Karin Henkel hat aus Shakespeares Richard III. und Texten aus Eddy the King aus Schlachten! von Tom Lanoye und Luk Perceval, ein neues Stück in zwei Teilen geschaffen: ,,Richard the Kid & the King‘‘. Lina Beckmann, die 2017 als Rose Bernd von Gerhart Hauptmann in Salzburg in Henkels Regie die Hauptrolle übernommen hat, ist nun als Richard III. besetzt. Richard III. ist eine der vielschichtigsten Figuren der Theaterliteratur. Er ist oft hellsichtig, witzig, und verführerisch, einer, der es versteht, die Menschen zu manipulieren und sich selbst zu inszenieren. Karin Henkel hat diese Rolle mit einer Frau besetzt, weil sie von Lina Beckmanns unglaublicher Bandbreite überzeugt ist: „Witz, eine große Tragik, gleichzeitig Klugheit, Schnelligkeit und Verwandlungs-Fähigkeit – all das braucht ein/e Richard-Darsteller/in. Richard verbündet sich mit dem Zuschauer. Er kündigt immer vorher an, was er machen wird, welche Strategie er anlegt, um die Mitmenschen zu verführen. Auch ich als Zuschauer werde von ihm verführt, selbst seine grausamsten Gedanken und Gelüste mitzugehen.“

Sie führt weiter aus: „Ich sehe Richard weder als Mann, noch als Frau, die Rolle ist geschlechtslos beschrieben. Er ist eine Kröte – das sagt er von sich selbst. Er hat alle Klischee-Attribute der Männlichkeit abgegeben. Auch körperlich beschreibt sich Richard als deformierten Menschen, der so etwas wie Liebe oder Sexualität nie kennengelernt hat. Er kennt keine Zuneigung und kann selbst auch keine Liebe geben. Er behauptet von sich, er sei das mitleidloseste und liebloseste Wesen, was es überhaupt gibt. Er nennt sich Wesen, er nennt sich nie Mann.“ Die Regisseurin formuliert weitere zentrale Fragestellungen des Stückes: „Wie instabil ist eine Gesellschaft, die einem Tyrannen die Herrschaft überlässt? Wie kann es passieren, dass ein Mensch an die Macht kommt, von dem alle wissen, dass er eine despotische Herrschaft führen wird“, und „welche Rolle spielen die Mittäter und warum werden sie überhaupt zu Mittätern?“

 

Mit dieser Uraufführung steht erstmals die charismatische Figur des Richard III. im Zentrum einer Produktion der Salzburger Festspiele. Karin Henkel macht die Shakespeare’schen Königsdramen Heinrich VI. und Richard III. zum Ausgangspunkt ihrer Inszenierung. In Richard the Kid, dem ersten Teil des Abends, richtet sie den Fokus auf die Kindheit und die Familiengeschichte Richards, die verrohte Zeit vor seiner Machtergreifung. Seit Jahren liefern sich die Häuser York und Lancaster erbitterte und blutige Schlachten um die englische Herrschaft, die sogenannten „Rosenkriege“. In Richard the King, dem zweiten Teil des Abends, befasst sich Karin Henkel mit dem politischen Umfeld des berühmt-berüchtigten Machthabers. Zahlreiche Fragen werden dabei aufgeworfen: Warum spielen alle mit, obwohl sie um die Lügen und das falsche Spiel Richards wissen? Wie gelingt Richard der zynische Spagat, die Menschen einerseits aufs Tiefste zu verabscheuen, sie andererseits aber doch für seine Zwecke zu gewinnen?

 

RICHARD THE KID & THE KING nach William Shakespeare / Fassung von Karin Henkel, Sybille Meier und Andrea Schwieter / Mit Texten aus Eddy the King aus Schlachten! von Tom Lanoye und Luk Perceval / Deutsch von Rainer Kersten. – Karin Henkel Regie / Katrin Brack Bühne / Klaus Bruns Kostüme / Arvild J. Baud Musik / Rainer Casper Licht / Sybille Meier, Andrea Schwieter Dramaturgie / In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln / Eine Pause / Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

 

Es spielen Familie York, Lina Beckmann Richard, Herzog von Gloucester, später Richard Ⅲ., Kate Strong Edward Ⅳ. / Herzogin von York, Bettina Stucky George, Herzog von Clarence / Königin Elisabeth, Familie Lancaster, Kristof Van Boven König Heinrich VI. / Königin Margaretha / Prinz Edward / Lady Anne, Kronrat Paul Herwig Lord Buckingham, Maik Solbach Lord Hastings, Michael Weber Lord Stanley, Leibwächter, Alexander Maria Schmidt Ratcliffe, Sachiko Hara Catesby, weiters Johann Grossbointner, Franz Heiling, Manfred Passrugger, Christian Petter, Viktorija Zubairova, Bethany Yeaman. Acht Aufführungen werden von ,,Richard the Kid and the King‘‘ geboten. Premiere ist am Sonntag, 25. Juli, weitere Aufführungen am Dienstag 27. Juli, Mittwoch 28. Juli, Freitag 30. Juli, Samstag 31. Juli, Montag, 2. August, Mittwoch 4. August und Donnerstag 5. August 2021. – (Odo Stierschneider. Salzburger Festspiele. Fotos: SF/Monika Ritterhaus).

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Jaaaaaah! Hallein ist mehr! Hallein ist mehr als mehr! Hallein ist ein Meer von mehr! Eeeeeendlich gibt es wieder eine bunt gestaltete Kunst-Ausstellung in der ehrwürdigen, stimmungsvollen und geschichtsträchtigen, vom Salz bis zu den Festspielen geprägten Alten Saline auf der Pernerinsel. Die Ausstellung beeindruckt durch die Vielfalt der gezeigten Werke und ist ein erfreuliches Signal dafür, dass die ebenfalls durch Corona belastete Kunstszene, wieder auf erfreuliche Weise ihre unterschiedlichen Zeichen und Signale setzt. Das unfassbare Werk von Gertrude Engljähringer, ein 77 Meter langer Muschelvorhang, dieses unglaubliche Lebenswerk, wurde überhaupt zum ersten Mal in seiner ganzen Länge gezeigt – die großräumige Saline machte es erst möglich. Der SALZSCHREIBER widmete dieser einzigartigen Attraktion bereits einen eigenen Foto-Report. Interessierte können hier im Ressort Kultur nur 2 Beiträge weit zurückscrollen, dann sind sie am Ziel. Wir jedoch kehren zurück zu der begeisternden Ausstellung mit ihren insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstlern.

Wie diese erfreuliche Ausstellung zustande kam, schildert Halleins Vize-Bürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock: ,,Die Kooperation mit der HTL Hallein, Prof. MMag. Johann Gutschi, Abteilung Kunst & Design, mit dem Tennengauer Kunstkreis, Frau MMag. Kerstin Klimmer-Kettner, mit den ausstellenden 13 Künstlerinnen und Künstlern sowie mit der Stadt Hallein, hat es uns ermöglicht, diese erfreuliche Kunstausstellung durchzuführen. Ich danke allen, die für das gute Gelingen beigetragen haben. Und wünsche anregende Eindrücke beim Besuch des Halleiner Mee(h)rs!‘‘ Kuratorin Kerstin Klimmer-Kettner merkt dazu folgendes an: ,,Der Titel der Ausstellung, ,,Hallein ist me(h)r‘‘, suggeriert Urlaub und Meer. Neben dem sensationellen, 77 Meter langen Muschelvorhang von Gerti Engljähringer, greifen 13 weitere Künstlerinnen und Künstler den Gedanken zum Meer und zu mehr auf und bieten eine vielschichtige Auseinandersetzung mit diesem Thema.‘‘

Nachstehend in alphabetischer Reihenfolge die 13 Künstlerinnen und Künstler, welche die Alte Saline mit ihren Werken bis zum 17. Juli 2021 zur reizvollen Attraktion machten: Peter Brauneis (Brandungsfoto mit Slogan ,,Durchhalten – es wird besser‘‘), Christian Ecker (Die Wicklungen treiben aus), Nadia El-Ayachi (Damenslip aus Haupthaar gehäckelt), Gertrude Engljähringer (Weltgrößter Muschelvorhang), Gertrud Fischbacher & Marius Schebella (Textil und Sound), Lukas Gwechenberger & Anna Maria Stadler (Gipsplastiken als Erinnerungs-Stücke), Andrea Lüth (Schiffswellen), Wolfgang Richter (Gebirgs-Drift),  Regina Rieder & Peter Rieder (Surreale Fossilien aus dem Bezirk Hallein), Beate Ronacher (Schwemmholz-Installation) und schließlich Johann Schwarz (Lederfaltung ,,Rotes Meer‘‘). Als besonders reizvoll wurde von den Ausstellungs-Besuchern der Umstand empfunden, dass man auch immer wieder den Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer Arbeit zusehen konnte. (Dazu die ersten 4 Fotos oben). – (Odo Stierschneider. Fotos OST).

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Vor Jahren, als noch Ernst Kronreif auch aktiv am Geschehen rund um die Salzburger Festspiele auf der Halleiner Pernerinsel beteiligt war, hatte man sich zur Anschaffung großer Festspielflaggen entschlossen. Markante Festspiel-Schauspielerinnen und Festspiel-Schauspieler waren da abgebildet, die auf der Halleiner Pernerinsel aufgetreten waren und schufen zur Festspielzeit in Hallein ein festliches Gepräge. Zum Start dieser erfreulichen Aktion war sogar die fantastische Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler in Hallein erschienen. Dazu das 1. Foto oben mit (von links) Bürgermeister Dr. Stöckl, Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, Ernst Kronreif und Dr. Eveline Sampl-Schiestl. Es wäre sehr erfreulich, wenn diese großartige und wichtige Initiative wiederbelebt werden könnte. Gerade heuer wäre dies besonders wichtig, wenn sich die Stadt Hallein, im letzten aktiven Jahr von Dr. Helga Rabl-Stadler als Festspielpräsidentin, als besonderen Dank an sie, in besonders festlichem Festspiel-Fahnenschmuck zeigen würde. – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Für die aktuelle Sommerausstellung 2021 im Halleiner kunstraum pro arte auf dem Schöndorferplatz, entwickelte Kathi Hofer eine konzeptuelle Werkgruppe, die in der Geschichte der hiesigen „Tschikweiber“ ihren gedanklichen Ausgang nimmt. Fragen zu Arbeit, zu Identität und zu den realen wie virtuellen Lebens- und Arbeitsräumen unserer Zeit, führen in einen gleichsam hypothetischen Gedankenraum, den die Künstlerin in alltäglichen Gesten und Wahrnehmungen verortet. – ,,Arbeiterinnen verlassen die Fabrik, um nach Hause zu gehen – vielleicht zu ihren Familien; wahrscheinlich, um andere Arbeiten zu verrichten, denn zu tun gab es genug. Vielleicht auch weil sie streikten oder entlassen wurden. Einige werden sich in ihrer freien Zeit fortbilden, politisch oder künstlerisch betätigen. Durch das Verlassen des Fabrikgebäudes löst sich ihre Kollektiv-Identität auf und jede der Frauen tritt für sich in einen neuen Raum ein. Sie bilden neue Gruppen, freundschaftlich verbunden, und gehen, schlendern oder hetzen an den Häusern der Halleiner Altstadt vorbei. So stelle ich mir vor, dass es sich zugetragen hat. Und ich verlasse die Wohnung, um eine Runde um den Häuserblock zu gehen.‘‘ –  in ihrem Nachdenken über Arbeitsformen und ihre jeweils historisch bedingten Aktions- und Bewegungsradien macht Kathi Hofer vielfältige Assoziationsräume auf, in denen sie ihre Fotografien, Objekte und ortsspezifischen Setzungen platziert.

 

Kathi Hofer überblendet die Idee der von der Arbeit nach Hause gehenden „Tschikweiber“, wie sie in Hallein im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert anzutreffen waren, mit den Bildern anonymer Arbeiter*innen an der Schwelle zwischen Fabrik- und Privatraum, in einer Film-Miniatur von 1895 der Brüder Lumière sowie mit einer Zeichnung des solitären Heimarbeiters und Philosophen Ernst Mach (1896), die dessen subjektiven Blick auf die eigene Hand, die einen Bleistift hält, wiedergibt. In Anlehnung daran, entwickelte Kathi Hofer während der letzten fünfzehn Monate, eine Fotoserie an ihrem Schreibtisch sitzend, in der sie tagebuchartig ihre eigene Hand fotografierte. Die seltsame Ich-Perspektive lädt Betracher*innen dazu ein, die Fotos wie Porträts einer anonymen Arbeiterin zu lesen.

 

Die 1981 in Hallein geborene und in St. Johann aufgewachsene Künstlerin Kathi Hofer, interessiert sich für das Verhältnis zwischen künstlerischer Arbeit und Biografie. Ihre Arbeitsweise ist medienübergreifend. In ihre konzeptuellen Installationen integriert sie naheliegende Materialien, oft gefundene Objekte, Bilder oder Praktiken, die sie mit neuen Bedeutungen auflädt, um die Werte-Vorstellungen, die sie widerspiegeln zu transformieren. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sich Kathi Hofer immer wieder mit ihrer eigenen Arbeitssituation auseinander und vergleicht sie mit den Bedingungen anderer Arbeits- und Lebensformen.

 

Zusätzlich zu ihrer objektbasierten Arbeit, wandte sich Kathi Hofer in den letzten Jahren auch immateriellen Praktiken zu, etwa experimentellen Formen des essayistischen Erzählens, bei denen sie ihre Stimme und Texte aufzeichnet und über gefundene Objekte, Geschichten und Theorien noch einmal neu erzählt oder diese arrangiert. Zudem initiierte sie, nur kurze Zeit bestehende Aktionen. In fotografischen und filmischen Bildern festgehalten, werden diese später wieder zu Elementen in ihren Installationen. In den letzten Jahren waren Bleistift, Spiegel und Papier konsequent eingesetzte Medien und Leitmotive ihrer Arbeit.

 

In der Ausstellung im kunstraum pro arte zeigt Kathi Hofer neben fotografischen Arbeiten und Objekten, die 2020 und 2021 in Berlin, pandemiebedingt in einem Zustand der Immobilität entstanden sind, ortspezifische Eingriffe sowie eine Zusammenarbeit mit dem Salzburger Malermeister Ernst Muthwill, der vor vielen Jahren das Kinderzimmer der Künstlerin farblich gestaltete.

 

Die Eröffnung der Ausstellung von Kathi Hofer im Kunstraum pro arte findet am Donnerstag, 8. Juli, um 19.30 Uhr statt. Zur Ausstellung spricht Martina Berger-Klingler. Dauer der Ausstellung von 9. Juli bis 21. August 2021. Der Eintritt ist frei.
In einer Begleitveranstaltung – Impulsvortrag und Diskussion – am 16. Juli von 19:30 bis 21 Uhr in der Stadtbücherei Hallein, stehen die Geschichte der „Tschikweiber“, ihre Vorbildfunktion für Frauen von heute sowie das Potenzial künstlerischer Aktualisierung von Geschichte(n) zur Diskussion: ,,Starke Frauen damals und heute - die Halleiner Tschikweiber und ihre Errungenschaften‘‘. Mit Ingrid Bauer, Autorin von „Tschikweiber haums uns g’nennt …“ (1987/2018); Christa Hassfurther, Regisseurin des Theaterstücks „Tschikweiber“ (1995), Wiederaufführung im September 2021; Kathi Hofer, bildende Künstlerin; Moderation: Laila Huber, Leitung kunstraum pro arte, in Kooperation mit der Stadtbücherei Hallein

 

Halleiner Kunstspaziergang am Samstag, 24. Juli 2021, 9:30 bis 12:30 Uhr, mit 6 Stationen: Schloss Wiespach, Pernerinsel, MTGAIA, atelier ///, 1blick und kunstraum pro arte. – Wichtiges Hinweis: Es gelten bei allen Veranstaltungen die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Verhaltensregeln zum Umgang mit dem Coronavirus.

 

Kurzbiographie Kathi Hofer: Geboren in Hallein, studierte Philosophie und bildende Kunst in Wien und in Aix-en-Provence. Sie lebt als Künstlerin in Wien und Berlin. Ihre Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. bei TOKAS Tokyo Arts and Space, Tokio, im mumok Wien, im Museum der Moderne Salzburg, im Jüdischen Museum Wien, am MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, im 21er Haus, Wien, im Museum für angewandte Kunst, Wien, im Austrian Cultural Forum Warschau, in der Lewis Glucksman Gallery, Cork und im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin. Kathi Hofer schreibt Essays und Kunstkritiken, die u.a. in der ,,springerin‘‘, in ,,Texte zur Kunst‘‘, in ,,frieze d/e‘‘ und ,,Camera Austria International‘‘ publiziert wurden. Im Februar 2021 erschien ihr Buch ,,Grandma Prisbrey’s Bottle Village‘‘ im Verlag Spector Books, Leipzig. – (Presse-Aussendung kunstraum pro arte. Foto: Kathi Hofer).

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Auf der Halleiner Pernerinsel wartet eine weltweit einzigartige Attraktion auf ihre Besucher. Gerti Engljähringer sammelte, gemeinsam mit ihrem Ehemann, über viele Jahrzehnte hinweg, im Rahmen unzähliger Reisen, an den Meeresküsten aller Kontinente unseres Planeten Muscheln aller Art und aller Größen. Diese verwob sie zu einem weltweit einzigartigen Kunstwerk – es entstand so ein nahezu 60 Meter langer Muschelvorhang. Es gibt nur wenige Räumlichkeiten, in denen das Kunstwerk von Gerti Engljähriger überhaupt in seiner ganzen Länge präsentiert werden kann – die Alte Saline auf der Pernerinsel stellt dazu einen perfekten Ausstellungsort dar. Zutiefst berührend: die Künstlerin war sichtlich ergriffen, als sie vor wenigen Tagen zum ersten Mal ihr Lebenswerk in seiner ganzen Größe betrachten konnte…

Der gigantische Muschelvorhang (dazu unsere Fotos oben), besteht aus 57 Einzelteilen, jeweils 100 Zentimeter breit und 240 Zentimeter hoch. Die einzelnen Muscheln wurden in mühevoller Handarbeit auf ein handelsübliches Bauspachtelnetz zu einem durchlaufenden Muster verwoben. An diesem einzigartigen Vorhang wurde nach jeder Reise mit weiteren Muscheln weitergearbeitet, so dass er nun einen Querschnitt über alle Muscheln dieser Welt bietet. Das Erstaunliche an diesem riesigen Kunstwerk: Es erscheint wie aus einem Guß gefertigt, jeder Einzelteil zeigt die gleichbleibend hohe Qualität der künstlerischen Muschel-Anordnung. Ob Farbe oder Größe der verwendeten Muscheln - die 57 Einzelstücke machen den Eindruck, als ob sie alle in einem einzigen durchlaufenden Arbeitsgang angefertigt worden wären, so gleichbleibend zeigen sie sich in ihrem qualitätsvollen Erscheinungsbild. Eine unglaublich künstlerische und handwerkliche Leistung!

 

Gerti Engljähringer wurde am 3. 1. 1944 in Bad Ischl geboren. Die gelernte Schneiderin lebt derzeit in St. Pantalon und entdeckte schon früh ihre Liebe zur Kunst, die sie in zahlreichen Symposien und unzähligen Werken überzeugend und eindrucksvoll bewiesen hat. Erstaunlich – ihr wichtigstes künstlerisches Ausdrucksmittel sind Stahlskulpturen. Abschließend können wir unseren Leserinnen  und Lesern einen Besuch von Gerti Engljähringers sensationellen, unfassbaren und einzigartigen Riesen-Kunstwerk nur bestens empfehlen! – (Johann Gutschi, Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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In der Stadtbücherei Hallein, am Schöndorferplatz 6, (Informationen und Reservierungen: Telefon 06245 / 84979, Mail: stadtbuecherei@hallein.gv) findet am Mittwoch, 30. Juni 2021, um 19 Uhr eine Autoren-Lesung statt. Gertraud Klemm liest aus ihrem neuen Roman ,,Hippocampus‘‘. Scharfzüngig und voll bissigem Witz legt Gertraud Klemm den Finger dorthin, wo es weh tut. Am Beispiel der Literaturbranche zeigt sie, wie es um die gleichberechtigte Wahrnehmung von Frauen tatsächlich steht. Und dass es mehr Rebellion und Mut braucht, um wirklich etwas zu verändern.

 

Helene Schulze, vergessene Autorin der feministischen Avantgarde, ist tot. Jetzt wird sie als Kandidatin für den Deutschen Buchpreis gehandelt. Ihre Freundin Elvira Katzenschlager soll den Nachlass sortieren und findet sich unversehens in einer Marketingmaschinerie voll Gier, Neid und Sensationsgeilheit wieder. Empört bricht sie ein großes Nachruf-Interview ab und begibt sich mit dem wesentlich jüngeren Kameramann Adrian auf einen Roadtrip durch Österreich, um die verzerrte Biografie ihrer Freundin richtigzustellen. Was als origineller Rachefeldzug beginnt, wird immer mehr zum Kreuzzug gegen Bigotterie und Sexismus. Sie verkleiden Heldenstatuen, demontieren Bildstöcke und stören Preisverleihungen. Immer atemloser, immer krimineller werden die Regelbrüche der beiden auf ihrem Weg nach Neapel, wo die letzte Aktion geplant ist. – Das 1. Foto oben zeigt die Titelseite des Romans Hippocampus, auf dem 2. Foto Autorin Pamela Rußmann. Fotos: Buchcover Verlag Kremayr & Scheriau.

 

Corona-Info: Um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung gewährleisten zu können, müssen sich alle Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung vorher telefonisch oder per E-mail anmelden. Die Sitzplätze sind gekennzeichnet und werden zugewiesen. Es gelten die von der Bundesregierung vorgeschriebenen Corona-Regeln. – (Presse-Aussendung Stadtgemeinde Hallein).

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Von Anbeginn bis heute, zeigte sich die unvergleichliche und begeisternde Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, als dankenswert engagierte Verfechterin des zusätzlichen Festspielortes Pernerinsel in Hallein. Die Verlängerung ihres Vertrages alle 5 Jahre als Festspielpräsidentin erfolgte automatisch bis 31. 12. 2021. Ursprünglich hatte Helga Rabl-Stadler ihren Rücktritt Ende des Jahres 2020, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Salzburger Festspiele geplant. Doch die Corona-Pandemie verhinderte ein glanzvolles Jubiläumsjahr. Statt der 200 geplanten Aufführungen an insgesamt 44 Tagen, konnten nur 110 Vorstellungen an 30 Tagen realisiert werden. Auf der Halleiner Pernerinsel kamen überhaupt keine Vorstellungen zustande. Für heuer 2021, sind insgesamt 191 Festspiel-Aufführungen vorgesehen, davon entfallen 16 auf die Halleiner Pernerinsel – 8 auf ,,Richard, The Kid & The King‘‘ von William Shakespeare und 8 auf ,,Maria Stuart‘‘ von Friedrich von Schiller.

 

Die verdienstvolle und fantastische Präsidentin der Salzburger Festspiele, kam am 2. Juni 1948 in Salzburg zur Welt. 1966 bestand sie die Matura mit Auszeichnung am Wirtschaftskundlichen Realgymnasium in Salzburg. Von 1966–70 absolvierte sie erfolgreich das Studium der Rechte sowie der Publizistik- und Politik-Wissenschaften, es folgte die Promotion zum Doktor der Rechte. 1970–74 Übersiedlung nach Wien, Lehrredaktion in der angesehenen Wiener Tageszeitung „Die Presse“, dann Journalistin in den Ressorts „Wirtschaft und Innenpolitik“ im Magazin „Wochenpresse“. 1974–78 Innenpolitische Kolumnistin (als erste weibliche Journalistin) in der Wiener Tageszeitung „Kurier“. 1978 Rückübersiedlung nach Salzburg und Mitarbeit im Familienbetrieb Modehaus Resmann in Salzburg und Linz. Von 1983 bis 2008 Miteigentümerin und Gesellschafterin der Firma Resmann. 1983–1990 Nationalrats-Abgeordnete der Österreichischen Volkspartei. 1985–1988 (erste weibliche) Vizepräsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer. 1988–1994 Präsidentin und Finanzreferentin der Wirtschaftskammer Salzburg. Am 26.1.1995 erfolgte die erfreuliche Ernennung zur Präsidentin der Salzburger Festspiele.

