1657 wurde der Elisabeth-Brunnen auf dem Bürgerspitalplatz im Norden der Halleiner Altstadt errichtet. Das viereckige Brunnenbecken sowie die viereckige Brunnensäule in der Mitte, welche die Figur der heiligen Elisabeth trägt (Foto 1), wurden aus heimischem Marmor gefertigt. Derzeit sind Brunnensäule und Brunnenbecken jahreszeitlich bedingt abgedeckt (Foto 2). Elisabeth, Tochter des ungarischen Königs Andreas II., heiratete 1221 den thüringischen Landgrafen Ludwig VI. Ihr Drang nach Selbstentäußerung, Mildtätigkeit und freiwilliger Armut, entfremdete sie immer mehr dem höfischen Leben. Nach dem Kreuzfahrertod ihres Mannes 1227, verließ sie die Wartburg. Sie stiftete in Marburg ein Hospital, in dem sie sich, bis zu ihrem frühen Tod 1231, im Alter von nur 24 Jahren, asketisch dem Krankendienst widmete. Bereits vier Jahre später wurde Elisabeth 1235 heiliggesprochen.

Höchst unerfreulich: Der Elisabeth-Brunnen weist einen schlechten Zustand auf, die Schäden werden von Jahr zu Jahr immer stärker. Mittlerweile wurden alle vier Seitenplatten des Brunnenbeckens durch Sprünge in zwei oder mehrere Bruchstücke zerteilt, die Oberflächen sind teilweise schwer beschädigt. Die seitlichen Stufen zeigen sich teilweise abgeschlagen. Frühere Beckensprünge wurden verkittet, mittlerweile liegen sie wieder offen. Die einstige bildhauerische Bearbeitung ist bereits teilweise abgebröckelt, überall zeigen sich rundum diverse Schäden. Durch die Abdeckung während der Wintermonate, zeigt sich die Brunnensäule in der Mitte des Brunnenbeckens mit der Figur der heiligen Elisabeth, vermutlich in besserem Zustand. Der schlechte Zustand des Elisabeth-Brunnens reiht sich in eine ganze Reihe von anstehenden Problemen in der Stadt Hallein ein. Angesichts der vorherrschenden und alles überdeckenden Corona-Krise, wird der Marmor des Elisabeth-Brunnens wohl noch geraume Zeit weiterhin an Substanz verlieren.

Nun zu den obenstehenden 10 Fotos. FOTO 1: Vor etwa 20 Jahren, zeigte sich die Brunnensäule in der Mitte des Brunnenbeckens mit der Figur der heiligen Elisabeth noch in einwandfreiem Zustand. Wie sie sich gegenwärtig präsentieren, werden wir im Frühjahr erleben. FOTO 2: Derzeit, in der 2. Februarhälfte 2020, sind Brunnensäule und Elisabeth-Figur noch eingehaust. Aus einem gewissen Abstand betrachtet, macht der Brunnen einen trügerisch guten Eindruck, allerdings nur, wenn man nicht gerade die Stufentrümmer im Blickfeld hat. FOTO 3: Sprünge durchziehen alle vier Marmorbecken-Wände. FOTO 4: Die Bildhauer-Arbeiten an den Außenseiten des Brunnenbeckens sind nur noch zum Teil erkennbar. FOTO 5: Das Errichtungsjahr des Brunnens 1657 wurde unter anderem bildhauerisch festgehalten. Heute ist von der Zahl nichts mehr zu sehen – oh doch, die letzte Ziffer 7. Sie wurde, nachdem sie abgebröckelt war, mit weißer Farbe nachgemalt. FOTOS 6, 7 und 8: Besonders augenfällig sind die groben Beschädigungen an den Stufen. FOTOS 9 und 10: Die Erosion unterhöhlt inzwischen die Brunnenanlage auch an ihrer Basis. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Das theater bodi end sole informiert: Corona erlaubt uns nicht, dass Sie zu uns nach Hallein in das theater bodi end sole kommen. Also kommen wir im Fernsehen zu Ihnen! Eigentlich war ein groß angelegtes Stück geplant, das rund um den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Premiere gehabt hätte. Nun ist eine Online-Performance entstanden. Wir haben ausprobiert, was Video im Wechselspiel mit dem Theater ausmacht, wenn beide Ausdrucksformen spürbar sein sollen. Zwei Monate nach Beethovens 250. Geburtstag gehen wir on air: Am 17. Februar 2021, 20:15 Uhr auf FS1, dem Community-Sender Salzburgs. Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen.

Im Anschluss an die Premiere laden wir Sie zu einem Gespräch via zoom ein. Bitte melden Sie sich dafür über unser Ticketingsystem an, indem Sie eine Eintrittskarte zu 0,00 € erwerben. Sie erhalten dann kurz vor Beginn der Sendung den Zugangslink. Oder Sie besuchen unsere Website und schreiben unter "Stimmen und Statements" einen Kommentar!

 

Was bleibt von Ludwig van Beethoven übrig, wenn der Geniebegriff wegfällt? Das theater bodi end sole hat sich auf die Suche nach dem Menschen gemacht, der sich hinter dem Komponisten der 9. Symphonie, des „Fidelio“ und so vieler anderer Werke verbirgt: Dem Menschen voll Sehnsucht und bitterer Leiderfahrung. Und dann gibt es noch „die Anderen“ – Frauen, Komponistinnen der Zeit, deren Namen und Werke heute kaum mehr jemand kennt. Briefe, Lebenserinnerungen, Zeitzeugnisse werden zu einer audiovisuellen Collage verwoben. Eine Performance, die ihren eigenen Weg geht und herausfinden will, welche Muster und Gedanken aus der Zeit von vor 250 Jahren uns heute noch prägen.

 

MITWIRKENDE
Marion Hackl – Performance
Domenica Radlmaier – Performance, Gesang
Gertraud Steinkogler-Wurzinger – Performance, Gesang, Komposition
Wolfgang Oliver – Performance
Nicole Baïer – Szenografie, Video
Werner Lemberg – Klavier
Sophie Hassfurther – Saxophon, Komposition
Marion Hackl – Ausstattung
Helfried Hassfurther – Licht, Tondesign
Gertraud Steinkogler – Idee
Bashir Khordahji – Produktionsleitung
Doris Schumacher, Christa Hassfurther – Konzept, Dramaturgie, Regie

 

Das theater bodi end sole dankt dem Institut für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Mozarteum, ebenso der Universität Mozarteum, die für die Musikaufnahmen den Bösendorfersaal zur Verfügung stellte. Schließlich bedankt sich das theater bodi end sole bei Frau Herdis H. Menhardt von Hör-Akustik Döbling für die Informationen, die sie zur Verfügung stellte hat. Das theater bodi end sole freut sich über die Kooperation mit FS1, dem Communitiy-Fernsehsender Salzburg und dankt den Fördergeber*innen Stadt Hallein, Land Salzburg und dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. – (theater bodi end sole. Foto: Beethoven Circle)

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Ab Mittwoch, dem 10. Februar, hat der kunstraum pro arte wieder geöffnet. Die Ausstellung „Szenarien der Imagination, Annäherung an eine Ästhetik der Natur“ von Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter wurde bis 27. Februar verlängert. Natur und Kultur wurden und werden oftmals als unvereinbare Gegensätze gegenübergestellt. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte werden Verbindungslinien zwischen Natur und Kultur gewebt. Die Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter loten dabei Szenarien der Imagination mit und über Natur, den Umgang mit der Natur und die Natur des Menschen aus. Vom spielerischen Umgang mit ästhetischen Formen in der Arbeit „Hairbarium“ von Lavinia Lanner, über Rauminterventionen von Anna-Amanda Steurer, in welchen Licht, Zeit und Rhythmus im Raum abstrakte Zwischenräume der Reflexion öffnen, bis hin zur recherchebasierten poetischen Erinnerungsarbeit in den Herbarien der Arbeit „Asking the Trees“ von Annelies Senfter, spannt sich ein Bogen auf, der vom Poetischen bis ins Politische reicht. Ästhetiken der Natur werden in unterschiedlicher Weise aufgegriffen, inszeniert und imaginiert.

 

DIE DREI KÜNSTLERINNEN
IN DER GALERIE PRO ARTE

Die in Salzburg und Wien lebende Künstlerin Lavinia Lanner, geboren 1985, befasst  sich in ihrer Serie „Hairbarium“, mit Pflanzenhybriden. Dem Genre der naturwissenschaftlichen Zeichnung nachempfunden, bedient sie sich zwar der Bildsprache derselben, doch sind ihre Pflanzenhybriden eigenständige Kreaturen in Bleistift auf Papier. Diese bewusst eingesetzte Mehrdeutigkeit der Linien setzt sich in der raumgreifenden Installation „JEIN“ von Lavinia Lanner fort: Lanners Papierbahnen ähneln dabei Schriftrollen und enthalten gestische Elemente, die ähnlich wie Puzzlestücke, zusammengesetzt ein Ganzes bilden. Auf den einzelnen Bahnen sind die Fragmente jedoch als abstrakte Einzelteile zu sehen. Sie lotet damit aus, wieviel es braucht, um nicht nichts zu sein. Dass es sich etwa um das über mehrere Formate gezogene Wort JEIN handelt, erschließt sich den Betrachtenden nicht ohne Weiteres und ist laut Künstlerin sekundär. Eine Zwischenwelt des Vagen, des nicht Festlegen-Wollens entsteht. Die Besucher_innen bewegen sich zwischen den Fragmenten, von der Linie zur Fläche, zum Raum und wieder zurück auf gänzlich Reduziertes.

 

Mit Pflanzen als stumme Beobachter unserer Menschenleben und als Zugang einer poetischen Erinnerungsarbeit beschäftigt sich Annelies Senfters in ihren künstlerischen Herbarien. Die Salzburger Künstlerin zeigt ihren von 2016 bis 2020 entstanden Werkzyklus “Asking the Trees (Die Bäume bitten/befragen)”. Inspiriert von wissenschaftlichen Herbarien, in welchen Pflanzenteile konserviert werden und Aufschluss über die Pflanze und ihre Fundumstände geben, wählt die Künstlerin diese Form, für eine poetische Erzählung über Heimat und den Verlust von Heimat aus politischen Gründen. Ihr Ziel ist es zeitliche Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und territoriale Verbindungen zwischen Heimat und Exil zu schaffen. Nach zweijähriger Recherche in Stadt und Land Salzburg begann 2016 die Arbeit an einem Herbarium aus Parks und Gärten von im Nationalsozialismus enteignetem beziehungsweise beschlagnahmtem Besitz. Eingebettet ist die Serie in eine Sammlung tagebuchartiger Texte, geschrieben während eines USA-Aufenthaltes der Künstlerin 2015, und eine Reihe von Fotografien, die fiktiv Erinnerungsbilder ehemaliger BesitzerInnen an ihre Anwesen und Häuser rekonstruieren.

 

Anna-Amanda Steurer, geboren 1994, studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre Suche nach universell verständlichen Metaphern für das Werden und Vergehen haben die Künstlerin zu Raum-Zeitkonzepten hingeführt, die sie in Installationen in Innen- und Außenräumen umsetzt. In der Ausstellung wird eine begehbare Rauminstallation aus Eisen, Holz, und verzinktem Draht gezeigt, in der sich, abhängig vom Standort, die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild überlagern. Zudem werden mehrere Fotografien des Projektes „hOURs“ gezeigt – eine Intervention im Naturraum. Die Wahl des Ortes, eine enge Schlucht im Bregenzerwald, folgte der Prämisse einer ausschnitthaften Perspektivenvielfalt, die dynamische und zeitkontinuierliche Abläufe einbezieht. Die Raumintervention aus rund 20 km verzinktem Eisendraht war in ihrer Gesamtheit von keinem Standort aus einsehbar. Es gab eine kurze Phase, in der direktes Sonnenlicht über die zarte Textur der Oberfläche streifte und die Poesie der vorrückenden Zeit versinnbildlichte.

 

Die Ausstellung ist bis 27. Februar 2021 zu sehen. Infos Coronavirus: Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. Die Ausstellung ist ohne Anmeldung, frei zugänglich. Es dürfen sich max. 5 Besucher_innen gleichzeitig in den Ausstellungsräumen aufhalten. Im Falle von Symptomen einer Atemwegserkrankung dürfen die Ausstellungsräume nicht betreten werden.

 

DIE KURZBIOGRAPHIEN
DER DREI KÜNSTLERINNEN

LAVINIA LANNER, geboren 1985 in Österreich, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Lanner studierte Bildende Kunst bei Gunter Damisch und Amele Wulfen an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie an der Slade School of Fine Art London. Zeitgleich studierte sie Translationswissenschaft (BA) und Konferenzdolmetschen (MA) am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2019 Hairbarium | Tag- und Wurzelwerk, Galerie ARCC.art, Wien (AT); 2018 Konzeptpapiere, ICON Galerie, Linz (AT); 2017 fighter eraser, Loft8 Galerie, Wien (AT); 2015 Einzelpräsentation Deutschvilla Strobl, Salzburg (AT); 2014 nulla dies sine linea, Österreichisches Kulturforum Rom (IT) www.lavinialanner.com

 

ANNA-AMANDA STEURER, geboren 1994 in Bregenz, lebt und arbeitet in Krumbach und Salzburg. Sie studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ausstellungen (Auswahl): 2013–2019 Rundgang, Universität Mozarteum Salzburg; 2017 Raise, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018–2019 hOURs, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018 Extending the Thread, Group Exhibition, Galerie Zwergelgarten, Salzburg; 2018 Ich (ent)decke den Tisch, Happening, University Mozarteum Salzburg; 2019 Poolbar-Generator 2019. Von der Idee zum Konzept zum Festival, Group Exhibition, Bildraum Bodensee, Bregenz. www.anna-amanda-steurer.com

 

ANNELIES SENFTER graduierte in den Fächern Grafik und Neue Medien, Textiles Gestalten, Werkerziehung an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte Germanistik an der Universität Salzburg. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Lienz. Zu ihren Einzelausstellungen aus jüngster Zeit zählen: 2017 "Asking the trees II", Galerie im Andechshof Innsbruck; 2017 "Coming to See", Salzburger Kunstverein, Kabinett; 2017 "Close Reading of a Ground/Warten", künstlerischer Beitrag zu den Goldegger Dialogen, Kulturverein SCHLOSS GOLDEGG. Außerdem waren ihre Werke zuletzt in folgenden Ausstellungen vertreten: „Covergence“, Kunstpavillon Tiroler Künstlerschaft, Innsbruck sowie "all natural. 100% Sammlungen", Museum der Moderne, Salzburg Mönchsberg und "ENDURE THE ABSENCE", Galerie 5020 Salzburg. Sie war Stipendiatin des Virginia Center for the Creative Arts in den USA (2015), erhielt das Österreichische Staatsstipendium für künstlerische Fotografie (2018) und den Förderpreis der RLB Kunstbrücke Innsbruck (2018). Ihre Werke sind in einer ganzen Reihe von öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten unter anderem in der Fotosammlung des Bundes, MDM Rupertinum Salzburg (2017). www.anneliessenfter.at – Das obenstehende Foto zeigt die Ausstellungsansicht aus der Installation "Overlay 2.0" von Anna-Amanda Steurer.

 

Besucher*innen-Information: kunstraum pro arte, Schöndorferplatz 5, 5400 Hallein, Telefon 06245 87443 / office@kunstraumproarte.com / www.kunstraumproarte.com / www.facebook.com Kunstraum-pro-arte / www.instagram.com/kunstraumproarte

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mittwoch bis Freitag 16:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr
Und nach Vereinbarung
EINTRITT FREI –– (Text: Laila Huber, Foto: Lukas Gwechenberger).

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Das mikroskopisch kleine, mit freiem Auge nicht wahrnehmbare Corona-Virus hat unser Dasein grundlegend verändert. Im Vordergrund steht dabei, dass wir seit dem Jahr 2020 auf gesellschaftliche Ereignisse aller Art, somit auch auf die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, verzichten mussten. Es war das erste Mal, seit Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel im Jahr 1992, dass dieses Kulturereignis der Spitzenklasse im Vorjahr abgesagt werden musste. Damit ergab sich jedoch im Sommer 2020 die unerwartete Chance, der in äußerst deprimierendem Grau gehaltenen, langgestreckten, entsetzlichen Festspielfassade, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Festspiele, endlich ein passendes Aussehen zu verleihen. Nun – geschehen ist natürlich nichts, wahrscheinlich werden die Festspiele nochmals 50 Jahre bis zu ihrem 150jährigen Bestehen warten müssen, bis diese schreckliche Fassade endlich einen festspielgerechten Anblick bietet. Eine grundlegende Voraussetzung dazu ist, dass die schreckliche Überdachung der Parkplätze entlang der Festspielfassade sowie die dazu gehörenden Parkplätze endlich beseitigt werden. Erst dann kann an eine farbliche Gestaltung der langgestreckten Festspielfassade gedacht werden.

 

Die Salzburger Festspiele rangieren weltweit in der Spitzengruppe der bedeutendsten Kultur-Veranstaltungen. Hallein hat das Glück, auf der Pernerinsel seit nahezu 30 Jahren einen festen Festspiel-Ort zu besitzen. Wo die Salzburger Festspiele aufgeführt werden, so sollte man meinen, wird den Besuchern ein besonders festliches Umfeld geboten. Dies gilt auf der ganzen Welt, nur in Hallein ist alles völlig anders. Hier bietet sich als nördliche Eingangs-Fassade des Festspiel-Gebäude-Komplexes, eine in fantasielosem, deprimierendem Hellgrau gehaltene, langgestreckte entsetzliche Fassade, die eher einem Rohbau als einem fertiggestellten Bauwerk gleicht.

Als die Saline auf der Pernerinsel noch doppelt so groß war wie heute, brach am 15. November 1968, in ihrem nördlichen Gebäudeteil, ein Brand aus. Die dort untergebrachte Skifabrik Brenter hatte Feuer gefangen. Der Großbrand führte dazu, dass schließlich die gesamte Nord-Hälfte der Saline abgerissen werden musste. Auf einem Teil dieses Areals befindet sich heute der Pernerinsel-Parkplatz, der noch immer darauf harrt, durch einfache Maßnahmen endlich optisch erträglicher gestaltet zu werden. Seit über 50 Jahren (!) klafft also noch immer die große Gebäude-Wunde, die unattraktive, noch immer nicht gestaltete, große Gebäude-Fassade, die eigentlich ein Gebäude-Querschnitt ist, hinter dem die Salzburger Festspiele stattfinden. Kein einziges Mal wurde in all diesen Jahren öffentlich darüber diskutiert, wie man diesen optischen Albtraum entschärfen könnte! Die einzige Veränderung bildete vor Jahrzehnten die schreckliche, grauenhafte und vergammelte Parkplatz-Überdachung am Fuß der entsetzlichen Riesen-Fassade. Hier gehört endlich ein Gestaltungs-Wettbewerb her. Am besten gleich im nächsten Jahr 2021, als Beitrag zum 101jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST)

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Die weißen Fassaden des Keltenmuseums verändern sich stellenweise auf so erschreckende Art, dass man kaum glauben kann, dass sich dahinter grandiose, europaweit bekannte Schätze aus der Keltenzeit verbergen. Nun stecken wir mittendrin in der Corona-Pandemie, deren enorme finanziellen Auswirkungen sich noch gar nicht abschätzen lassen. Also ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um an eine Erneuerung des Fassaden-Anstrichs zumindest für die Süd- und Westfassade zu denken. Derzeit gilt es, deutlich kleinere Brötchen zu backen. Die dunklen und abstoßenden Flächen sind organischen Ursprungs, die sich durch Regen-Feuchtigkeit bilden konnten. Am einfachsten und am kostengünstigsten wäre es, die dunklen, unerträglichen Stellen einfach vom Boden aus, ohne Gerüst, zu überstreichen. Dadurch würden auch alle jene Stellen unsichtbar, an denen derzeit die weiße Farbe bereits abgebröckelt ist, so dass der einstige gelbliche Fassadenanstrich unschön sichtbar wird. Es handelt sich dabei lediglich um eine Zwischenlösung, die jedoch die Jahre bis hin zu einer Erneuerung des Fassaden-Anstrichs wesentlich erträglicher gestalten würde. Der gegenwärtige Zustand schadet sowohl dem Ansehen des Keltenmuseums als auch dem optischen Erscheinungsbild der Halleiner Altstadt. Wie auf den Fotos oben ersichtlich ist, sind vor allem die beiden Fassadenecken entlang der Schiemerstraße und des Pflegerplatzes betroffen. Hier könnte mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine deutliche Verbesserung herbeigeführt werden. (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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,,Die Vorgehensweise und die Diskussion im letzten Kulturausschuss bestätigen unsere Bedenken der Vergangenheit in Bezug auf die neue Kulturstelle. Ein Blick in das Budget zeigt klar auf, dass die Kosten der neuen Kulturstelle eins zu eins dem Fördertopf für Vereine abgezweigt werden. Es ist ein Skandal, dass man sich in den Medien hinstellt und behauptet bei den Vereinen wird nicht gespart und dann zweigt man mehr als 60.000 Euro von den laufenden Subventionen dafür ab. Die Kulturvereine dürfen nicht die Leidtragenden sein, nur weil sich SPÖ-Kulturstadträtin Rosa Bock eine personelle Verstärkung für die tägliche Arbeit leisten will“, so die stellvertretende Klubobfrau Gemeindevertreterin Katharina Seywald und ergänzt:

 

„Vergleicht man die Situation mit dem Sportbereich in Hallein, dann sieht man schnell, dass ein derartiges Denken nur bei Rosa Bock vorherrscht. Denn der Sportausschuss – auch unter SPÖ Führung – hat sich im Rahmen einer guten Diskussion mit dem Thema Corona und der Mehrbelastung von Vereinen auseinandergesetzt. Schlussendlich wurde sogar mehr anstatt weniger Geld für die Vereine ausgeschüttet. Es kam dort zu keiner aktiven Rückforderung der ausbezahlten Beträge noch zu einer Umgehung der Ausschuss-Ermächtigung. Ganz im Gegensatz zur Kultur: Hier müssen Vereine Gelder zurückzahlen und dafür werden dann – ohne Beschluss – Bilder eines Künstlers um fast 15 Tausend Euro gekauft, die dann vermutlich das Büro der Kulturstadträtin auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten der Halleiner Kulturschaffenden verschönern. Für uns ist klar: Unterstützung und Begleitung für Vereine in der Krise sieht anders aus. Der Weg von Rosa Bock ist klar abzulehnen und zeigt einmal mehr wo ihre Prioritäten liegen.“ – (Presse-Aussendung ÖVP Hallein, Foto: OST).

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Seit Mitte Dezember ist der kunstraum pro arte wieder geöffnet! Die Ausstellung „Szenarien der Imagination, Annäherung an eine Ästhetik der Natur“ mit den Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter wurde zu Beginn des Lockdowns aufgebaut und kann nun endlich besucht werden. Die Ausstellung wird bis 30. Jänner 2021 verlängert und die Begleitveranstaltungen werden im neuen Jahr nachgeholt. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte werden Verbindungslinien zwischen Natur und Kultur gewoben. Die Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter loten dabei Szenarien der Imagination mit und über Natur, den Umgang mit der Natur und die Natur des Menschen aus. Vom spielerischen Umgang mit ästhetischen Formen in der Arbeit „Hairbarium“ von Lavinia Lanner, über Rauminterventionen von Anna-Amanda Steurer, in welchen Licht, Zeit und Rhythmus im Raum abstrakte Zwischenräume der Reflexion öffnen, bis hin zur recherchebasierten poetischen Erinnerungsarbeit in den Herbarien der Arbeit „Asking the Trees“ von Annelies Senfter, spannt sich ein Bogen auf, der vom Poetischen bis ins Politische reicht. Ästhetiken der Natur werden in unterschiedlicher Weise aufgegriffen, inszeniert und imaginiert.

 

LAVINIA LANNER. Die in Salzburg und Wien lebende Künstlerin Lavinia Lanner, geboren 1985, beschäftigt sich in ihrer Serie „Hairbarium“, mit Pflanzenhybriden. Dem Genre der naturwissenschaftlichen Zeichnung nachempfunden, bedient sie sich zwar der Bildsprache derselben, doch sind ihre Pflanzenhybriden eigenständige Kreaturen in Bleistift auf Papier. Diese bewusst eingesetzte Mehrdeutigkeit der Linien setzt sich in der raumgreifenden Installation „JEIN“ von Lavinia Lanner fort: Lanners Papierbahnen ähneln dabei Schriftrollen und enthalten gestische Elemente, die ähnlich wie Puzzlestücke, zusammengesetzt ein Ganzes bilden. Auf den einzelnen Bahnen sind die Fragmente jedoch als abstrakte Einzelteile zu sehen. Sie lotet damit aus, wieviel es braucht, um nicht nichts zu sein. Dass es sich etwa um das über mehrere Formate gezogene Wort JEIN handelt, erschließt sich den Betrachtenden nicht ohne Weiteres und ist laut Künstlerin sekundär. Eine Zwischenwelt des Vagen, des nicht Festlegen-Wollens entsteht. Die Besucher_innen bewegen sich zwischen den Fragmenten, von der Linie zur Fläche, zum Raum und wieder zurück auf gänzlich Reduziertes.

 

ANNELIES SENFTERS. Mit Pflanzen als stumme Beobachter unserer Menschenleben und als Zugang einer poetischen Erinnerungsarbeit beschäftigt sich Annelies Senfters in ihren künstlerischen Herbarien. Die Salzburger Künstlerin zeigt ihren von 2016 bis 2020 entstanden Werkzyklus “Asking the Trees (Die Bäume bitten/befragen)”. Inspiriert von wissenschaftlichen Herbarien, in welchen Pflanzenteile konserviert werden und Aufschluss über die Pflanze und ihre Fundumstände geben, wählt die Künstlerin diese Form, für eine poetische Erzählung über Heimat und den Verlust von Heimat aus politischen Gründen. Ihr Ziel ist es zeitliche Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und territoriale Verbindungen zwischen Heimat und Exil zu schaffen. Nach zweijähriger Recherche in Stadt und Land Salzburg begann 2016 die Arbeit an einem Herbarium aus Parks und Gärten von im Nationalsozialismus enteignetem beziehungsweise beschlagnahmtem Besitz. Eingebettet ist die Serie in eine Sammlung tagebuchartiger Texte, geschrieben während eines USA-Aufenthaltes der Künstlerin 2015, und eine Reihe von Fotografien, die fiktiv Erinnerungsbilder ehemaliger BesitzerInnen an ihre Anwesen und Häuser rekonstruieren.

 

ANNA AMANDA STEURER. Geboren 1994, studierte Anna-Amanda Steurer Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre Suche nach universell verständlichen Metaphern für das Werden und Vergehen haben die Künstlerin zu Raum-Zeitkonzepten hingeführt, die sie in Installationen in Innen- und Außenräumen umsetzt. In der Ausstellung wird eine begehbare Rauminstallation aus Eisen, Holz, und verzinktem Draht gezeigt, in der sich, abhängig vom Standort, die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild überlagern. Zudem werden mehrere Fotografien des Projektes „hOURs“ gezeigt – eine Intervention im Naturraum. Die Wahl des Ortes, eine enge Schlucht im Bregenzerwald, folgte der Prämisse einer ausschnitthaften Perspektivenvielfalt, die dynamische und zeitkontinuierliche Abläufe einbezieht. Die Raumintervention aus rund 20 km verzinktem Eisendraht war in ihrer Gesamtheit von keinem Standort aus einsehbar. Es gab eine kurze Phase, in der direktes Sonnenlicht über die zarte Textur der Oberfläche streifte und die Poesie der vorrückenden Zeit versinnbildlichte.

 

VERANSTALTUNGEN (Eintritt frei):
Mittwoch, 20. Jänner 2021 um 18:30 Uhr
Kurzvortrag mit Führung
Wolfgang Wintersteller, Kerstin Klimmer-Kettner und Annelies Senfter
sprechen über Erinnerungskultur

 

Samstag, 30. Jänner 2021 um 11 Uhr
Finissage & Künstlerinnengespräch
mit Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer, Annelies Senfter

 

Infos Coronavirus: Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. Es wird empfohlen die Hände zu desinfizieren, sowie einen Mund-Nasen-Schutz mitzunehmen. Im Falle von Symptomen einer Atemwegserkrankung darf an den Veranstaltungen nicht teilgenommen werden.

 

Bei allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich: office@kunstraumproarte.com
Die Ausstellung ist ohne Anmeldung frei zugänglich.

 

KURZBIOGRAFIEN
LAVINIA LANNER (Foto 1 oben): Geboren 1985 in Österreich, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Lanner studierte Bildende Kunst bei Gunter Damisch und Amele Wulfen an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie an der Slade School of Fine Art London. Zeitgleich studierte sie Translationswissenschaft (BA) und Konferenzdolmetschen (MA) am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2019 Hairbarium | Tag- und Wurzelwerk, Galerie ARCC.art, Wien (AT); 2018 Konzeptpapiere, ICON Galerie, Linz (AT); 2017 fighter eraser, Loft8 Galerie, Wien (AT); 2015 Einzelpräsentation Deutschvilla Strobl, Salzburg (AT); 2014 nulla dies sine linea, Österreichisches Kulturforum Rom (IT).
www.lavinialanner.com

 

ANNA-AMANDA STEURER (Foto 2 oben): Geboren 1994 in Bregenz, lebt und arbeitet in Krumbach und Salzburg. Sie studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ausstellungen (Auswahl): 2013–2019 Rundgang, Universität Mozarteum Salzburg; 2017 Raise, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018–2019 hOURs, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018 Extending the Thread, Group Exhibition, Galerie Zwergelgarten, Salzburg; 2018 Ich (ent)decke den Tisch, Happening, University Mozarteum Salzburg; 2019 Poolbar-Generator 2019. Von der Idee zum Konzept zum Festival, Group Exhibition, Bildraum Bodensee, Bregenz.
www.anna-amanda-steurer.com

 

ANNELIES SENFTER (Foto 3 oben): Sie graduierte in den Fächern Grafik und Neue Medien, Textiles Gestalten, Werkerziehung an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte Germanistik an der Universität Salzburg. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Lienz. Zu ihren Einzelausstellungen aus jüngster Zeit zählen: 2017 "Asking the trees II", Galerie im Andechshof Innsbruck; 2017 "Coming to See", Salzburger Kunstverein, Kabinett; 2017 "Close Reading of a Ground/Warten", künstlerischer Beitrag zu den Goldegger Dialogen, Kulturverein SCHLOSS GOLDEGG. Außerdem waren ihre Werke zuletzt in folgenden Ausstellungen vertreten: „Covergence“, Kunstpavillon Tiroler Künstlerschaft, Innsbruck sowie "all natural. 100% Sammlungen", Museum der Moderne, Salzburg Mönchsberg und "ENDURE THE ABSENCE", Galerie 5020 Salzburg. Sie war Stipendiatin des Virginia Center for the Creative Arts in den USA (2015), erhielt das Österreichische Staatsstipendium für künstlerische Fotografie (2018) und den Förderpreis der RLB Kunstbrücke Innsbruck (2018). Ihre Werke sind in einer Reihe von öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, unter anderem in der Fotosammlung des Bundes, MDM Rupertinum Salzburg (2017).
www.anneliessenfter.at(Presse-Aussendung mit Fotos: kunstraum pro arte).

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Nach dem Ersten Weltkrieg ist die Tabakindustrie ein wichtiger Arbeitgeber für Frauen in Österreich. Eine der Zigarrenfabriken steht in Hallein. Die dort arbeitenden Frauen wurden durchaus respektvoll als „Tschikweiber“ bezeichnet. Sie waren bekannt für ihren Zusammenhalt und ihr Selbstbewusstsein, waren gewerkschaftlich organisiert, hatten ein relativ gutes Einkommen und nahmen an Demonstrationen sowie Aufmärschen teil. Fast 11.000 Zigarren wurden 1935 in Hallein hergestellt, in den darauffolgenden Jahren ging die Produktion jedoch zurück. 1940 wurde die Halleiner Zigarrenfabrik geschlossen und in einen Rüstungsbetrieb umgebaut.

 

Als kleinen, aber wichtigen Beitrag, für die Anhebung des Ansehens von Hallein im kulturellen Bereich, hat sich ein Halleiner Unternehmer nun vorgenommen, mit Unterstützung durch Personen, denen das Ansehen von Hallein ein wirkliches Anliegen ist, den einstigen ,,Tschikweibern‘‘ zu größerem Ansehen zu verhelfen und sie einem breiteren Publikum näherzubringen – natürlich nicht nur den Halleinern, sondern auch Kultur-Interessierten aus dem Tennengau, Flachgau, der Stadt Salzburg und vielleicht auch aus dem benachbarten Bayern.

 

Damit dies gelingt, werden sich dafür auch Frau Vizebürgermeister Rosa Bock und Frau Christa Hassfurther einsetzen. Auch Herr Prof. Wolfgang Wintersteller hat sich bereiterklärt, das Thema ,,Tschikweiber‘‘ in seinen Altstadtführungen anzusprechen und bei den zehn geplanten Vorstellungen im Oktober 2021 das Stück aus historischer und sozialer Sicht vorzustellen.

 

Einer der passenden Aufführungsorte wird der Salzstadl sein, dessen bescheidene Architektur und Gestaltung sehr gut in die schwierige Zeit des Überganges vom 19. in das 20. Jahrhundert passt.

 

Es bedarf eines Finanzierungs-Volumens von ca. € 90.000,– bis € 95.000,–, damit das erfreuliche und wichtige Vorhaben gelingen kann. Die Haftung dafür wurde bereits sichergestellt. Was noch Probleme bereitet, sind die Einschränkungen, mit denen die Kulturschaffenden durch die aktuelle Pandemie konfrontiert sind. Es ist zu hoffen, dass bis Oktober des nächsten Jahres wieder mehr Freizügigkeit gegeben ist. Für zehn Vorstellungen ist ein volles Haus erforderlich. Im Ziegelstadl sollten jedenfalls je Vorstellung 100 Besucher anwesend sein.

 

Der Dank gilt vor allem Frau Vizebürgermeister Rosa Bock für ein allfälliges Kultursponsoring, Frau Christa Hassfurther für ihre Begeisterung und ihr Fachwissen und Herrn Prof. Mag. Wolfgang Wintersteller für die Bereitschaft, sein historisches Wissen einzubringen. – (I.Z. / OST. Foto: Keltenmuseum).

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Jetzt, in den ersten Tagen des Monats Dezember, richtet sich, immer stärker werdend, natürlich die Aufmerksamkeit auf das immer näherkommende Weihnachtsfest. Was wäre wohl Weihnachten ohne stimmungs- und verheißungsvolle Weihnachtskrippen? So entschloss sich der Halleiner Tourismusverband, in Hallein einen Krippenpfad zu schaffen, der mit 13 Krippen-Stationen bei der Alten Saline auf der Pernerinsel beginnt und über Keltenmuseum, Augenoptik Schauer, Ganzer Moden, Herzerl Fashion, Lederwaren Kirchtag, Kunstwerkstätte Plan B, Salzburger Sparkasse, Spielwaren Oedl (hier ist sogar ein Dutzend Weihnachtskrippen in einer Auslage zu bewundern, die auch gekauft werden können), Zilli, Alfaré (das Geschäft ist über die Weihnachtszeit wieder durch eine Mieterin belebt), über die Stadtkrippe auf dem Oberen Markt bis zur Krippe in der Stadtpfarrkirche führt.

Die Krippen des Krippenpfades wurden mit viel Liebe und großem Zeitaufwand von den Krippen-Künstlern und der Krippen-Künstlerin Grete Winkler, Christian Haipl, Paul Blüm und Martin Sommerauer geschaffen. Damit entstand eine stimmungsvolle und sehenswerte Attraktion, die in den nächsten Jahren unbedingt auf weitere Geschäfte und Institutionen der Halleiner Altstadt ausgedehnt werden sollte. Beispielsweise ,,Stille Nacht‘‘-Museum, Rathaus-Foyer, Kunstraum Pro Arte, im besonders attraktiv gelegenen, bisherigen ,,Sudhaus‘‘-Vereinslokal, in den Auslagen der in der Altstadt ansässigen vier Bankinstitute Hypothekenbank, Oberbank, Raiffeisenbank, Sparkasse und Volksbank sowie in weiteren Geschäftsauslagen, so dass eine landesweit bekannte Vorweihnachts-Attraktion entstehen würde. Unsere Fotos oben zeigen zuerst 5 Krippen-Beispiele aus der Alten Saline und aus den Auslagen der Halleiner Altstadt, dann folgen, aus unterschiedlicher Entfernung aufgenommen, drei Fotos von der Krippe in der Stadtpfarrkirche. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Zu dem SALZSCHREIBER-Bericht über die Wieder-Anbringung der Skulpturen von Jesus und den beiden Schächern in der Kapelle in Kaltenhausen gegenüber dem Leprosenhaus-Kirchlein, (dazu am Ende dieses Artikels ein Stück weiter hinunter scollen), übermittelte uns Michael Neureiter, der im einstigen Wohnhaus von Franz Xaver Gruber in Hallein Aufgewachsene, den nachfolgenden Beitrag einschließlich der beiden Fotos:


Es drohte eine unendliche Geschichte zu werden, sie begann im Herbst 2015. In der Halleiner Gemeindevertretung wusste auf eine Anfrage hin niemand, wem die desolate Kapelle gehört. Schließlich stellte sich heraus, dass die Stadtgemeinde selbst Eigentümer ist. Wenige Tage später, am 19. November 2015, fanden wir die schwer beschädigten Skulpturen im Lager des Wirtschaftshofs neben Kabeltrommeln und Straßenbesen. (Dazu das 1. Foto oben).

 

Die „Drei Kreuze Kaltenhausen“ sind schon auf der ältesten Halleiner Stadtansicht aus 1632 zu sehen. In den 1970er Jahren verkaufte der private Eigentümer die Skulpturen des Jesus und der zwei Schächer. 1980 schuf der Halleiner Bildhauer Bernhard Prähauser eine neue Gruppe (dazu das 2. Foto oben), die Kapelle kam schließlich in das Eigentum der Stadt.

 

Seit der Auffindung der verschollenen Figuren wurde von der Stadtgemeinde immer wieder die Verantwortung für ihr eigenes Kulturgut eingefordert und die Instandsetzung der beschädigten Skulpturen eingemahnt. Ende 2019 hing noch immer der eine Schächer am linken Kreuz, ein Ende des beklagten Zustands war nicht in Sicht.
 

Das Jahr 2020 brachte schließlich das Ende des Wartens und Einforderns: Auf den Tag fünf Jahre nach dem Fund im Wirtschaftshof, wurden die von Peter Hartl restaurierten Figuren wieder angebracht. Die Initiative von Bürgermeister Alexander Stangassinger und der Stadtgemeinde verdient Dank und Respekt. (Fotos: Michael Neureiter)

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Ein erheblicher Schock für alle Kulturfreunde in Hallein. Der Kulturverein Sudhaus, der in den vergangenen Jahren in dankenswerter Weise mit unterschiedlichsten Initiativen die Halleiner Kulturszene gestaltete und bereicherte, beschloss am Donnerstag, 19. November 2020, in einer Krisen-Generalversammlung seine Auflösung. Der Anlass für diese dramatische Entscheidung: Die jährliche finanzielle Förderung der Stadt Hallein für den Kulturverein Sudhaus, der 40 Kunst- und Kulturschaffende unter seinem Dach vereinte, wurde überfallsartig von 90.000 Euro auf 20.000 Euro, also um 78 Prozent (!) reduziert. Unter anderem auch deshalb, weil die Kulturförderung der Stadt Hallein für Kulturvereine insgesamt nur wenig berauschende 240.000 Euro beträgt.

Nun will die Stadt Hallein die Funktion des Kulturvereines Sudhaus in die Hände eines Koordinators bzw. einer Koordinatorin legen – die Stelle ist seit Montag, 23. November 2020 bereits ausgeschrieben. Der neue Kultur-Koordinator bzw. die neue Kultur-Koordinatorin sollen möglichst schon mit Beginn des neuen Jahres 2021 ihre Tätigkeit in dem 20-Stunden-Teilzeit-Job aufnehmen. Ihre Hauptaufgabe: Die kulturellen Aktivitäten der derzeit aufgelösten Kulturszene wieder zu koordinieren. Eine aktuelle Analyse sieht übrigens vor, dass künftig das Stadttheater als zentrale Spielstätte dienen soll, hier soll künftig auch das Kulturbüro untergebracht werden. Es ist für die Kulturstadt Hallein zu hoffen, dass durch die neue Kultur-Koordination, zumindest der Großteil der Kulturaktivitäten, die der Kulturverein Sudhaus entfaltet hatte, erhalten bleiben bzw. ausgebaut und intensiviert werden.

 

Dem Vorstand des Kulturvereines Sudhaus, ist jedenfalls für seine Bemühungen um eine lebendige und abwechslungsreiche Kulturszene in Hallein, zu danken. Es waren dies Simone Seymer, Obfrau; Katrin Petter, Obfrau-Stellvertreterin; Helfried Hassfurther, Kassier; Bettina Pann, Kassier-Stellvertreterin; Laila Huber, Schriftführerin. Der künstlerische Beirat bestand aus den folgenden Persönlichkeiten. Christa Hassfurther: Langjährige Kulturschaffende aus Hallein, Leiterin des Theaters bodi end sole. Mit ihrem Fachwissen unterstützte sie den Kulturverein Sudhaus in Feedback-Gesprächen zur inhaltlichen Ausrichtung, zur Beantragung von Fördergeldern und natürlich in den Kunstsparten Theater und Medien. Heimo Thiel: Zirkuspädagoge und Clown mit profunder Erfahrung in Kinder- und Erwachsenen-Bildung, Beirat für den Bereich Akrobatik/Zirkus. Raimund Weickl: Mitglied des Halleiner Künstlerkollektivs Plan P und Künstler mit dem Schwerpunkt Metallskulpturen und Polymer Clay. Beda Percht: Künstlerischer Leiter des Vereins Cataracts dance theatre media events. Als Regisseur, Art Director, Lehrer, Textschreiber und Produzent ist er Künstler und Unternehmer gleichzeitig und stärkte den Kulturverein Sudhaus mit seinen Visionen und der Fähigkeit, „groß“ zu denken. – (Odo Stierschneider. Foto: Sudhaus-Signet mit Trauerrand).

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Nachdem vor Jahrzehnten die Figuren der Kreuzigungsgruppe neben der Bundesstraße in Kaltenhausen, gegenüber der Leprosenkapelle, schlicht und einfach verkauft worden waren, standen die drei Kreuze jahrelang leer. Schließlich vor über 40 Jahren, wurden unter Leitung des Halleiner Bildhauers Bernhard Prähauser, die drei Holzfiguren Jesus, Dismas und Gestas neu geschaffen. Doch die drei Gekreuzigten wurden im Laufe der Jahre von Wind und Wetter derart beschädigt, dass sie abgenommen werden mussten. Die Holzplastiken der drei Gekreuzigten wurden seither im Halleiner Wirtschaftshof gelagert. Seit dem Vorjahr wurde nun versucht, die drei Holzplastiken wieder an ihren angestammten Platz am Fuße der Barmsteine neben der Bundesstraße bei Kaltenhausen zurück zu bringen. Bürgermeister Alexander Stangassinger und Kulturstadträtin Rosa Bock widmeten sich dieser Aufgabe, prüften die Möglichkeiten der Sanierung und gaben heuer die Restaurierung in Auftrag.

 

Rund 7000 Euro inklusive Montage, erforderte dieses Sanierungs-Projekt. Für Bürgermeister Alexander Stangassinger ein schönes Vorhaben: „Ich weiß nicht, warum diese Aufgabe nicht schon von meinen Amtsvorgängern angegangen wurde. Die Kreuze und die Figuren so verfallen zu lassen, das gehört sich nicht. Wir haben das Sanierungs-Vorhaben von Anfang an ernst genommen. Die drei Gekreuzigten sind nun wieder an ihrem ursprünglichen Platz und wir sind froh, dass dies nun erledigt wurde.“ Am 19. November 2020, wurden Jesus, Dismas und Gestas wieder zu ihrem Leidensort gebracht – restauriert von Peter Hartl. Der Experte arbeitete übrigens bereits 1980 als Ferialpraktikant bei Bernhard Prähauser in genau jener Gruppe mit, die damals die drei Gekreuzigten erschaffen hat.

Wer die drei Gekreuzigten betrachtet, stellt rasch fest, dass sie im Verhältnis zu den Kreuzen zu klein geraten sind. Bildhauer Bernhard Prähauser begründete dies in einem seinerzeitigen Gespräch mit Odo Stierschneider damit, dass die räumlichen Gegebenheiten bei der Anfertigung der drei Gekreuzigten keine andere Dimension gestattet hätten. Bernhard Prähauser machte damals den Vorschlag, die zu großen Kreuze auf die Größe der Gekreuzigten abzustimmen und entsprechend zu verkleinern. Es hätte ein kleiner Hügel errichtete werden sollen, auf dem die drei kleineren Kreuze wieder entsprechend zur Geltung gekommen wären. Dazu ist es jedoch, zumindest bisher, nicht gekommen. – Das obenstehende Foto zeigt Bürgermeister Alexander Stangassinger mit Restaurator Peter Hartl und Arbeitern bei der Montage der drei restaurierten Heiligenfiguren Jesus, Dismas und Gestas. – (Presse-Ausendung mit Foto: Stadtgemeinde Hallein. Ergänzungen: OST.)

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Im Rückblick auf das Schmiede-Jahr 2020 kann die Schmiede Hallein nun offiziell aufatmen: Kein Contact Tracing war notwendig. Die strengen Hygiene-Maßnahmen wurden von allen Künstlerinnen und Künstlern, von allen Besucherinnen und Besuchern, von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und natürlich auch vom Schmiede-Team korrekt eingehalten, womit die angepeilte positive Wirkung auch erreicht wurde. Das Schmiede-Jahr 2020 startete im Jänner bei der letzten ORTung in Hintersee – nicht nur die letzte ORTung für die Schmiede, sondern die letzte ORTung in diesem Format überhaupt. Das Jahresthema sollte sich auch im Ergebnis niederschlagen, ORTung 2020 war ein voller Erfolg und motivierend für die Abschluss-Ausstellung ,,ORTung 2018 – 2020. Schmiede in Hintersee” im September.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht wissen, dass ein paar Monate später alles völlig anders sein würde. Besonders für die Kultur. Die Schmiede Hallein entschied sich trotzdem nach reiflicher Überlegung, am Jahresplan festzuhalten und alles in gewohnter Form so normal als möglich abzuwickeln. Es galt mit zunehmend einschränkenden Veränderungen umzugehen, dennoch war eine Absage keine Option. Vielmehr galt es, die bestehenden Möglichkeiten auszuloten und zu nützen. Budgets wurden umgeschichtet und in Form von Arbeitsstipendien direkt an Künstlerinnen und Künstler ausgeschüttet. 15 Künstlerinnen und Künstler erhielten so die Möglichkeit, über den ganzen September hinweg, in Hallein auf der Perner Insel zu arbeiten. 

 

Ein weiteres Programm, das neu entwickelt wurde, war die ,,YnselZeit‘‘. Innerhalb kürzester Zeit entstand – mitten in der Pandemie – ein spontanes, qualitativ hochstehendes und sicheres Festival. Am Anfang stand die Hubert-von-Goisern- Kulturpreis-Verleihung. Es folgten Ausstellungen, Konzerte, Kinderworkshops, ein Künstlerinnen-Symposium und Lesungen, Performances und Theaterstücke – ein vielfältiges Programm, das im August und September erfolgreich abgewickelt wurde. Ziel war es, ein Zeichen der Lebendigkeit zu setzen und der unfassbaren Corona-Pandemie mit Fassbarem entgegenzutreten.

 

Das Programm war in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kultur-Institutionen und Universitäten, wie etwa subnet – Salzburger Verein für experimentelle Medien, Zentrum für Mensch-Computer-Interaktion, FH Salzburg Urstein, Kunst-Universität Linz, bodi end sole, Tennengauer Kunstkreis und natürlich Kunst im Ziegenstall entstanden. Den Abschluss bildete die Schmiede20: Horses/Pferde. Auch wenn die Anwesenheit von Publikum eine zunehmende Herausforderung darstellte – z.B. musste die Werkschau unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden – konnte über 100 Smith-Teilnehmerinnen und Smith-Teilnehmern eine ,,Ynsel für Kunst‘‘ und gemeinsames Arbeiten geboten werden.

 

Rückblickend ist das Vereinskonto auf Grund der zusätzlichen Ausgaben zu Sicherheit und Hygiene zwar völlig geleert, trotzdem waren alle Aktivitäten für die Schmiede Hallein ein voller Erfolg. Dazu Geschäftsleiter Rüdiger Wassibauer: ,,Wenn nichts mehr geht, kann man alles versuchen. Von uns wurde die Krise genutzt, um Projekte weiter und anders zu denken, sowie um neue Vorhaben zu erproben und zu realisieren. Wir nutzten 2020 als Testlauf für das Neue und wurden mit Glück beschenkt.” Die Schmiede Hallein sieht sich vorbereitet, weiterhin gelebter zeitgenössischer Kunst und Kultur auf überregionalem Niveau, im regionalen Raum eine ,,Ynsel‘‘ zu bieten. – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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Die ,,Halleiner Ohrwaschln‘‘, wie die beiden Barmsteine liebevoll genannt werden, sind noch bis 13. November 2020 Gegenstand einer beeindruckenden Foto-Ausstellung im Gemeindeamt Oberalm. In den Gängen aller Geschoße des Gebäudes sind die großartigen Barmstein-Fotos des passionierten Fotografen Martin Strasser zu bewundern. Martin Strasser gründete in Oberalm den Fotoclub ,,Sinnbilder‘‘, der sogar über eine Kinder- und Jugendgruppe verfügt. In der Ausstellung werden auch historische Schwarz-Weiß-Fotos der Barmsteine aus dem Keltenmuseum gezeigt, denen Martin Strasser seine zeitgemäßen Farbaufnahmen – vom gleichen Standpunkt aus fotografiert – gegenüberstellt. Martin Strasser fotografierte die beiden Barmsteine meisterhaft bei unterschiedlichsten Beleuchtungs- und Witterungs-Verhältnissen, wobei jede einzelne Aufnahme die Besucher der Foto-Ausstellung begeistert. Die Ausstellung gewinnt zusätzlich an Eleganz, da alle Fotos im gleichen Format und schön gerahmt präsentiert werden. Der Kleine Barmstein wurde einst von Nationalsozialisten durch ein riesiges Hakenkreuz brutal verschandelt, dafür wurde er Jahrzehnte später durch die Barmstein-Beleuchtung der ,,Halleiner Zeitung‘‘ weithin sichtbar in romantisches Licht gerückt. So hoffen wir abschließend, dass die fantastischen Barmsteinfotos von Martin Strasser auch einmal in Hallein bewundert werden können. – (Odo Stierschneider. Fotos: Martin Strasser).

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Die herausragende Kultur-Institution der Stadt Hallein, das international angesehene Keltenmuseum, feiert nun sein 50jähriges Bestands-Jubiläum. Aus diesem stolzen Anlass, informierten Landeshauptmann Dr. Wilfrid Haslauer, Bürgermeister Alexander Stangassinger und der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, im Keltenmuseum persönlich die Presse über Hintergründe und Aktivitäten im Rahmen des stolzen Jubiläumsjahres.1966 erfolgte der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein und dessen Adaptierung zu einem Museum. Vor genau 50 Jahren, am 17. Oktober 1970, wurde das Keltenmuseum im entsprechend adaptierten, einstigen Salinen-Amtsgebäude, einem der größten Gebäude in der Halleiner Altstadt, feierlich eröffnet. Diese Museums-Gründung stellte eine wegweisende Entscheidung der Stadtgemeinde Hallein dar. Denn im neuen Gebäude konnten die Städtischen Sammlungen laufend aufgewertet und ein immer professioneller werdender Museumsbetrieb realisiert werden. Aus einem Regional-Museum mit lokaler Relevanz entstand so eines der größten Museen für keltische Kultur in Europa, welches längst schon international vernetzt und etabliert ist. Heute zählt das Keltenmuseum Hallein zu den Top-Ten der Keltenmuseen in Europa.

DAS KELTENMUSEUM STEIGERT
DIE ATTRAKTIVITÄT DER KULTURSTADT HALLEIN

Die Ausstellung der bedeutungsvollen, umfangreichen, eisenzeitlichen Sammlung an keltischen Objekten sowie die Präsentation der Halleiner Stadtgeschichte, stärken das regionale Kulturangebot enorm und steigern entsprechend die Attraktivität der Kulturstadt Hallein. Nur in den seltensten Fällen werden derart bedeutende Sammlungsbestände außerhalb der Bundeshauptstadt oder einer Landeshauptstadt gezeigt. Eine Spezialität des Keltenmuseums stellt die Nähe zu den, durch das Salzvorkommen auf dem Dürrnberg entstandenen, eisenzeitlichen Fundorten, sowie die Einrichtung des Museums in einem über Jahrhunderte der Salinenverwaltung dienenden Gebäude, der sogenannten ,,Neuen Pfleg‘‘, dar.

SEIT 1980 WURDEN IM KELTENMUSEUM
DREI LANDES-AUSSTELLUNGEN PRÄSENTIERT

1980 fand im Keltenmuseum Hallein die erste Salzburger Landesausstellung statt. Insgesamt wurden im Keltenmuseum drei Landes-Ausstellungen präsentiert. ,,Die Kelten in Mitteleuropa‘‘ im Jahr 1980, ,,SALZ‘‘ im Jahr 1994 und ,,200 Jahre Stille Nacht, Heilige Nacht‘‘ im Jahr 2018. Spätestens mit der imposanten Kelten-Ausstellung im Jahr 1980, wurde das Keltenmuseum Hallein in ganz Europa bekannt. Die Salzausstellung 1994 verwies auf die landesgeschichtliche Bedeutung der Halleiner Salinen- und Stadtgeschichte. Der umfangreiche Nachlass an Original-Dokumenten des Komponisten und Halleiner Bürgers Franz Xaver Gruber bildete einen essentieller Beitrag zur Jubiläums-Ausstellung ,,Stille Nacht, Heilige Nacht‘‘ im Jahr 2018.

AUSGEBAUTES DACHGESCHOSS
WIRD ,,ZELLER FORUM‘‘ GENANNT

Anlässlich des 50jährigen Bestandsjubiläums des Keltenmuseums, wurde vom Land Salzburg und der Stadt Hallein, der Ausbau des großen, eindrucksvollen Dachgeschoßes beschlossen. Neben der Erhaltung des mächtigen historischen Dachstuhls sowie der Erhöhung der Traglast, bildet die Einrichtung eines Sonderausstellungs-Bereiches den krönenden Abschluss der Adaptierung aller bestehenden Nutzflächen. In den letzten Jahrzehnten entstand durch die Arbeit der Architekten Jakob Adlhart, Heinz Tesar und Heinz Lang eine gelungene Verbindung aus  historischer Bausubstanz und moderner Museums-Architektur. Dieser Tradition folgt nun auch das aktuelle Bauprojekt mit dem Ausbau des Dachgeschosses. Diese neue Ausstellungsfläche soll zu Ehren des langjährigen Museumsdirektors Kurt W. Zeller künftig ,,Zeller Forum‘‘ genannt werden. Der gesamte Umbau soll bis 2022 fertiggestellt sein.

LAND SALZBURG AN BETRIEBSFÜHRUNG
DES KELTENMUSEUMS BETEILIGT

Seit dem Jahr 2000 ist das Land Salzburg an der Betriebsführung des Keltenmuseums Hallein beteiligt. Damit nimmt das Museum eine Sonderstellung in der Salzburger Museums-Landschaft ein. 2012 folgte die Betriebsführungs- Vereinbarung mit der Salzburg Museum GmbH, wodurch das Keltenmuseum noch mehr in den Fokus des Landes gerückt wurde. Die dadurch erfolgte Stärkung des ländlichen Raumes ist ein Gewinn für die Stadt Hallein. Investitions-Projekte wie die völlige Neugestaltung der Ausstellungs-Bereiche im Jahr 2004, sind nur durch gemeinsame Kraftanstrengungen des Landes Salzburg mit der Stadt Hallein möglich.

VERANSTALTUNGEN FINDEN WEGEN
CORONA NUR TEILWEISE STATT

Das heurige Jubiläumsjahr des Keltenmuseums wurde natürlich erheblich durch die Auswirkungen von Covid-19 geprägt. Alle publikumswirksamen Wochenend-Veranstaltungen wie etwa Highland Games, Folkmusiktag oder eine internationale Tagung zum aktuellen Wissensstand der Eisenzeitforschung, mussten verschoben werden. All dies soll jedoch umgesetzt werden, sobald eine Durchführung ohne Sicherheitsrisiko möglich ist.

DREI VERANSTALTUNGEN WERDEN ABER
IM RAHMEN DES JUBILÄUMS STATTFINDEN

Am Dienstag, 13. Oktober 2020, um 19 Uhr, wird mit einer hochrangig besetzten Gesprächsrunde im Stadttheater Hallein zum Umgang mit archäologischem Erbe gestartet. Angesprochen und eingeladen sind direkt betroffene Institutionen, Gebietskörperschaften und interessierte Privatpersonen. – Am Freitag, 16. Oktober 2020 um 19 Uhr, hält der Direktor der Archäologischen Staatssammlung München, Rupert Gebhard, im Stadttheater Hallein einen öffentlichen Fachvortrag zum Thema ,,Kunst der Kelten‘‘, der in die Welt geheimnisvoller Bilder und Mythen entführt. – Am Samstag, 17. Oktober 2020, von 9 bis 17 Uhr, findet im Keltenmuseum ein ,,Tag der Offenen Tür‘‘ statt. Auf dem Programm stehen stündliche Highlight-Führungen und Kinder-Führungen mit der Stabmarionette Tabico. Nähere Infos dazu unter www.keltenmuseum.at – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die fantastische Holzplastik, die auf dem mittleren Brückenpfeiler der Kühbrücke zwischen Seniorenwohnheim und Pernerinsel die einstigen Salzschiffer symbolisiert, ist immer mehr dem Verfall ausgeliefert. Der Körper des unermüdlichen Salzschiffers zeigt zunehmend Sprünge und Risse, alarmierend ist, dass sich bereits Holzschwämme angesiedelt haben – untrügliches Zeichen der Holzzerstörung. Die Holzplastik dürfte kaum mehr zu retten sein. Schon ab dem Zeitpunkt, an dem die großartige Holzfigur aufgestellt wurde, hätte sie regelmäßig mit Holzschutzmitteln behandelt werden müssen, um vor dem Verfall bewahrt zu werden. Das ist bedauerlicher Weise nicht geschehen, die unvermeidlichen Folgen sind auf unseren oben stehenden Fotos festgehalten. Alles Unerfreuliche hat aber auch sein Gutes. Mit Entsorgung dieser Holzplastik kommt wenigstens ein wenig Luft in die unerträgliche Fülle an Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt Hallein… – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Medien-Kunst und -Kultur in Form von Skulpturen, Raum-Installationen, Video- und Audio-Installationen, Performances und Konzerten, Lesungen und einer App – am Freitag, 25. September, endete in der Alten Saline auf der Pernerinsel das 18. MedienKulturFestival Schmiede20 ,,Pferde/Horses‘‘ wie immer mit einer Werkschau, die alles zeigte, was mit Kreativität und Witz in den letzten zehn Tagen technisch perfekt umgesetzt werden konnte. Die 97 Teilnehmer/innen und das Team der Schmiede20 trafen zum letzten Mal in der Alten Saline zusammen, um miteinander zu registrieren und zu erleben, was alles während 10 Tagen im inspirierenden Ambiente der Schmiede entstand. Trotz schwieriger Umstände angesichts der Coronakrise und ohne öffentliches Publikum, war es wieder ein Abend voller Erlebnisse für Augen, Ohren und Geist. „Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, unsere Werkschau heuer nur intern abzuhalten. Unser Publikum hat die Möglichkeit, die Werkschau via zeitversetztem Live-Stream mit zu verfolgen.“ so Rüdiger Wassibauer, künstlerischer Leiter der Schmiede Hallein. Die Schmiede schließt damit wieder für ein Jahr ihre Tore. Nun wird im virtuellen Netzwerk weitergearbeitet, bis es 2021 – hoffentlich unter einfacheren Rahmen-Bedingungen – wieder heißt: „Welcome to the Playground of Ideas“.

 

Das Jahr 2020 war für die Schmiede alles andere als einfach: Die gewohnten internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fielen wegen der Reise-Beschränkungen beinahe zur Gänze aus. Von rund 250 Anmeldungen waren schließlich 97 Smiths tatsächlich vor Ort: 60% Wiederkehrer, 40% neue Gesichter. Bereits im Vorfeld war ein Präventions-Konzept ausgearbeitet worden. Das öffentliche Programm wurde komplett in die Alte Schmiede verlegt und ermöglichte damit eine strikte Trennung zwischen Teilnehmer/innen und Publikum. Noch im Frühjahr hatten Initiator Rüdiger Wassibauer und sein Team überlegt, ob die Schmiede Hallein überhaupt stattfinden kann. Schließlich entschied man sich dafür: „Das Jahr 2020 war speziell für die Künstler und Künstlerinnen extrem hart, deshalb wollten wir das jährliche Highlight Schmiede nicht absagen.“ so Wassibauer. Heuer wurden zum ersten Mal Arbeits-Stipendien vergeben, welche den Künstler/innen mit ihren Projektideen ein Arbeiten für drei Wochen auf der Perner-Insel ermöglichte.

 

Was haben „Pferde/Horses“ mit der Schmiede zu tun, wie kam das Jahresthema zustande? Schmiede-Initiator Rüdiger Wassibauer stammt aus einer Pferdefamilie – sein Vater hat Österreich in München 1972 in der Sparte ,,Vielseitigkeit‘‘ vertreten, Pferde haben ihn sein Leben lang mittelbar begleitet. Das Thema entstand bereits im Herbst 2019, kurz nach der Schmiede19. Das Pferd steht für Wassibauer auch für das Einbringen von Wärme in eine technisch kühle Maschinenwelt. 46 Projekte in höchster Qualität und mit erstaunlicher Bandbreite, von Renn- und Schaukel-Pferden über Zelte und Rüstungen bis zu einem Karussell, wurden im Rahmen der eindrucksvollen Werkschau vorgestellt. – Auch unter den hohen Auflagen, die das Jahr 2020 mit sich brachte, bewährte sich die Alte Saline auf der Pernerinsel als anregende Umgebung für Kreative und Medienkünstler/innen aller Genres. Alle freuen sich bereits jetzt auf 2021, wenn es wieder heißt: ,,Welcome tot he Playground of Ideas!‘‘

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Sarah Krainer - Emotional Research, „Protection & Social Distance“ - auf Basis der Corona-Situation untersuchte die Fotografin, wie sich Isolation und fehlende Berührungen auf Tänzer/innen und Performer/innen auswirken. Sie hat sich dafür eine Corona-Sicherheitsbarriere aus Plastikfolie aufgebaut, die auch für die Bubble steht, in die uns Corona einschließt. In diese Installation lud sie Schmiede-Teilnehmer/innen ein, ihre Emotionen auszuleben und dokumentierte das Geschehen mit Polaroid und Fotografie.

 

FOTO 2: Melanie Mussegg und Georg Schütz, die sich während der Schmiede 2019 kennenlernten und inzwischen nicht nur künstlerisch ein Paar sind, ging es um Pferde, Kristalle und Zeit. Sie züchteten Kristalle aus unterschiedlichen Salzen, die sie in die Mähne eines Schaukelpferdes einarbeiteten. Das Wachstum dieser kristallinen Mähne wurde auf Video dokumentiert, der geschnittene Kurzfilm war während der Werkschau zu sehen. In einem weiteren Projekt „Riding“ wird das Rennrad von Georg Schütz zum Rennpferd. Ausgestattet mit zwei Kameras, von denen eine live auf eine eigene Facebook-Seite streamt, die andere fängt einzigartige Fahrmomente ein. Die „Sport-Performance“ versteht sich als Persiflage auf die Schnelllebigkeit von Instagram und anderen Bildformaten der Sozialen Medien.

 

FOTO 3: Der italienische Architekt Stefano Mori zeigt seine Wasser/Licht Installation „Indoor Rain“, die im Rahmen der subnet Artist in Residency entstanden ist. Seit Beginn der Menschheits-Geschichte hat der Mensch sich Räume gebaut, um sich vor dem Wetter zu schützen. "Indoor Rain" prüft neue Möglichkeiten, um die Menschen wieder mit den unberechenbaren meteorologischen Veränderungen und der Natur zu verbinden.

FOTO 4: Mascha Beuthel arbeitet und forscht mit interaktiven Textilien. Ihre Installation „The armor of a researcher” versteht sich als kritische Reflektion zu den allgemeinen Erwartungen an Forscher/innen, Emotionen möglichst zu unterdrücken um „professionell“ zu sein. Die – Teil für Teil demontierbare – Rüstung soll die Forscher/innen, ihre Emotionalität und ihre Arbeit schützen.

 

FOTO 5: Marius Schebella und Gertrud Fischbacher vom Textile & Sound Labor, zeigten „Interferenz“. Die Textile Skulptur beschäftigt sich mit Tönen, die durch Verschiebungen zwischen den verschiedenen Schichten von textilem Material – in diesem Fall Baustellen-Vorhänge aus Kunststoff – entstehen. Die Arbeit mischt analog und digital und versteht sich experimentell – das Thema „Textil und Klang“ ist weitgehend medienkünstlerisches Neuland.

 

FOTO 6: Stefanie Wuschitz und Doro Smit beschäftigten sich mit der ungleichen Geschlechterverteilung in der Maker-Gemeinschaft, die eigentlich männlich dominiert ist. Die Installation „the women who made it, ...“ versteht sich als interaktives Porträt von weiblichen Geeks, Nerds, Künstlern und Hackern und basiert auf Interviews mit Schmiede TeilnehmerInnen. Die Betrachter sind eingeladen, die Geschwindigkeit der Räder und damit die Kombination der Projektionen zu steuern. Sie können dadurch neue Portraits für die Zukunft entstehen lassen.

 

FOTO 7: Matthias Krauß‘ Installation „Dieses Schreiben ist ohne Unterschrift gültig“ stimmt melancholisch: Sie besteht aus einer elektrischen Schreibmaschine, einem Roboterarm und einem Gummifinger. Auf der Schreibmaschine entstehen fiktive Ablehnungsschreiben, basierend auf wahren Geschichten. Die Installation untersucht die Wirkung negativer Entscheidungen und Ablehnungen, die keine menschliche Urheberschaft zu haben scheinen, sondern aus reinem Formalismus entstanden sind. – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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Angesichts der Corona-Pandemie wurde im ORF die ,,Lange Nacht der Museen‘‘ abgesagt. Um die Besucherströme zu verteilen wurde das Angebot auf eine Woche ausgedehnt. In der ORF-Museumszeit bieten das Keltenmuseum Hallein und das ,,Stille Nacht‘‘-Museum Hallein ein facettenreiches Programm nicht nur für kleine und große Museums-Besucher/innen sondern ein Programm für die ganze Familie. So singt die Familie Gruber im Stille Nacht Museum, eine ,,vorlaute Reinigungskraft‘‘ führt Sie durch das Museum und Tabico der Keltenjunge, erzählt von seinem Leben vor 2.500 Jahren – das und vieles mehr erwartet die Besucher/innen in der ORF Museumszeit! Das Keltenmuseum Hallein ist täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr. Im Keltenmuseum Hallein wird eindrucksvoll Geschichte lebendig: von den Kelten bis zu den Salzburger Erzbischöfen!

 

VERANSTALTUNGS-ÜBERSICHT
VOM 4. BIS 10. OKTOBER 2020

 

Sonntag, 4.10. 2020, 10 Uhr
Samstag, 10.10.2020, 10 Uhr

Die Welt der Kelten: Tabicos Reise
Führung mit Stabmarionetten
Kosten: 3 Euro zuzügl. Museumseintritt

 

1.-9. Oktober 2020, 11-15 Uhr
Hinter den Kulissen – Museumsarbeit live erleben
Beobachten Sie live die Entstehung einer didaktischen Installation im Museum. Thomas Pickl baut die Ausgrabungskisten für „Kelten für Kinder - Archäologie“ neu.
Kosten: Museumseintritt

 

Dienstag, 6. Oktober 2020, 15 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober 2020, 15 Uhr

2.500 Jahre in 60 Minuten!
Highlight-Führung: Besondere Objekte und ihre Geschichten…
Kosten: 2,50 Euro zuzügl. Museumseintritt

 

Samstag, 3. Oktober 2020, 17 Uhr
Freitag, 9. Oktober 2020, 17 Uhr
Samstag, 10. Oktober 2020, 17 Uhr

Theaterintervention: Frau Nora putzt!
Unsere vorlaute Reinigungskraft Nora verändert den Blickwinkel auf die spektakulären Funde der Kelten. Unterhaltsam, informativ und anders!
Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) zuzügl. Museumseintritt.

 

Anmeldung erforderlich unter
Mail: besucherservice@keltenmuseum.at
oder Telefon: +43 6245 80783

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS:
FOTO 1:
© Keltenmuseum Hallein/Hechenberger. Die Stabmarionette führt durch die Ausstellung. FOTO 2: © Keltenmuseum Hallein/Hechenberger. Erleben Sie die keltische Kunst und Kultur im Keltenmuseum Hallein. FOTO 3: © Keltenmuseum Hallein/Kossmann. Die vorlaute Reinigungskraft Nora erzählt Geschichte einmal anders! FOTO 4: Auch das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum bietet Interessantes für die ganze Familie. FOTO 5: Die Familie Gruber singt im ,,Stille-Nacht‘‘-Museum. – (Presse-Aussendung mit Fotos: Keltenmuseum Hallein).

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Zu einem offenen Gespräch zum Thema „Kultur und Covid-19“ lud Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn am 22. September 2020 Salzburgs Kultur-Verantwortliche nach Hallein ein. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kulturbereich folgten dieser Einladung und diskutierten im Ziegelstadl unter strengen Schutzmaßnahmen über Themen wie gerechte Bezahlung, Ausfalls-Haftungen und Finanzierungen von Coronavirus-Tests. „Besonders in Zeiten wie diesen erleben wir einen erhöhten Rede- und Informations-Bedarf. Jede kleine und große Kultur-Institution hat mit den durch das Corona-Virus bedingten Einschränkungen zu kämpfen. Bei allen eröffnen sich individuelle Herausforderungen und Problemfelder. Deshalb ist es wichtig, Raum zu schaffen und sich Zeit zu nehmen für einen gegenseitigen Erfahrungs-Austausch und eine Ideen-Sammlung, wie die Kultur mit dieser Krise umgehen kann“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Beiträge bedankte. – Auf unserem Foto Angela Glechner, Ingrid Weese-Weydemann, Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Beda Percht, Charly Zechenter und Mario Steidl auf der Kühbrücke neben dem Ziegelstadel. – (Salzburger Landeskorrespondenz, Foto: SLK).

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Begleitend zum Medien-Kunstfestival der Schmiede Hallein, stellt der Tennengauer Kunstkreis, nun schon seit mehreren Jahren, die Ausstellungsräume für Künstlerinnen und Künstler aus diesem Netzwerk zur Verfügung. Die Schmiede Hallein führte gemeinsam mit der Gemeinde Hintersee von 2018 bis 2020 das Künstler- und Künstlerinnen-Symposium ORTung des Landes Salzburg durch. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte wird eine Gesamtschau über diese drei Jahre präsentiert.

 

2018 drehte sich alles um „Mohr und die Stille“ und lehnte sich am Schaffen des bekanntesten Artist in Residence der Hinterseer Geschichte, Joseph Mohr an. Damit wurde die Grundlage für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Artist in Residence sowie Regionale Kunst- und Kultur-Produktion gelegt. – 2019 stand das Thema „Winter und Wandel in Hintersee“ im Fokus. Ausgehend von dem für ganz Österreich bedeutsamen Wandel im Wintertourismus, wurde die Frage der Rolle von Kunst und Kultur in Zeiten des Wandels gestellt. – 2020 wurde die Frage nach dem „Erfolg“ thematisiert. Was ist Erfolg im Bereich der Kunst- und Kultur-Produktion? Wie kann oder soll man persönliches Ziel und gemeinschaftlichen Prozess abwägen? Wie verhalten sich der Moment und die Gemeinschaft zur Zukunft?

 

Diese Ausstellung stellt den Abschluss drei erfolgreicher Symposien dar und beendet zugleich die Initiative ORTung des Landes Salzburg, die es in dieser Form nicht mehr geben wird. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten somit die Möglichkeit ihre Arbeiten erneut einem breiten Publikum zu zeigen, eingebettet in den internationalen Kontext der Schmiede Hallein. Gezeigt werden Video-, Audio- und Fotoarbeiten, Raum-Interventionen und Performances. – Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen: Isidora Ilić & Boško Prostran, Michaela Schwentner, Maria Petschnig, Cornelia Böhnisch, Christiane Peschek, Bettina Landl, Birgit Schlieps, Gertrud Fischbacher, Tinka Legvart, Katharina Schaar, Marius Schebella, Michael Hieslmair, Vera Sebert, Beate Ronacher, Lukas Gwechenberger, Tiana Wirth, Maja Degirmendzic, Boris Ceko, Jennifer Katanyoutanant. – 1. FOTO oben: Beate Ronacher, Talschluss. (Foto: Beate Ronacher). 2. FOTO oben: Leo Neumayr. 3. FOTO oben: Werkschau Cornelia Böhnisch und Christiane Beschek. (Foto:Manuela Seethaler).

 

Die Eröffnung der Ausstellung ORTung 2018 bis 2020 findet am Mittwoch, 16. September 2020 um 19:00 Uhr durch Landeshauptmann-Stv. Heinrich Schellhorn statt. Dieser vergibt auch an Katharina Aigner das Landes-Stipendium für Medienkunst. Bei der Eröffnung werden auch Grußworte des Bürgermeisters von Hintersee, Paul Weißenbacher zu hören sein. Dauer der Ausstellung: 17. September bis 24. Oktober 2020. – (Laila Huber).

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Der in Salzburg lebende chinesische Künstler Wang Jixin, sorgte im vergangenen Jahr für ein überragendes, fantastisches und unvergessliches Kunst-Ereignis in Hallein – mit einer weltweit einzigartigen Bilderschau zum Thema Salz. Die Ausstrahlung der Werke auf die Betrachter, wurde noch durch ihre überaus raffinierte Präsentation in der Alten Saline auf der Pernerinsel unterstrichen. In den mystisch abgedunkelten Salinen-Räumlichkeiten erstrahlten Wangs hinreißende Kunstwerke an den Wänden. Die einzelnen Arbeiten wurden exakt randscharf beleuchtet, so dass der verblüffende Eindruck entstand, die Bilder aus dem Salzwesen seien von rückwärts hinterleuchtet – ein fantastisches, auch aus internationaler Sicht einzigartiges Kunsterlebnis. Es geht nun darum, diesen begeisternden Bilderreigen erneut und für immer in der Alten Saline zu installieren.

Natürlich stoßen derzeit sämtliche Visionen, Anregungen und Vorschläge zugunsten der Stadt Hallein, bei den Zuständigen mit Hinweis auf die bestehende Corona-Krise und die damit verbundenen, noch nicht abschätzbaren Kosten, auf besonders zähen Widerstand. Dieser unerfreuliche Zustand hindert jedoch weitsichtige Halleiner Persönlichkeiten nicht daran, alles zu versuchen, um den großartigen Bilderreigen wieder in der Alten Saline auferstehen zu lassen. Ein erster und symbolträchtiger Anfang wurde dazu bereits vollzogen: Künstler Jixin Wang machte eines seiner Werke, welches den Halleiner Salzträger darstellt, der Stadt Hallein, vertreten durch Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin Rosa Bock, nun zum Geschenk. Die feierliche Übergabe des Kunstwerkes fand am Mittwoch, 2. September, in den historischen Fürstenzimmern des Keltenmuseums statt. Dabei entstanden die beiden ersten Fotos oben: Auf dem 1. Foto ist das gespendete Kunstwerk abgebildet, das 2. Foto zeigt Vizebürgermeisterin Rosa Bock und Künstler Wang Jixin mit dem der Stadt Hallein gespendeten Gemälde. Das 3. Foto entstand während der sensationellen Salzbilder-Ausstellung von Wang Jixin in der Alten Saline. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Halleiner Pernerinsel wird aufgrund der zahlreichen Kultur- und Kunst-Events zu Recht als „Kunstinsel“ bezeichnet. Der heurige Corona-Sommer verhinderte allerdings zahlreiche Veranstaltungen, allen voran die Aufführungen der Salzburger Festspiele. Doch vollständig konnten sie auch durch die Corona-Krise nicht verhindert werden – unter anderem ermöglichten Kunst- und Kultur-Initiator Claus Spruzina, der Tourismusverband Hallein sowie Vize-Bürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock auf der Pernerinsel eine Video-Übertragung der Salzburger Festspiele. Um der Pernerinsel ein neues, kunstvolles Flair zu verleihen, wurden nun dankenswerter Weise durch Claus Spruzina der Stadtgemeinde Hallein, in Absprache mit Vize-Bürgermeisterin Rosa Bock, vier eindrucksvolle Skulpturen zur Verfügung gestellt. die jetzt die Pernerinsel und damit die Stadt Hallein künstlerisch massiv aufwerten.

Die großen beeindruckenden Skulpturen – drei von ihnen bieten sowohl eine Vorder- als auch eine Rückenansicht – schuf der indische Künstler Debasish Bera und sie tragen den Titel „Pillars of silence“ (Stützen der Stille, des Schweigens). Vize-Bürgermeisterin Rosa Bock betonte dazu: „Mein aufrichtiger Dank gilt Herrn Claus Spruzina, der als Eigentümer dieser Skulpturen, mit seiner Leihgabe erneut zur Bereicherung der Stadt beiträgt. Die Platzierung der Figuren in ihrem gärtnerisch überarbeiteten Umfeld, veranlassen viele Personen, dort zu verweilen und ihren Anblick sowie den Blick auf die Alte Saline, auf das Keltenmuseum und die Altstadt zu genießen. Zahlreiche HalleinerInnen und Gäste äußerten sich bereits begeistert über diese gelungene Aufwertung der Pernerinsel.“

 

Für Bürgermeister Alexander Stangassinger stellen die Skulpturen einen wichtigen Beitrag für die Aufwertung des Areals rund um die Alte Saline dar: „Wir haben in nur einem Jahr den Pfannhauser Steg saniert, bei dessem Zugang zur Pernerinsel eine Grünfläche saniert und eine gern benützte, kreisförmige Sitzgelegenheit geschaffen, das Pflaster vor dem Keltenmuseum erneuert und mit zwei Bäumen aufgewertet, eine barrierefreie Rampe zum Treppelweg geschaffen, den Bereich vor der Alten Saline asphaltiert und nun erhält eine gärtnerisch gestaltete Anlage durch die vier Skulpturen noch einen kunstvollen Schliff: Damit wurde ein besonders anspruchsvoller Eingang in unsere schöne Altstadt geschaffen. Mein Dank gilt dem Gönner Claus Spruzina und Vizebürgermeisterin Rosa Bock für ihre Bemühungen.“ Einen ersten Bericht über diesen sensationellen Skulpturengarten, dem gerade angesichts der lähmenden Corona-Krise besondere Bedeutung zukommt, finden Sie weiter unten hier im Ressort KULTUR. Einfach zwei Beiträge weiter hinunterscrollen).
(Presseaussendung Stadtgemeinde Hallein, Odo Stierschneider. Fotos: OST).

