieben?

Es sind vor allem die Cafés in Paris am Boulevard Saint-Germain, die mich inspirie­ren und ein prickelndes Gefühl in mir auslösen. Die Straße ist sehr präsent und sorgt für ein besonderes Flair. In Wien bin ich leider selten, aber dann im Café Prückel, in Salzburg ist es das Café Tomaselli oder das Café Bazar. Es ist immer das Flair der Großstadt, das diese Cafés widerspiegeln. Ein Caféhaus kann ein persönlicher Ort sein, der nicht austauschbar ist.

Beim Betreten Ihres Caféhauses sieht man sofort den Bauhausstil,
der sich in der Einrichtung widerspiegelt.
Entspricht der Bauhausstil Ihrem Geschmack?

In meiner Lehrzeit, die ich in Bad Reichenhall absolviert habe, kam ich mit Meistern aus dem Norden in Berührung, durch diese bekam ich Kenntnis von der Lamprecht-Schule. Das war ein Glücksfall für mich. In Wolfenbüttel gab es die wohl bedeutendste Konditorei-Fachschule, mit ihrem Gründer und Direktor Bernhard Lambrecht. Er hat den Bauhausgedanken eins zu eins auf die Konditorei übertragen, was für die damalige Zeit fast exotisch war. Die Konditorei empfindet man gemeinhin als lieblich mit Blümchen und Verzierungen. Der Laie hat immer noch das Rokokobild vor sich. Für den Bauhausgedanken ist die Materialgerechtigkeit von grundlegender Bedeutung. Unnötiges wird weggelassen, dafür steht die reine Schönheit des Materials als Gestaltungselement im Vordergrund. Ich bin immer auf der Suche nach diesem Pu­rismus, dem Ausschöpfen des Bestehenden in formschöner, klarer Art. Der Bauhausgedanke ist mir über die Konditorei nähergebracht worden, später entwickelte sich das Interesse an der Architektur.

Kann man die Architektur wirklich eins zu eins
auf das Konditoren-Handwerk übertragen?

Wenn ein Prinzip stimmt, stimmt es wohl immer. Wenn es in der Architektur funktioniert, funktioniert es auch in der Konditorei. Der Betrachter, im Sinne des Bauhausgedankens, möchte von außen die Qualität erahnen können. Er möchte kein gequältes Produkt mit unnötigen, oberflächlichen Verzierungen.

Wenn Sie Kunst mit Handwerk vergleichen,
worin besteht der Unterschied?

Das Schaffen des Künstlers dreht sich um die Originalität seines Werkes. Der Weg hin zur Erlangung dieser Originalität ist meist ein einsamer. Wenn ich einem Werk begegne, muss es eindeutig und fesselnd sein, dann ist es für mich Kunst. Ich kann Kunst aber nicht definieren, das gehört für mich zu ihrem Wesen. Im Gegensatz dazu steht das Handwerk. Es geht um die verantwortungsvolle Weitergabe von Wissen mit der Ausbildung für die kollektive Praxis, den Anspruch auf Weiterbildung und das Aus-sich-selbst-Lernen.

 

Sehen Sie es als Geschenk an,
dass Ihre Söhne Ihre Tradition fortsetzen?

Eine Nachfolge ist ein Geschenk für jede Generation. Wer möchte schon gerne verschwinden sehen, was Generationen mit Herzblut aufgebaut haben. Ich bin sehr glücklich, dass meine Söhne unsere Tradition fortsetzen.

 

Wie viel Einsatz
muss man bereit sein zu leisten?

Es braucht ein enormes Engagement und eine gute Partnerschaft. Alleine schafft man es nicht. Ich ohne meine Frau, mein Vater ohne meine Mutter – undenkbar. Es wäre auch eine Illusion, nur mit Mitarbeitern ohne Familie zu arbeiten und derart aufwendige Produkte herzustellen.

 

Leben Sie ein Leben
für Ihr Unternehmen?

Es ist eine Symbiose. Ich bin glücklich mit meinem erfüllenden Werdegang. Meine Arbeit gibt mit viel zurück.

Sind Sie zufrieden, weil Sie am Ende des Tages
etwas Reales, etwas zum Angreifen geschaffen haben?