 

Helga Rabl-Stadler, geschätzt und geachtet, wurde auch zur Frau des Jahres gekürt. Den Höhepunkt ihrer Sponsoringerfolge bildete die Finanzierung des Hauses für Mozart. Von den Gesamtkosten von über 36 Millionen Euro, wurden durch die Salzburger Festspiele, für einen Kulturbetrieb unvorstellbare 40 Prozent, selbst aufgebracht. Über ihre Zeit nach den Festspielen 2021 – laut Eigenangaben definitiv ihre letzten als Präsidentin – sagte Helga Rabl-Stadler im Magazin „trend“: „Ich habe kein Talent zur Pension und zum Suchen eines Pensionsjobs. Um meinen Vater nach seinem Abschied vom ORF zu zitieren: ,,Ich habe eine große Orgel des Landes mitspielen dürfen, ich werde aber jetzt nicht zum Flötenspieler.“ Ihre Freundin Ursula Plassnik, Österreichs einstige Außenministerin, brachte sie voll Begeisterung sogar als mögliche künftige Bundespräsidentin ins Gespräch. Natürlich hätten alle Halleinerinnen und Halleiner, alle Salzburgerinnen und Salzburger, alle kulturaffinen Österreicherinnen und Österreicher sie mit größter Begeisterung gewählt!

 

Schließlich noch ein Ereignis in Hallein, welches dokumentiert, dass die einzigartige Festspielpräsidentin sich immer wieder für die Erhaltung des Festspiel-Spielortes Pernerinsel einsetzte. Ein sportlich interessierter Bürgermeister stand in den Jahren 1995 bis 1998 an der Spitze des Rathauses der Stadt Hallein. Sein Vorgänger war der legendäre Bürgermeister Franz Kurz, als sein Nachgänger übte Kurzzeit-Bürgermeister Ernst Scheichl von 1998 bis 1999 das höchste Amt im Rathaus aus. Als Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler mit dem sportlich orientierten Stadtoberhaupt ein längeres und reichlich unerfreuliches Gespräch über die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel führen musste, fragte sie schließlich, ob der Bürgermeister überhaupt noch an den Festspielen in Hallein interessiert sei. Die unfassbare Antwort kam prompt: ,,Wissen‘s Frau Präsidentin, i siach ma do eigenlich goa nix!‘‘ Wieder zurück in Salzburg, rief Festspielpräsidentin Helga Rabl Stadler den Herausgeber der ,,Halleiner Zeitung‘‘, Odo Stierschneider an. Sie betonte, wie sehr ihr die Festspiele auf der Halleiner Pernerinsel am Herzen liegen – doch wenn es keine positiven Signale aus Hallein bezüglich der Festspiele auf der Pernerinsel gebe, müsse man sich ernsthaft deren Weiterführung überlegen.

Odo Stierschneider dachte sofort an die Gründung des Vereines ,,Die Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ und fand durch Altbürgermeister Franz Kurz und Caroline Hubble, (Gestalterin des Halleiner Radiomagazins im Rahmen der Salzburger Radiofabrik, Herausgeberin des Magazins ,,Halleiner Festspielbroschüre‘‘) wichtige Unterstützung. Franz Kurz hatte die großartige Idee, den ehemaligen Generaldirektor der Firma Erdal, Herbert Schallenberg zu ersuchen, die Präsidentschaft über den Verein ,,Die Freunde der Festspielstadt Hallein‘‘ zu übernehmen. Bis heute übt Herbert Schallenberg eloquent und mit dankenswertem Engagement diese Funktion aus.

Es entstanden verschiedenste Initiativen, darunter das Eröffnungskonzert der Halleiner Bürgerkorpskapelle, welches seither alljährlich vor Beginn der jeweils ersten Festspiel-Aufführung auf der Pernerinsel, unmittelbar neben dem Eingang in den Festspiel-Bereich stattfindet. Es gab Informationsvorträge zu den jeweils in Hallein bevorstehenden Festspiel-Aufführungen, die Geschäfts-Auslagen in der Halleiner Altstadt wurden festspielgerecht gestaltet, die Stadt ist zur Festspielzeit immer mit Fahnenschmuck geschmückt, die Festspiel-Schauspieler/innen wurden in einem Festzelt in der Fußgängerzone bewirtet. Schließlich erschien auch das von Odo Stierschneider während der ersten 10 Jahre als Wegbegleiter der Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, von 1999 bis 2009 herausgegebene und durch ihn eindrucksvoll gestaltete ,,Kultur- und Festspiel-Magazin Hallein‘‘. – So wünschen wir unserer unvergleichlich ausstrahlenden, faszinierenden, beeindruckenden und immer wieder begeisternden Festspielpräsidentin, für die kommenden Jahre aufrichtig nur das Allerbeste. Wir wünschen ihr und uns, dass sich die weltberühmten Salzburger Festspiele ganz in ihrem Sinne, weiterhin so positiv und erfreulich, so wie unter ihrer Präsidentschaft, auch in Zukunft entfalten mögen. – (Odo Stierschneider. Foto: Salzburger Festspiele / Doris Wild).

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Die gebürtige Halleinerin Stephanie Meisl erhält das Jahresstipendium Medienkunst 2021. Für ihr Projekt mit dem Titel „OK, Computer – I want full manual control now“ erhielt die 39-jährige eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Die Jury, bestehend aus Magdalena Naveau, Andrea Lehner-Hagwood und Beda Percht, wählte aus insgesamt zehn Einreichungen das Siegerprojekt aus. „Das Stipendium ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern, sich eingehend mit ihrem Schaffen und einem konkreten Projekt auseinanderzusetzen und gibt ihnen Freiraum zur künstlerischen Weiterentwicklung“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Für die Preisträgerin steht ihre erfolgreiche Einreichung, so wörtlich, „für das Zwischenspiel Mensch und Maschine. Künstliche Intelligenz ist eine Technologie, die mit dem Blick in die Vergangenheit Möglichkeiten schafft, die Zukunft neu zu gestalten.“

 

Das Jahresstipendium fördert Projekte, die mehrere Medien kombinieren oder traditionelle Medien wie Fotografie, Film und Performance mit neuen wie zum Beispiel Audio, Video, Videoskulptur, Computergrafik, Animationstechniken, 3D-Simulation und Netzkunstperformance verbinden. Die Umsetzung erfolgt in digitaler Form mit computerbasierter Integration und anwendungsgesteuerter Nutzung. In „OK, Computer“ geht Stefanie Meisl der Frage nach, ob ein Computer den Menschen als Künstler ersetzen kann und beantwortet diese Frage sofort mit Nein, „während sie gleichzeitig sehr überzeugend klarstellt, dass sie selbst aus Erfahrungen mit Machine-Learning-Modellen in ihrer eigenen künstlerischen Praxis spricht“, heißt es in der Jurybegründung. Und weiter: „Ausgehend vom Studioalbum OK Computer der Musikgruppe Radiohead aus dem Jahr 1997 interpretiert sie sehr originell sowohl in Sound, Visuals als auch Texten die Songs des Albums und stellt neue Musikvideos vor.“

 

Die Künstlerin beeindruckte die Jury mit der Detailliertheit in der Darstellung des künstlerischen Prozesses und vor allem aufgrund der kritischen Auseinandersetzung mit den Themen Kreativität und künstliche Intelligenz. Als Herzstück ihres Projekts sieht Stephanie Meisl „die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, in der mich dieses Album geprägt hat, und unserer Gegenwart, die mit Unbehagen und Angst vor künstlicher Intelligenz konfrontiert ist.“ Stephanie Meisl wurde 1981 in Hallein geboren und wohnt in Wien. Sie beschäftigt sich seit 1997 mit multimedialen Kunstformen. Seit 2003 ist sie Mitglied des Halleiner Medienkunstfestivals Schmiede. Seit 2004 ist Stephanie Meisl unter dem Künstlernamen C‘quence tätig. Die Verleihung des Stipendiums erfolgt beim Kunstfestival Schmiede am 22. September 2021. – (Text und Foto: Landes-Korrespondenz).

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Die Darstellung der Dreifaltigkeit – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist – reicht von ihren Anfängen (dazu das 1. Foto oben), einer Arbeit des italienischen Künstlers Masaccio, über die Prachtfresken in mittelalterlichen Kathedralen (dazu das 2. Foto), bis zu modernen Darstellungen (dazu das 3. Foto). In Hallein findet sich eine zeitgenössische Darstellung der Dreieinigkeit auf dem eindrucksvollsten Hausgiebel im Stadtzentrum, auf der Fassade des Hauses Bayrhamerplatz 8 (dazu das 4. Foto). Dort wurde in einem Medaillon (dazu das 5. Foto), eine moderne, eigenwillige Version des Themas Dreieinigkeit geschaffen. Gott Vater sitzt auf einem Stuhl, über seinem Haupt die weiße Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Zwischen seinen Beinen sitzt Jesus mit Lendenschurz und Vollbart. Gott Vater hält die auseinander gestreckten Arme seines Sohnes – ein dramatischer Hinweis auf die von Gott vorausgesehene, grausame Kreuzigung seines Sohnes. Im Haus Bayrhamerplatz 8 gibt es eine weitere Kunst-Attraktion, die kleinste Galerie der Stadt Hallein, des Landes Salzburg, Österreichs, Europas und der ganzen Welt. Sie bietet im Eingangsbereich, in einer Wandnische hinter Glas, jeweils Raum für nur ein einziges Kunstwerk.

Die korrekte Bezeichnung der Minigalerie lautet: ,,1blick – Kunst im Vorhaus.‘‘ Derzeit ist hier Künstler Reinhard Simbürger zu Gast mit seinem Werk ,,Ohnmacht 20.21‘‘, einer Skulptur aus Zirbenholz, umgeben von Birkenstämmen (dazu das 6. Foto oben). Von überhohen, dichten Stämmen bedrängt und der Situation hilflos ausgeliefert, steht ein nackter Mann mitten im Wald (dazu das 7. Foto oben). Sein einziges ,,Kleidungsstück‘‘ ist eine FFP2-Atemschutzmaske. Diese Installation aus Birkenstämmen und einer geschnitzten, männlichen Figur aus bemaltem Zirbenholz, soll die Ohnmacht des Menschen in den Zeiten der Pandemie verdeutlichen.

Reinhard Simbürger wurde 1960 in Tamsweg geboren und ist vielseitiger Künstler, Designer und Musiker. Er lebt mit seiner Familie in Murau. Seine Ausbildung erfolgte an der Bildhauerschule Hallein und an der Universität Linz zum Bildhauer. Der Arbeitsbereich des Künstlers Reinhard Simbürger umfasst Bildhauerei in den verschiedensten Techniken, Malerei, Logogestaltung, Grafik, Objekt-Design, Bühnen-Bildgestaltung, Organisation und Gestaltung von Ausstellungen, Symposien und Themenwegen. Workshops und Kurse mit Kindern und Erwachsenen im künstlerischen und waldpädagogischen Bereich. 2004 erhielt Reinhard Simbürger das Zertifikat eines Waldpädagogen. Seit 1990 ist er Mitglied der Musikgruppe ,,Querschläger‘‘. – (Text: Galerie 1blick, OST. Fotos 1 bis 3: Kunst-Topografie, Fotos 4 bis 7 Odo Stierschneider).

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Sie treffen einander 1985 in Rom, sie haben gleichzeitig das österreichische Auslandsstipendium für bildende Kunst. Die Lust am Entdecken und das Reagieren auf den genius loci verbindet sie – die Stadt wird ihr Atelier: das Flanieren, das Finden von etwas, was es sein könnte, das Gelb-Rot – die Farbe Roms, die Sprache und Rhythmen des Alltags, die Sinnlichkeit des Anderen, die Gleichzeitigkeit vieler Zeitebenen. Seither entfalten Kaltner, Kordon und Seidl ihre Kreativität in diversen Medien mit unterschiedlichen Richtungen – sporadisch gibt es künstlerische Kooperationen. [TOPIC SYNONYM] ist die erste gemeinsame Ausstellung von Kaltner, Kordon und Seidl. Diese spannt einen Bogen von Rom bis Hallein, das „italienische Frühwerk“ wird aktuellen Arbeiten gegenübergestellt. Gezeigt werden Malerei, Zeichnung, Film und Fotografie. Das erste der obenstehenden Fotos erinnert daran, als die Drei nebeneinander im Auto unterwegs noch in Rom, von einem wachsamen Carabiniere gestoppt wurden. Damit waren die ,,Glorreichen Drei‘‘ für immer miteinander verbunden. Die weiteren Fotos zeigen Beispiele aus der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte. – (kunstraum pro arte, OST. Fotos: Odo Stierschneider).

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Montag, 7. Juni, 15.30–16.30 Uhr
TAG DER OFFENEN TÜR
Franz Xaver Gruber – Ehrenbürger Halleins

Am Todestag des Stille-Nacht-Komponisten wird ab 15.30 Uhr die Geschichte der Familie Gruber in Hallein geschildert. Grubers Wirkungsstätte, die Stadtpfarrkirche Hallein, steht dabei ebenso im Mittelpunkt, wie das Grab des Komponisten vor dem Stille Nacht Museum Hallein.
Zur Todesstunde um 16.15 Uhr
wird eine Ehrenwache
mit dem Bürgercorps der Stadt Hallein abgehalten.

Teilnahme kostenlos.

 

Donnerstag, 10. Juni, 16.30 Uhr
STADTFÜHRUNG
Von der Kuffergasse zum Molnarplatz –
Geschichten hinter den Straßennamen

Welche Geschichten verbergen sich hinter den Bezeichnungen von Straßen und Plätzen? Eine spannende Spurensuche in die Vergangenheit!
In Kooperation mit Halleiner G'schichten.
Treffpunkt: Keltenmuseum Hallein
Kosten: 5 Euro

 

Samstag, 12. Juni, 10 Uhr
VORTRAG:
HALLEIN UND DAS WEISSE GOLD

Spannende Episoden der Stadtgeschichte geben Einblicke in die Geschichte der Salzproduktion von den Erzbischöfen bis in die Gegenwart. Entdecken Sie die Meilensteine der Halleiner Stadtentwicklung!
Kosten: 4 Euro zuzüglich Museumseintritt.

 

Sonntag, 13. Juni, 10 Uhr
FAMILIENFÜHRUNG
Kelten für Kinder – Archäologie erleben!

Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungsreise in die Welt der Kelten.
Finde heraus, was ArchäologInnen alles machen!
Kosten: 3,50 Euro zuzüglich Museumseintritt.
Keltenmuseum und Stille-Nacht-Museum freuen sich auf Ihren Besuch! (Presse-Aussendung Keltenmuseum. Fotos: OST).

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Nun gibt es auch im Bezirk Hallein deutliche Rückgänge bei den täglichen Corona-Neuinfektionen. So lauteten die täglichen zweistelligen Zuwachszahlen vor 4 Wochen in der Woche vom Sonntag, 25. April bis zum Doppelfeiertags-Wochenende (Staatsfeiertag) noch: +32, +18, +31, +45, +30, +18, +29, +31. In den vergangenen 7 Tagen bis Montag 24. Mai, gab es im Bezirk nur noch einstellige Zuwachs-Zahlen: +0, +7, +1, +7, +4, +3, +5. Aufgrund dieser guten Entwicklung, auch im gesamten Bundesland Salzburg bei den Neuinfektionen, der sinkenden Inzidenz und dem guten Impffortschritt, regt Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer nun weitere Öffnungsschritte an. „Wir haben während der letzten Monate gemeinsam große Anstrengungen unternommen, damit wir eine gute epidemiologische Ausgangslage für den bevorstehenden Sommer erreichen. Umso mehr freue ich mich über den Rückgang der 7-Tages-Inzidenz im Bundesland Salzburg auf den Wert 43 und den deutlichen Fortschritt bei den Impfungen“. Gleichzeitig wechselte das Bundesland und damit auch der Bezirk Hallein am 20. Mai von der Alarmfarbe Rot in die erträglichere Farbe Orange.

 

„Im Bereich der Volkskultur braucht es praktikablere Lösungen, damit die Vereine ihren Proben und dem damit verbundenen Vereinsleben wieder besser nachkommen können, denn die derzeitige Regelung beschränkt die Vereine ungemein. Bezogen auf die guten Erfahrungen mit der Öffnung in der Gastronomie und Hotellerie braucht es auch im Museums-Bereich Anpassungen, um eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität und damit die Möglichkeit für betriebswirtschaftlich sinnvolle Rahmenbe­dingungen, zu ermöglichen“, begründet der Landeshauptmann die Anregung für weitere Öffnungsschritte. „In der Diskussion für weitere Öffnungsschritte spielen wie bisher natürlich die Stimmen der Wissenschaft und der Experten eine wichtige Rolle, denn auch diesmal geht es darum, einen gemeinsamen und virologisch vertretbaren Weg zu finden.‘‘

Aufgrund der günstigen Situation, steht nun ein Kulturerlebnis der Extraklasse bevor. Am Sonntag, 30. Mai, gibt es ein landesweites Museums-Wochenende mit Gratis-Eintritt und Sonderprogrammen. Das Halleiner Keltenmuseum bietet nach der durch die Pandemie erzwungenen Pause Einblicke in seine Kulturschätze bei freiem Eintritt von 10 bis 17 Uhr. Hier können Archäologie-Interessierte auch neue Forschungs- und Dokumentations-Methoden, vom Geo-Radar bis zum LiDAR-Scan, kennenlernen. „Die Corona-Pandemie hat auch unsere Museen vor besondere Herausforderungen gestellt. Sicherheitskonzepte wurden erstellt, Schutzmaßnahmen getroffen, um dem Publikum einen sicheren und entspannten Museumsbesuch zu ermöglichen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer (1. Foto oben) und dessen Stellvertreter Heinrich Schellhorn (2. Foto oben) ergänzt: „Die Freude darüber, endlich wieder Kultur vor Ort zu erleben, einander zu treffen und auszutauschen, ist durchwegs in allen Regionen des Landes spürbar“. – (Presse-Aussendung Landes-Korrespondenz Salzburg, Odo Stierschneider. Fotos: LKS, OST).

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Dass es reizvoll ist, für literarische Figuren Kleidungsstücke zu entwerfen und sie auf diese Weise ein bisschen greifbarer und sichtbarer zu machen, wurde in den vergangenen Jahren in verschiedensten Projekten der Modeschule Hallein und der Stadtbücherei Hallein erfolgreich bewiesen. Nun werden im Rahmen einer Diplomarbeit an der Modeschule erstmals in der Stadtbücherei Prototypen ausgestellt, die einen anderen Zugang zu Literatur schaffen. Alexandra Thaller, Chiara Guscelli und Natalie Moser, Schülerinnen des Zweigs für Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei, haben Bücher zum Thema „Haut und Haare“ in den Fokus genommen und die Texte mit Konzepten zeitgenössischer Foto- und Performance-Künstlerinnen konfrontiert. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind in der Stadtbücherei Hallein, Schöndorferplatz 6, im ersten Stock bis 31. August ausgestellt.

 

Chiara Guscelli hat die sehr komplexe und ambivalente Mutter-Tochter-Beziehung aus dem Buch „Mamorhaut“ von Slavenka Drakulić in einer Trilogie fotografisch verarbeitet. Natalie Moser beschreibt basierend auf dem Roman „Der Zopf“ von Laetitia Colombani in ihrer Bilderserie mit dem Titel „Die Reise des Tempelhaars“ die Geschichte dreier Frauen, die auf verschiedenen Kontinenten in ganz unterschiedlichen Lebenswelten stehen und deren Schicksal durch eine Perücke doch miteinander verknüpft wird, ohne dass sich die Frauen je begegnen. Alexandra Thaller schließlich zeigt Fotografien im Kontext des 2013 erschienenen Buches „Americanah“ der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie. In diesem Text erfährt man auf eindrucksvolle Weise, welche Botschaften und Vorurteile mit Haaren in Verbindung gebracht werden, und wie die Protagonistin sich Schritt für Schritt, Frisur für Frisur, persönlich entfaltet, indem sie sich sowohl von den Konventionen ihres afrikanischen Heimatlandes als auch von jenen der Vereinigten Staaten, wo sie eine Zeit lang lebt, befreit.

 

Diesmal wurde also nicht genäht, sondern geschminkt, frisiert und fotografiert. „Das war spannend und intensiv, lustig und traurig – aber auf jeden Fall sehr bereichernd!“, sind sich die drei Schülerinnen einig und würden sich freuen, wenn möglichst viele Büchereibesucher/innen durch ihre Arbeiten Lust auf die Romane bekämen.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Prototyp zum Roman „Americanah“, Foto-Beispiel aus der Arbeit von Alexandra Thaller. FOTO 2: Prototyp zum Roman „Marmorhaut“, Foto-Beispiel aus der Arbeit von Chiara Guscelli. •            FOTO 3: Prototyp zum Roman „Der Zopf“, Foto-Beispiel aus der Arbeit von Natalie Moser. – (Presseaussendung Modeschule. Fotos: Thaller, Guscelli, Moser.)

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Elementare Ereignisse auf der Halleiner Pernerinsel gab es schon immer: 1. Die bereits seit Jahrzehnten währende Präsenz der weltberühmten Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel. 2. Für ein kolossales Kulturwunder auf der Pernerinsel sorgte Notar Claus Spruzina. Er stellte vier übergroße Holzstatuen zur Verfügung, welche die kulturträchtige Atmosphäre rundum auf faszinierende Höhe treiben.  Dieser Bereich ist heute der optische Glanzpunkt der Pernerinsel – beneidet auch von der Stadt Salzburg, wie man von Journalisten aus Salzburg hört. 3. Der Eintrittsbereich zur Pernerinsel vom erneuerten Pfannhauserbrücke aus, wurde optisch besonders zufriedenstellend gestaltet. Die schöne, zweifarbige Färbelung der ausgedehnten salzachseitigen Fassaden der Alten Saline, die originelle und beliebte Sitzscheibe am Brückenkopf und die Entfernung eines jahrelang überflüssigen Gitterfragmentes, haben diesen Bereich vorbildlich aufgewertet. 4. Die komplette Dacherneuerung der Salinenkapelle. Heute nicht mehr vorstellbar: Die Kapelle war einst das erste und einzige Gebäude auf der Pernerinsel. Sie diente dem Fürsterzbischof zur geistlichen Erbauung inmitten einer parkähnlichen Erholungslandschaft. 5. Der in Salzburg sesshaft gewordene chinesische Künstler Wang Jixin, präsentierte in der Alten Saline auf der Pernerinsel seine überdimensionalen, zutiefst beeindruckenden Gemälde mit Themen aus der Salzgeschichte der Stadt Hallein. Die Hoffnung besteht, dass dieser überwältigende, der Stadt Hallein auf den Leib geschriebene Gemäldezyklus, wieder dorthin zurückkehrt, wo er unbedingt hingehört: In die Alte Saline auf der Pernerinsel.

Nun aber entsteht mit einem Paukenschlag eine neue, erfreuliche und hinreißende Aufwertung der Pernerinsel. Wieder ist es Notar Claus Spruzina – exakt Präsident der Notariatskammer Salzburg, Hon.-Prof. Dr. Claus Spruzina – der gemeinsam mit dem Start-up-Experten Andreas Spechtler – Silicon Castles, Puch-Urstein – eine weitere massive und anspruchsvolle Aufwertung der Pernerinsel plant. Ein Gespräch mit Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger ergab, dass Claus Spruzina und Andreas Spechtler ihre Idee zu ,,KulturQuartier Pernerinsel: lernen-arbeiten-leben‘‘ auch im Rahmen der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung Hallein präsentieren sollten. Dies geschah auch – und alle erlebten eine kleine, erlesene Sternstunde für Hallein. Nachstehend ist das Arbeitspapier zum Thema ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ wiedergegeben, welches die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter auch persönlich überreicht bekamen.