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Vizebürgermeisterin Rosa Bock und Kunst-Initiator Claus Spruzina sind zu Recht stolz auf den neuen, sehenswerten Skulpturengarten auf der Pernerinsel. FOTOS 2 bis 8: Details aus den grandiosen Skulpturen. FOTOS 9 bis 11: Die drei Nahaufnahmen zeigen, mit welcher Meisterschaft der Künstler das Schnitzmesser führte. – (Presseaussendung Stadtgemeinde Hallein, Odo Stierschneider. Foto 1: Stadtgemeinde Hallein, Fotos 2 bis 11: OST).

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Die rund um unseren Planeten grassierende Corona-Pandemie stört natürlich das stolze 100jährige Jubiläum der Salzburger Festspiele. Während in Hallein auf der Pernerinsel die geplanten Aufführungen vollständig entfielen, wird in Salzburg ein erhebliches reduziertes Programm geboten. Damit Hallein aber dennoch in den Genuss von Festspiel-Darbietungen kommt, werden heuer zum ersten Mal, seit es die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel gibt, Festspiel-Darbietungen auf einer Filmleinwand geboten. Geplant war, bei Schönwetter die Open-Air-Präsentationen im Innenhof des Festspielbereiches zu bieten. Doch bisher verwies der Wettergott die Festspiel-Darbietungen auf die Festspielbühne. Dort entstand auch unser 1. Foto oben von der Festspiel-Leinwand. Insgesamt werden vom 15. 8. bis 30.8. bei freiem Eintritt (!) Aufführungen aus den Bereichen Oper, Schauspiel und Orchestermusik geboten. Das detaillierte Programm finden Sie in einem weiteren Beitrag, weiter unten hier im Ressort KULTUR. Auf die völlig neue Festspiel-Situation, die heuer auf der Pernerinsel herrscht, verweist auch ein wirkungsvoller Plakatständer (2. Foto oben) auf der Pernerinsel, unweit des Salinensteges. Abschließend der für Hallein überaus wichtige Auszug eines Zitates der großartigen und fantastischen Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl Stadler, welches vollständig ebenfalls im vorhin erwähnten SALZSCHREIBER-Beitrag abgedruckt ist: ,,Aber 2021 hoffen wir wieder, mit unseren wunderbaren Schauspielerinnen und Schauspielern echte Festspiel-Aufführungen in Hallein veranstalten zu können. Denn die Pernerinsel ist uns unverzichtbare, sehr geliebte Festspielstätte. Und die Umwandlung der industriellen Saline in ein Theater ist ein schönes Beispiel für die Kraft der Kunst in schwierigen Zeiten. Ganz im Sinne von Festspielgründer Hugo von Hoffmannsthal, der überzeugt war: Wo ein Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.‘‘ – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Erst vor wenigen Wochen hatte der SALZSCHREIBER die verwahrloste Blumenanlage zwischen Salinensteg und Pernerinsel-Parkplatz kritisiert:  Eine mannshohe Grün-Umzäunung verbarg barmherzig den ungepflegten Zustand im Inneren. Dann jedoch brach das Unfassbare über diese Blumenanlage herein. Mangelhafte Zier-Blumenbeete wurden erneuert und der lebende Zaun auf halbe Höhe zurechtgetrimmt. Aber dann! Dann ging es erst richtig los! Mit elementarer Kraft brach ein unfassbares, begeisterndes Kunst-Ereignis über diese Blumenanlage und damit über die Pernerinsel und über die Stadt Hallein herein. Mit einem Schlag wurde damit die Pernerinsel endgültig zur faszinierenden Kunst- und Kultur-Insel geadelt. Vier in ihrer Größe absolut rekordverdächtigen Schnitz-Kunstwerke bilden nun einen faszinierenden, imposanten und ungemein reizvollen Skulpturen-Garten. Eine hinreißende Kultur-Initiative, die besonders wertvoll ist, da sie inmitten der rundum bestehenden Corona-Behinderungen realisiert werden konnte.

Die vier beeindruckenden Kunstwerke standen bisher in der kleinen Parkanlage vor dem Eingang zur fantastischen Kunst-Galerie Schloss Wiespach neben dem Freibad. Damit ist klar, weshalb rund um die vier gigantischen Schnitzwerke immer wieder symbolhaft flimmernde Fingerabdrücke erscheinen – jene des Kunst- und Kultur-Förderers, Kunst-Ermöglichers, Kunst-Initators und Kunst-Begeisterten Dr. Claus Spruzina, Hon. Professor, Präsident der Salzburger Notariatskanzleien, öffentlicher Notar in Hallein. Diese sensationelle Kunst-Demonstration im Halleiner Stadtzentrum unter freiem Himmel ist einzigartig und stellt eine grundsätzliche Verpflichtung dar, noch immer bestehende Verwahrlosung, ausstehende Gestaltungs-Maßnahmen, notwendige Renovierungen und Sanierungen auf der Pernerinsel schleunigst in die Wege zu leiten. Dazu nur ein Beispiel. Die entsetzliche, abgrundtief peinliche, nördliche Grau-Fassade der Alten Saline, hinter der noch immer die Salzburger Festspiele agieren müssen, gehört endlich, endlich auf zufriedenstellende Weise gestaltet, einschließlich Entfernung der grauenhaften Parkplatz-Überdachungen. Dass Sanierungen an der Bausubstanz der Alten Saline möglich, sinnvoll und wichtig sind, wurde mit der perfekten und dankeswerten Sanierung, der zur Großen Salzach  weisenden Fassade des historischen Bauwerkes, gerade wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Die einst mannshoch wuchernde Grün-Einfassung der Blumenanlage. FOTO 2: Nun ist alles anders, der Blick ist in die inzwischen gepflegte Blumeninsel mit ihren herrlichen Schnitzkunstwerken wieder ungehindert möglich. FOTO 3: Von einem derartigen Anblick, der zum beeindruckenden Skulpturengarten gewordenen Blumenanlage, konnten nur hoffnungslose Phantasten träumen. Und sie behielten recht! FOTOS 4 bis 7: Details aus den vier mächtigen, geschnitzten Kunstwerken. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die aktuelle Sommer-Ausstellung 2020 in der Halleiner Galerie Schloss Wiespach, bietet einen vielfältigen und faszinierenden Blick auf aktuelle Ergebnisse der Gegenwarts-Kunst. In den letzten Jahren konnte die Galerie mit namhaften KünstlerInnen aus dem In-und Ausland zusammenarbeiten und deren Werk in zahlreichen Ausstellungen präsentieren. Nun wird in der vom 1. 8. bis 19. 9. 2020 laufenden Ausstellung ,,Einblick – Ausblick‘‘ ein beeindruckender Überblick über aktuelle Positionen der Gegenwartskunst geboten. Bilder, Zeichnungen, Objekte, Fotografien, Collagen und Skulpturen bieten einen spannenden und sehenswerten Blick auf aktuelle Positionen der Gegenwartskunst. Kuratorin Margit Zuckriegl wählte für die Ausstellung Werke folgender KünstlerInnen aus: Maria Brunner, Lionel Favre, Herbert Flois, Ilse Haider, Joseph Heer, Gudrun Kemsa, Lucie Micíková, Bernd Oppl, Arnulf Rainer, Franz Riedl, Hubert Scheibl, Karl Schleinkofer, Werner Schnelle, Martin Schnur, Anna Stangl, Rudi Stanzel, Veronika Veit.

Die Ausstellung ,,Einblick – Ausblick‘‘ bietet eine Auswahl von Werken, die mit der Galerie Schloss Wispach eng verbunden sind. Diese Kunst-Präsentation bietet sowohl einen Rückblick auf stattgefundene Ausstellungen als auch eine Vorschau auf bevorstehende Kunst-Ereignisse sowohl im Herbst 2020 als auch im Frühjahr 2021. Die gezeigten Werkbeispiele können in drei Themenräumen besichtigt werden. ,,Menschen und Geschichten‘‘ zeigt der erste Ausstellungsraum. Von sensationellen ikonischen Porträtskulpturen bis zu überraschend realistischen Figuren, bei denen sich ein weibliches Wesen als männlicher Gegenpart spiegelt, von ironischen Zeichenwelten bis zu einem Dickicht aus Gefühlen und Ahnungen sowie  Fantastisch-Absurdes werden hier auf attraktive Art geboten. – Der zweite Ausstellungsraum steht unter dem Thema ,,Die Freiheit des Ausdrucks‘‘. Die Kunst hat sich mit Beginn der Abstraktion schon um 1900 ihre Freiheit erobert. Dieses wichtige Anliegen wird kontemplativ oder impulsiv, transparent oder gestisch dargestellt. Sieben KünsterInnen zeigen hier ihre sehenswerten Arbeiten. – ,,Spuren im Raum‘‘ zeigt schließlich der dritte Ausstellungsraum. Der städtische Raum wird zur Bühne, auf welcher Passanten Protagonistenrollen übernehmen. In der  Installation ,,Text und Scherben‘‘ wurden Graffiti aus Mallorca in Beton gegossen. Architektur-Fotografie lässt den städtischen Raum zur Bühne werden. Fotografie wird mit Zeichnung kombiniert, um dem Abbild des Stadtraumes eine imaginäre, strukturell bedingte Erweiterung zu sichern. – Die oben stehenden Bilder aus der Ausstellung ,,Einblick-Ausblick‘‘ zeigen Werke aus dem Bereich der Malerei. – Abschließend die Öffnungszeiten der Galerie Schloss Wiespach: MI 10 bis 12, DO 10 bis 12, FR 10 bis 12 und 16 bis 20, SA 10 bis 14 und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon +43 650 320 10 99. – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Die fantastische Künstler- und Künstlerinnen-Gruppe Plan B residiert normaler Weise in ihrer beeindruckenden Offenen Werkstatt am Kornsteinplatz. Es werden jedoch auch Symposien in der Alten Saline auf der Pernerinsel veranstaltet. Dabei agieren die Künstlerinnen und Künstler von Plan B normaler Weise in salzachseitig gelegenen Räumlichkeiten. Doch heuer war alles anders, die Mitglieder von Plan B hatten eine riesige Halle auf der gegenüberliegenden Seite der Alten Saline in Beschlag genommen. Dort konnten in großzügigen räumlichen Verhältnissen  beeindruckende Kunstwerke geschaffen werden, die schließlich in einer sehenswerten Gemeinschafts-Ausstellung präsentiert wurden. Dazu unsere oben stehenden Fotos, die natürlich nur einen Ausschnitt aus der gezeigten Werksfülle darstellen. Die Präsenz von Plan B in Hallein ist eines jener erfreulichen Wunder, die in ihrer Gesamtheit die begeisternde Kulturstadt Hallein gestalten.(Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Salzburger Festspiele bilden jedes Jahr DAS Highlight im Kulturkalender zahlreicher Salzburger und Salzburgerinnen. Eine besondere Bedeutung besitzt diese herausragende Veranstaltung nun auch für die beiden Modeschülerinnen Lisa Wieser und Manuela Höck, die im Gegenstand Maskenbildnerei, für die Salzburger Festspiele drei unterschiedliche Prototypen für die Maske des Skeletts aus „Orphée aux enferes“ gestalteten.

 

„Damit ein solches Werk gelingt und auch wirklich bühnenreif ist, benötigt es viel Liebe zum Detail und entsprechende Fachkenntnis. Die Masken des Skeletts wurden aus drei unterschiedlichen Materialien (Kaschur, Gummimilch und Kaltschaum) gefertigt. Neben der exakten anatomischen Modellierung des Gesichts kommt es vor allem auf die Tragfähigkeit der Masken während der Aufführung an“, erläutern die beiden Schülerinnen und ihre Betreuerin Sabine Bolognini, die selbst als Maskenbildnerin an der Staatsoper Berlin tätig war.

 

„Die Masken der Schülerinnen stechen durch hohe Präzision heraus und die Ergebnisse können sich sehen lassen“, lobte Jan Meier, Direktor für Kostüm und Maske der Salzburger Festspiele, die fertigen Stücke der Schülerinnen. Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl Stadler zeigte sich beeindruckt von der Arbeit.

 

Die Schülerinnen, die zu den ersten Absolventinnen der Modeschule Hallein im Fachbereich Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei gehören, freuen sich, ihr Wissen aus der Schule praktisch umsetzen und erweitern zu können. „Da ich jetzt meinen Abschluss an der Modeschule Hallein habe, möchte ich meine Qualifikationen als Visagistin verbessern. Dabei werde ich als Stylistin arbeiten und lasse mich überraschen, wo es mich in den nächsten Jahren hinzieht“, berichtet Manuela Höck über ihre Zukunftspläne. „Ich wollte schon als Kind Friseurin werden und deshalb möchte ich in diesem Bereich arbeiten und mich weiterbilden“, so Lisa Wieser.

 

Und auch der Besuch der Salzburger Festspiele gehört nun zu den jährlichen Kultur-Fixpunkten der beiden Schülerinnen. Schließlich haben sie durch ihre eigene Tätigkeit im Bereich der Maskenbildnerei, nun einen ganz anderen Blick auf die Kostüme und die Masken auf der Theater- und Opernbühne erhalten.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS                                                                                                   
FOTO 1:
In der Mitte zwischen den beiden Modeschülerinnen Lisa Wieser (links) und Manuela Höck, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die sich von der Arbeit der beiden ausgebildeten Maskenbildnerinnen beeindruckt zeigte. FOTO 2: Viele Detailarbeiten waren notwendig, bis die Skelett-Masken bühnenreif waren. – (Modeschule Hallein, Foto 1: Anne Zeuner, Foto 2: Modeschule Hallein).

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Trotz der beiden, aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagten Festspiel-Aufführungen auf der Halleiner Pernerinsel, kommt die Bevölkerung in Stadt und Bezirk Hallein in den Genuss von 6 anspruchsvollen Festspiel-Darbietungen aus den Bereichen Oper, Schauspiel und Orchesterkonzerte. Durch Open-Air-Präsentationen bei Schönwetter im Innenhof der Alten Saline, bei Schlechtwetter auf der Festspielbühne. Hier die Termin-Übersicht für die 6 Darbietungen vom 15. 8. 2020 bis 30. 8. 2020. Einlass ist jeweils ab 18,30 Uhr, der Beginn erfolgt jeweils um 20 Uhr. OPER: 15. 8. Cosi fan tutte, 22. 8. Elektra. SCHAUSPIEL: 16. 8. Jedermann, 29. 8. Jedermann. ORCHESTERKONZERTE: 23. 8. Nelsons, 30. 8. Dudamel. Zu diesen Open-Air-Darbietungen erschien auch ein informativer Faltprospekt. Die eine Seite ist als Plakat gestaltet (dazu das oben stehende Foto), die zweite Seite bietet informative Beiträge von Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Bürgermeister Alexander Stangassinger, Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock und Rainer Candido, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Hallein / Bad Dürrnberg sowie eine Programm-Übersicht und ausführliche Informationen zu den einzelnen Darbietungen.

 

Die Ausführungen der fantastischen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler: ,,Corona hat eine Pause in unserer wunderbaren Zusammenarbeit mit Hallein erzwungen. Zwar können die Salzburger Festspiele 2020 nun doch in modifizierter und verkürzter Form stattfinden. Die beiden für die Pernerinsel vorgesehenen Schauspiel-Produktionen Richard III. und Maria Stuart müssen aber, so wie viele andere ursprünglich für heuer geplanten Aufführungen, auf 2021 verschoben werden. Um trotzdem gemeinsam in diesem besonderen Sommer das 100-Jahr-Jubiläum der Festspiele feiern zu können, bringen wir vom 15. bis 30. August 2020, in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Hallein und dem Tourismusverband Hallein, zumindest virtuell ein Stück Festspiele in die Salinenstadt. Die beiden aktuellen Opern-Produktionen – Elektra von Festspielgründer Richard Strauss, sowie eine spezielle Version von Wolfgang Amadeus Mozarts Cosi fan tutte, – zwei Konzerte der Wiener Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Andris Nelsons und Gustavo Dudamel und der Jedermann, dessen erste Aufführung am 22. August 1920 die Geburtsstunde der Festspiele markiert, werden an drei Wochenenden im August auf einer LED-Wall bei Schönwetter in der Alten Saline und bei Schlechtwetter auf der Festspielbühne gezeigt. Aber 2021 hoffen wir wieder, mit unseren wunderbaren Schauspielerinnen und Schauspielern echte Festspiel-Aufführungen in Hallein veranstalten zu können. Denn die Pernerinsel ist uns unverzichtbare, sehr geliebte Festspielstätte. Und die Umwandlung der industriellen Saline in ein Theater ist ein schönes Beispiel für die Kraft der Kunst in schwierigen Zeiten. Ganz im Sinne von Festspielgründer Hugo von Hoffmannsthal, der überzeugt war: Wo ein Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.‘‘

Der Beitrag des engagierten Bürgermeisters der Stadt Hallein, Alexander Stangassinger: ,,Wir erleben gerade eine noch nie dagewesene und spezielle Situation: Ein Virus verändert unser aller Leben; ein Virus zeigt, wie verwundbar unsere Gesellschaft ist; ein Virus zeigt uns neue Grenzen auf. Eine dieser neuen Grenzen wird gerade bei den Salzburger Festspielen ersichtlich: deutlich weniger Veranstaltungen, besondere Auflagen für die Durchführung der verbliebenen Aufführungen und keine Live-Vorführungen in unserer schönen Festspielstadt Hallein. Letzteres schmerzt viele Freunde der Festspiele auf der Pernerinsel und mich als Bürgermeister besonders. Doch neue Grenzen sind nicht nur Barrieren. Neue Grenzen sind neu gesteckte Rahmen, in welchen man neue Wege finden muss, um das Beste zu erreichen. Die Open-Air-Initiative des Direktoriums der Salzburger Festspiele, von Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock, von TVB-Geschäftsführer Rainer Candido und von Kulturinitiator Claus Spruzina zeigt, dass mit Begeisterung und Mut auch in diesen speziellen Zeiten, Festspiele in unserer Stadt möglich sind. Gerade anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele ist den genannten Initiatoren dafür zu danken, dass in diesem Festjahr die Festspielbühne auf der Pernerinsel, trotz der Coronavirus-Krise, mit kulturellem Leben gefüllt wird. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Public-Viewing-Veranstaltungen wunderbare Vorstellungen, trotz dieser noch nie dagewesenen, speziellen Situation. Ich bin überzeugt, dass wir nach dieser Krise, alle gemeinsam die Salzburger Festspiele wieder in gewohnter Art und Weise in unserer Stadt begrüßen dürfen‘‘. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Eine großartige Premiere feierte am Sonntag, 9. August 2020, das Open-Air-Kino in Hallein auf dem Freigelände des Halleiner Keltenmuseums. Damit stellt sich das Keltenmuseum in die Reihe weiterer wichtiger Open-Air-Veranstalter, zu denen heuer auch die Salzburger Festspiele auf der nahegelegenen Pernerinsel und die Thomas Stangassinger Sportanlage zählen werden. In Liegestühlen konnten die etwa 30 zugelassenen Besucherinnen und Besucher auf besonders angenehme Art das in Hallein bisher unbekannte Open-Air-Erlebnis im Freien neben dem Keltenmuseum genießen. Eine begeisternde Initiative, der noch weitere folgen sollen – das betont man im Keltenmuseum und das hoffen die Besucher dieser gelungenen, fantastischen Open-Air-Premiere.

In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Film-Kulturzentrum ,,Das Kino‘‘ wurde der Film ,,The greatest Showman‘‘ gezeigt. Der beeindruckende Musical-Film zeigt die Gründung einer Musical-Show, Einzelschicksale werden geschildert, Erfolge gefeiert, bis sich ein katastrophaler Großbrand ereignet. Das Flammenmeer schweißt die Show-Mitglieder jedoch noch mehr zusammen, der glanzvolle Wieder-Aufstieg gelingt. Die Filmgestaltung wirkt zum Großteil hektisch, immer wieder wechseln die Kamera-Einstellungen und die Motive oftmals im Sekundentakt. Das Ganze wurde aufwendig inszeniert, entsprechend beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher an diesem lauen Sommerabend in ihren Liegestühlen auf dem Areal des Keltenmuseums. Abschließend noch eine Anregung – der Akustik-Pegel könnte beim nächsten Mal durchaus um einige Dezibel reduziert werden. – Zu den oben stehenden Fotos: Das 1. FOTO oben dokumentiert ein historisches Ereignis auf dem Areal des Keltenmuseum: Hier fand am 9. August 2020 zum ersten Mal in Hallein eine Open-Air-Vorstellung statt. Die weiteren FOTOS 2 bis 10 zeigen Szenen-Ausschnitte aus dem Film ,,The greatest Showman‘‘. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Es herrscht wieder intensives künstlerisches Schaffen auf der Pernerinsel. Denn Sommerzeit ist Symposiumszeit der großartigen Halleiner Künstlergruppe Plan B. In der Alten Saline stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, in der sich die Künstlergruppe voll entfalten kann. Heuer gab es einen Umzug von der salzachseitigen Gebäudefront auf die gegenüber liegende Gebäudeseite. Hier gibt es im Verdampferturm deutlich großräumigere Arbeits-Möglichkeiten für die schaffensfreudigen Künstlerinnen und Künstler, die bekanntlich auf dem Kornsteinplatz ganzjährig mit ihrem fantastischen Kunstraum und Offener Werkstatt präsent sind. Auf der Pernerinsel herrscht im Rahmen des Symposiums derzeit faszinierendes und hinreißendes künstlerisches Schaffen. Die spannenden Ergebnisse werden am Freitag, 14. August 2020, um 18 Uhr allen Kunstinteressierten präsentiert. Mitten in der aktuellen Schaffensperiode hatte der SALZSCHREIBER Gelegenheit, den Mitgliedern der Künstlergruppe Plan B bei ihrer beeindruckenden künstlerischen Arbeit, gewissermaßen über die Schulter zu schauen. Dabei entstanden die oben stehenden Fotos. Eine Anmerkung noch zu den Fotos 8 und 9: Auf dem Weg von Kaltenhausen hinauf zu den Barmsteinen wurde dieser seltsame und erstaunliche, versteinerte ,,Schuh‘‘ entdeckt. Die Oberseite ist mittlerweile mit Goldfarbe versehen, die Unterseite mit dem erkennbaren flachen Absatz (rechts) blieb unverändert. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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MICHAEL MUTIG wurde in Bayern geboren und ist nun in Österreich zuhause. Pointenreich erzählt der gebürtige Münchner Beobachtungen aus seinem Leben als Stand-Up Comedian. Falls Sie sich also schon einmal gefragt haben, was bei einem Besuch eines alternativen Frisörsalons schief gehen kann oder warum es sinnvoll ist, Kinder nur auszuborgen statt zu produzieren, werden Sie hier die Antwort erhalten. Dabei treffen kabarettistische Gags auf das Tempo der neuen Comedy Generation. Michael Mutig gewann 2017 den Kabarett-Talente-Award der Casinos Austria, war im gleichen Jahr Finalist des "Salzburger Sprösslings" und wurde gerade erst für den Hamburger Comedy-Pokal 2019 nominiert. Zudem bewies er seine Fähigkeiten bereits als Voract für verschiedene Größen der Kabarett- und Comedyszene wie zum Beispiel: Martin Frank oder Monika Gruber & Viktor Gernot.

 

ISABELL PANNAGL isst leidenschaftliche gerne Punschkrapferl, deswegen hat sie beschlossen ihre nie begonnene Topmodelkarriere zu beenden, um sich vollkommen dem Kabarett und ihrer messerscharfen Beobachtung unserer Gesellschaft zu widmen. Ihre musikalischen Solokabaretts bestechen durch die Mischung aus humoristisch umgetexteten Songs, eigenen Kompositionen und Stand-up-Comedy vom Feinsten. Isabell nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und wie ihr Opa gerne sagt: „Die Kleine hat a Mundwerk - das is ma nimma Wurscht!“.

 

LORENZ ``LO´´ HINTERBERGER versucht die Neuerfindung des Musikalischen Kabaretts als Moderne Singer Songwriter Comedy. Der junge energetische Wiener verbindet dabei eingängige Melodien zum Mitsingen mit unerwarteten Pointen zum Mitlachen. Sein erstes Soloprogramm "Gelegenheit macht Liebe" wurde bereits zweimal aufgeführt und zwar in ausverkauften Theatern. Mal sehen was die Zukunft noch bereithält! – (Karin Angerer)

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INOS, die Initiative für künstlerischen In- und Output, entstand aus einer Initiative von Ines Pariente (Kuratorin und Kunstakteurin) und Markus Kircher (Bildender Künstler). Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern vereinen und präsentieren sie Werke in ausgewählten Ausstellungs-Räumen. So entstand im Büroraum des Kulturvereines Sudhaus am Oberen Markt in Hallein, durch das Engagement von INOS, eine sehenswerte PopUp Galerie, in der unter dem Titel ,,Wunderkammer der Malerei und Installation‘‘ 26 Künstlerinnen und Künstler aus Österreich, Deutschland und Senegal ihre reizvollen und vielfältigen Werke zeigen. Die sehenswerte Ausstellung, mit der die bildende Kunst erfreulicher Weise ein starkes Signal in Hallein setzt, ist noch bis 19. Juli 2020 zugänglich. Die oben stehenden Fotos zeigen einige Werke aus der faszinierenden ,,Wunderkammer der Malerei und Installation‘‘. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Unvergessliche Zeiten erlebte Multimedia-Künstlerin Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, als Artist-in-Residence, in der chinesischen Provinz Henan. Wenige Monate vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Wuhan, hatte sie die Gelegenheit, sich wichtige Eindrücke  von der chinesischen Gesellschaft zu verschaffen. Anny Wass war im Oktober 2019 zu Gast am Jigongshan Museum / International Art Park, das nur zwei Autostunden von Wuhan entfernt liegt. Während ihrer Residency setzte sich die Künstlerin mit stereotypen Bildern und ihren eigenen Vorstellungen von China sowie mit ihren Erwartungen auseinander und spürte diesen vor Ort nach. Daraus entstand die Fotoserie „me myself and I“, in der sich Eindrücke aus Architektur, Natur, Verhaltensregeln und sozialen Kontakten innerhalb und außerhalb der Residency verdichten und Fragen im Spannungsfeld zwischen Individualismus und Gemeinschaft sowie Wettbewerb und Solidarität thematisiert werden. Die Fotoserie, in der die Künstlerin sich selbst zum Bildmaterial macht und multiple Abbildungen ihrer selbst als Bildbausteine nutzt, ist Herzstück der Ausstellung. In diesen fotografischen Selbst-Inszenierungen wechselt die Künstlerin zwischen den Rollen als Objekt und Fotografin und dokumentiert diesen performativen Prozess.

 

Anny Wass erwarb das Diplom in den Bereichen Design, Skulptur und Fotografie. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute sie eine multidisziplinäre Praxis auf, die von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie reicht und sich durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Wass erkundet gerne die Beziehungen, die wir zu Objekten in unserem alltäglichen Leben eingehen, und fragt, wie sie zu kulturellen Bedeutungs-Trägern werden. Sie interessiert sich für kritische Ansätze zur Erreichung von Nachhaltigkeit in einer von Produktion und Massen-Konsum geprägten Gesellschaft. In ihrer Arbeit dreht sich alles um das Thema Konzentration und Bewusstsein. Durch Komponenten wie Größe, Farbe und grafische Elemente, transportiert ihre Kunst sichtbar die Idee eines Bewusstseins für Material, Produktions-Bedingungen, Gesellschaft und Umwelt. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Fotoserie „me myself and I“ aus Henan sowie einen Querschnitt aus Anny Wass' multimedialen Arbeiten zwischen Objekt und Design, Performance und Video.

Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, erwarb ihr Diplom im Bereich Design und Skulptur, sowie im Bereich der Fotografie. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute sie eine multidisziplinäre Praxis auf, die von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie reicht und sich durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Wass erkundet gerne die Beziehungen, die wir zu Objekten in unserem alltäglichen Leben eingehen, und fragt, wie sie zu kulturellen Bedeutungs-Trägern werden. Sie interessiert sich für kritische Ansätze zur Erreichung von Nachhaltigkeit in einer von Produktion und Massenkonsum geprägten Gesellschaft. In ihrer Arbeit dreht sich alles um das Thema Konzentration und Bewusstsein. Durch Komponenten wie Größe, Farbe und grafische Elemente transportiert ihre Kunst sichtbar die Idee eines Bewusstseins für Material, Produktions-Bedingungen, Gesellschaft und Umwelt.

Wichtige Termine rund um die Ausstellung ,,Interesting times‘‘ mit Arbeiten von Anny Wass im kunstraum pro arte: Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 16. Juli 2020, 19:30 Uhr: Ausstellungs-Gespräch mit Anny Wass. – Dauer der Ausstellung: 17. Juli bis 28. August 2020. – Samstag, 18. Juli 2020, 11:00 Uhr: Die Künstlerin führt durch die Ausstellung. (Eintritt frei). – Samstag, 8. August 2020, 10:00 Uhr: Kunst-Spaziergang vom kunstraum pro arte über Galerie 1blick, MTGAIA, atelier III und Plan B bis zum Schloss Wiespach. – Freitag, 28. August 2020, 18:00 Uhr: Finissage und Künstlerinnen-Gespräch. – Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Kurzbiographie Anny Wass: Anny Wass, geboren 1983 in Hallein, hat ihr Diplom im Bereich Design und Skulptur, sowie im Bereich der Fotografie erhalten. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 baute Anny Wass eine multidisziplinäre Praxis auf, die sich von Objekt und Malerei bis Design und Fotografie durch Material-Untersuchungen und Leidenschaft für Farbe und Detail auszeichnet. Diverse Arbeiten von Anny Wass wurden in Österreich, Italien, Polen, Mexiko und China ausgestellt und lassen sich in internationalen Sammlungen wiederfinden. Ihre kuratorische Arbeit manifestiert sich in der Gründung des Atelier- und Ausstellungsraums www.thedessous.com in Zusammenarbeit mit Gert Resinger. Anny Wass lebt und arbeitet in Wien. https://annywass.com/ – (Presse-Aussendung kunstraum pro arte, Odo Stierschneider).

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Im Rahmen der Vorbereitungen für die ab Mittwoch, 1. Juli 2020 zugängliche Ausstellung für die ganze Familie ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘‘ im Keltenmuseum, hatte der SALZSCHREIBER-Fotograf ein zutiefst schockierendes und abgrundtief deprimierendes Erlebnis zu bewältigen. Er traute seinen Augen nicht, als der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, in der Ausstellungshalle lässig überschwere, mächtige Baumstamm-Abschnitte schulterte. Als der Kraftprotz die Kamera auf sich gerichtete sah, reagierte er sogleich mit einem freundlichen, entspannten Lächeln. Dazu das obenstehende 1. Foto. Schließlich stellte Florian Knopp elegant, ohne jedes Zeichen von Anstrengung, seine schwere Last auf den Boden. Noch ist ungeklärt, wo der schlanke, ranke Florian Knopp seine übermächtigen Muskel-Pakete versteckt, denn er weigerte sich standhaft, sich mit textilbefreiten Oberkörper fotografieren zu lassen. Warum? Denn in der Hitzeperiode des Sommers 2019 tat er dies sehr wohl. Doch das Foto geriet ins Internet und daraufhin war der Andrang der holden Weiblichkeit wochenlang im Keltenmuseum so enorm, dass bereits eine halbe Stunde nach Eröffnung des Museums, dieses wegen hoffnungsloser Überfüllung, keinen weiteren Zutritt mehr gestatten konnte. In einem unbeobachteten Moment versuchte der SALZSCHREIBER-Fotograf, von Ehrgeiz besessen, einen der abgestellten Holzstamm-Abschnitte in die Höhe zu heben. Fehlanzeige! Schockiert versuchte er, das hölzerne Ungetüm zumindest ein Stück zu verschieben. Fehlanzeige! So verließ er schließlich deprimiert die Stätte seiner Niederlage.

Am darauffolgenden Tag wollte sich der SALZSCHREIBER-Fotograf insgeheim nochmals einen der Holzstamm-Abschnitte  vornehmen, um seine ramponierte Selbstachtung doch noch ein wenig aufzupolieren. Die vermutlich erneute Niederlage blieb ihm jedoch glücklicher Weise erspart. Ihm kam ein fröhlich gestimmter Benjamin Huber entgegen, mit zwei Haustieren unter seinen Armen. Benjamin Huber, ein wichtiger Mitarbeiter des Keltenmuseums, ist für die Bereiche Kulturvermittlung, Presse- und Bilder-Service zuständig und ist gemeinsam mit anderen Kollegen im Stadtarchiv tätig, schließlich fungiert er auch als Schriftführer im Museumsverein Celtic Heritage. Als Benjamin Huber dem SALZSCHREIBER-Fotografen eines der Tiere in den Arm legen wollte, wich dieser entsetzt zurück. Angesichts der zumindest mehrere hundert Kilogramm schweren Baumstamm-Teile vom Vortag, mussten die unschuldig flauschig aussehenden Tiere in den Armen von Benjamin Huber zumindest das gleiche mörderische Gewicht auf die Waage bringen. Um einer unweigerlichen Blamage zu entgehen, verließ der SALZSCHREIBER-Fotograf mit der hervorgewürgten Falschbehauptung ,,Oh Gott, mein Auto steht ja im Halteverbot!‘‘ fluchtartig das Keltenmuseum.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Ursprünglich sollte diese Meldung im glorreichen SALZSCHREIBER-Ressort SATIRE erscheinen. Doch der Respekt des SALZSCHREIBER vor der großartigen und fantastischen Institution Keltenmuseum, stand diesem Vorhaben verständlicher Weise völlig entgegen. Deshalb noch einige Klarstellungen zu den oben stehenden Abbildungen. FOTO 1: Museumsleiter Florian Knopp hält zwei täuschend natürlich wirkende Baumstamm-Abschnitte, kuschelig und federleicht, in seinen Armen. Die Prachtstücke dienen als weiche und angenehme Sitzhocker. FOTO 2: Das Kälbchen und das Schaf, von Benjamin Huber unter die Arme geklemmt, präsentieren sich genauso knuddelig, weich und angenehm, so wie sie auch aussehen. Kein einziges Gramm Übergewicht! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Womit beschäftigen sich eigentlich Archäologinnen und Archäologen? Wie kamen denn die wertvollen Fundstücke aus der Keltenzeit unter die Erde? Diesen und vielen anderen Fragen geht ab 1. Juli 2020 die Ausstellung für die ganze Familie ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘‘ auf den Grund: Von archäologischen Ausgrabungen durch die Besucher bis zum Streitwagen-Rennen ist alles dabei. Spannend: In dieser Ausstellung für die ganze Familie kommt anregend aufregendes Entdecker-Feeling auf.  Dabei können  die kleinen Besucherinnen und Besucher vorsichtig  Objekte aus der Keltenzeit freilegen und wie die Archäologen es tun, eigene Befund-Zeichnungen erstellen. Dann geht es um das Sortieren und Restaurieren, um die Suche nach ähnlichen Fundobjekten in Fachbüchern und um das Verfassen von Texten. Anschließend kann bei einem Pferde- oder Streitwagen-Rennen das eigene Geschick getestet werden oder man hört sich Geschichten über die Kelten an.

STATEMENTS VON BARBARA TOBER,
MUSEUMS-LEITER FLORIAN KNOPP UND
MUSEUMS-DIREKTOR MARTIN HOCHLEITNER

Barbara Tober, Leiterin der Kultur-Vermittlung im Keltenmuseum: ,,Mit dieser Ausstellung wird der Familien-Schwerpunkt des Museums ausgebaut. Bereits in der Urgeschichte-Ausstellung begleitet ,,kURt‘‘, der Urgeschichte-Wurm die Kinder durch die Ausstellung und verweist auf Mitmach-Stationen, bei denen gebaut, sortiert, gestaltet und analysiert wird. Zukünftig soll es in allen Geschoßen des Keltenmuseums Hands-on und Minds-on-Stationen zum Entdecken geben. So wird das Museum für die ganze Familie noch attraktiver!‘‘ – Florian Knopp, Leiter des Keltenmuseums, ergänzt: ,,Haupt-Zielgruppe der Ausstellung ,,Kelten für Kinder – Archäologie erleben‘ sind Kinder von zwei bis vierzehn Jahren. Alle Ausstellungs-Inhalte werden interaktiv vermittelt. Von der großen Ausgrabungs-Fläche gleich zu Beginn, über Zeichen-, Sortier- und Restaurierungs-Stationen, bis zum keltischen Haus samt Tastboxen. Die Stationen sind auch für die erwachsenen Familien-Mitglieder einladend und bieten reichlich spannende Informationen‘‘. – Schließlich noch ein Statement von Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museum und ,,oberster Herr‘‘ des Keltenmuseums: ,,Wir freuen uns ganz besonders, dass die neue Sonder-Ausstellung im Keltenmuseum Hallein nun eröffnet werden kann. Besonders im Sommer 2020 ist diese für die ganze Familie ein tolles Kultur-Angebot, bei dem spielerisch wertvolles Wissen erworben werden kann. Wir hoffen auch, dass wir bereits ab Herbst wieder Schulklassen und Kindergarten-Gruppen begrüßen dürfen!‘‘

VON DER ARCHÄOLOGISCHEN AUSGRABUNG
ZU DEN ARBEITSINTENSIVEN BEREICHEN
DOKUMENTATION, RESTAURIERUNG, INTERPRETATION

Die Ausgrabungen sind nur ein kleiner Teil des Arbeitsbereiches Archäologie. Wesentlich arbeitsintensiver sind die Schritte Dokumentation, Restaurierung und Interpretation. Dies erfahren die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung, indem sie ihre entdeckten Funde beschriften, zählen und sortieren. Die Suche nach vergleichbaren Stücken in einem großen Bilderbuch und eine Kinder-Bibliothek bieten Einblick in die Methodik der wissenschaftlichen Recherche, die einen großen Teil der archäologischen Arbeit ausmacht und mit der Veröffentlichung eines Buches über die Ergebnisse der Ausgrabung endet. Alles in der neuen Sonder-Ausstellung für die ganze Familie lädt zum  Ausprobieren, Angreifen und Werken ein. Das Keltenmuseum Hallein will mit dieser Sonder-Ausstellung seinen Familien-Schwerpunkt weiter ausbauen. Bereits in der Urgeschichte-Ausstellung des Keltenmuseums begleitet ,,kURt‘‘ der Urgeschichte-Wurm KInder durch die Ausstellung und verweist auf Mitmach-Stationen, wo gebaut, sortiert, getestet und analysiert werden kann. Dies soll bei den geplanten Überarbeitungen im Dauer-Ausstellungsbereich ausgeweitet werden, so dass es künftig in allen Geschoßen des Museums Hands-on / Minds-on-Stationen geben wird. Die erkennbare Absicht: Das Keltenmuseum Hallein soll längerfristig für die ganze Familie attraktiver gestaltet werden. Auch wenn sich das Keltenmuseum verstärkt um die Familien bemüht, so sind dennoch auch alle Schulklassen der 1. bis 8. Schulstufe herzlich willkommen. Dabei wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten, da für Gruppen jeweils die Betreuung durch einen/eine Kulturvermittler/in vorgesehen ist.

ÜBERSICHT AUF BEVORSTEHENDE
VERANSTALTUNGEN UND
WORKSHOPS IM KELTENMUSEUM

Am Samstag, den 4. Juli 2020 werden in zwei Workshops Einblicke in die Archäologie geboten. Von 10 bis 12 Uhr wird gemeinsam mit ,,kURt‘‘ dem Urgeschichte-Wurm erforscht, wie die Fundobjekte aus der Keltenzeit unter die Erde kamen. Von 14 bis 16 Uhr wird im Klanglabor die Frage erörtert, wie Geschichte ,,klingt‘‘. Geboten werden außerdem regelmäßige Workshops mit betreutem Stationenbetrieb. Die nächsten Termine: Freitag, 10. Juli, 14 Uhr, Mittwoch  15. Juli 10 Uhr und Dienstag, 21. Juli 14 Uhr. – Veranstaltungen zum Thema Archäologie: Am Samstag, den 1. August von 10 bis 12 Uhr, im  Freien, auf der Wiese des Gartens des Museums, (bitte Decken mitbringen, Sessel stehen bereit)), steht die Arbeit der Archäologen und Archäologinnen im Mittelpunkt. Am Samstag, den 5. September von 10 bis 12 Uhr, folgen, ebenfalls im Freien, spannende Details zur Anthropologie und auch Knochenfunde können unter fachkundiger Anleitung selbst interpretiert werden. Kosten: Museums-Eintritt. – Unter dem Titel ,,Kulturdialoge‘‘ sorgen die drei Themen Urgeschichte, Kelten und Salz der Erzbischöfe etc. für Spannung und Abwechslung. Ob zuhören, mitreden, Fragen stellen oder unter fachlicher Anleitung Dinge selbst entdecken … das Museumsteam freut sich jedenfalls schon auf Ihren Besuch! Am Freitag, den 3. Juli von 14 bis 16 Uhr, stehen die Natur und Umwelt der Bronzezeit im Mittelpunkt, am Freitag, den 17. Juli von 14 bis 16 Uhr stehen das Leben und die Rolle der Frauen in der Urgeschichte im Mittelpunkt. Kosten: Museums-Eintritt. – (Presse-Aussendung des Kelten-Museums).

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 5:
Nur die Leser und Leserinnen des SALZSCHREIBER bekommen die kompletten keltischen Skelette zu Gesicht. Diese werden künftig mit Sand bedeckt sein, damit die jungen Wissenschaftler, wie in der archäologischen Praxis, sie vorsichtig mit Schaufel und Pinsel freilegen können. FOTO 6: Das Handwerkzeug für die jungen Archäologen steht schon bereit. FOTO 7: Zahlreiche, immer wieder gestellte Fragen, werden in der Ausstellung beantwortet. FOTO 8: Unterschiedlichste Informationen sorgen dafür, dass die Ausstellung auch für Erwachsene sehenswert ist. FOTOS 9 bis 11: Zahlreiche Informationen und Ausstellungs-Objekte machen die Ausstellung für die ganze Familie interessant. FOTOS 12 bis 14: Zwischendurch tritt immer wieder in der Ausstellung auch der kluge Druide Keltix in Erscheinung.

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Auf „Salzburg als Kulturland und Österreich als Kulturnation“ ging Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Mittwoch, 24. Juni 2020 bei der Eröffnung der Ausstellung „Abstraktion, Imagination, Konzeption“ im Schloss Wiespach ein. Zu sehen sind bis 25. Juli 2020, Werke von Reinhard Bachleitner, Christine Kaserer und Christian Steinwender. Ein starkes Zeichen, dass die Kunst- und Kulturszene auch in Hallein wieder erwacht.

 

LANDESHAUPTMANN DR. WILFRIED HASLAUER
SPRACH BEI DER ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG

 „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie sehr wir die Kunst vermissen“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Eröffnung der Ausstellung in Hallein. „Salzburg ist ein Kulturland. Wir alle sind mit der Kultur verwurzelte Menschen, finden darin nicht nur Zerstreuung und Schönheit, sondern auch Sinn, Orientierung und vielleicht sogar ein besseres Verständnis für Geschichte, Gegenwart und Orientierung für die Zukunft. Auch deshalb war es wichtig, gemeinsam mit der Bundesregierung Kultur wieder zu ermöglichen.“ Auch den Titel der Ausstellung, „Abstraktion, Imagination, Konzeption“ brachte der Landeshauptmann in Zusammenhang mit der Corona-Situation: „Das war eine abstrakte Krise, die uns voll getroffen hat. Mit Imagination und durch die Konzeption zielgerichteter Sicherheitskonzepte soll ein normales Leben ermöglicht werden. Dazu gehören ohne Zweifel auch Kulturveranstaltungen wie diese. „Derzeit sind Kultur-Veranstaltungen zwar wieder erlaubt, jedoch mit Einschränkungen. Gewisse Dinge werden nach wie vor anders sein müssen, wie zum Beispiel die Anzahl der Besucherinnen und Besucher, die Hygienemaßnahmen und weitere Sicherheitsvorkehrungen und auch die erhöhte Eigenverantwortung“, appellierte der Landeshauptmann.

 

EIN SPEZIELLES KÜNSTLER-DREIERLEI
AUS
SALZBURG
Die drei Positionen der Künstlerin und der beiden Künstler, die im Schloss Wiespach ausstellen, zeichnen sich durch eine jeweils konsequente Bildsprache und stilistische Eigenständigkeit aus. Reinhard Bachleitner widmet sich den abstrakten Strukturen und Farbformationen aus Wahrnehmungs-Erinnerungen von Meer, Licht und Wasser-Oberflächen. Christine Kaserer entwirft einen magischen Kosmos von Figuren und Szenen, die in einer imaginativen Sphäre, einem Terrain der Fantasie angesiedelt sind. Und Christian Steinwender entwickelt seine Bild- und Objekt-Entwürfe als Konzeptionen aus heterogenen Teilen, gefundenen Gegenständen und Fragmenten aus einer alltäglichen Bilderwelt. Ungewöhnlich ist der Werdegang der drei Salzburger Kunstschaffenden: ein Soziologe, eine Ärztin, ein Designer. – (Text und Foto: Salzburger Landes-Pressedienst).

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Stockdunkel und finster bleibt es während der Festspiel-Saison 2020 auf der Pernerinsel. Zum ersten Mal, seit Begründung der neuen Spielstätte der Salzburger Festspiele 1992 in Hallein durch Regisseur Peter Stein, bleiben auf der Pernerinsel Festspielbühne und Zuschauerraum während der Spielsaison 2020 leer. Schuld an dem unfassbaren Geschehen trägt ein für das menschliche Auge unsichtbares, 30 bis 50 Milliardstel-Millimeter winziges Ungeheuer – das mittlerweile rund um den Erdball verbreitete und bekämpfte Corona-Virus. Etwa 50.000 Exemplare dieser unter Umständen tödlichen Viren, finden gemütlich Platz auf der Spitze einer feinen Nähnadel. Die hohe Ansteckungsrate und massenhafte Vermehrung im Bereich der menschlichen Atemwege, die bis zum Tod führen kann, macht das Coronavirus zum großen Feind auch der Salzburger Festspiele – ausgerechnet in deren fantastischem Jubiläumsjahr des 100jährigen Bestehens. Der Not gehorchend, gibt es heuer nur in der Stadt Salzburg ein reduziertes Jubiläums-Programm der Festspiele. Es soll jedoch im nächsten Jahr zur Gänze nachgeholt werden, womit die Salzburger Festspiele ihr stolzes Jubiläum 2021 ein zweites Mal feiern dürfen – diesmal auch auf der Halleiner Pernerinsel.

Das Coronavirus stellt die Gesellschaft vor die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Noch nie zuvor wurde das Kulturleben in Friedenszeiten und in demokratischen Ländern so einschneidend eingeschränkt. Die Salzburger Festspiele wurden in einer Zeit größter Not als mutiges Projekt gegen die Krise gegründet. Max Reinhardt war davon überzeugt, dass nur die Kunst die im Krieg gegeneinander gehetzten Menschen, ja Völker, wieder versöhnen könnte – die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Lebenstreibstoff und Lebenssinn. Dieser Gründungs-Gedanke lässt die Festspiele nun in modifizierter und verkürzter Form vom 1. bis 30. August 2020, aktueller denn je erscheinen.

 

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler betont dazu: ,,Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir in diesem Sommer spielen würden. Nikolaus Harnoncourt war fest davon überzeugt: Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind. Genau dieses Erlebnis wollen wir unseren Besuchern auch dieses Jahr schenken.‘‘ Intendant Markus Hinterhäuser unterstreicht: ,,In einer Zeit, in der eine gewisse Orientierungslosigkeit herrschte, haben die Festspiele Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als hoffentlich richtig herausstellen. Dass wir mit der Entscheidung, ob es Festspiele geben kann, gewartet haben, war eine Mischung aus Hoffnung, Traum und vielleicht auch Intuition, dass sich die Fallzahlen der Pandemie doch in eine Richtung entwickeln könnten, die ein Zusammenfinden von Menschen möglich machen. Denn um nichts Anderes geht es bei Festspielen. In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die Sehnsucht nach diesem Zusammenfinden übergroß geworden ist. Auch die virtuellen Angebote und Streaming, die jede Aura der Kunst ausschließen, können diese Sehnsucht nicht ganz erfüllen. Wir werden in diesem Jahr Festspiele erleben, die anders sind. Wir werden Festspiele erleben mit deutlich weniger Veranstaltungen an weniger Veranstaltungsorten, mit einem deutlich geringeren Kartenangebot und damit auch weniger Zuschauern. Und es werden Festspiele sein, die jedem Sicherheits-Anspruch gerecht werden‘‘.

Das 100jährige Bestehen der Salzburger Festspiele, findet seinen Widerhall auch in der Salzburger Landes-Ausstellung ,,Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele.‘‘ Sie wird, in Kooperation mit den Salzburger Festspielen, im Salzburg Museum, in der Neuen Residenz, Mozartplatz 1 ausgerichtet. Termin: 25. Juli 2020 (Eröffnungstermin) bis 31. Oktober 2021. Für mehr als ein Jahr wird damit die Neue Residenz zu einem Ort der Begegnung mit der wechselvollen Geschichte der Salzburger Festspiele – hoffentlich auch mit Hinweis auf die Präsenz auf der Halleiner Pernerinsel – und ihrer Künstlerinnen und Künstler. Die Salzburger Festspiele erwecken ihr Archiv zum Leben, präsentieren künstlerische Interventionen, inszenierte Erzählungen, Filmvorführungen und vieles mehr. Die feierliche Eröffnung findet am 25. Juli 2020 statt. – (Presse-Aussendung Salzburger Festspiele, Odo Stierschneider, Bild: OST).

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In einer Gedenkfeier am Grubergrab in Hallein vor dem ,,Stille Nacht‘‘-Museum, wurde des ,,Stille Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber gedacht, der vor 157 Jahren hier verstarb – nach nahezu 30jähriger Tätigkeit als Komponist sowie als Organist und Chorregent, in der in unmittelbarer Nähe gelegenen Halleiner Stadtpfarrkirche. Auf Initiative des Leiters von Keltenmuseum und ,,Stille Nacht‘‘-Museum Hallein, Florian Knopp, nahm eine Ehrenwache der Halleiner Bürgergarde Aufstellung und wurde eine Kranz-Niederlegung vollzogen. Die Kustodin des Stille Nacht Museum, Anna Holzner, erinnerte an die Tätigkeit Franz Xaver Grubers in Hallein von 1835 bis 1863. Sie hob hervor, Gruber habe selbst vor allem seine Tätigkeit als Komponist von etwa 200 Werken gesehen, er habe das musikalische und insbesondere kirchenmusikalische Leben in Hallein geprägt. Seine zahlreichen Bearbeitungen des Stille-Nacht-Lieds seien der Beleg dafür, dass er dessen wachsende Bedeutung erkannt habe.

 

Der emeritierte Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, Michael Neureiter, der erst kürzlich seinen 70. Geburtstag im Kreise zahlreicher Gratulanten feierte, war im Gruberhaus aufgewachsen. Er betonte die Bedeutung der Organisten und Chorregenten in vergangenen Zeiten: Der letzte fix beschäftigte Organist war bis 1954 tätig und wohnte wie seine Vorgänger mit seiner Familie im 2. Stock des Mesnerhauses, das 1968 zum „Gruberhaus“ wurde. Auch Dechant Hans Schreilechner nahm an der Gedenkfeier teil. Von der Stadtpfarre wurde das Gruberhaus, das seit der Wiedereröffnung 2018 in allen Stockwerken für das ,,Stille Nacht‘‘- Museum verwendet wird, an die Stadt Hallein verpachtet. – Auf dem oben stehenden Foto das Gedenken an Franz Xaver Gruber mit der Kranzniederlegung an seinem Grabe. Im Bild von links Dechant Hans Schreilechner, Michael Neureiter und Anna Holzner mit der Ehrenwache der Halleiner Bürgergarde, die vom dienstführenden Hauptfeldwebel Martin Leitner (ganz rechts) kommandiert wurde. – (M.N., OST. Foto: Stille Nacht Gesellschaft).

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Es ist und bleibt die erfreulichste Meldung des Kultur-Jahres 2020: Helga Rabl-Stadler bekundete erfreulicher Weise ihre Bereitschaft, bis 31. Dezember 2021, Präsidentin der Salzburger Festspiele zu bleiben, verkündete Landeshauptmann Wilfried Haslauer als gesetzlicher Vertreter des Salzburger Festspielfonds, am 5. Mai 2020. Alle Mitglieder des Kuratoriums der Salzburger Festspiele begrüßen natürlich diese persönliche Entscheidung der Festspielpräsidentin. ,,Die Salzburger Festspiele sind mit Helga Rabl-Stadler als Präsidentin, Intendant Markus Hinterhäuser und dem kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz, auf besonders hervorragende Art und Weise aufgestellt. Eigentlich wollte Helga Rabl-Stadler mit Abschluss des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele, mit Ende des heurigen Jahres 2020 ihre Funktion beenden. Dass ausgerechnet 2020 eine Pandemie die Reduzierung des Jubiläums-Programmes und dessen Verschiebung zum Großteil von 2020 auf das Jahr 2021 erforderlich macht, war für niemanden vorherzusehen. Helga Rabl-Stadler hat in den vergangenen 25 Jahren als Präsidentin die Salzburger Festspiele nachhaltig geprägt, ein Jubiläumsjahr ohne sie ist für mich kaum vorstellbar“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Auch Landtags-Abgeordneter Hans Scharfetter, derzeit Vorsitzender des Festspiel-Kuratoriums, zeigt sich sehr erfreut darüber, dass Helga Rabl-Stadler auch 2021 als Präsidentin zur Verfügung stehen möchte. „Das Vertrauen des Kuratoriums und die wunderbare Zusammenarbeit mit Markus Hinterhäuser und Lukas Crepaz machen es mir leicht, meine ursprünglichen Pläne zu ändern. Ich stehe gerne bereit, um das 100-Jahr-Jubiläum auch noch nächstes Jahr zu begleiten“, so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Die Freunde der Festspielstadt Hallein mit Präsident Herbert Schallenberg an der Spitze, begrüßen natürlich den Verbleib der großartigen und fantastischen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ganz besonders. Sie hatte während ihrer Präsidentschaft, in dankenswerter Weise, eine ganze Reihe wichtiger  Aktivitäten entfaltet, um die Präsenz der Salzburger Festspiele, auch unter schwierigen Bedingungen, auf der Halleiner Pernerinsel weiterhin zu sichern. Obwohl es in Salzburg lange Zeit deutlichen Widerstand gegen den Festspielort Halleiner Pernerinsl gegeben hatte. Ab Ende 2021 weht somit eine große symbolische Trauerfahne über der Pernerinsel. -- (Salzburger Landes-Korrespondenz, Odo Stierschneider. Foto: SLK).

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Als zwei herausragende journalistische Leistungsträger der ,,Salzburger Nachrichten‘‘ agieren Hedwig Kainberger, Ressortleiterin Kultur und Hermann Fröschl, Ressortleiter Salzburg-Lokal. Die Genannten informierten in einem ausführlichen, gemeinsam verfassten Bildbericht über die geplante Sanierung von Dachstuhl und Dachboden des Keltenmuseums Hallein mit dem Ziel, mehr Platz für Sonder-Ausstellungen und für ein Museums-Café zu gewinnen. Das absolut Sensationelle daran: Sogar Landeshauptmann Dr. Wilfrid Haslauer plädierte nachdrücklich, trotz der bestehenden Finanz-Probleme durch die Corona-Krise, für die Realisierung der erforderlichen Sanierungs- und Ausbaupläne im Dachgeschoß des Keltenmuseums.

Noch bevor die Corona-Pandemie auch über das Land Salzburg hereinbrach, hatte man einen Finanzierungsplan für die erforderlichen Maßnahmen im Keltenmuseum über 4 Jahre, von 2019 bis 2022, in Höhe von  2,7 Millionen Euro fixiert. Demnach waren im Vorjahr 2019, 212.000 Euro aufzubringen, heuer 2020 sind es 550.000 Euro, im kommenden Jahr 2021 steht der größte finanzielle Brocken mit 1,7 Millionen ins Haus. Der letzte, wieder deutlich niedrigere Betrag, erfordert im übernächsten Jahr 2022 den Einsatz von 250.000 Euro. Mit Einverständnis des Landeshauptmannes ist das Land Salzburg bereit, jeweils die Hälfte dieser vier Jahresraten zu übernehmen. Schließlich geht es gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise darum, mit Bauvorhaben der angeschlagenen Wirtschaft unter die Arme zu greifen.

Es gibt einiges zu tun im Dachgeschoß des Keltenmuseums, wie Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer Sitzung mit Vertretern des Landes Salzburg, der Stadt Hallein, des Salzburg Museums und des Keltenmuseums erläuterte. Die Tragfähigkeit des historischen Dachstuhls angesichts hoher Schneelasten ist nicht mehr gegeben. Ebenso wurde die Tragfähigkeit des Dachbodens von Landeshauptmann Wilfried Haslauer sarkastisch als ,,grenzwertig‘‘ eingestuft. ,,Grenzwertig‘‘ deshalb, weil der Dachboden bereits durch ein gemischtes Lager und durch das Sammlungs-Depot des Museums erheblich belastet wird. Eigentümer des großen historischen Museumsgebäudes ist die Stadt Hallein, das Keltenmuseum wird vom Salzburg Museum geführt.

Obwohl das Land Salzburg bereits die Hälfte der insgesamt für Sanierung und Ausbau des Dachgeschoßes erforderlichen 2,7 Millionen Euro übernimmt, sieht sich Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger außerstande, die auf Hallein entfallenden Summen für 2020 und 2021 aufzubringen. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise hat sich Halleins finanzielle Lage deutlich verschlechtert. Im Bereich Kindergärten, Schulen, Brücken-Sanierungen und Hochwasser-Schutz stehen erhebliche, unbedingt erforderliche Investitionen ins Haus, so dass Hallein auch die Hälfte der jetzt anstehenden Kosten für das Keltenmuseums nicht aufbringen kann. Dazu der Halleiner Bürgermeister: ,,Wir stehen zum Keltenmuseum und wir stehen zum Ausbau. Aber ich kann nur ausgeben, was ich auch habe‘‘. Landeshauptmann Wilfried Haslauer sorgte auch hier für die Lösung des Problems. Einerseits bezahlt der Bund den Gemeinden die finanziellen Ausfälle, die durch die Corona-Krise entstanden sind. Hallein erhält daraus etwa die Hälfte des hohen Betrages, der heuer und im kommenden Jahr für die Stadt zu bezahlen wäre. Andererseits streckt das Land die zweite Hälfte dieses Betrages für die Jahre 2020 und 2021 der Stadt Hallein vor. Diese Summe ist bis 2023 von Hallein an das Land zurückzuzahlen. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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In 5 Jahren kann das 100jährige Bestehen der vom Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart dem Jüngeren, 1925 geschnitzten, weltweit einzigartigen Darstellung des Gekreuzigten gewürdigt werden. (Siehe Foto oben). Die unvergleichliche Dramatik, die packende Darstellung und manch verstörte Betrachter dieses Jahrhundert-Kunstwerkes, machten das monumentale Schnitzwerk innerhalb kürzester Zeit auch international berühmt. Meister Jakob Adlhart, der in Hallein eine Künstler-Werkstätte besaß, schuf im ganzen Bundesland und weit darüber hinaus, vorwiegend kirchliche Kunstwerke von bestechender Qualität. Der Bildhauer wurde am 1. April 1818 in München geboren und starb am 12. August 1985 in Hallein.

Jakob Adlhart der Jüngere, begann seine Ausbildung im väterlichen Werkstatt-Betrieb in St. Ulrich im Grödner Tal in Südtirol. Sein Vater, Jakob Adlhart der Ältere, war Vergolder und Fassmaler. Bereits vor seinem Eintritt in die Volksschule erkannte man des jungen Jakobs Talent. Er wurde von einem Bildschnitzer aus der Werkstatt seines Vaters in die Schnitzkunst eingeweiht.1908 richtete Jakob Adlhart d. Ä. im Cordon-Haus in Hallein seine ,,Werkstätte für christliche Kunst und Kunstgewerbe‘‘ ein. Nach Absolvierung der Bildhauerklasse an der Fachschule Hallein folgte Jakob Adlhart d. J. seinem Vater nach Dalmatien, der dort an der Renovierung von Altären arbeitete. Durch seinen ersten Lehrer Alois Zwerber lernte Jakob Adlhart d. J. die breite Stilpalette historisierenden Schaffens kennen, setzte sich aber auch mit der Secession auseinander.

Ab 1920 leitete Jakob Adlhart d. J. die ,,Halleiner Werkstätte für kirchliche Kunst und Kunstgewerbe‘‘ und studierte von 1921 bis 1923 bei Anton Hanak an der Wiener Kunstgewerbe-Schule. Er beendete sein Studium mit der Note ,,vorzüglich‘‘. Jakob Adlhart der Jüngere schuf vor allem Holzplastiken für Kirchen-Ausstattungen in Salzburg, Oberösterreich und im süddeutschen Raum. Die wichtigsten Werke gelangen ihm im Bereich der monumentalen Arbeiten für das Erzstift St. Peter mit dem oben abgebildete Kolossal-Kruzifix 1925, sowie in Zusammenarbeit mit Clemens Holzmeister für das Kleine Festspielhaus, mit dem berühmten Maskenblock aus weißem Marmor über dem Haupteingang 1926. Jakob Adlhart d. J. arbeitete auch an zahlreichen Chorgestühlen in den Domen von Salzburg (1957), Eisenstadt (1965) und Speyer, Deutschland, (1969) sowie an Kreuzwegen, Gnadenstühlen und Denkmälern mit. So befinden sich von ihm in Stadt und Land Salzburg rund 30 Werke, darunter auch der Zeiserlbrunnen von 1968 auf dem Halleiner Bayrhamerplatz. 1952 wurde dem Bildhauer der Professoren-Titel verliehen. – (Odo Stierschneider, Foto: Mayrhofer).

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Ab 30. Mai 2020 öffnet der Tennengauer Kunstkreis wieder den kunstraum pro arte für alle interessierten Besucherinnen und Besucher. Nach der, durch die Corona-Krise bedingten Pause, freut sich Helga Besl, Obfrau des Tennengauer Kunstkreises, nun mit einer besonders vielfältigen Ausstellung die traditionsreichen Ausstellungs-Räume wiederzueröffnen: ,,Über 50 Leihgeberinnen und Leihgeber haben jeweils ein Lieblingsstück aus ihrem Zuhause für unsere Ausstellung zur Verfügung gestellt. Was ein Lieblingsstück ist, hat dabei jeder und jede selbst entschieden, sodass es ganz Unterschiedliches zu entdecken gibt: vom Fundstück aus dem Wald bis hin zum Kunstwerk aus der privaten Sammlung.‘‘


Die Ausstellung ,,Lieblingsstücke und Objekte, die gefallen‘‘ versammelt sowohl Skulpturen, Malerei, Grafiken, Fotografien und filmische Beiträge, als auch Fundstücke und Erinnerungs-Objekte von Mitgliedern sowie Freundinnen und Freunden des Tennengauer Kunstkreises. Vielfältige Lieblings-Stücke aus privaten Räumen, übersiedeln für die Dauer der Ausstellung, in den kunstraum pro arte. Ein Satz zu jedem Lieblingsstück erzählt die Geschichte dahinter und lädt ein über eigene Lieblingsstücke nachzudenken.


Laila Huber, Leiterin des kunstraum pro arte, unterstreicht, warum es gerade in unruhigen Zeiten wie diesen umso wichtiger ist, Kunst und Kultur für alle zugänglich zu machen: ,,Kunsträume sind Orte der Begegnung und des Austauschs, etwas, das in den vergangenen Wochen und Monaten schmerzlich gefehlt hat. Über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen ist immer auch die Gelegenheit an einem größeren Ganzen teilzuhaben. Mit unserer Ausstellung zu den Lieblingsstücken, steht das, was jeder und jedem Einzelnen lieb ist und das Teilen dieser Geschichten, im Mittelpunkt.‘‘

 

Die Ausstellung eröffnet am 30. Mai 2020 von 10 bis 14 Uhr und ist bis 27. Juni 2020 zu den regulären Öffnungszeiten (Mittwoch – Freitag von 16 – 19 Uhr, Sa von 10 – 13 Uhr) zu sehen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen wird keine große Eröffnungs-Veranstaltung möglich sein. Es dürfen sich max. zehn Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten des kunstraum pro arte aufhalten. Besucherinnen und Besucher werden gebeten ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

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Jetzt wird die Kulturvermittlung im Keltenmuseum Hallein unter der Devise ,,Museum im Garten‘‘ nach draußen verlegt. Im angenehmen Ambiente des Museums-Gartens, mit Blick über die Salzach auf die Pernerinsel, erleben alle Interessierten Kultur auf der grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Sträuchern. Auf mitgebrachten Decken und vorhandenen Sesseln, können Sie Vorträge, Lesungen, Musik, Workshops für Familien und vieles mehr genießen. Nutzen Sie einen anschließenden Museums-Besuch, um in die Welt der Kelten und in die Geschichte der einstigen Salzstadt Hallein einzutauchen. Sie finden nachstehend 8 Termine für ,,Museum im Garten‘‘ im Zeitraum vom 6. Juni bis 19. September 2020 und ebenfalls 8 Termine für ,,Kultur-Dialoge‘‘ vom 5. Juni bis 18. September. Die darauf folgenden Termine für die Monate Oktober bis Dezember 2020 werden auf der Website www.keltenmuseum.at veröffentlicht. Alle Veranstaltungen sind auch individuell buchbar für maximal 9 Personen. Die Durchführung erfolgt angesichts der Corona-Pandemie unter Beachtung der behördlichen Vorschreibungen wie Atemschutz-Masken und Abstands-Regelung.

DIE VERANSTALTUNGEN
FÜR ,,MUSEUM IM GARTEN‘‘
Termine: Jeder 1. und 3. Samstag im Monat, jeweils von 10 bis 12 Uhr.

Wegen der beschränkten Teilnehmerzahl (9) ist Anmeldung erforderlich entweder unter Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at

Samstag, 6. Juni 2020:
Von der Pfleg zum Museum

Erfahren Sie die bewegte Geschichte des Gebäudes, in welchem seit 50 Jahren das Keltenmuseum untergebracht ist. Bereits die Salzburger Fürsterzbischöfe gingen hier ein und aus. Hier wurden Dokumente verfasst und der Salz-Reichtum des Landes aus dem Salzbergwerk Dürrnberg verwaltet.

Samstag, 20. Juni 2020:
Rätselhafte Kelten – Lesung für Kinder und Familien

Gemeinsam begeben wir uns auf die Spuren der Kelten und hören Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Anschließend gestalten große und kleine Besucher und Besucherinnen unter Anleitung einen keltischen Taschenbeutel mit einem Spiel zum Mitnehmen.

Samstag, 4. Juli 2020:
Hallein und das weisse Gold

Spannende Episoden der Halleiner Stadtgeschichte, geben Einblicke in die Geschichte der Salzproduktion von den Fürsterzbischöfen bis in die Gegenwart, als 19XX die Salzerzeugung eingestellt wurde. Entdecken Sie die Meilensteine der Halleiner Stadtentwicklung!

Samstag, 18. Juli 2020:
Kriegsende in Hallein – Lesung mit Musik

Vor 75 Jahren war in Österreich der verheerende 2. Weltkrieg zu Ende. In ihrem Buch beschreibt Autorin Helga Springer das Kriegsende in Hallein von den letzten Kriegstagen bis zur Wiedereröffnung der Schulen.

Samstag, 1. August 2020:
Archäologie – wie geht das?

Hier erfahren Sie, wie Archäologinnen und Archäologen arbeiten. Welche Techniken werden angewendet? Was passiert bei einer archäologischen Grabung?

Samstag, 15. August 2020:
Salzige Geschichten – Programm für Kinder und Familien

Kurzgeschichten und Märchen entführen in eine Zeit, in der das Salz so wertvoll war wie Gold. Danach töpfern die Familien kostbare, kleine  Salzgefäße für zu Hause!

Samstag, 5. September 2020:
Die Knochen der Kelten

Was erzählen die Knochen der Kelten über das Leben der Menschen vor 2.500 Jahren? Das erforschen Anthropologinnen und Anthropologen. Die Besucher und Besucherinnen werden über die Methodik dieser Forschungen informiert. Anschließend interpretieren sie selbst anhand von Bildmaterial keltische Skelette.

Samstag, 19. September 2020:
Klänge aus der Eisenzeit

Keltische Klänge entführen die Zuhörerinnen und Zuhörerinnen in eine längst vergangene Zeit und laden zum Träumen ein.

DIE VERANSTALTUNGEN
FÜR DIE ,,KULTUR-DIALOGE‘‘
Termine: Jeder 1. und 3. Freitag im Monat, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

Wegen beschränkter Teilnehmerzahl (9) ist Anmeldung erforderlich entweder unter Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at

Freitag, 5. Juni 2020:
Ausgestorbene Berufe

Derzeit beschäftigen uns die aktuellen Veränderungen im Berufs- und Schul-Alltag. Welche Berufe gab es früher, die lange schon ausgestorben sind? Warum sind sie verschwunden? Entdecken Sie unter anderen die Kleitzer und die Salzgeherinnen!

Freitag, 19. Juni 2020:
Was hatten die Kelten mit den Griechen zu tun?

Die weit reichenden Verbindungen in der Antike brachten den Kelten neue Trinksitten und damit einhergehend neue Gefäßformen. Entdecken Sie die dazu passenden Objekte im Keltenmuseum!

Freitag, 3. Juli 2020:
Natur und Umwelt in der Bronzezeit

Das Kupfer-Bergbaugebiet am Mitterberg bei Bischofshofen war ein bronzezeitliches Industriegebiet, in dem der Kupferbergbau ein hochspezialisiertes, arbeitsteiliges Verfahren hervorbrachte, welches die Umwelt nachhaltig prägte. Aktuelle Umweltfragen im historischen Kontext!

Freitag, 17. Juli 2020:
Frauen in der Urgeschichte

Was verraten die archäologischen Funde über das Leben und die Rolle der Frauen in der Urgeschichte? Suchen und finden Sie die ,,weiblichen‘‘ Aspekte in der Ausstellung und diskutieren Sie die Interpretation dr Funde!

Freitag, 7. August 2020:
Arschleder, Gugl & Co – Bergmannssprache

In Zeiten von Corona steht viel Zeit zur Verfügung, um Sprachen zu lernen. Die Arbeiten in und um das Salzbergwerk und die Herstellung von Salz aus der Sole in den Salinen war so speziell, dass es viele Begriffe gibt, die nur von Bergwerks- und Salinenarbeitern verwendet wurden. Andere Wörter sind so alt, dass sie heute nicht mehr bekannt sind. Käppi-Pepi erklärt die Bedeutung all der rätselhaften Ausdrücke und Bezeichnungen und welche Geschichten dahinterstecken!
 

Freitag, 21. August 2020:
Protestanten-Vertreibungen vom Dürrnberg

Im Dürrnberger Salzbergbau waren zahlreiche Protestanten beschäftigt. Deren Vertreibung durch die Fürsterzbischöfe nicht nur harte persönliche Folgen für die betroffenen Familien hatte sondern auch negative wirtschaftliche Folgen im Land Salzburg. Die Besucher erfahren Einzelheiten von persönlichen Schicksalen und
über die Auswirkungen dieser brutalen Vertreibung.

Freitag, 4. September 2020:
Frauen im Salz- und Sud-Wesen

Während der Salzbergbau in Hallein bis weit ins 20. Jahrhundert eine männliche Domäne war, hatten die Frauen in Hallein und in den Sudhäusern einige Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Entdecken Sie die sehr speziellen Tätigkeiten der Frauen!

Freitag, 18. September 2020:
Keltische Gelage – Essen und Trinken einst auf dem Dürrnberg

Die Kelten waren bei den Römern bekannt für ihre ausgelassenen, feuchtfröhlichen Feiern. Doch welche Speisen und Getränke wurden von den Kelten auf dem Dürrnberg tatsächlich konsumiert? Stimmen die Vorurteile der Römer? Erforschen Sie gemeinsam die keltischen Tischsitten!

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Am Samstag, den 16. Mai 2020, öffnet das Keltenmuseum Hallein wieder den Ausstellungs-Bereich für Besucherinnen und Besucher. Die Öffnungs-Zeiten bleiben unverändert wie bisher: Montag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Unter Einhaltung der aktuell erforderlichen gesundheitlichen Sicherheits-Maßnahmen, bietet das auch international angesehene Keltenmuseum, wieder einen besonders attraktiven und anspruchsvollen Beitrag zu den in der Stadt Hallein sich bietenden Freizeit-Aktivitäten. Zusätzlich zum europaweit bekannten Bestand des Museums, wurden die neuen Veranstaltungs-Formate ,,Museum im Garten‘‘ und ,,Kultur-Dialoge‘‘ entwickelt. Sie ermöglichen Kultur-Erlebnisse und den persönlichen Austausch mit dem Museums-Team. Beachten Sie bitte: Bei allen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl auf 9 Personen beschränkt, daher wird unbedingt um rechtzeitige Anmeldung gebeten: Tel. 06245 80 783 oder Mail keltenmuseum@keltenmuseum.at. Unter www.keltenmuseum.at ist das Museum im Internet präsent.

DREI AUSSTELLUNGS-BEREICHE
1.)  Zeitsprünge – Ursprünge. Reise in die Urgeschichte Salzburgs

Die Ausstellung im Erdgeschoß widmet sich der Urgeschichte des Landes Salzburg. Einzigartige Objekte wie der Helm vom Pass Lueg, die Funde aus den bronzezeitlichen Kupfer-Bergwerken vom Mitterberg bei Bischofshofen oder der keltische Gold-Torques von der Maschalm bei Rauris sind wieder zugänglich. Zahlreiche weitere Objekte aller urgeschichtlichen Epochen – vom Mesolithikum bis zum Ende der Eisenzeit – illustrieren eindrucksvolle die große Bedeutung, die das heutige Land Salzburg durch seine zentrale Lage und seinen Rohstoffreichtum, seit dem 9. Jahrtausend v. Chr. innehatte.

2.)  Die Kelten vom Dürrnberg
Hallein und der Dürrnberg blicken auf eine Jahrtausende alte Besiedlungs-Geschichte zurück. Das ,,weiße Gold‘‘ prägte das Leben in der Region und in den Städten Hallein und Salzburg – von der prähistorischen Salzgewinnung über den Salzabbau der Salzburger Fürsterzbischöfe bis in unsere Zeit. Schon in der Eisenzeit erschlossen keltische Bergleute das Salzvorkommen auf dem Dürrnberg. Kunstvolle Kannen, filigrane Fibeln und aufwendige Alltags-Gegenstände zeugen vom damaligen Wohlstand. Kostbarkeiten aus Bernstein, Gold. Koralle oder Glas erzählen von weitreichenden Handels-Beziehungen. Die Besucherinnen und Besucher des Keltenmuseums Hallein erleben die Highlights aus einer über 2.500 Jahre andauernden Siedlungs-Geschichte!

3.)  Hallein und die Salzburger Fürsterzbischöfe
Nachdem die keltische Salzgewinnung mit dem Einmarsch der Römer ihr Ende fand, wurden erst im 12. Jahrhundert die Salzvorkommen auf dem Dürrnberg durch die Salzburger Fürsterzbischöfe als Quelle des Reichtums wiederentdeckt. In der Blütezeit, unter Fürsterzbischof Wolf-Dietrich, wurden auf dem Dürrnberg bis zu 36.000 Tonnen Salz pro Jahr abgebaut. Die architektonische Schönheit der Stadt Salzburg, Sitz der auch weltlich regierenden Fürsterzbischöfe, ist ohne das Salz vom Dürrnberg undenkbar. Im 2. Stock des Keltenmuseums befinden sich die fürsterzbischöflichen Fürstenzimmer aus den Jahren 1756-1757. Der dort gezeigte, bekannte Bilderzyklus, stellt die älteste und umfangreichste Gemälde-Dokumentation des historischen Salzbergbaus dar. Sie dokumentiert erstmals die Arbeit unter Tage im Salzbergwerk oben auf dem Dürrnberg, aber auch die Tätigkeit in den Sudhäusern und an der Holzrechen-Anlage in Hallein. Die ausgestellten historischen Objekte verweisen auf den schwierigen Alltag in der Salzstadt und von den harten Lebensbedingungen der Salzarbeiter.

WEITERE VERANSTALTUNGEN
Halleiner Stadtführungen
am Tag der Heiligen Corona am 14. Mai

Am Donnerstag, 14. Mai 2020 um 18 Uhr, wird innerhalb von 60 Minuten in Kooperation mit den ,,Halleiner G‘schichten‘‘ eine rasante und spannende Stadtgeschichte von Hallein geboten. Am Tag der Heiligen Corona wird aus aktuellem Anlass auch die Geschichte der Pest in Hallein dargestellt. (Die Heilige Corona wurde im Alter von nur 16 [sechzehn] Jahren in der Spätantike grausam hingerichtet. Zwischen zwei niedergebogene Palmen gefesselt, erlitt sie einen grausamen Tod, als die Palmen wieder in die Höhe schnellten. Corona-Wallfahrten gibt es beispielsweise in St. Corona am Wechsel in Niederösterreich. Die Heilige Corona gilt auch als Schutzpatronin vor Seuchen.) Weitere Themen der Stadtführungen: Wie prägte die Salzproduktion die Halleiner Stadtgeschichte? Welche Frauen haben in Hallein Geschichte geschrieben? Was ereignete sich auf den Plätzen und in den Gassen der Stadt? Bei den kurzweiligen Stadtrundgängen reisen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die turbulente Vergangenheit der einstigen Salinenstadt Hallein. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.halleinergschichten.com. Treffpunkt: Keltenmuseum Hallein. Anmeldungen erforderlich unter Tel. 0664 210 38 05. 9 Personen je Führung. Mehrere Gruppen möglich. Das wird Sie besonders freuen: Die Stadtführungen am Tag der  Heiligen Corona sind kostenlos!

