Der Corona-Horror bringt überall, auch für die Stadtgemeinde Hallein, im finanziellen Bereich massivste, oft noch gar nicht vollständig erfassbare Belastungen mit sich. Dennoch stehen immer wieder überraschend finanzielle Mittel, auch im Halleiner Rathaus, für neue zusätzliche Ausgaben bereit. Gegen die Stimmen von ÖVP und der Grünen, hatten heuer im Frühjahr SPÖ und die zur ,,Basis‘‘ gewordene FPÖ beschlossen, dass ihren Fraktionschefs – auf Antrag – jeweils 10,5 Prozent des Bürgermeister-Gehalts bezahlt wird. Bisher bekamen diese nur das Sitzungsgeld von 58,10 Euro ausbezahlt. Das alles summierte sich nun auf den respektablen Brutto-Betrag von 10.183 Euro. Damit wurde dieser Betrag gesetzwidrig, da der Bürgermeister nur 8576 Euro erhält. Also fasste die Stadt Hallein eine schwere Rüge seitens der Gemeindeaufsicht des Landes aus, denn gemäß der gültigen Gesetzeslage, dürfen Entschädigungen an Gemeindepolitiker den finanziellen Bezug des Bürgermeisters nicht übersteigen. Die Gemeindeaufsicht forderte Bürgermeister Stangassinger deshalb schon im Juli dazu auf, diese gesetzwidrigen Zahlungen sofort einzustellen, was auch geschah. Damit stellte sich auch die heikle Frage, ob die beiden Fraktionsvorsitzenden von SPÖ und ,,Basis‘‘, die für Mai und Juni erhaltenen 10,5 Prozent des Bürgermeister-Gehaltes wieder zurückzahlen müssten. Der Bürgermeister hätte auf eine Rückforderung verzichtet, doch die Antwort auf eine entsprechende Anfrage bei der Gemeindeaufsicht war eindeutig. Die Stadt müsse die Rückzahlung einfordern, die Entschädigungen seien fälschlich ausbezahlt worden. ÖVP-Vizebürgermeister Florian Scheicher sieht das etwas anders. Die Auszahlung an die Fraktionschefs von SPÖ und ,,Basis‘‘ seien kein Irrtum gewesen, sie seien vielmehr aufgrund des Beschlusses dieser beiden Partien erfolgt. Die ÖVP und die Grünen stehen jetzt fein da – sie hatten diese Neuregelung von Anbeginn an abgelehnt und für sich nie diese zusätzlichen Zahlungen für die Fraktionschefs beantragt. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Um nur 1 Euro pro Tag können künftig von Hallein aus die öffentlichen Verkehrsmittel Bus und Bahn, ohne jede Beschränkung zu jedem Ziel in unserem Bundeland genützt werden. Nach der großen Tarifreform im Jahr 2020 und einer neuen Jahreskarte für das gesamte Bundesland um nur 595 Euro, folgt nun der nächste Schritt hin zu einem noch deutlich attraktiveren Angebot im öffentlichen Verkehr. Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (siehe Fotos oben) präsentierten nun die Eckdaten zum neuen Jahresticket. Für 1 Euro am Tag können auch von allen Halleinerinnen und Halleinern die öffentlichen Verkehrsmittel Bus und Bahn kreuz und quer durch unser ganzes Bundesland genutzt werden. „Das ist ein großer Schritt für den leistbaren und bequemen Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Um 1 Euro pro Tag alle öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg nutzen, das ist nicht nur ein wichtiges Zeichen, sondern ein Vorzeigeprojekt für viele Regionen in Europa“, sind sich Bundesministerin Leonore Gewessler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll einig.

 

HASLAUER:
UMSTEIGEN EINFACH UND LEISTBAR
„Die gesamten Öffis in Salzburg kosten ab 1. Jänner 2022 nur mehr 1 Euro pro Tag und werden damit nochmals wesentlich günstiger. Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit Klimaministerin Gewessler gelungen ist, die öffentlichen Verkehrsmittel damit attraktiver zu machen. Das Umsteigen wird so wirklich einfach, es profitiert die gesamte Bevölkerung, speziell die Pendler, aber auch die Wirtschaft und nicht zuletzt die Umwelt“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer zu diesem großen und erfreulichen Schritt.

 

GEWESSLER:
REVOLUTION IM ÖFFENTLICHEN VERKEHR
„Ich freue mich sehr, heute gemeinsam mit dem Land Salzburg die Einführung des regionalen Tickets verkünden zu dürfen. Ein Ticket beispielsweise von Hallein für jeden Bus und jede Bahn zu jedem von diesen erreichbaren Punkt in ganz Salzburg, zum unschlagbaren Preis von 365 Euro im Jahr. Damit ersparen sich ganz viele Menschen ganz viel Geld und klimafreundliche Mobilität wird so noch attraktiver. Das ist eine Revolution im öffentlichen Verkehr und eine wunderbare Ergänzung zum österreichweiten Klima-Ticket, das ab dem 26. Oktober in allen Öffis im ganzen Land gültig sein wird.“

 

HASLAUER:
MOBILITÄT DER ZUKUNFT
„Mobilität ist ein wichtiges Element unserer persönlichen Lebensgestaltung und eine zentrale Herausforderung für uns als Flächen-Bundesland. Wir bekennen uns zu einer flächendeckenden öffentlichen Verkehrs-Infrastruktur für das gesamte Land und unternehmen große Anstrengungen, um gemeinsam Projekte für zukunftstaugliche, intelligente Mobilität zu realisieren. Mit diesem Salzburger Jahresticket um 365 Euro schaffen wir ein sehr attraktives Angebot für alle Salzburgerinnen und Salzburger. An dieser Stelle bedanke ich mich auch bei Bundesministerin Gewessler für die gute und konstruktive Zusammenarbeit“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 

SCHNÖLL:
WEITERER SCHRITT ZUR MOBILITÄTSWENDE
Schnöll: „Weiterer Schritt zur Mobilitätswende.“ „Das Jahresticket um 365 Euro ist ein großer Meilenstein für eine zukunftsorientierte Mobilität in unserem Bundesland. Wir setzen als eines der wenigen Bundesländer das ursprüngliche 1-2-3-Ticket-Modell um und erhoffen uns dadurch einen weiteren Zulauf zum öffentlichen Verkehr, um die staugeplagten Salzburgerinnen und Salzburger zu entlasten“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

SCHNÖLL:
DICHTERES ÖFFIANGEBOT IM BUNDESLAND
Neben dem Preis geht es beim öffentlichen Verkehr vor allem auch um eine gut ausgebaute Infrastruktur und ein attraktiveres und dichteres Angebot: „Mit dem Projekt S-LINK folgt eine massive Investition, und bereits im Dezember kommen mit dem Fahrplanwechsel weitere Verbesserungen. Unser Ziel bleibt weiterhin klar: Einen 7,5-Minuten-Takt in der Stadt, alle 15 Minuten ein Öffi im verdichteten Raum rund um die Stadt, einen 30-Minuten-Takt von und zu den regionalen Zentren wie Hallein im Tennengau und eine Mindestabdeckung im ländlichen Raum mit einem Bus oder Zug pro Stunde“, so Stefan Schnöll.

 

BLÜMEL:
430 MILLIONEN FÜR REGIONALE KLIMATICKETS
„Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs entlastet das Klima und stärkt den ländlichen Raum. Daher stellt der Bund bis 2025 in Summe mehr als 430 Millionen Euro für das Klimaticket regional zur Verfügung. Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur gemeinsam umsetzen. Daher braucht es Anreize und Investitionen“, sagt Finanzminister Gernot Blümel.

 

VORVERKAUFSSTART
FÜR 365-EURO-TICKET IM NOVEMBER
Der Vorverkauf für die neue landesweite Jahreskarte startet am 15. November. Neben dem Salzburger Verkehrsverbund werden die Tickets wie bei den bisherigen Jahreskarten bei den Vertriebspartnern ÖBB und Salzburg AG erhältlich sein sowie online auf www.salzburg-verkehr.at. Für Bestands-Kundinnen und -Kunden wird es wieder eine Umtauschaktion ohne Storno-Gebühren geben. Bereits ab 26. Oktober gilt das neue bundesweite „Klimaticket Österreich“. Dieses ist in allen Bussen und Bahnen in Österreich gültig.

 

DIE VERKAUFSSTELLEN
IM ÜBERBLICK:
> Online auf www.salzburg-verkehr.at
> Kundencenter des Verkehrsverbundes (Schallmooser Hauptstraße 10)
> Kundencenter der Salzburg AG (Lokalbahnhof, Alpenstraße, Mönchsbergaufzug)
> In den Bahnhöfen Salzburg, Bischofshofen und Zell am See
                                                      (Text und Fotos: Landes-Korrespondenz Salzburg)

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In der erst kürzlich stattgefundenen Sitzung der Stadtgemeinde-Vertretung Hallein wurde der Beschluss gefasst, die gemeindeeigenen Häuser in der Döttlstraße zu verkaufen. Dies zeigt einmal mehr, dass es in Hallein nicht um Sachlichkeit und Strategie für morgen geht, sondern um die schnelle Überschrift: „Wir haben als Halleiner ÖVP von Anfang an klargestellt, dass wir den Verkauf von Gemeinde-Eigentum ablehnen. Nun ist das Objekt Döttlstraße 5–7 als 80-jähriges Baurecht an die Genossenschaft Bergland verkauft worden. Die Stadt Hallein erhält dafür rund 18.000 Euro pro Jahr und wird am Ende der Laufzeit ein desolates Haus wieder übernehmen. Das ist das Ergebnis, wenn der Halleiner Bürgermeister ein wissenschaftlich und technisch höchst angesehenes Forschungsprojekt – wie Smart City – politisch abdreht und einfach schnell einen Plan B erfindet. Dass wir bei dem Projekt Smart City ab dem gut zwölften Jahr nach der Renovierung alles abbezahlt haben und auch weiterhin Eigentum besitzen erübrigt sich zu erwähnen“, so Vizebürgermeister Florian Scheicher (oben im Bild) zu dem in der jüngsten Sitzung der Halleiner Gemeindevertretung gefassten Beschluss.

 

„Neben diesem finanziellen Aspekt stößt mir die Tatsache sauer auf, dass sich der Bürgermeister über einstimmige Beschlüsse von Ausschüssen hinwegsetzt und somit ein ordentliches Siedlungs-Wachstum im Bereich rund um den Friedhof verhindert. Der zuständige Bau- und Raumordnungs-Ausschuss hat einstimmig festgelegt, für den betroffenen Bereich einen Masterplan zu entwickeln und danach die Kriterien für die Bebauung festzulegen. So sieht unser ÖVP-Anspruch nach ordentlicher Siedlungs-Entwicklung und Wohnraum-Schaffung von morgen aus. Es muss im Vorhinein klar sein, welche Auswirkung die Bebauung auf die Infrastruktur vor Ort hat, wie sich das alles in die bestehende Struktur eingliedert und welche Folgen sich für die Bereiche Kindergarten, Schulen und so weiter ergeben.

Wir sollten aus der Vergangenheit lernen und Entwicklungs-Strukturen ernst nehmen – ansonsten droht ein zweites Rif“, zeigt sich der Vizebürgermeister enttäuscht und ergänzt abschließend: „Der besagte Masterplan wäre schon in der Endphase, hätte der Bürgermeister die Beauftragung nicht vor Monaten bereits aktiv gestoppt. Jetzt von Zeitverzögerung zu sprechen ist eine Farce und einfach falsch. Unser Antrag auf Vertagung, bis der Masterplan fertig ist, wurde leider abgeschmettert und somit zeigt sich einmal mehr ein Sittenbild des Bürgermeisters: Nicht die Sache steht im Vordergrund, sondern die Überschrift. Eine Siedlungs-Entwicklung richtet sich nicht nach den politischen Vorgaben, sondern die Entwicklung richtet sich nach der SPÖ-nahen Wohnbau-Genossenschaft Bergland. Wir werden auf jeden Fall weiter dafür arbeiten, dass eine ordentliche Stadtteil-Entwicklung für Burgfried kommt und alles tun, um den Plänen der Wohnbau-Genossenschaft Bergland, alle Grünflächen dort zu verbauen, entschieden entgegen zu wirken.“ – (Text: Vizebürgermeister Florian Scheicher. Foto: ÖVP Hallein).

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Die Corona-Zahlen sind zuletzt im Land Salzburg wieder deutlich gestiegen. „Alle Indikatoren deuten darauf, dass die Dynamik des Infektions-Geschehens unverändert anhält und weiter zulegen wird. Die Situation ist sehr ähnlich jener des vergangenen Herbstes. Unter den ungeimpften Personen hat die Sieben-Tages-Inzidenz bereits fast die Spitzenwerte vom vergangenen November erreicht“, analysiert Landesstatistiker Gernot Filipp. Und die Corona-Neuinfektionen unter den sturen und unbelehrbaren Impf-Gegnern steigen in unserem Bundesland rasant. 430 gemeldete Neuinfektionen am 23. Oktober bedeuten den bisher höchsten Tageswert in diesem Jahr und bewegen sich bereits im Bereich der Höchststände vom vergangenen November. Dies führt zu einem Anstieg der 7-Tage-Inzidenz um rund 50 Punkte auf 313,4. Bei der ungeimpften Bevölkerung liegt sie bei rund 630, bei jenen mit Impfung rund 110. „Dies erinnert tatsächlich an den vergangenen Herbst. Mit einem wichtigen Unterschied: Jetzt haben wir die Impfung, aber: dass dieser Schutz von vielen nicht genützt wird, bringt uns wiederum in eine sehr dramatische Situation“, so Gernot Filipp.

 

Drei Tennengauer Gemeinden – siehe dazu die obenstehende Wizany-Karikatur – schockieren mit völlig unzureichender Impfung und sich daraus ergebender extremer 7-Tage-Inzidenz. Annaberg-Lungötz hat die höchste 7-Tage-Inzidenz im ganzen Land Salzburg. Für die drei Tennengauer Gemeinden St. Koloman, Annaberg-Lungötz und Adnet gelten aufgrund hoher Infektionszahlen Ausfahrtskontrollen (2,5 G – geimpft, genesen und PCR-getestet). In St. Koloman beträgt die 7-Tages-Inzidenz aktuell 1.010 (36 aktive Fälle), die Impfquote liegt bei 41,9 Prozent bezogen auf die Gesamtbevölkerung und bei 48,7 bei Personen über 12 Jahre, das ist landesweit der jeweils niedrigste (!) Stand. Annaberg-Lungötz weist eine 7-Tages-Inzidenz von 2.692 – das ist der höchste Wert im gesamten Bundesland – und 70 aktiv Infizierte auf, bei der Impfquote sind es 56,1 Prozent (Gesamtbevölkerung) und 64,5 (über 12), Adnet hat eine 7-Tages-Inzidenz von 1.279 bei 69 aktiven Fällen, die Impfquoten liegen bei 56,1 beziehungsweise 64,5 Prozent (Bevölkerung über 12). Diese schockierenden Zahlen sind absolut unverständlich.

 

67,6 Prozent aller Salzburgerinnen und Salzburger ab 12 sind vollimmunisiert. Als einzige Bezirke haben hier der Pinzgau (70,9 Prozent) und der Pongau (70,5) die 70-Prozent-Marke überschritten. Darunter liegen der Lungau (68,8), der Flachgau (67,5) und die Stadt Salzburg mit 66 Prozent. Schlusslicht ist natürlich der Tennengau (63,1). Diese Reihenfolge ist nahezu ident, wenn man die gesamte Bevölkerung einberechnet, der Pinzgau liegt mit 64,2 Prozent voran, der Tennengau weist mit 55 Prozent die schlechtesten Werte auf. Wo am wenigsten geimpft wird, gibt es die höchsten Infektionszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz der Salzburger Bezirke ist im Tennengau mit 577,1 am höchsten, gefolgt vom Flachgau mit 423 und dem Pongau mit 330,5. In der Stadt Salzburg beträgt dieser Wert 218,8, im Lungau sind es 129,2 und am geringsten fällt die 7-Tage-Inzidenz Pinzgau mit 125,9 aus. Werte über 1.000 erreichen im Tennengau die Gemeinden Annaberg-Lungötz, Adnet, Rußbach und St. Koloman.

 

Die Sturheit der Impfungs-Verweigerer hat dramatische Folgen. In Salzburg wurden bisher 59.665 Personen positiv auf Covid-19 getestet, die 7-Tages-Inzidenz beträgt 313,4. Aktiv infiziert im Bundesland sind momentan 2.395 Personen. Pongau 320, Tennengau (der kleinste Gau des Bundeslandes!) 484, Lungau 57, Stadt Salzburg 472, Flachgau 922 und Pinzgau 140. Derzeit befinden sich 64 Covid-19-Patienten im Spital, davon 14 auf der Intensivstation. Das Durchschnittsalter der Personen auf der Intensivstation beträgt rund 59 Jahre. Es gab bisher aufgrund der hohen Impfungs-Verweigerung im Land bereits unfassbare 615 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Bei höherer Impfungs-Disziplin, wäre der Großteil der Todesopfer vermeidbar gewesen! – (Presse-Aussendung: Informations-Zentrum Salzburg. Karikatur: Wizany).

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Nun verfügt die verantwortungslose Unvernunft der Impfungs-Verweigerer auch über ein politisches Mini-Plattförmchen. Dessen Abkürzung lautet MFG, was möglicher Weise die bedauernswert Mangelhaften, bedauernswert Fehlgeleiteten und bedauernswert Gestörten bedeuten könnte. Auftrieb erhält die MFG ausgerechnet im Tennengau, wo die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch, 20. Oktober, auf schockierende 561 neue Ansteckungen pro 100.000 anstieg.  Der SALZSCHREIBER berichtete bereits wiederholt über die höchst unerfreuliche Situation im Tennengau, die sich unter anderem an der schlechtesten (!), also niedrigsten (!) Durchimpfungs-Rate im ganzen Bundesland (!) zeigt. In St. Koloman, Adnet und Annaberg-Lungötz müssen Ausfahrende nun wieder nachweisen, dass sie geimpft/genesen/PCR-getestet sind. Gelingt dies nicht, dann heißt es zu Hause zu bleiben. Diese Beschränkung bleibt vorerst bis 3. November aufrecht. Das ganze unerfreuliche Desaster ist auch darauf zurückzuführen, dass die verantwortungsbewussten (?) und vorausblickenden (?) Bewohner des Tennengaues mit einer skandalösen Durchimpfungsrat von nur knapp über 53 Prozent (!) das peinliche Schlusslicht (!) unter den Salzburger Gauen darstellen. Da kommt inmitten dieses Horrors nun die glorreiche Liste MFG gerade recht. Die gegen die Impfung anrennenden MFG-Kämpfer, feierten in St.Koloman bereits erste Triumphe. Direkt bei der Corona-Teststation verteilten sie Flugblätter und sprachen die Bevölkerung an. Der bereits installierte Landessprecher der MFG, schwärmt in einem Video darüber, dass 98 (!) Prozent der Frauen und Männer, mit denen man in St. Koloman gesprochen habe, der Meinung seien, dass es gut, richtig und wichtig sei, dass die MFG aktiv geworden sei. In Hallein wurden mittlerweile Flugblätter verteilt und in Adnet gab es ein erstes Treffen an MFG-Interessierten. Politische Hardliner in der MFG rechnen bereits damit, dass die MFG im Impfungs-schlappen Tennengau schon demnächst eine triumphale Zustimmungsrate von 100 Prozent und mehr erreichen werde… (Text und Grafik: Odo Stierschneider).

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Von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021, wurden die eindrucksvollen Salzwelten, gemeinsam mit dem Besucherzentrum auf dem Halleiner Dürrnberg, umgebaut und neugestaltet. Die Kosten lagen bei 10 Millionen Euro, wobei zwei Drittel dieser Summe unterirdisch und ein Drittel oberirdisch verbaut wurden. Die unterirische Erlebniswelt war einerseits in die Jahre gekommen. Andererseits galt es, die Folgen des permanenten Gebirgsdruckes zu beseitigen, die innerhalb von 10 Jahren, die unterirdischen Kammern und Gänge rundum von allen Seiten bis zu 20 Zentimeter verkleinern. Auch der Salzsee musste trockengelegt werden, um ihm wieder mehr Volumen zu verschaffen. So mussten insgesamt an die 7.000 Kubikmeter Gestein mit einem Gewicht von 36 Tonnen aus dem Berg gefräst und abtransportiert werden. Dafür musste eine neue 36 Tonnen schwere Teilschnitt-Maschine angeschafft, in ihre Einzelteile zerlegt und im Bergesinneren wieder zusammengebaut werden. Auch die berühmten und beliebten Rutschen wurden erneuert. Für die Besucher der Salzwelten verbinden sich nun vier wichtige Zeitepochen zu einem beeindruckenden und unvergesslichen Ganzen. Davon konnten sich kürzlich auch die Mitglieder des Tennengauer Lionsclubs Salina, im Rahmen einer Besichtigung der neu gestalteten Salzwelten überzeugen. In deren Verlauf entstanden auch die oben abgebildeten Fotos.

Schon die völlig neu, angenehm und repräsentativ gestaltete Kassenhalle, mit der freundlichen Kartenverkäuferin, ist beeindruckend. Hier werden den Besuchern Service, Information und sogar eine Ausstellung geboten. Die neu konzipierte, unterirdische Wunderwelt der Salzwelten teilt sich nun themenmäßig in vier Zeitepochen, die zu einem harmonischen und beeindruckenden Ganzen verschmolzen wurden. Sie beginnt mit der modernen Salzproduktion und setzt sich über die Barockzeit fort bis ins Mittelalter. In dieser Zeitepoche wurde im Salzbergwerk auf dem Dürrnberg der sogenannte nasse Salz-Abbau begründet – große unterirdische Hohlräume wurden im Bergesinneren geschaffen und mit Wasser gefüllt. Aus den Gesteinswänden löste das Wasser Salz heraus, es entstand die sogenannte Sole. Hatte sie die ideale Sättigung erreicht, dann wurde die Sole in Leitungsrohren hinunter nach Hallein geleitet. Dort wurde sie in mehreren Salinen erhitzt und verdampft – zurück blieb das Salz. Die vierte und letzte Zeitepoche in der unterirdischen Salz-Wunderwelt ist der großartigen Zeit der Kelten gewidmet, deren Salzgewinnung weit über Hallein hinaus von großer Bedeutung war.

Die vom Salzbergwerk begeisterten Mitglieder des Lionsclub Salina, die zum Ausklang des Salzwelten-Besuches noch gemeinsam im Bräustübl Kaltenhausen einkehrten – zuvor richtete Ing. Ferdinand Wallmann noch seine Kamera auf die Dürrnberger Kirche, siehe letztes Foto oben – sie werden sicher nochmals auf den Dürrnberger Salzberg zurückkehren. Denn hier warten zwei weitere Attraktionen auf ihre Besucher. Es gilt, das revitalisierte, sehenswerte Keltendorf und die völlig neu errichtete Schausaline, die einzige in ganz Österreich, zu besichtigen. In der Schausaline wird sensationelles, flockiges Salz hergestellt, welches im Museumshop auch erworben werden kann.

In der Redaktion des SALZSCHREIBER ist indessen auch unwilliges Knurren und Murren zu vernehmen. Es geht darum, dass sich die fantastischen Salzwelten auf dem Halleiner Dürrnberg, aus Halleiner Sicht völlig unverständlich, plötzlich als ,,Salzwelten Salzburg‘‘ bezeichnen. Die nicht nachvollziehbare Ausrede dazu: An den Salzwelten interessierte Besucher, hätten immer wieder Hallein mit Hallstadt verwechselt. Mit der Bezeichnung ,,Salzwelten Salzburg‘‘ wird indessen die verheerende, über 800 Jahre andauernde Zeitspanne idealisiert, in der, die auch weltlich regierenden Salzburger Fürsterzbischöfe, per Erlass der Stadt Hallein jede Nutzung des Salzes auf dem Dürrnberg entzogen (!) hatten.

Mit dem Erlös aus dem skandalösen fürsterzbischöflichen Zugriff auf das Halleiner Salz, wurde die Stadt Salzburg fürstlich ausgestaltet und deshalb zu unserer Zeit sogar zum Weltkulturerbe ernannt. Die Salzstadt Hallein blieb über Jahrhunderte eine ungepflegte Salz-Produktionsstätte, in welcher der Rauch aus den Salinen die Sonne über der Stadt verfinsterte. Hier nahmen die Fürsterzbischöfe keinen einzigen Ziegel in die Hand, um so, wie überreich in der Stadt Salzburg, – z. B. Salzburger Dom, die zahlreichen Kirchen, Schloss und Garten Mirabell, Residenzgebäude, Salzburger Glockenspiel, Festung Hohensalzburg – in Hallein wenigstens ein schönes, künstlerisch wertvolles Bauwerk zu errichten. Wenn Halleiner Bergknappen die Gnade einer Audienz beim obersten Kirchenherrn des Landes zuteilwurde, dann hatten sie sich vor seinem üppigen Thron zu Boden zu werfen und auf allen Vieren bis knapp an seine Füße heranzukriechen. Kein Fantasieprodukt des SALZSCHREIBER, im Halleiner Keltenmuseum ist dieser beschämende Tatbestand auf einem historischen Relief für immer festgehalten. – (Odo Stierschneider. Fotos: Ing. Ferdinand Wallmann).

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„Die Impfungsrate ist entscheidend für die Infektionslage, das sehen wir seit Monaten. Es gibt hier sehr starke regionale Unterschiede“, so Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik. So haben sieben Gemeinden des Bundeslandes – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – noch immer eine völlig unverständliche Impfungsrate von weniger als 50 Prozent. Und jetzt der Schock: die vier Schlusslichter des Bundeslandes befinden sich im kleinsten Gau des Landes, im Tennengau! Hier die Bilanz des Schreckens – in allen vier Gemeinden haben sich noch nicht einmal die Hälfte der Einwohner impfen lassen! Die brutalen Zahlen vom 16. Oktober sprechen für sich: In St.Koloman wurden erst 41,8% der Einwohner geimpft, das ist der schlechteste Wert im ganzen Bundesland! Es folgen Krispl mit 42,4%, Scheffau mit 46,6% und Kuchl mit 49,5% an Geimpften unter der Ortsbevölkerung – also in den insgesamt vier Gemeinden ist noch immer weniger als die Hälfte der Einwohner geimpft! Wie lange ist es wohl schon her, als man noch vom ach so gesunden Erholungsurlaub in einer kleinen Landgemeinde schwärmte?

Das Infektions-Geschehen gestaltet sich derzeit im Tennengau sehr dynamisch. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei erschreckenden 447,6. In sechs der insgesamt 13 Tennengauer Gemeinden, liegt die 7-Tage-Inzidenz über 400, die Situation wird von den Gesundheits-Behörden genau beobachtet und im ,,Schlusslicht‘‘ St. Koloman werden Ausfahrts-Beschränkungen gelten. – Dass es im Bundesland Salzburg auch ganz anders, also wesentlich besser geht, führen derzeit die ebenfalls kleinen Gemeinden Dienten und Rauris vor. Sie haben sich den stolzen Titel ,,Impfmeister von Salzburg‘‘ erworben. In Dienten haben sich 75,9 (!) Prozent der Bevölkerung gegen das Corona-Virus impfen lassen, bezogen auf die impfbare Bevölkerung ab 12 Jahre sogar 83,5 (!) Prozent! In Rauris sind es 70,7 beziehungsweise 80,5 Prozent. Dientens Bürgermeister Klaus Portenkirchner bringt es auf den Punkt: „Wir sind uns in der Gemeinde einig, dass die Corona-Impfung wichtig ist und haben einen Sprengelarzt, der informiert, organisiert und fleißig impft. Zurzeit fällt mir sehr positiv auf, dass sich auch unsere jungen Dientner für die Impfung entscheiden.‘‘ – (Landes-Korrespondenz, Odo Stierschneider).

