WIE OFT DUSCHEN SIE KORREKT ÖKOLOGISCH?
A:
Dreimal täglich desinfizierendes Intensivbad in 80 °C Phosphorsäure gegen Keime und Lebensfreude.
B: Ich verzichte auf Reinigung durch Wasser und entferne unschönes Überflüssiges ökologisch mit dem Presslufthammer.
C: Jeden Morgen ökologisch unterwegs ins Office mit dem Heli. Arbeitsbeginn mit Champagner-Dusche (Dom Perignon Rosé) durch meinen Personal Assistenten.

 

WO BEFINDET SICH IHR ÖKOLOGISCHER HAUPTWOHNSITZ?
Habe aus Gründen der Steuer-Optimierung nur einige wenige, kleine, bescheidene, ökologische Nebenwohnsitze gleich in der Nähe:
A: Wien, Oberalm, Singapur, Puch
B: Hongkong, Abtenau, Kapstadt, Golling
C: Rio de Janeiro, Kuchl, New York, Hallein.)

BESCHREIBEN SIE IHREN ÖKOLOGISCHEN NEBEN-WOHNSITZ IN HALLEIN
A:
Komfortabler, geräumiger Schuhkarton (Südlage) am Adneter Riedl.
B: Unter dem neuen Salinensteg mit ökologischer Passivbeheizung aus der Belüftung des Keltenmuseums.
C: Penthouse in Hallein-Rif mit eigenem Kohlekraftwerk zum Heizen, um die starke Wirkung der permanent unter Voll-Last laufenden Klimaanlage auszugleichen.

 

WIE GESTALTEN SIE IHREN ÖKOLOGISCHEN TRAUMURLAUB?
A: Im All-Inclusive-Robinson-Club************* Sahara inklusive 24h All-You-Can-Eat-Luxus-Buffet aus 100%-Fleisch vom Aussterben bedrohter Arten.
B: Eine Weltreise abwechselnd mit einem von einer Diesel-Lok gezogenen Fernzug, mit einem dieselbetriebenen sechsrädrigen Allrad-Luxus-Gelände-Groß-Geländewagen, mit einem sibirischen Diesel-Schneepflug, mit einem afrikanischen Diesel-Sahara-Sandpflug, in einem dieselgetriebenen Atom-U-Boot, in einem dieselgetriebenen Flugzeugträger und um die Umwelt zu schützen, auch mit dem dieselgetriebenen Fahrrad, dem dieselgetriebenen Roller und dieselgetriebenen Rollschuhen.
C: Ich schätze die Schönheit meiner geliebten Stadt Hallein und verbringe daher zwei Monate als Camper im unterirdischen Halleiner Kanalsystem.

 

WIE OFT ESSEN SIE DENN ÖKOLOGISCH FLEISCH?
A: Ich wickle beim Frühstück schon mal den Schweinsbraten mit Speck ein, damit er besser zum Kotelett dazupasst, wenn ich ihn in die Bratlfettn tauche.
B: Wer braucht Fleisch, wenn es beim Billa jetzt auch faschierten Bio-Karton gibt, der sogar fast so schmeckt wie echter Karton.
C: Ich ernähre mich ausschließlich von Früchten aus meiner basisdemokratischen Kommune auf Bali, die mir einmal wöchentlich Drachenfrucht aus Nicaragua mit dem Flugzeug schickt.

ÖKOLOGISCH BIN ICH AM LIEBSTEN UNTERWEGS:
A: Im 666 PS-Diesel-Bike, dessen Motorengeräusch noch in Japan ein Erdbeben (7,5 nach Richterskala) verursacht, damit jeder meine maskuline Maskulinität zu spüren bekommt.
B: Ökologisch freundlich mit meinem Hipster Single-Speed-Bike aus 100% recyceltem Karton, der wiederum aus recyceltem Klopapier recycelt wurde.
C: Alle kleinen alltäglichen Erledigungen (Postweg, Supermarkt, etc.) mit dem Privat-Helikopter, sonst gern auch mal mit dem Privat-Düsenjet über’n Gartenzaun rüber zum Nachbarn.

 

SO KLEIDE ICH MICH ÖKOLOGISCH:
A:
Vintage Second-Hand-Kartoffelsack (8.290 Euro bei Hofer) und Bio-Zwiebelscheiben als Kontaktlinsen.
B: Kostengünstige Einweg-Kleidung aus Plastik, frisch aus dem Blinddarm eines toten Blauwals vor der Küste Neuseelands.
C: Versace-Lederanzug aus feinstem biologischem Pandabären-Baby-Leder und Pandafell-Stecktuch.

DIE DREI UNTERSCHIEDLICHEN UMFRAGE-ERGEBNISSE:
Wenn Sie alle Fragen mit A beantwortet haben:
Ihre persönliche Öko-Bilanz ist grauenhaft und entsetzlich.
Wenn Sie alle Fragen mit B beantwortet haben:
Ihre persönliche Öko-Bilanz ist widerwärtig und abartig.
Wenn Sie alle Fragen mit C beantwortet haben:
Ihre persönliche Öko-Bilanz ist kriminell und abscheulich.

(Odo Stierschneider, unter Berücksichtigung eines ähnlich ökologisch belasteten Beitrages in Österreichs ökologischester, beliebtester, bester, interessantester, heißester, spannendster und schnellster Tageszeitung, der glorreichen Wiener ,,Tagespresse‘‘.)

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Das archäologische Einsatz-Kommando des Keltenmuseums Hallein, stieß im Frühherbst des vergangenen Jahres auf einen sensationellen Fund, über den sofort, auf Weisung des Bürgermeisters und auf Befehl des Landeshauptmannes, eine totale Nachrichten-Sperre verhängt wurde. Denn: was auf den ersten Blick wie ein keltisches Astronomie-Fernrohr aussah, stellte sich tatsächlich auch als ein solches auch heraus. Alters-Untersuchungen ergaben, dass der Sensationsfund aus den Jahren 497 bis 485 vor Christus stammt. Das voll funktionsfähige, keltische High-Tech-Objekt wurde inzwischen von NASA-Spezialisten eingehend getestet. Die US-Boys wurden schon nach den ersten Minuten kreidebleich: Als sie das keltische Fernrohr auf den Mond richteten, hatten sie sogleich das extrem vergrößerte Ziffernblatt einer Armbanduhr im Bild. Es war die Uhr des letzten Mond-Astronauten, der bekanntlich vor 50 Jahren auf dem Mond bei einer Ausfahrt mit dem Mondmobil seine Armbanduhr verloren hatte. Die Uhr hatte weiterhin auf dem Mond die Zeit angezeigt und war erst, wie man jetzt mit dem keltischen Fernrohr feststellen konnte, 11 Erdenmonate und 23 Erdentage später stehengeblieben. Genau diese Tatsache trieb die NASA-Spezialisten bis zu Weißglut: Als sie ihre Super-Fernrohre auf die Stelle richteten, auf der die verlorene Armbanduhr lag, sahen sie – nichts! Denn die besten Fernrohre der Welt können auf der Mondoberfläche nur Gegenstände ab einer Größe von 1 Meter und 45 Zentimetern erkennen. Es steht also 1:0 für die Kelten auf dem Dürrnberg im Vergleichstest gegen die weltbesten NASA-Fernrohre!

Das Geheimnis der fantastischen Leistungsfähigkeit des keltischen Fernrohres beruht auf seinem Linsen-System. Dieses besteht nicht, so wie in modernen Fernrohren aus Glas, es wurde vielmehr aus mächtigen, völlig durchsichtigen Steinsalzkristall-Würfeln geschliffen. Im  Verhältnis zu Glaslinsen, gibt es bei solchen aus Steinsalz-Würfelkristallen keinen Streuverlust und keine Oberflächen-Spiegelungen. Dringt Licht durch das Linsensystem eines zeitgemäßen Fernrohres, dann wird ein erheblicher Teil des eindringenden Lichtes verschluckt: Es kommt hinten deutlich weniger heraus, als vorne hineinkommt. Das aus Steinsalz-Würfelkristallen hergestellte Linsensystem bewirkt genau das Gegenteil. Eindringendes Licht wird durch die Linsen verstärkt, so dass auch dunkle Objekte wie beleuchtet erscheinen. Dadurch, dass die Steinsalz-Würfelkristall--Linsen hundertprozentig klar sind und kein Licht reflektieren sondern nur hindurchlassen, entsteht ein spezieller Effekt: Sie sind total unsichtbar. Nur mit Hilfe des Tastsinnes können sie hergestellt und kann mit ihnen hantiert werden. Die auf dem oben stehenden Foto erkennbaren Eisenhebel an dem Fernrohr dienten der Brennweiten-Verstellung, so dass man wahlweise die gesamte Mondoberfläche oder eben nur eine Armbanduhr ins Blickfeld manövrieren konnte. US-Präsident Donald schäumte vor Wut, als er vom Triumph der Dürrnberger Kelten erfuhr. Er gab den Befehl, dass weltweit sämtliche Bestände an durchsichtigen Steinsalz-Würfelkristallen durch die NASA aufzukaufen seien. Dann sperrte er sich in seinem Büro ein und rannte wutentbrannt mit voller Wucht mit dem Schädel gegen die gegenüber liegende Bürowand. Nachdem die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER auch im Weißen Haus ein dichtes Netz am Geheimkameras installiert hatte, können wir unseren Leserinnen und Lesern das oben stehende Exklusiv-Foto des optisch etwas beeinträchtigten US-Präsidenten präsentieren. – (Odo Stierschneider. Foto 1: Der Salzschreiber. Foto 2: Secret-Service-Foto-Division of Soltwriter, Headquarter White House, Washington, USA.)

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Seilbahnen als zusätzliche Verkehrsmittel über den dichten Autokolonnen, speziell in der Halleiner Altstadt, waren schon immer ein Lieblingsthema der Halleiner Stadtpolitiker. Zu stark ist noch die Erinnerung an die unvergessene Salzbergbahn verankert, die den Personenverkehr zwischen Hallein und Bad Dürrnberg perfekt bewältigte, als es noch keine zeitgemäße Straßenverbindung gab. Auf diesen positiven Erfahrungen aufbauend, wurde nun im Rahmen des ersten Halleiner ,,Verkehrsgipfels‘‘ der Bau eines dichten Seilbahnnetzes für die Halleiner Altstadt beschlossen. Die Vorgabe: Wo auch immer Autos fahren, dort gibt es auch eine Seilbahn. Jede Stütze der Seilbahnen dient auch als Ein- und Aussteige-Station. Über den Titel dieser großmächtigen Seilbahn-Initiative wird noch diskutiert: Entweder soll unter dem Dreifach-Schlagwort ,,Gondeln statt Stau‘‘ oder mit ,,Am Seil durch die Stadt‘‘ für die Errichtung und Benützung des Seilbahnnetzes geworben werden.

Die Vorteile der Stadt-Seilbahnen sind überzeugend: Durch Stromantrieb gibt es keinen Lärm mehr und auch keine Abgase. Die Stadt-Bewohnerinnen und Stadt-Bewohner können wieder bei geöffneten Fenstern Tag und Nacht ihr Dasein geníeßen. Die Seilbahnen in der Stadt werden nicht nur Personen sondern auch Lasten wie Bau-Material befördern. Damit wird es schließlich möglich sein, das Hauptziel der Seilbahn-Initiative zu realisieren: Steht das komplette Seilbahnnetz, dessen Stützen nur zwischen 30 und 60 Metern hoch sind, dann wird es in der Altstadt keinen Autoverkehr mehr geben. Denn Autos sind dann ausnahmslos verboten. Auch die Stadtpolizei betreibt ihre Verbrecherjagd künftig hoch oben in der Seilbahn. Und noch ein gewaltiger Triumph steht der Stadt Hallein ins Haus. 600 Jahre lang plünderten die Salzburger Erzbischöfe die Halleiner Salzvorkommen auf dem Dürrnberg und rüsteten so die Stadt Salzburg zum heutigen Kultur-Welterbe hoch. Während sie in Hallein keinen einzigen Ziegel in die Hand nahmen, um auch hier irgend ein schönes Bauwerk zu errichten. Nun wird das Weltkulturerbe zum Würgeeisen: 30 bis 60 Meter hohe Seilbahnstützen und Salzburg ist seinen Titel Weltkulturerbe für immer los. (Odo Stierschneider).

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Der Seilbahn gehört die Zukunft: Über dem Autobahnstau im Bereich der Stadt Hallein schwebt ohne jede Behinderung die Seilbahn, deren Stützen im Grünstreifen der Autobahn verankert sind. FOTO 2: Auch an den Zubringer-Straßen nach Hallein ist die Seilbahn der große Gewinner. FOTO 3: In den völlig verbauten Halleiner Stadtteilen Burgfried Süd und Ost ohne ein  einziges Auto, feiert die Seilbahn tagtäglich ihre Triumphe. FOTO 4: Direkt auf der Halleiner Stadtbrücke befindet sich eine Haltestelle der Seilbahn. Dadurch musste erfreulicher Weise die lächerliche und armselige, nie genützte kleine Aussichts-Plattform in der Mitte der Brücke entfernt werden. Wie schön! FOTO 5: Auch im südlichen Stadtbereich überquert eine Seilbahn die Salzach, deren Ufer mittlerweile intensiv verbaut wurden. – (Odo Stierschneider, Fotos: Seilbahnen Berlin, Brest, Caracas, La Paz, Medellin).