Das fertige Produkt, die edlen, kostbaren Materialien, die ich verwende und wie ich sie verwende, machen mich zufrieden. Mit den Fertigkeiten meiner Hände gestalte ich und lasse Dinge entstehen, die besonders sind. Ich sehe das Ergebnis und verspüre Genugtuung. Wenn dann Lob und Wertschätzung dazukommen, freut mich das.

 

Können Sie loslassen und Ihren Söhnen
absolute Handlungsfreiheit einräumen?

Nein, das muss ich mir ganz ehrlich eingestehen. Es ist mein wunder Punkt. Ich lasse unbewusst nicht los. Es ist wie ein Klotz am Bein. Mine Tätigkeit ist noch immer so inspirierend. Bei aller Bescheidenheit, es hat sich viel Wissen angesammelt und ich möchte tun. Wohin soll ich mit all meinem Wissen? Spazieren gehen? Es gibt auch keinen Ärger im Unternehmen, wir sind ein wunderbares Team, das erschwert das Loslassen. Mein ganzes Leben lang blickte ich stets vorwärts, versuchte Pro­bleme zu lösen und innerlich zu wachsen. Auf das Aufhören wird man nicht vorbereitet. Ich bin es auch nicht. Das Leben ist ein großes Abenteuer. – (Entnommen dem Buch ,,Gespräche im Kaffeehaus‘‘ mit Fotos von Marco Riebler. Erschienen im Verlag Marco Riebler, Salzburg.)

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Der 18. April steht seit 1982 weltweit als `International Day of Monuments and Sites´ bzw. `World Heritage Day´ im Zeichen des UNESCO-Welterbes und soll auf die Besonderheiten und Einzigartigkeiten des gemeinsamen Kultur- und Naturerbes der Welt aufmerksam machen. Österreich feierte heuer erstmals den `Welterbe-Tag´. Die Staatssekretärin für Kunst und Kultur, Andrea Mayer, hat das Welterbe als ‘Auszeichnung und Auftrag zugleich‘ bezeichnet. Die Salzburger Altstadt, die von den Salzburger Erzbischöfen durch den Verkauf von Halleiner Salz über sechs Jahrhunderte hinweg attraktiv ausgestaltet werden konnte, gehört seit 1996, also seit 25 Jahren, zum UNESCO-Weltkulturerbe.

600 JAHRE LANG DIENTE DAS SALZ AUS HALLEIN DEN ERZBISCHÖFEN
FÜR DIE GROSSZÜGIGE AUSGESTALTUNG DER STADT SALZBURG

Es ist nur den einst auch weltlich regierenden Salzburger Fürsterzbischöfen zu danken, dass die Stadt Salzburg, ihr Regierungs-Sitz, großzügig ausgestaltet wurde und heute Weltkulturerbe ist. Doch mit welchem Geld? Mit den bescheidenen kirchlichen Abgaben der Bevölkerung? Weit gefehlt! 600 Jahre lang, etwa von 1200 bis 1800, erwirtschafteten die kirchlichen Landesherren die für die großzügige Ausgestaltung der Stadt Salzburg notwendigen finanziellen Mittel, aus dem Verkauf von Salz aus Hallein, das als Sole vom Salzbergwerk Dürrnberg nach Hallein geleitet wurde. Dort wurde in mehreren Salinen die Sole zu Salz verdampft, in Dörranlagen getrocknet, in Holzfässer verladen und mit Schiffen auf der Salzach oder mit Fuhrwerken zu den jeweiligen Salz-Abnehmern gebracht. Per fürsterzbischöflichem Dekret (!) wurde verfügt, dass das Salzwesen der Stadt Hallein komplett entzogen (!) wurde. Damit erhielt die Stadt Hallein 600 Jahre lang nichts, keinen Heller und keinen Dukaten, aus dem glänzend verlaufenden Salzgeschäft!