Wochenende zur Wieder-Eröffnung
des Keltenmuseums 16. und 17. Mai

Anlässlich der Wiedereröffnung des Halleiner Keltenmuseums wird das neue Format ,,Kultur-Dialoge‘‘ präsentiert. An ausgewählten Standorten in den Ausstellungs-Räumen des Keltenmuseums, werden interessierte Besucherinnen und Besucher in Kleingruppen bis 9 Personen über spezielle Objekte und deren Geschichte informiert. Die Veranstaltungen finden unter der Einhaltung der geltenden Sicherheits-Maßnahmen bezüglich der aktuellen Corona-Pandemie statt.

Samstag, 16. Mai 2020, 10 – 12 Uhr
KULTUR-DIALOGE: Schnabelkanne & Co – Highlights der Archäologie

Die Ausgrabungen auf dem Dürrnberg, faszinierende Funde und ausgefeilte Handwerkskunst der Kelten stehen im Mittelpunkt. Entdecken Sie anschließend Ihre persönlichen Highlights im Museum!

Sonntag, 17 Mai 2020, 14 – 16 Uhr
KULTUR-DIALOGE: Die Knochen der Kelten

Was erzählen die Knochen der Kelten über das Leben der Menschen vor 2.500 Jahren? Anhand von Abbildungen werden die Besucherinnen und Besucher selbst zu Anthropologen und erforschen die Knochen der Kelten unter fachkundiger Anleitung. – Am 5. Juni 2020 geht es weiter mit dem neuen Format ,,Kulturdialoge‘‘. Am 6. Juni startet das zweite neue Format ,,Museum im Garten‘‘. Nähere Details zu diesen beiden Veranstaltungs-Reihen folgen hier im SALZSCHREIBER-Ressort KULTUR als Teil 2 der Veröffentlichungen zur Wiedereröffnung des Keltenmuseums Hallein. –  (Presse-Aussendung: Keltenmuseum Hallein. Ergänzungen: OST. Foto: Odo Stierschneider).

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Die Halleiner Altstadt bietet seit 5. Mai 2020 und noch bis 12. Juni 2020, allen Kunst-Freunden und Kunst-Interessierten eine kleine, besonders reizvolle, jederzeit zugängliche  Gemäldegalerie – maybe the greatest artspace in austria – in der überdachten Auslagenfront am Beginn der Ruprechtgasse. Hier zeigt die deutsche kunstaffine Fotografin Anja Conrad unter dem Motto ,,Everything is always so perfekt when you are in it‘‘ zeitgenössische Kunst an drei sehr unterschiedlichen, optisch bestechenden und eindrucksvollen Beispielen.  Eine offizielle Ausstellungs-Eröffnung musste angesichts der Corona-Krise leider unterbleiben. Anja Conrad, geboren 1971, lebt und arbeitet in Oberursel. Sie erhielt ihren BFA von der School of Art Institute in Chicago und ihren MFA in Fotografie und verwandten Medien von der School of Visual Arts in Ney York City, wo sie bei Joel Sternfeld studierte. Anja Conrad ist international tätig und trat unter anderem auch in Paris und in Petersburg in Erscheinung.

 

Wenn Anja Conrad mit ihrer Mittelformat-Kamera durch die Straßen geht, fängt sie die Markierungen des Menschen in lebendigen Farben ein, in der Tradition der dokumentarischen Fotografie. Ihre großformatigen Fotografien einer Reflexion in einem Schaufenster, die eine Silhouette mit einem Roboterherz zeigt, oder das zerbrochene Leuchtkastenschild, welches sein Innenleben enthüllt, sind Dokumente der verwandelten Realität. Was passiert, wenn so etwas, so ernsthaft erfasst, als Porträt fixiert wird, und wie entfaltet es sich in dieser Größenordnung? Anja Conrad, geboren 1971, lebt und arbeitet in Oberursel. Sie erhielt ihren BFA von der School of Art Institute in Chicago und ihren MFA in Fotografie und verwandten Medien von der School of Visual Arts in New York City, wo sie bei Joel Sternfeld studierte. Ihr kürzlich erschienenes Fotobuch „Alles ist immer so perfekt, wenn man drin ist“ wurde 2019 im Kehrer Verlag veröffentlicht.

Die reizvolle Gemäldegalerie in der Ruprechtgasse, die aufgrund ihrer Überdachung auch bei Schlechtwetter ungetrübten Kunstgenuß ermöglicht, wird sich ganz bestimmt zu einem gerne besuchten Highlight des Halleiner Stadtzentrums entwickeln. Ihre Betreiber planen hier im Jahresablauf ein reges, attraktives und abwechslungsreiches Ausstellungs-Geschehen, welches die Kulturstadt Hallein auf sehr spezielle Art aufwertet. – Zu den oben stehenden Fotos: Das erste Foto zeigt die Gemäldegalerie bei abendlicher Beleuchtung, auf den Fotos 2 bis 4 sind die Werke einzeln dargestellt, das 5. und letzte Foto zeigt die Fotografin Anja Conrad. – (Odo Stierschneider unter Bezug auf MTGAIA-Veröffentlichungen. Fotos: Anja Conrad).

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Es war einmal eine bezaubernde Wasserbucht. Umgeben von einem mit Natursteinplatten belegten Gehweg. Dann folgten die Sitzreihen wie in einem historischen griechischen Theater. Bei der feierlichen Eröffnung fragte sich Festredner Kultur-Landesrat Othmar Raus noch sichtlich verärgert, wieso eine derart grandiose Attraktion ausgerechnet in Hallein und nicht in der Landeshauptstadt errichtet worden sei. Der damalige Festspiel-Intendant Gérard Mortier, als er gemeinsam mit Bürgermeister Franz Kurz und dem Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘ Odo Stierschneider, die eindrucksvolle Anlage besichtigte: ,,Meine Herren, hier wird es Aufführungen der Salzburger Festspiele geben, ich höre hier schon die Wiener Philharmoniker spielen!‘‘ Die Stadt Hallein, wohl von allen guten Geistern verlassen, wusste es natürlich besser. Sie ließ, absolut unfassbar, die schöne Wasserfläche, den rundum laufenden Gehweg sowie die ersten drei Sitzstufen einfach zuschütten. Seither ist das Desaster perfekt. Die Enden der beiden seitlich hinunter führenden Stufen verschwinden einfach im Schotter – solch einen Anblick gibt es in der gesamten zivilisierten Welt kein zweites Mal. (Siehe dazu das 1. und 2. Foto oben). In der Mitte des Sitzreigen-Halbrundes floss einst ein Bach hinunter zur Wasserfläche. Heute ist dieses Gerinne seit Jahren trockengelegt, baufällig, verwahrlost und widerwärtig verdreckt. (Dazu unser 3. Foto oben). Selbstverständlich würde der SALZSCHREIBER dieses Foto für die Titelseite von repräsentativen Werbeprospekten für die Stadt Hallein kostenlos zur Verfügung stellen. Dort, wo einst auf der Wasserfläche eine von den Salzburger Festspielen mitfinanzierte (!) Wasserbühne schwamm, herrscht heute grüner Wildwuchs. (4. und 5. Foto oben). Wenn es regnet, verwandelt sich das Ganze zur größten Schlammschüssel Österreichs. Dann rückt die Jugend mit ihren Drahteseln an und zieht tiefe Furchen durch das aufgeweichte Areal. (Dazu 6. und 7. Foto oben). Insgesamt also derzeit eine Situation, die einem den Magen umdreht. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Salzburger Festspiele als Leuchtfeuer bei der Suche nach der eigenen Identität, nach dem Sinn unseres Lebens, aber auch bei der Wiederherstellung der Identität ganzer Völker – das war der große Gedanke jener Künstler und Bürger, die die Salzburger Festspiele als ,,eines der ersten Friedenswerke‘‘ vor 100 Jahren gründeten. Allen voran der Theatermagier Max Reinhardt, der Poet Hugo von Hofmannsthal, der Komponist Richard Strauß, der Bühnenbildner Alfred Roller und der Dirigent Franz Schalk. 100 Jahre später führt ein glanzvolles Direktorium, bestehend aus Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser und Kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz, verstärkt durch Bettina Hering (Schauspiel) und Florian Wiegand (Konzert) die Salzburger Festspiele.

Wie konnte es passieren, dass die grafisch gestaltete Wortmarke ,,100 Jahre‘‘ für die Salzburger Festspiele ausgerechnet im glanzvollen Jubiläumsjahr 2020, zum bedauerlichen Fehlgriff wurde? Nachstehend ist der Begriff ,,100 Jahre‘‘ in zehn gängigen, auf jedem Computer verfügbaren Schriften wiedergegeben. Jede dieser gebräuchlichen Schriften bietet einen schöneren und eleganteren Eindruck als die unten wiedergegebene ,,grafische Lösung‘‘ des Begriffes ,,100 Jahre‘‘, so wie er bedauerlicher Weise für das Internationale Zentralgestirn der weltweiten Festspiele, zu dessen stolzem Bestands-Jubiläum vorgelegt wurde. Und mittlerweile auch in Verwendung steht.

 

Es hätte einen internationalen Gestaltungs-Wettbewerb für den Begriff ,,100 Jahre Salzburger Festspiele‘‘ geben müssen. Für jeden ernst zu nehmenden, etablierten Schrift-Grafiker eine einzigartige, traumhafte und begeisternde Herausforderung. So aber existiert derzeit – wie lange noch? – nur eine armselige, kindlich hingeschmierte, lächerliche Wortmarke, in dilettantisch-deprimierender Farbgebung Hellgrau-Schwarz. Alles andere als ein festliches, beschwingtes und stolzes Jubiläum-Symbol. Oh Gott!

100 Jahre Salzburger Festspiele ließen aus dem zarten Pflänzchen, welches vor 100 Jahren am 22. August 1920 mit dem ,,Jedermann‘‘ seine erste hinreißende Blüte öffnete, das mittlerweile größte Klassikfestival der Welt entstehen – mit mehr als 200 Vorstellungen auf 15 Spielstätten an 44 Tagen, mit Besuchern aus 80 Ländern, 40 davon außerhalb von Europa. Eine ,,Begeisterungs-Gemeinschaft‘‘ nannte Bazon Brock, Professor für Ästhetik, das Publikum der Salzburger Festspiele. Zitat: ,,Weil bei den Festspielen eine einzigartige Form des gemeinsamen Erlebens entsteht, welches Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion eint. Eine Begeisterungs-Gemeinschaft für die Kraft der Kunst!‘‘ – (Helga Rabl Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz. Wortmarken-Kritik: Odo Stierschneider).

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Es ist in der Tat beeindruckend, mit welcher Zähigkeit / Verständnislosigkeit / Sturheit / Verbohrtheit / Interesselosigkeit, seit Jahren immer wieder verhindert wird, dass das bescheidene Schaugrab von ,,Stille-Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Gruber (siehe 1. Foto oben, es entstand in der Osterwoche 2020), endlich in einen herzeigbaren Zustand versetzt wird. Man sollte glauben, dass diese wichtige und symbolträchtige, kleine Grabanlage vor dem ,,Stille-Nacht‘‘-Museum in einem Meer von Blumen versinkt und beeindruckendes Vorbild für die Gräber auf dem Städtischen Friedhof Hallein ist. Doch genau das unerfreuliche Gegenteil ist der Fall. Zahllose Gräber auf dem Friedhof verweisen die Gruber gewidmete, kleine Grabanlage, in den Bereich der Peinlichkeit und Lächerlichkeit. Warum ist die vorbildliche Pflege des Grabes nicht schon längst organisiert und liegt in festen Händen? Der Zustand des Grabes ist immer wieder bestürzend und schockierend. Man wagt gar nicht daran zu denken, wie in anderen Gemeinden ein derartiges Erinnerungsgrab aussehen würde.

EINE ZUFRIEDENSTELLENDE GESTALTUNG
DES GRUBER-PLATZES STEHT NOCH AUS

Auch das Umfeld des bescheidenen Ehrengrabes bietet Anlass zu Kritik. Der Platz rundum wurde schön gepflastert. Einige moderne Sitzobjekte wurden ziemlich planlos aufgestellt und gehen höchstens als rührende, aber vergebliche Möblierungs-Versuche durch. Und das war’s dann auch schon. Eine endgültige, zufriedenstellende Platzgestaltung fehlt noch immer. Grubers kleine Grabanlage, die eher einem Privatgrab als einer offiziell errichteten Gedenkstätte gleicht, entstand in der Notzeit der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. In der allzu langen Zeitspanne seit damals, gab es nur zwei Initiativen, um das Erscheinungsbild des Schaugrabes zu verbessern. Erstens wurde das kleine Grab mit einem Ziergitter umgeben und zweitens sorgte Odo Stierschneider, damals Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘, für die Anbringung der drei Grab-Laternen. Bis dahin konnte nicht einmal eine Kerze wettersicher an dem Grab entzündet werden! Sonst passierte in den etwa 90 Jahren seit Errichtung des allgemein als ,,Gruber-Grab‘‘ bezeichneten Schau-Grabes nichts, obwohl sich die wirtschaftlichen Verhältnisse seit den 30ern drastisch verbesserten.

VERGEBLICHE ANREGUNGEN FÜR DIE
VERBESSERUNG DES GRUBER-PLATZES

Aus der Kunstszene gab es gut gemeinte Vorschläge. In der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, präsentierte ein Architekten-Team den Vorschlag, vor Grubers Wohnhaus (in dem sich heute das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum befindet), einen Pavillion zu errichten, in dem das Leben Franz Xaver Grubers in Hallein dokumentiert werden sollte. Ein anderer Vorschlag regte die Aufstellung einer überlebensgroßen Statue Franz Xaver Grubers vor seinem Wohnhaus an. Im Rahmen der kürzlichen Neupflasterung des Gruber-Platzes war die Rede von einem Kunstobjekt, welches Grubers weltberühmte Komposition des Liedes ,,Stille Nacht‘‘, aber auch seine jahrzehntelange Tätigkeit in der Halleiner Stadtpfarrkirche würdigen sollte. Alle Vorschläge stießen bei den Verantwortlichen auf taube Ohren. So stehen wir noch immer vor dem geradezu rührend bescheidenen Gedenk-Grab aus dem vergangenen Jahrhundert, das sich auch noch den Vorwurf gefallen lassen muss, ein Lügen-Grab zu sein, da es ein reines Leer-Grab ist. Dennoch findet man hier die Aufschrift ,,Hier ruhet Franz Xaver Gruber…‘‘ Dessen tatsächliche Grabstätte ist unbekannt, sie dürfte sich aber in der Nähe des heutigen Leergrabes befinden.

MONSTRÖSE BRUTAL-STIEGE
ERSCHLÄGT GRUBERS GEDENK-GRAB

Noch ein letzter Kritikpunkt, der bei den Verantwortlichen in bewährter Weise auf taube Ohren stößt: In unmittelbarer Nähe des Schaugrabes führt vom Gruberplatz eine Treppe hinauf zur Ferchlstraße. Das Ganze ist eine perfekte Fehlkonstruktion. Die übermächtigen, geradezu martialischen Seitenmauern der Treppe wurden in völlig unpassendem, rötlichen Gestein errichtet. Das Ganze erinnert eher an eine mittelalterliche Festung als an ein Stiegengeländer. Dessen Konstruktion misslang indessen so nachhaltig, dass man gezwungen war, an der Innenseite ein eisernes Geländer zu montieren. Ein grandioser, peinlicher Schildbürgerstreich. Das alles erkennt man auf unserem 2. Foto oben und auch, dass die monströsen, funktionslosen seitlichen Stiegenmauern, Grubers Schaugrab völlig erschlagen. Daher gehören diese Brutal-Mauern endlich, endlich abgetragen und auf der zweiten Seite der Treppe gehört ebenfalls ein eisernes Geländer montiert. Damit verliert die Treppe ihren brutalen Charakter. Sie wäre deutlich zierlicher als heute und das kleine Erinnerungs-Grab Franz Xaver Grubers käme damit wesentlich besser zur Geltung als dies derzeit der Fall ist. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Angesichts der Bedrohungen durch die Corona-Krise, ist man für jede humorvolle Schandtat besonders dankbar. Wie in unserem Fall, als Unbekannte die Bronzefigur vor dem Halleiner Keltenmuseum mit einer Atemschutz-Maske ausrüsteten. (Dazu unser 1. Foto oben). Das Kunstwerk stammt bekanntlich vom angesehenen Gollinger Bildhauer-Altmeister Prof. Josef Zenzmaier. Der Künstler blickt auf ein umfangreiches Werk sowie auf zahlreiche offizielle Ehrungen und Auszeichnungen zurück. Die Bronzefigur ist noch immer der erste Beitrag zu einem geplanten Kunstwerke-Pfad durch die Halleiner Altstadt. Verschiedenste Künstlerinnen und Künstler sollten hier durch eine Arbeit vertreten sein – insgesamt ein besonders anspruchsvolles Vorhaben, um das Erscheinungsbild der Halleiner Altstadt auf niveauvolle Art und Weise aufzuwerten. Es blieb jedoch bisher beim ersten Kunstwerk. In Zeiten der Corona-Krise erscheint es geradezu frevelhaft, die Verantwortlichen daran zu erinnern, dass hier bereits seit Jahren ein dringender Handlungsbedarf besteht. Allen Hindernissen zum Trotz – der SALZSCHREIBER, dem alles am Herzen liegt, was für die Stadt Hallein von Vorteil ist, wird die säumigen Verantwortlichen nach Ende des Corona-Horrors wieder an dieses wichtige und erfreuliche Vorhaben erinnern. Abschließend noch eine wichtige Frage, die uns allen zu Herzen gehen muss: Warum trägt eigentlich das Haupt von Franz Xaver Gruber über dem Eingang zum Stille-Nacht-Museum (siehe 2. Foto oben) noch immer keine Atemschutz-Maske? – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Jetzt, im ersten Coronavirus-Halbjahr, ist es natürlich einigermaßen sinnlos, zu welchem Thema auch immer, Vorschläge, Anregungen oder Ideen zu unterbreiten. Angesichts des rundum wuchernden Coronavirus-Horrors ist das Interesse für alles andere, ohne Bezug zum heißen Dauerthema Corona, in nahezu hoffnungslose Tiefen abgestürzt. Der SALZSCHREIBER versucht es trotzdem. Es geht um die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel. Und da herrscht Hochspannung angesichts der Frage, die auch die fantastische und großartige Festspiel-Präsidentin derzeit nicht beantworten kann: Werden heuer, im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens, die Salzburger Festspiele trotz Corona-Krise stattfinden? Werden dazu in Hallein die erforderlichen Akzente gesetzt? Nicht nur der SALZSCHREIBER ist optimistisch, auch die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘. Trotz aller Unwägbarkeiten wurde von diesen, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele, vorsorglich das nachfolgende Ideen-Paket geschnürt.

FEST IN HALLEIN VOR BEGINN
DER FESTSPIELE AUF DER PERNERINSEL

Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele gilt es, nicht nur auf der Pernerinsel sondern auch in der Halleiner Altstadt (siehe Foto oben), Festspiel-Feeling zu verbreiten. Ein Fest künftig alljährlich im Vorfeld der Festspiele auf der Pernerinsel, könnte in der Altstadt auf die bevorstehende Festspiel-Saison einstimmen. Musikalische und theatralische Darbietungen, umrahmt von kulinarischen Angeboten, wären die Basis.

FESTSPIEL-FAHNEN
AUF DEN STADTPLÄTZEN

Ernst Kronreif hatte vor Jahren die glorreiche Idee, in Hallein Fahnen mit Großfotos von Halleiner Festspiel-Aufführungen zu hissen. Zur offiziellen Eröffnung dieses Fahnen-Ereignisses war auch Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler nach Hallein gekommen. Eine Wiederbelebung dieser Initiative auf Bayrhamerplatz, Kornsteinplatz und Schöndorferplatz wäre ein optisch wirksamer Beitrag für anspruchsvolles Festspiel-Feeling in der Altstadt.

ATTRAKTIVE GESTALTUNG
VON FESTSPIEL-SCHAUFENSTERN

Wenn die Corona-Krise rechtzeitig ihr Ende findet, dann haben die Halleiner Geschäfte noch vor Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel wieder geöffnet.
Mit optisch wirksamen und anspruchsvollen Gestaltungs-Elementen, könnte in die Schaufenster der Halleiner Altstadt anspruchsvolle Festspiel-Atmosphäre einziehen.

KULINARISCHES BEISAMMENSEIN
MIT DEN FESTSPIEL-SCHAUSPIELERN

Kurz vor oder kurz nach Beginn der Festspielsaison auf der Pernerinsel, sollte wieder die während zahlreicher Jahre stattgefundene, festliche Bewirtung der Festspiel-Schauspieler stattfinden, so wie dies sehr erfolgreich Hohlwegwirt Ernst Kronreif und nach ihm Caroline Hubble in der Fußgängerzone praktizierten.

GESTALTUNGS-WETTBEWERB
FÜR DIE GROSSE FESTSPIELFASSADE

Die langgezogene Grau-in-Grau-Fassade des Festspielbereiches an der Alten Saline. Sie wartet nun schon seit fast 30 Jahren vergeblich auf eine attraktive, den Festspielen und der immer attraktiver werden Halleiner Altstadt entsprechende Gestaltung. Das 100jährige Bestehen der Salzburger Festspiele wäre der passende Anlass, um heuer, noch vor Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel, durch den Halleiner Bürgermeister die Ergebnisse eines Gestaltungs-Wettbewerbes vorzulegen – als sinnvoller Beitrag der Stadt Hallein zum 100jährigen Bestand der Festspiele.

SCHAFFUNG
DES HALLEINER FESTSPIEL-PRESSEPREISES

Die Aufführungen der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel finden ein breites Echo in den Medien. Es müsste in Hallein eine Prominenten-Jury gebildet werden, die die verschiedenen Presse-Veröffentlichungen beurteilt und schließlich den besten Beitrag zum Sieger erklärt. Die gekürte Verfasserin bzw. der gekürte Verfasser müsste nach Hallein eingeladen werden, um im Halleiner Rathaus eine entsprechende Würdigung zu empfangen.

NUR EINIGE BÄUME
UM DEN GROSSEN PARKPLATZ OPTISCH ZU ENTSCHÄRFEN

Damit die entsetzliche Parkplatz-Blechlawine auf der Pernerinsel vor dem Festspiel-Bereich optisch etwas entschärft wird, sollten einige Bäume inmitten der Parkfläche gepflanzt werden. Wichtig: wenn sie genau auf der Trennlinie zwischen den Autoreihen gepflanzt werden, dann geht kein einziger Parkplatz verloren!

ABSCHIEDSGESCHENK
FÜR DIE FESTSPIEL-PRÄSIDENTIN

Die verdienstvolle Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, unterstützte während ihrer Amtszeit immer wieder nachhaltig den Verbleib der Salzburger Festspiel auf der Halleiner Pernerinsel. Mit Ende des heurigen Jahres, beendet sie ihre Tätigkeit als Festspiel-Präsidentin. Ein großer Anlass, sowohl für die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ als auch für die Stadt Hallein, um sich mit einem passenden Abschiedsgeschenk einzufinden. – (Odo Stierschneider, Foto: OST)

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Das allmächtige Coronavirus macht’s möglich. Es ist noch völlig unklar, ob und wie sich die Salzburger Festspiele im kommenden Sommer anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens entfalten werden. Ob das große Jubiläum wie geplant gefeiert wird oder ob es eine reduzierte Version geben wird steht noch in den Sternen, wie Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler in einem ausführlichen Fernseh-Interview bekannt gab. Zuverlässige Angaben sind derzeit angesichts der großen Verunsicherung rund um das Coronavirus nicht möglich. Der SALZSCHREIBER ist natürlich optimistisch und so sollen die beiden geplanten Jubiläums-Stücke auf der Halleiner Pernerinsel nochmals in Erinnerung gebracht werden.

RICHARD III.
VON WILLIAM SHAKESPEARE
8 Vorstellungen vom 28. Juli bis 7. August 2020
Pernerinsel Hallein

Ausgerechnet unter der stabilen Herrschaft von Elisabeth I. wählt William Shakespeare um das Jahr 1592 eines der dunkelsten Kapitel der englischen Geschichte, die Rosenkriege der Jahre 1455 bis 1485, um damit sein Publikum mit dem Verfall einer Adelsgesellschaft und den skrupellosen Machtkämpfen der Familien York und Lancaster im Kampf um den englischen Thron zu konfrontieren.
Mit Richard III., dessen Herrschaft den Endpunkt der Rosenkriege darstellt, betritt eine der vielschichtigsten Figuren der Theaterliteratur die Bühne: kaltblütig, hemmungslos, sadistisch und gleichzeitig hellsichtig, witzig und verführerisch. Er versteht es, die Menschen zu manipulieren und sich selbst zu inszenieren. Zum ersten Mal steht diese charismatische Figur von William Shakespeare bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Lina Beckmann, die als Rose Bernd 2017 bei den Salzburger Festspielen bereits einen riesigen Erfolg feierte, wird die Titelrolle übernehmen. Inszeniert wird das Stück von Karin Henkel, der Regisseurin von Gerhart Hauptmanns Rose Bernd. In weiteren Rollen sind unter anderen Kristof Van Boven, Elsie de Brauw und Kate Strong zu sehen. Die Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg feiert am 28. Juli 2020 Premiere auf der Halleiner Pernerinsel.

MARIA STUART
VON FRIEDRICH SCHILLER
8 Vorstellungen vom 16. August bis 27. August 2020
Pernerinsel Hallein

Friedrich Schillers Maria Stuart wurde in der 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele noch nie zuvor inszeniert, aber wie William Shakespeare war Friedrich Schiller ein zentraler Autor des Festspiel-Gründers Max Reinhardt. Maria Stuart ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Leben lang umtrieben: Was ist die Freiheit des Einzelnen? Was ist politische Macht und wo endet sie? Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Recht gefertigt? In der Regie von Burgtheater-Direktor Martin Kusej kommt es nun zur ersten Inszenierung von Schillers Spätwerk in der Festspielgeschichte mit den Schauspielerinnen Bibiana Beglau als Elisabeth und Birgit Minichmayr als Maria Stuart. An deren Seite spielen Itay Tiran als Robert Dudley, Graf von Leicester; Oliver Nägele in der Rolle von Georg Talbot, Graf von Shrewsbury; Norman Hacker als Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh; und Franz Pätzold in der Rolle des Mortimer. Die Neuinszenierung ist eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien, die Premiere und findet am 16. August 2020 auf der Pernerinsel in Hallein statt. – (Odo Stierschneider, Foto: Man Ray).

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Die erste Ausstellung des Tennengauer Kunstkreises im Jahr 2020, widmet sich den grafischen Positionen der beiden Künstler Bernhard Lochmann und Stefan Kreiger. In der Ausstellung „Pictocluster“ werden vor allem Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung und Collage gezeigt. Ausdrucksweisen, in denen beide Künstler in den vergangenen Jahren intensiv tätig waren, zu eigenen Formensprachen gefunden haben und die hier als Schnittstellen fungieren in der Zusammenstellung als szenischer Dialog. Die Künstler bedienen sich an den herkömmlichen wie auch absurden „Bildausstoßungen“ unserer Mediengesellschaft und werden bei verschiedenen Quellen fündig. Begleitet von der Erzählung, der Verdichtung und einem generell sehr spielerischen Zugang zeigen sich hier mehr Gemeinsamkeiten als auf den ersten Blick zu sehen sind. Die Lust, mit der hier dokumentiert, umgeformt, rekombiniert, hinterfragt, neu generiert und persifliert wird, ist ansteckend.

 

BERNHARD LOCHMANN, gebürtiger Tiroler, studierte an der Universität Mozarteum Grafik, an der er heute lehrt. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Zeichnung, Malerei und Druckgrafik. Im kunstraum pro arte zeigt Lochmann ältere und ganz neue Arbeiten – darunter Zeichnungen, die im Rahmen seines Stipendiums des Landes Salzburg in Lemberg/Ukraine im Herbst 2019 entstanden sind sowie großformatige Collagen auf Leinwand und dreidimensionale Buchobjekte. In seinen dokumentarischen Zeichnungen ist Lochmann Beobachter und Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen. In seinen Collagen und assoziativen Zeichnungen arbeitet er intuitiv und spontan. Im Zeichenfluss entwickeln formale Zusammenhänge ihr Eigenleben und Erzählfäden entspinnen sich über die Leinwand. Es ist der Rhythmus des Zeichnens selbst, der seine Formen und Figuren erschafft. Dabei geht es dem Künstler nicht um eindeutige Botschaften, sondern vielmehr um intuitive Landschaften, die Innen- und Außenwelt zu mehrdeutigen Erzählungen verflechten. (Dazu unser 1. Werkfoto oben).

 

STEFAN KREIGER, geboren in Salzburg, studierte Kunstpädagogik und Malerei an der Universität Mozarteum und ist heute freischaffender Künstler. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Kreiger mit der bildzentrierten Medienwelt, die unser Unterbewusstes und Imaginäres bevölkert und strukturiert. Mit Humor und Witz greift er gesellschaftliche Themen auf, wie bspw. die kapitalistische Bilderwelt aus Werbung und Massenmedien oder die pop-kulturelle Heldenverehrung und hinterfragt kritisch Machtverhältnisse wie bspw. gängige Geschlechterrollen. Dabei schafft Kreiger poetische Bildwelten, die oftmals eine Irritation der Sehgewohnheiten anstreben und eine Einladung in eigensinnige und mehrdeutige Wunderwelten darstellen. Die Technik der Collage ist Herzstück seiner künstlerischen Arbeitsweise – selbst im Zeichnen ist ein collagierender Zugang unübersehbar: Zitate aus Bild- und Sprachwelt fügen sich zu mehrdeutigen Kompositionen zusammen. Für den kunstraum pro arte hat Stefan Kreiger sowohl neue Arbeiten produziert als auch eine Auswahl aus bestehenden Serien von Collagen, Zeichnungen und Ready-Made-Objekte zusammengestellt. (Dazu unser 2. Werkfoto oben).

 

Die gemeinsame Ausstellung von Bernhard Lochmann und Stefan Kreiger entstand auf Initiative von Leonhard Besl vom Tennengauer Kunstkreis und Martin Gredler, Leiter der Grafischen Werkstatt im Traklhaus. Martin Gredler, sieht trotz der sehr unterschiedlichen Bildwelten, Ähnlichkeiten in der Arbeitsweise der beiden Künstler - insbesondere in ihrer Obsession und bisweilen Akribie dem Zeichenstift gegenüber: „Der abenteuerliche Alltag des Zeichners, vom Dokumentieren über das Erfinden, vom Verfremden bis zum Ausführen, vom Analysieren bis zum Fabulieren entwirft im Ausstellungskonzept ein Spektrum der Möglichkeiten. Die Linie taucht als sinnliches Element der Verführung ebenso auf, wie als kühles Medium der Prognose. Kreiger und Lochmann arbeiten an einer umfangreichen Reise durch das Medium Zeichnung und ihrer Erlebniswelten - ein spannender Versuch, die Ausstellung als zeichnerischen Raum zu verstehen.“ – Die Eröffnung der Ausstellung findet am Donnerstag, 20. Februar 2020, um 19:30 Uhr statt. Zur Ausstellung spricht Tina Teufel, Kuratorin am Museum der Moderne Salzburg. Dauer der Ausstellung: 21. Februar bis 28. März 2020. Finissage am Samstag, 28. März, um 11 Uhr wird bei freiem Eintritt ein Künstlergespräch mit Stefan Kreiger und Bernhard Lochmann geboten. – (Presse-Aussendung des TKK).

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Derart markante und herausragende Ereignisse, wie das 50jährige Bestands-Jubiläum des Halleiner Keltenmuseums am 17. Oktober 2020,  werfen natürlich ihre Schatten voraus. So befasste sich der Vorstand des Museumsvereins ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums Hallein‘‘ bereits im Rahmen seiner ersten Sitzung des Jahres 2020 am 13. Jänner, mit dem stolzen Museums-Jubiläum. Die Öffentlichkeit wird über den detaillierten Ablauf und die genauen Daten des großen Ereignisses, nach der Presse-Konferenz am 6. Mai 2020 umfassend durch die Medien informiert. Der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, informierte den Vereinsvorstand von ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums‘‘ jedoch bereits über fünf Schwerpunkt-Wochenenden des Jubiläumsjahres.
 

Von Freitag, 12. Juni bis Sonntag, 14. Juni 2020, dreht sich alles um die Ressource Holz, dem als Baumaterial, als Werkstoff zur Herstellung von Gebrauchs-Gegenständen und als Material für künstlerische Betätigung schon zur Keltenzeit eine dominierende Rolle zukam. Das Wochenende Freitag, 10. Juli bis Sonntag 12. Juli 2020, steht ganz im Zeichen eines bunten Folk-Music-Festivals. Mehrere Veranstaltungen werden nicht nur im Keltenmuseum, sondern auch im Ziegelstadl und im Stadtkrug-Freisitz geboten. Am Samstag, 5. September 2020, steht alles im Zeichen der Highland-Games. Der Samstag, 19. September und Sonntag, 20. September 2020, sind auf das Thema Körperspuren ausgerichtet. Es werden hochkarätige Vorträge mit drei Tattoo-Künstlern aus England und Schottland geboten, die im Vorfeld und vor Ort von Interessierten auch gebucht werden können.

Der krönende Abschluss der Veranstaltungsreihe findet natürlich am Jubliäums-Wochenende Samstag, 16. Oktober und Sonntag, 17. Oktober (Gründungsdatum!) 2020 statt. Angesagt ist ein großes, öffentlich zugängliches Fest-Kolloquium, welches bereits am Samstag beginnt und am Sonntag auch eine Exkursion (Fahrt mit mehreren Bussen) bieten wird. Neben den hier angeführten Veranstaltungs-Wochenenden werden im Jubiläumsjahr des Keltenmuseums natürlich noch zahlreiche weitere Ereignisse geboten. Der SALZSCHREIBER wird darüber, spätestens nach der Pressekonferenz am 6. Mai 2020, noch ausführlich berichten und veröffentlicht zeitgerecht auch detaillierte Informationen zu den vorhin nur kurz dargestellten fünf Veranstaltungs-Wochenenden. Abschließend seien noch die Mitglieder des Vereinsvorstandes von ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums‘‘ angeführt: Bruno Ölsböck, Präsident; Eveline Sampl-Schiestl, 1. Vize-Präsidentin; Odo Stierschneider, 2. Vize-Präsident; Benjamin Huber, Schriftführer; Elisabeth Deisl, Kassierin; Harald Deisl, Schriftführer-Stellvertreter. – (Harald Deisl, Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Premiere in der Halleiner Typografie-Szene. Zum ersten Mal schweben drei Wordclouds (Wortwolken) zu uns herein, um drei fundamentale Fragen zur Stadt Hallein zu thematisieren. Um eine Wortwolke zu einem bestimmten Thema typografisch zu gestalten, ist eine Vielzahl an passenden Ausdrücken, Begriffen und Wörtern erforderlich, die sich jeweils auf das eng begrenzte Wolken-Thema beziehen. Nun kann der SALZSCHREIBER als Hallein-Premiere drei Wordclouds zu einem fundamental wichtigen Themenkreis der Stadt Hallein präsentieren, welcher durch drei immer wieder aktuelle Fragen zum Ausdruck gebracht wird: Was gefällt Dir an Hallein? Was stört Dich an Hallein? Wovon träumt Hallein? Spätestens jetzt wird auch klar, in welchem Zusammenhang die drei auf Hallein bezogenen Wortwolken stehen. Sie wurden im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein geschaffen und von Leila Huber bei der Abschluss-Besprechung des Festivals im Kulturverein SUDHAUS präsentiert. Einen Bericht über das Festival frei_stadt_hallein finden Sie gleich unten anschließend hier im Ressort KULTUR. – (Odo Stierschneider. Wordclouds: Leila Huber).

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Im Büro des Halleiner Kulturvereines SUDHAUS hallein.kultur, präsentierte Laila Huber ein mit informativen Fotos versehenes, 19 Seiten umfassendes Schriftwerk, über die Mitte September 2019 in Hallein veranstaltete werk_stadt zum Thema frei_stadt_hallein. Die Konzeptidee zu dieser für die Stadt Hallein wertvollen Initiative, ist dem erfreulichen Zusammenwirken von Kuratorin Nikola Schellmann und Simone Seymer, Obfrau es Kulturvereines SUDHAUS hallein.kultur, zu danken. Die werk_stadt bot im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein die Möglichkeit, sich über das Leben in der Stadt Hallein Gedanken zu machen und die eigene Meinung sowie den eigenen Blick auf die Stadt, mit anderen zu teilen und ins Gespräch zu kommen.

Die werk_stadt wurde gemeinsam von SUDHAUS hallein.kultur und kunstraum pro arte als Format partizipativer Forschung erprobt, mit dem Ziel, längerfristig in Hallein Pop-up-Forschungs-Werkstätten zu initiieren, um den Dialog der Bewohner/innen über ihr Lebensumfeld als Ausgangspunkt für Prozesse der kulturellen Mitgestaltung zu nutzen. Das gemeinsame Erforschen des Lebens-Umfeldes sowie der Möglichkeiten der Mitgestaltung ist Teil einer partizipativen Kulturarbeit, die nachhaltige Prozesse kultureller Teilhabe initiieren will. Die gesammelten Daten werden (anonymisiert) in die Weiter-Entwicklung der werk_stadt Eingang finden. An verschiedenen Stationen waren die Besucher/innen eingeladen, subjektive Karten ihrer Stadt Hallein zu zeichnen, über Freiheit und Raum nachzudenken, transkulturelle Stadt-Erfahrungen sichtbar zu machen und über ihre Stadt-Wahrnehmung ins Gespräch zu kommen.
 

Anschließend folgen nun, aneinander gereiht, die bemerkenswerten und aufschlussreichen, spontan erfolgten Antworten auf insgesamt drei grundlegend wichtige Fragen, betreffend die Stadt Hallein. Sie wurden im Rahmen des Festivals frei_stadt_hallein beantwortet (siehe dazu die drei oben stehenden Fotos) und sind von hohem Informationswert für die Halleiner Stadtpolitik, für den Tourismusverband sowie für alle, die in Hallein etwas bewegen wollen und denen die Stadt Hallein am Herzen liegt.

 

1. WAS GEFÄLLT DIR AN HALLEIN?

Offene Menschen – Das altmodische Flair, in dem viele unterschiedliche Menschen verweilen und durch die Straßen ziehen. Der Kontrast macht das Flair aus: alt, modernder Geruch, junges, dynamisches Publikum. Kunst, Lifestyle, Natur… – Der Stadtpark – Das leckere Eis in Hallein ist schön! – Ich finde die zwei Eis-Geschäfte super! – Mein Zuhause – Vielfalt, mediterranes Flair – Die Kirchen sind schön und die Pfarre ist lebendig und offen. Ich bin auch in dieser Pfarrgemeinde daheim! – Das Freibad – Tolle Feste! – Die vielen alten Gebäude – Sauberkeit toll!!! Und luxuriös ausgebaute, schöne Alt-Geschäfte – Das Kino – Die Barmsteine, schöne alte Häuser, verwinkelte Gassen, Bahnhof, Bücherei! – Ich finde das Eis super! – Dass Hallein altmodisch und irgendwie modern ist  – Die wunderschöne Altstadt samt mittelalterlichen Gassen und großzügigen Plätzen.  – Die Fußgängerzone! – Die verkehrsberuhigte Zone – Das Kino – Die Blumen – Die Freundlichkeit eines Tennis-Lehrers und eines Fahrrad-Mechanikers – Die kleinen Gassen, die Cafés, das Reha Optima, die Jugendlichen, die mir begegnen und grüßen! – Das traditionell rege Kulturleben (von Kulturforum bis Sudhaus) die Kunstsinnigkeit auf Kunst-

geschichtsträchtigem Boden – Verwinkelte Gassen, Döner – Die Leute, die Halleiner, das Sudhaus, Plan B – Die Halleiner Altstadt, das Stadtkino, das Salz-Café, Döner-Laden – Die Bewohner (so entspannt…!!) – Kinder-Fußballclub – Das Eis – Der kleine Bach in der Stadt (Anmkg. d. SALZSCHREIBER: Wann wird die Stadt Hallein endlich ihren Kotbach in Salzbach umbenennen?) – Freibad. – Eisdielen – Gebäude die unter Denkmalschutz stehen – Es gibt hier mehr strahlende Gesichter und leuchtende Augen – In Hallein kann man Stadtarchitektur noch erleben, ohne Touristenmassen, tolle Geschäftsräume bewundern und eine behutsame Restaurierung gewachsener Strukturen wertschätzen. – Claudia (Crazy Lifestyle) und ihr kunterbuntes Lädchen – Der Forstgarten.


2. WAS STÖRT DICH IN HALLEIN?

Mich stört, dass am Bayrhamer-Platz die schönen Kastanienbäume weg sind! –

Die Menschen mit Kopftuch sollen sich besser integrieren – Tennisplätze vernichtet (2 Stück) für KFZ-Parkplätze: schade (Jetzt kommt Tennis zurück) – Islamophobie, Antimuslimischer Rassismus STOP IT! – Zu wenig Kanthölzer für Rollstuhl-Fahrer*innen – Der viele Schmutz! – Es gibt wenige Geschäfte – Die Wohnungen sind teuer! – Zu viele Leute im Stadtpark – Zu wenig Gasthäuser – Es gibt keinen Freizeitpark – Es gibt keine Konzerte – Es sollte mehr für die jungen Erwachsenen angeboten werden! – Mehr Bankerl und Bäume in der Altstadt wären schön! – Die

Autodurchfahrt in der Altstadt – Dass immer mehr individuelle Geschäfte mit tollen Sachen (Alfaré) schließen – Es gibt kein Einkaufscenter – Keine Imbissbuden –

Zu viele Events im Sommer in der Altstadt (Bin Altstadt-Bewohner!) – A bissal stad is es – Wir brauchen mehr Veranstaltungen in der Altstadt – Der Bürgermeister sollte im Rollstuhl durch Hallein fahren und sehen, was nicht zugänglich ist – Zu viele Tauben! – Die nicht strahlenden Gesichter und die nicht leuchtenden Augen – Fehlende Bäume, fehlende Bänke (!) in der Innenstadt. – Dass zu viele Hunde alles anpissen! – Kein Lebensmittelgeschäft in der Altstadt! (Anmkg. d. SALZSCHREIBER: Inzwischen hat die schöne ,,Greißlerei‘‘ in der Fußgängerzone neben der Café-Konditorei Braun eröffnet).  – Viele leerstehende Geschäftslokale – Gestank und Feinstaub von uralten defekten Heizungen in der Altstadt! Laubbläser!! – Mehr Pipistationen – Zu wenig Sitzmöglichkeiten – Ein Calisthenics Stangenpark ist längst fällig! – Mehr für die Jugend! – Zu wenig Pikantes!

 

3. WOVON TRÄUMT HALLEIN?

Tanzcafé – Zentrum für Begegnungen – Spiele – Skate Park – Europark –  Fitnesscenter – Freie Geschäftsflächen als Atelier nutzen – Ein Salzachufer zum Verweilen und Flanieren – Erhalt von tollen Geschäften, aber es sollen sich z. B. auch Schuster hier niederlassen – Ein Milchshake-Geschäft – Trampolin – Ein Süßigkeiten-Geschäft – Noch ein Spielplatz – Ein Shoppingcenter – Ein Café – Bessere Lehrstellen – Von strahlenden Gesichtern und leuchtenden Augen – Kunst und Kultur erhalten und weiterführen – Ein Tag im Jahr an dem eine Reinigungsaktion durchgeführt wird – Entspannungs-Raum mit vielen Pflanzen und Pool – Eine Spielhalle … Game Center, Videospielhalle – Ein zweites größeres Freibad – Eislaufbahn – Freizeitpark – Ein zweites Kino – Skate Park – Tret-Gokart-Strecke – Spielhaus – Popcornladen – Kartoffelstand – Schlittenbahn in der Fußgängerzone – Haus der Natur in Hallein – Großes Sportzentrum – Trampolinhalle.

Der Halleiner Poet Peter Kronreif brachte unter dem Titel ,,Was ich in meinem Städtchen wirklich vermisse‘‘ großzügig auf einem Din-A3-Blatt seine scharfsinnigen, scharfzüngigen, scharfwitzigen und scharfbrennenden Gedanken zu Papier. Wir zitieren: Giraffen im Park – Tänzer im Altenheim – Katzen im Schulhaus – Papagei im Gastgarten – Schampus im Stadtbrunnen – Schifferl im Fluss – Esprit im Café – Taubenschiss am Amtskappel – Applaus für Clowns – Ein Papamobil für die Lahmen – Baumhäuser für Verliebte – Sonne für alle – Sex im Pfarrhof – Leviten zum Lesen – Einen Freund zum Reden – Und eine Freundin zum … – Grätzelfest zum Feiern.

Man erkennt, der Stadt Hallein eröffnet sich eine ganze Reihe von spannenden Projekten und vielversprechenden Chancen für eine strahlende Zukunft… Der SALZSCHREIBER gratuliert abschließend den beiden rührigen, ideenreichen und engagierten Kultur-Ladies Obfrau Simone Seymer, Kuratorin Nikola Schellmann und Laila Huber zu ihrem intensiven und erfolgreichen werk_stadt-Engagement zugunsten der Stadt Hallein. Das 19 Seiten starke, illustrierte Schriftwerk über die werk_stadt zum Thema frei_stadt_hallein, müsste der Stadt Hallein unbedingt erhalten bleiben – vielleicht durch eine Überreichung an Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock. – (Laila Huber, Simone Seymer, Odo Stierschneider. Fotos: werk_stadt).

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Elementares aus dem Kulturbereich der Stadt Hallein steht bevor, denn jetzt geht es um die grundlegende Neu-Orientierung des Kulturvereines ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘. Da gilt es eine ganze Reihe entscheidender Fakten zu klären, wie die aktive und engagierte Obfrau Simone Seymer des Kulturvereines betont. Der bisherige Kulturverein ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘ wird auf eine vollkommen neue Basis gestellt. Mit Strukturen, die sowohl inhaltliche Neuerungen darstellen als auch die Weiterführung bewährter Elemente gewährleisten. Die Veränderungen werden auch zu einem neuen Vereinsnamen führen. Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten am Oberen Markt läuft heuer aus, die endgültige Entscheidung für den neuen Standort muss in wenigen Monaten fallen. Um den sich anbahnenden Wandel auch nach außen hin sichtbar zu machen, wurden am Montag, 27. Jänner 2020, die Glasfenster des Sudhaus-Vereinsraumes mit Zeitungspapier zugeklebt. Unsere beiden oben stehenden Fotos, zeigen Obfrau Simone Seymer im symbolträchtigen Arbeitseinsatz. 2020 wird also ein spannendes, aufregendes und entscheidendes Jahr – auch für die Kulturstadt Hallein.

Der Kulturverein ,,Sudhaus hallein.kultur‘‘ entfaltete seit seiner Gründung im Jahr 2015 wertvolle Initiativen, um die Stadt Hallein unter Mitwirkung von aktiven Gruppierungen aus der städtischen Kultur-Szene, mit wichtigen Kultur-Ereignissen zu bereichern. Als Anlaufstelle für Kunst und Kultur in Stadt und Bezirk Hallein, war die Sichtbarmachung der regionalen Kunst- und Kultur-Schaffenden eine besonders herausragende Aufgabe. Dabei erfuhren die Halleiner erstmals, dass in ihrer Stadt über 30 (!) heimische Kultur-Institutionen ihre wichtigen Aktivitäten entfalten. Im vergangenen Jahr feierte, als besondere Attraktion im September, das Festival ,,frei–stadt–hallein‘‘ mit Kuratorin Nikola Schellmann seine  Premiere – mit zeitgenössischen Performances, Installationen, Führungen, einem Konzert und einem Rahmenprogramm zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene an ungewohnten Orten der Altstadt. In Zukunft soll ,,frei–stadt–hallein‘‘ biennal unter jeweils verschiedenen Kurator*innen und mit anderen Themen stattfinden. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST.)

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Die Salzburger Festspiele feiern im Sommer 2020 ihr 100jähriges Bestehen. Seit immerhin 28 Jahren sind die Salzburger Festspiele auch auf der Halleiner Perner-Insel präsent – hier fand am 20. August 1992 die erste Festspiel-Aufführung mit Andrei Serbans unvergessener ,,Antiken-Trilogie‘‘ statt. Das Jubiläumsjahr ,,100 Jahre Salzburger Festspiele‘‘ startete mit der ersten Festlichkeit 21 Tage nach Beginn des Jahres 2020. Im Salzburger Festspielhaus wurden die Sonder-Silbermünze und die Sonder-Briefmarke, zwei kleine Kunstwerke, zum großen Festspiel-Jubiläum präsentiert. Eine Violine und Masken als Symbol für die Musik und die darstellenden Künste, zieren die Sonder-Silbermünze und die Sonder-Briefmarke. Eine stilisierte Friedenstaube unterstreicht den Charakter der Festspiele als Friedensprojekt und rundet den Grafikentwurf aus der Feder von Helmut Andexlinger ab. Münze und Marke wurden von Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, von Generaldirektor Gerhard Starsich von der Münze Österreich AG und von Stefan Nemeth, Leiter des Produkt-Managemente und der E-Business-Filialen der Österreichischen Post AG, feierlich präsentiert.

 

„Die Salzburger Festspiele freuen sich, dass zwei große österreichische Institutionen, die Münze Österreich und die Post, mit Fantasie und Freude die Jubiläums-Objekte gestaltet haben. Die Jubiläums-Silbermünze und die Jubiläums-Sonderbriefmarke haben einen großen Erinnerungswert und wie wir hören, ist das Kaufinteresse enorm“, betonte dazu Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler. „Die Salzburger Festspiele sind Leuchttürme der Innovation, aber auch der Selbstreflexion, ganz nach dem Gedanken der Gründungsväter und es war uns ein besonderes Anliegen, den Festspielen mit einer innovativen Jubiläums-Münze unsere Aufwartung zu machen“, erklärte Generaldirektor Gerhard Starsich. „Seit 100 Jahren sind die Salzburger Festspiele der kulturelle Höhepunkt des Sommers in Österreich und in Bezug auf die internationale Resonanz auch in der ganzen Welt. die Salzburger Festspiele. Die Österreichische Post freut sich mit einer eigenen Sondermarke zu diesem Jubiläum gratulieren zu dürfen“, unterstrich Stefan Nemeth, Leitung Produkt-Management und E-Business-Filialen der Österreichische Post AG. 

 

Die Jubiläums-Sondermarke, die die Post mit einem Nennwert von je 2,70 Euro und einer Auflage von 180.000 Stück ausgibt, ist erhältlich in allen Filialen, im Online-Shop auf www.post.at/onlineshop  sowie beim Sammlerservice der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at). – Die Wertseite der Jubiläums-Sondermünze zeichnet sich durch einen konkav gewölbten Rand aus, der mit einer strahlenförmigen Struktur versehen ist. Im Innenteil sind zwei Masken zu sehen, sie repräsentieren die beiden Grundformen des Dramas:  Die Maske auf der linken Seite ist stark stilisiert und spiegelt die Tragödie wider. Die Maske auf der rechten Seite verkörpert die Komödie. Die andere Seite der Münze setzt sich aus einem konvex gewölbten Rand und einem plan angelegten Innenteil zusammen. Manche Stellen sind mit roter Farbe bedruckt. Zu sehen sind stilisierte Masken, der Ausschnitt einer Violine sowie am rechten Münzrand eine Friedenstaube mit einem Olivenzweig im Schnabel. Die Silber-Jubiläumsmünze „100 Jahre Salzburger Festspiele“ mit einem Nominalwert von 20 Euro weist einen Silbergehalt von 2/3 Unze (20,74g) auf. Es gibt sie gibt es ausschließlich in der Prägequalität Polierte Platte/Proof. Die Jubiläums-Münze ist in Geldinstituten, Postfilialen, Filialen des Dorotheums, im Musikverein und bei der Münze Österreich AG erhältlich. Die Münze gilt als Zahlungsmittel in Österreich.

In 100 Jahren, im Jahr 2120, wird es zum 200jährigen Jubiläum der ,,Begeisterungs-Gemeinschaft Salzburger Festspiele‘‘ (Zitat von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler), wieder eine Jubiläums-Münze und eine Jubiläums-Briefmarke geben, versicherten die zuständigen Persönlichkeiten bei der Festlichkeit im Festspielhaus. Da haben sie aber wohl darauf vergessen, dass es dazwischen auch das 125. Bestandsjahr, das 150. Bestandsjahr und das 175. Bestandsjahr der Salzburger Festspiele mit Jubiläums-Münzen und Jubiläums-Briefmarken zu feiern gilt. – Das oben stehende Foto zeigt Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler mit Generaldirektor Gerhard Starsich (links) von der Münze Österreich AG und mit Stefan Nemeth (rechts), Produkt-Management der Österreichischen Post AG. – (Presse-Aussendung der Salzburger Festspiele mit Foto. Ergänzungen: Odo Stierschneider).

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In der Halleiner Altstadt, an der Gebäude-Ecke Postgasse-Ruprechtgasse, tut sich offensichtlich ein erfreuliches, wichtiges, auf die Kunst gerichtetes Wunder auf. Die bisher unfreundlich und deprimierend zugeklebte, achteinhalb Meter lange Schaufenster-Front entlang der Ruprechtgasse, gibt plötzlich den Blick frei. So entstand eine großzügige, aus 5 Segmenten bestehende Schaufenster-Landschaft, hinter der sich durchgehend eine großzügige Fläche, knapp 1,5 Meter tief, und eine enorme durchgehende Rückwand, den Blicken öffnen. Eine Präsentations-Fläche, die in Hallein ohne Beispiel dasteht. Und das erfreulich-Sensationelle oder das sensationell-Erfreuliche daran: Diese grandiose Ausstellungs-Fläche ist künftig der Kunst gewidmet! Deshalb danken wir an dieser Stelle ausdrücklich dem verständnisvollen Auslagen-Vermieter, der erst durch seine Preisgestaltung dieses Wunder für Hallein ermöglichte.

HIER SOLLEN NOCH HEUER INSGESAMT
VIER KUNST-AUSSTELLUNGEN STATTFINDEN

Dieser erlesenen Schaufenster-Front, die, noch dazu vor Wetter geschützt, in einem Arkadengang verläuft, kommt auch aus Sicht der Kulturstadt Hallein, eine besonders herausragende Bedeutung zu. Hier sollen, so die beiden großartigen Initiatoren und Künstler Christian Zwerschina und Daniel Wind, künftig Kunstwerke aus den Bereichen Malerei und Fotografie gezeigt werden, wobei die großvolumige Ausstellungsfläche natürlich auch für Reliefs und Plastiken hervorragend geeignet wäre. Eine Initiative, die, bei geschickter Handhabung, diese überdachte Schaufenster-Landschaft, zu einem attraktiven, anspruchsvollen Anziehungspunkt für alle Kunst-Interessierten machen könnte.

DIE ERSTE AUSSTELLUNG IST DEM
KÜNSTLER DEJAN DUKIC GEWIDMET

Im laufenden Jahr 2020  sind hier insgesamt vier Ausstellungen unter dem erfreulich selbstbewussten Motto ,,Maybe the greatest Artspace in Austria‘‘ geplant. Die erste Ausstellung wird seit 18. Jänner 2020 gezeigt und läuft noch bis 5. April 2020. Sie ist dem Künstler Dejan Dukic (siehe 1. Foto oben) gewidmet, der zu einer sehr persönlichen künstlerischen Ausdrucksform gefunden hat: Er malt nicht auf Leinwand sondern presst von der Rückseite aus die Farbe durch die Leinwand, wodurch ein farblich und formal attraktives Relief aufgebaut wird – jedes davon ein Unikat. Es handelt sich um reizvolle Klein-Kunstwerke etwa im Format 20 x 25 Zentimeter (siehe 2. bis 6. Foto oben).

VIER WINZIGE KUNSTOBJEKTE TOTAL VERLOREN
IN DIESER GROSSVOLUMIGEN SCHAUFENSTER-FRONT

Freilich, jeder Anfang ist schwierig und riskant. Das Handling dieser eindrucksvollen Ausstellungs-Fläche will eben gelernt sein. Denn derzeit ist auf den ersten Blick diese ideale Präsentations-Möglichkeit – – vollkommen leer (siehe 7. und 8. Foto oben). Ganze vier, wir wiederholen: ganze vier der kleinformatigen Farbrelief-Objekte von Dejan Dukic, wurden auf der enorm großen Rückwand der gesamten  Auslagenfront angebracht. Sie wirken in der umgebenden, großvolumigen Leere völlig verloren und deplatziert, sie sind im Detail schwer zu erkennen und werden daher von kaum einem der vorbeikommenden Passanten wahrgenommen. Konkret: Am frequenzstarken Freitag, 24. Jänner 2020, legte sich DER SALZSCHREIBER auf die Lauer. Zwischen 10 und 10,30 Uhr passierten insgesamt 212 Personen Halleins künftige Kunst-Auslagenpassage. 184 Passanten gingen unbeeindruckt  ihres Weges und nur 28, also etwa 15 Prozent (!) schenkten den vergleichsweise winzigen 4 Ausstellungs-Objekten in der riesigen Leere (ohne jeden Begleittext!), erkennbar ratlos, kurz ihre Aufmerksamkeit. Dazu kommt, dass der Blick jedes Passanten, der von der Raiffeisenbank kommend, zum Kornsteinplatz geht, zuerst seitlich in die großzügige Schaufenster-Passage fällt. Sie wirkt aus dieser Perspektive vollkommen leer. Erschreckend leer. Deprimierend leer.

DIESER GROSSVOLUMIGE AUSLAGENRAUM
MUSS PROFESSIONELL GESTALTET WERDEN

Bei jedem Wettbewerb bezüglich wirkungsloser, nichtexistenter Auslagen-Gestaltung, ginge derzeit diese Auslagenfront als souveräner, unangefochtener Sieger hervor. Die vier kleinen Kunstwerke gehen in der Weite des zur Verfügung stehenden Ausstellungs-Raumes, hoffnungslos, auf geradezu absurde Art und Weise, verloren. Das Ganze ist schlicht und einfach lächerlich. Die Kunstobjekte gehören in der Mitte der Ausstellungsfläche konzentriert, am besten um 2 Objekte erweitert, so dass man die nun 6 kleinen Kostbarkeiten etwa als ins Auge fallendes Dreieck oder Sechseck anordnen könnte. Dazu gehört ein großes Foto des Künstlers. Dies hätte alles in der mittleren der fünf Auslagen Platz. In den jeweils beiden Auslagen links und rechts müssten Großfotos von den kleinen Kunstwerken die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ebenso sollten Fotos den Künstler bei seiner Arbeit an den gezeigten Kunstwerken darstellen. Unbedingt gehört dazu eine informative, schriftliche Information. Einen gut gemeinten Ansatz dazu gibt es bereits, freilich in völlig ungenügender Form. An der einsehbaren schmalen Stirnseite des Auslagen-Komplexes am Beginn von Postgasse bzw. Ruprechtgasse, findet der ratlos Suchende den Namen des Künstlers, den (wenig hilfreichen) Ausstellungstitel ,,Reset 2.0‘‘ und – einen QR-Code! Wer das ernst nimmt und gerätemäßig passend hochgerüstet ist, gelangt so zu einer Website und schließlich zum Webshop, wo man eines (oder auch mehrere) der Kunstwerke erwerben kann.

DIE GEGENWÄRTIGE NICHT-PRÄSENTATION
IST SCHLICHT UND EINFACH UNZUMUTBAR

Die einzigartige Chance, in bester Halleiner Stadtlage eine grandiose 5-teilige Auslagenfront, im Interesse der Kunst gestalten zu können, wurde vorerst lässig und leichtfertig vertan. Auslagen sind dazu da, um mit einem reichhaltigen und vielfältigen  Angebot das Interesse möglichst vieler Käufer zu wecken. Umso unfassbarer steht man vor der 8,5 Meter langen Auslagenreihe, in der die vier kleinen, kaum erkennbaren  Kunstwerke offenbar völlig konzeptlos, lieblos und planlos angebracht wurden und den Eindruck erwecken, dass diese Auslagenfläche gerade in Arbeit ist und erst noch gestaltet werden muss. Eine derart lächerliche, armselige, erbarmungswürdige, nicht existente ,,Ausstellungs-Gestaltung‘‘ an so prominenter Stelle, sie schadet dem Künstler ebenso wie der Kulturstadt Hallein. Sie ist schlicht und einfach völlig misslungen und absolut unzumutbar. DER SALZSCHREIBER wird über jede positive Veränderung gerne und ausführlich berichten. (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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10 Vorschläge für die Stadt Hallein, das wären eigentlich 10 verschiedene Text- und Bild-Beiträge. Doch angesichts des 10jährigen Bestehens des SALZSCHREIBER, muten wir unseren Lesern die gesamte Fülle dieses Vorschläge-Paketes in einem einzigen Artikel zu. Damit entstand der längste Bildbericht der ersten 10 Jahre des SALZSCHREIBER. Versprochen: Solch ein bedrohliches schriftliches Ungetüm, servieren wir Ihnen erst wieder in 10 Jahren – zum 20-jährigen Jubiläum des SALZSCHREIBER.

HORROR SALZACHBUCHT:
VOM DERZEIT ABSTOSSENDEN ALBTRAUM
ZUR KÜNFIG HINREISSENDEN ATTRAKTION

Einst stellte die durch ihre Eleganz bestechende Salzachbucht, deren faszinierendes Erscheinungsbild an die altgriechische Theaterkultur erinnerte, eine hinreißende Sehenswürdigkeit und eine fantastische Bereicherung der Stadt Hallein dar. Doch dann kam es zum ungeheuerlichen Brachialakt, den es nirgendwo sonst in der zivilisierten und kultivierten Welt gegeben hätte. Durch die unfassbare, brutale Zuschüttung (!) der Wasserfläche und durch den brachialen Durchbruch einer Fahrwegsspur (!) hinunter zur neu geschaffenen Schotterfläche, wurde die einstige Schönheit dieses faszinierenden Bauwerkes rücksichtslos vernichtet. Nicht durch irgendwelche verrückt Gewordenen, oh nein, sondern ganz offiziell durch den Eigentümer Stadt Hallein. Es war völlig uninteressant, dass Festspiel-Intendant Gerard Mortiér die Absicht hatte, hier eine zweite Spielstätte der Salzburger Festspiele zu schaffen, es war völlig egal, dass die Festspiele bereits die schwimmende Plattform für die Aufführungen auf der Wasserfläche finanziert hatten, es war völlig egal, dass hier eine architektonische Attraktion ersten Ranges zerstört wurde. Heute zeigt sich die einst begeisternde Wasserfläche als völlig verwahrloster, verwilderter, verschlammter Albtraum. Die gesamte Anlage stellt eine einzige verheerende Anklage gegen die Kulturlosigkeit der Stadt Hallein dar. Die totale Verwahrlosung der früher strahlenden und hinreißenden Anlage, zeigt sich auch am Totalschaden der Wassertreppe in der Mitte der Anlage, über die einst auf hinreißende Weise das Wasser hinunter in die Salzachbucht plätscherte. Und jetzt? Solch einen widerwärtigen Anblick, unweit bewohnter Häuser, den kannten wir bisher nur aus den Elendsvierteln der vierten und fünften Welt. Das ganze Ausmaß der völlig unverständlichen Zuschüttung der Anlage: Drei komplette Sitzreihen rundum sind seit dem beispiellosen Zerstörungsakt begraben und zusätzlich der einst schöne, mit Platten belegte Gehweg unterhalb der letzten Stufe, der rund um die bezaubernde Wasserfläche führte. Das bedeutet aber auch, dass sechs Stufen der beiden seitlichen Treppen hier begraben liegen. Damit wurden die ganzen Proportionen der Anlage vernichtet. Zwei Möglichkeiten tun sich auf: Die komplette Zuschüttung der Anlage bis auf Höhe des umliegenden Salzachufer-Niveaus oder die Wiederherstellung des einstigen Salzachbucht-Wunders. Wofür werden sich die Stadtpolitiker entscheiden? Dazu das 1. FOTO oben: Der perfekte Wahnsinn: Dort wo einst auf einer reizvollen Wasserfläche auch die Salzburger Festspiele mit Aufführungen begeistert hätten, bietet sich heute nur noch eine widerwärtige und abstoßende Schlamm-Landschaft!

 

GESTALTUNG DER GRAUEN RIESEN-FASSADE
AUF DER PERNERINSEL
IST SEIT 50 JAHREN ÜBERFÄLLIG

Die Salzburger Festspiele rangieren weltweit in der Spitzengruppe der bedeutendsten Kultur-Veranstalter. Hallein hat das Glück, auf der Pernerinsel seit nahezu 30 Jahren einen festen Festspiel-Ort zu besitzen. Wo die Salzburger Festspiele aufgeführt werden, so sollte man meinen, wird den Besuchern ein besonders festliches Umfeld geboten. Nur in Hallein ist alles anders. Hier bietet sich als nördliche Schau-Fassade des Festspiel-Gebäude-Komplexes (siehe 2. Foto oben), eine in fantasielosem, deprimierendem Hellgrau gehaltene langgestreckte entsetzliche Fassade, die eher einem Rohbau als einem fertiggestellten Bauwerk gleicht. Als die Saline auf der Pernerinsel noch doppelt so groß war wie heute, brach am 15. November 1968, in ihrem nördlichen Gebäudeteil, ein Brand aus. Die dort untergebrachte Skifabrik Brenter hatte Feuer gefangen. Der Großbrand führte dazu, dass schließlich die gesamte Nord-Hälfte der Saline abgerissen werden musste. Auf einem Teil dieses Areals befindet sich heute der Pernerinsel-Parkplatz, (der noch immer darauf harrt, durch einfache Maßnahmen optisch erträglicher gestaltet zu werden.) Seit unfassbaren 51 Jahren (!) klafft also noch immer die große Gebäude-Wunde, die eigentlich ein Gebäude-Querschnitt ist. Dahinter finden die Salzburger Festspiele statt! Kein einziges Mal wurde in diesen 51 Jahren öffentlich darüber diskutiert, wie man diesen optischen Albtraum entschärfen konnte! Die einzige Veränderung bildete vor Jahrzehnten die grauenhafte und vergammelte Parkplatz-Überdachung am Fuß der schrecklichen Riesen-Fassade. Hier gehört endlich ein Gestaltungs-Wettbewerb her! Exakt im nächsten Jahr 2020, als Beitrag zum 100jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele! Dazu das 2. FOTO oben: Die völlig reizlose ,,Festspiel-Fassade‘‘ und an ihrem Fuß entlang die entsetzliche Parkplatz-Überdachung, sind eine Schande für die Festspielstadt Hallein.

STATUE DES ,,STILLE-NACHT‘‘-KOMPONISTEN
FRANZ XAVER GRUBER
MÜSSTE LÄNGST SCHON ERRICHTET SEIN

Alljährlich versammelt sich am Heiligen Abend eine große Menschenmenge zwischen Stadtpfarrkirche und dem ,,Stille-Nacht‘‘-Museum (Grubers einstiges Wohnhaus) vor dem enttäuschend schlichten Symbolgrab Franz Xaver Grubers. Die Liedertafel trägt weihnachtliche Lieder vor, abschließend erklingt ,,Stille Nacht‘‘. Der Komponist des weltweit gesungenen Weihnachtsliedes ,,Stille Nacht‘‘, war nahezu 30 Jahre als Organist und Chorregent in der Stadtpfarrkirche Hallein tätig. Er wurde in Hallein auch von Pfarrer Joseph Mohr besucht, dem Textdichter von ,,Stille Nacht‘‘. Franz Xaver Gruber starb hochgeachtet am 7. Juni 1863 in Hallein. Es ist erstaunlich, dass die Stadt Hallein, Standort einer angesehenen Bildhauerschule, es bisher für unnötig erachtete, für den Komponist des berühmten Liedes ,,Stille Nacht‘‘ und den überaus geachteten Halleiner Mitbürger, eine Statue zu errichten. Das 200-Jahr-Jubiläum des Liedes ,,Stille Nacht‘‘, hätte sich als besonders markantes Ereignis, für die Errichtung einer Franz-Xaver-Gruber-Statue besonders geeignet. Wird die Kulturstadt Hallein, wohl 50 Jahre bis zum 250. Jubiläum des Weihnachtliedes, auf eine Statue Franz Xaver Grubers warten müssen? Dazu das 3. FOTO oben: Eine Statue des Stille-Nacht-Komponisten Franz Xaver Gruber wäre eine wichtige Attraktion für die ,,Stille Nacht‘‘-Stadt Hallein und damit längst überfällig.

DIE STADT SALZBURG MÜSSTE SICH FINANZIELL BETEILIGEN:
DAS DENKMAL DER HALLEINER SALZPRODUKTION
STEHT IN EINSTURZGEFÄHRDETEM TEIL DER ALTEN SALINE

Die letzte historische Sole-Siedepfanne Europas steht ausgerechnet in der Alten Saline auf der Pernerinsel – im 1. Stockwerk eines einsturzgefährdeten Gebäudetraktes. Die große Siedepfanne ist von einem Wald von Holzpfosten umgeben, die bisher den Gebäude-Einsturz verhinderten. Unten im Erdgeschoß, von dem aus einst die Sole-Siedepfanne beheizt wurde, zeigt sich ebenfalls ein Wald der absurden Holzstützen. Angesichts der ungeheuren Symbolkraft, die von der letzten historischen Sole-Siedepfanne ausgeht, ist es erstaunlich, dass offensichtlich niemand in Hallein daran interessiert ist, diesen peinlichen, unerfreulichen, rufschädigenden Zustand zu ändern. Nun ist ja bekannt, dass die Stadt Hallein 600 Jahre lang, unter den Salzburger Fürsterzbischöfen, von einer Nutzung ihrer Salzvorkommen völlig ausgesperrt war. Vom Halleiner Salz wurde die Weltkulturerbe-Stadt Salzburg errichtet, während Hallein nur eine rußgeschwärzte, vom Rauch und Dampf der zahlreichen Salinen eingehüllte Salzproduktionsstätte blieb. Nachdem nicht Hallein sondern nur die Stadt Salzburg vom Halleiner Salz profitierte, müsste diese größtes Interesse daran haben, das letzte Erinnerungsobjekt an die glorreiche Salzepoche zu erhalten. Wir erinnern uns: Als Franz Schubert Hallein besuchte, stellte er danach fest: ,,Es war, als ob ich vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein gefallen wäre!‘‘ Es gilt also, Gespräche mit der Stadt Salzburg zu suchen. Sollten sie zu keinem Ergebnis führen, dann ist die historische Sudpfanne abzubauen und zu verschrotten. Einige Teile davon könnten für eine kleine Schausaline Verwendung finden. Ob sich an deren Errichtung die Stadt Salzburg, als einziger Nutznießer der Jahrhunderte währenden Halleiner Salzproduktion, beteiligen wird? Fragen kostet bekanntlich nichts. Dazu das 4. FOTO oben: Holzstützen bewahren jenen Teil der Alten Saline auf der Pernerinsel vor dem Einsturz, in dem sich Europas letzte historische Sudpfanne befindet. Die Stadt Salzburg, als einziger Nutznießer der 800 Jahre währenden Salzproduktion in Hallein, müsste sich unbedingt an der Sanierung finanziell beteiligen.

PASST DER WIDERWÄRTIGE NAME KOTBACH
NOCH ZUM SELBSTVERSTÄNDNIS DER IMMER
REIZVOLLER WERDENDEN STADT HALLEIN?

Vor Jahrzehnten, als es noch nicht das Sparkassengebäude gab, da existierte die legendäre ,,Affeninsel‘‘ am Bayrhamerplatz. Hier fanden sich Pensionisten ein und sie legten sich in den Sommermonaten auf die Lauer. Bis endlich ein Touristenpaar nach dem Weg zur Salzbergbahn fragte. Die Antwort war längst eingespielt: ,,Dort gehen Sie über den Kotbach und nach dem Kotbach… Weiter kamen die auskunftsfreudigen Pensionisten erwartungsgemäß nicht. ,,Huch, wie ekelig, ein Kotbach! Klaus-Dieter, dort gehen wir nicht hin! Wir streichen die Fahrt mit der Salzbergbahn!‘‘ Als das Paar außer Hörweite war, brach auf der Affeninsel stets ein höllisches Gelächter-Gebrüll los. Mittlerweile gibt es die Affeninsel und die Salzbergbahn längst nicht mehr. Nur der Kotbach, der existiert noch immer. Unangefochten fließt er anscheinend für immer durch den Kurort Bad Dürrnberg und durch die einstige Salzstadt Hallein. Weil in Hallein es allen völlig egal ist, ob der Kotbach eben Kotbach oder auch anders heißt. Bisher wurde das unerfreuliche Thema nur einst durch die ,,Halleiner Zeitung‘‘ und vor wenigen Jahren durch das Gratisblatt ,,Hallo Hallein‘‘ aufgegriffen. Das Echo derjenigen, welche die längst überfällige Namensänderung längst hätten durchführen könnten, war ablehnend: ,,Warum auf den schönen Namen Kotbach verzichten?‘‘ So freuen sich weiterhin die Kurgäste über den Kotbach in Bad Dürrnberg und den Halleinern ist es völlig egal, dass ihre immer reizvoller werdende Stadt von einem widerwärtigen Kotbach durchflossen wird. Trotz dieser unerfreulichen Dickfelligkeit unterbreitet der SALZSCHREIBER wieder seinen Vorschlag zur Namensänderung. Für den Kotbach, der vom Dürrnberger Salzberg herunterfließt, die einstige Salzstadt Hallein durchquert, um schließlich in die Salzach zu münden, kann es nur eine Bezeichnung geben: Salzbach und sonst gar nichts! Dazu das 5. FOTO oben: Der Kotbach ist längst ein sauberes Gewässer, keine Wildente würde hier sonst ihr Futter suchen. Was hindert also noch immer die Kotbach-Fans an einer Umbenennung zu Salzbach? Das Foto entstand an der Brücke zum Florianiplatz, unweit des Geschäftes von Fahrrad-Grundtner.

 

AUF DEN HÄNDEN VON SALZBURG NACH WIEN:
HALLEIN UNTERLIESS UNVERSTÄNDLICHER WEISE
JEDE ANERKENNUNG UND EHRUNG DIESER GROSSTAT

62 Jahre sind bereits seit der unglaublichen, weltmeisterlichen Sport-Großtat des Halleiners Siegfried Waslberger vergangen, die erhebliches internationales Aufsehen verursachte. Von der Stadt Hallein wurde sie nie durch irgendeine öffentliche Maßnahme gewürdigt. Siegfried Waslberger gelang eine weltweit einzigartige, nie wieder erreichte, sportliche Großtat. Am 15. Mai 1957 startete er von Salzburg aus, um auf seinen Händen, im Handgang also, die über 300 Kilometer bis nach Wien für einen guten Zweck zurückzulegen. Drei Monate später im August, nach exakt 327 Kilometern, erreichte Siegfried Waslberger, auf den Händen gehend, die Bundeshauptstadt Wien. Die Bevölkerung bereitete dem heldenhaften Sportler aus Hallein einen derart stürmischen Empfang, dass schon im Bereich von Schönbrunn der öffentliche Verkehr hoffnungslos zusammenbrach. Die Exekutive sah sich außerstande, Siegfried Waslberger, wie ursprünglich geplant, auf den Händen bis zum Stephansdom gehen zu lassen. So fand die Gewalt-Tour des Halleiners vor dem Schloss Schönbrunn, unter Anwesenheit höchster Politiker und unter dem Jubel der andrängenden Massen, ihr stolzes, triumphales Ende. Die ,,Halleiner Zeitung‘‘ unterbreitete den Vorschlag, Siegfried Waslbergers Großtat mit einer überlebensgroßen Statue in der Altstadt, die ihn im Handstand zeigt, für immer festzuhalten. In der Stadt Hallein des Jahres 1957 hatten jedoch solche Vorschläge keine Chance auf Verwirklichung. Und später auch nicht. Mittlerweile sind 62 Jahre vergangen. In 3 Jahren sind es also 65 Jahre her, dass Siegfried Waslberger seine weltweit einzigartige Leistung vollbrachte. Eine perfekte Chance und Gelegenheit, Siegfried Waslberger endlich, endlich mit einer Statue zu würdigen. Entweder in der Altstadt oder auf der Stadtbrücke, wo derzeit ein lächerlicher, sinnloser Ministeg, ohne jede Beziehung zu Hallein steht, der jetzt wieder für Monate gesperrt ist. Siegfried Waslberger selbst wird diese Ehrung nicht mehr erleben. Er starb im Jahr 1978. Einziges Erinnerungsstück in Hallein an den großartigen und willensstarken Sportler, ist im Keltenmuseum ein Paar seiner zahlreichen verschlissenen Handschuhe, die er zum Schutz seiner Hände während der Gewalt-Tour trug. Dazu das 6. FOTO oben: Es gibt bereits oben auf einem Dach in Hallein eine Figur, die auf ihren Händen steht – leider handelt es sich nicht um den glorreichen Siegfried Waslberger.

UNFASSBAR: DER BISHER GRÖSSTE EXISTIERENDE
GEMÄLDE-BESTAND GROSSFORMATIGER UND HINREISSENDER
SALZ-BILDER MUSSTE HALLEIN WIEDER VERLASSEN

Vom 21. Juni bis 24. August 2019, brach in der Alten Saline auf der Pernerinsel, ein noch nie dagewesenes Ausstellungs-Ereignis über die einstige Salzstadt Hallein herein. In abgedunkelten Räumlichkeiten präsentierte der chinesische, an der renommierten Central Academy of Fine Arts in Peking ausgebildete und nun in Salzburg ansässige Künstler Jixin Wang, überwältigende und begeisternde Gemälde über das einstige Halleiner Salzwesen. Die einzelnen Werke wurden randscharf ausgeleuchtet, so dass sie im Dunkeln zu schweben schienen. Auf diese Art wurde ein optisches Ereignis der Spitzenklasse zelebriert! Ein begeisternder und überwältigender Gesamteindruck, der in ganz Österreichs und weit über die Grenzen unseres Landes hinaus, bisher kein Gegenstück fand! Der traumhafte Reigen der großen Salz-Gemälde war der Alten Saline natürlich perfekt auf den Leib geschneidert. Schon während des zwei Monate dauernden Ausstellungs-Ereignisses mehrten sich die Stimmen prominenter Halleiner Persönlichkeiten, wonach diese prachtvolle, einzigartige Schau an Salzbildern, unbedingt in der Alten Saline verankert bleiben müsste. Im Interesse einer weiteren Aufwertung der Kulturstadt Hallein. Erste unverbindliche Gespräche des SALZSCHREIBER mit namhaften Persönlichkeiten in und um Hallein lassen die Hoffnung keimen, dass zumindest ein Teil der Gemälde wieder nach Hallein zurückkehren könnte. Dazu das 7. FOTO oben: Die randscharf beleuchteten Salz-Gemälde boten in den abgedunkelten Räumen der Alten Saline ein unvergessliches Kunst-Erlebnis. Es müsste unbedingt wieder hergestellt werden, als österreichweit einzigartige Kultur-Attraktion!