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Bei strahlendem Wetter wurde in Hallein, vor dem Rathaus, durch  Bürgermeister Alexander Stangassinger und die Repräsentanten der drei Halleiner Unternehmen 4Plus Management GmbH, AustroCel Hallein und Salzburg Wohnbau, das für Hallein völlig neue E-Carsharing-Projekt präsentiert. (Dazu die obenstehenden Fotos). Denn nicht alle Bewohner der Stadt benötigen täglich ein Auto, andererseits kann aber ein dringender Termin, speziell bei Schlechtwetter, oftmals nicht mit dem Rad oder zu Fuß zeitgerecht wahrgenommen werden. Für solche Fälle steht künftig ein elektrisch betriebener, emissionsarmer und umweltfreundlicher Renault Zoe bereit. Ein Auto, das gewissermaßen allen Halleinerinnen und Halleinern gehört, wie Bürgermeister Stangassinger unterstreicht. Die Stadtgemeinde und die vorhin genannten drei Halleiner Unternehmen finanzieren vorerst für einige Jahre die Beteiligung an der Genossenschaft family of power, einer Kärntner E-Carsharing Genossenschaft, deren ausgeklügeltes Check-in-System die einfache Handhabung eines gemeinsamen Autos sicherstellt. Wie ,,teilen‘‘  sich die Halleinerinnen und Halleiner in Zukunft den E-Renault Zoe? Man registriert sich auf www.familyofpower.com/registrieren, lädt eine Kopie des B-Führerscheins hoch und kann mittels separater Karte (oder mit eigens freigeschalteter Bankomatkarte) im neuen Renault Zoe elektrisch losstarten.

Offiziell gestartet wird im November auf dem Gemeinde-Parkplatz in Rif, gegenüber der Adresse Rifer Hauptstraße 53. Dort wird der Renault Zoe einen fixen Stadtplatz haben und an einer eigens errichteten Ladesäule mit Ökostrom der Salzburg-AG geladen. Warum die Initiative E-Carsharing in Rif gestartet wird, erklärt der Initiator des Projektes, Verkehrs-Stadtrat Oliver Mitterlechner (BASIS): ,,Es war mir ein Herzensanliegen, den Stadtteil Rif, der besonders einwohnerstark ist, als ersten Standort für dieses wichtige E-Carsharing-Vorzeigeprojekt fixieren zu können. Unser E-Carsharing-Modell ermöglicht unseren Rifer Mitbürgern jeden Alters einen einfachen und kostengünstigen Zugang und sichert die damit verbundene hervorragende Nutzbarkeit. Mein Ziel ist es, nach Rif weitere Halleiner Stadtteile mit einem E-Auto unseres Carsharing-Konzeptes aufzuwerten und gleichzeitig die Errichtung einer städtisch-öffentlichen E-Tankstellen-Infrastruktur voranzutreiben. Für dieses Projekt sind wir noch auf der Suche nach weiteren Werbepartnern aus der regionalen Wirtschaft, die ihr Unternehmen künftig auf den Fahrzeugen präsentieren möchten.‘‘

Den Projektbetreibern war der Antrieb des Autos mit Ökostrom wichtig. 300 Kilometer fährt der Renault ZOE mit einer Stromladung und bietet damit eine ideale Reichweite für Erledigungen in der Stadt Hallein oder in der Umgebung. Die Preismodelle wurden einfach und günstig gestaltet. Ab 3,84 Euro pro Stunde kann der Renault Zoe ausgeliehen werden. Die Reservierung und Abrechnung erfolgen unbürokratisch und einfach. Außerdem kann das Auto, kostenlos für seine Benützer/innen, während des Aufenthaltes in Hallein, in einer der Halleiner Parkgaragen abgestellt werden – die Kosten für die integrierte Jahres-Parkkarte trägt die Stadtgemeinde Hallein. Sie leistete für den Ankauf des E-Autos eine Anschub-Finanzierung, zudem verwaltet sie das Service und die Wartung. Die Stromkosten werden ebenfalls von der Stadtgemeinde getragen. Sobald die Ladestation in Rif installiert ist, wird der Elektro-Flitzer nach Rif übersiedeln und kann von dort aus jederzeit einfach und umweltbewusst in Betrieb genommen werden.

Mit an Bord bei Halleins erstem E-Carsharing sind auch die drei, oben am Beginn dieses Beitrages angeführten Unternehmen. Von diesen gibt es wichtige   Feststellungen zu Halleins E-Carsharing-Projekt. Dazu Ditfried Kurz, Inhaber der Firma 4Plus Management: ,,Derartige Initiativen erfordern am Anfang immer eine zusätzliche finanzielle Unterstützung. Deshalb sind wir unserem Bürgermeister Alexander Stangassinger sehr dankbar, dass er hier gewissermaßen ‘die Fahne in die Hand genommen hat‘. Für uns als Familien-Unternehmen ist nachhaltiges Wirtschaften und Handeln ein Beitrag zur Existenzsicherung der nachfolgenden Generationen.‘‘ – Für die Firma AustroCel war die Beteiligung am E-Carsharing-Projekt keine Frage, schließlich produziert AustroCel selbst nachhaltigen Strom für die Salzburg AG: ,,Der Straßenverkehr ist einer der größten Emittenten von fossilem CO2. Mit der Umstellung auf E-Fahrzeuge werden konkrete Verbesserungen erreicht. Es ist wichtig für uns, dies zu unterstützen,‘‘ betont Christian Spark von AustroCel Hallein. – Christian Struber, Geschäftsführer des Unternehmens Salzburg Wohnbau, unterstreicht: ,,E-Carsharing ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade in Ballungsräumen stellt E-Carsharing eine willkommene und nachhaltige Alternative für den Bereich Mobilität dar. Die individuelle Unabhängigkeit bleibt für die Nutzer erhalten, aber ohne monatliche Fixkosten.‘‘

Bürgermeister Alexander Stangassinger: ,,E-Carsharing startet in Hallein als alternative Lösung für neue Mobilität. Wir benötigen moderne Lösungen, um den Anforderungen an den heutigen Alltag und an die Umwelt gerecht zu werden. Es muss nicht jeder Einkauf mit dem eigenen Auto erledigt werden, es kann aber auch nicht jeder mit dem Rad oder zu Fuß den Arzt aufsuchen. Da ist einerseits der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich, andererseits benötigen wir Lösungen, mit denen individuelle aktuelle Erfordernisse bestmöglich bewältigt werden können. E-Carsharing ist sicher eine dieser Lösungen und ich bin froh, dass wir gemeinsam den Halleinerinnen und Halleinern erstmals eine derartige Lösung anbieten können.‘‘ – (Presse-Information der Stadt Hallein. Fotos: Odo Stierschneider).

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Wieder ein unerfreulicher, verheerender Höhepunkt auf dem Corona-Schlachtfeld. Dem Bundesland Salzburg wurde auf der Corona-Ampel wieder die schlechteste, also die Alarmfarbe Rot zugeordnet. Die Ursachen: Der unfassbare Widerwille der Nicht-Geimpften, sich endlich einer Impfung zu unterziehen und der sträfliche Leichtsinn, mit dem viel zu viele Bewohner aller Altersgruppen im Bezirk Hallein sich in der Öffentlichkeit so aufführen, als ob sie noch nie etwas von Corona gehört hätten. Das skandalöse Ergebnis dieses Wahnsinns: Unter den Salzburger Gauen weist der Tennengau die schlechteste (!) Corona-Bilanz auf – ihm müsste eigentlich die Leuchtfarbe Dunkelrot zugeordnet werden. Seit einigen Tagen weist der Tennengau mit unfassbaren 402 (!) die höchste (!) Inzidenz im gesamten (!) Bundesland Salzburg auf! Schon seit Wochen gibt es in Salzburg einen enormen Unterschied bei der 7-Tage-Inzidenz zwischen geimpften und ungeimpften Personen. „Die Differenz nimmt seit Beginn der Immunisierung stetig zu. Derzeit liegt der Wert für das Bundesland bei den Vollimmunisierten bei 75, 400 ist er bei Menschen ohne Impfung, das ist mehr als das Fünffache!“, rechnet Gernot Filipp von der Landes-Statistik verärgert vor und ergänzt: „Die am stärksten Betroffenen in der Gesamtbevölkerung sind die Zehn- bis unter 19-Jährigen mit einer Inzidenz von rund 470. Nach wie vor sind die Infektionszahlen sehr stark von der Durchimpfungs-Rate abhängig!“

 

Die Lage in den Spitälern ist derzeit weiter relativ stabil. Allerdings: Es ist wieder eine Zunahme bei der Anzahl der Covid-Patienten in den Spitälern zu erkennen. Derzeit sind 48 Personen im Spital, davon 13 auf der Intensivstation. Dieser Trend könnte sich auf Grund der Entwicklung der Fallzahlen in den kommenden Tagen fortsetzen. Gernot Filipp dazu: „Natürlich ist die Hospitalisierung der wichtigste Indikator, denn genau um die Belastung des Gesundheits-Systems, beziehungsweise um dessen Entlastung, geht es ja. Die 7-Tage-Inzidenz ist aber weiter wichtig, denn sie ist eine Art Schlaglicht und auch Indikator für die Entwicklung in den kommenden Wochen.“ Die hohe tägliche Rate der Corona-Infektionen im Bezirks Hallein ist an den Zahlen vom Donnerstag, 7. Oktober bis Donnerstag, 14. Oktober ablesbar: + 37, +30, +37, +20, +17, +34, +57, +43. Das sind 275 neu Erkrankte Corona-Patienten in einer Woche! Es lebe der Leichtsinn, die Unvernunft und die Sturheit der Impfungs-Verweigerer!

 

In Salzburg wird nun seit fast zehn Monaten die Covid-19-Schutzimpfung verabreicht, und ihre Wirkung ist ausgezeichnet belegt und unbestritten. „Alle Daten und Fakten sowie die Erfahrung aus den heimischen Spitälern zeigt deutlich, dass die Impfung schwere Verläufe zum größten Teil verhindert, die Übertragung sehr stark eindämmt und der einzige Weg aus der Pandemie ist“, so der Impfkoordinator des Landes, Dr. Rainer Pusch. „Ja, es gibt Impfdurchbrüche, allerdings nach wie vor sehr wenige und wenn, dann gehen diese entweder ohne oder nur mit leichten Symptomen einher. Das enorme Risiko ist bei einer Erkrankung für Ungeimpfte einfach zu hoch, um auf eine Immunisierung verzichten zu können!“, warnt Pusch eindringlich. Wann werden die ungeimpften Corona-Fans diesen Tatbestand endlich kapieren? Leichten Anstieg gibt es auch bei den Corona-Todesfällen. Nach einem Rückgang im Sommer mit 2 Todesfällen im Juli und 4 im August, ist die Zahl im September mit 11 wieder angestiegen, bis Mitte Oktober sind es bisher 8 Verstorbene. Die Durchimpfungsrate der Salzburger Gesamtbevölkerung liegt derzeit erst bei völlig undiskutablen 59,2 Prozent, bei der impfbaren Bevölkerung ab zwölf Jahren stellt sich die Situation mit 67,1 Prozent ein wenig besser dar. – (Landes-Korrespondenz Salzburg, Odo Stierschneider. Foto: Corona-Press).

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Mit Stand 7. Oktober 2021 um 8.30 Uhr, waren erst rund 330.000 Salzburgerinnen und Salzburger vollständig immunisiert. Das sind erst etwa 59 Prozent der Gesamtbevölkerung, also noch immer viel zu wenig! Ziel sind nun mindestens 70 Prozent – von den ursprünglich geplanten mindestens 80 Prozent, hat man sich angesichts des unverständlichen Impf-Widerstandes in der Bevölkerung, inzwischen gezwungenermaßen verabschiedet. In den Altersgruppen, wo die Durchimpfungs-Rate besonders gering ist, verbreitet sich das Virus natürlich am stärksten. „Die 7-Tage-Inzidenz der geimpften Bevölkerung beträgt aktuell 68, jene der ungeimpften liegt bei 308! Bei den 15 bis unter 24-Jährigen liegt sie sogar bei 350!“, so der schockierte Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, an die Adresse der sturen Impfverweigerer. Im Land Salzburg halten wir nun schon seit drei unverständlichen und durchaus peinlichen Wochen in Folge auf dem Horror-Niveau „orange – hohes Risiko“ – also die zweithöchste (!) mögliche Stufe!

 

„Damit sich vielleicht doch noch mehr Bewohner unseres Bundeslandes endlich impfen lassen, halten wir das Angebot weiter vielseitig und unkompliziert. Es gibt immer wieder zeitgleich Aktionen ohne Voranmeldung. Zudem setzen wir auf fachliche Aufklärung (wie lange werden wir wohl noch aufklären müssen?) und suchen das direkte Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und Vereine, in denen die Impfquote, absolut unverständlich, noch immer unter dem Durchschnitt liegt“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Kostenlose Termine können für die noch immer (!) Ungeimpften (!) nach wie vor bei den Impf-Ordinationen, für die Impfstraßen unter www.salzburg-impft.at und telefonisch unter 1450 vereinbart werden. Die Details betreffend Corona-Schutzimpfungen im Land Salzburg, ohne Voranmeldungen in den kommenden Tagen, sind auch unter www.salzburg.gv.at/einfachimpfen zugänglich.

 

„Die regionale Streuung des Corona-Virus in Salzburg ist, völlig unverständlich, nach so langer Zeit noch immer anhaltend hoch“, berichtet verärgert der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp. In 99 Gemeinden (!) gibt es derzeit zumindest einen aktiven Fall! In 67 Gemeinden hat die 7-Tage-Inzidenz den Wert 100 (!) überschritten, in 21 Gemeinden liegt sie über 250! Großes Kompliment für die Bewohner der Gebirgs-Gaue: „Deutliche Unterschiede im Infektionsgeschehen gibt es nach wie vor zwischen Inner- und Außergebirg. In den Gebirgsgauen liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 100 und ist damit deutlich geringer als in den anderen drei Bezirken“, so Landesstatistiker Gernot Filipp.

 

Derzeit befinden sich 41 Covid-19-Patienten im Spital, davon 9 auf der Intensivstation. Das Durchschnittsalter der Intensivpatienten liegt laut Landesstatistik bei rund 56 Jahren. 13 der Patienten auf der Normalstation sind vollimmunisiert, eine Patientin ist es auf der Intensivstation. „Vollimmunisierte, die zuletzt ins Krankenhaus mussten, waren meist Personen mit Vorerkrankungen. Aber auch bei diesen war der Krankheitsverlauf meist deutlich weniger schwer als bei den Ungeimpften“, sagt Dr. Uta Hoppe, Primaria am Universitätsklinikum Salzburg. Für die Auffrischungs-Impfung sind momentan nach Empfehlung des NIG, vorrangig Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren-Wohnhäusern, Personen mit Vorerkrankungen und hohem oder besonders hohem Risiko und Personen über 65 Jahre an der Reihe. Insgesamt haben so bereits rund 4.900 Personen eine weitere Dosis erhalten.

Die völlig unverständliche Sturheit und Unbelehrbarkeit der Impfungs-Verweigerer führt zwangsläufig zu folgender Frage: Wieviel Tote hätte das Corona-Virus mittlerweile in Hallein, im Tennengau, in unserem Bundesland, in Österreich, in Europa und weltweit bereits gefordert, wenn es bis heute keine wirksamen Impfungen gegeben hätte? Darüber sollten die gemeingefährlichen Impfungs-Verweigerer, die eine erhebliche Gefahr speziell für alle anderen Ungeimpften darstellen, gefälligst endlich einmal nachdenken. Natürlich nur dann, falls sie dazu überhaupt imstande sind… – (Odo Stierschneider, Landes-Korrespondenz. Foto: Corona-Archiv).

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Was 1871 als „Holzfiguren-Schneideanstalt“ und als älteste berufsbildende Schule Österreichs begann, hat sich in 150 Jahren glanzvoll zur zweitgrößten, allseits bekannten Schule des Landes Salzburg entwickelt. „Die Höhere Technische Lehranstalt Hallein ist zum international viel beachteten Vorzeigemodell in Sachen berufsbildenden Schul- und Ausbildungswesens geworden“, betonte Bildungs-Landesrätin Daniela Gutschi bei den Festlichkeiten zum Jubiläum. Auch Landesrätin Daniela Gutschi gratulierte zum festlichen Jubiläum 150 Jahre HTL Hallein. Dazu unser Foto oben. Im Bild von links nach rechts: Erzbischof Franz Lackner, Bürgermeister Alexander Stangassinger, Direktor Volker Hagn, Bildungsdirektor Rudolf Mair und Direktor a.D. Roland Hermanseder. Für Bildungsminister Heinz Faßmann ist die Schule bekannt für ihre intensiven Kontakte zur regionalen Wirtschaft, „was nicht zuletzt durch ein aktives Kuratorium und viele unterstützende Betriebe unter Beweis gestellt wird“, so Faßmann und hob dabei besonders die große Bildhauerschule samt Meisterschule hervor: „Die HTL Hallein unterstützt die Salzburger Festspiele mit Fachkräften und leistet insgesamt einen wesentlichen Beitrag für die Kreativwirtschaft von Salzburg.“

 

BILDUNGS-LANDESRÄTIN DANIELA GUTSCHI:
,,PRODUKTIVE SCHMIEDE DER FACHKRÄFTE VON MORGEN.‘‘

 

Was die HTL Hallein für Landesrätin Daniela Gutschi auszeichnet, „ist nicht nur die fundierte Ausbildung in den Bereichen Holz, Metall, Stein und Kunst, es ist die Begeisterung, mit der die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Innovatives gemeinsam umsetzen. Die breit aufgefächerten Schwerpunkte der HTL Hallein auf den Säulen Holz, Metall und Kunst und Design gehören mit zur produktiven Antwort auf den hierzulande gerade aktuell immer lauter werdenden Ruf nach gut ausgebildeten Fachkräften im Handwerk und im technischen Bereich“, so Gutschi.

 

DIE STÄRKEN DER HTL HALLEIN:
GESTALTUNG, TECHNIK UND WIRTSCHAFT

 

Die Schule bietet heute Raum für rund 1.150 Schülerinnen und Schüler bei leicht steigender Tendenz. Mit einer Fachschule für Bildhauer, für Tischler und für Steintechnik und Steingestaltung, für Maschinenbau und für Mechatronik sowie höheren Abteilungen für Holzbau, Innenraumgestaltung, Wirtschaftsingenieure und Betriebsinformatik bietet sie umfassende Möglichkeiten für einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt. Ergänzt werden die Hauptformen durch Aufbaulehrgänge für Produktdesign, Hochbau und Seilbahntechnik, Bauhandwerkerschulen für Zimmerer und für Steintechnik, einer Meisterschule für Bildhauer sowie einer Abendschule für Wirtschaftsingenieure. – (Text und Foto: Landes-Korrespondenz).

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Medienkunst und Medienkultur in Form von Skulpturen, Rauminstallationen, Video- und Audio-Installationen, Performances & Konzerten, Lesungen und einer App. Am Freitag, 1.10. endete das 19. MedienKulturFestival ,,Schmiede21: WAR‘‘ wie immer mit einer Werkschau in der Alten Saline auf der Pernerinsel, die alles zeigte, was die Smiths mit viel Kreativität und Witz in den letzten zehn Tagen technisch perfekt umgesetzt hatten. Rund 90 TeilnehmerInnen erlebten, was alles in den zurückliegenden zehn Tagen im inspirierenden Ambiente der Alten Saline entstand. Zur allgemeinen Freude wieder mit registriertem Publikum vor Ort, wurde die Werkschau zu einem Abend voller Erlebnisse für Augen, Ohren und Geist. „Die Werkschau ist ein Feuerwerk der digitalen Genügsamkeit, das dank der Unterstützung durch die Stadtgemeinde Hallein, das Land Salzburg und die Republik Österreich auch 2021 wieder stattfinden konnte. Die Werkschau soll wieder ein wunderbarer Abend im wahrsten Sinn des Wortes werden,“ so eröffnete Rüdiger Wassibauer, künstlerischer Leiter der Schmiede Hallein (1. Foto oben), den festlichen Abend. Die Schmiede schloss damit wieder für ein Jahr ihre Tore. Nun wird im virtuellen Netzwerk weitergearbeitet, bis es 2022 zum zwanzigsten Mal heißen wird: „Welcome to the Playground of Ideas“.

 

Rund 90 Smiths aus USA, Japan, BRD und ganz Europa ließen es sich nicht nehmen, nach Hallein zu kommen. Im Vorfeld des Schmiede-Produzent/innen-Festivals, wurde die Alte Saline im Rahmen der „Ynselzeit“ bereits ab Anfang September mit einem vielfältigen, partizipativen Programm zu Kunst und Kultur bespielt. Wieder gilt das von Schmiede Hallein initiierte Programm als gelungenes Beispiel, wie eine Kultur-Veranstaltung, trotz strenger Covid Regelungen, erfolgreich abgewickelt werden kann.

 

,,WAR‘‘ – so lautete das vielschichtige Jahresthema der Schmiede 2021. Wie kam dies zustande? Schmiede-Initiator Rüdiger Wassibauer will ,,WAR‘‘ als Initialwort für „We Are Right“ verstanden wissen. Es geht ihm um das Phänomen des „Recht-haben-Wollens um jeden Preis“. Dieses dominiert – leider – zunehmend das aktuelle Weltgeschehen. Aus diesem künstlich aufgebauten Druck möchte Wassibauer die Schmiede herausschälen: „Wir sind eine Insel des aktiven Tuns, es geht um Kooperation, Unterstützung und Organisation, Kunst und Zeitgeist sind hier wichtig. Wir träumen von einer Freiheit, die nicht sofort Sicherheit meint. Darum begeben wir uns gemeinsam auf die Suche und erkunden, welche Bedeutung ,WAR‘ wohl haben könnte.“

 

Eine unglaubliche Vielfalt von Technologien und Materialien boten die 58 Projekte, die auf der abschließenden Schmiede-Werkschau gezeigt und während der Führung von Rüdiger Wassibauer vorgestellt wurden: Von Apps und modernster Bild- und Tontechnik über Latexobjekte, interaktive Salzsteine, Eigenblut bis zu Pilzen und Mycel, Zweigen und Blättern. Der Spielplatz der Ideen war überwältigend.

 

EIN AUSZUG AUS DER
GEBÜNDELTEN SCHMIEDE-KREATIVITÄT

Unter dem Titel „Feeling with your skin” zeigten Matthias Krauß und Alexandra Reichart Hautabzüge aus Latex. Es geht dabei um die Frage, wie nahe man einem anderen Menschen kommen kann. Der exakte Körperabdruck als Symbol der Nähe, bei dem es nicht nur um eine „schöne“ Hülle geht, sondern um ein ehrliches Abbild des Körpers. 

 

,,Tracht neu gedacht‘‘ zeigte David Grieshammer: „Generative Tracht“ entwickelt neue computergenerierte Muster – fernab vom Lokalpatriotismus, mitten in unserer vernetzten Welt.

 

Hannes Bernhofer experimentierte mit Eigenblut, das für ihn „WAR“ = Krieg am besten symbolisiert. Zwölf Kanülen hat er sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen abgenommen und auf Leinwänden aufgebracht und beobachtet, wie das Blut sich verhält, wie es eintrocknet, dabei Risse und feine Craquelés entwickelt. 

 

Mit dem unsichtbaren Mycel hinter den für uns sichtbaren Pilzen beschäftigten sich Thu Trang Eva Ha, Artist in Residence der V2_ Summer Session, und Kolleg/innen: Es hilft anderen Lebewesen um zu überleben. Seine Arbeit im Hinter- oder Untergrund wird hör- und sichtbar gemacht. Auch um Crypto-Fungis in einem „Mush room“ – und wie sie die Welt retten können – ging es in einer Installation. 

 

Lisa Hofer arbeitete bei „Salt body“ mit zwei Salzsteinen und setzte sie in Verbindung mit digitaler Kommunikation: Der menschliche Körper besteht aus Salz und Wasser. Kommunikation ist Austausch und hinterlässt Spuren. Wassertropfen fallen auf die Salzsteine, dringen ein, hinterlassen Spuren und tropfen schließlich auf einen verspiegelten Untergrund, wo sie wieder in einer neuen Form kristallisieren.

 

„Virus Dice“ oder „Leben ist ein Spiel von Wahrscheinlichkeiten und Zufällen“ oder „Nichts ist völlig sicher. Nichts ist völlig unsicher.“  – Martina Fröschl vom Science Visualization-Lab der Universität für Angewandte Kunst in Wien, leistet mit ihrem Spiel Überzeugungsarbeit für den wissenschaftlichen Zugang zu Covid-19: Visualisierungen von SARS-Cov-2 zeigen, wie die Infektion vor sich geht. Mit Würfeln werden die Prozesse angestoßen – so oder so.

 

Das adhocrates collective – Kathi Macheiner, Lilo und Mac Krebernik und Kinder – und die drei Dramas Micha, Thomas und Kara Grusch bauten im Tower der Alten Saline einen perfekten Spielplatz für kleine und große Kinder auf: Beim „Whirly Air Race“ wirbelten und rotierten Spielfiguren auf einem Karussell und schubsten aufgeblasene Bälle. 

 

Micha Grusch alias Frau Drama und Barbara Connert-McDonaugh recycelten und dekonstruierten die Überreste der MiniSchmiede: Sie nützen die Ästhetik von Platinen für ihr Work-in-Progress Projekt „Platina“. 

 

„Bodily Heirlooms“ von Mascha Beuthel beschäftigte sich damit, was wir unseren Nachfahren hinterlassen können. Auf Stoff im guten, alten Stickrahmen entstanden mit farbiger Stickerei, Perlen und integrierten Leiterbahnen bemerkenswerte Installationen, die der nächsten Generation zeigen, wie das Handwerk 2021 auch aussehen kann. 

 

Ein Salzstein bildete das Tor zur Verbindung mit der Spiritualität: Er wurde durch Berührung zum Leben erweckt. Der Spirit von LAKSHMI sendete Botschaften aus einer Parallelwelt, die in Form einer audiovisuellen Installation auf die Holzwand im alten Salzlager projiziert wurde.

 

Im Paperwork-Projekt „Ist / War“ bearbeitete Kathi Macheiner Motive der Alten Saline und transformierte sie in Schablonen, die auf Tapetenrollen gedruckt wurden. 

 

Der Boiler stand im Zeichen von Audio-visuellen Installationen: „Analogue ambient Tekkno“ vereinigt sechs Schlagzeug-Becken, einen Kontrabass-Bogen, Kontakt-Mikrofone und modifizierte Schlägel in einer Loop-Maschine für Gitarren. Echter ,,Tekkno‘‘, aber vollkommen analog. 