IDEE
KULTURQUARTIER PERNERINSEL

lernen-arbeiten-leben

Ausgangssituation und Ziel
o  Die Pernerinsel ist seit mehr als 30 Jahren nur sehr eingeschränkt genutzt.
o  Belastungen aus dem Bestandserhalt.
o  Ganzheitliches Konzept – umfassende, weitsichtige und weit
    vorausschauende Berücksichtigung möglichst vieler Aspekte und
    Zusammenhänge.
o  Keine Änderung der Eigentümersituation.

 

Idee eines KulturQuartiers
o
  Campus als ,,Herzstück‘‘ mit Bildungs-Einrichtungen aus dem Bereich
    ,,CULTURE TECH‘‘.
o  Inkubationszentrum für Technologie-Startups im Bereich Kultur, Kunst und
    digitale Medien. Studierende und Absolventen werden aktiv angeleitet und
    unterstützt, ihre Ideen in eigenen Unternehmen mit globalem Potential am
    Standort in Hallein zu verwirklichen.
o  Wohn- und Lebensraum auf zeitgemäße Weise mit integrativen Konzepten
    aus dem Shared Space und Shared Economy Universum integrativ vereinen.
    Dazu zählen u.a. auch die modernen Spielformen der CoWorking- und
    CoLiving-Nutzungsformen.


Umsetzung in Form eines kooperativen Modells
o
  Frühzeitige, umfassende und transparente Integration der relevanten
    Fachgruppen und politischen Entscheidungsträger der Stadt Hallein.
o  Agile Methode: gemeinsame Annäherung an das Projekt.
Lenkungsgruppe bestehend aus dem Bürgermeister der Stadt Hallein,
    Vertretern der Fachgremien Architektur und Denkmalschutz,
    Fachbehörde/Raumordnung sowie Projekt-Initiatoren.
o  Im Sinne eines kooperativen Modells obliegt dieser Gruppe die Entscheidung
    über die wesentlichen Rahmenparameter des Projektes.
o  Logische Weiterentwicklung von der Industriestadt zur Technologie- und
    Kulturstadt.

Start-up-Experte Andreas Spechtler wies die Gemeindevertretung darauf hin, dass ,,Culture Tech‘‘ noch am Anfang stehe. Die gewohnten Kulturbereiche wie Theater, Musik und Kunst verlagere man damit in das digitale Zeitalter. Die Chance für die Pernerinsel: Noch gebe es international keine Region, die sich auf ,,Culture Tech‘‘ spezialisiert habe. Damit könne man auf der Pernerinsel ein Leuchturmprojekt für ganz Österreich schaffen. Auch ausländische Universitäten signalisierten bereits ihr Interesse, an der neuen Einrichtung ,,Culture Tech‘‘.

 

Bürgermeister Alexander Stangassinger will zum Projekt ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ eine Bürgerbeteiligung der Halleiner Stadtbewohner. Er plant deshalb innerhalb der nächsten zwei Wochen ein Gespräch mit den Klubobleuten der Stadt. Jede Fraktion solle sich überlegen, wie das Vorhaben ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ aussehen könnte. Die ÖVP steht einer Bürgerbeteiligung kritischer gegenüber. Sie argumentiert, dass so Außergewöhnliches, wie es für die Pernerinsel erforderlich wäre, der breiten Masse schwierig zu vermitteln sei. Das Vorhaben ,,KulturQuartier‘‘ passe aus Sicht der ÖVP jedenfalls hervorragend auf die Pernerinsel.

Bei einer Bürgerbefragung zum Thema ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ gilt es jedenfalls, im Vorfeld die Halleinerinnen und Halleiner detailliert und verständlich über das geplante ,,KulturQuartier‘‘ zu informieren. Zur Entscheidungsfindung gilt es, vor der Befragung, die enormen Vorteile des ,,Kultur-Quartiers‘‘ ebenso darzulegen wie dessen Nachteile. Da gibt es freilich ein Problem – denn Nachteile gibt es keine. Dem Großteil der Bevölkerung wird es wohl egal sein, ob das ,,KulturQuartier‘‘ kommt oder nicht. Für alle an der Stadtentwicklung und am Halleiner Kulturgeschehen Interessierten, stellt das ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ jedoch eine faszinierende Chance dar, sowohl für die Pernerinsel als auch für die Stadt Hallein.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Blick auf die Pernerinsel vom Kleinen Barmstein. FOTO 2: Notar Claus Spruzina vor den von ihm für die Pernerinsel zur Verfügung gestellten, fantastischen Holzstatuen. FOTO 3: Blick auf die Sitzung der Stadtgemeindevertrerung, in deren Verlauf Notar Claus Spruzina und Start-up-Experte Andreas Spechtler ihre Idee ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ präsentierten. FOTO 4: Bürgermeister Stangassinger mit Atemschutzmaske bei der Sitzung der Stadtgemeindevertretung. FOTO 5: Andreas Spechtler und Claus Spruzina ebenfalls mit Maske. FOTO 6: Claus Spruzina informierte, so wie vor ihm Andreas Spechtler, am Rednerpult die Gemeindevertretung über das Vorhaben ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘. FOTO 7: Claus Spruzina verteilte schriftliche Informationen zum Projekt ,,KulturQuartier Pernerinsel‘‘ an die Mitglieder der Gemeindevertretung. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die aktuelle Ausstellung im kunstraum pro arte zeigt die künstlerischen Positionen von drei Künstlern, die eine über 30-jährige Freundschaft verbindet. Martin Kaltner, Renate Kordon und Herman Seidl treffen einander 1985 in Rom, sie verfügen gleichzeitig über ein österreichisches Auslandsstipendium für bildende Kunst. Die Lust am Entdecken und das Reagieren auf den genius loci verbindet sie – die Stadt wird ihr Atelier. [TOPIC SYNONYM] ist die erste gemeinsame Ausstellung von Kaltner, Kordon und Seidl. Diese spannt einen Bogen von Rom bis Hallein, das „italienische Frühwerk“ wird aktuellen Arbeiten gegenübergestellt. Gezeigt werden Malerei, Zeichnung, Film und Fotografie.

 

DAS LEBEN IST WIE EINE OPER –
DAS LEBEN IST WIE EIN WERK

Herman Seidls 27-teilige Wandinstallation „La vita è come un'opera“ besteht aus kleinen und großformatigen SW-Fotografien, entstanden während des halbjährigen Aufenthalts in Rom 1985. Hier treffen Stereotype auf Experimente, die helle und die dunkle Stadt ist die große Bühne, die Menschen liefern das Drehbuch. Das Stück spielt jeden Tag und jede Nacht. Was bleibt das sind Szenenfotos eines Theaterstücks, das heute nicht mehr aufgeführt wird. Die Suche nach fotografischer Identität im Abbild der anderen setzt Seidl seither fort.

 

ZWISCHENRÄUME, ÜBERGÄNGE UND
DIE POESIE DER UNENDLICHKEIT

In seinen Malereien beschäftigt sich Martin Kaltner u.a. mit Prozessen des städtischen Werdens und Vergehens, mit Momentaufnahmen in der Schichtung des gebauten und sozialen Raums, mit Übergängen (z.B. vom Analogen zum Digitalen) oder mit der unendlichen Folge natürlicher Zahlen in der Zahlenreihe des Fibonacci. Kaltner zeigt in der Ausstellung eine Auswahl an in Rom 1985/86 entstanden Arbeiten sowie aktuellere Serien wie „Xylem“, bestehend aus Malerei auf Holzkonstruktionen (entstanden in Wien 2009-2012) sowie Malereien und Filme von Orten, der Peripherie und von Baustellen. Kaltner agiert dabei oft als Beobachter und Übersetzer: So haben beispielsweise die Baustellenbilder ihren Ausgangspunkt in Beobachtungen von Orten in stetigem Wandel. Seit vielen Jahren entstehen Bilder von Architekturräumen und Architekturen, die jeweils nur für kurze Zeit sichtbar sind. Kaltner interessiert die permanente Veränderung und Unabwägbarkeit. Er vergleicht diesen Prozess mit dem Akt des Malens, denn das Bild entsteht durch einen ähnlichen Prozess von Schichtungen, des Aufbauens, Zerstörens und Malens.

 

ROM WAR FÜR KÜNSTLERIN UND KÜNSTLER
EIN MASSGEBLICHER WENDEPUNKT

Während Seidl und Kaltner sich verstärkt den Beobachtungen eines sichtbaren Außen widmen, sucht Renate Kordon in vielen ihrer Arbeiten das menschliche Innenleben zu erfassen – so etwa in ihren „Seelenenergieportraits“, eine Serie von 20 Buntstift-Zeichnungen, entstanden in Rom 1986. Kordon erläutert dazu: „Wenn ich zeichne, ist die jeweilige Person nicht anwesend. Vor dem leeren Blatt Papier beginne ich, mich vollkommen auf sie einzustimmen. […] Die Arbeit ist sehr intensiv – ich bin total im Anderen. Sind die Formen abgeschlossen, sehe ich bereits die ersten Farben auf das Blatt projiziert [...] Ist die Zeichnung abgeschlossen, spüre ich die Entspannung und komme wieder zu mir zurück […] Nach und nach erklären sich mir die Bedeutungen der Formen und Farben.“ Ebenfalls in Rom entstanden sind Videoarbeiten, wie beispielsweise ihr „Romtonfilm“, ein vierminütiger Stop Motion Film. Protagonist dieses filmischen Kleinods ist ein Tonklotz, der - als Synonym für die „braune Vergangenheit“ - sich im städtischen Raum scheinbar unbemerkt fortbewegt, sich zurückzieht und wieder kommt. Neben einer Auswahl der in Rom entstanden Arbeiten, zeigt Kordon auch aktuelle Werke wie bspw. „Verlassenschaft“ von 2021 – der Versuch einer bildhaften Anordnung der Zusammenhänge und Beziehungen von Dingen und Fährnissen, die verbleiben, wenn eine Person für immer gegangen ist. Rom war für alle drei Künstler/innen ein Wendepunkt. Seither entfalten Kaltner, Kordon und Seidl ihre Kreativität in diversen Medien mit unterschiedlichen Richtungen – sporadisch gibt es künstlerische Kooperationen. Nach wie vor teilen Kaltner, Kordon und Seidl eine stete Neugier auf die Welt und deren Veränderung, der Blick auf den Menschen steht für sie im Zentrum.

 

VERANSTALTUNGEN IM RAHMEN
DER AUSSTELLUNG IM KUNSTRAUM PRO ARTE

Die Eröffnung der Ausstellung im kunstraum pro arte findet am Samstag, 8. Mai 2021 von 10 bis 14 Uhr statt. Die Ausstellung ist von 8. Mai bis 19. Juni 2021 zugänglich. – Veranstaltungen (Eintritt frei) im Rahmen der Ausstellung: Mittwoch, 19. Mai und 9. Juni jeweils um 18:30 Uhr After-Work Künstlerführung mit Herman Seidl. – Samstag, 19. Juni um 11:00 Uhr Finissage und Künstler*innen-Gespräch. – Infos Coronavirus: Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. – Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr. Auch nach Vereinbarung. Eintritt frei.

 

KURZBIOGRAFIEN VON
MARTIN KALTNER, RENATE KORDON, HERMANN SEIDL

MARTIN KALTNER, geboren 1961 in Bruck an der Mur, studierte von 1980 bis 1985 Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Max Melcher 1985/86 Romstipendium Seit 1989 Animationsfilme 1990 Paris-Stipendium, Cite des Artes, ENSAD, Paris. 1990/91 Hochschule für angewandte Kunst Wien, Trickfilmstudio bei Maria Lassnig, Mitglied der ASIFA Austria. Ausstellungen (Auswahl): 2020 „World Filmmaking 2“Biennale 7,Gherdeina /„Abfahrt und Ankunft“, Yppenplatz Säulen der Erinnerung, Wien; 2019 „camera obscura“ Masc foundation, Wien; 2016 Moving Image Department – 4th Chapter: The Rhetoric of Time, Revisited;  National Gallery, Praha 2012  „Montag ist erst übermorgen“, Akademie der bildenden Künste, Wien;  2008 „Another Tomorrow“, Slought Foundation Philadelphia; 2007 „Ich fühle was, was du nicht siehst“,  Museum Stift Admont; 2005 „Napoli Presente-Walking Project“ Palazzo delle Arti ,  Neapel, 2001 „ausgeträumt..“ Secession, Wien. www.martinkaltner.at

 

RENATE KORDON, geboren 1952 in Graz, Architektur- und Grafikstudium in Wien; Stipendium für Animation und Video, ENSAD, Paris; Visiting Artist Professor LIT, Detroit, USA; Meisterjahr bei Maria Lassnig, Meisterklasse für Experimentelles Gestalten; Rom Stipendium; Kunst und Bau Projekte; im KUNST UND BAU Beirat des Bundes; Visiting Artist Professor Dundas School of Arts, Ontario, Kanada; Organisation und Kuratierung von Ausstellungen im ASIFAKEIL, quartier21, MQ, Wien; Lehrauftrag "Labor Animation“, Kunstuniversität Linz; Gründung des „Instituts für ZEITverschiebung“ in Graz. Zu ihren Medien zählen: experimentelle Trickfilme, Zeichnung, Multimedia, Kunst im öffentlichen Raum. www.renatekordon.com

 

HERMAN SEIDL, geboren 1960 in Neumarkt/Steiermark. 1989-2006 Universität in Salzburg, Studium der Kommunikationswissenschaft und Romanistik 1982-1986, der Künstlerischen Fotografie am Salzburg College bei Derek Bennet (USA), Dieter Appelt (D), Thomas Joshua Cooper (USA/GB) and Juan Fontcuberta (E). Lebt und arbeitet in Salzburg. www.hermanseidl.com


ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Porträtfoto Martin Kaltner, Foto: Herman Seidl. FOTO 2: Martin Kaltner, Das Wechseln der Lampen, Öl auf Leinwand, 50 x 80 cm, 2006/2021, Foto Herman Seidl. FOTO 3: Porträtfoto Renate Kordon, Foto: Mira Kapfinger. FOTO 4: Renate Kordon, Verlassenschaft, Graphit/ Guache/ Öl, 127 x 121 cm, 2021, Foto: Renate Kordon. FOTO 5 (Einladungskarte): Martin Kaltner, Renate Kordon, Herman Seidl © 2021. FOTO 6: Herman Seidl, Rio, Pigment Print, 42 x 60 cm, 2014. – Presse-Aussendung des kunstraumes pro arte).

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Die YnselZeit startet in die zweite Saison um gemeinsam mit den Tennengauer Kulturschaffenden ein Zeichen der kulturellen Vielfalt in Hallein zu setzen. Es werden die unterschiedlichsten Kunst- und Kulturprojekte in der Alten Saline auf der Pernerinsel zu einem Festival der Gegenwartskultur gebündelt und der Tennengauer Kulturszene damit eine spannende Präsentationsfläche geboten. Ziel ist es, durch dieses Festival die regionale Kulturarbeit noch besser sichtbar zu machen, nachhaltig zu stärken und den Diskurs auch über die Region hinaus zu tragen. Für den Open Call können bestehende Workshops, Vorträge, Projekte, Veranstaltungen usw. von Akteuren und Vereinen der freien Tennengauer Kulturszene eingereicht werden. Explizit erwünscht sind zeitgenössische, spartenübergreifende, partizipative und auch kritische Beiträge. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Fachjury und wird kuratorisch vertieft. Veranstaltungszeitraum: 01. bis 20. September 2021.  Folgende Räumlichkeiten können kostenfrei genutzt werden:
• Alte Schmiede
• Verdampferturm EG
• Kesselhaus
• Salzlager 1 – 5
• Salon Huber

 

Einreichungen bitte bis zum 20. April 2021 an
Eszter Fürjesi

E.Fuerjesi@hallein.gv.at
Rückfragen zur Ausschreibung bitte an
Kerstin Klimmer (Künstlerische Leitung)

office@schmiede.ca – (Presse-Aussendung mit Foto: Stadtgemeinde Hallein.)

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Vor allem die Jüngsten unserer Mitbürger/innen waren besonders davon betroffen, dass die Büchereien und Buchhandlungen in Hallein während der Corona-Pandemie geschlossen waren. Von insgesamt 49.351 Entlehnungen im Jahr 2020 in der Stadtbücherei, gingen 32.606 auf Kinderbücher, das sind knapp zwei Drittel! Trotz der Schließung im ersten Lockdown im März des vergangenen Jahres, stellte die Stadtbücherei auf einen sicheren Abholservice um. So konnte der Rückgang bei den Ausleihungen minimiert werden und sogar ein Plus gegenüber 2018 verzeichnet werden. Die Zahl der Gesamtausleihen (Print, CD, Video) betrug im Corona-Jahr 2020 respektable 52.923. Diese Ausleihungen lagen 2019 bei der Rekordhöhe von 55.632 und betrugen 2018 noch 52.889. Der Medienbestand der Halleiner Stadtbücherei beläuft sich derzeit auf 25.866 Medien, bestehend aus 23.619 Printmedien und 2247 CDs und Videos, welche für die Halleinerinnen und Halleiner zur Verfügung stehen. Trotz des Corona-Jahres fanden insgesamt 64 Veranstaltungen statt, mit immerhin 1654 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ein Großteil der ursprünglich geplanten Veranstaltungen konnte klarer Weise aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 nicht durchgeführt werden. – (Presse-Aussendung der Stadt Hallein. Foto: Odo Stierschneider).

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Eigentlich hätte ein groß angelegtes Stück entstehen sollen, das rund um den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Premiere gehabt hätte. Corona-bedingt wurde das Konzept mehrmals verändert und neu entwickelt. Nun entstand eine Online-Performance, die mit den Mitteln und Möglichkeiten des Videos spielt und experimentiert. Am 17. März um 20.15 Uhr, erleben alle Interessierten das Ergebnis auf FS1, dem Community-Sender Salzburgs. Seien Sie dabei! Das Theater bodi end sole freut sich auf Ihre Reaktionen.

 

Was bleibt von Ludwig van Beethoven übrig, wenn der Geniebegriff wegfällt? Das Theater bodi end sole macht sich auf die Suche nach dem Menschen, der sich hinter dem Komponisten der 9. Symphonie, des „Fidelio“ und so vieler anderer Werke verbirgt. Daneben gab es noch „die Anderen“ – Frauen, Komponistinnen der Zeit, deren Namen und Werke heute kaum jemand mehr kennt. Briefe, Lebenserinnerungen, Zeitzeugnisse werden zu einer audiovisuellen Collage verwoben. Eine Performance, die ihren eigenen Weg geht und herausfinden will, welche Muster und Gedanken aus der Zeit von vor 250 Jahren uns heute noch prägen.

 

Mit
Marion Hackl – Performance, Ausstattung
Domenica Radlmaier – Performance, Gesang
Gertraud Steinkogler-Wurzinger – Performance, Gesang, Komposition
Wolfgang Oliver – Performance
Nicole Baïer/ atelierdemontage – Aufnahme, Schnitt, Montage
Werner Lemberg – Klavier
Sophie Hassfurther – Saxophon, Komposition
Helfried Hassfurther – Licht, Tondesign
Gertraud Steinkogler – Idee
Bashir Khordahji – Produktionsleitung
Doris Schumacher, Christa Hassfurther – Konzept, Dramaturgie, Regie

 

Das Theater bodi end sole dankt für die Kooperation mit dem Institut für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Mozarteum. Der Dank gilt ebenso der Universität Mozarteum, welche für die Musikaufnahmen den Bösendorfersaal zur Verfügung stellte. Dank gilt auch Alois Ellmauer, der beim Maskenbau mithalf, weiters Esther Rauch für die zusätzliche Recherche und der Familie Meyer-Dobrotinšek für das Fotografieren des winterlichen Komponistendenkmals in Berlin. – (Presse-Aussendung Theater bodi end sole. Foto: music-moon)

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Die erste Ausstellung im Jahresprogramm 2021 des Tennengauer Kunstkreises widmet sich den Positionen der beiden Künstlerinnen Tina Graf und Nathalie Irene Unteregger und fragt danach, wie sich „zeitgenössische Zeichnungen“ produktiv missverstehen lassen können. Unter dem Ausstellungstitel „Missverständnisse machen Missverhältnisse“ weisen die Künstlerinnen Nathalie Irene Unteregger und Tina Graf gezielt darauf hin, an Blickwinkeln zu rütteln, Kategorie-Bildungen zu hinterfragen, um spezifischen Denkweisen ein Ende zu setzen und in der Auflösung neu zu betrachten. Klare Unzuordnung trifft auf unklare Zugehörigkeit – so wird der Begriff „zeitgenössische Zeichnung“ individuell verstanden und neu definiert. Zeichnen wird als eine Möglichkeit des Denkens verstanden. Eine Linie zu ziehen, bedeutet, eine Geschichte zu erzählen. Die zeichnerischen Denkweisen zeigen sich durch das Einsetzen verschiedener Materialien und Techniken. Es wird bewusst darauf verzichtet, Zeichnungen im „klassischen Sinne“ mit Bleistift oder Buntstift auf Papier anzufertigen. Im Laufe eines mehrmonatigen Prozesses wurden neue Möglichkeiten erprobt um den Begriff der „zeitgenössischen Zeichnung“ zu erweitern.

 

Tina Graf, die 1997 in Taiwan geborene und trilingual aufgewachsene Künstlerin erlebt oft, dass durch Missverständnisse auch Missverhältnisse entstehen können. In ihrer künstlerischen Praxis sucht sie diesen Wendepunkt produktiv zu machen: „Es ist die Fähigkeit, mehrere Blickwinkel zu vereinbaren, die vor Perspektivenlosigkeit schützt. Missverständnisse können zu Konflikten und Unannehmlichkeiten führen. Gänzlich nicht verstanden zu werden, aber auch dazu, gar keine Stimme zu besitzen. So wollte ich gezielt in der Ausstellung die Zeichnung im klassischen Sinne missverstehen, um der Last zu entfliehen.“ Tina Graf ritzt beispielsweise mit einer Bohrmaschine auf Aluminium und erschafft Radierungen oder verwandelt eine Serie „klassischer Federzeichnungen“ in verlorene Linolschnitte. Ein Kunstbuch aus Druckgrafiken „A Cyclist’s Alphabet“ entsteht. Das Studium der Bildenden Künste und Gestaltung an der Universität Mozarteum in Salzburg schloss Tina Graf 2019 ab. Seit Herbst 2019 studiert sie Grafik und Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In ihren Arbeiten, die von Druckgrafiken, über großformatige Gemälde bis hin zu performativen Aktionen reichen, steht der Mensch im Zentrum, genauso wie gesellschaftliche Reibungspunkte und Geschlechterrollen im Alltag.

 

Nathalie Irene Unteregger, geboren 1993, studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg und schloss 2020 ihr Masterstudium ab. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Materialität von Dingen und interessiert sich für das innerliche und äußerliche Verändern und Umordnen der Materialien. Dazu zählen beispielsweise Stoff, Papier, Ton oder Draht, auf welche die Künstlerin durch zeichnerische Prozesse eingewirkt. Für Nathalie Irene Unteregger geht es darum visuelle Phänomene in Relationen zu setzen und bestehende Ordnungen zu hinterfragen. Dabei gibt das Material den Rhythmus vor, neue Ordnungen werden konstruiert und Mehrdeutigkeiten erforscht sowie Grenzen ausgelotet: „Was wir nicht verstehen, müssen wir deswegen nicht missverstehen. Auf Missverhältnisse reagiere ich in der Form, dass ich mich Ungleichheiten zuwende, Verschiedenheiten zu verbinden versuche und Widersprüche akzeptiere.“ In der Ausstellung zeigt Nathalie Irene Unteregger beispielsweise ein Drahtgewebe auf einem Webstuhl, eine dreidimensionale Zeichnung, die im Raum schwebt, wird sichtbar, Linien werden in den Raum ausgedehnt. Die Frage ob und wie Missverständnisse in Missverhältnissen münden können, zieht sich thematisch durch die Ausstellung. Es wird dazu eingeladen den Gedankenstrichen zu folgen und die Grenzen des Wahrgenommenen zu erweitern.