,,ES KAM MIR VOR, ALS SEI ICH VOM HIMMEL, DER STADT SALZBURG,
AUF EINEN MISTHAUFEN, DIE STADT HALLEIN GEFALLEN!‘‘

Diese völlig unfassbare fürsterzbischöfliche Entscheidung gegen Hallein, machte die Salzstadt zu einem Ort des Schreckens. Reisende, die sich nichtsahnend nach Hallein verirrten, beklagten sich über aggressiv bettelnden Frauen und Kinder und zeigten sich angesichts der hohlwangigen Stadtbewohner und des Zustandes der Stadt entsetzt. Auch Komponist Franz Schubert geriet versehentlich nach Hallein und berichtete schockiert in einem Brief an seinen Bruder: ,,Es kam mir vor, als sei ich vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein gefallen!‘‘ Deutlicher geht es wohl nicht mehr. Die Salzburger Erzbischöfe nahmen 600 Jahre lang keinen einzigen Ziegel in die Hand, um an der Quelle ihres Reichtums, in Hallein, auch nur ein einziges repräsentatives Gebäude zu errichten. Dafür wurde ihre Residenzstadt Salzburg großzügig ausgestattet. Zahlreiche Kirchen mit dem Dom an der Spitze, die Festung Hohensalzburg, (eine der größten Festungs-Anlagen in Europa), die Residenz mit dem Residenzbrunnen und so weiter. Die Residenzstadt konnte aus Sicht der Fürsterzbischöfe einfach nicht genug bekommen.

 

DIE STADT SALZBURG HAT IHRE WELTBERÜHMTE SCHÖNHEIT DEN
SALZRAUBZÜGEN DER FÜRSTERZBISCHÖFE IN HALLEIN ZU VERDANKEN

Und heute? Es ist noch keinem einzigen Bürgermeister der Stadt Salzburg eingefallen, spätestens angesichts der Ernennung ihrer schönen Stadt zum Weltkulturerbe, einmal Kontakt mit Hallein zu suchen, um hier mit Anstand die allzu lange anstehenden offenen Probleme endlich in Ordnung zu bringen. Von irgendeinem anteilsmäßigen Werteausgleich zugunsten Halleins kann ohnehin keine Rede sein. Aber es wäre ein Zeichen des Anstandes, wenn die Stadt Salzburg das Angebot unterbreiten würde, sich in Hallein an der Finanzierung eines salzbezogenen Projektes zu beteiligen – schließlich hat die Landeshauptstadt den jahrhundertelangen Salzraubzügen der Salzburger Fürsterzbischöfe in Hallein, ihre weltberühmte Schönheit zu verdanken. Damit rückt sogleich ein brennheißes, salzbezogenes Problem in den Mittelpunkt. Die letzte noch erhaltene historische Salzsiedepfanne in Hallein, ein wertvolles Relikt vor allem für die Stadt Salzburg (!), steht auf der Pernerinsel – in einem einsturzgefährdeten Gebäudeteil der alten
historischen Saline.

SALZBURG SOLLTE SICH AN DER SANIERUNG DES HISTORISCHEN SUDPFANNEN-GEBÄUDES AUF DER PERNERINSELBETEILIGEN
So wie im Weltkrieg zahlreiche Holzstützen die Decken der Kellergeschoße als letzten Zufluchtsort bei Bombenangriffen vor dem Einsturz schützen mussten, so stützen nun zahllose Holzpfosten (siehe Fotos 2 bis 5) das 1. und 2. Geschoß der Alten Saline im Bereich einer der letzten historischen Salzsiedepfannen in ganz Europa: Gewissermaßen Salzburgs Denkmal bezüglich der sehr einseitigen Nutzung des Halleiner Salzes nur für die Stadt Salzburg über Jahrhunderte hinweg. Es wäre jedenfalls eine freundschaftliche und historisch gerechtfertigte, auch moralisch begründbare Geste der Landeshauptstadt gegenüber der 600 Jahre lang massiv benachteiligten Stadt Hallein, sich in irgendeiner Form an der Sanierung des Salzsiedepfannen-Gebäudes zu beteiligen. Es wäre natürlich äußerst erfreulich, wenn die Bürgermeister der Stadt Salzburg und der Stadt Hallein, freundschaftlich und gemeinsam, einst die sanierten Räumlichkeiten rund um die historische Salzsiedepfanne in Hallein, offiziell eröffnen würden!