 

Bernhard Hollingers „Music for Light Bulbs“, war eine immersive, audiovisuelle Performance, die den Betrachter durch die Dunkelheit in eine meditative Stimmung versetzen und auf eine quasi-schamanische Reise durch das Essentielle von Ton und Licht führen sollte. 

 

Einen Kontrast dazu bildete der „Magical Forest“ des Teams aus Analogue Accomplices Lab und Freischütz Lab: Die Installation zeigte den Zwischenstand nach einer Woche Recherche und vertiefenden Experimenten zur Inszenierung der Oper ,,Der Freischütz‘‘ und zum Umgang mit Textmaterial. Das Endergebnis soll im Februar 2022 in Graz aufgeführt werden. 

 

Zwei-Hauben-Koch Sebastian Pongruber stellte drei Versuchskaninchen auf die Probe: Bei Yns(el)ekten Cooking geht es um Wahrnehmung und Täuschung und um die Erfahrung, Insekten bewusst oder unbewusst zu essen. Pongruber servierte zwei Gerichte, eines mit und eines ohne Insekten. Die Testesser/innen haben keinen Unterschied bemerkt. Insekten sind also nicht ekelerregend und als Grund-Nahrungsmittel und Eiweiß-Lieferanten mit 10fach geringerer CO2 Bilanz als Fleisch (!) mehr als denkmöglich. 

 

Chris Schratt lud das Publikum ein, die Fahrräder seiner Nachhaltigkeits-Talkshow „Hero Match“ zum Spielen des Vintage Pixel Games zu nützen: Süße aber auch saure Orangen werden im Zusammenspiel der beiden Radler gesammelt.

 

Johannes Knop hatte seinen ORCA Suitcase weiterentwickelt und praxistauglich gemacht: In einem einzigen Koffer werden fünf Korg Volcas via MIDI durch einen Computer – basierend auf der Programmiersprache ORC? – gesteuert. Die einzige Energiequelle ist eine handelsübliche Powerbank.

 

Der Japaner Katsuki Nogami, Gast im Rahmen der subnet-AIR, beschäftigte sich mit Identitätsdiebstahl: In „Skin Records“ werden Selfies mit Filtern – wie der Make-up-App Instagram – von ihrer Realität getrennt. Sie kaschiert unliebsame Details, die unseren Idealen nicht entsprechen – wie etwa vergrößerte Poren und Akne. Das Video verdeutlicht den Konflikt zwischen Ideal sowie Wirklichkeit und Technologie. 

 

Matthew Mosher aus USA inszenierte seine, seit Anfang September wachsende Work-in-Progress Installation ,,Inveiglement‘‘ aus zerschnittenen Rettungsdecken in Form einer rituellen, indianisch anmutenden Tanz-Performance im Salz der Alten Saline.

 

2021 neu: Das SchmiedeRadio, das Festivalradio zur Ynselzeit und zur Schmiede Hallein, ausgestrahlt täglich von 12.06 bis 12.36 auf den Frequenzen der Radiofabrik. Die Beiträge können auch jetzt noch online nachgehört werden: https://radiofabrik.at/programm/sendungen/sendungen-von-a-z/schmiederadio/

 

BEI DER 5. MINISCHMIEDE GAB ES
15 KÄMPFER UND ERSTMALS 15 TÄNZER
Auch heuer gab es wieder das Pendant des Work-in-progress Festivals für Kinder. Bei der MiniSchmiede trafen sich 22 Mädchen und Buben zwischen 7 und 11 Jahren aus Hallein und Umgebung, Salzburg und Wien. Mit Unterstützung von Sophie Birkmayer und Tammo Claassen vom Do!Lab Saalfelden, Jeannette Römer (subnet), Hannah Shong und Isabella Thalec (HCI), sowie den Mini-Tutoren Valens und Oskar, wurde wieder mit vom Do!Lab beigestellten Material geschnitten, gelötet, gefeilt, gesteckt und geklebt was das Zeug hält. Aus den dekonstruierten Bauteilen aus Computern, Druckern, ferngesteuertem Spielzeug, Bügeleisen, Kaffeemaschinen aber auch aus Knetmasse, Holzstäbchen, Federn und anderen Materialien entstanden phantasievolle Roboter. Beim der abschließenden Roboter-Präsentation, heuer erstmals nicht nur als Hebocon sondern auch als Danceocon, traten insgesamt 30 Kreationen an – 15 Kämpfer und 15 Tänzer. Georgs „Windblitz“ besiegte Bens „Nami“. Beim „Danceocon“ hatte schließlich der Pechvogel des „Hebocons“ Nici mit „Bügeleisen“ mit 18 Punkten die Nase vorn.

 

ACHT LABORE ALS ANDOCK-STELLEN
UND IDEEN-GENERATOREN

2021 fanden sich acht Labor-Initiativen auf der Pernerinsel in Hallein ein, die sich am 23.9. vorstellten:

Im ,,Virus Dice Interaction Lab‘‘ von Martina Fröschl (Angewandte), wurde ein Würfelspiel als Teaser und zur Bewusstseinsbildung, zu den wissenschaftlichen Visualisierungen und Animationen zum Ablauf einer Covid-19 Infektion, entwickelt. Der Würfel symbolisiert den Zufall – nichts ist völlig unsicher, nichts ist völlig sicher.

 

Im ,,Textile and Sound Lab #2‘‘ beschäftigten sich Marius Schebella und Gertrud Fischbacher wieder damit, wie Sound sichtbar und Textilien hörbar gemacht werden können.

 

Im ,,Studio 3 Lab‘‘ des HCI, unter der Leitung von Dorothé Smit, ging es um Interaktions-Design im weitesten Sinn. Man arbeitete mit Licht, forschte an smart materials und Textilien, entwickelte experimentelle Designs, beriet aber auch Interessierte zu technischen Fragen und stellte spezielles Equipment zur Verfügung.

 

Der ,,GameJam / Jamisland‘‘ – vom Konzept zum fertigen Computerspiel in drei Tagen – konnte unter Leitung von Rene Baumgartner wieder live in der Alten Schmiede stattfinden.

 

Das ,,Meme War Lab‘‘ setzte Bilder in Memes um und beschäftigte sich mit dem Eigenleben, das Memes entwickeln können.

 

Im ,,Freischütz-Lab‘‘ bearbeiteten Markus Boxler (Bühnen-Bildner und Kultur-Vermittler), Bernd Gutmannsbauer (Philosoph und DJ) und Kristina Gorke (klassisch ausgebildete Opernsängerin) die Oper von Carl Maria von Weber aus experimenteller Sicht. Für eine Aufführung im Februar 2022 in Graz wird der Stoff neu arrangiert, gekürzt und auf den Aspekt des gesellschaftlichen Drucks, eine Leistung zu erbringen fokussiert.

 

Im ,,Analogue Accomplices Lab‘‘ von Kristina Gorke und Bernd Gutmannsbauer ging es um analoge Techniken, heuer um Textinterventionen und die Kraft der Texte.

 

Das ,,adhocLAB‘‘ von Kathi Macheiner, Lilo Krebernik & den drei dramas, baute auf Anregung der Kinder am Moving Looping Louis, einer Serie von Spielgeräten.

 

WAS KANN KUNST FÜR DIE WISSENSCHAFT,
WAS KANN WISSENSCHAFT FÜR DIE KUNST TUN?

Diese Frage wird zunehmend zum zentralen Thema der Schmiede Hallein. Von Freitag bis Sonntag stellten die Künstler/innen und Forscher/innen der drei „Artist in Residence“ Programme sich und ihre Projekte vor. Den Anfang machte am Freitag, 24.9. die Akademie Hallein mit Mimu Merz und ihren Hörschnipseln, Antoni Rayzhekov, der das Jahresthema in W(e) A(re) R(ebellious) umdeutete und Zwei-Hauben-Koch Sebastian Pongruber, der sich mit Insekten als Nahrungsmittel befasst. Samstag schloss die Summer Session des V2_, Lab for the Unstable Media, Rotterdam an: Thu Trang Eva Ha präsentierte ihr Projekt über das Mycel der Pilze als Metapher zu Vernetzung, Kurator Florian Weigl stellte V2_ vor, das Lab for Unstable Media wird 2021 40. Am Sonntag stellte subnet seine Artists Nora Jacobs zum Thema Horizonte, Margarethe Maierhofer-Lischka zum Phänomen Stimme und Katsuki Nogami, der sich mit Identitätsdiebstahl im Internet beschäftigt, vor. 

 

TRANSFER TALK No. 2 | SCIENCE AND ART:
ARBEITS-PROZESSE IN KUNST UND FORSCHUNG

Der Transfer Talk – No. 2 | Science and Art, eine Kooperation des Wissenstransfer-Zentrums West mit der Schmiede Hallein und subnet, widmete sich am 27.9. den Arbeits-Prozessen und Arbeits-Situationen in Kunst und Forschung. Die speziellen Fragen des Abends: Was passiert, wenn Künstler/innen und Forscher/innen miteinander an Projekten arbeiten? Profitieren beide Seiten von den Unterschieden in den Methoden und Arbeitsweisen oder erschweren die Unterschiede die Kooperation? Im Gespräch mit dem Publikum: Nathalia Campreguer (Computer-Wissenschaftlerin am Center for Human-Computer Interaction der Universität Salzburg), Florian Weigl (Kurator, V2_ Lab for the Unstable Media, Rotterdam) und Rüdiger Wassibauer (künstlerischer Leiter der Schmiede Hallein und subnet), Moderator Marius Schebella (Künstler und Forscher an der FH Salzburg).

 

25 TEILNEHMER ARBEITETEN
AN SECHS PROJEKTEN ZUM THEMA ,,DARWIN AWARD‘‘

Die diesjährigen Projekte des Game Labs entstanden wieder vor Ort in der Alten Schmiede der Saline, perfekt organisiert von Rene Baumgartner und Philipp Götz (Redox Interactive) sowie Florian Jindra (FH Salzburg). Insgesamt arbeiteten an die 25 Teilnehmer/innen an sechs Projekten zum Thema ,,Darwin Award”. Das Thema war beim Start des Game Jams am 24.9. gemeinschaftlich festgelegt worden. Die Teams entwickelten Spiel-Prototypen mit unterschiedlichen Ausrichtungen, die während der Werkschau am 26.9. vorgestellt und bewertet wurden: Platz 1 für „B.O.B – Blue on Blue“: Lemming Bob muss – in guter Lemmingmanier – versuchen, so rasch als möglich zu sterben, sein Gegenspieler Bodyguard Ivan soll das aber verhindern. Platz 2 für „Stack‘n’Wreck“, ein Videospiel für eine Person, bei dem es darum geht, das größtmögliche Chaos in einer Stadt anzurichten. Platz 3 für „Darwin Against Humanity“, ein Kartenspiel, angelehnt an „Cards Against Humanity“, mit dem Ziel, den eigenen Kartenstapel – und damit die eigenen Lebenspunkte – so rasch als möglich zu verlieren. Die Ergebnisse konnten auch während der Schmiede-Werkschau vor Ort vom Publikum nach Herzenslust ausprobiert werden. Alle Spiele-Prototypen sind online abrufbar: https://itch.io/jam/jamisland-schmiede2021/entries.

 

SECHS JAHRE LANG
ENTWICKELTE SICH DIE TALKSHOW

Am 29.9. hatte Christian Schratts „Hero Match – We Play Change“ Premiere. Sechs Jahre lang durfte sich die Nachhaltigkeits-Talkshow auf der Schmiede Hallein weiterentwickeln. Begonnen hatte es mit einem Kaugummi-Automaten. 2021 standen in der Alten Schmiede auf der Pernerinsel zwei Fahrräder, zwei Trockenhauben aus dem Frisiersalon, ein Diaprojektor, ein Mixer aus den 60er Jahren, Elemente eines Schlagzeuges, die gemeinsam mit modernster Kameratechnik und einem professionell aufgebauten Regiepult für Studio-Atmosphäre sorgten. Drei Gäste – Flaschentaucher Michi aus Leipzig, Sandra aus Wien, die einen plastikfreien Kaugummi aus Kiefernharz und Bienenwachs entwickelte, sowie Filmemacher Christoph aus Wien mit seinem Hochbeet-Cabrio und drei Musiker nahmen auf den beiden Rädern Platz, die zum einen das Filmset, zum anderen aber auch die Spielkonsole darstellen. Den Hintergrund bildete eine 6 m lange Leinwand, auf der das Pixel Vintage Game geboten wurde. Die Spieler mussten im Anschluss an die Interviews – mit Video- und Bildeinspielungen – Orangen sammeln, indem sie radelten – Super-Mario lässt grüßen. Fahrrad 1 bewegte die Spielfläche, Fahrrad 2 steuerte den „Cursorpunkt“. Je besser die Zusammenarbeit zwischen Moderator Schratt und seinem Gast funktionierte, desto mehr Punkte wurden erreicht. Und natürlich gab es süße und saure Früchte ...

 

IM NÄCHSTEN JAHR ZUM 20. MAL:
WELCOME TO THE PLAYGROUND OF IDEAS!

Am vorletzten Schmiede-Tag zeigten Arno Deutschbauer und Micha Elias Pichlkastner (Sective) ihre audiovisuelle Performance [?da?za?n]. Sie setzte sich – auf abstrakte Weise – mit der zunehmenden Loslösung der Menschen von ihrer unmittelbaren physischen Umgebung und dem Rückgang direkter zwischen-menschlicher Kommunikation auseinander. Auch 2021 bewährte sich die Alte Saline auf der Pernerinsel als anregende Umgebung für Kreative und Medien-Künstler/innen aller Genres. 3-G machte es möglich, heuer – wenn auch im kleinen Rahmen – wieder Publikum teilhaben zu lassen. Alle freuen sich bereits jetzt auf 2022, wenn es zum 20. Mal heißt: „Welcome to the Playground of Ideas“! – (Text und Fotos: Gabriele Krisch).

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Die Abendstunden des 17. Juli 2021, haben sich den meisten Halleinern unvergesslich ins Gedächtnis eingebrannt. Nach zahlreichen Wetterwarnungen vor drohenden heftigen Niederschlägen, gingen am Dürrnberg massive Muren mit Hangrutschungen nieder. Der Kothbach brach mit brutaler Heftigkeit aus seinem Bachbett und zog eine Spur der Verwüstung durch die Halleiner Altstadt. Der durch diesen Horror angerichtete Schaden war enorm. Zahlreiche Häuser und Wohnungen wurden unterspült und wurden überschwemmt. Straßen wurden durch die Wassermassen weggerissen, Keller und Parkgaragen standen komplett unter Wasser. Viele Familien und Unternehmer verloren ihr gesamtes Hab- und Gut, ihre gesamten Existenz-Grundlagen wurden im wahrsten Sinne des Wortes hinweggespült.

 

Noch in der gleichen Nacht wurde durch die Halleiner Medienagentur von Caroline Hubble die ,,Hilfe für Halleiner Hochwasseropfer‘‘ auf Facebook eingerichtet. Jene die Hilfe benötigten, sollten ihr Anliegen posten und jene die helfen konnten, sollten gleich aktiv werden. Tatkräftige Unterstützung erhielt Caroline Hubble von Sebastian Bohrn Mena von der europaweit bekannten Plattform OEKOREICH. Ein ausführlicher Artikel zur Situation Hallein wurde verfasst, der österreichweit erschien. Als man erfuhr, dass das Spendenkonto der Stadtgemeinde Hallein erst mit Ende des Jahres zur Auszahlung kommen sollte, legte man umgehend über die Stiftung ein Spendenkonto an. Denn man war sich sofort darüber einig – raschere Hilfe musste her. Am 24.9.2021 war es dann soweit: In die Halleiner Buchhandlung ,,Leseträume‘‘ – Inhaberin Jaqueline Brabec – wurden die betroffenen Familien vom großartigen Sebastian Bohrn Mena, seiner fantastischen Gattin Veronika und von der immer wieder im richtigen Moment aktiv einschreitenden Caroline Hubble zu einem Beisammensein mit Spendenübergabe geladen. Auch zahlreiche Politiker folgten dieser Einladung. So Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl, bekanntlich ehemaliger Bürgermeister der Stadt Hallein, der trotz zahlreicher Aufgaben es sich nicht nehmen ließ, der Spenden-Übergabe beizuwohnen. Ebenso erschienen die Landtags-Abgeordnete und Halleiner Stadträtin Kimbie Humer-Vogl mit ihrem Mann Stadtrat Ing. Wilfried Vogl, Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger, Vize-Bürgermeister Florian Scheicher, Gemeindevertreterin Katharina Weissenbacher, Gemeindevertreter Ing. Christian Rainer und Sportstadtrat Josef Sailer.

 

Insgesamt handelte es sich um 12 Familien die eine Soforthilfe erhielten aber auch in den Genuss der nach wie vor tollen anhaltenden Hilfsbereitschaft der Halleiner Wirtschaft kamen. Um die Wertschöpfung in Hallein zu belassen, wurden mit dem Spendengeldern Kelten-Euros angekauft, mit denen in mehr als 140 Halleiner Geschäften und Betrieben eingekauft werden kann. Ein wichtiges Zeichen setzte Halleins Wirtschaft: Um den vom Hochwasser Betroffenen zu signalisieren, dass sie nicht alleine sind, war es Caroline Hubble möglich, allen Betroffenen zusätzlich mit einer Geschenks-Box Freude zu bereiten: Diese enthielt Gutscheine für 20% Preis-Nachlass, die man bei Farben Schober, Inhaber Sabine und Christian Henökl, und bei Halleins Fliesen- und Bodenspezialist Huttegger, Inhaber Florian Huttegger, einlösen konnte, um die anstehenden Renovierungen zu erleichtern. Weiters befand sich darin ein Gutschein in Höhe von € 20.– der Fa. Benetton, Inhaber Denka Nakicevic und verschiedene kulinarische Köstlichkeiten des Halleiner Handels. Einen aufheiternden schönen Blumenstrauß, erhielten alle Beteiligten von Blumen Ruhnau, Inhaberin Therese Tschematschar.

 

Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl eröffnete das erfreuliche Beisamensein mit den Worten: „Wer rasch hilft, hilft doppelt“ und bedankte sich bei Sebastian Bohrn Mena und dessen Gattin und sowie bei Caroline Hubble für deren Einsatz – einmal mehr zeige sich der tolle Zusammenhalt der Halleiner und erinnere ihn das an das furchtbare Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002. Als damaliger Bürgermeister der Stadt Hallein stand Christian Stöckl hier großen Herausforderungen gegenüber. In seinen Ausführungen zum jetzigen Hochwasser betonte er einmal mehr, dass keiner der Betroffenen im Stich gelassen werde. So führte er auch aus, dass man 2002 bereits in der ersten Woche ein Gremium eingerichtet habe, um den von Hochwasser Schwerstbetroffenen sogleich finanziell unter die Arme greifen zu können. Stöckl: ,,Es war eine sehr schlimme Situation, zumal es auch ein Todesopfer gab“!

 

Halleins Bürgermeisters Alexander Stangassinger bedankte sich für die Initiativen des Ehepaars Bohrn Mena und von Caroline Hubble, betonte aber einmal mehr, dass derzeit keine Spenden vom Spendenkonto der Stadt Hallein ausgezahlt werden: ,,Es ist richtig, dass sich eine halbe Million Euro am Spendenkonto befinden, aber erst bei der nächsten Gemeinderats-Sitzung am 4 Oktober wird entschieden, wann und wie das Geld an die Hochwasser-Betroffenen ausbezahlt wird“.

 

Vier der 12 Familien die hier berücksichtigt werden konnten, kämpfen aktuell gegen die Krankheit Krebs, leben von einer kleinen Invalidenrente, kämpfen täglich um ihr Dasein. Eine Familie davon hat zwei Kinder, wissen nicht ob sie in der Wohnung die sie erhalten haben, (sie haben alles verloren!) verbleiben können. Auch um die Anschaffung für die Winterbekleidung macht man sich Sorgen. Eine furchtbare und für die Krankheit keine hilfreiche Situation, wenn man sich ständig fragen muss wie es weiter gehen soll… Vier Halleiner Familien sind besonders schlimm betroffen, wissen nicht wie sie weiter machen und woher sie die Kraft nehmen sollen, sie sind besonders verzweifelt. Auch die restlichen Familien haben größte finanzielle Probleme.

Schließlich kam es am Rande der Spendenübergabe auch noch zu einem geradezu historischen, dreifachen Bürgermeister-Treffen: Auf dem letzten Foto oben, nach der erfreulichen Bilderreihe von der wichtigen Spendenübergabe vor der Bücherei ,,Leseträume‘‘, von links nach rechts der amtierende Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger, links neben ihm Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, Bürgermeister von Hallein in den Jahren 1999 bis 2013 und ihm gegenüber Franz Zambelli, Bürgermeister von Hallein in den Jahren 1995 bis 1998. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, appellieren Salzburgs Sozialpartner dringendst an die Bevölkerung, sich endlich gegen Covid-19 immunisieren zu lassen: „Es geht um die Gesundheit aller und die Sicherheit für den Wirtschaftsstandort, die Arbeitsplätze sowie das soziale Zusammenleben. Wir wollen so schnell wie möglich in Richtung Normalität kommen und die Pandemie hinter uns lassen. Wer jetzt noch nicht geimpft ist, sollte dies raschest nachholen!“

 

Die aktuell mit rund 57 Prozent immer noch unglaublich erschreckend niedrige Durchimpfungsrate in der Gesamtbevölkerung, schweißt die Verantwortlichen zusammen. „Wir ziehen alle an einem Strang, und die Sozialpartner setzen damit ein starkes Zeichen des gemeinsamen Willens“, freut sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer über den Schulterschluss von Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschafts-Kammer sowie der Industriellenvereinigung zur Erhöhung der Impfbereitschaft. „Wir werden aufklären, wo immer es nötig ist und zünden mit diesem gemeinsamen Appell noch einmal den Turbo, damit wir sicher durch den Herbst und Winter kommen“, fügt Gesundheitsreferent Christian Stöckl hinzu.

 

Natürlich müssen auch wir von der Arbeiterkammer mit Aufklärung und Vorleben versuchen, die Menschen zu überzeugen, sich impfen zu lassen“, so Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder. „Jeder Arbeitgeber weiß, dass er eine Durchimpfungsrate von etwa 80 bis 85 Prozent braucht, damit er den Betrieb nicht gefährdet. Und genauso brauchen wir das im gesamten Land Salzburg“, fügt Wirtschaftskammer-Präsident Peter Buchmüller hinzu. Das Land steckt sich daher auch ein klares Ziel für die nächsten Wochen: „Wir müssen noch einmal zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung überzeugen. Das schaffen wir mit fachlicher Aufklärung, einem weiterhin breiten Impfangebot, mit Schulterschlüssen wie diesem und über das direkte Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und Vereine, wo die Impfquote noch unter dem Schnitt liegt“, so Stöckl.

 

„Die Industrie ist schon seit dem Sommer mit den betrieblichen Impfstraßen dabei, die Impfquote nach vorne zu bringen. Auch die Regeln, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Arbeitsplatz kommen können, Stichwort 3G, bringt etwas, um die Menschen dazu zu begeistern, auch impfen zu gehen“, meint Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung. „Wir spüren es alle im alltäglichen Leben und werden es nur gemeinsam schaffen, wenn wir eine entsprechende Durchimpfungsrate haben. Das Ziel muss sein, dass wir in einen möglichst normalen Herbst und Winter hineinkommen. Deswegen gibt es diesen Schulterschluss“, betont der Präsident der Landwirtschaftskammer, Rupert Quehenberger.

 

Fünf entscheidende Gründe für die Corona-Impfung: Gut für Dich selber: Bestmöglicher Schutz vor schweren Krankheitsverläufen mit Todesfolge und vor Langzeitfolgen wie Long Covid. – Gut für Deine Familie und Freunde: Geringeres Risiko, das Virus zu übertragen und andere anzustecken. – Gut für die Gesundheitsversorgung: Entlastung der Spitäler, damit keine Operationen und Behandlungen verschoben werden müssen. – Gut für Arbeit, Bildung und Veranstaltungen: Möglichst sicheres und „normales“ Schul-, Berufs- und Sozialleben. – Gut im Kampf gegen die Pandemie: Weniger Chancen für Virus-Mutationen und effektivster Weg aus der Pandemie.

 

Die Angebote zur Corona-Schutzimpfung ohne Anmeldung gibt es auch in den nächsten Monaten weiterhin. Je nach Witterung wird der Impfbus so platziert, dass kein langes Warten in der Kälte oder bei Regen und Schneefall vorkommt. Termine für die zweite Dosis sowie alle weiteren Details findet man unter www.salzburg.gv.at/einfachimpfen. Kostenlose Termine können nach wie vor bei der niedergelassenen Ärzteschaft, unter www.salzburg-impft.at und telefonisch unter 1450 vereinbart werden.

Auf unserem Foto oben von links nach rechts, appellieren IV-Präsident Peter Unterkofler, WKS-Präsident Peter Buchmüller, Peter Eder, Präsident der Arbeiterkammer Salzburg, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Rupert Quehenbrger, Präsident der Landwirtschafts-Kammer Salzburg, gemeinsam an die Bevölkerung, sich verantwortungsbewusst, im Interesse der eigenen Gesundheit, gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. – (Text und Foto: Land Salzburg).

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Die Gestaltung von Kreisverkehrs-Innenkreisflächen, sagt viel über die Gesinnung der jeweils dafür zuständigen Gemeinde aus. Grundsätzlich ist eine überaus breite Gestaltungs-Möglichkeit gegeben. Dazu unsere ersten 4 Fotos, die völlig unterschiedliche, auswärtige Kreisverkehrs-Gestaltungen zeigen – sie alle beeindrucken durch einen erstaunlichen Gestaltungswillen. Zurück nach Hallein. Dass sich der SALZSCHREIBER nun mit dem Thema Kreisverkehrs-Gestaltung befasst, hat einen ganz bestimmten Grund. Vor 10 Jahren, im Jahr 2011, vollbrachte der heutige Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, als Bürgermeister der Stadt Hallein, eine Großtat im Bereich der Kreisverkehrs-Gestaltung. Ihm ist zu danken, dass für den Kreisverkehr vor der Autobahn eine große Kopie der berühmten keltischen Schnabelkanne vom Dürrnberg (Fotos oben 5 und 6) geschaffen wurde – ein vornehmer und eindrucksvoller Gruß an alle Besucher der Stadt, die über die Autobahn nach Hallein kommen. Die feierliche Einweihung fand am 23. September 2011 statt.