 

Die Ausstellung ist von 20. März bis 24. April 2021 zu den regulären Öffnungszeiten ohne Anmeldung und mit FPP2-Maske kostenlos zugänglich.
Die ,,Stille Eröffnung‘‘ erfolgt am Samstag, 20. März 2021 von 10:00 bis 14:00 Uhr.
Mittwoch 7. April 2021 um 18:30 Uhr:
Afterwork-Führung mit Laila Huber und Nathalie Irene Unteregger (Eintritt frei).
Samstag, 24. April 2021 um 11:00 Uhr:
Finissage & Künstlerinnen-Gespräch (Eintritt frei).
Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. Aufgrund der aktuellen Covid-19 Bestimmungen ist keine Eröffnungs-Veranstaltung möglich.
Für die beiden im April geplanten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter office@kunstraumproarte.com.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Künstlerin Nathalie Irene Unteregger. Foto: Clemens Schnegg. FOTO 2: Ausschnitt aus dem Werk ,,Blickfelder‘‘ von Nathalie Irene Unteregger. FOTO 3: Künstlerin Tina Graf (Selbstfoto). FOTO 4: Linoldruck ,,Silhouetten‘‘ auf Japanpapier von Tina Graf. – (Presse-Aussendung Tennengauer Kunstkreis).

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Schon erstaunlich, wie lässig die Stadt Hallein mit der schrecklichen Parkplatz-Überdachung entlang der riesigen Grau-in-Grau-Fassade der Alten Saline umgeht. (Dazu die beiden ersten Fotos oben). Die Präsenz der Salzburger Festspiele war bislang kein Grund, diesem unfassbaren Albtraum ein Ende zu bereiten. Nicht vor der 1. Festspiel-Aufführung im Jahre 1992, nicht zum 10jährigen Bestehen der Festspiele auf der Pernerinsel, auch nicht zum 20jährigen Jubiläum der Festspiele und wohl auch nicht zum bevorstehenden 30jährigen Bestehen der Festspiele auf der Pernerinsel. Weil es ohnehin egal ist, wenn Besucher der Festspiel-Aufführungen auf der Pernerinsel, sich angesichts dieses optischen Horrors neben dem Zugang in den Festspielbereich, entsetzt zeigen. Weil es ohnehin egal ist, welchen Eindruck die Festspielbesucher von Hallein angesichts dieser unfassbaren Parkplatz-Überdachung, mit nach Hause nehmen. Ach ja, da gibt es ja auch noch die Bewohner der Stadt Hallein, welche die grausliche Parkplatz-Überdachung ebenfalls als undiskutable Zumutung empfinden. Doch das alles ist offensichtlich für die Verantwortlichen völlig uninteressant. Vielleicht empfehlen sie den Festspielen sogar, vor dem Salzburger Festspielhaus
eine getreue Kopie der Parkplatz-Abdeckung auf der Pernerinsel aufzubauen?

GRAUE FESTSPIEL-FASSADE EIN UNVERSTÄNDLICHER
FREMDKÖRPER NEBEN DEN ANDEREN DREI FARBIGEN FASSADEN

Nächstes Problem: Die Nichtgestaltung der imposanten Festspiel-Fassade, die sich über die gesamte nördliche Breite des großen Komplexes der Alten Saline in jahrzehntelangem, deprimierenden Grau-in-Grau erstreckt. Doch diese riesige, karge, schmucklose Brutal-Fassade, für die es in anderen Städten kein Gegenstück gibt, sie müsste längst schon so gestaltet sein, dass sie auch vom weitem als etwas ganz Besonderes erkennbar ist. Denken wir nur an die Tausenden Autofahrer, die hier täglich auf einer Hauptschlagader des Kfz-Verkehrs hier vorbeikommen. Tatsächlich aber wirkt sie nur wie eine fade, reizlose, uninteressante Industrie-Fassade. Ein echtes Kuriosum: Drei Fassaden des Salinen-Komplexes sind vorbildlich gestaltet, nur die Fassade, die zum Festspielbereich führt, wird stur und verbissen durch fades, einfallsloses Grau abqualifiziert – ein echter, völlig unverständlicher Fremdkörper an dem historischen Salinenbauwerk.

GRAUE FESTSPIEL-FASSADE GEHÖRT DEN
ANDEREN DREI FARBIGEN FASSADEN ANGEGLICHEN

Nun könnte die Stadt Hallein verschiedenste Gestaltungs-Wettbewerbe für diese ausgedehnte Fassade für Künstler, graphische Gestalter, Architekten, Baumeister und Maler durchführen. Dafür ist natürlich ein erheblicher Zeitraum nötig. Doch die Fassade sollte so rasch wie möglich ein verbessertes Aussehen erhalten. Die einfachste Lösung liegt auf der Hand. Das graue Ungetüm könnte auf jene Art gestaltet sein, so wie dies perfekt bei der angrenzenden, zur Salzach hin ausgerichteten Fassade der Alten Saline der Fall ist. Grundsätzlich in warm-gelb-orangen Grundton gehalten, werden spezielle bauliche Merkmale durch eine dunkle rot-braune Farbe betont – gut erkennbar auf unserem 3. Foto oben. Zurzeit herrschen bei der Alten Saline die Regeln der verkehrten Welt: Drei Fassaden der Alten Saline sind erfreulich mit Farben gestaltet, nur die Fassade, die den Zugang in den Festspielbereich ermöglich, liegt in deprimierendem Grau-in-Grau als optisch abschreckender Fremdkörper darnieder. Einfach unfassbar! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Es war ein zutiefst beeindruckendes und unvergessliches Kultur-Großereignis, als der sympathische Künstler Wang Jixin 2019 in der Alten Saline auf der Pernerinsel, seine Werke im Rahmen der Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ präsentierte. (Siehe Fotos 1 und 2 oben). Die größte Ölgemäldeschau eines einzelnen Künstlers, die es in Hallein jemals gab – großformatige Werke, die der über Jahrhunderte währenden Salzproduktion in Hallein und dem Salzbergwerk auf dem Dürrnberg gewidmet sind. Die Gemälde wurden raffiniert in abgedunkelten Räumen exakt in ihrer Größe beleuchtet – daraus ergab sich der sensationelle Gesamteindruck, als ob die Bilder durchscheinend von rückwärts beleuchtet wären. Eine glanzvolle Präsentation, zu der sich auch international weit und breit kein Gegenstück fand. Für alle, die diese hinreißende monumentale Schau besichtigten, war es klar: Dieses unvergleichliche Kunstereignis, dieses einzigartige künstlerische Zeugnis der wichtigen Halleiner Salzgeschichte, maßgeschneidert für die Alte Saline, müsste unbedingt für immer bestehen bleiben. Diese bestechende Ölgemäldeschau, wäre ein wichtiger, zukunftsweisender Schritt zur weiteren, auch internationalen Aufwertung, der Kulturstadt Hallein gewesen. Doch anstatt diese einzigartige Gemälde-Ausstellung als permanente Attraktion für die Kulturstadt Hallein zu erhalten, blieb die Stadtpolitik tatenlos, als diese Ausstellung schließlich wieder abgebaut wurde.

5 VARIANTEN ZUM ANKAUF DER
INSGESAMT NOCH 23 VORHANDENEN GEMÄLDE

Mittlerweile gibt es verschiedenen Varianten einer Ankaufs-Finanzierung. Variante 1:
Die Werke werden vom Künstler als Leihstücke zur Verfügung gestellt. Die Leihgebühr könnte monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich bezahlt werden. Ein späterer Ankauf durch die Stadt Hallein sollte möglich sein. Variante 2: Die Werke werden durch Ratenzahlungen erworben. Variante 3: Die Stadt Hallein ruft Wirtschaft und Bevölkerung zu einer Spendenaktion auf. Vielleicht sind manche Unternehmer bereit, ein Bild zu erwerben und der Stadt kostenlos und zeitlich unbeschränkt als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Darüber könnte neben dem entsprechenden Bild kurz informiert werden. Variante 4: Die Stadt Hallein bemüht sich um einen Finanzierungs-Zuschuss bei der Landesregierung. Variante 5: 600 Jahre lang wurde das Salz vom Dürrnberg durch die auch weltlich regierenden Salzburger Fürsterzbischöfe geplündert. Durch Erlass der Erzbischöfe wurden die hohen Salz-Gewinne dem Steuerzugriff der Stadt Hallein entzogen. 600 Jahre lang erhielt die Stadt Hallein aus der Salzgewinnung keinen Groschen. Dafür wurde die Residenzstadt der Fürsterzbischöfe mit allem Prunk ausgestattet: Festung Hohensalzburg, der Dom, die zahlreichen Kirchen, das Mirabell-Schloss mit Prachtgarten, das Lustschloss Hellbrunn, die Alte und Neue Residenz usw. – das alles wäre ohne Salzraub auf dem Dürrnberg niemals in dieser üppigen Form entstanden. Ohne Salz aus Hallein hätte die Stadt Salzburg niemals den Ehrentitel ,,Welt-Kulturerbe‘‘ erhalten. Daher: Es wäre zumutbar, dass sich die Stadt Salzburg am Ankauf der Ölgemälde des Künstlers Wang Jixin beteiligt – als erste bescheidene Wiedergutmachung ihrer unermesslichen Salz-Schuld gegenüber Hallein.

 

DIE STADT HALLEIN BESITZT NUN BEREITS
DREI GEMÄLDE DES KÜNSTLERS WANG JIXIN

Mittlerweile zeigte sich Künstler Wang Jixin gegenüber der Stadt Hallein großzügig. Er machte der Stadt Hallein im zurückliegenden Sommer 2020 jenes Gemälde zum Geschenk, welches den Halleiner Salzträger darstellt und Teil der Gemälde-Ausstellung ,,Im Fluss‘‘ war. (Der SALZSCHREIBER berichtete darüber). Nun wurden von der Stadtgemeinde Hallein zwei weitere Bilder, zum verbilligten Gesamtpreis von 14.500 Euro angekauft, bei deren offizieller Übernahme durch Vizebürgermeisterin Rosa Bock auch Künstler Wang Jixin anwesend war. Dazu unsere obenstehenden Fotos 3 bis 5. Das 3. Foto zeigt Künstler Wang Jixin. Auf dem 4. Foto jene Stelle entlang des Stiegenaufganges im Stadttheater/Stadtkino, an der bereits das Bild des Salzträgers und neu daneben die Darstellung einer Rutsche im Salzbergwerk (eines der beiden nun angekauften Werke) zu sehen sind. Das zweite, deutlich größere Bild auf dem 5. Foto (links Vizebürgermeisterin Rosa Bock, rechts Künstler Wang Jixin auf der Dachterrasse von Stadttheater/Stadtkino), zeigt zwei Arbeiter am ehemaligen Halleiner Griesrechen, die heran triftendes Holz, aus dem Tennengau oder Pongau stammend, für die Befeuerung der Halleiner Salinen aus der Salzach herausholen. Dieses Gemälde wird künftig an einer Wand des Halleiner Rathauses angebracht. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Er war eine schwere Geburt. Die Ankunft Richards III. auf der Welt ist überschattet von seinen körperlichen Missbildungen und merkwürdigen Vorzeichen. Wäre es vielleicht besser gewesen, dieses Kind wäre nie geboren? Richards Mutter, die Herzogin von York, ahnt Böses: Von Anfang an bleibt ihr der Sohn dunkel und fremd. Kaum kann sie Liebe zu ihm entwickeln, wie er auch sonst überall auf Ablehnung stößt. Später, im jugendlichen Alter, erweist er sich in den Schlachten um die englische Krone als äußerst kaltblütig, brutal und erfolgreich. Sind Machtgier, Skrupellosigkeit und Zerstörungswut Ergebnis einer zerstörten Kindheit? Sind die Ursachen in sozialen und familiären Kontexten auszumachen, oder gibt es schlicht keine erschöpfende Erklärung für die Existenz egomaner und boshafter Machtmenschen?

 

Mit Richard III. betritt einer der größten Antihelden der Theaterliteratur die Bühne: schamlos, gierig, gewalttätig, schlechthin die Inkarnation des Bösen. Zugleich ist er eine Hauptattraktion des Shakespeare’schen Kosmos: hellsichtig, witzig, heuchlerisch, verführerisch. Er weiß um die Manipulierbarkeit der Menschen, ist ein großer Lügner, ein Virtuose der Instrumentalisierung anderer und der genussvollen Selbstinszenierung. Ein genialer Coup, der diese Rolle bis heute zu einer außerordentlichen schauspielerischen Aufgabe macht. Immer wieder fasziniert Shakespeare, weil er nicht erklärt, sondern vor allem Fragen aufwirft: Was macht die Attraktion dieses „Dreckskerls“ aus? Ist er ein pathologischer Sonderfall, ein gekränkter Outlaw oder womöglich die konsequenteste Ausprägung eines Systems? Wie ist die Zustimmung der vielen, das Einverständnis mit seiner Politik zu erklären?

 

Karin Henkel macht die Shakespeare’schen Königsdramen Heinrich VI. und Richard III. zum Ausgangspunkt ihrer Inszenierung. In Richard the Kid, dem ersten Teil des Abends, richtet sie den Fokus auf die Kindheit und die Familiengeschichte Richards, die verrohte Zeit vor seiner Machtergreifung. Seit Jahren liefern sich die Häuser York und Lancaster erbitterte und blutige Schlachten um die englische Herrschaft, die sogenannten „Rosenkriege“.

 

In Richard the King, dem zweiten Teil des Abends, befasst sich Karin Henkel mit dem politischen Umfeld des berühmt-berüchtigten Machthabers. Warum spielen alle mit, obwohl sie um die Lügen und das falsche Spiel Richards wissen? Empfinden seine Anhänger, die ihm die Machtergreifung ermöglichen, obwohl sie wissen, wie gefährlich er ist, die gleiche brutale Freude? Macht die eigene Gier sie blind? Was für eine Rolle spielen Ignoranz, falsche Nachsicht, Feigheit und systematisches Wegschauen der anderen? Wie gelingt Richard der zynische Spagat, die Menschen einerseits aufs Tiefste zu verabscheuen, sie andererseits aber doch für seine Zwecke zu gewinnen?

 

Shakespeare zeigt mit Richard III. auf eindrückliche Weise das kollektive Versagen eines ganzen Landes und die Deformation einer verunsicherten Gesellschaft, deren zunehmende Verrohung den Aufstieg des Tyrannen erst ermöglicht. Beunruhigend bleibt, was hinter unserem Vergnügen steckt, Richard III. in seinen dunkelsten Machenschaften zu folgen. Was macht auch uns zu Kollaborateuren? – (Sybille Meier, Andrea Schwieter. Foto: Salzburger Festspiele).

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1657 wurde der Elisabeth-Brunnen auf dem Bürgerspitalplatz im Norden der Halleiner Altstadt errichtet. Das viereckige Brunnenbecken sowie die viereckige Brunnensäule in der Mitte, welche die Figur der heiligen Elisabeth trägt (Foto 1), wurden aus heimischem Marmor gefertigt. Derzeit sind Brunnensäule und Brunnenbecken jahreszeitlich bedingt abgedeckt (Foto 2). Elisabeth, Tochter des ungarischen Königs Andreas II., heiratete 1221 den thüringischen Landgrafen Ludwig VI. Ihr Drang nach Selbstentäußerung, Mildtätigkeit und freiwilliger Armut, entfremdete sie immer mehr dem höfischen Leben. Nach dem Kreuzfahrertod ihres Mannes 1227, verließ sie die Wartburg. Sie stiftete in Marburg ein Hospital, in dem sie sich, bis zu ihrem frühen Tod 1231, im Alter von nur 24 Jahren, asketisch dem Krankendienst widmete. Bereits vier Jahre später wurde Elisabeth 1235 heiliggesprochen.

Höchst unerfreulich: Der Elisabeth-Brunnen weist einen schlechten Zustand auf, die Schäden werden von Jahr zu Jahr immer stärker. Mittlerweile wurden alle vier Seitenplatten des Brunnenbeckens durch Sprünge in zwei oder mehrere Bruchstücke zerteilt, die Oberflächen sind teilweise schwer beschädigt. Die seitlichen Stufen zeigen sich teilweise abgeschlagen. Frühere Beckensprünge wurden verkittet, mittlerweile liegen sie wieder offen. Die einstige bildhauerische Bearbeitung ist bereits teilweise abgebröckelt, überall zeigen sich rundum diverse Schäden. Durch die Abdeckung während der Wintermonate, zeigt sich die Brunnensäule in der Mitte des Brunnenbeckens mit der Figur der heiligen Elisabeth, vermutlich in besserem Zustand. Der schlechte Zustand des Elisabeth-Brunnens reiht sich in eine ganze Reihe von anstehenden Problemen in der Stadt Hallein ein. Angesichts der vorherrschenden und alles überdeckenden Corona-Krise, wird der Marmor des Elisabeth-Brunnens wohl noch geraume Zeit weiterhin an Substanz verlieren.

Nun zu den obenstehenden 10 Fotos. FOTO 1: Vor etwa 20 Jahren, zeigte sich die Brunnensäule in der Mitte des Brunnenbeckens mit der Figur der heiligen Elisabeth noch in einwandfreiem Zustand. Wie sie sich gegenwärtig präsentieren, werden wir im Frühjahr erleben. FOTO 2: Derzeit, in der 2. Februarhälfte 2020, sind Brunnensäule und Elisabeth-Figur noch eingehaust. Aus einem gewissen Abstand betrachtet, macht der Brunnen einen trügerisch guten Eindruck, allerdings nur, wenn man nicht gerade die Stufentrümmer im Blickfeld hat. FOTO 3: Sprünge durchziehen alle vier Marmorbecken-Wände. FOTO 4: Die Bildhauer-Arbeiten an den Außenseiten des Brunnenbeckens sind nur noch zum Teil erkennbar. FOTO 5: Das Errichtungsjahr des Brunnens 1657 wurde unter anderem bildhauerisch festgehalten. Heute ist von der Zahl nichts mehr zu sehen – oh doch, die letzte Ziffer 7. Sie wurde, nachdem sie abgebröckelt war, mit weißer Farbe nachgemalt. FOTOS 6, 7 und 8: Besonders augenfällig sind die groben Beschädigungen an den Stufen. FOTOS 9 und 10: Die Erosion unterhöhlt inzwischen die Brunnenanlage auch an ihrer Basis. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Das theater bodi end sole informiert: Corona erlaubt uns nicht, dass Sie zu uns nach Hallein in das theater bodi end sole kommen. Also kommen wir im Fernsehen zu Ihnen! Eigentlich war ein groß angelegtes Stück geplant, das rund um den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven Premiere gehabt hätte. Nun ist eine Online-Performance entstanden. Wir haben ausprobiert, was Video im Wechselspiel mit dem Theater ausmacht, wenn beide Ausdrucksformen spürbar sein sollen. Zwei Monate nach Beethovens 250. Geburtstag gehen wir on air: Am 17. Februar 2021, 20:15 Uhr auf FS1, dem Community-Sender Salzburgs. Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen.

Im Anschluss an die Premiere laden wir Sie zu einem Gespräch via zoom ein. Bitte melden Sie sich dafür über unser Ticketingsystem an, indem Sie eine Eintrittskarte zu 0,00 € erwerben. Sie erhalten dann kurz vor Beginn der Sendung den Zugangslink. Oder Sie besuchen unsere Website und schreiben unter "Stimmen und Statements" einen Kommentar!

 

Was bleibt von Ludwig van Beethoven übrig, wenn der Geniebegriff wegfällt? Das theater bodi end sole hat sich auf die Suche nach dem Menschen gemacht, der sich hinter dem Komponisten der 9. Symphonie, des „Fidelio“ und so vieler anderer Werke verbirgt: Dem Menschen voll Sehnsucht und bitterer Leiderfahrung. Und dann gibt es noch „die Anderen“ – Frauen, Komponistinnen der Zeit, deren Namen und Werke heute kaum mehr jemand kennt. Briefe, Lebenserinnerungen, Zeitzeugnisse werden zu einer audiovisuellen Collage verwoben. Eine Performance, die ihren eigenen Weg geht und herausfinden will, welche Muster und Gedanken aus der Zeit von vor 250 Jahren uns heute noch prägen.

 

MITWIRKENDE
Marion Hackl – Performance
Domenica Radlmaier – Performance, Gesang
Gertraud Steinkogler-Wurzinger – Performance, Gesang, Komposition
Wolfgang Oliver – Performance
Nicole Baïer – Szenografie, Video
Werner Lemberg – Klavier
Sophie Hassfurther – Saxophon, Komposition
Marion Hackl – Ausstattung
Helfried Hassfurther – Licht, Tondesign
Gertraud Steinkogler – Idee
Bashir Khordahji – Produktionsleitung
Doris Schumacher, Christa Hassfurther – Konzept, Dramaturgie, Regie

 

Das theater bodi end sole dankt dem Institut für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Mozarteum, ebenso der Universität Mozarteum, die für die Musikaufnahmen den Bösendorfersaal zur Verfügung stellte. Schließlich bedankt sich das theater bodi end sole bei Frau Herdis H. Menhardt von Hör-Akustik Döbling für die Informationen, die sie zur Verfügung stellte hat. Das theater bodi end sole freut sich über die Kooperation mit FS1, dem Communitiy-Fernsehsender Salzburg und dankt den Fördergeber*innen Stadt Hallein, Land Salzburg und dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. – (theater bodi end sole. Foto: Beethoven Circle)

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Ab Mittwoch, dem 10. Februar, hat der kunstraum pro arte wieder geöffnet. Die Ausstellung „Szenarien der Imagination, Annäherung an eine Ästhetik der Natur“ von Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter wurde bis 27. Februar verlängert. Natur und Kultur wurden und werden oftmals als unvereinbare Gegensätze gegenübergestellt. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte werden Verbindungslinien zwischen Natur und Kultur gewebt. Die Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter loten dabei Szenarien der Imagination mit und über Natur, den Umgang mit der Natur und die Natur des Menschen aus. Vom spielerischen Umgang mit ästhetischen Formen in der Arbeit „Hairbarium“ von Lavinia Lanner, über Rauminterventionen von Anna-Amanda Steurer, in welchen Licht, Zeit und Rhythmus im Raum abstrakte Zwischenräume der Reflexion öffnen, bis hin zur recherchebasierten poetischen Erinnerungsarbeit in den Herbarien der Arbeit „Asking the Trees“ von Annelies Senfter, spannt sich ein Bogen auf, der vom Poetischen bis ins Politische reicht. Ästhetiken der Natur werden in unterschiedlicher Weise aufgegriffen, inszeniert und imaginiert.

 

DIE DREI KÜNSTLERINNEN
IN DER GALERIE PRO ARTE

Die in Salzburg und Wien lebende Künstlerin Lavinia Lanner, geboren 1985, befasst  sich in ihrer Serie „Hairbarium“, mit Pflanzenhybriden. Dem Genre der naturwissenschaftlichen Zeichnung nachempfunden, bedient sie sich zwar der Bildsprache derselben, doch sind ihre Pflanzenhybriden eigenständige Kreaturen in Bleistift auf Papier. Diese bewusst eingesetzte Mehrdeutigkeit der Linien setzt sich in der raumgreifenden Installation „JEIN“ von Lavinia Lanner fort: Lanners Papierbahnen ähneln dabei Schriftrollen und enthalten gestische Elemente, die ähnlich wie Puzzlestücke, zusammengesetzt ein Ganzes bilden. Auf den einzelnen Bahnen sind die Fragmente jedoch als abstrakte Einzelteile zu sehen. Sie lotet damit aus, wieviel es braucht, um nicht nichts zu sein. Dass es sich etwa um das über mehrere Formate gezogene Wort JEIN handelt, erschließt sich den Betrachtenden nicht ohne Weiteres und ist laut Künstlerin sekundär. Eine Zwischenwelt des Vagen, des nicht Festlegen-Wollens entsteht. Die Besucher_innen bewegen sich zwischen den Fragmenten, von der Linie zur Fläche, zum Raum und wieder zurück auf gänzlich Reduziertes.