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 und 2:
Die Stadt Hallein sorgte in jüngster Vergangenheit für schöne Fassaden an der Alten Saline auf der Pernerinsel. Der Gebäudeteil in der Mitte des 2. Fotos ist einsturzgefährdet und enthält die historische Sudpfanne. FOTOS 3, 4 und 5: Innen sieht es schon ganz anders aus. Ein Wald von Holzpfosten im Erdgeschoß verhindert den Einsturz des Gebäudes. FOTO 6: Die Sudpfanne im 1. Stock des Gebäudes. Sie wurde vom Erdgeschoß aus beheizt. Auch hier gibt es zahlreiche Holzstützen, die den Gebäude-Einsturz verhindern sollen. FOTO 7: Wir stehen in der Sudpfanne. Links die salzachseitige Front der Sudpfanne. Diese Pfannenseite wurde schräg ausgebildet, so dass hier nach Verdampfung der Salzsole, das zurückgebliebene Salz aus der Sudpfanne herausgezogen werden konnte. FOTO 8: Der Durchgang zwischen Sudpfanne und Trocknungsfläche. Rechts die Sudpfanne, links die von unten beheizte Eisenfläche, auf der das Salz aus der Sudpfanne getrocknet wurde. FOTO 9: Das Ganze noch einmal im Überblick: Im Vordergrund die Eisenfläche für die Salztrocknung, in der Mitte der Durchgang und dahinter die Sudpfanne. – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Mit Stand 16. April 2021, wurden im Bundesland Salzburg unter den 555.600 Einwohnern bisher 45.956 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. Aktuell sind derzeit im Land Salzburg 1882 Personen mit Corona infiziert. Insgesamt waren im Bundesland bisher 551 Todesfälle zu beklagen. Unter den knapp 60.000 Einwohnern im Bezirk Hallein wurden bisher an die 5.600 Personen positiv auf Corona getestet. Derzeit sind hier 147 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Im Bezirk Hallein gab es bis jetzt 60 Todesfälle. – Im Gedenken an die bisher an den Folgen einer Corona-Infektion Verstorbenen, wurden am 16. April 2021 an öffentlichen Gebäuden, entweder die Fahnen auf Halbmast gesetzt oder eine Trauerfahne gehißt. Unsere Fotos zeigen, dass vor der Bezirkshauptmannschaft Tennengau die Fahnen auf Halbmast gesetzt wurden und dass vor dem Halleiner Rathaus eine Trauerfahne aufgezogen wurde. – Es muss mit allem Nachdruck darauf verwiesen werden, dass der Großteil der in Hallein unterwegs befindlichen Personen die geltenden Corona-Beschränkungen noch immer aufs Gröbste missachtet. Die vorgeschriebenen Abstände zu anderen Personen werden auf öffentlichen Gehwegen überhaupt nicht eingehalten (dort gilt: hintereinander im Abstand von 2 Metern gehen, da die Gehwege durchwegs viel zu schmal für das nebeneinander Gehen sind.) Wenn Gruppen unterwegs sind, gibt es immer wieder den verbotenen   Körperkontakt. Wenn zwei Personen miteinander verwandte Personen am Gehsteig nebeneinander gehen, denken sie nicht daran auszuweichen, wenn ihnen eine Person entgegenkommt. So viel Unbelehrbarkeit, so viel Sturheit sind die beste Voraussetzung dafür, dass uns das Corona-Virus noch lange erhalten bleibt. Die Stadtpolizei müsste längst schon in dieser Hinsicht Kontrollen durchführen und in der Stadt immer wieder präsent sein. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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„Die am 15. April 2021 dem Finanzausschuss vorgelegte Jahresrechnung 2020 ist erfreulich – stellt allerdings keine Jubelmeldung dar. Die Corona-Krise beschäftigt uns alle nach wie vor und hat vielen Familien, Unternehmern und Vereinen im vergangenen Jahr alles abverlangt und vor große Herausforderungen gestellt. Ein sparsamer Umgang mit dem Steuergeld ist absolut richtig und wichtig, allerdings darf es nicht – und schon gar nicht in Krisenzeiten – zum Sparen auf Kosten der Bevölkerung, der Vereine oder der städtischen Geschäftswelt kommen. Wir brauchen jetzt einen mutigen und visionären Blick in die Zukunft, sodass nicht nur die Stadtfinanzen, sondern auch das Leben und die Gemeinschaft in unserer Stadt gut und sicher aus der Krise kommen. Die jetzigen Zahlen geben uns unmittelbar dazu die Chance.“, so Vizebürgermeister Florian Scheicher.