Man hätte sich gewünscht, dass dies als verpflichtendes Vorbild angesehen würde, um auch die übrigen 4 Kreisverkehre auf ähnliche Art, beispielsweise mit der Keltenmaske, mit dem Goldkugel-Kopfschmuck etc. zu gestalten. Doch die hinreißende Initiative von Bürgermeister Christian Stöckl blieb leider ein herausragender Einzelfall. Alle anderen Kreisverkehre bieten entweder das Biotop für die roten Erdal-Firmenfrösche, wie die beiden Kreisverkehre zu beiden Seiten der Heidebrücke (Fotos oben 7 und 8), oder zeigen sich durchaus mit erheblichem Aufwand gepflegt wie die beiden Kreisverkehre zu beiden Seiten der Bahnüberführung (Fotos oben 9 und 10). Doch die fantastische Chance, alle Kreisverkehre der Keltenstadt Hallein mit niveauvollen Objekten aus dem Keltenmuseum zu schmücken, um Hallein sichtbar als Keltenstadt zu präsentieren und um damit auch wirkungsvolle Werbung für das hinreißende Keltenmuseum in Gang zu setzen, sie wurde bedauerlicher Weise nicht genützt – zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt. Es müsste für jeden der künftigen vier Halleiner Bürgermeister ehrenvolle Verpflichtung sein, dafür zu sorgen, dass unter seiner Amtsführung zumindest ein Kreisverkehr mit einer keltischen Attraktion ausgestattet wird. – (Odo Stierschneider. Fotos OST).

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Bis über das Jahr 1200 zurück, reicht die Geschichte der Salzsole-Gewinnung oben auf dem Halleiner Dürrnberg und deren Verdampfung in Salinen unten in der Halleiner Altstadt. Von dort wurde das Salz entweder mit Pferdfuhrwerken oder mit Schiffen auf der Salzach abtransportiert. Das endgültige Ende der Salzproduktion brach im Jahr 1989 über Hallein herein. Vor 32 Jahren also. Eigentlich hätte man sich erwartet, dass zumindest das unerfreuliche 30-Jahre-Jubiläum zur Errichtung einer Schausaline in Hallein führen würde. Aber nichts dergleichen geschah. Doch oben auf dem Dürrnberg erkannten die Salzwelten und deren Eigner, wie wichtig die professionelle Demonstration der Salzherstellung aus Salzsole ist. So entstand am südöstlichen Rand des Keltendorfes ein neues Gebäude, eine Schausaline (Foto oben), in der alle Interessierten nun verfolgen können, wie unter Einsatz moderner Technologie, die Salzsole aus der Unterwelt des Dürrnberges zu weißem Salz verdampft wird. Durchaus ein Novum, denn noch nie (!) gab es auf dem Dürrnberg eine Saline. Das Salinenwesen war über Jahrhunderte hinweg stets unten in der Halleiner Altstadt angesiedelt.

Unten in Hallein auf der Pernerinsel, rostet dafür die letzte historische Salzsiedepfanne Europas in einem einsturzgefährdeten Gebäude vor sich hin – die Einsturz-Katastrophe wird nur durch einen Wald an absurden Holzstützen verhindert. Für die letzte Sudpfanne des über Jahrhunderte hinweg vor allem für die Stadt Salzburg bedeutsamen Halleiner Salzwesens, gab es bisher kein Konzept. Die Aktivitäten rund um die historische Sudpfanne werden sich wohl auch in den kommenden Jahren darauf beschränken, morsch gewordene Holzstützen auszutauschen. Auch heute noch, wäre eine kleine, handwerkliche Schausaline nach historischem Vorbild, eine großartige Attraktion in der Halleiner Altstadt. Zu ihrer Finanzierung wäre es wohl angebracht, die Stadt Salzburg mit einzubinden. Schließlich war sie die alleinige Nutznießerin der jahrhundertelangen Salzproduktion, während Hallein, durch Erlass der auch weltlich regierenden Salz-Fürsterzbischöfe, unfassbar und unbegreiflich bis heute, über mehrere Jahrhunderte hinweg, völlig leer ausging! Da gilt es wohl für die Stadt Salzburg gegenüber Hallein, endlich, endlich wenigstens einiges davon wieder gutzumachen…

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Die erfreulicher Weise schön renovierte Fassade jenes einsturzgefährdeten Gebäudes auf der Pernerinsel, in dem sich die historische Salzsiedepfanne befindet. FOTOS 2 bis 5: So sieht es hinter der schön renovierten Fassade aus – eine Welt des Schreckens. FOTO 6: Die Außenansicht der historischen Salzsiedepfanne. FOTOS 7 und 8: Die historische Salzsiedepfanne von Innen. FOTO 9: Rechts auf dem Foto ein Teil der historischen Salzsiedepfanne, links ein Teil der Trockenlange, auf der das Salz aus der Salzsiedepfanne getrocknet wurde. Beide Anlagen wurden von unten beheizt. FOTO 10: Eine historische Darstellung der Arbeiten rund um die Salzsiedepfanne. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Alois Oedl steht an der Spitze derjenigen, die sich um eine Belebung des Halleiner Stadtbildes bemühen. Und das täglich. Die fantastische Waren-Präsentation vor seinem schönen Geschäft ist preisverdächtig – nein, selbstverständlich längst schon preiswürdig! Sein erfreuliches Vorbild sollte eigentlich schon von der Mehrheit der Halleiner Geschäftsinhaber und Geschäftsinhaberinnen angenommen und ebenfalls realisiert worden sein. Die Stadtgemeinde und die Wirtschaftkammer hätten längst schon mit entsprechenden Anerkennungen und Auszeichnungen regieren müssen. Dennoch ist Alois Oedl unverdrossen um die tägliche Belebung des Halleiner Stadtbildes bemüht. Und nicht nur das, er sendet auch wichtige Signale aus. Mit dem Hinweisschild ,,Dank an alle, die unseren regionalen Handel unterstützen‘‘ gibt er ein wichtiges Signal in die richtige Richtung. Denn am zurückliegenden Höhepunkt der Corona-Krise war seitens der Zuständigen davon nichts zu bemerken. So bleibt es unvergessen, dass damals die Geschäfte in der Stadt schließen mussten, während die Einkaufs-Großmärkte weiterhin geöffnet waren und sich dort auch die Kunden der Einzelgeschäfte drängen mussten. Eine unfassbare und skandalöse Verzerrung der Konkurrenz-Verhältnisse. Dafür gab es von den Einkaufsmärkten, bei denen auch die Kunden der Geschäfte in Hallein einkaufen mussten, bisher keine Entschädigung für die betroffenen Einzelgeschäfte. Dies wäre jedenfalls eine anständige und korrekte Maßnahme gewesen… – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Der langjährige, unter mehreren Bürgermeistern problemlos an der Spitze der im Halleiner Rathaus tätigen Mitarbeiter agierende Stadtamtsdirektor Erich Angerer, ist offiziell nicht mehr Stadtamtsleiter. Damit ist die, bei der letzten Sitzung der Stadtgemeindevertretung vollzogene Abberufung des Amtsleiters rechtskräftig. Erich Angerer verzichtet auf Einsprüche gegen diese Entscheidung. Die Stadt hatte dem einstigen Stadtamtsleiter, da Angerer einer der wenigen unkündbaren pragmatisierten Gemeinde-Angestellten im ganzen Bundesland ist, bei gleichen Bezügen eine Stelle für Organisations-Entwicklung angeboten. Anfang Mai war der oberste Beamte des Halleiner Rathauses, wie der SALZSCHREIBER bereits berichtete, bei vollen Bezügen dienstfrei gestellt worden, der Bürgermeister (1. Foto oben), begründete diesen Schritt mit erheblichem Vertrauensverlust. Inzwischen werden seit Mai die Aufgaben des Amtsleiters (2. Foto oben), von drei Führungskräften im Stadtamt erledigt. Bekanntlich brachte Bürgermeister Stangassinger im August gegen Erich Angerer eine Disziplinar-Anzeige ein. Dabei geht es darum, dass der einstige Amtsleiter persönliche Akten über nahezu 100 Bedienstete der Stadtgemeinde angelegt haben soll. Auf seinem Dienst-Computer wurde auch Liedgut aus der NS-Zeit entdeckt. Angerer betonte dazu, dass er sich weder die persönlichen Akten noch das NS-Liedgut auf seinem Dienst-Computer erklären könne. Inzwischen erhielt er den Suspendierungs-Bescheid, womit er nur noch zwei Drittel seines Gehaltes ausgezahlt bekommt und wurde über die Einleitung eines Disziplinar-Verfahrens gegen ihn informiert. Angerer wird, wie er betonte, gegen die beiden Bescheide Einspruch erheben. Es ist jedenfalls zu hoffen, dass diese Auseinandersetzungen auf höchster Ebene des Halleiner Rathauses, im Interesse des guten Rufes der Stadt Hallein, ein baldiges Ende finden. – (Odo Stierschneider. 1. Foto oben: Stadtamt Hallein, 2. Foto: OST).

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Der Salzburger Dom geriet in den vergangenen Tagen plötzlich in die Schlagzeilen, als der Vorschlag unterbreitet wurde, man sollte seine brutalen, burgähnlichen und reizlosen Seitenfassaden (Foto 1 oben) durch Grünbewuchs optisch aufwerten. Es hätte ja nicht gleich die totale Grün-Überwucherung sein müssen, so wie auf unserem 2. Foto. Doch auch die Halleiner Stadtpfarrkirche ist Gegenstand ähnlicher Überlegungen. Genauer gesagt der Kirchturm, der mit seinem spröden Beton-Design (Fotos 3 und 4) – er wurde auch schon als Betonklotz bezeichnet – sich allzu deutlich vom Kirchengebäude abhebt. Zumindest teilweiser Grünbewuchs würde den Kirchturm zweifellos optisch angenehmer in Erscheinung treten lassen. Das würde auch für andere Objekte gelten, die sich für Grünbewuchs auf den Fassaden anbieten. So etwa die Nord- oder Festspiel-Fassade der Alten Saline (Foto 5) auf der Pernerinsel. Die grauenvolle Parkplatz-Überdachung gehört natürlich entfernt. Oder das ungepflegte Gebäude in der Oberhofgasse (Foto 6). Aber auch die optisch wenig erfreuliche Mauer am Nordufer des Almflusses (Foto 7). Falls die aufgezählten Objekte tatsächlich mit teilweisem Grünbewuchs versehen werden und eine kluge Auswahl unter dem Grün-Angebot getroffen wird, dann wären drei Jahreszeiten optisch aufgewertet: Der Frühling durch bunte Blüten, der Sommer durch grünes Laub und der Herbst durch die bunte Verfärbung der Blätter. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Die Freiwillige Feuerwehr Hallein feierte am Samstag, 11. September 2021 ihr stolzes 150-Jahre-Jubiläum mit einem großen, ungemein beeindruckenden Festakt im Stadtzentrum und auf der Pernerinsel und der Segnung eines neuen Kommandofahrzeuges. „Kameradschaft, selbstlose Einsatzbereitschaft rund um die Uhr und ein Eckpfeiler der Gemeinschaft in der Stadtgemeinde, das zeichnet die Halleiner Feuerwehr aus. Die Feuerwehr der Stadt Hallein hat die volle Unterstützung des Landes Salzburg“, betonte Landeshauptmann-Wilfried Haslauer anlässlich der Feierlichkeiten und gratulierte herzlich zum Jubiläum. „Vor nicht einmal zwei Monaten, als der Kothbach die gesamte Altstadt nach einem schweren Unwetter überschwemmte, waren 220 Mann mit 35 Fahrzeugen, auch aus den Nachbargemeinden sofort im Katastrophen-Einsatz. Rasche, professionelle Hilfe, das zeichnet unsere Feuerwehren aus“, so Landeshauptmann-Wilfried Haslauer. Der Großeinsatz in Hallein ist noch den Bewohnern der Stadt in guter Erinnerung. Tagelang haben die Freiwilligen Feuerwehren gemeinsam mit den Soldaten des Pionierbataillons und der Halleiner Bevölkerung die Schäden beseitigt und aufgeräumt. „Diese Hilfsbereitschaft im Dienst am Nächsten beeindruckt mich sehr und mein besonderer Respekt gilt jenen, die immer bereitstehen, wenn Menschen in Not geraten“, betonte der Landeshauptmann.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Hallein-Hauptwache umfasst derzeit insgesamt 126 Mitglieder, davon 78 als aktive Einsatzmannschaft. Der Großteil der Freiwilligen kommt aus der eigenen Feuerwehrjugend. Der Fuhrpark besteht aus 14 Einsatzfahrzeugen, zwei Motorbooten, Schlauchbooten und Anhänger. Der dazugehörige Löschzug Bad Dürrnberg, der im Jahr 1902 gegründet wurde, weist 45 Mitglieder auf, davon 34 im aktiven Feuerwehrdienst. – Die obenstehenden Bilder des grandiosen Fotografen Adi Aschauer zeigen Ausschnitte aus dem großen Jubiläums-Festakt anlässlich des 150jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hallein.

 

BRANDRAT OTTO MILLER VERFASSTE
EINE AUSFÜHRLICHE GESCHICHTE DES
150 JAHRE WÄHRENDEN HALLEINER FEUERWEHRWESENS

 

Zu Beginn der sechziger Jahre des 19. Jahrhundert wurden auch im Land Salzburg Feuerwehren gegründet. Durch die beachtlichen Erfolge, insbesondere der Salzburger Wehr, wagten es Mitglieder des Halleiner Turnvereins, an eine Feuerwehrgründung zu denken. Bei der Generalversammlung am 17. Juni 1869 erklärten sich 32 Turner bereit, Übungen im Feuerlöschdienst durchzuführen. Die k.k. Salinenverwaltung gestattete die Benützung ihres zweirädrigen Hydrophors für Übungszwecke. Die erste Übung fand am 26. Juni 1870 unter der Leitung von Benedikt Speckbacher statt. Am 10. Februar 1871 wurden von der Salzburger Landesregierung die Statuten genehmigt, bei der am 18. Juni 1871 stattfindenden Hauptversammlung nahmen erstmals 89 Mitglieder teil, Benedikt Speckbacher wurde zum 1. Kommandant der FF Hallein gewählt.

 

Im März 1910 wurde der Ankauf des sogenannten Oberhofes beschlossen, bis zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr in einer Garage im Rathaus auf dem Schöndorferplatz untergebracht. Stolz präsentierte sich 1922 die Feuerwehr Hallein bei ihrem 50-Jahr-Jubiläum.

 

Noch vor dem zweiten Weltkrieg hielt die Freiwillige Feuerwehr Hallein Luftschutzübungen ab. Gleich zu Beginn des 1. Weltkrieges mussten 40 Mitglieder der Wehr zur Kriegs-Dienstleistung einrücken. Eine Buben-Feuerwehr wurde gegründet und zu leichten Dienstleistungen herangezogen. 1924 wurde beschlossen, endlich die Automobilisierung bei der Halleiner Feuerwehr in die Wege zu leiten, zwei Jahre später konnten vom Direktor der Zellulosefabrik ein Personenauto um 45 Millionen (!) Kronen angekauft werden und dieses in einen Rüstwagen umgebaut werden.

 

Im Jahr 1926 wurde das Objekt "Thanhof" seitens der Stadtgemeinde angekauft, aus Geldmangel scheiterte jedoch der Umbau zu einem Feuerwehrhaus. Im Jahr 1932 gelang es, das Bereitschafts-Zimmer der Zeugstätte mit einer modernen elektrischen Alarmierungsanlage zu versehen, ab diesem Zeitpunkt waren in 22 Wohnungen und zum Teil in den Arbeitsstätten Klingeln installiert, das Zeitalter der "stillen" Alarmierung hatte begonnen. Die im Jahr 1935 eingegliederte Feuerwehr Burgfried wurde 1938 aufgelöst, die Eingemeindung von Dürrnberg und Oberalm brachte die Eingliederung der bis dahin eigenständigen Ortswehren mit sich.

 

Durch den Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 begann eine schwere Zeit, durch die Einberufung vieler Wehrkameraden ergaben sich große Lücken im Mannschaftsstand, welche durch die sogenannten HJ-Feuerwehrscharen aufgefüllt wurden. Aufgrund der kriegsbedingten Umstände wurde auch der Umbau des Thanhofes zur Feuerwehr-Zeugstätte aufgeschoben. Im Jahr 1941 wurde als drittes Fahrzeug ein "Steyr 200" als Kommandowagen angeschafft, ab 7. April 1941 wurde eine ständige Nachtbereitschaft eingeteilt.

 

Der 22. März 1943 wurde für die Halleiner Feuerwehr ein Tag anstrengendster Arbeit. In den Nachmittags-Stunden brach im Klostergebäude ein Brand aus, der sich rasch ausbreitete und der mehrere Häuser sowie die Stadtpfarrkirche erfasste. Im Jahr 1944 musste die Wehr zu insgesamt 117 Luftalarmen ausrücken.  Ernst wurde es aber am 25. April 1945, also kurz vor Kriegsende, als die US-Luftwaffe den Obersalzberg – Hitlers Residenz im Berchtesgadener Land – bombardierte. Zeitgleich fielen in Hallein und in der Stadt Salzburg zahlreiche Bomben, mit den drei vorhandenen Fahrzeugen stand man auf verlorenen Posten, da zahlreiche Bauernhöfe und Häuser entlang der Eisenbahnstrecke ein Raub der Flammen wurden.

 

Nach Kriegsende im Mai 1945, begann ein mühevoller Aufbau durch ,,Organisieren‘‘ von Fahrzeugen aus ehemaligen Wehrmachts-Beständen konnten ein Tank-Löschfahrzeug 25 "Henschel" und ein Geländefahrzeug "Steyr 640" mit einer TS 800 in Dienst gestellt werden. Der Steyr 200 (Kommandowagen) wurde durch die französischen Besatzungsmächte in den letzten Kriegstagen verschleppt. Ab 1. August 1945 fanden wieder regelmäßig wöchentliche Übungen statt, 52 Mann waren anwesend und es begann sozusagen der "Neuanfang".

 

Im Jahr 1950 feierte man das 80-Jahr Jubiläum, zu diesem Anlass konnte endlich der Umbau des Thanhof in ein modernes Feuerwehrhaus mit insgesamt sieben Stellplätzen durchgeführt werden, ein Jahr später wurden eine Alarmschalttafel in der Zentrale installiert, 10 Stück Feuermelder in der Altstadt angebracht und die Klingelleitung weiter ausgebaut. Am 23. Oktober 1955 konnte ein modernes Nebel-Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt werden, dies war das zweite dieser Art im Bundesland Salzburg. Im Jahr 1959 ging ein langersehnter Wunsch der Halleiner Feuerwehr in Erfüllung, am 11. Juli wurde eine moderne Metz-Drehleiter mit 25 m Steighöhe mit Wenderohr in Dienst gestellt. Im Juni 1958 war ein Großbrand in den Halleiner Motorenwerken zu bekämpfen.

 

Vom 11. bis 13. September 1970 wurde das 100-Jahr Jubiläum der Halleiner Feuerwehr entsprechend gefeiert, als Dank erhielt die Wehr ein schweres Löschfahrzeug (Steyr 680). Die Zahl der Einsätze stieg in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an, zum Beispiel musste im Jahr 1973 zu insgesamt 25 Brand- und 112 technischen Einsätzen ausgerückt werden. Ein Jahr später wurden die ersten Funkmeldeempfänger angeschafft, ein weiterer Schritt in Sachen "Stiller Alarmierung". Das Jahr 1976 begann bereits am 4. Jänner mit schweren Sturm-Einsätzen, etliche Häuserdächer wurden abgedeckt, die Feuerwehr stand im Dauereinsatz. Anfang Juli standen die Tennengauer Feuerwehren bei einem Waldbrand am Kastenspitz in Golling im Dauereinsatz. Noch während die letzten Lösch-Arbeiten in Golling im Gang waren, kam es am Barmstein ebenfalls zu einem Waldbrand. Am 10. August verwandelten andauernde Regenfälle den Kotbach in der Altstadt in einen reißenden Bach, innerhalb kürzester Zeit ergossen sich die Wassermassen in die gesamte Altstadt. Tagelang standen die Halleiner Feuerwehr und die Wehren aus dem gesamten Bezirk im Dauereinsatz. Einem Flammenmeer standen die Feuerwehren am 06. September 1977 in der Papierfabrik Borregaard gegenüber.

 

Im Mai 1980 wurde die erste Bezirks-Nachrichtenzentrale im Bundesland Salzburg für den Bezirk Tennengau in Hallein in Dienst gestellt, zwei Jahre vorher erfolgte die Indienststellung des ersten schweren Rüstfahrzeuges. Seitens des Landes-Feuerwehrverbandes Salzburg erfolgte die Stationierung eines Atemschutz- sowie eines Ölalarm-Fahrzeuges für den Bezirk Tennengau in Hallein. Ebenfalls wurde eine Strahlen-Schutzausrüstung in Hallein eingelagert. Das Jahr 1980 brachte abermals eine Hochwasserkatastrophe mit sich, Teile der Altstadt wurden wiederum Opfer des Kotbaches. In den folgenden Jahren stiegen die Einsatzzahlen auf knapp 300 Hilfeleistungen pro Jahr an, 1983 wurde der Landes-Feuerwehr-Leistungsbewerb in Hallein durchgeführt. Im Jahr 1985 wurde die Stadt Hallein abermals von einem Hochwasser heimgesucht, die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl forderte die ein Jahr vorher personell aufgestockte Strahlen-Messdienstgruppe wochenlang. Eine Rekordzahl an Hilfeleistungen war in diesem Jahr zu verzeichnen, zu insgesamt 355 Hilfeleistungen musste ausgerückt werden.

 

1987 wurde Hallein zu einem eigenen Abschnitt im Bezirk Tennengau. Seither ist der gewählte Ortsfeuerwehr-Kommandant gleichzeitig auch der Abschnitts-Feuerwehrkommandant und Funktionär des Landes-Feuerwehr-Kommandos  Salzburg. Abermals eine Rekordzahl an Einsätzen brachte das Jahr 1990 mit sich, 407 Hilfeleistungen musste die FF Hallein in diesem Jahr bewältigen. Ein Jahr später wurden aufgrund eines weiteren Hochwassereinsatzes im Sommer diese Einsatzzahlen übertroffen, 455 Hilfeleistungen mussten absolviert werden. Im Jahr 1992 erfolgte die Gründung einer FW-Jugendgruppe, dies war ein wertvoller Beitrag zur Sicherung des Mannschaftsstandes der Freiwillen Feuerwehr Hallein, zu diesem Zweck wurde aus Eigenmitteln der Feuerwehr ein neues Mannschafts-Transportfahrzeug (VW) angeschafft.

 

Im Jahr 1992 erfolgte der Spatenstich des neuen Feuerwehrhauses im Ortsteil Neualm, zwei Jahre später, im September 1994, konnte man das alte Feuerwehrhaus in der Altstadt verlassen und in die neue Hauptfeuerwache an der Neualmerstraße übersiedeln. Nach 42 Jahren am alten Standort am Molnarplatz in der Halleiner Altstadt, hielt die alte Zeugstätte schon längst nicht mehr den Anforderungen der modernen Zeit stand, teilweise mussten Einsatzgeräte im benachbarten - der noch älteren Zeugstätte - Oberhof eingelagert bzw. eingestellt werden.

 

Im Rahmen des 16. Bundes-Feuerwehrtages waren 1993 die Spitzen der österreichischen Feuerwehren in Hallein anwesend. Das Universitäts-Sportzentrum in Hallein-Rif war für rund 2.500 Wettkämpfer in 260 Gruppen aus allen österreichischen Bundesländern und 20 Gästegruppen aus dem Ausland Stätte des 7. Bundesfeuerwehr-Leistungsbewerbes. Im Laufe des Hochwassers 2002, trat auch der Almfluss trat meterhoch über die Ufer. 2004 wurden die Einsatzkräfte durch ein Busunglück auf der Dürrnberger Landesstraße gefordert. Mit dem Ankauf eines Jet-Bootes wurde der Wasserdienst entsprechend aufgerüstet. Ein Jahr später erfolgte der Startschuss für die Umrüstung aller Atemschutzgeräte auf neue Kohlefaserflaschen. Wieder ein Jahr später erfolgte zum 10-Jahr Bestandsjubiläum der Feuerwehrjugend der Austausch des Mannschafts-Transportfahrzeuges, seitens des LFV Salzburg wurde das 1980 in Dienst gestellte Atemschutzfahrzeug für den Bezirk Tennengau gegen ein neues Modell (MB Atego) ausgetauscht.

 

Im Jahr 2002 wurde die Stadt Hallein von einem "Jahrhundert-Hochwasser" heimgesucht, erstmals seit über 20 Jahren wieder Sirenenalarm ausgelöst, das gesamte Stadtgebiet wurde zum Katastrophengebiet erklärt und erstmals in der Geschichte Zivilschutzalarm mittels Sirenen ausgelöst. Mit über 600 Hilfeleistungen ging dieses "Hochwasser-Jahr" in die Geschichte des Halleiner Feuerwehrwesen ein.

 

Bei der im Februar 2002 stattgefunden Kommandanten-Wahl ging OVI Otto Miller, bisheriger Bezirks-Schriftführer und GK der Freiwilligen Feuerwehr Hallein als neugewählter Ortsfeuerwehr-Kommandant hervor. Mit 313 Hilfeleistungen und einen Stundenaufwand von über 25.000 Stunden pendelten sich in diesem Jahr die Einsatzahlen wieder in einem "normalen" Bereich ein. Doch in den nächsten Jahren stiegen die Einsatzzahlen wieder auf ca. 350 Hilfeleistungen pro Jahr an.

 

Zum wohl dramatischesten Einsatz wurde die Halleiner Feuerwehr im August 2004 gerufe. Ein Autobus war auf der Dürrnberger Landesstraße abgestürzt, sechs Tote und 42 zum Teil schwer verletzte Personen waren das schreckliche Resultat. Ein neues Kommandofahrzeug (VW) wurde 2005 in Dienst gestellt, ein Jahr später erfolgte die Indienststellung eines speziell für Tiefgaragen konzipierten Einsatzfahrzeuges. 387 Hilfeleistungen im Jahr 2005 zeigten die hohe Einsatzbereitschaft der Halleiner Feuerwehr. Ebenfalls in diesem Jahr wurde mit der Restaurierung der alten Drehleiter DL 25 aus dem Jahr 1959 begonnen. Mehr als 4000 Stunden wurden bis zur endgültigen "Fertigstellung" dazu aufgewendet, herausgekommen ist ein wahres Schmuckstück!

 

Die unzähligen Schneemassen Anfang 2006 hielten auch die Halleiner Feuerwehr auf Trab, jedoch wurden nur die öffentlichen Gebäude von den Schneemassen befreit, dennoch waren unzählige Hilfeleistungen in diesem Bereich zu verzeichnen. In diesem Jahr konnte abermals ein Ansteigen der Brandeinsätze beobachtet werden, mit insgesamt 432 Hilfeleistungen war das Jahr 2006 wieder ein sehr einsatzreiches Jahr. Hervorzuheben ist ein gefährlicher Werkstätten-Brand bei der Talstation der Zinkenlifte, hier waren eine Propan- und eine Acetylen-Gasflasche von den Kräften der Hauptwache und des Löschzuges Bad Dürrnberg zu bergen. Im Juli dieses Jahres stand die Stadt Hallein ganz im Zeichen der Salzburger Feuerwehrjugend. Das 13. Landesjugendlager sowie der 27. Feuerwehr-Jugendleistungsbewerb wurden von 13. bis 16. Juli in Hallein-Gamp durchgeführt. Dieses Feuerwehr-Großereignis wurde in bewährter Weise von den Verantwortlichen auf Landesebene und insbesondere durch unsere Feuerwehr abgewickelt. Ebenfalls in diesem Jahr begann der Neubau des Feuerwehrhauses für unseren Löschzug Bad Dürrnberg, nach dem im Jahr 2005 ein Maturaprojekt der HTL Hallein als Sieger hervorgegangen war und im Herbst 2005 der Spatenstich stattfand.