 

Mit Pflanzen als stumme Beobachter unserer Menschenleben und als Zugang einer poetischen Erinnerungsarbeit beschäftigt sich Annelies Senfters in ihren künstlerischen Herbarien. Die Salzburger Künstlerin zeigt ihren von 2016 bis 2020 entstanden Werkzyklus “Asking the Trees (Die Bäume bitten/befragen)”. Inspiriert von wissenschaftlichen Herbarien, in welchen Pflanzenteile konserviert werden und Aufschluss über die Pflanze und ihre Fundumstände geben, wählt die Künstlerin diese Form, für eine poetische Erzählung über Heimat und den Verlust von Heimat aus politischen Gründen. Ihr Ziel ist es zeitliche Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und territoriale Verbindungen zwischen Heimat und Exil zu schaffen. Nach zweijähriger Recherche in Stadt und Land Salzburg begann 2016 die Arbeit an einem Herbarium aus Parks und Gärten von im Nationalsozialismus enteignetem beziehungsweise beschlagnahmtem Besitz. Eingebettet ist die Serie in eine Sammlung tagebuchartiger Texte, geschrieben während eines USA-Aufenthaltes der Künstlerin 2015, und eine Reihe von Fotografien, die fiktiv Erinnerungsbilder ehemaliger BesitzerInnen an ihre Anwesen und Häuser rekonstruieren.

 

Anna-Amanda Steurer, geboren 1994, studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre Suche nach universell verständlichen Metaphern für das Werden und Vergehen haben die Künstlerin zu Raum-Zeitkonzepten hingeführt, die sie in Installationen in Innen- und Außenräumen umsetzt. In der Ausstellung wird eine begehbare Rauminstallation aus Eisen, Holz, und verzinktem Draht gezeigt, in der sich, abhängig vom Standort, die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild überlagern. Zudem werden mehrere Fotografien des Projektes „hOURs“ gezeigt – eine Intervention im Naturraum. Die Wahl des Ortes, eine enge Schlucht im Bregenzerwald, folgte der Prämisse einer ausschnitthaften Perspektivenvielfalt, die dynamische und zeitkontinuierliche Abläufe einbezieht. Die Raumintervention aus rund 20 km verzinktem Eisendraht war in ihrer Gesamtheit von keinem Standort aus einsehbar. Es gab eine kurze Phase, in der direktes Sonnenlicht über die zarte Textur der Oberfläche streifte und die Poesie der vorrückenden Zeit versinnbildlichte.

 

Die Ausstellung ist bis 27. Februar 2021 zu sehen. Infos Coronavirus: Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. Die Ausstellung ist ohne Anmeldung, frei zugänglich. Es dürfen sich max. 5 Besucher_innen gleichzeitig in den Ausstellungsräumen aufhalten. Im Falle von Symptomen einer Atemwegserkrankung dürfen die Ausstellungsräume nicht betreten werden.

 

DIE KURZBIOGRAPHIEN
DER DREI KÜNSTLERINNEN

LAVINIA LANNER, geboren 1985 in Österreich, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Lanner studierte Bildende Kunst bei Gunter Damisch und Amele Wulfen an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie an der Slade School of Fine Art London. Zeitgleich studierte sie Translationswissenschaft (BA) und Konferenzdolmetschen (MA) am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2019 Hairbarium | Tag- und Wurzelwerk, Galerie ARCC.art, Wien (AT); 2018 Konzeptpapiere, ICON Galerie, Linz (AT); 2017 fighter eraser, Loft8 Galerie, Wien (AT); 2015 Einzelpräsentation Deutschvilla Strobl, Salzburg (AT); 2014 nulla dies sine linea, Österreichisches Kulturforum Rom (IT) www.lavinialanner.com

 

ANNA-AMANDA STEURER, geboren 1994 in Bregenz, lebt und arbeitet in Krumbach und Salzburg. Sie studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ausstellungen (Auswahl): 2013–2019 Rundgang, Universität Mozarteum Salzburg; 2017 Raise, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018–2019 hOURs, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018 Extending the Thread, Group Exhibition, Galerie Zwergelgarten, Salzburg; 2018 Ich (ent)decke den Tisch, Happening, University Mozarteum Salzburg; 2019 Poolbar-Generator 2019. Von der Idee zum Konzept zum Festival, Group Exhibition, Bildraum Bodensee, Bregenz. www.anna-amanda-steurer.com

 

ANNELIES SENFTER graduierte in den Fächern Grafik und Neue Medien, Textiles Gestalten, Werkerziehung an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte Germanistik an der Universität Salzburg. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Lienz. Zu ihren Einzelausstellungen aus jüngster Zeit zählen: 2017 "Asking the trees II", Galerie im Andechshof Innsbruck; 2017 "Coming to See", Salzburger Kunstverein, Kabinett; 2017 "Close Reading of a Ground/Warten", künstlerischer Beitrag zu den Goldegger Dialogen, Kulturverein SCHLOSS GOLDEGG. Außerdem waren ihre Werke zuletzt in folgenden Ausstellungen vertreten: „Covergence“, Kunstpavillon Tiroler Künstlerschaft, Innsbruck sowie "all natural. 100% Sammlungen", Museum der Moderne, Salzburg Mönchsberg und "ENDURE THE ABSENCE", Galerie 5020 Salzburg. Sie war Stipendiatin des Virginia Center for the Creative Arts in den USA (2015), erhielt das Österreichische Staatsstipendium für künstlerische Fotografie (2018) und den Förderpreis der RLB Kunstbrücke Innsbruck (2018). Ihre Werke sind in einer ganzen Reihe von öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten unter anderem in der Fotosammlung des Bundes, MDM Rupertinum Salzburg (2017). www.anneliessenfter.at – Das obenstehende Foto zeigt die Ausstellungsansicht aus der Installation "Overlay 2.0" von Anna-Amanda Steurer.

 

Besucher*innen-Information: kunstraum pro arte, Schöndorferplatz 5, 5400 Hallein, Telefon 06245 87443 / office@kunstraumproarte.com / www.kunstraumproarte.com / www.facebook.com Kunstraum-pro-arte / www.instagram.com/kunstraumproarte

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mittwoch bis Freitag 16:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr
Und nach Vereinbarung
EINTRITT FREI –– (Text: Laila Huber, Foto: Lukas Gwechenberger).

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Das mikroskopisch kleine, mit freiem Auge nicht wahrnehmbare Corona-Virus hat unser Dasein grundlegend verändert. Im Vordergrund steht dabei, dass wir seit dem Jahr 2020 auf gesellschaftliche Ereignisse aller Art, somit auch auf die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel, verzichten mussten. Es war das erste Mal, seit Beginn der Festspiele auf der Pernerinsel im Jahr 1992, dass dieses Kulturereignis der Spitzenklasse im Vorjahr abgesagt werden musste. Damit ergab sich jedoch im Sommer 2020 die unerwartete Chance, der in äußerst deprimierendem Grau gehaltenen, langgestreckten, entsetzlichen Festspielfassade, anlässlich des 100jährigen Bestehens der Festspiele, endlich ein passendes Aussehen zu verleihen. Nun – geschehen ist natürlich nichts, wahrscheinlich werden die Festspiele nochmals 50 Jahre bis zu ihrem 150jährigen Bestehen warten müssen, bis diese schreckliche Fassade endlich einen festspielgerechten Anblick bietet. Eine grundlegende Voraussetzung dazu ist, dass die schreckliche Überdachung der Parkplätze entlang der Festspielfassade sowie die dazu gehörenden Parkplätze endlich beseitigt werden. Erst dann kann an eine farbliche Gestaltung der langgestreckten Festspielfassade gedacht werden.

 

Die Salzburger Festspiele rangieren weltweit in der Spitzengruppe der bedeutendsten Kultur-Veranstaltungen. Hallein hat das Glück, auf der Pernerinsel seit nahezu 30 Jahren einen festen Festspiel-Ort zu besitzen. Wo die Salzburger Festspiele aufgeführt werden, so sollte man meinen, wird den Besuchern ein besonders festliches Umfeld geboten. Dies gilt auf der ganzen Welt, nur in Hallein ist alles völlig anders. Hier bietet sich als nördliche Eingangs-Fassade des Festspiel-Gebäude-Komplexes, eine in fantasielosem, deprimierendem Hellgrau gehaltene, langgestreckte entsetzliche Fassade, die eher einem Rohbau als einem fertiggestellten Bauwerk gleicht.

Als die Saline auf der Pernerinsel noch doppelt so groß war wie heute, brach am 15. November 1968, in ihrem nördlichen Gebäudeteil, ein Brand aus. Die dort untergebrachte Skifabrik Brenter hatte Feuer gefangen. Der Großbrand führte dazu, dass schließlich die gesamte Nord-Hälfte der Saline abgerissen werden musste. Auf einem Teil dieses Areals befindet sich heute der Pernerinsel-Parkplatz, der noch immer darauf harrt, durch einfache Maßnahmen endlich optisch erträglicher gestaltet zu werden. Seit über 50 Jahren (!) klafft also noch immer die große Gebäude-Wunde, die unattraktive, noch immer nicht gestaltete, große Gebäude-Fassade, die eigentlich ein Gebäude-Querschnitt ist, hinter dem die Salzburger Festspiele stattfinden. Kein einziges Mal wurde in all diesen Jahren öffentlich darüber diskutiert, wie man diesen optischen Albtraum entschärfen könnte! Die einzige Veränderung bildete vor Jahrzehnten die schreckliche, grauenhafte und vergammelte Parkplatz-Überdachung am Fuß der entsetzlichen Riesen-Fassade. Hier gehört endlich ein Gestaltungs-Wettbewerb her. Am besten gleich im nächsten Jahr 2021, als Beitrag zum 101jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST)

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Die weißen Fassaden des Keltenmuseums verändern sich stellenweise auf so erschreckende Art, dass man kaum glauben kann, dass sich dahinter grandiose, europaweit bekannte Schätze aus der Keltenzeit verbergen. Nun stecken wir mittendrin in der Corona-Pandemie, deren enorme finanziellen Auswirkungen sich noch gar nicht abschätzen lassen. Also ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um an eine Erneuerung des Fassaden-Anstrichs zumindest für die Süd- und Westfassade zu denken. Derzeit gilt es, deutlich kleinere Brötchen zu backen. Die dunklen und abstoßenden Flächen sind organischen Ursprungs, die sich durch Regen-Feuchtigkeit bilden konnten. Am einfachsten und am kostengünstigsten wäre es, die dunklen, unerträglichen Stellen einfach vom Boden aus, ohne Gerüst, zu überstreichen. Dadurch würden auch alle jene Stellen unsichtbar, an denen derzeit die weiße Farbe bereits abgebröckelt ist, so dass der einstige gelbliche Fassadenanstrich unschön sichtbar wird. Es handelt sich dabei lediglich um eine Zwischenlösung, die jedoch die Jahre bis hin zu einer Erneuerung des Fassaden-Anstrichs wesentlich erträglicher gestalten würde. Der gegenwärtige Zustand schadet sowohl dem Ansehen des Keltenmuseums als auch dem optischen Erscheinungsbild der Halleiner Altstadt. Wie auf den Fotos oben ersichtlich ist, sind vor allem die beiden Fassadenecken entlang der Schiemerstraße und des Pflegerplatzes betroffen. Hier könnte mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine deutliche Verbesserung herbeigeführt werden. (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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,,Die Vorgehensweise und die Diskussion im letzten Kulturausschuss bestätigen unsere Bedenken der Vergangenheit in Bezug auf die neue Kulturstelle. Ein Blick in das Budget zeigt klar auf, dass die Kosten der neuen Kulturstelle eins zu eins dem Fördertopf für Vereine abgezweigt werden. Es ist ein Skandal, dass man sich in den Medien hinstellt und behauptet bei den Vereinen wird nicht gespart und dann zweigt man mehr als 60.000 Euro von den laufenden Subventionen dafür ab. Die Kulturvereine dürfen nicht die Leidtragenden sein, nur weil sich SPÖ-Kulturstadträtin Rosa Bock eine personelle Verstärkung für die tägliche Arbeit leisten will“, so die stellvertretende Klubobfrau Gemeindevertreterin Katharina Seywald und ergänzt:

 

„Vergleicht man die Situation mit dem Sportbereich in Hallein, dann sieht man schnell, dass ein derartiges Denken nur bei Rosa Bock vorherrscht. Denn der Sportausschuss – auch unter SPÖ Führung – hat sich im Rahmen einer guten Diskussion mit dem Thema Corona und der Mehrbelastung von Vereinen auseinandergesetzt. Schlussendlich wurde sogar mehr anstatt weniger Geld für die Vereine ausgeschüttet. Es kam dort zu keiner aktiven Rückforderung der ausbezahlten Beträge noch zu einer Umgehung der Ausschuss-Ermächtigung. Ganz im Gegensatz zur Kultur: Hier müssen Vereine Gelder zurückzahlen und dafür werden dann – ohne Beschluss – Bilder eines Künstlers um fast 15 Tausend Euro gekauft, die dann vermutlich das Büro der Kulturstadträtin auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten der Halleiner Kulturschaffenden verschönern. Für uns ist klar: Unterstützung und Begleitung für Vereine in der Krise sieht anders aus. Der Weg von Rosa Bock ist klar abzulehnen und zeigt einmal mehr wo ihre Prioritäten liegen.“ – (Presse-Aussendung ÖVP Hallein, Foto: OST).

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Seit Mitte Dezember ist der kunstraum pro arte wieder geöffnet! Die Ausstellung „Szenarien der Imagination, Annäherung an eine Ästhetik der Natur“ mit den Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter wurde zu Beginn des Lockdowns aufgebaut und kann nun endlich besucht werden. Die Ausstellung wird bis 30. Jänner 2021 verlängert und die Begleitveranstaltungen werden im neuen Jahr nachgeholt. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte werden Verbindungslinien zwischen Natur und Kultur gewoben. Die Künstlerinnen Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer und Annelies Senfter loten dabei Szenarien der Imagination mit und über Natur, den Umgang mit der Natur und die Natur des Menschen aus. Vom spielerischen Umgang mit ästhetischen Formen in der Arbeit „Hairbarium“ von Lavinia Lanner, über Rauminterventionen von Anna-Amanda Steurer, in welchen Licht, Zeit und Rhythmus im Raum abstrakte Zwischenräume der Reflexion öffnen, bis hin zur recherchebasierten poetischen Erinnerungsarbeit in den Herbarien der Arbeit „Asking the Trees“ von Annelies Senfter, spannt sich ein Bogen auf, der vom Poetischen bis ins Politische reicht. Ästhetiken der Natur werden in unterschiedlicher Weise aufgegriffen, inszeniert und imaginiert.

 

LAVINIA LANNER. Die in Salzburg und Wien lebende Künstlerin Lavinia Lanner, geboren 1985, beschäftigt sich in ihrer Serie „Hairbarium“, mit Pflanzenhybriden. Dem Genre der naturwissenschaftlichen Zeichnung nachempfunden, bedient sie sich zwar der Bildsprache derselben, doch sind ihre Pflanzenhybriden eigenständige Kreaturen in Bleistift auf Papier. Diese bewusst eingesetzte Mehrdeutigkeit der Linien setzt sich in der raumgreifenden Installation „JEIN“ von Lavinia Lanner fort: Lanners Papierbahnen ähneln dabei Schriftrollen und enthalten gestische Elemente, die ähnlich wie Puzzlestücke, zusammengesetzt ein Ganzes bilden. Auf den einzelnen Bahnen sind die Fragmente jedoch als abstrakte Einzelteile zu sehen. Sie lotet damit aus, wieviel es braucht, um nicht nichts zu sein. Dass es sich etwa um das über mehrere Formate gezogene Wort JEIN handelt, erschließt sich den Betrachtenden nicht ohne Weiteres und ist laut Künstlerin sekundär. Eine Zwischenwelt des Vagen, des nicht Festlegen-Wollens entsteht. Die Besucher_innen bewegen sich zwischen den Fragmenten, von der Linie zur Fläche, zum Raum und wieder zurück auf gänzlich Reduziertes.

 

ANNELIES SENFTERS. Mit Pflanzen als stumme Beobachter unserer Menschenleben und als Zugang einer poetischen Erinnerungsarbeit beschäftigt sich Annelies Senfters in ihren künstlerischen Herbarien. Die Salzburger Künstlerin zeigt ihren von 2016 bis 2020 entstanden Werkzyklus “Asking the Trees (Die Bäume bitten/befragen)”. Inspiriert von wissenschaftlichen Herbarien, in welchen Pflanzenteile konserviert werden und Aufschluss über die Pflanze und ihre Fundumstände geben, wählt die Künstlerin diese Form, für eine poetische Erzählung über Heimat und den Verlust von Heimat aus politischen Gründen. Ihr Ziel ist es zeitliche Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und territoriale Verbindungen zwischen Heimat und Exil zu schaffen. Nach zweijähriger Recherche in Stadt und Land Salzburg begann 2016 die Arbeit an einem Herbarium aus Parks und Gärten von im Nationalsozialismus enteignetem beziehungsweise beschlagnahmtem Besitz. Eingebettet ist die Serie in eine Sammlung tagebuchartiger Texte, geschrieben während eines USA-Aufenthaltes der Künstlerin 2015, und eine Reihe von Fotografien, die fiktiv Erinnerungsbilder ehemaliger BesitzerInnen an ihre Anwesen und Häuser rekonstruieren.

 

ANNA AMANDA STEURER. Geboren 1994, studierte Anna-Amanda Steurer Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ihre Suche nach universell verständlichen Metaphern für das Werden und Vergehen haben die Künstlerin zu Raum-Zeitkonzepten hingeführt, die sie in Installationen in Innen- und Außenräumen umsetzt. In der Ausstellung wird eine begehbare Rauminstallation aus Eisen, Holz, und verzinktem Draht gezeigt, in der sich, abhängig vom Standort, die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild überlagern. Zudem werden mehrere Fotografien des Projektes „hOURs“ gezeigt – eine Intervention im Naturraum. Die Wahl des Ortes, eine enge Schlucht im Bregenzerwald, folgte der Prämisse einer ausschnitthaften Perspektivenvielfalt, die dynamische und zeitkontinuierliche Abläufe einbezieht. Die Raumintervention aus rund 20 km verzinktem Eisendraht war in ihrer Gesamtheit von keinem Standort aus einsehbar. Es gab eine kurze Phase, in der direktes Sonnenlicht über die zarte Textur der Oberfläche streifte und die Poesie der vorrückenden Zeit versinnbildlichte.

 

VERANSTALTUNGEN (Eintritt frei):
Mittwoch, 20. Jänner 2021 um 18:30 Uhr
Kurzvortrag mit Führung
Wolfgang Wintersteller, Kerstin Klimmer-Kettner und Annelies Senfter
sprechen über Erinnerungskultur

 

Samstag, 30. Jänner 2021 um 11 Uhr
Finissage & Künstlerinnengespräch
mit Lavinia Lanner, Anna-Amanda Steurer, Annelies Senfter

 

Infos Coronavirus: Es gelten die jeweils aktuellen, von der Bundesregierung vorgegebenen Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus. Es wird empfohlen die Hände zu desinfizieren, sowie einen Mund-Nasen-Schutz mitzunehmen. Im Falle von Symptomen einer Atemwegserkrankung darf an den Veranstaltungen nicht teilgenommen werden.

 

Bei allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich: office@kunstraumproarte.com
Die Ausstellung ist ohne Anmeldung frei zugänglich.

 

KURZBIOGRAFIEN
LAVINIA LANNER (Foto 1 oben): Geboren 1985 in Österreich, lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Lanner studierte Bildende Kunst bei Gunter Damisch und Amele Wulfen an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie an der Slade School of Fine Art London. Zeitgleich studierte sie Translationswissenschaft (BA) und Konferenzdolmetschen (MA) am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Ausstellungen (Auswahl): 2019 Hairbarium | Tag- und Wurzelwerk, Galerie ARCC.art, Wien (AT); 2018 Konzeptpapiere, ICON Galerie, Linz (AT); 2017 fighter eraser, Loft8 Galerie, Wien (AT); 2015 Einzelpräsentation Deutschvilla Strobl, Salzburg (AT); 2014 nulla dies sine linea, Österreichisches Kulturforum Rom (IT).
www.lavinialanner.com

 

ANNA-AMANDA STEURER (Foto 2 oben): Geboren 1994 in Bregenz, lebt und arbeitet in Krumbach und Salzburg. Sie studierte Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten an der Universität Mozarteum Salzburg. Ausstellungen (Auswahl): 2013–2019 Rundgang, Universität Mozarteum Salzburg; 2017 Raise, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018–2019 hOURs, Public Art, Krumbach (V), Austria; 2018 Extending the Thread, Group Exhibition, Galerie Zwergelgarten, Salzburg; 2018 Ich (ent)decke den Tisch, Happening, University Mozarteum Salzburg; 2019 Poolbar-Generator 2019. Von der Idee zum Konzept zum Festival, Group Exhibition, Bildraum Bodensee, Bregenz.
www.anna-amanda-steurer.com

 

ANNELIES SENFTER (Foto 3 oben): Sie graduierte in den Fächern Grafik und Neue Medien, Textiles Gestalten, Werkerziehung an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte Germanistik an der Universität Salzburg. Sie lebt und arbeitet in Salzburg und Lienz. Zu ihren Einzelausstellungen aus jüngster Zeit zählen: 2017 "Asking the trees II", Galerie im Andechshof Innsbruck; 2017 "Coming to See", Salzburger Kunstverein, Kabinett; 2017 "Close Reading of a Ground/Warten", künstlerischer Beitrag zu den Goldegger Dialogen, Kulturverein SCHLOSS GOLDEGG. Außerdem waren ihre Werke zuletzt in folgenden Ausstellungen vertreten: „Covergence“, Kunstpavillon Tiroler Künstlerschaft, Innsbruck sowie "all natural. 100% Sammlungen", Museum der Moderne, Salzburg Mönchsberg und "ENDURE THE ABSENCE", Galerie 5020 Salzburg. Sie war Stipendiatin des Virginia Center for the Creative Arts in den USA (2015), erhielt das Österreichische Staatsstipendium für künstlerische Fotografie (2018) und den Förderpreis der RLB Kunstbrücke Innsbruck (2018). Ihre Werke sind in einer Reihe von öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, unter anderem in der Fotosammlung des Bundes, MDM Rupertinum Salzburg (2017).
www.anneliessenfter.at(Presse-Aussendung mit Fotos: kunstraum pro arte).

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Nach dem Ersten Weltkrieg ist die Tabakindustrie ein wichtiger Arbeitgeber für Frauen in Österreich. Eine der Zigarrenfabriken steht in Hallein. Die dort arbeitenden Frauen wurden durchaus respektvoll als „Tschikweiber“ bezeichnet. Sie waren bekannt für ihren Zusammenhalt und ihr Selbstbewusstsein, waren gewerkschaftlich organisiert, hatten ein relativ gutes Einkommen und nahmen an Demonstrationen sowie Aufmärschen teil. Fast 11.000 Zigarren wurden 1935 in Hallein hergestellt, in den darauffolgenden Jahren ging die Produktion jedoch zurück. 1940 wurde die Halleiner Zigarrenfabrik geschlossen und in einen Rüstungsbetrieb umgebaut.

 

Als kleinen, aber wichtigen Beitrag, für die Anhebung des Ansehens von Hallein im kulturellen Bereich, hat sich ein Halleiner Unternehmer nun vorgenommen, mit Unterstützung durch Personen, denen das Ansehen von Hallein ein wirkliches Anliegen ist, den einstigen ,,Tschikweibern‘‘ zu größerem Ansehen zu verhelfen und sie einem breiteren Publikum näherzubringen – natürlich nicht nur den Halleinern, sondern auch Kultur-Interessierten aus dem Tennengau, Flachgau, der Stadt Salzburg und vielleicht auch aus dem benachbarten Bayern.