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Mit 31 Spielorten (!) und 72 Programm-Punkten (!) aus den Bereichen Musik, Schauspiel, Lesungen, Ausstellungen und Tanz an öffentlichen Plätzen, in schönen Innenhöfen und selten bespielten Häusern – gleich zwei Tage lang (!) sollen die Festspielbesucher beim Fest zur Festspieleröffnung in der Stadt Salzburg auf die bevorstehende Festspiel-Saison eingestimmt werden. Eine unfassbare Provokation gegenüber der Festspielstadt Hallein. Hier übt man sich auch heuer wieder, im Jahr des 27. Festspiel-Sommers auf der Perner-Insel, so wie in allen Jahren zuvor, angesichts der bevorstehenden Festspiele, in mustergültiger Entsagung, in vorbildlichem Verzicht und in beispielhafter Verweigerung. Das sensationelle Ergebnis: An 0 Tagen findet in Hallein das Kein-Fest zur Festspiel-Eröffnung statt. An beeindruckenden 0 Spielorten, werden 0 Programmpunkte. 0 Musik, 0 Schauspiel, 0 Lesungen, 0 Ausstellungen, 0 Tänze auf öffentlichen Plätzen und 0 Tänze in schönen Innenhöfen geboten. Mit dieser stolzen Super-Bilanz werden die 310 Spielorte (oder sind es 3100 Spielorte?) und 720 Programmpunkte (oder sind es 7200 Programmpunkte?) der zwanzigtägigen (oder zweihunderttägigen?) Festspieleröffnung in der Stadt Salzburg endgültig in den Bereich der bemitleidenswerten, armseligen und peinlichen Bedeutungslosigkeit verwiesen. – Unsere oben stehenden Fotos stammen vom vorjährigen Kein-Fest zur Eröffnung des Halleiner Festspielsommers 2018. Sie dokumentieren anschaulich das lebensgefährliche Gedränge der Nicht-Besucher in allen Halleiner Stadtteilen. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Der 31. Juli 1989 ist, als Todestag der Halleiner Salzproduktion, für immer in das kollektive Gedächtnis aller intelligenten, historisch interessierten Bewohner von Hallein und Bad Dürrnberg eingebrannt. Zum 30-jährigen Ärgerläum (Jubiläum wäre ein unangebrachter Begriff) lässt sich die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER aber nicht kleinkriegen. Im Gegenteil: Sie blickt optimistisch in die weitere Zukunft Halleins, die weiterhin mit dem Salz verbunden bleiben soll. Die Salzproduktion steht seit 30 Jahren still, aber auch heute noch werden Salz und Salzstreuer benötigt. Der SALZSCHREIBER präsentiert deshalb revolutionäre Ideen und Vorschläge, wie die Salzstreuer-Branche mit neuen Ideen angefeuert werden könnte. Noch besser: Wie in Hallein sich eine Salzstreuer-Produktion mit sensationellen Salzstreuer-Modellen etablieren könnte. Witzige, nette, bunte, kitschige Salzstreuer gibt es weltweit zu Tausenden. Was bisher fehlte, sind intelligente, unverzichtbare, das Leben bereichernde Salzsteuer-Modelle. Wertvolle Ideen dazu entwickelte Sebastian Jung, der an der Hochschule Düsseldorf Kommunikationsdesign studierte und die üblichen Salzstreuer eher als fad, langweilig und nervtötend empfindet. Seine umfangreiche Palette reicht, wie unsere 12 ausgewählten, oben stehenden Beispiele zeigen, vom reizvollen, kostbaren Salz-Pfeffer-Armreif bis zur auch für militärische Zwecke einsetzbaren Salz-Pfeffer-Drohne. (Die neue Geheimwaffe des Bundesheeres?) Dazwischen gibt es 10 weitere originelle Ideen für die Konstruktion bisher noch nicht dagewesener Salzstreuer. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Das schöne, neue, glatte, geradezu erotische Straßenpflaster in der Halleiner Altstadt, heizt den Männern, zum Ärger ihrer Frauen, gehörig ein. Zuvor hatten die Männer lässig in ihren ,,Genagelten‘‘ jedes noch so große Hindernis des alten Stöckelpflasters überwunden und speziell die Bewunderung jener Frauen errungen, die mit ihrem Kinderwagen mühsam über die Pflastersteine dahinrumpelten. Doch jetzt tänzeln die Frauen in ihren Hochhackigen derart verführerisch über das neue Straßenpflaster, dass den Männern Hören und Sehen vergeht. So rotteten sich verheiratete Frauen zu einem Pflaster-Protestmarsch zusammen und geschätzte 450 empörte Ehefrauen besetzten das Halleiner Rathaus und setzen es damit völlig außer Gefecht. Der Bürgermeister delegierte Gnagflow Aktobos, der für seine umsichtige, sensible, verständnisvolle und ruhige Gesprächsführung bekannt ist, zum Verhandlungsleiter. Die Gespräche laufen bereits seit einer halben Woche. Die Rathaus-Besetzerinnen werden vom Roten Kreuz mit Essen und Getränken versorgt. Sie verlangen die Entfernung des neuen Straßenpflasters und bestehen auf Wiederherstellung des seinerzeitigen Stöcklpflasters. Von Stunde zu Stunde nehmen die Gespräche an Heftigkeit zu. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar. – Das 1. FOTO oben zeigt den Verhandlungsführer der Stadt bei einer seiner beruhigenden und wohlüberlgten Darlegungen. Die Aufnahme war nur möglich, weil die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER schon vor Jahren im Halleiner Rathaus ein dichtes Netz von Geheimkameras installierte. 2. FOTO: Inzwischen solidarisierten sich alle Halleiner Ehefrauen mit ihren kämpferischen Genossinnen im Halleiner Rathaus und begannen auf eigene Faust mit der Entfernung des verhassten neuen Straßenbelages in der Thunstraße. Weitere Straßen und Plätze in der Altstadt sollen folgen. – (Odo Stierschneider).

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So viel Hitze ist genug. Angesichts der rekordverdächtigen, vorhochsommerlichen Temperaturen in der letzten Juniwoche 2019, entschloss sich Bürgermeister Alexander Stangassinger zu einem technologischen Gewaltakt. Er ließ auf dem Zinkenkogel einen riesigen Ventilator mit 100 Metern Durchmesser errichten. Dieses großdimensionierte Gebläse soll die aufgeheizte Stimmung in der Halleiner Altstadt und darüber hinaus, in Zukunft deutlich erträglicher gestalten. ,,Wir alle wissen‘‘, so der Bürgermeister, ,,es ist besonders quälend, wenn völlig ruhige Luft in einer Stadt aufgeheizt wird. Da bedeutet jeder kleine Luftzug eine spürbare Linderung. Der große Ventilator bläst die kalte Luft aus der Höhenlage des Dürrnberges durch die überhitzten Strassen, Gassen und Plätze der dicht verbauten Halleiner Altstadt. Das bedeutet eine wirkungsvolle Linderung für alle hitzegeplagten Halleiner. Die Konstrukteure des Riesen-Ventilators erwarten eine zuverlässige Temperatur-Senkung im Zielgebiet von 35 Celsius-Plusgraden auf Null Grad. Abgeschaut hat sich der clevere Halleiner Bürgermeister dies von seinem Wiener Amtskollegen. Der ließ das berühmte Riesenrad abbauen und an seiner Stelle einen gewaltigen Ventilator errichten. Der Halleiner Riesen-Ventilator auf dem Zinkenkogel, kann bei Bedarf jederzeit von sechs Lasten-Hubschraubern zu einem anderen Standort transportiert werden. Zum Beispiel in das Winterstall-Gebiet, auf den Kleinen Barmstein oder bei künftigen extremen Hitzeschlägen auf die Pernerinsel, wo der jetzige Autoparkplatz ein idealer Standort wäre. – (Odo Stierschneider. Foto: Die Tagespresse).

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Die Tatsache: Die Stadt Hallein wird von einem allseits geliebten, geschätzten, bewunderten und verehrten Kotbach durchflossen. Dessen Name wird allgemein als ein strahlendes, beispielgebendes Wunder angesehen. Dies veranlasste die satirischen Schreibarbeiter des SALZSCHREIBER, unter erheblichem Krafteinsatz, weitere Bestandteile der Stadt mit den drei zutiefst berührenden Buchstaben K – o – t zu verschmelzen. Die erste Phase betraf die wichtigsten Plätze der Stadt: der Bayrhamerplatz wurde zum Kothamerplatz, der Kornsteinplatz zum Kotsteinplatz und der Schöndorferplatz zum Kotdorferplatz. Die beiden Zierbrunnen auf Kotsteinplatz und Kotdorferplatz werden künftig jeweils als Kot-Brunnen bezeichnet. Die Thunstraße wurde in Kotstraße umbenannt, die Fußgängerzone in Kotzone, das Stille-Nacht-Museum in Stilles-Kot-Museum.

Das Parken ist für Autos in der Altstadt nur noch in den Kot-Parkzonen erlaubt, die Stadtbrücke wird zur Kotbrücke, der Neumayr-Steg zum Kot-Steg I und der neue Salinen-Steg zum Kot-Steg II. Der Stadtpark wird künftig offiziell nur noch als Kotpark bezeichnet, das Freibad als Kotbad und die beiden Barmsteine werden zum Kleinen und großen Kotstein. Umweltbewußte Halleinerinnen und Halleiner lassen ihr Kotauto stehen und fahren lieber mit Kotbahn oder Kotbus. Die Salzach wird natürlich in Kotach umbenannt. So entsteht ein wunderschönes, bezauberndes Wortspiel: Der Kotbach fließt herab vom Kotberg, durchquert Hallein und mündet in die Kotach.

Bleibende Erkenntnis aus Sicht der Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER: Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, es ist völlig unerklärlich und absolut unverständlich, dass weder Stadt-Bewohner noch Stadt-Politiker nicht mit aller Macht gegen die widerwärtige und ekelige Bezeichnung Kotbach ankämpfen. Schließlich ließe sich das vorhin erwähnte Wortspiel deutlich freundlicher gestalten: Der SALZBACH fließt herab vom SALZberg, durchquert die einstige SALZstadt und mündet in die SALZach. – (Kodo Kotschneider, Kot-Bild: Lifeline).

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Unsere herrliche, landschaftsgärtnerisch fachgerecht und liebevoll gepflegte Salzachbucht in Hallein, sie wird sich bald endgültig in ein ursprüngliches Stück Salzach-Urwald-Au verwandelt haben. Schon jetzt werden immer wieder Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen von den umliegenden Bauern in der Salzachbucht aufgetrieben, denn die Vierbeiner genießen sichtlich das fette und üppige Grün. Bislang konnte man sich darüber freuen, dass, wenn schon sonst niemand, zumindest die Landwirtschaft Nutzen aus dem Biotop Salzachbucht zieht. Mittlerweile berichteten aber Jäger, die hier regelmäßig Kontrollgänge unternehmen, bereits von Sichtungen mehrerer Wildarten, kürzlich war sogar ein Wolf war darunter. Als schließlich eine hörbar aufgeregte Leserin dem SALZSCHREIBER schluchzend am Telefon mitteilte, sie habe in dem Salzachbucht-Dickicht einen Löwen erspäht, da wurde es dem SALZSCHREIBER doch zu bunt.

Also nichts wie hin zur einstmals schönen und gepflegten Salzachbucht und sich mit entsicherter, schussbereiter  Kamera auf die Lauer legen. Nach über 9 Stunden brach dann das unfassbare Elementar-Ereignis herein: Aus dem dichten Gestrüpp blickte tatsächlich ein Löwe hervor! So sicherte sich die Satire-Redaktion schon jetzt den 1. Preis im Bewerb um das beste Hallein-Foto des Jahres 2019. Das Haus der Natur in Salzburg zeigte sich erstaunlich wenig überrascht von der Löwen-Sichtung und gab sogar der Vermutung Ausdruck, dass es im Au-Urwald der Salzachbucht schon demnächst zur Sichtung eines Wald-Elefanten kommen könnte. Als sich der Fotograf wieder aus der Wildnis herausarbeitete, wäre er beinahe in ein Nest voll junger giftgrüner, besonders gefährlicher Jung-Kobras gestiegen. Er sammelte alle ein und hat ihnen in der Nachtkästchen-Lade ein gemütliches Zuhause eingerichtet. Wenn die Schlangen Armlänge erreicht haben, geht es Richtung Tiergarten Hellbrunn. Ach ja, noch eine Kleinigkeit. Als der SALZSCHREIBER-Satire-Fotograf die Salzachbucht über die vergammelten Stufen der Nord-Treppe verließ, bemerkte er plötzlich eine auffallend große Ameise, die aus dem Unrat kurz hervorkam und sogleich wieder verschwand. Eine sofort eingeleitet Nachgrabung ergab ein verblüffendes und zugleich erfreuliches Ergebnis: Die Salzachbucht ist der erste Standort in ganz Europa, an dem sich Termiten aus Afrika angesiedelt haben. Das ist doch wahrlich ein starkes Werbeargument für die Stadt Hallein!

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Der ungehemmt wuchernde Wildwuchs in der Salzachbucht kommt mittlerweile zahlreichen Tierarten zugute. FOTO 2: Hier das bisher sensationellste Foto aus der Satire-Redaktion: Der erste Bildnachweis dafür, dass sich in der Salzachbucht sogar ein Löwe angesiedelt hat! Alle Tierfreunde hoffen jetzt, dass es hier einmal ein richtiges Löwen-Rudel geben wird! FOTO 3: Die jungen Kobras aus der Salzachbucht schrecken mit ihrer giftgrünen Warnfarbe alle Fressfeinde ab. FOTO 4: Ausschnitt aus den vergammelten Stufen der Salzachbucht-Nord-Treppe. FOTO 5: Als der Unrat beseitigt wurde, bot sich das zutiefst berührende Bild einer entzückenden Termiten-Kolonie. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST, A. Weiß - SWR, Wildlife Media).

WICHTIGER NACHTRAG betreffend FOTO 6: Wenige Minuten nach Erscheinen dieses Berichtes meldete sich am Redaktions-Computer Leser Grroseh Dierfeindt zu Wort. Er ist der Meinung, dass Löwen, Elefanten, Schlangen, Termiten und anderes Getier in der Halleiner Salzachbucht eigentlich schon gar nichts verloren hätten. Er rät zu einer brutalen Gewaltaktion und will gleich die ganze Salzachbucht unter Wasser sehen. Dazu übermittelte er uns eine durchaus realistische, durchaus abschreckende Computer-Animation. Der SALZSCHREIBER distanziert sich mit allem Nachdruck von solch hässlichem Gedankengut, veröffentlicht es aber im Sinne der unantastbaren Pressefreiheit. – Die Satire-Redaktion.