 

Im Jänner 2007 ging die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hallein "online". Mit der neu gestalteten Homepage der Halleiner Feuerwehr ging eine längere Vorbereitungszeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu Ende. Im Dauereinsatz standen am 19. Jänner 2007 und in den darauffolgenden Tagen die Einsatzkräfte des Abschnittes 3 Tennengau - ausgelöst durch den Orkan "Kyrill". Zahlreiche Hausdächer wurden abgedeckt, umgerissene Bäume versperrten Verkehrswege und stürzten auf Wohnhäuser. Bei der Wahl des Ortsfeuerwehr-Kommandanten im Februar, wurde abermals der amtierenden Ortsfeuerwehr-Kommandant BR Otto Miller für weitere fünf Jahre wieder gewählt. Mit 460 Hilfeleistungen im Berichtsjahr musste abermals ein "Spitzenjahr" verzeichnet werden, der Stundenaufwand pro Mann/Frau betrug 230 Stunden im Jahr - landesweit ein Spitzenwert!

 

Trotz der kurzen "Online-Zeit" der Feuerwehr-Homepage, konnte die Feuerwehr Hallein beim diesjährigen 3. österreichischen Dräger Safety-Homepage-Wettbewerb insgesamt 5 Helmsymbole mit nach Hause nehmen und erreichten damit österreichweit den 10. Rang. Da die Bauarbeiten am neuen Feuerwehrhaus des Löschzuges Bad Dürrnberg zügig vorangingen, konnte am 15. September dieses Jahres die offizielle Einweihung stattfinden. Alles in Allem wurde ein funktionelles und zukunftsorientiertes Haus errichtet, das den Bedürfnissen des Löschzuges auf lange Sicht gerecht wird. Zu Ende des Berichtsjahres, am 28.Dezember, musste noch ein grösserer "Umwelt-Einsatz" abgewickelt werden. Heizöl gelangte aufgrund eines technischen Gebrechens an einem Tankwagen in den Kotbach sowie in weiterer Folge in die Salzach.

 

Gleich zu Beginn des Jahres 2008 fegte der Sturm "Paula" auch über Hallein hinweg. Zahlreiche Hilfeleistungen mussten abgewickelt werden. Drei Tage später fegte "Emma" überHallein, Einsatzschwerpunkt hierbei war das Keltenmuseum wo ein Großteil des Daches abgetragen wurde und einen Großeinsatz der Hauptwache nach sich zog. Die Einsatzzahl verringerte sich zwar auf ,,nur‘‘ 366 Hilfeleistungen, jedoch der Stundenaufwand, auch aufgrund der vermehrten Ausbildungstätigkeit, betrug abermals weit mehr als 30.000 Stunden! Anlässlich der Florianifeier 2008 wurde Brandrat Matthias Milles, dieser war 10 Jahre lang Ortsfeuerwehr-Kommandant und stand nach wie vor als Bereitschafts-Offizier im aktiven Feuerwehrdienst, zum Ehren-Ortsfeuerwehr-Kommandant der Freiwilligen  Feuerwehr der Stadt Hallein ernannt.

 

Das Jahr 2009 bescherte der Stadt Hallein zwar keine ,,Großschadens-Ereignisse‘‘, dennoch konnte man sich über Arbeitsmangel nicht beklagen. Die Einsatzahlen beliefen sich auf 380 Hilfeleistungen, der Stundenaufwand betrug aber abermals über 33.000 Stunden. Im Juli 2009 musste anlässlich der Hagel-Katastrophe im nördlichen Flachgau ausgerückt werden, an drei Tagen stand die Feuerwehr Hallein mit mehreren Fahrzeugen sowie weit über 40 Feuerwehrleuten im Dauereinsatz.

 

Wie in allen Jahrzehnten davor – die Freiwillige Feuerwehr Hallein nahm seit 1955 an allen Landesfeuerwehr-Leistungsbewerben teil – nahmen in diesem Jahr erstmals fünf Bewerbsgruppen der Hauptwache und des Löschzuges am Landesbewerb in Henndorf teil. Eine spezielle Schulung ,,Gasflaschen-Brand‘‘ konnte ebenfalls von allen Gruppen- und Zugskommandanten absolviert werden. Zwei Abnahmen der technischen Hilfeleistungsprüfung sowie die Teilnahme von drei AS-Trupps an der Atemschutzleistungsprüfung rundeten das Ausbildungsjahr ab. Im Bereich des Wasser- und Tauch-Dienstes konnte ein weiterer Feuerwehr-Taucher die Prüfung zum ÖBFV-Lehrtaucher absolvieren. Im Bereich der Alarmierung wurde mit dem Ankauf der ersten digitalen Funkmeldeempfänger das digitale Zeitalter eingeläutet. Im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung konnte im Jahr 2010 ein weiterer Schwerpunkt gesetzt werden. (Ein Bericht über die Jahre 2010 bis 2020 wird nachgereicht).

 

DIE EHRENTAFEL DER BISHERIGEN KOMMANDANTEN
DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR DER STADT HALLEIN

1871 - 1872    Benedikt SPECKBACHER
1872 - 1875    Josef SCHÖNDORFER
1875 - 1878    Benedikt SPECKBACHER
1878 - 1882    Alois ERLACHER
1882 - 1890    Benedikt SPECKBACHER
1890 - 1901    Jakob FISCHER
1901 - 1911    Josef STROHMAYER
1911 - 1923    Anton EICHHORN
1923 - 1925    Josef STROHMAYER
1925 - 1935    Heinrich ERLACH
1935 - 1938    Dr. Robert DIRNBERGER
1938 - 1963    Anton GUTTMANN
1963 - 1970    Karl ZUCHRISTIAN
1970 - 1980    Rudolf STROBL
1980 - 1990    Matthias MILLES
1990 - 1995    Anton BRANDAUER
1995 - 1997    Anton BRANDAUER
1997 - 2002    Josef TSCHEMATSCHAR
2002 - 2007    Otto MILLER
2007 - 2012    Otto MILLER
2012 - 2015    Rudolf WESSELY
Seit     2015    Josef TSCHEMATSCHAR jun.
                                 (Brandrat Otto Miller, Odo Stierschneider. Fotos: Adi Aschauer).

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Die Firma Immobilien-Treuhandunion besitzt im Erdgeschoss des Hauses Ederstraße 8 Wohnungs-Eigentum. Seit Jahrzehnten wird diese Erdgeschoss-Wohnung von unterschiedlichen Familien bewohnt. Dem oben als 1. Foto platzierten Lageplan ist zu entnehmen, dass die Erdgeschoss-Wohnung sowohl von der Ederstraße samt Gehsteig beeinträchtigt wird und dass darüber hinaus die Wohnebene vom Straßenverkehr, der ausgehend von Schiemerstraße – Pfannhauserplatz –  Kuffergasse in Richtung Stadtbrücke verläuft, extrem und unzumutbar beeinträchtigt wird. Dazu kommt noch, dass der ehemalige westseitig der Hausfront vorgelagerte Mini-Gehsteig liquidiert wurde. Fahrzeuge können jetzt ohne den geringsten Widerstand in die Hausfassade fahren und landen dann, je nach Geschwindigkeit, im Wohnzimmer, der Küche, im Schlafzimmer oder im Bad der Erdgeschosswohnung.

 

Zur Beseitigung dieses unhaltbaren Zustandes, trat das Maklerbüro Springer an die Amtsleitung der Stadtgemeinde Hallein mit dem Ersuchen heran, man möge dem Eigentümer erlauben des Hauses Ederstraße 8 (2. Foto oben), nachstehende Maßnahmen auf eigene Kosten vorzunehmen:

 

X Die Aufstellung von Pollern, wie dies bereits bei mehreren Standorten in der Altstadt von der Stadtgemeinde auf Kosten der Steuerzahler vorgenommen wurde.

 

X  Die Anpflanzung von heimischen Gewächsen und Blütensträuchern zwischen den Pollern und der westlichen Hausfassade (3. Foto oben), um zu verhindern, dass der Blickkontakt in das Innere der Wohnungen möglich ist, dass mehr oder minder nüchterne Spaßvögel an die Fenster klopfen und daher ein reguläres Fensteröffnen ohnehin kaum machbar ist.

 

Diese Anliegen wurden mehrfach zurückgewiesen, mit haarsträubenden Begründungen (oder auch ohne Begründung) wie folgt:

 

Beim ersten Mal wurde erklärt, dass die geplanten Maßnahmen dem Ortsbild nicht zuträglich wären. Aber die verrosteten Blechcontainer auf dem Pfannhauserplatz und in der Ederstraße mit der verwahrlosten Pseudobepflanzung, die auch als Tschikbehälter Verwendung finden, sind jedoch anscheinend ok und dem Ortsbild offenbar nicht abträglich…

 

Ein weiteres Mal wurde erklärt, dass mit Rücksicht auf den Lastkraftverkehr unser Begehren nicht realisierbar wäre, zumal Groß-LKWs nicht zwischen dem Haus Ederstraße 8 und dem Keltenmuseum durchfahren können. Auf die Bitte, man möge uns den Experten nennen, der diesen Unsinn behauptet hat, erfolgte Schweigen –   die Vorlage der Schleppkurve wurde ebenfalls verweigert.

 

Daraufhin beauftragten wir einen gerichtlich beeideten Verkehrsexperten mit der planlichen Darstellung von zwei Schleppkurven und zwar für LKW-Längen von 10 Metern und LKW-Längen von 12 Metern. Was Lastkraftfahrzeuge mit Überlängen vom Pfannhauserplatz kommend in der Kuffergasse zu suchen haben, weiß jedoch kein Mensch. Die Einfahrt vom Robertplatz in die Ederstraße ist wesentlich enger bzw. mit einem Schanigarten bestückt, was zu einer wesentlich größeren Behinderung des LKW-Verkehrs führt.

 

Ein drittes Mal wandten wir uns an Vizebürgermeister Scheicher Florian mit dem Ersuchen, er möge dem Ansuchen der Wohnungs-Eigentümer und dem der Familie mit Kind zum Durchbruch verhelfen – dies war gekennzeichnet mit uneingeschränktem Unterstützungswillen. Erfolg stellte sich jedoch nicht ein, weil Herrn Vizebürgermeister Scheicher – von wem auch immer – das Ansuchen abgewürgt wurde. Ein weiteres Mal wurde uns erklärt, wir sollen die Mieter kündigen und den Standort als Bürofläche vermieten. Dies, obwohl in Hallein zahlreiche Büroflächen leer stehen.

 

Aktuell sind die Wohnungen im Haus Ederstraße 8 unbewohnbar, weil das Hochwasser der letzten Wochen die Erdgeschoss-Ebene verwüstet hat und die Mietverhältnisse aufgelöst werden mussten. – (Text und Fotos: Springer).

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Am Salzachufer in der Stadt Hallein wurden nockerlgroße, mit Gift versetzte Köder entdeckt. „Die Vermutung liegt nahe, dass die toxischen Fleischteile von Hundehassern verteilt wurden und Vierbeiner beim Gassigehen vergiften sollen. Ich habe vorsichtshalber die Tierärzte auf den Vorfall hingewiesen. Tragischerweise kommen solche Fälle immer wieder vor“, appelliert Landesveterinärdirektor Josef Schöchl. Das Foto oben zeigt die Giftköder, die in Hallein am Salzachufer ausgelegt wurden. Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gibt nun den Hundebesitzern 3 Tipps, wie man seine Hunde davor bestmöglich schützt: 1. Bei jedem Spaziergang mit dem Hund möglichst aufmerksam aufpassen, was das Tier aufspürt und eine Aufnahme, wenn möglich, verhindern. 2. Wenn man etwas Verdächtiges auf Straßen, Wegen, Wiesen und Wäldern entdeckt, vorsichtig in ein sicheres Behältnis, zum Beispiel in ein Gassi-Sackerl einpacken und entfernen. Den Vorfall oder die Beobachtung der Polizei melden. 3. Wenn sich der Hund auffällig oder eigenartig verhält, einen Tierarzt konsultieren. – (Text und Foto: Salzburger Landes-Korrespondenz).

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Auch in der weiteren Umgebung des Oberen Marktes findet man nur gepflegte Gebäude, alle in schönen, angenehmen Farben gehalten. Wo so viel Positives ist, da gibt es immer auch eine unerfreuliche Ausnahme. So wie auf den obenstehenden Fotos. Am Oberen Markt steht das 2-Drittel-Objekt des Schreckens, das linke Drittel befindet sich in tadellosem Zustand. Offenbar sind hier zwei Eigentümer am Werk. Die sträflich vernachlässigten 2 Drittel des einzigen Gebäudes weit und breit, das in derart entsetzlichem, deprimierendem, abstoßendem Grau gehalten ist, zeigen durch den großflächig abbröckelnden Verputz, dass man hier schon längst mit Renovierungs-Arbeiten hätte beginnen müssen. Das ist indessen bedauerlicher Weise nicht der Fall, so dass sich das ungepflegte Gebäude immer mehr zu einem Schreckensobjekt entwickelt. Dieses pflegebedürftige Gebäude ist eine Schande für die ganze, gepflegte Umgebung und darüber hinaus für die Stadt Hallein. Einfach schrecklich! – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Man sollte annehmen, dass das Bauamt der Stadtgemeinde Hallein alle Maßnahmen selbstverständlich befürwortet, die der Verbesserung der Wohnqualität in der Altstadt dienen. Dass das Bauamt also auf dem Haus Ederstraße 6 der Vergrößerung einer bereits bestehenden Öffnung der Dachhaut auf 3,76 m2 selbstverständlich zustimmt, um eine Dachboden-Kleinwohnung endlich vernünftig beleuchten und entlüften zu können. Dies umso mehr, als dies bei der daneben befindlichen Wohnung bereits mit einer Dachhaut-Öffnung in erkennbar größerem Umfang (!) vollzogen wurde! Außerdem wurde auf dem Dach sehr wohl ein enormes, monströses Objekt, bestehend aus mehreren Dachabzugsrohren, genehmigt! Doch der Amtsschimmel wiehert hier offensichtlich ganz gewaltig – der Wohnungs-Eigentümer der völlig ungenügend belichteten (es muss den ganzen Tag über das Licht eingeschaltet bleiben!) und unbelüfteten Wohnung und deren Mieter, werden dadurch auf unverständliche Weise schikaniert. Mit einem großmächtigen, 7 (sieben!) Seiten langen Bescheid/Spruch, wird vom Bauamt der verständliche, wichtige und dringend notwendige Wunsch nach einer ausreichend beleuchteten und entlüfteten Wohnung, ohne jedes Verständnis abgelehnt. Ein immer wieder wiederholtes Argument des Bauamtes ist die –überhaupt nicht gegebene – absurde ,,Einsehbarkeit‘‘ von der Straße aus.

In einem Schreiben an das Bauamt Hallein bezüglich des ablehnenden Bescheides, stellt Wohnungs-Inhaber Alexander Weiss unter anderem fest. Zitat: ,,Mein wiederholter Antrag wurde am 8. 8. 2019 eingebracht. Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis nun  der Bescheid übermittelt wurde – natürlich negativ. Der mir in dieser Zeit verursachte Schaden ist enorm, zumal ich lediglich eine reduzierte Miete vereinbaren konnte und kann, bis die Wohnung über eine einigermaßen gesetzeskonforme Belichtung und Beleuchtung verfügt. Die von mir bisher geleisteten, nicht genehmigungspflichtigen Innenarbeiten, belasten meinen Zinsendienst zusätzlich in beträchtlichem Umfang.‘‘

Zitat: ,,Besonders verwerflich ist die permanente Darstellung der Größe der Dachhautöffnung von 3,76 m2. Diese Öffnung ist jedoch nicht und niemals Gegenstand der Beachtung durch die Allgemeinheit. Für die Allgemeinheit ist maximal der von der Straße einsehbare Öffnungsschlitz in einer Breite von etwa 50 cm sichtbar, was im ungünstigsten Fall einer betrachtbaren Öffnung von 1,25 m2 entspricht. Die Behauptung, dieser Sachverhalt würde keine Änderung des Außeneindruckes mit sich bringen, ist absurd. Zurückgewiesen wird die Feststellung, dass die vorhin zitierte Dachhautöffnung von 3,76 m2 vom Straßenrand einsehbar sei. Einsehbar ist lediglich eine Fläche von etwa 1,25 m2. Es kann daher nicht von einer entscheidenden Sache gesprochen werden.‘‘

Zitat: ,,Weiters wird behauptet, es handle sich bei der geplanten Dachhautöffnung um eine Baumaßnahme, die dem Ortsbild abträglich sei. Es lassen sich zumindest zwei Unterlassungen ableiten: A) die Blech-Abzugsrohre des Hauses Eder-Straße 6, die zur Küchen- und Lokal-Entlüftung der im Erdgeschoß befindlichen Gastwirtschaft dienen, werden mit keinem Negativwort angesprochen und stehen offenbar im Konsens mit dem Ortsbild. B) Die Störung des konzentrierten Ortsbildes durch die Dachhautöffnung wird behauptet, obwohl der Großteil der ehemaligen Objekte der Eder-Straße teilweise oder zur Gänze abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurde. Das betrifft jedenfalls die Häuser in der Eder-Straße 5, Eder-Straße 1, das ehemalige Kral-Haus, jetzt Salzgasse 2, das ehemalige Mikl-Haus Eder-Straße 2, das Haus Kuffergasse 9, das mit seiner gesamten Südfront fensterlos (!) bis in das 4. Obergeschoß (!) errichtet wurde. Das ehemalige Otty-Haus in der Wichtlhuberstraße 10, erhielt die Baugenehmigung, um die gesamte westseitige Dachfläche um rund 2 bis 3 Meter auf der gesamten Bauwerkslänge abzutragen (!), um Licht in die Wohnung zu bringen und um Wohnungs-Terrassen herzustellen! – Ich befinde mich im 3. Jahr des Genehmigungs-Verfahrens und außer Spesen ist nichts gewesen. Anwaltskosten, Verfahrenskosten, Zinsaufwendungen, Mieten-Verlust, Kosten des Bauplanes etc. Nicht zu vergessen ist der Mieter, der noch immer in einem unbelichteten und unterbelüfteten ,Loch‘ wohnt, in dem ganztägig das Licht brennen muss, in dem bei Schneelage das Dachflächenfenster nicht geöffnet werden kann, da sonst Schnee in den Wohnraum fällt!‘‘

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTOS 1 bis 3:
In der kurzen Ederstraße erblickt man eine ganze Reihe von gut sichtbaren Dachaufbauten, die offensichtlich alle vom Bauamt problemlos genehmigt wurden. In diesem Beitrag geht es um das Gebäude Ederstraße 6 (FOTO 4) und zwar um die, von der Ederstraße abgewandte, linke Fassade, vor der sich ein Gastgarten befindet. Steigt man im anschließenden Gebäude Ederstraße 8 einige Stiegen hoch, dann gelingt schließlich der Blick auf das Dach des Gebäudes. FOTO 5: Wir sind endlich am Ziel. Man erkennt die monströsen Abzugsrohre es darunter befindlichen Gastronomiebetriebes, die selbstverständlich genehmigt wurden. Man erkennt links auf der Dachfläche eine Dachhautöffnung für die darunter liegende Wohnung, die selbstverständlich genehmigt wurde. Man erkennt rechts die geplante, farblich markierte, sichtbar kleinere Dachhautöffnung, die für bessere Belichtung und Belüftung der darunter befindlichen Wohnung sorgen soll. Doch hier legt sich das Bauamt, besser wohl das Dachhautöffnungsverhinderungsamt, nun schon seit 3 Jahren (!) aus nicht nachvollziehbaren, völlig unverständlichen Gründen quer – die geplante Dachhautöffnung ruiniert offenbar das optische Erscheinungsbild der gesamten Halleiner Altstadt, während andere, vergleichsweise monströse Dachaufbauten an Gebäuden der Eder-Straße, sehr wohl genehmigt wurden! Das alles ist so absurd, so unverständlich, so schockierend, so dass es höchste Zeit ist, dass man im Bauamt alles unternimmt, um endlich den Vernunft-Schalter zu aktivieren. – (Odo Stierschneider, Alexander Weiss. Fotos 1 bis 4: OST, Foto 5: Springer).

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Nach der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung der Stadt Hallein am Montag, 30. August, stand in der anschließenden, nicht öffentlichen, vertraulichen Sitzung ein Thema auf dem Programm, welches schon seit geraumer Zeit für Schlagzeilen in den verschiedenen Medien sorgt: Die schweren Differenzen zwischen Bürgermeister Alexander Stangassinger und Stadtamtsdirektor Erich Angerer. Das vorläufige Ergebnis: Der Stadtamtsdirektor wird nun suspendiert – also einstweilig des Dienstes enthoben. Bei weiterhin vollen Bezügen sagen die einen, bei nur noch zwei Drittel seines Bezuges sagen die anderen. Als Begründung dafür wird eine vom Bürgermeister gegen den Stadtamtsdirektor eingebrachte Disziplinaranzeige genannt. Ein Disziplinarverfahren gegen den Stadtamtsleiter einzuleiten, wurde in der vertraulichen Sitzung auch von der Gemeindevorstehung als Disziplinarbehörde einstimmig beschlossen. Auf alle Fälle ist dem Amtsdirektor nicht per Handstreich beizukommen – er ist einer der insgesamt nur noch 6 im ganzen Land Salzburg noch pragmatisierten Gemeinde-Angestellten – also auf Lebenszeit unkündbar. Ein automatischer Verlust dieser Position erfolgt nur bei einer gerichtlichen Verurteilung mit Haftstrafe von mehr als 6 Monaten unbedingt oder 1 Jahr bedingt. Weitere Informationen zum heißen, für die Stadt Hallein jedenfalls unerfreulichen Thema, finden Sie hier im Ressort ,,Aktuelles‘‘, wenn Sie ein Stück weiter hinunterscrollen, unter dem Titel ,,Aufgeheizte Temperaturen zwischen Bürgermeister und Amtsdirektor‘‘. – (Odo Stierschneider. Foto: OST).

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Die für die Stadt Hallein unerfreulichen Konfrontationen zwischen Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) und Stadtamtsdirektor Erich Angerer werden längst schon durch die Medien im ganzen Land verbreitet. Die kleinformatige Lokalbeilage in den ,,SN‘‘ veröffentlichte beispielsweise dazu am 25. August unter dem Titel ,,Machtkampf im Rathaus eskaliert‘‘ ein Foto des Halleiner Rathauses, das gleich drei Viertel der Titelseite verschlang. Gut leserlich die vielzitierte Aufschrift, die sich ganz oben entlang der Rathaus-Fassade erstreckt: ,,Was hier geschieht, jeden geht’s an, Gemeinsinn helfe mit daran.‘‘ Im Inneren des Blattes wurde die ganze Seite 4 dem unerfreulichen Thema gewidmet. Seit Bestehen der ,,SN‘‘, wurde noch keinem erfreulichen, positiven Thema aus Hallein auch nur annähernd derart viel Platz zur Verfügung gestellt. Der Bürgermeister rüttelte jedenfalls mit einer Disziplinaranzeige gegen den Stadtamtsdirektor, gehörig an der Spruchweisheit ,,Bürgermeister kommen und gehen – Stadtamtsdirektoren bleiben bestehen‘‘. Umgekehrt wird in politischen Kreisen ein anonym verfasstes, wohl an die Gemeindeaufsicht gerichtetes heißes Papier weitergereicht, in dem von einer ganzen Reihe angeblicher Verfehlungen des Bürgermeisters die Rede ist. So heißt es etwa, der Bürgermeister behandle den Stadtamtsdirektor wie einen Verbrecher.
 

Die aufgeheizten Temperaturen zwischen den Persönlichkeiten an der Spitze des Halleiner Rathauses, dürften wohl nicht allzu rasch wieder ihren Normalwert erreichen. Bekanntlich hatte der Bürgermeister den Stadtamtsdirektor (dieser ist noch einer der ganz wenigen pragmatisierten Beamten Im Bundesland, also unter normalen Umständen unkündbar, nur die Stadtgemeindevertretung könnte einen derartigen Beschluss fassen), dienstfrei gestellt. Der höchste Beamte des Halleiner Rathauses sollte unter Druck freiwillig in die zweite Reihe zurücktreten. Erich Angerer willigte vorerst ein, zog im vergangenen Monat aber seine Zustimmung wieder zurück. Damit war die Fortsetzung der unerfreulichen Auseinandersetzung vor dem Landes-Verwaltungsgericht festgeschrieben. In den ,,SN‘‘ wird dabei noch aus einem vertraulichen (?) Amtsbericht festgehalten, dass am Diensthandy und am Dienstcomputer des Amtsdirektors nationalsozialistische und rechtsradikale Lieder sowie eine pornografische Videodatei entdeckt worden seien. Erich Angerer erklärte dazu sichtlich betroffen, dass er sich nicht erklären könne, wie diese Dateien auf seine Geräte gelangt seien. Er betonte, dass nationalsozialistische oder faschistische Gesinnung nicht Teil seines Weltbildes darstellen, sondern dass er seit Jahrzehnten das Gegenteil vorlebe. Er sei überzeugter Antifaschist und Humanist, dem radikale und menschenverachtende Regime fremd seien. Wie auch immer sich die Dinge weiter entfalten, mit diesen Konfrontationen an der Spitze des Rathauses, wird der Stadt Hallein kein guter Dienst erwiesen. – (Odo Stierschneider, Foto: OST).

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Das Elend der immer mehr Schäden aufweisenden Salzachbucht – einst bildete sie in ihrer ursprünglichen Form mit der damaligen herrlichen Wasserbucht, eine ganz spezielle, österreichweite Attraktion – zeigt sich mittlerweile in allen Bereichen dieser einst überaus beeindruckenden Anlage. Dort, wo früher sogar Aufführungen der Salzburger Festspiele geplant waren, gibt es verheerende, seit Jahren grassierende Tatbestände: unschöne Verschmutzungen, das Fugenmaterial zwischen den Porphyrplatten der grandiosen Sitzreihen bröckelt an immer mehr Stellen, in den entstehenden Spalten und Rissen macht sich allmählich die Pflanzenwelt breit. Das einstige Stufen-Gerinne in der Mitte der Anlage ist längst trockengelegt und bietet nur noch einen skandalösen, widerwärtigen und ekelerregenden Anblick.

Durch die bis heute unfassbare Zuschüttung der einstigen fantastischen Wasserbucht, wurden die untersten drei komplette Sitzreihen sowie ein schöner Porphyrplatten-Weg rund um die einstige Wasserfläche komplett unter den Schottermassen begraben. Damit wurden die ausgeklügelten Dimensionen dieses Wunderbauwerkes durch Verlust von insgesamt vier Stufen, nachhaltig zerstört. Die unfassbare Zuschüttung bescherte ursprünglich eine Schotter-Fläche, auf der verschiedene Veranstaltungen stattfanden, so etwa Konzerte der Halleiner Bürgerkorps-Kapelle.