 

„Das Jahr 2020 war alles andere als normal – Corona hat alles auf den Kopf gestellt und ließ Prioritäten und Pläne gänzlich anders bewerten. Das sieht man auch im Jahresabschluss der Stadt Hallein. Projekte wurden verschoben, Investitionen nicht getätigt und eine Ausgabensperre angeordnet. Hilfen des Bundes und des Landes in Millionenhöhe haben neben diesen Faktoren genau dazu beigetragen, dass die Zahlen mit Ende 2020 genauso ´schön` sind, wie sie eben am 15. April vorgelegt wurden. Doch diese Projekte werden irgendwann umgesetzt werden müssen, die Hilfen werden wegfallen und das gesellschaftliche Leben kommt wieder zur alten Stärke zurück. Spätestens dann holt uns die Realität ein und das jetzige Ergebnis wird als ´Corona-Bonus-Ergebnis` in die Geschichte eingehen.“, so Vizebürgermeister Scheicher und fügt abschließend hinzu:

 

„Bei all den vorerst positiven Nachrichten stört mich allerdings, dass unter der SPÖ-Führung nach Außen das Sparen verkündet wurde, tatsächlich dieser Kurs jedoch dann endet, wenn es um die Versorgung und Besserstellung von Günstlingen geht. Im Corona-Jahr 2020 wurden neue Jobs für SPÖ-Funktionäre geschaffen, Politiker-Gehälter neu erfunden und bei der eigenen PR keineswegs gespart. Wir wissen von Subventions-Empfängern, dass sie Gelder an die Stadt zurückbezahlen mussten – für diese Vereine und Institutionen sind solche Meldungen zur Finanzlage wie ein Schlag ins Gesicht. Gleichzeitig wird Eigentum der Stadt Hallein, bei einem zinsschwachen Plus am Sparbuch, leichtfertig verkauft. Vor einem Jahr hat der Bürgermeister gemeint, dass es einen Projekt-Stau in Hallein gibt – das jetzige zusätzliche Zurückreihen von Investitionen und Projekten wird hier nicht unbedingt positive Veränderungen bewirken. Sparen ist wichtig, umso wichtiger ist es aber auch, gerade jetzt zu investieren. Projekte weiterhin auf die lange Bank zu schieben hat nichts mit Sparen zu tun, sondern wird dem Standort mittel- und langfristig auf den Kopf fallen. Hallein hat aus Corona finanziell ein absolutes Plus erwirtschaftet – Hilfsgelder sind nicht für das Sparbuch da, sondern für Hilfen an Vereine, städtische Unternehmer und für die Bevölkerung.“

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„Sparen wo es möglich ist, investieren wo es notwendig ist“ – der Kurs, den Bürgermeister Alexander Stangassinger im Jahr 2020 vorgegeben hat, macht sich bezahlt. Trotz Minder-Einnahmen bei den Ertragsanteilen und bei der Kommunalsteuer von zusammen 2,9 Millionen Euro, verzeichnet die Stadt Hallein ein positives Ergebnis. An liquiden Mitteln sind mit 31.12.2020 ganze 5,7 Millionen mehr am Konto der Gemeinde, nämlich 19,7 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Stadt hat sich um 531.000 Euro verringert. Zudem wurden die Haftungen um 341.000 Euro reduziert. Im Vermögenshaushalt hat die Stadt Hallein am Ende des Corona-Jahres ein Plus von 1,47 Millionen Euro zu Buche stehen – die gesamten Vermögenswerte der Stadt (Häuser, Grundstücke, Straßen, Brücken, Fahrzeuge etc.) belaufen sich auf knapp 201 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt steht mit 31.12.2020 ein Nettoergebnis von 3,82 Millionen Euro plus. Die Rücklagen – das Sparbuch der Gemeinde – wurden um 3,7 Millionen Euro aufgestockt. Somit ist die Stadt Hallein mit 19,47 Millionen Euro für die kommenden Auswirkungen der Krise vorerst gerüstet.

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,WIR STEHEN FINANZIELL GUT DA, DÜRFEN
UNS ABER VOM POSITIVEN ABSCHLUSS NICHT TÄUSCHEN LASSEN.‘‘