 

Damit dies gelingt, werden sich dafür auch Frau Vizebürgermeister Rosa Bock und Frau Christa Hassfurther einsetzen. Auch Herr Prof. Wolfgang Wintersteller hat sich bereiterklärt, das Thema ,,Tschikweiber‘‘ in seinen Altstadtführungen anzusprechen und bei den zehn geplanten Vorstellungen im Oktober 2021 das Stück aus historischer und sozialer Sicht vorzustellen.

 

Einer der passenden Aufführungsorte wird der Salzstadl sein, dessen bescheidene Architektur und Gestaltung sehr gut in die schwierige Zeit des Überganges vom 19. in das 20. Jahrhundert passt.

 

Es bedarf eines Finanzierungs-Volumens von ca. € 90.000,– bis € 95.000,–, damit das erfreuliche und wichtige Vorhaben gelingen kann. Die Haftung dafür wurde bereits sichergestellt. Was noch Probleme bereitet, sind die Einschränkungen, mit denen die Kulturschaffenden durch die aktuelle Pandemie konfrontiert sind. Es ist zu hoffen, dass bis Oktober des nächsten Jahres wieder mehr Freizügigkeit gegeben ist. Für zehn Vorstellungen ist ein volles Haus erforderlich. Im Ziegelstadl sollten jedenfalls je Vorstellung 100 Besucher anwesend sein.

 

Der Dank gilt vor allem Frau Vizebürgermeister Rosa Bock für ein allfälliges Kultursponsoring, Frau Christa Hassfurther für ihre Begeisterung und ihr Fachwissen und Herrn Prof. Mag. Wolfgang Wintersteller für die Bereitschaft, sein historisches Wissen einzubringen. – (I.Z. / OST. Foto: Keltenmuseum).

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Jetzt, in den ersten Tagen des Monats Dezember, richtet sich, immer stärker werdend, natürlich die Aufmerksamkeit auf das immer näherkommende Weihnachtsfest. Was wäre wohl Weihnachten ohne stimmungs- und verheißungsvolle Weihnachtskrippen? So entschloss sich der Halleiner Tourismusverband, in Hallein einen Krippenpfad zu schaffen, der mit 13 Krippen-Stationen bei der Alten Saline auf der Pernerinsel beginnt und über Keltenmuseum, Augenoptik Schauer, Ganzer Moden, Herzerl Fashion, Lederwaren Kirchtag, Kunstwerkstätte Plan B, Salzburger Sparkasse, Spielwaren Oedl (hier ist sogar ein Dutzend Weihnachtskrippen in einer Auslage zu bewundern, die auch gekauft werden können), Zilli, Alfaré (das Geschäft ist über die Weihnachtszeit wieder durch eine Mieterin belebt), über die Stadtkrippe auf dem Oberen Markt bis zur Krippe in der Stadtpfarrkirche führt.

Die Krippen des Krippenpfades wurden mit viel Liebe und großem Zeitaufwand von den Krippen-Künstlern und der Krippen-Künstlerin Grete Winkler, Christian Haipl, Paul Blüm und Martin Sommerauer geschaffen. Damit entstand eine stimmungsvolle und sehenswerte Attraktion, die in den nächsten Jahren unbedingt auf weitere Geschäfte und Institutionen der Halleiner Altstadt ausgedehnt werden sollte. Beispielsweise ,,Stille Nacht‘‘-Museum, Rathaus-Foyer, Kunstraum Pro Arte, im besonders attraktiv gelegenen, bisherigen ,,Sudhaus‘‘-Vereinslokal, in den Auslagen der in der Altstadt ansässigen vier Bankinstitute Hypothekenbank, Oberbank, Raiffeisenbank, Sparkasse und Volksbank sowie in weiteren Geschäftsauslagen, so dass eine landesweit bekannte Vorweihnachts-Attraktion entstehen würde. Unsere Fotos oben zeigen zuerst 5 Krippen-Beispiele aus der Alten Saline und aus den Auslagen der Halleiner Altstadt, dann folgen, aus unterschiedlicher Entfernung aufgenommen, drei Fotos von der Krippe in der Stadtpfarrkirche. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Zu dem SALZSCHREIBER-Bericht über die Wieder-Anbringung der Skulpturen von Jesus und den beiden Schächern in der Kapelle in Kaltenhausen gegenüber dem Leprosenhaus-Kirchlein, (dazu am Ende dieses Artikels ein Stück weiter hinunter scollen), übermittelte uns Michael Neureiter, der im einstigen Wohnhaus von Franz Xaver Gruber in Hallein Aufgewachsene, den nachfolgenden Beitrag einschließlich der beiden Fotos:


Es drohte eine unendliche Geschichte zu werden, sie begann im Herbst 2015. In der Halleiner Gemeindevertretung wusste auf eine Anfrage hin niemand, wem die desolate Kapelle gehört. Schließlich stellte sich heraus, dass die Stadtgemeinde selbst Eigentümer ist. Wenige Tage später, am 19. November 2015, fanden wir die schwer beschädigten Skulpturen im Lager des Wirtschaftshofs neben Kabeltrommeln und Straßenbesen. (Dazu das 1. Foto oben).

 

Die „Drei Kreuze Kaltenhausen“ sind schon auf der ältesten Halleiner Stadtansicht aus 1632 zu sehen. In den 1970er Jahren verkaufte der private Eigentümer die Skulpturen des Jesus und der zwei Schächer. 1980 schuf der Halleiner Bildhauer Bernhard Prähauser eine neue Gruppe (dazu das 2. Foto oben), die Kapelle kam schließlich in das Eigentum der Stadt.

 

Seit der Auffindung der verschollenen Figuren wurde von der Stadtgemeinde immer wieder die Verantwortung für ihr eigenes Kulturgut eingefordert und die Instandsetzung der beschädigten Skulpturen eingemahnt. Ende 2019 hing noch immer der eine Schächer am linken Kreuz, ein Ende des beklagten Zustands war nicht in Sicht.
 

Das Jahr 2020 brachte schließlich das Ende des Wartens und Einforderns: Auf den Tag fünf Jahre nach dem Fund im Wirtschaftshof, wurden die von Peter Hartl restaurierten Figuren wieder angebracht. Die Initiative von Bürgermeister Alexander Stangassinger und der Stadtgemeinde verdient Dank und Respekt. (Fotos: Michael Neureiter)

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Ein erheblicher Schock für alle Kulturfreunde in Hallein. Der Kulturverein Sudhaus, der in den vergangenen Jahren in dankenswerter Weise mit unterschiedlichsten Initiativen die Halleiner Kulturszene gestaltete und bereicherte, beschloss am Donnerstag, 19. November 2020, in einer Krisen-Generalversammlung seine Auflösung. Der Anlass für diese dramatische Entscheidung: Die jährliche finanzielle Förderung der Stadt Hallein für den Kulturverein Sudhaus, der 40 Kunst- und Kulturschaffende unter seinem Dach vereinte, wurde überfallsartig von 90.000 Euro auf 20.000 Euro, also um 78 Prozent (!) reduziert. Unter anderem auch deshalb, weil die Kulturförderung der Stadt Hallein für Kulturvereine insgesamt nur wenig berauschende 240.000 Euro beträgt.

Nun will die Stadt Hallein die Funktion des Kulturvereines Sudhaus in die Hände eines Koordinators bzw. einer Koordinatorin legen – die Stelle ist seit Montag, 23. November 2020 bereits ausgeschrieben. Der neue Kultur-Koordinator bzw. die neue Kultur-Koordinatorin sollen möglichst schon mit Beginn des neuen Jahres 2021 ihre Tätigkeit in dem 20-Stunden-Teilzeit-Job aufnehmen. Ihre Hauptaufgabe: Die kulturellen Aktivitäten der derzeit aufgelösten Kulturszene wieder zu koordinieren. Eine aktuelle Analyse sieht übrigens vor, dass künftig das Stadttheater als zentrale Spielstätte dienen soll, hier soll künftig auch das Kulturbüro untergebracht werden. Es ist für die Kulturstadt Hallein zu hoffen, dass durch die neue Kultur-Koordination, zumindest der Großteil der Kulturaktivitäten, die der Kulturverein Sudhaus entfaltet hatte, erhalten bleiben bzw. ausgebaut und intensiviert werden.

 

Dem Vorstand des Kulturvereines Sudhaus, ist jedenfalls für seine Bemühungen um eine lebendige und abwechslungsreiche Kulturszene in Hallein, zu danken. Es waren dies Simone Seymer, Obfrau; Katrin Petter, Obfrau-Stellvertreterin; Helfried Hassfurther, Kassier; Bettina Pann, Kassier-Stellvertreterin; Laila Huber, Schriftführerin. Der künstlerische Beirat bestand aus den folgenden Persönlichkeiten. Christa Hassfurther: Langjährige Kulturschaffende aus Hallein, Leiterin des Theaters bodi end sole. Mit ihrem Fachwissen unterstützte sie den Kulturverein Sudhaus in Feedback-Gesprächen zur inhaltlichen Ausrichtung, zur Beantragung von Fördergeldern und natürlich in den Kunstsparten Theater und Medien. Heimo Thiel: Zirkuspädagoge und Clown mit profunder Erfahrung in Kinder- und Erwachsenen-Bildung, Beirat für den Bereich Akrobatik/Zirkus. Raimund Weickl: Mitglied des Halleiner Künstlerkollektivs Plan P und Künstler mit dem Schwerpunkt Metallskulpturen und Polymer Clay. Beda Percht: Künstlerischer Leiter des Vereins Cataracts dance theatre media events. Als Regisseur, Art Director, Lehrer, Textschreiber und Produzent ist er Künstler und Unternehmer gleichzeitig und stärkte den Kulturverein Sudhaus mit seinen Visionen und der Fähigkeit, „groß“ zu denken. – (Odo Stierschneider. Foto: Sudhaus-Signet mit Trauerrand).

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Nachdem vor Jahrzehnten die Figuren der Kreuzigungsgruppe neben der Bundesstraße in Kaltenhausen, gegenüber der Leprosenkapelle, schlicht und einfach verkauft worden waren, standen die drei Kreuze jahrelang leer. Schließlich vor über 40 Jahren, wurden unter Leitung des Halleiner Bildhauers Bernhard Prähauser, die drei Holzfiguren Jesus, Dismas und Gestas neu geschaffen. Doch die drei Gekreuzigten wurden im Laufe der Jahre von Wind und Wetter derart beschädigt, dass sie abgenommen werden mussten. Die Holzplastiken der drei Gekreuzigten wurden seither im Halleiner Wirtschaftshof gelagert. Seit dem Vorjahr wurde nun versucht, die drei Holzplastiken wieder an ihren angestammten Platz am Fuße der Barmsteine neben der Bundesstraße bei Kaltenhausen zurück zu bringen. Bürgermeister Alexander Stangassinger und Kulturstadträtin Rosa Bock widmeten sich dieser Aufgabe, prüften die Möglichkeiten der Sanierung und gaben heuer die Restaurierung in Auftrag.

 

Rund 7000 Euro inklusive Montage, erforderte dieses Sanierungs-Projekt. Für Bürgermeister Alexander Stangassinger ein schönes Vorhaben: „Ich weiß nicht, warum diese Aufgabe nicht schon von meinen Amtsvorgängern angegangen wurde. Die Kreuze und die Figuren so verfallen zu lassen, das gehört sich nicht. Wir haben das Sanierungs-Vorhaben von Anfang an ernst genommen. Die drei Gekreuzigten sind nun wieder an ihrem ursprünglichen Platz und wir sind froh, dass dies nun erledigt wurde.“ Am 19. November 2020, wurden Jesus, Dismas und Gestas wieder zu ihrem Leidensort gebracht – restauriert von Peter Hartl. Der Experte arbeitete übrigens bereits 1980 als Ferialpraktikant bei Bernhard Prähauser in genau jener Gruppe mit, die damals die drei Gekreuzigten erschaffen hat.

Wer die drei Gekreuzigten betrachtet, stellt rasch fest, dass sie im Verhältnis zu den Kreuzen zu klein geraten sind. Bildhauer Bernhard Prähauser begründete dies in einem seinerzeitigen Gespräch mit Odo Stierschneider damit, dass die räumlichen Gegebenheiten bei der Anfertigung der drei Gekreuzigten keine andere Dimension gestattet hätten. Bernhard Prähauser machte damals den Vorschlag, die zu großen Kreuze auf die Größe der Gekreuzigten abzustimmen und entsprechend zu verkleinern. Es hätte ein kleiner Hügel errichtete werden sollen, auf dem die drei kleineren Kreuze wieder entsprechend zur Geltung gekommen wären. Dazu ist es jedoch, zumindest bisher, nicht gekommen. – Das obenstehende Foto zeigt Bürgermeister Alexander Stangassinger mit Restaurator Peter Hartl und Arbeitern bei der Montage der drei restaurierten Heiligenfiguren Jesus, Dismas und Gestas. – (Presse-Ausendung mit Foto: Stadtgemeinde Hallein. Ergänzungen: OST.)

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Im Rückblick auf das Schmiede-Jahr 2020 kann die Schmiede Hallein nun offiziell aufatmen: Kein Contact Tracing war notwendig. Die strengen Hygiene-Maßnahmen wurden von allen Künstlerinnen und Künstlern, von allen Besucherinnen und Besuchern, von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und natürlich auch vom Schmiede-Team korrekt eingehalten, womit die angepeilte positive Wirkung auch erreicht wurde. Das Schmiede-Jahr 2020 startete im Jänner bei der letzten ORTung in Hintersee – nicht nur die letzte ORTung für die Schmiede, sondern die letzte ORTung in diesem Format überhaupt. Das Jahresthema sollte sich auch im Ergebnis niederschlagen, ORTung 2020 war ein voller Erfolg und motivierend für die Abschluss-Ausstellung ,,ORTung 2018 – 2020. Schmiede in Hintersee” im September.

Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht wissen, dass ein paar Monate später alles völlig anders sein würde. Besonders für die Kultur. Die Schmiede Hallein entschied sich trotzdem nach reiflicher Überlegung, am Jahresplan festzuhalten und alles in gewohnter Form so normal als möglich abzuwickeln. Es galt mit zunehmend einschränkenden Veränderungen umzugehen, dennoch war eine Absage keine Option. Vielmehr galt es, die bestehenden Möglichkeiten auszuloten und zu nützen. Budgets wurden umgeschichtet und in Form von Arbeitsstipendien direkt an Künstlerinnen und Künstler ausgeschüttet. 15 Künstlerinnen und Künstler erhielten so die Möglichkeit, über den ganzen September hinweg, in Hallein auf der Perner Insel zu arbeiten. 

 

Ein weiteres Programm, das neu entwickelt wurde, war die ,,YnselZeit‘‘. Innerhalb kürzester Zeit entstand – mitten in der Pandemie – ein spontanes, qualitativ hochstehendes und sicheres Festival. Am Anfang stand die Hubert-von-Goisern- Kulturpreis-Verleihung. Es folgten Ausstellungen, Konzerte, Kinderworkshops, ein Künstlerinnen-Symposium und Lesungen, Performances und Theaterstücke – ein vielfältiges Programm, das im August und September erfolgreich abgewickelt wurde. Ziel war es, ein Zeichen der Lebendigkeit zu setzen und der unfassbaren Corona-Pandemie mit Fassbarem entgegenzutreten.

 

Das Programm war in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kultur-Institutionen und Universitäten, wie etwa subnet – Salzburger Verein für experimentelle Medien, Zentrum für Mensch-Computer-Interaktion, FH Salzburg Urstein, Kunst-Universität Linz, bodi end sole, Tennengauer Kunstkreis und natürlich Kunst im Ziegenstall entstanden. Den Abschluss bildete die Schmiede20: Horses/Pferde. Auch wenn die Anwesenheit von Publikum eine zunehmende Herausforderung darstellte – z.B. musste die Werkschau unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden – konnte über 100 Smith-Teilnehmerinnen und Smith-Teilnehmern eine ,,Ynsel für Kunst‘‘ und gemeinsames Arbeiten geboten werden.

 

Rückblickend ist das Vereinskonto auf Grund der zusätzlichen Ausgaben zu Sicherheit und Hygiene zwar völlig geleert, trotzdem waren alle Aktivitäten für die Schmiede Hallein ein voller Erfolg. Dazu Geschäftsleiter Rüdiger Wassibauer: ,,Wenn nichts mehr geht, kann man alles versuchen. Von uns wurde die Krise genutzt, um Projekte weiter und anders zu denken, sowie um neue Vorhaben zu erproben und zu realisieren. Wir nutzten 2020 als Testlauf für das Neue und wurden mit Glück beschenkt.” Die Schmiede Hallein sieht sich vorbereitet, weiterhin gelebter zeitgenössischer Kunst und Kultur auf überregionalem Niveau, im regionalen Raum eine ,,Ynsel‘‘ zu bieten. – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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Die ,,Halleiner Ohrwaschln‘‘, wie die beiden Barmsteine liebevoll genannt werden, sind noch bis 13. November 2020 Gegenstand einer beeindruckenden Foto-Ausstellung im Gemeindeamt Oberalm. In den Gängen aller Geschoße des Gebäudes sind die großartigen Barmstein-Fotos des passionierten Fotografen Martin Strasser zu bewundern. Martin Strasser gründete in Oberalm den Fotoclub ,,Sinnbilder‘‘, der sogar über eine Kinder- und Jugendgruppe verfügt. In der Ausstellung werden auch historische Schwarz-Weiß-Fotos der Barmsteine aus dem Keltenmuseum gezeigt, denen Martin Strasser seine zeitgemäßen Farbaufnahmen – vom gleichen Standpunkt aus fotografiert – gegenüberstellt. Martin Strasser fotografierte die beiden Barmsteine meisterhaft bei unterschiedlichsten Beleuchtungs- und Witterungs-Verhältnissen, wobei jede einzelne Aufnahme die Besucher der Foto-Ausstellung begeistert. Die Ausstellung gewinnt zusätzlich an Eleganz, da alle Fotos im gleichen Format und schön gerahmt präsentiert werden. Der Kleine Barmstein wurde einst von Nationalsozialisten durch ein riesiges Hakenkreuz brutal verschandelt, dafür wurde er Jahrzehnte später durch die Barmstein-Beleuchtung der ,,Halleiner Zeitung‘‘ weithin sichtbar in romantisches Licht gerückt. So hoffen wir abschließend, dass die fantastischen Barmsteinfotos von Martin Strasser auch einmal in Hallein bewundert werden können. – (Odo Stierschneider. Fotos: Martin Strasser).

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Die herausragende Kultur-Institution der Stadt Hallein, das international angesehene Keltenmuseum, feiert nun sein 50jähriges Bestands-Jubiläum. Aus diesem stolzen Anlass, informierten Landeshauptmann Dr. Wilfrid Haslauer, Bürgermeister Alexander Stangassinger und der Leiter des Keltenmuseums, Florian Knopp, im Keltenmuseum persönlich die Presse über Hintergründe und Aktivitäten im Rahmen des stolzen Jubiläumsjahres.1966 erfolgte der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein und dessen Adaptierung zu einem Museum. Vor genau 50 Jahren, am 17. Oktober 1970, wurde das Keltenmuseum im entsprechend adaptierten, einstigen Salinen-Amtsgebäude, einem der größten Gebäude in der Halleiner Altstadt, feierlich eröffnet. Diese Museums-Gründung stellte eine wegweisende Entscheidung der Stadtgemeinde Hallein dar. Denn im neuen Gebäude konnten die Städtischen Sammlungen laufend aufgewertet und ein immer professioneller werdender Museumsbetrieb realisiert werden. Aus einem Regional-Museum mit lokaler Relevanz entstand so eines der größten Museen für keltische Kultur in Europa, welches längst schon international vernetzt und etabliert ist. Heute zählt das Keltenmuseum Hallein zu den Top-Ten der Keltenmuseen in Europa.

DAS KELTENMUSEUM STEIGERT
DIE ATTRAKTIVITÄT DER KULTURSTADT HALLEIN

Die Ausstellung der bedeutungsvollen, umfangreichen, eisenzeitlichen Sammlung an keltischen Objekten sowie die Präsentation der Halleiner Stadtgeschichte, stärken das regionale Kulturangebot enorm und steigern entsprechend die Attraktivität der Kulturstadt Hallein. Nur in den seltensten Fällen werden derart bedeutende Sammlungsbestände außerhalb der Bundeshauptstadt oder einer Landeshauptstadt gezeigt. Eine Spezialität des Keltenmuseums stellt die Nähe zu den, durch das Salzvorkommen auf dem Dürrnberg entstandenen, eisenzeitlichen Fundorten, sowie die Einrichtung des Museums in einem über Jahrhunderte der Salinenverwaltung dienenden Gebäude, der sogenannten ,,Neuen Pfleg‘‘, dar.

SEIT 1980 WURDEN IM KELTENMUSEUM
DREI LANDES-AUSSTELLUNGEN PRÄSENTIERT

1980 fand im Keltenmuseum Hallein die erste Salzburger Landesausstellung statt. Insgesamt wurden im Keltenmuseum drei Landes-Ausstellungen präsentiert. ,,Die Kelten in Mitteleuropa‘‘ im Jahr 1980, ,,SALZ‘‘ im Jahr 1994 und ,,200 Jahre Stille Nacht, Heilige Nacht‘‘ im Jahr 2018. Spätestens mit der imposanten Kelten-Ausstellung im Jahr 1980, wurde das Keltenmuseum Hallein in ganz Europa bekannt. Die Salzausstellung 1994 verwies auf die landesgeschichtliche Bedeutung der Halleiner Salinen- und Stadtgeschichte. Der umfangreiche Nachlass an Original-Dokumenten des Komponisten und Halleiner Bürgers Franz Xaver Gruber bildete einen essentieller Beitrag zur Jubiläums-Ausstellung ,,Stille Nacht, Heilige Nacht‘‘ im Jahr 2018.

AUSGEBAUTES DACHGESCHOSS
WIRD ,,ZELLER FORUM‘‘ GENANNT

Anlässlich des 50jährigen Bestandsjubiläums des Keltenmuseums, wurde vom Land Salzburg und der Stadt Hallein, der Ausbau des großen, eindrucksvollen Dachgeschoßes beschlossen. Neben der Erhaltung des mächtigen historischen Dachstuhls sowie der Erhöhung der Traglast, bildet die Einrichtung eines Sonderausstellungs-Bereiches den krönenden Abschluss der Adaptierung aller bestehenden Nutzflächen. In den letzten Jahrzehnten entstand durch die Arbeit der Architekten Jakob Adlhart, Heinz Tesar und Heinz Lang eine gelungene Verbindung aus  historischer Bausubstanz und moderner Museums-Architektur. Dieser Tradition folgt nun auch das aktuelle Bauprojekt mit dem Ausbau des Dachgeschosses. Diese neue Ausstellungsfläche soll zu Ehren des langjährigen Museumsdirektors Kurt W. Zeller künftig ,,Zeller Forum‘‘ genannt werden. Der gesamte Umbau soll bis 2022 fertiggestellt sein.

LAND SALZBURG AN BETRIEBSFÜHRUNG
DES KELTENMUSEUMS BETEILIGT

Seit dem Jahr 2000 ist das Land Salzburg an der Betriebsführung des Keltenmuseums Hallein beteiligt. Damit nimmt das Museum eine Sonderstellung in der Salzburger Museums-Landschaft ein. 2012 folgte die Betriebsführungs- Vereinbarung mit der Salzburg Museum GmbH, wodurch das Keltenmuseum noch mehr in den Fokus des Landes gerückt wurde. Die dadurch erfolgte Stärkung des ländlichen Raumes ist ein Gewinn für die Stadt Hallein. Investitions-Projekte wie die völlige Neugestaltung der Ausstellungs-Bereiche im Jahr 2004, sind nur durch gemeinsame Kraftanstrengungen des Landes Salzburg mit der Stadt Hallein möglich.