Doch jedes Salzach-Hochwasser seit der unerfreulichen Zuschüttung, überfrachtete die trockengelegte Schandfläche mit Schlamm, der alsbald so tief wurde, dass die Fläche nicht mehr benützbar war – im Schlamm und Schlick hatte nur noch die Jugend ihr Gaudium. Heuer bietet die Schlammfläche, in der Mitte und an anderen Stellen durch abfließendes Hochwasser aufgerissen, den bisher skandalösesten Anblick in der tragischen Geschichte dieser einst so stolzen, heute vernachlässigten Anlage. Die Summe all dieser Ärgernisse – aktuell dargestellt auch in 4 Bild-Beiträgen gleich am Beginn des Ressorts KULTUR hier im SALZSCHREIBER (bitte unbedingt lesen!), – ergibt die größte Peinlichkeit in unserer Stadt: rund um eine unbrauchbar gewordene, enorme Veranstaltungsfläche, reihen sich, geradezu absurd und grotesk, groß dimensionierte, prächtige Sitzreihen in Form historischer griechischer Theater-Freiluftanlagen.

Es ist wohl die Aufgabe jeder Gemeindevertreterin und jedes Gemeindevertreters der Stadt Hallein, sich auch persönlich an Ort und Stelle von den derzeit besonders unerfreulichen Gegebenheiten in der durch die Aufschüttung ruinierten Salzachbucht zu überzeugen. Und dann sollte wohl die einzige in Frage kommende Entscheidung getroffen werden: Gemeinsam mit dem genialen Schöpfer des ursprünglichen Wunderwerkes, Architekt Salmhofer, die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der ursprünglichen, begeisternden Wasserfläche im Laufe der nächsten Jahre zu realisieren.

Wer jedoch unter den Entscheidungsträgern unserer Stadt der Ansicht ist, die Anlage sei nicht mehr zu retten, hat auch eine andere Möglichkeit, die sichtbare Tragik und den unerfreulichen Anblick der Salzachbucht wirksam zu beenden: Die ganze Anlage einfach einzuebnen – und damit zu vergessen.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
Vorbemerkung: Die hier abgebildeten Fotos ergeben, gemeinsam mit den Fotos der 4 Salzachbucht-Beiträge im Ressort KULTUR, einen derart unerfreulichen Gesamteindruck vom Zustand der leichtfertig und lässig zugeschütteten Salzachbucht, so dass sich der SALZSCHREIBER, zum ersten Mal seit seinem Bestehen, dazu veranlasst sah, einen ,,Offenen Brief“ an die Halleiner Gemeindevertretung zu richten. Wie die Fotos zeigen, ist dringender Handlungsbedarf zur Erhaltung der Salzachbucht gegeben. Sollten die Mitglieder der Gemeindevertretung anderer Ansicht sein, dann wäre es wohl besser, die Anlage komplett aufzugeben. – FOTO 1: Ein Blick zurück, als die Salzachbucht noch tatsächlich eine mit Salzachwasser gefüllte Salzachbucht war. Damals waren noch alle 14 Stufen sowie der ebenfalls als Stufe ausgeführte Gehweg rund um die mit Wasser ausgeführte Salzachbucht vorhanden. Mittlerweile weist die ungepflegte Salzachbucht erhebliche, reichlich unschöne Sand- und Schlickmengen auf, als Ergebnis der Hochwässer während der vergangenen Jahre. FOTO 2: So sah die Südtreppe der zugeschütteten Salzachbucht noch vor einigen Jahren aus. Inzwischen hinterließen die verschiedenen Hochwässer erhebliche Sandmengen. Dazu FOTO 3: Der gleiche Treppenabgang heute, mehrere Stufen und das im Bild linke Eckstück des Treppengeländers sind mittlerweile unter abgelagertem Sand und Schlick verschwunden. Die FOTOS 4 bis 8 zeigen anschaulich, dass die derzeit unterste Stufe der Salzachbucht, einst in voller Höhe vorhanden, immer mehr im von den Hochwässern eingebrachten Sand und Schlick versinkt. FOTOS 9 und 10: Die beiden Hälften der Anlage vom schönen Fußgänger-Steg aus fotografiert, der die Salzachbucht überspannt. Der Anlage fehlen heute dreieinhalb Stufen sowie der ebenfalls als spezielle Stufe ausgeführte Gehweg rund um die einstige Wasserfläche. Damit wird augenscheinlich, dass die einstige faszinierende Wasserbucht noch erheblich mächtiger und eindrucksvoller war, als sie sich heute darbietet. Eine Rückführung der heutigen Salzachbucht in ihren Original-Zustand unter Beiziehung ihres Schöpfers Architekt Salmhofer, mit Freilegung der viereinhalb Stufen zusätzlich und der Wiederherstellung der bestechenden Wasserfläche, wäre die optimale Lösung für die stolze Anlage und für die Stadt Hallein. Wesentlich einfacher ist es natürlich, das Ganze still und leise, so wie bisher, dem zunehmenden Verfall preiszugeben.

 

Mit den besten Grüßen
Odo Stierschneider
Herausgeber des ,,Salzschreiber‘‘

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,,Impffreiheit ist ein Grundrecht‘‘ tönte AHS-Lehrerin Mag. C. F. aus Hallein in einem Leserbrief in den SN. Die tapfere Mutige bzw. mutige Tapfere, hatte nie Angst vor Corona, ließ sich nie impfen – und handelte sich prompt eine vierwöchige Corona-Erkrankung ein. Folge Nr. 1: Ihre Lehrer-Kolleginnen und Lehrer-Kollegen hatten das zweifelhafte Vergnügen, sie vier Wochen lang ersetzen zu müssen. (Es war daher völlig richtig von Herrn Auinger, der an die Vernunft der Lehrer appellierte, sich impfen zu lassen, damit der Schulbetrieb wieder normal läuft). Folge Nr. 2: Ein wahrer Horror – der Kaffee schmeckt Mag. C. F. nicht mehr so gut. Also Achtung Kaffee-Liebhaberinnen und Kaffee-Liebhaber: Unbedingt impfen lassen, denn nach einer Corona-Infektion schmeckt das Bohnen-Gebräu nicht mehr so richtig! Mag. C. F. attackiert auch impfbereite Jugendliche: ,,Dass Jugendliche sich gerne impfen lassen wollen, ist klar, da sie ihre Freiheit zurückbekommen wollen, die ihnen im vergangenen Jahr genommen wurde, nicht etwa, weil sie vor Corona Angst hätten.‘‘ Einer der speziellen Höhepunkte im Leserbrief von Mag. C. F.: ,,Ich gefährde niemanden ohne Impfung oder schütze jemanden mit einer Impfung.‘‘ Ob sich wohl Mag. C. F. schon einmal überlegt hat, wie es auf unserem Planeten aussehen würde, falls seit Ausbruch der Corona-Pandemie, noch kein einziger Mensch geimpft worden wäre? – (Odo Stierschneider. Foto: Corodesign).

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EINLADUNG. – Für Montag, den 30. August 2021, wird eine Sitzung der Stadtgemeindevertretung Hallein mit nachstehender Tagesordnung und beigefügten Amtsberichten einberufen. Die Sitzung findet mit Beginn um 17.00 Uhr im Kolpingsaal, Schöndorferplatz 3, statt.

 

1 Öffentlicher Teil

 

1.1 Eröffnung der Sitzung

 

1.1.1 Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung

 

1.1.2 Feststellung der Beschlussfähigkeit (abwesende bzw. entschuldigte Mitglieder)

 

1.2 Fragestunde für Gemeindebürger*innen gemäß § 30 Abs 5 GdO 2019

 

1.3 Protokoll der letzten Sitzung der Stadtgemeindevertretung vom 27. Mai 2021

 

1.4 Bericht des Bürgermeisters (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

 

1.4.1 Erledigungen der Anfragen aus der letzten Sitzung der Stadtgemeindevertretung vom 27. Mai 2021

 

1.4.2 Jahresberichte / Geschäftsberichte / Tätigkeitsberichte

 

1.4.3 Sonstige eingelangte Geschäftsstücke und Anregungen (eine weitere Debatte erfolgt darüber nicht)

 

1.5 Tagesordnung (eventuell Beratung und Beschluss dringlicher Anträge)

 

1.6 Anträge an die Gemeindevertretung

 

1.6.1 Kreditübertragungen im Voranschlag 2021

 

1.6.2 Smart City - Klage von Arch. Dipl.-Ing. Paul Schweizer

 

1.6.3 Hochwasserkatastrophe 2021 - Richtlinien für die Vergabe der Spenden

 

1.7 Anträge aus den Sitzungen der Stadtgemeindevorstehung

 

1.7.1 Stellenplan 2021 - Änderungen

 

1.7.2 Entschädigungen gemäß § 3 Abs 2 GemEntschG

 

1.8 Anträge aus den Ausschüssen

 

1.9 Sonstige aktuelle Themata (dringliche Anträge)

 

1.10 Berichte verschiedener Ausschüsse

 

1.11 Allfälliges (Anfragen, Anregungen und Beschwerden der Mitglieder der Stadtgemeindevertretung)

 

Mit freundlichen Grüßen
Der Bürgermeister
Alexander Stangassinger eh.

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Dem unermüdlichen Alois Frauenhuber (Archivbild 1. Foto) gelang es auch heuer wieder, Hallein ein Wochenende lang in die nördlichste Stadt Italiens zu verwandeln. Mit seinem längst schon traditionellen Italienischen Markt, verbunden mit der Italienischen Nacht, schuf er hinreißendes italienisches Flair in der Halleiner Altstadt. In Corona-Zeiten ein wichtiges Signal dafür, dass sich die allgemeine Situation wieder zu normalisieren beginnt. Zahlreiche Besucher und Besucherinnen genossen es, in die herrliche und fantastische Atmosphäre der italienischen Markt-Landschaft einzutauchen. Der Italienische Markt bot Musik und ein reichhaltiges, abwechslungsreiches Angebot an Getränken, Backwaren, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, süßen Leckereien, aber auch an buntem Porzellangeschirr, an Taschen aller Art und an übergroßen, schon an Skulpturen erinnernde Tonvasen. (Siehe Fotos oben). Am Samstag gegen 19 Uhr, drückte der Wettergott auf die falsche Taste, wodurch plötzlich durch die Halleiner Altstadt, und damit auch durch den Italienischen Markt, einige Sturmböen mit grober Gewalt hindurchfegten. Doch das mit tiefem Schwarz aus Richtung Oberalm drohende Gewölk verlor bald an Farbe, das Schlechtwetter verzog sich Richtung Flachgau und Oberösterreich. Am Salzburger Flughafen wurden Sturmböen mit 94 Stundenkilometern gemessen, in Oberösterreich bauten sich die Sturmspitzen mit 121 Stundenkilometern zu Orkanstärke auf. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Lust- und Liebe-Spezialistin Prof. Dr. Gerti Senger ist wöchentlich mit ihrer ganzseitigen Kolumne ,,Lust & Liebe‘‘ im Sonntags-Magazin der ,,Kronen-Zeitung‘‘ präsent. Kulturell interessiert, besuchte die Kolumnistin in Hallein die Aufführung ,,Richard the Kid & the King‘‘ der Salzburger Festspiele auf der Perner-Insel. Darüber berichtete sie in ihrer Kolumne unter anderem, wobei wir nur auszugsweise zitieren: ,,Nicht immer, aber immer öfter schaffen es provokante Gesten ins Welttheater. Zum Beispiel der Griff in den Schritt. So richtig klar wurde mir das in diesen Tagen auf der Perner-Insel, wo im Rahmen der ehrwürdigen Salzburger Festspiele ein Shakespeare aufgeführt wurde.‘‘

Gerti Senger weiter: ,,Lina Beckmann als Richard III. vollzog den Griff in den Schritt so oft und eindringlich, dass ich zwangsläufig an den Rocksänger Michael Jackson denken musste. Sie wissen schon, das ist der Typ, der in den Neunzigerjahren wegen seiner provokanten, getanzter Songs Aufsehen erregte. Er stöhnte, schrie, sang, streckte die Zunge heraus und griff sich, abwechselnd zupackend oder mit ausgestreckten Fingern massierend, immer wieder in den Schritt. Also warum wollte die Regisseurin, dass der mordende Richard dauernd an sein Geschlecht fasst? (Es war ja gar nicht da, denn dieser Richard wurde, siehe oben, von einer Frau gespielt.) Egal, was ist also dran an diesem Griff in den Schritt, den wir bei Rafael Nadal, Justin Bieber, Andreas Gabalier und sogar bei Berlusconi immer wieder beobachten?‘‘

Gerti Senger weiter: ,,Dass Fußballspieler mit der Hand ihr Gemächt schützen, bevor ein scharfer, punktgenauer Ball ihre beiden Kronjuwelen trifft ist klar. Sicher ist auch, dass der Griff in den Schritt von Künstlern gezielt choreografiert wird, um sexuelle Triebstärke zu zeigen. Das erste Mal fiel mir der Griff in den Schritt vor vielen Jahren bei Mike Jagger auf, später stilisierte ihn Michael Jackson hoch. Dann wurde er von den Sängerinnen Rihanna und Madonna gegendert. Aber nicht nur Stars fassen sich zwischen die Beine. Manche Männer tun es mitten im Gespräch, beim Nachdenken, aus Verlegenheit oder automatisch. Ich denke, der gedankenlose Hoden-Griff liegt bei einer Tagesquote von fünf bis sieben. Zwei Gründe für den Griff zwischen die Beine sind allerdings weniger eindrucksvoll: Nämlich um die beiden Dingsbums zu sortieren oder um den Drang zum Pinkeln kurzfristig zu stoppen.‘‘ – Der Beitrag von ,,Krone‘‘-Kolumnistin Prof. Dr. Gerti Senger wurde mit der oben abgebildeten Darstellung und der Bildunterschrift ,,Nicht nur Stars greifen sich zwischen die Beine‘‘ illustriert. Übrigens: Wie der Kolumnistin die Festspiel-Aufführung auf der Halleiner Perner-Insel gefallen hat, verrät sie in diesem Beitrag leider nicht. – (Gerti Senger, OST. Foto: ,,Krone‘‘-Sonntags-Magazin).

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Nur aus der Luft war das städtebauliche Potential erkennbar, das ein Jahrzehnt lang unbeachtet und ungenutzt in Hallein schlummerte – brachliegende 11.000 Quadratmeter eines ehemaligen Industriegeländes. Siehe dazu unser 1. Foto oben, eine Luftaufnahme des einst dicht verbauten Areals. Bis in die 1980er-Jahre produzierte hier beispielsweise die Firma Brötje Heizungen und der REI-Baumarkt war hier aktiv, bevor er in die Europastraße übersiedelte. Unfassbar: Seit 2010 stand das große Gelände mitten im Stadtgebiet leer, was nicht gerade zur Verschönerung des Halleiner Stadtbildes beitrug. Vor vier Jahren fanden sich endlich Käufer für das ausgedehnte Areal, das trotz seiner Größe kaum ins Auge fiel, da es von einer hohen Mauer umgeben war. Erstaunlich: Die neuen Besitzer stammen nicht aus Hallein. Es handelt sich dabei um die Baufirma Russegger aus Abtenau und um das Unternehmen Salzburg Wohnbau. Der Kaufpreis betrug rund 8 Millionen Euro. Geplant sind hier Wohnungen und Geschäfte, diese sollen für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner die Nahversorgung sicherstellen. Auch eine Turnhalle der HTL wird hier Platz finden, um für diese langfristig ihren derzeitigen Standort in Hallein abzusichern. Bei optisch gefälliger Verbauung, die auch ein wenig Platz lässt für Grünflächen und Blumen, könnte hier in günstiger Lage ein kleines Wohn-Paradies entstehen. – Die obenstehenden Fotos zeigen, dass alle Hochbauten auf dem Areal mittlerweile abgerissen wurden. Foto 2: Der Blick auf das Areal von Norden nach Süden. Foto 3: Der Blick von Norden nach Westen. Foto 4: Der Blick von Süden nach Norden. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Als der Kothbach seine sintflutartigen Wassermassen am Hochwasser-Samstag durch die Halleiner Altstadt trieb, spielten sich dramatische Szenen ab – so wurde sogar ein Ehepaar von den Wassermassen mitgerissen. Die beiden versuchten vergeblich, in der überschwemmten Oberhofgasse (1. Foto oben), in die das Wasser aus der Augustinergasse hineinschoss, sich an Gebäudemauern, Hauseingängen und Toren festzuklammern, doch das Wasser war stärker und riss sie immer wieder mit sich fort. Nur durch das unerschrockene Einschreiten von Alexander Eisenmann (2. Foto oben), sind sie heute noch am Leben. Es gelang ihm, durch die reißenden Fluten hindurch, das mit dem Wasser kämpfende Ehepaar, welches dabei immer mehr abgetrieben wurde, zu erreichen, dann wurde jedoch auch er vom Wasserstrom niedergerissen (3. Foto oben). Es war für Alexander Eisenmann völlig klar, dass er, gemeinsam mit den Beiden, unbedingt das offene Tor zum Innenhof an der linken Seite der Oberhofgasse erreichen musste. Denn nur ein minimales Stück weiter, wären alle Drei vom Hauptstrom des Kotbachs erfasst und unrettbar mitgerissen worden. ,,Dann‘‘, so Alexander Eisenmann, ,,wären wir da wohl nicht mehr lebend herausgekommen!‘‘ Es gelang ihm tatsächlich, vom Wasser getrieben, das Ehepaar schließlich sicher durch das geöffnete Tor des Innenhofs zu steuern (4. Foto oben) wo die Drei endlich auch wieder festen Boden unter die Beine bekamen. Welch ein Glücksfall, dass dieses Tor geöffnet war! Der ,,Salzschreiber‘‘ gratuliert zu dieser spontanen und mutigen, zweifachen Lebensrettung sehr herzlich! Diese großartige Rettungsaktion wurde vom tapferen und sympathischen Alexander Eisenmann auch im ORF geschildert (5. Foto oben). – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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„Die unkomplizierten Impf-Angebote ohne Voranmeldung werden von den Salzburgerinnen und Salzburgern gut angenommen, und wir hoffen, dass die Bereitschaft noch weiterwächst. Denn eines ist klar: Wenn wir die angestrebten 70 Prozent Durchimpfungsrate nicht rasch genug erreichen, wird es aus heutiger Sicht mit einem halbwegs normalen Herbst schwierig werden“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Der Impfungs-Fortschritt im Land Salzburg liegt im Österreichschnitt und zeigt vor allem bei den Jüngeren noch großes Potenzial auf.

 

„Wir können derzeit davon ausgehen, dass wir die angestrebten 70 Prozent bis Mitte September, sofern die Bereitschaft weiterwächst, erreichen. Es gibt genügend Impfstoff und Angebote, egal ob mit oder ohne Voranmeldung und flächendeckend in ganz Salzburg. Aktuell stehen wir, gemessen an der Gesamtbevölkerung, aber erst bei rund 55 Prozent Erstgeimpften und 50 Prozent Vollimmunisierten. Das ist noch viel zu wenig“, zieht Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl Zwischenbilanz und fügt hinzu: „Es kommt wirklich auf jede und jeden an. Daher planen wir weitere Angebote für spezifische Gruppen wie zum Beispiel Reiserückkehrer, Lehrpersonal und Studierende. Dafür können wir die Impfdosen, die aktuell nicht gebraucht werden, einplanen.“

 

Derzeit wird eine dritte Impfdosis nur in besonderen Ausnahmefällen wie bei chronischen Erkrankungen mit eingeschränkter Immunfunktion oder Einnahme von Medikamenten, die die Funktion des Immunsystems reduzieren, empfohlen. „Ob und wann eine generelle Auffrischungsimpfung vielleicht auch nur für bestimmte Altersgruppen empfohlen wird, wird derzeit intensiv diskutiert“, so Impfkoordinator Rainer Pusch. Auf Grund der derzeit vorliegenden Daten und Erfahrungswerte kann eine Schutzdauer von mindestens neun Monaten nach der zweiten Dosis beziehungsweise nach der Einzelimpfung bei Johnson&Johnson angenommen werden.

 

Für alle leichtsinnigen und gegenüber der Bevölkerung verantwortungslosen Impf-Verweigerer, hier zum 999. Mal die Vorteile der Vollimmunisierung in Schlagworten auf einen Blick: Der bestmögliche Schutz vor schweren Krankheits-Verläufen und Long Covid / Entlastung des Gesundheitssystems / Je mehr Vollimmunisierte, desto sicherer die Situation im Herbst / Nach derzeitigem Kenntnisstand die wichtige Senkung der Virus-Übertragung (geringere Viruslast) / Besserer Schutz vor Mutationen wie die Delta-Variante / Je weniger Ansteckungen stattfinden, desto geringer ist das Risiko neuer Mutationen.

 

Seit Beginn am 9. Juli 2021 haben rund 5.000 Salzburgerinnen und Salzburger die Immunisierung ohne Voranmeldung genutzt (Stand 30. Juli, 9 Uhr). Bei den Immunisierungen mit Biontech wird der Termin für die zweite Dosis entweder an Ort und Stelle, per SMS oder E-Mail mitgeteilt. Alle Möglichkeiten sowie Informationen zur Corona-Impfung in Salzburg und alle Termine immer aktuell unter salzburg.gv.at/einfachimpfen. Jeder und Jede kann sich auch weiterhin für einen Termin in den Impfordinationen und Impfstraßen unter www.salzburg-impft.at oder bei der Gesundheitsberatung 1450 voranmelden.

 

Tamsweg, Adnet, Oberndorf, Trumer Sommerkino, Strobl, Salzburg-Stadt, Festspielnächte – der Impfbus tourt durch das gesamte Bundesland. Bis Mittwochabend haben sich insgesamt bereits rund 800 Personen in der mobilen Möglichkeit gegen das Corona-Virus immunisieren lassen. Die nächsten Stationen sowie alle weiteren Möglichkeiten zur Impfung ohne Voranmeldung für nächste Woche sind fixiert und unter salzburg.gv.at/einfachimpfen gegliedert nach Bezirken nachzulesen.

Die Impf-Angebote im Überblick: Impfordinationen und Impfstraßen mit Voranmeldung unter www.salzburg-impft.at oder bei der Gesundheits-Beratung 1450 / Landesweite, wöchentliche Impfaktionen ohne Voranmeldung, alle genauen Termine und Standorte immer unter salzburg.gv.at/einfachimpfen / Mobile Impfmöglichkeiten (Impfbus) ohne Voranmeldung, auch in entlegeneren Regionen und Gemeinden / Zusätzliche Möglichkeiten für Gemeinden und Impf-Ordinationen / Impfen bei Veranstaltungen / Impfangebote für spezifische Gruppen wie Reiserückkehrer / Für die Woche von 2. bis 8. August werden in Salzburg rund 23.600 Impfdosen erwartet. Geplant sind in diesem Zeitraum 6.583 Erst- und 7.015 Zweitstiche. – (Landes-Korrespondenz Salzburg. Foto: Coro-Doc).

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Das randvoll gefüllte Bachbett des Kotbachs verfügt über ein Fassungsvermögen von knapp 20 Kubikmetern Wasser pro Sekunde. Normalerweise ist ohnehin nur ein geringer Teil des Bachbetts mit Wasser gefüllt. Bei Hochwasser jedoch liefert der Kotbach pro Sekunde 40 Kubikmeter Wasser und mehr. Die Hälfte davon überschwemmt somit Teile der Halleiner Altstadt mit Geschäften, ebenerdigen Wohnungen und Kellerräumen. Um künftig ein Hochwasser zu bändigen, bedarf es somit lediglich einer entsprechenden Verbreiterung oder Vertiefung des Kotbachbetts. Sollte man meinen. Rechnerisch ist das überhaupt kein Problem. Doch die speziellen Halleiner Verhältnisse nehmen auf den Rechenstift keine Rücksicht.

So einfach wäre es: Bei einer Tiefe des Bachbetts von 2 Metern genügt eine Breite von 20 Metern, wodurch ein Durchfluss-Querschnitt von 40 Quadratmetern entsteht. Damit ergibt sich im Verlauf des Kothbachs ein prächtiger See mit Bademöglichkeit mitten in der Altstadt! Der Fremdenverkehrsverband erhält damit ein neues heißes Eisen, um für einen Besuch der Stadt Hallein zu werben. Nun gibt es aber sofort Nörgler (hauptsächlich Nicht-Schwimmer), denen die 20-Meter-Breite trotz Bademöglichkeit zu breit erscheint. Vorausblickend hält deshalb die Satire-Redaktion des SALZSCHREIBER auch andere Varianten bereit. In Umkehrung der ersten Version geht es nun einfach in die Tiefe: 20 Meter tief und 2 Meter breit. Aber schon sind die Nörgler wieder da, denen dies nun zu tief ist. Also geht es darum, Breite und Tiefe einander stärker anzupassen. Zum Beispiel 10 Meter tief und 4 Meter breit oder 10 Meter Meter breit und 4 Meter tief. Oder 8 Meter tief und 5 Meter breit oder 8 Meter breit und 5 Meter tief. Oder: 6 Meter tief und 6,5 Meter breit oder 6,5 Meter tief und 6 Meter breit. Oder: 5 Meter tief und 8 Meter breit oder 5 Meter breit und 8 Meter tief. Weitere Größen jeder Art für ein Bachbett mit einem Querschnitt von 40 Quadratmetern lassen sich leicht ausrechnen.

Jedoch das Ganze ist dann doch noch einigermaßen kompliziert. Denn da gibt es ein kleines, dafür aber entscheidendes Problem. Eine Verbreiterung des Kotbachs wäre unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur an wenigen Stellen und dort auch nur geringfügig möglich. Eine nennenswerte Kotbach-Verbreiterung würde bestehende Bausubstanz kosten – also völlig unrealistisch. Wird das Bachbett deutlich vertieft, dann strömt bei Hochwasser zusätzlich das Wasser aus der Salzach in das Stadtgebiet hinein und sorgt für zusätzliche Bedrohungen der Halleiner Altstadt. Eine wirksame Bachbett-Vertiefung kann man demnach ebenso vergessen. Die Bewohner der Stadt müssen sich also damit abfinden, mit der Gefahr eines Kotbach-Hochwassers zu leben. Die Betroffenen können nur versuchen, mit Blick auf das gerade überstandene Desaster, bauliche Verbesserungen an ihren Häusern vorzunehmen, welche künftige Schäden zumindest reduzieren helfen. Ein Albtraum ist natürlich der Umstand, dass sowohl beim letzten großen Kothbach-Hochwasser 1976 in der Stadt Hallein, alleonals auch jetzt wieder Autos in den Kotbach geschwemmt wurden und damit den Wasser-Abfluss im Kotbach-Gerinne verhinderten. Damit strömte auch das Wasser aus dem Bachbett in die Stadt hinein, was natürlich zu einer wesentlichen Verschärfung der Hochwasser-Situation führte. Zumindest dieser Wahnsinn lässt sich in Zukunft verhindern, durch zeitgerechtes Parkverbot an jenen Stellen, von denen Autos aus in den Kotbach geschwemmt werden könnten. Merke: Parkende Autos mit eingelegtem Gang und angezogener Handbremse schwimmen bei entsprechendem Wasserstand ganz vorzüglich! Die obenstehenden Fotos zeigen, was die um ein Vielfaches größeren und stärkeren Verwandten des Halleiner Kothbachs, in Deutschland angerichtet haben. – (Odo Stierschneider. Fotos: DPMS).