Bürgermeister Alexander Stangassinger fasst zusammen: „Wir haben gut budgetiert, jedoch hatten wir als Stadt keinen Einfluss darauf, dass die Pandemie einige Vorhaben verzögert oder gar verhindert hat. Das Ergebnis zeigt aber, dass unser Weg eindeutig der richtige ist. Jeder der mich kennt weiß, dass ich generell nicht mehr Geld ausgebe, als ich zur Verfügung habe und ein sparsamer Mensch bin – privat wie beruflich. Die Krise hat uns finanziell, aber auch hinsichtlich des Fortschritts bei unseren Modernisierungs-Arbeiten, hart getroffen. Wir stehen zwar finanziell gut da, dürfen uns aber von diesem positiven Rechnungsabschluss nicht täuschen lassen.“ 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,DIE STARKEN FINANZZAHLEN ENTSTANDEN,
WEIL WICHTIGE PROJEKTE WEGEN CORONA VERSCHOBEN WURDEN.‘‘

Die starken Finanzzahlen der Stadtgemeinde Hallein stehen nämlich direkt im Zusammenhang damit, dass aufgrund von Corona weniger Arbeiten durchgeführt werden konnten. Einige Großprojekte, vor allem aber zahlreiche Standard-Arbeiten mussten verschoben werden. Der Reinhalteverband hat rund 850.000 Euro weniger für Projekte ausgegeben; die fischpassierbare Sohlrampe (750.000 Euro) war 2020 geplant und musste verschoben werden. Weiters konnten etwa Möblierungs-, Dachdecker- sowie Infrastruktur-Arbeiten an zahlreichen Gebäuden noch nicht erledigt werden.  Zudem erhielt die Gemeinde eine höhere Umweltförderung für den Ausbau der VS Rif und auch für das Stille Nacht Museum ging eine letzte Förderungszahlung von 316.000 Euro ein. Die Corona-Ersatzzahlungen und die verminderte Landesumlage wirken sich mit 1,4 Millionen Euro ebenfalls positiv auf den Rechnungsabschluss aus. 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,DIE NEUE FINANZIELLE DARSTELLUNG
NACH DER VRV 2015 WAR EINE GROSSE HERAUSFORDERUNG.‘‘

Die Summe von 5,7 Millionen Euro an liquiden Mitteln ist auch deshalb so hoch, weil in der Darstellung nach der neuen VRV (Voranschlags-Rechnungsabschluss-Verordnung 2015) nur zwölf statt 13 Monate dargestellt werden. Bürgermeister Stangassinger erklärt: „Früher wurden Rechnungen im Jänner von Projekten aus dem Vorjahr noch ins vergangene Rechnungsjahr übernommen – das ist nun nicht mehr zulässig. Von den 5,7 Millionen Euro fallen daher schon 1,9 Millionen Euro an Forderungen für das Vorjahr weg. Diese neue Darstellung nach der VRV 2015 war für meine Mitarbeiterinnen eine große Herausforderung und Umstellung – jedoch werden wir uns in ein paar Jahren alle daran gewöhnt haben und das Ergebnis wird einfacher zu lesen sein.“ 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,ES WURDEN KEIN PERSONAL
SONDERN URLAUBE SOWIE ÜBERSTUNDEN ABGEBAUT.‘‘

Ein weiterer wichtiger Baustein der erfolgreichen Corona-Finanzpolitik des Bürgermeisters, war die 10-Prozent-Ausgabensperre, welche er am 3. Juni 2020 veranlasste. Stangassinger erklärt dazu: „Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, wie sich die Krise 2020 niederschlagen wird. Es war klar, dass wir Einnahmenausfälle aus Ertragsanteilen und Kommunalsteuer hinnehmen werden müssen – in welcher Höhe war nicht abzuschätzen. Zudem war es nicht klar, ob und wieviel die Gemeinden vom Bund erstattet bekommen. Ich habe daher alle meine Abteilungen aufgefordert, zehn Prozent der Ausgaben radikal einzusparen.“ Dieser Anweisung konnten die meisten Abteilungen Rechnung tragen – wie es sich in einer Krise gehört, wurde nur investiert, wo es dringend notwendig war. Zudem sorgte der Bürgermeister dafür, dass kein Personal, sondern Urlaube sowie Überstunden abgebaut wurden. Insgesamt wurde so mehr Personal eingestellt, jedoch konnten durch spätere Besetzungen und den Abbau von Überstunden ganze 747.000 Euro im Jahr 2020 eingespart werden. Die Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube reduzierten sich um immerhin 197.000 Euro.