VERANSTALTUNGEN FINDEN WEGEN
CORONA NUR TEILWEISE STATT

Das heurige Jubiläumsjahr des Keltenmuseums wurde natürlich erheblich durch die Auswirkungen von Covid-19 geprägt. Alle publikumswirksamen Wochenend-Veranstaltungen wie etwa Highland Games, Folkmusiktag oder eine internationale Tagung zum aktuellen Wissensstand der Eisenzeitforschung, mussten verschoben werden. All dies soll jedoch umgesetzt werden, sobald eine Durchführung ohne Sicherheitsrisiko möglich ist.

DREI VERANSTALTUNGEN WERDEN ABER
IM RAHMEN DES JUBILÄUMS STATTFINDEN

Am Dienstag, 13. Oktober 2020, um 19 Uhr, wird mit einer hochrangig besetzten Gesprächsrunde im Stadttheater Hallein zum Umgang mit archäologischem Erbe gestartet. Angesprochen und eingeladen sind direkt betroffene Institutionen, Gebietskörperschaften und interessierte Privatpersonen. – Am Freitag, 16. Oktober 2020 um 19 Uhr, hält der Direktor der Archäologischen Staatssammlung München, Rupert Gebhard, im Stadttheater Hallein einen öffentlichen Fachvortrag zum Thema ,,Kunst der Kelten‘‘, der in die Welt geheimnisvoller Bilder und Mythen entführt. – Am Samstag, 17. Oktober 2020, von 9 bis 17 Uhr, findet im Keltenmuseum ein ,,Tag der Offenen Tür‘‘ statt. Auf dem Programm stehen stündliche Highlight-Führungen und Kinder-Führungen mit der Stabmarionette Tabico. Nähere Infos dazu unter www.keltenmuseum.at – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Die fantastische Holzplastik, die auf dem mittleren Brückenpfeiler der Kühbrücke zwischen Seniorenwohnheim und Pernerinsel die einstigen Salzschiffer symbolisiert, ist immer mehr dem Verfall ausgeliefert. Der Körper des unermüdlichen Salzschiffers zeigt zunehmend Sprünge und Risse, alarmierend ist, dass sich bereits Holzschwämme angesiedelt haben – untrügliches Zeichen der Holzzerstörung. Die Holzplastik dürfte kaum mehr zu retten sein. Schon ab dem Zeitpunkt, an dem die großartige Holzfigur aufgestellt wurde, hätte sie regelmäßig mit Holzschutzmitteln behandelt werden müssen, um vor dem Verfall bewahrt zu werden. Das ist bedauerlicher Weise nicht geschehen, die unvermeidlichen Folgen sind auf unseren oben stehenden Fotos festgehalten. Alles Unerfreuliche hat aber auch sein Gutes. Mit Entsorgung dieser Holzplastik kommt wenigstens ein wenig Luft in die unerträgliche Fülle an Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt Hallein… – (Odo Stierschneider, Fotos: OST).

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Medien-Kunst und -Kultur in Form von Skulpturen, Raum-Installationen, Video- und Audio-Installationen, Performances und Konzerten, Lesungen und einer App – am Freitag, 25. September, endete in der Alten Saline auf der Pernerinsel das 18. MedienKulturFestival Schmiede20 ,,Pferde/Horses‘‘ wie immer mit einer Werkschau, die alles zeigte, was mit Kreativität und Witz in den letzten zehn Tagen technisch perfekt umgesetzt werden konnte. Die 97 Teilnehmer/innen und das Team der Schmiede20 trafen zum letzten Mal in der Alten Saline zusammen, um miteinander zu registrieren und zu erleben, was alles während 10 Tagen im inspirierenden Ambiente der Schmiede entstand. Trotz schwieriger Umstände angesichts der Coronakrise und ohne öffentliches Publikum, war es wieder ein Abend voller Erlebnisse für Augen, Ohren und Geist. „Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, unsere Werkschau heuer nur intern abzuhalten. Unser Publikum hat die Möglichkeit, die Werkschau via zeitversetztem Live-Stream mit zu verfolgen.“ so Rüdiger Wassibauer, künstlerischer Leiter der Schmiede Hallein. Die Schmiede schließt damit wieder für ein Jahr ihre Tore. Nun wird im virtuellen Netzwerk weitergearbeitet, bis es 2021 – hoffentlich unter einfacheren Rahmen-Bedingungen – wieder heißt: „Welcome to the Playground of Ideas“.

 

Das Jahr 2020 war für die Schmiede alles andere als einfach: Die gewohnten internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fielen wegen der Reise-Beschränkungen beinahe zur Gänze aus. Von rund 250 Anmeldungen waren schließlich 97 Smiths tatsächlich vor Ort: 60% Wiederkehrer, 40% neue Gesichter. Bereits im Vorfeld war ein Präventions-Konzept ausgearbeitet worden. Das öffentliche Programm wurde komplett in die Alte Schmiede verlegt und ermöglichte damit eine strikte Trennung zwischen Teilnehmer/innen und Publikum. Noch im Frühjahr hatten Initiator Rüdiger Wassibauer und sein Team überlegt, ob die Schmiede Hallein überhaupt stattfinden kann. Schließlich entschied man sich dafür: „Das Jahr 2020 war speziell für die Künstler und Künstlerinnen extrem hart, deshalb wollten wir das jährliche Highlight Schmiede nicht absagen.“ so Wassibauer. Heuer wurden zum ersten Mal Arbeits-Stipendien vergeben, welche den Künstler/innen mit ihren Projektideen ein Arbeiten für drei Wochen auf der Perner-Insel ermöglichte.

 

Was haben „Pferde/Horses“ mit der Schmiede zu tun, wie kam das Jahresthema zustande? Schmiede-Initiator Rüdiger Wassibauer stammt aus einer Pferdefamilie – sein Vater hat Österreich in München 1972 in der Sparte ,,Vielseitigkeit‘‘ vertreten, Pferde haben ihn sein Leben lang mittelbar begleitet. Das Thema entstand bereits im Herbst 2019, kurz nach der Schmiede19. Das Pferd steht für Wassibauer auch für das Einbringen von Wärme in eine technisch kühle Maschinenwelt. 46 Projekte in höchster Qualität und mit erstaunlicher Bandbreite, von Renn- und Schaukel-Pferden über Zelte und Rüstungen bis zu einem Karussell, wurden im Rahmen der eindrucksvollen Werkschau vorgestellt. – Auch unter den hohen Auflagen, die das Jahr 2020 mit sich brachte, bewährte sich die Alte Saline auf der Pernerinsel als anregende Umgebung für Kreative und Medienkünstler/innen aller Genres. Alle freuen sich bereits jetzt auf 2021, wenn es wieder heißt: ,,Welcome tot he Playground of Ideas!‘‘

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Sarah Krainer - Emotional Research, „Protection & Social Distance“ - auf Basis der Corona-Situation untersuchte die Fotografin, wie sich Isolation und fehlende Berührungen auf Tänzer/innen und Performer/innen auswirken. Sie hat sich dafür eine Corona-Sicherheitsbarriere aus Plastikfolie aufgebaut, die auch für die Bubble steht, in die uns Corona einschließt. In diese Installation lud sie Schmiede-Teilnehmer/innen ein, ihre Emotionen auszuleben und dokumentierte das Geschehen mit Polaroid und Fotografie.

 

FOTO 2: Melanie Mussegg und Georg Schütz, die sich während der Schmiede 2019 kennenlernten und inzwischen nicht nur künstlerisch ein Paar sind, ging es um Pferde, Kristalle und Zeit. Sie züchteten Kristalle aus unterschiedlichen Salzen, die sie in die Mähne eines Schaukelpferdes einarbeiteten. Das Wachstum dieser kristallinen Mähne wurde auf Video dokumentiert, der geschnittene Kurzfilm war während der Werkschau zu sehen. In einem weiteren Projekt „Riding“ wird das Rennrad von Georg Schütz zum Rennpferd. Ausgestattet mit zwei Kameras, von denen eine live auf eine eigene Facebook-Seite streamt, die andere fängt einzigartige Fahrmomente ein. Die „Sport-Performance“ versteht sich als Persiflage auf die Schnelllebigkeit von Instagram und anderen Bildformaten der Sozialen Medien.

 

FOTO 3: Der italienische Architekt Stefano Mori zeigt seine Wasser/Licht Installation „Indoor Rain“, die im Rahmen der subnet Artist in Residency entstanden ist. Seit Beginn der Menschheits-Geschichte hat der Mensch sich Räume gebaut, um sich vor dem Wetter zu schützen. "Indoor Rain" prüft neue Möglichkeiten, um die Menschen wieder mit den unberechenbaren meteorologischen Veränderungen und der Natur zu verbinden.

FOTO 4: Mascha Beuthel arbeitet und forscht mit interaktiven Textilien. Ihre Installation „The armor of a researcher” versteht sich als kritische Reflektion zu den allgemeinen Erwartungen an Forscher/innen, Emotionen möglichst zu unterdrücken um „professionell“ zu sein. Die – Teil für Teil demontierbare – Rüstung soll die Forscher/innen, ihre Emotionalität und ihre Arbeit schützen.

 

FOTO 5: Marius Schebella und Gertrud Fischbacher vom Textile & Sound Labor, zeigten „Interferenz“. Die Textile Skulptur beschäftigt sich mit Tönen, die durch Verschiebungen zwischen den verschiedenen Schichten von textilem Material – in diesem Fall Baustellen-Vorhänge aus Kunststoff – entstehen. Die Arbeit mischt analog und digital und versteht sich experimentell – das Thema „Textil und Klang“ ist weitgehend medienkünstlerisches Neuland.

 

FOTO 6: Stefanie Wuschitz und Doro Smit beschäftigten sich mit der ungleichen Geschlechterverteilung in der Maker-Gemeinschaft, die eigentlich männlich dominiert ist. Die Installation „the women who made it, ...“ versteht sich als interaktives Porträt von weiblichen Geeks, Nerds, Künstlern und Hackern und basiert auf Interviews mit Schmiede TeilnehmerInnen. Die Betrachter sind eingeladen, die Geschwindigkeit der Räder und damit die Kombination der Projektionen zu steuern. Sie können dadurch neue Portraits für die Zukunft entstehen lassen.

 

FOTO 7: Matthias Krauß‘ Installation „Dieses Schreiben ist ohne Unterschrift gültig“ stimmt melancholisch: Sie besteht aus einer elektrischen Schreibmaschine, einem Roboterarm und einem Gummifinger. Auf der Schreibmaschine entstehen fiktive Ablehnungsschreiben, basierend auf wahren Geschichten. Die Installation untersucht die Wirkung negativer Entscheidungen und Ablehnungen, die keine menschliche Urheberschaft zu haben scheinen, sondern aus reinem Formalismus entstanden sind. – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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Angesichts der Corona-Pandemie wurde im ORF die ,,Lange Nacht der Museen‘‘ abgesagt. Um die Besucherströme zu verteilen wurde das Angebot auf eine Woche ausgedehnt. In der ORF-Museumszeit bieten das Keltenmuseum Hallein und das ,,Stille Nacht‘‘-Museum Hallein ein facettenreiches Programm nicht nur für kleine und große Museums-Besucher/innen sondern ein Programm für die ganze Familie. So singt die Familie Gruber im Stille Nacht Museum, eine ,,vorlaute Reinigungskraft‘‘ führt Sie durch das Museum und Tabico der Keltenjunge, erzählt von seinem Leben vor 2.500 Jahren – das und vieles mehr erwartet die Besucher/innen in der ORF Museumszeit! Das Keltenmuseum Hallein ist täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr. Im Keltenmuseum Hallein wird eindrucksvoll Geschichte lebendig: von den Kelten bis zu den Salzburger Erzbischöfen!

 

VERANSTALTUNGS-ÜBERSICHT
VOM 4. BIS 10. OKTOBER 2020

 

Sonntag, 4.10. 2020, 10 Uhr
Samstag, 10.10.2020, 10 Uhr

Die Welt der Kelten: Tabicos Reise
Führung mit Stabmarionetten
Kosten: 3 Euro zuzügl. Museumseintritt

 

1.-9. Oktober 2020, 11-15 Uhr
Hinter den Kulissen – Museumsarbeit live erleben
Beobachten Sie live die Entstehung einer didaktischen Installation im Museum. Thomas Pickl baut die Ausgrabungskisten für „Kelten für Kinder - Archäologie“ neu.
Kosten: Museumseintritt

 

Dienstag, 6. Oktober 2020, 15 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober 2020, 15 Uhr

2.500 Jahre in 60 Minuten!
Highlight-Führung: Besondere Objekte und ihre Geschichten…
Kosten: 2,50 Euro zuzügl. Museumseintritt

 

Samstag, 3. Oktober 2020, 17 Uhr
Freitag, 9. Oktober 2020, 17 Uhr
Samstag, 10. Oktober 2020, 17 Uhr

Theaterintervention: Frau Nora putzt!
Unsere vorlaute Reinigungskraft Nora verändert den Blickwinkel auf die spektakulären Funde der Kelten. Unterhaltsam, informativ und anders!
Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) zuzügl. Museumseintritt.

 

Anmeldung erforderlich unter
Mail: besucherservice@keltenmuseum.at
oder Telefon: +43 6245 80783

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS:
FOTO 1:
© Keltenmuseum Hallein/Hechenberger. Die Stabmarionette führt durch die Ausstellung. FOTO 2: © Keltenmuseum Hallein/Hechenberger. Erleben Sie die keltische Kunst und Kultur im Keltenmuseum Hallein. FOTO 3: © Keltenmuseum Hallein/Kossmann. Die vorlaute Reinigungskraft Nora erzählt Geschichte einmal anders! FOTO 4: Auch das ,,Stille-Nacht‘‘-Museum bietet Interessantes für die ganze Familie. FOTO 5: Die Familie Gruber singt im ,,Stille-Nacht‘‘-Museum. – (Presse-Aussendung mit Fotos: Keltenmuseum Hallein).

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Zu einem offenen Gespräch zum Thema „Kultur und Covid-19“ lud Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn am 22. September 2020 Salzburgs Kultur-Verantwortliche nach Hallein ein. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kulturbereich folgten dieser Einladung und diskutierten im Ziegelstadl unter strengen Schutzmaßnahmen über Themen wie gerechte Bezahlung, Ausfalls-Haftungen und Finanzierungen von Coronavirus-Tests. „Besonders in Zeiten wie diesen erleben wir einen erhöhten Rede- und Informations-Bedarf. Jede kleine und große Kultur-Institution hat mit den durch das Corona-Virus bedingten Einschränkungen zu kämpfen. Bei allen eröffnen sich individuelle Herausforderungen und Problemfelder. Deshalb ist es wichtig, Raum zu schaffen und sich Zeit zu nehmen für einen gegenseitigen Erfahrungs-Austausch und eine Ideen-Sammlung, wie die Kultur mit dieser Krise umgehen kann“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Beiträge bedankte. – Auf unserem Foto Angela Glechner, Ingrid Weese-Weydemann, Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Beda Percht, Charly Zechenter und Mario Steidl auf der Kühbrücke neben dem Ziegelstadel. – (Salzburger Landeskorrespondenz, Foto: SLK).

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Begleitend zum Medien-Kunstfestival der Schmiede Hallein, stellt der Tennengauer Kunstkreis, nun schon seit mehreren Jahren, die Ausstellungsräume für Künstlerinnen und Künstler aus diesem Netzwerk zur Verfügung. Die Schmiede Hallein führte gemeinsam mit der Gemeinde Hintersee von 2018 bis 2020 das Künstler- und Künstlerinnen-Symposium ORTung des Landes Salzburg durch. In der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte wird eine Gesamtschau über diese drei Jahre präsentiert.

 

2018 drehte sich alles um „Mohr und die Stille“ und lehnte sich am Schaffen des bekanntesten Artist in Residence der Hinterseer Geschichte, Joseph Mohr an. Damit wurde die Grundlage für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Artist in Residence sowie Regionale Kunst- und Kultur-Produktion gelegt. – 2019 stand das Thema „Winter und Wandel in Hintersee“ im Fokus. Ausgehend von dem für ganz Österreich bedeutsamen Wandel im Wintertourismus, wurde die Frage der Rolle von Kunst und Kultur in Zeiten des Wandels gestellt. – 2020 wurde die Frage nach dem „Erfolg“ thematisiert. Was ist Erfolg im Bereich der Kunst- und Kultur-Produktion? Wie kann oder soll man persönliches Ziel und gemeinschaftlichen Prozess abwägen? Wie verhalten sich der Moment und die Gemeinschaft zur Zukunft?

 

Diese Ausstellung stellt den Abschluss drei erfolgreicher Symposien dar und beendet zugleich die Initiative ORTung des Landes Salzburg, die es in dieser Form nicht mehr geben wird. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten somit die Möglichkeit ihre Arbeiten erneut einem breiten Publikum zu zeigen, eingebettet in den internationalen Kontext der Schmiede Hallein. Gezeigt werden Video-, Audio- und Fotoarbeiten, Raum-Interventionen und Performances. – Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen: Isidora Ilić & Boško Prostran, Michaela Schwentner, Maria Petschnig, Cornelia Böhnisch, Christiane Peschek, Bettina Landl, Birgit Schlieps, Gertrud Fischbacher, Tinka Legvart, Katharina Schaar, Marius Schebella, Michael Hieslmair, Vera Sebert, Beate Ronacher, Lukas Gwechenberger, Tiana Wirth, Maja Degirmendzic, Boris Ceko, Jennifer Katanyoutanant. – 1. FOTO oben: Beate Ronacher, Talschluss. (Foto: Beate Ronacher). 2. FOTO oben: Leo Neumayr. 3. FOTO oben: Werkschau Cornelia Böhnisch und Christiane Beschek. (Foto:Manuela Seethaler).

 

Die Eröffnung der Ausstellung ORTung 2018 bis 2020 findet am Mittwoch, 16. September 2020 um 19:00 Uhr durch Landeshauptmann-Stv. Heinrich Schellhorn statt. Dieser vergibt auch an Katharina Aigner das Landes-Stipendium für Medienkunst. Bei der Eröffnung werden auch Grußworte des Bürgermeisters von Hintersee, Paul Weißenbacher zu hören sein. Dauer der Ausstellung: 17. September bis 24. Oktober 2020. – (Laila Huber).

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Der in Salzburg lebende chinesische Künstler Wang Jixin, sorgte im vergangenen Jahr für ein überragendes, fantastisches und unvergessliches Kunst-Ereignis in Hallein – mit einer weltweit einzigartigen Bilderschau zum Thema Salz. Die Ausstrahlung der Werke auf die Betrachter, wurde noch durch ihre überaus raffinierte Präsentation in der Alten Saline auf der Pernerinsel unterstrichen. In den mystisch abgedunkelten Salinen-Räumlichkeiten erstrahlten Wangs hinreißende Kunstwerke an den Wänden. Die einzelnen Arbeiten wurden exakt randscharf beleuchtet, so dass der verblüffende Eindruck entstand, die Bilder aus dem Salzwesen seien von rückwärts hinterleuchtet – ein fantastisches, auch aus internationaler Sicht einzigartiges Kunsterlebnis. Es geht nun darum, diesen begeisternden Bilderreigen erneut und für immer in der Alten Saline zu installieren.

Natürlich stoßen derzeit sämtliche Visionen, Anregungen und Vorschläge zugunsten der Stadt Hallein, bei den Zuständigen mit Hinweis auf die bestehende Corona-Krise und die damit verbundenen, noch nicht abschätzbaren Kosten, auf besonders zähen Widerstand. Dieser unerfreuliche Zustand hindert jedoch weitsichtige Halleiner Persönlichkeiten nicht daran, alles zu versuchen, um den großartigen Bilderreigen wieder in der Alten Saline auferstehen zu lassen. Ein erster und symbolträchtiger Anfang wurde dazu bereits vollzogen: Künstler Jixin Wang machte eines seiner Werke, welches den Halleiner Salzträger darstellt, der Stadt Hallein, vertreten durch Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin Rosa Bock, nun zum Geschenk. Die feierliche Übergabe des Kunstwerkes fand am Mittwoch, 2. September, in den historischen Fürstenzimmern des Keltenmuseums statt. Dabei entstanden die beiden ersten Fotos oben: Auf dem 1. Foto ist das gespendete Kunstwerk abgebildet, das 2. Foto zeigt Vizebürgermeisterin Rosa Bock und Künstler Wang Jixin mit dem der Stadt Hallein gespendeten Gemälde. Das 3. Foto entstand während der sensationellen Salzbilder-Ausstellung von Wang Jixin in der Alten Saline. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Halleiner Pernerinsel wird aufgrund der zahlreichen Kultur- und Kunst-Events zu Recht als „Kunstinsel“ bezeichnet. Der heurige Corona-Sommer verhinderte allerdings zahlreiche Veranstaltungen, allen voran die Aufführungen der Salzburger Festspiele. Doch vollständig konnten sie auch durch die Corona-Krise nicht verhindert werden – unter anderem ermöglichten Kunst- und Kultur-Initiator Claus Spruzina, der Tourismusverband Hallein sowie Vize-Bürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock auf der Pernerinsel eine Video-Übertragung der Salzburger Festspiele. Um der Pernerinsel ein neues, kunstvolles Flair zu verleihen, wurden nun dankenswerter Weise durch Claus Spruzina der Stadtgemeinde Hallein, in Absprache mit Vize-Bürgermeisterin Rosa Bock, vier eindrucksvolle Skulpturen zur Verfügung gestellt. die jetzt die Pernerinsel und damit die Stadt Hallein künstlerisch massiv aufwerten.

Die großen beeindruckenden Skulpturen – drei von ihnen bieten sowohl eine Vorder- als auch eine Rückenansicht – schuf der indische Künstler Debasish Bera und sie tragen den Titel „Pillars of silence“ (Stützen der Stille, des Schweigens). Vize-Bürgermeisterin Rosa Bock betonte dazu: „Mein aufrichtiger Dank gilt Herrn Claus Spruzina, der als Eigentümer dieser Skulpturen, mit seiner Leihgabe erneut zur Bereicherung der Stadt beiträgt. Die Platzierung der Figuren in ihrem gärtnerisch überarbeiteten Umfeld, veranlassen viele Personen, dort zu verweilen und ihren Anblick sowie den Blick auf die Alte Saline, auf das Keltenmuseum und die Altstadt zu genießen. Zahlreiche HalleinerInnen und Gäste äußerten sich bereits begeistert über diese gelungene Aufwertung der Pernerinsel.“

 

Für Bürgermeister Alexander Stangassinger stellen die Skulpturen einen wichtigen Beitrag für die Aufwertung des Areals rund um die Alte Saline dar: „Wir haben in nur einem Jahr den Pfannhauser Steg saniert, bei dessem Zugang zur Pernerinsel eine Grünfläche saniert und eine gern benützte, kreisförmige Sitzgelegenheit geschaffen, das Pflaster vor dem Keltenmuseum erneuert und mit zwei Bäumen aufgewertet, eine barrierefreie Rampe zum Treppelweg geschaffen, den Bereich vor der Alten Saline asphaltiert und nun erhält eine gärtnerisch gestaltete Anlage durch die vier Skulpturen noch einen kunstvollen Schliff: Damit wurde ein besonders anspruchsvoller Eingang in unsere schöne Altstadt geschaffen. Mein Dank gilt dem Gönner Claus Spruzina und Vizebürgermeisterin Rosa Bock für ihre Bemühungen.“ Einen ersten Bericht über diesen sensationellen Skulpturengarten, dem gerade angesichts der lähmenden Corona-Krise besondere Bedeutung zukommt, finden Sie weiter unten hier im Ressort KULTUR. Einfach zwei Beiträge weiter hinunterscrollen).
(Presseaussendung Stadtgemeinde Hallein, Odo Stierschneider. Fotos: OST).

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Vizebürgermeisterin Rosa Bock und Kunst-Initiator Claus Spruzina sind zu Recht stolz auf den neuen, sehenswerten Skulpturengarten auf der Pernerinsel. FOTOS 2 bis 8: Details aus den grandiosen Skulpturen. FOTOS 9 bis 11: Die drei Nahaufnahmen zeigen, mit welcher Meisterschaft der Künstler das Schnitzmesser führte. – (Presseaussendung Stadtgemeinde Hallein, Odo Stierschneider. Foto 1: Stadtgemeinde Hallein, Fotos 2 bis 11: OST).