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Die erst für Ende dieses Jahres (!) geplante Unterstützungs-Aktion der Halleiner Hochwasser-Geschädigten durch die Stadt Hallein, wird demnach vermutlich in den beiden letzten Wochen dieses Jahres (51. oder 52. Woche) durchgeführt. Bis zur 51. Woche sind es ab jetzt, Ende August gerechnet, noch 15 Wochen oder 105 Tage! So lange werden die Hochwasseropfer in Hallein, deren Wohnungen und Keller vom Hochwasser verwüstet wurden, auf eine finanzielle Unterstützung durch die Stadtgemeinde warten müssen. Eine unbegreiflich lange Zeit, nachdem bei der Stadt Hallein schon seit geraumer Zeit mehr als 100.000 Euro und Gutscheine im Wert von knapp 20.000 Euro an prompt (!) geleisteten Spenden herumliegen. Es ist unfassbar, dass es in Hallein nicht möglich ist, zumindest einen Not-Teilbetrag sofort an die am ärgsten Betroffenen auszuzahlen. Denn noch immer gilt: Wer rasch hilft, hilft doppelt!

Dass die gesamte Auszahlung erst nach einer ganzen Reihe von Maßnahmen möglich ist, erscheint verständlich. Dazu Bürgermeister Alexander Stangassinger: ,,Die Aufnahme der Schadensmeldungen erfolgt durch den Landes-Katastrophenschutz und wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Betroffene haben ein halbes Jahr Zeit, um die Schäden zu melden. Daher wird die Stadtgemeinde frühestens Ende des Jahres mit der Verteilung der Spendengelder beginnen können. Die Höhe der Unterstützung hängt von der Lücke ab, die den Betroffenen nach Auszahlung durch Versicherungen und Katastrophenfonds noch bleibt und über welche finanziellen Möglichkeiten sie verfügen.‘‘ Das alles ist durchaus verständlich, doch es bleibt die Frage offen, wieso es in Hallein, Salzburgs zweitgrößter Stadt, nicht möglich ist, den am Schlimmsten Betroffenen schon vorher kurzfristig und effizient zu helfen. Auch alle, die bisher gespendet haben, dürften entsetzt darüber sein, dass ihre Spenden erst Ende des Jahres an die Hochwasseropfer verteilt werden. Soforthilfe – in Hallein ein unbekanntes Fremdwort?

,,Nach den umfangreichen Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten sind die Geschäfte, Gastronomie und Nächtigungsbetriebe wieder geöffnet‘‘,
so Bürgermeister Stangassinger und ergänzt: ,,Nun ist es wichtig, dass die Stadt wieder mit Leben gefüllt wird. Ich appelliere an die Solidarität der Stadtbewohner und der Gäste in Hallein, die zahlreichen Angebote in der Stadt zu nützen! Alle freuen sich jetzt natürlich auf Kundschaft ganz besonders!‘‘

Unmittelbar nach der Flut wurde von Caroline Hubble (einst Herausgeberin der ,,Halleiner Stadtzeitung, heutige Herausgeberin der ,,Halleiner Festspielbroschüre‘‘ und Betreiberin der ,,Halleiner Spezialitäten-Manufaktur‘‘), unter Facebook die Hilfsgruppe ,,Hilfe für Halleiner Hochwasserhilfe‘‘ gegründet. Die Hilfsgruppe umfasst bereits nahezu 3.000 Mitglieder, die für vom Hochwasser Betroffene spenden. Gruppenweise machten sich die Mitglieder auf den Weg nach Hallein, und halfen beim Räumen von Schlamm, Geröll, Wasser und ruinierten Wohnungseinrichtungen. Möbel wurden angeboten und sogar ein Auto wurde verschenkt. Sogar aus Wien und Deutschland kamen die Helfer nach Hallein. Wenn auch Sie finanziell helfen wollen, hier haben Sie Gelegenheit dazu:

 

Empfänger: Gemeinwohlstiftung COMÚN,
Verwendungszweck: Hilfe für Hallein
IBAN: AT96 2011 1839 3960 9200
BIC: GIBAATWWXXXfbruch                        (OST, C.H., Fotos: Helmut Kronewetter).

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Das Gasthaus ,,Stadtkrug‘‘ trägt ganz wesentlich zur positiven Atmosphäre auf dem belebtesten Platz der Halleiner Innenstadt, dem Bayrhamerplatz, bei. Hier verwöhnt der ,,Stadtkrug‘‘ seine Gäste mit gastronomischen Köstlichkeiten. Nicht nur das. Die Gasthaus-Besitzer sind die neuen Eigentümer des zum Bayrhamerplatz hin ausgerichteten Gebäudes (siehe 1. Foto oben), welches einst nach seinem damaligen Besitzer als ,,Frank-Haus‘‘ bezeichnet worden war. An der rechten Seite der zum Bayrhamerplatz hin ausgerichteten Fassade des Objektes, schloss sich eine vom ,,Stadtkrug‘‘ in jüngster Zeit gastronomisch genützte große Terrasse an. Seit kurzem wird sie jedoch durch Planen einer Baufirma verdeckt (siehe 2. Foto oben). Ein Blick dahinter zeigt, dass von der Gastronomie-Terrasse nur noch ein Erdmaterialhügel übriggeblieben ist (siehe 3. Foto oben). Hier und im bestehenden Anbau-Objekt sollen nun eine Küche für den ,,Stadtkrug‘‘ sowie ein Speise- und Gästeraum errichtet werden. Es ist zu hoffen, dass nach Fertigstellung dieser erfreulichen Baumaßnahmen, das gesamte ,,Stadtkrug‘‘-Objekt auch an optischer Qualität gewinnt, wodurch der letzte Schandfleck des Bayrhamerplatzes beseitigt wäre. – (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Mit welch brutaler Gewalt die hochgehenden Kothbach-Wassermassen sich durch Hallein pressten, zeigen unsere Fotos vom stromaufwärts gelegenen Teil der Augustinergasse und aus dem Stadtzentrum. In der Augustinergasse wurde das starke Eisengeländer wie weiches Material aus seiner Verankerung gerissen oder total verbogen. Der obere Teil der Augustinergasse musste abgesperrt werden da stellenweise das Eisengeländer von den Kothbachfluten mitgerissen mitgerissen und nicht mehr vorhanden war. Wie unser letztes Foto oben aus der Stadtmitte zeigt, verfing sich in den stehengebliebenen Teilen des Eisengeländers allerlei Unrat, der vom hochgehenden Kothbach mitgeschleppt worden war. Zusätzlich unerfreulich: Das Kotbach-Hochwasser war in allen Medien – Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen – präsent. Noch nie wurde bisher derart massiv über Hallein berichtet und nun wissen es alle, dass Hallein von einem Kotbach durchflossen wird. Wieso eigentlich? Entleeren die Halleiner tagsüber sich und in der Früh ihre Nachttöpfe in den Kotbach? Nein. Einst war es oben auf dem Dürrnberg üblich, aus den Stollen herausgearbeitetes Erdmaterial auch in das Gerinne des Kotbachs zu entsorgen. Bis das alles die Stadt Hallein erreichte, schob sich durch den Kotbach nur noch ein brauner dicker Brei – also Kot! Den Kotbach bezeichnen alle (auch der SALZSCHREIBER) weil sie alle so vornehm sind, schriftlich nicht als Kotbach sondern nur als Kothbach. Doch die schockierten Konsumenten von Radio und Fernsehen werden das stumme h sicher nicht vernommen haben. Und wissen jetzt nur, dass Hallein von einem Kotbach (!) durchflossen wird. Eine höchst unerfreuliche Werbung für Hallein – es ist unfassbar, dass die Stadt Hallein und der Tourismusverband nicht schon längst – also noch vor dem Corona-Horror, – alles unternommen haben, um den Kotbach endlich in Salzbach umzubenennen. Denn: Der SALZbach fließt vom Dürrnberger SALZberg herunter durch die SALZstadt Hallein und mündet in die SALZach. So einfach und logisch wäre das Ganze! Und Hallein wäre endlich den schrecklichen, grauenvollen, widerwärtigen, abstoßenden und unappetitlichen Kotbach los! (Odo Stierschneider. Fotos: OST).

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Der Schock des Hochwassers verminderte sich während der zurückliegenden Schönwetter-Tage bei allen Nicht-Betroffenen ganz erheblich. Doch die Betroffenen mussten Schlamm beseitigen, ruinierte Möbel und Fußböden sowie kaputte Kühlschränke etc. aus dem Keller entsorgen, die betroffenen Räume reinigen und für deren Trocknung sorgen. Wenn die nötigen finanziellen Mittel vorhanden waren, konnte mit dem Ausmalen, dem Verlegen neuen Fußböden und mit der Anschaffung neuer Möbel begonnen werden. Um das alles zu bewerkstelligen, mussten Räumlichkeiten, die zuvor als Wohnräume, Verkaufsräume eines Geschäftes oder als Raum eines Gasthauses gedient hatten, zu Lager-Räumen oder zu Werkstätten-Räumen umfunktioniert werden – so wie auf unserem 2. Foto oben. Das Foto entstand in der Thunstraße, Fototermin war Sonntag, 26. Juli 2021. Besonders tragisch, wenn das Hochwasser finanziell Minderbemittelte heimsuchte, bei denen an die Anschaffung neuer Fußböden oder Einrichtungs-Gegenstände einfach nicht zu denken ist. An alle, die vom Hochwasser verschont geblieben sind, ergeht daher die große, dringende Bitte, sich an einer der verschiedenen Spenden-Aktionen zugunsten der Halleiner Hochwasser-Geschädigten zu beteiligen. Es wurde ein offizielles Spendenkonto der Stadt Hallein eingerichtet, für Menschen, die durch die aktuelle Hochwasser-Katastrophe am schwersten betroffen sind. Dazu Bürgermeister Stangassinger (auf dem 1. Foto oben): ,,Um so vielen wie möglich helfen zu können, brauchen wir jede Unterstützung!‘‘ Spenden bitte an: Spenden Hochwasser Hallein IBAN AT28 3502 2000 0501 7702, BIC RVSAAT2S022. Die Stadtpfarre Hallein und die Caritas koordinieren die Sach-Spenden. Wenn jemand etwas benötigt, bitte unter 0676 8746 6635 (Sri Fackler) melden. Auch die Facebook-Seite Hilfe für Halleiner Hochwasser-Opfer kann genutzt werden. – (Text und Fotos: OST)

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Den Privat-Geschädigten der Flutkatstrophe wurde eine Beihilfe aus dem Katastrophenfonds des Landes Salzburg zugesagt. In den nächsten Wochen wird eine Kommission des Landes Salzburg mit Unterstützung durch Mitarbeiter der Stadtgemeinde Hallein die betroffenen Straßenzüge besichtigen und mit den Anrainern die Schäden aufnehmen. Begonnen wird aus organisatorischen Gründen im Bereich Griesrechen, in den Straßenzügen rund um den Rainerkai, Grießmeisterstraße bis zur östlichen Begrenzung Dorrekstraße. Eine genauere Auflistung finden die Betroffenen auf der Homepage der Stadtgemeinde. Diese wird laufend aktualisiert. Zu diesem Termin sollen die Betroffenen sämtliche relevanten Versicherungs-Unterlagen inklusive Fotodokumentation bereithalten. Die Fotodokumentation ist in digitaler Form (Smartphone oder Digitalkamera) für die Schadensaufnahme ausreichend.

 

In den kommenden Wochen wird versucht, jeden Schaden aufzunehmen. Die vorgesehenen Straßenzüge und Termine werden jeweils drei Tage im Vorhinein sowohl auf der Homepage der Stadt Hallein als auch mittels A-Ständer vor Ort kundgemacht. Eine längerfristige Planung kann derzeit noch nicht erfolgen, da der jeweilige Bearbeitungs-Aufwand noch nicht abgeschätzt werden kann. Gestartet wird jedenfalls am 26. Juli 2021, um 8.30 Uhr mit dem Objekt Rainerkai 20.

 

Für allfällige Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Stadtamt unter folgender Telefonnummer: 06245/8988-165. Wer bei der Schadensaufnahme nicht anwesend ist, kann unter dieser Nummer auch einen Ersatztermin vereinbaren – dieser wird im Anschluss an die Schadensermittlung stattfinden. Die Stadtgemeinde weist die Betroffenen darauf hin, dass die Aufnahme der Schäden so geplant wird, wie es organisatorisch am zweckmäßigsten ist, um möglichst effektiv in der Schadensermittlung zu sein. Das Land Salzburg ersucht, bereits vorab um Registrierung Ihres Schadens auf der Homepage des Landes Salzburg unter folgendem Link: https://www.salzburg.gv.at/sicherheit_/Seiten/katastrophenfonds.aspx. Das obenstehende Foto zeigt Bürgermeister Alexander Stangassinger und den künftigen Schadensermittler Michael Koch beim Besuch in der Grießmeisterstraße 9 mit den Betroffenen. – (Presse-Aussendung mit Foto: Stadtgemeinde Hallein).

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Das Hochwasser in der Halleiner Altstadt hat auch in der dortigen dm Filiale in der Thunstraße großen Schaden verursacht. Ein Teil der vom Wasser verschont gebliebenen Produkte wird nun für einen guten Zweck gespendet. Die Hilfsbereitschaft bei den Aufräumarbeiten ist unterdessen groß.

 

DIE dm FILIALE IN HALLEIN
NACH DEM HOCHWASSER

Über einen Meter hoch stand das Wasser nach dem jüngsten Hochwasser in der dm Filiale in der Halleiner Altstadt. „Die Feuerwehr hat das Wasser abpumpen müssen. Ab einem Pegel von etwa 20 Zentimetern war jedoch Schluss. Das Gemisch aus Wasser, Schlamm und darin schwimmenden Produkten machten das weitere Abpumpen unmöglich. Von da an ging das große Aufräumen mit Schaufeln weiter“, so Filialleiterin Sanela Husejnovic. Rund 40 helfende Menschen, darunter dm Kolleginnen und Kollegen aus umliegenden Filialen, der dm Zentrale sowie Freunde, Familienmitglieder, Anwohner und Passanten waren gleichzeitig vor Ort, um anzupacken. „Einen großen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer. Die Hilfsbereitschaft war einfach überwältigend“, so dm Gebietsmanager Oliver Mitterlechner.

 

UNBESCHADETE PRODUKTE
WERDEN GESPENDET

Der Schaden lässt sich noch nicht exakt beziffern. „Aufgrund des hohen Wasserstandes, mussten wir die Produkte aus den unteren drei Regalböden entsorgen. Viele dieser Produkte sind unbrauchbar geworden, etwa im Fall von Papierverpackungen, bei den übrigen lässt sich nicht ausschließen, dass sie verunreinigt wurden. Die Produkte, die hingegen gänzlich von der Feuchtigkeit unberührt blieben, wurden zusammengepackt. Zahlreiche Kisten mit Drogerieartikeln des täglichen Bedarfs werden wir an die Wärmestube Salzburg, die Soziale Arbeit GmbH, Aktion Leben der Caritas und die Pfarre Hallein spenden. So hat das Unheil zumindest ein wenig Gutes gebracht“, sagt Silvia Auer, Regionsleiterin West bei dm.

 

OHNE SANIERUNG
WIRD ES NICHT GEHEN

In den kommenden sechs bis acht Wochen wird die Filiale trockengelegt. Erst dann können die Renovierungsarbeiten starten. „Alles in allem wird die Altstadt-Filiale etwa drei bis vier Monate zugesperrt bleiben müssen, um alles wieder auf Vordermann zu bringen“, schätzt Silvia Auer. „Glücklicherweise blieb unsere zweite Halleiner Filiale am Kletzlgutweg verschont, sodass wir unseren Stammkundinnen und -kunden hier auch weiterhin das gewohnte dm Einkaufserlebnis bieten können“.

 

WICHTIGE KURZ-INFOS ZU
dm drogerie markt Gmbh

Die dm drogerie markt GmbH eröffnete im Jahr 1976 die erste Filiale in Österreich. Der heutige Firmensitz in Salzburg/Wals ist Dreh- und Angelpunkt in Österreich sowie für die Expansion in die Verbundenen Länder in Mittel- und Südosteuropa. Geleitet wird das Unternehmen von einem neunköpfigen Geschäftsführungsteam unter dem Vorsitz von Mag. Martin Engelmann und dem stellvertretenden Vorsitz von Dipl. Inform. Manfred Kühner. Insgesamt beschäftigt dm Österreich mehr als 6.874 Mitarbeiter in den 386 dm Filialen, davon 165 mit dm friseurstudio und 111 mit dm kosmetikstudio, sowie in der Teilkonzernzentrale in Salzburg und im Verteilzentrum in Enns. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurde in Österreich ein Umsatz von 980 Millionen Euro erwirtschaftet. Marken von dm sind unter anderem Balea, alverde NATURKOSMETIK, dmBio, babylove, Denkmit, SEINZ. und SUNDANCE.

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Der riesige Abfallcontainer am Beginn der Thunstraße (Foto 1 oben) wurde in den vergangenen Tagen zum dramatischen Symbol für die Stadt Hallein. Nachdem Teile der Halleiner Altstadt durch den Kothbach auf massive Art überschwemmt worden waren, wurden die in Mitleidenschaft gezogenen Stadtteile in Rekordzeit wieder von Schlamm und Verwüstungen des Hochwassers befreit – durch den Einsatz von unmittelbar Betroffenen, von Einsatzbrigaden der Stadt Hallein, der Feuerwehr, von Helfern des Bundesheeres, von erfreulich zahlreichen Freiwilligen und sogar von Ortsfremden. Die vom eingedrungenen Hochwasser beschädigten Einrichtungs-Gegenstände, Maschinen, Gebrauchs-Gegenstände und dergleichen, wurden an den Straßenrändern für den Abtransport aufgetürmt. Dazu vermitteln unsere Fotos einen umfassenden Eindruck (Fotos 2 bis 10 oben). Einen derartigen Anblick hat die Halleiner Altstadt bisher noch nicht geboten – auch nicht nach der ähnlichen Hochwasserkatastrophe vor 25 Jahren. Dieser Rückblick gestaltet sich höchst unerfreulich angesichts der Tatsache, dass im August 1976 ebenso wie jetzt 2021, in den Kothbach geschwemmte Autos dessen Gerinne verlegten und damit entscheidend für den Ausbruch der Wassermassen hinein in die Stadt verantwortlich waren. Es müssen unbedingt Maßnahmen getroffen werden, dass frei abgestellte Autos bei Unwetter-Ereignissen nicht nochmals in das ohnehin viel zu gering dimensionierte Bachbett des Kothbachs gelangen können.

Thema Bachbett-Dimension: Derzeit weist das Kotbach-Gerinne an engen Stellen einen Querschnitt von etwa 4 Quadratmetern auf – Gewässer-Techniker weisen darauf hin, dass für einen sicheren Abtransport des Kothbach-Hochwassers, sofern kein Auto das Gerinne blockiert, jedoch 14 Quadratmeter erforderlich wären. Das bedeutet, dass ein Bachbett von 2 Metern Tiefe und 7 Metern Breite angelegt werden müsste! Ein Fahrstreifen der Autobahn misst in der Breite etwa 3,50 Meter, das bedeutet, dass für den Kothbach ein Bachbett so breit wie eine zweispurige Autobahn angelegt werden müsste! Quer durch die Altstadt! Optimisten schlagen deshalb vor, dieses gigantische Gerinne einfach unterirdisch anzulegen. Dies ginge vielleicht in unverbautem Gelände, unterhalb des Altstadt-Gemäuers ist ein derartig enormer unterirdischer Durchbruch völlig illusorisch. Technisch und finanziell. Die wichtigste Aufgabe bei künftigen Hochwässern lautet daher: Mit allen Mitteln verhindern, dass das Wasser wiederum abgestellte Autos in das Kothbach-Gerinne schwemmt und dort den Wasserabfluss blockiert. (Dazu unser 12. Foto oben, auf dem ein mächtiger Kran-Greifer der Feuerwehr, am Florianiplatz ein diesmal in den Kotbach gestürztes Auto in die Höhe hievt. Davor das 11. Foto oben zeigt einen der Schlamm-Sack-Berge, die sich vor zahlreichen Hauseingängen in den betroffenen Teilen der Halleiner Altstadt fanden.)

 

Eine ,,verstärkte Uferverbauung‘‘ des Kothbaches, also dort wo es erforderlich ist, Mauern entlang des Kothbach-Gerinnes zu errichten, gilt offensichtlich als das Gebot der Stunde. Wie dies in der Praxis aussehen würde, darüber herrschte bisher freilich strengstes Stillschweigen. Ein Projekt in der Stadt Hallein, welches knapp 6,5 Millionen Euro erfordert, wird normalerweise im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit detailreich vorgestellt. Doch hier behielt man die Unterlagen in der Schublade und hüllte sich in Stillschweigen, worauf der Naturschutzbund sicherheitshalber vor Gericht Einsprüche geltend machte. Dass die jetzt durch das Hochwasser so dramatisch Betroffenen dafür kein Verständnis haben, ist verständlich, dies umso mehr, als auch Bürgermeister Alexander Stangassinger betonte, dass bereits zwei Drittel des geplanten Ufermauern-Projekts hätten realisiert werden können, falls es keine Einsprüche gegeben hätte. Wie auch immer, man kann wohl verlangen, dass ein 6,5-Millionen-Projekt, welches zweifellos negative Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Stadt-Umgebung mit sich bringt, ordnungsgemäß der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Vielleicht finden sich kreative Persönlichkeiten, die besonders grobe optische Beeinträchtigungen durch die ,,verstärkte Uferverbauung‘‘, auf kluge, einfallsreiche und elegante Art zu vermeiden wüssten. In einem Leserbrief in den ,,SN‘‘, bot Ing. Mag. Anton Stans aus Bad Ischl an, nach Einsicht in das Projekt, darüber öffentlich zu diskutieren.

Die Halleinerinnen und Halleiner helfen und halten zusammen. Die Stadtpfarre Hallein und die Caritas bieten ab sofort eine Sachspenden-Börse an. Wer etwas spenden möchte oder etwas benötigt, meldet sich unter 0676 8746 6635 (Sri Fackler). Die Raiffeisenkasse Hallein-Oberalm hat dankenswerter Weise unter der Kontonummer AT 28 3502 2000 0501 7702 für die vom Hochwasser besonders hart Betroffenen ein Spendenkonto errichtet. Hilfe ist in zahlreichen Fällen unbedingt nötig, wie die beiden ersten Berichte des SALZSCHREIBER über das Kothbach-Hochwasser es dokumentieren (dazu einfach ein wenig hinunterscrollen). So wurde eine Arztpraxis am Florianiplatz vollkommen zerstört, ein Geschäftsmann verzeichnete durch das Hochwasser Totalschaden an seinen vier Autos. Erdgeschoß-Wohnungen wurden total zerstört, nicht nur die gesamte Einrichtung, auch der Fußboden musste raus. Erfreuliches zum Schluss:
An die 50 Fußballer des UFC Hallein unterstützen, gemeinsam mit ihren Betreuern, statt ihres Trainings am Montagabend, die Aufräumarbeiten in der schwer getroffenen Stadt Hallein. – (Odo Stierschneider. Fotos: 1 bis 11: OST, Foto 12: FF Hallein).

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Achtung, Achtung, eine wichtige Information für die Bewohner der Stadt Hall­­ein – es wurde gerade Zivilschutzalarm ausgelöst aufgrund des hochwasserführenden Kothbachs, speziell für das Stadtgebiet Hall­ein. Die Bevölkerung wird aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten.‘‘ So lautete am vergangenen Sonntag die kürzeste aller Presseaussendungen, die jemals von der Salzburger Landes-Korrespondenz an die Medien weitergeleitet wurde. Inzwischen tut das Wetter so, als sei in Hall­ein am Sonntag überhaupt nichts geschehen. Dabei sind die Nachwirkungen der lokalen Unwetterblase über Hall­ein ganz erheblich.

Die vom Hochwasser des Kothbachs Betroffenen, haben alle Hände voll zu tun, um wieder die gewohnte Ordnung herzustellen. Dazu unsere Fotos 1 bis 5 oben.
Das verlegte Gerinne des Kotbachs wurde teils unter Einsatz von schwerem Gerät (Foto 6) gereinigt. Die Fotos 7 bis 10 zeigen nur zum Teil, was alles aus dem Kothbach-Gerinne herausgeholt wurde. Mit welcher Wucht sich das Kothbach-Hochwasser von der Oberhofgasse zum Molnarplatz seinen Weg bahnte, zeigen unsere Fotos 11 bis 14. Immer wieder konnten Passanten, die leichtfertig durch das Wasser hindurch wollten, sich nicht gegen dessen gewaltige Kraft halten und wurden von den Wellen mitgerissen und abgetrieben. Unser 15. Foto zeigt den Molnarplatz, als das Hochwasser sich wieder zurückgezogen hatte. Man erahnt, mit welchen Problemen die Bewohner der Stadt durch das Kothbach-Hochwasser konfrontiert wurden. – In den Medien fand das Hochwasser in der Halleiner Altstadt ein großes Echo. So widmeten die ,,Salzburger Nachrichten‘‘ die gesamte Titelseite der großformatigen überregionalen Ausgabe samt großem Foto dem Thema Hochwasser in Hallein, dazu unser 16. Foto oben. In der kleinformatigen ,,SN‘‘-Lokalbeilage wurden die Titelseite und eineinhalb Seiten im Inneren dem Hochwasser in Hallein gewidmet. – (Landes-Korrespondenz Salzburg, Odo Stierschneider. Fotos: LKS, OST, APA, Neumayr).

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Landeshauptmann Wilfried Haslauer machte sich Sonntagvormittag persönlich ein Bild von der Lage in Hallein (1. und 2. Foto oben) und sprach mit Betroffenen. Bürgermeister Alexander Stangassinger (auf dem 3. Foto gibt er gerade ein Interview für den ORF), begleitete den Landeshauptmann durch die schwer vom hochgehenden Kothbach betroffene Altstadt von Hallein. „Die Lage in Salzburg ist weiterhin angespannt, es regnet weiter und es gibt im Tennengau zahlreiche Gefahrenstellen. Ich danke dem Katastrophenschutz in den betroffenen Bezirken, allen Einsatzkräften und auch den vielen Salzburgerinnen und Salzburgern, die anderen in dieser Notlage helfen. Wir werden beim Beseitigen der Schäden niemanden alleine lassen“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 

Der Zivilschutzalarm für die Stadt Hallein blieb bis Sonntag aufrecht, die Bevölkerung wurde aufgefordert, Kellerräume und Tiefgaragen nicht zu betreten, sich von den Dämmen bei den Fließgewässern fernzuhalten. In der Nacht mussten Personen in Sicherheit gebracht werden, ein Notquartier wurde eingerichtet. Auch im Halleiner Ortsteil Gamp müssen laut Katastrophenschutz mehrere Häuser aufgrund eines drohendes Hangrutsches evakuiert werden. Das Bundesheer wird die Dutzenden Helfer unterstützen. In Hallein verwandelte sich der Kothbach in einen reißenden Fluss, der die Altstadt überschwemmte. In der Vergangenheit sorgte der Kothbach immer wieder für Überschwemmungen in der Halleiner Altstadt, er wurde auch schon durch eingeschwemmte Personenautos verklaust, doch so schlimm wie diesmal war es noch nie. Die prognostizierte Starkregenfront hat im Bereich Hallein-Dürrnberg voll zugeschlagen und zu schweren Schäden geführt. Besonders betroffen war und ist Hallein. Nachdem die Wassermassen aus dem Kothbach am Samstagabend die Stadt Hallein überflutet hatten, waren am Sonntag die Einsatzkräfte sowie Bewohnerinnen und Bewohner mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Der Kothbach zog sich zwar in den Bachlauf zurück, doch in den Straßen der Keltenstadt hinterließ er Schlamm und Verwüstung. In den engen Gassen war das Wasser teils meterhoch gestanden. Verletzte oder vermisste Personen gibt es nach aktuellem Stand nicht, die Schäden sind aber enorm.