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Die nur noch mühsam dahin rumpelnde Gehirn-Maschinerie der zahlreichen, durchaus bedauernswerten Rauch-Fetischisten, ist so sehr durch Nikotin-Ablagerungen blockiert, dass sie normale Verhaltensweisen effizient verhindert. Die Folge: Wenn Raucher und Raucherinnen qualmend über das schöne Halleiner Altstadtpflaster latschen, bis nur noch der letzte Zigarettenrest von den braun verfärbten Zähnen festgehalten wird, dann vergessen sie alles, was mit Anstand und gutem Benehmen zu tun hat. Die Folge: das Halleiner Stadtzentrum ist, trotz regelmäßiger Reinigungsaktionen, übersäht mit Zigarettenkippen, die einfach auf den Boden gespuckt wurden. Geht es auch in den Wohnungen der Nikotin-Abhängigen so zu? Ein altersgebeugter Nikotin-Ge­schädigter, der gerade seinen Tschik auf die Straße spuckt und zum nächsten Glimmstängel greift, meint zum fassungslosen Berichterstatter der Satire-Redaktion: ,,Nadüarli spuk i a daham den Tschick  auf’n Bodn. I ram des Grafflglumpat eascht donn weg, waun i de Wonungsdüa goa nimma aufbring, wei oissi vulla Tschikn is.‘‘

Im Ressort AKTUELLES des SALZSCHREIBER, wurde erst kürzlich das Problem jener weggeworfenen Zigarettenreste in Hallein thematisiert, die sich zwischen den Platten des Straßenbelages verfangen haben und dort jeder Kehrmaschine erfolg­reich Widerstand leisten. Daher müssen sie händisch (!) entfernt werden. Der reine Wahnsinn. Woher nehmen eigentlich die Raucherinnen und Raucher ihre Unverschämtheit, auf öffentlichen Straßen und Plätzen und überall sonst ihre unappetitlichen Zigarettenreste einfach auszuspucken? Sind die Zigaretten-Fans tatsächlich so nikotingeschädigt, dass sie auch die primitivsten Anstandsregeln nicht mehr beherrschen? Ob das schöne Altstadtpflaster oder Asphaltflächen, ob auf der Stadtbrücke, im Friedhof oder rund um diverse Sitzbänke – die Nikotin-Besessenen demonstrieren überall und unübersehbar ihre widerwärtige Unverschämtheit und Rücksichtslosigkeit. Angesichts der erschreckenden medizinischen Folgen des Rauchens, die längst schon allen bekannt sind, muss ernsthaft die Frage nach dem Geisteszustand der noch immer unberirrbar Qualmenden gestellt werden.

Es gibt natürlich einige attraktive Möglichkeiten, um der Raucherplage Herr zu werden. Erstens: Die Preise für Zigaretten werden auf das Fünfzigfache angehoben. Zweitens: Qualmende Mitbürgerinnen und Mitbürger dürfen öffentliche Straßen und Plätze nicht mehr betreten. Drittens: Absolutes Rauchverbot in Einkaufszentren, Geschäften und Restaurants. Viertens: Wer aufgrund einer Nikotin-Schädigung den Arzt aufsuchen muss, für den gibt es keine Versicherungs-Leistungen mehr, alle Behandlungskosten und Spitalsaufenthalte müssen in voller Höhe, mit 100% Prozent Raucher-Strafzuschlag, selbst bezahlt werden. Fünftens: Wer freiwillig, auf eigene Kosten, tagtäglich mit den Nikotin-Giftstängeln ganz bewusst seine Gesundheit rui­niert – ist so jemand tatsächlich noch irgendwie als normal, oder gar als intelligent zu bezeichnen? Sechstens: Mütter und Väter rauchten und qualmten auch dann hemmungslos in ihren Autos, wenn ihre Kinder mitfuhren. Sie mussten erst durch entsprechende Verbote durch den Gesetzgeber diszipliniert werden! Und so weiter und so fort. Da stellt sich angesichts dieses ganzen Horrors natürlich die Frage, ob es nicht einfacher, der Gesundheit zuträglicher und kostengünstiger wäre, das Rauchen endlich generell zu verbieten. Solch ein Verbot würde alljährlich zahllose Menschenleben retten. Abschließende Frage: Raucht da eigentlich noch jemand?

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Schreckensfoto ohne Kommentar. FOTO 2: Die besessenen Nikotin-Süchtigen sorgen mit großem Einsatz dafür, dass die Fugen zwischen den Pflasterplatten in der Halleiner Altstadt künstlerisch wertvoll ausgestaltet werden. FOTO 3: Bis zum Außenrand der Stadtbrücke verirren sich die unerfreulichen Raucherspuren. Es ist auch kein Zeichen von herausragender Intelligenz, die abgerauchten Zigaretten in die Salzach entsorgen zu wollen (was in diesem Falle ohnehin mißglückte). Wieviele Fische wohl daran zu Grunde gingen, dass sie einen Zigaretten-Stummel für einen nahrhaften Bissen hielten? Oder sind die Fische im Stadtgebiet von Hallein durch das reiche Stummel-Angebot längst schon nikotinsüchtig geworden? FOTO 4: Wenn im Sommer eine der wenigen Hitzeperioden über uns hereinbricht und alles ausdörrt, dann kann diese Zigarettenkippe auf den Holzbohlen des Fußgänger-Steges über die Kleine Salzach, zwischen Seniorenheim und Pernerinsel, schon mal ein kleines romantisches Lagerfeuer entfachen, das rasch zum zerstörerischen Großbrand ausarten könnte. Macht auch nix. Denn nach der Erneuerung des Salinen-Steges und nach der anstehenden Reparatur der Kotbachbrücke in Bad Dürrnberg, hat sich die Stadt Hallein längst an den Ärger mit ihren Brücken gewöhnt. FOTO 5: Siegesfoto  ohne Kommentar. – (Odo Stierschneider. Fotos 1 und 5: Standard. Fotos 2, 3 und 4 : OST).

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Die heißesten Meldungen publiziert noch immer zuerst die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER. Geheim und exklusiv: Die Freiheitliche Partei Österreichs wird den politischen Absturz ihres Vizekanzlers H. C. Strache nach der bekannten Video-Affäre nun doch nicht akzeptieren. Denn seine Fans wittern die Chance, ihm einen zweiten politischen Aufstieg zu sichern. H. C. Strache solle künftig als Ehren-Gemeindevertreter der FPÖ-Fraktion einer österreichischen Gemeinde angehören. Als Ehren-Gemeindevertreter verfügt er über alle Rechte eines gewählten Gemeindevertreters, nur bei Abstimmungen besitzt er kein Stimmrecht. Ein Verlosungsverfahren unter allen österreichischen Gemeinden mit einer FPÖ-Fraktion brachte nun den Zuschlag ausgerechnet für Hallein. Dazu die Reaktion von H. C. Strache auf eine telefonische Anfrage des SALZSCHREIBER: ,,Ich kenne die schöne Stadt Hallein mit ihrer neu gepflasterten Altstadt sehr gut. Was mir besonders an ihr gefällt, war ihr seinerzeitiger Umgang mit Adolf Hitler. Als dieser während der Amtsperiode von Bürgermeister Anton Neumayr im seinerzeitigen Gasthof Scheicher eine hetzerische Brandrede hinausbrüllte, da wurde er von seinen verärgerten Zuhörern nicht nur vom Redepult verscheucht sondern auch aus dem Versammlungssaal getrieben. Es ist ja geradezu unglaublich, aber Hitler fand sein Heil nur in einer wilden Flucht über die angrenzenden Hausdächer. Wäre Hitler überall so behandelt worden, so hätte dies uns seinen politischen Aufstieg und auch den 2. Weltkrieg erspart. Die Stadt Hallein steht hier europaweit absolut einzigartig dar und ich werde mich als Ehren-Gemeindevertreter der Stadt Hallein bei der Europäischen Union und bei der UNO dafür einsetzen, dass Hallein dafür nachträglich eine ganz besondere Auszeichnung erhält!‘‘

Der SALZSCHREIBER startete auch unter den einzelnen Gemeinderats-Fraktionen eine Umfrage bezüglich des neuen FPÖ-Gemeindevertreters H. C. Strache. Die stimmenstärkste ÖVP blieb cool: ,,Uns ist das recht, solange er kein Stimmrecht besitzt und damit die politischen Verhältnisse in der Stadtgemeinde Hallein nicht verändert werden. Hoffentlich schlägt H. C. Strache bei EU und UNO für Hallein einen hohen Geldpreis heraus!‘‘ Die SPÖ blieb auf Distanz: ,,Nachdem H. C. Strache in Wien mit der ÖVP und nicht mit der SPÖ eine Regierungs-Koalition eingegangen ist, ist er für uns in der Gemeindevertretung nicht existent‘‘. Die Grünen hoffnungfroh: ,,In der Politik ist alles möglich. Vielleicht geht. H. C. Strache die himmlisch-blaue FPÖ-Farbe künftig so auf die Nerven, dass er mit fliegenden Fahnen zu den Grünen wechselt!‘‘ Die FPÖ zeigte sich begeistert: ,,Wir werden sicher von H. C. Strache bezüglich politischer Argumentation und der Herstellung publikumswirksamer Videos heiße Insider-Infos bekommen! Aus der One-Lady-Fraktion der Neos: ,,H. C. Strache ist fesch, stellt etwas dar, ist derzeit in aller Munde, ist hoch intelligent und als Video-Darsteller mittlerweile weltberühmt. Vielleicht bringt er eine Milliardärin nach Hallein,  welche die Neos-Parteikasse füllt!‘‘ – (Odo Stierschneider. Karikatur: Xi Ding).

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Für eine medizinische Sensation ersten Ranges sorgte ein Chirurgenteam des  Landes-Krankenhauses Hallein. In einer 110-stündigen Operation wurde erfolgreich ein Teenager von seinem Smartphone getrennt. Der riskante Eingriff gilt als weltweit einzigartig und sorgt unter Ärzten in aller Welt für großes Aufsehen. ,,Das Smartphone war bereits mit dem zentralen Nervensystem verwachsen. Der Anästhesist musste es für die OP möglichst sanft in den Flugmodus schalten, ohne die lebenserhaltenden Systeme wie WhatsApp oder Instagram zu beeinträchtigen“, erläutert  der für die Operation zuständige Chirurg diesen äußerst heiklen Eingriff. Im Aufwachraum versuchte die junge Patientin nach der Operation panisch, Instagram auf ihrem Überwachungsmonitor aufzurufen. Der Teenager verbrachte vier qualvolle Stunden ohne Handy, eher die junge Dame dann wie erwartet, völlig enthemmt zu toben begann. Sie konnte jedoch mit einem ihr völlig unbekannten Gegenstand – einem guten, gedruckten Buch – in Tiefschlaf versetzt werden.

 

Und gleich noch eine erfreuliche Nachricht: Das entfernte Smartphone fungierte wenig später als lebensrettendes Spenderorgan für eine Gymnasiastin aus Hallein. Die 17-Jährige hatte einen Schock erlitten, als ihr Smartphone bei einem Besuch des Hellbrunner Tiergartens ins Raubtierhaus fiel und sogleich von einem Panther aufgefressen wurde. Die Schülerin wurde in lebensbedrohlichem Zustand mit dem Rettungshubschrauber in  das Landes-Krankenhaus Hallein eingeliefert. Durch die sofortige Verpflanzung des gerade erst entnommenen Smartphones konnte die junge Halleinerin stabilisiert werden. „Leider handelt es sich beim Spenderorgan um ein gewöhnliches Galaxy S9 und wird vom Organismus der Spenderin bereits abgestoßen. Wir hoffen, dass wir bald ein goldenes iPhone XS reinbekommen, sonst sieht es für die junge Dame nicht gut aus“, erklärt die Leitung des Landes-Krankenhauses Hallein. Vielleicht findet sich eine rettende Spenderin oder ein rettender Spender unter der für ihre Hilfsbereitschaft weitum bekannten Leserschaft des ,,Salzschreiber‘‘? – Unser Foto entstand mit Hilfe einer jener Mini-Geheimkameras, die von der Satire-Redaktion des ,,Salzschreiber‘‘ mittlerweile zu Dutzenden in allen maßgebenden öffentlichen Institutionen und Einrichtungen unserer Stadt installiert wurden. Die extrem grobe Bildauflösung ergibt sich aus den geringen Abmessungen dieser Mini-Kameras. Dazu nur so viel: Sie sind mit freiem Auge nicht erkennbar. – (Odo Stierschneider).

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500-Euro-Scheine im Preis heruntergerissen auf 250 Euro: Der EU-weite Produktions-Stopp der 500-Euro-Banknoten ließ deren Marktwert in den Keller stürzen. Auch in Hallein versuchen die Banken, wie die Satire-Redaktion des ,,Salzschreiber“ aus gut informierten Bankkreisen erfährt, mit allen Mitteln, ihre noch vorhandenen 500er-Restbestände loszuwerden – auch mit brachialen Methoden. So findet am kommenden Muttertag, 12. Mai 2019, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr, in allen Bankinstituten der Abverkauf von 500-Euro Scheinen zum halben Preis von nur 250 Euro statt. Die Gültigkeit der 500-Euro-Banknoten bleibt, ohne zeitliches Limit, in vollem Umfang weiterhin aufrecht. Die Banken sind zuversichtlich, dass sie ihre umfangreichen Restbestände an 500er-Scheinen auch tatsächlich loswerden. Denn schon am 1. Mai 2019 gab es für ausgewählte Kunden, von 11.45 Uhr bis 12 Uhr, eine versuchsweise und streng geheime Verkaufsaktions-Generalprobe, bei der 500-Euro-Banknoten um jeweils nur 250 Euro abgegeben wurden. Der Andrang bei den Banken in Hallein war furchterregend. (Siehe Foto oben). Hier nun einige der reichlich unschönen Details aus der Verkaufsaktion, bei der innerhalb 900 Sekunden (15 Minuten), 318.496 Banknoten im Nennwert von 500 Euro (Gesamtwert 159,048.000 Euro), jeweils für 250 Euro ihren Besitzer wechselten.

Hunderte diskret und sorgfältig ausgewählte Kunden (auf unserem Foto sind zahlreiche bekannte und wohlhabende Halleinerinnen und Halleiner zu entdecken), drängten sich schon seit dem Morgengrauen des 1. Mai vor jedem der Halleiner Bankinstitute und legten das Verkehrsgeschehen komplett lahm. Ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger, keiner kam mehr von der Stelle. Der 35jährige Früh-Pensionist Klaus-Eberhard B. (Name von der Satire-Redaktion aus Datenschutzgründen geändert) aus dem Halleiner Stadtteil Burgfried Süd, hatte in einem Zelt vor seiner Bank übernachtet. So konnte er sich mühelos Platz 1 in der Warteschlange sichern. Versuche gewaltbereiter Wartender, ihm die Poleposition streitig zu machen, wehrte er mit gekonnten Stichen eines Zeltherings ab. Das blieb nicht ohne Folgen: Die Halleiner Stadtpolizei zählte später insgesamt 12 Tote. Als sich schließlich um 11.45 Uhr die Eingangstüren der Banken öffneten, stürmte die Menge der ausgewählten, allerfeinsten Bankkunden (Bankkonto mit mindestens 999.999 Euro) wild und undiszipliniert in die Schalterräume.