EINE KLEINE SCHAUSALINE GEHÖRT ENDLICH
IN DIE EINST ÜBER 800 JAHRE LANG
SALZ PRODUZIERENDE SALINENSTADT HALLEIN

Die Salzherren auf dem Dürrnberg wussten – im Gegensatz zur einstigen Salinenstadt Hallein – das unerfreuliche 30jährige Jubiläum des Endes der Salzproduktion 1989 in Hallein aktiv zu nützen. Sie ergänzten nun die Publikums-Attraktionen Salzbergwerk und Keltendorf Salina um einen weiteren Anziehungspunkt: um eine großzügig errichtete Schausaline. Auf dem Dürrnberg wird damit, so wie vor etwa 2500 Jahren durch die Kelten, wieder Salz gewonnen. Noch vor dem Jahr 1200 hielt im Halleiner Salzwesen eine völlig neue Art der Salzgewinnung ihren Einzug: Die Erzeugung von gesättigter Sole im Bergesinneren und deren Verdampfung unten in der Halleiner Altstadt in bis zu 11 Salinen. Als das Ende der Halleiner Salzproduktion hereinbrach, da gab es ein Angebot der Salineneigner, auf dem Dürrnberg, als Ausgleich für die eingestellte Salzherstellung in Hallein, eine Schausaline zu errichten. Der damalige Bürgermeister Franz Kurz, obwohl ein waschechter Dürrnberger, lehnte jedoch ab. Noch nie habe es, erklärte er korrekt, auf dem Dürrnberg eine Saline gegeben, Dies sei eine Verzerrung der historischen Tatsachen. Es kam zu keiner Einigung, das Projekt Schausaline wurde schließlich schubladiert. Nun ergriffen die cleveren Dürrnberger Salzherren, 30 Jahre nach Ende der Salzproduktion, unter einem verständnisvolleren Bürgermeister Stangassinger (ebenfalls ein Original-Dürrnberger) die Gelegenheit und errichteten Im Eingangs-Bereich zum Keltendorf eine Schausaline, in der die moderne Salzgewinnung aus Sole demonstriert wird. (Der SALSCHREIBER berichtete). Für die Stadt Hallein kann und darf dies kein Hindernis sein, ebenfalls eine Schausaline, einfacher gestaltet nach historischem Vorbild, zu errichten. In diesem Zusammenhang muss darauf verwiesen werden, dass der leider viel zu früh verstorbene Direktor des Keltenmuseums Hallein, Mag. Kurt Zeller, bereits eine kleine, handwerklich betriebene Schausaline, in seinem Museum eingeplant hatte. Drei Standorte drängen sich für eine Schausaline auf: das Keltenmuseum, die Alte Saline auf der Pernerinsel und das Colloredo-Sudhaus, das letzte historische Salinengebäude in der Halleiner Altstadt. Dazu unser 8. FOTO oben: Auf dem Dürrnberg wurde bereits auf handwerklicher Art die Verdampfung von Sole zu Salz in einem mit Holz befeuerten Metallbehälter praktiziert. Jetzt steht freilich die neue großzügige Schausaline im Mittelpunkt des Interesses.

DAS THEMA SALZBURGER FESTSPIELE
IN DER STADT HALLEIN
AUF MEHRERE SÄULEN STELLEN

Obwohl die Salzburger Festspiele nun schon bald eine erfolgreiche, 30jährige Präsenz auf der Halleiner Pernerinsel feiern können, eröffnet sich in der Stadt Hallein eine Reihe von Möglichkeiten, den Festspielgedanken zu vertiefen und sich markanter als Festspielstadt zu positionieren. Der gerade 10 Jahre alt gewordene SALZSCHREIBER, präsentiert hier dazu 10 Vorschläge.

FEST ZUR FESTSPIEL-ERÖFFNUNG. Auch in Hallein sollte, unbedingt im Vorfeld der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, jeweils im Sommer ein Fest zur Festspiel-Eröffnung veranstaltet werden. Angedacht ist vorerst ein kleines, aber feines Fest, welches auch bei Schlechtwetter stattfinden müsste. Es sollte Auslöser dafür sein, dass in Hallein künftig jedes Jahr eine derartige Veranstaltung stattfindet. Eine kurze Anfrage dazu im Rahmen einer Pressekonferenz bei den Salzburger Festspielen durch Odo Stierschneider, hatte eine positive Reaktion von Festspiel-Präsidentin Dr. Rabl-Stadler zur Folge. – HALLEINER FESTSPIELPREIS. Es wäre wichtig, dass die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘, gemeinsam mit der Stadt Hallein, dem Kulturverein SUDHAUS und dem Tourismusverband, den ,,Halleiner Festspielpreis’’ begründen würden, um ihn an besonders verdienstvolle Persönlichkeiten rund um die Festspiele auf der Pernerinsel (Peter Stein? Festspielpräsidentin anlässlich ihres leider näher kommenden Rücktritts? Etc.) zu vergeben. – HALLEINER FESTSPIEL-PRESSE-PREIS. Die Festspiele auf der Pernerinsel sollten Anlass sein, einen Halleiner Kritiker-Preis zu begründen, der Kritiker auszeichnet, die sich mit Festspiel-Aufführungen in Hallein befassen. Die Preisvergabe müsste durch eine unabhängige Jury erfolgen. Der Kritiker-Preis sollte jährlich durch die ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ vergeben werden, falls preiswürdige Kritiken vorliegen. – AUSLAGEN IM ZEICHEN DER FESTSPIELE. Die Halleiner Geschäfts-Inhaber könnten durch entsprechende Auslagen-Gestaltung mit Fotos, Broschüren, dem Festspielemblem etc. optisch wirksam auf die Festspiele auf der Pernerinsel verweisen. Es könnte damit während der Festspiel-Saison eine stilgerechte Stimmung in der Festspielstadt Hallein geschaffen werden. Ein Auslagen-Wettbewerb würde sicher Ansporn zu besonders attraktiven Festspiel-Auslagen ein. – GENERALPROBE FÜR GUTEN ZWECK IN HALLEIN. Falls der Ertrag der Generalproben auf der Pernerinsel einem guten Zweck gewidmet werden sollte, was schon einige Male der Fall war, müsste im Gespräch mit der Festspielleitung erreicht werden, dass dieser Betrag künftig für karitative Zwecke in Hallein verbleibt. – FESTSPIELE ALS OPEN-AIR KINO. Ähnlich wie in Salzburg müsste es möglich sein, auch in Hallein, natürlich in kleinerem Rahmen, Aufführungen der Salzburger Festspiele auf einer Filmleinwand unter freiem Himmel zu präsentieren. – PERNERINSEL MIT FESTSPIEL-SYMBOL. Längst schon hätte auf der Pernerinsel ein markanter, künstlerisch gestalteter Blickfang, mit Bezug sowohl auf die Festspiele als auch auf die große Salz- und Kelten-Tradition der Stadt Hallein, auf die Präsenz der Salzburger Festspiele verweisen müssen. Hallein müsste sich voll Stolz mit einem entsprechenden Objekt auf der Pernerinsel den Festspiel-Besuchern präsentieren. – BÄUME ODER STRÄUCHER GEGEN DIE BLECHLAWINE. Einige Bäume oder Sträucher würden den unattraktiven Anblick des Pernerinsel-Parkplatzes deutlich verbessern. Die enorme Blech-Ansammlung direkt vor dem Festspiel-Bereich ist äußerst unerfreulich und gehört durch Anpflanzung einiger Bäume oder Sträucher endlich ein wenig entschärft. – MEHR FARBE FÜR DIE ABSCHRECKENDE GRAU-FASSADE. Die riesige, in deprimierendem Grau gehaltene Nordfassade des jetzigen Festspiel- und einstigen Salinen-Objektes, direkt an der Durchzugsstraße gelegen, hätte längst schon eine anspruchsvolle Gestaltung verdient. Ein Ideen-Wettbewerb unter den Halleiner Künstlern, Architekten, Malermeister, Grafikern und allen Interessierten erbrächte sicherlich interessante Vorschläge, die auch noch abgeändert werden könnten. Jedenfalls wird mit der gegenwärtigen gigantischen Grau-Fläche direkt an der Bundesstraße nur Rufschädigung an der Festspielstadt Hallein betrieben. – WEG MIT DEN SCHRECKLICHEN ÜBERDACHTEN PARKPLÄTZEN. Die grässlichen überdachten Parkplätze entlang der Nord-Fassade des Festspiel-Objektes auf der Pernerinsel gehören, nicht nur weil sie immer wieder durch widerrechtliche Müllablagerung missbraucht werden, endlich entfernt. Die Überdachung ist optisch absolut unbefriedigend. Sie stellt eine höchst unerfreuliche, besser formuliert, eine unfassbare und schreckliche Verschandelung der großen, nach optischer Verbesserung geradezu um Hilfe schreienden Fassade des Festspiel-Objektes dar. Dazu unser 9. FOTO oben: Die Salzburger Festspiele starteten auf der Pernerinsel in einem rundum herabgekommenen Salinengebäude. Mittlerweile ist die Alte Saline an drei Seiten vorbildlich saniert. Nur noch die gegen Norden ausgerichtete Festspielfassade harrt seit Jahrzehnten ihrer Verschönerung.

DAS BESCHEIDENE SCHAUGRAB DES
,,STILLE NACHT‘‘-KOMPONISTEN FRANZ XAVER GRUBER
SCHOCKIERT IMMER WIEDER DURCH SEIN AUSSEHEN

Man sollte annehmen, dass das äußerst bescheidene Schaugrab des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber, zumindest seit dem 200-Jahre-Jubiläum seiner
weltberühmten Melodie, permanent mit überquellendem Blumenschmuck versehen ist. Gewissermaßen ein unerreichbares Vorbild für alle, die eine Grabstätte zu betreuen haben. Nun, die grausame Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus, genau das Gegenteil ist brutale Realität. Das Grab vor dem einstigen Wohnhaus des Komponisten, in dem sich heute das ,,Stille Nacht‘‘-Museum befindet, düstert das ganze Jahr mehr oder weniger vor sich hin, normaler Weise wird der Blumen-Schmuck besser, wenn sich drohend das Weihnachtsfest nähert. Franz Xaver Gruber, nahezu 30 Jahre lang Organist und Chorregent in der Halleiner Stadtpfarrkirche, schuf Kompositionen für verschiedenste Anlässe, war ein angesehener Bürger der Stadt Hallein und hatte bereits, kurz vor seiner Halleiner Zeit, das Salzbergwerk besucht. Sein Schaugrab ist während des größten Teil eines Jahres eine Schande für Hallein. Seit dessen Errichtung von 85 Jahren, kam niemand auf die Idee, eine repräsentativere Grabstätte zu errichten. (Dass das Schaugrab überhaupt mit Laternen versehen ist, verdankt Hallein noch heute dem einstigen Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘). Dazu kommt, das dieses kleine, ärmliche Schaugrab – errichtet mitten in der wirtschaftlichen Notzeit der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, – zusätzlich optisch massiv bedrängt wird. Durch die geradezu bedrohlich wirkenden, brutalen Seitenmauern der kleinen Stiege hinauf zur Ferchl-Straße. Die mächtigen Seitenmauern besitzen überhaupt keine Funktion. Sie eignen sich nicht einmal als Stütze für ältere Leute. Deshalb war man gezwungen, zusätzlich ein eisernes Stützgeländer einzubauen – das Ganze kommt schon sehr bedenklich einem Schildbürger-Streich nahe. Daher: Die mächtigen, aus ortsfremdem, rotem Steinmaterial aufgetürmten Seitenmauern, gehören endlich entfernt. Die Stiege müsste auch auf der anderen Seite mit einem gleichartigen Metall-Stützgeländer versehen werden. Damit wäre die derzeit brutale Stiegen-Konstruktion wesentlich entschärft, sie wäre deutlich unauffälliger und würde auch nicht mehr Grubers Schaugrab optisch förmlich erschlagen. Dazu unser 10. FOTO oben: Das bestürzend ärmliche Schaugrab des ,,Stille Nacht‘‘-Komponisten vor der völlig unpassenden, übermächtig erscheinenden Treppe zur Ferchlstraße. – Zum letzten FOTO oben: Alle, denen die Stadt Hallein am Herzen liegt, sollten die Daumen halten. Damit im Lauf der Zeit alle hier dargelegten Anregungen und Vorschläge, im Interesse der Stadt, auch tatsächlich verwirklicht werden! – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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In dankbarem Gedenken“ legte der langjährige ehemalige Präsident der ,,Stille Nacht‘‘- Gesellschaft, Mag. Michael Neureiter, zu ,,Stille Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Grubers Geburtstag, an dessen Gedenk-Grab vor dem Halleiner ,,Stille Nacht‘‘-Museum (vormals das Wohnhaus Franz Xaver Grubers) einen Kranz nieder. Der ,,Stille Nacht‘‘-Komponist wurde vor 232 Jahren am 25. November 1787 in Hochburg geboren. ,,Wir gedenken auch in diesem Jahr des Komponisten, der mit Joseph Mohr das Lied geschaffen hat, das heute ein Dreifaches bedeutet: Es ist Botschaft der Menschwerdung und des Ereignisses von Bethlehem; es ist ein unverzichtbarer Beitrag zur weihnachtlichen Festkultur; es ist ein weltweiter Baustein des Friedens!“ betonte Michael Neureiter, seit kurzem emeritierter Präsident der ,,Stille Nacht‘‘ Gesellschaft, der selbst im Halleiner Gruberhaus aufgewachsen ist. Neureiter: „Wo Gruber seine letzten 28 Jahre lebte, durfte ich meine ersten 24 Jahre verbringen!“ – Das oben stehende Foto zeigt Michael Neureiter an Grubers Gedenkgrab mit dem Kranz der ,,Stille Nacht‘‘- Gesellschaft „in dankbarem Gedenken“ an den Komponisten, der vor 156 Jahren 1863 im Gruberhaus verstarb. – (Foto: Stille Nacht Gesellschaft).

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Genau deshalb ist die Künstlergruppe Plan B für Hallein unverzichtbar: Ein halbes Jahrtausend war Hallein eine Wüste ohne Kunst und Kultur. Hallein war die ausgebeutete Salzkolonie der Salzburger Fürst-Erzbischöfe, die auch als weltliche Landesherren agierten. Sie plünderten die Halleiner Salz-Vorkommen und machten mit dem Erlös ihre Regierungsstadt Salzburg zu einer heute weltbekannten Attraktion. Und nahmen in Hallein keinen einzigen Ziegel in die Hand um hier wenigstens ein einziges herzeigbares Bauobjekt zu errichten. In Hallein wurde im Bergwerk und in den Salinen geschuftet, Für Kunst und Kultur war hier kein Platz. In der Stadt Salzburg wurden Kunst und Kultur gepflegt und hochgehalten. Kunst und Kultur in der historischen Salinenstadt? Absolut Null.

Franz Schubert, nach einem Besuch der Stadt Hallein, entsetzt in einem Brief an seinen Bruder: ,,Ich fiel vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein!“ Krasser konnte man den Unterschied zwischen Hallein und Salzburg nicht darlegen. Doch die Fürst-Erzbischöfe verloren schließlich ihre weltliche Macht, Hallein wurde zur Industriestadt. Die zarten Pflänzchen Kunst und Kultur fanden in Hallein lange Zeit nur karge Entfaltungs-Möglichkeiten. Erst in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts, konnten sich Kunst und Kultur immer mehr etablieren. Seit der Jahrtausend-Wende, erhält Hallein immer öfter die erfreuliche Bezeichnung Kulturstadt. Immer mehr Kunst- und Kultur-Schaffende entfalten hier ihre wichtige und unverzichtbare Arbeit. Zu den maßgeblichen Kunst-Gestaltern in Hallein zählt seit Oktober 2014 die Künstlergruppe Plan B in ihrer fantastischen Offenen Werkstätte am Kornsteinplatz.

Plan B ist eine Gruppe künstlerisch tätiger Personen, die ihre Kreativität in einem der schönsten, öffentlich zugänglichen Räumen der Stadt Hallein entfalten. Zwischen historischen Pfeilern (!) findet die Offene Werkstatt einen idealen Raum, um die Begeisterung für Kunst, sowie das erforderliche Wissen und Können, an alle Interessierten weiter zu vermitteln. Verständnisvoll versuchen die Künstlerinnen und Künstler, vorhandene Hemmschwellen vor künstlerischer Tätigkeit abzubauen. Jedem soll hier die Möglichkeit zu künstlerischem Tun geboten werden. Denn so lautet der erfreuliche und wichtige Leitspruch von Plan B: ,,Es kann gar nicht genug Kunst und Kultur in Hallein geben.‘‘

Das kreative Team von Plan B besteht aus den folgenden acht freundlichen, liebenswürdigen und sympathischen Künstler-Persönlichkeiten: Hannes Bernhofer (Drechseln, Metallskulpturen), Robert Bernhofer (Raku Keramik, Kleinskulpturen), Ulli Fritzl (Speckstein), Günther Reiter (Speckstein), Bernhard Fritzl (Monotypie, Aquarell, Raku Keramik), Raimund Weickl (Metall-Skulpturen, Polymer Clay), Gerold Pattis (Astro-Fotografie) und Eva M. Moser (Filzen). Die Genannten geben ihr Können und Wissen gerne in Form von Workshops weiter, wobei Interessierte vorerst anhand eines Rundganges durch die ausgestellten Werke, durch informative Gespräche oder gleich durch einen Selbstversuch feststellen können, auf welche Weise sie künstlerisch tätig werden wollen.

Die Künstlergruppe Plan B zeichnet sich durch verschiedenste Initiativen aus. So kann derzeit die vielseitig gestaltet Weihnachts-Ausstellung besichtigt werden. Sie bietet eine Fülle an Geschenk-Ideen und allen die Gelegenheit, ein schönes Kunstwerk für das eigene Heim zu erwerben. Ob Plastische Arbeiten aller Art, ob Gemälde oder Grafiken verschiedenster Stilrichtungen, ob aus Holz meisterhaft gefräste Kunstobjekte, ob künstlerisch gestaltete Wunschkarten für verschiedenste Anlässe – die Qualität und Vielfalt der gezeigten Werke ist beeindruckend. Auch während eines Jahresablaufes entfalten die Mitglieder von Plan B unterschiedlichste künstlerische Aktivitäten. So beispielweise das jährlich stattfindende Kunst-Symposion auf der Pernerinsel für größere Kunstaktionen oder auch eine spontane Kunst-Aktion direkt auf dem Kornsteinplatz. Das können Einzel- oder Gemeinschafts-Ausstellungen der Plan-B-Mitglieder sein oder spezielle Werkschauen. Von besonderer Bedeutung ist natürlich die Tatsache, dass die Kunst-Werkstätte von Plan B nicht irgendwo am Stadtrand in Grünen, sondern mitten im Stadtzentrum an einem der wichtigsten Halleiner Stadtplätze ihre Tätigkeit entfaltet. Ganz nach dem oben zitierten Motto: ,,Es kann gar nicht genug Kunst und Kultur in Hallein geben!“ – Die oben stehenden Fotos zeigen nur einige Beispiele aus der reichhaltigen und sehenswerten Weihnachts-Ausstellung 2019. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Der in Hallein geborene und in Wien lebende Künstler Heinrich Dunst stellt im kunstraum pro arte, gegenüber dem Halleiner Rathaus, mit seiner Ausstellung Boden/Boden/Boden ausdrücklich den Boden ins Zentrum der Kunst-Betrachtung und Raum-Erfahrung. Die Besucherinnen und Besucher betreten einen ungewohnten Boden – rosafarbene Dämmplatten lassen die Schritte im Raum federn und lenken den Blick von den weißen Wänden, über den rosafarbenen Boden bis zu den eigenen Füßen und zum eigenen Standort im Raum. Und weiter zu dem, mit raumspezifischen Arbeiten von Heinrich Dunst geschaffenen Kunstsystem im Kunstraum pro arte. 

 

Für die Ausstellung „Boden/Boden/Boden“ im kunstraum pro arte, kehrt Heinrich Dunst an seinen Geburtsort zurück und hinterfragt mit neuen Arbeiten den Standort als einen Standpunkt, der in Raum und Zeit verortet ist: „Worauf steht der Betrachter, wenn er das Bild an der Wand ansieht?‘‘ Künstler Heinrich Dunst gerät bei dieser Frage ins Philosophieren: ,,Der  Betrachter steht meist auf dem jeweiligen Boden. Auf einer dünnen Membran, des in die Tiefe hinunterreichenden Raums. Er steht. Mit seinen Schuhen auf einer dünnen Schicht Gegenwart. Auf der unmittelbaren Produktion von Gegenwart. Auf einer dünnen Schicht Isoliermaterials, die ihn von den dunklen Archiven der Vergangenheit trennt.‘‘ Heinrich Dunst zerlegt das Repräsentations-System ,,Kunst‘‘ in seine Einzelteile und baut es neu zusammen – Bild, Bildträger, Farbe, Linie, Objekt und Sprache erhalten ihre eigene Dringlichkeit. Wie und warum wird der Kunstraum zum Kunstraum, die Kunst zur Kunst, die Sprache zur Sprache? Und wie können wir von der Kunst aus elementare Fragen nach der Produktion, Reproduktion und Transformation von Gesellschaft stellen?

Heinrich Dunst, so die Kunstkritik, analysiere in seinen Arbeiten die Verflechtung von Bild, Sprache, Objekt und medialer Realität. Er stelle Diskursräume her, in denen das Repräsentations-System Kunst selbst hinterfragt werde und weise mit seinen Arbeiten auf einen Horizont, der über das Kunstsystem hinausreicht und gesellschaftliche Bedingungen in ihrer Beweglichkeit begreift. Und es wird noch komplizierter. Zitat: ,,Mit seinen raumspezifischen Arbeiten fragt Heinrich Dunst nach der (Un)-Übersetzbarkeit eines Mediums in ein anderes. Seine trans-, inter- und intramedialen Übersetzungen rekurrieren (beziehen sich) auf den Kanon (die Gesamtheit) der Konzeptkunst, der Konkreten Poesie, der Neodadaistischen Montage sowie auf einen erweiterten Skulptur-Begriff und eröffnen ein Verhandlungs- und Praxisfeld zwischen digitaler und analoger Welt. Die Infragestellung von Werk- und Medien-Formen sowie der sprechende und zeigende Körper nehmen eine wichtige Position ein.‘‘ 

 

Abschließend eine Kurzbiographie des Künstlers: Heinrich Dunst, geboren 1955 in Hallein, Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Peter Weibel und Bazon Brock, lebt und arbeitet in Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2018 Publishing as an Artistic Toolbox: C,  2016 Things, not words, KOW, Berlin 2015 Schwaz, Galerie der Stadt Schwaz 2014 Dämmstoffe, KOW, Berlin; DA, Wiener Secession 2013 About A B order, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien. – Die Ausstellung im Kunstraum pro arte ist noch bis Samstag, 7. Dezember 2019 zugänglich. Um 11 Uhr lädt an diesem Tag der Tennengauer Kunstkreis zu einem Künstlergespräch mit Heinrich Dunst, welches im Kunstraum pro arte von Martina Berger-Klingler moderiert wird. Bei Croissants und Kaffee haben die Besucher/innen die Möglichkeit, Näheres über die Zugänge und das Schaffen des Künstlers zu erfahren. –  Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr. Eintritt frei! – (Odo Stierschneider nach einer Presse-Aussendung von pro arte.FOTO 1: Porträtfoto Heinrich Dunst, Galerie nächst St. Stephan, Rosemarie Schwarzwälder. FOTOS 2 bis 5: Ausstellungs-Ansichten von Sven Buchholzer).

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Der in Hallein geborene Schriftsteller, Kabarettist, Regisseur und Moderator Manfred Baumann, war 35 Jahre lang erfolgreich als Autor, Redakteur und Abteilungsleiter beim ORF. Er ist nun kreativ als freier Schriftsteller, Kabarettist und Moderator tätig und ist im Vorstand der ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ vertreten. 2010 erschien Manfred Baumanns erster Salzburg-Krimi „Jedermanntod“ mit dem erfolgreichen Ermittler Martin Merana. Seither hat er ein halbes Dutzend Kriminalromane mit Kommissar Merana geschrieben und verfasste zusätzlich Weihnachts-Krimis und Kräuter-Krimis. 2015 wurde Manfred Baumanns Krimi ,,Drachenjungfrau“ für die ORF-Landkrimi-Reihe verfilmt. Bei den Biberacher Filmfestspielen wurde der Film zum besten Fernsehfim des Jahres 2016 ausgezeichnet. Manfred Baumann tritt auch mit anregenden und fesselnden Lesungen aus seinen Werken in Erscheinung – am 27. November 2019 las er in der Halleiner Buchhandlung ,,Leseträume‘‘ aus seinem spannenden Kriminalroman ,,Marionetten-Verschwörung‘‘.

Lesungen mit Manfred Baumann sind keine ,,klassischen Lesungen‘‘, durch seine langjährige Radio- und Bühnen-Erfahrung versteht er es, sein Publikum im besten Sinne des Wortes zu unterhalten. Aufgelockert werden seine souveränen Darbietungen durch vorzügliches Harfenspiel der renommierten Harfenistin Stephanie Macheiner, Absolventin der Musikuniversität Mozarteum. Manfred Baumann ist auch gern gesehener Gast und Gesprächspartner bei Rundfunk- und Fernseh-Sendungen. Er ist auch als Kabarettist mit dem ,,Kultkabarett‘‘ unterwegs und veröffentlichte Hörspiele, Kabarett- und Literatur-Programme. 1994 wurde Manfred Baumann mit dem Halleiner Kulturpreis ausgezeichnet. Insgesamt verfasste er bisher folgende Kriminalromane: Wasserspiele - Zauberflötenrache - Drachenjungfrau - Maroni, Mord und Hallelujah -  Mozartkugelkomplott - Salbei, Dill und Totengrün - Glühwein, Mord und Gloria - Blutkraut, Wermut, Teufelskralle - Todesfontäne - Marionetten-Verschwörung.

Das letztgenannte Werk Marionetten-Verschwörung stand also am 27. November im Mittelpunkt einer Lesung von Manfred Baumann in der Halleiner Buchhandlung ,,Leseträume‘‘. Natürlich wurde er von Stephanie Macheiner mit ihrer Harfe musikalisch perfekt begleitet. Es herrschte ,,Full house‘‘, die Veranstaltung war schon im Vorverkauf ausverkauft. Und alle Besucherinnen und Besucher dieses Abends, fanden auf ihren Sitzen Weihrauch und Teelicht, in einem geschmackvollen Päckchen, als freundlichen Gruß der sympathischen und engagierten Büchhandlungs-Inhaberin Jaqueline Brabec. Wohltuend routiniert wandte sich Buchautor Manfred Baumann an sein Publikum und gestaltete seine Lesung über die Marionetten-Verschwörung souverän, spannend und charmant: Im berühmten Salzburger Marionettentheater, wo Abend für Abend die Puppen tanzen, schweben und lebendig werden, wird eine junge Marionetten-Spielerin inmitten der Puppen und Kulissen erdrosselt aufgefunden. Es bleibt nicht bei diesem Mord, in der Salzach wird eine männliche Leiche, der Bruder der Erdrosselten, entdeckt. Schließlich wird auch noch eine Kollegin der ermordeten Marionetten-Spielerin getötet. Es gibt also viel zu tun für Kommissar Merana, um diese rätselhaften Morde aufzuklären… – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Der ,,Schnee von gestern‘‘ lag auf der historischen Stadt Hallein, verträumt und aus heutiger Sicht durchaus romantisch. Doch je konkreter man in die Vergangenheit Halleins eintaucht, umso mehr wird man mit den Problemen der einstigen Salinenstadt konfrontiert. Während die Landeshauptstadt mit den über Jahrhunderte gewonnenen Erlösen aus dem Halleiner Salz mit aller Pracht und Herrlichkeit ausgestattet wurde, blieb Hallein unter dem permanenten Rauch- und Dampf-Gewölk der zahlreichen Salinen eine düstere, schmutzige und ausgebeutete Salzkolonie der Salzburger Erzbischöfe. Folgerichtig bezeichnete Franz Schubert die Stadt Salzburg als ,,Himmel‘‘ und die Stadt Hallein als ,,Misthaufen‘‘. Deutlicher geht es wohl nicht mehr. Kleine Kinder begannen noch in der Zwischenkriegszeit zu weinen, wenn ein Besuch der Stadt Hallein bevorstand, weil sie sich so sehr vor dieser schrecklichen Stadt fürchteten. Doch scharfsichtige Fotografen fanden auch im Elend der Stadt Hallein immer wieder gefällige Details, auch wenn sie dazu die Stadt oft aus ungewöhnlicher Perspektive ablichten mussten.

Erst ab der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts begann die Entfaltung der Stadt Hallein bis zur strahlenden und liebenswerten Kleinstadt des 21. Jahrhunderts. Aus dieser Perspektive heraus erläutert Barbara Tober, die Leiterin der Kultur-Vermittlung im Keltenmuseum: ,,Ich habe bei der Auswahl der Bilder aus dem Stadtarchiv darauf geachtet, dass wir nicht nur romantische Winterbilder zeigen, sondern auch die Phase der Halleiner Stadtentwicklung, in der die Häuser auf den Farbbildern nicht sehr ansprechend aussehen. Dadurch lässt sich gut erkennen, wie viel Bestand in den letzten Jahrzehnten in Hallein renoviert wurde.‘‘

Die Ausstellung ,,Schnee von gestern‘‘ im Keltenmuseum Hallein, besteht aus zwei markanten Themenbereichen. So werden sowohl Winterfotos aus der historischen Stadt Hallein gezeigt, als auch eine bunte Schau an Weihnachtskrippen, in deren Mitte die mehrere Meter lange, dicht mit Figuren und örtlichen Landschaftsmotiven ausgestattete, mehrere Meter lange Grubermühlkrippe vom Dürrnberg, ganz besonders beeindruckt. Die Krippe stellt eine der größten noch erhaltenen bergmännischen Weihnachtskrippen dar. Ursprünglich stand die Krippe in der Grubermühle im Raingraben und war im Besitz des Bergarbeiters Kilian Neureiter. Sie zeigt das Geschehen der Geburt Jesu in der unmittelbaren Umgebung des Salzbergwerks auf dem Dürrnberg. Die Szenen im Tal stellen Ausschnitte aus dem Stadtleben von Hallein dar. Die raumfordernde Krippe weist an die 500 Figuren auf, 1957 wurde diese ungemein sehenswerte Krippen-Attraktion vom Keltenmuseum angekauft.

Heuer werden in der traditionellen Krippen-Ausstellung auch Arbeiten vom Halleiner Krippen-Baumeister Christian Haipl gezeigt. Es gibt auch eine Dürrnberger Knappenkrippe und die barocken Krippenfiguren aus der Stadtpfarrkirche Hallein zu sehen. Für Kinder gibt es Stationen, an denen das Spielen mit Krippenfiguren ausdrücklich erlaubt ist. Die historischen Winterbilder aus der Stadt Hallein können nach Ende der Ausstellung erworben werden. Reservierungen sind bereits möglich. Bürgermeister Alexander Stangassinger zeigte sich erfreut: ,,Ich bin stolz auf die Arbeit des Keltenmuseums, denn Florian Knopp und sein Team tragen speziell mit derartigen Sonderausstellungen und den damit verbundenen emotionalen Geschichten zur Identität unserer Stadt bei.‘‘ Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock ergänzt: ,,Die gezeigten Winterbilder werden besonders bei älteren Besucherinnen und Besuchern viele Erinnerungen an den Alltag im verschneiten Hallein der letzten Jahrzehnte wecken.‘‘ – (Aus der Presse-Aussendung des Keltenmuseums).
 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Auf der langgezogenen, nordseitigen Innenwand des Keltenmuseums werden zahlreiche sehenswerte Winterbilder aus dem historischen Hallein gezeigt. FOTO 2: Die Klosterstiege führte zum Zeitpunkt dieser winterlichen Aufnahme noch hinauf zum einstigen Kloster. Heute steht dort bereits seit Jahrzehnten das Bundesgymnasium. FOTO 3: Die Halleiner Stadtpfarrkirche aus ungewohnter Perspektive. Damals stand noch der schöne romanische Kirchturm mit seiner Barock-Haube. FOTO 4: Der Kornsteinplatz zeigt sich in der Dämmerung düster und verschlafen. FOTO 5: Ein stattlicher Baum am Unteren Markt zwischen Raiffeisenbank und Sparkasse wäre heute völlig undenkbar. Links im Bild ein Teil des Gebäudes der Raiffeisenbank. FOTO 6: Nachdem wir nun den neuen schönen Salinensteg vom Keltenmuseum hinüber zur Pernerinsel besitzen, erscheint die an dieser Stelle einstige Eisenkonstruktion besonders lieblos und unschön. FOTOS 7 und 8: Zwei unterschiedliche Weihnachtskrippen aus der Krippenschau im Keltenmuseum. FOTO 9: Ein kleines Detail aus der großen, beeindruckenden Grubermühlkrippe, die insgesamt etwa 500 Figuren aufweist. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Österreichs Weltkunst-Zentrale, die Begeisterungs-Gemeinschaft ,,Salzburger Festspiele‘‘, feiert in der bevorstehenden Spielsaison 2020 ihr hundertjähriges Bestehen. Schon immer stieg in der Stadt Salzburg und seit über einem Viertel-Jahrhundert auch auf der Pernerinsel merkbar die Temperatur, wenn die Festspiele angesagt waren. (An der Aufhebung der Schwerkraft wird bis zum Jahrhundert-Jubiläum intensiv gearbeitet!) In der Jubiläums-Spielsaison 2020 werden an 44 Tagen 222 Aufführungen an 15 Spielstätten sowie 87 Aufführungen im Jugendprogramm an 48 Spielstätten sowie 50 weitere Fest-Veranstaltungen geboten. Im Bereich Oper gibt es 42 Vorstellungen, im Bereich Schauspiel 57 Vorstellungen und im Bereich Musik 91 Konzerte. Dieses umfangreiche Angebot verursacht eine neue Rekordmarke: Das Festspiel-Programmbuch für 2020 weist insgesamt 178 Seiten auf! Auf der Halleiner Pernerinsel werden ,,Richard III.‘‘ und ,,Maria Stuart‘‘ aufgeführt. Beide Stücke feiern Premiere bei den Salzburger Festspielen, denn sie wurden noch nie im Rahmen der Festspiele aufgeführt. Nachstehend kurze Darstellungen der beiden Stücken, ausführliche Inhaltsangaben folgen rechtzeitig im SALZSCHREIBER vor Beginn der Festspielsaison 2020 auf der Pernerinsel. Für die Halleiner Pernerinsel, die dem Schauspiel gewidmet ist, gab es im Rahmen der ersten Jubiläums-Pressekonferenz eine spezielle Aufwertung – dem Bereich Schauspiel wurde die ehrenvolle Bezeichnung ,,Zentralgestirn der Festspiele‘‘ zuteil.

 

DAS SCHAUSPIEL ,,RICHARD III.‘‘
VON WILLIAM SHAKESPEARE

Ausgerechnet unter der stabilen Herrschaft Elisabeths I. wählt William Shakespeare um das Jahr 1592 eines der dunkelsten Kapitel der englischen Geschichte, die Rosenkriege der Jahre 1455 bis 1485, um damit sein Publikum mit dem Verfall einer Adelsgesellschaft und den skrupellosen Machtkämpfen der Familien York und Lancaster im Kampf um den englischen Thron zu konfrontieren. Mit Richard III., dessen Herrschaft den Endpunkt der Rosenkriege darstellt, betritt eine der vielschichtigsten Figuren der Theaterliteratur die Bühne: kaltblütig, hemmungslos, sadistisch und gleichzeitig hellsichtig, witzig, und verführerisch. Er versteht es die Menschen zu manipulieren und sich selbst zu inszenieren. Zum ersten Mal steht diese charismatische Figur von William Shakespeare bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Lina Beckmann, die als Rose Bernd 2017 bei den Salzburger Festspielen bereits einen riesigen Erfolg feierte, wird die Titelrolle übernehmen. Inszeniert wird das Stück von Karin Henkel, der Regisseurin von Gerhart Hauptmanns Rose Bernd. In weiteren Rollen sind unter anderem Kristof Van Boven, Elsie de Brauw und Kate Strong zu sehen. Die Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg feiert am 28. Juli Premiere auf der Perner-Insel in Hallein.

 

DER POLITTHRILLER ,,MARIA STUART‘‘
VON FRIEDRICH SCHILLER

Friedrich Schillers Maria Stuart wurde in der 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele noch nie zuvor inszeniert, aber wie William Shakespeare war Friedrich Schiller ein zentraler Autor des Festspielgründers Max Reinhardt. Maria Stuart ist ein Politthriller, eine historische Überhöhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Lebtag umtrieben: Was ist die Freiheit des Einzelnen? Was ist politische Macht, und wo endet sie? Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Recht gefertigt? In der Regie von Burgtheaterdirektor Martin Kušej kommt es nun zur ersten Inszenierung von Schillers Spätwerk in der Festspielgeschichte – mit den Schauspielerinnen Bibiana Beglau als Elisabeth und Birgit Minichmayr als Maria Stuart. An deren Seite spielen Itay Tiran als Robert Dudley, Graf von Leicester; Oliver Nägele in der Rolle von Georg Talbot, Graf von Shrewsbury; Norman Hacker als Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh und Franz Pätzold in der Rolle des Mortimer. Die Neuinszenierung ist eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien und findet am 16. August auf der Perner-Insel in Hallein statt. – Das oben stehende Foto zeigt das Direktorium der Salzburger Festspiele mit (von links) Kaufmännischem Direktor Lukas Crepaz, Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser, Bereichsleiter Konzerte Florian Wiegand und Bereichsleiterin Schauspiel Bettina Hering. – (Odo Stierschneider, Foto: Salzburger Festspiele / Anne Zeuner).

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Auf der Spitze der Alters-Pyramide der Halleiner Geschäfte, residiert ganz oben und sehr alleine, ohne irgendwelche Jubiläums-Kandidaten in Sichtweite, souverän das Spielwaren-Geschäft Oedl am Unteren Markt in der Halleiner Fußgängerzone. Das in seiner Reichhaltigkeit und Vielfalt ungemein imponierende und einzigartige Spielwaren-Paradies, feiert heuer sein unfassbares 225-jähriges Bestehen. Also alt und schwach? Irrtum! Genau das Gegenteil ist der Fall! Inhaber Alois Oedl IV. ist noch immer, wie schon seit Jahren, Vorbild für alle anderen Geschäfte, wenn es darum geht, in der Einkaufsstadt Hallein eine herrlich wundersame Atmosphäre zu erzeugen. Tag für Tag ist Alois Oedl bemüht, den Bereich vor seinem Geschäft in ein Kinder-Wunderland zu verwandeln, welches auch die Erwachsenen immer wieder begeistert. Ohne diese Pracht und Herrlichkeit möchte man sich die Fußgängerzone gar nicht mehr vorstellen. Womit hier, nur so nebenbei, die Anregung an alle anderen Geschäftsinhaber ergeht, sich ähnlich für ihre Einkaufsstadt Hallein einzusetzen. Doch zurück zum Thema: Das unglaubliche 225-jährige Bestands-Jubiläum des Hauses Oedl ist auch Gegenstand einer faszinierenden Ausstellung im Keltenmuseum. Unter dem Titel Holz.Spiel.Zeug wird eine Fülle an historischen, ungemein berührenden Spielsachen präsentiert, es fehlt auch nicht an aktuellen Spielen – alle die möchten, können sie auch ausprobieren.

PROMINENTE MITGLIEDER
AUS DER OEDL-AHNENREIHE

Vor 225 Jahren, am 20. Mai 1794, wurde Franz Josef Oedl Teilhaber eines Holzwarenverlags, der bereits 22 Jahre zuvor, 1772 gegründet worden war. An diesem bedeutungsvollen 20. Mai 1794 kam auch das Haus am Unteren Markt in Hallein in den Besitz der Familie Oedl. Hier führt nun Alois Oedl IV., der heuer sein 60. Lebensjahr vollendet, noch immer das weitum in der ganzen Region angesehene Spielwaren- und Lederwaren-Geschäft Oedl. Aus der Reihe der glorreichen Dynastie der Halleiner Spielwaren-Erzeuger und Spielwaren-Händler, ragen zwei Namen besonders heraus. Benedikt Oedl (1799-1871) war als angesehener Holzwarenfabrikant auch in der Gemeindevorstehung Halleins vertreten, war Oberleutnant des Halleiner Bürgercorps und errichtete 1843 das sog. Ökonomie-Zimmer im Rathaus, aus dem später das erste Halleiner Museum entstand. Sein Nachfolger Alois Oedl I. (1842-1892), etablierte zusätzlich zur Präsenz in Wien. eine Niederlassung des Unternehmens Oedl in  Pressburg/Bratislava. Er war von 1880-1886 Bürgermeister von Hallein und von 1881-1890 Landtags-Abgeordneter. In seiner Amtsperiode wurde unter anderem der Stadtpark und der Städtische Friedhof in Burgfried errichtet. Er trieb auch die Eingemeindung von Burgfried voran. Alois Oedl I. ließ in seinem Unternehmen Miniatur-Nachbildungen von Kutschen, Pferdewagen und Tramways herstellen, die auf der Weltausstellung 1851 in London prämiiert wurden. Sie sind auch in der aktuellen Ausstellung im Keltenmuseum zu bewundern.

SPIEL- UND HOLZWAREN
FÜR GANZ MITTELEUROPA

Die Firma Oedl hatte eine Produktions-Stätte in der Bräuerstraße in Hallein. Bis zum Ende der 1920er Jahre wurden dort Spiel- und Holzwaren hergestellt. Die historische Geschäfts-Korrespondenz des Hauses Oedl, dokumentiert nahezu 400 Kunden in 122 Orten im Gebiet der heutigen Staaten Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Russland, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien, Italien, Schweiz, Deutschland und Frankreich. Die Halleiner Holzspielwaren wurden in ganz Mitteleuropa bis in die Levante verkauft. Einige dieser begeisternden und zutiefst berührenden historischen Holzspielwaren lassen sich auch benennen: Da sind die berühmten Hühnerkäfige. Die Köpfe der gefiederten Insassinnen bewegen sich bei geringster Berührung. Oder der Holzgaukler in der Mitte eines Holzreifens. Wie man den Reifen auch dreht, der Gaukler behält seine aufrechte Haltung. Oder die zahlreichen Kurbelkästchen mit Figuren, welche die verschiedensten Tätigkeiten bei Betätigung der Kurbel ausführen. Oder die schön bemalten Span-Schachteln. Oder schließlich er, der eigentlich Unaussprechliche, der in keinem der Presse- und Fernseh-Berichte zum Thema Oedl-Jubiläum unerwähnt blieb: Der köstliche Arschpfeifenreiter. Er thront auf einem Pferd, welches auf Rädern unterwegs ist. Aus dem Hinterteil des Vierbeiners ragt eine Holzpfeife hervor. Als Alois Oedl IV. im Rahmen der Pressekonferenz zur Ausstellung Holz.Spiel.Zeug das Instrument lautstark betätigte, erntete er spontanen Beifall der anwesenden Journalistinnen und Journalisten.

DIE KONSEQUENZ DES OEDL-JUBILÄUMS:
EIN SPIELWAREN-MUSEUM FÜR HALLEIN

Wenn man die fantastische Ausstellung Holz.Spiel.Zeug. im Keltenmuseum durchwandert, dann sieht man sich auch mit den Fragen konfrontiert: ,,Was geschieht mit all der Pracht und Herrlichkeit nach dem Ende der Ausstellung? Wandern die fantastischen Objekte wieder in öffentlich nicht zugänglich Depots? Dagegen ist natürlich sofort entschiedener Einspruch zu erheben. Diese einzigartigen historischen Holzspielzeuge müssten unbedingt permanent ausgestellt werden! Ein kleines, reizvolles Holzspielwaren-Museum mit all diesen unersetzlichen Schaustücken wäre eine weitere spezielle Aufwertung der Stadt Hallein. Ob im Keltenmuseum, ob im derzeit leerstehenden Gebäude zwischen Keltenmuseum und Stadtkino, ob in der Alten Saline, ob im Colloredo-Sudhaus (falls dort Räumlichkeiten frei würden), oder im leerstehenden Raum der einstigen Palmers-Filiale in der Thunstraße – es gibt sicher noch andere in Frage kommenden Möglichkeiten. Die Vorstellung, dass die derzeit im Keltenmuseum ausgestellten Holzspielzeuge wieder aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit verschwinden ist jedenfalls absolut unerträglich. – Am 5. November 2019 tritt Alois Oedl IV. im Rahmen der feinen und ständigen Veranstaltungs-Reihe ,,Kaffee-Geschichten – Erinnern im Keltenmuseum‘‘, gemeinsam mit Spieleforscher Rainer Buland in Erscheinung. Beide Spielzeug-Heroen erzählen dabei ab 14 Uhr aus ihrem reichen, einschlägigen Erfahrungs-Schatz.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Von links Benjamin Huber vom Team des Keltenmuseums als kuscheliger und liebenswerter Benjamin Blümchen, Chefkurator des Salzburg-Museums Peter Husty, Alois Oedl IV., Ausstellungs-Mitgestalterin Barbara Tober und der Leiter des Keltenmuseums Florian Knopp informierten die Presse über die Ausstellung Holz.Spiel.Zeug. FOTO 2: Alois Oedl IV., Keltenmuseums-Leiter Florian Knopp und Chefkurator Peter Husty zeigen sich mit Ausstellungs-Objekten. Rechts im Bild auch die vierrädrige, unaussprechliche Holzpfeife, in ziemlich engen Kontakt mit einem Pferd. FOTO 3: Auch Halleins Vize-Bürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock (Bildmitte) war beim Pressetermin zur Ausstellung Holz.Spiel.Zeug. anwesend. FOTOS 4 bis 13: Reizvolle Einblicke in die überaus erfreuliche Ausstellung. FOTO 14: Auch zeitgemäße Spielwaren werden in einer großen Vitrine präsentiert. FOTO 15: Ein erfreuliches Bekenntnis der beiden Jungbären. – Auch die Fotos zeigen es deutlich, dass es wichtig wäre, für all diese Kostbarkeiten in Hallein ein Museum zu schaffen. – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Das Halleiner Stille-Nacht-Museum besticht durch die außergewöhnliche Darstellung seiner Inhalte. Deshalb trafen die Juroren der Auszeichnung ,,Museums-Schlüssel‘‘ unter Vorsitz von Thorsten Sadowsky und den Mitgliedern Sabine Fauland, Klaus Landa, Karin Rachbauer-Lehenauer und Ingrid Weydemann die Entscheidung, den Anerkennungspreis „Museums-Schlüssel 2019“ dem Stille-Nacht-Museum zu überreichen. Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock nahm, gemeinsam mit Kuratorin Barbara Tober, die Auszeichnung mit großer Freude in Empfang. Die Begründung ihrer Entscheidung fasste die Jury wie folgt zusammen: „Die Qualität in Gestaltung, Präsentation und Vermittlung von Inhalten, sowie die Bedachtsamkeit auf die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher ist ungemein hoch und das Museum darf ohne Einschränkung als Vorzeige-Beispiel zur Nachahmung angesehen werden. Mit einem (vor)weihnachtlichen Thema das ganze Jahr zu arbeiten, erscheint auf den ersten Blick schwierig und doch greift die Kultur-Vermittlung viele Themen aus der Ausstellung gekonnt auf, denn diese zeigt nicht nur die Geschichte eines Liedes, sondern vielmehr die Geschichte der Familie Gruber und ihrer Zeit. Besonders hervorheben möchten wir den barrierefreien Zugang vom Erdgeschoss und vor allem den ersten Stock: Dort findet sich eine spielerische Herangehens-Weise an das Thema und es wurde ein öffentlicher Raum geschaffen, der Kinder und Familien zum Verweilen und Entdecken einlädt – ohne Eintrittsbarriere, mit Einladung zum Wiederbesuch. Die Jury empfiehlt, das Stille-Nacht-Museum Hallein mit dem Anerkennungspreis ,,Salzburger Museumsschlüssel‘‘ auszuzeichnen.“


DER ,,SALZBURGER MUSEUMS-SCHLÜSSEL‘‘
IST ANERKENNUNG FÜR DAS MUSEUMS-TEAM

„Die Stadt Hallein war ein zentraler Ort des Lebens von Franz Xaver Gruber und ist dadurch mit dem weltweit berühmten Stille-Nacht-Lied eng verwoben. Die Geschichte aus dem Leben der Familie Grubers, die hier so einfühlsam erzählt wird, macht mich als Kultur-Stadträtin besonders stolz und für die Stadtgemeinde Hallein ist es eine Ehre, dafür den ,,Museumsschlüssel 2019‘‘ zu erhalten“, unterstreicht Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock angesichts dieser erfreulichen Auszeichnung. Für Museumsleiter Florian Knopp stellt die Auszeichnung eine Bestätigung der engagierten Arbeit aller Museums-Mitarbeiter dar: „Die Verleihung des Anerkennungs-Preises ,,Salzburger Museumsschlüssel 2019‘‘, ist eine Auszeichnung für das gesamte Museums-Team. Zudem ist sie großer Ansporn, konsequent unser Ziel – das Stille-Nacht-Museum Hallein mit einem engagierten Veranstaltungs- und Vermittlungs-Programm als Ganzjahres-Thema zu positionieren – weiter zu verfolgen. Die Themenpalette ist dabei sehr breit gefächert, von Musik-Veranstaltungen, insbesondere für Orgel, über Angebote zum Thema Achtsamkeit, bis zu stadt- und gesellschafts-geschichtlichen Aspekten.“


STILLE-NACHT-MUSEUM ERHIELT
AUCH DAS ,,MUSEUMS-GÜTESIEGEL‘‘

Das Stille-Nacht-Museum Hallein erhielt auch noch eine zweite wichtige Anerkennung, das ,,Österreichische Museums-Gütesiegel‘‘, welches auf Antrag der Museen jeweils auf fünf Jahre vergeben wird. Die Träger des Gütesiegels erfüllen die Qualitäts-Kriterien des Österreichischen Museums-Bundes für die Bezeichnung als Museum. Im Verleihungs-Schreiben heißt es: „Das Stille Nacht Museum besticht einerseits durch die Authentizität des Ortes – Wohnhaus von Franz Xaver Gruber – die Original-Dokumente und Objekte (Möbel, persönliche Gegenstände, Instrumente) und die Neugestaltung, die 2018 im Zuge der Landes-Ausstellung erfolgen konnte. Allgemein lässt sich festhalten, dass das kleine Museum durch seine feinen Ausstellungsstücke und die ansprechende Neugestaltung, aber auch das hohe Engagement aller Mitarbeitenden besticht.‘‘ Auch angesichts der Verleihung des ,,Museums-Gütesiegels‘‘, zeigt sich Museumsleiter Florian Knopp stolz auf die hervorragenden  Arbeit seines Teams: „Mit der Verleihung des ,,Museums-Gütesiegels‘‘ hat sich das neugestaltete Stille-Nacht-Museum Hallein in der Museums-Landschaft Österreichs etabliert. Die umfassende und höchst qualitative Sammlung, war Auftrag und Motivation zugleich, den Museums-Besucherinnen und Museums-Besuchern ein Stück Zeitgeschichte mit starken regionalen Wurzeln und internationaler Strahlkraft, zugänglich zu machen.“ – Das oben stehende Foto zeigt Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock mit den Museums-Mitarbeitern und Museums-Mitarbeiterinnen Tanja Golser, Dirk Böckmann, Barbara Tober, Benjamin Huber, Anna Holzner und Museumsleiter Florian Knopp. – (Text: Stadtgemeinde Hallein, Foto: STG HA / Aschauer).

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Die renommierte Kunstgalerie Schloss Wiespach wartet diesmal mit einer besonderen Attraktion auf – mit einer Gemeinschafts-Ausstellung der drei Künstler Herbert Flois, Franz Riedl und Werner Schnelle. Entsprechend groß war der Publikums-Andrang bei der Vernissage. Unter dem Titel ,,Black & White‘‘ präsentieren die drei Künstler bis 23. November 2019 ihre Objekte, Fotoarbeiten und Zeichnungen. Arbeiten in Schwarz-Weiß wirken in der Regel einprägsamer und dramatischer als solche, in denen das gesamte Farb-Spektrum Anwendung findet, Die Gips-, Karton- und Draht-Objekte von Herbert Flois zeichnen sich durch klare Formensprache aus. Franz Riedl ergänzt seine Fotografien (auch Landschafts-Motive rund um das Schloss Wiespach), mit zusätzlich eingefügten, zeichnerischen Architektur-Elementen und Werner Schnelles Fotogrammen und Fotografien liegt der fototypische Positiv-Negativ-Effekt wirkungsvoll zugrunde. Die Ausstellung ist Montag und Donnerstag jeweils von 9 bis 12 Uhr, am Freitag von 9 bis 12 und 16 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 15 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN
FOTOS 1 und 2: ,,
Fotogramm #38‘‘ und Kontaktprint ,,Ei und Löffel‘‘ von Werner Schnelle. FOTOS 3 und 4: ,,Schwarzer Rahmen III‘‘ und ,,Schwarzer Ring‘‘ von Herbert Flois. Die Arbeiten entstanden aus Stahlelementen, Gips, Mullbinden und Acrylfarbe. FOTOS 5 und 6: ,,Blick zum Untersberg‘‘ und ,,Blick aus dem Schloss Wiespach Richtung Tennengebirge‘‘. Beide Arbeiten wurden als Inkjet-Druck mit Tusche und Lackstift auf Papier gefertigt. FOTO 7: Herbert Flois gelang es, in die Ausstellung Black & White, das einzige farbige Objekt einzuschmuggeln: ,,Oranges Schild‘‘ aus Gips, Stahl, Aluminium, Jute, Mullbinden, Plakatfarbe, Acryl. FOTO 8: Die drei Künstler von links: Werner Schnelle, Franz Riedl und Herbert Flois bei der Vernissage ihrer gemeinsamen Ausstellung ,,Black & White‘‘ in der Galerie Schloss Wiespach. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Das hat es natürlich schon gegeben: Einladungskarten, geschmückt mit einem kleinen, reizvollen Kunstwerk. Dafür aber hat es das noch nie gegeben: Einladungskarten, von denen jede Einzelne völlig anders gestaltet wurde als alle anderen, die also mit einem absolut exklusiven Kunstwerk geschmückt sind. Das bedeutet: 10 Einladungskarten, 10 verschiedene exklusive Kunstwerke. 20 Einladungskarten, 20 verschiedene exklusive Kunstwerke. Und so weiter… Zu diesem künstlerischen Kraftakt entschloss sich Bernhard Fritzl, eine der tragenden Säulen der Künstlergruppe Plan B, die am Kornsteinplatz in Hallein ihre herrliche, wunderbare und sehenswerte Offene Kunstwerkstätte betreibt. Anlass für dieses staunenswerte künstlerische Arbeitspensum war ein unverzichtbarer Termin für alle Kunstfreunde: Die Werkschau der Künstlergruppe Plan B, in ihrer Werkstätte am Kornsteinplatz. Termin: Freitag, 25. Oktober, um 19 Uhr. Unbedingt vormerken! – Auf den obenstehenden Fotos ist eine Auswahl der völlig unterschiedlich gestalteten Einladungskarten zu sehen, weiters die 1. und 3. Seite einer dieser Einladungskarten. Übrigens: Gefällt Ihnen die fantastische Handschrift genauso gut wie uns? – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Spannend und abwechslungsreich gestaltet sich der Rückblick auf das begeisternde Festival frei-stadt-hallein. Es entstand auf Initiative des Kultur-Vereines SUDHAUS hallein.kultur mit Simone Seymer an der Spitze und der diesjährigen Kuratorin Nikola Schellmann – herzliche Gratulation an die beiden  Damen! Mitveranstalter waren kunstraum pro arte, die Schmiede Hallein, das Theater bodi end sole, das atelier III und die Super Initiative Salzburg. Das beeindruckend geglückte Anliegen des Festivals frei-stadt hallein: Freien Raum in Hallein für Austausch und Begegnung zu öffnen und regionale, zeitgenössische Kunst und Künstler*innen in die Stadt und zu ihren Bewohner*innen zu bringen. Über 30 Künstler*innen reichten dazu Bewerbungen ein. Dazu noch nachfolgend, in Ergänzung zu den bereits im SALZSCHREIBER erschienenen Berichten in den Ressorts KULTUR und AKTUELLES vier Beispiele, welche die große Vielfalt des Festivals frei-stadt-hallein unterstreichen. In Zukunft soll das Festival biennal, also alle 2 Jahre stattfinden.

 

1. ROOMS von HELLA LUX in den Räumen der Kunst-Gemeinschaft Freiräume. (FOTOS 1 und 2). Kopfhörer auf und sich dem faszinierenden, vielschichtigen Akustik-Erlebnis ROOMS hingeben. In der Architektur der Galerie Freiräume mit knarrenden Treppen, finsteren Gängen und teils urtümlichen Raumwelten, tasteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach den Grundrissen unserer Gesellschaft: Die Gemeinschaft ebenso wie die Einsamkeit, aber auch Grenzen wurden erlebbar und schufen, auch mit Sound-Collagen, einen Ort, der von den Teilnehmern gemeinsam erkundet wurde. Für das Festival frei-stadt-hallein 2019, wurde ROOMS, das 2018 für das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main entstanden war, in Zusammenarbeit mit der NMS Hallein-Stadt für das Halleiner Festival produziert.

2. DIE NEUEN BEWOHNER von TINA HAINSCHWANG am Schöndorferplatz 8. (FOTOS 3 bis 5). Die Installation ,,Die neuen Bewohner‘‘ war von der Tatsache inspiriert, dass leerstehende Räume nie gänzlich unbewohnt sind, sondern allen möglichen, mal faszinierenden, mal weniger beeindruckenden, jedenfalls aber nahezu unsichtbaren Lebewesen Unterschlupf bieten. In dieser Installation hatten sich ganz offensichtlich neue Bewohner den leeren  Raum angeeignet. Sie lebten in ihrem Bau, der offensichtlich aus Resten menschlicher Anwesenheit errichtet wurde: Alte Kleinmöbel, Kleidung und diverse Gebrauchs-Gegenstände. Künstlerin Tina Hainschwang, (FOTO 5), geboren in Salzburg, studierte Malerei und Grafik an der Kunst-Universität Linz. Inzwischen arbeitet sie bevorzugt dreidimensional an Skulpturen und Objekten. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Linz.

3. DU GRÜNST NICHT NUR von Ingrid Schreyer am Schöndorferplatz 8. (FOTOS 6 und 7). Dem Klimawandel, mit immer mehr Schnee im Winter und immer weniger Regen im Sommer, zum Opfer gefallene, abgerissene, halbdürre Fichten-Bäumchen, bringt Ingrid Schreyer (Salzburg) von ihren Bergtouren mit nach Hause. Und sie ist es schon gewohnt: Unterwegs mit ihren Baum-Gerippen auf der Straße, wird sie zuverlässig von Scherzbolden auf ihre ,,Christbäume‘‘ angesprochen. Die Künstlerin errichtete eine mahnende Installation mit sichtlich geschädigten Fichten-Bäumchen, dazwischen platzierte sie eine handwerklich perfekte Zeichnung zum kritischen Thema. Ingrid Schreyer, aufgewachsen in einer steirischen Alpen-Transitgemeinde, studierte bildnerische Erziehung und Philosophie / Psychologie / Pädagogik am Mozarteum und an der Universität Salzburg. Sie findet ihre Themen entlang der brennend aktuellen Bruchlinien und im ebenso aktuellen Ineinander von Natur und Zivilisation.

4. Atelier III:  Das größte und gewaltigste Einzel-Objekt des Festivals frei-stadt-hallein 2019. (FOTOS 8 und 9). Reichlich fassungslos stand man im atelier III am Bürgerspitalplatz vor dem Ehrfurcht gebietenden, mächtigen und größten 6-seitigen würfelförmigen Quader-Objekt, das jemals auf Halleiner Boden geschaffen wurde. Natürlich erhielt das gewaltige Objekt auch einen Namen: Surface 6. Katrin Froschauer, Valentin Backhaus und Christian Zwerschina aus dem Künstler-Kollektiv atelier III, schufen in perfekter Zusammenarbeit das faszinierende Riesenobjekt, das strafverschärfend, auch noch an den Spitzen oben am Plafond und unten am Boden, drehbar montiert wurde. Wenn sich der Gigant um seine senkrechte Achse dreht, dann scheint es, der Planet Erde wird aus seiner Bahn gedrängt! Am Samstag, 14. September, fand ab Nachmittag rund um die Räumlichkeiten von atelier III, ein Event mit lokalen Djs und Soundkünstlern, bei Getränken und Snacks, bis in den Abend hinein statt. – (Presse-Unterlagen: Kultur-Verein SUDHAUS, Bearbeitung: OST).

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Es war ein unfassbares Eintauchen in die wilde, aufregende und spannende Unterwelt des Frank-Hauses an der Ecke Bayrhamerplatz / Thunstraße. Dass sich ein markantes Gebäude mitten in der Halleiner Altstadt zum Teil in einem solchen Zustand befindet, wie die Fotos oben dokumentieren, ist natürlich in Glücksfall für einfallsreiche Kultur-Triebwerke. Die Springer Immobilien GmbH hatte das massiv renovierungsbedürftige Erdgeschoß des Frank-Haus-Anbaues für das kulturelle Großereignis ,,frei-stadt-hallein‘‘ zur Verfügung gestellt, So konnte das Theater bodi end sole Österreichs ungewöhnlichste Theaterräume mit Licht und Schatten, mit Tag und Nacht, mit Stimmen, Tönen und Geräuschen der Aufführung ,,walk in silence … hearing the sound of nothingness‘‘ zu faszinierendem Leben erwecken.

Mit respektablem Einsatz wurden die verschiedenen Auftrittsstationen originell gestaltet, so dass sich die Besucher in einer dämmrigen, dunklen Anderswelt wähnten. In der kleinräumigen Vielfalt wurden unterschiedliche Auftritte geboten, Geschichten erzählt und Musik dargebracht. Angesichts der herrlichen räumlichen Enge, waren die Grenzen zwischen Publikum und Performance aufgehoben. Mareike Tiede (Stimme), Yvonne Zehner (Gitarre), Nicole Baier (Video.Szenografie), Alois Ellmauer (Raum-Szenografie) und Helfried Hassfurther (Licht und elektronische Tongestaltung), boten in den geradezu unfassbaren Räumlichkeiten neue Wege der sinnlich-theatralischen Wahrnehmung. Inspiriert und angeleitet wurde das großartige Ensemble von Christa Hassfurther und Bashir Khordahji. – Eigentlich müssten diese herrlich verwilderten Gänge und Räume unverändert erhalten bleiben. So könnte das Theater bodi end sole auch in Zukunft hier geeignete Inszenierungen präsentieren. Die Räume könnten in ihrer Urwüchsigkeit auch dem Keltenmuseum für eine Präsentation ausgewählter Schauobjekte mitten in der Altstadt dienen. Diese dunkle Unterwelt wäre ideal für eine furchterregende Ausstellung vom Krampusmasken. Hier könnten Künstler ihre Werke, wie Bilder oder Plastiken, auf eindrucksvolle Weise präsentieren. Hier könnte die Dokumentation zum Thema ,,600 Jahre Salz-Raub der Erzbischöfe in Hallein zugunsten der Stadt Salzburg‘‘ entstehen und gleichzeitig die Frage in den Raum gestellt werden, wann sich endlich die Stadt Salzburg zu irgendeiner Wiedergutmachung aufrafft. – Wir kehren jedoch zurück in die Wirklichkeit und freuen uns auf eine zeitgemäße und für die Stadt Hallein positive Umgestaltung des Frank-Hauses.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 4:
Markante Blickpunkte aus dem erodierenden Erdgeschoß des Frank-Hauses. FOTOS 5 bis 9: In den einstigen Geschäftsräumen an der Thunstraße gibt sich die Urgewalt des Verfalls deutlich eingebremst. Hier traten Mareike Tiede (Foto 8) mit ausgesuchten, engagiert und fesselnd präsentierten Texten und Yvonne Zehner (Foto 9) mit souveränem, sowohl temperamentvoll als auch gefühlsbetont dargebotenem Gitarrenspiel, vor das sichtlich beeindruckte Publikum. Ein unvergesslicher Abend! – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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So wie seit Jahren schon, startete die SCHMIEDE auch 2019 wieder in Zusammenarbeit mit dem Tennengauer Kunstkreis. Dieser stellte bereits seit mehreren Jahren die Ausstellungsräume des kunstraumes pro arte für Künstler und Künstlerinnen aus dem Schmiede-Netzwerk zur Verfügung. Heuer geschah dies in Form einer durchinszenierten Zeitreise, in der die Projekte von gold extra aus den letzten zwanzig Jahren zu sehen sind, – aber aus Sicht des Jahres 2219! Aus diesem Blickwinkel betrachtet man die Arbeiten von gold extra in Form von historischen Ausgrabungen, die Artefakte aus einer vermeintlich längst vergessenen Epoche zeigen und an Hand derer rekonstruiert wird, was die Künstlergruppe aus Salzburg und Wien zum Beginn des 21. Jahrhunderts geschaffen hat.

 

Am Beginn der Vernissage stand – nach den einführenden Worten von Co-Schmiede-Organisatorin Kerstin Klimmer-Kettner – eine Videobotschaft der Bürgermeisterin von Salzburg aus dem Jahr 2219. Salzburg zählt zu diesem Zeitpunkt zu einer der weltoffensten Städte und natürlich hat diese „multi-kulti Stadt“ eine Bürgermeisterin mit Migrations-Hintergrund. In einen pinken Tschador gehüllt, schickte sie freundliche Grußworte  und freute sich sichtlich über die Funde der Zukunfts-Archäolog*innen und über die damit verbundene Ausstellung.

 

Anschließend hielt Dr. Markus Watzner, Koryphäe der Zukunftsarchäologie und Experte für den Zeitraum Ende des 20. Jahrhunderts / Anfang des 21. Jahrhunderts, einen Vortrag darüber, wie die Ausstellung zu Stande gekommen ist. Wortreich und mit vielen Seitenhieben auf aktuelle Ereignisse, gab er Auskunft über das Plastikzeitalter, das Dark Age, in dem ausgestorbene Spezies durch Hologramme ersetzt worden sind. Er sprach über Symbole, Sitten und Gebräuche dieser „längst vergangenen Periode, aus der kaum Schrift überliefert ist“ - was die Schlussfolgerung zulässt, dass die Alphabetisierung damals eher unterentwicklt war. Er nützte dabei auch ein Hilfsmittel dieser Zeit, „zerkautes Holz mit Schriftzeichen drauf“, wofür akademisch Gebildete  den Begriff „Spickzettel“ verwenden.   

 

Watzner dozierte in seinem Rückblick auf das 20. Und 21. Jahrhundert auch über die Bedeutung einer oft vorgefundenen, glänzenden dünnen Scheibe – einer CD-ROM –  die damals wohl gottgleich verehrt wurde, witzelte über Sex in der Archäologie und besprach die Bedeutung der Hacke, mit der Werke des angehenden 21. Jahrhunderts wohl immer wieder zerstört worden sind: „Die Menschen damals hat ein Satz massiv beschäftigt: Sie haben mich gehackt!“ Und Medienkunst war – wie könnte es anders sein? - für die Elite, die Adeligen, die Schönen und Reichen, die unter sich bleiben wollten. Am Ende motivierte Watzner die Besucher der Vernissage zum gemeinsamen Singen eines Früchte-Kanons: Mango, Kiwi und Banane wurden zu einem Lautgemälde. Die Gäste sangen zunächst zögerlich, dann aber dann mit seh- und hörbarer Begeisterung.

 

Die Projekte von gold extra, die bis 12. Oktober im kunstraum pro arte zu sehen sind, entstanden tatsächlich zwischen 1999 und 2019. Die Texte zu den – teilweise interaktiven – Ausstellungs-Stücken, erzählen Geschichten, sehr oft mit Augenzwinkern. Da steht die „Local Crisis Machine“ aus 2013, die Spiele „From Darkness“ aus 2016 und „The Fallen“ aus 2017 können sogar gespielt und die „Tools of Subversion“ aus 2018 können benützt werden.

 

Die Fiktion erweitert dann bis 2069: Beispielsweise mit „Nano Banano“, den „Hybrid Art Bananen“, die im gold extra Science-Lab von 2039 bis 2045 entwickelt worden sind. Mit diesem Projekt hat man sich laut den Zukunfts-Archäolog*innen 2046 den Traum von der Goldenen Nica beim Prix Ars Electronica erfüllt. Den Schlusspunkt setzt „Calexit“ aus 2069 – das letzte Projekt der Gruppe, „das den Aufstieg der südamerikanischen Union aus der Sicht der im Norden angrenzenden Entwicklungs-Gebiete beschreibt. Die Holografie wurde bei den Filmfestivals in Venedig, Sundance und Peking ausgezeichnet.“ Danach seien die Mitglieder von gold extra bei Dreharbeiten in Südamerika verschollen…

 

Wer sind gold extra? Aktuell gehören Reinhold Bidner, Tobias Hammerle, Georg Hobmeier, Sonja Prlić und Karl Zechenter zu dieser Künstler/innen-Gruppe, die in Salzburg und Wien beheimatet ist. Laut Eigendefinition arbeitet gold extra „an den Schnittstellen von Gesellschaft, Medien und Technologien und [...] produziert, kuratiert und initiiert Projekte in den Zwischenräumen von Bildender Kunst, Performance, Musik und Hybrid Media.“ Die Gruppe gold extra ist undenkbar ohne ein umfangreiches Netzwerk von bildenden KünstlerInnen, RegisseurInnen, ProgrammiererInnen und PerformerInnen, die mehr oder weniger eng mit der Gruppe kooperieren. Ein großes Plakat im kunstraum pro arte bedankt sich ausführlich bei allen, die das kreative Schaffen von gold extra unterstützen.

 

Am Dienstag, 17. September, im Anschluss an die öffentliche Führung der Schmiede 19 (ab 18.15 Uhr) besteht die Möglichkeit, noch einmal im kunstraum pro arte mit den Mitgliedern von gold extra ins Gespräch zu kommen. – Dauer der Ausstellung: 11. September bis 12.Oktober 2019. Geöffnet: Mittwoch bis Freitag 16:00 bis 19:00 Uhr, Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 3:
Der Start der SCHMIEDE auf der Pernerinsel erfolgte traditionsgemäß mit einer Ausstellung im kunstraum pro arte auf dem Schöndorferplatz. Das Interesse war rekordverdächtig. Die Besucher stauten sich bis vor den Eingang zum kunstraum pro arte. FOTO 4: Die KünstlerInnen-Gruppe gold extra. Von links: Tobias Hammerle, Sonja Prlic, Georg Hobmeier, Karl Zechenter und Reinhold Bidner. FOTO 5: Kuratorin Kerstin Klimmer-Kettner und ,,Zukunfts-Archäologe‘‘ Markus Watzner. FOTO 6: 200 Jahre alte archäologische Ausgrabungs-Objekte aus dem Jahr 2019. FOTO 7: Subversive Tools. FOTOS 8 und 9: Besucher aus der Zukunft. Was heute noch Attraktion ist, gehört im Jahre 2219 zum Alltag: Rundum nur noch Roboter für alle Arbeiten, Bedürfnisse und Situationen… – (Text sowie Fotos 4 und 5: Gabriele Krisch. Fotos 1 bis 3 und 6 bis 9: Odo Stierschneider).

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Für alle Leserinnen und Leser,  die es stets besonders eilig haben, die aber dennoch nichts versäumen wollen, gibt es gleich anschließend an diesen Beitrag, hier im Ressort KULTUR, eine kurze, konzentrierte Programm-Übersicht über das FESTIVAL FREI-STADT-HALLEIN. Für diejenigen jedoch, die sich mehr Zeit nehmen können, folgen hier anschließend kurze Erläuterungen zu den einzelnen Programmpunkten von FREI-STADT-HALLEIN. Dennoch wurde daraus der längste Artikel in der nun zehnjährigen Geschichte des SALZSCHREIBER. Insgesamt wird im Rahmen des dreitägigen Festivals vom Samstag, 13. September 2019 bis Sonntag, 15. September 2019, eine in Hallein noch nie dagewesene Veranstaltungsfülle geboten.

Kuratorin des Festivals FREI-STADT-HALLEIN ist Nikola Schellmann. Sie ist Theater-Wissenschaftlerin und arbeitete unter anderem an der Johannes-Gutenberg-Universität sowie in der Kunsthalle Mainz und veröffentlichte Publikationen zu Raumtheorie, Visualität und Gegenwarts-Theater. Seit September 2018 ist sie im Kinder- und Jugend-Theater-Zentrum in der Bundesrepublik Deutschland für Kommunikation und Fachdiskurs tätig und leitet verschiedene Projekte aus den Bereichen Festivals, Fachtagungen und Veranstaltungs-Reihen. Sie ist Absolventin des Universitäts-Lehrganges ,,Kuratieren in den Szenischen Künsten‘‘, einer Kooperation der Universität Salzburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. – Die oben stehenden Fotos zeigen die zwei maßgeblichen Persönlichkeiten, denen das Festival FREI-STADT-HALLEIN, mit Unterstützung zahlreicher engagierter Mitwirkender, zu danken ist. Foto 1: Kuratorin Nikola Schellmann, Foto 2: SUDHAUS-Geschäftsführerin Simone Seymer.

BACH-WERK-VOKAL SALZBURG: STILL GELEGT
FREITAG, 13. September 2019, 23 Uhr
Ort: Ziegelstadel, Pernerweg 1

Ob dieses Nachtkonzert ,,Schlaflosigkeit‘‘ oder ,,Himmlische Ruh‘‘ bei den Zuhörer*innen hervorruft – in jedem Fall macht es das Repertoire des renommierten Salzburger Ensembles BachWerkVokal auf eine ganz andere Weise hör- und erlebbar. Es werden Werke verschiedener Epochen zu den Themen Abend, Nacht und Traum von Bach, Reger, Rheinberger nach einer Auswahl des Ensemble-Leiters Gordon Safari zu hören sein.

KINDER-BIB & LESE-ECKE
FREITAG,   13. September 2019, 16 – 18 Uhr und 20 – 22:30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Postgasse

In Kooperation mit der Stadtbücherei Hallein wird ein freistehender Raum für die Dauer des Festivals zur temporären Kinder-Bibliothek. – Zuhören: Vorleser/innen lesen aus ihren Lieblings-Kinderbüchern vor. – Schmöckern und selber lesen: Eine Bücherbox der Stadtbücherei Hallein steht zum Stöbern bereit. – Selbst eine Wimmelbuch-Seite gestalten: Die Halleiner Künstlerin Franziska Oerter stellt in einem Workshop (Samstag, 14. 9. von 15 bis 17 Uhr) ihr Wimmelbuch ,,Oskar entdeckt die Stadt Hallein‘‘ vor und leitet die teilnehmenden Kinder an, ihre eigene Wimmelbuch-Seite zu gestalten. In den Abendstunden sind auch Erwachsene eingeladen, die Lese-Ecke zu benützen. – Lesestunden für Kinder: Fr. 13. 9. 16 Uhr, Sa. 14. 9. 11 Uhr und 14 Uhr, So. 15. 9. 14 Uhr.

A-BCD: THE MOON LOOKS DIFFERENT TONIGHT
SAMSTAG, 14. September 2019, 22 – 0 Uhr
Ort:  Ziegelstadl, Pernerweg 1

Diese Performance der drei Künstler/innen Bernadette Laimbauer, Christa Wall und David Wittinghofer startet alle 20 Minuten! Ein Objekt wird gleichzeitig als Podest, Bühne, Projektionsfläche  und Klangerzeuger genutzt. Eine Einladung zu mehreren Kurzreisen für jeweils 8 Personen. Eine Performance in kleinen Kreis, oben und unten, Seite an Seite, schlaflos.

BODI END SOLE:
WALK IN SILENCE OR … HEARING THE SOUND OF NOTHINGNESS
FREITAG
,   13. September 2019, 20 Uhr (Premiere)
SAMSTAG, 14. September 2019, 20 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 15 Uhr
Offene Tür: Sa. 14. 9. von 10 – 14 Uhr, ist Besichtigung der Spielstätte möglich.
Ort: Frank-Haus Thunstraße / Bayrhamerplatz

Licht und Schatten, Tag und Nacht, Stimmen hören, Tönen lauschen, Geräusche erzeugen – Stille … Ein leerer Raum, der sich für kurze Zeit in einen Raum der Sinnlichkeit und Poesie verwandelt. Geschichten werden erfunden und gefunden, Musik wird hörbar und spürbar. Bilder erscheinen und verschwinden. Die Grenzen zwischen Publikum und Performance sind aufgehohen, ein gemeinsamer Akt der Kunst entsteht. – Wieder macht sich das Theater bodi end sole auf den Weg und erforscht gemeinsam mit Mareike Tiede (Stimme), Yvonne Zehner (Gitarre), Nicole Baier (Video-Szenografie), Alois Ellmauer (Raum-Szenografie) und Helfried Hassfurther neue Möglichkeiten (Licht und elektronische Tongestaltung) neue Wege der sinnlich theatralischen Wahrnehmung, inspiriert und angeleitet von Christa Hassfruther und Bashir Khordahji. (Dauer: Ca. 50 Minuten).

DIE NEUEN BEWOHNER
FREITAG,   13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr,
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 Uhr und 17 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Schöndorferplatz 8

Das Stück ,,Die neuen Bewohner‘‘ von Künstlerin Tina Hainschwang ist durch den Umstand inspiriert, dass leerstehende Räume nie gänzlich unbewohnt sind, sondern allen möglichen, beinahe unsichtbaren Lebewesen, Unterschlupf bieten. In dieser Arbeit haben sich neue Bewohner den leerstehenden Raum angeeignet. Sie leben in einem Bau, der aus Überbleibseln menschlicher Anwesenheit besteht: alte Möbel, Kleidung, Gebrauchs-Gegenstände etc. Die neuen Bewohner haben diesen von den Menschen verlassenen Raum übernommen und zu ihrem eigenen Lebensraum gemacht.