 

DER BÜRGERMEISTER: ELTERN VON KINDERN
IN STÄDTISCHER BETREUUNG UM 140.000 EURO ENTLASTET

Ebenfalls positiv bilanziert die Modernisierung der Parkgebühren, zumindest in einer Hochrechnung aufs gesamte Jahr. Die 3-Stunden-Gratis-Parken-Regelung auf der Pernerinsel führte zwar zu einem Minus von 72.000 Euro gegenüber dem Jahr 2018. Das neue Bewirtschaftungs-Modell der Parkflächen in der Altstadt, seit September 2020 in Kraft, würde auf das Jahr hochgerechnet 94.000 Euro betragen und so zu einem Einnahmenplus von 22.000 Euro führen. Aufgrund der Pandemie wurde die Parkraum-Bewirtschaftung erst im letzten Jahresdrittel eingeführt und die Stadt konnte den finanziellen Rückgang bei den attraktiven Oberflächen-Parkplätzen zumindest minimieren. Durch die vorausschauende, soziale Finanzpolitik war es in den Krisenmonaten, wo Lockdowns an der Tagesordnung standen, sogar möglich, die Eltern von Kindern in städtischen Betreuungs-Einrichtungen um 140.000 Euro an Subventionen für Betreuungs-Gebühren zu entlasten. 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,ICH GEHE AUCH IN KRISENZEITEN
SPARSAM UND ZWECKMÄSSIG MIT STEUERGELD UM‘‘.

Das positive Ergebnis im Rechnungs-Abschluss stimmt Bürgermeister Stangassinger zufrieden, dies sei jedoch kein Grund, vom Kurs abzuweichen: „Man sieht, allen Kritikern zum Trotz haben wir ein mehr als positives Ergebnis eingefahren. Die Halleinerinnen und Halleiner können sich sicher sein, dass ich als Bürgermeister auch in Krisenzeiten sparsam und zweckmäßig mit dem Steuergeld umgehe. Das ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen: Das Geld nicht zu verschwenden, sondern zielgerichtet und sinnvoll zu verwenden.“ Man dürfe in dieser Zeit nicht vergessen, dass sich die Krise wohl erst so richtig auswirken wird. Stangassinger führt aus: „Einige Projekte, die wir verschoben haben, werden irgendwann fällig. Wir wissen nicht, wie sich die Wirtschaft entwickelt. Ein Ende der Krise ist nicht vorhersehbar. Und am Gravierendsten ist, dass wir die Auswirkungen nicht abschätzen können, denn die Einnahmen-Ausfälle werden nicht aufhören. Zeitgleich werden unsere Hausaufgaben nicht weniger und wir müssen und werden weiter in die Modernisierung investieren.“ 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,HALLEIN IST GUT AUF DIE
ZUKUNFT UND DIE CORONA-AUSWIRKUNGEN VORBEREITET.‘‘

Der Neubau des Kindergartens, Modernisierung von Schulen, Brückensicherheit, eine zukunftsfähige Abfallwirtschaft – das alles steht der Stadt in den kommenden Jahren bevor. Stangassinger sagt: „Wir haben im Jahr 2020 viel erreicht und trotz Krise ein solides und positives Ergebnis eingefahren – das gibt uns einerseits Gewissheit, dass wir zukunftsweisende Arbeit leisten und es gibt uns andererseits die Zuversicht, dass wir in Hallein weiterhin diese Krise mit Bedacht meistern, sparsam wirtschaften und dank unserer jetzt höheren Rücklagen, sowie weniger Schulden, gut auf die Zukunft und die Corona-Auswirkungen vorbereitet sind.“ 

 

DER BÜRGERMEISTER: ,,ES IST FÜR MICH WICHTIG,
MIT DEN STEUERGELDERN SORGSAM UMZUGEHEN.‘‘

Abschließend gibt der Halleiner Bürgermeister zu bedenken: „Die Krise zeigt uns, wer die Leidtragenden sind. Große Konzerne haben weniger Probleme, die Krise zu bewältigen. Das größte Problem haben die kleinen und mittleren Betriebe, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach wie vor um ihre Zukunft bangen und die große Mehrheit derer darstellen, die diese Krise bezahlen. Diese Menschen haben berechtigte Sorgen und darum ist es mir besonders wichtig, auch in Zukunft mit deren Steuergeldern so sorgsam umzugehen, wie wir es bereits 2020 unter Beweis gestellt haben.“ – (Presse-Aussendung der Stadtgemeinde Hallein. Titelgestaltung und Foto 1: Odo Stierschneider. Foto 2: Mercanto-Press).

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