Dabei gingen unter dem enthemmten Ansturm zahlreiche Scheiben in Trümmer. Ein älteres Ehepaar aus dem Seniorenheim Hallein stopfte eilig Bündel von 500-Euro-Noten in einen mitgebrachten Kartoffelsack. Da es von einem Bankangestellten mit den Worten ,,Abgabe nicht bündel- sondern nur stückweise!“ ermahnt wurde, meinte der Mann nur lässig: ,,Wir stecken die einzelnen Banknoten-Bündel ohnehin nur Stück für Stück in den Sack!“ Eine der ausländischen Bettlerinnen in Hallein, packt mehrere Plastiksäcke voll 500-Euro-Bündel in ihre mit Kristallen und Goldbroschen verzierte  Hofer-Einkaufstasche. Schließlich reicht sie dem Bankangestellten noch einen Krokodil-Lederkoffer: ,,Biddä vollmaggen, is fir Familiä in Dürgei!“ Absolut cool in diesem haarsträubenden Wirbel bleibt nur ein alter Mann, der auf einer der Stufen des Bayrhamer-Platzes sitzt und von hier aus das Gedränge rund um Volksbank, Sparkasse, Raiffeisenbank und Oberbank im Blickfeld hat. Gemütlich meint er: ,,Beim Schilling woas no vü bessa! Do bin i mit an Schilling-Zwanzga ins Gschäft eini und bin mit Lemsmittl füa zwa Wochn und mit mein Zwanzga wieda ausse. Oba heit? Do is oisse gegn Diebstoi gsichat!“ – (Satire-Redaktion des ,,Salzschreiber“. Foto: Fotojetlag).

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Wiederum stellt sich heraus, wie unverzichtbar die Überwachung der Stadt Hallein durch die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER ist. Einen Tag nach der Wahl von Alexander Stangassinger zu Halleins neuem Bürgermeister, titelten die ,,Salzburger Nachrichten‘‘ in ihrer Lokalbeilage: ,,Ein unruhiger Geist, der anpackt‘‘. Wie wahr, denn nur zwei Tage nach seiner Wahl zum Bürgermeister der Stadt Hallein, geht Alexander Stangassinger kompromisslos einen völlig neuen Weg. Zumindest seit Freitag, 19. April 2019, 15 Uhr, sind die bislang entscheidenden Gremien Gemeinde-Vorstehung und Gemeinde-Vertretung abgeschafft! Auf der Startseite der Stadt Hallein fehlen in beiden Gremien sämtliche Mitglieder. In der Gemeinde-Vorstehung scheint unter dem Titel ,,Bürgermeister‘‘ und unter dem Titel ,,Mitglieder‘‘ jeweils nur noch Alexander Stangassinger auf. Das gleiche Bild bietet die Gemeinde-Vertretung. Anstatt deren 25 Mitglieder ist wiederum nur noch Stangassinger unter dem Titel ,,Bürgermeister‘‘ und unter dem Titel ,,Mitglieder‘‘ als einziger Mandatar der Stadt Hallein vertreten. (Siehe Foto oben). Hallein wird demnach in Zukunft von Alleinherrscher Alexander Stangassinger regiert.

Dass die SPÖ nach der Wahl mit solcher Entschiedenheit vorgehen und die beiden wichtigen demokratischen Einrichtungen Gemeinde-Vorstehung und Gemeinde-Vertretung mit einem Schlag beseitigen wird, davon war in Wahlkampfzeiten nichts zu hören. Da wurde schlicht und sanftmütig das Halleiner Verkehrsproblem, das Wohnungsproblem, sowie der Jugend- und Kinder-Bereich als wichtigste ,,Baustellen‘‘ der Halleiner Stadtpolitik bezeichnet. Auch Stangassinger selbst gab sich kuschelweich. Dazu einige seiner Statements: ,,Es geht um einen respektvollen Umgang miteinander‘‘. ,,Es gibt einige Baustellen aufzuarbeiten‘‘. ,,Wir werden nach unseren Taten gemessen‘‘. ,,Ich will möglichst alle anhören‘‘. ,,Drüberfahren ist nicht mein Stil.‘‘ Ob die einstigen Mitglieder von Gemeinde-Vorstehung und Gemeinde-Vertretung jetzt das alles genau so sehen, muss angesichts der aktuellen Sachlage denn doch bezweifelt werden. Alleinkämpfer Alexander Stangassinger hat jedenfalls in Zukunft viel zu tun und es könnte noch mehr werden. Dann nämlich, wenn der tatenhungrige neue Bürgermeister der Stadt Hallein auch noch auf sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus verzichtet. Auch die Optik der Rathaus-Fassade gilt es den aktuellen Verhältnissen anzupassen. Der vielzitierte Spruch an der, die Fassade oben abschließenden Hohlkehle, wird auf ,,Was hier geschieht, geht Keinen was an‘‘ geändert und der im erhöhten Mittelteil der Rathaus-Fassade angebrachte, praktisch unbekannte Hinweis ,,Stadtrat 1556‘‘ wird nun den aktuellen Gegebenheiten angepasst: ,,Stadtrat 1556 – 2019‘‘. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Eine überraschende Wende, hin zu einer Zwei-Bürgermeister-Stadtregierung, vollzogen SPÖ und ÖVP in Hallein. Um der drohend im Raum stehenden Stichwahl zu entgehen, schlossen Wahlsieger Vizebürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) und der knapp unterlegene Bürgermeister Maximilian Klappacher (ÖVP) einen sehr vernünftigen und überzeugenden Polit-Pakt. Er sieht vor, dass Stangassinger und Klapppacher künftig gemeinsam als Bürgermeister der Stadt Hallein in Erscheinung treten. Damit ist die Bedrohung durch die vorgesehene Stichwahl, die einen der beiden Bürgermeister-Kandidaten aus dem Rennen geworfen hätte, nicht mehr existent. Bürgermeister Klappacher und Bürgermeister Stangassinger, bzw. Bürgermeister Stangassinger und Bürgermeister Klappacher werden ab sofort gemeinsam die Stadt Hallein als Bürgermeister vertreten. Ursprünglich war geplant, das Kolping-Objekt gegenüber dem Halleiner Rathaus abzureißen, um hier eine exakte Kopie des Rathauses zu errichten.  Damit hätte jeder der beiden Bürgermeister über ein eigenes Rathaus verfügt.

Die beiden Bürgermeister waren sich bereits einig: Im linken, neuen Rathaus hätte SPÖ-Bürgermeister Stangassinger residiert, im rechten, alten Rathaus hätte ÖVP-Bürgermeister Klappacher seine Tätigkeit entfaltet. Eine erste grobe Kostenschätzung veranlasste jedoch die beiden Bürgermeister, von ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen. Bürgermeister Klappacher und Bürgermeister Stangassinger werden also künftig gemeinsam im bestehenden Rathaus die Geschicke der Stadt Hallein lenken. Im Bürgermeister-Büro stehen künftig zwei Schreibtische für die beiden neuen Bürgermeister bereit. In alleiniger Funktion ist keiner der beiden Bürgermeister handlungsfähig, künftig gilt ohne Ausnahme das Vier-Augen- und Vier-Ohren Prinzip. Ist einer der beiden Bürgermeister krank, dann bleibt auch der zweite Bürgermeister zuhause. Muss sich ein Bürgermeister der Stadt Hallein in Krankenhaus-Betreuung begeben, dann folgt ihm der andere aus Solidarität und bekommt auch ein Bett im Zimmer des erkrankten Bürgermeister-Kollegen.

Ob die beiden Bürgermeister in der Öffentlichkeit jeweils ihre Partei vertreten (Bürgermeister Stangassinger SPÖ, Bürgermeister Klappacher ÖVP) oder ob sie künftig gemeinsam sich der SPÖVP oder der ÖVSPÖ zugehörig fühlen, ist noch Gegenstand heikler Verhandlungen. Die Idee, in der Stadt Hallein zwei Bürgermeister zu installieren, resultiert aus dem knappen Wahlergebnis vom 10. März 2019. Wahlsieger Alexander Stangassinger erhielt 3014 Stimmen (38,4 %), sein Kontrahend Maximilian Klappacher 2944 Stimmen (37,6 %). Also ein Unterschied von 0,8 % oder 243 Stimmen. Erfreulich, dass die daraus folgende Stichwahl nun als überflüssig abgetan wurde. Mittlerweile überlegen die beiden Bürgermeister, ob sie nicht jeweils auf ihre angestammte Partei überhaupt verzichten sollten. Zur Diskussion steht für Alexander Stangassinger die ASP und für Maximilian Klappacher die MKP. Nachdem beide (siehe Foto oben) aber nur gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten können, steht die derzeit noch ungelöste Frage im Raum, ob sie unter dem Parteinamen ASMKP oder MKASP agieren werden. Eines ist jedenfalls sicher: Die künftigen zwei Halleiner Bürgermeister sorgen schon jetzt für politische Hochspannung in Hallein. – (Odo Stierschneider, Foto: Kolarik).

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Aus Hallein mehren sich Berichte über die Zustellung nie bestellter, sogenannter ,,Amazon‘‘-Sendungen. Was vorerst wie eine faule Masche erscheint, um von verunsicherten Empfängern Geld zu kassieren, ist allerdings tatsächlich eine, auf den ersten Blick geradezu unglaublich erscheinende Geschenkeflut. Denn: Allen Paketen liegen weder Lieferscheine noch Rechnungen bei. Die erhaltenen Waren müssen nicht retourniert werden, erklärt man auf Anfrage bei Amazon. Die Stadtpolizei Hallein berichtet gleich von einer Reihe von Fällen, in denen unerwartet Sendungen mit Amazon-Label bei zahlreichen Halleinerinnen und Halleinern angekommen sind. Eine Halleinerin, wohnhaft am Kornsteinplatz, erhielt auf diese Weise ein neues Smartphone im Wert von etwa 900 Euro. Die Bandbreite der Waren ist groß und reicht von Zubehör wie Ladekabeln bis hin zu diversem Sexspielzeug. Die Fülle der entsorgten leeren Kartonschachteln füllt freilich immer früher die Altpapier-Container und ergießt sich auf Gehsteige und freie öffentliche Flächen in Hallein. (Siehe dazu unsere drei oben stehenden Fotos). Manchen ,,Beschenkten‘‘ geht indessen der Spuk mittlerweile zu weit.

Nach 14 (!) nie angeforderten Paketen, versuchte der Halleiner Robert Estermann (Name vom SALZSCHREIBER geändert), Amazon gerichtlich zu verpflichten, alle Lieferungen an seine Adresse einzustellen. Fehlanzeige, denn der IT-Riese hat mit den mysteriösen Paket-Zusendungen nichts zu tun. Nach wie vor wird gerätselt, was es mit den rätselhaften Zusendungen auf sich haben könnte. Die Stadtpolizei Hallein vermutet, dass einige Internet-Anbieter auf diese Weise mit aller Gewalt teure Lagerplätze freiräumen wollen. Statt Produkte etwa zurück nach China zu schicken, ist es günstiger, sie durch gezielte Zustellungen zu ,,verteilen‘‘. Wie auch immer, die Empfänger trifft jedenfalls keinerlei Verpflichtung. Sie müssen die erhaltenen Produkte nicht aufbewahren, sondern können sie selbst verwenden oder weitergeben, erklärt dazu die österreichische Verbraucher-Schutzzentrale in Wien. Ungefragt Zugeschicktes kann man also behalten. Eine Ausnahme stellen jedoch irrtümliche Lieferungen dar, etwa daran erkennbar, dass ein anderer Name auf der Rechnung steht. Hier gilt es dann, dem Absender zeitnah Bescheid zu geben. Dieser muss auch die Kosten für eine eventuelle Rücksendung übernehmen. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Am 9. Jänner 2019 präsentierten die ,,Salzburger Nachrichten‘‘ im Internet die durchaus bemerkenswerte Schlagzeile (siehe 1. FOTO oben) ,,Zehn Meter Schnee – und ein Ende ist noch nicht in Sicht‘‘. Darunter fanden sich verschiedenste Berichte zur aktuellen Schneelage – doch keiner bot nähere Informationen zu den heißen zehn Metern Schnee. Ob in tief verschneiten Alpentälern oder oben auf den Skipisten – nirgendwo gab es Schneemessungen, die auch nur annähernd 10 Meter erreicht hätten. (Nur auf dem Sonnblick sammelte sich seit Herbst 2018 etwa diese Schneemenge an). Der fehlende Tatbestand von ,,Zehn Meter Schnee und noch mehr‘‘ alarmierte schließlich die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER: Wie würden sich wohl zehn Meter Schnee in der Stadt Hallein auswirken? Zehn Meter Schnee würden zumindest das Erdgeschoß, das 1. Stockwerk, das 2. Stockwerk und einen Teil des 3. Stockwerkes eines Gebäudes verdecken. Der mathematische Beweis: Normale Wohnräume besitzen eine Raumhöhe von 2,5 Metern. Dazu kommt zwischen den Stockwerken die Trennung durch Zimmerdecken und Fußböden. Wir haben versucht, einige knapp zehn Meter hohe Schnee-Querschnitte in der Halleiner Altstadt darzustellen. Dazu unsere oben stehenden Fotos: Auf dem 2. FOTO verdeckt der Schneeklotz am Oberen Markt die Sicht hinunter in die Fußgängerzone. Auf dem 3. FOTO ist am Ende der Ederstraße der Schnee aufgetürmt, das Keltenmuseum und der Pflegerplatz bleiben unsichtbar. Auf dem 4. FOTO schließlich zehn Meter Schnee in der Ruprechtgasse, wodurch der Durchblick vom Robertplatz auf den Kornsteinplatz verwehrt ist. Man erkennt: die leeren Versprechungen der anderen Medien werden vom SALZSCHREIBER zuverlässig eingelöst! – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Nach letzten intensiven und erfolgreichen Probefahrten auf dem nördlichen Zinkenkogel-Steilhang neben der Trasse des Zinkenliftes, war es klar. Angesichts des heurigen Schneewinters entschloss sich die Stadtgemeinde Hallein zum Ankauf eines kettengetriebenen Einsatzfahrzeuges. (Siehe unser 1. FOTO oben). Das Spezialfahrzeug ist technisch vom VW-Tiguan abgeleitet und wühlt sich durch bis zu 2 Meter hohen Neuschnee. Höhere Schneemengen bewältigt das Fahrzeug mit einem ausklappbaren, unter der Motorhaube untergebrachten kreisförmigen Flammenwerfer, der dem Fahrzeug ab 3 Meter Schnee einen runden Tunnel durch die weiße Pracht brennt und dabei 35 kmh schnell unterwegs ist. Das Fahrzeug wird in erster Linie der Halleiner Stadtpolizei für Spezialeinsätze dienen, aber auch Bürgermeister Mag. Maximilian Klappacher steht das Kettenmobil jederzeit zur Verfügung. Die Kaufentscheidung fiel nach einem ultimativen Fahrzeugtest. Das Kettenfahrzeug bezwang schon beim ersten Versuch die dem Salzachtal zugewandte Ostwand des Kleinen Barmsteins entlang der erkennbaren weiß verschneiten Route, die sich quer durch die Barmstein-Wand wie ein große S zieht. (Siehe dazu unser 2. FOTO oben). Doch es kommt noch besser. VW steht im Endstadium der Entwicklung von Kettengliedern, die sich mit zahlreichen winzigen trichterförmigen Öffnungen am Untergrund festsaugen. Endziel: die Bewältigung senkrechter Felswände. Dazu Bürgermeister Maximilian Klappacher: ,,Wenn alles klappt, fahren wir künftig senkrecht über die Barmstein-Wand hoch!‘‘ – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Lied ,,Stille Nacht‘‘ wurden in der Stadt Hallein wahre Wunder vollbracht. Franz Xaver Grubers Wohn- und Sterbehaus gegenüber der Halleiner Stadtpfarrkirche wurde grundlegend und substanziell renoviert, um darin das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum in neuer und großzügigerer Form unterzubringen. Die Stadtpfarrkirche erhielt eine neue Orgel mit sensationeller Ausstattung. Der Gruber-Platz zwischen Stadtpfarrkirche und Grubers Wohnhaus wurde neu gepflastert. Er sollte auch neu gestaltet werden. Doch die Neugestaltung fand nicht statt. Das deprimierende Ergebnis ist auf unserem Foto oben festgehalten. Mit Blick auf das Jubiläum 200 Jahre Lied ,,Stille Nacht‘‘ kann nur von einem optischen Albtraum gesprochen werden. Keine der anderen ,,Stille-Nacht‘‘-Gemeinden wagte es, sich so zu präsentieren.