ROOMS (HALLEIN 2019)
FREITAG
,   13. September 2019, 20.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 11 und 18 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12.30 Uhr
Ort: KG Freiräume, Bürgerspitalplatz 2

Das ist mein Raum. Mein Ort. Mein Zuhause. – Wo verbringen wir eigentlich unser Leben? Das Kollektiv HELLA LUX hat Menschen allen Alters nach ihren Lebensräumen und Lieblingsorten befragt und dabei Geschichten, Bilder und Klänge gesammelt. Die einzelnen Räume und das Leben, welches sich in ihnen abspielt, bilden eine Architektur weitschweifiger Erzählungen, verbunden durch Hintertreppen, offene Portale und finstere Gänge. Von hier aus steigt man durchs Fenster zur Nachbarschaft, verschanzt sich in Zukunftsräumen, überschreitet Grenzen, skizziert Lagepläne und wischt sie wieder aus. Mit Soundcollagen entwickelt das Kollektiv spezielle Raumwelten und tastet nach den Grundrissen unserer Gesellschaft: Gemeinsamkeit, Einsamkeit und Grenzen werden erlebbar und erschaffen einen Ort, der gemeinsam erkundet wird.

DATA CENTER HALLEIN 2022
FREITAG,   13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 und 17 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Postgasse

Im Zentrum von Hallein gibt es plötzlich keinen Leerstand mehr. Geschäftsräume, die so lange leer standen, dass niemand mehr weiß, was sie einmal waren, sind plötzlich wieder vermietet! Sie wurden poliert, versiegelt und mit neu installierten Leitungen versehen. Nur die alte Fassade blieb erhalten. Heute erhascht man hier und da, durch Lücken in den vorgezogenen Gardinen, einen Blick auf blinkende Ungetüme, welche die Stadt mit viel Geld und noch mehr Macht versorgen. Das MeyerSchinkSeyerl-Entertainment eröffnet ein Büro zur Vermittlung digitaler Realitäten und lässt damit ein mögliches Zukunfts-Szenario der Stadt entstehen, in der freie Räume für die digitale und somit auch wirtschaftliche Zukunft von Hallein vermittelt werden.

FIELD
FREITAG,   13. September 2019, durchgehend offen
SAMSTAG, 14. September 2019, durchgehend offen
SONNTAG, 15. September 2019, durchgehend offen
Ort: Molnarplatz 15

FIELD ist eine Licht-Installation der Künstlerin Marlene Reischl, die Leuchtstoffröhren und Teslaspulen kombiniert. Die Hochspannungsfelder der Spulen bringen die Röhren zum Leuchten, ganz ohne Verwendung von Stromanschlüssen. Während sich die Spulen über die Skulptur bewegen, aktivieren ihre elektrischen Felder die Röhren und regen das eingeschlossene Gas dazu an, sanfte, fließende Lichtbewegungen zu erzeugen. Das Fehlen der Kabelverbindungen und die scheinbar organische Animation des Lichts schaffen eine surreale Landschaft. Durch die Anwendung eines physikalischen Grundprinzips erhält die Installation eine neue künstlerische Eigenständigkeit, die eine geheimnisvolle, poetische Situation erzeugt.

MIDCB GROUP
SAMSTAG, 14. September 2019, 13 und 17 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 14 Uhr
Ort: Postgasse

Die MIDCB Group (Mobile Immobilien Daten Center Beraterinnen) unterstützt das MSS Relitäten-Büro Hallein vor Ort. Als freie Mitarbeiter*in unterstützt sie die Vermittlung der zur Verfügung stehenden Immobilien mittels geführter Touren zu den Objekten. Von der Zentrale des MSS Realitäten-Büros ausgehend, nimmt die MIDCB Group Interessent*innen mit auf eine Besichtigungstour zu dfen Immobilien. Dabei werden ihnen, neben den noch zur Verfügung stehenden Leerständen, bereits erfolgreich vermittelte Objekte vorgestellt, um den potentiellen Miter*innen Anregungen für mögliche Nutzungen zu geben. Ein Projekt der Künstlerinnen Sophie Netzer und Kerstin Reyer.

KORPUS HALLEIN
FREITAG,   13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 und 17 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Bürgerspitalkirche

Der Korpus einer scheinbar schlafenden Stadt lebt und atmet genauso wie jedes lebende Wesen. Tonaufnahmen aus Hallein des Sounddesigners und Medienkünstlers Fabian Schober, werden zu einer Collage und setzen sich zusammen aus ihrem Atem, ihren Bewegungen, kurzem Seufzen und Zurechtrücken, Bewegungen des Komforts oder dem Starren an die Zimmerdecke in der Nacht.. Dieses Abbild wird verwoben in eine Installation, die sich auf ganz spezielle Weise, wie etwa durch das Gehör erfühlen lässt.

DU GRÜNST NICHT NUR
FREITAG,   13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 Uhr und 17 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Schöndorferplatz 8

Dem rauen Winter (dem Klimawandel) zum Opfer gefallene, abgerissene Fichtenbäumchen trägt Ingrid Schreyer von ihren Bergtouren heim. Wer immer sie auf die Baumgerippe anspricht, scherzt über Christbäume. Die Installation wird aus drei Ebenen bestehen: alte Fotos, die Weihnachten unter dem (immergrünen) Tannenbaum konservieren, abgestorbene Bäumchen als Fanal drohenden Verlusts und eine konzentrierte Wandzeichnung, die im Lauf von zwei Tagen als Performance entsteht.

VERWEILE (DOCH) – VERSUCH ÜBER DEN AUGENBLICK
SAMSTAG, 14. September 2019, 12 – 14 Uhr und 17 – 19 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 13 – 15 Uhr
Ort: Postgasse

Diese Eins-zu Eins Performances (1 Spielerin und 1 Zuseher*in oder besser Mitspieler*in), ist der Dritte Teil einer Performance-Reihe, die sich an 2015 im Zuge des internationalen Performance-Projektes ,,Hotel Obscura‘‘ in Linz und Wien entwickelte. Als Performance-Alter-Ego K., eine Menschen- und Begegnungs-Sammlerin, lässt sich Schauspielerin Katharina Wawrik in Mini-Performances auf ihr Gegenüber ein. Dabei ergibt sich ein reizvolles Spiel mit Authentizität – was ist wahr und was ist Spiel, was ist privat und was persönlich? Im Zentrum immer noch die Frage: Was passiert, wenn ein Mensch auf einen anderen trifft. Auf dessen Privatheit. Auf dessen Stille. Wann kommt uns jemand nahe? Was geht mir nahe? Was ist mir zu nah?

GENESE
FREITAG, 13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 Uhr und 17 – 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Thun-Straße 16

Stille. Nacht. Die erste Assoziation zu diesem Thema führt den Künstler Chjristoph Platzer sofort in die Berge. Große Momnte in der Natur, Momnte voll Freiheit. Auf der Bergspitze ganz im Jetzt auf gehen. Ruhig werden. Stille erfahren. In dieser Ausstellung werden die Besucher*innen zum Mittelpunkt des Geschehens. Di Fotos stehen in direktem Zusammenhang mit der Veränderung in der Natur und verändern sich beim Betrachten der Werke. So findet jede*r Platz für Eigen-Interpretation und Motivation für die kalte Jahreszeit, wird selbst zur Ausstellung und erlebt das Jetzt. Stille. Nacht. – Musik und Sound-Installation: Michael Hamel, Holzarbeiten: Manuel Platzer.

SURFACE 6
FREITAG,   13. September 2019, 20 – 22.30 Uhr
SAMSTAG, 14. September 2019, 10 – 14 und 17 bis 22 Uhr
SONNTAG, 15. September 2019, 12 – 15 Uhr
Ort: Bürgerspitalplatz 3

Das Objekt, die Oberfläche und deren Bezug zum Raum sind die zentralen Elemente der großen, interaktiven Skulptur, die unsere Position und unser Verhältnis zur Umwelt herausfordern soll. Im Fokus steht die Macht und der Einfluss von Dimensionen, Oberflächen und Atmosphäre auf unsere räumliche Wahrnehmung. Das atelier III zeigt im Rahmen des Festivals frei_stadt_Hallein die Installation ,,surface 6‘‘ von Katrin Froschauer, Valentin Backhaus und Christian Zwerschina. Am Samstag, 14. September 2019, findet zudem rund um die Räumlichkeiten des atelier III, ein Event mit lokalen Djs und Soundkünstlern statt, die ab Nachmittag bis spät abends bei Getränken und Snacks für ausreichend Stimmung sorgen werden.

WERK-STADT
FREITAG,   13. September 2019, ganztägig
SAMSTAG, 14. September 2019, ganztägig
SONNTAG, 15. September 2019, ganztägig
Ort: SUDHAUS Büro, Oberer Markt 1

Die ,,Werk-Stadt‘‘ bietet im Rahmen des dreitägigen Festivals, nach einem Konzept von Laila Huber und Simone Seymer, die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen über das Leben in der Stadt Hallein nachzudenken, die eigene Meinung sowie den eigenen Blick auf die Stadt mit anderen zu teilen und ins Gespräch zu kommen. – An der Station ,,Karten im Kopf‘‘ sind die Besucher*innen eingeladen, subjektive Karten (Mental Maps) der Stadt Hallein aufzuzeichnen. Mit der aus der Stadtforschung stammenden Methode der Mental Maps werden subjektive Stadtwahrnehmungen sichtbar gemacht. – An der Station ,,frei_stadt_Hallein‘‘ sind die Besucher*innen eingeladen, über Freiheit und Raum in der Stadt Hallein nachzudenken. – Die Station ,,Hallein und die Welt‘‘ lädt dazu ein, auf einer Weltkarte transkulturelle biografische Bezüge sichtbar zu machen. – Die ,,Werk-Stadt‘‘ wird gemeinsam von SUDHAUS und kunstraum pro arte als Format partizipativer Forschung erprobt und weiterentwickelt. Ziel ist, in Hallein längerfristig Pop-up-Forschungswerkstätten zu initiieren, um den Dialog der Bewohner*innen über ihr Lebensumfeld als Ausgangspunkt für Prozesse der kulturellen Mitgestaltung zu nutzen. Das gemeinsame Erforschen des Lebensumfeldes sowie der Möglichkeiten der Mitgestaltung, sind hier Teil einer partizipativen Kulturarbeit, die nachhaltige Prozesse kultureller Teilhabe initiieren will. Die gesammelten Daten werden (anonymisiert) in die Weiterentwicklung der Forschungswerkstätten Eingang finden.

SUPER-PODIUM
SONNTAG, 15. September 2019, 10 – 12 Uhr
Ort: Thun-Straße 16

Welches Potential liegt in der Nutzung von Leerständen? Welche Impulse können von einem Festival mit Leerstands-Nutzung für die Stadt Hallein und ihre Bevölkerung ausgehen? Welche Erwartungen gibt es? Was kann gelingen? Das Super-Podium möchte Einblicke über Erfahrungen mit den Leerstands-Projekten  des Festivals geben und von Good-Practice-Beispielen und Parallelprojekten erzählen. Beteiligte des Festivals kommen zu Wort und berichten von ihren Anliegen und Erfahrungen. Unter anderen mit Ackerl Konstantin, Stefan Heizinger/Super-Podium und Simone Seymer/SUDHAUS.

FENSTER-PLATZ
FREITAG,   13. September 2019, Uhrzeit und genauer Ort bei Anmeldung
SAMSTAG, 14. September 2019, Uhrzeit und genauer Ort bei Anmeldung
SONNTAG, 15. September 2019, Uhrzeit und genauer Ort bei Anmeldung
Ort: Die Altstadt von Hallein

Hallein aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Als Gast bei fremden Wohnungs-Eigentümern, soll den Interessierten die Möglichkeit geboten werden, einmal einen ganz neuen Fenster-Platz einzunehmen, um so einen anderen und neuen Blick auf die Stadt Hallein und ihre Bewohner*innen zu gewinnen. Als Gast bei einem Fremden, der für eine kurze Zeit seinen Fenster-Platz überlässt. – Wer möchte einen Fenster-Platz ergattern? Dafür ist unbedingt eine Anmeldung notwendig: Im Festival-Büro SUDHAUS, Oberer Markt 1, an allen drei Tagen des Festivals von Freitag bis Sonntag. – (Zitate aus den Presse-Unterlagen für das Festival frei_stadt_hallein und Fotos: Odo Stierschneider).

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Die 5. Vorstands-Sitzung im heurigen Jahr 2019 des Vereins ,,Celtic Heritage – Freunde des Keltenmuseums Hallein‘‘, befasste sich mit einem besonders herausragenden und weitreichenden Thema, der Konzept-Vorstellung für das ,,Jubiläumsjahr 2020 – 50 Jahre Keltenmuseum Hallein‘‘. Den anwesenden Vorstands-Mitgliedern Präsident Dr. Bruno Ölsböck, 2. Vize-Präsident Odo Stierschneider, Schriftführer Benjamin Huber, Kassierin Elisabeth Deisl und Schriftführer-Stellvertreter Harald Deisl, berichtete der Leiter des Keltenmuseums Florian Knopp, bereits über geplante Aktivitäten und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2020.

Das ,,Jubiläumsjahr 2020 – 50 Jahre Keltenmuseum Hallein‘‘ beginnt im März 2020.
Für den 18. 3. 2020 ist bereits die Jahres-Pressekonferenz des Keltenmuseums fixiert. Als zwei wichtige Eckdaten für das Jubiläumsjahr gelten der 18. 3. 1967, als die Stadtgemeinde Hallein den Ankauf des künftigen Museumsgebäudes von der Republik Österreich um etwa 900.000 Schilling beschloss und der 17. 10. 1970, als das Keltenmuseum feierlich eröffnet wurde. Am 16. 10. 2020 findet ein groß angelegtes, öffentlich zugängliches Kolloquium statt. Dieses wird hochkarätige Vorträge bieten und auch eine Exkursion mit mehreren Bussen. Entsprechende Bemühungen sind im Gange, um für diese wertvolle Initiative eine Interreg-Förderung zu erhalten. Ein Schwerpunkt des Jubiläums-Jahres steht unter dem Motto ,,Kelten für Kinder‘‘ und ist speziell auf 8- bis 12-jährige ausgerichtet. Dafür werden zahlreiche interaktive Stationen entwickelt und experimentelle Erfahrungen vermittelt. Beim jungen Publikum besonders beliebte Stationen sollen über das Jubliäumsjahr hinaus Bestandteil der Dauerausstellung des Museums werden. Eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen steht noch in Planung, sie wird noch heuer fixiert und publiziert. Schließlich wird auch noch ein anspruchsvoll gestaltetes Festprogramm produziert. – (Harald Deisl, O.St. Foto: Odo Stierschneider.)

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Das Festival frei_stadt_hallein feiert vom 13. bis 15. September 2019 seine Premiere und bespielt mit zeitgenössischen Performances, Installationen, Führungen, einem Konzert und einem Rahmenprogramm zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene, ungewohnte Orte in der Altstadt. Das Festival ist auf Initiative von SUDHAUS hallein.kultur und der diesjährigen Kuratorin Nikola Schellmann entstanden und wird gemeinsam mit dem kunstraum pro arte, der schmiede hallein, dem atelier III, dem Theater bodi end sole und der SUPER Initiative Salzburg veranstaltet. Die frei_stadt_hallein soll freien Raum für Austausch und Begegnung öffnen und regionale zeitgenössische Kunst und Künstler*innen auch räumlich in die Stadt und zu ihren Bewohner*innen bringen.

Zukünftig soll die frei_stadt_hallein biennal unter jeweils verschiedenen Kurator*innen und mit anderen Themen stattfinden. Wiederkehrendes Element des Festivals wird das Bespielen freistehender Räumlichkeiten in Hallein sein.
In diesem Jahr wurden Beiträge zum Thema Stille. Nacht. The City Never Sleeps. von der Kuratorin Nikola Schellmann zusammengestellt. Das neue Festival in Hallein wird (Un-)Möglichkeiten und Visionen für die Stadt aufzeigen und dazu einladen, den Stadtraum anders zu erleben und darüber ins Gespräch zu kommen. Das diesjährige Thema greift die vielbesungene Stille Nacht auf eine andere Weise auf und fragt: Was passiert, wenn stille Orte (wieder)belebt werden? Wo hält man sich auf in Hallein? Wo ist es laut, wo leise? Wie verändert sich die Stadt durch den Tag-/Nachtrhythmus? In einer öffentlichen Ausschreibung waren Kunstschaffende eingeladen, diese Fragen künstlerisch aufzugreifen und zu beantworten. Über 30 Künstler*innen fanden Antworten und reichten abwechslungsreiche Bewerbungen ein. Sie umfassen Ausstellungen, Fotografien, Sound-/Video-Installationen, Stadtspaziergänge, Performances, partizipative Projekte, (Raum)Installationen und Konzerte.

DIE PROGRAMM-ÜBERSICHT
FESTIVAL FREI-STADT-HALLEIN

FREITAG, 13. 9. 2019 bis Sonntag, 15. 9. 2019
atel/ier///: surface 6 (2019)
| Ort: Bürgerspitalplatz 3
MeyerSchinkSeyerl Entertainment: Data Center Hallein 2022 | Ort: Postgasse
Tina Hainschwang: Die neuen Bewohner | Ort: tba
Marlene Reischl: Field | Ort: Molnarplatz 15 (ständig zu besichtigen)
Fabian Schober: Korpus Hallein | Ort: Bürgerspitalkirche, Bürgerspitalplatz 6
Ingrid Schreyer: du grünst nicht nur | Ort: Schöndorferplatz 8
Christoph Platzer: GENESE | Ort: S.-Thun-Straße 16
kinder-BIB | Ort: Postgasse (zzgl. Termine zum Vorlesen & 1 Workshop, tba)
werk-stadt | Ort: SUDHAUS Büro, Oberer Markt 1
Öffnungszeiten:
Freitag 13. 09. 2019 von 20:00 bis 22:30 Uhr
Samstag 14. 09. 2019 von 10:00 bis 14:00 Uhr und 17:00 bis 22:00 Uhr
Sonntag 15. 09. 2019 von 12:00 bis 15:00 Uhr
fenster-platz: Samstag 14. 09. 2019 bis Sonntag 15. 09. 2019 | Anmeldung im FESTIVALBÜRO Oberer Markt 1

FREITAG, 13. 09. 2019
Festivaleröffnung & Vernissage
| 19:30 Uhr | Ort: S.-Thun-Straße 16
bodi end sole: walk in silence or … hearing the sound of nothingness | 20:00 Uhr | Premiere | Ort: Frank-Haus, S.-Thun-Straße/Bayrhamer Platz
HELLA LUX: ROOMS (Hallein 2019) | 20:30 Uhr | Treffpunkt: KG Freiräume, Bürgerspitalplatz 2
BachWerkVokal Salzburg: Still gelegt | 23:00 Uhr | Ort: Ziegelstadl, Pernerweg 1

 

SAMSTAG, 14. 09. 2019
fenster-platz
| Uhrzeiten werden bei Anmeldung bekannt gegeben | Treffpunkt: Festivalbüro
Sophie Netzer/Kerstin Reyer: MIDCB Group | 11:00 und 17:00 Uhr | Treffpunkt: Büro Data Center Hallein, Postgasse
HELLA LUX: ROOMS (Hallein 2019) | Uhrzeit und Treffpunkt: wird noch bekannt gegeben
Katharina Wawrik: Verweile (Doch!) Versuch über den Augenblick | 12:00 – 14:00 Uhr und 17:00 – 19:00 Uhr | Ort: Postgasse
bodi end sole: walk in silence or … hearing the sound of nothingness | 10 – 14 Uhr (Offene Tür), 20:00 Uhr (Performance) | Ort: Frankhaus, S.-Thun-Straße/Bayrhamer Platz
a-bcd: the moon looks different tonight | 22:00 – 0:00 Uhr | Ort: Ziegelstadl, Pernerweg 1

 

SONNTAG, 15.09. 2019
fenster-platz
| Uhrzeiten werden bei Anmeldung bekannt gegeben | Treffpunkt: Festivalbüro
SUPER-Podium | 10:00 bis 12:00 Uhr | Ort: S.-Thun-Straße 16
Katharina Wawrik: Verweile (Doch!) Versuch über den Augenblick | 13:00 – 15:00 Uhr | Ort: Postgasse
Sophie Netzer/Kerstin Reyer: MIDCB Group | tba | Treffpunkt: Büro Data Center Hallein, Postgasse
HELLA LUX: ROOMS (Hallein 2019) | Uhrzeit und Treffpunkt: wird noch bekannt gegeben
bodi end sole: walk in silence or … hearing the sound of nothingness | 15:00 Uhr | Ort: Frank-Haus, S.-Thun-Straße / Bayrhamer Platz
Für den fenster-platz und die Performance von Katharina Wawrik ist eine Anmeldung vor Ort nötig.

Festivalbüro:
Oberer Markt 1, 5400 Hallein | +43 650 2302867 oder +43 677 62641101
Öffnungszeiten:
Freitag 13. 09. 2019 von 11:00 – 18:30 Uhr und 20:00 – 22:30 Uhr
Samstag 14. 09. 2019 von 09:00 – 21:30 Uhr
Sonntag 15. 09. 2019 von 12:30 – 15:00 Uhr

(Landes-Medienzentrum Salzburg. Foto: Stadtgemeinde Hallein)

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,,Einfach fantastisch!‘‘ – Unglaublich beeindruckend!‘‘ – ,,Ein unvergessliches Erlebnis!‘‘ – ,,Das stärkste Kunst-Erlebnis meines Lebens!‘‘ – ,,Die Präsentation dieser herrlichen Kunstwerke ist perfekt gelungen!‘‘ – ,,Unbeschreiblich schön!‘‘ –  ,,Das muss man gesehen haben!‘‘ – Das sind nur einige Zitate aus den schriftlichen Kommentaren, welche von Besuchern der Gemälde-Ausstellung ,,IM FLUSS‘‘ des Künstlers Wang Jixin in der Alten Saline auf der Halleiner Pernerinsel zu Papier gebracht wurden. Dieser hatte etwa 4 Monate lang, Tag für Tag an den 25 begeisternden, großformatigen Gemälden zum Thema Salz gearbeitet und dabei Motive sowohl aus der vor 30 Jahren beendeten Salzproduktion in Hallein als auch aus dem Salz-Schaubergwerk Dürrnberg thematisiert. Die Großgemälde wurden raffiniert in abgedunkelten Räumen präsentiert, in denen nur die Gemälde beleuchtet wurden. Ein elementarer optischer Gesamteindruck, zu dem in ganz Österreich kein Gegenstück existiert. Verständlich, dass alle Besucher der Gemäldeschau ,,IM FLUSS‘‘ restlos begeistert waren.

STADT HALLEIN UND LAND SALZBURG:
KEIN GELD FÜR DIE GRANDIOSE GEMÄLDESCHAU

Diese monumentale Schau an Ölgemälden müsste als einzigartiges Zeugnis der 700jährigen Salz-Geschichte der Stadt Hallein unbedingt in der Alten Saline erhalten bleiben. Folgerichtig kam es zur Vorsprache einer kleinen Gruppe rund um Künstler Wang Jixin bei Bürgermeister Alexander Stangassiger, um Möglichkeiten für einen ständigen Verbleib dieser unvergleichlichen Gemäldeschau auszuloten. Auch Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock nahm an dem Gespräch teil, in dem es vor allem darum ging, mögliche Geldquellen für den Ankauf der ,,Salzgemälde‘‘ zu erörtern. Das Ergebnis war leider vorhersehbar. Die Stadt Hallein, die das größte Interesse daran haben müsste, die Pernerinsel mit dieser hinreißenden Gemäldeschau als ständige Kultur-Attraktion aufzuwerten, winkte sogleich ab – es gibt zu viele andere Vorhaben, die finanziell noch gar nicht abgedeckt sind. Ein Vorstoß der Stadt Hallein bei Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Schellhorn ging gleichfalls ins Leere. Damit schwand auch vorläufig die Hoffnung aller Kunstfreunde in Hallein, die entschieden dafür eintreten, dass die
einzigartigen Salz-Gemälde weiterhin dort präsentiert werden, wo sie unbedingt hingehören: in der Alten Saline auf der Pernerinsel!

EIN KULTURELLES SCHAND-EREIGNIS
VON NOCH NIE GEKANNTER DIMENSION

Inzwischen war die Alte Saline Schauplatz einer unfassbaren Kultur-Katastrophe. Am 28. August 2019 wurden die 25 großformatigen Gemälde wieder abgebaut, um außerhalb von Hallein eingelagert zu werden. Das Ganze war ein historisch- kulturelles Schand-Ereignis von noch nie gekannter Dimension für die Stadt Hallein.
Verheerend und peinlich, unfassbar und katastrophal, eingebrannt für immer in das kulturelle Gewissen der Stadt Hallein. Doch wichtige Persönlichkeiten der Stadt Hallein schockierte der Abbau der Gemälde so sehr, dass sie fest entschlossen sind, alles zu unternehmen, um die fantastischen Gemälde wieder auf die Pernerinsel zurück zu holen. Denn die dauerhafte Präsentation der monumentalen Ölgemälde zum Thema Salz – das  wäre ein enorm wichtiger Schritt der Pernerinsel hin zur bedeutungsvollen, attraktiven, innovativen und inspirierenden Kultur-Insel und damit zu einer weiteren Aufwertung der Kulturstadt Hallein. Als erster Schritt dazu wurde, auch mit Unterstützung des SALZSCHREIBER, Fotograf Ulrich Ghezzi engagiert, um von allen Salzgemälden professionelle Fotos herzustellen. Sie sind unverzichtbar bei künftigen Finanzierungs-Gesprächen mit möglichen Spender-Persönlichkeiten.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 und 2:
Die beeindruckende Pracht und Herrlichkeit der unvergesslichen Salzgemälde-Schau. Ihre Wiedererstehung ist, im Interesse der Kulturstadt Hallein,
dringendst erforderlich und dafür muss finanzielle Mithilfe eingefordert werden. FOTOS 3, 4 und 5: Das ist die unfassbare Realität. Einige der abgebauten Bilder, sowie die zu Stoffballen zusammengelegten schwarzen Stoffbahnen, mit denen die fantastische Raum-Dunkelheit geschaffen wurde. FOTO 6: Mit einer Super-Kamera wurden die Bilder der Ausstellung vor ihrer Einlagerung von Fotograf Ulrich Ghezzi professionell fotografiert. FOTOS 7 und 8: Extreme Foto-Vergrößerungen auf dem Bildschirm zeigen auch das kleinste Detail in brillanter Schärfe. FOTO 9: Was bleibt vom fantastischen Ausstellungs-Wunder? Ein leerer Raum… – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Stadt Hallein darf sich rühmen, Standort der ältesten Brennerei des Landes zu sein. Seit 1928, also seit 91 Jahren ,,brennt‘‘  die Familie Vogl in Hallein, Davisstraße 13, erlesene Frucht- und Obstsorten zu qualitativ hochwertigen Destillaten – nunmehr in dritter Generation. Also nur noch achteinhalb Jahre, dann wird das glorreiche 100jährige Jubiläum  der Brennerei Vogl gefeiert! Das Guglhof-Gebäude ist ein ungemein traditionsreiches Bauwerk, das 1641 von einem Ratsherrn aus Hallein erbaut wurde. Erst vor wenigen Jahren wurde es von einem der drei Söhne des jetzigen Besitzers Anton Vogl, eines begabten jungen Architekten, entkernt und modernisiert – ohne den Charme des Historischen zu zerstören. Anton Vogel trat im Jahr 1980 in die Fußstapfen seiner Eltern und kann im nächsten Jahr sein 40jähriges Berufs-Jubiläum feiern. Getrieben vom Ehrgeiz, makellos destillierte Edelbrände in erstklassiger Qualität herzustellen, machte er die Brennerei Guglhof mit den aufwändig verarbeiteten Jahrgangs-Bränden zu einer der besten (für den SALZSCHREIBER zur Besten) ihrer Art in Österreich. Anton Vogel bietet auch alte Brände an, die in speziell angefertigten Fässern viele Jahre lang gelagert werden. Zahlreiche Produkte der Brennerei Guglhof wurden immer wieder mit internationalen Auszeichnungen bedacht. Jährlich zeichnet die österreichische Fachzeitschrift  ,,Vinaria‘‘ die besten Weine und Edelbrände aus. Im Jahr 2011 waren die Mitbewerber der Brennerei Guglhof schließlich total demoralisiert: Das Halleiner Unternehmen gewann, geradezu  unfassbar, insgesamt 11 Mal Gold und 8 Mal Silber! Jedes Jahr verkostet das österreichische Feinschmecker-Magazin „A la Carte“ die Produkte zahlreicher Brennereien. Auch hier werden die Guglhof-Erzeugnisse regelmäßig ausgezeichnet. Darüber hinaus ist die Brennerei Guglhof Mitglied der Feinschmecker-Vereinigung „Ordre Mondial“, deren Ziel es ist, die Qualität der Erzeugnisse von Küche und Keller zu heben. Genau dieses Ziel, diese Philosophie, verfolgt Anton Vogl auch persönlich, gemeinsam mit  seinen beiden Söhnen.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Brennerei Guglhof hin und wieder ihre traditionsreichen Pforten auch für die schönen Künste öffnet. Also wurde in dem unglaublich traditionsreichen und stimmungsvollen Guglhof-Gebäude am 23. August 2019, in Anwesenheit zahlreicher Besucher, die Ausstellung ,,Stille Wasser, dicke Haut‘‘ eröffnet. Die Ausstellung zeigt sowohl Arbeiten der Künstlerin Gabriele Chiari, als auch des Künstlers Johann Schwarz. Die Kunstwerke können noch bis 28. September 2019 in der Brennerei Guglhof besichtigt werden. Die Ausstellung ,,Stille Wasser, dicke Haut‘‘ ist jeweils von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12,00 Uhr und von 13,30 bis 18,00 Uhr geöffnet. An den Samstagen jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr. – Die Künstlerin Gabriele Chiari stammt aus der Schrannentisch-Gemeinde Oberalm und wurde vor 23 Jahren in Paris sesshaft. Sie beeindruckt mit formal und farblich in klarer Form gestalteten Bildern, die übrigens alle auf dem Boden gemalt werden. Die Bilder entstehen experimentell wobei das Prinzip des Zufalls als Gestaltungselement bewußt mit einbezogen ist. Der Künstler Johann Schwarz wuchs sogar in der Nähe des Guglhofes auf und wählte ein ungewöhnliches Material für seine malerisch-plastischen Arbeiten: Schweineleder. Er absolvierte in Hallein eine Ausbildung zum Bildhauer, dies wird auch erkenntlich, wenn er mit dem eigentlich zweidimensionalen Werkstoff, der gegerbten Schweinehaut, arbeitet. Diese weicht er jeweils in Wasser auf und bearbeitet sie anschließend mit einem Holzmodel. Die Ergebnisse der unterteilten Schweinehaut ähneln sich nur auf den ersten Blick. Doch die einzelnen Arbeiten unterscheiden sich sowohl in ihren Farbtönen als auch in ihrer plastischen Gestaltung. Seine fortlaufend nummerierten Werke tragen alle den Titel ,,Glättung‘‘. Womit der Künstler jedoch nicht generelle Kritik an der Schönheits-Chirurgie zum Ausdruck bringen möchte.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 und 2:
Die Fotos zeigen zwei Ausschnitte aus der Kunstausstellung ,,Stille Wasser, dicke Haut‘‘, im stimmungsvollen, historischen Gebäude der Brennerei Vogl. Sie entstanden mit Rücksicht auf die Ausstellungs-Besucher ohne Blitz-Einsatz und dokumentieren die erfreuliche Präsenz der Besucher. FOTOS 3 bis 5: Arbeiten der Künstlerin Gabriele Chiari. FOTOS 6 und 7: Arbeiten des Künstlers Johann Schwarz. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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SALZBURGER NACHRICHTEN
,,LILIOM‘‘ SCHEITERT AM HIMMLISCHEN
In Hallein treibt sich ein liebestoller Gauner herum. Er heißt Liliom, ist gewalttätig und befeuert dank schauspielerischer Glanzleistung die vorletzte Festspiel-Premiere.

Ein Mann verhaut seine besten Chancen. Da liebt ihn eine Ringelspiel-Besitzerin, die schon beim ersten Auftritt beeindruckt. Etwas Fesches, ja, fast sogar Elegantes verleiht Oda Thormeyer dieser Frau Muskat. Für Liliom, dem Ferenc Molnár im gleichnamigen Theaterstück als Ausbund von Strizzi, Hallodri und rabiatem Taugenichts ein Denkmal gesetzt hat, wäre Frau Muskat verlässliche Arbeitgeberin und hocherotisierte Liebhaberin – eigentlich das Beste, was diesem Tunichtgut widerfahren könnte. Aber er schaut einer anderen nach, die sich soeben beim Ringelspielfahren seine Grapschereien hat gefallen lassen. Diese Julie ist mit ihrer Freundin Marie gekommen. Dass die zwei Mädels nicht süß sondern ungehobelt sind und ordentlich was draufhaben, machen Maja Schöne und Yohanna Schwertfeger schnell klar. Erst legen sie ein furioses Simultan-Schnurspringen hin, dann besteht ihre vertrauensvolle Konversation nicht aus keuscher Mädchen-Plauderei, sondern aus einem kessen, ins Fauchen gesteigerten Schlagabtausch. Für Maja Schöne genügen ein paar Sätze und sie zeichnet diese Julie als unverfrorenes, freches, doch irgendwie unverdorbenes Mädel. In diesem rabiaten Milieu hat sie ihr Herz am rechten Fleck behalten, was derart bezaubernd ist, dass es sogar dem Rüpel Liliom nicht egal ist, dass diese Julie sich in ihn verschaut. Aber aus Trotz, Gier und Leichtsinn verhaut Liliom auch dieses Glück. Erst wird er bei einem missglückten Raubmord erwischt, dann bringt er sich um – lieber tot als im Zuchthaus. Liliom werden im Jenseits ein paar Jahre Fegefeuer verordnet, um ihn dann für einen Tag auf die Erde zurückzuholen, auf dass er vielleicht eine positive Geste zeige und in den Himmel Einlass fände. Diese Geste verweigert Liliom, dennoch darf er, sechszehn Jahre nach seinem Selbstmord, noch einen Tag lang zurück auf die Erde, um bei Julie und ihrer Tochter Luise vorbeizuschaun. Jörg Pohl in der Titelrolle saust als Liliom in der pausenlosen, zweistündigen Aufführung liebestoll, hemmungslos, ungebremst, kraftvoll und ohne Innehalten, durch seine Liebschaften und Gaunereien.
(Ausdrücklich hält DER SALZSCHREIBER fest, dass der Beitrag über die Festspiel-Aufführung ,,Liliom‘‘ in den ,,Salzburger Nachrichten‘‘ eine komplette Zeitungsseite umfasste. Eine derart eindrucksvolle Präsentation über eine Festspiel-Aufführung auf der Halleiner Pernerinsel, hat es bisher in keiner anderen Tageszeitung gegeben. Aufrichtigen Dank an Autorin Hedwig Kainberger, Ressortleiterin der ,,SN‘‘-Kulturredaktion.)

OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN
VERWÜSTUNG IN POESIE VERWANDELT
Wuchtig beklatschte Premiere von Molnárs ,,Liliom‘‘ bei den Salzburger Festspielen auf der Halleiner Perner-Insel. Liliom ist ein Dreckskerl aus dem Vorstadt-Milieu.

Auf diese Bewertung sollte man sich verständigen können, denn wer seine Frau schlägt, hat keine bessere Bezeichnung verdient. Vielleicht hat gerade deshalb das von Ferenc Molnár (1878 bis 1952) geschaffene und 1909 in Budapest uraufgeführte Drama ,,Liliom‘‘ Karriere gemacht. Auf der Halleiner Perner-Insel hat der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó die einzig richtige Erkenntnis aus dem Stück gezogen: Er nimmt diesen Liliom und drischt mit ihm so lange auf das üble Patriarchat ein, bis der widerwärtige Held wie ein Äffchen über die von Frauen geführte Sprungschnur hüpft. Es sind jene Frauen, die unter ökonomischer Not, häuslicher Gewalt und der Abkanzelung durch den dummen Volksmund noch viel mehr gelitten und trotzdem nicht die Nerven verloren haben. Jörg Pohl rackert sich bis zur Erschöpfung durch seine großartige Liliom-Darstellung. Er trägt die zwei Stunden, in denen sich das Plädoyer gegen jede Art von gesellschaftlicher Verwüstung in Poesie verwandelt. Kornél Mundruczkó zeigt, welche Funktion Theater in der Gegenwart übernehmen muss – und mit welchen Mitteln die Bedeutung von Stoffen an Plausibilität gewinnt. Ein großer Abend!

DIE PRESSE
LILIOM IN JENSEITIGER SELBST-ERFAHRUNGSGRUPPE
Sensibel und kurzweilig inszenierte der Ungar Kornél Mundruczó das 110 Jahre alte Stück von Ferenc Molnár. Die Koproduktion mit dem Hamburger Thalia-Theater ist durchaus gelungen. Ein toller Abend.

Erst sieht man den so brutalen wie beliebten Hutschen-Schleuderer bei der Arbeit im Budapester Stadtwäldchen. Er lernt das Dienstmädchen Julie kennen, gerät in  Konflikt mit seiner eifersüchtigen Arbeitgeberin und öfters auch mit der Polizei. Bald ist er ein Arbeitsloser, der seine neue Partnerin prügelt. Ihr Verhältnis ist in sich zwiespältig, eine abgründige Passion. Als Liliom erfährt, daß Julie ein Kind bekommt, entschließt er sich, bei einem Raub mitzumachen. Der misslingt kläglich. Liliom bringt sich um. Erst in der sechsten Szene dieser ,,Vorstadt-Legende in sieben Bildern‘‘ landet Liliom also im Jenseits, in der Amtsstube für Selbstmörder, die eine zweite Chance kriegen: Einsichtige dürfen für einen Tag zurück auf die Erde, um zu beweisen, daß sie auch gut sein können. Es wäre nicht Molnár, wenn sein Protagonist im siebenten Bild nicht auch diese Gelegenheit zur Rehabilitierung jähzornig verpasste. Regisseur Mundruczó ist ein packendes, zwei Stunden dauerndes Kunststück gelungen. Dieser Abend ist fantasievoll und intelligent arrangiert, mit einem originellen Bühnenbild von Monika Pormales. Insgesamt eine fantastische Ensemble-Leistung: Schöne brilliert als herrlich eigenwillige Julie, Liliom wird von Pohl als facettenreicher Strizzi gespielt. Das Rabiate ist nur ein kleiner Teil davon. Erfindungsreich werden auch die Roboter eingesetzt. Sie entwickeln mit blinkenden Lichtern ein erstaunliches Eigenleben und bekommen am Ende, als sie sich auch noch artig verneigen, im lang anhaltenden und herzlichen Beifall sogar einen Sonderapplaus.

DER STANDARD
UNTER DEM MOND VON BUDAPEST
Konrád Mundruczkó inszeniert Ferenc Molnárs Vorstadtlegende ,,Liliom‘‘ bei den Salzburger Festspielen als berührendes Maschinenmärchen, aber mit lässlicher MeToo-Verulkung.

Im Himmel gibt es Erdbeereis und knackfrische Butterkekse, alle sind divers und gegen das repressive Patriarchat. Fantastisch! Doch Liliom, der gewaltbereite Ringelspiel-Ausrufer aus Ferenc Molnárs gleichnamigem Stück, hat keine Lust auf zuckersüße Lügen. Das Leben da unten auf Erden spielt nicht immer Himbeereis. Liliom, vor der Himmelstür mit der Aufschrift ,,Safe Space‘‘ wartend, will seine irdischen Taten nicht einfach so heuchlerisch bereuen. Schließlich war sein Verhalten nie grundlos, wie er sagt: Er hat sine Frauen geschlagen, weil er ,,nicht anders konnte‘‘. Er hat einen Raubüberfall verübt, weil er ,,nicht anders konnte‘‘. Weil er seine Frauen schlug, die Liebhaberin Frau Muskat ebenso wie die von ihm schwangere Julie, muss er zur Läuterung hundertmal ,,ich bin Teil des repressiven Patriarchats‘‘ an die Wand schreiben. MeToo-Verulkung? Die ist leider missraten. Die Besonderheit des Dramas ,,Liliom‘‘ besteht in der rätselhaften Tatsache, dass eine Frau den rabiaten und reuelosen Rummelplatz-Grapscher über alles liebt, so dass sie sehenden Auges die fatale Ehe eingeht. Sie findet den Mann attraktiv, interessiert sich für seine Heftigkeit, versteht ihn samt seiner stets auflodernden Gewalt und spürt, wie sie einbekannt, seine Schläge gar nicht. Mundruczkó drückt immer noch auf die Tube, auch wenn er vom Schocktheater, mit dem er vor knapp zehn Jahren bei den Wiener Festwochen erstmals vorstellig wurde, mittlerweile schon weit weg ist. Der Widerstreit von großen Gesten und feinen Tönen durchdringt auch diesen Halleiner ,,Liliom‘‘. Das ist seine Schwäche und Stärke zugleich.

KURIER
BEIM SCHNURSPRINGEN FLIEGEN LERNEN
Ein ungewöhnlicher, aufregender ,,Liliom‘‘ auf der Perner-Insel.

Da ist etwas, was diese ungewöhnliche, in jeder Hinsicht aufregende  Inszenierung schafft: Sie kann fliegen. Sie ist hoch poetisch. Sie hebt, trotz mancher Regietheater-Modegags ab, auch trotz manch schwächerer Szenen. Bei der Premiere gab es vom größeren Teil des Publikums demonstrativ Jubel, nicht wenige zogen es aber vor, still zu flüchten und ein paar Buhs gab es auch. ,,Liliom‘‘ von Ferenc Molnár erzält die Geschichte eines Ringelspiel-Ausrufers, der seine Gewalttätigkeit nicht in den Griff bekommt. Um Frau und Kind zu versorgen, begeht er einen Überfall, bei dem er sich so ungeschickt anstellt, dass alles schief läuft. Liliom tötet sich und darf nach 16 Jahren Fegefeuer ins Leben zurückkehren, um seine Familie zu sehen und ein positives Zeichen seiner Läuterung zu setzten. Bis heute wird ,,Liliom‘‘ immer wieder gespielt und verfilmt, kaum ein Stück ist, jedenfalls in Österreich und Ungarn, mit so vielen Schichten aus Tradition und Kitsch zugeschmiert. Den größten Jubel bekommen am Ende die beiden Roboter-Arme, die sich formvollendet verbeugen. Die Darsteller spielen großartig, allen voran Jörg Pohl als Liliom und Maja Schöne als Julie. Der merkwürdige Engelschor (darunter gestandene Männer im schneeweißen Ballettkleidchen) ist herrlich komisch. Fazit: Wer wildes, ungezähmtes, bei allem Furor sehr poetisches (Regie)-Theater mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer einen klassisch erzählten ,,Liliom‘‘ sehen will, sollte den Abend so großräumig wie möglich umfahren. (Kurier-Wertung für ,,Liliom‘‘: 4 von 5 möglichen Sternen).

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
TRÄUMEN ROBOTER BEIM SEX VON DER LIEBE?
,,Ich bin Teil des repressiven Patriarchats‘‘: Der ungarische Regisseur Kornél Mundruczkó inszeniert bei den Salzburger Festspielen Ferenc Molnárs Sozialmärchen ,,Liliom‘‘ als überirdischen High-Tech-Beitrag zur ,,Me Too‘‘-Debatte.

Liliom blickt zwei Stunden lang von seinem Himmelsseminar immer wieder auf sein Leben zurück. Dann hebt sich eine weiße Wand und gibt den  Blick frei auf die düstere Bühne, die von zwei riesigen Sechsachs-Robotern beherrscht wird, den eigentlichen Stars des Abends. Sie sehen aus wie überdimensionale Armknochen-Gelenke und ersetzen mit ihrer künstlichen Intelligenz die Bühnenarbeiter. Sie hieven surrend die Requisiten herbei, bestücken die Szenerie mit Akaziensträuchern, Sperrholzwänden, Kulissenteilen und stellen für die Liebesszene mit Julie sogar eine Vollmondkugel bereit. Liliom erinnert sich, rekonstruiert bruchstückhaft seine Geschichte: Wie er, der halbseidene Hutschen-Schleuderer, mit dem Dienstmädchen Julie der Liebe seines Lebens begegnet und daraufhin von der eifersüchtigen Karrussell-Besitzerin Muskat entlassen wird. Fabelhaft, wie Oda Thormayer ihrer Frau Muskat eine stolze Restwürde und Wärme bewahrt. Intensiv sind die Szenen, die der Regisseur in Castorf-Manier live aus dem Inneren leerer Holzräume heraus filmt: die ganze Beengtheit und Armseligkeit des Milieus in einem Bild im Kasten. Dass die traumspielartige Inszenierung trotzdem nicht aufgeht, liegt an ihrer stilistischen Unausgegorenheit ebenso, wie an ihrer Bilderlastigkeit auf Kosten der Sprache. Der pulsierend energetische Jörg Pohl ist in der Rolle des Liliom weniger der harte, dummdreiste Schlägertyp als ein verhinderter Unterhaltungs-Künstler, eine Mischung aus Ben Becker und Oliver Pocher mit dem Zeug zum Entertainer. Mundruczó betont im Programmheft, dass ihn der Vorgang des Erinnerns interessiert habe, die selektierende, manipulative Funktion des Gedächtnisses bei der Rückschau Lilioms auf sein Leben. Daher wohl die symbolische, albtraumhafte, surrale Anmutung mancher Szenen: Die Blätter, die es regnet. Der Schnee, der fällt. Die feuergelben Nebel von Avalon. Das Plastikkrokodil, die Hühnerkopfmasken, die albernen Luft(ballon)gewehre der Stadtpolizei. Mundruczó hat Empathie für Molnárs Figuren, karikiert oder denunziert sie nicht sondern zeigt sie als selbstbewußte, moderne Menschen. – (Odo Stierschneider. Foto: SF/Matthias Horn).

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Heuer herrscht Hochstimmung bei allen Festspiel-Besuchern, denen die Halleiner Perner-Insel als Spielort der Salzburger Festspiele besonders am Herzen liegt. Schließlich beschert der Festspiel-Sommer 2019 erfreulicher Weise zwei Aufführungen auf der Festspiel-Insel. Wir sehen dies als Einstimmung auf das große 100jährige Bestands-Jubiläum 2020 der Salzburger Festspiele, welches das nächste Jahr entscheidend prägen wird. Nach dem Schauspiel ,,Sommergäste‘‘, fand auf der Pernerinsel am Samstag, 17. August 2019, die Premiere für das Stück ,,Liliom‘‘ statt. Insgesamt acht Aufführungen sind bis Ende August 2019 geplant: Am 17. (Premiere), 19., 21., 23., 24., 26., 27., und 28. DER SALZSCHREIBER veröffentlich dazu, so wie dies anlässlich des Stückes ,,Sommergäste‘‘ der Fall war, im nächsten Beitrag hier im Ressort ,,Kultur‘‘, Auszüge aus den Kritiken in fünf angesehenen Tageszeitungen.

Seit einem Vierteljahrhundert werden auf die Perner-Insel Fotografen und Fotografinnen eingeladen, um noch vor der Premiere eines Festspiel-Stückes, im Rahmen einer Foto-Probe, Gelegenheit zu bekommen, für die Presse Fotos bereitzustellen. Dies war auch heuer der Fall – allerdings verbunden mit einer völlig unverständlichen Maßnahme. Nach etwa einer dreiviertel Stunde, mitten im Stück, wurden völlig überraschend und ohne Angabe von Gründen, die nichts ahnenden Fotografen ersucht, den Zuschauerraum wieder zu verlassen. Zuerst herrschte durchgehend Verblüffung, dann machte sich allgemeine Verärgerung breit. Sollte dies zur Gewohnheit ausarten, dann werden immer mehr Fotografen überhaupt darauf verzichten, nochmals eine Foto-Probe auf der Perner-Insel zu besuchen. Als mögliches Motiv, warum man die Fotografen vorzeitig wieder los haben wollte, könnte die Absicht gelten, den zweiten Teil der Aufführung bis zur Premiere als besondere Überraschung unter Verschluss zu halten. Es ist auch tatsächlich so, dass die zweite Hälfte des Stückes ,,Liliom‘‘, optisch deutlich aufwendigere, attraktivere und abwechslungsreichere Szenen bietet, als die erste Hälfte des Stückes. Man erkennt dies augenfällig an den oben stehenden Fotos. Die FOTOS 1 bis 12 stammen aus der ersten Hälfte, die letzten vier Aufnahmen (FOTOS 13 bis 16) aus der zweiten Hälfte des Stückes, die den Fotografen nicht gezeigt wurde. Auch hier tut sich eine, wohl unfreiwillige, unerfreuliche Symbolik auf: Das letzte Bühnenbild, das den Fotografen gezeigt wurde, stellte (FOTOS 11 und 12) ausgerechnet unüberwindliche Mauer dar. Weiterer Kommentar überflüssig.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS:
FOTO 1
: Ausschnitt aus der Liliom-Werbetafel auf der Perner-Insel. FOTO 2: Die Illustration zum Stück ,,Liliom‘‘ im 170 Seiten starken Festspiel-Programm-Buch. Das gesamte Werk wird verunstaltet durch Grafiken von Joseph Beuys. Sie gehören überall hin, nur nicht in ein Festspiel-Programm. Die nichtssagenden Malübungen sind eine Beleidigung für Zuschauer und Darsteller gleichermaßen. Es wird sich doch wohl noch eine anspruchsvollere Gestaltung der Festspiel-Programme realisieren lassen… FOTOS 3 bis 13: Momentaufnahmen aus der ersten Hälfte des Stückes ,,Liliom‘‘. FOTOS 14 bis 17: Aufnahmen aus der zweiten Hälfte des Stückes ,,Liliom‘‘. – (Odo Stierschneider. Fotos 1 bis 13: O.ST., Fotos 14 bis 17: Salzburger Festspiele / Matthias Horn.)

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Eine historische ,,Premiere‘‘ auf der Halleiner Festspiel-Insel. Zum ersten Mal,  seit der Präsenz der Salzburger Festspiele vor mehr als einem Viertel-Jahrhundert auf der Perner-Insel, wurde hier im Vorfeld einer Festspiel-Aufführung, ein darauf abgestimmter Presse-Talk veranstaltet. Natürlich hoffen wir, dass dies auch in Zukunft für die Festspiel-Aufführungen in Hallein Gültigkeit besitzt. Doch jetzt zum eigentlichen Thema:  ,,Nein!‘‘ – lautete die unmissverständliche Antwort von Regisseur Kornél Mundruczó, als Schauspiel-Leiterin Bettina Hering ihn gefragt hatte, ob er LILIOM bei den Salzburger Festspielen inszenieren wolle. Als Ungar, der mit den Werken und Figuren Ferenc Molnárs aufgewachsen ist, sei er viel zu nah am Autor. Außerdem verhalte es sich mit LILIOM wie beim Fußball – jeder glaube, er wisse, wie es geht, betonte der Regisseur beim Presse-Talk auf der Perner-Insel in Hallein. Erfreulicher Weise blieb Bettina Hering jedoch hartnäckig. ,,Ich denke Kornél Mundruczó ist genau der Richtige, um LILIOM heute zu inszenieren, ohne plakativ zu werden‘‘, erklärt sie. Und die großartige Schauspiel-Chefin setzte sich durch. Die LILIOM-Inszenierung hat am Samstag, 17. August 2019, Premiere auf der Perner-Insel in Hallein.


In Zeiten von #MeToo-Debatten sei es besonders komplex, aber auch wichtig, ein Stück wie LILIOM zu zeigen, davon sind Bettina Hering und Kornél Mundruczó überzeugt: ,,LILIOM ist eine sehr provokante Figur, es ist ein extrem schwieriges, sehr bekanntes, radikales und provokantes Stück. Heute noch mehr als vor 20 Jahren‘‘, unterstreicht Kornél Mundruczó. LILIOM stehe als Sinnbild für die Frage, ob man geliebt werden könne, wenn man doch auf der anderen Seite gewalttätig sei und Missbrauch begehe. Es gebe keine schwarz-weiß-Antwort darauf: ,,Auch Molnár selbst gibt uns keine.‘‘ Es gehe viel um Vergebung und Verzeihung in diesem Stück. Die #MeToo-Debatte befürwortet Mundruczó und vergleicht sie mit der Feminismus-Bewegung der 1960er Jahre. ,,Das ist eine wichtige Kraft, um diese verrückte maskuline Welt zu verändern‘‘, betont der Regisseur.


Rasch habe man sich geeinigt, die Fassung von Alfred Polgar zu zeigen. Polgar habe stark ins Stück eingegriffen und ein österreichisches Stück daraus gemacht. „Wir haben seine Version genommen und wiederum an unsere heutige Zeit angepasst“, erklärt Mundruczó. „Wir haben zum Beispiel die Himmels-Szene umgeschrieben.“ LILIOM sei durchaus eine Figur, die Verantwortung übernehmen könnte, sagt Bettina Hering. Seine Sozialisation aber stehe dem entgegen. ,,Wie fatalistisch das am Ende sei?‘‘ fragt die Schauspielleiterin. ,,Niemand kann hier gewinnen‘‘ antwortet Mundruczó. Es sei zeitgenössisch, dass jeder ständig Entscheidungen treffe. Es gebe keine Rast und Ruhe mehr, in jeder Sekunde müsse man sich im modernen Leben entscheiden. LILIOM sei das klassischeste Stück, welches er je inszeniert habe, meint der Regisseur.

 

Dass er das Stück nicht mit österreichischen Schauspielern besetzt habe, sei keine Erschwernis, das gebe ihm im Gegenteil etwas mehr Freiheit, erläutert der Regisseur. Die Beziehung zwischen Julie und LILIOM sei der eigentliche Held der Ge­schichte. ,,Dabei haben wir die Schauspieler nicht typisierend ausgesucht‘‘, sagt er. ,,Jörg Pohl als LILIOM ist bei uns nicht nur dieser gefährliche Macho-Typ, sondern auch eine Art Clown‘‘, ergänzt Kornél Mundruczó. Und auch Julie (Maja Schöne) sei keine naive 20-Jährige, nein, man habe sich bewusst für eine etwa 40-Jährige entschieden. Auch die Dreiecks-Beziehung mit Frau Muskat (Oda Thormeyer) interessiere ihn sehr. Die Schauspieler seien am wichtigsten: ,,Das Stück kann nur mit richtig guten Schauspielern gelingen.‘‘ LILIOM in Armut darzustellen interessiere ihn weniger, als die Tatsache, dass LILIOM sich selbst als Künstler sehe. ,,Wir nutzen mehr diesen Hintergrund und den damit verbundenen Mangel an Grenzen, als eine fake-Darstellung von Armut auf der Bühne, vor der ich Angst habe.‘‘ Dass er nur wenig Deutsch spricht, sehe er nicht als Problem. ,,Ich verstehe Deutsch und ich verstehe den Text‘‘, sagt er. ,,Schauspieler sind Schauspieler, es ist wenig Unterschied, ob man in den USA, in Ungarn oder im deutschsprachigen Raum inszeniert.‘‘ Die Sprache sei überschätzt. Ein Schauspieler nutze ja auch Gefühle, Körpersprache und viele andere Aspekte, um seine Rolle anschaulich zu vermitteln.


LILIOM entstand aus einer Ko-Produktion mit dem Thalia Theater in Hamburg. Daher habe man beim Bühnenbild nach einem ,,Zauberkasten‘‘ suchen müssen, der in beiden Theatern funktioniert, obwohl sie so unterschiedlich sind. Zu sehen sind auch Roboterarme, die die Erinnerung, in die LILIOM hineintaucht, szenisch umsetzen können. Es sei im Proben-Verlauf unerwartet gewesen, dass diese Arme eine eigene Ästhetik und Poesie entwickelten, erklärt Kornél Mundruczó. ,,Es war von Anfang an meine Absicht, die Arme einzusetzen, aber ich habe mehr bekommen, als ich gedacht habe. Sie sind menschlich und göttlich zugleich, verfügen über eine Persönlichkeit, sind manchmal aggressiv und manchmal zart‘‘, betont er. ,,Am Beginn der Proben hießen die Arme nur Rechts und Links. Mittlerweile nennen wir sie Adam und Eva.‘‘

 

Ferenc Molnár (1878 - 1952)

Liliom
Vorstadtlegende in sieben Bildern
Für die deutsche Bühne bearbeitet von Alfred Polgar
Neuinszenierung

 

Premiere: 17. August 2019

Weitere Vorstellungen: 19., 21., 23., 24., 26., 27. und 28. August 2019

Perner-Insel, Hallein

 

Kornél Mundruczó Regie 
Monika Pormale Bühne 
Sophie Klenk-Wulff Kostüme 
Felice Ross Licht 
Martin Prinoth Live-Kamera 
Yohan Stegli Choreografie 
Xenia Wiener Musik 
Christina Bellingen, Soma Boronkay, Kata Wéber Dramaturgie

Jörg Pohl Liliom 
Maja Schöne Julie 
Oda Thormeyer Frau Muskat 
Yohanna Schwertfeger Marie 
Julian Greis Wolf Beifeld/Stadthauptmann 
Tilo Werner Ficsur 
Sandra Flubacher Frau Hollunder 
Mila Zoé Meier, Paula Karolina Stolze Luise
James Bleyer Der Drechsler/Chor der Engel
Jens Hoormann Der geschlagene Engel/Chor der Engel
Kathrin Klein, François Lallemand, Julia Nordholz, Aref Weikert, Joelle Westerfeld Chor der Engel
 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: In der Alten Schmiede auf der Perner-Insel fand der Presse-Talk für die Festspiel-Aufführung LILIOM statt. Im Bild von links: Schauspiel-Leiterin der Salzburger Festspiele, Bettina Hering; Regisseur Kornél Mundruczó; Dolmetscherin Friederike Schlegl. FOTO 2: Regisseur Kornél Mundruczó und Schauspiel-Leiterin Bettina Hering auf der ,,Festspieltreppe‘‘ der Perner-Insel. FOTO 3: Ein Motiv aus dem Festspiel-Schauspiel LILIOM. – (SF-Presse-Aussendung, Odo Stierschneider. Fotos 1 und 2: OST, Foto 3: Anne Zeuner).

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DER SALZSCHREIBER veröffentlicht nachstehend Auszüge aus den Kritiken zur Festspiel-Aufführung ,,Sommergäste“ auf der Halleiner Perner-Insel. Die Aufführung stößt in der Tagespresse weder auf totale Begeisterung noch auf komplette Ablehnung. Das Meinungsbild in Auszügen aus fünf bekannten Tageszeitungen, ist deshalb besonders reizvoll, interessant und lesenswert.

Salzburger Nachrichten:
Im Warteraum des Aufbruchs
EINE DRINGLICHKEIT WIRD ERKANNT.
WAS PASSIERT, WENN ALLE ABWARTEN UND SICH DERWEIL VERGNÜGEN?
Knirschend bewegt sich die Bühne in Evgeny Titovs Inszenierung der ,,Sommergäste‘‘. Während Maxim Gorkis Figuren über das Leben jammern, zieht die Zeit vorüber und mit ihr die Räume in Raimund Orfeo Voigts sommerlicher Datscha, die sich als noble Villa präsentiert. Hinter lamellenartigen Holzwänden betrügen gelangweilte Ehefrauen ihre Ehegatten, über die Treppen rennen junge hoffnungsfrohe Männer gleichsam um ihr Leben oder erstarren, weil sie keine Antwort auf ihr tristes Dasein finden. – – – Wie Zombies liegen die Sommergäste in den spektakulären und raffinierten Räumen, sie sind vom Drogenkonsum ausgehöhlt, erschöpft von den Exzessen. Evgeny Titov konterkariert den Small Talk und die stereotypen Konversationen der Gäste mit körperlichen Eruptionen. – – – Die Figuren sind gespenstische Kreaturen in einem düsteren Albtraum. Dem kann auch die elegante Warwara nichts entgegensetzen. Auch wenn sie in ihrem roten Kleid geradezu magnetische Anziehungskraft ausübt, bleibt auch sie eine verzweifelt Suchende. In der zweistündigen Inszenierung ist das Ende jedoch weitaus pessimistischer als in Gorkis Vorlage. Evgeny Titov lasst offen, ob Warwara ein neues Leben beginnt. Auch bleibt ungewiss, ob ihr Verehrer Rjumin den Selbstmordversuch überleben wird. Gleichgültig blicken die Sommergäste auf den Schwerverletzten, neben ihm sinkt Warwara zu Boden. Im Publikum gibt es viel Jubel und Applaus für eine Inszenierung von gesellschaftspolitischer Sprengkraft.

Oberösterreichische Nachrichten:
Die Kakophonie der Wehleidigkeit
HALLEIN: GORKIS ,,SOMMERGÄSTE‘‘ BLEIBEN
ZWISCHEN ZWEI KONZEPTEN IN DER LUFT HÄNGEN
In den Körpern steckt bloß Begehren, das letzte energetische Moment. Wer begehrt ist noch nicht tot, aber nicht einmal diese Sehnsucht nach Fleisch und intellektueller Durchdringung wird beglaubigt, sondern nur mit hohlen Worten erotisiert. Maxim Gorki hat in seinem 1904, am Vorabend der russischen Revolution, erschienenen Drama ,,Sommergäste‘‘ aus Rechtsanwälten, Ärzten, Schriftstellern und Ingenieuren ein Panorama besserer Leute zusammengetrommelt, das sich in jedem Streit, in jeder Debatte, in jeder Selbstentblößung als untauglich herausstellt, gerechtere Verhältnisse herzustellen. – – – Regisseur Titov füttert das Publikum aus diversen Richtungen der dramatischen Nahrungskette. Titov will auch, dass es knallt. So lässt er die mit zehn Statisten aufgeblähte Meute bei Gastgeber Bassow und dessen edler Frau Warwara durcheinander rennen. Figuren und Handlung bleiben dem Publikum lange merkwürdig fremd. – – Wenn sich am Ende der sympathische, vor allem aber plärrende Rjumin drei Schüsse in die Brust jagt, nehmen die Voyeure Aufstellung. Ohnehin  nicht lange, es hält ja auf, von Katastrophen zu lernen. Dass der Bub im rosa Anzug aus dem ersten Bild erneut dasteht und die einzig bekümmerte Warwara auffordert ,,kommen Sie mit uns‘‘, bleibt als dick aufgetragenes Indiz in der Luft hängen: Aha, auch die nächste Generation ist verrottet. Alles aus. Kräftiger, von Fans angeheizter Applaus.

Der Standard:
Wunschloses Unglück
EIN ABEND AUS ZWEI RICHTUNGEN:
,,SOMMERGÄSTE‘‘ BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN
Die Probleme der ,,Sommergäste‘‘ sind so langweilig, dass es die Betroffenen selber ekelt: schlecht verheiratet, unglücklich verliebt, zukunftslose Sinnlosigkeits-Empfindungen. Die ,,soziale Notwendigkeit‘‘ ihrer Existenz, wie es Warwara defätistisch sagt, ist Überschaubar. Maxim Gorki hat diese Wohlstands-Depression, die sich heute weitgehend überholt hat, weil sich niemand mehr für sie interessiert, im Vorfeld der Revolution von 1905 geschrieben. Er wollte es der ,,bourgeoise-materialistischen Intelligenz‘‘ einmal so richtig zeigen. Diese Bourgeoisie ist in einer Zeit profunder Krisen (Rezession, russisch-japanischer Krieg, zaristische Autokratie) mit dem Bauchpinseln beschäftigt und hat nicht die geringste Idee, wie sie sich selbst, geschweige denn dem eigenen Land, wenn schon nicht helfen, zumindest aber nicht auf den Wecker gehen soll. Dementsprechend spart Gorki nicht mit Sarkasmus. Dieser Sarkasmus wird bei den Salzburger Festspielen auf der Halleiner Perner-Insel im hohen Bogen über die Bühne gespien. Ekel, Hass, Trauer überall. Diese überschießende Ausbruchs-Sehnsucht geht in Gorkis Stück von den Frauen aus. Sie sind die starken Figuren mit der größten Wut auf sich selbst. – – – Evgeny Titov, der Regisseur, reisst den ,,Sommergästen‘‘ die Maske der Zivilisierung sofort herunter. In den ersten sieben Minuten drängelt mehr als ein Dutzend Sommerfrischler auf die Bühne und erhofft dort irgendetwas Erlösendes. Da stehen sie dann da und bombardieren einander mit unschönen Analysen ihrer gegenseitigen Ehen: Dein Mann ist wie… und Deine Frau ist soo… – – – Doch bleiben einem am Ende die Nöte der Sommergäste in ihrer Unstimmigkeit und Lachhaftigkeit auch herzlich egal. Man möchte ihnen zurufen: So geht doch und kümmert Euch um den Klimawandel oder tretet den ,,Omas gegen Rechts‘‘ bei! Aber da hat sich schon einer die Kugel gegeben und alle, bis auf Eine, wenden sich hilflos ab.

Die Presse:
Der globale Sommergast, ein Wüterich
TITOVS WOHLDURCHDACHTE INSZENIERUNG VON BÖSEN MÄNNERN UND GEILEN MÄDCHEN. DAS PUBLIKUM BEJUBELTE EINE NICHT NUR
SCHAUSPIELERISCH IMPOSANTE AUFFÜHRUNG
,,Schwängern, schwängern, schwängern, dann ist die Frau einem völlig ausgeliefert‘‘, empfiehlt der zynische Ingenieur Suslow. Die anderen Männer pflichten ihm bei. ,,Frauen sind eine niedere Rasse‘‘, sagt der Eine, ,,dem Tier näher als wir‘‘. Der Andere: ,,Frauen brauchen einen Despoten‘‘. So enden Gorkis ,,Sommergäste‘‘ bei den Salzburger Festspielen auf der Halleiner Perner-Insel. Der russische Regisseur Evgeny Titov zeigt eine ekstatische Party, die sich immer mehr ins Abgründige steigert. – – – Diese Gorki-Figuren haben eine Viechswut, wobei sie kurioserweise wie entfesselte Charaktere von Botho Strauß wirken, die immer wieder ihren kultivierten Diskurs sprengen. Da reisst die hübsche Julia, Frau des Ingenieurs, plötztlich eine Pistole aus dem Clutch und versucht, den Gatten zum Selbstmord zu überreden: Schnell bitte, der Lover wartet! Das bunt gemischte Ensemble musiziert eine raue Sprachsymphonie über Sehnsüchte und Enttäuschungen. Mit deren Einstudierung hat Regisseur Titov etwas Einmaliges geschaffen. Die meisten Figuren sind typengerecht besetzt. Doch ist dies kein burlesker Film sondern eine Kreation, die über das Wort und die Dialoge funktioniert. – – – Von all den temperamentvollen Glücks-Handwerkern, die hier verzweifelt versuchen, ihr Schicksal neu zusammenzuschrauben, bleiben ein paar besonders in Erinnerung: die enttäuschte Idealistin Warwara, ihr Mann, der Anwalt, der so gern den guten und sanften Menschen beschwört, der er selbst jedoch am allerwenigsten ist, die schneidende Poetin und die Ärztin, die Einzige, die ernsthaft die Welt verbessern will, der ratlose Schriftsteller und der ehemalige Industrielle. Öfter scheint das Drama am Mord vorbeizuschrammen, schließ­lich gibt es einen Selbstmord. Übrigens: Auch Gorki versuchte sich zu erschießen…

Süddeutsche Zeitung:
Mit der Keule draufhauen!
EVGENY TITOV INSZENIERTE GORKIS ,,SOMMERGÄSTE‘‘
BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN ALS PLUMPES PAMPHLET
Erst einmal kommt eine nach dem anderen hereingestolpert, meist angeschickert, Sekt- oder Schnaps-Glas in der Hand und sondert hysterisch nutzloses Zeug ab. Der dicke dumme Passow, sein dicker dummer Kumpel Suslow, der kleine dumme Arzt Dudakow. Nach Titovs Wunsch sind diese alle mit ihrem ersten Auftritt vollkommen uninteressant, erfahren aber insofern eine Entwicklung, als sie im Laufe der zweieinviertel Stunden zu grandiosen Widerlingen mutieren. – – – Auf der Habenseite flattern schwärmerische Jünglinge um die Frauen unter den Sommergästen herum, großartig ist Wlas, eher enervierend der todessehnsüchtige Rjumin. Mit diesen Beiden kommt das theoretische Plappern von einer besseren Welt herein, das seine Vollendung in den beiden zentralen Frauengestalten findet. Mit Präzision agiert die kluge Ärztin, die den Aufbruch in eine neue Zeit als berufstätige, alleinerziehende Mutter bereits vorlebt. Und dennoch greint, weil sie sich für die Liebe zu alt fühlt. Eine greint nicht: Warwara. Warum nur heiratete sie den versoffenen Fettsack? Warwara hat Würde, Ruhe, auch ihre Figur handelt nicht, aber sie durchschaut den Stillstand vollkommen. Wäre sie die neue Zeit, die Zukunft wäre warm, menschlich, empathisch und wunderschön. Aber eine Zukunft gibt es nicht. Der Dichter Schalimow, auf den Warwara viel Hoffnung setzte, entpuppt sich als hohles Wrack, Thomas Dannemann  stolziert auch nur mit leerer Arroganz herum, da weiß Warwara dann auch nicht mehr weiter. Mal tanzen alle Techno. Fürchterlich. Meist saufen, heulen, brüllen sie. Grässlich. Am Ende reden die größten Idioten darüber, dass eine Frau dem Tier nah sei, einen Despoten brauche und am besten unablässig zu schwängern sei. Das ist so blöd, dass eine moderne Frau wie Warwara sich darüber nicht einmal mehr aufregen kann. Keule drauf, klar.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 3:
Wie jedes Jahr vor Beginn einer Festspiel-Premiere auf der Halleiner Perner-Insel, so trat auch heuer bei der Premiere für das Schauspiel ,,Sommergäste‘‘ die traditionsreiche Bürgerkorps-Musikkapelle Hallein mit einem halbstündigen Premieren-Konzert in Erscheinung. Es handelt sich dabei um eine Initiative der ,,Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘. FOTOS 4 und 5: Ein Blick auf die Festspiel-Besucher im Halleiner Festspielbereich auf der Pernerinsel. FOTOS 5 bis 15: Aufnahmen aus dem Festspiel-Schauspiel ,,Sommergäste‘‘ auf der Perner-Insel. – (Fotos: Odo Stierschneider).

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Nun erhebt sich also in den verschiedensten Farbtönen Achim Freyers moderne, sechs Meter hohe Skulptur Ödipus-Komplex im Salzburger Festspielbezirk. Die Farbigkeit der über einem Holz- und Metallgerüst errichteten Skulptur, erklärt der Künstler als Mitte zwischen der unbunten Farbe Weiß als Symbol der Bewegung und der unbunten Farbe Schwarz als Symbol für Stillstand. Blickt man sehr genau hin, erblickt man eine große Holzschere, alte Stühle, einen Boxsack, durchbrochen mit Spiegeln und Köpfen und Torsi, Requisiten und Teile des Bühnenbildes, die nicht mehr benötigt wurden. Wie immer, wenn Sinn, Zweck und Aussage eines modernen Kunstwerkes sich dem Betrachter vorerst verschließen, gibt es dazu besonders markante und beeindruckende Interpretationen. Dazu Achim Freyer: ,,Die Skulptur vermittelt: Hier ist ein Ort der Energie, ein Ort des Denkens und der Auseinandersetzung mit den wichtigen Fragen des Lebens wie etwa Wo gehen wir hin? Was ist der Sinn des Lebens?‘‘ Ein rotes Band umschlingt Freyers bunte Skulptur und spannt sich bis hin zu dem berühmten Masken-Block des Halleiner Bildhauers Jakob Adlhart, deren Augen dadurch verdeckt sind. Oder haben sich die Masken selbst die Augen verbunden, angesichts ihres für den geheiligten Festspielbezirk doch recht ungewöhnlich erscheinenden Nachbarobjektes? Sie werden es für die Dauer der Oper Oedipe ertragen müssen, die unter Regie von Achim Freyer gezeigt wird. Der Künstler zeichnet auch für Bühne und Kostüme verantwortlich.

Grundsätzlich besticht natürlich die Idee ganz außerordentlich, eine Festspiel-Aufführung mit einem speziellen Kunstwerk zu begleiten. Das gilt für die Salzburger Festspiele in der Stadt Salzburg ebenso, wie für die Salzburger Festspiele auf der Halleiner Perner-Insel, auf der heuer zum ersten Mal –   anlässlich des Schauspiels Liliom – erfreulicher Weise ein Informations-Gespräch mit Schauspiel-Leiterin Bettina Hering und Regisseur Kornél Mundruczkó stattfand. Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt Hallein und der umliegenden Region, könnten beispielsweise auf dem großen Parkplatz vor dem Festspiel-Bereich, alljährlich zu der einen oder manchmal auch zu den zwei Festspiel-Aufführungen pro Spielsaison, mit einem Kunstobjekt in Erscheinung treten. Jedes Jahr, noch vor Weihnachten, geben die Salzburger Festspiele im Rahmen einer Pressekonferenz, ihr Spiel-Programm für den bevorstehenden Festspiel-Sommer bekannt. Für interessierte heimische Künstlerinnen und Künstler steht also genügend Zeit zur Verfügung, um sich mit dem Inhalt der bevorstehenden Schauspiel-Aufführungen auf der Perner-Insel vertraut zu machen. Der Kultur-Verein SUDHAUS.hallein.kultur und der Kunstkreis Tennengau könnten in einem Rundschreiben an die heimischen Künstler feststellen, wie weit das Interesse besteht, für die Aufführungen der Salzburger Festspiele auf der Perner-Insel ein künstlerisches Begleitobjekt zu schaffen. Angesichts der oben beschriebenen Oedipus-Skulptur, müsste die Schaffung eines künstlerischen Objekts auf der Perner-Insel eine verlockende Herausforderung sein. – Die oben stehenden Fotos zeigen die Skulptur Ödipus-Komplex von Achim Freyer sowie eine Nahaufnahme des Masken-Blocks vor dem Festspielhaus, derzeit mit Augenbinde versehen. – (Odo Stierschneider, Fotos: SF / Anne Zeuner).

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,,Das hat es in Hallein noch nie gegeben‘‘, behauptete DER SALZSCHREIBER in der Ankündigung des ersten Kunst-Spazierganges, der am 3. August 2019, zu den sechs wichtigsten Kultur-Brennpunkten der Stadt Hallein führte. Gleich sechs maßgebliche Institutionen der Kultur-Stadt Hallein, luden am Samstag, 3. August, zu einem kostenlos geführten Kunst-Spaziergang durch die Stadt. In der Galerie Schloss Wiespach, in der Alten Saline, im Verdampferturm der Alten Saline und im kunstraum pro arte wurden qualitätsvolle Kunst-Austellungen geboten. In der Atelier-Gemeinschaft atelier III gab es schließlich Informationen über die Arbeit einer kreativen Foto-Designerin und von sechs kreativen Medienkünstlern.

In der Galerie Schloss Wiespach, als erste Station des Kunst-Spazierganges, konnte die Ausstellung ,,Other Days‘‘ von Künstler Bertram Hasenauer besichtigt werden. Der in Berlin geborene, gebürtige Saalfeldner, studierte an den Kunst-Akademien in Wien und London. Seine flächig gearbeiteten,  abstrakten Bildtafeln (das monochrom in Schwarz gehaltene Werk wirkt mutig, geisterte jedoch schon seit dem vergangenen Jahrhundert immer wieder in verschiedenen Kunst-Ausstellungen herum), seine glutvollen Gewand-Details, seine zarten, sich geradezu auflösenden Porträts in fein lasierenden Farben, zeigen anschaulich, dass Bertram Hasenauer eine vielseitig schöpferische Künstler-Persönlichkeit darstellt. – Wir bringen in Erinnerung, dass die schönen historischen Räumlichkeiten des Schlosses Wiespach auch für besondere Anlässe wie Hochzeiten, Taufen, Firmen-, Weihnachts- und Geburtstags-Feiern, für Besprechungen und Team-Meetings gemietet werden können. Kontakt per Mail: office@schloss-wiespach.at oder per Telefon: +43 650 320 10 99.

Auf der Pernerinsel wurde zuerst im Verdampferturm der Alten Saline die Ausstellung des österreichischen Konzept-Künstlers Guido Kucsko aus Wien besucht. Seine meist ortsbezogenen Installationen sowie Foto- und Videoarbeiten wurden bereits in maßgeblichen Museen von Italien, Norwegen, Ungarn, Griechenland, Deutschland und Österreich präsentiert. Der Künstler porträtierte den mächtigen Verdampferturm mit seinen vielfältigen Strukturen und den verbliebenen Technologie-Details mit hinreißenden Fotos. Im großen, ebenerdigen Raum, baute er als Erinnerung an die vor 30 Jahren beendete Salzproduktion, eine symbolträchtige Installation mit leeren  Notenständern auf: So, als ob ein Orchester zu spielen aufhört und geht…

Ebenfalls in der Alten Saline wurde natürlich die fantastische und einzigartige Gemäldeschau ,,Im FLUSS, Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau‘‘ des chinesischen Künstlers Jixin Wang bestaunt. Das überwältigende Werk mit seinen übergroßen Bildern, begeisterte mit seiner raffinierten Beleuchtungs-Präsentation in den abgedunkelten Räumen, alle Teilnehmer am Kunst-Spaziergang. Die Gemälde entstanden anlässlich des Endes der Salzproduktion vor 30 Jahren. Der Künstler hielt Szenen sowohl aus dem einstigen Salzabbau im Bergwerk als auch aus dem heute noch beliebten Schaubergwerk fest. Diese Ausstellung ist der Alten Saline auf den Leib gemalt und sie müsste, darüber waren sich zahlreiche Teilnehmer am Kunst-Spaziergang spontan einig, unbedingt in ihrer grandiosen Hell-Dunkel-Präsentation für immer der Stadt Hallein erhalten bleiben.

Im Keltenmuseum wurden die Fürstenzimmer mit dem sich über 3 Räume erstreckenden, sensationellen historischen Bilderreigen aus dem Jahr 1756 zur Salzgewinnung besichtigt. Die Gewinnung der Salzsole und deren Weiterverarbeitung in den Salinen der Stadt Hallein sowie die notwendigen Nebenarbeiten wie die Sicherung des ungeheuren Holzbedarfes, wurden detailliert dargestellt. Auch Fürsterzbischöfe sind nur beinharte Geschäftemacher. In den Räumen des Fürsterzbischofs gab es keine kirchlichen Gemälde oder Utensilien, hier war alles der mächtigsten Cash-Cow des Landes unterworfen: Das Salz aus Hallein erhöhte die Einnahmen der weltlich regierenden Kirchenfürsten auf bis das Dreifache. Die Stadt Salzburg wurde architektonisch zum heutigen Kultur-Welterbe ausgestaltet, in der ausgebeuteten Salzkolonie Hallein nahmen die kirchlichen Landesherren keinen einzigen Ziegel in die Hand.