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Die rund um unseren Planeten grassierende Corona-Pandemie stört natürlich das stolze 100jährige Jubiläum der Salzburger Festspiele. Während in Hallein auf der Pernerinsel die geplanten Aufführungen vollständig entfielen, wird in Salzburg ein erhebliches reduziertes Programm geboten. Damit Hallein aber dennoch in den Genuss von Festspiel-Darbietungen kommt, werden heuer zum ersten Mal, seit es die Salzburger Festspiele auf der Pernerinsel gibt, Festspiel-Darbietungen auf einer Filmleinwand geboten. Geplant war, bei Schönwetter die Open-Air-Präsentationen im Innenhof des Festspielbereiches zu bieten. Doch bisher verwies der Wettergott die Festspiel-Darbietungen auf die Festspielbühne. Dort entstand auch unser 1. Foto oben von der Festspiel-Leinwand. Insgesamt werden vom 15. 8. bis 30.8. bei freiem Eintritt (!) Aufführungen aus den Bereichen Oper, Schauspiel und Orchestermusik geboten. Das detaillierte Programm finden Sie in einem weiteren Beitrag, weiter unten hier im Ressort KULTUR. Auf die völlig neue Festspiel-Situation, die heuer auf der Pernerinsel herrscht, verweist auch ein wirkungsvoller Plakatständer (2. Foto oben) auf der Pernerinsel, unweit des Salinensteges. Abschließend der für Hallein überaus wichtige Auszug eines Zitates der großartigen und fantastischen Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl Stadler, welches vollständig ebenfalls im vorhin erwähnten SALZSCHREIBER-Beitrag abgedruckt ist: ,,Aber 2021 hoffen wir wieder, mit unseren wunderbaren Schauspielerinnen und Schauspielern echte Festspiel-Aufführungen in Hallein veranstalten zu können. Denn die Pernerinsel ist uns unverzichtbare, sehr geliebte Festspielstätte. Und die Umwandlung der industriellen Saline in ein Theater ist ein schönes Beispiel für die Kraft der Kunst in schwierigen Zeiten. Ganz im Sinne von Festspielgründer Hugo von Hoffmannsthal, der überzeugt war: Wo ein Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.‘‘ – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Erst vor wenigen Wochen hatte der SALZSCHREIBER die verwahrloste Blumenanlage zwischen Salinensteg und Pernerinsel-Parkplatz kritisiert:  Eine mannshohe Grün-Umzäunung verbarg barmherzig den ungepflegten Zustand im Inneren. Dann jedoch brach das Unfassbare über diese Blumenanlage herein. Mangelhafte Zier-Blumenbeete wurden erneuert und der lebende Zaun auf halbe Höhe zurechtgetrimmt. Aber dann! Dann ging es erst richtig los! Mit elementarer Kraft brach ein unfassbares, begeisterndes Kunst-Ereignis über diese Blumenanlage und damit über die Pernerinsel und über die Stadt Hallein herein. Mit einem Schlag wurde damit die Pernerinsel endgültig zur faszinierenden Kunst- und Kultur-Insel geadelt. Vier in ihrer Größe absolut rekordverdächtigen Schnitz-Kunstwerke bilden nun einen faszinierenden, imposanten und ungemein reizvollen Skulpturen-Garten. Eine hinreißende Kultur-Initiative, die besonders wertvoll ist, da sie inmitten der rundum bestehenden Corona-Behinderungen realisiert werden konnte.

Die vier beeindruckenden Kunstwerke standen bisher in der kleinen Parkanlage vor dem Eingang zur fantastischen Kunst-Galerie Schloss Wiespach neben dem Freibad. Damit ist klar, weshalb rund um die vier gigantischen Schnitzwerke immer wieder symbolhaft flimmernde Fingerabdrücke erscheinen – jene des Kunst- und Kultur-Förderers, Kunst-Ermöglichers, Kunst-Initators und Kunst-Begeisterten Dr. Claus Spruzina, Hon. Professor, Präsident der Salzburger Notariatskanzleien, öffentlicher Notar in Hallein. Diese sensationelle Kunst-Demonstration im Halleiner Stadtzentrum unter freiem Himmel ist einzigartig und stellt eine grundsätzliche Verpflichtung dar, noch immer bestehende Verwahrlosung, ausstehende Gestaltungs-Maßnahmen, notwendige Renovierungen und Sanierungen auf der Pernerinsel schleunigst in die Wege zu leiten. Dazu nur ein Beispiel. Die entsetzliche, abgrundtief peinliche, nördliche Grau-Fassade der Alten Saline, hinter der noch immer die Salzburger Festspiele agieren müssen, gehört endlich, endlich auf zufriedenstellende Weise gestaltet, einschließlich Entfernung der grauenhaften Parkplatz-Überdachungen. Dass Sanierungen an der Bausubstanz der Alten Saline möglich, sinnvoll und wichtig sind, wurde mit der perfekten und dankeswerten Sanierung, der zur Großen Salzach  weisenden Fassade des historischen Bauwerkes, gerade wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTO 1: Die einst mannshoch wuchernde Grün-Einfassung der Blumenanlage. FOTO 2: Nun ist alles anders, der Blick ist in die inzwischen gepflegte Blumeninsel mit ihren herrlichen Schnitzkunstwerken wieder ungehindert möglich. FOTO 3: Von einem derartigen Anblick, der zum beeindruckenden Skulpturengarten gewordenen Blumenanlage, konnten nur hoffnungslose Phantasten träumen. Und sie behielten recht! FOTOS 4 bis 7: Details aus den vier mächtigen, geschnitzten Kunstwerken. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die aktuelle Sommer-Ausstellung 2020 in der Halleiner Galerie Schloss Wiespach, bietet einen vielfältigen und faszinierenden Blick auf aktuelle Ergebnisse der Gegenwarts-Kunst. In den letzten Jahren konnte die Galerie mit namhaften KünstlerInnen aus dem In-und Ausland zusammenarbeiten und deren Werk in zahlreichen Ausstellungen präsentieren. Nun wird in der vom 1. 8. bis 19. 9. 2020 laufenden Ausstellung ,,Einblick – Ausblick‘‘ ein beeindruckender Überblick über aktuelle Positionen der Gegenwartskunst geboten. Bilder, Zeichnungen, Objekte, Fotografien, Collagen und Skulpturen bieten einen spannenden und sehenswerten Blick auf aktuelle Positionen der Gegenwartskunst. Kuratorin Margit Zuckriegl wählte für die Ausstellung Werke folgender KünstlerInnen aus: Maria Brunner, Lionel Favre, Herbert Flois, Ilse Haider, Joseph Heer, Gudrun Kemsa, Lucie Micíková, Bernd Oppl, Arnulf Rainer, Franz Riedl, Hubert Scheibl, Karl Schleinkofer, Werner Schnelle, Martin Schnur, Anna Stangl, Rudi Stanzel, Veronika Veit.

Die Ausstellung ,,Einblick – Ausblick‘‘ bietet eine Auswahl von Werken, die mit der Galerie Schloss Wispach eng verbunden sind. Diese Kunst-Präsentation bietet sowohl einen Rückblick auf stattgefundene Ausstellungen als auch eine Vorschau auf bevorstehende Kunst-Ereignisse sowohl im Herbst 2020 als auch im Frühjahr 2021. Die gezeigten Werkbeispiele können in drei Themenräumen besichtigt werden. ,,Menschen und Geschichten‘‘ zeigt der erste Ausstellungsraum. Von sensationellen ikonischen Porträtskulpturen bis zu überraschend realistischen Figuren, bei denen sich ein weibliches Wesen als männlicher Gegenpart spiegelt, von ironischen Zeichenwelten bis zu einem Dickicht aus Gefühlen und Ahnungen sowie  Fantastisch-Absurdes werden hier auf attraktive Art geboten. – Der zweite Ausstellungsraum steht unter dem Thema ,,Die Freiheit des Ausdrucks‘‘. Die Kunst hat sich mit Beginn der Abstraktion schon um 1900 ihre Freiheit erobert. Dieses wichtige Anliegen wird kontemplativ oder impulsiv, transparent oder gestisch dargestellt. Sieben KünsterInnen zeigen hier ihre sehenswerten Arbeiten. – ,,Spuren im Raum‘‘ zeigt schließlich der dritte Ausstellungsraum. Der städtische Raum wird zur Bühne, auf welcher Passanten Protagonistenrollen übernehmen. In der  Installation ,,Text und Scherben‘‘ wurden Graffiti aus Mallorca in Beton gegossen. Architektur-Fotografie lässt den städtischen Raum zur Bühne werden. Fotografie wird mit Zeichnung kombiniert, um dem Abbild des Stadtraumes eine imaginäre, strukturell bedingte Erweiterung zu sichern. – Die oben stehenden Bilder aus der Ausstellung ,,Einblick-Ausblick‘‘ zeigen Werke aus dem Bereich der Malerei. – Abschließend die Öffnungszeiten der Galerie Schloss Wiespach: MI 10 bis 12, DO 10 bis 12, FR 10 bis 12 und 16 bis 20, SA 10 bis 14 und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon +43 650 320 10 99. – (Text und Fotos: Odo Stierschneider).

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Die fantastische Künstler- und Künstlerinnen-Gruppe Plan B residiert normaler Weise in ihrer beeindruckenden Offenen Werkstatt am Kornsteinplatz. Es werden jedoch auch Symposien in der Alten Saline auf der Pernerinsel veranstaltet. Dabei agieren die Künstlerinnen und Künstler von Plan B normaler Weise in salzachseitig gelegenen Räumlichkeiten. Doch heuer war alles anders, die Mitglieder von Plan B hatten eine riesige Halle auf der gegenüberliegenden Seite der Alten Saline in Beschlag genommen. Dort konnten in großzügigen räumlichen Verhältnissen  beeindruckende Kunstwerke geschaffen werden, die schließlich in einer sehenswerten Gemeinschafts-Ausstellung präsentiert wurden. Dazu unsere oben stehenden Fotos, die natürlich nur einen Ausschnitt aus der gezeigten Werksfülle darstellen. Die Präsenz von Plan B in Hallein ist eines jener erfreulichen Wunder, die in ihrer Gesamtheit die begeisternde Kulturstadt Hallein gestalten.(Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Salzburger Festspiele bilden jedes Jahr DAS Highlight im Kulturkalender zahlreicher Salzburger und Salzburgerinnen. Eine besondere Bedeutung besitzt diese herausragende Veranstaltung nun auch für die beiden Modeschülerinnen Lisa Wieser und Manuela Höck, die im Gegenstand Maskenbildnerei, für die Salzburger Festspiele drei unterschiedliche Prototypen für die Maske des Skeletts aus „Orphée aux enferes“ gestalteten.

 

„Damit ein solches Werk gelingt und auch wirklich bühnenreif ist, benötigt es viel Liebe zum Detail und entsprechende Fachkenntnis. Die Masken des Skeletts wurden aus drei unterschiedlichen Materialien (Kaschur, Gummimilch und Kaltschaum) gefertigt. Neben der exakten anatomischen Modellierung des Gesichts kommt es vor allem auf die Tragfähigkeit der Masken während der Aufführung an“, erläutern die beiden Schülerinnen und ihre Betreuerin Sabine Bolognini, die selbst als Maskenbildnerin an der Staatsoper Berlin tätig war.

 

„Die Masken der Schülerinnen stechen durch hohe Präzision heraus und die Ergebnisse können sich sehen lassen“, lobte Jan Meier, Direktor für Kostüm und Maske der Salzburger Festspiele, die fertigen Stücke der Schülerinnen. Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl Stadler zeigte sich beeindruckt von der Arbeit.

 

Die Schülerinnen, die zu den ersten Absolventinnen der Modeschule Hallein im Fachbereich Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei gehören, freuen sich, ihr Wissen aus der Schule praktisch umsetzen und erweitern zu können. „Da ich jetzt meinen Abschluss an der Modeschule Hallein habe, möchte ich meine Qualifikationen als Visagistin verbessern. Dabei werde ich als Stylistin arbeiten und lasse mich überraschen, wo es mich in den nächsten Jahren hinzieht“, berichtet Manuela Höck über ihre Zukunftspläne. „Ich wollte schon als Kind Friseurin werden und deshalb möchte ich in diesem Bereich arbeiten und mich weiterbilden“, so Lisa Wieser.

 

Und auch der Besuch der Salzburger Festspiele gehört nun zu den jährlichen Kultur-Fixpunkten der beiden Schülerinnen. Schließlich haben sie durch ihre eigene Tätigkeit im Bereich der Maskenbildnerei, nun einen ganz anderen Blick auf die Kostüme und die Masken auf der Theater- und Opernbühne erhalten.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS                                                                                                   
FOTO 1:
In der Mitte zwischen den beiden Modeschülerinnen Lisa Wieser (links) und Manuela Höck, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die sich von der Arbeit der beiden ausgebildeten Maskenbildnerinnen beeindruckt zeigte. FOTO 2: Viele Detailarbeiten waren notwendig, bis die Skelett-Masken bühnenreif waren. – (Modeschule Hallein, Foto 1: Anne Zeuner, Foto 2: Modeschule Hallein).

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Trotz der beiden, aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagten Festspiel-Aufführungen auf der Halleiner Pernerinsel, kommt die Bevölkerung in Stadt und Bezirk Hallein in den Genuss von 6 anspruchsvollen Festspiel-Darbietungen aus den Bereichen Oper, Schauspiel und Orchesterkonzerte. Durch Open-Air-Präsentationen bei Schönwetter im Innenhof der Alten Saline, bei Schlechtwetter auf der Festspielbühne. Hier die Termin-Übersicht für die 6 Darbietungen vom 15. 8. 2020 bis 30. 8. 2020. Einlass ist jeweils ab 18,30 Uhr, der Beginn erfolgt jeweils um 20 Uhr. OPER: 15. 8. Cosi fan tutte, 22. 8. Elektra. SCHAUSPIEL: 16. 8. Jedermann, 29. 8. Jedermann. ORCHESTERKONZERTE: 23. 8. Nelsons, 30. 8. Dudamel. Zu diesen Open-Air-Darbietungen erschien auch ein informativer Faltprospekt. Die eine Seite ist als Plakat gestaltet (dazu das oben stehende Foto), die zweite Seite bietet informative Beiträge von Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Bürgermeister Alexander Stangassinger, Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock und Rainer Candido, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Hallein / Bad Dürrnberg sowie eine Programm-Übersicht und ausführliche Informationen zu den einzelnen Darbietungen.

 

Die Ausführungen der fantastischen Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler: ,,Corona hat eine Pause in unserer wunderbaren Zusammenarbeit mit Hallein erzwungen. Zwar können die Salzburger Festspiele 2020 nun doch in modifizierter und verkürzter Form stattfinden. Die beiden für die Pernerinsel vorgesehenen Schauspiel-Produktionen Richard III. und Maria Stuart müssen aber, so wie viele andere ursprünglich für heuer geplanten Aufführungen, auf 2021 verschoben werden. Um trotzdem gemeinsam in diesem besonderen Sommer das 100-Jahr-Jubiläum der Festspiele feiern zu können, bringen wir vom 15. bis 30. August 2020, in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Hallein und dem Tourismusverband Hallein, zumindest virtuell ein Stück Festspiele in die Salinenstadt. Die beiden aktuellen Opern-Produktionen – Elektra von Festspielgründer Richard Strauss, sowie eine spezielle Version von Wolfgang Amadeus Mozarts Cosi fan tutte, – zwei Konzerte der Wiener Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Andris Nelsons und Gustavo Dudamel und der Jedermann, dessen erste Aufführung am 22. August 1920 die Geburtsstunde der Festspiele markiert, werden an drei Wochenenden im August auf einer LED-Wall bei Schönwetter in der Alten Saline und bei Schlechtwetter auf der Festspielbühne gezeigt. Aber 2021 hoffen wir wieder, mit unseren wunderbaren Schauspielerinnen und Schauspielern echte Festspiel-Aufführungen in Hallein veranstalten zu können. Denn die Pernerinsel ist uns unverzichtbare, sehr geliebte Festspielstätte. Und die Umwandlung der industriellen Saline in ein Theater ist ein schönes Beispiel für die Kraft der Kunst in schwierigen Zeiten. Ganz im Sinne von Festspielgründer Hugo von Hoffmannsthal, der überzeugt war: Wo ein Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.‘‘

Der Beitrag des engagierten Bürgermeisters der Stadt Hallein, Alexander Stangassinger: ,,Wir erleben gerade eine noch nie dagewesene und spezielle Situation: Ein Virus verändert unser aller Leben; ein Virus zeigt, wie verwundbar unsere Gesellschaft ist; ein Virus zeigt uns neue Grenzen auf. Eine dieser neuen Grenzen wird gerade bei den Salzburger Festspielen ersichtlich: deutlich weniger Veranstaltungen, besondere Auflagen für die Durchführung der verbliebenen Aufführungen und keine Live-Vorführungen in unserer schönen Festspielstadt Hallein. Letzteres schmerzt viele Freunde der Festspiele auf der Pernerinsel und mich als Bürgermeister besonders. Doch neue Grenzen sind nicht nur Barrieren. Neue Grenzen sind neu gesteckte Rahmen, in welchen man neue Wege finden muss, um das Beste zu erreichen. Die Open-Air-Initiative des Direktoriums der Salzburger Festspiele, von Vizebürgermeisterin und Kultur-Stadträtin Rosa Bock, von TVB-Geschäftsführer Rainer Candido und von Kulturinitiator Claus Spruzina zeigt, dass mit Begeisterung und Mut auch in diesen speziellen Zeiten, Festspiele in unserer Stadt möglich sind. Gerade anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele ist den genannten Initiatoren dafür zu danken, dass in diesem Festjahr die Festspielbühne auf der Pernerinsel, trotz der Coronavirus-Krise, mit kulturellem Leben gefüllt wird. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Public-Viewing-Veranstaltungen wunderbare Vorstellungen, trotz dieser noch nie dagewesenen, speziellen Situation. Ich bin überzeugt, dass wir nach dieser Krise, alle gemeinsam die Salzburger Festspiele wieder in gewohnter Art und Weise in unserer Stadt begrüßen dürfen‘‘. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Eine großartige Premiere feierte am Sonntag, 9. August 2020, das Open-Air-Kino in Hallein auf dem Freigelände des Halleiner Keltenmuseums. Damit stellt sich das Keltenmuseum in die Reihe weiterer wichtiger Open-Air-Veranstalter, zu denen heuer auch die Salzburger Festspiele auf der nahegelegenen Pernerinsel und die Thomas Stangassinger Sportanlage zählen werden. In Liegestühlen konnten die etwa 30 zugelassenen Besucherinnen und Besucher auf besonders angenehme Art das in Hallein bisher unbekannte Open-Air-Erlebnis im Freien neben dem Keltenmuseum genießen. Eine begeisternde Initiative, der noch weitere folgen sollen – das betont man im Keltenmuseum und das hoffen die Besucher dieser gelungenen, fantastischen Open-Air-Premiere.

In Zusammenarbeit mit dem Salzburger Film-Kulturzentrum ,,Das Kino‘‘ wurde der Film ,,The greatest Showman‘‘ gezeigt. Der beeindruckende Musical-Film zeigt die Gründung einer Musical-Show, Einzelschicksale werden geschildert, Erfolge gefeiert, bis sich ein katastrophaler Großbrand ereignet. Das Flammenmeer schweißt die Show-Mitglieder jedoch noch mehr zusammen, der glanzvolle Wieder-Aufstieg gelingt. Die Filmgestaltung wirkt zum Großteil hektisch, immer wieder wechseln die Kamera-Einstellungen und die Motive oftmals im Sekundentakt. Das Ganze wurde aufwendig inszeniert, entsprechend beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher an diesem lauen Sommerabend in ihren Liegestühlen auf dem Areal des Keltenmuseums. Abschließend noch eine Anregung – der Akustik-Pegel könnte beim nächsten Mal durchaus um einige Dezibel reduziert werden. – Zu den oben stehenden Fotos: Das 1. FOTO oben dokumentiert ein historisches Ereignis auf dem Areal des Keltenmuseum: Hier fand am 9. August 2020 zum ersten Mal in Hallein eine Open-Air-Vorstellung statt. Die weiteren FOTOS 2 bis 10 zeigen Szenen-Ausschnitte aus dem Film ,,The greatest Showman‘‘. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Es herrscht wieder intensives künstlerisches Schaffen auf der Pernerinsel. Denn Sommerzeit ist Symposiumszeit der großartigen Halleiner Künstlergruppe Plan B. In der Alten Saline stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, in der sich die Künstlergruppe voll entfalten kann. Heuer gab es einen Umzug von der salzachseitigen Gebäudefront auf die gegenüber liegende Gebäudeseite. Hier gibt es im Verdampferturm deutlich großräumigere Arbeits-Möglichkeiten für die schaffensfreudigen Künstlerinnen und Künstler, die bekanntlich auf dem Kornsteinplatz ganzjährig mit ihrem fantastischen Kunstraum und Offener Werkstatt präsent sind. Auf der Pernerinsel herrscht im Rahmen des Symposiums derzeit faszinierendes und hinreißendes künstlerisches Schaffen. Die spannenden Ergebnisse werden am Freitag, 14. August 2020, um 18 Uhr allen Kunstinteressierten präsentiert. Mitten in der aktuellen Schaffensperiode hatte der SALZSCHREIBER Gelegenheit, den Mitgliedern der Künstlergruppe Plan B bei ihrer beeindruckenden künstlerischen Arbeit, gewissermaßen über die Schulter zu schauen. Dabei entstanden die oben stehenden Fotos. Eine Anmerkung noch zu den Fotos 8 und 9: Auf dem Weg von Kaltenhausen hinauf zu den Barmsteinen wurde dieser seltsame und erstaunliche, versteinerte ,,Schuh‘‘ entdeckt. Die Oberseite ist mittlerweile mit Goldfarbe versehen, die Unterseite mit dem erkennbaren flachen Absatz (rechts) blieb unverändert. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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MICHAEL MUTIG wurde in Bayern geboren und ist nun in Österreich zuhause. Pointenreich erzählt der gebürtige Münchner Beobachtungen aus seinem Leben als Stand-Up Comedian. Falls Sie sich also schon einmal gefragt haben, was bei einem Besuch eines alternativen Frisörsalons schief gehen kann oder warum es sinnvoll ist, Kinder nur auszuborgen statt zu produzieren, werden Sie hier die Antwort erhalten. Dabei treffen kabarettistische Gags auf das Tempo der neuen Comedy Generation. Michael Mutig gewann 2017 den Kabarett-Talente-Award der Casinos Austria, war im gleichen Jahr Finalist des "Salzburger Sprösslings" und wurde gerade erst für den Hamburger Comedy-Pokal 2019 nominiert. Zudem bewies er seine Fähigkeiten bereits als Voract für verschiedene Größen der Kabarett- und Comedyszene wie zum Beispiel: Martin Frank oder Monika Gruber & Viktor Gernot.

 

ISABELL PANNAGL isst leidenschaftliche gerne Punschkrapferl, deswegen hat sie beschlossen ihre nie begonnene Topmodelkarriere zu beenden, um sich vollkommen dem Kabarett und ihrer messerscharfen Beobachtung unserer Gesellschaft zu widmen. Ihre musikalischen Solokabaretts bestechen durch die Mischung aus humoristisch umgetexteten Songs, eigenen Kompositionen und Stand-up-Comedy vom Feinsten. Isabell nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und wie ihr Opa gerne sagt: „Die Kleine hat a Mundwerk - das is ma nimma Wurscht!“.

 

LORENZ ``LO´´ HINTERBERGER versucht die Neuerfindung des Musikalischen Kabaretts als Moderne Singer Songwriter Comedy. Der junge energetische Wiener verbindet dabei eingängige Melodien zum Mitsingen mit unerwarteten Pointen zum Mitlachen. Sein erstes Soloprogramm "Gelegenheit macht Liebe" wurde bereits zweimal aufgeführt und zwar in ausverkauften Theatern. Mal sehen was die Zukunft noch bereithält! – (Karin Angerer)

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