Dass das Lied ,,Stille Nacht‘‘ mit Weihnachten, mit Winter und damit auch mit Schnee zu tun hat, ist zu den Gestaltern des Gruber-Platzes bisher noch nicht durchgedrungen. So wurde es verabsäumt, attraktive Maßnahmen bei Schneefall zu setzen, so dass der Gruber-Platz auch in der weißen Pracht  attraktiv und besuchenswert bleibt. Das Ergebnis: Null. Der Schnee blieb einfach liegen, nur zwei schaufelbreite Pfade durchwühlen die weiße Wüste. Besucher von auswärts standen schon mitten auf dem Platz und glaubten noch immer, sie hätten sich auf dem Weg zum Gruber-Platz verirrt.

Das ohnehin ärmliche Gruber-Leergrab wirkt im Schnee richtig verloren, dafür dominieren daneben die völlig zwecklosen, mächtigen Seitenmauern der Treppe hinauf zur Ferchlstraße. Sie stellen einen imposanten Schildbürgerstreich dar, denn sie eignen sich überhaupt nicht als Hilfe beim Hinauf- oder Hinunter-Steigen. Geradezu pervers: Weil diese Mauern so völlig zwecklos sind, musste an der Innenseite ein Eisengeländer montiert werden – unübersehbar auf unserem Foto. Daher: die Mauern gehören endlich, endlich entfernt und durch Eisengeländer ersetzt. Die verbleibenden Seitenwände des Treppenkörpern gehören sauber verputzt und hell gestrichen, passend zu neuen Farbgebung des ,,Stille-Nacht‘‘-Museums.

Das unglücklicherweise nur als gewöhnliches Privatgrab gestaltete Gruber-Leergrab wirkt mehr als verloren auf dem geräumigen Platz. Doch der Stadt Hallein ist seit 1938, also seit 80 Jahren (!) nichts, aber schon gar nichts dazu eingefallen, um hier an dem Armengrab aus den notleidenden 30er Jahren die längst fällige optische Verbesserung herbeizuführen. Dabei hatten die planenden Architekten der Neugestaltung des Gruber-Platzes die völlig richtige Idee, das irrreführende Leergrab zu beseitigen und durch ein schönes, repräsentatives, künstlerisch gestaltetes Erinnerungsobjekt an den Schöpfer des unsterblichen Weihnachtsliedes zu ersetzten.

Doch das Denkmalamt machte gemeinsame Sache mit den untätigen und einfallslosen Bewahrern des Leergrabes an und stellte es unter Denkmalschutz. Damit wurde das armselige, lächerliche Leergrab zum unberührbaren Objekt. Zumindest so lange, bis trotzdem jemand mit einem Bagger auffährt und das Leergrab, dessen Blumenschmuck über Jahrzehnte hin eine Beleidigung für Franz Xaver Gruber war, einfach beiseite räumt. Und damit endlich Platz für Besseres schafft.

Denkmalgeschützte Objekte dürfen nicht verändert werden. Auch nicht das 1938 errichtete Leergrab Grubers. Es wurde schon vor Jahrzehnten schwer in Mitleidenschaft gezogen, indem von einem hinterhältigen Grabschänder nach Jahrzehnten grausamer Finsternis endlich am Leergrab Grablaternen angebracht wurden. Dieser wurde nun kürzlich von der Stadtpolizei beim Kauf einer Eisensäge beobachtet. Übt er nun tätige Reue und schneidet die Laternen von Grubers Leergrab klammheimlich wieder herunter, um sich Straffreiheit zu sichern?

Die Nichtgestaltung des Gruberplatzes schädigt jedenfalls das Ansehen der ,,Stille-Nacht‘‘-Stadt Hallein vor allem im Winter auf massivste Weise. Solange der Gruber-Platz keine attraktive Gestaltung aufweist, die auch im Winter eine erfreuliche Nutzung des Platzes möglich macht, solange ist es wohl besser, den Platz offiziell zu sperren und ihm lediglich jene Funktion zuzuweisen, die er ohnehin erfüllt: den Zugang zur Stadtpfarrkirche und den Zugang zur Ferchlstraße. Mitten durch diesen unattraktiven Bereich die Besucher des ,,Stille-Nacht‘‘-Museums zu treiben, wäre mehr als unangebracht. Also ganz einfach: Das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum bleibt im Winter gesperrt und öffnet erst in der warmen Jahreszeit. Zu Ostern gibt es dann das fröhliche ,,Stille-Nacht‘‘-Eierpecken. Den gegenwärtigen, absolut unerträglichen Zustand einfach auszusitzen wäre pervers. Also, was tun? Ganz einfach: endlich irgendetwas Sinnvolles tun! Noch eine wichtige Schlussbemerkung: Sie ahnen es schon, dieser Beitrag der Satire-Redaktion ist ausnahmsweise verdammt ernst gemeint! – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Der prominente Halleiner Immobilien-Hai Johannes Salzberger heiratete am vergangenen Freitag, im Zuge einer groß angelegten, romantischen Zeremonie in der Stadtpfarrkirche Hallein, nun endlich jenen Menschen, den er am meisten liebt: sich selbst! Für Verwandte, Kollegen, Freunde und Bekannte kam die erfreuliche Nachricht indessen nicht überraschend. Schon lange zuvor hatte der erfolgreiche Unternehmer jede freie Minute vor dem Spiegel, vor Auslagenscheiben oder Wasserlachen verbracht, um sein Spiegelbild (siehe Foto oben) zu bewundern. Den Mut, sich selbst einen Heiratsantrag zu machen, hatte der 45 Jahre zählende Johannes Salzberger aber erst vor einem Jahr bei einem romantischen Beisammensein mit sich selbst im Halleiner Restaurant ,,Landkrug‘‘, gefunden.

VOR 600 HOCHZEITS-GÄSTEN GAB SICH
DER BRÄUTIGAM SELBST DAS JA-WORT

Johannes Salzberger, der seinen Nachnamen eigenen Angaben zufolge behalten wird, erklärte auf seiner Webseite: ,,Für zahlreiche Damen, Ladies und Frauen ist das jetzt natürlich der Schock ihres Lebens. Aber ich bin bei dieser Entscheidung nur ganz meinem Herzen gefolgt. Es gibt einfach niemanden auf der Welt, den ich auch nur annähernd so hinreißend, so faszinierend, so klug, so beeindruckend, so mutig, so anziehend, so temperamentvoll, so erotisch, so gutaussehend, so sympathisch und so bescheiden finde wie mich selbst. Ich bin eben der totale, absolute Wahnsinn!“ Vor rund 600 Gästen, darunter die Spitzen der feinsten Halleiner Gesellschaft, gab sich Johannes Salzberger in der Stadtpfarrkirche Hallein selbst das Ja-Wort. Während der Trauung kamen dem glücklichen Bräutigam immer wieder die Tränen, als er sich selbst den Ehering ansteckte oder als er versprach, sich zu lieben und sich zu ehren, bis dass der Tod ihn von sich scheidet. Als besonders emotionaler Moment dürfte den Hochzeitsgästen jedoch das bewegende 21-minütige Treuegelöbnis in Erinnerung bleiben, das Hans Salzberger mit stockender Stimme, immer wieder unterbrochen durch heftiges Schluchzen, sich selbst vorlas.

JOHANNES SALZBERGER FINANZIERT
8 ZUSÄTZLICHE KIRCHEN-ORGELN
IN HALLEIN
Ursprünglich wollte Johannes Salzberger sich in einer der kleineren Tennengauer Gemeinden das Ja-Wort geben. Doch bei den dortigen Landpfarrern gab es für die Selbst-Heirat kein Verständnis. In Adnet wurde er mit den Worten ,,Weiche Satan!“ aus der Kirche vertrieben, das Gotteshaus wurde danach sofort nochmals gesegnet und neu geweiht. In der Kirche von Abtenau wurde er nach vorgebrachtem Anliegen vom resoluten Pfarrer am Ärmel gepackt und aus der Kirche gezerrt. Danach nahm der Pfarrer eine Riechkontrolle an seinen Händen vor und stellte zufrieden fest: ,,Wie erwartet, riecht das alles nach Pech und Schwefel!“ In Oberalm wurde Johannes Salzberger, nachdem er sein Anliegen der Selbst-Heirat vorgebracht hatte, von  Pfarr-Helfern auf den Schrannentisch gesetzt und gefesselt. Zu seinen Füßen wurde eine Tafel mit folgender Inschrift platziert: ,,Dieser Mann wollte sich in unserer Kirche selbst heiraten. Wir danken unserem geliebten Herrn Pfarrer, dass er diese unfassbare Provokation verhindert hat!“ Erst im Dunkel der Nacht gelang Johann Salzberger die Flucht. In Hallein jedoch hatte er endlich Glück. Der Heiratswütige versprach großzügig finanzielle Unterstützung und wird für die Stadtpfarrkirche acht zusätzliche Groß-Orgeln finanzieren. Jeweils zwei Orgeln werden an den beiden seitlichen Innenwänden der Stadtpfarrkirche aufgebaut, das Gleiche erfolgt an den Außenwänden des Gotteshauses. Künftig werden also bei Gottesdiensten oder Orgelkonzerten in der Stadtpfarrkirche insgesamt 9 Orgeln – die bestehende neue Gruber-Orgel und die 8 geplanten Salzberger-Orgeln – ertönen, je nach Anlass, zentral gesteuert von einer der 9 Orgeln aus. Die neunfach verstärkten Halleiner Orgelmelodien werden noch in der Stadt Salzburg, in Berchtesgaden, in Bischofshofen und in Abtenau zu hören sein. Damit besitzt Hallein künftig eine weltweit einzigartige Attraktion. – (Odo Stierschneider. Foto: Magic3org).

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An privaten Raketen-Abschussbasen in Hallein zur Jahreswende überall das gleiche Bild: Als der gesamte Raketenbestand nach etwa einer halben Stunde in die Luft gefeuert war, gab es in dem entstandenen Gewölk keine Sicht mehr. (Dazu unser 1. Foto oben). In den Landgemeinden des Tennengaus kamen noch die lärmenden und ebenfalls die Luft verpestenden Böllerschüsse dazu: Ein Schockerlebnis für Kranke und Kleinstkinder sowie für alle Tiere. Rechnet man die Schadstoffproduktion aus Feuerwerken und Böllersalven einmal hoch, dann ist eines unumstößlich. Die Verursacher privater Luftverpestung ebenso wie die kommerziellen Großfeuerwerks-Umweltvergifter, gehören längst schon ausgeschaltet. Ganz einfach, indem man die bislang vorherrschende, völlig unverständliche Narrenfreiheit zu Silvester durch gezielte Verbote beendet. Aber die Raketen sind doch sooooo schööööön! Sicher. Aber es gibt noch ungezählte andere Dinge, alle sooooo schööööön, die aber längst schon verboten sind. Verboten werden mussten, im Interesse der Allgemeinheit und einfach im Interesse der Vernunft. Die Stadt Salzburg steuerte bisher Beträchtliches zur kriminellen Luftverpestung durch ihr jährliches Silvester-Großfeuerwerk bei. Aber hier setzt nun ein erfreuliches Umdenken ein. Die NEOS schlugen schon anstelle von Lärm und Gestank eine Laser-Show vor und Graz ging noch einen Schritt weiter. Hier wurde heuer erstmals eine beeindruckende Licht- und Laser-Show inklusive Wasserspielen und Musik am Silvesterabend um 19, 22 und 24 Uhr realisiert. (Dazu unsere Fotos oben). Deshalb gilt ab Silvester 2019 /2020: keinen blödsinnigen Böller-Lärm mehr und auch keine Luftvergiftung durch Feuerwerksraketen. Nachdem aber Brutalität und Rücksichtslosigkeit weiterhin angesagt bleiben und somit nur schwer auszurotten sind, wird dieser Beitrag vorsichtshalber im Ressort SATIRE veröffentlicht. – (Odo Stierschneider. Fotos: Consortium Eventtechnik)

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Nachdem rund um das Wiener Krankenhaus Nord erfolgreich ein energetischer Schutzring um 95.000 Euro installiert wurde, ergriff die Führung des Halleiner Krankenhauses die Initiative und orderte eine ähnliche energetische Schutzbarriere. Das Wirksamkeits-Spektrum wird allerdings im Vergleich zur Wiener Anlage um den Faktor 1 zu 1300 erhöht, was sich in zweifacher Hinsicht auswirken wird. Erstens: Das Krankenhaus-Personal und alle Patienten, die sich künftig innerhalb des energetischen Schutzmantels aufhalten, erreichen künftig ein Lebensalter von mehreren hundert Jahren in voller Gesundheit. Zweitens: Die enorme energetische Aufladung in Hallein beseitigt die bisher größte Schwachstelle des energetischen Schutzringes rund um das Wiener Krankenhaus Nord: Dieser ist nämlich weder sichtbar noch durch irgendwelche Messgeräte nachweisbar. Er existiert bislang nur aufgrund der Behauptungen seines Erfinders und anhand der Rechnung über 95.000 Euro. In Hallein jedoch wird aufgrund der 1300fach verstärkten Kapazität, die energetische Schutzbarriere rund um das Krankenhaus künftig für jedermann erkennbar sein. Ähnlich eines leicht flimmernden, für jeden Betrachter sichtbaren Regenbogens, winden sich die einzelnen Energetik-Stränge um das Krankenhaus und projizieren ihre Heilkräfte in das Innere des Krankenhauses. Damit ändert sich aber auch komplett die gesamte Struktur der Medizinerburg.