Die Ateliergemeinschaft atelier III, am Halleiner Bürgerspitalplatz 3, besteht seit 2017. Sieben Kreativ-Schaffende, – eine Medien-Künstlerin und sechs Medien-Künstler, – sind in den Räumlichkeiten künstlerisch tätig. In einer reizvoll gestalteten Broschüre, stellt sich das Kollektiv vor. Wir zitieren daraus. Erstens: Katrin Froschauer. Geboren 1992. Setzt sich seit ihrem Kunst- und Design-Studium speziell mit Fotografie und Design auseinander. Dokumentarisch und konzeptionell beeinflusst, sind ihre Arbeiten eine Reaktion auf den Optimismus, den Perfektionismus und die Frivolität der gängigen Gestaltungs-Normen. – Zweitens: Christian Zwerschina. Geboren 1979. Fokussiert sich auf Installationen und Fotografie mit speziellem Augenmerk auf die Wechselwirkung zwischen Kunstwerk, Architektur der Umgebung und implizierten Themenstellungen. Konzeptionelle Herangehensweisen und reduzierte Umsetzungen zeichnen seine Arbeiten aus. – Drittens: Valentin Backhaus. Geboren 1990. Ist ein deutscher Künstler mit Sitz in Salzburg. In seinen Arbeiten bewegt er sich im konzeptuellen Bereich der Fotografie und Installationskunst. Seit seinem Medienkunst-Studium an der Fachhochschule Salzburg, wurden seine Arbeiten in diversen Ausstellungen gezeigt. – Viertens: Paolo Schmidt. Geboren 1991. Ist Medienkünstler mit besonderem Schwerpunkt auf interaktive Installationen und codebasierte, generative Kunstwerke. Der Fokus der Arbeiten liegt sowohl auf analogen und digitalen, audiovisuellen Umgebungen, als auch auf der Rolle des Betrachters in Bezug auf das Kunstwerk. Dabei soll die Trennung der Wahrnehmung von Bild, Ton und Raum des Menschen aufgehoben werden. – Fünftens: Lukas Gwechenberger. Geboren 1994. Medienkünstler / Kurator mit besonderem Interesse an manipulierten Signalen und Experimental-Sound, sowie an räumlichen Auseinandersetzungen. Konzeptionell beschäftigt er sich in seinen Arbeiten mit der plastischen Verformung von teils greifbaren, teils weniger greifbaren Materialien und deren Wirkung. – Sechstens: Michael Perl. Geboren 1991. Beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Licht und Ton, mit Fokus auf Narration und der Wahrnehmung von Klang und Licht. Seine Praxis reicht von rein musikalischen Stücken und Audio- / Video-Aufführungen bis hin zu Installationen und Konzeptkunst, welche die Architektur des gegebenen Raumes beinhaltet. – Siebtens: Jan Leitner. Geboren 1989. Ist ein österreichischer Künstler, der auf dem Gebiet der Klang- und Konzept-Kunst arbeitet. Er schloss 2016 sein Studium in Kunst und Design ab und setzt derzeit seinen Master an der Fachhochschule Salzburg fort. Er ko-kuratiert zudem die Veranstaltungsreihe ,,Performing Sound‘‘ für experimentelle Musik in der Galerie 5020 Salzburg.

Mit dem kunstraum pro arte fand der erste Halleiner Kunst-Spaziergang seinen letzten Kultur-Brennpunkt. Hier wird die Foto-Ausstellung ,,Spirits of Contradiction‘‘, gestaltet von Margot Pilz, geboten. Margot Pilz, geboren in Haarlem (Niederlande), ist aufgewachsen in Indonesien und lebt in Wien. 1976 legte sie an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien die Meisterprüfung in Fotografie ab. Seither entfaltete sie eine rege Ausstellungstätigkeit und erhielt zahlreiche Preise, darunter 2011 den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst. Die Ausstellung ,,Spirits of Contradiction‘‘ legt den Schwerpunkt auf das fotografische Schaffen der Künstlerin. Die Realität in ihren Werken ist eindringlich, sie ist mutig, sie ist fesselnd, sie ist beklemmend und sie ist vielseitig. Die Projektionsfläche dieser Auseinandersetzung mit Spannung, Sichtbarkeit und Dominanz ist häufig der Körper der Künstlerin selbst. Unter den sich mit Fotografie beschäftigenden Persönlichkeiten zählt Margot Pilz zu den vielseitigsten und konsequentesten.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Das kulturträchtige Schloss Wiespach bildete die erste Station des Kunst-Spazierganges. FOTO 2: Ein Teil der Kunst-Spaziergänger und Kunst-Spaziergängerinnen in der Galerie des Schlosses Wiespach, in der Werke des Künstlers Bertram Hasenauer zu sehen waren. FOTOS 3 bis 5: Drei Beispiele aus den von Bertram Hasenauer gezeigten Werken. FOTO 6: Die Teilnehmer am Kunst-Spaziergang haben den Verdampferturm erreicht, in dem Guido Kucsco seine Fotografien und eine Installation zeigt. FOTO 7: Die intensive Installation mit den leeren Notenständern von Guide Kucsko anlässlich des Endes der Halleiner Salzproduktion vor 30 Jahren: So, als ob ein Orchester zu spielen aufgehört hätte und gegangen wäre. FOTO 8: Das einzigartige, salzträchtige Zauberreich der großen Gemälde von Jixin Wang, anlässlich der Einstellung der Salzproduktion vor 30 Jahren. Eine derartige Gemälde-Präsentation sucht man in ganz Österreich vergeblich! FOTO 9: Eines der Gemälde von Jixin Wang zeigt natürlich eine der berühmten Rutschen im Dürrnberger Schaubergwerk. FOTO 10: Das europaweit renommierte Keltenmuseum bildete die nächste Station  des Kunst-Spazierganges. FOTO 11: Die Kunst-Spaziergänger im Foyer des Museums. FOTO 12: In den Fürstenzimmern des Museums, in denen einst die weltlich regierenden Fürsterzbischöfe bei ihren Hallein-Besuchen logierten, konnte die einzigartige, historische und kunstvolle Gemälde-Dokumentation zu allen Bereichen des Halleiner Salzwesens bewundert werden. FOTO 13: Der Kunst-Spaziergang hat die Atelier-Gemeinschaft atelier III am Bürgerspitalplatz 3 erreicht. FOTOS 14 und 15: Zwei Ansichten des Arbeitsraumes, in dem eine Foto-Designerin und sechs Medienkünstler tätig sind. FOTO 16: Die letzte Station des Kunst-Spazierganges: Der kunstraum pro arte am Schöndorferplatz. Hier konnte die unglaublich vielfältige Foto-Ausstellung von Margot Pilz bewundert werden, die als Pionierin feministischer Fotografie gilt. FOTOS 17 bis 21: Beispiele aus der Foto-Ausstellung. Zu den drei letzten Fotos: Einen derartigen Umgang mit Frauen kann sich nur eine Fotografin leisten. Wäre ein Mann hinter der Kamera gestanden, hätte es für einen Skandal gereicht. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Mit Errichtung der Großsaline auf der Pernerinsel, brach auch die brutale Komplett-Verbauung durch die salzverarbeitende Industrie über die Insel herein. Dazu unser 1. FOTO oben. Es zeigt das schreckliche Ergebnis der totalen städtebaulichen Zerstörung auf der Pernerinsel. Mit dem vorsätzlichen Zurückschrauben der Halleiner Salzproduktion zugunsten der Salinen im Salzkammergut, standen immer mehr Räumlichkeiten in der Großsaline leer und wurden vermietet. So belegte die Skibobfabrik Brenter den gesamten Nord-Trakt der Groß-Saline. Das Gegenstück, der Süd-Trakt steht heute noch und bildet das längste Gebäude der Alten Saline. Am 19. November 1968 gab es auf der total verbauten Pernerinsel Feueralarm. Die Skibobfabrik Brenter stand in Flammen und brannte völlig nieder. 25 Feuerwehren und 200 Feuerwehrmänner konnten die Südhälfte des riesigen Salinenkomplexes und damit die Salzproduktion vor den Flammen bewahren. Die Nordhälfte der Großsaline wurde vollständig abgerissen. Die dadurch entstandene Freifläche dient heute als Pernerinsel-Parkplatz, den man durch Anpflanzung von nur einigen Bäumen optisch deutlich erträglicher gestalten könnte.  

Der komplette Abriss der nördlichen Hälfte der Großsaline hinterließ eine ausgedehnte Gebäude-Wunde. Sie ist bis heute, 51 Jahre danach, nicht verheilt und verunstaltet bis heute die nördliche Pernerinsel. (Dazu oben die FOTOS 2, 3 und 4). Abgesehen von der Peinlichkeit gegenüber den  Festspiel-Besuchern: Tausende Autos fahren täglich hier vorbei, was durchaus als rufschädigend für die Stadt Hallein anzusehen ist. Es geht also darum, diese ausgedehnte Gebäudefront optisch in den Griff zu bekommen und auf gefällige Art zu gestalten. Dazu ist sicher ein Gestaltungs-Wettbewerb erforderlich, zu dem Künstler, Grafiker, Designer und Architekten geladen werden sollten. Sinnvoller Weise und um Kosten zu sparen, sollte der Bewerb in zwei Etappen ablaufen: Bei der 1. Etappe sollten die Bewerb-Teilnehmer lediglich eine Skizze mit Beschreibung einreichen. Die Jury wählt die besten 3 Arbeiten aus und deren Schöpfer werden ersucht, ihren Entwurf möglichst realistisch auszuarbeiten. Daraus kürt die Jury den Sieger. Es wäre ideal, wenn  die Stadt Hallein bis 2022, dem 30jährigen Jubiläum der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, die Neugestaltung der schrecklichen Salinen-Nord-Fassade realisieren könnte.

Weil die Nord-Fassade so entsetzlich ist, kam man auch noch auf die verhängnisvolle Idee, hier überdachte Auto-Unterstände zu errichten. Damit war der Horror komplett. Siehe dazu nochmals die Fassaden-Fotos 2 bis 4 sowie die erschreckenden FOTOS 5 bis 12, die unfassbare Details zeigen. So werden in Hallein die Festspiel-Besucher auf das bevorstehende Schauspiel-Erlebnis eingestimmt! Spätestens seit der Präsenz der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel im Jahre 1992, hätte man die Auto-Unterstände beseitigen und die furchtbare Nord-Fassade sanieren müssen. In Hallein kam offenbar kein Entscheidungsträger auf die Idee, dass ein solches Szenario in keiner Weise mit den Salzburger Festspielen vereinbar ist. Das Ganze ist eine Bombe, die jederzeit hochgehen kann. Im Kuratorium der Salzburger Festspiele rennen die Vertreter der Stadt Salzburg und des Bundes immer wieder gegen die Präsenz der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel an. Wenn nur einer von ihnen damit argumentiert, dass Hallein seit nahezu 30 Jahren nicht gewillt war, vor dem Eingangsbereich zu den Festspiel-Aufführungen auch nur einigermaßen akzeptable Verhältnisse zu schaffen, (der Schotter-Parkplatz mit seinen Wasserlachen gehört mit dazu, aber da kann als Ausrede noch der Residenzplatz herhalten), dann kann man eine weitere Präsenz der Festspiele in Hallein vergessen. Abschließend noch Anmerkungen zu den Unterstands-Detailfotos oben. FOTOS 5 und 6: Festspiel-Atmosphäre made in Hallein. FOTO 7: Diese malerischen Bierdosen im Auto-Unterstand waren schon vor einem Monat da. FOTOS 8, 9 und 10: Festspiel-Atmosphäre  made in Hallein. FOTOS 11 und 12: Der ganze Krempel ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Steuergelder sind in Hallein auch dazu da, um, anstatt mit der Schubraupe aufzufahren, sinnlose morsche Unterstands-Dächer kostspielig zu reparieren. Reine Geld-Verschwendung? Richtig! Reine Geld-Verschwendung! – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Das hat es in Hallein noch nie gegeben: Gleich sechs maßgebliche Institutionen der Kultur-Stadt Hallein, laden am Samstag, 3. August, von 10 bis 13 Uhr, zu einem kostenlos geführten Kunst-Spaziergang durch die Stadt. Bei den glorreichen Sechs handelt es sich um den kunstraum pro arte, Galerie Schloss Wiespach, Keltenmuseum, Atelier-Gemeinschaft atelier III, SUDHAUS.hallein.kultur und Stadtgemeinde Hallein. Der Spaziergang startet um 10 Uhr im Schloss Wiespach mit der Ausstellung „Other Days“ von Bertram Hasenauer, anschließend führt die Route zur Alten Saline auf der Pernerinsel. Dort werden im Verdampferturm Arbeiten von Guido Kucsko vorgestellt sowie im Salzlager die Ausstellung ,,IM FLUSS. Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau‘‘, präsentiert – ein Projekt von SUDHAUS.hallein.kultur in Kooperation mit der Stadtgemeinde Hallein. Weiter geht es zum Keltenmuseum mit einer kurzweiligen Führung durch die Fürstenzimmer aus dem Jahr 1756, mit dem ältesten und umfangreichsten Bilderzyklus zum Thema Salzproduktion. Der Spaziergang führt anschließend zum atelier III, eine Ateliergemeinschaft junger Medienkünstler und Medienkünstlerinnen, die Einblicke in ihr Schaffen geben. Zum Abschluss führt der Spaziergang in den kunstraum pro arte, in dem die Ausstellung „Spirits of Contradiction“ von Margot Pilz zu sehen ist, mit einer kleinen Stärkung und Zeit zum Verweilen. – Der Kunst-Spaziergang richtet sich an alle Kunst- und Kultur-Interessierten und lädt dazu ein, in offener Atmosphäre Fragen zu stellen, über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen und beim gemeinsamen Gehen die Stadt Hallein neu zu erkunden.


DIE STATIONEN DES
KUNST-SPAZIERGANGES

Schloss Wiespach: „Other Days“ von Bertram Hasenauer
Margit Zuckriegl spricht zur Ausstellung
Mit einer kleinen Stärkung zum Start des Spaziergangs.

Wiespachstraße 7, 5400 Hallein, www.schloss-wiespach.at

 

Pernerinsel, Alte Saline Verdampferturm:
Gemälde von Guido Kucsko

Margit Zuckriegl spricht zur Ausstellung

 

Pernerinsel. Alte Saline Salzlager:
Ausstellung „IM FLUSS. Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau“

mit Bildern von Jixin Wang und Musik von Matej Dzido
Doris Weißenberger spricht zur Ausstellung
Ein Projekt von SUDHAUS.hallein.kultur
in Kooperation mit der Stadtgemeinde Hallein, www.imfluss.art 
 

Keltenmuseum: Fürstenzimmer
Führung
mit Brigitte Winkler
Pflegerplatz 5, 5400 Hallein, www.keltenmuseum.at

 

atelier III (Atelier-Gemeinschaft junger Medienkünstler/innen):
Gespräch mit Mitgliedern der Atelier-Gemeinschaft

Bürgerspitalplatz 3, 5400 Hallein

 

kunstraum pro arte: „Spirits of Contradiction“ von Margot Pilz
Ausstellungsgespräch
mit Helga Besl und Laila Huber
Mit einer kleinen Stärkung zum Abschluss des Spaziergangs.
Schöndorferplatz 5, 5400 Hallein 5400 Hallein, www.kunstraumproarte.com
 

Das oben stehende Foto zeigt eine Luftaufnahme der Halleiner Altstadt. Hier finden die Teilnehmer am Kunst-Spaziergang drei markante Ziele: Das Keltenmuseum, die Atelier-Gemeinschaft atelier III und den kunstraum pro arte. – (Presse-Aussendung, verfasst von Laila Huber).

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Eine der ehernen Grundregeln in der Stadt des ,,Stille Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber lautet: ,,Der Blumenschmuck für das, in den wirtschaftlich angespannten 30er Jahren, zu Grubers Ehren errichtete, kleine und ärmliche Leer-, Schau-, Symbol- oder Erinnerungs-Grab, sollte das Vorbild für alle sein, die ein Grab auf dem Halleiner Friedhof betreuen.‘‘ Eine Nachschau ergab freilich wieder einmal haargenau das Gegenteil: Die meisten Gräber auf dem Friedhof wären ein Vorbild für die Pflege des Gruber-Grabes. ,,Gruber-Grab‘‘ ist natürlich eine sehr gewagte Behauptung, denn die genaue Position von Grubers Originalgrab im seinerzeitigen Friedhof rund um die Stadtpfarrkirche ist unbekannt. Die Tatsache, dass eine kleine Metalltafel auf dem Grabkreuz mit den völlig unrichtigen Worten ,,Hier ruhet Franz Xaver Gruber…‘‘ beginnt, hat hämische Zeitgenossen sogar dazu veranlasst, von einem ,,Lügen-Grab‘‘ zu sprechen. Man weiß nur, dass sich das Originalgrab irgendwo vor Grubers einstigem Wohnhaus befinden muss. In dem Gebäude ist bekanntlich das sehenswerte ,,Stille-Nacht‘‘-Museum untergebracht.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

Die ersten 8 FOTOS liefern einen Eindruck von der Farbenpracht, die auf den Gräbern  des Halleiner Friedhofes anzutreffen ist. Die FOTOS 9 und 10 zeigen, dass auch großwüchsige Pflanzen erfolgreich auf den Gräbern angepflanzt werden. Allerdings: Auf dem FOTO 10 leidet die bewundernswerte Blütenpracht des mannshohen Strauches sichtlich an Wassermangel – von den vollen welken Blüten bis hin zu den welken Knospen. Doch jetzt kommt der Schock: Auf den FOTOS 11 und 12 (zum gleichen Zeitpunkt der übrigen Aufnahmen), der überaus deprimierende Anblick des sogenannten Gruber-Grabes. FOTO 11 zeigt eine ähnliche Nahaufnahme des sog. Gruber-Grabes wie die 8 farbenfrohen Fotos vom Friedhof. Das 12. FOTO zeigt das ganze empörende und skandalöse Elend des sog. Gruber-Grabes. Sie erinnern sich, geschätzte Leserinnen und Leser: Vor einem guten halben Jahr stand Franz Xaver Gruber noch im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, als das 200jährige Jubiläum seines weltbekannten Liedes ,,Stille Nacht‘‘ gefeiert wurde. Heute steht das armselige Gedenkgrab reichlich verloren auf dem neu gestalteten, verhältnismäßig großen, nun nahezu leeren Gruberplatz, nahezu erschlagen von der in unmittelbarer Nähe befindlichen Brutal-Treppe, die hinauf zur Ferchlstraße führt. (Dazu unser FOTO 13). Deren mächtige, rötliche Seitenmauern gehören, als störende Fremdkörper, endlich beseitigt. Sie haben keinerlei Funktion, deshalb musste auch ein Metallgeländer eingebaut werden. Der neugestaltete Platz ist in hellem Grau gehalten, da wirken die rötlichen Seitenmauern wie ein hässliches Blutmal. Das ziemlich armselige sog. Grubergrab steht, kaum zu glauben, unter Denkmalschutz. Da darf kein Nagel und keine Schraube verändert werden. Damit erhebt sich natürlich die Frage, ob auch die drei Grablaternen entfernt müssen, die erst in der zweiten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts durch Odo Stierschneider angebracht wurden, weil er es als einziger Halleiner als unhaltbar empfand, dass man am sog. Gruber-Grab nicht einmal eine Kerze entzünden konnte… – (Johannes Gutenberg. Fotos: OST).

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Eine großartige und hinreißende Initiative stellt die Salzburger Berufsfotografen auf begeisternde Art ins Rampenlicht, mit der sie unter dem Titel ,,Die Vielfalt der Menschenbilder‘‘ bis Ende August durch das Land Salzburg touren. Sie präsentieren nicht nur sehenswerte Großfotos sondern liefern auch gleich die Bänke dazu, die zum Verweilen und Genießen der ausgestellten Fotowerke einladen. Präzise: Jeweils zwei Bänke sind durch eine Trennwand miteinander verbunden, auf der fotografische Meisterwerke zu bewundern sind. Die Fotopräsentation in Hallein fand freilich unter denkbar ungünstigen Verhältnissen statt. Ausgewählt wurde der Platz vor dem Keltenmuseum, der jedoch gerade die Baustelle für den neuen Salinen-Steg darstellt und teilweise durch die Baustellen-Einrichtung unzugänglich ist. Dennoch hoffen wir sehr, dass diese Wanderausstellung sich zur festen jährlichen Initiative entfalten wird. Sie könnte künftig in Dreier- oder Vierergruppen auf mehreren Plätzen der Halleiner Altstadt stattfinden. Aber Vorsicht! Die Aufstellung einer einzelnen Bank würde unweigerlich an einen Schildbürgerstreich erinnern, denn die auf der Bank Sitzenden wären die Einzigen, die nichts von den Großfotos zu sehen bekämen… Also noch einmal: Wir hoffen sehr, dass diese Wanderausstellung der Salzburger Berufsfotografen zu einem jährlichen Fixtermin wird, der das Halleiner Stadtbild auf ungemein reizvolle Art und Weise belebt. – Ein wenig abseits vom hier behandelten Thema, aber ebenso wichtig für die Belebung der Altstadt ist die Frage, wie es mit dem geplanten Skulpturen-Weg durch die Halleiner Altstadt weitergehen soll. Die erste Plastik, ein junges Mädchen, geschaffen von Bildhauer Josef Zenzmaier, wurde bereits vor dem Keltenmuseum aufgestellt. Aber seither hat sich nichts mehr getan. Warum eigentlich? Auf dem schönen Altstadtpflaster kämen künstlerische Plastiken besonders schön und wirksam zur Geltung, der bestechende Hauch von Kunst würde das Stadtzentrum bereichernd durchwehen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Es sollte ein Festspiel-Terrassen-Talk werden. Doch der an den Mai erinnernde Juli, vertrieb mit seinem Regen die Agierenden mitsamt den Pressevertretern und Pressevertreterinnen dann doch unter schützendes Dach. In Gegenwart von Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl Stadler unterhielten sich fachgerecht und aus sehr persönlicher Sicht Schauspiel-Leiterin Bettina Hering (Foto oben links) Regisseur Evgeny Titov (Foto oben Mitte) und Dramaturgin Janine Ortiz (Foto oben rechts) über die auf der Halleiner Perner-Insel geplante Festspiel-Aufführung ,,Sommergäste‘‘.
 

Als Evgeny Titov im vergangenen Jahr mit dem Bus auf der Perner-Insel ankam, um als „ganz normaler Zuschauer“ die Generalprobe von Frank Castorfs Hunger zu sehen, ahnte er noch nicht, dass er im Jahr darauf im gleichen Bus sitzen werde – diesmal aber, um zu seiner eigenen Probe zu fahren und sein Debüt als Regisseur bei den Salzburger Festspielen zu geben. Evgeny Titov hatte heuer, fünf Wochen vor Probenbeginn für Maxim Gorkis ,,Sommergäste‘‘, von Bettina Hering, Leiterin des Schauspiels der Salzburger Festspiele, einen Anruf bekommen. Sie fragte an, ob er als Regisseur für das Stück ,,Sommergäste‘‘ einspringen könne, da die ursprüngliche Regisseurin erkrankt sei. „Das war eine riesige Überraschung für mich“, sagt der Regisseur, der sogleich zusagte und das Ensemble samt nahezu fertigem Bühnenbild übernahm. „Nur nicht daran denken, dass ich für die Salzburger Festspiele inszeniere“, habe er am Anfang immer wieder vor sich hingesagt. Mit seiner Dramaturgin, Janine Ortiz, fing er sofort an, eine Textfassung auf Basis der Übersetzung von Arina Nestieva zu erarbeiten.

Mittlerweile sind mehr als drei Probewochen vergangen. „Das allerwichtigste ist mir, dass das Ensemble trotz aller Unterschiede der 15 Schauspielerinnen und Schauspieler zusammenwächst“, sagt Regisseur Evgeny Titov. Das Bühnenbild, das er zusammen mit Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt durch einen „entscheidenden Kniff“ zu seinem eigenen gemacht habe, sehe er als wichtigen Faktor der Inszenierung. ,,Sommergäste‘‘ ist ein selten inszeniertes Stück – „vielleicht, weil man es immer in Zusammenhang mit der Revolution und mit 1904 sieht“, sagt Evgeny Titov. Er selbst glaube nicht, dass er, in Kasachstan geboren, in St. Petersburg zum Schauspieler ausgebildet, einen besseren Zugang zu dem russischen Autor habe als etwa ein deutscher Regisseur.


Dass das Leben oft Überraschungen bereithält, hat Regisseur Evgeny Titov immer wieder erlebt. Nachdem er seine Schauspiel-Ausbildung beendete, wurde er Mitglied im Ensemble in St. Petersburg. „Als ich in Kasachstan war, habe ich schnell gemerkt, ich will weiterkommen im Leben. Als ich dann in St. Petersburg war, ging es mir nach einiger Zeit genauso. Ich war seit 15 Jahren Schauspieler und wusste, ich will noch mehr erreichen“, betont er. Bereits mit 21 Jahren habe er nächtelang nur für sich selbst Anton Čechovs ,,Die Möwe‘‘ analysiert. Oft habe er das Gefühl gehabt: „Ich habe das Stück verstanden und keiner weiß das.“ Mit 30 Jahren intensivierte sich sein Drang nach Wissen und Ausbildung und so entschloss er sich, Regie am Max Reinhardt-Seminar in Wien zu studieren. Seit 2016 ist er auch als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin tätig.
 

Gorki selbst schrieb über die Uraufführung seines Stückes ,,Sommergäste‘‘: „Die Aufführung war ein Skandal und ich bin zufrieden. Das Stück ist nicht besonders, aber ich habe getroffen, wohin ich gezielt habe!“ – Ob er das Stück ebenfalls als „nicht besonders“ betrachte, möchte Schauspiel-Leiterin Bettina Hering wissen und ob ein Theaterskandal mehr zähle als die Qualität eines Stückes. „Es ist eine gute Frage, ob das Stück nur dann relevant ist, wenn es einen Skandal hervorruft“, sagt Evgeny Titov und lässt die Frage offen. Ein größerer und schwierigerer Ansatz sei es, die ganze Gesellschaft zu betrachten. „Wir alle sind Sommergäste, solange wir nicht handeln. Viele reden nur und tun nichts, obwohl sie die Probleme der Zeit ganz genau kennen‘‘, sagt der Regisseur. „In der Zeit Gorkis hat es einen Vermittler gebraucht, zum Beispiel wie in ,,Sommergäste‘‘ einen Schriftsteller, um tätig werden zu können. Heute aber kann jeder Einzelne tätig werden.“ Er wolle das Publikum aktivieren, sich mit den individuell relevanten Weltproblemen auseinanderzusetzen.

Die Gesellschaft ertrinke heute in der Besprechung von Problemen. Gorki sei ein guter Spiegel, um zu untersuchen, was den Einzelnen einer Gesellschaft zurückhalte, tätig zu werden und etwas zu verändern, stimmt Dramaturgin Janine Ortiz ihm zu. „Bei sich selbst mit der Veränderung anzufangen ist das Schwierigste. Es ist einfacher auf eine Demonstration zu gehen und zu denken, ja, sie haben Recht“, sagt Evgeny Titov. „Ich möchte in meiner Inszenierung allerdings nicht den erhobenen Zeigefinger zeigen, ich möchte vielmehr jeden Einzelnen zum Nachdenken anstoßen.“


Interessant sei auch, dass die Sätze „Wir müssen uns alle ändern! Wir müssen uns ändern!“ im Stück von einer Frau, von der Ärztin Marja Lwowna ausgesprochen werden, sagt die Dramaturgin. Interessant deshalb, weil den meisten Frauen im Stück ,,Sommergäste‘‘ im Gegensatz zu den Männern kein Beruf zugeordnet ist, sie sind nur als „Frau von …“ betitelt. „Dass einige Frauen einfach ‚nur‘ Frau sind, ist nicht nur zu Gorkis Zeit, sondern auch heute noch ein durchaus legitimes und gültiges Familienbild, genauso wie die emanzipierten Frauen“, sagt Janine Ortiz. Bei Gorkis Sommergästen allerdings entgleite das Frauenbild in eine Art Frauenhass, der von den Männern ausgehe. Als selbstverständlich werde im Verlaufe des Stückes artikuliert, dass die Frau dem Mann untergeordnet sei und dass man sie nur schwängern müsse. Damit stelle man sicher, dass sie nicht nach zu viel Veränderung strebe. Evgeny Titov sagt, er wisse noch nicht, wie er mit diesen Sätzen umgehen solle. Er habe mit dem Ensemble bereits hitzige Diskussionen geführt und ließ beim ,,Sommergäste‘‘-Gespräch offen, welche Lösung er auf der Bühne schließlich präsentieren wird... – (Presse-Aussendung der Salzburger Festspiele, Odo Stierschneider).

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Das zweite Schauspiel, das im Festspiel-Sommer 2019 von den Salzburger Festspielen auf der Halleiner Perner-Insel geboten wird, ist LILIOM, eine Vorstadtlegende in sieben Bildern von Ferenc Molnár (1878–1952). Eine Neuinszenierung und Ko-Produktion mit dem Thalia-Theater Hamburg. Die deutsche Version von LILIOM stammt von Alfred Polgar. Die Premiere findet am Samstag, 17. August 2019 um 19,30 Uhr statt. Weitere sieben Vorstellungen sind zwischen 19. und 28. August geplant. Mit der letzten Vorstellung endet der Festspielsommer 2019 auf der Perner-Insel. Unter Regie von Kornél Mundruczó ist Monika Pormale für die Bühne zuständig, Sophie Klenk-Wulff für den Bereich Kostüme, Oskars Paulins verantwortet die Lichtgestaltung und János Szemenyei ist für die Musik verantwortlich. Die Dramaturgie liegt in Händen von Soma Boronkay, Christina Bellingen und Kata Weber. Die Aufführung erfolgt in deutscher Sprache, es werden aber Übertitel in englischer Sprache eingeblendet. Im 165 Seiten umfassenden Programmbuch der Salzburger Festspiele 2019 verfasste Dramaturgin Christina Bellingen einen ausführlichen Beitrag zum Schauspiel LILIOM und stellte an dessen Beginn das folgende Zitat: ,,Angst hab‘ ich keine vor der Polizei dort oben, wenn man mich nur vorlassen wird bis zum Herrgott …‘‘

LILIOM, ein Strizzi, ein ungehobelter Karusselausrufer, ein ,,Hutschenschleuderer‘‘ im Budapester Stadtwäldchen, fasst die Dienstmädchen nicht nur ungefragt um die Taillen. Trinkgelage und Raufereien ziehen den Frauenschwarm an, der sich von der nicht ohne Grund eifersüchtigen Karusselbesitzerin Frau Muskat aushalten und durchfüttern lässt. Bis er seiner großen Liebe begegnet: Julie: Gemeinsam werfen Sie alles hin, brennen durch und finden Unterkunft bei der verwandten Fotografin Hollunder. Diese durchschaut und verachtet den arbeitslosen Draufgänger, der kein Geld nach Hause bringt und in seinem Frust begonnen hat, seine geliebte Julie zu schlagen. Die Not wird besonders bedrückend, als die Beiden ein Kind erwarten. Nichts gelingt LILIOM. Ein Raubüberfall, in den ihn die Unterweltgestalt Ficsur mit hineinzieht endet tödlich. ,,Ich mein´‘‘ hatte LILIOM zu Beginn optimistisch verkündet, ,,aus einem Hendlfanger und einem nichtsnutzigen Kerl … da kann auch noch ein Mensch werden.‘‘ In seinem Fall ein Irrtum. Auch als er nach 16 Jahren Fegefeuer in die Welt zurückkehren darf, ist keine Besserung in Sicht.

Regisseur Kornél Mundruczó rollt die ,,Vorstadtlegende in sieben Bildern‘‘, wie das Stück LILIOM im Untertitel heißt, von rückwärts auf: LILIOM ist bereits tot und muss vor dem Jüngsten Gericht zu seinen Taten Rede und Antwort stehen. Es ist eine Rückschau in eine andere, ferne Zeit. Weshalb konnte er die Spirale der Gewalt nicht durchbrechen? Wieso fehlt ihm bis zuletzt das Bewusstsein für die eigene Schuld? Bei Mundruczó ist es ein Chor der Nonkomformisten, vor dem sich der prügelnde Draufgänger, der glaubt, es stets gut gemeint zu haben, verantworten muss.

Der ungarische Schriftsteller und Journalist Ferenc Molnár soll seine Stücke in überfüllten Cafehäusern geschrieben haben und die Figuren begegneten ihm während seiner Reportage-Recherchen etwa im Budapester Stadtwäldchen. LILIOM, Molnárs meistgespieltes Stück, bekam nach der misslungenen Uraufführung 1909 in Budapest, eine zweite Chance in Wien. In seiner Übersetzung verlegt Alfred Polgar die Handlung in den Wiener Prater. So wurde das Stück zum Publikums- und mehrfach verfilmten Welt-Erfolg. ,,Die Gefühls-Ebene des Werkes ist durch eine Linie gekennzeichnet, auf der Brutalität und Zartheit einander begegnen. … Dieses Irrationale des Herzens – an einem einfachsten Menschentyp in einem einfachsten Beispiel aufgezeigt – gibt dem Spiel seine höhere Ratio.‘‘ (Alfred Polgar).

LILIOM-Regisseur Kornél Mundruczó, in Gödöllö in Ungarn geboren, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Theater- und Film-Regisseuren Ungarns. Seine Kurz- und Spiel-Filme wurden mit zahlreichen internationalen Preisen prämiert und waren auch in deutschen Kinos zu sehen. 2014 gewann ,,Underdog (White God)‘‘ auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes den Hauptpreis in der Sektion ,,Un Certain Regard‘‘, bevor sein Film ,,Jupiters Moon‘‘ im offiziellen Wettbewerb gezeigt wurde. Seine Schauspiel-Inszenierungen ,,Das Eis von Vladimir Sorokin‘‘ (Gastspiel bei den Wiener Festwochen) und ,,Das Frankenstein – Projekt‘‘ machten Kornél Mundruczó auch im Theater bekannt. Seit 2009 ist die von ihm gegründete ,,Theaterkompanie Proton Theater‘‘ weltweit auf Festivals eingeladen. Mit dem ,,Thalia Theater‘‘ verbindet den LILIOM-Regisseur eine jahrelange Zusammenarbeit. Kornél Mundruczós erste Inszenierung in Deutschland ,,Judas-Evangelium‘‘, eröffnete die Intendanz von Joachim Lux 2009 im ,,Thalia-Theater‘‘. LILIOM ist – nach dem Stück ,,Judas-Evangelium‘‘, der Uraufführung von ,,Die Zeit der Besessenen‘‘ (nach Dostojewskij) und nach ,,Die Weber‘‘(nach Gerhart Hauptmann) – bereits die vierte Begegnung zwischen dem Regisseur und dem Ensemble des ,,Thalia Theaters‘‘.

Folgende Schauspielerinnen und Schauspieler gestalten das zweite Schauspiel LILIOM der Festspiel-Sommersaison 2019 auf der Halleiner Pernerinsel: Jörg Pohl Liliom, Maja Schöne Julie, Oda Thormeyer Frau Muskat, Marie Löckner Marie, Julian Greis Wolf Beifeld, Thilo Werner Ficsur, Sandra Flubacher Frau Hollunder, und andere. – Das Programmbuch 2019 der Salzburger Festspiele wurde durchgehend mit Arbeiten von Joseph Beuys illustriert. Das oben abgebildete Werk ,,Die Frau zeigt dem Mann ihr Bauwerk‘‘ entstand 1960 und wurde dem Beitrag über das Schauspiel LILIOM vorangestellt. – (Christina Bellingen, Odo Stierschneider. Foto: Stiftung Museum Moyland / Maurice Dorren).

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Das Schauspiel SOMMERGÄSTE von Maxim Gorki (1868 bis 1936) in einer Bearbeitung von Dramaturgin Sabrina Zwach, läutet die Spielsaison 2019 der Salzburger Festspiele auf der Halleiner Perner-Insel ein. Premiere ist am Mittwoch, 31. Juli um 19,30 Uhr. Von Donnerstag, 1. August bis Donnerstag 8. August wurden täglich – mit einer Pause am Sonntag, 4. August – noch weitere 7 Vorstellungen angesetzt. Unter Regie von Mateja Kolecnik ist Raimund Orfeo Voigt für die Bühne zuständig, Ana Savic Gecan für die Kostüme und Tamas Banyai für den Bereich Licht. Die Choreografie liegt in Händen von Matija Ferlin, Philipp Haupt ist für den Bereich Vidoe zuständig und Sabrina Zwach für die Dramaturgie. Bei der Vorstellung werden auch Untertitel in englischer Sprache geboten. Im Programmheft, besser im Programmbuch 2019 der Salzburger Festspiele mit respektablen 165 Seiten, stellt Sabrina Zwach ihrem nun folgenden Beitrag über das Stück SOMMERGÄSTE folgendes Zitat an den Anfang: ,,Die Elite – das sind nicht wir! Wir sind Sommergäste in unserem Land … Wir sind ausschließlich damit beschäftigt, uns eine bequemen Platz im Leben zu suchen.‘‘

Eine Gruppe gebildeter, gut situierter, intelligenter Großstädter in den besten Jahren, verbringt den Sommer im gemieteten Ferienhaus des Rechtsanwalts Bassow auf dem Land und vertreibt die lähmende Langeweile des sie verbindenden kleinbürgerlichen Umfelds mit seichten Gesprächen und viel Alkohol. Ein Schriftsteller kommt zu Besuch. Warwara, die Frau des Gastgebers, fühlt sich zu ihm hingezogen und lässt dafür den Lebemann Rjumin abblitzen, der ihr verfallen zu sein scheint. Suslow, ein Bauingenieur aus der Gruppe, trinkt. Die mehrfache Mutter Olga schwankt zwischen Hass auf ihren erfolglosen Mann, den Arzt, und sich selbst während sich die Ärztin Marja in den wesentlich jüngeren Wlas verliebt. Der ehemalige Fabrikant beobachtet und genießt … Über alledem steht die Frage nach dem Sinn in einem selbstbezüglichen, narzisstischen, vollkommen unpolitischen Kosmos – und das macht Gorkis Szenen so aktuell.

Am 10. November 1904 kommt Gorkis Drama in Sankt Petersburg erstmals auf die Bühne. ,,Die Aufführung der >Sommergäste< war ein Skandal und ich bin zufrieden, schreibt Autor Gorki und ergänzt: ,,Das Stück ist nicht besonders, aber ich habe getroffen, wohin ich gezielt habe!‘‘ Das Werk erscheint in politisch angespannten Zeiten, am Vorabend zur Revolution 1905. Gorki, der am Streik der Arbeiter am 9. Jänner 1905 teilgenommen hat, wird verhaftet, das Stück daraufhin abgesetzt und – aufgrund des politischen Drucks – im Herbst desselben Jahres jedoch wieder freigegeben. Mehrfach waren Aufführungen zur politischen Demonstration genützt worden – Zuschauer verlasen etwa Aufrufe, die Regierung zu stürzen – weshalb Gorkis SOMMERGÄSTE aus dem gesellschaftlichen Kontext der Entstehung heraus auch immer vor einem politischen Hintergrund gelesen wurde.

,,Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele‘‘, so Gorki. Mateja Koleznik verfolgt diesen Gedanken generell in ihrer Arbeit und im Kontext der SOMMERGÄSTE einmal mehr, da sich die Begriffe ,,Gesellschaft‘‘ und ,,Kunst‘‘ seit der Entstehung des vieraktigen Dramas 1904 grundlegend verändert haben. Der Schriftsteller etwa, der auf die Sommerfrischler trifft, ist nicht mehr ins Heute übertragbar, da die Kunst als Gegenpol zur Gesellschaft verloren gegangen ist. Hat die Gesellschaft damit auch ihre Seele verloren? Und was bedeutet das für das Theater, das Kunst sein will? Das sind Fragen, die sich schon in der Entstehungszeit andeuteten.

Mateja Koleznik zählt zu den bedeutendsten Regisseurinnen Sloweniens. Ihr Debüt im deutschsprachigen Raum gab sie 2012 mit Witold Gombrowicz’s Yvonne, Prinzessin von Burgund. Eine Produktion, die zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen wurde. Unter anderem auch nach Maribor. Dort wurde ihre Produktion von Ibsens John Gabriel Borkman 2013 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. – Eine präzise Auseinandersetzung mit den Texten wie des Stückes SOMMERGÄSTE, die fast mikrochirurgische Sezierung der Psychologie der jeweiligen Figuren-Konstellationen und starke ästhetische bzw. formale Inszenierungs-Konzepte zeichnen Mateja Kolezniks Arbeiten aus. Sie sind mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen.

 

Folgende Schauspieler gestalten das Festspiel-Schauspiel SOMMERGÄSTE im August 2019 auf der Halleiner Perner-Insel: Primoz Pirnat Sergej Bassow, Rechtsanwalt. Genija Rykova Warwara Michajlowna, seine Frau. Gerti Drassl, Kalerija, Bassows Schwester. Paul Behren Wlas, Bruder von Warwara. Sascha Nathan Pjotr Suslow, Ingenieur. Aenne Schwarz Julija Filippowna, sein Frau. Jana Zupancic Olga Aleksejewna. Marko Mandic Pawel Rjumin. Marie-Lou Sellern Marja Lwowna, Ärztin. Maresi Riegner Sonja, ihre Tochter. Martin Schwab Doppelpunkt, Suslows Onkel. Till Firit Nikolaj Samyslow, Bassows Assistent. Felix Kammerer Simin, Student. Gunther Eckes Pustobajka, Wächter auf Bassows Datscha. Thomas Gräßle Kropilkin. Und andere Darsteller. – Das Programmbuch 2019 der Salzburger Festspiele wurde durchgehend mit Arbeiten von Joseph Beuys illustriert. Die oben abgebildete Arbeit, betitelt mit ,,Zwei Frauen‘‘, entstanden1958, wurde den Erläuterungen zum Schauspiel SOMMERGÄSTE vorangestellt. – (Sabrina Zwach, Odo Stierschneider. Foto: Stiftung Museum Moyland / Maurice Dorren).

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,,Ehret die Frauen, sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben, sie sind der Strahl, der unser Leben erhellt‘‘ – mahnt Friedrich von Schiller. Eine dieser hinreißenden Persönlichkeiten, die uns himmlische Rosen ins irdische Leben flechten und weben und im wahrsten Sinne des Wortes unser Leben erhellen, ist – SIE. Denn SIE zählt längst schon zu den Unsterblichen, die im Kultur-Geschichtsbuch Salzburgs, Österreichs, Europas und der gesamten kulturell geprägten Welt, für immer verewigt sind. Auf besonders eindrucksvolle Art demonstriert SIE stets von Neuem, dass die Salzburger Festspiele der strahlende Mittelpunkt ihres Lebens sind. Seit Beginn ihrer von massivem Engagement geprägten Tätigkeit an der Spitze der Salzburger Festspiele, zeigte SIE sich als überzeugte Verfechterin des Festspiel-Spielortes Perner-Insel und verwies wiederholt darauf hin, dass die Perner-Insel mit ihrer einzigartigen Atmosphäre für viele Regisseure und Gäste zu einer Lieblingsstätte geworden ist. Der Stadt Hallein widmete SIE folgende Worte, die wir in Gedanken auf alle Dächer, auf alle Hausfassaden und auf das Pflaster aller Stadtplätze in Hallein schreiben: ,,Die Stadt Hallein hat das Talent zum Gesamtkunstwerk“. SIE – das ist natürlich unsere verehrte, erfolgreiche, geschätzte, strahlende, liebenswerte, herausragende, geistvolle, kompetente, engagierte, beeindruckende, glanzvolle und gefeierte Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler. Ihre überaus erfolgreiche Tätigkeit an der Spitze der Salzburger Festspiele kommt in einer ganzen Reihe höchster Auszeichnungen zum Ausdruck. 1998: Goldenes Ehrenzeichen des Landes Salzburg. 2003: ,,Silberne Rose‘‘ der Wiener Philharmoniker. 2006: Ritter der Französischen Ehrenlegion. 2007: Wappenmedaille in Gold, die höchste Auszeichnung der Stadt Hallein. 2015: Großoffizier des Sterns von Italien. 2018: Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg. 2018: Österreicherin des Jahres, Kategorie Kulturerbe. 2018: Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark. 2019: Goldmedaille des Kennedy Center International Committee of the Arts. Die glorreiche Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl Stadler unterstützte stets die Bemühungen, die Präsenz der Salzburger Festspiele auf der Halleiner Perner-Insel zu festigen. Sie bringt dankenswerter Weise immer wieder zum Ausdruck, dass die Perner-Insel längst zu einer unverzichtbaren Spielstätte der Salzburger Festspiele geworden ist. Dafür danken wir, dafür ehren wir und dafür lieben wir die unvergleichliche und einzigartige Präsidentin der Salzburger Festspiele Dr. Helga Rabl-Stadler. – (Odo Stierschneider. Foto: Salzburger Festspiele / Doris Wild. Dieser Beitrag wurde der ,,Halleiner Festspielbroschüre 2019‘‘ entnommen).

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Die monumentalen Ölgemälde des chinesischen Künstlers Wang Jixin in der Alten Saline auf der Perner-Insel zeigen unter dem Titel ,,Im Fluss‘‘ Markantes aus der vergangenen Salzproduktion in Hallein und aus dem Salzbergwerk auf dem Dürrnberg. Die beeindruckenden Werke sind nur noch bis 24. August 2019 zu sehen. Und was kommt dann? Gelangen die großformatigen Gemälde in ein Museum der Stadt Salzburg oder kommen sie gar nach Linz oder Wien? Derzeit werden die großdimensionierten Werke auf exzellente Weise präsentiert: In abgedunkelten Räumen und exakt in der jeweiligen Größe der einzelnen Bilder beleuchtet. Das ergibt einen raffinierten und sensationellen Gesamteindruck, zu dem sich in ganz Österreich kein Gegenstück findet. Die wichtige Erkenntnis daraus: Diese monumentale Schau an Ölgemälden müsste unter allen Umständen in der Alten Saline bestehen bleiben!

WICHTIGES THEMA: ENTWICKLUNG
DER PERNER-INSEL ZU EINER KULTUR-INSEL

Zu den großen Zukunfts-Strategien der Stadt Hallein zählt auch die kontinuierliche Entwicklung der Perner-Insel zu einer Kultur-Insel. Die Salzburger Festspiele, die ,,Schmiede‘‘, immer öfter Veranstaltungen auf der Festspiel-Bühne auch außerhalb der Festspielzeit, die Etablierung der Alten Schmiede als Aufführungsstätte, die jährliche Präsenz der Fachhochschule Salzburg in Puch-Urstein, die Kunst-Ausstellungen von Dr. Spruzina zur Festspielzeit im Verdampferturm und nun die dauerhafte Präsentation der monumentalen Ölgemälde zum Thema Salz – das sind wichtige, elementare Schritte hin zur bedeutungsvollen, attraktiven, innovativen und inspirierenden Kultur-Insel und damit zu einer weiteren Aufwertung der Kulturstadt Hallein.

DIESE BILDERSCHAU MUSS ZU EINER
PERMANENTEN ATTRAKTION IN HALLEIN WERDEN

Die Gemälde-Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ stellt ein bislang einzigartiges Kooperations-Projekt zwischen Stadtgemeinde Hallein, Sudhaus hallein.kultur, Keltenmuseum Hallein und ,,Halleiner G’schichten‘‘ dar und versteht sich als Impulsgeber für ein konzeptionelles Neudenken bezüglich der Perner-Insel als Ort visionärer künstlerischer Auseinandersetzungen in der Stadt Hallein. Die Ausstellung ist kostenlos jeweils Donnerstag von 17 bis 19.30 Uhr, Freitag von 14 bis 19.30 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr, sowie jeweils eine Stunde vor Beginn der Festspiel-Aufführungen auf der Perner-Insel, weiters auf Anfrage und bei speziellen Anlässen zugänglich. Aktuelle Informationen zum Rahmenprogramm der Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ finden sich auf www.imfluss.at. Abschließende Forderung: Es muss von der Halleiner Stadtpolitik alles unternommen werden, um die Gemälde-Ausstellung in der Alten Saline zu einer permanenten Attraktion der Kulturstadt Hallein zu machen.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die verbrannte Baumskulptur des Künstlers Wang Jixin im Salzlager der Alten Saline symbolisiert die zentralen historischen Elemente des Salzabbaus: Salz, Holz, Feuer. Scheinbar unzerstörbar und für immer in Salz konserviert, empfängt der massive Stamm sein Publikum. Die weiteren Fotos zeigen Arbeiten aus der Gemälde-Ausstellung. FOTOS 2 und 3: Zwei grundlegende Elemente der historischen Salzproduktion in Hallein: Der Salzträger, der auch heute noch das Halleiner Stadtwappen ziert und Arbeiter, die aus einer Sudpfanne das Salz herausziehen. FOTOS 4 bis 6: Diverse Arbeiten im Salzbergwerk. FOTOS 7 bis 9: Drei Gemälde der berühmten Bergwerks-Rutschen. FOTO 10: Eine Besuchergruppe ist in den Stollen des Salzbergwerkes mit der Grubenbahn unterwegs. FOTO 11: Die oft gefährliche Brennholz-Bringung für die Saline Hallein. FOTO 12: Die verbrannte Baumskulptur im Salzlager, diesmal als Gemälde des Künstlers Wang Jixin. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST)

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Die Eröffnung der grandiosen Bilderschau ,,Im Fluss‘‘ in der Alten Saline wurde zu einem beeindruckenden Festakt. Noch nie zuvor waren derart raumgreifende Gemälde über das Halleiner Salzwesen zu bewundern, wie sie der aus China stammende und seit 2013 in Salzburg arbeitende Künstler Wang Jixin nun in der Alten Saline auf der Perner-Insel präsentiert. Bei der Ausstellungseröffnung vermissten wir Vertreter der Stadt Salzburg, die, im Gegensatz zur Stadt Hallein, 600 Jahre lang uneingeschränkt vom Halleiner Salz profitierte. Wichtig: Repräsentanten der Landeshauptstadt müssten zu allen heuer noch anstehenden Veranstaltungen zum Thema Salz eingeladen werden. Vielleicht dämmert es dann den Verantwortlichen in der Stadt Salzburg, daß endlich konstruktive Gespräche mit Hallein bezüglich einer Wiedergutmachung des 600 Jahre währenden Salzraubes in Hallein zugunsten der Stadt Salzburg zu führen sind.

DIESE GRANDIOSE, MONUMENTALE AUSSTELLUNG
MÜSSTE UNTER ALLEN UMSTÄNDEN FÜR IMMER
IN DER ALTEN SALINE BESTEHEN BLEIBEN

Die monumentale Bilderpräsentation in der Alten Saline geht auf eine erfreuliche Initiative der früheren, langjährigen Halleiner Kultur-Stadträtin und Vize-Bürgermeisterin Dr. Eveline Sampl zurück. Sie trat auch bei der Eröffnungsfeier auf beeindruckende Weise in Erscheinung (Foto 1). Zur Eröffnung sprach auch Künstler Wang Jixin (Foto 2), der den Ausstellungs-Titel ,,Im Fluss‘‘ sowohl von der Perner-Insel als auch vom Wandel Halleins seit Ende der Salz-Ära vor 30 Jahren ableitet. Multimedial wird die Ausstellung durch Mitwirkung von Musiker Matej Dzido (Foto 3). Er schuf für diese Ausstellung eine 30minütige Komposition, die in enger Zusammenarbeit beider Künstler entstand. Man erkennt: Die Zeit des Salzabbaues ist zwar beendet, aber der Geist dieser für die Stadt Salzburg traumhaften, für die Stadt Hallein schrecklichen Zeit, lebt weiter bis heute. Auch Bürgermeister Alexander Stangassinger (Foto 4) nahm an der Ausstellungs-Eröffnung teil. Sie ist für ihn persönlich von spezieller Bedeutung, wohnt er doch gewissermaßen oben auf dem Salzberg im Stadtteil Bad Dürrnberg. Halleins neue Vize-Bürgermeisterin und beauftragte Kultur-Stadträtin Rosa Bock (Foto 5) widmete sich ausführlich dieser Ausstellung, die, nicht nur aus Sicht des SALZSCHREIBER, selbstverständlich auf Dauer in der Alten Saline verankert bleiben müsste.

DIE AUFWERTUNG DER ALTEN SALINE UND
DER STADT HALLEIN DURCH DIESEN BEISPIELLOSEN
BILDERREIGEN, STEHT VÖLLIG AUSSER ZWEIFEL

Unsere beiden letzten Fotos 6 und 7 lassen nur erahnen, wie grandios sich diese Ausstellung der monumentalen Werke von Wang Jixin tatsächlich präsentiert. Aus den abgedunkelten Räumen der Alten Saline leuchten die perfekt angestrahlten Werke auf fantastische Weise hervor. Ein überwältigender, begeisternder Gesamt- Eindruck, der in der österreichischen Kunstszene kein Gegenstück findet! Die Dunkelheit erinnert an die Bergwerksstollen, die Alte Saline ist als Ausstellungsort dieser monumentalen ,,Salz‘‘-Bildwerke selbstverständlich perfekt. Und Perfektes sollte man der Stadt Hallein erhalten! Unter den Ausstellungs-Besuchern gab es zahlreiche  spontane Äußerungen, wonach Hallein sich bemühen müsste, diese Ausstellung als bleibende Attraktion zu erhalten. Für eine ständige Ausstellung wären nur jene Bilder der reichhaltigen Schau heranzuziehen, die sich klar erkennbar auf das Halleiner Salzwesen mit Bergwerk und Schaubergwerk beziehen. Damit fände man mit nur einem Ausstellungsraum das Auslangen. Die Aufwertung der Alten Saline und der Kulturstadt Hallein durch diese einzigartige Bilderpräsentation steht außer Zweifel. Wird der Ausstellungsraum für anderweitige Veranstaltungen benötigt, könnten die Bilder durch undurchsichtige Folien abgedeckt werden. Noch ein Hinweis: Unser nächster Bildbericht hier im Ressort ,,Kultur‘‘ präsentiert mit einem Dutzend Fotos jene Bilder, die sich auf das einstige Halleiner Salzwesen und das Schaubergwerk beziehen. Sie wären damit für eine dauerhafte Gemäldeschau besonders gut geeignet. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Alte Saline auf der Pernerinsel ist Austragungsort und Impulsgeber für eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Salzstadt Hallein, in der vor 30 Jahren die Salzproduktion eingestellt wurde. Unter dem Titel ,,IM FLUSS‘‘ wird eine künstlerische und historische  Schau geboten, die sich mit der bewegten  Ge­schichte Halleins beschäftigt. Auch heute noch sind die Spuren, die das Salz in Hallein hinterließ, spürbar. Augenfällig in Form touristischer Attraktionen auf dem Dürrnberg mit dem Salz-Schaubergwerk ,,Salzwelten‘‘, dem Keltendorf ,,Salina‘‘, welches an die Salzgewinnung bereits vor 2500 Jahren auf dem Dürrnberg erinnert und ganz aktuell, die im Keltendorf in Bau befindliche Schausaline, die Anfang Herbst 2019 ihren Betrieb aufnehmen wird. Aber auch in der Altstadt von Hallein, wo das jüngste Salinen-Gebäude ,,Colloredo‘‘ erhalten ist und auf der Perner-Insel mit der historischen Sudpfanne in der Alten Saline, die vor 150 Jahren eine moderne Großsaline darstellte.

Erstaunlicher Weise fand das 800-jährige Salzgeschehen in der heimischen Kunst­szene keinen markanten Widerhall. Lediglich der akademische Maler Prof. Edmund Stierschneider (Gründer der ,,Halleiner Zeitung‘‘ und Treibsatz für die Gründung des Bundesgymnasium Hallein), suchte in den zurückliegenden 50er- und 60er-Jahren die Bergmänner im Salzbergwerk auf, um sie bei ihrer Arbeit zu zeichnen und zu malen. Doch nun treten zwei auswärtige Kunstschaffende, der chinesische Künstler Wang Jixin und der slowenische Komponist Matej Dzido ins Rampenlicht, um in Hall­ein der Rolle des Salzes und dessen Einfluss auf die Identität der Stadt einfühlsam nachzuspüren. Unter dem Ausstellungstitel ,,Im Fluss‘‘, wird gezeigt, dass massiver Wandel nicht nur Verlust bedeutet sondern auch positive Veränderung und neue Blickwinkel entstehen lässt. Dazu ein Zitat von Antoine Lavoisier (1743 bis 1794): ,,Nichts verschwindet – alles verändert sich‘‘.

Künstler Wang Jixin thematisiert in der Alten Saline die Rolle des Salzes und dessen Einfluss auf Halleins Identität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der künstlerischen Darstellung von  sozialem Wandel und der Transformation nach wirtschaftlichen Brüchen. Seine aktuellen Werke, die er für die Perner-Insel schuf, sind eine einfühlsame Schau auf die Kultur und Tradition Halleins und der umliegenden Region. Mit seiner meisterlichen Fähigkeit, die Bedeutung hinter den Dingen erfahrbar zu machen, thematisiert er auch die sozialen Konflikte, die der jahrzehntelange Umbruch Halleins weg von einer Industriestadt  hin zu einer interkulturellen, künstlerisch ambitionierten Neupositionierung bringt. Die Eindrücke, die beim Betrachten seiner groß dimensionierten Ölbilder entstehen, sind so elementar und intensiv wie seine Werke. Mit der eigens für diese Ausstellung komponierten Musik des Komponisten Matej Dzido, die in enger Zusammenarbeit der beiden Künstler entstand, wird diese Ausstellung zu einem intensiven Gesamterlebnis.

Der Künstler Wang Jixin wurde 1966 in der chinesischen Provinz Shandong geboren. Er studierte an der renommierten Central Academy of Fine Arts in Peking. In seinem künstlerischen Werk beschäftigt er sich mit Geschichte und Geschichten von Kulturen und deren Vergänglichkeit. Von 2009 bis 2011 war er Artist in Residence im Gastatelier des Landes Salzburg im Salzburger Künstlerhaus und unterstützte bis 2018 das Land Salzburg bei seinem Auslands-Atelierprogramm für Salzburger Künstler/innen in Peking. Wang Jixin lebt und arbeitet seit 2013 in Salzburg.

Der Musiker Matej Dzido wurde 1993 in  Laibach (Slownien) geboren und ist als Pianist und Komponist tätig. Sein Klavierstudium am  Mozarteum Salzburg absolvierte er mit ausgezeichnetem Erfolg. Derzeit absolviert er sein Masterstudium in der Klasse von Stan Ford. Mit seinem 2015 gegründeten Ensemble ,,Lyeson‘‘, das virtuos Klassik mit lateinamerikanischen Rhythmen und Gipsy-jazzigen Einflüssen interpretiert, ist er über die Grenzen Österreichs hinaus erfolgreich unterwegs. Im Salzlager der Alten Saline auf der Pernerinsel geben Matej Dzido und sein Ensemble
,,Lyeson‘‘ am Montag, 24. Juni 2019 das Konzert ,,Limitless. Jazz – we can!‘‘

Auch das Keltenmuseum Hallein wird in der Alten Saline auf der Perner-Insel mit einer Sonder-Ausstellung präsent sein. Mit wichtigen Ausstellungsstücken der unvergessenen, schon legendären Ausstellung ,,SalzHOCHburg Hallein‘‘, wird die wechselhafte Geschichte von Salzgewinnung und Salzhandel beleuchtet. Mit dem Halleiner Salz formten die auch weltlich regierenden Fürsterzbischöfe innerhalb von 600 Jahren ihre Residenzstadt Salzburg zur weltberühmten Sehenswürdigkeit. Hall­ein blieb in dieser langen Zeit nur die ausgebeutete Salzkolonie, in der die kirchlichen Regenten keinen einzigen Ziegel in die Hand nahmen, um auch hier einen repräsentativen Bau zu errichten. Insgesamt 11 Salinengebäude behinderten eine aktive Stadtentwicklung, das Salzwesen war per erzbischöflichem Dekret der Steuerhoheit der Stadt Hallein völlig entzogen. Die kirchlichen Landesherren zahlten den Arbeitern im Salzbergwerk und in den Salinen nur Schandlöhne, so dass zeitgenössische Reisende sich immer wieder über das ausgemergelte Aussehen der Stadtbewohner und die aggressive Bettelei von Frauen und Kindern entsetzten.

Im Rahmen von geführten Rundgängen lädt die Initiative ,,Halleiner G’schichten‘‘ zu ,,Salzgeschichten – Von der Salzindustrie zum Geschichtserlebnis‘‘ ein die Industriegeschichte Halleins am historischen Ort – vor Europas ältester noch erhaltener Sudpfanne – zu erleben. So wird aus ersten Hand und auf fundierte, spannende Art Kulturvermittlung als Brückenenschlag in das Hier und Jetzt erlebbar gemacht. Die Rundgänge beginnen um 10 Uhr im Keltenmuseum in den Fürstenzimmern und führen weiter auf die Perner-Insel.
Termine: 22. 6. / 6. 7. / 20. 7. / 3. 8. / 17. 8.
Eintritt 6,50 Euro.

DIE TERMINE der Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ – Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau:
21. Juni – 24. August 2019
Jeweils Do: 17 – 19.30 | Fr: 14 – 19.30 | Sa: 10 – 14 Uhr

Zusätzlich geöffnet von 18.30-19.30 Uhr zu Festspielaufführungen
sowie zu Rahmenveranstaltungen und Aktionstagen.
Der Eintritt zur Ausstellung ,,Im Fluss“ ist frei.

WEITERE VERANSTALTUNGEN
zum Thema Hallein 30 Jahre nach Ende der Salzproduktion:

Donnerstag, 4.7., 18.30 Uhr,
Vortrag im Keltenmuseum Hallein
Salzgeschichte(n): Vom „Weißen Gold“ der Erzbischöfe bis zum Bau der Saline auf der Pernerinsel
Die Entwicklung der Salinenstadt von der Salzproduktion der Erzbischöfe bis zum Bau der Saline auf der Pernerinsel und den damit verbundenen Veränderungen in Hallein.
Eintritt: € 5,-

 

Samstag, 27.7. und Mittwoch, 31.7.
Alte Saline Salzlager, Pernerinsel:
Aktionstage in der Saline auf der Pernerinsel

Glück aus! 30 Jahre Schließung der Saline Pernerinsel

 

Samstag 27.7., 10-12.30 Uhr:
Zum Ende der Soleabgabe vom Dürrnberg
Führungen jeweils um 10.00/10.30/11.00/11.30/12.00 Uhr
Eintritt frei.

 

Mittwoch, 31.7., 8-10 Uhr:
Zur endgültigen Schließung der Saline
Führungen jeweils um 8.00/8.30/9.00/9.30/10.00 Uhr
Eintritt frei

 

Sonntag, 28.7.,
Salzwelten Hallein und Stille Nacht Museum Hallein
Aktionstag: 200 Jahre Gruber in der Grube

Am 28. Juli 1819 besuchte der Komponist von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ das Salzbergwerk auf dem Dürrnberg.
Programm unter stillenachtmuseumhallein.at

 

Donnerstag, 1.8., 17 Uhr:
Alte Saline Salzlager, Pernerinsel
Oral-History-Rundgang durch die Saline auf der Pernerinsel

Zeitzeugen berichten bei einem Rundgang durch das alte Salinengebäude von ihrem ehemaligen Arbeitsplatz und ihren persönlichen Erlebnissen. Der Rundgang ist ein Sonderprojekt des Oral History Projektes Kaffeegeschichte(n), das regelmäßig im Keltenmuseum Hallein stattfindet.
Eintritt: € 5,-

 

Samstag, 3.8., 10-13 Uhr in Hallein
Kunstspaziergang Schloss Wiespach, Pernerinsel, Keltenmuseum, atelier III, kunstraum pro arte
Treffpunkt: 10 Uhr, Schloss Wiespach, Wiespachstraße 7
Der Kunstspaziergang richtet sich an alle Kunst- und Kulturinteressierten und lädt dazu ein in offener Atmosphäre Fragen zu stellen, über Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen und beim gemeinsamen Gehen die Stadt Hallein neu zu erkunden.
Information und Organisation: kunstraum pro arte.
Eintritt frei.

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Schon die Kelten gruben vor 2500 Jahren Stollen in die salzhaltigen Hänge des Dürrnberges. Noch vor dem Jahr 1200 begann man auf dem Dürrnberg damit, im Salzgestein unterirdische Hohlräume anzulegen und mit Wasser zu füllen. War das Wasser mit Salz gesättigt, wurde es als Sole durch Leitungsrohre in die verschiedenen Salinen in der Halleiner Altstadt geleitet. Dort wurde die Sole in großen Metallpfannen zu Salz verdampft. Diese Technologie wurde im Prinzip 800 Jahre lang bis zum Ende der Halleiner Salzproduktion im Juli 1989 beibehalten. Nachdem jedoch im Salzkammergut mit Zentrum Ebensee massive Salzvorkommen zur Verfügung standen, galt Hallein nur noch als ein schlecht erreichbarer Außenposten für die Österreichische Salinen-AG. Als das Ende der Salzproduktion in Hallein absehbar war, boten die Salz-Manager an, als Ausgleich dafür, auf dem Dürrnberg in der Nähe des Schaubergwerkes, eine kleine Schausaline für den Tourismus zu errichten. Der damalige Bürgermeister Franz Kurz, ein echter Dürrnberger, lehnte dies ab. Er bestand auf einer Schausaline in Hallein, so wie dies den historischen Gegebenheiten auch entsprach. Denn: Auf dem Dürrnberg hatte es nie eine Saline gegeben. Die Meinungsverschiedenheiten konnten nicht ausgeräumt werden, es gab schließlich weder in Hallein noch auf dem Dürrnberg eine Schausaline. Doch dies ändert sich nun entscheidend. Durchaus eine Sensation: 30 Jahre nach Ende der Salzproduktion in Hallein, wird im Keltendorf Salina auf dem Dürrnberg gerade eines der bestehenden Gebäude grundlegend umgebaut. Darin wird im bevorstehenden Spätsommer oder Anfang Herbst, eine Schausaline ihren Betrieb aufnehmen. Ob Hallein, einst mit bis zu 11 Salinen in der Altstadt belastet, zum 50jährigen Jubiläum der Salinenschließung im Jahre 2039, mit einer ähnlichen Initiative in Erscheinung tritt?

In den vergangenen 30 Jahren seit Einstellung der Salzproduktion in Hallein, wurde das Thema Salz in Hallein nur einige Male öffentlich thematisiert. Aus Protest gegen das Ende der Salinenstadt Hallein, erschien die ,,Halleiner Zeitung‘‘ von 1989 bis zu ihrer Einstellung 1996 mit verändertem Zeitungskopf: Die Anfangssilbe ,,Hall‘‘ (,,Salz‘‘), wurde nur noch dünn umrandet als Zeichen des Salz-Verlustes für Hallein gedruckt. 25 Jahre nach Schließung der Saline Hallein, machte DER SALZSCHREIBER mit einer Kranz-Niederlegung bei der Salzträger-Statue an der Nordeinfahrt von Hallein, auf das zurückliegende dramatische Ereignis aufmerksam. Mit der unvergessenen Ausstellung ,,SalzHOCHburg Hallein – ein Rohstoff, der Land und Menschenprägte‘‘ wurde im Keltenmuseum Hallein im Rahmen der Landesausstellung 2016 und der 200jährigen Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich, das Halleiner Salzwesen umfassend und beeindruckend in Erinnerung gebracht. Ebenso mit der Herausgabe des dazugehörenden, prachtvollen Bildbandes ,,SalzHOCHburg Hallein – ein Rohstoff der Land und Menschen prägte‘‘ unter Herausgeberschaft von Barbara Tober. Ansonsten wurde in den vergangenen 30 Jahren keine größere Initiative bezüglich der Einstellung der Salzproduktion entfaltet. Heuer, im eher wenig erbaulichen Jubiläumsjahr des 30 Jahre zurückliegenden Endes der Salzproduktion, werden gleich mehrere Veranstaltungen zum Thema ,,Hallein 30 Jahre nach dem Salzabbau‘‘ unter dem Titel ,,Im Fluss‘‘ vom 21. Juni bis 24. August 2019 geboten. Im Mittelpunkt stehen die beiden auswärtigen (!) Künstler Wang Jixin und Matej Dzido. Initiatorin der Veranstaltung ,,Im Fluss‘‘ ist Eveline Sampl-Schiestl. DER SALZSCHREIBER wird darüber noch ausführlich berichten.

ZU DEN OBEN
STEHENDEDN FOTOS
FOTO 1:
Zum 25jährigen Jubiläum (kein Grund für Jubel!) des Endes der Salzproduktion in Hallein, veranlasste DER SALZSCHREIBER eine Kranz-Niederlegung bei der Salzträger-Statue an der nördlichen Stadteinfahrt. FOTOS 2 und 3: Die Blumen und die Kranz-Schleifen in Nahaufnahme. FOTO 4: Das Keltendorf Salina auf dem Dürrnberg. Rechts unten der Eingangsbereich. In der Bildmitte drei gelbe Schirme. Unmittelbar links daneben ein Holzhaus. An dessen Rückseite wurde bereits vor einigen Jahren eine kleine rechteckige Solesiedepfanne mit Rauchfang errichtet. Dazu die FOTOS 5 bis 7. Ein Stück hinter den drei gelben Schirmen steht quer ein großes auffälliges Gebäude. Es wird gerade umfassend renoviert, wie unsere FOTOS 8 bis 11 es anschaulich zeigen. In diesem Gebäude wird die Dürrnberger Schausaline errichtet und im Spätsommer oder Anfang Herbst 2019 öffentlich zugänglich sein. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Plan B! Ein echter Glücksfall für die Stadt Hallein. Plan B! Sorgt für künstlerische Atmosphäre  in der Halleiner Altstadt. Plan B! Eine spannende künstlerische Offene Werkstatt am Kornsteinplatz. Plan B! Sympathische und freundliche Künstler, die ihre Begeisterung für Kunst auch an Interessierte weitergeben wollen. Plan B! Deshalb gibt es keine Hemmschwelle vor künstlerischer Betätigung. Plan B! Neun künstlerisch tätige Persönlichkeiten, die immer wieder zu Ausstellungen ihrer von unglaublicher Vielfalt geprägten Werke einladen. Plan B! Das sind Hannes Bernhofer (Drechseln, Metallskulpturen). Robert Bernhofer (Raku-Keramik, Kleinskulpturen). Ulli Fritzl (Speckstein). Günther Reiter (Speckstein). Bernhard Fritzl (Monotypie, Aquarell, Raku-Keramik). Raimund Weickl (Metallskulpturen, Polymer Clay). Gerold Pattis (Astro- Fotografie) und Eva M. Moser (Filzen). Plan B! Die Mitglieder der Gruppe geben ihr Können und Wissen in Form von Workshops an alle Interesssenten weiter. Damit der Einstieg erleichtert wird, gibt es einführende Gespräche oder auch gleich einen Selbstversuch, mit dem man feststellen kann, wohin eine mögliche künstlerische Reise hingehen könnte. Plan B! Das sind die Sparten, in  denen sich die Mitglieder von Plan B meisterhaft entfalten:  Malerei, Grafik und Druck, Kunstdrechseln, Raku-Keramik, Polymer Clay, Filzen, Kleinskulpturen, Speckstein, Metallskulpturen, Astro-Fotografie. Plan B! Gegenwärtig ist wieder eine ungemein sehenswerte Ausstellung in der Offenen Werkstatt am Kornsteinplatz 10 zu bewundern. Unsere oben stehenden Fotos zeigen daraus einige Beispiele. Plan B! Kontakt unter Tel. 0681 814 09 864 oder Email: plan.b.hallein@gmail.com – alles klar? – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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„Das vom ,,Stille-Nacht‘‘-Museum Hallein entwickelte Programm für 2019 (der SALZSCHREIBER berichtet darüber weiter unten hier im Ressort KULTUR), ist eine vorbildliche Initiative, sie ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige ,,Stille-Nacht‘‘-Kultur mit Tiefgang, auch nach dem Jubiläumsjahr 2018!“ betonte Michael Neureiter, Präsident der ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft, bei den Veranstaltungen im ,,Stille-Nacht‘‘-Bezirk Hallein rund um den Todestag Franz Xaver Grubers.

 

Bei der Gedenk-Veranstaltung an Grubers-Gedenkgrab, wurde des 156. Todestags des Komponisten gedacht, der am 7. Juni 1863 in Hallein verstarb. Das ,,Stille-Nacht‘‘ Museum Hallein und die ,,Stille-Nacht‘‘- Gesellschaft ehrten Gruber mit einer Kranz-Niederlegung. Benjamin Huber trug einen Brief aus dem ,,Stille-Nacht‘‘-Archiv Hallein vor. Darin berichtet Felix Gruber, ein Sohn des Komponisten, seinem Freund Josef Peterlechner über das Ableben und die Beerdigung seines Vaters. Die Halleiner Bürgergarde stellte eine Ehrenwache, eine Bläsergruppe der Halleiner Bürgermusik sorgte für eine würdige musikalische Gestaltung.

 

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STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Sichtbare Zeichen der Erinnerung und Wertschätzung für den ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten und sein 28jähriges Wirken in Hallein waren zwei Kränze, welche die ,,Stille-Nacht‘‘- Gesellschaft und das ,,Stille-Nacht‘‘- Museum Hallein an seiner Grab-Gedenkstätte niederlegten. Im Bild links die Abordnung der Halleiner Bürgergarde mit Dechant Hans Schreilechner, Präsident Michael Neureiter und Benjamin Huber, rechts der Leiter des ,,Stille-Nacht‘‘- Museums Florian Knopp mit der Bläsergruppe der Halleiner Bürgermusik. FOTO 2: Das Gedenkgrab Grubers befindet sich vor dem Gruberhaus, in dem Franz Xaver Gruber mit seiner Familie 28 Jahre wohnte. Im Bild von links Florian Knopp, Leiter des ,,Stille- Nacht‘‘-Museum, Benjamin Huber, der bei der Gedenk-Veranstaltung einen Brief Felix Grubers vortrug, und Michael Neureiter, Präsident der ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft, der in seiner Kindheit und Jugend im Gruberhaus lebte. – (Presse-Aussendung der ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft. Fotos: Adi Aschauer)

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Unter dem Titel „Musik & Balance“ gab die grandiose Bergknappen-Musikkapelle Dürrnberg, in der ausverkauften (!) Halle der Festspielbühne auf der Pernerinsel, ihr alljährliches Frühjahrskonzert. Neben den zahlreichen, großartigen Solisten, bildete die hinreißende Einlage der Artistin Stefanie Millinger eine der fantastischen Attraktionen dieses begeisternden Abends. Zu den Konzert-Highlights zählten die Ouvertüre zur Operette Wiener Frauen, das Concertino für Klarinette mit der jungen Solistin Julia Stangassinger und das Stück „Bohemian Rhapsody“ als Hommage an Queen-Sänger Freddie Mercury.


Bürgermeister Alexander Stangassinger, in Bad Dürrnberg wohnhaft, zeigte sich begeistert: „Traditionelle Musik verbunden mit modernen Elementen – die Bergknappen-Musikkapelle hat wieder einmal gezeigt, dass sie Altes mit Neuem so verknüpfen kann, dass die Besucher und Besucherinnen regelrecht in ihren Bann gezogen werden. Auf so beeindruckende Botschafter der Stadt, kann man als Bürgermeister nur stolz sein.“


Dieses traditionsreiche Konzert wird auch immer wieder für erfreuliche Ehrungen genutzt. Heuer gratulierten Bürgermeister Alexander Stangassinger und die Bergknappen-Musikkapelle Melissa Deisl zum bronzenen Leistungs-Abzeichen und Hans Golser zu seiner 25-jährigen aktiven Tätigkeit. Rosmarie Fuchs und Verena Angerer beendeten ihre Mitgliedschaft und bekamen für ihre fünfjährige Tätigkeit bei der Musikkapelle die Marketenderinnen-Brosche verliehen. Zum ersten Mal beim Frühjahrskonzert mit dabei waren heuer Melissa Deisl, Katharina Streitfelder, Anna Iglseder, Michael Scheuringer und Elias Gradl. Besonders beeindruckend: Insgesamt besteht die Bergknappen-Musikkapelle Dürrnberg aus 82 Musikerinnen und Musikern inklusive vier Marketenderinnen! Das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre. – (Presse-Aussendung der Stadtgemeinde Hallein).

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STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Die auch optisch imposante Bergknappen-Musikkapelle auf der Festspielbühne der Pernerinsel. Sie umfasst imponierende 82 Mitglieder. Am 1. Jänner 2018 zählte Bad Dürrnberg 822 Einwohner. Das bedeutet, jeder 10. Dürrnberg-Bewohner ist Mitglied im musikalischen Aushängeschild des Dürrnberges und der Stadt Hallein! FOTO 2: Landes-Kapellmeister Johann Ebner dirigierte in gewohnt souveräner Art das fantastische Konzert, welches unter dem Titel ,,Musik und Balance‘‘ dargeboten wurde. FOTO 3: Artistin Stefanie Millinger in ihrem Element – hoch oben, knapp unter der Decken-Konstruktion der Festspielhalle. FOTO 4: Landes-Kapellmeister Johann Ebner schiebt zwei Dirigentenstäbe der Artistin Stefanie Millinger zwischen die Finger – pardon, natürlich zwischen die Zehen! Die Artistin muss elastische, biegsame und verformbare Rückenwirbel besitzen, anders ist diese sensationelle Körperhaltung nicht zu erklären. FOTO 5: Die atemberaubende Lady vollzog, noch dazu auf zwei Metallstäben balancierend, dieses Wunder an Beweglichkeit und dann brach mit elementarer Wucht über Festspielhalle noch nie Dagewesenes herein: Die Bergknappen-Musikkapelle Dürrnberg wurde zum ersten Mal in ihrer langjährigen Geschichte von einer Frau und noch dazu mit zwei Dirigentenstäben dirigiert! FOTO 6: Melissa Deisl, Bürgermeister Alexander Stangassinger, Hans Golser, Rosmarie Fuchs, Verena Angerer, Obmann Christian Brandner und Landesobmann Matthäus Rieger. – (Odo Stierschneider, Fotos: Adi Aschauer).

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Das Jubiläum 200 Jahre Lied ,,Stille Nacht‘‘, ist in jeder Hinsicht erfreulich und erfolgreich abgelaufen. Nun ist es richtig und notwendig, das Lied und speziell dessen Komponist Franz Xaver Gruber, aus der engen zeitlichen Einschränkung rund um den 24. Dezember zu befreien. ,,Franz Xaver Gruber hat das ganze Jahr Saison‘‘, erklärt deshalb völlig richtig der Leiter des Keltenmuseums und des angeschlossenen Stille-Nacht-Museums, Florian Knopp. In einem nun aufgelegten Prospekt wird auf exakt 30 Seiten ein kompaktes Sommerprogramm mit Aktionstagen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen, Führungen und Rundgängen geboten. Zeitliche Ausgangsbasis ist der 7. Juni 2019, der Todestag von ,,Stille Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Gruber. Das Sommerprogramm, welches unter dem Titel ,,Dem Komponisten begegnen‘‘ abläuft, reicht von Anfang Juni bis Mitte September 2019.