 

Feuerwehrleute und Freiwillige schaufelten Schlamm, Äste und Schwemmgut aus den Eingängen der Häuser in den betroffenen Straßen. Vor einer Bar lagen dicke Äste und Autoteile. Auch mit Baggern und Kehrmaschinen wurden Schwemmholz und Schlamm beseitigt. Vom Wasser mitgerissene Baumstämme und Wurzelstöcke hatten Brückengeländer verbogen oder gar aus der Verankerung gerissen. "Wir räumen die Verkehrswege frei, pumpen Keller aus und sind mit den Aufräumarbeiten in Hallein und Bad Dürrnberg beschäftigt", sagte der Halleiner Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Josef Tschematschar.

 

Landeshauptmann Wilfried Haslauer versprach am Sonntag vor Ort rasche Hilfe: ,,Die Schäden sind gigantisch. Gigantisch ist auch die Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte und die Nachbarschaftshilfe.‘‘ Die Lage sei weiterhin angespannt. "Es regnet weiter und es gibt im Tennengau zahlreiche Gefahrenstellen. Ich danke dem Katastrophenschutz, allen Einsatzkräften und auch den vielen Salzburgerinnen und Salzburgern, die anderen in dieser Notlage helfen. Wir werden beim Beseitigen der Schäden niemanden alleinlassen", betonte Haslauer am Sonntagvormittag in Hallein.

 

Auslöser für die Überschwemmungen in Hallein waren überaus starke Regenfälle. ,,Es hat in Hallein zwischen 19.30 und 20.30 Uhr zusätzlich zu den normalen Regenfällen, die schon ausgiebig stark waren, eine lokale Starkregenzelle gegeben, die übrigens für eine deutlich gelb verfärbte Wolkendecke über der Stadt gesorgt hatte. Diese hat in einer Stunde rund 60 Liter pro Quadratmeter ausgeschüttet", sagt Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker. Der Kothbach habe sich durch hereingeschwemmte Fahrzeuge verklaust: ,,Dadurch ist der Bach ausgetreten und hat die Altstadt überflutet.‘‘

Am Sonntag gab es nur teilweise Entwarnung in der Stadt Hallein. Es werden weitere starke Regenfälle erwartet - und damit weiterhin hohe Pegelstände. Weitere Überflutungen schließen die Experten punktuell nicht aus, großflächige Ereignisse werden eher nicht mehr erwartet. Die Bevölkerung wird weiterhin aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten. Auch im Halleiner Ortsteil Gamp müssen laut Katastrophenschutz mehrere Häuser aufgrund eines drohenden Hangrutschs evakuiert werden.

 

Die Bewohner anderer Gemeinden werden aufgefordert, sich derzeit nicht nach Hallein zu begeben. ,,Es ist wichtig, dass Schaulustige sich aus dem Katastrophengebiet zurückziehen - die Einsatzkräfte arbeiten auf Hochtouren und sollen bei ihren Arbeiten nicht unnötig behindert werden‘‘, erklärte Bürgermeister Stangassinger. Gleichzeitig betonte er die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung: ,,Ich bekomme alle fünf Minuten Anrufe von Leuten, die helfen wollen. Es bringen Leute Essen für die Einsatzkräfte. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung ist hervorragend.‘‘ In der Neuen Mittelschule im Stadtteil Burgfried wurde eine Notunterkunft eingerichtet für jene, deren Wohnungen nicht erreichbar waren. Feuerwehren aus dem Lungau, dem Tennengau und der Stadt Salzburg unterstützen die Einsatzkräfte in Hallein. Auch das Bundesheer ist vor Ort und unterstützt bei den Aufräumarbeiten.

 

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS

FOTOS 1 bis 3: Siehe 1. Absatz oben. FOTO 4: Das Wasser strömt sowohl aus dem Durchgang zur Oberhofgasse (links im Bild), als auch aus dem Bachbett des Kothbaches (unter Wasser im Vordergrund des Fotos) Richtung Molnarplatz. FOTO 5: Das Wasser hat den Molnarplatz erreicht. Im Erdgeschoß des sichtbaren Gebäudes ist eben Wasser eingedrungen und räumt den Geschäftsraum leer. FOTO 6: Der Wasserstrom teilt sich Richtung Florianiplatz und Richtung Salzberghalle. FOTO 7: Der verschmutzte Florianiplatz nach Rückgang des Wassers. FOTO 8: Dort wo Wasser in ein Gebäude eindringen konnte und der Wasserstand entsprechend hoch war, zerbrachen die ebenerdigen Fensterscheiben und ein Wasserfall entstand – auf dem Foto in zweifacher Ausführung. FOTO 9: Wir wechseln unseren Standort in die Thunstraße. Im Bild die Auslagen der Tennengau-Buchhandlung, zu deren Unterkante das Wasser heranreicht. Das bedeutet, der Geschäfts-Eingang stand unter Wasser und dieses ergoss sich zu allem Überfluss auch noch in den, unter dem Straßenniveau liegenden Geschäftsraum. FOTO 10: Ein mutiger Fußgänger watet unverdrossen durch die knietief mit Wasser bedeckte Thunstraße. FOTO 11: Das Wasser gelangte von der Fußgängerzone auch in die Ederstraße. Im Bild deren Beginn auf Höhe der rechts gelegenen Oberbank. FOTO 12: Schließlich ergoss sich das Wasser über die Uferböschung zwischen Stadtbrücke und Stadtkino wie ein Vorhang in die Salzach. Im gelben Licht die dort befindliche Telefonzelle. FOTOS 13 bis 15: Das Wasser den hochgehenden Kothbaches ging auch ziemlich rüde mit in der Stadt abgestellten Autos um – dazu oben drei Beispiele. – (Text und Fotos: Kast, Landes-Korrespondenz Salzburg, APA, Neumayr, Ratzer, Vogl, OST).

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Die Schülerinnen und Schüler der Handelsakademie und Handelsschule Hallein setzten trotz der Corona-Pandemie ein großartiges Zeichen! Das FAIRTRADE-Schools-Team, bestehend aus engagierten Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie der Direktion, hat es erfreulicher Weise geschafft, trotz aller Widrigkeiten die das vergangene Schuljahr angesichts der Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, sich mit den globalen Lieferketten auseinanderzusetzen und sich wichtige Einblicke zu verschaffen, wie der faire Handel wirkt. Nun ist das FAIRTRADE-Schools-Team der HAK/HAS Hallein zu Recht stolz: Das Engagement der Schule wurde am 1. Juli 2021 mit der Auszeichnung zur FAIRTRADE-School gefeiert! Gratuliert haben auch der Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger, Vizebürgermeister und FAIRTRADE-Beauftragter Florian Scheicher sowie der Arbeitsgruppen-Leiter der FAIRTRADE-Stadt Hallein, Reinhard Gracher.

 

„Der Umwelt- und Klimaschutz sowie der faire Handel sind wichtige Themen, angesichts einer immer stärker werdenden Globalisierung, die uns auch als Stadtgemeinde ein großes Anliegen sind. Als FAIRTRADE-Stadt ist Hallein stolz auf seine Schulen, die den FAIRTRADE-Gedanken leben und weitertragen“, betonte Bürgermeister Alexander Stangassinger, anlässlich der Ernennungsfeier der HAK/HAS Hallein zur FAIRTRADE-School.

 

„Es freut mich sehr, dass der faire Handel in Hallein eine wichtige Rolle spielt. Ein existenzsicherndes Einkommen für Kleinbauernfamilien sollte ebenso selbstverständlich sein wie ein schonender Umgang mit unserer Umwelt oder Wertschöpfungsketten, von denen alle Beteiligten gerecht profitieren. Je mehr Menschen sich dafür engagieren, umso größer wird die faire Handelsbewegung in Österreich und weltweit“, unterstrich Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich.

 

Die FAIRTRADE-Stadt Hallein setzt als Schulstandort auch in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt. Die HAK/HAS Hallein ist bereits die dritte FAIRTRADE-School in der Stadt. Erst im vergangenen Jahr wurde das BG/BRG Hallein für entsprechendes Engagement ausgezeichnet sowie vor längerer Zeit bereits die Modeschule Hallein. – (Text und Foto: Stadtgemeinde Hallein).

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Moonligh-Shopping in Hallein, so wie es früher war. Das bedeutete, die Stadt wurde mit zahlreichen Scheinwerfern in buntes, romantisches Licht getaucht (siehe Fotos oben). Das bedeutete, über dem Stadtzentrum schwebte ein großer stimmungsvoller Mond-Ballon, gelb beleuchtet, schon von weitem aus allen Richtungen sichtbar. Das bedeutete, die Plätze der Stadt wurden bespielt. Das bedeutete, die heimischen Anbieter präsentierten ihr attraktives Angebot. Das bedeutete, dass eine tolle Modenschau geboten wurde. Das bedeutete auch, dass die Veranstaltung in Radio und Presse wirksam angekündigt wurde. Das bedeutete, das Moonlight-Shopping in Hallein war auch über die bayrische Grenze hinweg bekannt. Das bedeutete, in der Stadt drängten sich die Menschen, es wurde ein tolles Programm geboten und die Geschäfte konnten sich über tolle Umsätze freuen. Das Moonlight-Shopping wurde vom Halleiner Immobilien-Unternehmer Andreas Pilz ins Leben gerufen und mit viel Hingabe, gemeinsam mit der damaligen Führung des Tourismusverbandes Hallein organisiert.

 

Jetzt sei das Moonlight-Shopping von all dem nur mehr ein billiger Abklatsch, beklagen sich sowohl enttäuschte Besucher als auch teilnehmende Geschäfts-Inhaberinnen und Geschäfts-Inhaber. Das hat jedoch nichts mit der Pandemie zu tun, denn diese unerfreuliche Tendenz zeichnete sich schon bei den letzten Moonlight-Shoppings noch vor dem Corona-Horror ab. Mittlerweile ist die Unzufriedenheit unter den teilnehmenden Betrieben erheblich. Kein Wunder. Das Moonlight-Shopping wird zu wenig wirksam angekündigt, es werden nicht alle Plätze bespielt, die Stadt wird nicht mehr auf charmante Art farbig beleuchtet, es gibt keinen Mond, der stimmungsvoll über der Stadt schwebt und leuchtet, es gibt kein wirkungsvolles Konzept, um das Shopping in den Geschäften anzuregen. Auch der berühmte rote Teppich, der einst zu den wichtigsten Punkten im Stadtzentrum führte, er wird immer kürzer.

 

So war auch das jüngste Moonlight-Shopping ziemlich enttäuschend. Auf dem Kornsteinplatz lediglich ein Foto-Bus und ein Kickertisch für Kinder. Das war alles, was sich hier bot. Ach ja: Nicht zu vergessen eine kurze Show-Einlage vom Karateverein! Untermalt durch einen jämmerlichen und langweiligen DJ. Einzige Anziehungspunkte waren das Konoba Pinna Nobilis und der Dorfladen. Schlimm: Ein Food-Truck aus Salzburg (!) verkaufte beim Halleiner (!) Moonlight-Shopping seine Burger, obwohl der zuständige Tourismusverband ersucht wurde, dies zu verhindern. Er tat dies nicht – mit dem Argument, die Halleiner Betriebe könnten die Masse (!) der Moonlight-Besucher niemals verköstigen! Der einzige Platz jedoch, wo man sich über zahlreiche Besucher freuen konnte, war der Bayerhamerplatz. Ausgestattet mit einer Liveband, war die Stimmung dort ausgezeichnet. Dies war aber nur den ansässigen Betrieben zu verdanken, wie Stadtkrug, Eisdiele GelatOk, Mathilia und Salitri. Ging man auf den Griesplatz wo früher immer etwas los war, eine Band spielte und man die Gelegenheit hatte zu tanzen, so präsentierte sich dieser jetzt als total ausgestorben.

Sollte der Veranstalter mit der Organisation eines zufriedenstellenden Moonlight-Shoppings überfordert sein, so wäre zu überlegen, auch interessierte Betriebe in die Organisation mit einzubeziehen. Denn alle, die sich erwartet hatten, dass mit dem ersten Moonlight-Shopping nach der Pandemie ein fulminantes Ereignis in Hallein geboten werde, sie wurden zweifellos enttäuscht. – (Halleiner Festspielbroschüre. Fotos: OST).

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Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) prognostiziert für das Wochenende intensive und langanhaltende Regenfälle. Das bedeutet: Warnstufe „Orange“ und punktuell bis zu 120 Millimeter Niederschlag im Pinzgau, im Tennengau und in Teilen des Flachgaus (Nordstaulage). Warnstufe „Gelb“ mit 40 bis 80 Millimeter Regen in den restlichen Regionen unseres Bundeslandes. Salzburgs. Von Samstagmittag bis Sonntagmittag wird es in Teilen Salzburgs stark und lang anhaltend regnen. Katastrophenschutz, Hydrographischer Dienst, Meteorologen und Einsatzorganisationen beobachten die Lage genau. Punktuell und in einigen Regionen werden bis zu 120 Millimeter Regen erwartet. Durch den flächigen und intensiven Niederschlag in einem relativ kurzen Zeitraum, werden die vielen Zubringer die Salzach auf jeden Fall anschwellen lassen. ,,Wir beobachten die Lage genau, denn eine endgültige und exakte Prognose für das gesamte Wochenende ist jetzt noch nicht möglich. Die Alarmpläne in den jeweiligen Regionen werden jedenfalls je nach Lage und Entwicklung umgesetzt“, so Barbara Staudinger vom Hydrographischen Dienst des Landes Salzburg.

Verschärft wird die Situation durch Gewitter, die lokal zu sehr großen zusätzlichen Regenmengen führen können. Der Katastrophenschutz des Landes warnt jedenfalls vor möglichen Muren und Überflutungen. Bei dieser Gefahrenlage kann es auch zu Unterspülungen, Wassereintritten und Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen, sind sich die Experten einig. Die Lage wird vom Katastrophenschutz laufend genau beobachtet, die Einsatz- und Rettungsorganisationen landesweit und vor Ort sind informiert – mit ihnen und der ZAMG wird enger Kontakt gehalten, um schnell reagieren zu können. Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung: Unnötige Fahrten und Spaziergänge vermeiden! Wasserabläufe halten und Kellerschächte abdecken! Die Pegelstände im Auge behalten! Hinweise und Warnungen der Behörden beachten!
– (Presse-Mitteilung Land Salzburg. Foto: OST).

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Blühende Wiesen (dazu unser 1. Foto oben) statt Einheitsrasen in Privatgärten und auf öffentlichen Flächen, bis hin zum Halleiner Stadtpark. Heimische Bäume und Sträucher als Nahrungs- und Bruträume für unsere Tierwelt, ein Teich als Oase. Naturnah gestalten muss nicht am eigenen Gartenzaun enden. „Der Wissensdurst und das Interesse, Artenvielfalt auch auf Gemeindeflächen oder am Firmengelände zu fördern, wächst erfreulicherweise stetig“, weiß Landesrätin Daniela Gutschi. Das Salzburger Bildungswerk, (dazu unser 2. Foto oben mit Landesrätin Daniela Gutschi und Dir. Richard Breschar), bietet ein dichtes Vortragsprogramm zu „Natur in Salzburg“ an. „Naturnah gestaltete Betriebsareale sind nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie bieten auch für ein Unternehmen vielfachen Mehrwert – eine Win-Win-Situation für Mensch, Wirtschaft und Naturvielfalt. Zukunftsorientierte Unternehmen haben erkannt, dass Wirtschaft und Natur keine Gegensätze sind“, so Gärtnermeister Franz Hönegger, der Exkursionen für das Bildungswerk anbietet. Am 18. Juni ging es beispielsweise auch zum bekannten und angesehenen Halleiner Unternehmen Werner & Mertz.

 

„Jede und jeder Einzelne von uns kann etwas für den Schutz der Insekten und für den Erhalt der Artenvielfalt tun. Und zwar ganz einfach, indem man den Kleinstlebewesen die nötigen Lebensräume bietet. Das geht auf einem Kreisverkehr neben dem Dorfplatz in einer Gemeinde genauso wie auf Flächen großer und kleinerer Betriebe, jeder Quadratmeter zählt“, ist Landesrätin Daniela Gutschi überzeugt. Solche strukturreichen Lebensräume, in denen viele Insekten zu finden sind, bieten wiederum Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren ausreichend Nahrung, einen Platz zum Überwintern und um sich fortzupflanzen. In praxisorientierten Veranstaltungen des Bildungswerkes werden wichtige Grundlagen rund um das ökologische Gestalten und Pflegen von Gärten behandelt. „Alle Vortrags-Angebote sind in einer Broschüre zusammengefasst und können von örtlichen Bildungswerken, Vereinen, Gemeinden und Interessierten gebucht werden. Die Kosten für die Vortragenden und Infomaterial werden von der Europäischen Union, vom Land und von der Gemeinde-Entwicklung übernommen“, erläutert Bildungswerk-Direktor Richard Breschar. Ansprechpartnerin im Salzburger Bildungswerk ist Maria Fankhauser unter Telefon +43 660 3406412 oder per E-Mail an maria.fankhauser@sbw.salzburg.at. – (Landes-Korrespondenz, OST. Foto 1: LK, Foto 2: OST).

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Die Ampel-Kommission hat am Freitag, 2. Juli 2021 entschieden, dass der Bezirk Hallein und das gesamte Bundesland Salzburg auf „grün“ geschaltet werden. Landes-Sanitätsdirektorin Petra Juhasz warnt aber davor, „sich von den guten Zahlen täuschen zu lassen, denn es ist noch nicht vorbei!“. Trotz eines „sehr geringen“ Risikos in Salzburg sei Vorsicht geboten und die Impfung sei noch immer das wichtigste (!) Instrument im Kampf gegen das Corona-Virus. Dies sei allen Uneinsichtigen, Leichtsinnigen, Unbelehrbaren, und Realitäts-Blinden, also allen Impfungs-Verweigerern, ins Stammbuch geschrieben. Trotz eines „sehr geringen“ Risiko im Bezirk Hallein und im übrigen Land Salzburg, ist also Vorsicht geboten und die Impfung ist nach wie vor das einzige Mittel (!) im Kampf gegen das Corona-Virus. Derzeit herrscht im Bundesland ein „sehr geringes Risiko“. Aber nur „wenn die Entwicklung so weiterläuft“, erklärt Petra Juhasz, Landes-Sanitätsdirektorin, im nun folgenden Interview.

 

FRAGE: Was bedeutet „grün“ auf der Corona-Ampel?

 

Petra Juhasz: Grob erklärt, dass es wenige Ansteckungen und Cluster-Bildungen gibt, aber auch eine niedrige Gefahr der Überlastung des Gesundheits-Systems. Was es nicht bedeutet ist, dass alles wieder so stattfinden kann, wie vor der Pandemie. Wir müssen weiterhin vorsichtig sein und dürfen uns nicht auf den guten Zahlen ausruhen, solange bis möglichst viele geimpft sind. Aufholbedarf gibt es vor allem bei den unter 55-Jährigen.

 

FRAGE: Was heißt das für die nächsten Wochen und den Sommer?

 

Petra Juhasz: Ich verstehe jeden, der nach dieser harten Zeit der Einschränkungen die Lockerungen und den Sommer voll auskosten will und nicht mehr an das Virus denkt. Aber gerade in Hinblick auf die neuen gefährlichen Mutationen ist es wichtig, dass nicht sofort alle Maßnahmen über Bord geworfen werden, sondern dass sich so viele wie möglich impfen lassen! In Hinblick auf die Varianten schützt nur die Vollimmunisierung vor einer schweren Erkrankung mit Covid-19. Und die Studien zeigen, dass auch die Weitergabe, also die Wahrscheinlichkeit, jemanden anzustecken geringer wird, da die Viruslast bei vollimmunisierten Menschen in der Regel nicht so hoch ist.

 

FRAGE: Wie gefährlich ist die neue Delta-Variante?

 

Petra Juhasz: Sie ist mit rund einem Drittel der Fälle im Vormarsch und bereitet uns ab einem Anteil von 40 Prozent große Probleme. Denn dann ist wieder mit einem deutlichen Zuwachs von Ansteckungen zu rechnen und somit steht die nächste Ansteckungs-Welle bevor. Daher führen wir das Contact-Tracing weiterhin in vollem Umfang durch, wir wollen unbedingt so viele wie möglich zur Impfung bewegen und setzen zusätzlich auf die Teststrategie und die Hygiene-Maßnahmen. – (Interview-Ende).

 

Die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich: Bezirk Hallein: 3,3 – Stadt Salzburg: 2,6 – Flachgau: 3,9 – Pongau: 0,0 (!) – Pinzgau: 1,1 – Lungau: 14,9 (!). Abschließend noch
aktuelle Daten und Fakten: 472.420 verabreichte Impfdosen in Salzburg – 286.190 Erstdosen – 186.230 Zweitdosen – 320.252 Personen bisher vorgemerkt – 35 aktiv infizierte Personen im Bundesland – Vier Covid-Patienten im Spital. – (Landes-Korrespondenz Salzburg, Foto: Covid-Press).

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Bei der Trassenfindung für den S-LINK, also die Verlängerung der Lokalbahn durch die Stadt Salzburg bis nach Hallein, wird es eine enge Abstimmung mit den durch die neue Bahn-Trasse betroffenen Gemeinden geben, das garantiert Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. „Die betroffenen Gemeinden werden eng in den Prozess eingebunden. Wir haben einen ambitionierten Rahmenplan für den Bau erstellt“, so Landesrat Schnöll, der schon weiter als bis zum Mirabellplatz denkt: „Vom S-LINK profitieren zukünftig viele Pendlerinnen und Pendler vom Süden der Stadt Salzburg bis nach Hallein.‘‘ Der Start der intensiven Gespräche erfolgte bereits im Vorjahr. Erst kürzlich trafen einander Landesrat Stefan Schnöll und S-LINK-Projektleiter Stefan Knittel sowie Anifs Bürgermeisterin Gabriella Gemacher-Leitner und Vizebürgermeister Thomas Schnöll. Dabei ging es um die weitere Vorgehensweise bei der Festlegung der optimalen Trasse bis nach Hallein. „In den nächsten Wochen und Monaten wird es dazu weitere Abstimmungsrunden mit allen betroffenen Gemeinden geben“, so Stefan Schnöll.

 

Verkehrs-Landesrat Schnöll: „Ortschefs bringen sich ein.“
„Wir sind in enger Abstimmung mit allen betroffenen Gemeinden, um bereits früh mögliche Varianten auszuloten und bei den bevorstehenden Planungen die beste Linie zu finden. Klar ist, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine fixierte Trasse gibt und wir damit zeitgleich auch keine der Möglichkeiten ausschließen“, sagt Schnöll und ergänzt: „Wichtig ist für uns, die Verantwortlichen vor Ort mit ins Boot zu holen. Sie kennen die Gegebenheiten in der jeweiligen Gemeinde am besten. Das ist wertvolles Wissen, das wir nutzen wollen.“

 

Bürgermeisterin Gehmacher-Leitner: „Gemeinsam planen.“
„Der motorisierte Individualverkehr in Anif nimmt seit Jahren zu. Dadurch sind wir erheblich belastet. Attraktive öffentliche Verkehrsmittel wie der S-LINK können Abhilfe schaffen, vor allem deshalb steht die Gemeinde diesem Projekt sehr positiv gegenüber“, fasst Anifs Bürgermeisterin Gabriella Gemacher-Leitner die aktuelle Situation zusammen. „Die Entlastung wird es geben, wenn die Bahn wirklich attraktiv ist. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Trassenführung, der Position der Haltestellen und der Fahrzeit. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam zu einer optimalen Trassenführung kommen werden“, ergänzt die Bürgermeisterin.

 

Vizebürgermeister Schnöll: „Einbeziehung aller.“
Ähnlich sieht es Anifs Vizebürgermeister Thomas Schnöll: „Wir müssen bei diesem Jahrhundertprojekt die Balance zwischen dem Jetztstand und den Möglichkeiten der langfristigen Entwicklung unseres Ortes finden. Sehr wichtig ist uns die Einbeziehung und Zustimmung der Bevölkerung, damit dieses Generationenprojekt gemeinsam getragen wird und das Vertrauen in die Umsetzung groß ist“, betont Thomas Schnöll.

 

Der Zeitplan für S-LINK steht
Im kommenden Jahr soll es eine Evaluierung zum Austausch mit den betroffenen Gemeinden geben und die Eckpunkte der Gespräche werden zusammenfließen. Somit wird auch das Umfeld der Trasse berücksichtigt. „Im Jahr 2023 ist nach Sicherstellung der gesamten Finanzierung geplant, den Einreichprozess zu starten. Damit können wir den ambitionierten Zeitplan auch verwirklichen“, so Verkehrslandesrat Schnöll.

 

Grundstücke werden „reserviert“
Mögliche Trassen werden im Raumordnungs-Sachprogramm „Freihaltung für Verkehrs-Infrastrukturprojekte“ freigehalten. Auch hier fließt die Expertise der Gemeinden ein. Nach Konkretisierung des Verlaufes wird ein Grundbedarfsplan erstellt. Auf dessen Basis wird mit den Grundeigentümern in allen betroffenen Orten verhandelt. „Ein intensiver Prozess, der nur gemeinsam mit allen Gemeinden zu bewältigen ist, so Landesrat Stefan Schnöll.

ZU DEN OBEN
STEHENDEN FOTOS
FOTO 1:
Gemeinsames Planen für eine optimale S-LINK-Trasse. Landesrat Stefan Schnöll, Bürgermeisterin Gabriella Gemacher-Leitner, Vize-Bürgermeister. Thomas Schnöll und S-LINK-Projektleiter Stefan Knittel. Das wichtige Vorhaben ist nur gemeinsam mit allen Gemeinden zu schaffen, so Landesrat Stefan Schnöll. FOTO 2: Landesrat Stefan Schnöll und der Geschäftsführer von S-LINK Stefan Knittel begutachten die Bohrkerne der Probebohrungen im Gebiet der Stadt Salzburg für die S-LINK-Trasse. Das Bohrmaterial liefert Aufschluss darüber, ob zwischen Hauptbahnhof und Mirabellplatz, etwas dem Bau des neuen S-LINKS im Wege stehen könnte. – (Text und Fotos: Landeskorrespondenz).

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