Die Heilkräfte des energetischen Regenbogens machen Ärzte und Krankenhaus-Fachpersonal überflüssig. Sie alle sind künftig als Servicepersonal tätig, heißen die Kranken willkommen, führen sie zu bequemen Liegen und entlassen sie nach 20 Minuten wieder als völlig geheilt. Dies gilt für die gesamte Palette möglicher Gesundheits-Einschränkungen, von Infektionskrankheiten bis zu Knochenbrüchen, von beeinträchtigten Organen bis hin zur Heilung massivster Gehirnschäden. Vorsorglich wurde das Krankenhaus inzwischen von Bürgermeister Maximilian Klappacher aus dem Verbund der Landeskrankenanstalten wieder herausgekauft – es macht Hallein künftig zur reichsten Stadt der Welt.
Die Kosten für die 20 Minuten innerhalb des energetischen Heilungsschirmes
sind von den persönlichen finanziellen Verhältnissen abhängig. Milliardäre aus
den USA, aus China oder Russland werden für ihr künftig völlig gesundes, über Jahrhunderte währendes Erdendasein gerne eine Milliarde auf den Tisch legen. Bettler, die in Hallein unterwegs sind, werden dafür kostenlos der Heilstrahlung des energetischen Schutzschirmes ausgesetzt.

Inzwischen ist der weltweite Andrang (alleine am 1. Jänner 2019 wurden 234.029 Anmeldungen nur in der M-Klasse, also Milliardäre und Millionäre, registriert) in Hallein so enorm, dass bereits Geo-Physiker warnend ihre Stimme erheben. Die Konzentration der größten Geldmasse der Erde in Hallein, wird sich auf die Stabilität unseres Planeten auswirken. Er wird ins Taumeln geraten, seine Bahn um die Sonne wird immer unberechenbarer, Kollisionen mit den anderen Planeten sind unausweichlich. Um derartigen Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen, und um den Planeten Erde auch für die Zukunft sicher auf seiner Bahn zu halten, hat sich Bürgermeister Maximilian Klappacher dazu entschlossen, genau auf dem gegenüberliegenden Punkt der Erdoberfläche eine Vasallenstadt von Hallein zu gründen. Ihr Name lautet Hallzwei. In Hallzwei werden künftig exakt 50 Prozent der Geldmenge gelagert, die sich in Hallein unaufhörlich in die Höhe türmt, womit unser Planet zuverlässig im Gleichgewicht bleibt und auf seiner Bahn fixiert wird. – Noch ein kurzer Hinweis auf den Kaufpreis des Regenbogen-Schutzschirms. Er betrug 95.000 mal 1300 Euro, also 1 Milliarde und 235 Millionen Euro. Diese Summe wurde bereits in den ersten 7 Minuten und 26 Sekunden der Inbetriebnahme des energetischen Regenbogens erwirtschaftet. – Unser Foto zeigt einen Ausschnitt aus Peter Hartls genialem Kunstprojekt ,,Lebenslinien‘‘, das sich im Stiegenhaus des Krankenhauses auftürmt und um das sich die einzelnen Treppen herumwinden. Das Kunstwerk muss leider abgetragen werden, da der Leerraum zwischen den Treppen als Tresor ausgebildet wird, in dem (einbruchsicher!) die enormen täglichen Einnahmen zwischengelagert werden. – (Odo Stierschneider. Foto: P.H.).

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Gleich mit zwei äußerst schwierigen Problemfeldern sieht sich der erfolgreiche Pisten-Triumphator Marcel Hirscher, der in Hallein Geborene, während seiner Siegesfahrten konfrontiert. Erstens: Wie bekämpft man erfolgreich die quälende Langeweile während einer Rennfahrt? Und zweitens: Wie verlängert man wirksam die Fahrzeit, wenn nach geradezu skandalös und unkollegial kurzer Fahrzeit, schon wieder viel zu rasch, die Überquerung der Ziellinie droht? Mit derartigen Problemen sieht sich Mega-Star Marcel Hirscher völlig allein gelassen. Doch der glorreiche Trophäen-Sammler Marcel Hirscher, bekanntlich auch glücklicher Vater, trainiert nicht nur mit respekteinflößender Intensität, schuftet nicht nur am Aufbau seiner Muskelmasse, er löste auch souverän seine beiden hier erstmal öffentlich dargelegten Problemfelder.

Oh Gott, diese lähmende, einschläfernde Langeweile während einer Rennfahrt zwischen den Toren! Als Marcel Hirscher, nach einer seiner zahlreichen Siegesfahrten noch am Zielhang einschlief, die Ziellinie siegreich im Tiefschlaf überquerte und schließlich im Zielraum nur mühsam von seinen Betreuern abgefangen und aufgeweckt werden konnte, da war für ihn klar: Die Langeweile auf der Ski-Rennpiste muss bekämpft und beseitigt werden. Sein erster Versuch (siehe Foto oben) wurde von Österreichs seriösester und bestinformiertester Nachtzeitung ,,Die Tagespresse‘‘ mit folgenden Worten dokumentiert: ,,Mit spannender Lektüre besiegt nun Marcel Hirscher die gähnende Langeweile während eines Weltcup-Rennens.‘‘ In Annaberg hat er sich zu Hause inzwischen eine umfangreiche Bibliothek eingerichtet. Der Tennengauer Ski-Star schafft es bereits, während eines Rennens bis zu 350 Seiten starke Bücher komplett auszulesen! Doch wenn ihm ein Buch überhaupt nicht gefällt, dann kann es schon passieren, dass der Ski-Star verärgert dem Ganzen ein vorzeitiges Ende bereitet – und einfach einfädelt.

Einmal vergaß Marcel Hirscher seine Ski-Rennpisten-Lekture zu Hause. Hirscher startete dennoch, aber da musste während des Rennens eben das I-Phone her. Marcel Hirscher war gerade mit dem Schreiben einer Mail-Nachricht beschäftigt, als ihm eine Torstange am Beginn einer Tor-Vertikalen das Handy aus der Hand schlug. Es rutschte blitzartig den Hang hinunter und der Ski-Hero musste sein ganzes Können einsetzen, um seiner wieder habhaft zu werden. Nun galt es, den ganzen Abhang, mit angeschnallten Rennbrettln, wieder hinauf zurück bis zum Ausgangspunkt zu bewältigen. Natürlich gewann der fantastische Annaberger auch dieses Rennen, wenn auch ziemlich knapp.

Marcel Hirscher war in den vergangenen Jahren stets bemüht, bei seinen Siegesfahrten die abgeschlagene Konkurrrenz nicht über Gebühr zu demütigen. Denn eigentlich lag er nicht nur um Hundertstel-, um Zehntel- oder Eintel-Sekunden voran, der Star arbeitete stets einen derart schockierend hohen Zeitvorsprung heraus, dass er zu ungewöhnlichen Mitteln greifen musste, um die Mitbewerber wieder stärker an sich herankommen zu lassen. So gehört es mittlerweile längst zum Renn-Alltag, dass Hirscher, nach einem prüfenden Blick auf seine Armbanduhr, schon mal zwischen zwei Toren stoppt, die Skier abschnallt, in den harten Pistenschnee rammt, dann gemütlich eine nahegelegene Almhütte aufsucht, um in aller Ruhe einen Früchte-Tee zu konsumieren. Dann geht es retour zur Piste, die Skier wieder angeschnallt und weiter geht die Fahrt dem Ziel entgegen. Wie gewohnt, wird Marcel Hirscher von den Zuschauern als Sieger bejubelt.

Solche Zeitverzögerungen setzt Hirscher ganz bewusst ein, seit er Opfer eines prägenden Missgeschickes wurde. Dazu Marcel Hirscher zum SALZSCHREIBER: ,,Am Beginn meiner Hochform ist mir einmal folgendes passiert: Ich war wahnsinnig gut drauf, bin verrückt wie noch nie runter gefetzt, so dass hinter mir sogar ein Feuerschweif zu sehen war. Bei der Zeitnehmung waren dann alle schockiert und haben sich bekreuzigt. Denn: ich war viel früher im Ziel, als ich von oben weggefahren bin!‘‘ – (Odo Stierschneider. Foto: Die Tagespresse).

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Wie aus einem Presse-Bericht der Polizei-Inspektion Hallein hervorgeht, wurden am Morgen des 25. Dezember 2018, die Behörden von einem besorgten Spaziergänger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall in Hallein-Gamp neben einem Esel und einem Ochsen haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, durch Polizeikräfte unterstützt, einen Säugling vor, der von seiner minderjährigen Mutter in Stoffwindeln gewickelt, in eine Futterkrippe gelegt worden war. (Siehe unser Foto oben). Die Mutter gab an Maria zu heißen und aus Nazareth zu stammen. Die Übernahme von Mutter und Kind in die Sozialbetreuung versuchte der ebenfalls im Stall anwesende Mann, der später als Josef, ebenfalls aus Nazareth, identifiziert wurde, zu verhindern. Josef, dessen Nachname noch nicht ermittelt werden konnte, wurde bei seinem Widerstand gegen die Polizei von anwesenden Hirten, sowie von drei noch nicht identifizierten Migranten unterstützt.

Diese Drei wurden festgenommen, da sie sich als ,,die drei weisen Männer aus dem Morgenland‘‘ bzw. ,,als die Heiligen drei Könige‘‘ bezeichneten, keinerlei Indentifikation bei sich trugen und sich somit offenbar illegal im Land aufhalten. Sie sind aber im Besitz von Gold, von Reit-Kamelen sowie von möglicherweise verbotenen Substanzen, von denen sie behaupteten, es handle sich um Weihrauch und Myrrhe. Sie widersetzten sich der Festnahme und gaben an, Gott habe ihnen aufgetragen, sofort nach Hause zurückzukehren und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Damit wollen sie offenbar nur verhindern, abgeschoben zu werden. Die mitgeführten Substanzen wurden zur weiteren Untersuchung an das Salzburger Kriminallabor übergeben. Der Aufenthaltsort des Säuglings und seiner Mutter wird bis auf weiteres offiziell nicht bekanntgegeben, um beide zu schützen.

Eine schnelle Klärung des Falles scheint zweifelhaft und auf Rückfrage des SALZSCHREIBER teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamtes mit: ,,Der Vater Josef ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die Beiden zueinander stehen. Sollte bei einem Vaterschaftstest Josef als der Vater des Kindes bestätigt werden, hat dieser mit einer Anzeige wegen ,Verführung Minderjähriger‘ zu rechnen‘‘. Wie DER SALZSCHREIBER feststellen konnte, wurde die minderjährige Maria in das Krankenhaus Hallein zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchung eingeliefert. Ihr geistiger Zustand bedürfe noch einer genaueren Überprüfung, erkläte der diensthabende Arzt, da sie felsenfest behaupte, noch Jungfrau zu sein und dass der Säugling vom ,,Heiligen Geist‘‘ stamme

Einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie ist zu entnehmen, dass es ihm zwar nicht zustehe den Leuten zu sagen was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führe, dass – wie in diesem Fall – ein Neugeborenes durch Unterbringung mitten im Winter in einer Futterkrippe gefährdet werde, dann seien diese Leute als fahrlässig einzustufen. Die Tatsache, dass von den drei anwesenden Migranten vermutlich Drogen verteilt wurden, trage übrigens nicht dazu bei, das Vertrauen der Behörden zu erwecken und aufzubauen. Er sei sich jedoch sicher, dass alle Beteiligten wieder erfolgreich in die Gesellschaft eingegliedert werden könnten.

Schließlich erreichte den SALZSCHREIBER noch eine seltsame Meldung: die anwesenden Hirten behaupteten einstimmig, dass ihnen ein großer, respekteinflößender Engel erschienen sei und befohlen hätte, den Stall in Hallein-Gamp aufzusuchen und das Neugeborene als Sohn Gottes zu ehren und hochleben zu lassen. Dazu meinte der Leiter der Drogenfahndung sichtlich verärgert, dass dies wohl die allerdümmste Ausrede vollgekiffter Junkies sei, die er in seinem ganzen Leben jemals gehört habe. Der Lions-Club Salina-Tennengau startete inzwischen bei seiner diesjährigen Weihnachtsfeier eine Spendenaktion, mit deren Hilfe alle Beteiligten zurück nach Nazareth geflogen werden sollen. Einschließlich des Esels, denn er wird ja noch für die Flucht nach Ägypten benötigt... – (Überarbeitet von Martin Weiss und Odo Stierschneider).

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Mehrere Halleiner Privatärzte und Ärzte des Halleiner Krankenhauses empfehlen ihren Patienten offenbar, heuer zu den Wein8sfeiertagen zumindest halbstündlich eine Portion Punsch zu konsumieren. Dieser verantwortungsbewusste Beitrag für ein besinnliches und harmonisches Wein8sfest zündete in den unsozialen Medien bereits eine hochlodernde Begeisterungs-Kampagne. Schon seit mehreren Jahren empfiehlt die WHO (Wein8liches Halleiner Organisationskomitee), Erwachsenen bei den Halleiner Wein8smärkten auf dem Bayrhamerplatz und auf der Pernerinsel, eine Besucherration von nicht unter zwölf Tassen Punsch zukommen zu lassen, um echte, unverfälschte, heimelige Wein8sstimmung zu sichern. Bei Kindern unter 12 reichen bereits sechs Tassen.