Das diesjährige Sommerprogramm ,,Franz Xaver Gruber‘‘ gliedert sich in Termine für Schulen und Kindergärten, in die speziellen ,,Aktionstage‘‘, weiters in die Bereiche Konzerte und Gruber für Generationen sowie in das Paket Vorträge / Lesungen / Führungen / Rundgänge. Auch spezielle Packages ,,Dem Komponisten begegnen‘‘ stehen für alle Interessierten zu den Themen: Gruber persönlich, Gruber historisch, Orgelmusik im ,,Stille-Nacht‘‘-Bezirk und Gruber-Musikstunde, bereit. Packages bieten auch die Salzwelten Hallein (,,Mit Gruber in die Grube‘‘) und Hofbräu Kaltenhausen mit einer auf Gruber abgestimmten Brauerei-Führung.

Aus dem Prospekt zum Sommerprogramm ,,Franz Xaver Gruber‘‘ nachstehend einige Veranstaltungen. Freitag, 14. Juni 2019, 14 Uhr, Stille-Nacht‘‘-Museum: Briefe von Franz Xaver Gruber. Der Vortrag gibt Einblick in die Korrespondenz von Franz Xaver Gruber, die viel Persönliches vom Komponisten enthält und zeichnet dabei wichtige Stationen seines Lebens nach. –– Sonntag, 30. Juni 2019, 10,30 Uhr: Sonntags-Matinee im Keltenmuseum. Sektempfang mit Brötchen zur Einstimmung, anschließend um 11 Uhr Klavierkonzert mit Christian Bauschke (gründete gemeinsam mit dem Salzburg Museum die Konzertreihe Salzburger Clavier-Concerte). –– Sonntag, 28. Juli 2019: Gemeinsamer Aktionstag von ,,Stille-Nacht‘‘-Museum und den Salzwelten Hallein. Im ,,Stille-Nacht‘‘-Museum um 15 und 16 Uhr: Museumsführungen mit Gruber persönlich. 15 bis 17 Uhr: Orgelkonzert auf der Gruber-Orgel in der Stadtpfarrkirche. 17 Uhr: Shuttle zur Marien-Wallfahrtskirche Bad Dürrnberg. !7,30 Uhr: Gruber persönlich und die Orgel der Dürrnberger Kirche. In den Salzwelten um 18 Uhr: Historische Jubiläumsführung ,,Mit Gruber in die Grube‘‘. Vor genau 200 Jahren, am 28. Juli 1819, besuchte Franz Xaver Gruber das Salzbergwerk von Hallein. –– Freitagsführung 12. Juli 2012 ,,Stille-Nacht‘‘-Museum: Gruber und das erste Jahrzehnt in Hallein. Franz Xaver Gruber lebte ab 1835 bis 1845 in Hallein. Die Führung beschreibt die ersten zehn Jahre in der Salinenstadt. –– Freitagsführung 9. August 2018 ,,Stille-Nacht‘‘-Museum: Gruber und das zweite Jahrzehnt in Hallein. Franz Xaver Gruber und seine Söhne förderten das musikalisch Leben in Hallein in besonderer Weise. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Halleiner Liedertafel, die bis heute besteht. ––  Freitagsführung 13. September 2019 ,,Stille-Nacht‘‘-Museum: Gruber und die letzten Jahre in Hallein. Die Führung zeichnet die letzten Jahre von Grubers Zeit in Hallein nach. Durch Tagebuchnotizen und Briefe sind diese Jahre besonders gut dokumentiert. – Das Foto oben zeigt das berühmte Porträt Franz Xaver Grubers, gemalt von Meister Sebastian Stief. – (Odo Stierschneider, Foto: ,,Stille-Nacht‘‘-Museum Hallein).

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Vom 20. bis 30. Juni 2019 heißt es in Hallein wieder ,,Die ganze Stadt ist Bühne‘‘. Gemeinsam mit dem Kulturforum Hallein, dem Theater bodi end sole, der Künstlergruppe Plan B, dem Jugend- und Kultur-Zentrum Zone 11, der Stadtbücherei, dem Musikum Tennengau, der KG Freiräume, der Jeunesse und der Stadtgemeinde, gestaltet der Kulturverein SUDHAUS die Halleiner Kulturtage 2019. Entstanden ist ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten, Kabaretts, Theater, Workshops, Lesungen, Ausstellungen und Vorträgen für Groß und Klein. Die Mitwirkenden bilden einen gelungenen Mix aus lokalen, nationalen und internationalen Künstler/innen. An den 10 Veranstaltungs-Tagen werden insgesamt 33 verschiedene Programmpunkte geboten. Von kostenfreien Open Airs in der Altstadt über Einblicke in die Offene Künstler-Werkstatt von Plan B bis hin zu SUDHAUS, Ziegelstadl, Stadttheater, Pan Café und [theater:objekt] wird während der Halleiner Kulturtage 2019 ein Netz von mindestens 12 Spielstätten über die Stadt gespannt. Da es im Veranstaltungs-Reigen fast keine zeitlichen Überschneidungen gibt, ist das Kulturtage-Abo für Vielgenießer/innen besonders empfehlenswert.

ERÖFFNUNG MIT FEIERLICHER
PARADE DURCH DIE STADT

Die Halleiner Kulturtage 2019 werden mit einer feierlichen Prozession durch die Stadt eröffnet. Clownerie, Zirkus Walking-Acts und die Salzburger Rampant Lion Pipe Band mit schottischer Dudelsack-Musik sorgen für eine feierliche Stimmung in der Altstadt. Nach der offiziellen Eröffnung der Kulturtage durch das SUDHAUS und Kultur-Stadträtin Rosa Bock am Oberen Markt, zieht die Parade durch die Stadt. Ziel ist die Vernissage der Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ in der Alten Saline. Dieses multimediale Projekt der Künstler Wang Jixin (Bilder) und Dzido Mate (Musik) ist, 30 Jahre nach dem Ende der Salzproduktion in Hallein, eine Spurensuche nach dem Salz-Erbe und wird bis 24. August 2019 zu sehen sein.

WORT UND WITZ AUS SATIRE,
LITERATUR, KABARETT UND THEATER

Das Kulturforum Hallein lädt zwei namhafte Kabarettist/innen zu den Halleiner Kulturtagen 2019 ein. Vitus Wieser präsentiert sein aktuelles Werk ,,Gangster‘‘ und Aida Loos kommt mit ihrem 3. Soloprogramm ,,Filterlos‘‘ in das Stadttheater. Hier wird auch am 27. 6. 2019 eine szenische Lesung aus dem Drehbuch der Satire ,,Berghof‘‘ von Wolfram Paulus stattfinden. Die Halleiner Stadtbücherei ersucht die Salzburger Schriftstellerin Gudrun Seidenauer um eine literarische Kostprobe aus ihrem aktuellen Roman ,,Was wir einander nicht erzählten‘‘. Das renommierte Theater bodi end sole widmet sich in dem neuen Stück ,,Fallen lassen‘‘ dem berühmten Autor Michael Ende, der heuer 90 Jahre alt geworden wäre. Zwei Sprechkünstlerinnen bringen mit Gesang, Geräusch und viel HIngabe dem Publikum näher, was Michael Ende neben seinen Werken ,,Momo‘‘ oder ,,Jim Knopf‘‘ noch alles erdacht und erschaffen hat.

KUNST UND KULTUR SPEZIELL
FÜR DAS JÜNGERE PUBLIKUM

Das jüngere Publikum steht bereits am 1. Wochenende der Halleiner Kulturtage im Mittelpunkt. Am schulautonomen Zwickeltag, dem 21. Juni, sind alle Jugendlichen eingeladen, in kostenfreien Workshops unter erstklassiger Leitung, die Disziplinen Beatboxen (Erzeugung von Schlagzeug- und Perkussions-Geräuschen mit dem  Mund), Poetry Slam und Trommeln auszuprobieren. Samstag und Sonntag erwartet vor allem die kleineren Gäste ein lustiges Programm mit Bonifazius und Michelino sowie mit dem Kasperl vom Kichererbsen Theater. Ein besonderes Highlight ist das Konzert für die ganze Familie der Jeunesse am 28. Juni 2019. Es nimmt die Zuhörer und Zuhörerinnen mit auf eine  Reise in den Orient – mit neuen und traditionellen Liedern sowie lustigen Geschichten aus dem ganz normalen  Leben.

REICHER KONZERTREIGEN
VON KLASSIK BIS HIN ZU ROCK

Musik spricht viele Sprachen, nicht ohne Grund wird deshalb nahezu die Hälfte der Veranstaltungen im Rahmen der Halleiner Kulturtage 2019 in Form von vielfältigen Konzerten dargeboten. Zum Auftakt spielt das Resetarits-Dialekt-Liedermacher-Trio Werke von Laube-Meik-Schubert, in den darauffolgenden Tagen erwartet das Publikum ein unterhaltsames Potpourrie. Es stehen der Cellist Wolfram Huschke, die Local Hereos Brothers van Yarns, Schüler/innen des Musikums, TriOlé aus Südtirol, das Ensemble Auricula, Lyeson mit feinem Klassik-Crossover, die Salzburger Band sunnasaitig, die legendären Bluespumpn mit Peter Ratzenbeck als Special Guest, die Irish Folk Band Ciunás und One Chair Missing mit Jazz- und Rockklängen auf der Bühne. Die beiden letztgenannten Konzerte finden am 29. 6. 2019 im Rahmen des Halleiner Stadtfestes statt, womit dieses, veranstaltet von Tourismusverband und Stadtgemeinde, in die Kulturtage eingebettet ist.

MUSIKALISCHE URAUFFÜHRUNG
ALS HINREISSENDES FINALE

Die Halleiner Kulturtage 2019 feiern ihr Finale am Sonntag, 30. Juli 2019 mit einer Uraufführung von  Manfred Wambacher & Band mit dem Halleiner Kammerorchester im Ziegelstadel. Dieses spezielle Konzerterlebnis wurde von Manfred Wambacher  speziell für die Halleiner Kulturtage komponiert und ist erstklassig besetzt. Manfred Warmbacher schafft mit seinem Klang-Konglomerat aus Filmmusik, chansonartigen Liedern, romantischen Melodien, Funk, Jazz und Klassik ein wahres Feuerwerk der Töne. Einen würdigeren Abschluss können sich die Halleiner Kulturtage 2019 nicht wünschen.

EINTRITTSPREISE
UND KARTENVERKAUF

Normalpreis: Vorverkauf 18 Euro, Abendkasse 20 Euro.
Ö1 / SN: Vorverkauf 16 Euro, Abendkasse 18 Euro
Ermäßigt: Vorverkauf 12 Euro, Abendkasse 14 Euro
Kulturtage-Abo: Normalpreis 70 Euro, ermäßigt Ö1 / SN 55 Euro.

SUDHAUS-Ermäßigung: Bis 26 Jahre, Senior/innen, Zivil- und Wehrdiener/innen, Menschen mit Behinderung, SUDHAUS-Mitglieder, Salzburger Familienpass, Kulturpass ,,Hunger auf Kunst und Kultur‘‘.

TICKETS: E-Mail: tickets@sudhaus-hallein.at.
Telefon: +43 (0)677 631 277 99
Vorverkauf online: www.sudhaus-hallein.at
Büro SUDHAUS: Oberer Markt 1, 5400 Hallein, geöffnet Mo bis FR. 11 – 15 Uhr.

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Der um das lokale Kunstgeschehen ungemein verdienstvolle Tennengauer Kunstkreis, feiert nun sein respektables 40-jähriges Bestehen. 1979 vom Gollinger Bildhauer Josef Zenzmaier und vom Halleiner Bildhauer Bernhard Prähauser gegründet, war dies ein mutiger und wichtiger Schritt in der damaligen Industrie-Stadt Hallein, in der es zuvor nach dem 2. Weltkrieg nur den wesentlich kurzlebigeren Kulturverein ,,Kunstgemeinschaft Tennengau“ gegeben hatte. Der Tennengauer Kunstkreis war lange Jahre die einzige Kultur-Institution und damit wichtiges Bollwerk für die Kunst in Hallein. Von Anbeginn an wurden regelmäßig Kunst-Ausstellungen und kunstbezogene Vorträge veranstaltet und auch Kunstfahrten, Lesungen und Akt-Zeichenkurse durchgeführt, womit man das allgemeine Kunstverständnis erfolgreich förderte. Gegenwärtig werden in der schönen Galerie ,,Pro Arte“, die sich im Laufe der Jahre zum fantastischen ,,Kunstraum Pro Arte“ am Schöndorferplatz gegenüber dem Halleiner Rathaus wandelte, vom Kunstkreis Tennengau unter seiner langjährigen Obfrau Helga Besl internationale Künstler ebenso wie lokale Kunstschaffende präsentiert.


Als erster Obmann stand Bildhauer Josef Zenzmaier 10 Jahre lang an der Spitze des rührigen Kunstvereins. Ihm folgte Bildhauer Peter Hartl, der nach zwei Jahren diese Funktion an Helga Besl weiterreichte. Obfrau Helga Besl steht nun seit 28 Jahren an der Spitze des Kunstkreises Tennengau. Helga Besl begleitete in diesem langen Zeitraum die Geschicke des Tennengauer Kunstkreises – erst als Kassierin und seit 1991 als Obfrau.  „Mir hat es sehr viel bedeutet, all die Jahre so viele interessante Künstlerinnen und Künstler kennenlernen zu dürfen und den Werdegang vieler von ihnen mitverfolgen zu können. Ich freue mich, dass wir kontinuierlich zeitgenössische Kunst in Hallein zeigen konnten und ich hoffe, dass wir diese Kontinuität auch in Zukunft fortsetzen können. Der Stadt Hallein bin ich sehr dankbar, dass sie uns so tolle Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und dass die Zusammenarbeit sich über all die Jahre so positiv gestaltet hat. Und auch bei allen ehrenamtlichen und nicht-ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Denn nur das Engagement und der Enthusiasmus vieler machen die spannenden Ausstellungen und Projekte des Tennengauer Kunstkreises möglich!“ Also dann – alles Gute für die nächsten 40 Jahre!‘‘


Zum Auftakt des Jubiläums wurde am 11. April eine Einzelausstellung des Bildhauers Peter Hartl eröffnet. Diese Ausstellung dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die ungeheure künstlerische Vielfalt und Bandbreite des Künstlers. Hartls künstlerische Biografie ist eng verknüpft mit der Geschichte des Tennengauer Kunstkreises: Er war Schüler von Bernhard Prähauser, der ihn als Lehrer für Bildhauerei in der Bundesfachschule für Holz- Stein- und Metallbearbeitung in Hallein bereits in Jugendjahren prägte. Den Austausch mit Prähauser setzte Hartl während seines Studiums an der Akademie der bildenden Künste in München fort. 1989 übertrug Prof. Zenzmaier die Leitung des Tennengauer Kunstkreises an Peter Hartl, bevor schließlich 1991 Helga Besl Obfrau wurde. Diese Ausstellung, siehe auch Fotos oben, ist noch bis zum 25. Mai zu besichtigen. An die 300 Ausstellungen sind der Jubiläums-Ausstellung in den vergangenen 40 Jahren vorangegangen.


Unter dem Motto „40 Jahre Tennengauer Kunstkreis. Erinnerungen – Begegnungen – Visionen“ lud der Verein am 9. Mai zu einer Gesprächsrunde und im Anschluss zum Jubiläumsfest. An der Gesprächsrunde nahmen unter anderen Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Zitat: ,,Vergleichbares wie den Tennengauer Kunstkreis gibt es

in ganz Salzburg nicht!“), Vereinsgründer Josef Zenzmaier, Obfrau Helga Besl und Kultur-Stadträtin Rosa Bock teil. Diskutiert wurde über die Umstände der Gründung des Kulturkreises Tennengau, das Kunst- und Kulturschaffen in Hallein sowie seine Veränderungen in den zurückliegenden 40 Jahren. Als abschließende Jubiläums-Veranstaltung wurde im Halleiner Stadtkino der Dokumentarfilm „Josef Zenzmaier – den Menschen im Innersten begreifen“, von Tilman Urbach und Maria Anna Weidler geboten. Im Film erzählte der Bildhauer aus seinem Leben und erklärte seine künstlerischen Arbeitsprozesse.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Kultur-Stadträtin Rosa Bock, der ehemalige Obmann des Kunstkreises Tennengau Künstler Peter Hartl und Eveline Sampl-Schiestl, die als Kultur-Stadträtin den Kunstkreis Tennengau lange Jahre begleitet hatte. FOTO 2: Kavalier LH-Stv. Schellhorn überreichte den Damen Obfrau Helga Besl und der einstigen Kultur-Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl als kleine Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit im Kulturbereich der Stadt Hallein einen schönen Blumenstrauß. FOTO 3: Ein Teil der Besucher der TKK-Jubiläumsfeier im ersten Raum der Galerie Pro Arte. FOTO 4: Am Podium LH-Stv. Heinrich Schellhorn, der 1. TKK-Obmann und Bildhauer Josef Zenzmaier, TKK-Obfrau Helga Besl und die Damen Klimmer-Kettner und Berger-Klinger. FOTO 5: Künstler Peter Hartl (Bildmitte) gestaltete die Jubiläums-Ausstellung 40 Jahre Kunstkreis Tennengau. Links LH-Stv. Heinrich Schellhorn, rechts die langjährige Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl. FOTOS 6 bis 15: Einige Beispiele aus der Jubiläums-Ausstellung mit vielfältigen Kunstobjekte aus der Hand von Peter Hartl, die vor Augen führen, mit welch unterschiedlichen Materialien der Künstler arbeitet. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die immer wieder atemberaubende Halleiner Kunstburg, das wundervolle Schloss Wiespach, wo es immer wieder hinreißende Kunst-Ausstellungen zu bewundern gibt, zeigt Bilder und dreidimensionale Objekte von Joseph Heer. Der Künstler wurde 1954 in Wien geboren, er studierte bei Fritz Wotruba und Max Weiler. Seit dem dritten Lebens-Jahrzehnt lebt Joseph Heer abwechselnd in Wien oder auf seiner Finca auf Mallorca. Unter dem Kunstwort-Titel Extrínseco werden in Hallein neue Arbeiten des Künstlers gezeigt. Intrínseco bedeutet ,,wirklich‘‘ oder ,,innewohnend‘‘. Mit Austausch der Vorsilbe ,,in‘‘ gegen ,,ex‘‘ wird Intrínseco zum Gegenteil Extrínseco, also zu ,,unwirklich‘‘ oder zu ,,von außen kommend‘‘. Unter diesen Begriffen eine Kunstausstellung zu inszenieren heißt wohl, eher als Fremdarbeiter im gängigen Kunstbetrieb aktiv zu sein. 2010 erschien im Salzburger Residenzverlag ein Werk über Joseph Heer, mit dem Titel ,,Mainly White‘‘(Hauptsächlich Weiß). In einer Kurz­beschreibung von Autorin Pilar Ribal heißt es unter anderem: ,,Malerei ist für Joseph Heer Farbdichtung, ohne zum Dickicht zuzuwachsen, zu schmieren oder zu deuten. Josef Heer schafft Räume, die man als Landschaften der Sinne bezeichnen kann.‘‘

Doch jetzt stehen wir in der Ausstellung Extrínseco, die noch bis 22. Juni 2019 in der Galerie Schloss Wiespach besichtigt werden kann. Die FOTOS 1 bis 4 sind weder unscharf aufgenommen, noch leiden Sie, geschätzte Leserinnen und Leser unter plötzlichen Sehproblemen. Josef Heer versteht es vorzüglich, monochrom und abstrakt bemalten Bildflächen, eine Aura brennender Unschärfe zu verleihen. Den beiden nächsten Bildern (FOTOS 5 und 6) ist durchaus noch eine verhaltene abstrakte Dynamik zuzubilligen. Doch dann erfolgt der Absturz ins gar zu Einfache, ins gar zu Billige. Solche Bilder (FOTOS 7 bis 11) mit derart reduzierter Formensprache haben den abstrakt malenden Künstlern immer wieder den unschönen und unausrottbaren Vorwurf eingetragen, dass sie auch nicht besser malen könnten als kleine Kinder. Nachdem Josef Heer nicht nur bei Maler Max Weiler sondern auch bei Bildhauer Fritz Wotruba studierte, präsentiert er zusätzlich dreidimensionale Objekte, sogenannte ,,Models‘‘ in der Galerie Schloss Wiespach. Unser 12. FOTO entstand genau dort und nicht, wie man annehmen könnte, im Spielraum eines Halleiner Kindergartens, in dem die Kleinen ihre Spielwürfel aufbauen. Das letzte FOTO 13 schließlich stellt den Betrachter vorerst vor die grundsätzliche Frage, was er hier bestaunen soll: Die exakt gearbeiteten und sauber weiß lackierten Holzstellagen oder die relativ klein dimensionierten Steinobjekte, deren Sinn oder Bedeutung auch dem ernsthaft bemühten und gutwilligen Ausstellungs-Besucher verschlossen bleibt. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass die Objekte meist in  zwei Teile gespalten und der obere kleinere Teil weiß bemalt wurde. – Die Ausstellung in der Galerie Schloss Wiespach ist geöffnet: Montag und Donnerstag 9 – 12 Uhr, Freitag 9 – 12 und 16 – 18 Uhr, Samstag 10 – 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung. Telefon: +43 650 320 10 99. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Der Salzburger Museumstag am Sonntag, 19. Mai 2019, ist auch für die Bezirkshauptstadt Hallein der Ausgangspunkt für einen Kultur- und Erlebnistag. Vom Brauerei-Rundgang bis hin zur Zeitreise in die Welt der Kelten im Keltenmuseum Hallein oder eine Reise in die Vergangenheit  im Keltendorf Salina auf dem Dürrnberg. In Hallein, in Kaltenhausen und auf dem Dürrnberg bieten die teilnehmenden Museen und Ausflugsziele ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Erwachsene. In Verbindung mit einem Kaffeehausbesuch zwischendurch oder bei einem Mittagessen in einem der regionalen Genusswirtshäuser wird der Tag zu einem Vergnügen für alle. Sechs attraktive Ziele erwarten Sie.

 

KELTENMUSEUM HALLEIN

KeltenWelten – Archäologie einer geheimnisvollen Kultur. Die Kelten gelten als eine der ersten gesamteuropäischen Kulturen. Im Kern der keltischen Welt, in Süddeutschland und angrenzenden Regionen, finden sich unzählige Relikte keltischer Vergangenheit. Die Ausstellung zeigt bedeutende archäologische Stätten und liefert in Bild und ausgewählten Objekten einen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kelten.

 

STILLE NACHT MUSEUM HALLEIN

Franz Xaver Gruber ist der Komponist des weltberühmten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Er lebte 28 Jahre lang im Halleiner Mesner- und Chorregenten-Haus gegenüber der Stadtpfarrkirche Hallein, in dem sich heute das Museum befindet. Entdecken Sie die Originale aus dem Nachlass der Familie Gruber und begegnen Sie dem Komponisten Franz Xaver Gruber ganz persönlich!

 

HALLEINER ZELLULOSEFABRIK

In der Ausstellung wird ein geschichtlicher Überblick geboten, der die Wichtigkeit der Firma für die Stadt Hallein und deren Bewohner verdeutlicht. Mitten im Betriebsgelände kann in einer ehemaligen Werkshalle die Entwicklung der Zellulose- und Papierfabrik von der Gründung bis heute anhand von Objekten, Bildern, Fotos oder Grafiken erkundet werden. Ein Schwerpunkt widmet sich auch der Struktur und Produktionspalette des von 2011 bis 2017 zum ersten Mal in österreichischem Besitz gestandenen Betriebes.

 

SALZWELTEN HALLEIN & KELTENDORF SALINA

Seit rund 450 Jahren fahren Besucher aus aller Welt in den Halleiner Salzberg ein, den Dürrnberg. Das Schaubergwerk Hallein ist damit das älteste Schaubergwerk der Welt! Bis heute haben die Stollen, welche die keltischen Bergmänner vor über 2.500 Jahren Meter um Meter in den Berg geschlagen haben, nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. – Das Keltendorf auf dem Dürrnberg in unmittelbarer Nähe der Bergeinfahrt ermöglicht faszinierende Einblicke in die Welt vor 2500 Jahren.

 

BRAUEREI- UND BINDEREIMUSEUM HOFBRÄU KALTENHAUSEN

Ein ausgebildeter Biersommelier führt durch die Brauerei und weiht Sie in die Geheimnisse des Bierbrauens ein. Sie besichtigen die originale Fassbinder-Werkstatt, die Sudpfannen und den Gär- und Lagerkeller, in dem Tag für Tag  gebraut wird, und können die Spezialitätenbiere aus Kaltenhausen gleich vor Ort probieren.

Wichtig: Noch mehr Informationen zum Museums-Wochenende am Sonntag, 19. Mai 2019 und zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf www.keltenmuseum.at oder unter  +43 (0) 6245 80 783. Volles Programm zum Nulltarif: Im Rahmen des Salzburger Museumstags ist der Eintritt in alle teilnehmenden Museen und Attraktionen kostenlos. Achtung! Nur erhältlich im Keltenmuseum Hallein: Die Tennengauer Kultour-Zählkarte! Mit der Zählkarte erhält man freien Eintritt in die Salzwelten Hallein (pro Zählkarte eine Person frei)! Gratis Parken: In den Halleiner Parkgaragen können Sie am Veranstaltungstag von 9 bis 17 Uhr kostenlos parken. Ausfahrtstickets für den Parkplatz Pernerinsel oder die Altstadtgarage erhalten Sie im Keltenmuseum Hallein. – (Presse-Info Keltenmuseum).

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STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Das europaweit renommierte Keltenmuseum Hallein. FOTOS 2 bis 5: Einblicke in die aktuelle Ausstellung ,,KeltenWelten‘‘. FOTO 4: Der Oberteil der international berühmten Schnabelkanne. FOTO 5: Einige der einzigartigen Goldblech-Hohlkugeln, deren Hälften exakt aufeinander passen. Sie dienten einer hochgestellten Frau als Kopfschmuck. FOTOS 6 und 7: Untertags im Schaubergwerk Bad Dürrnberg. Das Begehen der Stollen sowie ein immer wieder atemberaubender Blick auf die beliebten Rutschen, die hinab in die Tiefe führen. – (Fotos: Keltenmuseum und Salzwelten Dürrnberg).

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Der Franz-Xaver-Gruber-Platz zwischen Stadtpfarrkirche und ,,Stille-Nacht‘‘-Museum wurde mustergültig mit einem Granit-Stöckelpflaster versehen. Jetzt aber ist endlich seine optische Gestaltung fällig. Falls sie ernsthaft angegangen wird, so gilt es im Vorfeld mehrere Probleme auszuräumen. Da erschlagen die mächtigen Brutal-Seitenmauern der Stiege hinauf zur Ferchlstraße, das ärmliche Scheingrab Franz Xaver Grubers. Diese übermächtigen Steingebilde ohne jede Funktion gehören ersatzlos abgetragen. Derzeit herrscht hier lächerliche und peinliche Schildbürger-Atmosphäre. Wer genau hinsieht, erkennt entlang der Innenseite der rechts aufgetürmten Seitenmauer eine Metall-Geländerstange. Sie ist unbedingt notwendig, weil die gewaltigen Steinmauern als Stütze absolut ungeeignet sind. Sie stellen eine perfekte Fehlkonstruktion dar, hingesetzt noch dazu aus rötlichem Gestein, das einen verheerender Fremdkörper auf dem renovierten Gruber-Platz darstellt. Diese entsetzlichen Mauern gehören rascheste entfernt. Dafür muss auf der anderen Seite der Stufen ein gleichartiges Metallgeländer errichtet werden. Die Treppe wäre damit optisch wesentlich zurückhaltender und unauffälliger. Das Ergebnis: das bescheidene Leergrab des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten käme deutlich besser zur Geltung, der ganze Platz würde dadurch optisch aufgewertet.

Geometrisch einfache Quader und Würfel, rund um den Gruber-Platz verteilt, sind  noch neu und dienen als Sitzgelegenheiten. Grundsätzlich gilt, dass sie auf unseren Fotos wesentlich dominanter wirken als in der Realität am Rande des noch immer völlig leer und inhaltslos wirkenden Gruber-Platzes. Die beiden langgezogenen Steinquader aus hellem Marmor neben der Brutal-Stiege, wurden entlang der Mauer aufgestellt, welche die erhöhte Ferchlstraße abstützt. Neben diesen glatt polierten Sitzmöbeln springt der ganze Wahnsinn dieser Straßenmauer besonders brutal ins Auge. Sie wurde aus allem möglichen und unmöglichem Steinmaterial ohne System hochgezogen und bietet einen entsprechend erschreckenden Anblick. Dass die groben, offenen Zwischenräume zwischen den oft unschönen Gesteinstrümmern längst überwuchert sind, ist als Gnade des Schicksals anzusehen. Sonst wäre der Anblick dieser Mauer noch schrecklicher. Das bedeutet: diese entsetzliche Mauer gehört unbedingt mit schönen Steinplatten verkleidet, der gesamte Gruber-Platz würde dadurch optisch deutlich gewinnen.

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FOTO 1: Das Stiegen-Monster erschlägt mit seinen Brachial-Mauern das vergleichsweise zerbrechlich wirkende Leergrab des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten. Die mächtigen Seitenmauern der Stiege gehören entfernt, links müsste ein zweites Metallgeländer errichtet werden. FOTO 2: Der völlig unzureichende Blumenschmuck für das sogenannte Gruber-Grab ist seit Jahren Dauerthema im ,,Salzschreiber‘‘. Angesichts dessen, dass allen auswärtigen Besuchern des ,,Stille-Nacht‘‘-Museums dieses karge Schaugrab als letzte Ruhestätte Grubers angedient wird (im Gegensatz zur Realität heißt es auf der Kupfertafel des Grabkreuzes: ,,Hier ruhet Franz Xaver Gruber…‘‘), ist der Blumenschmuck nur als armselig und peinlich zu bezeichnen. Dieses ,,Grab‘‘ müsste ständig mit farbenprächigem, sensationellem und unvergleichlich prachtvollem Blumenschmuck ausgestattet sein, um dem ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten einigermaßen gerecht zu werden. Die deprimierende Wirklichkeit sieht freilich ganz anders aus – äußerst peinlich für die Stadt Hallein! FOTO 3: Die glatten, hellen Steinquader entlang der Mauer für die Ferchlstraße machen die miserable Ausführung der Mauer besonders auffällig. FOTO 4: Erfreulich, dass ein Teil dieser entsetzlichen Mauer durch ungehemmten Wildwuchs verdeckt wird. Diese Schandmauer gehört unbedingt durch passende Steinplatten verdeckt. FOTO 5: Von der Stadt kommend, wird man am Beginn des Gruber-Platzes von dieser steinernen ,,Sitzgarnitur‘‘ erwartet. Die verhüllten Fahnen hätte man bereits spätestens zu Ostern wieder freilegen müssen. FOTO 6: Diese Sitzwürfel vor der Kirchenmauer wirken in Wirklichkeit wesentlich verlorener, gewissermaßen wie zufällig abgestellt. Das schwarze düstere Regenwasser-Abflussrohr gehört unbedingt an seine farblich wesentlich freundlichere Umgebung angepasst. FOTO 7: Auch an der Fassade des großartig renovierten ,,Stille Nacht‘‘-Museums gehören insgesamt zwei schwarze Regenwasser-Abflussrohre (eines davon im Bild) ihrer farblich deutlich helleren Umgebung angepasst. FOTOS 8 und 9: Die aufgrund der neuen Pflasterung entstandene helle Leere des Gruber-Platzes könnte sich bald in eine Rasenfläche verwandeln. Das hoffnungsvolle grüne Sprießen, vorerst im Bereich vor dem Kircheneingang, liefert für diese Annahme begründeten Anlass. Ist der Platz erst einmal völlig grün geworden, dann  wird der ,,Salzschreiber‘‘, so wie in den zurückliegenden Jahren, wieder für einige bunte Blumenhügel auf dem Gruberplatz sorgen. Versprochen! – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die Kelten gelten als eine der ersten gesamteuropäischen Kulturen. Waffen und Schmuck mit typisch keltischen Motiven, Formen und Verzierungen finden sich in weit voneinander entfernten Gebieten. Die sehenswerte Sonderausstellung informiert über bedeutende archäologische Fundstätten und liefert mit faszinierenden Objekten einen spannenden Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kelten. Der Verein KeltenWelten e.V. bildet einen Zusammenschluss von 55 herausragenden Fundstätten bzw. Museen zur keltischen Geschichte. 54 Mitglieder – von Aschaffenburg bis Würzburg – sind in Deutschland positioniert, seit 2018 stammt das 55. Mitglied aus Österreich: das Keltenmuseum Hallein. Die keltische Salzmetropole auf dem Dürrnberg reiht sich so in eine prominente Riege archäologischer Fundorte ein – vom Oppidum in Manching über das Fürstengrab vom Glauberg bis zur Keltenstadt auf der Heuneburg.

In der von vom Verein KeltenWelten e. V. entwickelten Ausstellung, bietet sich angesichts von einzigartigen Originalen vom Dürrnberg und erstklassigen Kopien von Leihgebern aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen ein einmaliger Blick auf Reichtum und Leben vergangener Zeiten. Das Keltenmuseum wird durch diese Ausstellung zur Schatzkammer keltischer Sensationsfunde. Neben meisterhaften Repliken der ältesten großformatigen Steinplastiken nördlich der Alpen, finden sich Kopien aus dem Hochdorfer Prunkgrab und dem Grab einer hochgestellten Frau (einer ,,Fürstin‘‘?) von der Heuneburg. Die Fundobjekte verweisen auf intensive Kontakte mit der Dürrnberger Salzmetropole, die mit einzigartigen Originalfunden glänzt. Aus einem Dürrnberger Frauengrab der Hallstattzeit stammt ein sensationeller und einzigartiger Kopfschmuck aus hauchdünnen, verzierten Goldkugeln.

Die Fundorte Dürrnberg und Glauberg in Hessen verbindet eine ganz spezielle Beziehung, die sich am eindrucksvollsten in zwei besonderen Prunkstücken der keltischen Kunst zeigt. In der Ausstellung KeltenWelten bietet sich die seltene und einzigartige Gelegenheit, die mittlerweile weltberühmte Schnabelkanne vom Dürrnberg im Original, gemeinsam mit einer Master-Kopie der Glauberger Schnabelkanne, bewundern zu können. Die Ähnlichkeit der beiden Prachtobjekte verführt zur Annahme, dass beide Objekte aus der gleichen Kunstwerkstätte stammen, dagegen spricht die, speziell aus damaliger keltischer Sicht, doch erhebliche Entfernung zwischen den beiden Fundorten.

Schließlich gelingt es mit dem bekannten Nachbau eines keltischen Streitwagens, in die Vergangenheit einzutauchen und die Kultur der Kelten hautnah zu erleben. Die spektakuläre Szenerie von in den Kampf drängenden Kriegern verknüpft Klischee und Realität der antiken Kelten. Griechische und römische Zeitgenossen verbreiteten Schauergeschichten über Raserei und Zorn der Kelten. Sie lobten aber auch den Mut und die Tapferkeit der Kelten-Krieger, bewunderten das Können keltischer Sänger und das Wissen keltischer Druiden. Bis heute umgibt die Kelten eine mythische Aura, der die Archäologie ihre konkreten Erkenntnisse aus den wissenschaftlichen Forschungen entgegenstellt. Die Ausstellung KeltenWelten versucht, ein realistisches Bild der geheimnisvollen Kultur der eisenzeitlichen Bevölkerung zu zeichnen und die Tatsachen hinter Schädelkult, Mistelkronen, ,,Fürsten‘‘ und den ältesten Städten jenseits der Alpen freizulegen.

Von der iberischen Halbinsel bis nach Rumänien, von den britischen Inseln bis nach Italien und Griechenlang, sogar in Kleinasien oder Ägypten stößt man auf Spuren der Kelten, Gallier und Galater. Spätestens seit der sogenannten Latènezeit (ab etwa 450 v. Chr.), entwickelten sich in mehreren Regionen Mitteleuropas charakteristische Kunst- und Formstile, die sich untereinander ähneln und gegenseitig beeinflussten. Der Halleiner Dürrnberg lieferte in weite Gebiete dieses geografischen Bereiches den lebensnotwendigen Rohstoff Salz. Durch die dabei entstehenden Kontakte wurde die alpine Salzmetropole zum Knotenpunkt zwischen den Kulturen des Mittelmeers und der keltischen Bevölkerung Mitteleuropas.

Im Zentrum des europäischen Kontinents, dem Zentrum der antiken ,,keltike‘‘, ballen sich geradezu die archäologischen Belege der keltischen Vergangenheit. Große Namen – vom Oppidum in Manching über die ,,Fürstengräber‘‘ in Hochdorf und vom Glauberg bis zur Keltenstadt auf der Heuneburg – sind jedem Keltenforscher ein Begriff. Seit einigen Jahren haben sich diese Orte mit zahlreichen weiteren Fundstätten und Museen zum Verein KeltenWelten e.V. zusammengeschlossen. Dessen insgesamt 55 Mitglieder sind Kommunen, auf deren Gebiet Fundorte der keltischen Epoche liegen, aber auch Museen, Forschungs-Einrichtungen, Landesämter für Denkmalpflege oder Tourismusverbände, die einen wichtigen Bezug zur regionalen keltischen Vergangenheit herstellen. Seit 2018 ist das Keltenmuseum Hallein der erste Partner der KeltenWelten e. V. außerhalb von Deutschland.

Die Ausstellung ,,KeltenWelten – Archäologie einer geheimnisvollen Kultur‘‘ im Keltenmuseum Hallein ist vom 26. April 2019 bis 6. Oktober 2019 geöffnet. – (Presse-Aussendung Keltenmuseum Hallein, Odo Stierschneider).

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FOTOS 1 bis 4:
Martin Hochleitner, Direktor Salzburg Museum. Alexander Stangassinger, Bürgermeister der Stadt Hallein. Florian Knopp, Leiter Keltenmuseum Hallein. Eveline Sampl-Schiestl, Kuratoriums-Vorsitzende des Keltenmuseums. (Nicht im Bild: Holger Wendling, Leiter Dürrnberg-Forschung & Archäologie Salzburg Museum und Keltenmuseum). Alle Genannten traten anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung vor das Mikrophon. FOTO 5: Den ausführlichen Eröffnungsvortrag ,,Tiere in der Welt der Kelten‘‘ hielt Susanne Sievers aus Aschaffenburg. FOTO 6: Zum Unterschied von seinen Vorgängern, tritt Bürgermeister Alexander Stangassinger (Bildmitte vorne) auch bei Veranstaltungen des Keltenmuseums in Erscheinung. FOTO 7: Grafische Darstellung der 55 Mitglieder-Standorte des Vereins KeltenWelten e. V. von Ostercappeln ganz im Norden bis Hallein ganz im Süden. FOTOS 8 bis 10: Die Ausstellung ,,KeltenWelten‘‘ im Keltenmuseum aus verschiedenen Blickwinkeln. FOTO 11: Sensation pur: Die beiden prachtvollen Schnabelkannen vom Dürrnberg (links) und die Glauberger Schnabelkanne kann man gemeinsam bewundern. FOTO 12: Die allseits bekannte kleine Keltenmaske könnte von einem modernen Künstler stammen. Sie diente, neben anderem Beiwerk, als Verzierung für einen größeren Flüssigkeitsbehälter. FOTO 13: Eine der wundervollen Goldkugeln, aus dünnem Goldblech gefertigt. Bei ihrer Auffindung waren die Kugeln plattgedrückt, so dass man vorerst an Zierscheiben aus Gold dachte. Erst bei ihrer genauen Untersuchung vor der Restaurierung stellte sich heraus, dass es sich um kugelförmige Schmuckobjekte handelte. FOTO 14: Von links: Der Leiter des Keltenmuseums Florian Knopp. Holger Wendling, Leiter Dürrnberg-Forschung & Archäologie Salzburg Museum und Keltenmuseum, Bürgermeister Alexander Stangassinger und Eröffnungs-Vortragende Susanne Sievers vor der keltischen Sandstein-Skulptur vom Glauberg. FOTO 15: Die Besucher und Besucherinnen der Ausstellungs-Eröffnung wurden anschließend zu einer Weinverkostung mit kaltem Büffet durch den Lions-Club Salina-Tennengau geladen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Martina Mathur (vocals/drums/guitar) & Sarah Mayr (vocals/fidel). Hier herrschte noch bis in die Nacht hinein beste Stimmung. – (Odo Stierschneider, Fotos 1, 5, 11, 14: Adi Aschauer. Alles anderen Fotos: OST).

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Allzu gerne (und leichtsinnig) überließ die ÖVP Hallein nun das Kultur-Ressort dem Wahlgewinner SPÖ – vermutlich deshalb, weil sich in der Politik hartnäckig das Gerücht hält, dass mit Kultur keine Stimmen zu gewinnen seien. (Eher schon mit Sport, so das Gerücht, aber auch der Sportausschuss wird nicht mehr von der ÖVP sondern künftig von der SPÖ geführt.) ,,Man kann Kultur dadurch enthaupten, dass man ihre fähigsten Köpfe daran hindert, sich zu entfalten‘‘ lautet ein vielzitierter Ausspruch. Dies wurde nun in Hallein Realität, wo die langjährige und erfolgreiche Kulturstadträtin (seit Jahresbeginn auch 1. Vizebürgermeisterin) Eveline Sampl-Schiestl nun das Kultur-Ressort an die SPÖ verlor und sich aus der Gemeindepolitik völlig zurückzog. Ein schwer wiegender Verlust für die Kulturstadt Hallein. Dessen hätten sich SPÖ und ÖVP klar sein müssen. Beide Parteien hätten, das Wohl der Kulturstadt Hallein vor die eigenen Partei-Interessen stellen und alles unternehmen müssen, um Eveline Sampl-Schiestl der Halleiner Kultur-Politik zu erhalten. Doch kurzsichtige Politik-Spekulationen machten derartige Überlegungen zunichte. Mit den Schlagworten wie Neuaufstellung, Generationswechsel und Neubeginn, machte die ÖVP Hallein unter ihrem neuen 1. Vizebürgermeister Florian Scheicher mobil. Sie wollte künftig Alt-Bürgermeister Maximilian Klappacher (knapp 3 Monate Stadtoberhaupt) und die ebenso kurzzeitige 1. Vize-Bürgermeisterin Eveline Sampl-Schiestl, wenn überhaupt, dann nur noch funktionslos in den hinteren Reihen sehen.

Als Kultur-Ressortführerin und Vorsitzende im Kultur-Ausschuss formte und unterstützte Eveline Sampl-Schiestl in den vergangenen 10 Jahren engagiert und nachhaltig das kulturelle Geschehen in der Stadt Hallein. Einer der zahlreichen Höhepunkte liegt erst kurz zurück: Mit Eröffnung der Landesausstellung ,,200 Jahre Stille Nacht‘‘ im völlig neu adaptierten und umgestalteten ,,Stille Nacht‘‘-Museum, mit dem entsprechenden Festakt in der Stadtpfarrkirche, in der gerade die neue Kirchenorgel eingeweiht worden war, trat die Halleiner Kultur-Lady mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bürgermeister Maximilian Klappacher strahlend in Erscheinung. (Siehe dazu unsere oben stehenden Fotos). In aller Kürze: Eveline Sampl-Schiestl war nicht nur Vorsitzende des Kultur-Ausschusses, sie ist unter anderem im Kuratorium des Keltenmuseums präsent, förderte die Gründung des Kulturvereines ,,Sudhaus‘‘, ist Mitglied im Vorstand der Freunde des Keltenmuseums Hallein und gehört auch dem Vorstand des privaten Spendenvereines ,,Gruber-Orgel Hallein‘‘ an. Ihr persönliches Netzwerk reicht zu maßgeblichen kulturellen Institutionen nicht nur in Österreich sondern auch im benachbarten Bayern. Bei den Sitzungen der Stadtgemeindevertretung Hallein beeindruckte sie stets durch ihre fundierten Wortmeldungen und Statements. An die Adresse von SPÖ und ÖVP: Man kann Kultur dadurch hinterhältig enthaupten, dass man ihre fähigsten Köpfe daran hindert, sich weiter zu entfalten. Der deutsche Bundespräsident Theodor Heuss betonte: ,,Mit Politik kann man keine Kultur schaffen, aber mit Kultur vielleicht Politik‘‘. Die Halleiner Politik nimmt es also gelassen hin, dass Eveline Sampl-Schiestl ihre Tätigkeit beendet. In empörten und scharf formulierten E-Mails an den SALZSCHREIBER (die Verfasser sind der Redaktion bekannt) heisst es unter anderem recht deftig: ,,Viecher und Menschen fressen und saufen. Nur Kultur und Wissenschaft erheben den Menschen über die Vierbeiner. Wenn ich derzeit das Wort Kultur aus der Halleiner Stadtpolitik höre, dann entsichert sich meine Pistole von selbst!‘‘

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Ungezählt sind die kulturellen Initiativen von Eveline Sampl-Schiestl, die sie in den vergangenen 10 Jahren in der Stadt Hallein entfaltete. Unsere Fotos entstanden vor wenigen Monaten im Zuge der Errichtung der neuen Gruber-Orgel in der Stadtpfarrkirche, am Gruber-Grab und bei Eröffnung der dezentralen Landesausstellung ,,200 Jahre Stille Nacht‘‘ im völlig neu gestalteten ,,Stille Nacht‘‘-Museum Hallein. FOTO 1: Halleins Kultur-Lady Eveline Sampl-Schiestl packte herzhaft mit an, als es galt, die per LKW angelieferten Einzelteile der neuen Orgel
in die Stadtpfarrkirche zu schleppen. FOTO 2: Kranzniederlegung am Grabe von Franz Xaver Gruber. Im Bild von links Michael Neureiter, Präsident der ,,Stille Nacht-Gesellschaft und Kultur-Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl. FOTO 3: Eröffnung der Landesausstellung ,,200 Jahre Stille Nacht‘‘ vor dem Eingang des ,,Stille Nacht‘‘-Museums, im Bild von links: Keltenmuseums-Leiter Mag. Florian Knopp, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Kultur-Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl, Landtags-Präsidentin Brigitta Pallauf und Bürgermeister Maximilian Klappacher. FOTO 4: Gemeinsam mit Bürgermeister Maximilian Klappacher überreichte Kultur-Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl an Landeshauptmann Wilfried Haslauer die repräsenative, von der Stadt Hallein herausgegebene Broschüre ,,Franz Xaver Gruber‘‘. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST.)

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MMag. Michael Neureiter: Im einstigen Wohnhaus des ,,Stille-Nacht‘‘-Komponisten Franz Xaver Gruber in Hallein aufgewachsen. Folgerichtig überaus engagierter Präsident der ,,Stille Nacht-Gesellschaft‘‘, die im vergangenen ,,Stille-Nacht‘‘-Jubiläumsjahr geradezu unfassbare Aktivitäten entfaltete. Begnadeter Spezialist für historische Kirchturm-Uhrwerke, dessen Fachpublikationen als österreichischer Beitrag für das ,,Europäische Kulturjahr 2018‘‘ ausgewählt wurden. Einstiger Landespolitiker, der schließlich Zweiter Präsident des Salzburger Landtages wurde. Eine Persönlichkeit, nun im 69. Lebensjahr, die eine respekteinflößende Anzahl anspruchsvollster Funktionen und Tätigkeiten ausübte. Ein überzeugter Kunstfreund, der vor kurzem dem Keltenmuseum Hallein, in Begleitung seiner Gattin, ein historisches Hallein-Gemälde als Geschenk überreichte. Nun übermittelte MMag. Michael Neureiter an die Presse den nachfolgenden Beitrag.
 

„Bei der Eröffnung der Stille-Nacht-Ausstellung im Schlossmuseum in Linz habe ich im Dezember 2018 ein weitgehend unbekanntes Hallein-Aquarell von Rudolf von Alt gefunden. Nun hat man mir ein Faksimile davon geschenkt,“ freut sich Michael Neureiter. Es handelt sich um ein ganz frühes Werk aus 1829. Der Künstler war gerade 17 Jahre alt, ein Jahr später gab es seine erste Ausstellung in Wien. Rudolf von Alt, Wiener Maler und bedeutendster österreichischer Aquarellist, wurde 1812 in Wien geboren, 1817 erlebte er im Hause Alt einen ersten geschmückten Christbaum. Er starb 1905 und wurde in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben.

 

Auf einer frühen Studienreise nach Gastein mit seinem Vater Jakob Alt schuf der junge Künstler sein erstes Hallein-Blatt „Die Stadt Hallein“. Es entstand wohl am Standort des heutigen Ziegelstadels, zeigt links die Kühbrücke aus Holz, die Pernerinsel und dahinter die Altstadt mit dem Bürgerspital mit Turm sowie ganz rechts das Colloredo-Sudhaus. Oben führt Alt seinen Geburtsort Wien und seinen Geburtstag, den 28. August 1812, an, unten den Tag der Entstehung und seine Signatur: „Hallein am 9ten August 1829. Rudolph Alt“. Ein zweites bekannteres (und auch in Google auffindbares) Aquarell „Hallein bei Salzburg, mit Blick auf die Feste Salzburg“ stammt aus 1849/50 und wurde von Alt vermutlich nach einer Reise nach Gastein 1848 ausgearbeitet. Es zeigt den Blick vom Süden auf den Georgsberg mit dem Kloster, die Stadtpfarrkirche und die Altstadt und befindet sich in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Michael Neureiter hat bereits das Keltenmuseum informiert: „Vielleicht ist einmal Gelegenheit, die beiden Hallein-Aquarelle aus Linz und München gemeinsam zu präsentieren?“

 

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FOTO 1: Das erste der beiden Hallein-Aquarelle „Die Stadt Hallein“ aus 1829 mit Blick auf die Pernerinsel, die Altstadt und den Dürrnberg. FOTO 2: Michael Neureiter mit dem „Linzer Aquarell“ das vor 190 Jahren 1829 entstand (links) und dem „Münchner Aquarell“ das vor 170 Jahren 1849/50 gemalt wurde. – (Fotos: Michael Neureiter.)

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Am Freitag, 1. März 2019, war es wieder soweit. Wenn Kinderaugen strahlen und die Herzen der Eltern vor Stolz und Angespanntheit schneller schlagen, dann ist der Kindergarten Burgfried wieder zu Gast im Halleiner Stadtkino|Stadttheater. Die kleinen Stars und jungen Talente brachten eine sensationelle Mega-Show auf die Bühne. Heuer konnte man grandiose Mini-Fußballer bewundern, Cordula Grün live in concert und bei mitreißenden Acts war DJ Bobo zum Greifen nahe erlebbar. Die Kinder des Kindergartens Burgfried um Leiterin Johanna Kobald und ihr Team begeisterten mehr als 300 Eltern, Verwandte und Gäste mit großartigen Musik-Darbietungen. Unter dem Titel „WHAT A FEELING“ sorgten 75 Kinder mit 18 Pädagoginnen für mitreißende Musikeinlagen, Tanzeinlagen, Showeinlagen und vor allem für grenzenloses Popkonzert-Feeling.


BÜRGERMEISTER MAXIMILIAN KLAPPASCHER

LOBTE IDEEN, ÜBERZEUGUNGSKRAFT UND UMSETZUNG

,,Diese Aufführung beweist in vielschichtiger Weise die Qualität und die Leistungen in unseren Kinderbetreuungs-Einrichtungen‘‘, stellte Halleins Bürgermeister Maximilian Klappacher stolz fest und lobte: ,,Wir haben engagierte Leiterinnen mit zündenden Ideen, Überzeugungskraft und Umsetzungsstärke. Wir haben motivierte Pädagoginnen, die ihren Beruf mit Leidenschaft erfüllen und unsere fürsorglichen Pflegekräfte zeigen mit welch hohem Maßstab wir Inklusion leben. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Leiterin Johanna Kobald und ihrem beeindruckenden Team. Nicht nur für diesen mitreißenden, imposanten Nachmittag, sondern auch für die intensive Vorbereitung des Musikfestes und für die hochwertige pädagogische Arbeit während der gesamten Kindergartenjahres.‘‘

 

GROSSER PLANUNGS- UND LOGISTIK-AUFWAND:
INTENSIV-PHASE ZWEI MONATE VOR DEM MUSIKFEST

Nach dem Musikfest ist vor dem Musikfest. Bereits während des Jahres planen Johanna Kobald und ihr Team das fantastische Musikfest. Sie greifen aktuelle Themen aus dem Jahreskreis auf, nehmen Hits oder hitverdächtige Songs auf und proben diese „bühnentauglich“ mit den Kindern. ,,Die letzten beiden Monate vor dem Musikfest sind durch die Intensiv-Phase geprägt‘‘ berichtete Johanna Kobald. Um die organisatorischen Abläufe auf, vor und hinter der Bühne bewältigen zu können, holen sich Johanna Kobald und ihr Team Unterstützung bei den Bildungsanstalten für Elementar-Pädagogik in Salzburg und Bischofshofen. 14 Schülerinnen helfen beim Ankleiden, Umkleiden und bei der Vorbereitung auf die großen Auftritte. Sie betreuen die 75 Kinder, darunter 12 Integrations-Kinder – alle waren an diesem Tag Bühnenstars – bestens im Backstage-Bereich.

 

PÄDAGOGINNEN SCHUFEN BEEINDRUCKENDE
BÜHNENBILDER UND KOSTÜME

Alle Utensilien für dieses Musikfest, vom Bühnenbild über die Kostüme bis hin zu den Requisiten, stellten die Pädagoginnen mit viel Einsatz, Kreativität und „Herzblut“ in Eigenregie her. Viele aufwendige Arbeiten laufen im Hintergrund ab, so als Beispiel die große technische Herausforderung um die Bereiche Licht und Ton. Professionelle Lichteffekte und glasklare, eindrucksvolle Tontechnik sorgen immer wieder für ein facettenreiches Bühnenbild. Damit diese Veranstaltung auch bildlich in Erinnerung bleibt, wird jedes Jahr Star-Fotograf Adi Aschauer engagiert, der das Musikfest immer wieder auf eindrucksvollen Fotos festhält.

 

ABSCHIED VOM LANGJÄHRIGEN
HAUSMEISTER KARL STOCKER

Einen beeindruckenden Abschied erlebte Karl Stocker, langjähriger Hausmeister in den Kinderbetreuungs-Einrichtungen. Die Pädagoginnen texteten für ihn ein berührendes Lied, holten Karl Stocker auf die Bühne, sagten so gemeinsam mit den Kindern rhythmisch und klanglich ein herzliches Dankeschön und wünschten ihm alles Gute für die Pension. – Damit diese Veranstaltung auch bildlich in Erinnerung bleibt, wird jedes Jahr Star-Fotograf Adi Aschauer engagiert, der das Musikfest immer wieder auf eindrucksvollen Fotos festhält. – (Presse-Aussendung der Stadtgemeinde Hallein, OST).

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FOTOS 1 bis 6: Die Kinder des Kindergartens Burgfried in voller Aktion. FOTO 7: Die Kinder und die Kindergarten-Leiterin Johanna Kobald brachten dem langjährigen Hausmeister Karl Stocker ihren Dank dar. FOTO 8: Von links Stadtrat Florian Scheicher, Bürgermeister Maximilian Klappacher, Leiterin Johanna Kobald und Stadtrat Marco Sampl nach der gelungenen Aufführung. – (Fotos: Adi Aschauer).

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Die Jahres-Pressekonferenz des großartigen Keltenmuseums Hallein gestaltete sich auch heuer zu einem faszinierenden Ereignis im Bereich der musealen Kultur-Information. Gleich fünf prominente Persönlichkeiten, Repräsentanten von Stadtgemeinde Hallein und aus der Führungsebene des Keltenmuseums, präsentierten die wichtigsten Geschehnisse des vor uns liegenden Museums-Jahres: Martin Hochleitner, Direktor Salzburg Museum; Florian Knopp, Leiter Keltenmuseum Hallein; Eveline Sampl-Schiestl, Vizebürgermeisterin der Stadt Hallein und Kuratoriums-Vorsitzende Keltenmuseum Hallein; Barbara Tober, Leitung Kulturvermittlung Keltenmuseum Hallein; Holger Wendling, Leiter Dürrnbergforschung und Archäologie Salzburg Museum / Keltenmuseum Hallein. (Auch zum neu geschaffenen Stille-Nacht-Museum Hallein und zum Jubiläum 200 Jahre ,,Stille Nacht‘‘ wurde ein umfangreicher Rück- und Ausblick geboten. DER SALZSCHREIBER berichtet darüber in einem gesonderten Beitrag hier im Ressort KULTUR.)

24.305 BESUCHER IM KELTENMUSEUM 2018,
EINE STEIGERUNG VON FAST 30% GEGENÜBER 2017

Ein spannendes Jahr steht im Keltenmuseum bevor. Hier werden 2019 zwei neue Sonder-Ausstellungen geboten. Ab 25. April liefert die Sonder-Ausstellung KELTENWELTEN einen spannenden Einblick in die faszinierende und geheimnisvolle Welt der Kelten. Im November wird die Ausstellung SCHNEE VON GESTERN eröffnet, bei der die Besucherinnen und Besucher auf historische Winterbilder aus Hallein und auf eine beeindruckende Krippen-Tradition treffen. (Mehr zu den beiden Ausstellungen weiter unten). Im vergangenen Jahr 2018 verzeichnete das Keltenmuseum 24.305 Besucherinnen und Besucher, das entspricht einer Steigerung von fast 30 Prozent gegenüber 2017, als 18.717 Personen das Museum besuchten. 61% der Museumsbesucher kamen aus Österreich, 25% aus Deutschland, 1% aus der Schweiz und 13% aus 60 weiteren Nationen. Besonderen Anklang fand natürlich die großartige Ausstellung über die Himmelsscheibe von Nebra, ablesbar an der Besucher-Steigerung in den Monaten Februar bis September. Etablierte und neue Veranstaltungs- und Vermittlungs-Angebote wie die Halleiner Kaffeegeschichten, die Kinderwochen oder Kasperlvorführungen für die Kleinsten, haben zusätzlich zum erfolgreichen Museumsjahr 2018 beigetragen. 2.900 Schülerinnen und Schüler, das sind 12% der gesamten Museumsbesucher, kamen im Klassenverband ins Keltenmuseum. 32% der Museumsbesucher waren Teilnehmer und Teilnehmerinnen an den
Vermittlungs- und Veranstaltungs-Angeboten.

DÜRRNBERG-FORSCHUNG ENTFALTET
EINE REIHE BEDEUTENDER AKTIVITÄTEN

Die Dürrnberg-Forschung wird künftig noch enger mit dem Fachbereich Archäologie des Salzburg Museum zusammenarbeiten. Durch die Verschränkung der Arbeitsbereiche wird der Dürrnberg noch stärker in den Fokus der Salzburger Archäologie gerückt, aber auch mit Fundplätzen in anderen Regionen verknüpft. Die Dürrnberg-Forschung treibt weiterhin die Aufarbeitung und wissenschaftliche Analyse der Gräberfelder der vorgeschichtlichen Salzmetropole voran. Nachdem im vergangenen Jahr mit der Vorlage der Nekropole im ,,Eislfeld‘‘ ein Meilenstein der Forschung gesetzt wurde, widmen sich nun mehrere Projekte anderen Gräberarealen. Mit den Gräbern der Nekropole ,,Hallersbichl‘‘ steht die nächste Publikation in der wissenschaftlichen Buchreihe ,,Dürrnberg-Forschungen‘‘ noch in diesem Jahr, bevor. Im Mai 2019 veranstaltet die Dürrnberg-Forschung gemeinsam mit dem Salzburg Museum die ,,23. Österreichische Tagung der Restauratorinnen und Restauratoren für archäologische Bodenfunde‘‘ im Keltenmuseum Hallein. Das internationale Fachtreffen zieht Konservatorinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an, die über neueste Forschungen und Methoden zur Restaurierung von unterschiedlichsten Funden wie Bronzegefäßen, ägyptischen Mumien oder prähistorischem Holz berichten.

ZU DEN BEIDEN AUSSTELLUNGEN
,,KELTENWELTEN‘‘ UND ,,SCHNEE VON GESTERN‘‘

Die Ausstellung ,,KeltenWelten – Archäologie einer geheimnisvollen Kultur‘‘ findet vom 25. April bis 6. Oktober 2019 statt. Im Kern der keltischen Welt, in Süddeutschland und in den angrenzenden Regionen, finden sich unzählige Relikte keltischer Vergangenheit: Siedlungen, Gräber und Kultplätze zeugen vom Alltag, von Religion und Wirtschaft, von Leben und Tod der vorrömischen Bevölkerung. Die Ausstellung zeigt bedeutende archäologische Stätten und liefert mit Bildern und ausgewählten Objekten einen faszinierenden Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kelten. Die Ausstellung entwickelte der Verein KeltenWelten e. V., ein Zusammenschluss von Stätten mit keltischer Geschichte in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Seit 2018 ist das Keltenmuseum Hallein der erste Partner von KeltenWelten außerhalb Deutschlands. – Die Ausstellung ,,Schnee von gestern – Krippentradition und historische Winterbilder‘‘ findet vom 16. November 2019 bis 2. Februar 2020 statt. Traditionelle Krippen werden mit historischen Fotografien der verschneiten Stadt Hallein zu einer sehenswerten winterlichen Ausstellung kombiniert. Anhand von Winteransichten aus den letzten Jahrzehnten wird auch ein Stück Stadtgeschichte nachgezeichnet. Als Rahmenprogramm werden Krippenbau- und Foto-Workshops angeboten. Ein Aufruf an die Bevölkerung soll die Winterbilder aus privaten Fotoarchiven zugänglich machen. Am 10. und 15. März 2019 können die Bilder zum Scannen im Keltenmuseum abgegeben werden!

VORTRAGSREIHE ,,ARCHÄOLOGIE GLOBAL‘‘
WEITET DEN BLICK AUF ALLE KONTINENTE

Die Archäologie forscht weltweit! Seit sich der Mensch über alle Kontinente verbreitet hat, hinterließ er unzählige vielfältige Spuren, die die moderne Altertums-Wissenschaft aufspürt und analysiert. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen geben in spannenden Vorträgen Einblicke in ihre Forschungen, welche die globale Vielfalt der Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart beleuchten. Sie laden die Zuhörerinnen und Zuhörer ein zu einer faszinierenden Zeitreise zu fremden Kulturen, exotischen Orten und geheimnisvollen Funden. Die Vortragsreihe ,,Archäologie global‘‘ lässt Weltgeschichte erleben!

IM JAHR 2020 FEIERT DAS KELTENMUSEUM
SEIN 50-JÄHRIGES MUSEUMS-JUBILÄUM

Im kommenden Jahr 2020 feiert das Keltenmuseum Hallein sein 50-jähriges Bestehen. Dabei wird ein Schwerpunkt für Familien geschaffen. Geplant sind sowohl eine große Kinderausstellung als auch verstärkt die Integration von kindergerechten Ausstellungs-Elementen im gesamten Museumsbereich. Zudem ist ein Nutzungskonzept für den Garten angedacht, welches dem Museum ein zusätzliches neues Flair verleihen könnte. Ein umfangreiches Vermittlungsangebot wird die verschiedenen Facetten des Museums ergänzen. So soll vor allem für Einheimische ein Anreiz geschaffen werden, das europaweit geschätzte und anerkannte Keltenmuseum öfter zu besuchen. Zum 50-jährigen Museums-Jubiläum wird ein wissenschaftliches Werk über den Dürrnberg und über die eisenzeitliche Archäologie im Land Salzburg erscheinen, um diese Verflechtung noch weiter zu manifestieren. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Vor 10 Jahren, am 7. Jänner des Jahres 2009, verstarb nach schwerer Krankheit, viel zu früh, im Alter von 64 Jahren, der verdienstvolle und unvergessene Direktor des Keltenmuseums sowie des ,,Stille-Nacht‘‘-Museums, Mag. Kurt Zeller. Geboren 1945, studierte Kurt Zeller Vor- und Frühgeschichte in Wien und München. 1980 war er mitverantwortlicher Organisator der großartigen 1. Salzburger Landesausstellung ,,Die Kelten in Mitteleuropa‘‘. Im gleichen Jahr heiratete er seine fantastische und liebenswerte Helga. Der Ehe entstammen die drei prächtigen Söhne Andreas, Bernhard und Thomas, die mittlerweile in Graz tätig sind. 1985 wurde Mag. Kurt Zeller zum Direktor des Halleiner Keltenmuseums ernannt. 1988 fungierte er als wissenschaftlicher Leiter und Ideengeber für die grenzüberschreitende Landesausstellung ,,Die Bajuwaren‘‘ in Mattsee und im bayrischen Rosenheim. 1994 war Mag. Kurt Zeller wissenschaftlicher Leiter der Landesausstellung ,,Salz‘‘, die im Keltenmuseums und in der Alten Saline auf der Halleiner Perner-Insel stattfand. Im Vorfeld der Errichtung der Straße auf den Dürrnberg, leitete Mag. Kurt Zeller die zu diesem Zeitpunkt umfangreichsten prähistorischen Ausgrabungen in ganz Europa.

Mag. Kurt Zeller war auch Autor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten und hielt Vorträge in allen maßgeblichen Ländern Europas von Irland bis Italien und von Ungarn bis Spanien. 2005 wurde ihm, aufgrund einer Initiative der ,,Freunde der Kultur- und Festspielstadt Hallein‘‘, der Kultur-Preis der Halleiner Industrie in Höhe von 10.000 Euro zuerkannt. Die festliche Verleihung erfolgte im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Keltenmuseum, an der unter anderen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, die den Preis überreichte, Landeshauptmann-Stv. Dr. Wilfried Haslauer und die Repräsentanten der fünf diesen  Preis finanzierenden Industriebetriebe – Bosch, Emco, m-real, Erdal und Tana professional – teilnahmen. Mag. Kurt Zeller wurde schon zuvor 1999 das Verdienstzeichen des Landes Salzburg in Silber und 2006 die Salzburger Tourismusmedaille des Landes Salzburg in Gold verliehen. 2012 wurde im Halleiner Stadtteil Burgfried, im Beisein von Helga Zeller, eine Straße nach Mag. Kurt Zeller benannt.


In seiner Laudatio für den Empfänger des Kultur-Preises der Halleiner Industrie, wies Odo Stierschneider, mit Mag. Kurt Zeller eng befreundet, auch darauf hin, dass der Direktor des Keltenmuseums einer Reihe unfassbarer Hindernisse seitens der Stadtgemeinde Hallein konfrontiert war. Die Probleme ergaben sich anhand der Persönlichkeit des Halleiner Bürgermeisters, mit dem Mag. Kurt Zeller seine Museums-Angelegenheiten zu verhandeln hatte. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl war begnadeter Finanzspezialist, der einst die verschuldete Stadt Hallein und danach als Landeshauptmann-Stv. und Landes-Finanzreferent das große Schuldenproblem des Landes Salzburg souverän unter Kontrolle brachte und entschärfte. Für seine Willenskraft spricht, dass er sich für eine der anstrengendsten Sportarten entschieden hatte – den kräfteraubenden Berglauf. Nur hinsichtlich der kulturellen Einrichtungen seiner Stadt hatte der heutige Landeshauptmann-Stv. seine Probleme. Wie er offen erklärte, sei der Kulturbereich für Hallein zwar wichtig, doch für ihn persönlich habe er nur wenig Bedeutung. Aus dieser Position heraus fand Mag. Kurt Zeller nur wenig Verständnis für sein international verankertes Keltenmuseum bei der Stadt Hallein, denn der Halleiner Bürgermeister ist auch Finanzreferent seiner Stadt.
 

Dazu ein markantes Beispiel: Im Rahmen einer großen Museums-Initiative wurden das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg, das Salzburg-Museum und das Haus der Natur großzügig erweitert und ausgebaut. Die Museums-Direktoren teilten ihren Finanzbedarf mit und das Land sowie die Stadt Salzburg übernahmen jeweils 50 Prozent der Kosten. Auch das Keltenmuseum war in diese große Museums-Initiative mit eingebunden. Museumsdirektor Mag. Kurt Zeller wurde ebenfalls vom Land Salzburg eingeladen, seinen Finanzbedarf bekannt zu geben. Schließlich wurden die drei wichtigen Salzburger Museen mit den erforderlichen Finanzmitteln durch das Land und die Stadt Salzburg ausgestattet. Mag. Kurt Zeller erhielt die 50 Prozent vom Land. Doch die Stadt Hallein weigerte sich, ihren Anteil zu leisten und bezahlte keinen Cent. Dies stellte natürlich eine ungeheuerliche Brüskierung des Keltenmuseums dar. Museumsdirektor Mag. Kurt Zeller war damit gezwungen, nur mit der Hälfte des vorgesehenen Betrags sein Museum auszubauen und auszugestalten! Man kann sich vorstellen, wie das Keltenmuseum heute dastehen wurde, wenn Mag. Kurt Zeller die volle Summe zur Verfügung gestanden wäre. Deshalb war es auch so wichtig, die Geschäftsführung des Museums der Stadt Hallein zu entziehen und das Keltenmuseum an das Salzburg Museum anzugliedern. Eine Maßnahme, die dem Keltenmuseum immer wieder erkennbar zugutekommt. – (Odo Stierschneider, Foto: Keltenmuseum).

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Die erste Ausstellung des Tennengauer Kunstkreises in diesem Jahr widmet sich den grafischen Positionen der beiden Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser. „Knautschen“ bedeutet ursprünglich „zusammendrücken, quetschen, knittern; schmatzend essen, leise weinen“ und stellt, laut Duden, die verhochdeutschte Form von „knutschen“ dar. Aber was ist eine Knautschzone? Ein Kissen zwischen Dir und der Welt? Ein technisch konstruierter Zwischenraum, um Sicherheit zu gewährleisten? Eine Begegnungszone, um Nähe und Distanz zwischen Innen- und Außen-Welt zu vermessen? In der Ausstellung KNAUTSCHZONE geben die beiden Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser Einblicke in ihre individuellen Verständnisse des Knautschigen und zugleich bildet die Ausstellung eine Kontaktzone zwischen ihren Arbeiten und eröffnet neue Blickwinkel auf das Zusammenspiel von Farbe, Form und Materialität.

 

ZU DEN ARBEITEN
DER KÜNSTLERIN JUDITH AUER

Von der in Hallein geborenen Künstlerin und Illustratorin Judith Auer wird eine Reihe von großflächigen Zeichnungen ihres ersten Bilderbuchs zur alten griechischen Fabel „Der Fuchs und der Rabe“ gezeigt, die im Frühjahr 2019 in englischer Sprache im Verlag Helbling erscheinen wird. Bei weiteren Bildern der Ausstellung handelt es sich zum Teil um Auftragsarbeiten für Verlage und Magazine sowie um freie Arbeiten, in denen sich die Künstlerin u.a. mit den Themen Sexualität, Liebe und Lust befasst. Für ihre Bilder verwendet Judith Auer eine schlichte, grafische Formensprache sowie eine intensive Farbskala. Sie arbeitet sowohl mit Farb- und Bleistiften, als auch mit Aquarell- und Drucktechniken. Inspirationen findet sie für ihre bunten Illustrationen beim Spazieren und Wandern durch die Natur, beim Reisen durch die Welt und beim Kochen mit Freunden.

 

ZU DEN ARBEITEN
DER KÜNSTLERIN DORIS MOSER

Die von der Südtiroler Künstlerin Doris Moser gezeigten Arbeiten befassen sich mit Themen wie Frau-Sein und Körperlichkeit. Ihre teils großformatigen Malereien zeichnen sich vor allem durch Vielseitigkeit, Sinnlichkeit sowie eine auffällige Farbigkeit aus. Ihren Zugang für die Ausstellung KNAUTSCHZONE beschreibt sie wie folgt als: „Bauschig, buschig, faltig, flauschig, fleischig, glitschig, kitschig, rutschig, wuschig, KNAUTSCHIG... Meine Malerei umkreist das wohlige Gefühl einer knautschigen Erfahrung. Mit meinem Handy in der Hand beobachte ich knautschige Zonen am Körper und halte diese fotografisch fest. Die dabei entstandenen Nahaufnahmen übersetze ich anschließend in eine von grafischen Elementen und auffälliger Farbigkeit geprägte Malerei. Der Körper wird zur irrealen Landschaft, durch die sich die Betrachtenden tasten können.“

AUSSTELLUNGS-TERMINE
ZUR KNAUTSCHZONE

Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 21. Februar um 19:30 Uhr und dauert bis 30. März 2019. Einführend zur Ausstellung spricht Ingrid Schreyer, Künstlerin und Lehrende für Malerei an der Universität Mozarteum. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr. Sowie nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

VERANSTALTUNGEN
ZUR AUSSTELLUNG:

SONNTAG, 24. Februar 2019, 10:00 bis 16:00 Uhr
Workshop Pop-Up-Karten mit Judith Auer
Für Erwachsene und Jugendliche. In diesem Workshop werden bunte Collagen durch selbst bedruckte Papiere gestaltet. Durch ein experimentelles Zusammenfügen der entstandenen Farbflächen ergeben sich figurative bis hin zu abstrakten Kompositionen, aus denen aufklappbare Grußkarten – so genannte „Pop-Up-Karten“ – und kleine Kunstwerke hergestellt werden. Der Workshop richtet sich an alle die Freude am eigenen künstlerischen Gestalten haben! Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Unkostenbeitrag: 35 € inklusive Material, kostenfrei für Mitglieder TKK (max.10 Teilnehmer*innen); Anmeldung: office@kunstraumproarte.com

SAMSTAG, 30. März 2019, 11:00 Uhr
Finissage mit Künstler*innengespräch
Bei Croissants und Kaffee geben die Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser im Rahmen der Finissage tiefere Einblicke in ihre gemeinsame Ausstellung KNAUTSCHZONE.

 

KURZBIOGRAFIE
DER KÜNSTLERIN JUDITH AUER

Judith Auer, geboren 1991 in Hallein, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien Bildnerische Erziehung, Technisches Werken und Textiles Gestalten auf Lehramt. Im Anschluss absolvierte sie im Jahr 2016/17 ein Masterstudium für Bilderbuch-Illustration an der Accademia di Belle Arti di Macerata in Italien. 2017 arbeitete Judith als Kunstlehrerin in Wien und illustrierte ihr erstes Bilderbuch „The Fox and the Crow“. Mittlerweile lebt sie in Linz, wo sie an der Kunstuniversität, an der Abteilung für bildnerische Erziehung, als Universitäts-Assistentin tätig ist. Parallel dazu geht sie ihrer Leidenschaft der Illustration nach. Zu ihren Kunden zählen Verlage wie Rizzoli, Kunstanstifter, Helbling, Portrait Magazin, etc. Inspirieren lässt sich Judith von der Natur, vom Reisen, Tanzen und Kochen. Für ihre Illustrationen verwendet sie Farbstifte und Aquarellfarben und experimentiert mit diversen Druckverfahren. www.judithauer.com

KURZBIOGRAFIE
DER KÜNSTLERIN DORIS MOSER

Doris Moser, geboren 1987 in Sterzing/Vipiteno Südtirol-Italien. 2009 Studium am Mozarteum, Salzburg - Bildnerische Erziehung (Malerei) und Textiles Gestalten; 2008 Malereikurse an der „Libera Accademia di belle Arti“, Firenze; 2007 Lehranstalt für Werbegrafik, Brixen/Bressanone. Künstlerische Tätigkeit: 2015 European Young Artist Event Artefatto 10 Reset, Trieste; 2014 artists in residence Budapest; 2012 Mitarbeit im off-space Periscope, Salzburg; Mitglied der Künstlerinnengruppe BOCKSTUHLPLATTE. Ausstellungen/ Beteiligungen (Auswahl): 2017 Start, Galerie Prisma, Künstlerbund, Bozen; 2015 Artefatto, Trieste; goldilocks effects, Rauchmühle, Salzburg; 2014 Bockstuhlplatte II, Schlossgalerie, Landeck; Galerie Massolit, Budapest; Lehrende Tätigkeit (Auswahl): 2018 Universität Mozarteum, Bildnerische Innsbruck, Lektorin Malerei; 2017 Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation, Brixen. www.dorismoser.it

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Porträtfoto der Künstlerin Judith Auer von Anna Heppberger. FOTO 2: Porträtfoto der Künstlerin Doris Moser von Doris Moser. – (Presse-Aussendung des Tennengauer Kunstkreises).

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Im Verhältnis zwischen den beiden Städten Hallein und Salzburg profitierte die Landeshauptstadt über Jahrhunderte hinweg einseitig und auf extremste Weise. Präzise: Exakt zu 100 Prozent. Was da noch übrig blieb, kam der Stadt Hallein zugute. Nämlich genau 0 Prozent. 600 Jahre lang war die Halleiner Salzproduktion fest in der Hand der auch weltlich regierenden Salzburger Fürsterzbischöfe. Ihre geldgierige Hallein-Feindlichkeit ging so weit, dass sie per Erlass das gesamte Salzwesen der Steuerhoheit der Stadt Hallein entzogen – sie bezahlten über Jahrhunderte in Hallein keinen Heller an Steuern für die enormen finanziellen Erträge aus der Salzgewinnung. Im Bergwerk und in den Salinen bezahlten die unfeinen kirchlichen Landesregenten nur Schandlöhne. Franz Schubert beschrieb Hallein im Jahr 1825 mit folgenden Worten: ,,Wir kamen in die äußerst schmutzige und grausliche Stadt Hallein. Die Einwohner sahen alle wie Gespenster aus, blaß, hohläugig und mager. Es ist, als ob man vom Himmel, der Stadt Salzburg, auf einen Misthaufen, die Stadt Hallein, fiele!“ Bislang gab es in der Stadt Salzburg noch keinen einzigen Versuch, dieser unfassbaren historischen Benachteiligung Halleins, endlich mit einer gutnachbarlichen Initiative entgegen zu treten. Dafür tritt nun der großartige, prominente Halleiner Notar und Kunstfreund Dr. Claus Spruzina an (1. Foto oben), um gemeinsam mit Anton Santner (2. Foto oben), Chef der an mehreren österreichischen Standorten erfolgreich agierenden Marketing-Agentur P8 und einstiger Landesgeschäftsführer der ÖVP in Salzburg, das Weiterbestehen des berühmten Salzburger Marionettentheaters auch in Zukunft zu sichern!