Doch schon regt sich unverantwortlicher Widerstand. Ein vor 3 Tagen aus Afghanistan in Hallein eingewanderter muslimischer Mediziner, führt offenbar einen sehr persönlichen Kleinkrieg gegen Wein8en. So berichtete einer seiner empörten Patienten dem SALZSCHREIBER zutiefst geschockt: ,,Dieser eingebildete, selbstherrliche Halbgott in Weiß will mich nur mehr elf Tassen Punsch hintereinander trinken lassen. Und er hat mich sogar mit dem Tod bedroht, falls ich weiter die 12 Tassen Punsch der Besucherration auf den Halleiner Wein8smärkten konsumiere: Ich könne vorzeitig sterben, hat er gesagt. Dabei hat mein Großvater sein ganzes Leben lang, nicht nur zu Wein8en, täglich dreizehn Punsch am Tag getrunken und ist auch 31 geworden!‘‘ Schon erheben sich in den unsozialen Medien verantwortungsbewusste Stimmen der Vernunft: ,,Es ist inakzeptabel, wenn medizinisches Personal von auswärts versucht, die heimischen Patientinnen und Patienten gerade zur Wein8szeit durch brutalen Alkoholentzug zu verunsichern! Wein8en muss Wein8en bleiben mit liebgewonnenen, althergekommenen, unverfälschten Ritualen wie umgestürzter, brennender Wein8sbaum, Leberzirrhose und handgreiflichen Auseinandersetzungen!‘‘ – (Ein von OST ergänzter und mit Lokalkolorit verfälschter Beitrag aus Österreichs seriösestem Medium ,,Die Tagespresse‘‘).

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Es ist ja wahrlich nur schwer zu begreifen, warum Jesus nicht in einem Kaiserpalast oder Königsschloss, sondern ausgerechnet in einem ärmlichen Stall zur Welt kommen und eine Futterkrippe als seine Wiege herhalten musste. Wie auch immer – die Darstellung des Jesuskindes im Stall mit Maria und Josef ist längst schon weltweit in der Christenheit verankert. Wir haben es da sehr einfach, angesichts der zahlreichen schönen Bauernhöfe im Tennengau (1. FOTO oben), uns einen Stall mit der Heiligen Familie vorzustellen – in den heimischen Weihnachtkrippen (FOTO 2) wird dieses Motiv immer wieder anschaulich dargestellt. Da haben es die Stadtbewohner schon deutlich schwieriger, schließlich steht in den großen Wohn- und Geschäfts-Bauwerken (FOTOS 3 und 4)) doch nur in den seltensten Fällen auch ein Stall mit Ochs und Esel bereit. Die Stadt-Krippenbauer müssen also völlig neue Wege beschreiten, um die Geburt des Jesuskindes darzustellen. Ihre Kunden wissen ja gar nicht mehr, wie Ochs oder Esel (gemeint sind die Vierbeinigen!) überhaupt ausschauen.

In einer Zeit, in der die Architekten und Baufirmen mit ihren Schuhschachtel-Häusern ohne Dachstuhl immer hemmungsloser auch die Landschaft des Tennengaues zerstören, ist es (leider!) verständlich, dass auch über die Weihnachtskrippen der Sturm der Vereinfachung, Versachlichung und Verfremdung hinwegfegt. So wuchern inzwischen die mannigfachsten Weihnachtskrippen-Karikaturen in den Warenhäusern. Und alle sind ernst gemeint, es wird dafür sogar Geld abkassiert. So etwa auf dem 5. FOTO oben. Die mobile Weihnachtskrippe ist da! Wahlweise von Lebensgröße hinunter bis zur Mini-Version in der Streichholzschachtel lieferbar. Und alle sind sie mit dabei: Ein goldfarbiger Metallbarren als Jesuskind, rundum aufgebaut als silberfarbene Metallbarren Maria und Josef, die drei Heiligen Könige und natürlich Ochs und Esel. Und sogar ein Schaf ist mit dabei. Ungemein praktisch: Mit nur einem Handgriff sind die unzerstörbaren ,,Krippenfiguren‘‘ wieder beiseite geräumt.

Noch einfacher läuft die moderne, sachliche, technisierte Fließband-Weihnachtskrippen-Produktion mit dem Werkstoff Holz (6. FOTO). Da genügt ein Bogen als Stall, darunter neigen sich zwei Viertelbögen zu einander: Maria und Josef. Das war’s dann schon. Im Vorjahr gab es wenigstens in der heuer leeren Mitte noch die Wiege mit dem Jesuskind: die Hälfte einer kreisrunden Scheibe, mit dem Halbkreis nach unten, die nach oben gerichtete Waagrechte zeigte in der Mitte eine kleine Scheibe, den Kopf des Jesuskindes. Dass man heuer darauf verzichtete, lässt Schlimmes ahnen: Im nächsten Jahr fehlen sicher auch Maria und Josef, es gibt dann nur noch den leeren Bogen. Hier müssen sich künftig Jedefrau und Jedermann ihre ganz persönliche Weihnachtskrippe, ohne jede störende Vorgabe, rein gedanklich, selbst erschaffen. Wie schön denn wir wissen, die Gedanken, auch die schlimmsten, sind frei! Abschließend aber doch noch Erfreuliches: Im Spielwaren-Paradies Oedl im Halleiner Stadtzentrum, gibt es noch schöne, traditionelle Weihnachtskrippen. Deshalb darf das Unternehmen auch voll Stolz im kommenden Jahr sein 225-jähriges Bestehen feiern! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST, Pixabay, Fotodarling, Pexels).

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Bisher war es liebenswerte Gepflogenheit, völlig unterkühlte, durchgefrorene Menschen-Körper, mit den Heiß-Getränken Glühwein oder Punsch, wieder auf ihre korrekte Betriebstemperatur aufzuheizen. Jetzt brach auch noch die Meldung über uns herein, dass heuer im Advent die Kaltenhausener Bierköche erstmals Glüh-Bier brauen werden. Damit ist das dritte flüssige Aufwärm-Medium am Markt. Eine durchaus feine Sache für Alkohol-Liebhaberinnen und Alkohol-Liebhaber. Doch die Alko-Verschmäher weiblicher und männlicher Art gehen dabei weiterhin leer aus. Umso erfreulicher, dass dieser unerträgliche Tatbestand nun sein Ende findet. Denn in Hallein bietet der Flüssigkeiten-Fachhandel ab 1. Dezember 2018 völlig neu entwickelte, absolut alkoholfreie Heiß-Getränke an. Schon in der Start-Phase ist das Angebot von erfreulicher Vielfalt geprägt. Glüh-Rettichsaft, Glüh-Birnensaft, Glüh-Pflaumensaft, Glüh-Feigensaft, Glüh-Clementinensaft, Glüh-Melonensaft, Glüh-Gurkensaft, Glüh-Brombeersaft, Glüh-Karottensaft und Glüh-Traubensaft heißen die ersten zehn Sorten absolut alkoholfreier Heiß-Getränke. Erfreulich: Forschungsteams arbeiten seit geraumer Zeit in Hallein, hinter verschlossenen Türen, mit Hochdruck daran, weitere alkoholfreie Glüh-Getränke zu entwickeln. Doch sie alle könnten jetzt zu spät kommen. Denn die Konkurrenz holt zu einem vernichtenden Gegenschlag aus.

Mittlerweile forschten, im Verborgenen und streng geheim, neue Entwickler-Teams in Hallein, alle sorgfältig als Normalbürger getarnt, mit Hochdruck um die Wette, um das weltweit absolut sensationellste Glüh-Getränk auf den Markt zu bringen. Großhändler wie SPAR, Interspar, Red Bull, McDonalds, Billa oder Merkur, aber auch der Europark in Salzburg, überbieten sich stündlich mit aberwitzigen Angeboten, um einen Exklusiv-Verkaufsvertrag für dieses einzigartige Glüh-Getränk zu ergattern. Dem SALZSCHREIBER gelang es, einen der involvierten Getränke-Entwickler aus der ersten Reihe mit einem unanständig hohen Geldbetrag zum Reden zu bringen. Der Getränke-Forscher, dessen Namen wir nicht bekanntgeben können, im Originalton: ,,Angesichts der immer unüberschaubarer werdenden Sortenvielfalt auf dem alkoholfreien Getränkemarkt, wird in Hallein schon seit Jahren geheim daran geforscht, um das endgültige, das absolute, das für alle Zeiten in seiner Klarheit und Bekömmlichkeit nicht mehr zu übertreffende Glüh-Getränk zu entwickeln. Nun ist der Durchbruch da, und schon wurde mir erst gestern von Mitarbeitern aus dem Dunstkreis des US-Geheimdienstes angeboten, einen beliebig hohen Geldbetrag für die Rezeptur des Super-Glüh-Getränkes zu nennen. Gleichzeitig wurde mir in Aussicht gestellt, sofort in einem US-Kampfflugzeug in die USA flüchten zu können!‘‘

,,Aber ich bin noch am Überlegen‘‘, setzte der Getränke-Entwickler fort, ,,denn kurz darnach kam ein Angebot aus Moskau, man werde auf alle Fälle jedes Angebot der Amerikaner verdoppeln. Und jetzt schauen Sie doch aus dem Fenster – hier setzt tatsächlich ein russischer Armee-Kampfhubschrauber zur Landung an, um mich abzuholen! Nun möchte ich aber dem SALZSCHREIBER, dessen seriöse Berichterstattung ich stets zu schätzen wusste, doch noch rasch den Namen des neuen Super-Hyper-Mega-Elementar-Glüh-Getränkes der Zukunft bekanntgeben. Der geniale, sensationelle, geradezu unfassbare, literarisch hochstehende, wissenschaftlich absolut korrekte Name für den künftigen Getränke-Super-Welthit, der künftig aufgrund der enormen Kaufnachfrage nicht in Flaschen verkauft sondern den Kunden per Rohrleitung zugestellt werden soll, lautet beeindruckend schlicht und einfach nur: Glüh-Wasser. Sie können aber der Einfachheit halber auch nur Heißwasser dazu sagen!‘‘ Sprach’s, eilte zu Putins röhrendem Kampfhubschrauber, stieg ein und schon kurz danach verschwand das kriegerische Fluggerät in den dichten Wolken. – (Text & Foto: Odo Stierschneider).

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Nun wurde die Ur-Ur-Ur-Fassung des Liedes ,,Stille Nacht‘‘ im Rahmen der Neuerrichtung der Halleiner Gruber-Orgel, zwischen der alten G-Orgelpfeife und der alten M-Orgelpfeife entdeckt. Das Blatt trägt nur den ersten Teil des weltberühmten Liedtitels ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘, auch die Notenzeilen sind noch völlig leer. Untersuchungen der Tinte, mit der die Worte ,,Stille Nacht‘‘ geschrieben worden waren, verweisen völlig zweifelsfrei darauf, dass damit von Franz Xaver Gruber später auch die komplette Melodie des Liedes zu Papier gebracht wurde. Ebenso zeigt der wissenschaftliche Schriftvergleich, dass die Worte ,,Stille Nacht‘‘ von Komponist Franz Xaver Gruber zu Papier gebracht wurden. Damit ist zweifelsfrei erwiesen, dass Gruber und Mohr schon in den Jahren vor 1818 gemeinsam ein Lied planten, dessen erste zwei Titelworte ,,Stille Nacht‘‘ lauteten. Damit ist auch verständlich, warum Franz Xaver Gruber sogar bereit war, ausgerechnet am Weihnachtstag des Jahres 1818, die Komposition des Liedes ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ in Angriff zu nehmen. Er wußte ja schon längst, dass Joseph Mohr mit größter Hingabe am Text des Liedes feilte und war glücklich, als er dessen Niederschrift am Weihnachtstag 1818 doch noch überreicht bekam. Seine im letzten Abdruck erstellte Komposition machte das Lied ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ schließlich weltberühmt und unsterblich.

Auf dem mit ,,Stille Nacht‘‘ überschriebenen, sonst aber leeren Notenblatt, (siehe dazu das 1. FOTO oben) konnten auch zweifelsfrei die Fingerabdrücke Grubers lokalisiert werden. Sie sind ja nach wie vor auf seinen einstigen persönlichen Gerätschaften im neuen Halleiner ,,Stille Nacht‘‘-Museum in großer Zahl vorhanden und an Ort und Stelle gesichert. Dieses bescheidene Notenblatt ohne Noten hat in der internationalen Stille-Nacht-Forschung eingeschlagen wie eine Bombe. Dass es ausgerechnet wenige Wochen vor dem 200-Jahre-Jubiläum des Liedes ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ entdeckt wurde, verleiht diesem Jahrhundert-Fund eine geradezu mystische Ausstrahlung. In Hallein gehen laufend aus der ganzen Welt Kaufangebote zu astronomischen Summen ein, unter den prominentesten Anbietern befindet sich der Papst ebenso wie US-Präsident Trump oder Russlands Herrscher Putin. Angaben über die exakt gebotenen Summen werden in Hallein nicht gemacht.

Nur so viel: Sollte man in Hallein tatsächlich an einen Verkauf des ,,Stille Nacht‘‘-Blattes denken (und man denkt tatsächlich an einen Verkauf!), dann wird nur in Goldbarren kassiert und in keiner Geldwährung. Denn im internationalen Geldverkehr sind bekanntlich Überweisungen von Summen mit höchstens 9874563925735488564795875699 Stellen möglich. Gelingt der Deal, und davon sind alle Beteiligten überzeugt, dann bekommen alle Halleiner Bürger und alle Halleiner Bürgerinnen jeden Alters, die nachweislich in Hallein geboren sind, einen 10 Kilogramm schweren Goldbarren geschenkt. Die Halleiner Altstadt wird neu mit Goldbarren gepflastert, der weitaus größte Teil der kassierten Goldbarren wird in neu angelegten, 200 Kilometer langen Sicherheits-Stollen im Salzbergwerk Dürrnberg eingelagert. Dazu Vize-Bürgermeister Maximilian Klappacher: ,,Angesichts der gigantischen Goldmengen, die für das Stille-Nacht-Blatt geboten werden, hoffen wir, dass die 200 Kilometer Einlagerungs-Stollen ausreichen!‘‘

Sind alle diese Kleinigkeiten erledigt, dann lädt die Stadt Hallein die Liedtext-Schreiber und Komponisten der ganzen Welt zu einem Wettbewerb. Es gilt ein neues Weltlied zu schaffen. Sein Titel: ,,Stille Nacht, goldener Tag!‘‘ Die Bewertung und Preiszuerkennung erfolgen im bis dahin neu errichteten ,,Stille Nacht‘‘-Museum, das in seiner gefühlvollen Mächtigkeit (siehe 2. FOTO oben) ganz den bescheidenen Schöpfern des Liedes ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ entsprechen wird. Das bestehende ,,Stille-Nacht‘‘-Museum wird abgerissen. Der Neubau wird den gesamten Gruberplatz ausfüllen. Die Ferchlstraße und die bergseitigen Gebäude werden dem neuen ,,Stille-Nacht‘‘-Museum geopfert, das noch weit in den Berg hineinreichen wird. Das bestehende Gruber-Gedenk-Symbol-Leer-Grab aus der Notzeit der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wird künftig weithin sichtbar an der Außenfassade des ,,Stille Nacht‘‘-Wolkenkratzers in Höhe des 50. Stockwerkes angebracht und zur Nachtzeit beleuchtet. – (Keine Presse-Aussendung der Stadt Hallein. Ergänzungen: Odo Stierschneider. Fotos: Atelier Joseph Gruber & Franz Xaver Mohr).

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Das SALZSCHREIBER-Ressort SATIRE hält die journalistische Tugend hoch, immer und überall nur der reinen Wahrheit und nichts als der reinen Wahrheit schonungslos und brutal Raum zu geben. So auch im Falle des Bierfass-Anstiches im Rahmen der Eröffnung des ,,Stille Nacht‘‘-Museums. Beim Anschlagen wollte der Zapfhahn vorerst so gar nicht hinein in die vorgesehene Öffnung des Fasses, eine Bier-Überschwemmung war die logische Folge. Und als er endlich richtig festsaß, war er völlig aufgedreht und produzierte einen beinahe schon unanständigen gelblichen Bierstrahl. Davon ist aber im 3. SALZSCHREIBER-Bericht im Ressort AKTUELLES über den Bieranstich überhaupt nichts zu sehen oder zu lesen. Die feinen Pinkel in der AKTUELLES-Redaktion haben die Wahrheit wieder einmal allzu feinfühlig und übersensibel nachweislich unterdrückt. Da sind wir beinharten Burschen aus der SATIRE-Redaktion aber schon aus ganz anderem Holz (hart wie Eisen!) geschnitzt. Wo immer möglich, dreschen und hauen und fetzen wir richtig drauf los. Siehe die Fotos oben. Und so scheuen wir uns auch nicht zu berichten, dass die rund um das biertriefende Fass Stehenden damit begannen, fröhliche, neue Textversionen zur Liedzeile ,,Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, einsam wacht‘‘ zu erfinden. Zum Beispiel ,,Bierzapfhahn, Bierzapfhahn, was hast Du uns da angetan?‘‘ Oder: ,,Gelber Strahl, Gelber Strahl, ohne Dich kein richtiges Festtags-Mahl!‘‘ ,,Bier ohweh, Bier ohweh, das ist wirklich ein übler Schmäh!‘‘ Oder: ,,Bierige Nacht, Bierige Nacht, die waren beim Anschlagen unbedacht!‘‘ Oder: Bier ist weg, Bier ist weg, es fließt hinunter in den Dreck!‘‘ Oder: Bier rinnt aus, Bier rinnt aus, da bleibt sogar was für die Maus!‘‘ Oder: Bier ade, Bier ade, der Anblick tut im Herzen weh!‘‘ Sehen Sie sich, geschätzte Leserinnen und Leser, die oben stehenden Fotos genau an. Vielleicht fällt Ihnen dazu auch eine originelle Textvariante ein? – (Text und Fotos: OST).

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DER SALZSCHREIBER (info@salzschreiber.at) erhielt folgenden Leserbrief, der sicherheitshalber gleich von 9 (neun!) Personen, vier der weiblichen und fünf der männlichen Art, unterzeichnet worden war. Glühendheisse Empörung stieg aus dem Schreiben auf – verständlich. Hatten doch unbekannte Täter das Kriegerdenkmal auf dem Schöndorferplatz auf besonders rücksichtslose und brutale Art geschändet. Wir zitieren aus dem Leserbrief: ,,Lieber Salzschreiber! Da sich Ihr Internet-Medium intensiv und ausschließlich mit der Stadt Hallein beschäftigt, möchten wir auf eine empörende Entdeckung hinweisen: Wie wir zu unserem Entsetzen feststellen mussten, wurde der weiblichen Figur des Halleiner Kriegerdenkmals, die einen erschöpften Krieger labt, von unbekannten Vandalen der Kopf abgeschlagen. Trotz intensiver Bemühungen konnten wir diesen nicht mehr finden. Mit tiefstem Entsetzen verbleiben wir hochachtungsvoll: Josef B., Peter F., Erika H., Herbert K., Maria L., Romedius M., Anna N., Georg N., und Claudia P.‘‘ Dem Schreiben war ein eindrucksvolles Foto (siehe oben) beigelegt, das keiner weiteren Erklärung bedarf: der Kopf fehlte tatsächlich! So danken wir den ,,Glorreichen Neun‘‘ für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihre verständliche Empörung. Aber schließlich siegt doch das Gute: DER SALZSCHREIBER sorgte mittlerweile dafür, dass das fehlende weibliche Haupt wieder ersetzt wurde und übernahm auch die Kosten dafür (siehe Foto unten). – (Odo Stierschneider, Foto 1: Die oben erwähnten Leserbrief-Schreiber und Leserbrief-Schreiberinnen. Foto 2: OST).

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Auf nichts mehr ist Verlass. Einfach auf gar nichts mehr. Nicht einmal mehr auf die geheimnisvollen, emsigen und verhassten Spraydosen-Nachtarbeiter. Einst konnte man sicher sein, dass sie sofort über jede freie Fläche herfallen und mit ihren Farb-Attacken völlig verwüsten. Doch jetzt ist alles anders, wie die alarmierende Situation in Hallein zeigt. Am Uferweg entlang der Salzach auf Höhe des Rest-Stadtparks Richtung Stadtbrücke gibt es nur noch ein enthusiasmierendes Erlebnis: Die Hinterland-Gewässer-Entwässerungsanlage, birgt noch einen seit Jahren behördlich wohlbehüteten Schatz aus der Glanzperiode (1. FOTO oben) der Farbsprayer. Dann gibt es noch einige Happen für die Benützer der Ruhebänke (2. FOTO), aber dann bricht der grauenvolle Anblick der Stadtbrücke über uns herein. Riesige leere Flächen dehnen sich hier aus. Und weit und breit ist kein einziges horribles Spraydosen-Attentat zu sehen. Der absolute, blanke, perfektionierte Wahnsinn!

SPRAYDOSEN-SCHWÄCHLINGE
SCHEITERN AUF BLAMABLE ART
AN DER STADTBRÜCKE

Bei Errichtung der Stadtbrücke (3. FOTO) wurde einst unter erheblichen Mehrkosten extra eine Sprayer-Wand unter der Abzweigung zur Perner-Insel eingezogen. Und der Dank dafür? In all den Jahrzehnten keine einzige Schmiererei! Auch das mächtige, großflächige Brückentragwerk (4. und 5. FOTO) blieb völlig unbehelligt. Erst recht die einladende, gewaltig dimensionierte, völlig glatte Unterseite der Brücke (6. FOTO). Hier könnten die Spraydosen-Hechte endlich einmal richtig großvolumig und raumgreifend direkt aus dem Wasser heraus arbeiten. Aber es geschieht einfach nichts. Nichts!! Ebenso völlig unbehelligt blieb bisher (7. und 8. FOTO) die gewaltige Abwehr-Barriere an der Südseite der Brücke gegen Hochwasser-Treibgut. Und wie steht es mit den leeren Flächen entlang des südlichen Zuganges (9. FOTO) zur Brücken-Unterführung? Alles kahl und unberührt, ganz so, als ob die Spraydose noch gar nicht erfunden wäre! Oben auf der Stadtbrücke bietet sich der kümmerliche, lächerliche und armselige Mini-Steg (10. FOTO) schon längst für eine intensive Sprayer-Attacke an. Doch nichts dergleichen geschah bisher. Nicht die leistungs-schwachen Sprayer, sondern die einsatzfreudigen Kräfte der Natur haben hier bereits erfolgreich damit begonnen, das Bauwerk an seinem Oberteil erheblich zu verschandeln.

HOCHWASSER-SCHUTZMAUERN
ODER DER NEUE ALTSTADT-STRASSENBELAG
WÄREN ATTRAKTIVE ANGRIFFSZIELE

Neben der Stadtbrücke sollten eigentlich die Hochwasser-Schutzmauern (11. FOTO) entlang der Zufahrt zur Tiefgarage zu intensivem Spraydosen-Einsatz animieren. Aber auch hier herrscht noch immer unanständige Unversehrtheit. Zum Stichwort Hochwasser-Schutz: hier hätten die arbeitsscheuen Spraydosen-Tachinierer ein leicht zugängliches, kilometerlanges Betätigungsfeld, schließlich verfügen die Mauern bekanntlich sowohl über eine Vorder- als auch über eine Rückseite (12. FOTO). Für eine begnadete künstlerische Behübschung der Gehsteige auf der Stadtbrücke (13. FOTO) sorgt eine Täterin, die 150 Millionen Kilometer von Hallein entfernt ist – die Sonne. Damit ist an unsere inaktiven Spraydosen-Kümmerlinge die herausfordernde und peinliche Frage zu stellen, wieso es auf dem neuen Straßenbelag der Halleiner Altstadt (14. FOTO) noch immer keine Spraydosen-Orgien gibt. Doch die allergrößte Attraktion, das herausforderndste Angriffsziel in der ganzen Stadt Hallein für die nur noch sinnlos umherschlurfenden Spraydosen-Versager, haben wir uns für den glorreichen Schluss aufbehalten (15. FOTO). An alle schlappen Spraydosen-Artisten: Diese enormen, derzeit noch betongrau gefärbten Turm-Fassaden, verlangen dringend nach einer extremen farblichen Aufbesserung. Und nicht zu vergessen: Das riesige Ding besitzt insgesamt vier Seiten! Womit das Ressort SATIRE des SALZSCHREIBER seinen Lesern und Leserinnen wünscht, dass Hallein sich schon demnächst zum wilden, aufgewühlten Schlachtfeld aller glorreichen Spraydosen-Kämpfer entfaltet. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Berichterstattung im SALZSCHREIBER über die Errichtung des neuen Pfannhauser-Steges in Spezialstahl mit Rost-Patina löste in Hallein eine völlig unerwartete Brücken- und Rost-Begeisterung aus, deren Dimensionen allmählich bedenklich erscheinen. Der Alpenverein Hallein wird demnächst die beiden Barmsteine rostbraun streichen und zwischen den beiden Barmsteinen eine Brücke aus Rost-Stahl errichten. Die beiden Eis-Tempel auf dem Bayrhamerplatz und in der Thunstraße entwickelten gemeinsam die neue, rostfarbige Eissorte ,,Brücken-Eis‘‘, die Bäckereien produzieren rostfarbiges ,,Mehrkorn-Brücken-Brot‘‘, in den Konditoreien werden rostfarbige ,,Brücken-Schnitten‘‘ und rostfarbige ,,Brücken-Torten‘‘ angeboten. Der Halleiner Kirchturm verliert seine unauffällige Betongrau-Farbe und wird rostbraun gestrichen.

Kosmetik-Fachgeschäfte bieten für die Halleinerinnen rostfarbige ,,Brücken-Lippenstifte‘‘ und rostfarbiges ,,Brücken-Make-up‘‘, beide Produkte werden eine hilfreiche Brücke zu Männern darstellen. Die Halleiner Modegeschäfte propagieren gemeinsam den Halleiner Mode-Look ,,Textiler Brücken-Rost‘‘ und immer mehr Halleiner Haus-Eigentümer verpassen ihren Hausfassaden die Farbe ,,Brücken-Rost‘‘. Der Sexschuppen am Fuße des Adneter Riedls gestattet nur noch den Einsatz von rostbraunen Präservativen und die Halleiner Altstadt-Kommission bewilligt nur noch rostfarbige Fassadenfarben im Stadtzentrum. Der Kulturverein Sudhaus veranstaltet exklusiv Konzerte, bei denen Instrumente nur mit Brückenrost-Patina verwendet werden,

Die Galerie Pro Arte präsentiert demnächst Bilder, die alle einfarbig in der Farbe Brücken-Rost gehalten sind und der neu gegründete Kulturverein ,,Just in Art‘‘ demonstriert seine Brücken-Rost-Begeisterung durch seine Namensänderung in ,,Just in Rost‘‘. Die Halleiner Stadtpolizei erhält neue, rostfarbige Uniformen, der Halleiner Salzträger im Stadtwappen wird zum Halleiner Rost-Träger und die Sitzungen der Gemeindevertretung werden künftig als ,,Brücken-Rost-Meetings‘‘ bezeichnet. Um in der Halleiner Altstadt eine unübersehbare Anzahl von Roststahl-Brücken errichten zu können, werden die Straßenzüge nach dem Vorbild Venedigs in Wasserkanäle umgewandelt, jedes Altstadthaus erhält eine eigene Roststahl-Brücke, die hinüber auf die andere Seite des Wasserkanals führt. Im Halleiner Rathaus haben alle politischen Parteien beschlossen sich aufzulösen, um gemeinsam die Halleiner Rost-Partei zu gründen.

In Kaltenhausen wird künftig nur noch eine Sorte Bier gebraut: das Halleiner Rostbrücken-Bier. Dazu der Braumeister von Kaltenhausen: ;;Das Bier kann in beliebiger Menge von allen Autofahrern getrunken werden, es enthält keinen Alkohol, nur sehr viel Rost!‘‘ Radgeber Grundtner hat bereits ein originelles Brückenrad mit Rostdesign im Angebot. Die ,,Tennengauer Nachrichten‘‘ nennen sich künftig ,,Tennengauer Brücken-Nachrichten‘‘, das Orangerot des Zeitungskopfes wird gegen Rostbraun ausgetauscht. Die Zeitung ,,Hallo Hallein‘‘ wird zu ,,Hallo Rost-Brücke‘‘ und der SALZSCHREIBER wird zum ,,Rostschreiber‘‘. Das Lied ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ bekommt die neue Halleiner Fassung ,,Stille Brücke, heiliger Rost‘‘ und die längste Mondesfinsternis dieses Jahrhunderts, die den Erdtrabanten für zwei Stunden in dunkles, rostrotes Licht tauchte, demonstrierte, dass die Halleiner Rost-Begeisterung sogar bis hinaus ins Weltall schwappt. – Das oben stehende Foto zeigt die wichtigsten der hier geschilderten Brücken- und Rost-Initiativen. Die Bildqualität ist ein wenig eingeschränkt, da der Fotograf selbstverständlich ein mit Rostfarbe besprühtes Foto-Objektiv verwendete. – (Rodo Rostschneider, Foto: ROST).

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