 

ALS KINDER AUS ANGST
VOR HALLEIN ZU WEINEN BEGANNEN

Noch einmal den Blick zurück, um das Unfassbare noch deutlicher zu machen: In guten Jahren betrug der Anteil aus dem Verkauf des Halleiner Salzes bis zu zwei Drittel (!) des Landesbudgets der Salzburger Fürsterzbischöfe. Nur so konnte die Stadt Salzburg zum strahlenden Juwel und Weltkulturerbe ausgebaut werden. Mit dem Dom und Kirchen, mit Residenzen, mit Mirabellschloß samt Garten, mit der Luxus-Immobile Lustschloß Hellbrunn samt großem Park, mit großzügigen Verteidigungsanlagen und mit der, in unfassbar pompösem Ausmaß zu einer der größten Burgen Europas ausgebauten Festung Hohensalzburg. In Hallein hingegen nahmen die Fürsterzbischöfe keinen einzigen Ziegel in die Hand, um hier auch nur ein einziges Objekt zu errichten. Hallein war von Anfang an und blieb bis zum Ende der Regentschaft der Fürsterzbischöfe nur eine ausgebeutete Salzkolonie. Der Ruß aus den Rauchfahnen der befeuerten Salzpfannen und das Dampfgewölk der erhitzten Salzsole aus den bis zu 12 gleichzeitig in Hallein in Betrieb stehenden Salinen verdunkelte permanent den Himmel über der Stadt Hallein. Die rußgeschwärzten Hausfassaden führten zum Schlagwort ,,Das schwarze Hallein‘‘. Mehrere Leserinnen der ,,Halleiner Zeitung‘‘ (1952 – 1996) aus dem Tennengau erzählten ,,HZ‘‘-Herausgeber Odo Stierschneider, dass sie in ihrer Kindheit vor Angst zu weinen begannen, wenn es galt, die abschreckende und unheimliche Stadt Hallein zu besuchen.

KEINER GETRAUT SICH
SALZBURGS BRINGSCHULD ANZUSPRECHEN

In der Stadt Salzburg geht man angesichts dieser unglaublichen Tatsachen in volle Deckung. Kein Politiker der Landeshauptstadt kommt auf die Idee, Kontakte mit der Stadt Hallein herzustellen, um die ungeheure Bringschuld der Stadt Salzburg gegenüber Hallein auch nur anzusprechen. Die Salzburger Medien scheuen solch heiße Themen aus gutem Grunde. So köchelt das ungelöste, für die Stadt Salzburg so ungeheuer peinliche Thema, einer auch nur symbolischen Wiedergutmachung gegenüber Hallein, weiter vor sich hin. Dabei bietet sich etwa die dringende Renovierung des alten Salinengebäudes auf der Pernerinsel (siehe dazu das 3. Foto oben) im Bereich der letzten noch erhaltenen historischen Salzsiedepfanne, für eine Hilfestellung aus der Stadt Salzburg besonders an. Nur zahllose Holzstützen in zwei Geschossen des Salinengebäudes verhindern noch den Zusammenbruch des Gemäuers – eine unfassbare Kulturschande für Stadt und Land Salzburg!

NOTAR AUS HALLEIN & CO RETTEN
SALZBURGER MARIONETTENTHEATER

Trotz des unakzeptablen Verhaltens der Stadt Salzburg gegenüber Hallein, gibt es in der einstigen Salinenstadt eine fantastische und weitblickende Persönlichkeit, die sich tatkräftig dafür einsetzt, eine herausragende, aber gefährdete Kulturinstitution der Stadt Salzburg zu retten und zu bewahren. Der weitblickende Notar Dr. Claus Spruzina und der erfolgreiche Marketing-Experte Anton Santner von der Marketing-Agentur P8 (beeindruckende Präsenz im Internet!) gründeten einen gemeinnützigen Verein, in den die Geschäftsanteile des Salzburger Marionettentheaters eingebracht wurden. Vor eineinhalb Jahren lernte Dr. Claus Spruzina bei einer Puppenvorführung Frau Heuberger kennen, die ihm später in seinem Schloss Wiespach die schwierige Lage des Marionettentheaters schilderte. Die Mitarbeiter des Marionettentheaters waren bereits zur Kündigung angemeldet. Dr. Claus Spuzina bot seine Hilfe an und kontaktierte Stadt und Land Salzburg. Der gemeinnützige Verein rund um das Marionettentheater wird ein wirtschaftliches und künstlerisches Konzept für die Weiterführung entwickeln. Das finanzielle Aus für das Marionettentheater wurde mit 300.000 Euro durch die Salzburger Politik vorläufig beseitigt. Schlussbilanz: Sportlich gesehen stand es bislang mit Blick auf die vergangenen Salz-Jahrhunderte zwischen Salzburg und Hallein zumindest 1.000.000.000:0 für Salzburg. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis auf 1.000.000.001:0 für Salzburg hochkorrigieren. Frage: Wann schießt Salzburg endlich zugunsten Halleins sein Ehrentor? – (Odo Stierschneider. Foto 1: Fotostudio Graf, Foto 2: SalzburgWiki. Foto 3: OST).

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Das Festivalteam ,,gruber and more‘‘ überreichte am 23. Jänner 2019 an Stadtpfarrer Dechant Johann Schreilechner eine respektable Spende in Höhe von nahezu 15.000 Euro – exakt 14.758 Euro! Auf dem Foto oben von links nach rechts: Helmut Zeilner, Direktor des BG/BRG Hallein Matthias Meisl, Odo Stierschneider (,,Der Salzschreiber“), Markus Stepanek, Stadtpfarrer Johann Schreilechner, Herbert Struber (Begründer des Halleiner Kulturforums, des Stadtfestes Hallein und des Festivals ,,gruber and more) sowie Walter Müller. Der stolze Zweck dieser Spende: Sie soll helfen, die Anschaffung einer zusätzlichen Chororgel und eines Generalspieltisches zu ermöglichen.

 

Während der Wirkungszeit von Franz Xaver Gruber gab es eine zweite Orgel, eine Chororgel, in der Stadtpfarrkirche Hallein. Wann und warum diese entfernt wurde, ist nicht bekannt. Wie es der Zufall will, wurden nun in Saalfelden alte Orgelteile aus der Werkstatt des Orgelbauers Johann Nepomuk Mauracher um 1860, zu dem Franz Xaver Gruber stets einen guten persönlichen Kontakt pflegte, entdeckt. Aktuell besteht die Möglichkeit, diesen Mauracher-Bestand für Hallein zu erwerben, zu adaptieren und somit ein kleines Mauracher-Orgelwerk mit 5 Registern und 250 Pfeifen zu erstellen. Nach gründlicher Instandsetzung könnte ein weitgehend authentischer Mauracherklang, wie Gruber ihn selbst kannte, erreicht werden. Diese Chororgel kann von einem noch zu errichtenden General-Spieltisch auch gemeinsam mit der Hauptorgel bespielt werden.

AUSBLICK AUF DAS FESTIVAL

gruber and more“ 2019/2020

Fortgeführt werden die beiden bisherigen Festival-Formate: einerseits die Auseinandersetzung mit geistlicher Musik, andererseits die Renaissance des ,,Halleiner Puppentheaters‘‘. So werden weitere Werke von Franz Xaver Gruber aus dem ,,Stille-Nacht‘‘-Archiv transkribiert bzw. bearbeitet. Diese Werke werden daraufhin durch Aufführungen in Gottesdiensten einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Das Ziel ist, auf diesen nahezu vergessenen Schatz der Salzburger Musikgeschichte aufmerksam zu machen. Die neue prachtvolle Gruber-Orgel soll die Erinnerung an Komponist und Organist Franz Xaver Gruber mit Orgelkonzerten, über das Jubiläumsjahr ,,200 Jahre Lied ,,Stille Nacht‘‘ hinaus, hochhalten und zu einem identitätsstiftenden Halleiner Juwel werden. Die Renaissance des ,,Halleiner Puppentheaters‘‘ wird mit einer Reprise des erfolgreichen Singspiels ,,Gruber & Mohr‘‘ und einem weiteren neuen Stück fortgeführt. – (HST, OST).

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Im Zeitalter des Steuern-Verweigerers Amazon, der alle Geschäftsinhaber für blöd verkauft, die im Interesse der Allgemeinheit korrekt ihre Steuern zahlen, ist es besonders erfreulich, dass die Existenz von zwei Buchhandlungen in Hallein den Bewohnern der Stadt ein erfreuliches Zeugnis hinsichtlich ihrer geistigen Ansprüche und Interessen ausstellt. Lesen gehört zu den anspruchsvollsten geistigen Tätigkeiten. Angesichts des eben vorübergegangenen Weihnachtsfestes, hatte Festspiel-Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, unter deren Führung heuer auf der Pernerinsel die 26. Festspiel-Saison erfolgreich über die Bühne ging, betont, dass sie prinzipiell nur Bücher verschenke. Großartig! So hoffen wir, dass alle vernünftigen Halleiner und Halleinerinnen ihr gutes Geld nicht einem ausländischen Todfeind unser heimischen Geschäftswelt sinnlos in den Rachen werfen. Sondern auch künftig vor Ort ihren Bedarf decken und damit auch jene Steuerleistungen sicherstellen, die es der Stadt ermöglichen, weiterhin Wohnungen zu errichten und ihre Infrastruktur wie etwa Straßen, das Altstadt-Pflaster, Computer-, Strom- und Kanal-Leitungen, Brücken, Museen, Theater u.s.w. in einwandfreiem Zustand zu erhalten. Von Amazon ist noch kein einziger Cent nach Hallein geflossen! Amazon trägt nichts dazu bei, dass in Hallein ein Adventmarkt oder andere Veranstaltungen stattfinden können. Deshalb ein großes Lob für unsere Halleiner Geschäftswelt und speziell für die schöne Buchhandlung ,,Leseträume‘‘ am Bayrhamerplatz.

Denn diese war wieder kürzlich Schauplatz der schon traditionellen Karikaturen-Versteigerung durch Caroline Hubble, Herausgeberin von ,,Halleiner Stadtzeitung‘‘, ,,Halleiner Festspielbroschüre‘‘ und ,,Halleiner Stadt-Kalender‘‘. Nur wer vom Zeichenstift eines Karikaturisten aufgespießt wird, kann von sich behaupten, bekannt und prominent zu sein. Dies gilt natürlich in besonderem Maß für die beiden angesehenen Karikaturen-Opfer, Halleins Bürgermeister Maximilian Klappacher und Halleins 1. Vizebürgermeisterin Eveline Sampl-Schiestl. Sie bildeten die Spitze einer Gruppe prominenter Halleinerinnen und Halleiner, von denen Karikaturist Gerhard Koller (,,Geronimo‘‘) mit großer Meisterschaft farbige Karikaturen zu Papier gebracht hatte. Der Erlös des Abends in Höhe von beinahe 1.000 Euro, wurde wie immer von Caroline Hubble einem sozialen Hilfsprojekt zugeführt – diesmal einer hilfsbedürftigen, alleinstehenden Mutter von drei Kindern. – (Odo Stierschneider).

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
In der gut sortierten Buchhandlung ,,Leseträume‘‘ fand die gelungene Karikaturen-Versteigerung statt. FOTO 2: Die rührige, stets liebenswürdige und sachkundige, bei Kundinnen und Kunden äußerst beliebte Inhaberin der Buchhandlung ,,Leseträume‘‘: Jaqueline Brabec. FOTOS 3 und 4: Bürgermeister Maximilian Klappacher und Caroline Hubble präsentieren die Karikaturen ,,Klappacher‘‘ und ,,Sampl-Schiestl‘‘. FOTOS 5 und 6: Hier sind die beiden Karikaturen vergrößert dargestellt. FOTOS 7 und 8: Bilder von der Versteigerung. FOTO 9: Drei Ladies, drei Generationen auf einem Foto: Großmutter/Mutter Caroline Hubble, Tochter/Mutter Jaqueline Brabec und Tochter/Enkelin Amelie. – (Fotos: Adi Aschauer).

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Für Christian Haipl ist jetzt Hochsaison. Denn als Krippen-Baumeister ist er jetzt in der Weihnachtszeit ganz besonders gefragt. Beinahe täglich tüftelt der 79-jährige Halleiner in seiner etwa fünf Quadratmeter großen Werkstatt, wo er auch nach einem Foto die verschollene Franz-Xaver-Gruber-Krippe aus dem 19. Jahrhundert nachgebaut hat. „Wir hatten früher nicht viel, es gab weder Handy noch Fernsehen. Wir waren also erfinderisch und haben in unserer Freizeit aus Stofffetzen, Mehl und Wachs Krippen gebaut“, erinnert sich der gelernte Maler- und Anstreicher an seine frühe Jugend zurück und ergänzt: „Einmal im Jahr habe ich mir dann eine Figur gewünscht. Und ich weiß noch ganz genau, wie stolz ich jedes Mal war.“ Erst 50 Jahre später machte der ehemalige Bademeister sein Hobby zum Beruf.

„Zum 60. Geburtstag schenkten mir meine „Bergspezl“ einen Krippenbaukurs. Dort habe ich dann gelernt, welche Werkstoffe man sonst auch noch verwenden kann“, schmunzelt er. Seine Bauelemente wie Wurzeln, Steine und Tannenzapfen findet er für gewöhnlich am Berg oder im Wald. Vor Aufträgen kann sich der ehemalige Bademeister kaum retten. Mehr als 100 Krippen hat er bereits kreiert. Eines ist für ihn aber klar: Verdienen will er dabei nichts. „Einmal habe ich für ein Seniorenwohnheim eine Krippe gebaut, am Heiligen Abend hatten dann alle Tränen in den Augen. Das alleine war es schon wert“, erinnert sich Christian Haipl. Der wohl größte Auftrag des Halleiners: die Mitte des 19. Jahrhunderts verschollene Franz-Xaver-Gruber-Krippe nachzubauen. Vier Monate werkte er anhand einer Bildvorlage und einigen Beschreibungen aus Tagebucheinträgen an der 150 Jahre alten Krippe. „Die Herausforderung waren die Farbgebung sowie die Materialien. Gruber hat beispielsweise aus Watte einen Wasserfall gebaut. Auf die Idee wäre ich nie gekommen“, erzählt der Krippenbaumeister sichtlich stolz. Zu sehen ist sein Nachbau im Salzbergwerk Hallein. – (Salzburger Landes-Medienzentrum.)

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS:
FOTO 1:
Historische Aufnahme der Gruber-Krippe. Diese wurde in den 80er-Jahren in der ,,Halleiner Zeitung‘‘ veröffentlicht. ,,HZ‘‘-Herausgeber Odo Stierschneider bot damals 10.000 Schilling für Hinweise zu ihrer Auffindung. Doch Grubers Original-Krippe blieb bis heute verschollen. FOTO 2: Die von Krippenbauer Christian Haipl nachgebaute Gruber-Krippe. FOTOS 2 und 3: Der 75-jährige Krippenbauer aus Hallein hatte auch heuer wieder bis in den Advent hinein Hochsaison. – (Fotos: Julia Schrammel (SLMZ).

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Oberstudienrat Mag. Herbert Struber unterrichtete am Wirtschaftskundlichen Gymnasium in Salzburg und am Bundesgymnasium / Bundesrealgymnasium in Hallein in den Fächern Mathematik und Physik. 1988 bis 1999 entfaltete er eine rege Tätigkeit als Bürgermeister von Oberalm. Zuvor schon demonstrierte er intensives Interesse im kulturellen Bereich. So gründete er das Halleiner Kulturforum und das Halleiner Stadtfest, das unter seiner Führung mit kulturellen Höhepunkten zum Aushängeschild der Stadt Hallein wurde. Herbert Struber gab dazu auch einen informativen Bildband heraus, in dem er einen anschaulichen und fesselnden Rückblick auf die glorreichen Jahre ,,seines‘‘ Halleiner Stadtfestes darstellt. Doch für Herbert Struber gab es erfreulicher Weise keinerlei Ruhepausen und so entwickelte er schließlich die Idee zur Wiederbelebung der Halleiner Puppenspiele. Diese hatten es, gegründet von Prof. Edmund Stierschneider, in den Nachkriegsjahren auf über 700 Aufführungen in den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich, Tirol sowie im angrenzenden Bayern gebracht und erfreuten sich größter Beliebtheit. Herbert Struber gelang es, einen letzten Bestand an Handpuppen der Halleiner Puppenspiele sicherzustellen und heuer gründete er den Verein ,,Halleiner Puppentheater‘‘. Am 25. November 2018 konnte mit den neu eingekleideten Puppen erfolgreich die Premiere des Stückes ,,Gruber & Mohr‘‘  gefeiert werden. DER SALZSCHREIBER berichtete darüber hier im Ressort ,,Kultur‘‘. (Dazu einfach nur um vier weitere Beiträge weiter hinunterscrollen.)

Doch der umtriebige Herbert Struber sah sich keineswegs ausgelastet. Er leistete nach einem konstruktiven Gespräch mit Walter Müller und Helmut Zeilner auch einen markanten Beitrag zur Vorweihnachtszeit 2018 in Hallein und wurde zum Herausgeber des umfangreichsten Druckwerkes, das heuer im Umfeld des Jubiläums 200 Jahre ,,Stille Nacht‘‘ in Hallein aufgelegt wurde. Im Impressum des Werkes ist zwar das Halleiner Puppentheater als Herausgeber angeführt, allerdings unter einer der prominentesten Adressen, die Oberalm aufzuweisen hat: Albinaweg 7. Alles klar? Der Magazintitel lautet ,,Gruber & Mohr – Festival 2018‘‘, der Untertitel: ,,Festschrift & Programmheft‘‘. (Siehe dazu auch das Foto oben). In vier Inhalts-Blöcken ist zusammengefasst, was auf 100 (!) Seiten für die Leserinnen und Leser ausgebreitet wird. Gedruckt wurde das beeindruckende Werk in der Halleiner Druckerei Colordruck La Linea am Kalkofenweg 6.

Inhalts-Block 1: Einerseits Entstehung, Verbreitung und Wirkung des Liedes ,,Stille Nacht! Heilige Nacht!‘‘, andererseits Auseinandersetzung mit der christlichen Botschaft, der geistlichen Musik und der Begeisterung von Franz Xaver Gruber für Orgelkunst auf seiner Halleiner Orgel – alles dargeboten durch anerkannte Fachautorinnen und Fachautoren. Insgesamt acht hinreißende Beiträge. Außerordentlich beeindruckend! In seinem Beitrag über die neue Orgel stellt Dr. Philipp Pelster abschließend fest: ,,Hallein kann sich somit rühmen, die mit Abstand modernste Orgel Salzburgs zu besitzen.‘‘ Geradezu visionär erscheint ein weiterer Beitrag, in dem eine zusätzliche Chororgel, so wie es sie schon zu Grubers Zeiten gab, unter Einsatz einer perfekten Fotomontage, angeregt wird. Inhalts-Block 2: Der Überblick auf die Grubermessen in der Halleiner Stadtpfarrkirche, beginnend mit der Orgelweihe am 25. November, bis hin zum 23. Dezember, an dem die Halleiner Liedertafel und der Kirchenchor in Erscheinung treten. Alle Beiträge zu den insgesamt sechs Grubermessen sind reich illustriert und mit informativen Texten versehen. Inhalts-Block 3: Hier werden die sieben Konzerte auf der neuen Gruber-Orgel in der Stadtpfarrkirche aufgelistet. Das erste Konzert fand am 25. November statt, das letzte ist für 23. Dezember vorgesehen. Auch hier beeindrucken das reiche  Bild- und Textmaterial. Inhalts-Block 4 schließlich ist dem neuen Halleiner Puppentheater und seinem Stück ,,Gruber & Mohr‘‘ gewidmet. Dieses feierte am 25. November 2018 seine Premiere. Bis einschließlich 22. Dezember sind insgesamt fünf Vorstellungen vorgesehen. Das Stück ist ein musikalisches Spiel über die Entstehung, Verbreitung und Wirkung des Liedes ,,Stille Nacht! Heilige Nacht!‘‘, gespielt von Handpuppen und kommentiert von – Wolfgang Amadeus Mozart, John Lennon, Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber! Möglich wird dies durch eine raffinierte Vervielfachung der Auftrittsflächen. Walter Müller ist Autor und Helmut Zeilner Komponist des musikalischen Spiels ,,Gruber & Mohr.‘‘ Auf den Seiten 80 bis 95 dieses großartigen Magazins finden die Leser den gesamten Stücktext zu ,,Gruber & Mohr‘‘ abgedruckt.

Schließlich ist auf Seite 96 noch ein ausführlicher Beitrag von Else Primetzhofer über das 50jährige Bestehen der insgesamt sechs Glocken auf dem Turm der Stadtpfarrkirche Hallein zu entdecken. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Halleiner Kirchenglocken eingeschmolzen. Der stattliche spätromanische Kirchturm stürzte nach einem Dachstuhlbrand der Kirche im September 1945 ein. Nach Wiederherstellung des Kirchendaches fehlte das Geld für den Turm und die Glocken. In der zweitgrößten Stadt des Landes wurden 25 Jahre lang ohne Kirchturm, mit Lautsprechern auf dem Dach der Kirche, Tonbandaufnahmen von Glocken ausgestrahlt. Erst mit der Weihe des modernen Sichtbeton-Turmes 1966 konnte an neue Glocken gedacht werden. Am 8. Dezember 1968, erfolgte die feierliche Weihe der neuen Glocken durch Erzbischof Andreas Rohracher und Dechant Johann Rasp. Die größte Glocke wiegt 3.109 Kilogramm und ist die ,,Stille-Nacht-und-Friedens-Glocke‘‘. Ihren Glockenmantel zieren eine Krippe mit langstrahligem Stern sowie die Anfangstakte des Weihnachtsliedes ,,Stille Nacht! Heilige Nacht!‘‘ – Abschließende Feststellung: dem Magazin  ,,Gruber & Mohr‘‘ (Übersetzung phonetisch gleichklingend auf Englisch: Gruber and more), kommt mit seinen unzähligen Details in Wort und Bild eine Bedeutung zu, die weit über das heurige Jubiläum 200 Jahre ,,Stille Nacht‘‘ hinausreicht und eine echte Bereicherung für jede gut sortierte Hallein-Bibliothek darstellt. Beeilt Euch Leute, Restexemplare sind noch an Brennpunkten des Halleiner Kulturgeschehens zu haben. Noch dazu kostenlos! – (Odo Stierschneider. Foto: OST. Die Titelseiten-Grafik stammt von Iris Moosleitner.)

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MMag. Michael Neureiter, aufgewachsen im einstigen Wohnhaus des ,,Stille Nacht‘‘- Komponisten Franz Xaver Gruber neben der Halleiner Stadtpfarrkirche, (,,Gruber hat es hier auf 28 Jahre gebracht, ich nur auf 24!‘‘) zählt zu den herausragenden und vielseitigsten Persönlichkeiten des Tennengaus. Er studierte an der Universität Salzburg (Mag. theol. 1975 und Mag. phil. 1976), war Zweiter Präsident des Salzburger Landtages, ist in seiner Heimatgemeinde Bad Vigaun politisch tätig und in der ÖVP verankert, war Lehrer am Akademischen Gymnasium Salzburg, ist Spezialist für alte schmiedeeiserne Kirchturm-Uhrwerke und leitete jahrelang den privaten Spendenkreis für die neue Halleiner Gruber-Orgel, der immerhin 150.000 Euro für deren Finanzierung sammeln konnte – und sich damit in eine Reihe mit dem Land Salzburg und der Stadtgemeinde Hallein stellte, die jeweils einen gleich hohen Beitrag zur Verfügung stellten. Mag. Michael Neureiter ist auch Präsident der ,,Stille Nacht‘‘-Gesellschaft und wird heuer, angesichts des Jubiläums 200 Jahre Lied ,,Stille Nacht‘‘, natürlich in besonderem Maße in Anspruch genommen. Dazu gehören unter zahllosen anderen Aktivitäten die Teilnahme an der Generalaudienz von Papst Franziskus in Rom, die Herausgabe des Buches ,,Stille Nacht. Das Buch zum Lied‘‘ gemeinsam mit Thomas Hochradner und ganz aktuell, ein bemerkenswertes Schreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen, an Bundeskanzler Sebastian Kurz und an den Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Nachstehend dessen Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,


diese Woche war ich mit einer Salzburger Gruppe und einer österreichischen Parlamentarier-Delegation in Rom. Bei der Generalaudienz von Papst Franziskus sprach dieser von der „tiefen Schlichtheit“ des Stille-Nacht-Lieds, wir konnten mit ihm zwei Strophen von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ singen. Zum Abschied bat er uns: „Bringt Frieden! Und betet für mich!“ Die Stille Nacht Gesellschaft hat vor einer Woche in Oberndorf bei Salzburg ihr neues Arbeitsprogramm beschlossen, darin heißt es u.a.: „Sie nimmt die Idee eines Friedensappells aus Salzburg und Österreich zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2019 auf: Der Stille-Nacht-Friedensappell soll zum Abschluss der EU-Präsidentschaft Österreichs das weltweite Vermächtnis des Liedes aus Österreich aufgreifen und verstärken.“ Der Weltfriedenstag wird von der katholischen Kirche 2019 zum 50. Mal begangen.


Wir möchten Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, einladen, diesen Stille-Nacht-Friedensappell zu unterstützen und ihn zu Ihrem Anliegen zu machen! Der Friedensappell wird erst durch Friedensinitiativen, die persönlich, gesellschaftlich und international gesetzt werden, konkret! Wir bitten sehr um Ihre Friedensinitiative(n)! Wir tragen unser Anliegen auch an den Herrn Bundeskanzler und an den Herrn Landeshauptmann von Salzburg heran. Wir dürfen uns Ende 2019 wieder melden – vielleicht geht sich eine Einladung zum Austausch auf einem der Stille-Nacht-Friedenswege in Hochburg-Ach oder rund um Oberndorf aus? Als Vermächtnis am Ende der EU-Präsidentschaft Österreichs können Stille-Nacht-Friedensinitiativen ein Zeichen Österreichs für die Welt sein: Das Lied aus Österreich ist ja Botschaft der Menschwerdung, Beitrag der Festkultur und auch Baustein des Friedens!


Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2019!

MMag. Michael Neureiter, Präsident

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STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Das Porträtfoto zeigt MMag. Michael Neureiter. FOTO 2: Kranz-Niederlegung an der Gedenk-Grabstätte Grubers vor dem Halleiner ,,Stille-Nacht‘‘-Museum anlässlich Grubers 155. Geburtstag am 7. Juni 2019 durch den Präsident der ,,Stille Nacht‘‘-Gesellschaft MMag. Michael Neureiter, im Beisein von Bürgermeister Gerhard Anzengruber und Kultur-Stadträtin Dr. Eveline Sampl-Schiestl. FOTO 3: MMag.Michael Neureiter überreicht als Präsident der ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft an Papst Franziskus das Buch ,,Stille Nacht. Das Buch zum Lied‘‘. Außerdem übergab MMag.Michael Neureiter dem Papst ein Faksimile von Franz Xaver Grubers ,,Authentischer Veranlassung‘‘ aus dem Halleiner ,,Stille- Nacht‘‘-Museum in welcher der Komponist das Entstehen des weltberühmten Liedes schildert. FOTO 4: Anschließend an die Generalaudienz bei Papst Johannes folgte ein Adventempfang in der Österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Vorne sitzend Martina Mathur, stehend von links Botschaftsrätin Elisabeth Schrammel, Erich Hinterwirth, Botschafterin Franziska Honsowitz-Friessnigg, Christina Standler-Kahlenbach (SLT), Huberta Bertolini-Pott, Assistentin der Botschafterin. Schließlich ganz rechts MMag. Michael Neureiter, Präsident der ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft. FOTO 5: MMag. Michael Neureiter gelingt es wie niemandem sonst, historische Möbel aus dem Hause Grubers zu indentifizieren und für das Halleiner ,,Stille-Nacht‘‘-Museum zu sichern. FOTO 6: Die Herausgeber des Buches ,,Stille Nacht. Das Buch zum Lied‘‘, Thomas Hochradner und MMag. Michael Neureiter. In der Mitte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer. Das Werk entstand in vierjähriger Vorbereitungszeit und enthält Beiträge von 31 Autorinnen und Autoren. Kein Wunder, dass Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer erklärte, dieses Standardwerk rage aus den erfreulicher Weise zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema ,,Stille Nacht‘‘ besonders markant hervor. FOTO 7: Das Ehepaar Neureiter zeigte sich großzügig und spendete dem Keltenmuseum Hallein eine ausgezeichnete, in Öl gemalte Ansicht der Stadt Hallein des Oberbergmeisters Romed Plank vom Salzbergbau Dürrnberg aus dem Jahre 1944. Dieser war vielseitig begabt, er malte, zeichnete, musizierte und komponierte. – (Odo Stierschneider. Fotos: Adi Aschauer, ,,Stille-Nacht‘‘-Gesellschaft, Manula Hinterwirt, Franz Neumayr, Hermann Hermeter, Keltenmuseum Hallein / Golser.)

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Unter dem Titel ,,Den Gruber tät´s freuen!‘‘ wird am Mittwoch, 19. Dezember 2018, um 19,30 Uhr in der Evangelischen Kirche Hallein, Virtuoses aus dem Biedermeier, verbunden mit spannenden Gedanken zum Weihnachtslied ,,Stille Nacht‘‘, dargeboten. Es wirken mit: Martina Mathur – Gesang, Gitarre; David Gruber – Flöte; Georg Winkler – Klarinette und Wolfgang Guttmann – Gitarre, Moderation und Konzeption. Dieser Abend bietet erlesene Kostbarkeiten von Zeitgenossen Grubers wie Schubert und Diabelli sowie die Uraufführung des Auftragswerkes „Variationen über Stille Nacht“ des international renommierten Komponisten Alexander Müllenbach zum Jubiläumsjahr „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in Kooperation mit dem Stille Nacht Museum Hallein.

 

Franz Xaver Gruber war eingebettet in die lebendige Musiklandschaft seiner Zeit. Er war wohl informiert, was im österreichischen Biedermeier oder auf italienischen Opernbühnen gerade populär war und gerne arrangierte er große und kleine Meisterwerke von Musikerkollegen für seinen beruflichen Alltag. Mit seiner Liebe zum Gesang und mit dem Einsatz von Flöte, Klarinette und Gitarre traf er auch den Geschmack der damaligen Zeit. Es werden an diesem Abend virtuose Kostbarkeiten von Zeitgenossen Grubers wie Schubert und Diabelli zu Gehör gebracht, der musikalische Bogen spannt sich jedoch bis in die Gegenwart. Der international renommierte Komponist Alexander Müllenbach, langjähriger Leiter der Sommerakademie am Salzburger Mozarteum, konnte dafür gewonnen werden, sich einer großen künstlerischen Herausforderung zu stellen. Die Uraufführung seiner Variationen über Stille Nacht, ein Auftragswerk zum Jubiläumsjahr, darf mit großer Neugierde erwartet werden. Dass an diesem Abend auch die gelungene Kopie der „Mohr-Gitarre“ zum Klingen gebracht wird, erhöht sicherlich die Attraktivität dieses außergewöhnlichen Programms. – Auf dem 1. FOTO oben Wolfgang Guttmann, Martina Mathur, David Gruber und Georg Winkler. Das 2. FOTO zeigt Komponist Alexander Müllenbach. – (Presseinformation aus dem Stille-Nacht-Museum Hallein).

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Mit der Uraufführung des Theaterstücks „Franz Xaver Gruber. Dem Schicksal zum Trotz“ von Andrea Sobieszek, verknüpft die Künstlergruppe „ELtheater“ die Tradition des Halleiner Weihnachtsspiels mit dem Jubiläumsjahr Stille Nacht. Premiere ist am 6. Dezember um 19.30 Uhr in der Alten Schmiede auf der Pernerinsel Hallein. Das Stück ist eines der Siegerprojekte einer landesweiten Ausschreibung der Stille Nacht 2018 GmbH.   

 

Aus der Perspektive des älteren Franz Xaver Gruber, der es in Hallein zum Chorleiter und Organisten und damit zu einem gut situierten bürgerlichen Leben gebracht hat, wird sein Werdegang erzählt. Zentrale Weichenstellungen für ihn waren die Begegnung mit seinem Musiklehrer und Förderer Georg Hartdobler ebenso wie die Freundschaft zu Joseph Mohr in Oberndorf. Auch dessen Weg zur Priesterlaufbahn war alles andere als vorgegeben. Auch Mohr verdankte einem Förderer, seinem Talent und seinem Fleiß das Entkommen aus der sozialen Unterschicht.

 

Für die musikalische Umrahmung des Theaterstücks konnte der junge Salzburger Komponist Jakob Gruchmann gewonnen werden. Er schrieb neun Miniaturen auf Basis von Motiven des Liedes Stille Nacht, die eingebettet zwischen der „Halleiner Fassung“ aus dem Jahr 1836 und der Urfassung zu hören sind. Regie führt Christa Hassfurther vom Theater „Bodi end sole“. Franz Xaver Gruber wird von Heimo Thiel verkörpert. „Dieses Theaterstück lässt ein neues Netzwerk aus Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen in und um Hallein entstehen. Gespannt darf man auch auf die musikalischen Beiträge von Jakob Gruchmann sein“, freut sich Paul Estrela, Geschäftsführer der Stille Nacht 2018 GmbH auf die Uraufführung. Weitere Vorstellungen gibt es am 7., 8., 9. und eine gesonderte Schülervorstellung am 10. Dezember 2018. --- (Salzburger Landeskorrespondenz, Foto: EL-Theater).

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Hallein hat wieder eine Puppenbühne! Diese feierte mit dem musikalischen Puppenspiel ,,Gruber & Mohr‘‘ (phonetisch gleichlautender Untertitel: Gruber and more) von Walter Müller und Helmut Zeilner, am 25. November 2018 im Pfarrsaal Hallein ihre vom Publikum mit reichem Beifall belohnte Premiere. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hallein agierten engagiert als Puppenspielerinnen und Puppenspieler, in der Vorbereitungs-Phase fachgerecht von Anna Travaglia (Puppenspielerin am Marionettentheater), Sybille Walser und Regisseurin Anita Köchl unterstützt. Die einzelnen Szenen der Puppenbühne wurden vom Knaben- und Mädchen-Kinderchor des Musikum Salzburg, von Pianist Helmut Zeilner, von Gitarrist Helmut Guttmann und Geigenspieler, Musikum-Lehrer Mag. Balacs Moldiz, musikalisch eindrucksvoll umrahmt. Direkt neben der großzügig gestalteten Puppenbühne hatte man den Kinderchor positioniert. Zu beiden Seiten der Puppenbühne waren kleine Podeste aufgebaut. Auf ihnen gestalteten, zwischen den einzelnen Szenen des Puppentheaters, jeweils zwei blutjunge Schauspielerinnen und Schauspieler mit großem Engagement ihren Auftritt als Wolfgang Amadeus Mozart, John Lennon, Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber. Dieses raffinierte Gesamt-Arrangement sicherte eine abwechslungsreiche und spannende Aufführung über Entstehung, Verbreitung und Wirkung des unsterblichen Liedes ,,Stille Nacht‘‘.

Die überaus erfreuliche Existenz einer Handpuppen-Bühne in Hallein, ist den dankenswerten und zielstrebigen Bemühungen von Herbert Struber zu danken. Er unterrichtete seinerzeit am Gymnasium Hallein, begründete das Kulturforum Hallein mit dem Halleiner Stadtfest, welches sich damals – im Gegensatz zu den letzten Jahren – als großartige, kulturell anspruchsvolle Veranstaltung präsentierte. Später wurde Herbert Struber Bürgermeister von Oberalm. Mittlerweile im Unruhestand und im Besitz mehrerer Handpuppen der einstigen ,,Halleiner Puppenspiele‘‘, die inzwischen von der Modeschule Hallein neu eingekleidet wurden, entwickelte er die Idee zur Gründung eines Vereines, der das Handpuppenspiel in Hallein wieder zu neuem Leben erwecken sollte. Wie engagiert Herbert Struber diese Idee verfolgte,
zeigte sich höchst erfreulich bei der begeisternden Premiere am 25. November 2018. Die Bühnenbilder stammen von Iris Moosleitner, Elfriede Vitzthum sowie von Maturantinnen und Maturanten des Gymnasiums Hallein.

Die ,,Halleiner Puppenspiele‘‘, gegründet von Prof. Edmund Stierschneider und mitgetragen von dessen Gattin, traten in den Nachkriegsjahren bis Anfang der 1950-er Jahre in Erscheinung – mit insgesamt über 700 Aufführungen in den Nachkriegsjahren in den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und im benachbarten Bayern. Eines der zahlreichen Stücke, die aufgeführt wurden, behandelte auch die Entstehung des Liedes ,,Stille Nacht‘‘. Die Puppenspiele mussten schließlich eingestellt werden, weil Prof. Stierschneider mittlerweile die ,,Halleiner Zeitung‘‘ gegründet hatte, um mit ihrer Hilfe die Gründung des Halleiner Gymnasiums durchzusetzen. Da blieb leider keine Zeit mehr für das Puppenspiel. Bühne und Puppen wurden am Dachboden des Gymnasiums gelagert. In den folgenden Jahrzehnten erodierte der Bestand an Puppen, Kulissen, Scheinwerfern, Bühnenteilen immer mehr, so dass man Herbert Struber besonders dankbar dafür sein muss, dass er die allerletzten Puppen in seine Obhut genommen hat, mit dem Ziel, in Hallein wieder ein Puppentheater auf die Beine zu stellen. Dass ihm dies nun so vortrefflich gelungen ist, dafür gratuliert und dankt ihm auch DER SALZSCHREIBER sehr herzlich.

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FOTO 1:
Die beiden Hauptfiguren des Puppenspiels ,,Gruber und Mohr‘‘. FOTO 2: Der Musikum-Kinderchor neben der Puppenbühne. FOTO 3: Pianist Helmut Zeilern. FOTO 4: Gitarrist Wolfgang Guttmann und Geiger Mag. Balacs Moldiz. FOTOS 5 und 6: Die jungen Schauspieler/innen auf den Podesten zu beiden Seiten der Puppenbühne. FOTOS 7 bis 10: Nach der Vorstellung präsentierten sich unter herzlichem Applaus, die Puppenspieler und Puppenspielerinnen mit ihren Puppen vor der Puppenbühne dem begeisterten Publikum. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Es begann im Jänner 2017 mit einem Verkauf in ebay: Michael Neureiter, Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, erkannte den bereits verkauften, schadhaften Kanzleischrank als Möbel aus der Pfarrkanzlei, denn er hatte selbst in den Siebzigerjahren daran gearbeitet. Seine Vermutung, dass das gute Stück aus der Zeit Franz Xaver Grubers stamme, wurde durch ein Gutachten bestätigt, das Florian Knopp, Leiter des Keltenmuseums und des Stille Nacht Museums Hallein, vom Dorotheum in Salzburg erbat. Das Möbel wurde mit „etwa 1830“ datiert. Damit war auch klar: Franz Xaver Gruber hat in seiner Halleiner Zeit (1835-1863) wohl immer wieder an diesem Schrank gearbeitet. Ein Teil seiner Anstellung umfasste schließlich auch Verwaltungsaufgaben.
 

Im Auftrag des Stille Nacht Museums Hallein, restaurierte Georg Seyer mit seiner Tochter Isabell in seiner Werkstätte in Mauthausen, das ziemlich ramponierte Möbelstück aus Weichholz, in Kirsche furniert, und brachte es nun nach Hallein zurück. Hier soll es eine neue Verwendung im Stille-Nacht-Bezirk bekommen. „Ich freue mich über die Heimkehr des Kanzleischranks und die Initiative des Stille Nacht Museums: Ohne sie wäre das kostbare Stück verloren gewesen!“ meint Michael Neureiter, der bekanntlich 24 Jahre im Halleiner Mesnerhaus aufwuchs, wo vor ihm Franz Xaver Gruber, Organist und Chorregent in der Stadtpfarrkirche Hallein, mit seiner Familie 28 Jahre lang gewohnt hatte. – (Michael Neureiter).
 

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STEHENDEN FOTOS:

FOTO 1: Der ramponierte Kanzleischrank im Lager des Möbelrestaurators Georg Seyer in Mauthausen mit Michael Neureiter und Georg Seyer. FOTO 2: Der restaurierte Schrank nach der Rückkehr im Keltenmuseum Hallein: von links Isabell Seyer, Georg Seyer, Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl, Michael Neureiter und Florian Knopp. – (Foto 1: Isabell Seyer, Foto 2: Dirk Böckmann, KMH).

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Alle Pfeifen wurden durchgestimmt, die Trakturen kontrolliert, fertig intoniert, jetzt können alle Register gezogen werden: Die neue Grober-Orgel in der Stadtpfarrkirche Hallein ist fertig. „200 Jahre Stille Nacht Heilige Nacht haben wir zum Anlass genommen, die desolate Orgel in Hallein komplett zu erneuern. So kann sie am 24. Dezember, also genau 200 Jahre nach dem Tag, an dem ,,Stille Nacht Heilige Nacht‘‘ in Oberndorf zum ersten Mal gesungen wurde, mit diesem weltbekannten Lied erklingen“, freute sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der lange ersehnten Einweihungsfeier für die neue Gruber-Orgel.

 

Die so genannte „Gruber-Orgel“ – benannt nach Franz Xaver Gruber, dem Komponisten von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ – wurde 1870 errichtet. 1962/1963 wurde sie abgebaut und durch ein Instrument mit damals neuartiger elektromagnetischer Pfeifensteuerung ersetzt. Doch schon bald versagte sie ihren Dienst und wurde 2011 schließlich stillgelegt. Sieben lange Jahre ertönte die Orgel nicht mehr. Nun wurden das historische Gehäuse und die Ziergitter saniert, beziehungsweise fehlende Teile ergänzt. Anschließend wurde darin die neue Orgel aufgebaut. „Das Zusammenfügen von Alt und Neu ist immer wieder eine Herausforderung“, so Georg Pfeifer von Rieger Orgelbau GmbH. Die Firma aus Schwarzach in Vorarlberg wurde mit den Arbeiten beauftragt. Das Kircheninstrument weist nun 27 Register auf, zwei Manuale (Klaviaturen) und ein Pedal auf. Die Ausführung erfolgte auch im Einklang mit dem Kirchenmusikreferat der Erzdiözese Salzburg und dem Bundesdenkmalamt. „Wir sind sehr froh, dass die Orgel nun wieder ‚alle Stückel‘ spielt und sie auch genau den Vorstellungen von Stille-Nacht-Komponist Franz Xaver Gruber entspricht, der hier in Hallein 30 Jahre lang Organist war“, betont Dechant Johann Schreilechner. Die Weihe der nun fertiggestellten Orgel nahm Altbischof Alois Kothgasser am 25. November 2018 ab 9 Uhr in Gegenwart zahlreicher prominenter Gäste vor, an ihrer Spitze Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Mit der Orgelweihe wurde auch eine neue Orgelkonzert-Reihe begründet. Deren Besucher erhalten zu den Orgel-Konzerttickets künftig auch kostenlose Eintrittskarten in das ,,Stille Nacht‘‘- Museum. Die neue Gruber-Orgel wird jedenfalls zu einem neuen Kultur-Mittelpunkt in Hallein. Das wurde schon beim ersten öffentlichen Orgelkonzert am Sonntag, 25. November um 14 Uhr mit Musikwissenschafter und Organist Philip Pelster bestätigt. Der Spitzenkönner, der offensichtlich über 10 Finger an jeder Hand verfügt, demonstrierte meisterhaft und eindrucksvoll die ungeheure Klangvielfalt der neuen Orgel von zarten, klaren Tönen bis zum machtvoll hereinbrechenden, gewaltigen, musikalischen Elementarereignis.

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FOTO 1:
Alterzbischof Alois Kothgasser nahm die Weihe der neuen Gruber-Orgel in der Stadtpfarrkirche Hallein vor. FOTO 2: Alterzbischof Alois Kothgasser mit Dechant Johann Schreilechner. FOTO 3: Die Orgelweihe durch Alterzbischof Alois Kothgasser. FOTO 4: In der Kirche Vize-Bürgermeister Maximilian Klappacher, Kultur-Stadträtin Eveline Sampl-Schiestl, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Alterzbischof Alois Kothgasser und Bürgermeister Gerhard Anzengruber. Im Hintergrund die neue Orgel. FOTO 5: Organist Philip Pelster vom Kirchenmusik-Referat, Stefan Brandauer, Obmann des Pfarrgemeinderates und Obmann der privaten Orgel-Spendenintiative, die für die Errichtung der neuen Gruber-Orgel 150.000 Euro bereitstellte, Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Vize-Bürgermeister Maximilian Klappacher. FOTO 6: Organist Philip Pelster und Landeshauptmann Haslauer an der neuen Orgel. FOTO 7: Das erste öffentliche Orgelkonzert bestritt auf glänzende Art Organist Philip Pelster. Nach dem Konzert informierte er Interessierte über die Details der neuen Gruber-Orgel. – (Odo Stierschneider, Salzburger Landeskorrespondenz. Fotos 1 bis 5: SLK / Franz Mayrhofer, Foto 6: OST.)

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In dankbarem Gedenken“ legte die Stille Nacht Gesellschaft, anlässlich des 231. Geburtstages von ,,Stille Nacht‘‘-Komponist Franz Xaver Gruber, am Halleiner Gruber-Gedenk-Grab einen Kranz nieder. Gruber wurde vor 231 Jahren am 25. November 1787 in Hochburg geboren. „Wir gedenken in diesem ganz besonderen ,,Stille-Nacht‘‘-Jahr des Komponisten, der mit Joseph Mohr das Lied geschaffen hat, das heute ein Dreifaches bedeutet: Es ist Botschaft der Menschwerdung und des Ereignisses von Bethlehem; es ist ein unverzichtbarer Beitrag zur weihnachtlichen Festkultur; es ist ein weltweiter Baustein des Friedens!“ betonte Michael Neureiter, Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, der selbst im Halleiner Gruberhaus aufgewachsen ist: „Wo Gruber seine letzten 28 Jahre lebte, durfte ich meine ersten 24 Jahre verbringen!“ Gemeinsam mit Neureiter legte Ingrid Zöttl den Kranz nieder. Sie ist Urururenkelin des Komponisten und engagiert sich in der Stille Nacht Gesellschaft vor allem in der Erforschung ihrer Familiengeschichte. – Das oben stehende Foto zeigt Ingrid Zöttl und Michael Neureiter am Gruber-Gedenk-Grab vor dem Halleiner ,,Stille Nacht‘‘-Museum mit dem Kranz der Stille Nacht Gesellschaft „In dankbarem Gedenken“ an den Komponisten, der vor 155 Jahren im Gruberhaus verstarb. – (Foto: Stille Nacht Gesellschaft)

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25 Jahre stellen ein stolzes Jubiläum dar. Vor allem für eine Kultur-Institution. Speziell für ein kleines, stets große Ansprüche an sich stellendes Theater wie das Halleiner Theater bodi end sole. Nachdem zwangsläufig der Routine am Feiern solcher Jubiläen eher marginale Größenordnungen zukommen, gab es auch hier eine charmante zeitliche Fehleinschätzung, über die sich das Jubiläums-Publikum richtig freuen durfte. So kündigte etwa, so wie andere Medien auch, DER SALZSCHREIBER im Kultur-Ressort an, das Jubiläum stünde unter der Devise ,,25 Jahre – 25 Minuten‘‘. Den Besuchern der Jubiläumsfeier leuchtete jedoch auf der Bühnenfläche im Theaterobjekt bereits die Plakataufschrift ,,25 Jahre – 2 x 25 Minuten‘‘ entgegen. Tatsächlich aber wurden es, unter dem begeisterten Beifall der Besucher, wohl mindestens ,,25 Jahre – 5 x 25 Minuten‘‘. Zielgerichtet und selbstbewusst ereignete sich das respektable Jubiläum des Theaters bodi end sole in der ,,Europäischen Theaternacht 2018‘‘ von Samstag, 17. auf Sonntag, 18. November 2018 auf der Bühne des Theaterobjektes.

Das Theater bodi end sole wurde 1993 von Christa Hassfurther gegründet und agiert im Theaterobjekt in der Davisstraße. Hier finden die Proben statt und hier kommen auch immer wieder Produktionen zur Aufführung. Man legt aber großen Wert darauf, immer wieder neue, zu den jeweiligen Stücken passende Orte in der Stadt Hallein und darüber hinaus aufzuspüren und zu bespielen. So wurden je nach Inszenierung, Industriehallen, Gasthöfe wie Stadtkrug-Freysitz, der Ziegelstadel, die Alte Schmiede oder auch Bergwerks-Stollen auf dem Dürrnberg zu Orten oft ungewöhnlicher Theaterabende. Zur Aufführung gelangen sowohl Werke zeitgenössischer, oft unbekannter Autoren, als auch Eigenproduktionen. Der Themenbogen spannt sich von der lokalen Geschichte bis zu aktuellen Themen der Gegenwart. Wo auch immer und was auch immer gespielt wird, das Theater bodi end sole will mit poetischen Mitteln einen zeitgemäßen Beitrag zu gesellschaftspolitischen Themen leisten. Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl aus dem künstlerischen als auch aus dem technischen Bereich, gehören zum Team von bodi end sole. Darüber hinaus werden immer wieder professionelle Schauspieler und Schauspielerinnen der freien Szene für Projekte engagiert.

Im Rahmen der 25-Jahre-Feier gab es beeindruckende Lese-Darstellungen aus den Produktionen der vergangenen Jahre. Jede Minute der zumindest 5 x 25 Minuten (siehe oben) präsentierte sich entweder berührend und unterhaltend oder spannend und bezaubernd, entweder humorvoll und mitreißend oder staunenswert und begeisternd – souverän gestaltet von Christa Hassfurther und den Schauspielerinnen Ilse Lackenbauer, Astrid Fürhapter-Royer und Esther Rauch sowie von den Schauspielern Wolfgang Oliver und Bashir Khordahji, alle vom Theater bodi end sole. Da vernahm man derart schöne und einprägsame Sätze, so unvergesslich, dass sie mit Lichtkanonen auf die Felswände von Großem und Kleinem Barmstein projiziert werden müssten! Der Bühnenraum im Theaterobjekt war zusätzlich mit verschiedensten Theater-Erinnerungsstücken aus den vergangenen 25 Jahren dekoriert, auf den Seitenwänden verwiesen Plakate auf die rege Produktions-Tätigkeit bei bodi end sole in den zurückliegenden 25 Jahren. Wir wollen hier alle Produktionen noch einmal in Erinnerung rufen.

DIE CHRONOLOGIE DER PRODUKTIONEN
DES THEATERS BODI END SOLE
IN DEN VERGANGENEN 25 JAHREN

1993 Bahnhofskathedrale.
1994 Auf hoher See. Von Slavomir Mrozek
1995 Biografie. Ein Spiel, Max Frisch
1995 Tschikweiber.
1996 Rosemarie Nitribitt. Uraufführung von Werner Kließ
1996 Tschikweiber. Wiederaufnahme
1997 Salinenstadt 0. (nicht öffentliche Lesung)
1998 Fürstin Manka Dunka isst was sie ist. Texte von Danijil Charms
1998 Salinenstadt 1.
1999 Salinenstadt 2.
2001 Tschikweiber. Neuauflage
2002 Tschikweiber. Neuauflage
2003 Café Kosmos. Texte von Jura Soyfer
2004 Eine wundersame Nacht. Von Slawomir Mrozek
2005 Eine wundersame Nacht. Von Slawomir Mrozek
2006 Eine wundersame Nacht. Von Slawomir Mrozek
2004 sünden-fälle. unddaslebengehtweiter
2005 Leben mit dem Wurm. Von Marinko Slakeski, Österr. Erstaufführung
2005 Volpone. Von Stefan Zweig
2006 Push Up. Von Robert Schimmelpfennig
2006 Strings – A Play. Stück für 1 Gitarristin und 1 Schauspieler.
         Musik von Augustin Castilla-Avila
2007 Ein Abend mit Zarah Leander. Lieder und kritische Texte
2007 Lysistrate. Nach Aristophanes
2008 M wie Medea. Von Constanze Posauz
2008 Push Up. Wiederaufnahme
2008 Eine wundersame Nacht. Wiederaufnahme
2009 Volpone. Wiederaufnahme im Stefan-Zweig-Centre Salzburg
2009 Zwei alte Damen tanzen Walzer. Nach dem Roman ,,Liebe Schwestern‘‘
         von Renate Welsh
2010 Zaira. Nach dem Roman von Catalin D. Florescu
2011 Zweig.Stellen.
2011 sie haben heut abend gesellschaft. Von Andri Beyeler
2012 sie haben heut abend gesellschaft. Von Andri Beyeler
2012 Piano Nobile.
2013 Wittgenstein! Selbstmord ist immer eine Schweinerei
2014 Don Qu. die unmögliche möglichkeit, in die welt zu passen.
2015 Wittgenstein! Selbstmord ist immer eine Schweinerei. Wiederaufnahme
2016 Überall Nirgends lauert die Zukunft. Von Vladimir Vertlib
2017 Blinde Kuh oder Kafkas Labyrinth.
2017 Enigma. Vom Geheimnis der Freundschaft
2018 Gilgamesh 21.

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STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1:
Christa Hassfurter, Gründerin des Theaters bodi end sole, im Bühnenbereich des Theaterobjektes. Hier waren auch verschiedene Erinnerungsstücke aus den Aufführungen der vergangenen 25 Jahre zu bewundern. FOTOS 2, 4, 7 und 9: Christa Hassfurter wob den Rahmen und gestaltete den größten Anteil der Lese-Darstellungen immer wieder als fesselnde Sprecherin, die sich routiniert auf verschiedene Stücke der letzten 25 Jahre, auch durch einfache aber wirkungsvolle Veränderungen ihrer Kleidung, einzustellen wusste. FOTO 3: Ilse Lackenbauer, FOTO 5: Wolfgang Oliver, FOTO 6: Astrid Fürhapter-Royer, FOTO 8: Bashir Khordahji. Die vier abgebildeten Schauspielerinnen und Schauspieler beeindruckten durch ihr großes Engagement und durch die hohe Gestaltungskraft ihrer Lese-Darbietungen. FOTOS 10 und 11: An den seitlichen Begrenzungen des Bühnenraumes waren auch Plakate von Aufführungen während der letzten 25 Jahre angebracht. FOTO 12: Interessierte konnten in alten Programmen des Theaters bodi end sole stöbern und reizvolle Nachschau halten. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die alljährliche Jahres-Pressekonferenz der Salzburger Festspiele am 14. November 2018 lieferte einen ausführlichen Überblick auf die bevorstehende Spielsaison 2019. Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser, Schauspiel-Leiterin Bettina Hering und Konzert-Leiter Florian Wiegand gaben einen faszinierenden und bestechenden Einblick auf das grandiose Programm des Jahres 2019. Für die Halleiner Festspiel-Insel ergibt sich ein besonders erfreulicher Ausblick, denn nach mehreren Jahren, werden im Festspielsommer 2019 auf der Perner-Insel, wieder zwei verschiedene Schauspiel-Aufführungen geboten: ,,Sommergäste‘‘ von Maxim Gorki und ,,Liliom‘‘ von Ferenc Molnár. Untenstehend ein gestraffter Blick auf die beiden Stücke. Die Spieldauer von ,,Sommergäste‘‘ beginnt auf der Perner-Insel am 31. Juli mit der Premiere und verläuft durchgehend bis 8. August. Die nächsten 9 Tage sind spielfrei. Am 17. August ist die Premiere von ,,Liliom‘‘. Vom 19. bis 28. August folgen noch 7 weitere Vorstellungen. Es werden hier im SALZSCHREIBER noch zwei weitere Beiträge veröffentlicht, die sich jeweils ausführlich mit einem der beiden Stücke auseinandersetzen.


MAXIM GORKI: SOMMERGÄSTE
EINE BESTECHENDE ÄSTHETISCHE KONZEPTION

Maxim Gorki schrieb sein Stück SOMMERGÄSTE im Jahr 1904, am Vorabend der Russischen Revolution, in einem ideologischen Vakuum. Über dem darin beschriebenen Gesellschaftspanorama steht die Frage nach dem Sinn in einem selbstbezüglichen, narzisstischen, vollkommen unpolitischen Kosmos, die heute aktueller denn je erscheint. Mateja Koležnik inszeniert das Stück auf der Perner-Insel. Ihre Arbeiten sind bekannt für eine präzise textliche Auseinandersetzung, eine fast mikrochirurgische Sezierung der psychologischen Figurenkonstellationen und eine bestechende ästhetische bzw. formale Konzeption. Es spielen unter anderem: Martin Schwab, Primož Pirnat, Genija Rykova, Gerti Drassl und Aenne Schwarz. Premiere auf der Perner-Insel am 31. Juli 2019.


FERENC MOLNÁR: LILIOM

DIE GESCHICHTE EINES UNVERBESSERLICHEN

Nach 16 Jahren im Fegefeuer darf Liliom in die Welt zurückkehren, doch er hat sich kein bisschen gebessert. – An diesem Punkt setzt Regisseur Kornél Mundruczó mit seiner Neuinszenierung von Ferenc Molnárs Liliom auf der Halleiner Perner-Insel in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg an: Er rollt die Geschichte von hinten auf. Der Strizzi Liliom muss in einer Rückschau vor dem Jüngsten Gericht zu seinen Taten Rede und Antwort stehen. Kornél Mundruczó, 1975 geboren, zählt zu den wichtigsten und vielfach ausgezeichneten zeitgenössischen Theater- und Film-Regisseuren Ungarns. Seine Filme, wie zuletzt Jupiter’s Moon, waren mehrfach bei den Filmfestspielen in Cannes zu sehen. Es spielen: Jörg Pohl (Liliom), Maja Schöne (Julie), Oda Thormeyer (Frau Muskat), Marie Löcker (Marie), Julian Greis (Wolf Beifeld), Tilo Werner (Ficsur) und Sandra Flubacher (Frau Hollunder). Premiere ist am 17. August 2019. Das oben stehende Foto zeigt Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Intendant Markus Hinterhäuser. (Presseaussendung der Salzburger Festspiele, Odo Stierschneider. Foto: Franz Neumayr).

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Das einstige Halleiner Kultur-Café Kurkuma wandelt sich unter seinen neuen Betreibern Lea und Günther zum Pan Café. Präzise: Zum neuen Halleiner Kulturtempel Pan Café, denn die eingeführte und bewährte Kulturschiene wird weitergeführt! Das kulturelle Geschehen im Pan Café wird am Sonntag, 1. Dezember 2018 um 19 Uhr, mit einer prominenten Persönlichkeit eröffnet – mit dem begnadeten Gitarren-Artist Peter Ratzenböck! Der ungemein sympathische ,,Mann mit den schnellen Fingern‘‘ verfügt über eine spezielle und langjährige Beziehung zur Kulturstadt Hallein. Er stand nicht nur beim einstigen glorreichen ,,Folkfestival‘‘ mehrmals auf er Bühne, er hielt vor Ort auch mehrere Gitarrenkurse und präsentierte zahlreiche Konzerte vor einem stets begeisterten Publikum. Es verwundert nicht, dass sich die enge Beziehung zu Hallein auch in der künstlerischen Arbeit von Peter Ratzenbeck ausdrückt. So gibt es eine von ihm arrangierte Version von Franz Xaver Grubers ,,Stille Nacht, heilige Nacht‘‘ (CD Spheres 2012) und eine von ihm komponierte Hommage an die Stadt Hallein: ,,Ich denke oft an Hallein‘‘ (CD Outremer 1995). Eintrittskarten für den 1. Dezember sind um 20 Euro erhältlich, im Vorverkauf um 16/18 Euro. Dieser beginnt im Pan Café ab 17. November 2018. Tickets gibt es auch online und spesenfrei unter www.forum-hallein.at

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In der EUROPÄISCHEN THEATERNACHT 2018, am Samstag, 17. November um 20 Uhr, wird in der Stadt Hallein ein besonderes Fest geboten: Die Feier zum 25-jährigen Bestehen des Theaters ,,bodi end sole‘‘ im theater/objekt, Davisstraße 7. Das Theater-Jubiläum wird unter dem Titel ,,25 JAHRE IN 25 MINUTEN‘‘ präsentiert. Bilder, Kostüme, Erinnerungsstücke, alles zusammengetragen aus 25 Jahren, werden zu einer bunten Ausstellung. Die Zuschauer*innen sind Teil der Installation und werden mit besonderen Erinnerungsstücken überrascht. Beispiel: Die letzte Zigarre, die in Hallein gedreht wurde. (Anmerkung von bodi end sole: Agnes Primocic, die ehemalige Zigarrenfabriks-Arbeiterin, die 104 Jahre alt wurde, hat uns 1995 gezeigt, wie das Zigarren-Drehen geht). Weiters wird beim Jubiläums-Fest von bodi end sole Musik geboten, die für Produktionen des Theaters komponiert worden war, die Zuschauer*innen werden durch Stücke, Orte und Situationen der ersten 25 Jahre von bodi end sole geführt. Die Gestaltung liegt in Händen von Christa Hassfurther, Bashir Khordahji und Wolfgang Oliver. Es kocht an diesem Abend Christiane Rußegger. Also: Theater und Fest, Performance und Quiz, Installation und Gespräch im Theater bodi end sole, am 17. November, Einlass bereits ab 19 Uhr. Anmeldung: tickets@bodiendsole.at oder Mobil: +43 699 10070705. – Eine Woche später, am Samstag, 24. November 2018, wird im theater/objekt von bodi end sole, Davisstraße 7, eine tragikomische Performance, das Erfolgsstück ,,Ich will noch nicht sterben‘‘ von kollektivKOLLINSKI dargeboten. Konzeptidee und Organisation: Susanne Lipinski. Drei Menschen spielen lustvoll gegen den Tod an. Anmeldung: susannelipinski@gmx.at oder Mobil: +43 650 9806344. – (bodi end sole, Odo Stierschneider. Foto: bodi end sole).

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Noch Franz Xaver Gruber, Komponist des heuer besonders im Mittelpunkt stehenden Liedes ,,Stille Nacht‘‘, hatte als langjähriger Organist in Hallein, die alte Orgel für die Halleiner Stadtpfarrkirche konzipiert. Der bekannte Salzburger Orgelbauer Johann Nepomuk Carl Mauracher vollendete sie um 1870, sieben Jahre nach Grubers Tod in Hallein. 100 Jahre später, 1962, wurde aus damals zeitbedingter, heute freilich unverständlicher Begeisterung, das Instrument abgebaut, um einer modernen, elektromagnetischen und preisgünstigen Pfeifensteuerung Platz zu machen. Doch schon 30 Jahre später wurde das Instrument zunehmend unbrauchbar. Tasten, Pfeifen und Register funktionierten vielfach nicht mehr, das Innere des Orgelgehäuses befand sich in ruinösem Zustand. Die Holzkonstruktion war vom Wurm zerfressen, der Zustand der Orgelpfeifen desolat. Die Magnetsteuerung galt längst als überholt und musikalisch unbefriedigend, das dafür verwendete Material war minderwertig. Schließlich konnte zuletzt die Orgel nur noch mit besonders artistischem Geschick bespielt werden und kam immer seltener zum Einsatz. 2011 wurde sie schließlich endgültig stillgelegt.

Von einer Reparatur der Orgel mit ihrer mangelhaften elektromagnetischen Pfeifensteuerung, haben in den vergangenen Jahren insgesamt drei Gutachten der diözesanen Orgel-Kommission dringend abgeraten. So wurde ein neues Instrument in Auftrag gegeben, für das die private Halleiner Orgel-Spendeninitiative, die Stadt Hallein und das Land Salzburg als die drei größten Beitragszahler außerhalb der Stadtpfarre Hallein, jeweils 150.000 Euro, insgesamt also 450.000 Euro bereitstellten. Zu den aktiven Mitarbeitern der privaten Halleiner Orgel-Spendeninitiative gehören neben Dechant Hans Schreilechner derzeit als Obmann Pfarrgemeinderats-Obmann Stefan Brandauer, Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl als Obmann- Stellvertreterin, Friedl Bahner, Odo Stierschneider, Sepp Grabner, Markus Stepanek, Peter Hofrichter, und Jonathan Werner.

Die Errichtung der neuen Orgel erfolgte planmäßig. Vier Wochen vor der Weihe des Instruments am Sonntag, 25. November 2018, durch Alterzbischof Dr. Alois Kothgasser,
wird sie bereits in vollem Umfang bespielt. Intonateur Ekkehard Fehl ist bereits intensiv mit der Feinabstimmung der neuen Orgel beschäftigt. Diese Tätigkeit erfolgt sowohl oben an der Klaviatur der Orgel, als auch von unten in der Kirche mit Hilfe einer mobilen Test-Klaviatur, die per Kabel mit der Orgelklaviatur verbunden ist. Sie ermöglicht die Ansteuerung der Orgel aus verschiedensten Positionen in der Kirche – und gleichzeitig die alles entscheidenden Hörproben. Erster Eindruck: Die Orgel bietet eine begeisternde Klangfülle, die Töne zeichnen sich durch besonders volles, angenehmes Volumen aus, auch die zartesten Töne kommen unten bei den Kirchenbesuchern hervorragend an. Schwärmte ein Mitglied aus der mehrköpfigen Orgelbau-Mannschaft: ,,Die Halleiner Orgel wird eine neue Attraktion in der gesamten Erzdiözese!‘‘

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Bereits Geschichte: Monatelang stand das Orgel-Gehäuse leer. FOTO 2: Das Innere des Orgel-Gehäuses bildete einen großen Leerraum. FOTOS 3 und 4: Die ersten Bestandteile der neuen Orgel wurden per LKW bis vor die Stadtpfarrkirche transportiert und von Halleins Kultur-Stadträtin und Helfern in die Stadtpfarrkirche gebracht. FOTOS 5 und 6: Alsbald stapelten sich die Orgel-Bestandteile im rückwärtigen Teil der Stadtpfarrkirche. FOTOS 7 bis 9: Die ersten fotografischen Kostproben zeigen, dass das Innere der neuen Orgel durch die neue Technologie und die meisterhafte Holzverarbeitung mit großartigem optischen Auftritt begeistert. FOTOS 10 und 11: Intonateur Ekkehard Fehl testet das neue Instrument sowohl oben an der Orgel-Klaviatur als auch unten in der Kirche mit der mobilen Test-Klaviatur. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Eröffnungstermin: Donnerstag, 8. November 2018 um 19.30 Uhr.

Eröffnung durch Heinrich Schellhorn, Landeshauptmann-Stellvertreter.

Zur Ausstellung spricht Peter Husty, Chefkurator Salzburg Museum.

Dauer der Ausstellung: 9. November bis 22. Dezember 2018.

Geöffnet: Mittwoch bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr.
Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt von der ,,Stille Nacht‘‘ GmbH.


Der Tennengauer Kunstkreis präsentiert in seiner letzten Ausstellung des Jahres 2018 Arbeiten der Tiroler Künstlerin Maria Peters. Gezeigt wird ein Auszug aus dem Projektzyklus Lost to regain, in dem sich die Künstlerin mit der technischen Optimierung des Menschen und der Frage der Überschreitung des Menschseins durch die Verbindung mit neuen Technologien befasst. Für dieses 2016 begonnene Buchprojekt hat die Künstlerin eine neue Erzählform entwickelt, die sie Novelle Montage nennt – ein Erzählen in Raum und Zeit zwischen Kunst, Science Fiction und Fantasy. Ihre Romanfiguren werden lebendig und begegnen mitunter dem Publikum in Ausstellungen, Performances und einem Blog (www.novelle-montage.com).

 

Im Kunstraum pro arte wird die Episode 4 des Zyklus erzählt, in dessen Zentrum die historische Figur Maria Wolkonskaja und ihre besondere Beziehung zum Lied „Stille Nacht“ stehen. Im 19. Jahrhundert folgte Maria Wolkonskaja ihrem Ehemann in die Verbannung nach Sibirien, wo ihr Haus zum kulturellen und gesellschaftlichen Zentrum in Irkutsk wurde. Wie aber kam das Lied „Stille Nacht“ bis nach Irkutsk am Baikalsee? Anhand des Lebenswegs der Maria Wolkonskaja erzählt die Künstlerin Maria Peters eine Geschichte über das Weitergeben von Erinnerungen, über Visionen möglicher Zukünfte aus fragmentierten oder verloren geglaubten Vergangenheiten und über das Wünschen als magische Fähigkeit. Sie öffnet dabei einen Raum zum Innehalten und Nachdenken - über das was uns in dieser Welt als weitergebenswert erscheint, welche Fähigkeiten für eine glückliche Zukunft wertvoll erscheinen und welche Gefahren im Traum nach Unsterblichkeit enthalten sind. Dieser Traum von Unsterblichkeit wurde schon von Wolkonskaja thematisiert, und nun, mit seiner nahenden Einlösung durch Neurowissenschaften und Genforschung, zu einer immer realeren Möglichkeit.

 

Kurzbiografie Maria Peters:
1966 in Tirol/Austria geboren.
1984 - 2007 freischaffende Restauratorin für Wandmalerei
1996 - 2002 Studium in Wien, Univ. für Angewandte Kunst (Prof. Bernhard Leitner) und Akademie der Bildenden Künste (Renée Green)
Lebt und arbeitet seit 2017 wieder in Wien.

 

Zu den oben stehenden Fotos:
FOTO 1: Portraitfoto Maria Peters. (Foto: Dr. Gunther Bakay).
FOTO 2: IchHörteDenKlangDerSterne, Collage, Maria Peters.

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Plan B – das ist eine engagierte Gruppe künstlerisch begeisterter Menschen, die ihrer Kreativität in der gemeinsamen „Offenen Werkstatt“ in Hallein, Kornsteinplatz 10, freien Lauf lassen. Das Erfreuliche dabei: Die Mitglieder von Plan B wollen ihre Begeisterung für die Kunst, das dazu nötige Wissen und Können an alle Interessierten weitergeben. In der einzigartigen, stimmungsvollen, von Säulen getragenen, für alle Neugierigen Offenen Gewölbe-Kunstwerkstatt, können alle, die künstlerisch tätig sein wollen, ihre eventuell vorhandene Hemmschwelle vor einer künstlerischen Betätigung abbauen. Anhand der ständig ausgestellten, vielfältigen künstlerischen Arbeiten in der Offenen Werkstatt, findet jede Besucherin und jeder Besucher reichliche Möglichkeiten vor, den Künstler in sich zu entdecken.

 

Die freundlichen, sympathischen und von der Kunst begeisterten Künstlerinnen und Künstler der Gruppe Plan B, bieten anhand der ausgestellten Werke, erklärende Gespräche und laden Interessierte ein, gleich durch einen Selbstversuch festzustellen, wohin die faszinierende und aufregende künstlerische Reise hingehen könnte. Das hilfreiche Team von Plan B mit Namen und künstlerischer Ausrichtung: Hannes Bernhofer (Drechseln, Metallskulpturen), Robert Bernhofer (Raku-Keramik, Klein-Skulpturen), Ulli Fritzl (Speckstein), Günther Reiter (Speckstein), Bernhard Fritzl (Monotypie, Aquarell, Raku-Keramik), Raimund Weickl (Metall-Skulpturen, Polymer Clay), Gerold Pattis (Astro-Fotografie) und Eva M. Moser (Filzen). Außerdem werden Kindertage veranstaltet.

Regelmäßig veranstaltet die rührige Künstler/innen-Gruppe Plan B öffentliche Ausstellungen in ihrem herrlichen Kunst-Tempel am Kornsteinplatz. Die oben stehenden Fotos entstanden bei der letzten, ungemein erfreulichen Werkschau der Plan-B-Mitglieder. Die Situierung von Plan B am Kornsteinplatz stellt einen echten Glücksfall für die Stadt Hallein dar – eine so fantastische und aktive Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern ist unbezahlbar für die Stadt Hallein, die sich immer noch gerne als Kulturstadt bezeichnet. Und dieser Glückfall gilt natürlich in besonderem Maße für die Bewohner und Besucher der Stadt Hallein. Die Ausstrahlung des Offenen Kunstraumes von Plan B kommt der gesamten Altstadt zugute.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS:
FOTO 1:
Anlässlich der Werkschau der Plan-B-Mitglieder wurde die Eingangsfront zur Offenen Werkstatt fantasievoll gestaltet. Kunstobjekte erstrahlten abwechselnd in den verschiedensten Farben. FOTOS 2 und 3: Zwei Details aus der großartigen Eingangs-Gestaltung. FOTO 4: Bernhard Fritzl begrüßte die Ausstellungsgäste, ein Teil der Anwesenden ist auf den FOTOS 5 und 6 festgehalten. Auf den nachfolgenden 11 Fotos (FOTOS 7 bis 17) ist natürlich nur ein Bruchteil der ausgestellten Arbeiten zu sehen – aber man erkennt die ungeheure künstlerische Vielfalt, die immer wieder bei den Plan-B-Ausstellungen zu bewundern ist und die uns immer wieder begeistert. Genau hinsehen lohnt sich: Haben Sie die Käfer auf der Fress-Station (Foto 11) oder Augen und Schnabel des Gefiederten (FOTO 12) schon entdeckt? – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Das Halleiner Stadtfest soll wieder stattfinden. Darüber waren sich alle politischen Parteien in der öffentlichen Oktober-Sitzung der Gemeindevertretung Hallein einig. Nicht zur Sprache kam, warum überhaupt das Stadtfest dem langjährigen Veranstalter entzogen wurde: Das Halleiner Stadtfest entartete immer mehr zur reinen Gastronomie-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer nur noch darauf fixiert waren, möglichst hohe Einnahmen durch Speisen und Getränke zu lukrieren. Brutal formuliert: das Stadtfest geriet zum Schluss zur noch zur berüchtigten ,,Fress- und Sauf-Meile‘‘. Deshalb wurde auch die Durchführung des Stadtfestes dem langjährigen Betreiber entzogen. Nun aber soll er doch wieder mit der Veranstaltung des Stadtfestes betraut werden. Das kann nur gutgehen, wenn das Halleiner Stadtfest unter völlig neuen Bedingungen stattfindet. Die Stadtgemeinde müsste also vorerst versuchen, im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung, einen geeigneten Stadtfest-Veranstalter zu finden. Ganz entscheidend: Für das neue Stadtfest sind bindende Vorgaben festzulegen, nach denen sich das Konzept der Veranstalter zu orientieren hat. Eine Entartung des Stadtfestes in Form einer Aneinanderreihung von Bewirtungs-Ständen darf es nicht mehr geben. Stadtfest-Teilnehmer, die lediglich als bloße Speise- und Getränkebuden-Betreiber ihre Kasse auffetten wollen, gehören aus dem Stadtfest entfernt. Alle Teilnehmer des Stadtfestes müssen künftig das Stadtfest aktiv mitgestalten. Daher sind konstruktive Auflagen für den künftigen Veranstalter unverzichtbar. Damit das Stadtfest endlich wieder zu einem echten Halleiner Stadtfest wird.

JEDER STADTFEST-TEILNEHMER MUSS
ZUM GESAMT_PROGRAMM BEITRAGEN

Das ideale Halleiner Stadtfest sollte Facetten der Stadt widerspiegeln. Jeder, der beim Stadtfest mitmacht, muss sich verpflichten, durch eine spezielle Präsentation aktiv zum Gesamtprogramm des Stadtfestes beizutragen. Wenn beispielweise der Halleiner Turnverein teilnimmt, dann sollte er auf Matten das Bodenturnen demonstrieren oder zeigen, wie man auf Pferd oder Barren turnt. Ein Kulturverein könnte beim Stadtfest Maler oder Bildhauer bei ihrer Arbeit präsentieren. Das Keltenmuseum sollte mit großen, optisch wirksam nebeneinander und übereinander aufgestellten Würfeln, deren Seitenflächen Großfotos von spektakulären keltischen Funden zeigen, die Besucher auf sich aufmerksam machen. Auch die Stadtgemeinde Hallein müsste mit interessanten Informationstafeln in Erscheinung treten. Das Gleiche gilt für die Bezirkshauptmannschaft. Das Dürrnberger Salzbergwerk könnte gleich zweifach in Erscheinung treten: Einmal mit einem Verkaufsstand von Salz-Spezialitäten, so wie sie leider nur oben im Eingangsbereich zum Bergwerk angeboten werden und dann mit dem Nachbau einer funktionstüchtigen Holzrutsche aus dem Bergwerk. Dies war schon vor Jahrzehnten, in den glorreichen Anfangsjahren des Stadtfestes, eine echte Attraktion – sogar Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer sen. ließ es sich nicht nehmen, diese Rutsche zu benützen. (Das entsprechende Foto dazu erschien in der ,,Halleiner Zeitung‘‘.) Diese beeindruckende Rutsche, bergmännisch genannt ,,Rolle‘‘, wurde unter Leitung von Ing. Anton Kurz von Schülern und Schülerinnen der HTL Hallein erbaut. Natürlich müssten beim Halleiner Stadtfest auch verstärkt Musikanten und Musikgruppen mit ihren Darbietungen in Erscheinung treten. Und wer wagt sich wohl wieder an die Wiederbelebung des historischen Schifferstechens durch die Halleiner Bürgergarde auf der Salzach?

PFLICHTLEKTÜRE: DER LEHRREICHE
BILDBAND VON HERBERT STRUBER

Was das Halleiner Stadtfest aber wirklich sein könnte, und auch schon in seinen ersten Jahren bereits war, das schildert eindringlich der Bildband ,,Kulturstadt Hallein – Zur Geschichte der Kultur- und Stadtfeste 1985 bis 1990‘‘ von Herbert Struber. Struber unterrichtete 40 Jahre lang Mathematik und Physik an Gymnasien in Salzburg und Hallein und war 11 Jahre lang Bürgermeister von Oberalm. Seiner drängenden Energie waren die Gründung des Kulturforums Hallein, der Stadtfestwoche und des Halleiner Stadtfestes zu danken. In seinem Bildband beschreibt Struber ausführlich als Insider die ersten sechs Stadtfeste – ein unverzichtbares Anregungs- und Nachschlagewerk für alle, die an einer sinnvollen, umfassenden, gehaltreichen und anspruchsvollen Wiederbelebung des Halleiner Stadtfestes interessiert sind. Zahlreiche Persönlichkeiten kommen zu Wort, sinngebend für das neue Halleiner Stadtfest wollen wir aus Strubers Bildband Manfred Baumann zitieren: ,,Das war damals ein unheimlicher Sog, der da entstanden ist. Mit Beginn des 1. Halleiner Stadtfestes explodierte etwas, ein vielgestaltiges Spektrum an Möglichkeiten tat sich auf. Auf den Plätzen wurde gespielt und gefeiert. In den Gaststätten erlebte man Musik, Kabarett, Literatur, Performance. Neue Spielstätten in der Stadt wurden gefunden, zum Leben erweckt, vor allem durch kreative Menschen aus der Stadt, der Region, aber auch durch Künstler, die von außen kamen. Kulturelle Begegnung und das Gemeinschaftsgefühl des miteinander Feierns wurden zu einem Motor für die positive Stimmung in der Stadt.‘‘ Die Lektüre des Bildbandes von Herbert Struber müsste eine unerlässliche Pflichtlektüre für alle sein, die sich maßgeblich mit der Neuausrichtung des Halleiner Stadtfestes befassen. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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